Connected Hearts [ Kaischiro & Minacat ]

    • Janon Müntzer & Beni Darkwood



      "Oha...Ich glaub ich komme gleich!~"

      Fasziniert beobachtete Beni Oscars Verwandlung. Es glich dem wundersamen Schauspiel eines Falters, der sich aus seinem Kokon befreit. Obwohl Beni eine solche Magie bereits am eigenen Leib erfahren hatte, war ihm völlig unbegreiflich, wie Oscar das bewerkstelligte. Ihm fehlte noch das tiefere Verständnis für diese Kräfte, doch Oscar vollzog den Wechsel mühelos. Seine Gefährten waren schlichtweg herausragend begabt. Ein leichtes Kratzen am Kopf verriet jedoch Benis aufkeimende Verwirrung, als sein Blick auf die Blitzzeichen an der Stirn des Feuerwächters fiel. Moment mal … Hatte er sich geirrt? Seit wann existierte ein Blitzwächter? Die Gestalt strahlte dieselbe feurige Hitze aus wie das Feuerkätzchen, nur leuchtete sie in kräftigem Orange statt in tiefem Rot.

      Mhm...Wird schon seine Richtigkeit haben? Korbos wird...bestimmt staunen! Ich muss Oscar gleich mit nach Hause nehmen!



      "Gebe ich einen coolen Feuerwächter ab??"

      Der wilde, fokussierte Ausdruck in Oscars Gesicht wischte jedoch alle offenen Fragen aus Benis Kopf. Diese eiserne Entschlossenheit … so standhaft war eben nur ein echter Feuerwächter. Mit einem breiten Grinsen hob Beni die Hand an die Schläfe und salutierte spielerisch wie ein Matrose vor seinem Kapitän. „Du siehst mega heiß aus!“, rief er Oscar enthusiastisch entgegen, um dessen neues Selbstvertrauen und die unglaubliche Gabe regelrecht zu befeuern.



      Beni hielt einen respektablen Abstand zu Oscar, dessen blaues Feuer unkontrolliert durch die Luft zuckte, während er sich selbst in das Getümmel der Achims stürzte. Geschickt entriss er einem seiner Gegner eine Filmklappe und schlug sie dem Clown krachend auf den Schädel. Der grüne Schleim spritzte gegen Benis Gesicht, der angewidert das Gesicht verzog. Ein brutaler Kampf auf Leben und Tod – nichts weckte die eigenen Lebensgeister so sehr wie das. Besonders dann, wenn Oscar in einen wahren Zerstörungsrausch verfiel. Es dauerte nur wenige Sekunden nach seiner Verwandlung, bis sämtliche elektronischen Geräte um sie herum detonierten und Janon endlich das ersehnte Feuer bescherten.

      "Wohhaa, Wohaaa, scheiße! Das tut weh ! Aber MANN Ich LIEB es hahh! Fuck!!~~♥"

      Zunächst stimmte er lauthals in Oscars Lachen ein. Seite an Seite mischten sie diese lächerlichen Clowns dermaßen auf, dass ihnen die Lust auf jeden weiteren Zirkus verging. Doch als Beni wenig später einen erneuten Blick auf seinen Freund warf, bemerkte er besorgt eine massive … Überladung? Verdammt. War es normal, dass er derart überhitzte? „Ey … Osi …“, setzte Beni an, erkannte jedoch sofort, dass seine Worte nicht mehr zu ihm durchdrangen. Der Kerl war völlig abgetreten, als wäre soeben seine letzte funktionierende Gehirnzelle in Flammen aufgegangen. Es wäre eine absolute Katastrophe, seinen Feuerwächter auf der Stelle wieder zu verlieren. Er musste sich schleunigst etwas einfallen lassen, um ihm das Leben zu retten.

      Ich kann Lord Korbos doch nicht erzählen, dass ich Mal einen Feuerwächter HATTE...



      Das Chaos, das Oscar und Beni angerichtet hatten, entfachte ein infernalisches Feuer, das gierig das gesamte Set verschlang. Der Erdwächter achtete dabei gar nicht auf die Zwei wie sie das angestellt hatten, ihm war nur das Ergebnis wichtig gewesen! Janon genoss den Anblick des panisch fliehenden Publikums fast schon ein wenig zu sehr. Selbst in der Realität war dies eine seiner absoluten Lieblingsszenen gewesen – dicht gefolgt von der, in der er den Kameramann verprügelt hatte. Doch im Moment zählte nur eins: Er musste einen Ausweg finden. Zeit aufzuwachen von diesem elenden Albtraum!
      Das Dumme war nur, dass er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern konnte, wie er damals entkommen war. Nicht einmal, ob er sich hier noch mit Achim angelegt hatte. Aber spielte das überhaupt eine Rolle? Wenn dies alles hier ein Traum war – und es war zweifellos seiner –, dann galten hier seine Regeln...auch wenn er noch lernte hier die Kontrolle zu erhalten. Es war so als teilte er sie zusammen mit seinem Vater. Seine Fantasie musste ihm einen Weg bahnen. Solange er nicht die Kontrolle verlor und irgendetwas Abartiges erschuf, musste sich doch eine Tür manifestieren. Ihm kam das Bild von Serena in den Sinn, die mit nichts als einem Messer Wände niedergerissen hatte, um Achim zu erreichen. Er musste genau das tun – nur dass es diesmal darum ging, mit den anderen vor diesem albtraumhaften Clown zu fliehen.
      Er ließ seine Kräfte spielen und Pflanzen aus dem Boden brechen, die peitschend gegen die Wände krachten. Doch das Feuer lachte nur darüber und fraß das Grünzeug augenblicklich auf. Wie ein Besessener drosch er auf die Mauern ein, bis sich endlich aus dem Nichts eine Tür abzeichnete. Quer über das Holz prangte in großen Buchstaben ein einziges Wort: Yuhan. Sein wahrer Name. Der Name, den er in seiner Kindheit begraben hatte. Seltsamerweise erfüllte ihn das mit tiefer Zuversicht. Bevor der beißende Rauch ihnen endgültig die Luft abschnüren konnte, stand der Ausgang offen vor ihnen. Ein Grinsen stahl sich auf Janons Gesicht, als er langsam die Augenmaske abnahm.



      "LEUTE! DER AUSGANG IST OFFEN! HAUT ALSO ENDLICH AB!"

      Der Duft der Freiheit lag greifbar in der Luft, verborgen hinter den verkohlten Überresten des Sets. Dieser Ausweg war mehr als nur eine Flucht vor dem Traum – es war die Flucht vor seinem Vater. Ein berauschendes Gefühl der Macht durchströmte ihn; ein kurzes, trockenes Lachen entwich seiner Kehle. Am liebsten hätte er einfach alles hinter sich gelassen. Gierig fuhr er sich mit der Zunge über die Lippen. Wie war das damals in der Realität eigentlich abgelaufen? Als das Set in Flammen stand und alle panisch geflohen waren? Sein Vater war den Flammen offensichtlich unbeschadet entronnen, doch in Janons eigenem Gedächtnis klaffte eine Lücke. Wie genau war er selbst damals herausgekommen? Wie entstand überhaupt das Feuer, irgendetwas hatte Brad verbockt gehabt. Es war in einem Strudel versunken, zu dem er nicht hineingreifen konnte. Was solls. Umso verzweifelter sehnte er sich danach, dem alten Mann wenigstens hier, in diesem Albtraum, endgültig den Rücken zuzukehren. Mit langsamen, fast schon triumphierenden Schritten hielt er auf die Tür zu. Jeder Schritt ließ die Bilder der Vergangenheit ein Stück weiter verblassen. Sobald er aufwachte, würde sich diese innere Tür schließen und er könnte alles wieder verdrängen. Dann wäre all dieser Scheiß ungeschehen. Draußen, im echten Leben, würde er wieder der starke, unantastbare Mann sein. Niemand konnte ihm etwas anhaben. Und sein Vater... sein Vater existierte einfach nicht.



      Suchend glitt Benis Blick durch den Raum, bis er einen kleinen, massiven Tisch entdeckte. Ohne zu zögern, packte er ihn und hob ihn als improvisierten Hitzeschild schützend vor seinen Körper. Er setzte seine Kraft frei, um gegen einen Bullen wie den Feuerwächter überhaupt anzukommen.
      "OSIII! ZEIT HAIER ZU MACHEN!"
      Er nahm Anlauf und rammte das Möbelstück mit all seiner Kraft gegen Oscar. Mit einem dumpfen Knall schleuderte er den Blitzwächter aus der Gefahrenzone, sicher hinter dem Holz verborgen, um nicht selbst von den sengenden Flammen verschlungen zu werden. Wie ein Güterzug lief er genau zur Tür bis er den Feuerwächter einfach hineindrängte.
      Oscar taumelte durch den Türrahmen, doch dahinter befand sich kein Boden mehr. Ihn erwartete das reine Nichts, das nur von einem blendend hellen Licht durchbrochen wurde. Beni blickte seinem fallenden Freund noch einen Moment hinterher, ehe er den Tisch beiseiteschleuderte. Mit einem strahlenden Lächeln wandte er sich den anderen zu, die hinter der dichten Flammenwand kaum noch auszumachen waren.
      „Wir werden uns in der realen Welt wiedersehen, ALS BITCH! Ich werde euch alle finden!!“ Mit diesem Abschiedsgruß sprang er durch das Portal und stürzte ebenso in die Tiefe wie Oscar. Doch auf seinem Gesicht lag nichts als pures Glück. Dieser verrückte Trip war ein unglaublicher Urlaub gewesen, auf dem er wahre Freunde gefunden hatte.


      Beinahe hätte Beni ihn mitgerissen, als er dicht an den Tisch heranwich, doch dem Erdwächter gelang es im letzten Moment auszuweichen. Mit einem schweren Seufzen blickte Janon den beiden Männern nach, die als Erste in die Schlucht hinabstiegen. Hah, okay. Er hätte sie ohnehin nicht gezwungen mitzukommen. Dass sie nun von selbst gingen, war eigentlich perfekt. Und doch ließ ihn genau diese Erkenntnis erstarren. Seine Muskeln verkrampften sich. Es war, als versuchte sein Verstand gewaltsam etwas zurückzudrängen – ein dumpfes Pochen kündigte bereits Kopfschmerzen an. Fluchend biss er sich hart auf die Unterlippe. Scheiße. Er hatte ein Versprechen gegeben. Wenn er jetzt einfach verschwand, war Liam absolut nicht geholfen. In seiner aktuellen Verfassung würde er den Ausgang niemals alleine finden. Janon durfte ihn nicht im Stich lassen. Er hatte geschworen, einmal nicht an sich selbst zu denken. Sich nicht an die erste Stelle zu setzen, sondern ihn. Er hatte versprochen, sein Held zu sein.



      „LAUF WEG!!“

      Die Stimme hallte über das Set, verzweifelter, als er sie jemals gehört hatte. Es klang wie sein Vater. Aber das... das durfte nicht sein Vater sein. Es musste Liam sein. Mit zittrigen Fingern schob Janon sich die Maske auf die Stirn und starrte in die Richtung, aus der der Schrei gekommen war. Durch das Chaos hindurch entdeckte er Stan, der noch immer in Wyatts Körper gefangen war. Was sich dort vor seinen Augen abspielte, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Eine so gewaltige Gänsehaut überzog seinen Körper, dass ihm buchstäblich der Atem stockte. Er hatte diese verdammten Erinnerungen doch verbrennen wollen! Diese brutalen, widerlichen Bilder seiner eigenen, erbärmlichen Vergangenheit. Doch Wyatt dort drüben mit Achim zu sehen... es war haargenau wie damals. Obwohl das Set in Flammen stand, hatte dieser naive Idiot von Schauspieler damals nur nach einer helfenden Hand gesucht. Nach der Hand von Janons Vater. Doch der hatte ihn eiskalt als Lockvogel missbraucht und beinahe in den sicheren Tod geschickt.



      Es was wie damals, wenn er nicht einschritt würde Wyatt im Feuer sterben.

      "Wo willst du denn hin, mein süßes Blümchen?~"



      Wie fremdgesteuert setzten sich Janons Beine in Bewegung. Er durfte nicht tatenlos zusehen, sonst würden ihn die Schuldgefühle bis an sein Lebensende auffressen. Abgesehen davon stand es allein ihm zu, Wyatt für dessen grenzenlose Naivität eine ordentliche Tracht Prügel zu verpassen! Zwei der Achims hatten Wyatt bereits eingekesselt. Sie wanden sich um ihn wie Schlangen, während widerlicher, grüner Schleim aus ihren leeren Augenhöhlen quoll. Es war ein absolutes Horrorszenario, doch Janon blendete den Ekel völlig aus. Der brennende Zorn in ihm war stärker. Mit einem brutalen Ruck packte er den ersten Achim am Hinterkopf und riss ihn gnadenlos nach hinten weg. Dem zweiten demonstrierte er seine Boxer-Qualitäten, indem er ihm mit einem gewaltigen Haken voll ins Gesicht zimmerte.

      „Du bist ja genauso bescheuert wie Wyatt! Haste dir etwa auch sein Hirn einverleibt?! Wenn du nicht als zerfetztes Stück Fleisch enden willst, dann setz dich in Bewegung und sieh gefälligst nicht zurück!“, brüllte er Stan außer sich vor Zorn an. Im nächsten Moment bekam er unvermittelt ein Mikrofon gegen den Kopf geschmettert – der Achim, den er gerade noch weggeschleudert hatte, war wieder auf den Beinen. Janon taumelte und sah für den Bruchteil einer Sekunde Sterne. Doch... es ließ ihn völlig kalt. Dieser Schlag war ein Witz im Vergleich zu den Hieben seines Vaters, die er jahrelang hatte einstecken müssen. Diese Typen waren keine echte Bedrohung; nichts, was ihm ernsthaft Sorgen bereiten konnte. Verächtlich spuckte er das Blut auf den dreckigen Boden. Das gefährliche Aufblitzen seiner bernsteingelben Augen machte unmissverständlich klar: Er würde hier kurzen Prozess machen.
      „Deine einzige verdammte Aufgabe ist es von hier zu verschwinden! Ich kümmere mich um Liam!“ Mit einem rauen Stoß beförderte er Stan in Richtung Ausgang, damit der Typ sich endlich in Bewegung setzte.


      Janon wischte sich fahrig über die Lippen und ballte die Hände zu harten Fäusten. Dieser Kampf würde nicht lange dauern, denn wenn es darauf ankam, kannte Janon keine Gnade. Er packte den ersten Achim und schleuderte ihn mit voller Wucht gegen den zweiten – direkt in die lodernden Flammen. Mit rasendem Puls starrte er in das Feuer und sah zu, wie die beiden Kreaturen in der Hitze zu einer grotesken Masse verschmolzen und qualvoll verendeten. Jetzt blieb nur noch eine Sache zu tun. Liam.
      ...
      .....
      Erst in diesem Moment nahm er den riesigen, aufgerissenen Schlund wahr – eine klaffende Leere, bereit, alles zu verschlingen, was ihr zu nahe kam. Achim... nein, Liam stand genau davor. Er schien kurz davor, völlig zu zerbrechen. Wehrte Liam sich da gerade mit letzter Kraft gegen seinen Vater? Janons Herzschlag beschleunigte sich dramatisch. Obwohl das Feuer den Raum lichterloh brennen ließ, kroch die nackte Angst in Janon hoch, sobald er in diese unergründliche Finsternis starrte. Es weckte die Erinnerung an damals, als er sich als Einziger strikt geweigert hatte, dieses Zirkuszelt zu betreten – doch das hier war noch tausendmal schlimmer. Was, wenn dieser Schlund ihn einsaugte und er nie wieder das Tageslicht sah? Die Angst schnürte ihm die Kehle zu. Aber... er konnte Liam unmöglich bei Achim zurücklassen. Während er in die Dunkelheit starrte, traf ihn eine grausame Erkenntnis wie ein Schlag: Hätte er sich seinem Vater von Anfang an gestellt, statt wegzulaufen... wären all diese Männer dann verschont geblieben? Wenn Janon nicht so verzweifelt versucht hätte, seine eigene Vergangenheit zu verdrängen? Litt Liam jetzt nur Höllenqualen, weil er Janons Liebe genauso ernst nahm wie die von Achim? Weil er die beiden sogar... miteinander verglich?

      "Liam...", wisperte er sanft, er schritt langsam zu dem Mann, den er am meisten fürchtete. Doch...es war das Einzige Mal, in dem es sich richtig anfühlte. Wie könnte er denn...sein Babe je zurücklassen? Ohne ihn...wäre er doch selbst niemals herausgekommen, selbst wenn er noch mit einem halben Fuß drinstand.



      „Liam... es wird Zeit, dass du dich von meinem Vater löst. Diese Rolle passt überhaupt nicht zu dir“, rief Janon laut genug, um den Lärm des Feuers zu übertönen. Er riss sich die schwarze Maske komplett vom Kopf. Einen Moment lang starrte er das Stück Stoff in seinen Händen an, dann fiel seine Entscheidung. Diese Maske, die eigentlich seine Freiheit symbolisieren sollte. Die dafür stand, dass er endlich die Regie über sein eigenes Leben führte und nicht mehr nach der Pfeife seines Vaters tanzte. Ohne zu zögern warf er sie in die lodernden Flammen. Bei Liams Anblick fiel es ihm wie Schuppen von den Augen: Diese Maske hatte sich auf seiner Haut nie richtig angefühlt. Er hatte sie sich noch gar nicht verdient. Sie aufzusetzen war nur eine weitere Lüge gewesen. Genauso, wie er sich die ganze Zeit selbst belogen hatte. Er hatte sich eingeredet, die Tür zu diesem verdammten Kinderzimmer schon längst hinter sich zugeschlossen zu haben. Doch die Wahrheit war eine andere: Egal, wie viele Jahre vergangen waren – die Dunkelheit fraß noch immer an ihm.

      „Mir ist da gerade etwas klar geworden... Ich bin ein verdammter Idiot. Nur wegen mir... bist du überhaupt erst zu Achim geworden. Einfach nur, weil ich versucht habe, dich auf seinen Platz zu drängen... Ha... haha...“ Die bittere Erkenntnis traf ihn wie ein Schlag. Er hatte in diesem Albtraum eine unverzeihliche Sünde begangen. Nur um sich selbst zu schützen, hatte er seinem Freund Liam unsagbaren Schmerz zugefügt – und das alles nur, weil Liams Liebesgeständnis ihn an damals erinnert hatte. Dabei hätte er es besser wissen müssen. Liam und Achim hatten nicht das Geringste miteinander gemein. Janon hätte ihn einfach abweisen können, aber... er war schlichtweg zu feige gewesen, sich erklären zu müssen. Die Wahrheit über Achim auszusprechen. Wann immer er das Wort ‚Liebe‘ auch nur hörte, krampfte sich sein Magen zusammen, als hätte man ihm pures Gift gespritzt. Aber... das gab ihm nicht das Recht, Liam so leiden zu lassen. Eine tiefe Wehmut überkam ihn bei dem Gedanken, was er ihm angetan hatte.

      "Nein, Liam. Du könntest meine Liebe niemals ersetzen. Eine Liebe zwischen uns käme viel zu spät. Egal wie sehr du es auch versuchst, es gibt keinen Platz für dich in meinem Herzen...Ich würde dich nur verletzten. Dieses beschissenes Aussehen beweist es nur zu gut."



      Ihm war vollkommen bewusst, dass seine Worte für eine so zerbrechliche Seele wie Liam viel zu hart klangen, doch er wusste sich schlichtweg nicht anders zu helfen. Irgendwann würde Liam es schon begreifen. Aber in diesem Moment musste Janon vor allem eines akzeptieren: Nur ER allein besaß die Macht, seinen Freund aus diesem Sumpf aus Finsternis und Schmutz herauszuziehen. Also tat er etwas völlig Unfassbares. Er zwang sich mit eisernem Willen dazu, nach Achims Hand zu greifen. Er hielt sie fest und strich sogar sanft darüber, während er leise weitersprach. Ein winziges, fast schon zerbrechliches Lächeln stahl sich dabei auf seine Lippen.

      "Du bleibst mein Babe...denn hast du und er absolut nichts gemeinsam...Ich...habe keine Ahnung was je in mich gekommen war, dass ich daran gezweifelt habe. Liam...Ich mag dich...und genau deswegen möchte ich, dich vor mir und meiner Liebe beschützen."

      Er schlang die Arme um seinen Vater und hielt ihn so fest, wie er es noch nie in seinem Leben getan hatte. Der Druck dieser Umarmung sollte bis tief ins Innere dringen, damit Liam sie spüren konnte. Er wollte ihn verzweifelt zurückhaben. Er musste ihn aus diesem Albtraum befreien. Sein wild pochendes Herz presste sich gegen Achims Brust, während Janon langsam die Augen schloss. Was auch immer nun geschehen würde – er nahm sein Schicksal an. Er richtete all seine Gedanken auf Liam. Er sah sein süßes Lächeln vor sich, diese leuchtend gelben Augen und das ungezähmte, rote Haar. Er dachte an diesen skeptischen und doch so unwiderstehlichen Blick. Eine Wärme, die sein Vater niemals ausstrahlen könnte. Doch da war noch so viel mehr... Und für einen winzigen Moment wurde sein schweres Herz ein kleines bisschen leichter, während er anfing, so hingebungsvoll über Liam zu sprechen.

      "Achja...Ich bin dir noch drei Dinge schuldig, die ich an dir liebe, richtig?... Habs in deinen Augen gesehen, wie sehr dich meine Antwort mit dem Pfirsichhintern abgefuckt hat, haha! Ich habe mich damals zurückgehalten, damit du es nicht in den falschen Hals kriegst...Aber lass mich dir doch hineindrücken, an was ich damals gedacht hatte:
      Du bist zuckersüß, ein Ebenbild von Schönheit, selbst in den lumpigsten Kleidern und den muffigsten Mülltonen. Ich mochte es schon immer wie du dich nicht unterkriegen lässt, obwohl du genauso in einem tiefen Loch von Scheiße gesteckt hattest wie ich. Deine Stärke war dir immer förmlich anzusehen - sie war ehrlich und knallhart, obwohl du sooo schmächtig warst. Ich hatte schon immer Respekt vor dir. Du wolltest etwas in deinem Leben verändern und hast dich sogar gegen dem Gesetz gestellt - erst du hattest mir überhaupt gezeigt, dass man...Nicht genau das machen muss, was Erwachsene von dir verlangen. Du hast gezeigt wie ich Kämpfen kann, dass ich auch eine Chance habe aus dem Loch herauszukommen. Durch dich habe ich verstanden, dass ich ebenfalls so viel stärker sein kann.
      Zwar hast du auch schreckliche Seiten...Aber zugleich...weiß ich, dass ich es einfach schätzen sollte, dass so jemand Starkes wie du immer noch an einer Seite eines ängstlichen Kindes sein möchte."


      Dann geschah etwas zutiefst Mystisches. Wie eine schwerelose Seele ohne Körper gelang es Janon, Liam aus Achims Gestalt herauszuziehen, während er ihn schützend in den Armen hielt. Es war ein bizarrer, unwirklicher Anblick, doch auf Janons Gesicht breitete sich ein glückliches Lächeln aus. Er küsste ihn innig auf die Stirn. Es war eine Geste wie ein Abschied, in der jedoch unendlich viel mehr mitschwang. Schließlich ließ er ihn los. Ganz langsam strichen seine Finger über Liams, bis sich ihre Hände endgültig voneinander lösten. Janon trat einen Schritt zurück, nahm Abstand von ihm und wandte sich wieder seinem Vater zu. Der alte Mann stand nur noch da wie ein leeres Gefäß – wie ein System, das nach einem Absturz erst wieder mühsam hochfahren musste.

      "Ich habe dich manipuliert, dir nie Chancen gegeben an meinen Worten zu zweifeln und dich mit meiner angeblichen Stärke angelogen, damit du immer nur das Beste von mir denkst. Ich war derjenige, der dich an mich binden wollte, weil ich einen Ausweg aus dieser Liebe gesucht habe. Aber...Es ist unmöglich. Ich habe es jetzt verstanden, meine Angst wird nie verschwinden, einfach ersetzen klappt nicht. Es ist absolut unmöglich ein vernünftiges Leben zu führen....ich werde auf ewig ein Gefangener sein."

      Nun begriff er endgültig, wo sein wahrer Ausweg lag. Es war nicht die rettende Tür. Es war dieser riesige, finstere Schlund, der ihn erneut verschlingen wollte. Die Hand seines Vaters griff langsam nach seiner Schulter. Seine Augen waren dabei völlig weiß und leer, als befände er sich in einer tiefen Bewusstlosigkeit. Janon wich nicht zurück. Er ließ die Berührung zu, während er seine letzten Worte an Liam richtete. Mit einem schwachen Winken verabschiedete er sich von ihm, in der inständigen Hoffnung, dass Stan ihn sicher nach draußen bringen würde. Denn Janon... war hier noch lange nicht fertig. Plötzlich wurde Janons Blick...komplett scharf und unheimlich. Die gelben Augen leuchteten hell, wie der einer Raubkatze. Ein breites Sichelgrinsen formte sich in seinem Gesicht.

