Ineb Chevrier & Cabriel Valentine & Yuuto Kurai & Izarra
"NAAA Endlich!!~ Ich Dachte ich muss noch länger in diesem Busch hocken!!"
Plötzlich war es totenstill. Weder die Vögel zwitscherten noch gaben die WITCH-Mitglieder oder Yuuto auch nur einen Ton von sich. Wie hypnotisiert starrten sie auf das ominöse, muskulöse Wesen, das sich gerade als Harveys Bruder entpuppt hatte. Der Typ war ein verdammter Zwei-Meter-Riese. Ineb war so perplex, dass er seine eigene Hand vergaß und die Dose darin fast fallen ließ.
Woher kannte so jemand bitteschön Wyatt? War der Typ nicht ... ein Ex-Knasti?! War der Schauspieler etwa so ein Typ, der bösen Männern aus dem Knast schrieb, um umgarnt zu werden?! Wyatt lieferte die Erklärung zwar prompt, doch Ineb kniff die Augen nur noch weiter zusammen, verdächtig. Ach, so war das also ... der Kerl hatte ihm einfach geschrieben? Wollte dieser ominöse Bruder Harvey wirklich nur überraschen, oder steckte mehr hinter diesem seltsamen Weg? Ineb war völlig hin- und hergerissen, wie er die Sache einschätzen sollte. Er wusste wie komisch Brüder sein könnten, deshalb brauchte er mehr Alkohol um diese Sache besser analysieren zu können.
"Harvey, eh....deine Freunde sind....echt putzig."
Yuuto spielte seine Überraschung geschickt. Er hatte sich schon fast gedacht, dass sie heute nicht zu sechst bleiben würden, schließlich war Harvey eine polarisierende Persönlichkeit – gleichermaßen geliebt und gehasst. Auch auf das baldige Erscheinen von Izarra hatte er sich mental längst eingestellt, mit Oscar hatte er nur nicht gerechnet. Aber ergab wohl Sinn, immerhin waren sie Brüder und Familie spielte in dieser Welt eine wichtige Rolle. Mit neugierigen Augen musterte er Oscar und stellte sofort den gravierenden Unterschied zu den Wächtern fest. Während die Light Heart-Witches gezeichnet wirkten, standen die Dark Heart-Witches kerngerade da. Es wirkte beinahe so, als ob dieser Traum für sie das reinste Zuckerschlecken wäre.
Schweigend sah Yuuto zu, wie Oscar seinen kleinen Bruder aufzog – eine Geste, die durch und durch liebevoll wirkte. Harvey sollte diesen Moment mit Oscar einfach auskosten. Vielleicht spürte der Feuerwächter in diesem Augenblick endlich einen Hauch der brüderlichen Zuneigung, die er in seiner eigenen Kindheit so schmerzlich vermisst hatte.
...Wenn sie nur wüssten, dass sie bald auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen mussten...

"Power Ranger Pink...huh...?", schnaufte Ineb erdrückend aus.
Obwohl Harvey absolut nichts dafür konnte, wurde Ineb plötzlich von einer eher unangenehmen Kindheitserinnerung heimgesucht. Oh ja, er hatte früher genug eigene Erfahrungen mit der Farbe Pink und diesem Kostüm gemacht. Ein bestimmter Freund hatte damals nämlich regelrecht darauf bestanden, dass Ineb dieses Power-Ranger-Kostüm trug, das er ihm allen Ernstes auch noch zum Geburtstag angedreht hatte. Ständig musste Ineb den pinken Ranger mimen, obwohl ihm die Serie völlig egal war. Mit fünf Jahren hatte er ohnehin viel lieber Disney-Serien oder Magical-Girl-Animes geschaut. Aber dieser Junge von damals ... der hätte sich wirklich blendend mit Harvey verstanden.
"Das weckt Erinnerungen...", gab er murmelnd von sich und fragte sich ob auch Harvey darauf stehen würde, wenn jemand ihn in diesem Kostüm überraschen würde. Pink stand zwar Ineb hervorragend...aber vielleicht sollte das eher dann sein Girlfriend durchführen...

Während die anderen Oscar jeder auf seine Art anstarrten, nahm Cabriel eine völlig andere Perspektive ein. Sein Blick blieb an Oscars Körperproportionen hängen, und plötzlich machte er eine geradezu erschreckende Entdeckung. Diese massiven Muskeln, die gesamte Statur ... das alles kam ihm extrem bekannt vor. Sogar dieser markante, runde Po begegnete ihm regelmäßig in jener virtuellen Welt, in der er sich am aller wohlsten fühlte. Sein bester Kumpel aus seinem Lieblings-Onlinespiel war exakt genauso blond, genauso laut und genauso zielsicher wie dieser Typ. Oh Mann ... warum verdammt sah Harveys Bruder aus wie Sir Rexington?

Es fühlte sich an, als würde Cabriel auf etwas zutiefst Vertrautes treffen, obwohl er Oscar noch nie im Leben gesehen hatte und diese Ähnlichkeit reiner Zufall sein musste. Dennoch konnte er den Blick nicht abwenden und starrte ihn völlig perplex an. Schließlich vermittelte ihm Sir Rexington stets ein Gefühl von Geborgenheit und ... ganz ehrlich, er war auch einfach verdammt schön anzusehen. Der Typ hatte exakt die Muskeln und die Statur, von der Cabriel als schmächtiges Wesen nur träumen konnte. Für einen Moment bewunderte er einfach still und heimlich diesen Riesen, sein toter Blick durchstach ihn förmlich. Umso mehr begann er sein Online-Leben zu vermissen.

"Ich meines es diesmal total ernst! Happy Birthday Harvey, ich wünsche dir von Herzen alles Gute."
Obwohl Ineb Oscar gegenüber noch ziemlich misstrauisch auftrat und kaum auf dessen Blicke reagierte – weil er dachte, die seien gar nicht für ihn bestimmt –, verstand er nun, dass dieser Mann wirklich nur für seinen Bruder hier war. Sofort floss ein Gefühl wie warmer Honig in sein Herz und ihm wurde richtig warm. Ach ja, Ineb war zwar jemand, der alles und jeden verdächtigte ... besonders, wenn sie Kontakt zu Wyatt hatten ... aber dieser Kerl wollte seinem lieben Bruder wohl tatsächlich nur eine Überraschung bereiten. Eventuell hatte ihn der lange Knastaufenthalt ja weichgeklopft?
"Ey, ich finde es wirklich stark das ihr mit Harvey zusammen wohnt, ich finde Wohngemeinschaften echt stark! Ich hoffe ihr passt immer gut auf ihn auf ja? Besonderes wenn es so gut aussehende Leute wie ihr seid! Jetzt echt mal, wie stellst du das an?"
Dankend nahm Ineb das Kuchenstück entgegen und lachte amüsiert auf. Ja, jetzt verstand er. Dieser riesige Kerl war wirklich einfach nur ein Bruder, der sich um den Kleineren sorgte. Und das fand der Franzose insgeheim total niedlich!
"Hehe, Harvey hat sogar sein alleiniges Reich erhalten, damit er immer genug Ruhe erhält!", sagte Ineb so überzeugt, als glaubte er tatsächlich selbst, dass es das einzige Argument war.
"Ich verstehe deine Sorge total! Ich mache mir auch immer Sorge um meinen Bruder...kleinere Brüder können ja auch ziemlich viel Unfug anstellen. Deshalb ist es wohl die Pflicht des Größeren...ein wenig...die Bürden des Kleineren auf sich zu nehmen, wenn er 'nen Fehler begannen hatte und ihn in die richtige Richtung zu lenken...", schnatterte Ineb während er sich glücklich hintern Kopf strich. Manchmal vergaß er selbst, dass er der Größere war unter Louis und Elisabeth. Wenn er Oscar energische Art sah, wie er Harvey einfach happy machen wollte...fragte er sich, ob er vielleicht seinem Bruder zu wenig Zuneigung entgegen brachte...weshalb er sie auf eine sehr groteske Art anriss? Auch Cousins musste man wohl genug Beachtung schenken.... Es waren schon einige Wochen vergangen seit dem Kirchenvorfall und unglaublicher Weise...konnte Ineb spüren wie der Groll immer mehr und mehr verflog. Vielleicht hatten Brüder eine starke Verbindung zueinander, weshalb auch ein Ex-Knasti seinen Weg zu seinem Bruder wiederfand? Oh mann....da wurde dem Herzträger ganz melancholisch im Herzen! Bloß nicht heulen!

