Tom
Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und ließ ihre Worte einen Moment lang auf mich wirken. Der Lärm des Cafés um uns herum wurde zu einem dumpfen Hintergrundrauschen, während ich versuchte, das Chaos in meinem Kopf zu sortieren.
"Kein Aufpasser spielen..", wiederholte ich schließlich leise, mehr zu mir selbst als zu ihr.
Ich fuhr mit einer Hand über mein Gesicht und atmete langsam aus. Seit Kyle´s Diagnose war ich beinahe am durchdrehen. Ich hatte einfach Angst um ihn. Ich wusste nicht weiter und ich wünschte mir gerade jetzt im Moment meine Eltern wieder zurück.. Das sie lebendig waren... Ich seufzte kurz und widmete mich wieder ihr.
"Sie haben ihn ziehmlich schnell durchschaut", sprach ich zur ihr und sah sie wieder an.
"Kyle reagiert auf Kontrolle und Zwang überhaupt nicht gut. Wenn er das Gefühl bekommt eingesperrt zu werden, rennt er weg. Deshalb bin ich gespannt wie lange er noch im Krankenhaus bleibt, ehe er seinen Ausbruch plant." Ein kurzes, müdes Lächeln zuckte über mein Gesicht. "Mit einer Sache haben sie recht. Er wird diesen Kampf nur führen, wenn er das Gefühl hat, dass es sein eigener ist."
Mein Blick ging von ihr zu ihren Sachen die sie neben sich auf den Stuhl gestellt hatte. Es war nicht zu übersehen, dass sie eigentlich ganz andere Dinge im Kopf hatte, als sich um die Probleme von Menschen zu kümmern, die sie kaum kannte. Und totzdem saß sie noch hier.
Ich sah wieder zu ihr auf. "Dass sie überhaupt ihre Hilfe anbieten.. nach allem was passiert ist. Ich weiß nicht ob ich das annehmen kann."
Ich dachte einen Moment nach und trank noch einen Schluck von meinem Kaffee. "Also gut. Farrow Taylor.."
Der Name hing kurz zwischen uns in der Luft. In L.A. gab es nicht viele Leute, denen ich wirklich vertraute. Aber sie gehörte zu den Menschen, die zumindest verstanden, wie man diskret arbeitet. "Wenn sie glauben, dass sie jemanden kennt der mit Kyle umgehen kann, ohne ihn wie ein tickendes Pulverfass zu behandeln.. dann fragen sie Ms. Taylor ruhig." Ich beugte mich ein Stück zu ihr vor und mein Blick wurde ernster. "Dennoch möchte ich das keine Namen genannt werden, keine Details über die Diagnose besprochen werden oder Sonstiges. Noch nicht.. Wenn das rauskommt, haben wir morgen ein Haufen Kameras vor der Klinik und die Presse würde meine kleine Notlüge entlarven.." Ich zwinkerte ihr nun zu und trank den Rest von meinem Kaffee. "Ach und noch etwas." Ein kleines Lächeln erschien auf meinen Lippen. "Falls Ms. Taylor niemanden hat oder zutraut, mit meinen Bruder fünf Minuten in einem Raum zu überleben.." Ich deutete mit einem kaum merklichen Nicken auf sie. "... dann fürchte ich, haben sie sich für den Job soeben qualifiziert."
Ich trank den letzten Schluck meines Kaffees und stellte die Tasse anschließend wieder auf dem Tisch ab. "Denn ehrlich gesagt, sind sie die erste Person die zu ihm durchdringt.. Ihn sieht und nicht wie ein Problem behandelt.. Denken sie darüber nach. Meine Nummer haben sie ja." Ich schob den Stuhl zurück und stand auf. "Wenn sie mich jetzt entschuldigen, ich muss mich noch um ein paar Sachen kümmern. Danke für ihre Mühe und eventuell bis bald." Ich lächelte ihr zu und ging nach Draußen. Die Sonne brannte förmlich auf mich nieder. Ich lief zurück zum Krankenhaus wo mein Auto parkte. Ein kurzer Blick fiel auf das Gebäude. Dann schüttelte ich den Kopf. Es wäre unklug da nochmal rein zu gehen. Kyle würde dicht machen und ich hätte am Ende nichts davon.
Ich stieg in mein Auto ein und fuhr zurück zum Loft. Dort herrschte unheimliche Stille.. Niemand war da. Die Haushälterinnen waren auch schon weg und ich stand alleine in diesem riesigen Loft.