      "...Solange dieses Monster noch lebt werde in der Dunkelheit verrotten. Ich bin an ihm gebunden, deswegen brauche ich keinen Ausgang zu suchen, noch habe ich es nicht geschafft. Wenn ich dieses Monster mit meinen eigenen Händen umbringe, dann...werde ich erst frei sein. Selbst wenn ich mit ihm draufgehe. Das wird es wert sein! Es ist...mein Schicksal...meine Sünde, weil ich zu oft selbst zugesehen habe...zu oft feige war...Aber ich werde es schaffen ein noch schlimmeres Monster zu werden...denn nur ein schreckliches Monster kann ein anderes Monster vergiften. Dabei ist es mir scheiss egal, wie viele Leute wegen mir noch leiden werden...solange ich meine Rache erhalte!"



      "Yuhan, die Flammen sind stark - was hast du nur angerichtet?! Ich kann nicht zulassen dich noch einmal wegen einem Brand zu verlieren."


      Die Stimme seines Vaters neben ihm klang flehend, seine Augen wirkten noch immer blind. Der Griff um Janons Schultern verfestigte sich, während eine verzweifelte Hand ihm über den Nacken strich, fast so, als wollte man eine Katze beruhigen. Janon wandte sich ab. Er sah Liam nicht mehr an, doch selbst als ihn die Dunkelheit wieder gänzlich verschluckte, verschwand das sanfte Lächeln nicht von seinen Lippen. Er mochte feige sein, er mochte schreckliche Angst haben, doch all das war nichts Neues für ihn. Daran war er gewöhnt. Irgendwann... würde er den Weg endgültig in die Freiheit finden. All das verdankte er Liams Geschenk, das dieser ihm vor Jahren überreicht hatte. Janon besaß nun die nötige Stärke. Er musste nur noch widerstandsfähiger werden, um sich der echten Realität eines Tages stellen zu können. Ganz egal, wie lange es dauern würde. Bis es so weit war, würde er hier in der Dunkelheit ausharren. Verspielt streckte er die Zunge heraus, um zu zeigen, dass bei ihm alles gut war.

      "Jetzt verpisst euch endlich, bevor wir noch in die nächste Szene geschleudert werden und ihr mit Mason verstecken spielen dürft. Es ist meine Geschichte, nicht eure. Ihr wart nie die Figuren dieses Stücks gewesen. Aber für den beschissenen Einsatz...bedanke ich mich."


      ...
      ...

      "...Ohne euch wäre ich wohl nicht so weit gekommen."
      ...
      ....
      .....

      In einem New Yorker Krankenhaus lagen drei Jungs nun schon seit Tagen auf einer Überwachungsstation im Koma. Die Ärzte standen vor einem absoluten Rätsel; es glich einer bizarren Anomalie. Rein physisch erfreuten sich die drei bester Gesundheit, ihre Körper wiesen keinerlei Schwächen auf. Und doch erwachten sie aus völlig unerklärlichen Gründen nicht. Was die Situation noch unheimlicher machte: Sie blieben vollkommen fit. Trotz der Bettlägerigkeit bauten sie nicht ein Gramm Muskelmasse ab. Es wirkte fast so, als hätte jemand kurzerhand die Pausetaste für ihren Geist gedrückt. Diese Umstände stifteten im gesamten Krankenhaus Verwirrung und versetzten Familien und Freunde in tiefe Unruhe. Alle waren blind für die Wahrheit – alle, bis auf Brad und Russell. Für die beiden stand felsenfest, dass diese Männer das Opfer eines Hexenfluchs geworden waren. Unglücklicherweise war ihnen die Art dieses Zaubers völlig fremd. Sie zogen sogar andere Hexer zurate, aber... niemand konnte sich auch nur den geringsten Reim darauf machen.




      „Travis ist doch allen Ernstes den Arzt holen gegangen... nur weil dieser Oscar da drüben ein Geräusch gemacht hat. Ich sag's dir, der hat einfach nur einen fahren gelassen“, raunte Brad, während er neben Janons Bett in aller Seelenruhe einen Apfel schälte. Das war bei jedem seiner Besuche so: Er schälte das Obst, nur um es im Anschluss genüsslich selbst zu verspeisen. Er hatte auch immer eine Schachtel von Janons Lieblingszigaretten in der Tasche. Manchmal hielt er sie ihm beinahe provokant direkt vor das schlafende Gesicht, in der absurden Hoffnung, ihn allein mit dem Geruch aus dem Koma zu reißen. Aber nichts passierte. Das Krankenhaus hing Brad allmählich meilenweit zum Hals heraus, ganz zu schweigen von Travis' täglichem Geflenne. Sicher, der Typ machte sich unfassbare Sorgen um Janon, das war schon verständlich. Schließlich machte Brad sich insgeheim ja auch so seine Gedanken.



      „Mag sein, aber er meinte auch, Liam und Janon hätten sich bewegt. Travis hat für so etwas den absoluten Katzensinn. Vielleicht wachen sie ja tatsächlich zusammen auf? Die Idioten haben schließlich lang genug gepennt. Ich hab allmählich echt keine Lust mehr, jeden Tag hier aufzukreuzen, nur damit Travis sich nicht den ganzen Tag um ihn verrückt macht“, erwiderte Russell, der es sich auf der Fensterbank bequem gemacht hatte. Die beiden hielten sich dicht an Janons Bett auf. Sie hatten sogar schon heimlich einen magischen Kreis darunter gezogen, in der Hoffnung, ihn so endlich aus dem Schlaf zu reißen – aber Fehlanzeige. Trotzdem beschlich auch Russell langsam das untrügliche Gefühl, dass es bald so weit war.


      „Seit Janon im Koma liegt, habe ich übrigens auch diesen großen Kerl nicht mehr gesehen. Irgendwie vermisse ich diesen Dax. Hoffentlich ist er nicht wieder zurück ins Ausland. Schade um die großen Titten.“
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Stan L. & Liam Petrow

      "OSIII! ZEIT HAIER ZU MACHEN!"
      Alles war in einem blanken Chaoes verfallen, genau so wie es Oscar liebte...Hier denn Löffel abzugeben wäre gar nicht mal so verkehrt. Doch wie bei einem Kind das einfach nicht schlafen gehen wollte nachdem es eine Tonne an Zucker zu sich genommen hatte. Erneut, bekam Oscar daher ironischerweise eine Übergaben. Dieses mal fühlte es sich jedoch um einiges heftiger an, als Katapultierte ihn Beni direkt ins nächste Leben.
      Für Oscar war es, als würde jemand mit einem einzigen, kräftigen Atemzug eine Kerze auspusten bevor er merkte das in ein grelles Nichts stürtzte!
      Das Letzte, was er hörte, war Benis überdrehte Stimme:
      "Wir werden uns in der realen Welt wiedersehen, ALS BITCH! Ich werde euch alle finden!!“
      Der Abschiedsgruß erstickte in den knisternden Geräuschen des brennenden Set und den wild Lachenden Achim-Kopien.
      Gerade als Stan glaubte, sich nicht mehr befreien zu können durchschnitt das Zornige Brüllen von Janon alles:

      "Du bist ja genauso bescheuert wie Wyatt! Haste dir etwa auch sein Hirn einverleibt?! Wenn du nicht als zerfetztes Stück Fleisch enden willst, dann setz dich in Bewegung und sieh gefälligst nicht zurück!“
      Sein analytischer Verstand, der Janon bisher nur als impulsives Monster abgetan hatte, geriet ins Wanken. Janon war zurückgekommen....
      Etwas womit Stan am wenigstens gerechnet hatte und sein Bild über ihn erneut überdenken musste.
      Auch wenn es Stan niemals zugeben würde, in diesen Moment hatte Janon wirklich...Cool auf ihn gewirkt....
      Nun glaubte aber Stan wirklich sein Verstand wurde in Mitleidenschaft gezogen, selten bis nie hatte er jemand als Bewundernswert empfunden. Besonderes da er nicht vergessen wollte das Janon der Grund für dieses Desaster war. Irgend jemand musste schließlich der Schuldige sein,..

      "Deine einzige verdammte Aufgabe ist es von hier zu verschwinden! Ich kümmere mich um Liam!“
      Mit einen bestimmenden stoß entkam er den Fängen dieses Monsters und näherte sich dem rettenden Licht in welches auch Oscar und Beni verschwunden waren.
      Allerdings dachte Stan nicht daran auf ihn zuhören und warf sein Blick zurück...Konnte er ihm vielleicht vertrauen das Janon sein Wort gegenüber Liam hielt?!
      Er bezweifelte es...So sehr das er es in Kauf nahm damit sich erneut in Gefahr zugegeben.
      Stan musste seine gesamte Wahrnehmung über Janon Müntzer völlig neu ordnen. Da war mehr als nur ein Monster. Da war jemand, der bereit war, für einen anderen durch die Hölle zu gehen. Selbst wenn die Gründe dafür wohl eher Egoistischer Natur waren.


      Für Liam, der noch immer in der massiven, dunklen Hülle von Achim steckte, brach in diesem Moment die Welt vollends zusammen....
      "Liam... es wird Zeit, dass du dich von meinem Vater löst. Diese Rolle passt überhaupt nicht zu dir“
      Die Worte trafen Liam wie ein kalter, nasser Lappen ins Gesicht. Die Rolle passte nicht zu ihm? Ein verzweifeltes, schmerzhaftes Wimmern erstickte in seiner Kehle. Janon hatte ihm doch zuvor schon unmissverständlich klargemacht, dass auch die Rolle al süßes Suga Babe nicht passend gewesen war, auch als Club Besitzer von The Cage sah er ihn nicht, da war er sich sicher.... Ein dunkler Strudel aus Identitätsverlust riss Liam in die Tiefe. Wer... wer war er denn dann überhaupt noch? Wenn er weder der sanfte Liebhaber noch das besitzergreifende Monster sein durfte... was blieb dann von ihm übrig? Er fühlte sich vollkommen verloren, ein Geist ohne Daseinsberechtigung. Janon verwirrte ihn so sehr, dass Liam begann, sich selbst komplett zu vergessen.
      Welche Rolle hatte er in Janons Leben?!

      Er sah wie Janon seine Maske in die Flammen warf, er konnte spüren das etwas bedeutsames damit zusammen hing auch wenn er denn Wert welche diese für Janon hatte nicht ganz begriff.
      "Mir ist da gerade etwas klar geworden... Ich bin ein verdammter Idiot. Nur wegen mir... bist du überhaupt erst zu Achim geworden. Einfach nur, weil ich versucht habe, dich auf seinen Platz zu drängen... Ha... haha...“
      Nach Lachen war Liam überhaupt nicht zur Mute obwohl er spürte das Achim gerade si Herzhaft lachen wollte, dass er gänzlich den Verstand verlieren würde und dem Wahn verfiel....

      "Nein, Liam. Du könntest meine Liebe niemals ersetzen. Eine Liebe zwischen uns käme viel zu spät. Egal wie sehr du es auch versuchst, es gibt keinen Platz für dich in meinem Herzen...Ich würde dich nur verletzten. Dieses beschissenes Aussehen beweist es nur zu gut."
      Jedes Wort war wie ein weiterer Stoß mit dem Speer, direkt in sein weiches, blutendes Herz. Tränen, die Achims Körper nicht weinen konnte, fluteten Liams Seele. Keinen Platz in seinem Herzen. Es war die absolute, endgültige Zurückweisung. Er hatte alles gegeben, hatte seine eigenen Grenzen überschritten, hatte sich in dieses Monster verwandelt, nur um Janon nahe zu sein und es war alles umsonst. Liam wollte einfach nur noch vergehen, sich in Rauch auflösen....
      Doch dann änderte sich Janons Tonfall. Die Härte wich einer ungekannten, zerbrechlichen Sanftmut.
      "Du bleibst mein Babe...denn hast du und er absolut nichts gemeinsam...Ich...habe keine Ahnung was je in mich gekommen war, dass ich daran gezweifelt habe. Liam...Ich mag dich...und genau deswegen möchte ich, dich vor mir und meiner Liebe beschützen."
      Liam stockte der Atem. Mein Babe. Der Kosename, nach dem er sich so unendlich verzehrt hatte, glitt wie Balsam über seine geschundene Seele. Janon hasste ihn nicht. Er wies ihn nicht ab, weil Liam wertlos war. Er stieß ihn von sich, um ihn zu beschützen. Vor sich selbst. Vor dem Gift, das sein Vater in Janons Herz gepflanzt hatte. Eine warme, bittersüße Erkenntnis durchströmte Liam, und der dicke Knoten der Verzweiflung in seiner Brust begann sich langsam zu lockern....

      "Achja...Ich bin dir noch drei Dinge schuldig, die ich an dir liebe, richtig?... Habs in deinen Augen gesehen, wie sehr dich meine Antwort mit dem Pfirsichhintern abgefuckt hat, haha! Ich habe mich damals zurückgehalten, damit du es nicht in den falschen Hals kriegst...Aber lass mich dir doch hineindrücken, an was ich damals gedacht hatte:...."
      Liam konnte es nicht fassen.
      Die Enttäuschung welche Liam empfunden hatte als Janon wirklich kaum etwas nennenswertes über ihn sagen konnte... Janon hatte sie nicht vergessen. Er hatte genau gesehen, wie sehr Liam diese oberflächliche Antwort damals verletzt hatte.
      Sein Herz pumpte stärker als hätte Janons Worte es gerade wieder zum Leben erweckt....


      "....Du bist zuckersüß, ein Ebenbild von Schönheit, selbst in den lumpigsten Kleidern und den muffigsten Mülltonen. Ich mochte es schon immer wie du dich nicht unterkriegen lässt, obwohl du genauso in einem tiefen Loch von Scheiße gesteckt hattest wie ich. Deine Stärke war dir immer förmlich anzusehen - sie war ehrlich und knallhart, obwohl du sooo schmächtig warst. Ich hatte schon immer Respekt vor dir...."
      Jetzt brach der letzte widerstand in Liam. Tiefe, unaufhaltsame Emotionen überrollten ihn. Ein weinerliches Schluchzen durchbebte seinen Geist. Janon sah ihn. Er sah nicht nur denn Anhängsel, die erdrückende Liebe die er nicht für ihn empfinden sollte oder nur ein Sexspielzeug. Er sah Liams Stärke, seinen Kampfgeist, seine wahre Schönheit. Es war das ehrlichste, tiefgründigste Geständnis, das Liam jemals in seinem Leben erhalten hatte. Es ergriff ihn so sehr, dass er vor purer, schmerzhafter Rührung weinen wollte.

      Und dann zog Janon ihn heraus. Wie durch ein Magisches Wunder...Ein Ertrinkender, der endlich an die Wasseroberfläche gezogen wurde, löste sich Liams Bewusstsein aus der dunklen, erdrückenden Hülle von Achim. Er war wieder er selbst.
      Er spielte keine Andere Rolle...
      Als er in Janons Augen blickte, fühlte Liam zum ersten Mal seit Ewigkeiten, dass Janon IHN ansah. Den wahren Liam. Und in diesem magischen Augenblick erkannte Liam auch seine eigenen, unverfälschten Gefühle wieder. Keine Besessenheit. Keine Abhängigkeit. Sondern reine, aufrichtige Liebe die man für jemand empfand denn man unsagbar gern hatte.
      Doch diese freude währte nur kurz. Janons nächste Worte klangen unheilvoll.

      "Ich habe dich manipuliert, dir nie Chancen gegeben an meinen Worten zu zweifeln und dich mit meiner angeblichen Stärke angelogen, damit du immer nur das Beste von mir denkst. Ich war derjenige, der dich an mich binden wollte, weil ich einen Ausweg aus dieser Liebe gesucht habe. Aber...Es ist unmöglich. Ich habe es jetzt verstanden, meine Angst wird nie verschwinden, einfach ersetzen klappt nicht. Es ist absolut unmöglich ein vernünftiges Leben zu führen....ich werde auf ewig ein Gefangener sein."
      Liams Herz begann panisch zu rasen. Der Klang in Janons Stimme... das war kein Versprechen auf eine gemeinsame Zukunft. Das klang wie ein dramatischer, endgültiger Abschied. Ein Schauer der Angst jagte über Liams Rücken. Janon plante etwas Furchtbares....Fast wie jemand der sich das Leben nehmen wollte...Wie ein Tode veruteilter.
      Alles in Liam wollte ihm widersprechen und am liebsten von Achim wegzerren...Davon zu laufen hatte sich wie die endgültige Lösung angefühlt doch nun...Bekam Liam das Gefühl das damit Janon niemals geholfen sein würde.

      "...Solange dieses Monster noch lebt werde in der Dunkelheit verrotten. Ich bin an ihm gebunden, deswegen brauche ich keinen Ausgang zu suchen, noch habe ich es nicht geschafft. Wenn ich dieses Monster mit meinen eigenen Händen umbringe, dann...werde ich erst frei sein. Selbst wenn ich mit ihm draufgehe. Das wird es wert sein! Es ist...mein Schicksal...meine Sünde, weil ich zu oft selbst zugesehen habe...zu oft feige war...Aber ich werde es schaffen ein noch schlimmeres Monster zu werden...denn nur ein schreckliches Monster kann ein anderes Monster vergiften. Dabei ist es mir scheiss egal, wie viele Leute wegen mir noch leiden werden...solange ich meine Rache erhalte!"
      "Nein...", flüsterte Liam leise, mehr zu sich selbst denn er wusste er hatte in diesem Moment nicht die Kraft Janon von diesen Gedanken abzubringen.
      Warum musste es Janon Schicksal sein...?



      Obwohl Janon so klang als hätte so viel in dieser Zeit wie sie in dieser Welt gefangen war begriffen, fühlte es sich für Liam an als stünde er vor einen zerstörten Puzzle, bei dem er nicht wusste wo er anfangen sollte um es zu einem ganzen Bild zu formen...Es war zu viel passiert, so viele Dinge laut ausgesprochen die über Jahre in ihren Herzen versiegelt geblieben war...Und dazu gab noch immer viel zu vieles was Liam sagen wollte.
      Der Anblick von Janons, Kaltblütigkeit Seite, schüchterte Liam nicht ein, er war sich Bewusst was für ein Monster er war...Das Änderte sich nichts zu seiner Zuneigung aber es stiegerte seine Angst um ihn.

      "Yuhan, die Flammen sind stark - was hast du nur angerichtet?! Ich kann nicht zulassen dich noch einmal wegen einem Brand zu verlieren."
      Ein Name fiel denn Liam noch nie zuvor gehört hatte...Achim schien noch immer an Janon zu Appellieren aber Äußerlich zeigte Janon nicht das ihn Achim nur Ansatzweise kontrollieren konnte. Es kam ihn vor als wäre Janon nur noch stärker geworden...

      "Jetzt verpisst euch endlich, bevor wir noch in die nächste Szene geschleudert werden und ihr mit Mason verstecken spielen dürft. Es ist meine Geschichte, nicht eure. Ihr wart nie die Figuren dieses Stücks gewesen. Aber für den beschissenen Einsatz...bedanke ich mich."
      Janon wollte ernsthaft das sie ohne ihn gingen...!
      Liam konnte das nicht zulassen!!
      Er machte einen verzweifelten Schritt auf Janon zu, wollte sich ihm entgegenwerfen, ihn aus der Dunkelheit zerren.Doch im selben Moment schloss sich eine Hand eisern um seinen Arm. Es war Stan. Der Butler hatte sein Zögern gesehen und ihn im letzten Moment gepackt.Ein zerreißender Zwiespalt entbrannte in Liam. Er wehrte sich, blickte flehend zu Stan auf. Durch das helle Licht des Ausgangs schimmerte Stans wahre, kühle Gestalt hindurch.
      Liam öffnete die Lippen, formte lautlos die verzweifelten Worte: "Wir können ihn nicht in der Dunkelheit allein zurücklassen..."



      Stan sah ihn mit einem tiefen, ernsten und unnachgiebigen Blick an. Seine Stimme war leise, aber fest:
      "Du... musst seine Entscheidung und seine Gefühle akzeptieren, Liam."
      Stans Griff lockerte sich ein wenig. Er wollte Liam nicht mit Gewalt zwingen. Wenn Liam wirklich bleiben wollte, würde Stan ihn nicht aufhalten. Doch Liam blickte noch ein letztes Mal auf Janons Rücken. Er verstand, dass dies Janons ureigener Kampf war. Ein Kampf, den er allein ausfechten musste, um jemals wirklich frei zu sein. Schweren Herzens, mit Tränen in den Augen, wandte sich Liam ab. Zusammen mit Stan ließ er sich in das helle, rettende Nichts fallen....


      "...Ohne euch wäre ich wohl nicht so weit gekommen."
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      Oscar Bell & Liam Petrow
      Rhys Bell & Livius Petrow & Raimondo Mount

      Das gleichmäßige, klinische Piepen der Monitore erfüllte mit den Raum wo die drei belegten Betten standen....
      Liam und Oscars Betten standen nebeneinander, direkt gegenüber von Janon.



      Beatmungsschläuche in ihren Hälsen. Draußen auf dem steril beleuchteten Flur stand Rhys Bell, Oscars Vater. Er trug seinen Arztkittel, doch er wirkte um Jahre gealtert. Tiefe Schatten lagen unter seinen Augen....
      Er durfte dieses Zimmer nicht betreten. Die Krankenhausrichtlinien untersagten es ihm strikt, Familienangehörige zu behandeln. Die emotionale Befangenheit war ein zu hohes Risiko. Doch für Rhys fühlte es sich an wie eine weitere grausame Bestrafung in seinem Leben. Er dachte an Tracy, seine verstorbene Frau.... Er dachte an Mason, der auf der Intensivstation dem Tod nur knapp entronnen war. Und nun lag sein krimineller Sohn Oscar hier, Tage lang im unerklärlichen Koma. Rhys graute es vor dem Tag, an dem man ihn fragen würde, ob man die Maschinen abstellen müsste....



      Er hatte als Vater endgültig Versagt....
      Mit Lebensmüden Blick sah er wie einer der Besucher aus dem Zimmer stürmte um ein Doktor zu holen.
      ....?
      Könnte es sein das----
      Plötzlich schrillte ein Alarm aus dem Zimmer. Der Monitor an Liams Bett veränderte seine Frequenz. Die Beatmung warf unregelmäßige Kurven auf den Bildschirm.
      Liam war der Erste, der die Augen aufschlug. Das grelle Neonlicht brannte schmerzhaft auf seinen Netzhäuten. Er blinzelte panisch. Die sterilen weißen Wände, der Plastikschlauch in seinem Hals, die Angst, an einem fremden, feindseligen Ort aufzuwachen, schnürte ihm die Kehle zu....Vielleicht erfolgte ein weitere Etappe dieses Alptraumes?!
      Doch dann sah er die Anderen Betten...Oscar und Janon die genau wie er an Schläuchen hingen.
      Die Anwesenden Freunde von Janon...Waren...:Sie endlich wieder in der Realität?!
      Tränen der Erleichterung, aber auch des tiefen Phantomschmerzes liefen unaufhaltsam über sein Gesicht. Er erinnerte sich an die Dunkelheit. An den Speer. An Janons Abschied.



      Der herbeigeeilte Arzt beugte sich sofort über ihn.
      "Ganz ruhig. Sie sind im Krankenhaus. Es ist Montag, der 24. März. Alles ist gut", sprach er behutsam, während er Liam vorsichtig den Atemschlauch aus der Kehle zog.
      Liam hustete gequält. Als der Arzt ihm mit einer kleinen Lampe in die Augen leuchtete, stockte der Mediziner.
      Eigentlich wollte er nur die Pupillenreflex überprüfen...
      Liams Augen, normalerweise von einem warmen Gelb, hatten sich massiv verfärbt. Das rechte Auge war nun braun mit einem feinen, grauen Ring. Das linke jedoch leuchtete in einem beunruhigenden Rot...
      Zusammen mit dem Rätselhaften Koma war diese Nachwirkung ein weiteres Rätsel für den Arzt.
      Der Arzt murmelte etwas von unerklärlichen Nachwirkungen des Bewusstseinsverlustes....Aber Liam konnte in den Augenblick nur an eines denken...



      Janon...Wird doch auch gleich Aufwachen...Oder?
      Die sorge das er für immer in diesen Albtraum gefangen blieb war grausam, er hatte kein Kopf dafür sich über sich selbst Gedanken zu machen.