Gerade, wo Yuuto Harvey antworten wollte, drang plötzlich ein schweres Schnaufen zu ihnen herüber. Zuerst klang es wie ein wilder Bär, doch für ein Raubtier war das Stöhnen eindeutig zu wehleidig. Allmählich schälte sich eine Gestalt aus der Ferne heraus, die sich buchstäblich zum Campingplatz hochkraxelte. Der Kerl war definitiv kein geübter Wanderer. Es grenzte schon fast an ein Wunder, dass er nicht noch öfter als diese gefühlten drei Male den Berg hinuntergerollt oder gar ganz die Klippe hinabgestürzt war. Diesem sicheren Tod nur knapp von der Schippe gesprungen, schleppten ihn seine zitternden Beine die letzten Meter zu Harvey und den anderen. Überglücklich schnaufte Izarra auf. Endlich am Ziel!
"Aaahh....Ich habe vergessen wie hoch der Platz am Gipfel eigentlich war...Ich kann nicht mehr...", raunte Izarra mit einem verzweifelten Lächeln hinaus, sein Gesicht war übersät mit Kratzern und sein Haar war so durchwuschelt, als hatten ihn böse Wölfe gejagt. Glücklich sah er zu den Anderen entgegen: "Ich habe es also noch rechtzeitig geschafft! Dachte schon ich kratze davor aa---"

Doch das freudige Lächeln gefror ihm regelrecht auf dem Gesicht, als er den Riesen neben Harvey entdeckte. Warte, was? Oscar?! Wie zu Stein erstarrt blieb er stehen. Mit ihm hatte er nun wirklich nicht gerechnet ... Dann fiel es Izarra wie Schuppen von den Augen. Verdammt, wie hatte er das vergessen können?! Klar, das war Harveys Bruder! Der Kerl, der ihn heftig mit einer Kokosnuss angegriffen hatte und... wohl zu Beni gehörte! Das Dilemma wurde ja nur noch schlimmer!
Aber ... hatte er die anderen nicht extra gefragt, ob noch weiterer Besuch anstand? Wyatt hatte ihm zwar hoch und heilig eine "schöne Überraschung" versprochen, aber ... jetzt, wo er so darüber nachdachte, hatte der Schauspieler mit keinem Wort erwähnt, dass diese Überraschung menschlich sein könnte! Clever eingefädelt. So musste Wyatt nicht lügen und Izarra hatte ahnungslos ddas Falsche vermutet. Oh heiliger Stern. Dabei hatte er doch extra etwas ganz Spezielles für die WITCH vorbereitet. Und ob Oscars Anwesenheit jetzt eine so gute Sache war ...? Izarras geschockter Gesichtsausdruck verriet sofort, dass die beiden sich bereits bestens kannten.
"H-hallo...", sagte er so perplex, als wusste er selbst nicht wie er ihn jetzt bitte gegenübertreten sollte. Eventuell erkannte er ihn ja gar nicht, Oscar hatte sich im Traum ja nicht wirklich für ihn gescherrt. Izarra sollte sich nicht sofort beirren lassen. Trotzdem war das Ganze echt...Mist...Yuuto war ja auch hier. Es war kein WITCH-ONLY-Birthday?

Mit einer verdächtig auffälligen Bewegung pfefferte er seinen großen Koffer ins Zelt, es raschelte und irgendetwas klang auch wie ein schreiender Frosch. Darin steckten all seine Vorbereitungen für den perfekten Geburtstag. Er hatte als Geschenk nämlich eine spezielle Trainingseinheit für Harvey ausgetüftelt; als sein Lehrer sah er das schließlich als seine Pflicht an! Doch da er Yuuto und Oscar in seiner Planung komplett ausgeblendet hatte, löste sich das Ganze gerade in Luft auf. Warum zum Teufel hatte er Harveys Boyfriend überhaupt vergessen? Manchmal wirkte es fast so, als würde Yuuto es regelrecht darauf anlegen, vergessen zu werden. So ein Keks aber auch ... Gut, sie hätten abwarten können, bis Yuuto selig schlummerte und dann trainieren können. Aber nach allem, was er über Oscar wusste, tauchte dieser Kerl sowieso überall und nirgends auf...es wäre zu heikel!
Eine einzige Tüte hielt Izarra noch fest, anstatt sie wie den Rest ins Zelt zu befördern. Mit einem professionell einstudierten Lächeln trat er auf Harvey zu. Dass er sich für diesen Tag herausgeputzt hatte, war offensichtlich, doch der Look erinnerte weniger an eine Feier als an ein Hochsicherheitslabor. Er trug nach wie vor seine Forscherbrille und die schwarzen Laborhandschuhe, die Feuer standhalten konnten. Das leichte Zucken in seinem Gesicht verriet den aufgestauten Frust, den er mühsam zu unterdrücken versuchte. Wann, verdammt noch mal, sollten sie unter diesen Bedingungen eigentlich ihr Training absolvieren?
"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Harvey! Ich habe dir extra riesige Marshmallows besorgt, damit du sie anzünden kannst...", sagte er leicht enttäuscht und zweideutig. Er überreichte sie dem Feuerwächter leicht energielos. Tja, da konnte wohl Izarra nichts machen. Dann wird das Training doch noch warten müssen...hoffentlich wartet das Ende der Welt genauso lange. Oh bitte Lord Korbos Eternity, hab Gnade.

Er nahm sich ein Stück von dem Kuchen, der ihn einst das Leben gekostet hatte – ein Akt der Kapitulation vor dem Schicksal. Er steuerte auf Tyler zu, der etwas abseits der anderen stand. Im Gegensatz zu Cabriel strahlte Tyler jedoch nicht diese Distanz aus, die deutlich machte, dass man ihn lieber in Ruhe lassen sollte.
„Wow, zehn von zehn Punkten für das Zelt! Und der Kuchen ist sogar noch heil – alle Achtung, Jungs. Mit der Festung übersteht ihr hier oben sicher sogar einen Wolfsangriff“, lobte Izarra die Truppe zufrieden. Er hatte sie nicht umsonst an diesen abgelegenen Berg geschleppt: Hier oben tauchte schließlich keine Menschenseele auf.
Mit gesenkter Stimme schlich er sich an Tyler heran. Izarra gab sich größte Mühe, wie ein normaler Gast zu wirken, der nur auf einen Sprung vorbeischaut, um Oscar nicht zu sehr aufzufallen. Doch dabei bemerkte er erst recht, dass Tyler völlig neben der Spur war.
„Alles in Ordnung bei dir? Du siehst ein bisschen gestresst aus“, flüsterte er. War die Wanderung zu strapaziös für den Wasserwächter? Tyler legte so viel Wert auf Reinheit und Struktur – das hier draußen musste für ihn wie ein einziger Albtraum sein. „Ich habe Insektenspray im Koffer, genug für alle ... falls das der Grund für deine schlechte Laune ist.“