Ich lehnte mich in meinem Stuhl zurück und ließ ihre Worte einen Moment lang auf mich wirken. Der Lärm des Cafés um uns herum wurde zu einem dumpfen Hintergrundrauschen, während ich versuchte, das Chaos in meinem Kopf zu sortieren.
"Kein Aufpasser spielen..", wiederholte ich schließlich leise, mehr zu mir selbst als zu ihr.
Ich fuhr mit einer Hand über mein Gesicht und atmete langsam aus. Seit Kyle´s Diagnose war ich beinahe am durchdrehen. Ich hatte einfach Angst um ihn. Ich wusste nicht weiter und ich wünschte mir gerade jetzt im Moment meine Eltern wieder zurück.. Das sie lebendig waren... Ich seufzte kurz und widmete mich wieder ihr.
"Sie haben ihn ziehmlich schnell durchschaut", sprach ich zur ihr und sah sie wieder an.
"Kyle reagiert auf Kontrolle und Zwang überhaupt nicht gut. Wenn er das Gefühl bekommt eingesperrt zu werden, rennt er weg. Deshalb bin ich gespannt wie lange er noch im Krankenhaus bleibt, ehe er seinen Ausbruch plant." Ein kurzes, müdes Lächeln zuckte über mein Gesicht. "Mit einer Sache haben sie recht. Er wird diesen Kampf nur führen, wenn er das Gefühl hat, dass es sein eigener ist."
Mein Blick ging von ihr zu ihren Sachen die sie neben sich auf den Stuhl gestellt hatte. Es war nicht zu übersehen, dass sie eigentlich ganz andere Dinge im Kopf hatte, als sich um die Probleme von Menschen zu kümmern, die sie kaum kannte. Und totzdem saß sie noch hier.
Ich sah wieder zu ihr auf. "Dass sie überhaupt ihre Hilfe anbieten.. nach allem was passiert ist. Ich weiß nicht ob ich das annehmen kann."
Ich dachte einen Moment nach und trank noch einen Schluck von meinem Kaffee. "Also gut. Farrow Taylor.."
Der Name hing kurz zwischen uns in der Luft. In L.A. gab es nicht viele Leute, denen ich wirklich vertraute. Aber sie gehörte zu den Menschen, die zumindest verstanden, wie man diskret arbeitet. "Wenn sie glauben, dass sie jemanden kennt der mit Kyle umgehen kann, ohne ihn wie ein tickendes Pulverfass zu behandeln.. dann fragen sie Ms. Taylor ruhig." Ich beugte mich ein Stück zu ihr vor und mein Blick wurde ernster. "Dennoch möchte ich das keine Namen genannt werden, keine Details über die Diagnose besprochen werden oder Sonstiges. Noch nicht.. Wenn das rauskommt, haben wir morgen ein Haufen Kameras vor der Klinik und die Presse würde meine kleine Notlüge entlarven.." Ich zwinkerte ihr nun zu und trank den Rest von meinem Kaffee. "Ach und noch etwas." Ein kleines Lächeln erschien auf meinen Lippen. "Falls Ms. Taylor niemanden hat oder zutraut, mit meinen Bruder fünf Minuten in einem Raum zu überleben.." Ich deutete mit einem kaum merklichen Nicken auf sie. "... dann fürchte ich, haben sie sich für den Job soeben qualifiziert."
Ich trank den letzten Schluck meines Kaffees und stellte die Tasse anschließend wieder auf dem Tisch ab. "Denn ehrlich gesagt, sind sie die erste Person die zu ihm durchdringt.. Ihn sieht und nicht wie ein Problem behandelt.. Denken sie darüber nach. Meine Nummer haben sie ja." Ich schob den Stuhl zurück und stand auf. "Wenn sie mich jetzt entschuldigen, ich muss mich noch um ein paar Sachen kümmern. Danke für ihre Mühe und eventuell bis bald." Ich lächelte ihr zu und ging nach Draußen. Die Sonne brannte förmlich auf mich nieder. Ich lief zurück zum Krankenhaus wo mein Auto parkte. Ein kurzer Blick fiel auf das Gebäude. Dann schüttelte ich den Kopf. Es wäre unklug da nochmal rein zu gehen. Kyle würde dicht machen und ich hätte am Ende nichts davon.
Ich stieg in mein Auto ein und fuhr zurück zum Loft. Dort herrschte unheimliche Stille.. Niemand war da. Die Haushälterinnen waren auch schon weg und ich stand alleine in diesem riesigen Loft.

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