      Draußen auf dem Gang tippte Rhys erschöpft auf seinem Handy. Er schrieb Harvey, dass er nach Oscar sehen sollte. In diesem Moment kam Livius, Liams Adoptivvater, den Flur hinunter. Er besuchte seinen Sohn ebenfalls täglich sobald er nicht in Polizeieinsatz musste.Als Livius den Tumult und die Ärzte sah, blieb er fassungslos vor seinem Bruder Rhys stehen. "Sie sind wieder wach?! Warum stehst du hier draußen und gehst nicht rein?", fragte Livius erstaunt und vorwurfsvoll.



      Durch die ganze Sache waren die zerstrittenen Brüder mehr oder weniger gezwungen gewesen wieder aufeinander zu treffen und zu reden...
      Der Anblick seines Älteren Bruder löste in Livius gemischte Gefühle aus. Immer hatte er zu ihm aufgeblickt und zu sehen was aus ihm geworden war...War eine bittere Pille die er nicht schlucken wollte.
      Es machte ihn Wütend....Und zugleich konnte er Rhys ansehen das er ihn immer noch nicht das damals mit Oscar vergeben konnte.
      Rhys hob nicht einmal den Blick vom Handy. "Heute nicht im Polizeidienst? Aber nein... ich habe Harvey schon geschrieben, er wird nach Oscar schauen. Ich bin nicht sein behandelnder Arzt und habe da drinnen nichts zu suchen", antwortete er eiskalt. Die familiäre Kluft zwischen den beiden Brüdern schien sich nur zu verdicken.



      Livius starrte ihn fassungslos an.
      "Ich meine nicht als Arzt, sondern als Oscars Vater! Denkst du wirklich immer nur an deine verdammte Arbeit?!"
      Rhys hob langsam den Kopf. Sein Blick war stechend.
      "Hältst ausgerechnet du mir einen Vortrag darüber, ob Familie vor der Arbeit steht?"
      "Ja! Das tue ich du Zombie!! Ich wiederhole es für dich gern auch ein Millionen mal! Oscar zu verhaften war die einzige richtige Lösung um ihn seine Taten vor Augen zu führen! Du warst nie für deine Sohne da weil du dich in deinem Kummer ertränkst! Jetzt bist du erneut zu feige in dieses Zimmer zu gehen!"
      , schmetterte Livius sofort zurück.



      Fassungslos griff sich Rhys an die Stirn, er hatte mehre Tage wieder nicht geschlafen...Die Übermüdung zerrte an seinen Nerven.
      "Hör auf dich aufzuspielen als wüsstest du was das richtige ist! Du klingst genau wie Vater, seine Einstellung hat in am Ende das Leben gekostet...Oscar hat sich selbst für dieses Schicksal entschieden, in Einzusperren hat ihn doch nur weiter auf die schiefe Bahn gebracht....Es gibt für diesen Taugenichts keine Rettung mehr, er wird irgendwann an diesen verdammten Drogen oder wegen der Mafia sterben....Du hättest einfach als sein Onkel für ihn da sein sollen...Er braucht seine Familie und keinen Möchte-gern Polizisten der sich an das Gesetzt klammert das sowieso nichts als Dreck ist..."



      Livius Wut kochte über: "Deine störrische Art ist wirklich das aller letzte, merkst du nicht selbst wie du dir selbst widersprichst?!"
      Bevor Livius etwas weiteres erwidern konnte, drängte sich eine massive, finstere Gestalt an ihnen vorbei. Es war Raimondo Mount. Durch das ganze Insel geschehen fand dieser heraus, dass sein verloren geglaubter Sohn Liam all die Jahre in der Obhut von Livius gelebt hatte. Raimondo warf den beiden Brüdern verachtende Blicke zu.
      "Geht zur Seite. Ich will im Gegensatz zu euch meinen Sohn sehen. Wie ein richtiger Vater."



      Es war ein schmerzhafter Seitenhieb gegen Livius, der den Blick senkte. Nach der ganzen Offenbarung hatte der Lehrer eine Standpauke gehalten, wie grottig seine Polizeiarbeit gewesen war....
      Er hatte nie gewusst, dass Raimondo nach Liam gesucht hatte. Durch den Familien streit der Bells...Zog es einige Probleme mit sich.
      Nachdem ganzen Familien Konflikt hatte sich auch Raimondo zurück gezogen, nachdem seine Schwester Tracy fort war gab für ihn kein mehr Grund mit der gestrittenen Familie Bell noch Kontakt zu halten. Wäre der Kontakt noch da gewesen....Sähe die jetzige Situation gewiss Anderes aus.
      Rhys sah Raimondo finster hinterher und zischte dann Livius zu:
      "Und wieso hast du ihn nicht verhaftet? Wegen ihm liegt Mason noch immer im Krankenhaus..."
      Livius schluckte schwer.
      "Es... ich...", stammelte er und suchte nach einer Ausrede. "...Es liegt keine direkte Anzeige vor und..."



      Wieso ließ Rhys es erneut so verwerfend klingen als hätte Livius als Polizist versagt!
      Er konnte doch den Lehrer nicht ohne Handfeste beweise festnehmen...Die Wiederaufnahmen von Masons Insel wurden noch nicht Freigeben und auf der Pistole waren viele Fingerabdrücke...
      "Es hat nichts damit dazu das er---",setzte Livius zur verteidig an aber Rhys schnaubte verächtlich und wandte sich ab.

      Im Zimmer trat Raimondo an Liams Bett. Der Arzt der gerade mit ihm sprach sah auf. "Sind Sie ein Familienangehöriger?"
      Raimondo atmete schwer, sein Blick war mehr als ernst.
      "...Ja. Ich bin sein Vater."



      Liam blickte irritiert auf.
      Er dachte sofort an Livius, er hatte vorhin seine Aufgebrachte Stimme aus dem Flur gehört aber das hier....
      "Ähm... Entschuldigung, aber Sie sind nicht mein Vater."
      Was war das denn jetzt hier für ein merkwürdige Situation...?
      Warum kam ein Wildfremder ins Krankenhaus? Hatte er sich im Zimmer geirrt?
      Aber...Dieser Mann schaute ihn so überzeugt an....
      Wieso wurde ihm jetzt so komisch?
      Ihm wurde Übel....Das waren sicher die Nachwirkungen des Koma....
      "...Sie--- Verwechseln mich....Ich bin nicht ihr Sohn...."



      Warum kam Livius nicht endlich rein und löste diese unangenehme Verwechslung??
      "Uhh--hah...Verdammt das tut echt weh!", jauchze Raimondo und seine strenge Mine fiel sogleich.
      So hatte er sich das Glückliche wiedersehen mit seinem Sohn nicht vorgestellt! Aber das nicht einmal zögerte tat echt weh!
      "So hart wurde ich schon lange nicht mehr abgewiesen...."



      "Ahh... Ich weiß, das kommt jetzt merkwürdig. Es sind auch viele Jahre her, aber..."
      Raimondo begann zu sprechen. Er erzählte Dinge, die tief in Liams Unterbewusstsein vergraben waren. Er sprach von der Zeit, als Liam noch klein war. Von seiner kleinen Schwester Mirella . Er erzählte, wie er Liam immer huckepack getragen hatte, weil der kleine Junge hohe Orte so sehr liebte und dabei so herrlich lachte.
      Bei diesen Worten brach in Liams Verstand etwas auf. Wie ein wärmender Sonnenstrahl durchbrach eine Erinnerung den dichten Nebel....
      Er liebte wirklich hohe Orte....



      Er wollte dem Himmel und der Sonne immer ganz Nahe sein! Es fühlte sich an als könnte er die Wolken berühren.
      Das hatte er selten jemand Anderen erzählt.
      Er sah sich selbst als Kind, fröhlich lachend an einem großen Fenster stehend.
      "Ich liebe hohe Orte! Ich will gern so hoch hinaus und alle um mich glücklich machen!"

      Diesen Kindischen Wunsch hatte er beinahe vergessen....
      Es war ein wunderschöner, reiner Moment. Er erinnerte sich!
      Er war nicht nur das ausgesetzte Waisenkind, nicht nur die Hülle für Achim. Nicht nur der verliebte Junge, der immer zu an Janon dachte...
      Liam hatte eine echte Identität vor dem ganzen gehabt!



      Bei der Erinnerung merkte Liam nicht diese dunkle Präsents die ihm aus dem Alptraum in die Realität verfolgte wie ein dunkler Schatten...
      Er...Schien sich darüber zu erfreuen das Liam neue Selbstbewusstsein tankte und sich daran erinnerte wer er eigentlich wirklich war.
      Raimondo unterbrach seine Gedanken. "Deine Augen..."
      Der Lehrer erinnerte sich genau an die Augenfarbe seines Sohnes....Aber diese war vollkommend verändert.
      Trotzdem wusste er das kein Irrtum sein konnte. Das war sein Sohn!



      Der Arzt erklärte hastig die Anomalie, doch Raimondo lächelte Liam nur warm an.
      "Sie passen zu dir. Du warst schon immer etwas ganz Besonderes. Es ist nicht schlimm, dass du dich nicht sofort an alles erinnerst. Ich bin einfach nur glücklich, dass du noch lebst und wohlauf bist. Das ist alles, was zählt."
      Zu wissen das Liam nicht in einem schrecklichen Unfall sein Leben verloren hatte oder von irgendwelche miesen Gauner in die Finger gekommen war...
      Zwar verletzte es ihn zu tiefst das nie miterlebt hatte wie Liam groß geworden ist aber...
      "...Du bist wohl jetzt richtig Erwachsen geworden, Liam."



      Ein gewaltiger Damm brach in Liam. Er begann hemmungslos zu weinen, wischte sich mit zitternden Händen über das Gesicht und schluchzte:
      "Ich... ich erinnere mich..."
      Die Tränen liefen ihm immer weiter über das Gesicht.
      "Es tut mir so leid, dass ich den Weg nicht zurück nach Hause gefunden habe..."
      Er hatte so lange, so verzweifelt gesucht, nachdem seine Mutter ihn ausgesetzt hatte. Er hätte nie zu hoffen gewagt, seinen leiblichen Vater jemals wiederzusehen.
      Es fühlte sich alles noch immer so Unreal an....
      War er immer noch in dieser Verdrehten Welt?
      "....Ist das...Real? Bist du wirklich hier...?",fragte er schluchzend.



      Raimondo blendete alles um sich herum aus, er beugte sich vor und schloss seinen weinenden Sohn fest und bedingungslos in die Arme.
      "Ich bin wirklich hier.", sprach er beruhigend.
      Genau in diesem hoch emotionalen Moment riss im Nachbarbett Oscar die Augen auf.
      Er blinzelte benommen.... Irgendwer weinte hier so erbärmlich laut, dass es in seinen Ohren klingelte...
      Oscar wollte am liebsten knurren das die verdammt noch mal die Fresse halten sollten!
      Aber er hatte irgendwas in seinem Mund das ihm das sprechen erschwerte!



      Ohne zu überlegen und völlig ungeachtet der Anweisungen des anwesenden Arztes, riss sich Oscar den verfluchten Atemschlauch selbst aus der Kehle. Er hustete röchelnd, stützte sich ab und sah sich um.Die klinisch weißen Wände. Die piependen Monitore. Der Geruch nach Desinfektionsmittel.Krankenhaus.
      In den Augenblick fühlte es sich für Oscar an als wäre aus ein richtig geilen Drogen-rausch in einem Alptraum aufgewacht....
      Schlagartig wich alle Farbe aus Oscars Gesicht. Er, der knallharte Ex-Häftling, der keine Schlägerei scheute, spürte, wie eine irrationale, eiskalte Panik in ihm hochkroch. Oscar hasste Krankenhäuser. Sie waren Vorhöfe zur Hölle....!!



      "Verfickte Scheiße, lass mich sofort raus hier!!!", brüllte er aus voller Lunge.
      Er stieß den perplexen Arzt grob zurück, schwang die Beine aus dem Bett und wollte auf der Stelle aufstehen.
      Natürlich nicht die klügste Entscheidung.
      "O-oscar beruhig dich!", krächze Liam viel zu leise beim versuch den Blonden Giganten daran zu hindern gleich aus dem Fenster zu springen.
      "Mr. Bell, Sie müssen liegen bleiben! Ich rufe Verstärkung!", rief der Doktor panisch.Oscar wehrte sich mit Händen und Füßen, genau wie der kleine, in die Enge getriebene Janon in der dunklen Zelle. Er fletschte die Zähne.
      "Fass mich nicht an! Was für ein Scheiß... Ich brauche kein Arzt! Ich verpiss mich...", knurrte er voller Rebellion, während er sich brutal die restlichen Sensoren und Kabel von der Brust riss.

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      Stan L. & Thalorian Veythar

      Ein kühler, angenehmer Windhauch wehte durch das Fenster.... Stan hatte die Augen noch immer geschlossen.
      Der weiche Lederbezug des Sofas roch nach altem Papier und feinem Tee.Er lag in der Detektei von Thalorian. Der elegante Detektiv saß auf seinem bequemen Lieblingsstuhl und liest gerade in einem Roman.



      Er hatte extra für die Zeit wie Stan noch im Traum feststeckte seine sein Büro zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich würde dem armen Izarra noch eine nette Rechnung zu winken. Mit dem Geld würde er sich diese neue Schallplatte kaufen die er auf Amazon gesehen hatte...
      Das war eben die Dienstleistung die er eben freundlicherweise bot damit wie Lyons Familie dachte ihr Butler wäre auf einer wichtigen Fortbildung, er selbstverständlich für Ersatz gesorgt hatte indem er einen seiner Klone einspringen ließ und er damit Stan ersparte in Krankenhaus zu landen wo die Ärzte sowieso nicht wusste was los war...Nicht das man versehentlich versuchte ihn mit Gewalt zu wecken und es zu Problemen kommen könnte.



      Interessanterweise war Izarra früher wach geworden, besser gesagt hatte man ihn freundlichst aus dem Traum geworfen....
      Wie zu erwarten wollte der Kind des Sternchen nicht das seine Mutter sich einmischte.
      Das ganze war wirklich äußerst...Unterhaltsam Informativ.
      Izarra sagte er dann auch das unglaubliche Spuren von seinem Sohn nun erhalten hatte und mit sicherheit diesen Monat finden würde.
      Andererseits...Nächsten Monat kam das nächste Band seiner Lieblings Romans raus...Vielleicht verschob er das ganze noch um ein paar---

      "Urgh...", ertönte es stöhnend von Stan als dieser langsam zu sich kam und die Hand ins Gesicht hielt.



      Unbeeindruckt vom Erwachen des Butlers Blickte der Detektiv von seinem Buch auf.
      Das war wirklich eine Erstaunlich lange Zeit für jemand der wohl zuvor kaum mit Magie in Berührung gekommen war. Aber nicht anderes von solch Kraftvollen Seele zu erwarten. Einen Normal sterblichen hätte es das wohl Wortwörtlich aus dem Leben gerießen!
      Stan versuchte sich zusammen, seine Gedanken zu orndnen und sich daran zu erinnern was eigentlich zu letzt passiert war.
      "Einen angenehmen guten Morgen und ein gutes Erwachen", begrüßte ihn Thalorian höflich



      Still beobachtete er ein wenig Stan gemüht...Wie viel er diesem Logiker verraten konnte und wie viel Übernatürliches er verkraftet.
      Selbstverständlich könnte er ihm eine Lüge auftischen, er wüsste einige und sicherlich würde die ein oder andere ihn überzeugen...Doch war Zeit das sein guter Freund endlich begann wirklich zu erwachen.
      Stan blinzelte benommen. Der Traum... Janon...die Flammen, das Set, Wyatts zerstörte Karriere... es hing ihm noch tief in den Knochen. Er war völlig durcheinander, sein analytischer Geist suchte verzweifelt nach Fakten, um das Erlebte zu ordnen.
      "Du hast sicher viele Fragen", erklärte Thalorian besänftigend und setzte sich seinen Hut auf nachdem er gelassen das Buch geschlossen hatte. Er trat einen Schritt näher.
      Stan ignorierte seine eigene Verwirrung. Sein Pflichtbewusstsein sofort die Kontrolle. Er musste wissen, wie es um Izarra stand danach konnte er sich um die Anderen Gedanken machen und wenn noch Zeit blieb für sich selbst
      "...Ist... Izarra...", krächzte Stan mühsam als allererste Frage. So gelassen wie der Mann gerade ihn anschaute spürte er das dieser mehr wusste.




      Thalorian lächelte beruhigend und drückte Stan mit einer sanften Handbewegung sanft zurück in die Polster des Sofas.
      "Keine Sorge. Izarra ist bereits vor ein paar Tagen erwacht. Ich habe mich um euch gekümmert. Komm erst einmal in Ruhe wieder in der Realität an, mein Freund~ Der Kaffee ist gleich fertig."
      Believe Me ~

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    • Janon Müntzer
      Bradford Timo Torres & Russell Baker & Travis Stark & Mason Rose

      Umhüllt von vollkommener Dunkelheit machte Janon sich auf alles gefasst. Er würde sich seinem Vater niemals ergeben. Sollte es zum Kampf kommen, würde er jeden Funken seiner Kraft entfesseln. Noch wusste er nicht, welches Grauen ihn im Inneren dieses Schlundes erwartete. Sein Vater zerrte ihn unerbittlich weiter und murmelte Unverständliches vor sich hin – oder weigerte sich Janons Verstand schlichtweg, die Worte zu begreifen? Immer wieder fiel nur dieser eine Name: Yuhan. Janon ballte die Hände zu Fäusten. Er musste die Angst ersticken... sie tief in seinem Inneren versiegeln.
      Was auch immer kommen mochte, er war bereit dazu es zumindest zu riskieren.



      "W-was ist...das?"

      Doch was ihn im Inneren erwartete, überstieg alles, was Janon sich jemals ausgemalt hatte. Er war fest davon ausgegangen, hier endlich seinem Ziel näherzukommen: dem Tod seines Vaters. Doch nun... fassungslos klappte ihm der Kiefer herunter. Was war das für ein Ort? Dieses strahlende Licht... Er spürte, wie Achims Griff sich veränderte. Die Hand, die ihn hielt, drückte ihn nun fester, aber auf eine zärtliche, geradezu beschützende Art, völlig frei von dem Zwang von zuvor.Solche Gedanken waren Janon völlig fremd. Er hatte noch nie ein so reines Licht erblickt. Zeigte sich ihm hier etwa... sein wahrer Wunsch? Jenes innige Verlangen, das von dem Gift in seinem Herzen so lange überdeckt worden war?Ein warmes Brennen stieg in seine Wangen und ein fremdes Kribbeln erfüllte seinen Bauch. War das alles nur ein grausamer Trick? Er wusste es nicht. Er wusste nur dieses eine: Mit einem Mal empfand er in diesem Traum eine grenzenlose Geborgenheit.Er fühlte sich... angekommen. Zu Hause.

      zu....Hause?




      Sein Herz...es wollte nicht zurück in die Realität.

      Verwirrt starrte Brad auf den Monitor mit Janons Herzfrequenz. Warum schossen die Werte plötzlich so rapide in die Höhe? Lebensbedrohlich schien es noch nicht zu sein, andernfalls hätten die Ärzte sie längst alle aus dem Zimmer gescheucht. Doch der Kerl im Bett spannte sich sichtlich an – Brad konnte genau beobachten, wie Janon die Hände so fest zu Fäusten ballte, dass seine Knöchel schneeweiß hervortraten. Und als wäre das nicht schon irritierend genug, spielte sich parallel die schnulzigste Geschichte seit Langem ab. Brad verstand nicht ganz, wie es dazu gekommen war, aber anscheinend hatte Janons Freund ziemliches Glück im Unglück gehabt: Er hatte wohl gerade seinen wahren Vater wiedergefunden.

      "...Du bist wohl jetzt richtig Erwachsen geworden, Liam."

      "....Ist das...Real? Bist du wirklich hier...?"

      "Ich bin wirklich hier."

      Bei so viel kitschiger Vater-Sohn-Harmonie drehte sich ihm förmlich der Magen um. Brad griff nach Janons Hand und strich beruhigend darüber, in der Hoffnung, dass die Anspannung endlich aus dessen Körper wich. Wach bloß nicht auf, Bro. Das würdest du nicht verkraften“, murmelte er ihm zu – ehrlich und extra laut, damit die beiden anderen, die ohnehin in ihrer eigenen Welt lebten, es auch ja mitbekamen. Brad wusste genau, wovon er redete; er hatte einen genauso beschissenen Vater abbekommen wie Janon, auch wenn ihre Erzeuger jeder auf eine andere Art völlig irre waren. Zu sehen, wie Liam da drüben herumkuschelte, machte Brad einfach nur aggressiv. Warum mussten sie auch 3 Penner in einem Raum einsperren, am liebsten hätte er seinen Freund einfach wegtransportiert. Wo waren den bitte die heißen Krankenbrüder? Warum kommen ständig hierher nur Väter?



      "Verfickte Scheiße, lass mich sofort raus hier!!!"

      Währenddessen blendete Russell die emotionale Vater-Sohn-Reunion komplett aus. Für ihn waren die beiden quasi durchsichtig. Seine ungeteilte Aufmerksamkeit galt Oscar, der sich gerade aufrappelte und sich die Kabel von der Brust riss – und das mit blankem Hintern, da das bescheuerte Krankenhaushemd hinten natürlich offen war. Wow. Was für ein Ausblick!„Heyy~~ Ich übernehme das liebend gern, dieses große Biest ans Bett zu fesseln!“, rief er den überforderten Pflegern hilfsbereit zu.Schwungvoll krempelte er die Ärmel hoch und ließ voller Vorfreude die Knöchel knacken; er konnte es kaum erwarten, das Kerlchen ein bisschen abzutasten. Es war ohnehin fast schon Tradition: Bei jedem Besuch hatte er heimlich Oscars gewaltige Brustmuskeln befummelt und sich gute fünf Minuten Zeit für eine ausgiebige „Massage“ genommen. Ein absolut himmlisches Gefühl. Um noch einmal Hand anlegen zu dürfen, nahm er auch bereitwillig ein paar blaue Flecken in Kauf. Ohne zu zögern, krallten sich seine Hände als Erstes zielsicher in Oscars breite Hüften.



      Draußen vor dem Zimmer, wo Livius und Rhys gerade dabei waren, sich brüderlich in die Haare zu kriegen, tauchte plötzlich noch jemand auf. Ohne Vorwarnung schnappte er sich die beiden Männer, nahm sie unerbittlich in den Schwitzkasten und zerrte sie kurzerhand in Richtung des Krankenzimmers.
      „Dass ihr hier so entspannt rumsteht, heißt wohl, die Babys sind wieder wach!“, stellte er bestens gelaunt fest. Ihm fiel ein riesiger Stein vom Herzen. Wären die drei Jungs nicht mehr aufgewacht, hätte man ihm garantiert ewig die Schuld in die Schuhe geschoben, nur wegen dieses dämlichen Spiels vorhin. Dabei war Mason inzwischen fest davon überzeugt, dass sich die drei auf der Insel einfach nur irgendeinen giftigen Dreck reingezogen hatten. Pilze, sie hatten bestimmt die regenbogenfarbigen Pilze gegessen, Oscar war es am meisten zuzutrauen. Mit übersprudelnder Selbstsicherheit und einem breiten Grinsen drückte er Livius und Rhys an sich, als wären sie engste Blutsbrüder.
      „Ihr wagt es doch nicht, einen armen, wehrlosen und angeschossenen Mann von euch zu stoßen, oder? Also ab mit euch ins Zimmer. Eure Söhne warten schon! Ach ja und mein Ex-Verlobter!“



      Doch mit Masons gespielter Coolness war es augenblicklich vorbei, als er das Krankenzimmer betrat. Ein völlig absurdes Bild bot sich ihm: Mehr als drei Leute plus Russell setzten sich mit Leibeskräften gegen Oscar zur Wehr und versuchten ihn niederzuringen – bewaffnet mit Beruhigungsspritzen.
      „SPRITZT NICHTS IN DIE KUH, ER IST SENSIBEL UND BEKOMMT SCHNELL AUSSCHLAG! AUSSERDEM HAT ER ANGST VOR NADELN!“, brüllte Mason, der in seiner Panik alles komplett falsch verstand. Ohne zu zögern, stürzte er sich ins Getümmel, um der Krankenschwester die Nadel zu entreißen.