Während er in der Mitte auf der Bank zwischen Harvey und Yuuto thronte, ließ sich Ineb den Kuchen schmecken. Dass er dabei sein Bier wie eine Tasse Tee trank, fand Yuuto eigentlich ziemlich widerlich – auch wenn er gerade zu sehr mit seinem eigenen Gebäck kämpfte, um etwas zu sagen. Ineb hingegen war bester Laune. Er sah zu Wyatt rüber und grinste: „Wyatt...wow...Du hast auch mal gute Ideen hast! Der Kuchen ist echt lecker und die Überraschung mit Oscar ... damit hast du Harvey voll erwischt. Hast du echt gut hingekriegt!“

Er wandte sich Oscar zu und bot ihm mit einer einladenden Geste sein Getränk an: „Hey, willst du auch was? Bedien dich ruhig!“ Doch bevor Oscar antworten konnte, leerte Ineb sein Glas kurzerhand selbst. „Beeindruckend, wie fit du wirkst, dafür dass du gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen wurdest! Man sieht dir sofort an, dass du ein Sport-Typ bist. Wie oft pumpst du eigentlich?“
Während Ineb sich redlich bemühte, ein Gespräch mit Harveys großem Bruder in Gang zu bringen, legte Yuuto sein Stück Kuchen beiseite, was ziemlich untypisch wirkte. Er erhob sich und wandte sich Harvey zu: „Ich bin nur kurz weg, um ein stilles Örtchen aufzusuchen. Bin gleich wieder zurück“, sagte er mit einem sanften, freundlichen Lächeln. Er musterte Harvey etwas länger als üblich, so als blickte er durch ihm hindurch. Der Wind wehte durch Yuutos Haar, er wirkte nachdenklich und doch...spielte er die fröhliche Rolle ziemlich gut.

"D-...dürfte ich mitkommen?", fragte Cabriel mit einer so leisen und unsicheren Stimme, sodass Yuuto ihn fast gar nicht wahrnahm. Er musste schon seit einer Weile, traute sich aber nicht alleine zu gehen. Der Wald war voller Tiere, die ihn nachjagen würden...Und seit Izarra sagte, dass hier auch Wölfe waren...war er ganz blass im Gesicht. Cabriel hatte jetzt schon Sorge vor der Dunkelheit, bestimmt würde er es nicht überleben.

"Ja klar! Ist sowieso besser im Wald nicht alleine zu sein! Hier gibt es sooo viele Tieere!", sagte Yuuto zwar freundlich aber auf einer gleichen Weise ziemlich sadistisch, als wusste er genau, dass Cabriel Angst vor Tieren hatte, sodass der Luftwächter nur erzitterte.
Nach einem kurzen Abstieg vom Berg fanden sie sich inmitten dichter Bäume wieder. Unterhalb des Abhangs, an dem sie standen, schlängelte sich ein Fluss entlang. Während Cabriel sich einen Platz suchte, um in Ruhe zu verschwinden, blieb Yuuto auf Distanz und tat nur so, als hätte er das gleiche Ziel sich zu erleichtern. Er war wegen etwas anderem gekommen. Die Magie hier war verdammt stark. Ein Teil des Dark Hearts...Izarra würde das sicher bald merken, auch wenn jemand versuchte, die Magie so weit wie möglich zu unterdrücken.
Ohne Cabriel Bescheid zu geben ging er dichter in den Wald, der Magie entgegenkommend. Dann sah er jemanden, der sich an einem Baum lehnte, etwas erschöpft und wohl genauso zersaust wie Izarra. Er...kannte doch diese Person. Schnell ging er auf sie zu und ergriff sie am Schulterblatt. Yuuto staunte nicht schlecht, war das ein Zufall?
"Apollo...? Du hier?", fragte Yuuto sehr verwundernd. Nanu, hatte sein Meister nicht sie benachrichtigt, dass sie zum Strand wollten um an seinem Experiment weiterzuarbeiten, weil sie Meersalz bräuchten?

Währenddessen war Cabriel fertig, bemerkte jedoch...dass er plötzlich mutterseelenallein war? Hm? Er sah sich verwundert um?
"Y...Yuuto?", rief er so leise, dass nicht mal eine Spitzmaus ihn hören konnte. Kein Lebenszeichen von Harveys Freund. Cabriel erstarrte vor Schreck. Wie? Hatte er...Yuuto verloren? Seine Panik zeigte sich am Körper, er zitterte. Oh nein...Er konnte so nicht zu den anderen zurück. Yuuto musste hier irgendwo sein, wäre er zurück gegangen, hätte er es bemerkt, weil er an ihm vorbei musste. Was war, wenn er beim Pinkeln irgendwohin gefallen war? Harvey würde ihn umbringen. Er hörte schon wie seine Schwester ihn hinter einen der Bäume auslachte. Von weiten hörte er etwas Rascheln. War das vielleicht Yuuto?
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Franc Kwan
In der Nacht vor dem Camping der Witch, ereignete sich etwas mysteriöses, was nur selten auf der Erde eintrat. Es war so unglaublich, dass sich der 'Protagonist' dieser kleinen Geschichte um die drei Mal die Nummer checkte, denn könnte ihn ja auch einer seiner Freunde einen doofen Streich spielen. Sie liebten es ihn zu necken, also wäre es gar nicht unüblich gewesen! Doch...schwer atmend wurde ihm bewusst, dass er sich nicht irrte. Diese Nummer, die ihn gerade schrieb - mit einem fragwürdigen Affenemoji -, sie gehörte Stan. Seinem alten Freund, auch wenn der Butler wegen dem Beziehungsstatus sicher anderer Meinung war. Franc konnte sich noch zu gut daran erinnern, wie er früher sein aller bestes gab, um wenigstens von Stan gefriendzoned zu werden, denn hatte er diesen Roboter wirklich gern gehabt. Doch egal was er tat, er bekam einfach keine Chance! Im Militär war er für Stan nur ein 'Genosse', warum auch immer er ihn nicht Kamerad nannte...als wollte er verhindern, dass Franc an etwas falsches zwischen ihnen dachte! In der Butlerausbildung nannte er ihn einfach 'Mitschüler' und Hausaufgaben abschreiben durfte er bei ihm auch nicht, dabei war er grottenschlecht! Nach dem Abschluss...brach der Kontakt beinahe endgültig ab, ein heftigeren Korb hatte Franc noch nie bekommen. Er konnte von Glück reden ihn Mal beim Einkaufen zu treffen oder im Club an seiner Gitarre! Wären sie sich nicht bei der Verlobung von Judith und dem armen Würstchen begegnet, dann hätte ihn bestimmt Stan komplett aus seinem Gedächtnis gelöscht.

