Jedes einzelne von Lewis Worten traf ihn wie der Schlag einer Peitsche, riss seine Haut auf, verteilte sein Blut überall. Er hatte es verdient. Er ließ es kommentarlos über sich ergehen, akzeptierte jeden dieser Schläger in Stille.
"Wieso hast du drei fucking Tage gebraucht, um anzukommen?"
Weil er Lewis nicht noch mehr verletzen wollte. Weil er dachte, dass Lewis ihn nie wieder sehen wollte. Weil er nicht die Eier in der Hose hatte, um sich seinem Fehler zu stellen.
"Weil ich ein Feigling war," flüsterte Santi schließlich.
Wieder kehrte Stille ein, in der Santi den nächsten Joint fertig drehte. Er legte den Joint weg, dann nahm er all seinen Mut zusammen und begegnete Lewis' Blick erneut.
"Ich hab mir eingeredet, dass du mich nie wieder sehen willst. Vielleicht stimmt das ja auch, ich kann nicht in deinen Kopf gucken. Ich dachte, ich tue es für dich. Aber ich hab mich nur selbst angelogen, bis ich den Verstand verloren hab. Wortwörtlich. Ich hab nicht eine Sekunde geschlafen nach der ganzen Sache und irgendwann bin ich dann zu deinem Apartment gefahren, ohne es zu bemerken. Ich..."
Er schüttelte den Kopf. Fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. Sein Bein bettelte danach, dass er sich setzte, aber Santi tat es nicht.
"Ich hatte noch nie sowas. Das was wir haben - hatten - das ist neu für mich. Ich bin daran gewöhnt, dass alle Angst vor mir haben und dann kommst du und hast keine. Und dann sorge ich dafür, dass du Angst vor mir hast. Ich hab alles kaputt gemacht. Und ich hab gedacht, ich kanns wieder richten, indem ich mich von dir fernhalte. Aber das kann ich nicht, Lewis. Ich kanns einfach nicht. Ich hab dich reingelassen und jetzt krieg ich dich nicht mehr raus."
Santi wischte sich schnell über die Wange, bevor die Träne, die sich aus seinem Augenwinkel gelöst hatte, zu weit kam.
"Fuck. So entschuldigt man sich nicht. Ich sollte das nicht alles auf mich fokussieren."
Er schüttelte den Kopf, aber das half überhaupt nicht dabei, seine Gedanken zu sortieren. Da war kein Faden, den er verloren hatte, da war nie einer gewesen. Er atmete tief durch, nahm sich zusammen.
"Ich hab dir wehgetan und dann war ich zu feige, mich diesem Fehler zu stellen. Als ich dann endlich so weit war, war ich nicht Herr meiner Sinne. Aber als dein Bruder dann da war und nicht du... und als ich dein Apartment gesehen habe... Ich wusste, was ich zu tun hatte. Also hab ich's getan. Und jetzt bin ich hier, immer noch nicht voll Herr meiner Sinne, aber ich bin mit Absicht hergekommen, nicht, weil mein vernebeltes Unterbewusstsein das so wollte. Es tut mir leid. Alles. Dass ich meine Magie gegen dich verwendet habe, gegen deinen Bruder. Dass ich mich nicht bei dir gemeldet habe. Das ich gestern nicht geblieben bin. Es tut mir alles leid. Ich weiß, ich kann nicht von dir erwarten, dass du mir dafür verzeihst, aber ich weiß, dass das hier, diese Entschuldigung, nötig ist. Dass du das verdienst. Und ich bereue es, alles, wirklich."
"Wieso hast du drei fucking Tage gebraucht, um anzukommen?"
Weil er Lewis nicht noch mehr verletzen wollte. Weil er dachte, dass Lewis ihn nie wieder sehen wollte. Weil er nicht die Eier in der Hose hatte, um sich seinem Fehler zu stellen.
"Weil ich ein Feigling war," flüsterte Santi schließlich.
Wieder kehrte Stille ein, in der Santi den nächsten Joint fertig drehte. Er legte den Joint weg, dann nahm er all seinen Mut zusammen und begegnete Lewis' Blick erneut.
"Ich hab mir eingeredet, dass du mich nie wieder sehen willst. Vielleicht stimmt das ja auch, ich kann nicht in deinen Kopf gucken. Ich dachte, ich tue es für dich. Aber ich hab mich nur selbst angelogen, bis ich den Verstand verloren hab. Wortwörtlich. Ich hab nicht eine Sekunde geschlafen nach der ganzen Sache und irgendwann bin ich dann zu deinem Apartment gefahren, ohne es zu bemerken. Ich..."
Er schüttelte den Kopf. Fuhr sich mit einer Hand durch die Haare. Sein Bein bettelte danach, dass er sich setzte, aber Santi tat es nicht.
"Ich hatte noch nie sowas. Das was wir haben - hatten - das ist neu für mich. Ich bin daran gewöhnt, dass alle Angst vor mir haben und dann kommst du und hast keine. Und dann sorge ich dafür, dass du Angst vor mir hast. Ich hab alles kaputt gemacht. Und ich hab gedacht, ich kanns wieder richten, indem ich mich von dir fernhalte. Aber das kann ich nicht, Lewis. Ich kanns einfach nicht. Ich hab dich reingelassen und jetzt krieg ich dich nicht mehr raus."
Santi wischte sich schnell über die Wange, bevor die Träne, die sich aus seinem Augenwinkel gelöst hatte, zu weit kam.
"Fuck. So entschuldigt man sich nicht. Ich sollte das nicht alles auf mich fokussieren."
Er schüttelte den Kopf, aber das half überhaupt nicht dabei, seine Gedanken zu sortieren. Da war kein Faden, den er verloren hatte, da war nie einer gewesen. Er atmete tief durch, nahm sich zusammen.
"Ich hab dir wehgetan und dann war ich zu feige, mich diesem Fehler zu stellen. Als ich dann endlich so weit war, war ich nicht Herr meiner Sinne. Aber als dein Bruder dann da war und nicht du... und als ich dein Apartment gesehen habe... Ich wusste, was ich zu tun hatte. Also hab ich's getan. Und jetzt bin ich hier, immer noch nicht voll Herr meiner Sinne, aber ich bin mit Absicht hergekommen, nicht, weil mein vernebeltes Unterbewusstsein das so wollte. Es tut mir leid. Alles. Dass ich meine Magie gegen dich verwendet habe, gegen deinen Bruder. Dass ich mich nicht bei dir gemeldet habe. Das ich gestern nicht geblieben bin. Es tut mir alles leid. Ich weiß, ich kann nicht von dir erwarten, dass du mir dafür verzeihst, aber ich weiß, dass das hier, diese Entschuldigung, nötig ist. Dass du das verdienst. Und ich bereue es, alles, wirklich."