      „Mr. Rose – das ist eine Beruhigungs–!“, protestierte die Schwester und versuchte ihn abzuwehren. Doch noch bevor sie den Satz beenden konnte, nahm das Unheil seinen bizarren Lauf. Die Nadel bohrte sich direkt in Oscars mächtige Brust. Genauer gesagt: zielsicher in seine Brustwarze.Mason blinzelte und zog langsam eine Augenbraue hoch. Sogar Russell ließ abrupt von dem Hünen ab und kratzte sich nur noch verwirrt am Kopf, während die Spritze grotesk an Oscars Brustwarze auf und ab wippte.Mason seufzte tief und strich der völlig perplexen Krankenschwester tröstend über den Rücken. „Tja, dafür fliegst du garantiert hochkant raus“, stellte er trocken fest. Dann trat er rasch einen Schritt zurück, um Rhys und Livius den Weg freizumachen. „Er ist wirklich groß geworden, unser Oscar, was?“, flötete er, wechselte blitzschnell das Thema, klopfte Oscar behutsam am Hintern und schlenderte dann seelenruhig hinüber zu Raimondo und Liam.

      Mit einem eleganten Satz hüpfte Mason direkt zu Liam aufs Bett und zog Raimondo gleich mit sich. Völlig ungeniert schnappte er sich Liams Hand und schüttelte sie mit voller Kraft durch. „Schön, dich endlich mal in Farbe und bunt zu sehen, mein lieber Waschbär! Echt unfassbar, dass du der leibliche Sohn von unserem stalkenden Eichhörnchen bist!“, sprudelte es völlig fasziniert aus ihm heraus, während er Raimondo ein kurzes Grinsen zuwarf. „Ich bin übrigens Mason! Der Typ, der dir kleinem Pupsi draußen immer netterweise Essen hingestellt hat, wenn du mal wieder hungrig aussahst und der Mülleimer nichts hergab!“ Er hatte eben schon immer einen Draht zu Kindern. Sein schlangenhaftes Grinsen wurde eine Spur schärfer. „Wusstest du eigentlich, dass ich wegen deinem Papa hier liege? Er hat mich eiskalt angeschossen – hätte fast das Zeitliche gesegnet! Der Kerl war echt der absolut krasseste Badass in unserer alten WG. Willste die Wunde sehen?“Ohne überhaupt eine Antwort abzuwarten, riss er sein Shirt hoch und präsentierte stolz seinen dicken Verband. „Hab's ihm aber schon verziehen. Sowas kann im Eifer des Gefechts ja mal passieren. Als kleine Revanche hab ich dafür einfach sein Auto mit Windeln dekoriert. Wäre er kein Freund von mir würde er schon längst an einem Galgen hängen, aber hab den Typ echt lieb.“



      Masons Wunde pochte noch immer unangenehm. Der Vorfall lag zwar schon etwas zurück, aber eine Schusswunde schüttelte man nun mal nicht einfach so aus dem Ärmel. Auch wenn er buchstäblich durch Zauberhände vor dem Tod bewahrt worden war – es bescherte ihm immer noch eine Gänsehaut, wenn er darüber nachdachte, was... oder vielmehr wer ihn da eigentlich gerettet hatte.„Wisst ihr, das ist so ungerecht – ihr werdet hier alle von eurer Familie betüddelt, und bei mir lässt sich weder Lin blicken noch meine Prinzessin. Niemand bringt mir meine Schlangen ans Krankenbett, das ist doch echt ein Trauerspiel!“, jammerte er urplötzlich los und sprang wieder auf. Dramatisch deutete er auf den Strauß, der drüben bei Janon stand. „Wo sind eigentlich MEINE Blumen? Raimondo, bring mir doch morgen welche mit. Einfach so als kleine Entschädigung für mein Leid! Das wäre super!“

      „Blumen...?“ Eine leise, krächzende Stimme durchbrach unvermittelt das Chaos im Zimmer und ging in der allgemeinen Lautstärke fast unter. Janon war aus seinem schweren Traum erwacht. Sein Kopf fühlte sich bleiern an, so schwer wie schon lange nicht mehr und er blinzelte mühsam, um sich an das helle Licht zu gewöhnen. Brad drückte Janons Hand mit einem breiten Grinsen. „Wird ja auch Zeit. Du bist der Letzte!“, freute er sich und auch Russell ließ endlich von Oscars Hintern ab, um erleichtert an das Bett seines Kumpels zu treten.Doch Janon registrierte die Gesichter um sich herum im ersten Moment überhaupt nicht. Sein Blick heftete sich wie magisch an die bunten Blumen auf dem Nachttisch. Jede einzelne Blüte war einzigartig, in einer anderen Farbe leuchtend und von woandersher stammend – ein unglaublich kunstvoller, aufwendiger Strauß.



      „Mhm! Du hast echt jeden Tag frische Blumen bekommen, obwohl er arbeiten musste. Sogar dein Bruder war hier! Ich fand das mega rührend... während ich nicht mal eine mickrige Kaffeebohne oder einen feuchten Händedruck abkriege! Wenigstens war Rhys da, um mich ein bisschen über diese fehlende Liebe hinwegzutrösten. Wobei er seinem eigenen Söhnchen ja auch keinen feuchten Händedruck verpasst. Aber ich versteh schon, er ist eben so schüchtern wie meine Prinzessin.“Mason musste den Namen gar nicht laut aussprechen. Janon wusste sofort, wer jeden Tag an seinem Bett gesessen hatte. Es war der Mann, bei dem er in seinem Traum tagelang gefangen gewesen war – und dem er innerlich noch immer nicht entfliehen konnte. Wie hypnotisiert starrte er auf die Vase. Plötzlich bildete er sich ein, genau jene Hand wieder auf seiner Haut zu spüren, die ihn im Koma gehalten hatte. Er sah genau vor sich, wie dieser Mann ihn anlächelte, bevor sein Blick langsam zu Liam glitt und auch ihn mit diesen bizarren grün betrachtete. Eventuell...hatte auch er...auf einer eigenartiger Art und Weise den Traum beeinflusst? Janon bekam wieder Gänsehaut.



      Stumm starrte er an die Decke. Angesichts der Vase regte sich in ihm weder Wut noch Ekel. Da sein Verstand ohnehin noch benebelt war, beschloss er, die Situation vorerst einfach hinzunehmen. Er verstand es jetzt besser. Er hatte noch keinen Ausweg gefunden – weder im Traum noch in der Realität. Die Blumen ließen sich nicht ignorieren. Sie waren der unumstößliche Beweis, dass er ab sofort an sich arbeiten musste. Er musste sich verändern... musste noch schlimmer werden.Sogar Mason fiel auf, wie unheimlich ruhig Janon blieb. Unglaublich, was zwei Wochen im Koma mit einem Menschen anstellen konnten. Ohne weiter darüber nachzudenken, machte Mason es sich auf Janons Bett bequem und stibitzte ungefragt den Tee, den Brad sich eigentlich gerade aufgebrüht hatte. Brad und Russell bedachten ihn nur mit einem irritierten Stirnrunzeln.
      „Ihr drei habt echt 'ne Menge durchgestanden. Gott sei Dank haben wir hier Top-Ärzte. Bestimmt dauert es nicht mehr lange, bis ihr wieder rausdürft!“, warf Mason als aufmunternde Worte in den Raum.


      Es dauerte ein paar Minuten, bis wieder etwas Ruhe einkehrte und Janons Blick nach vorne glitt – dorthin, wo Oscar und Liam sich befanden. Er überblickte die Situation noch nicht ganz und wusste nicht genau, wer der Fremde an Liams Seite war. Doch... auch wenn sich keine Miene in seinem Gesicht regte, fiel ihm im Inneren ein gewaltiger Stein vom Herzen als er sah, dass die beiden wohlauf waren. Vor allem Liam, der so viel hatte durchmachen müssen. Mühsam versuchte Janon sich aufzusetzen. Überraschenderweise fühlte er sich gar nicht so elend, nur furchtbar kraftlos.Sein Blick richtete sich auf Russell und Brad. „Packt meine Sachen zusammen. Ich bin heute Abend hier raus“, bestimmte er trocken. Brad riss verblüfft die Augenbrauen hoch. „Ich glaub, du solltest lieber warten, was die Weißkittel dazu sagen, Bro. Sonst endest du noch wie unser Riese drüben mit 'ner Nadel im Nippel.“Janon zuckte nur unbeeindruckt mit den Schultern. „Gehört der Schuppen hier nicht der Rose-Familie? Ich werd's schon rausschaffen.“



      Mit einem ohrenbetäubenden Knall flog die Tür ein weiteres Mal auf; die Wucht riss sogar ein gerahmtes Anatomiebild von der Wand. Schwer atmend stürmte Travis herein. Als sein Blick auf Janon fiel, gefror er förmlich zur Salzsäule. Im nächsten Moment brachen alle Dämme und ein Sturzbach aus bitteren Tränen ergoss sich über sein Gesicht. Mit seiner schmächtigen Statur wirkte er in diesem Moment wie ein kleiner Grundschüler, der endlich seinen großen Bruder wieder in die Arme schließen durfte.„JANON! DU BIST AM LEEEBEN!“, kreischte er völlig außer sich vor Freude, während er Rotz und Wasser heulte.



      Alle Beherrschung war dahin. Travis rannte blindlings auf das Bett zu, warf sich mit vollem Karacho auf Janon und riss ihn fast von der Matratze. Mason, der danebensaß, quiekte spitz auf, als er sich den gerade geklauten, heißen Tee über die Klamotten kippte. „ICH HAB ECHT GEDACHT, ICH SEH DICH NIE WIEDER! UND DAS ALLES NUR, WEIL DIESER BESCHEUERTE ROTAFFE DA DRÜBEN MIT DIR IN DEN URLAUB WOOOLLTEEEE!“ Travis klammerte sich dermaßen an Janon, dass dieser gezwungen war, ihn mit sanfter Gewalt auf Abstand zu halten, um nicht im Krankenbett erdrückt zu werden. Nach außen hin schluchzte Travis herzzerreißend, doch aus den Augenwinkeln warf er Liam einen vernichtenden, knurrenden Blick zu. Er verabscheute ihn aus tiefstem Herzen. Für Travis war Liam an diesem ganzen Desaster schuld.
      Während Janon von Travis in Beschlag genommen wurde, witterte Russell seine eigene Chance. Wie eine diebische Elster hatte er nämlich noch ganz andere Schätze im Raum ausgemacht. Leise pfeifend schlenderte er auf Livius zu, musterte ihn ungeniert von Kopf bis Fuß und schnipste plötzlich wissend mit dem Finger.„Ey, Janon. Ist das nicht dieser... Bulle? Also, hehe... DER Bulle mit den besonders interessanten Techniken und den flauschigen Handschellen?“, fragte er mit einem extrem breiten Grinsen und rückte dem Mann gefährlich auf die Pelle. Wow. Bisher hatte Janon ja eigentlich immer nur diese Minimänner abgeschleppt, aber seit Oscar ging es mit seinem Geschmack steil bergauf. Kumpelhaft legte Russell Livius einen Arm um die Schultern.„Habt also Nummern getauscht, was? Hab ein bisschen in seinen Kontakten gestöbert, während er hier im Koma lag. Wie sieht's aus... willst du meine Nummer vielleicht auch haben?~“




      Janons Augenbraue zuckte. Mit einem Mal schubste er Travis von sich, der sich über Janons männliche Kraft jedoch nur freute. Das zeigte ja schließlich, dass er wieder voll und ganz am Leben war! „Du hast... was?!“, raunte er ziemlich tief und sah kurz zu Liam, blickte dann aber nur schnell wieder weg. Scheiße, konnte Russell nicht mal seine Fresse halten? Aber dieser schmiegte sich nur noch mehr an Livius und flüsterte ihm was ins Ohr. „Hab eure Chats gelesen. Ziemlich wild, muss ich sagen! Würde mich auch gern Mal von dir einsperren lassen.“
      Brad brach in lautes Gelächter aus. Er fand die ganze Situation herrlich amüsant, auch wenn Janon dabei sichtlich Höllenqualen litt. Aber ein bisschen Schocktherapie war genau das Richtige, um dessen Lebensgeister wieder vollständig zu wecken. Grinsend richtete Brad seinen Finger auf Rhys.„Russell, du hast da wen übersehen. Das ist doch dieser sexy Doktor. Erinnerst du dich noch an diese heiße Dreiergeschichte? Wie war das noch gleich, Bro? Frische unser Gedächtnis mal auf.“ Verspielt streckte Brad die Zunge aus und zwinkerte sogar den etwas depressiv aussehend Arzt zu.



      Ruckartig setzte Janon sich kerzengerade auf, als wäre er nie schwach gewesen. Oder besser gesagt: Die pure Wut trieb ihn an. Mit völlig zersausten Haaren und funkelndem Zorn in den Augen starrte er seine Freunde an. Konnten die nicht einfach mal die Klappe halten? Zu allem Überfluss sah er genau, wie nun auch Brad anfing, Rhys schöne Augen zu machen. Die zwei benahmen sich wie rattige Biester!„Fresse!“, zischte Janon genervt. Er hatte absolut keinen Nerv darauf, vor versammelter Mannschaft mit seinen Bettgeschichten konfrontiert zu werden. Russell und Brad brachen daraufhin nur in noch lauteres Gelächter aus. Mission erfüllt: Janon war wieder ganz der Alte.



      Mason schlug daraufhin so heftig mit der Faust auf den Tisch, dass die wunderschöne Vase umkippte und klirrend in tausend Scherben zersprang. „Hey, warum lasst ihr eigentlich den heißen Multimilliardär unter den Tisch fallen?! Den Typen, der ein eigenes Boot hat, ein absoluter Gigolo ist und bei dem Dreier nicht nur mitgemacht, sondern das Ganze überhaupt erst eingefädelt hat! Ich finde, ich habe hier definitiv auch eine Erwähnung verdient!“


      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Liam Petrow
      Rhys Bell & Livius Petrow & Raimondo Mount

      Der hitzige Streit der beiden Brüder wurde auf absurder Weise unterbrochen, ausgerechnet Mason Rose der Bett ruhe halten sollte und gerade noch knapp dem Tod entronnen war, mischte sich jetzt hier ein!
      Fassungslos blieb Rhys die Stimme weg als er das grinsen auf denn Lippen von Mason sah. Er hatte ihn extra besucht damit sich der Multimillionär nicht langweilte und irgend einen Mist anstellte das seine Genesung gefährden könnte....Doch nun stand er hier!



      "Ihr wagt es doch nicht, einen armen, wehrlosen und angeschossenen Mann von euch zu stoßen, oder? Also ab mit euch ins Zimmer. Eure Söhne warten schon! Ach ja und mein Ex-Verlobter!“

      Livius versteifte sich augenblicklich. Ein Ausdruck purer Abneigung huschte über das Gesicht des Polizisten. Er mochte Mason Rose nicht. Überhaupt nicht! Wenn es nach Livius ginge, hätte er diesen perversen besti seines Älteren Bruder mit Vergnügen in Handschellen abgeführt, anstatt sich von ihm wie ein bester Kumpel umarmen zu lassen. Doch Mason war schnell und sein loses Mundwerk noch schneller.
      "Uuurgh...Jetzt macht er auf cool...."



      Rhys wollte sich auch Instinktiv wehren, er wollte nicht in das verdammte Zimmer aber seine ärztliche Intuition wurde ihm zum Verhängnis. Er spürte, dass Mason sich beim Ziehen anstrengte, und Rhys wusste genau um den kritischen Zustand dieses Mannes... Mason war erst vor Kurzem noch mal operiert worden. Wenn Rhys ihn jetzt grob von sich stieß, riskierte er, dass Masons Nähte rissen. Mit einem tiefen, widerwilligen Knurren gab der Arzt nach und ließ sich von seinem alten Freund über die Schwelle des Krankenzimmers ziehen....

      Das Bild, das sich ihnen dort bot, war das pure Chaos. Oscar tobte. Ein Arzt und Russell hatten alle Mühe, den massigen Ex-Häftling auf dem Bett zu halten. Eine Krankenschwester näherte sich gerade mit einer aufgezogenen Beruhigungsspritze.Oscar, der wie ein wildes Tier um sich schlug, sah zur Tür. Sein wutverzerrter Blick fiel auf Mason, der gerade breit grinsend den Raum betrat. Oscars Laune, ohnehin schon auf einem absoluten Tiefpunkt, schlug in nackte Feindselige Panik um.
      "Fuck, nicht der Irre---", setzte Oscar an.
      Seit der Heini die Mafia von Bahri übernommen hatte war aus mit Oscars entspannter Zeit....Dieser Typ gab immer total dummes Zeug von sich und er war auch gewiss Schuld das dieser Pinkhaarige Zwerg sich an ihm vergangen hatte!

      Doch Mason mischte sich schon Lauthals ein als ging es hier gerade um sein eigenes Kind.
      "SPRITZT NICHTS IN DIE KUH, ER IST SENSIBEL UND BEKOMMT SCHNELL AUSSCHLAG! AUSSERDEM HAT ER ANGST VOR NADELN!"
      Zwar hatte Oscar ganz sicher keine Phobie was Spritzten betraf, weswegen die Reaktion viel zu übertrieben war...Scharf war er trotzdem nicht darauf!
      Doch das war das geringste Problem...
      Mason Rempelte die Krankenschwester an beim versuch ihr die Spitze wegzunehmen...Mit verheerende Folgen.
      Die Nadel, die eigentlich sicher in den großen Deltamuskel an Oscars Oberarm oder in seinen Oberschenkel hätte gleiten sollen, wurde durch den Stoß unkontrolliert abgelenkt. Mit einem hässlichen Ruck bohrte sich die spitze Kanüle tief in Oscars nackte Brust, direkt und schonungslos in seine Brustwarze.
      ". . . . HÄH?!"



      Das Gewebe der Brustwarze ist ein hochsensibles Nervenzentrum, durchzogen von hunderten feinsten, schmerzempfindlichen Rezeptoren. Der Stich fühlte sich an, als hätte man ein glühendes Messer direkt in einen offenen Nerv gerammt. Ein blendender, elektrisierender Schmerz schoss durch Oscars gesamten Brustkorb und ließ ihm buchstäblich die Luft wegbleiben. Sein ganzer Körper verkrampfte sich in einem plötzlichen, heftigen Schockzustand.Und noch während Oscar in dieser Schockstarre gefangen war, drückte die zitternde Schwester reflexartig den Kolben durch.
      Obwohl Oscar ein großer Freund von schmerzen war, konnte er gerade nicht einschätzten ob er gerade direkt in ein Orgasmus katapultiert wurde oder diese Stimulierung echt unangenehm war...Als würde man direkt ohne Vorspiel auf sein Empfindlichen Punkt reinhämmern!! Vor mehren Augenpaare!
      Livius, der das Drama an der Tür mit ansah, riss sofort die Hand hoch und presste sie sich schützend vor die eigene Brust und vors Gesicht. er spürte bei dem Anblick starke Phantomschmerz.
      "Uha... autsch....", murmelte Livius und wich einen Schritt zurück. Allein beim Zusehen zog sich ihm alles zusammen.



      Die Wirkung der Spritze ließ nicht lange auf sich warten. Weil das Gewebe dort so stark durchblutet war, raste das Medikament beinahe augenblicklich in Oscars Blutbahn. Der rasende Schmerz wurde abrupt von einer bleiernen, unnatürlichen Hitze abgelöst. Es fühlte sich an, als würde man flüssigen Zement in seine Adern pumpen. Sein Verstand, der eben noch auf pure Flucht und Wut sprudelte, wurde in dichten, zähen Nebel gehüllt. Die Muskelspannung fiel rapide ab.... Oscars riesiger Körper erschlaffte. Schwer und willenlos sank er in die Kissen zurück, die Augen nur noch halb geöffnet, während die Realität um ihn herum weich und verschwommen wurde.

      "Er ist wirklich groß geworden, unser Oscar, was?"

      Rhys hatte das Spektakel vollkommen ausdruckslos beobachtet. Keine Miene hatte sich in seinem Gesicht verzogen...Sein Sohn war wohl immer noch so wie Früher.
      Sein müder Blick glitt über den massiven Körper seines Sohnes, der nun wehrlos auf dem Bett lag nachdem Mason ihm wie eine echte Kuh auf sein Hinterteil getätschelt hatte.



      Ja... Oscar war gewaltig geworden....
      Nachdem sein Sohn nicht mehr wollte das er ihm im Gefängnis besuchte, war es wirklich eine längere Zeit gewesen das er ihn nicht mehr Persönlich getroffen hatte.
      Es war schon beinahe bitte Ironie das Oscar die Blonden Haare seines verstorbenen Vaters geerbt hatte...
      Oscar hatte jedoch nichts von der schmalen, kleinen Statur seines Großvaters geerbt. Er kam ganz nach seiner feurigen, wilden Großmutter.
      Die sich womöglich irgendwo auf der Anderen Seite der Weltkugel befand oder sogar schon unter der Erde.
      Sein Ältester Sohn strafte ihn mit vieler Hinsicht mit sein Verhalten...
      Er war zu einem Bären von einem Mann herangewachsen, muskelbepackt und voller roher Kraft. Doch genau dieser Anblick schnürte Rhys das Herz zu.
      Was brachte all diese körperliche Überlegenheit? Oscar hatte keine Schulbildung, keinen Abschluss, dafür aber eine dicke Strafakte. Mit dieser Statur und seinem explosiven Temperament war er geradezu gemacht als Schläger für die Mafia zu enden oder irgendwann von Drogen zerfressen in einer Gosse zu sterben. Rhys fürchtete um das Leben seines Sohnes, doch er war unfähig, diese Angst in etwas anderes als eisige Ablehnung zu verwandeln....
      Das schlimmste aber war für Rhys das Oscar damit auch sein Jüngsten Sohn gewiss ein Vorbild gewesen ist und dieser das selbe Schicksal erleiden würde.
      Egal war Rhys tun oder sagen würde...Es war Hoffnungslos...

      Währenddessen stand Livius unbeholfen und deplatziert im Raum. Sein Blick huschte nervös hin und her.... Eigentlich wollte er sofort zu seinem Adoptivsohn Liam eilen, um ihn in die Arme zu schließen. Doch dort saß Raimondo, Liams leiblicher Vater, der gerade in Tränen aufgelöst eine zutiefst emotionale wieder Zusammenführung mit seinem Jungen feierte. Livius brachte es nicht übers Herz, diesen intimen, zerbrechlichen Moment der beiden zu ruinieren...etwas, das Mason zweifellos gleich übernehmen würde.Aber so einfach schweigend neben seinem abweisenden Bruder Rhys stehen zu bleiben, hielt Livius auch nicht aus. Er musste irgendetwas tun!
      Er, der Polizist, der seinen eigenen Neffen in Handschellen abgeführt hatte, trat zögerlich an Oscars Bett. Er wusste nicht, wie er mit diesem wilden Jungen reden sollte.
      Räuspernd kratzte sich Livius am Hinterkopf.
      "Hast du... Hunger...?", setzte er völlig unbeholfen und leise die Frage an. Er liebte essen und er wusste von früher das Oscar als er noch klein war einiges an Essen verdrücken konnte!
      "Wir können euch sicher gleich noch was aus der Cafeteria holen."
      Oscar blinzelte schwerfällig. Das Beruhigungsmittel summte laut in seinem Schädel. Er wollte Livius eigentlich anschreien, ihm sagen, er solle sich verpissen!
      Doch seine Zunge fühlte sich an wie ein nasser, schwerer Waschlappen..... Sein ganzer Körper kribbelte merkwürdig. Es fühlte sich an, als wäre er gerade massiv begrapscht worden. Als hätten tausend fremde, aufdringliche Hände seine Brustmuskeln und Hüften durchgeknetet....
      Er hatte zum ersten mal in seinem Leben kein Appetit....Das Krankenhaus vergraulte ihm sowieso den Hunger.
      Doch bevor der Polizist auch nur auf die Idee kommen konnte, nach einem Sandwich oder einem Schokoriegel zu suchen, schritt Rhys ein.
      "Er bekommt jetzt absolut nichts zu essen, Livius.", schnitt Rhys mit einer scharfen, geradezu eisigen Autorität dazwischen.
      "Er hat sich gerade selbst extubiert und eine hochdosierte Beruhigungsmittel im Blut. Sein Schluckreflex ist massiv eingeschränkt. Wenn du ihm in diesem Zustand Nahrung gibst, rutscht sie ihm direkt in die Luftröhre. Er würde im schlimmsten Fall an seinem eigenen Essen ersticken."
      Livius's Gesicht rötet sich augenblicklich. Der ständige, belehrende und arrogante Ton seines Bruders brachte sein Blut zum Kochen. Es war doch nur eine menschliche, gut gemeinte Geste gewesen! Er wollte dem Jungen doch nur helfen!
      Wütend fuhr Livius zu Rhys herum und zischte sarkastisch: "Oh, tut mir Leid! Der Oskar-nominierte, gekrönte Arzt weiß es natürlich wieder mal besser!"
      Rhys schloss für einen Moment die Augen, rieb sich den Nasenrücken und seufzte tief und gereizt auf, als wäre Livius ein unbelehrbares Kleinkind.
      "Ärzte erhalten keine Oscars für ihre Leistungen, sondern den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin", erwiderte Rhys staubtrocken und ließ Livius’ Beleidigung völlig an sich abprallen. Sein Blick wurde noch eine Spur kälter, als er seinen Bruder fixierte. "Aber um zu begreifen, dass man einem sedierten Patienten kein Essen in den Rachen stopft, braucht man keinen Preis. Dafür reicht im Normalfall schlichter, gesunder Menschenverstand."
      Oscar knurrte bei dem gezicke der beiden, er verstand kein Wort...! Sein Vater war mal wieder ein störrischer Stock. Er wartete nur darauf das er ihm den Satz: Ich-habs-dir-doch-gesagt raus haut um ihn genau wie sein Onkel zu belehren...