Doch hier saß er nun. In einer älteren Kneipe, in dem nur alte Männer den Kummer und die Sorgen ertranken. Es war ziemlich friedlich, wenn man sich an die eintönige Musik gewöhnte und sie langsam ignorieren konnte. Schon die ganze Zeit machte er sich Gedanken wegen was ihn bitte der Butler rufen konnte? Derjenige, mit dem man nicht Mal über seine Crushes reden konnte. Stan hatte es einfach null gejuckt wie das Liebesleben oder überhaupt der Alltag bei Franc stattfand. Doch obwohl er so hart abgewiesen wurde, war es wohl genau das, was Franc sehr attraktiv fand. Eventuell, weil er es nicht anders kannte. Zu seiner Kindheitszeit war er bei den Rose, die ihm sogar eine Tagesmutter schenkten, da sein Ersatzvater einfach irgendwann verschwand - dieser Nichtsnutz! Hoffentlich schmorrte der Kerl in der Hölle, er hatte sein kleines Kindeherz durch sein Verschwinden am meisten beschädigt! Aber die 'reinblütigen' Rose... Sie waren alle eine ziemlich perfekte Familie, kaltblütig sein war hier ein Zeichen des Perfektionismus, gefolgt vom starken Sadismus, wovon Franc immer noch tiefe Narben trug. Der Therapeut meinte noch gestern zu ihm, dass er schwere Schäden wegen dieser Familie davontrug und aufhören sollte dort zu arbeiten. Aber...die Rose zu verlassen war wie zu versuchen aus der Höhle des Löwen zu verschwinden. Er wollte nicht wie die Leute aus der Scientology-Sekte irgendwo tot aufgefunden werden, immerhin gehörte er seit der Adaption ganz den Rose! Verflucht seien auch seine leiblichen Eltern, ihn bei solchen Piranhas verkauft zu haben! Laut den Rose waren die irgendwo in Korea, sollten sie dort von Riesenhornissen zerstochen werden!
Hach...Wo war er eigentlich mit seinen Gedanken? Er blickte auf seine Armbanduhr, tja er war echt ein wenig zu aufgeregt gewesen, weshalb er eine ganze halbe Stunde zu früh an Ort und Stelle war. Bestimmt kam Stan pünktlich um 12 Uhr Mitternacht, wie verabredet - keine Sekunde zu früh oder zu spät-.
"Ich besorge mir lieber etwas zum Vorglühen...Sonst trockne ich noch aus", murmelte er sich selbst zu und bestellte sich einen kleinen Muntermacher. Denn verdammt, eigentlich musste er morgen wieder früh aufstehen. Sein Meister Samuel war in der letzten Zeit sehr gefragt gewesen, weshalb er ihn viel herumfuhr. Er konnte zwar selbst fahren und Sam liebte es auch selbstständig zu sein, jedoch bestand Simon darauf ihn ein wenig in Sicherheit zu wiegen, bevor er wie Mason irgendwann mit einem Van entführt wurde, auch wenn Sam dafür zu klug war. Franc dachte jedoch, dass es eher daran lag, dass Simons Lieblingssohn jetzt mit Tyler abhing. Keine Ahnung wieso, aber Franc war der Meinung, dass Simon Tyler so viel mehr verachtete als Franc es tat. Dabei hatte ihn dieser Gartenzwerg früher sein Leben zur Hölle gemacht, es war trotzdem schon fast Traurig, wenn dein eigener Vater dich so sehr verachtet.
Schlag zwölf betrat Stan die Bar. Franc hob die Hand und winkte ihn direkt zu sich. Er hatte doch brav mit dem Trinken gewartet, immerhin wollte er heute Stan abfüllen und nicht umgekehrt. Kaum saßen sie nebeneinander am Tresen und die erste Runde war bestellt, ertappte Franc sich dabei, wie er Stan geradezu anstrahlte.Es war fast schon erschreckend, wie glücklich es ihn machte, einfach nur bei ihm zu sein. Woher kam diese unbändige Freude? Vermutlich war Raimondo der Grund. In letzter Zeit war er kaum greifbar, wirkte wieder zunehmend fragil und verlor sich ständig in Gesprächen über Diana und Dina. Dann war er plötzlich auf einer Insel verschwunden um angeblich ihn zu rechen, Franc verstand daraufhin nichts mehr, außer...dass er ohne Raimondo ins Bett gehen musste. Es fühlte sich an, als wolle er Franc immer wieder schmerzhaft vor Augen führen, dass sie trotz all der gemeinsamen JAHRE nur eine offene Beziehung führten! Ob er...überlegte mit ihm Schluss zu machen? Hatte er etwa...diese Blondine doch gefunden?! Franc schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben. Die vertrauten Sorgen wollten ihn schon wieder verschlingen, doch das ließ er heute nicht zu. Nicht mit ihm! Stan wollte hier und jetzt Zeit mit ihm verbringen – und genau das würde er jetzt genießen.
"Mal was ganz Neues, dass du mich zum Trinken einlädst! Endlich hast du Mal die Initiative ergriffen, wurde auch Zeit.", gab Franc ziemlich vorlaut von sich, als hatte er damit schon gerechnet, dass irgendwann Stan schon zu ihm angekrochen käme. Aber...das stimmte nicht, er wusste ja wie der Butler war. Genau deswegen...war das hier eine große Ehre. Er musste eigentlich Raimondo davon erzählen, aber...eventuell ließ er das doch lieber sein, bevor sein Freund ganz verkehrt dachte! Vor allem wenn er sie wie herausgeputzt er sich hatte, selbst seine Harre hatte er offen gelassen!

"Was verschafft mir denn die Ehre? Sag nicht, dass du deinen alten Genossen und Mitschüler vermisst hattest??", lachte er etwas beinahe wehleidig, als wünschte er sich, dass Stan ja sagte. Das würde sein Herz sehr beflügeln...doch bevor es peinlich wurde räusperte er sich um ihn bloß nicht zu verlieren. Nicht das Stan Schaltkreis direkt zusammenbrach!
"Hatte nicht gedacht, dass du süße Äffchen verschickst. Dachte du schreibst einfach Fehlerfrei ohne jegliche Smileys.", gab er offen zu und musste immer noch wegen diesem Affen kichern. Da fiel ihm ein, Stan war doch mit diesem Clubbesitzer befreundet. Oh vielleicht würde das ihm auch interessieren: "Achja, der Clubbesitzer von The Cage war ja einige Zeit im Krankenhaus. Ich und meine Freunde hatten solange den Club ein wenig auf Vordermann gebracht - der werte Mr. Simon Rose hat mir sogar finanziell geholfen, obwohl er solche Clubs gar nicht besucht. Hoffe Mal, dass er schleunigst wieder öffnet, sonst war die ganze Arbeit ja umsonst. Und--dich,,,", dabei deutete er mit dem Zeigefinger direkt auf Stans Brust. "Dich will ich endlich mal wieder spielen sehen. Deine Songs hatten immer was total beruhigendes...Irgendwie vermisse ich es, obwohl es eigentlich immer dieselben Lieder waren."