      Raimondo zuckte merklich zusammen und starrte fassungslos auf den exzentrischen Millionär, der völlig ungefragt und mit der Eleganz eines Flummis direkt zu ihnen aufs Bett gehüpft war. Die innige, zerbrechliche Vater-Sohn-Vereinigung wurde in einer einzigen Millisekunde pulverisiert.
      Liam blinzelte völlig überrumpelt. Er hatte mit einem halben Ohr den erbitterten Streit zwischen Oscars Vater und Livius mitverfolgt und sich ernsthaft gefragt, was für ein massives Kriegsbeil die beiden da gerade ausgruben?!
      Er kannte seinen Adoptivvater Livius eigentlich nur als absoluten Sonnenschein, der stets fröhlich und ausgleichend wirkte. Ihn derart streitsüchtig und bissig zu erleben, war völlig neu und ziemlich irritierend.
      "Schön, dich endlich mal in Farbe und bunt zu sehen, mein lieber Waschbär! Echt unfassbar, dass du der leibliche Sohn von unserem stalkenden Eichhörnchen bist!“
      Doch nun wurde Liams gesamte Aufmerksamkeit gewaltsam auf den Mann gelenkt, der ihm gerade mit geradezu beängstigendem Enthusiasmus die Hand schüttelte. Als Masons Gesicht in sein Sichtfeld rückte, schoss eine schlagartige Leere in Liams Kopf. Alle logischen Gedanken setzten aus, bis auf eine einzige, hämmernde Erkenntnis, die in Neonbuchstaben in seinem Verstand aufleuchtete: Der Ex-Verlobte von Janon!



      Irritiert ließ er seine Hand schütteln und versuchte verzweifelt, die absurden Bezeichnungen zu verarbeiten. Waschbär? Und hatte er Raimondo gerade ernsthaft ein stalkendes Eichhörnchen genannt? "Ähm... sehr erfreut?", nuschelte Liam heiser und noch immer völlig benommen, während Mason einfach munter weiterplapperte. Neben ihm spürte Liam förmlich, wie Raimondo zu einer dunklen Gewitterwolke mutierte und sich sein Gesicht bedrohlich verfinsterte.

      "Ich bin übrigens Mason! Der Typ, der dir kleinem Pupsi draußen immer netterweise Essen hingestellt hat, wenn du mal wieder hungrig aussahst und der Mülleimer nichts hergab!"

      Dass Mason sich allen Ernstes brav vorstellte, fand Liam fast schon komisch. Wer wusste bitte nicht, wer der Multimillionär Mason Rose war? Auch wenn Liam kaum Fernsehen schaute oder Klatschzeitschriften las, war dieser Name ihm definitiv ein Begriff.Doch als Mason beiläufig erwähnte, dass er ihm früher immer Essen an den Mülleimer gestellt hatte, wenn er hungrig aussah, gefror Liam kurz das Blut in den Adern.
      Plötzlich flackerten alte Erinnerungen auf.... Die harte Zeit auf der Straße, nachdem er mal wieder aus dem Waisenhaus abgehauen war... Er erinnerte sich tatsächlich an höchst sonderbare Erlebnisse. Immer wieder hatte er völlig unberührtes, hochwertiges Essen in der Nähe seiner Schlafplätze gefunden. Er hatte damals naiv geglaubt, die Leute in diesem Viertel wären einfach nur dumm, so kostbares Essen achtlos wegzuwerfen.



      ...Und dann waren da manchmal diese Schachteln mit Kondomen gewesen... Liam hatte immer felsenfest geglaubt, das wäre Janon gewesen, der sich einen richtig miesen, geschmacklosen Scherz mit ihm erlaubte! Dass aber dieser weltberühmte Mason Rose ihn schon so lange zu kennen schien... Das hinterließ einen extrem bitteren Beigeschmack. Der Gedanke, dass Mason offensichtlich nicht die einzige Person war, die ihn in all den Jahren aus dem Verborgenen heraus heimlich beobachtet hatte, jagte Liam einen unangenehmen Schauer über den Rücken. Wie viele Augen hatten noch auf ihm geruht?
      Doch bevor Liam das auch nur ansatzweise verdauen konnte, ließ Mason völlig ungeniert die nächste Bombe platzen.

      "Wusstest du eigentlich, dass ich wegen deinem Papa hier liege? Er hat mich eiskalt angeschossen – hätte fast das Zeitliche gesegnet! Der Kerl war echt der absolut krasseste Badass in unserer alten WG. Willste die Wunde sehen?"



      Liams Blick schnellte unsicher und absolut schockiert zu seinem leiblichen Vater, den er gerade erst wiedergefunden hatte. Diese Information schlug ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel! Allein die Vorstellung löste in Liam einen heftigen Schauder aus. Sein Papa... ein knallharter Badass, der Leute über den Haufen schoss?! Das passte so gar nicht zu dem weinenden, sanften Mann, der ihn gerade noch so liebevoll im Arm gehalten hatte.



      Ohne überhaupt auf eine Antwort zu warten, schob Mason auch schon sein Hemd hoch. Zum Glück sah Liam nur einen dicken, weißen Verband und keine klaffende Wunde. Doch der Ausdruck auf Raimondos Gesicht war in diesem Moment wahrlich zum Fürchten. Als galten die ganze Worte ihm Persöhnlich.... Seine Augen verengten sich zu gefährlichen, kalten Schlitzen, und er murmelte leise, beinahe wie ein groteskes, finsteres Fluchen: "...Hätte ihn doch bloß erschossen...."
      Den Rest verstand Liam kaum, weil Raimondo es so wütend und leise vor sich hin nuschelte.




      "Hab's ihm aber schon verziehen. Sowas kann im Eifer des Gefechts ja mal passieren. Als kleine Revanche hab ich dafür einfach sein Auto mit Windeln dekoriert. Wäre er kein Freund von mir würde er schon längst an einem Galgen hängen, aber hab den Typ echt lieb."
      Und Mason... hatte es ihm einfach verziehen?! Als Rache nur ein mit Windeln dekoriertes Auto?Liam wusste wirklich nicht, was ihn an dieser ganzen Situation mehr schocken sollte. Dieser Mason war absolut sonderbar! Ein Irrer auf einem ganz eigenen, unerreichbaren Level.
      Raimondo holte tief Luft und zwang sich schließlich zu einem zynischen, eiskalten Lächeln, das so gar nichts mit der väterlichen Wärme von vor wenigen Sekunden zu tun hatte. "Oh, da habe ich ja Glück gehabt, alter Freund...", ließ Raimondo die Worte triefend vor Sarkasmus fallen.
      "Ich hoffe doch, dass du auch Matt verzeihst, der heult mir nämlich schon die Ohren voll, dass du endlich das Videomaterial auf der Insel löschen sollst...Er will nicht das seine Worte an Simon weiter getragen werden.", ließ er beiläufig, aber mit unmissverständlichem Nachdruck in der Stimme verklingen.



      Am liebsten hätte Raimondo diese arrogante Prinzessin und ihren Vater auf diesen Insel verrotten gesehen...Denen eine Lektion zu erteilen war vergebene Lebensmüde und am Ende schnitt man sich nur ins eigene Fleisch! Es war ihm ein Rätsel wie Rhys oder andere Personen schafften so lange die selbe Luft mit ihm zu Atmen?!

      "Wo sind eigentlich MEINE Blumen? Raimondo, bring mir doch morgen welche mit. Einfach so als kleine Entschädigung für mein Leid! Das wäre super!“

      Liam starrte sprachlos zwischen den beiden Männern hin und her. Es erstaunte ihn zutiefst, dass jemand wie Mason Rose wirklich nur ein paar läppische Blumen als Entschädigung für eine lebensgefährliche Schusswunde einforderte. Irgendwie beschlich Liam das absurde Gefühl, dass die Väter hier alle einen ganz besonderen, völlig verdrehten Draht zueinander hatten – eine verrückte, gefährliche Welt für sich, in der völlig andere Regeln galten.
      Doch dann schlug endlich Janon seine Augen auf!
      Dabei merkte Oscar wie endlich das begrabbelnde Gefühl nachgelassen hatte, genau in dem Moment als sich diese fremden Rothaarigen Typen zu Dornröschen Janin gewendet hatte...Erst jetzt checkte Oscar das die Typen alle Rothaarig waren...War das irgendwie Janons Fetisch?!
      Liam merkte wie er selbst wieder unruhiger wurde, Janon wo erschreckend ruhig...Fast hätte Liam darum gewettet das er genau wie Oscar ausflippen würde.
      Doch wenn sie bedachten...Was sie erlebt hatten.
      Liam traute es gar nicht es laut auszusprechen beim Beisein aller...Aber hatte so viele Fragen...

      "Ihr drei habt echt 'ne Menge durchgestanden. Gott sei Dank haben wir hier Top-Ärzte. Bestimmt dauert es nicht mehr lange, bis ihr wieder rausdürft!"
      Langsam lenkte sich ruhe ein...
      Obwohl Oscar nicht viel von Mason hielt war dessen Worte Grund genug das Rhys und Livius endlich aufhörten sich weiter zu bekriegen...
      Auch fuhr der Blonde langsam wieder runter.
      Sein Kopf brauchte noch etwas um alles zu verinnerlichen aber...Mason hatte recht.
      Sie hatten echt eine Menge durchgestanden.



      Oscar konnte nicht beurteilen ob es an diesem verdammten Beruhigungsmittel lag aber ihn selbst wurde die Gefahren die er gesehen und gespürt hatte deutlich bewusster.
      Er musste an Beni denken...Der einzige Typ aus diesen wirren Traum dem er noch nie zuvor in der echten Welt begegnet war.
      Auch wenn sein Aussehen ihm irgendwo her bekannt vor kam....er fragte sich ob dieser wirklich Real gewesen ist. Oder wie diese Bananos nur eine Fantasie Gestalt....
      Irgendwie hatte angefangen der Kerl zu mögen...
      Vielleicht weil noch durchgeknallter als er schien?
      Er hatte behauptet sie zu finden...Aber wenn dieses Trauerspiel zwischen Liam und seinem Alten mitbekam, fragte er sich ob es dauern würde bis er diesen wilden Welpen wieder sah.
      Vielleicht wäre er genau der richtige gewesen der Oscar in seiner Notlage helfen könnte....
      Sein kleiner Bruder hatte schon abgelehnt und die Leute die er kannte reichten nicht um sich mit den Sharks anzulegen.
      Kurz überlegte er sogar Mason um Hilfe zu bitten, der Millionär konnte sicher ein paar Hebel in Bewegung für ihn setzten. Auch wenn ihm diese ungeplante Auszeit auf der Insel und in diesem Koma zustand auf bizarrer weise ein wildes Abenteuer und Erfahrung war...Zugleich hat es ihm die Schlinge um sein Hals fester gezogen....Er würde drauf gehen und nicht auf die Geile-Art....

      "Packt meine Sachen zusammen. Ich bin heute Abend hier raus“
      Janon machte die wilde Ansage schon heute Abend das Krankenhaus zu verlassen!
      "Ich glaub, du solltest lieber warten, was die Weißkittel dazu sagen, Bro. Sonst endest du noch wie unser Riese drüben mit 'ner Nadel im Nippel.“
      Livius, der das Ganze fassungslos mit angehört hatte, schüttelte energisch den Kopf., wieso haute Janon immer direkt ab?!
      Doch bevor sich der Polizist deswegen einmischen konnte legte Rhys ihm tief seufzend die Hand an die Schulter.
      Es war keine Geste der innigen familiären Liebe, sondern vielmehr der müde Versuch eines erfahrenen Arztes, eine sinnlose Dibate zu stoppen.
      Er wusste nämlich schon jetzt das Janon nicht der einzige sein würde der dieses Krankenhaus einfach schon frühzeitig verlassen würde.
      "Es ist unvernünftig und hochgradig riskant", begann Rhys mit sein monton müdetonfall.



      "Aber juristisch und ethisch hast du nicht das geringste Mitspracherecht. Und seine behandelnden Ärzte haben es auch nicht."
      Livius starrte seinen Bruder an. "Was soll das heißen? Sie können ihn doch festhalten, bis er stabil ist?!"
      "Nein, können sie nicht", korrigierte Rhys ihn sofort, die Hand noch immer schwer auf Livius' Schulter.
      "Wir sind hier nicht im Gefängnis, Livius, das ist ein Krankenhaus. Das höchste Gut in der Medizin ist das Selbstbestimmungsrecht des Patienten. Janon ist volljährig. Er ist wach, er ist orientiert, und er ist offensichtlich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte....Andernfalls würde er nicht so präzise Anweisungen geben. Kein Arzt der Welt, kein Chefarzt und auch keine Polizei kann ihn gegen seinen ausdrücklichen Willen hier im Bett festbinden, es sei denn, er stellt eine akute, unmittelbare Gefahr für sich selbst oder andere dar, im Sinne einer Psychose oder akuten Suizidalität. Und das ist hier nicht der Fall."
      Rhys ließ die Hand sinken und steckte sie in die Tasche seines Kittels. Sein Blick verdunkelte sich, als er an seinen eigenen, dickköpfigen Sohn dachte, der sich ebenfalls gegen jede Hilfe wehrte.
      "Er muss lediglich einen Revers unterschreiben, eine Entlassung gegen ärztlichen Rat", erklärte Rhys bitter und resigniert weiter.
      "Damit bestätigt er schriftlich, dass er über alle lebensbedrohlichen Risiken aufgeklärt wurde und das Krankenhaus sowie die Ärzte von jeglicher Haftung befreit. Sobald seine Unterschrift auf diesem Papier steht, kann er aufstehen und gehen. Wenn ein erwachsener Mensch beschließt, eine medizinische Einrichtung zu verlassen, dann ist das sein gutes Recht. Selbst wenn diese Entscheidung dumm, fatal oder potenziell tödlich ist..."
      Rhys schlichte Ansicht in dem ganzen war folgende: Man konnte niemanden retten, der nicht gerettet werden wollte.


      Mit einem ohrenbetäubenden Knall, der selbst die hartgesottensten Nerven im Raum erschütterte, flog die Tür zum Krankenzimmer auf.

      "JANON! DU BIST AM LEEEBEN!“, kreischte Travis völlig außer sich vor Freude. Seine Stimme überschlug sich in schrillen, weinerlichen Tonlagen, während er buchstäblich Rotz und Wasser heulte.
      Vom gegenüberliegenden Nachbarbett aus beobachtete Liam die Szenerie.
      Eigentlich war Liam ein durch und durch liebevoller, nachsichtiger und freundlicher junger Mann, der Konflikten lieber aus dem Weg ging. Aber das hier? Das brachte etwas tief in ihm zum Brodeln....
      Liam spürte sofort, wie künstlich, wie übertrieben süßlich Travis sich hier inszenierte. Diese aufgesetzte, schrille Dramatik, dieses hilflose Klammern... es wirkte wie eine billige Seifenoper, nur um Janons volle, ungeteilte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und es funktionierte. Janon lag da, sichtlich genervt zwar, aber er ließ es geschehen.
      Ein unangenehmes, stechendes Gefühl von territorialem Unmut breitete sich in Liams Brust aus. Er verengte die Augen. Dieser z Typ mit den weinenden fetten Rehaugen ging ihm massiv gegen den Strich!

      "ICH HAB ECHT GEDACHT, ICH SEH DICH NIE WIEDER! UND DAS ALLES NUR, WEIL DIESER BESCHEUERTE ROTAFFE DA DRÜBEN MIT DIR IN DEN URLAUB WOOOLLTEEEE!“

      Der bescheuerte Rotaffe?!



      Die pure Ungerechtigkeit dieser Schuldzuweisung traf ihn tief. Er krallte seine Finger in die weiße Krankenhausdecke.... Er hatte auf dieser verdammten Insel fast sein Leben verloren, sein Verstand war von einem Monster gehäutet worden, er war gestorben! Und nun musste er sich von diesem überdrehten, falschen Zwerg, der Janon gerade wie ein territorialer Schoßhund belagerte, auch noch die Alleinschuld in die Schuhe schieben lassen?
      Liams Atem ging schneller. Ein finsteres Grummeln entwich seiner Kehle.... Er wollte etwas erwidern, wollte diesem falschen Kätzchen an Janons Hals die Meinung geigen, doch ein dicker Kloß aus aufsteigender Frustration verschnürte ihm die Kehle....

      Doch nutzt die Kameraden von Janon diesen Moment aus um sich auch denn Anderen Anwesend zu widmen.
      Der Polizist spürte sofort, wie sich die Atmosphäre verdichtete. In diesem Moment bereute Livius zutiefst, dass er sich heute freigenommen hatte. Wäre er doch bloß im Dienst geblieben!
      "Ey, Janon. Ist das nicht dieser... Bulle? Also, hehe... DER Bulle mit den besonders interessanten Techniken und den flauschigen Handschellen?“
      Livius weinte innerlich Tränen aus purer Verzweiflung........!!!
      ICH HABS VERKACKT!!!!




      Er erstarrte förmlich.... Dieser große Kerl wusste Bescheid! Er wusste exakt, was in jener verhängnisvollen Nacht zwischen Livius und Janon gelaufen war!
      Livius war absolut nicht stolz darauf. Er war damals schwach gewesen, seine rohen, animalischen Triebe waren komplett mit ihm durchgegangen, und er hatte sich von diesem unverschämten Boxer verführen lassen!
      Dass Janon diese intimen Details brühwarm an seine Kumpels weitergetratscht hatte...Verlor er jetzt sein Job?! Er war doch schon so oft durch die Polizei Prüfung durchgerasselt....! Aber dass dieser Typ jetzt Livius förmlich bedrängte...

      "Hab eure Chats gelesen. Ziemlich wild, muss ich sagen! Würde mich auch gern Mal von dir einsperren lassen.“
      Livius schlug das Herz bis zum Hals. Peinlich berührt und völlig überfordert suchte er flüchtig den Blick seines Bruders Rhys, in der sicheren Erwartung, dort nur noch mehr abgrundtiefe Verurteilung zu finden!
      Natürlich sah Liam das auch....Ein schwaches, beinahe geisterhaftes Lächeln mauerte sich auf seinem blassen Gesicht ein, während sein Blick urplötzlich erschreckend leer wurde.
      Natürlich.
      Natürlich hatte Janon vor seinen Kumpels damit geprahlt, es mit einem Polizisten getrieben zu haben. Dass dieser Polizist zufällig Liams Adoptivvater war, machte die absurde Grausamkeit dieser Situation nur noch perfekter. Dass diese Kerle aber jetzt auch noch vor seinen Augen die Nummer von Livius abgreifen wollten, ging einfach viel zu weit.
      "...Wow....", murmelte Liam leise in die drückende Stille hinein, den leeren Blick


      "...und ich durfte nicht mal meinen Suga Daddy behalten."
      Raimondo, der seinen Sohn gerade noch so glücklich im Arm gehalten hatte, blinzelte stark irritiert. Hatte er sich da gerade verhört? Was für ein... Suga Daddy?!
      Aber der Wahnsinn in diesem Zimmer hatte seinen Höhepunkt noch lange nicht erreicht. Denn nun mischte sich Brad ein.

      "Russell, du hast da wen übersehen. Das ist doch dieser sexy Doktor. Erinnerst du dich noch an diese heiße Dreiergeschichte? Wie war das noch gleich, Bro? Frische unser Gedächtnis mal auf."
      Rhys erstarrte zur Salzsäule. Im nächsten Moment schlug sich der respektable Arzt mit der flachen Hand so hart gegen die eigene Stirn, dass es klatschte. Verdammte Scheiße! Ein tiefer, heißer Scham stieg in ihm auf. Er knirschte mit den Zähnen. Das war alles Masons Schuld! Dieser irre Millionär hatte ihn in diese absurde Dreier-Situation verwickelt!



      Oscar hatte sich gerade mühsam auf die Ellenbogen hochgestützt, die Augenlider noch schwer, der Verstand benebelt. Doch Brads Worte drangen wie spitze Pfeile durch den Nebel in seinem Kopf.Oscars Kopf ruckte herum. Er starrte völlig verstört zu seinem Vater. Dann glitt sein fassungsloser Blick zu Janon.Sein strenger, verklemmter, ach-so-perfekter Alter... und... SEIN Bad Boy?!Ein verdammter Dreier?!
      Oscars Mundwinkel zuckten in einer Mischung aus medikamentöser Verwirrung und absolutem, traumatisiertem Ekel.


      "Hääh...?!", krächzte Oscar lallend und völlig entgeistert.
      Und...Sein Onkel?!
      Was zum Fuck...?!

      "Fresse!“
      Janon versuchte seine Kumpels zum schweigen zu bringen die ins laute Gelächter verfielen.
      Raimondo blinzelte irritiert. Er blickte von Livius' hochrotem Kopf zu Rhys' verzweifelter Gesicht, rüber zu dem lallenden Oscar und schließlich zu Janons wütendem Ausbruch. Die Luft im Raum knisterte förmlich vor peinlichen Enthüllungen und sexueller Spannung, die Raimondo absolut nicht greifen konnte.
      "Worum geht es denn hier eigentlich?", fragte der Lehrer verwirrt. Er fühlte sich, als wäre er in die Pointe eines extrem schlechten Insider-Witzes gestolpert, den alle verstanden, nur er nicht.




      Liam, dessen Herzschlag sich bei all diesen Enthüllungen über Janons Eskapaden schon gefährlich beschleunigt hatte, lehnte sich vorsichtig ein Stück zu seinem leiblichen Vater herüber. Die schreckliche, paranoide Vorstellung, dass Janon sich systematisch durch Liams gesamtes soziales Umfeld geschlafen haben könnte, ließ ihm keine Ruhe.
      "...Bitte sag mir... Nur eines...", flüsterte Liam heiser und sah Raimondo fast schon flehend an. "Du hast... nicht zufällig auch mit Janon...?"
      Raimondo sah seinen Sohn erst ungläubig an, bevor ein leichtes, amüsiertes Lachen aus seiner Brust grollte. Er hob abwehrend beide Hände, als wolle er die bloße Idee physisch von sich schieben. "Aber nein!", versicherte Raimondo kopfschüttelnd und sein Gesicht entspannte sich zu einem warmen Lächeln.
      "Ich bin in einer sehr glücklichen Beziehung. Ich stell ihn dir gerne bei Zeit vor."



      Er freute sich schon Franc seinen Sohn vorzustellen!
      Raimondo hatte ein gutes Gefühl das sich die beiden ganz sicher verstehen würden!
      Ein gewaltiger Felsbrocken fiel von Liams Herzen. Er atmete hörbar aus. Gott sei Dank! Wenigstens ein verdammter Mensch in diesen Raum, der nicht den Fängen von Janons Sexypiel zum Opfer gefallen war! Für einen winzigen, friedlichen Moment dachte Liam, er könnte tatsächlich aufatmen und sich entspannen.
      Doch die Erleichterung währte nur einen Wimpernschlag.
      Das warme Lächeln auf Raimondos Lippen erlosch schlagartig, als hätte jemand den Stecker gezogen. Sein Blick wurde mit einem Mal unendlich fern, eisig und von einer düsteren Härte durchzogen. Die Temperatur um ihn herum schien um zehn Grad zu fallen. "Aber deine jüngere Schwester Mirella...", sprach Raimondo plötzlich mit einer Kälte aus, die Liam das Blut in den Adern gefrieren ließ. "Sie hatte mit ihm ihr erstes Mal."



      Liam erstarrte. Seine Kinnlade klappte buchstäblich nach unten. Er riss die Augen so weit auf, dass sie fast aus den Höhlen traten.
      "M-meine... Schwester?!?!", stammelte er völlig entgeistert.
      Sein Verstand weigerte sich, diese absurde Information zu verarbeiten. Seine kleine Schwester?! Die Schwester, an die er sich gerade erst wieder bruchstückhaft erinnerte?! Und... warte mal. Janon und... eine Frau?!
      Er hatte Janon immer nur in Verbindung mit Männern gesehen. Die Tatsache sprengte Liams ohnehin schon stark strapazierten Verstand in tausend Stücke.
      Fassungslos und mit offenem Mund starrte er Raimondo an, auf der verzweifelten Suche nach irgendeinem Zeichen, dass das alles nur ein kranker Scherz war. Doch Raimondo scherzte nicht.
      Raimondo war bereits wieder in ein gefährliches, abgrundtief düsteres Gemurmel verfallen. Sein Blick bohrte sich unsichtbare Löcher in die Bettdecke, während seine Hände sich krampfhaft zu Fäusten ballten. "... ich hätte diesem Bastard die Hände abhacken sollen...."
      Liam schluckte hart. Der absurde Wahnsinn in diesem Raum hatte soeben ein Level erreicht, das er nicht mehr im Ansatz bewältigen konnte.
      Als wollte Mason dem ganzen Level noch eins drauf setzte schaltete er sich auch ein.
      "Hey, warum lasst ihr eigentlich den heißen Multimilliardär unter den Tisch fallen?! Den Typen, der ein eigenes Boot hat, ein absoluter Gigolo ist und bei dem Dreier nicht nur mitgemacht, sondern das Ganze überhaupt erst eingefädelt hat! Ich finde, ich habe hier definitiv auch eine Erwähnung verdient!“
      . . . . . . .

      Eine beinahe greifbare Stille senkte sich über den Teil des Krankenzimmers. Raimondo murmelte noch immer düstere, blutrünstige Mordfantasien, doch für Liam und Oscar schien die Welt in diesem Moment einfach stehen zu bleiben.
      Ihre Blicke kreuzten sich für den Bruchteil einer Sekunde, bevor sie sich synchron und wie ferngesteuert Janon richtung zuwandten....



      Auf ihren Gesichtern lag absolut keine Emotion mehr. Die pure, blanke Überforderung hatte eine Art emotionalen Kurzschluss in ihren Gehirnen ausgelöst. Sie starrten Janon einfach nur mit völlig leeren, toten Augen an....
      Livius. Liams Adoptivvater und Oscars Onkel...
      Rhys. Oscars Vater....
      Mason. Der verrückte Millionär....
      Mirella. Liams kleine, Schwester....
      Vielleicht sogar auch einer oder gleich drei seiner anwesenden Kumpels....
      Und natürlich sie beide selbst.
      Dieser Kerl hat gefühlt mit jedem einzelnen verdammten Menschen in diesem Raum gevögelt!!!
      Es war eine absurde, kosmische Komödie. Nichts, aber auch absolut gar nichts konnte sie jetzt noch schockieren. Der Sensenmann höchstpersönlich hätte zur Tür hereinkommen und Janon einen Heiratsantrag machen können, sie hätten vermutlich nicht einmal mehr mit der Wimper gezuckt.


      . . . . .
      Plötzlich tauchte hastig eine Gestalt im Türrahmen auf. Man hörte nur ein schweres, rasselndes Atmen, als wäre die Person gerade einen verdammten Marathon quer durch ganz New York gerannt. Die Gestalt beugte sich vornüber, stützte sich völlig erschöpft am Türrahmen ab und schnappte verzweifelt nach Luft.
      Dann richtete sich der Besucher langsam auf.Es war Harvey Bell.
      Im krassen, geradezu absurden Kontrast zu der düsteren, von sündigen Geheimnissen und traumatischen Offenbarungen geschwängerten Luft in diesem Krankenzimmer, schien Harvey förmlich zu leuchten. Er strahlte eine so reine, engelsgleiche Unschuld aus, dass es beinahe blendete.
      "Entschuldigung!", keuchte Harvey, während sich ein strahlendes, ehrliches Lächeln auf seinem Gesicht ausbreitete.
      "Ich... ich bin so schnell hierher gerannt, wie ich konnte, aber jetzt bin ich da!“


      Seine großen, blauen Augen funkelten voller Sorge, aber auch voller reiner, unwissender Erleichterung. Er hatte absolut keinen Schimmer, in was für ein Minenfeld aus familiären Sex-Skandalen er da gerade geplatzt war. Sein Blick glitt durch die ungewöhnliche Runde, und er hielt kurz überrascht inne, als er Rhys entdeckte. Er hatte nicht damit gerechnet, seinen Vater hier zu sehen, da Rhys sich so vehement geweigert hatte, mit Oscar zu reden, weshalb er ihn ja überhaupt erst angebettelt hatte, ins Krankenhaus zu kommen.
      Die drückende, peinliche Stille im Raum irritierte den naiven Harvey dann aber doch. Sein strahlendes Lächeln wurde eine Spur unsicherer. Zögerlich versuchte er, die Stimmung zu lesen.
      "Äh ....K... komm ich irgendwie ungelegen?"
      Das war der Tropfen, der das Fass endgültig zum Überlaufen brachte.Oscars Schutzinstinkt, gepaart mit der panischen Erkenntnis über Janons unersättlichen Appetit, explodierte wie eine Atombombe. Wenn Janon sich schon Oscars Vater, Liams Vater-Figur und Liams Schwester geschnappt hatte, war Harveys unschuldiger Hintern in diesem Raum akut in Lebensgefahr! Allein das was er in diesen Alptraum gesehen hatte reichte verdammt noch mal aus!!
      "FUCK NEIN!!!!", brüllte Oscar aus vollem Hals, riss sich wild gestikulierend auf und ignorierte den Schmerz in seiner betäubten Brust.


      "Hau sofort ab, Harvey! Sofort verpiss dich oder ich schlag dir die Fresse ein!!!"
      Harvey zuckte heftig zusammen, warum zur Hölle drohte ihm sein Bruder jetzt schon wieder Schläge an?!
      "Und halt dich gefälligst von Clubs fern, kapiert?!", schrie Oscar hysterisch weiter, als ginge es um Leben und Tod. "Hör auf, dieses verdammte Naivling-Gesicht zu machen! "
      Aber auch Liam war endgültig an seiner Grenze angekommen. Seine Nerven waren komplett durchgebrannt. Er warf die Hände an seinen Kopf, raufte sich die roten Haare und "Noch mehr halt ich nicht aus!!", rief Liam fassungslos und schloss sich Oscars Panik nahtlos an.
      "Verschwinde, Harvey! Lauf, solange du noch kannst!!! Rette dich!!!"


      Harvey stand wie angewurzelt im Türrahmen, total perplex und völlig verwirrt. Er sah zwischen seinem tobenden Bruder und dem panischen Liam hin und her.
      "Ähh... was..?!", stammelte er und blinzelte hilflos. "Wie jetzt?! Hab ich irgendwas Falsches gemacht?" Er kapierte absolut gar nichts mehr. Warum brüllten sie ihn an, er solle weglaufen? War ein Feuer ausgebrochen?
      Harvey hatte in letzter Zeit ja vieles absurdes und wildes miterlebt aber das...? Was zur Hölle bekam die hier für Medikamente das sie ausflippten???



      Rhys, der bei Harveys plötzlichem Auftauchen erstarrt war, räusperte sich lautstark. Ihm stand die Schamesröte noch immer dezent auf den Wangen. Er wechselte einen flüchtigen, gehetzten Blick mit Livius. Die Brüder waren sich in diesem einen Moment absolut einig: Sie mussten hier raus. Sofort. Bevor Harvey noch anfing, harmlose Fragen zu stellen und die dreckige Vergangenheit endgültig auf den Tisch gekotzt wurde.
      Rhys sah seine Chance zur Flucht gekommen. Er griff kurzerhand nach Masons Arm für denn das ganze sicher ein tolle Unterhaltung war.
      "Soo... spät... Mason!", verkündete Rhys mit einer völlig unnatürlichen,Stimmelage, die fast schon quietschte. "Komm, du musst zurück in dein Zimmer! Die Jungs hatten schon genug Aufregung für heute, und du brauchst dringend deine Bettruhe!!"
      Livius ließ sich diese Chance ebenfalls nicht entgehen. Er wollte nur noch so viel Abstand wie möglich zwischen sich und dieses Zimmer bringen. Er wusste ja jetzt das es Liam gut ging und er konnte ihn später noch genug sehen.
      Im Vorbeigehen salutierte der Polizist hastig, aber freundlich zu Harvey. "Heeey, Kleiner, lange nicht gesehen!", rief Livius mit aufgesetzter Fröhlichkeit, während er sich an ihm vorbeidrängte. "Mach dir nichts draus, die... äh... die Jungs sind gerade erst wach geworden und haben so... na ja, halluzinierende Nachwirkungen von den Medikamenten!"
      Livius drehte vielsagend den Zeigefinger an seiner Schläfe, um Harvey zu signalisieren, dass die beiden Patienten in den Betten gerade einfach komplett durchgeknallt waren.



      Livius legte Harvey kumpelhaft den Arm um die Schultern und schob seinen Neffen sanft, aber sehr zielstrebig mit sich auf den Flur hinaus, weg von der Gefahrenzone.
      "H-hey", lenkte Livius hastig ab "Hast du vielleicht Hunger?"
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer
      Bradford Timo Torres & Russell Baker & Travis Stark & Mason Rose

      "Oh, da habe ich ja Glück gehabt, alter Freund..."

      Sofort stimmte Mason dem sadistischem Vater zu, dessen Lächeln schwerer wog als Lins, wenn sie etwas falsches gegessen hatte. Ja, Mason war gütig, obwohl ein Strumpf wie Raimondo es gewagt hatte ihn zu verletzen. Wenn es Simon gewesen wäre, dann hätte er wohl den nächsten Morgen gar nicht mehr erlebt. Sein Sprichwort war seit Langem: Schädigst du einen wichtigen Rose, kommst du sofort zu Schaden. Doch Mason brachte nur in Raimondo Gesicht zu schauen, diese zuckende Augenbraue die seine Wut versteckte, um sofort in Nostalgie zu verfallen. Er mochte seine frühere Zeit mit seinen alten WG-Mitbewohnern wirklich sehr, er hatte sich jeden Tag tief in seinem Herzen aufbewahrt, direkt neben Judiths und Tylers Geburt. Raimondo musste schon richtig auf seinen Gartenschlauch treten, damit er diesen Lehrer den Hals umdrehte. Doch natürlich verlangte er von Raimondo 'Schadensgeld', wenn es auch gar nicht finanziell gemeint war. Für jeden Schmerz erwartete er einen Bussi auf seine Stirn. Für jedes vergossene Blut erwartete er, dass er ihm einen Cocktail mixte. Natürlich würde der Milliardär nicht warten, bis er mit seiner Rechnung zu Raimondo hineinstürmte.

      "Ich hoffe doch, dass du auch Matt verzeihst, der heult mir nämlich schon die Ohren voll, dass du endlich das Videomaterial auf der Insel löschen sollst...Er will nicht das seine Worte an Simon weiter getragen werden."

      Masons Grinsen wurde breiter, er genoss es sehr wie sich der Lehrer beherrschte. Zwar glaubte er, dass Simon schon längst seine schmierigen Hände auf das Videomaterial platziert hatte, doch nickte er selbst genauso beiläufig wie es auch Raimondo tat. Leicht strich er über die Schulter von Raimondo, sanft und beruhigend.

      "Mhm...Ja, natürlich könnte ich das Videomaterial löschen. Nach hmm...Zwei bis drei Treffen in meiner Villa? Naja, bis es mir eben besser geht und ich nicht ständig an die schrecklichen Schmeerzen denken muss! Ihr könntet mir ja einen tollen Cocktail mixen und mit mir ein paar meiner Lieblingsspiele ausprobieren...dann wird das Videomaterial schneller verschwinden als du denkst."

      Wie eine hinterlistige Schlange machte er Raimondo das Angebot, was er doch wirklich schwer ablehnen konnte. "Wäre ja echt heftig, wenn deine Schüler ein Video auf ihrem Smartphone erhielten, in dem ihr Lehrer eine politische Berühmtheit wie mich erschießen würde. Gefolgt von dem Schauspieler, der auch noch dabei war im Komplott. Bekäme jeder sicher in den falschen Hals!", spitzte er die Geschichte nur noch schwerer zu und lachte dabei ziemlich dreckig, als konnte er sich die schockierenden Gesichter genau vorstellen. Dabei schmerzte seine pochende Wunde so sehr, dass er sich krächzend die Seite hielt.

      Währenddessen war wohl Brad der, der Raimondo am stärksten zuhörte und anstarrte. Kein Wunder also, dass er ihn in der nächsten Szene unbedingt anmachen wollte. Wie er so daher sprach...erklärte einfach wie aus dem Ärmel gezogen die Rechte und Pflichten, die ein Patient wie Janon im Krankenhaus erhielt. So monoton aber doch so korrigierend und Brads Meinung auch herrisch. Brads Sensoren stiegen auf Alarmbereitschaft, diesem klugen Arzt müsste er wohl öfters einen Besuch abstatten. Zumal ein Mann wie Janon mit ihm geschlafen hatte, obwohl er immer ein großes Tabu für sich selbst aussprach, nicht mit Personen zu techtelmechteln, die so reif waren wie der Doktor. Aber ihn, ja Brad konnte sich noch gut erinnern, Janon war ziemlich aus dem Häuschen gewesen, obwohl er den Sex mit Mason immer als eine heftige Herausforderung ansah - doch den konnte er wohl gut durch Rhys verdrängen.

      Nachdem auch Travis anwesend waren, gingen Brad und Russell direkt auf Tuchfühlung, wenn auch es Brad nur mit den Äuglein tat. Natürlich war der hauptsächliche Grund hierbei, dass Janon sich schnell wieder zusammenriss. Doch wenn sie auch nur einen Funken an Interesse bei Livius oder Rhys sahen, würden sie wohl direkt wie Piranhas zuschnappen. Dieses leckere Futter konnten sich zwei stramme Kerle wie die Rothaarigen eben nicht entgehen lassen.

      Janon war total dagegen, dass seine Freunde genau zu diesem Zeitpunkt so rattig sein mussten! Er erzählte solche intimen Informationen im Vertrauen, nicht nur um anzugeben. Naja, das war gelogen. Janon war ziemlich offen was Sexgeschichten anging und prahlte damit ziemlich gerne bei seinen Freunden, weil er nun Mal die meiste Erfahrung hatte. Janon fand es sogar toll schon mit so vielen Leuten das Bett geteilt zu haben, es war für ihn wie eine scharfe Sammlung. Aber gerade...war auch Oscar und Liam anwesend. Sein Gehirn war gerade sehr langsam am verarbeiten, dass Rhys der Vater von Oscar war und natürlich dann auch der von Harvey. Er checkte damit wie klein die Welt war. Was nur in seinem Gedankenverlauf bizarrer wurde, da wohl Rhys und Livius ebenfalls verwandt waren und...der Typ ja auch noch der Adoptivvater von Liam war. Fakt war, dass er es eigentlich ziemlich gut mit dem Bullen auskam, Rhys war wiederum nur ein einmaliges Ereignis, dass sich wohl nicht wiederholen würde. Eigentlich hatte er extra nach der Nummer des Polizisten gefragt, um sich die Chance auf einen Returner nicht entgehen zu lassen. Mit ihm zu schreiben war ziemlich aufregend, nur wenige konnten Janon so schnell in Stimmung bringen wie dieser Sonnenschein. Wenn Russell nun durch sein Gefummel Livius von ihm verdrängte, würde er ihn dafür büßen lassen. Außerdem fand er es gar nicht gut, dass Liam davon bescheid wusste - er wollte nicht noch einmal eine Situation erleben, in dem der Kleinere mit den warmen Brötchen zu seinem Adoptivvater hineinschritt, während er und Janon gerade intim waren. Wenn vielleicht hier Oscar nur alleine wäre, hätte er es zum Teil lustig gefunden. Obwohl...es ihn jetzt nicht so schadensfreudig machte wie ein One Night Stand mit seinem süßen Bruder.

      "Aber deine jüngere Schwester Mirella..."

      Er wagte nicht, Raimondo ins Gesicht zu sehen, während er seine schwere Anschuldigung gegen Janon äußerte. Innerlich machte er sich Sorgen, ob seine Fassade standhielt. Konnte man ihm ansehen, dass er bereits wusste, dass dieser Versager Liams Vater war? Es war total bescheuert, dass Raimondo ausgerechnet jetzt auftauchen musste – als wüsste er, dass Liam jede Sekunde aufwachen konnte. Wenn er nur etwas später gekommen wäre, hätte sich Janon längst verzogen und er hätte später einfach überrascht tun können.Der Wichser war doch nur ein Mitläufer und hatte unbedingt rumerzählen müssen, dass Janon mit Mirella geschlafen hatte. Mit Liams Schwester. Ugh, warum setzte dem Vater das immer noch so sehr zu? Warum heulte er so rum, als wäre es was schlechtes? Dabei hatte Janon aus dieser Geschichte doch viel mehr Schaden davongetragen als Mirella. Sein Kind hatte durch ihn ihre sexuelle Orientierung direkt verstanden und Janon...wollte danach erst recht keine Perücken mehr anziehen.



      Um von dem Aufeinandertreffen von Vater und Sohn abzulenken, tat Janon so, als würde ihn die Mirella-Story massiv abnerven. Einfach ein Pokerface aufsetzen, redete er sich ein, dann würde schon niemand weiter nachbohren. Auch wenn seine knirschenden Zähne seine Wut klar demonstrierten. Aber scheinbar war Liam sowie auch Oscar von etwas völlig anderem schockiert: von dem Umstand, dass Janon offenbar mit so ziemlich jedem Anwesenden in diesem Raum schon geschlafen hatte. Plötzlich nahmen Liam und Oscar exakt denselben Gesichtsausdruck an. Sie fixierten ihn mit toten, ausdruckslosen Blicken – ein Anblick, der dem Boxer eine Gänsehaut über die Arme jagte. Verdammt, warum starrten sie ihn so an?! Das war alles nur ein verdammter Zufall!

      "Ich... ich bin so schnell hierher gerannt, wie ich konnte, aber jetzt bin ich da!“

      Doch plötzlich trat ein wahrer Engel durch die Tür und schien den gesamten Raum in ein helles Licht zu tauchen. Janon hielt die Erscheinung im ersten Moment für eine Fata Morgana. Als er jedoch die blanke Fassungslosigkeit auf den Gesichtern von Liam und Oscar sah, wusste er: Das hier war echt. Harvey stand im Zimmer, strahlend und unwiderstehlich süß – genau wie in seinem Traum aus dem Club! Er musste gerannt sein, denn sein leises Keuchen entging Janon keineswegs. Der Anblick dieses makellosen Gesichts war reiner Balsam für seine Seele. Sicher, auch ein kurzer Blick auf Travis' verheultes, irgendwie putziges Gesicht hatte seinen Reiz, aber in Harvey loderte noch dieses gewisse, brennende Etwas. Die absolute Krönung der ganzen Situation wäre allerdings Oscars völlig verstörter Gesichtsausdruck, sobald Janon auch Harvey ins Bett kriegen würde.

      "Hau sofort ab, Harvey! Sofort verpiss dich oder ich schlag dir die Fresse ein!!!"

      Doch völlig aus dem Nichts geriet Oscar wie von der Tarantel gestochen in Panik. Er brüllte Harvey an, er solle auf der Stelle verschwinden. Offensichtlich hatte er genau gesehen, mit welchem Blick Janon Harvey verschlang, und wollte ihn nun so schnell wie möglich in Sicherheit bringen. Hallo?! Janon hatte doch noch kein einziges verdammtes Wort mit dem Typen gewechselt! Was bildete sich Oscar eigentlich ein?! Janon klappte buchstäblich der Unterkiefer herunter, als zu allem Überfluss auch noch Liam in diese völlig überzogene Dramatik einstimmte.

      "Verschwinde, Harvey! Lauf, solange du noch kannst!!! Rette dich!!!"

      „… Re…tten?“, brachte Janon nur als leises, ungläubiges Stottern heraus, ganz so, als spräche Liam in Rätseln. Alter Schwede, wollten die beiden es ihm mit Harvey wirklich schon ruinieren, bevor er überhaupt zum Zug gekommen war? Sie stellten ihn ja hin wie ein triebgesteuertes Monster, das absolut null Kontrolle über sich hatte. Natürlich wäre Janon nicht vor all diesen Zuschauern über so ein wehrloses Kätzchen wie Harvey hergefallen! Die ersten Züge wären natürlich ganz im Privaten, nur zwischen ihm und den Babyface. Zumal war er gerade aus einem wochenlangen Koma erwacht, so schnell ging sein Libido gar nicht hoch! Er freute sich doch einfach nur darüber, dass wie aus dem Nichts so ein süßer Typ im Zimmer gespawnt war. Dass die zwei ihm so wenig Beherrschung zutrauten, war eine echte Beleidigung.

      "...Ihr...Wich..ser...Bin ich ein rattiges Kanickel für euch?!"



      Ein fassungsloses, leicht überfordertes Grinsen stahl sich auf sein Gesicht, während er zusah, wie die beiden Harvey tatsächlich vertrieben. Und Livius nahm er auch noch mit! Die Dichte an Leuten in diesem Zimmer, die er absolut nicht ausstehen konnte, nahm bedrohliche Ausmaße an, während die interessanten Kerle einfach von der Bildfläche verschwanden. Wer nahm Raimondo oder Mason mit?! Zu allem Überfluss fing der Polizist jetzt auch noch an, irgendetwas von Medikamenten zu labern. Unterstützte der diese Idioten etwa auch noch? Wartet nur ab, dachte er bitter. Das würde er ihnen heimzahlen, seine Chance so zu verpfeifen. Sobald er wieder in der Schule aufkreuzte, stand das Kätzchen ganz oben auf seiner Abschussliste. Darum würde er sich höchstpersönlich kümmern.
      Harvey würde darum betteln mit ihm Sex zu haben, da brauchte Janon sich doch gar nicht anzustrengen! Sonst hätte der Boxer niemals so viele attraktive Männer verführen können, ohne eine armselige Hure zu sein!

      Russell wiederum dachte gar nicht daran Livius nun alleine mit Harvey fortgehen zu lassen. Er ging den beiden direkt hinterher und wand sich wieder an die Seite des Polizisten. Ein viel freundlicheres Grinsen ploppte auf. "Ohja, ich habe mega Kohldampf!", sagte er als hätte Livius ihn gefragt, ob sie was essen gehen wollten. Er verabschiedete sich nicht einmal von Janon oder den anderen, direkt legte er wieder auch Livius einen Arm um und war wie eine Klette, die man so schnell nicht abschütteln konnte.

      Brad hatte nun ebenfalls genug davon, das Spektakel nur zu beobachten, und schritt mit einem geheimnisvollen Lächeln zur Tat. Mason hatte kurz bedeutungsvoll auf seine Wunde gedeutet und streckte Rhys nun fordernd die Arme entgegen. „Trag mich wie deine Lieblingspuppe von früher, Rosalina!“, säuselte er mit extra zerbrechlicher Stimme. Er machte absolut keine Anstalten, das Bett zu verlassen, ehe der Arzt ihn nicht wie eine zarte Prinzessin auf Händen trug. Brad nutzte die Chance und nahm Rhys galant die Sachen ab – reine Hilfsbereitschaft, versteht sich. „Sie können ihn ja schlecht mit vollen Händen tragen. Ich begleite Sie gerne, um ein bisschen ... mit anzupacken. Dabei können wir uns gleich etwas besser kennenlernen“, bot Brad mit einem derart zweideutigen Lächeln an, das keinen Zweifel daran ließ, dass er heute nicht mehr lockerlassen würde. Und so zogen die Bell-Brüder und Janons Freunde endlich ab. Janon atmete innerlich auf. Ein Segen. Bevor die noch mehr Bullshit von sich gaben ... Wenn diese Truppe erst mal rattig war, nahm das Chaos meist seinen Lauf. Normalerweise hätte sich Janon diesem notgeilen Vibe sofort angeschlossen und in fitterem Zustand locker selbst mit Livius und Rhys geflirtet. Das war immerhin bei ihnen das normalste auf der Welt. Aber heute? Heute war er einfach absolut null in der Stimmung dafür. Der Traum nagte noch zu gewaltig an ihm und dort hatte er...erstmal sein süßes Libido zurückgelassen, auch wenn er es mit Sicherheit ziemlich schnell wiederfinden würde.

      Blieb nur noch ein Störfaktor: Raimondo. Hatte der vor, hier Wurzeln zu schlagen? Janons Blick wurde finsterer. Er hatte Dinge auszusprechen, für die dieser Typ sich ganz dringend verpissen musste. Doch nach diesem ach so dramatischen Vater-Sohn-Wiedersehen würde Raimondo kaum freiwillig den Platz räumen. Also zog Janon Travis zu sich heran und raunte ihm eine kleine Bitte ins Ohr. Travis' Augen wurden schlagartig groß, während sich seine Wangen entzückt röteten. Janon wusste, er konnte auf ihn zählen; Travis' Herz schlug immer gleich schneller, wenn er ihm nützlich sein konnte...für seinen Freund hegte er den größten Respekt! Breitbeinig und felsenfest baute sich Travis direkt vor Raimondo auf.