The Cage war Francs Lieblingsclub, sozusagen für ihn...Gottes Segen! Dort konnte er trinken und Drogen einnehmen, ohne verdächtig zu wirken. Mit schönen Männernrummachen reden, ohne aufzufallen, wenn Raimondo mal keine Zeit für ihn hatte. Und das Beste: Er konnte sich raufen und prügeln, wie früher im Militär! Ein Blutbad war dort total in Ordnung, schlägst du jemanden die Zähne aus...war es eben sein Verlust! Ach, von dem Club konnte Franc den ganzen Tag schwärmen. Er ließ ihn seinen lausigen Alltag und die Probleme komplett vergessen.
"Und jetzt sag schon!! Lass mich die ganze Zeit nicht alleine schwaddeln. Wie geht es dir und was verschlägt dir gerade so den Magen?", spornte Franc den Butler jetzt mehr an von sich selbst zu reden und gab ihn ein kleinen Stups an den Schultern. Er konnte ja nur hoffen, dass Stan mit etwas Gutem kam wie...die Neugierde seiner Sexualität oder so. Nicht, dass Franc auf ihn stand oder so...Er war Raimondo gegenüber eine treue Seele, er...war nur...ein wenig zu aufgeregt, weshalb sein Lipgloss vielleicht heute auch ein wenig mehr schimmerte und sein Parfüm auch ein wenig anzüglicher roch. Franc war eine Schönheit, dass wusste er dank den Rose, die ihn ohne sein perfektes Aussehen nicht aufgenommen hätten. Doch punkten...konnte er trotzdem nicht bei allen...Stan war dafür ein perfektes Beispiel und Raimondo hatte er ja auch nur so halb bei sich, die andere Hälfte lag öfters am Wochenende neben den Grab von Mrs. Valentine.
"NAAA Endlich!!~ Ich Dachte ich muss noch länger in diesem Busch hocken!!"
Plötzlich war es totenstill. Weder die Vögel zwitscherten noch gaben die WITCH-Mitglieder oder Yuuto auch nur einen Ton von sich. Wie hypnotisiert starrten sie auf das ominöse, muskulöse Wesen, das sich gerade als Harveys Bruder entpuppt hatte. Der Typ war ein verdammter Zwei-Meter-Riese. Ineb war so perplex, dass er seine eigene Hand vergaß und die Dose darin fast fallen ließ.
Woher kannte so jemand bitteschön Wyatt? War der Typ nicht ... ein Ex-Knasti?! War der Schauspieler etwa so ein Typ, der bösen Männern aus dem Knast schrieb, um umgarnt zu werden?! Wyatt lieferte die Erklärung zwar prompt, doch Ineb kniff die Augen nur noch weiter zusammen, verdächtig. Ach, so war das also ... der Kerl hatte ihm einfach geschrieben? Wollte dieser ominöse Bruder Harvey wirklich nur überraschen, oder steckte mehr hinter diesem seltsamen Weg? Ineb war völlig hin- und hergerissen, wie er die Sache einschätzen sollte. Er wusste wie komisch Brüder sein könnten, deshalb brauchte er mehr Alkohol um diese Sache besser analysieren zu können.
"Harvey, eh....deine Freunde sind....echt putzig."
Yuuto spielte seine Überraschung geschickt. Er hatte sich schon fast gedacht, dass sie heute nicht zu sechst bleiben würden, schließlich war Harvey eine polarisierende Persönlichkeit – gleichermaßen geliebt und gehasst. Auch auf das baldige Erscheinen von Izarra hatte er sich mental längst eingestellt, mit Oscar hatte er nur nicht gerechnet. Aber ergab wohl Sinn, immerhin waren sie Brüder und Familie spielte in dieser Welt eine wichtige Rolle. Mit neugierigen Augen musterte er Oscar und stellte sofort den gravierenden Unterschied zu den Wächtern fest. Während die Light Heart-Witches gezeichnet wirkten, standen die Dark Heart-Witches kerngerade da. Es wirkte beinahe so, als ob dieser Traum für sie das reinste Zuckerschlecken wäre.
Schweigend sah Yuuto zu, wie Oscar seinen kleinen Bruder aufzog – eine Geste, die durch und durch liebevoll wirkte. Harvey sollte diesen Moment mit Oscar einfach auskosten. Vielleicht spürte der Feuerwächter in diesem Augenblick endlich einen Hauch der brüderlichen Zuneigung, die er in seiner eigenen Kindheit so schmerzlich vermisst hatte.
...Wenn sie nur wüssten, dass sie bald auf Leben und Tod gegeneinander kämpfen mussten...

"Power Ranger Pink...huh...?", schnaufte Ineb erdrückend aus.
Obwohl Harvey absolut nichts dafür konnte, wurde Ineb plötzlich von einer eher unangenehmen Kindheitserinnerung heimgesucht. Oh ja, er hatte früher genug eigene Erfahrungen mit der Farbe Pink und diesem Kostüm gemacht. Ein bestimmter Freund hatte damals nämlich regelrecht darauf bestanden, dass Ineb dieses Power-Ranger-Kostüm trug, das er ihm allen Ernstes auch noch zum Geburtstag angedreht hatte. Ständig musste Ineb den pinken Ranger mimen, obwohl ihm die Serie völlig egal war. Mit fünf Jahren hatte er ohnehin viel lieber Disney-Serien oder Magical-Girl-Animes geschaut. Aber dieser Junge von damals ... der hätte sich wirklich blendend mit Harvey verstanden.
"Das weckt Erinnerungen...", gab er murmelnd von sich und fragte sich ob auch Harvey darauf stehen würde, wenn jemand ihn in diesem Kostüm überraschen würde. Pink stand zwar Ineb hervorragend...aber vielleicht sollte das eher dann sein Girlfriend durchführen...

Während die anderen Oscar jeder auf seine Art anstarrten, nahm Cabriel eine völlig andere Perspektive ein. Sein Blick blieb an Oscars Körperproportionen hängen, und plötzlich machte er eine geradezu erschreckende Entdeckung. Diese massiven Muskeln, die gesamte Statur ... das alles kam ihm extrem bekannt vor. Sogar dieser markante, runde Po begegnete ihm regelmäßig in jener virtuellen Welt, in der er sich am aller wohlsten fühlte. Sein bester Kumpel aus seinem Lieblings-Onlinespiel war exakt genauso blond, genauso laut und genauso zielsicher wie dieser Typ. Oh Mann ... warum verdammt sah Harveys Bruder aus wie Sir Rexington?

Es fühlte sich an, als würde Cabriel auf etwas zutiefst Vertrautes treffen, obwohl er Oscar noch nie im Leben gesehen hatte und diese Ähnlichkeit reiner Zufall sein musste. Dennoch konnte er den Blick nicht abwenden und starrte ihn völlig perplex an. Schließlich vermittelte ihm Sir Rexington stets ein Gefühl von Geborgenheit und ... ganz ehrlich, er war auch einfach verdammt schön anzusehen. Der Typ hatte exakt die Muskeln und die Statur, von der Cabriel als schmächtiges Wesen nur träumen konnte. Für einen Moment bewunderte er einfach still und heimlich diesen Riesen, sein toter Blick durchstach ihn förmlich. Umso mehr begann er sein Online-Leben zu vermissen.

"Ich meines es diesmal total ernst! Happy Birthday Harvey, ich wünsche dir von Herzen alles Gute."
Obwohl Ineb Oscar gegenüber noch ziemlich misstrauisch auftrat und kaum auf dessen Blicke reagierte – weil er dachte, die seien gar nicht für ihn bestimmt –, verstand er nun, dass dieser Mann wirklich nur für seinen Bruder hier war. Sofort floss ein Gefühl wie warmer Honig in sein Herz und ihm wurde richtig warm. Ach ja, Ineb war zwar jemand, der alles und jeden verdächtigte ... besonders, wenn sie Kontakt zu Wyatt hatten ... aber dieser Kerl wollte seinem lieben Bruder wohl tatsächlich nur eine Überraschung bereiten. Eventuell hatte ihn der lange Knastaufenthalt ja weichgeklopft?
"Ey, ich finde es wirklich stark das ihr mit Harvey zusammen wohnt, ich finde Wohngemeinschaften echt stark! Ich hoffe ihr passt immer gut auf ihn auf ja? Besonderes wenn es so gut aussehende Leute wie ihr seid! Jetzt echt mal, wie stellst du das an?"
Dankend nahm Ineb das Kuchenstück entgegen und lachte amüsiert auf. Ja, jetzt verstand er. Dieser riesige Kerl war wirklich einfach nur ein Bruder, der sich um den Kleineren sorgte. Und das fand der Franzose insgeheim total niedlich!
"Hehe, Harvey hat sogar sein alleiniges Reich erhalten, damit er immer genug Ruhe erhält!", sagte Ineb so überzeugt, als glaubte er tatsächlich selbst, dass es das einzige Argument war.
"Ich verstehe deine Sorge total! Ich mache mir auch immer Sorge um meinen Bruder...kleinere Brüder können ja auch ziemlich viel Unfug anstellen. Deshalb ist es wohl die Pflicht des Größeren...ein wenig...die Bürden des Kleineren auf sich zu nehmen, wenn er 'nen Fehler begannen hatte und ihn in die richtige Richtung zu lenken...", schnatterte Ineb während er sich glücklich hintern Kopf strich. Manchmal vergaß er selbst, dass er der Größere war unter Louis und Elisabeth. Wenn er Oscar energische Art sah, wie er Harvey einfach happy machen wollte...fragte er sich, ob er vielleicht seinem Bruder zu wenig Zuneigung entgegen brachte...weshalb er sie auf eine sehr groteske Art anriss? Auch Cousins musste man wohl genug Beachtung schenken.... Es waren schon einige Wochen vergangen seit dem Kirchenvorfall und unglaublicher Weise...konnte Ineb spüren wie der Groll immer mehr und mehr verflog. Vielleicht hatten Brüder eine starke Verbindung zueinander, weshalb auch ein Ex-Knasti seinen Weg zu seinem Bruder wiederfand? Oh mann....da wurde dem Herzträger ganz melancholisch im Herzen! Bloß nicht heulen!

Gerade, wo Yuuto Harvey antworten wollte, drang plötzlich ein schweres Schnaufen zu ihnen herüber. Zuerst klang es wie ein wilder Bär, doch für ein Raubtier war das Stöhnen eindeutig zu wehleidig. Allmählich schälte sich eine Gestalt aus der Ferne heraus, die sich buchstäblich zum Campingplatz hochkraxelte. Der Kerl war definitiv kein geübter Wanderer. Es grenzte schon fast an ein Wunder, dass er nicht noch öfter als diese gefühlten drei Male den Berg hinuntergerollt oder gar ganz die Klippe hinabgestürzt war. Diesem sicheren Tod nur knapp von der Schippe gesprungen, schleppten ihn seine zitternden Beine die letzten Meter zu Harvey und den anderen. Überglücklich schnaufte Izarra auf. Endlich am Ziel!
"Aaahh....Ich habe vergessen wie hoch der Platz am Gipfel eigentlich war...Ich kann nicht mehr...", raunte Izarra mit einem verzweifelten Lächeln hinaus, sein Gesicht war übersät mit Kratzern und sein Haar war so durchwuschelt, als hatten ihn böse Wölfe gejagt. Glücklich sah er zu den Anderen entgegen: "Ich habe es also noch rechtzeitig geschafft! Dachte schon ich kratze davor aa---"

Doch das freudige Lächeln gefror ihm regelrecht auf dem Gesicht, als er den Riesen neben Harvey entdeckte. Warte, was? Oscar?! Wie zu Stein erstarrt blieb er stehen. Mit ihm hatte er nun wirklich nicht gerechnet ... Dann fiel es Izarra wie Schuppen von den Augen. Verdammt, wie hatte er das vergessen können?! Klar, das war Harveys Bruder! Der Kerl, der ihn heftig mit einer Kokosnuss angegriffen hatte und... wohl zu Beni gehörte! Das Dilemma wurde ja nur noch schlimmer!
Aber ... hatte er die anderen nicht extra gefragt, ob noch weiterer Besuch anstand? Wyatt hatte ihm zwar hoch und heilig eine "schöne Überraschung" versprochen, aber ... jetzt, wo er so darüber nachdachte, hatte der Schauspieler mit keinem Wort erwähnt, dass diese Überraschung menschlich sein könnte! Clever eingefädelt. So musste Wyatt nicht lügen und Izarra hatte ahnungslos ddas Falsche vermutet. Oh heiliger Stern. Dabei hatte er doch extra etwas ganz Spezielles für die WITCH vorbereitet. Und ob Oscars Anwesenheit jetzt eine so gute Sache war ...? Izarras geschockter Gesichtsausdruck verriet sofort, dass die beiden sich bereits bestens kannten.
"H-hallo...", sagte er so perplex, als wusste er selbst nicht wie er ihn jetzt bitte gegenübertreten sollte. Eventuell erkannte er ihn ja gar nicht, Oscar hatte sich im Traum ja nicht wirklich für ihn gescherrt. Izarra sollte sich nicht sofort beirren lassen. Trotzdem war das Ganze echt...Mist...Yuuto war ja auch hier. Es war kein WITCH-ONLY-Birthday?

Mit einer verdächtig auffälligen Bewegung pfefferte er seinen großen Koffer ins Zelt, es raschelte und irgendetwas klang auch wie ein schreiender Frosch. Darin steckten all seine Vorbereitungen für den perfekten Geburtstag. Er hatte als Geschenk nämlich eine spezielle Trainingseinheit für Harvey ausgetüftelt; als sein Lehrer sah er das schließlich als seine Pflicht an! Doch da er Yuuto und Oscar in seiner Planung komplett ausgeblendet hatte, löste sich das Ganze gerade in Luft auf. Warum zum Teufel hatte er Harveys Boyfriend überhaupt vergessen? Manchmal wirkte es fast so, als würde Yuuto es regelrecht darauf anlegen, vergessen zu werden. So ein Keks aber auch ... Gut, sie hätten abwarten können, bis Yuuto selig schlummerte und dann trainieren können. Aber nach allem, was er über Oscar wusste, tauchte dieser Kerl sowieso überall und nirgends auf...es wäre zu heikel!
Eine einzige Tüte hielt Izarra noch fest, anstatt sie wie den Rest ins Zelt zu befördern. Mit einem professionell einstudierten Lächeln trat er auf Harvey zu. Dass er sich für diesen Tag herausgeputzt hatte, war offensichtlich, doch der Look erinnerte weniger an eine Feier als an ein Hochsicherheitslabor. Er trug nach wie vor seine Forscherbrille und die schwarzen Laborhandschuhe, die Feuer standhalten konnten. Das leichte Zucken in seinem Gesicht verriet den aufgestauten Frust, den er mühsam zu unterdrücken versuchte. Wann, verdammt noch mal, sollten sie unter diesen Bedingungen eigentlich ihr Training absolvieren?
"Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Harvey! Ich habe dir extra riesige Marshmallows besorgt, damit du sie anzünden kannst...", sagte er leicht enttäuscht und zweideutig. Er überreichte sie dem Feuerwächter leicht energielos. Tja, da konnte wohl Izarra nichts machen. Dann wird das Training doch noch warten müssen...hoffentlich wartet das Ende der Welt genauso lange. Oh bitte Lord Korbos Eternity, hab Gnade.

Er nahm sich ein Stück von dem Kuchen, der ihn einst das Leben gekostet hatte – ein Akt der Kapitulation vor dem Schicksal. Er steuerte auf Tyler zu, der etwas abseits der anderen stand. Im Gegensatz zu Cabriel strahlte Tyler jedoch nicht diese Distanz aus, die deutlich machte, dass man ihn lieber in Ruhe lassen sollte.
„Wow, zehn von zehn Punkten für das Zelt! Und der Kuchen ist sogar noch heil – alle Achtung, Jungs. Mit der Festung übersteht ihr hier oben sicher sogar einen Wolfsangriff“, lobte Izarra die Truppe zufrieden. Er hatte sie nicht umsonst an diesen abgelegenen Berg geschleppt: Hier oben tauchte schließlich keine Menschenseele auf.
Mit gesenkter Stimme schlich er sich an Tyler heran. Izarra gab sich größte Mühe, wie ein normaler Gast zu wirken, der nur auf einen Sprung vorbeischaut, um Oscar nicht zu sehr aufzufallen. Doch dabei bemerkte er erst recht, dass Tyler völlig neben der Spur war.
„Alles in Ordnung bei dir? Du siehst ein bisschen gestresst aus“, flüsterte er. War die Wanderung zu strapaziös für den Wasserwächter? Tyler legte so viel Wert auf Reinheit und Struktur – das hier draußen musste für ihn wie ein einziger Albtraum sein. „Ich habe Insektenspray im Koffer, genug für alle ... falls das der Grund für deine schlechte Laune ist.“