      „Hey, Mann! Wir gehen jetzt auch einen trinken! Ich hab nämlich vor Kurzem ein Video von deiner Tochter zugespielt bekommen und, oh Mann ... Ich schätze, als Papa solltest du unbedingt mal checken, was die so als Hobby treibt! Sagt dir das Walpurgisfest was? Nö? Tja, dein Glück, dass du mich hast! Also los jetzt, knutschen kannst du deinen Sohn später noch!“



      Für seine Größe besaß Travis beängstigend viel Kraft. Sein tägliches Training, um irgendwann so stark wie Russell oder Janon zu werden und als Wrestler durchzustarten, zahlte sich aus. Es war ein absolutes Kinderspiel für ihn, den Lehrer vom Bett hochzureißen und ihn im Schlepptau aus dem Raum zu bugsieren. Kurz bevor er verschwand, drehte er sich zu Janon um und zeigte ihm grinsend einen Daumen nach oben. Liam zeigte er dazu noch das angewidertste Gesicht, was er ihm schenken konnte. Es sollte Liam zeigen, dass Travis auf jeden Fall noch ein Hühnchen mit diesem Rotaffen zu rupfen hatte. Er wollte sich wohl mit ihn prügeln und dies würde er heimlich machen, damit Janon nichts mitbekam. Genauso wie jetzt hatte der Boxer nicht bemerkt, wie intensiv Travis gerade seinen Freund ansah. Janon nickte nur stumm, da Travis seine Anfrage erfüllte. Die Tür knallte laut zu.Stille. Nun waren Liam, Oscar und Janon allein. Nicht einmal die Ärzte ließen sich noch blicken. Nach dem vorigen Theater wollte sich wohl niemand mehr mit dem Ochsen anlegen – Ignoranz war momentan wohl ihre beste Medizin.

      Schweigend zwang Janon sich auf die Beine. Er tat es Oscar gleich, riss sich all die lästigen Kabel vom Körper und zog sich schmerzhaft die Infusionsnadel aus der Hand. Zwar wackelte er auf den ersten Schritten noch wie ein frisch geborenes Kitz, doch zu seiner größten Überraschung ging es ihm den Umständen entsprechend … verdammt gut. Fast so, als hätte irgendetwas ihn und die anderen davor beschützt, in diesem Traum einfach zu krepieren. Und genau das ließ ihm keine Ruhe. Er lief zielstrebig zum Schrank, um sich seine Klamotten nun doch selbst zu holen, und richtete das Wort an Liam und Oscar, ohne sich zu ihnen umzudrehen.
      „Ich will nur eine Sache wissen“, begann er, als er den Spind öffnete und seine Kleider herauszog. Die schwarzen Handschuhe streifte er sich als Allererstes über, dann griff er nach dem Halsband, das eine hässliche Narbe an seiner Kehle verdeckte. Er zog es an, als sei es sein wichtigster Schutzpanzer – völlig egal, dass er in diesem lächerlichen Krankenhauskittel ansonsten genauso nackt dastand wie Oscar.
      „Ihr habt exakt denselben Scheiß geträumt wie ich … hab ich recht?“Es fühlte sich absurd an, diese Worte in den Raum zu werfen. Gut möglich, dass die beiden absolut keinen Plan hatten, was er meinte, und ihn gleich in die Geschlossene einweisen lassen wollten. Aber sein Bauchgefühl schlug Alarm. Er wusste einfach, dass er ins Schwarze getroffen hatte. Dieser endlose, kranke Fiebertraum … den hatte er definitiv nicht allein durchgestanden.

      Er wartete gar nicht erst auf eine Antwort, sondern ließ die Frage einfach auf Liam und Oscar wirken. Währenddessen streifte er den Kittel ab und zog sich ungeniert und völlig nackt vor ihnen um. Eigentlich verabscheute er Oscar noch immer. Doch nachdem der Kerl unfreiwillig in der Gestalt seines jüngeren Ichs gesteckt, ihn mit diesen verdammten coolen Sprüchen gerettet hatte, war ihm seine Anwesenheit für diesen kurzen Moment einfach scheißegal. Selbst wenn diese Waffenruhe wohl nicht lange halten würde.

      „Der Trip mit diesem Izarra, der nach der Nummer auf der Insel verschwunden ist. Und dieser Hurensohn Stan, der plötzlich …“, er würgte die Worte meine Mutter ab und wich schnell aus: „… eine Frau gespielt hat. Von dem Brokkolikopf mal ganz zu schweigen.“ Auf den Rest des kranken Casts wollte er gar nicht erst zu sprechen kommen. Der bloße Gedanke, seinen Vater zu erwähnen, schnürte ihm die Kehle zu. Vielleicht, so hoffte er, hatte Oscar dieses Detail sowieso nicht geblickt. Besser so, bevor dieser Arsch noch auf die Idee kam, sich über ihn lustig zu machen.

      Schwer ließ er sich auf die Matratze sinken. Sein Kopf pochte noch immer wie wild. Er hatte die reinste Hölle auf Erden durchlebt, auch wenn das Ende … ihm fast schon erschreckend gut gefallen hatte. Besonders sein wahrer Wunsch setzte ihm heftig zu, ganz gleich, wie sehr er versuchte nur an den tödlichen Wunsch zu denken. Es war so als wollte ihn jemand von ihnen zerrissen sehen, wie eine Pflanz, die man einen Kopf kürzer machte, nur weil sie doch so schön im Gras blühte.

      Blind tastete er in seiner Tasche nach einer Zigarette. Er starrte sie fast schon abwesend an, bevor er sie entzündete und mit einer für ihn völlig untypischen, beinahe sanften Ernsthaftigkeit weitersprach.

      „Und Beni. Er fühlte sich viel zu real an, um ... nur ein verfickter Traum zu sein. Ach, was weiß ich denn. Es war einfach nur abartiger Scheiß und ich raffe nicht, was das zu bedeuten hat.“

      Er schloss die Augen, zog genüsslich an der Zigarette und qualmte ohne die geringste Hemmung das Zimmer voll. Gedankenverloren starrte er aus dem Fenster. Weder Liam noch Oscar sah er an – weil er genau wusste, dass er eigentlich nur darauf flehte, dass sie ihn endlich einen Psycho nennen würden. Dass sie leugnen würden, ernsthaft in seiner beschissenen Vergangenheit festgesteckt zu haben.„Ich bin dafür, dass wir dieses Erlebnis nehmen und es abreißen wie ein altes Pflaster. Wir denken nicht mehr dran. Dieser Stan-Typ wird es hundertpro genauso machen. Wir tun einfach so, als wäre nie etwas gewesen.“



      Er rauchte schweigend weiter und sah stumpf den Vögeln hinterher, die draußen nach Futter suchten. Doch etwas musste er noch klären. Verdammt, er hasste es abgrundtief, Schulden zu haben.„Ochse“, sagte er plötzlich mit harter, unmissverständlicher Stimme. Man merkte ihm an, dass ihm das Folgende schwerfiel.

      „Ich hasse es, jemandem etwas schuldig zu sein. Damit ich einen Schlussstrich unter diese Scheiße ziehen kann, muss ich meine Rechnung begleichen. Also ... was verlangst du von mir? Wehe, du laberst jetzt irgendeinen Müll. Ich meine das todernst. So eine Situation wird nie wieder existieren, wo ich dir etwas anbiete!“
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Liam Petrow

      In Zimmer spielten sich wirklich die verrückteste Dinge ab. Liams Vater wurde ernsthaft von Mason erpresst, er sah wie dieser mit den Zähnen knirschte...Liam wollte schon gar nicht wissen was auf diesen Aufnahmen zu sehen war! Waren diese Männer wirklich Freunde??
      Nachdem sie dann aber Harvey erfolgreich verjagt hatten lösten sich die Besucher auch aus ihrem Zimmer auf.
      Livius der eigentlich denn Flucht Moment nutzten wollte mit Harvey zu sprechen hatte schon bald Russell mit im Nacken der denn Polizist so nervös machte das sich schon Fiberhaft eine Ausrede versuchte einfallen zu lassen um plötzlich das weite suchen.
      Während Rhys tatsächlich Mason wie eine Prinzessin trug, wobei er sichtlich zitterte vor Anstrengung....Der Übermüdete Arzt würde danach sicherlich nicht mehr lange aufrecht stehen können und vor Erschöpfung einschlafen. Ob Brad der Charmanterweise seine Sachen trug das noch miterleben würde war abzusehen...
      Aber auch Liams Vater Raimondo wurde kurzerhand von Travis heraus gezogen! Liam fragte sich wirklich was für eine Person seine kleine Schwester war....Ob er dieses besagte Viedo das sie gemacht hatte auch zusehen bekamm?
      Ein letztes mal warf Liam Travis ein ebenso feindseligen Blick zurück. Gerade in seiner Nähe fühlte er sich wirklich wie ein Waschbär der sich mit einer Katze um kostbares essen Stritt. Und das essen war selbstverständlich Janon!
      Doch somit löste sich das Trubel für ein Moment...Und sie drei waren allein in dem Zimmer nachdem auch der Doktor und die Krankenschwester gegangen war die schniefend etwas von einer Kündigung schluchzte.

      "Ich will nur eine Sache wissen“

      Unmerklich war Liam zusammen gezuckt, er spürte genau worum die sich die Sache handelte...
      Er hoffte auch das in Oscar Dickschädel noch genug Platz war das er auch kapierte worum es Janon jetzt ging.
      Liam verfolgte mit seinem Blick wie Janon sich mit einer Selbstverständlichkeit wieder mit seiner Markenzeichen einkleidete...
      Er war wohl der einzige hier im Raum der brav seine Kabel angeschlossen ließ und sich nicht wagte von seinem Bett zu bewegen.
      "Ihr habt exakt denselben Scheiß geträumt wie ich … hab ich recht?"
      So mutig es von Janon eben war warf er direkt die Frage in den Raum...



      Geträumt...Diese Bezeichnung klang so unwirklich dafür wie Real es sich angefühlt hatte.
      Sie hatten Hunger und Durst verspürt...Genau so wie Lust und schmerzen!
      Dazu noch hatten sie alle das selbe erlebt...Ein Flüchtiger Blick zu Oscar reichte Liam auch aus...Entweder lag es an dem Beruhigungsmittel oder Oscar hielt tatsächlich die Klappe weil die Worte von Janon ihn genau so trafen wie Liam.
      Nervös faltete Liam seine Hände zusammen...Dieser Traum, war nicht normal gewesen und kaum zu erklären...Beinahe schon Unheimlich, wie ein Fiktive Horror Geschichte in welche sie hinein gezogen wurden. Es war schwer zu sagen was wirklich echt war und was eine unnatürliche Verdrehung der Realität...
      Aber das knacken der Rippen...Die Gerüche....Viel zu Realistisch als das es nur ein Traum war.

      "Der Trip mit diesem Izarra, der nach der Nummer auf der Insel verschwunden ist. Und dieser Hurensohn Stan, der plötzlich … eine Frau gespielt hat. Von dem Brokkolikopf mal ganz zu schweigen."
      Janons Worte bestätigte nur ihre gemeinsame Vermutung...
      Sie hatten es alle gemeinsam erlebt...Sogar auch Stan war dabei gewesen sowie dessen niedlicher Freund.
      Das er nicht sogar auch hier im Krankenhaus war begann Liam auch sogleich sorgen zu bereiten.
      Während Janon sprach tastete Liam sein nahen Naschtisch ab, tatsächlich lag dort sein Smartphone...Er ignoriere die vielen verpassten Anrufe und Nachrichten.
      Gezielt schaute er ob Stan ihn vielleicht noch geschrieben hatte...



      Doch von dem Butler fehlte jegliche Lebenszeichen....
      Was wenn er genau wie sie solange in einem Koma zustand lag?
      Er begriff nicht warum ausgerechnet sie es waren die in den Traum waren. Laut Beni waren sie mit irgendwelche besonderen Kräften gesegnet...
      Janon hatte es auch erstaunlich gut Demostiert, Erde...Und Oscar war Feuer gewesen...Fast wie in eines seiner Lieblings Videospiel Genre.
      Es machte ihn irgendwie erstaunlich Neugierig aber zugleich war es auch beängstigend...Er wollte mehr darüber erfahren. Vielleicht verband sie alle viel mehr als wie der Schein gab?
      Sogar jetzt merkte er das es viel mehr Verbindung zwischen ihnen gab als er geglaubt hatte. Das konnte kein Zufall sein.
      Vielleicht konnte er mit seinem Gaming Freund darüber sprechen...Einfach die Gedanken spielen zu lassen um die Sachen besser zu verarbeiten.
      Er schaltete die innen Kamera seines Smartphone ein und betrachtete schweigend die Veränderung seiner Augen...



      Bei denn Anderen hatte er keine solche Äußere Veränderung bemerkt....
      Ob...es mit seinem Ableben in Traum zu tun hatte?
      Liam hatte ein sehr ungutes Gefühl je länger er sich selbst in betrachtete und legte sein Smartphone schweigend wieder nach unten.
      Das Janon im Zimmer rauchte nahm Liam so hin, er war es gewohnt das Janon in seiner rauchte und ihn sogar öfter damit Ärgerte ihm ins Gesicht zu pusten.
      Trotzdem hatte diese stickige Luft eine seltsam bitterer Beigeschmack auf seinen Lippen. Es fühlte sich an als wären seine Sinne viel intensiver geworden als zuvor...
      Als wäre er immer noch auf Alarm Bereitschaft das jeder Moment wieder was passieren könnte.

      "Und Beni. Er fühlte sich viel zu real an, um ... nur ein verfickter Traum zu sein. Ach, was weiß ich denn. Es war einfach nur abartiger Scheiß und ich raffe nicht, was das zu bedeuten hat."

      Dem konnte sich Oscar nur anschließen.
      "Jaja, ich erinnere mich voll gut daran...Wie Witzig Izarra ausgesehen hatte als er die Kokosnuss gegen den Schädel bekommen hat, an Bad boys dummes Gesicht als Stanly ein viel größeren Fisch als er gefangen hat...ich lach mich immer noch Weg wie dein stolzes Gesicht verflogen ist !! Und dann war ich ein Ober Geiler König!", ratterte Oscar seiner Ansicht nur das schönste aus dem Traum heraus.
      Liam räusperte sich leise, bestimmt hatte ihn keiner der beiden im Traum in Bezug zu Beni richtig zugehört:
      "...Nun ich kannte Beni wie gesagt schon vorher...Er Arbeitet jetzt bei mir im Club...Sobald ich entlassen bin werde ich mit ihn auch darüber sprechen."
      Sogleich richtetet sich Oscar auf, dass war ja Großartig! Sie würden also Beni schneller finden als er dachte:
      "OH! Super! Ich muss mit diesem Welpen unbedingt noch reden! Wir haben uns Großartig verstanden! Ich darf doch dich wieder in deinem Club besuchen oder Knirps??"


      Damit traf jedoch Oscar direkt ein Wunden punkt bei Liam der ihm sofort ein genervten Blick zu warf...
      "Mhm...Nachdem du mein Club Abgefackelt hast...?", betonte Liam extra für Oscar damit er kapierte das eigentlich sich keine 10 Meter seinen Club mehr zu nähern brauchte.
      "Hmpf, das...Wie nachtragend bist du denn?? Dein Club steht bestimmt wieder! Wir waren doch echt voll lange weg! Ich war nur sauer weil ich keine anständige Begrüßung Feier für mich gab, alter!", verteidigte sich Oscar sogleich.
      ". . . . Ich richte Beni viele Grüße aus.", gab Liam trocken zurück.



      "Jetzt sei nicht so!", grummelte Oscar sofort. Aufhalten konnte ihn Liam sowieso nicht! Er würde trotzdem zu seinem Club gehen wenn Beni dort war! "Gib mir dann wenigstens seine Handynummer!"
      Doch Janon war noch nicht fertig mit seinen Worten, weswegen Oscar sich etwas Nachdenklich über den brummenden Hinterkopf rieb.
      "Ich bin dafür, dass wir dieses Erlebnis nehmen und es abreißen wie ein altes Pflaster. Wir denken nicht mehr dran. Dieser Stan-Typ wird es hundertpro genauso machen. Wir tun einfach so, als wäre nie etwas gewesen.“
      Diesen ganzen Scheiß sollten sie vergessen...?
      Oscar war generell jemand der sich erschreckend gut an jede kleinsten Details aus Vergangenheit erinnert...So schnell würde er den Mist nicht vergessen können...Da musste er sich schon die Bierne ordentlich zu dröhnen...
      Der Knirps würde sowieso alles tun was Janon sagte...
      Aber wie könnte er vergessen was da ab ging und nie wieder drüber sprechen...?
      Allerdings musste Oscar in einem Punkt recht geben:
      "Hah, man...Du kennst Stanly mittlerweile echt gut. Stanly wird sowieso alles total kompliziert, logisch erklären als wären wir Opfer von irgendwelche kranken Chemikalien geworden..."



      Manchmal fragte er sich bei dem Butler wie er es schaffte alles so extrem zu verdrängen...Er war so Rational aber in manchen Punkten war dieser Pissa echt verstrahlt.
      Er kapierte immer noch nicht wieso er das Schoßhündchen dieser Lyons Familie blieb...Die hatten den Kerl total Gehirngewaschen!
      Dabei sah er mit eigenen Augen zu was Stan eigentlich fähig war! Er verdankte ihm sein Leben, weswegen er ihm echt eine menge Schuldig war. Aber das der Typ versklavt wurde raffte dieses Roboter Genie bis heute nicht...Daher würde er sicherlich dieses Erlebnis unter den Tisch kehren...
      Er hoffte das Beni wenigstens nicht so verstrahlt war...Wobei er auch nicht einschätzten konnte ob Beni nicht auch irgend ein Scheiß erzählt hatte.

      "Ochse"

      Plötzlich holte ihn sein geliebter Bad Boy aus den Gedanken.
      Am liebsten hätte er erregt aufgeseufzt, er konnte ihn gern öfters so hart und bestimmend rufen....
      Er bemerkte aber das Janon sie alle nicht wirklich anschaute...Och...War's Janon echt Peinlich?
      Zugeben...Er hatte echt tiefe Einblicke auf Janon bekommen, die er zum Teil nicht erwartet und gar nicht sehen wollte...
      An seiner Stelle wärs ihm auch total Peinlich, ob er sich gleich aus dem Fenster warf so wie er raus gaffte?
      Ob er ihn auffangen sollte oder auf den Boden aufklatschen lassen sollte?
      Beides wäre ziemlich witzig....



      "Ich hasse es, jemandem etwas schuldig zu sein. Damit ich einen Schlussstrich unter diese Scheiße ziehen kann, muss ich meine Rechnung begleichen. Also ... was verlangst du von mir? Wehe, du laberst jetzt irgendeinen Müll. Ich meine das todernst. So eine Situation wird nie wieder existieren, wo ich dir etwas anbiete!"
      .....
      HAHhhh~
      Schon wieder hatten sie eine erschreckende Ähnlichkeit miteinander...Oscar hasste es auch jemand etwas schuldig zu sein.
      Ehrlich gesagt hatte Oscar es beinahe wieder vergessen...Schließlich war er zu Perplex von dieser Situation gewesen wo sich sein Bad Boy ihn so bescheuerten Helden verwandelt hatte...
      Normalerweise hätte Oscar jetzt einen dreckigen Spruch gebracht.
      Das ihm Janon ernsthaft sowas anbot....So eine Situation würde er bestimmt nicht so schnell erneut zu greifen bekommen!



      Ein langsames, raues, aber überraschend ernstes Schmunzeln breitete sich auf Oscars Gesicht aus. Er wischte sich mit dem Daumen über die Unterlippe, atmete tief durch und lehnte sich ein Stück vor.
      "Weißt du was, Bad Boy...?", begann Oscar, seine tiefe Stimme noch leicht heiser und ungewohnt ruhig im Raum.
      "Du hast recht. Das war abartiger Scheiß. Und ich werd dir den Gefallen sicher nicht tun, das hier mit 'nem billigen Quickie auf der Krankenhaustoilette auszugleichen."
      Normalerweise hätte er es echt genossen ihn für sich auf alle Viere gehen zu lassen damit er ihn einen so Boshaften Blick zu warf das er allein davon ein Höhepunkt bekommt.
      Aber nein....
      Oscar hatte direkt etwas Anderes im Sinn...Schwer fällig erhob sich Oscar. Das Betäubungsmittel war nicht stark genug um ihn ans Bett zu fesseln, auch wenn seine Schritte etwas schwerfällig waren und kurz wirkte als würde er gleich auf Janon drauf fallen als er sich ihm näherte.
      Ein kurzer Gedanke kam ihn, die stärke seines Bad Boys für etwas anderes zu Nutzten...Aber er wollte Janon nicht in diesen Krieg mit reinziehen. Es wäre zu schade wenn Janon dabei verunstaltet wird...Nein, er hatte eine viel bessere Idee.
      Unverschämt wie er war entzog er Janon die Zigarette um selbst ein kräftigen Atemzug davon zu nehmen.
      "Was ich von dir verlange? Ich will das du mich bei dir Wohnen lässt!~♥"



      Er strahlte ihn breit an als wäre es schon seit Ewigkeiten sein Größter Wunsch gewesen!
      "Weißt du Alter, ich hab kein Geld...Irgend ein so beknackter Arsch hat vor kurzen mein Motorrad geschrottet den einzigen Besitz denn ich nach dem Knast hatte, Haha! Ich hab echt kein Bock zu meinen Alten zu gehen. Mason hängt an ihm wie eine Klette...Und auf der Straßen zu pennen ist echt beschissen, klein Plan wie es der Knirps solange aushielt."
      Oscar Pustete den Rauch an die Decke und lehnte sich gegen Janons Bett.
      "Aber falls du ablehnst, werde ich sowieso bei dir durch Fenster einsteigen...Ich Biete dir damit eigentlich ein verdammt nettes Angebot!", lachte Oscar als wäre er ein total genialer Verhandlungspartner.
      "Keine Sorge, ich bleib auch nicht für immer~ Bin auch Pflegeleicht.", säuselte dazu und und machte ein süßliche Fratze um Janon auch noch ordentlich zu provozieren:
      "Heh~ Ich lass auch das Licht für dich Nachts an...Versprochen~♥"


      Dabei blinzelte er ihn unschuldig an, als hoffte er förmlich darauf das Janon ihn dafür ins Gesicht schlug oder anbrüllte.
      Es war mit Hundert Prozentiger Wahrscheinlichkeit klar das Oscar ihn wegen denn Dingen aus den Traum aufziehen würde!
      Er hatte seine Schwachstelle gesehen und er wollte mit einem Stock in die Wunde stechen...Sein Herz klopfte richtig vorfreude!
      Das wäre das schönste gefallen das ihn Janon erweisen konnte!
      "Aber auf Masken-Spielchen steh ich nicht so....Ich hoffe das für dich kein Abturner aber du darfst gern ein Kleidchen für mich tragen, dass macht es mir leichter an dein knackigen Hintern ran zu kommen~"
      Oscar begann richtig heiß zu laufen...
      Liam der die ganze Zeit geschwiegen hatte Blickte für ein Augenblick zur Seite. Während Oscar begann das ganze ziemlich ins Lächerliche zu ziehen spürte Liam wie das stechen in seiner Brust zu nahm....



      ....Das alles...
      Was im dieser Traumwelt passiert war....
      Die Dinge die Janon über seine toxische Liebe und seinem Vater gesprochen hatte sowie das auch zwischen ihnen....



      Janon hatte ihn mit seinem Vater verglichen...
      Zwar kam gegen Ende für Janon zum Glück die Ansicht das ihre Liebe vollkommend verschieden war und er ein Fehler gemacht hatte.
      Doch war war...Wenn sich Janon irrte...Oder er am Ende seine Meinung darüber sich erneut änderte.
      Er wollte NIEMALS in denn Augen seines Geliebten Janon in die Rolle von Achim schlüpfen.
      Es...So wie es zuvor war konnte er nicht weiter gehen...
      Liam musste eine ernste Entscheidung treffen. Eine die zwar unendlich schmerzhaft war aber für sie beide in Moment...Das einzig richtige.
      "Das ist....Doch eine Fantastische Idee!"



      Liam lächelte breiter und neigte seinen Kopf:
      "Ich werde meine Sachen später holen und wieder zu Nicky gehen, sollte er meine Computer mittlerweile nicht verkauft haben und mein Zimmer in ein Schweinestahl für seine Sexsklaven.", lachte er unbekümmert.
      "Mit Oscar wirst du bestimmt alle Hände voll zu tun haben, ich bin mir sicher mit ihm wird es nicht so schnell Langweilig werden."
      So....War es wirklich besser.
      Das Schicksal hatte sie beide aus verschiedenen Welten zusammen geführt....
      Doch am Ende haben sie beide sich nie wirklich gut getan....