Während er in der Mitte auf der Bank zwischen Harvey und Yuuto thronte, ließ sich Ineb den Kuchen schmecken. Dass er dabei sein Bier wie eine Tasse Tee trank, fand Yuuto eigentlich ziemlich widerlich – auch wenn er gerade zu sehr mit seinem eigenen Gebäck kämpfte, um etwas zu sagen. Ineb hingegen war bester Laune. Er sah zu Wyatt rüber und grinste: „Wyatt...wow...Du hast auch mal gute Ideen hast! Der Kuchen ist echt lecker und die Überraschung mit Oscar ... damit hast du Harvey voll erwischt. Hast du echt gut hingekriegt!“

Er wandte sich Oscar zu und bot ihm mit einer einladenden Geste sein Getränk an: „Hey, willst du auch was? Bedien dich ruhig!“ Doch bevor Oscar antworten konnte, leerte Ineb sein Glas kurzerhand selbst. „Beeindruckend, wie fit du wirkst, dafür dass du gerade erst aus dem Krankenhaus entlassen wurdest! Man sieht dir sofort an, dass du ein Sport-Typ bist. Wie oft pumpst du eigentlich?“
Während Ineb sich redlich bemühte, ein Gespräch mit Harveys großem Bruder in Gang zu bringen, legte Yuuto sein Stück Kuchen beiseite, was ziemlich untypisch wirkte. Er erhob sich und wandte sich Harvey zu: „Ich bin nur kurz weg, um ein stilles Örtchen aufzusuchen. Bin gleich wieder zurück“, sagte er mit einem sanften, freundlichen Lächeln. Er musterte Harvey etwas länger als üblich, so als blickte er durch ihm hindurch. Der Wind wehte durch Yuutos Haar, er wirkte nachdenklich und doch...spielte er die fröhliche Rolle ziemlich gut.

"D-...dürfte ich mitkommen?", fragte Cabriel mit einer so leisen und unsicheren Stimme, sodass Yuuto ihn fast gar nicht wahrnahm. Er musste schon seit einer Weile, traute sich aber nicht alleine zu gehen. Der Wald war voller Tiere, die ihn nachjagen würden...Und seit Izarra sagte, dass hier auch Wölfe waren...war er ganz blass im Gesicht. Cabriel hatte jetzt schon Sorge vor der Dunkelheit, bestimmt würde er es nicht überleben.

"Ja klar! Ist sowieso besser im Wald nicht alleine zu sein! Hier gibt es sooo viele Tieere!", sagte Yuuto zwar freundlich aber auf einer gleichen Weise ziemlich sadistisch, als wusste er genau, dass Cabriel Angst vor Tieren hatte, sodass der Luftwächter nur erzitterte.
Nach einem kurzen Abstieg vom Berg fanden sie sich inmitten dichter Bäume wieder. Unterhalb des Abhangs, an dem sie standen, schlängelte sich ein Fluss entlang. Während Cabriel sich einen Platz suchte, um in Ruhe zu verschwinden, blieb Yuuto auf Distanz und tat nur so, als hätte er das gleiche Ziel sich zu erleichtern. Er war wegen etwas anderem gekommen. Die Magie hier war verdammt stark. Ein Teil des Dark Hearts...Izarra würde das sicher bald merken, auch wenn jemand versuchte, die Magie so weit wie möglich zu unterdrücken.
Ohne Cabriel Bescheid zu geben ging er dichter in den Wald, der Magie entgegenkommend. Dann sah er jemanden, der sich an einem Baum lehnte, etwas erschöpft und wohl genauso zersaust wie Izarra. Er...kannte doch diese Person. Schnell ging er auf sie zu und ergriff sie am Schulterblatt. Yuuto staunte nicht schlecht, war das ein Zufall?
"Apollo...? Du hier?", fragte Yuuto sehr verwundernd. Nanu, hatte sein Meister nicht sie benachrichtigt, dass sie zum Strand wollten um an seinem Experiment weiterzuarbeiten, weil sie Meersalz bräuchten?

Währenddessen war Cabriel fertig, bemerkte jedoch...dass er plötzlich mutterseelenallein war? Hm? Er sah sich verwundert um?
"Y...Yuuto?", rief er so leise, dass nicht mal eine Spitzmaus ihn hören konnte. Kein Lebenszeichen von Harveys Freund. Cabriel erstarrte vor Schreck. Wie? Hatte er...Yuuto verloren? Seine Panik zeigte sich am Körper, er zitterte. Oh nein...Er konnte so nicht zu den anderen zurück. Yuuto musste hier irgendwo sein, wäre er zurück gegangen, hätte er es bemerkt, weil er an ihm vorbei musste. Was war, wenn er beim Pinkeln irgendwohin gefallen war? Harvey würde ihn umbringen. Er hörte schon wie seine Schwester ihn hinter einen der Bäume auslachte. Von weiten hörte er etwas Rascheln. War das vielleicht Yuuto?
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Franc Kwan
In der Nacht vor dem Camping der Witch, ereignete sich etwas mysteriöses, was nur selten auf der Erde eintrat. Es war so unglaublich, dass sich der 'Protagonist' dieser kleinen Geschichte um die drei Mal die Nummer checkte, denn könnte ihn ja auch einer seiner Freunde einen doofen Streich spielen. Sie liebten es ihn zu necken, also wäre es gar nicht unüblich gewesen! Doch...schwer atmend wurde ihm bewusst, dass er sich nicht irrte. Diese Nummer, die ihn gerade schrieb - mit einem fragwürdigen Affenemoji -, sie gehörte Stan. Seinem alten Freund, auch wenn der Butler wegen dem Beziehungsstatus sicher anderer Meinung war. Franc konnte sich noch zu gut daran erinnern, wie er früher sein aller bestes gab, um wenigstens von Stan gefriendzoned zu werden, denn hatte er diesen Roboter wirklich gern gehabt. Doch egal was er tat, er bekam einfach keine Chance! Im Militär war er für Stan nur ein 'Genosse', warum auch immer er ihn nicht Kamerad nannte...als wollte er verhindern, dass Franc an etwas falsches zwischen ihnen dachte! In der Butlerausbildung nannte er ihn einfach 'Mitschüler' und Hausaufgaben abschreiben durfte er bei ihm auch nicht, dabei war er grottenschlecht! Nach dem Abschluss...brach der Kontakt beinahe endgültig ab, ein heftigeren Korb hatte Franc noch nie bekommen. Er konnte von Glück reden ihn Mal beim Einkaufen zu treffen oder im Club an seiner Gitarre! Wären sie sich nicht bei der Verlobung von Judith und dem armen Würstchen begegnet, dann hätte ihn bestimmt Stan komplett aus seinem Gedächtnis gelöscht.

Doch hier saß er nun. In einer älteren Kneipe, in dem nur alte Männer den Kummer und die Sorgen ertranken. Es war ziemlich friedlich, wenn man sich an die eintönige Musik gewöhnte und sie langsam ignorieren konnte. Schon die ganze Zeit machte er sich Gedanken wegen was ihn bitte der Butler rufen konnte? Derjenige, mit dem man nicht Mal über seine Crushes reden konnte. Stan hatte es einfach null gejuckt wie das Liebesleben oder überhaupt der Alltag bei Franc stattfand. Doch obwohl er so hart abgewiesen wurde, war es wohl genau das, was Franc sehr attraktiv fand. Eventuell, weil er es nicht anders kannte. Zu seiner Kindheitszeit war er bei den Rose, die ihm sogar eine Tagesmutter schenkten, da sein Ersatzvater einfach irgendwann verschwand - dieser Nichtsnutz! Hoffentlich schmorrte der Kerl in der Hölle, er hatte sein kleines Kindeherz durch sein Verschwinden am meisten beschädigt! Aber die 'reinblütigen' Rose... Sie waren alle eine ziemlich perfekte Familie, kaltblütig sein war hier ein Zeichen des Perfektionismus, gefolgt vom starken Sadismus, wovon Franc immer noch tiefe Narben trug. Der Therapeut meinte noch gestern zu ihm, dass er schwere Schäden wegen dieser Familie davontrug und aufhören sollte dort zu arbeiten. Aber...die Rose zu verlassen war wie zu versuchen aus der Höhle des Löwen zu verschwinden. Er wollte nicht wie die Leute aus der Scientology-Sekte irgendwo tot aufgefunden werden, immerhin gehörte er seit der Adaption ganz den Rose! Verflucht seien auch seine leiblichen Eltern, ihn bei solchen Piranhas verkauft zu haben! Laut den Rose waren die irgendwo in Korea, sollten sie dort von Riesenhornissen zerstochen werden!
Hach...Wo war er eigentlich mit seinen Gedanken? Er blickte auf seine Armbanduhr, tja er war echt ein wenig zu aufgeregt gewesen, weshalb er eine ganze halbe Stunde zu früh an Ort und Stelle war. Bestimmt kam Stan pünktlich um 12 Uhr Mitternacht, wie verabredet - keine Sekunde zu früh oder zu spät-.
"Ich besorge mir lieber etwas zum Vorglühen...Sonst trockne ich noch aus", murmelte er sich selbst zu und bestellte sich einen kleinen Muntermacher. Denn verdammt, eigentlich musste er morgen wieder früh aufstehen. Sein Meister Samuel war in der letzten Zeit sehr gefragt gewesen, weshalb er ihn viel herumfuhr. Er konnte zwar selbst fahren und Sam liebte es auch selbstständig zu sein, jedoch bestand Simon darauf ihn ein wenig in Sicherheit zu wiegen, bevor er wie Mason irgendwann mit einem Van entführt wurde, auch wenn Sam dafür zu klug war. Franc dachte jedoch, dass es eher daran lag, dass Simons Lieblingssohn jetzt mit Tyler abhing. Keine Ahnung wieso, aber Franc war der Meinung, dass Simon Tyler so viel mehr verachtete als Franc es tat. Dabei hatte ihn dieser Gartenzwerg früher sein Leben zur Hölle gemacht, es war trotzdem schon fast Traurig, wenn dein eigener Vater dich so sehr verachtet.
Schlag zwölf betrat Stan die Bar. Franc hob die Hand und winkte ihn direkt zu sich. Er hatte doch brav mit dem Trinken gewartet, immerhin wollte er heute Stan abfüllen und nicht umgekehrt. Kaum saßen sie nebeneinander am Tresen und die erste Runde war bestellt, ertappte Franc sich dabei, wie er Stan geradezu anstrahlte.Es war fast schon erschreckend, wie glücklich es ihn machte, einfach nur bei ihm zu sein. Woher kam diese unbändige Freude? Vermutlich war Raimondo der Grund. In letzter Zeit war er kaum greifbar, wirkte wieder zunehmend fragil und verlor sich ständig in Gesprächen über Diana und Dina. Dann war er plötzlich auf einer Insel verschwunden um angeblich ihn zu rechen, Franc verstand daraufhin nichts mehr, außer...dass er ohne Raimondo ins Bett gehen musste. Es fühlte sich an, als wolle er Franc immer wieder schmerzhaft vor Augen führen, dass sie trotz all der gemeinsamen JAHRE nur eine offene Beziehung führten! Ob er...überlegte mit ihm Schluss zu machen? Hatte er etwa...diese Blondine doch gefunden?! Franc schüttelte den Kopf, um die Gedanken zu vertreiben. Die vertrauten Sorgen wollten ihn schon wieder verschlingen, doch das ließ er heute nicht zu. Nicht mit ihm! Stan wollte hier und jetzt Zeit mit ihm verbringen – und genau das würde er jetzt genießen.
"Mal was ganz Neues, dass du mich zum Trinken einlädst! Endlich hast du Mal die Initiative ergriffen, wurde auch Zeit.", gab Franc ziemlich vorlaut von sich, als hatte er damit schon gerechnet, dass irgendwann Stan schon zu ihm angekrochen käme. Aber...das stimmte nicht, er wusste ja wie der Butler war. Genau deswegen...war das hier eine große Ehre. Er musste eigentlich Raimondo davon erzählen, aber...eventuell ließ er das doch lieber sein, bevor sein Freund ganz verkehrt dachte! Vor allem wenn er sie wie herausgeputzt er sich hatte, selbst seine Harre hatte er offen gelassen!

"Was verschafft mir denn die Ehre? Sag nicht, dass du deinen alten Genossen und Mitschüler vermisst hattest??", lachte er etwas beinahe wehleidig, als wünschte er sich, dass Stan ja sagte. Das würde sein Herz sehr beflügeln...doch bevor es peinlich wurde räusperte er sich um ihn bloß nicht zu verlieren. Nicht das Stan Schaltkreis direkt zusammenbrach!
"Hatte nicht gedacht, dass du süße Äffchen verschickst. Dachte du schreibst einfach Fehlerfrei ohne jegliche Smileys.", gab er offen zu und musste immer noch wegen diesem Affen kichern. Da fiel ihm ein, Stan war doch mit diesem Clubbesitzer befreundet. Oh vielleicht würde das ihm auch interessieren: "Achja, der Clubbesitzer von The Cage war ja einige Zeit im Krankenhaus. Ich und meine Freunde hatten solange den Club ein wenig auf Vordermann gebracht - der werte Mr. Simon Rose hat mir sogar finanziell geholfen, obwohl er solche Clubs gar nicht besucht. Hoffe Mal, dass er schleunigst wieder öffnet, sonst war die ganze Arbeit ja umsonst. Und--dich,,,", dabei deutete er mit dem Zeigefinger direkt auf Stans Brust. "Dich will ich endlich mal wieder spielen sehen. Deine Songs hatten immer was total beruhigendes...Irgendwie vermisse ich es, obwohl es eigentlich immer dieselben Lieder waren."

The Cage war Francs Lieblingsclub, sozusagen für ihn...Gottes Segen! Dort konnte er trinken und Drogen einnehmen, ohne verdächtig zu wirken. Mit schönen Männern
"Und jetzt sag schon!! Lass mich die ganze Zeit nicht alleine schwaddeln. Wie geht es dir und was verschlägt dir gerade so den Magen?", spornte Franc den Butler jetzt mehr an von sich selbst zu reden und gab ihn ein kleinen Stups an den Schultern. Er konnte ja nur hoffen, dass Stan mit etwas Gutem kam wie...die Neugierde seiner Sexualität oder so. Nicht, dass Franc auf ihn stand oder so...Er war Raimondo gegenüber eine treue Seele, er...war nur...ein wenig zu aufgeregt, weshalb sein Lipgloss vielleicht heute auch ein wenig mehr schimmerte und sein Parfüm auch ein wenig anzüglicher roch. Franc war eine Schönheit, dass wusste er dank den Rose, die ihn ohne sein perfektes Aussehen nicht aufgenommen hätten. Doch punkten...konnte er trotzdem nicht bei allen...Stan war dafür ein perfektes Beispiel und Raimondo hatte er ja auch nur so halb bei sich, die andere Hälfte lag öfters am Wochenende neben den Grab von Mrs. Valentine.
S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kaischiro ()