      Liam bereute keine einzelne Sekunde die er mit Janon verbracht hatte...
      Die guten aber auch die schlechten...
      Auch seine Gefühle zu ihm hatten sich nach den Traum nicht verändert. Er liebte ihn immer noch warhaftig.
      Aber...Janon hatte recht.
      Sie funktionierten beide viel besser wenn sie getrennt waren.
      Er liebte Janons Nähe, seine starke Hand...Sein tiefer Blick...Seine Stimme, sein Atem der in auf der Haut kitzelte...
      Doch wenn seine Liebe wie ein Gift für seine Seele war...War es doch besser wenn sie sich nciht erneut zu nahe kamen.


      Es bedeutete nicht komplett aus dem Leben des Anderen zu verschwinden...Das Schicksal hatte sie schon so sehr miteinander verknotet als das es möglich war sich von einander zu trennen.
      Er wollte nicht denn Schritt gehen sie gewaltsam mit einer Schere zu trennen.
      Liam behielt gern weiterhin die Postion seines Freundes, seines Babes....
      Aber niemals würde er erneut versuchen in die Rolle eines Geliebten für ihn zu stehen. Er liebte Janon zu sehr als das er ihn für seine Egoismus Bluten lassen wollte. Egal wie schön das Gefühl am Ende war....
      Solange Janon...Nicht von seinen Schatten seiner Vergangenheit los kam, würden sie besser auf zwei verschiedene Ebene bleiben müssen.
      Auch für Liam war sein Leben nicht Gradlinig...
      Sowohl Janon aber auch seine Vergangenheit zerrten mit eisernen Ketten an seinem Hals...
      Jetzt wo er seinen Leiblichen Vater wieder gefunden hatte bestand für Liam jetzt die Möglichkeit auch diese Fessel zu lösen.
      Er konnte endlich herausfinden...Wer er eigentlich wirklich war.



      Mit Janon an seiner Seite würde er nur erneut in eine Rolle fallen nie überhaupt nicht zu ihm passte...Er musste selbst jetzt stärker werden und das gelang ihn jedoch nur wenn er unabhängiger von Janon wurde. Selbst wenn es bedeutet ihn irgendwann an jemand anderen zu verlieren. Jemand der viel besser mit seiner Brutal Liebe umgehen konnte. Er war nicht stark genug dafür gewesen...Sein Herz...Hatte es gespalten und auch tiefere Narben hinterlassen. Er ...Hatte das Gefühl immer noch Achims, Flüstern in seinen Ohren zu hören....
      Der Traum hatte ihn gezeigt...Das noch viel zu viel gab das nicht über Janon gewusst hatte.
      Wenn er wirklich die Person sein wollte der ihn bedingungslos lieben konnte, musste er erst damit klarkommen was dieser Traum ihn eigentlich vor Augen geführt hat.
      "Es tut mir sehr Leid, aber...Ich kann das was wir gemeinsam erlebt haben nicht vergessen. Ob es Real war oder nicht."
      Liam schaute auf den Boden vor sich...Obwohl ihn sein Herz gerade so schmerzte war es befreiend es laut auszusprechen:
      "Aber ich brauche dich nicht mehr Janon, ich werde mich jetzt ganz auf mein Leben Konzentrieren, ich werde wieder meine Webseite eröffnen und als Lucky Boy tätig sein. Der Club erfordert auch meine ganze Aufmerksamkeit und dieser verrückte Beni schuldet uns noch eine menge Erklärungen! Falls du mich aber brauchen solltest bin ich selbstverständlich für meinen austauschbaren Freund da!"



      "Eigentlich hatte ich eine Überraschung geplant und wollte auf die selbe Uni wie du gehen, sogar das selbe Fach habe ich gewählt...Aber ich werde das Fach ändern. Sport war sowieso nie mein Ding gewesen...Ich möchte viel Lieber etwas für die Gesellschaft tun. Das alles zu sagen fühlt sich wirklich GUT an! Mir ist gerade wirklich egal ob die Dinge die ich tue uns näher oder weiter auseinander bringen werden. Ich mache die Dinge jetzt ganz genau so wie ich es will. Wie bescheuert und auch gemein es dir gegenüber klingen mag, ich bin verdammt Glücklich über diesen kranken Traum gewesen. Ich bin wirklich Herzlos oder? "
      Es war bestimmt für Janon so Traumatisch und schrecklich gewesen das sie alle sein tiefsten Kern gesehen haben...Sie alle hatten höhen und schrecklichen tiefen erlebt.
      Doch Liam wollte kein Mitleid oder Mitgefühl aufbringen...Er war Froh die unverfälschte Wahrheit gesehen, seine Liebe endlich offen ausgesprochen zu haben...Vielleicht würde er irgendwann die Chance haben Janon seine Liebe erneut zugestehen...Aber mit einem weitaus angenehmeren Ergebnis.
      Doch bis dahin...Wollte nur wieder der Freund für Janon sein, der für ihn in schlimmen Momenten da war aber zugleich ihn Verraten würde und austauschbar war wenn es gerade passte....
      "Daher...Ich denke ich das in deiner Wohnung kein platz mehr für mich wäre. Kommt gern bei mir im Club vorbei wenn ich Lust habt aber diesmal ohne dabei den Laden zu demolieren."
      Mit so einer Ansage hätte Oscar nicht gerechnet...Er kapierte auch diese etwas seltsam verdrehte Liebelei der beiden nicht wirklich. Irgendwie waren die beiden echt putzig...
      Die Liebten sich wie Pech und Schwefel aber dann waren die echt fies zu einander das ihm selbst etwas das Herzilein schmerzte.
      "Ey? Echt cool? Also hab ich damit dein Segen?", grinste Oscar verschmitzt der die Sache ganz Positiv nahm obwohl Liam sich wohl gerade irgendwie von Janon getrennt hatte.



      War aber Oscar auch egal, eigentlich hatte keiner hier wirkliches Mitsprache recht! Er würde so oder so bei seinem Bad Boy einziehen und Liams Club besuchen!
      Irgendwie wurde die Luft gerade ziemlich dick...Vielleicht lag es auch an den billigen Zigaretten von Janon.
      Obwohl Liam das ganze so frei mit einem Lächeln von sich geben hatte kämpfte er tapfer dagegen an in Tränen auzubrechen.
      Etwas unbeholfen kratzte sich Oscar an der Wange...Der Knirps war wirklich ein zerbrechliches Ding. Dabei hatte es der Blonde echt stark von ihm gefunden wie Liam gerade dem Bad Boys seine Meinung gegeigt hat!
      "Ey, ey Bad Boy! Willst du wirklich bis heute Abend warten oder sollen wir nicht lieber gleich abzischen?", schlug Oscar dreist vor. Ans umziehen dachte Oscar jedoch eher weniger, vermutlich würde in diesem Krankenhauskittel draußen herum laufen als wäre es das normalste der Welt.
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer

      Der Boxer hatte absolut nichts dagegen, dass der Ochse sich nur an den Inselspaß erinnerte. Im Vergleich zu dem Zirkusaufenthalt war es wohl noch das harmloseste, auch wenn Janon dort viel gegen den bescheuerten Stan kämpfen musste, um seine Autorität nicht zu verlieren. Beinahe hatte Janon vergessen, dass Liam Beni angeblich schon von seinem Club kannte. Lag es dann an Liam, dass so eine random Person in dem bizarren Traum vorkam? Was...stand er etwa auf den Typen? Ein kurzer Blick zu Oscar reichte um diese Theorie zu bestätigen. Liams...Männergeschmack war ja ziemlich...das Gegenteil von seinem. Die einzige Ausnahme in Liams Liebesharem war wohl Janon selbst.
      Diesmal hielt sich Janon aus der Diskussion zwischen Liam und Oscar über den Club heraus. Wenn Liam tatsächlich dumm genug war, ihn wieder einzuladen, musste er sich nicht wundern, wenn der Laden eine Stunde später erneut lichterloh brannte. Entspannt nahm Janon einen weiteren Zug von seiner Zigarette. Erstaunlicherweise ruhte er gerade völlig in sich selbst, obwohl man ihn normalerweise ziemlich leicht auf die Palme bringen konnte.

      "Hah, man...Du kennst Stanly mittlerweile echt gut. Stanly wird sowieso alles total kompliziert, logisch erklären als wären wir Opfer von irgendwelche kranken Chemikalien geworden..."

      Und genau deshalb hasste er diesen Butler. Er hatte null Bock darauf, dass Stan anfing, eins und eins zusammenzuzählen und versuchte, dort irgendwelche Informationen aus dem Traum zu ziehen. Dieser miese Wichser wollte ihn abschreiben, Janon fallen sehen. Bestimmt sah er ihn als schlimmere Zecke als Oscar. Doch Janon dachte mittlerweile auch so. Oscar war zum Kotzen und am liebsten wollte er, dass er wieder die Schimmelflecken von der Decke im Knast zählte...der Traum bewies aber, dass er mit solch' einer Persönlichkeit wohl mehr was anfangen konnte, als den Mr. Elegant und Erfahren. Wenn er es auch nur wagen sollte, irgendetwas von dem Traum auszuplaudern, würde Janon ihn kaltmachen – mitsamt seinen verdammten Eltern. Stans ständige Klugscheißerei ging ihm gehörig auf den Sack. Allein der Gedanke daran, wie dumm Wyatt neulich in dieser brenzligen Situation dagestanden hatte, ließ die Wut in ihm hochkochen. Oh ja, Wyatt schuldete er auch noch eine Tracht Prügel, Stan hatte ihn daran wieder erinnert. Seine Zähne würde er ihn dann per Post verschicken, um Stan zu beweisen, wie wenig er sich von ihm demütigen ließ. Er wusste schon gar nicht ob er lieber mit Tyler oder Brokkolikopf anfangen sollte, um Stans Wut zu steigern und die maximale Schadenfreude zu empfinden. Verdammt, mittlerweile freute er sich wie ein waschechter Schläger auf den Schulbeginn.

      "Du hast recht. Das war abartiger Scheiß. Und ich werd dir den Gefallen sicher nicht tun, das hier mit 'nem billigen Quickie auf der Krankenhaustoilette auszugleichen."

      Ruckartig zogen sich Janons Mundwinkel nach unten. Das war’s dann wohl mit der neu gefundenen inneren Ruhe. Oscar klang, als wäre das Janons erster Gedanke gewesen – was der Typ sich vermutlich sogar erhoffte. Und zugegeben: Er hatte sich mental bereits darauf eingestellt, erneut mit diesem Ochsen ins Bett zu gehen, selbst wenn er sich danach drei Stunden lang heiß abduschen müsste. Den scheiss Spielplatz hätte er sich noch einmal angetan, wenn damit seine Schulden beglichen wären. In 99 Prozent der Fälle wäre das auch Janons erste Wahl gewesen, hätte ihn jemand gefragt, den er attraktiv fand. Aber verdammte Scheiße, wenn Oscar keinen Sex als Gegenleistung wollte ... was dann? Eine Niere? Sein Geld? Sein Sklave würde er bestimmt nicht werden, er würde ihn für solch' eine Anfrage sofort die Zähne einschlagen!
      Dann kam auch Oscar auf ihn zu – und das, obwohl ihm ein Betäubungsmittel in die Nippel gespritzt worden war. Völlig ungeniert nahm er Janon die Zigarette aus den Fingern, saugte den Rauch förmlich ein und wandte sich ihm dann mit zufriedener Miene zu.

      "Was ich von dir verlange? Ich will das du mich bei dir Wohnen lässt!~♥"

      Janons Auge zuckte unkontrolliert. Es fühlte sich an, als hätte Oscar ihm gerade einen Taser auf die Brust gesetzt und ihm tausend Volt durch den Körper gejagt. Ausgerechnet dieser Riese beschwerte sich jetzt mit einer geradezu unheimlich wehleidigen Stimme darüber, dass jemand sein geliebtes Motorrad geschrottet hatte. Gut, das war Janon gewesen, aber er hatte nicht das geringste schlechte Gewissen, selbst wenn die Maschine Oscars größter Schatz war. Das war schließlich die Revanche für den verdammten Spielplatz! Aber Scheiße – er sollte ihn bei sich WOHNEN lassen? Diesen durchgeknallten Giganten, der mal eben einen ganzen Club abfackelte? Da konnte er auch gleich den Teufel persönlich bei sich einquartieren. Stand ihm etwa das Wort „suizidgefährdet“ auf der Stirn geschrieben?!

      Oscars krampfhaft niedliche Fratze machte die ganze Situation für jemanden wie Janon, der absolut nie wissen wollte, wie dieser Kerl mit Kulleraugen aussah, nur noch unerträglicher. Fuck – er hätte es besser wissen und seine Worte weiser wählen müssen! Verflucht sei sein verkackter Ehrenkodex. Janon musste sich ernsthaft zusammenreißen, nicht sofort aufzuspringen und ihm direkt eine reinzuhauen, während Oscar sich nun auch noch über ihn und den Traum lustig machte.

      "Heh~ Ich lass auch das Licht für dich Nachts an...Versprochen~♥"

      "Du verfluchter Bastard...!", zischte Janon heraus, seine Zähne presste er stark aneinander. Warum sollte er sich auf DIESEN SCHEISS einlassen? Solche Sprüche würde er doch ab jetzt die ganze Zeit hören! Lieber machte er Oscar jetzt kalt, bei toten Leuten konnte er keine Schulden begleichen. Er brauchte nicht täglich jemanden wie Oscar, der ihn kleine Dolche ins Herz stach und ihn immer wieder an sein Traumata zurückerinnerte. Er konnte es sich schon vorstellen wie er an diesem scheiß Lichtschalter hängen würde, während er einen Minirock in seinen Händen hielt. Das verletzte massiv Janons Stolz, dies war einer der Gründe, weshalb er nicht wollte, dass sie sich an den Traum erinnerten! Es gab ein völlig verfälschtes Image von den jetzigen Boxer ab!



      Dann brachte auch endlich Liam was dazu ein, der sich dazu noch gar nicht einmischte. Er war doch bestimmt genauso nicht einverstanden, dass solch' ein Rindsvieh bei Janon einnistete. Er kannte ja ihre nicht passende Dynamik zueinader, hoffentlich hatte der Kleine ein paar Gegenargumentationen, die den Boxer von diesem grauenhaften Schicksal bewahren konnte.

      "Das ist....Doch eine Fantastische Idee!"

      ...
      ...
      ....

      "...HÄ?!"



      Völlig fassungslos starrte er in Liams Gesicht. Der strahlte ihn gerade an, als würde er Oscar allen Ernstes zustimmen. Hatte er da richtig gehört? Hatte Liam gerade wirklich behauptet, dass Oscars verdammte Scheißidee fantastisch war? Was zum Teufel ... hegte Liam etwa einen derartigen Groll gegen ihn wegen dieses Traums?! Nahm er ihm die Sache echt so unfassbar übel?! Genau deshalb hätten sie es doch einfach verdrängen sollen, verdammt noch mal, anstatt jetzt eine gemeinsame Front gegen Janon zu bilden! Janon fühlte sich ziemlich selten so...aber gerade wurde er hart gemobbt von den zwei Typen im Krankenzimmer!

      "Ich werde meine Sachen später holen und wieder zu Nicky gehen, sollte er meine Computer mittlerweile nicht verkauft haben und mein Zimmer in ein Schweinestahl für seine Sexsklaven."

      Janons Blick gefror förmlich vor Schock. Es fühlte sich an, als wolle Liam ihm den Speer in der Brust heimzahlen, indem er ihm jetzt buchstäblich die Luft zum Atmen stärker raubte als im Traum. Der Boxer brauchte eine Weile, um diesen verdammten Scheiß zu verarbeiten. Wie Liam sich da gerade freute – angeblich für ihn, aber eigentlich doch für Oscar! Konnte das wirklich wahr sein? Hatte Liam etwa nur darauf gewartet, dass Oscar sich bei Janon einnistete, um sich elegant aus dem Staub zu machen?! Wollte er Janon so schnell wie möglich loswerden?! Hah – am Ende noch wegen dieses Traums?! Dabei hatte er ihm doch erst gesagt, wie wichtig er ihm war. Warum zur Hölle behandelte er ihn dann jetzt so?! Janon gelang es einfach nicht, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Es fühlte sich an, als würde Liam gerade in purem Sadismus auf ihn einprügeln und die dicken Euter als Kanonenfeuer gegen ihn benutzen!



      "Es tut mir sehr Leid, aber...Ich kann das was wir gemeinsam erlebt haben nicht vergessen. Ob es Real war oder nicht."

      Er war es einfach zu sehr gewohnt, dass Liam ihm bei jeder Kleinigkeit blind zustimmte. Und jetzt ... ausgerechnet jetzt weigerte er sich, obwohl die Sache Janon extrem am Herzen lag. Er wollte diesen Traum nicht vergessen, ganz egal, wie sehr er seinen ... ?Freund? ... damit belastete. War das die Rache dafür, dass er Liams Liebe nicht erwidert und von sich gewiesen hatte? Automatisch senkte sich Janons Blick. Er starrte auf die zerbrochene Vase, auf das Wasser und die bunten Blumen, die sich auf dem Boden verteilt hatten. Scheiße, nicht schon wieder. Eine dicke Gänsehaut überzog seine Arme, doch er ließ sie nicht zu hart an sich ran. Er durfte sich auf gar keinen Fall wieder in diesen Gedanken hineinsteigern. Er durfte die beiden nie wieder miteinander vergleichen, auch wenn ihre Art ... ihm die Dinge heimzuzahlen, sich erschreckend ähnlich war. Die gleiche bittere Note, dieser verdammte Sadismus, der mit zarten Worten geschmückt wurde. Janon fühlte sich, als würde er gleich Blut spucken.

      "Aber ich brauche dich nicht mehr Janon, ich werde mich jetzt ganz auf mein Leben Konzentrieren, ich werde wieder meine Webseite eröffnen und als Lucky Boy tätig sein. Der Club erfordert auch meine ganze Aufmerksamkeit und dieser verrückte Beni schuldet uns noch eine menge Erklärungen! Falls du mich aber brauchen solltest bin ich selbstverständlich für meinen austauschbaren Freund da!"

      Genau in diesem Moment spürte er es. Es war, als würde Liam ihm sämtliche Energie aussaugen, während der Kerl selbst nur noch heller erstrahlte. Jemand, der angeblich so abgöttisch in ihn verliebt war, brauchte ihn auf einmal nicht mehr? So verdammt schnell? Er schnipste ihn ohne große Probleme aus seinem Leben weg und gab ihn als Trostpflaster einen kleinen Finger, falls er ihn brauchte?Liebe...Verging Liebe wirklich so rasant? Für ihn war Liebe eine unsterbliches Instrument aber...er wusste auch das seine Liebe nur toxisch. Vielleicht war...das Normalität? Es bestätigte nur wie sehr er diese Scheisse nicht in seinem Leben brauchte. Janon kapierte Liams Liebe zu ihm nicht aber die starke Freundschaft, die er für Liam empfand, zerrte gerade geradezu schmerzhaft an seinem eigenen Fleisch. Lag das echt nur an diesem Traum? Erschlug er ihn deswegen mit einem Stein? Er wusste noch genau ... ja, Janon hatte ihn dort absichtlich provoziert und tief verletzt. Wegen ihm war er in seinem Vater verhaftet, wegen seiner Feigheit. Er würde es sich niemals verzeihen. Aber es wirkte, als hätte Liam seine letzten Worte am Ende völlig ausgeblendet. Oder wollte er ihn direkt loswerden, weil er verstand, dass er von Janon niemals diese Liebe spüren konnte? Austauschbarer Freund – war das ernsthaft das Einzige, was in dem Kopf eines so klugen Mannes wie Liam hängen geblieben war? Sein Geist konnte es nicht fassen.

      "Das alles zu sagen fühlt sich wirklich GUT an! Mir ist gerade wirklich egal ob die Dinge die ich tue uns näher oder weiter auseinander bringen werden. Ich mache die Dinge jetzt ganz genau so wie ich es will. Wie bescheuert und auch gemein es dir gegenüber klingen mag, ich bin verdammt Glücklich über diesen kranken Traum gewesen. Ich bin wirklich Herzlos oder? "

      Irgendwo freute sich Janon ja darüber, dass Liam endlich mehr für sich selbst einstehen wollte. Auch wenn es ihn auf die falsche Fährte führte wieder als Hure anzufangen und sich von anderen Kerlen verbrauchen zu lassen. Von dem schmutzigen Schicksal, welches Janon eigentlich gehofft hatte zu stoppen. Aber aus einer Nutte...kriegte man einfach nicht das Verrottete herausgezogen, es steckte zu tief in Liam drinnen...wie bei Cabriel, Janon war da total machtlos und das machte ihn schwermütig. Er erinnerte sich noch haargenau an das Gefühl seines Traum-Ichs – an das, was er für Liam empfunden hatte, als er ihm sagte, er solle sich nicht länger von Janon manipulieren lassen. Doch hier in der Realität fühlte sich das Ganze plötzlich ganz anders an. Liams neue Selbstsicherheit kippte schnell ins Negative, weil der Kerl so penetrant betonen musste, dass ihm ihre gemeinsame Zeit mittlerweile völlig egal sein könnte, jedenfalls hörte genau das Janon heraus. Unweigerlich musste Janon daran zurückdenken, wie Liam ihn damals wegen seines Adoptivvaters in dieser verdammten Sackgasse einfach vergessen und im Stich gelassen hatte. Da war er ihm schließlich auch monatelang ... nein, jahrelang völlig egal gewesen. Er hatte sich nicht geirrt. Der Einzige Mensch, in dessen Herz er wohl selbst heftig eingenistet war...war wohl...sein Vater. Spürte gerade Janon ernsthaft Traurigkeit in ihm? Warum ließ er sich wieder so von Liam verletzen? Warum hörte er sich den Scheiss überhaupt an? Sein Traum-Ich hatte sich wohl nicht umsonst von Liam verabschiedet.



      "Daher...Ich denke ich das in deiner Wohnung kein platz mehr für mich wäre. Kommt gern bei mir im Club vorbei wenn ich Lust habt aber diesmal ohne dabei den Laden zu demolieren."

      Langsam erhob sich Janon vom Bett. Er versuchte gar nicht erst, sich seine Zigarette von Oscar zurückzuholen, und zündete sich auch keine neue an. Nach Liams Worten fühlte sich der Rauch ohnehin nur noch wie pures Gift in seinen Lungen an. Vielleicht sollte er von hier doch schneller verschwinden als ursprünglich geplant. Er spürte genau, wie dünnhäutig er gerade war und dass er alles viel zu emotional an sich heranließ. Er brauchte dringend Abstand – vom Krankenhaus, von diesem verdammten Traum und vor allem von Liam und Oscar. Nichts davon tat ihm im Moment gut; im Gegenteil, all das zerrte nur unerträglich an ihm.


      Ha … Kaum spaziert dein echter Alter durch die Tür und schon brauchste mich nicht mehr, hm? Ja, hab mir schon gedacht, dass der Tag bald kommt. Verrückt, wie sich diese ganze Scheiße mit dir ständig wiederholt. Als hinge ich in einer verdammten Zeitschleife fest“, stieß Janon rau hervor, gefolgt von einem lautlosen, bitteren Lachen. Seine Haare fielen ihm ins Gesicht und verbargen seine Augen, man sah nur noch sein freudloses, verärgertes Lächeln. Seine Hand war längst zu einer harten Faust geballt, der Stoff seiner Handschuhe knirschte hörbar unter dem Druck. Die Wut brodelte in ihm, doch er zwang sich, die zitternde Hand tief in die Tasche zu schieben – bevor er sie noch der Person ins Gesicht schlug, die für all das verantwortlich war.



      „Drückst du mir Oscar jetzt wie so ein explosives Stofftier in die Krallen, damit ich dir nicht nachweine und du den perfekten Grund hast, dich aus dem Staub zu machen? Was sollte dieser schmierige Kommentar von wegen ‚fantastische Idee‘? Für wen denn? Für den Ochsen? Für dich?“


      In diesem Raum befanden sich drei gigantische Egoisten. Janon schloss sich da absolut mit ein, schließlich dachte er auch immer nur an sich selbst. Doch es war offensichtlich, dass hier gerade niemand auch nur einen Funken Empathie für den anderen aufbrachte. Liam verspürte doch glatt Schadenfreude dabei, ihn mit dem Kerl alleinzulassen, der Janon auf dem Spielplatz blamiert hatte und seinen Ruf garantiert noch weiter ruinieren würde. Hauptsache, Liam war fein raus. Wenn überhaupt, tat er es für Oscar, damit der arme Wicht nicht auf der Straße landete – und Liam sich gleichzeitig elegant aus der Affäre ziehen konnte, ohne sich selbst um ihn kümmern zu müssen.
      Sein Zorn wuchs unaufhaltsam und er spürte, wie seine Lippen zu beben begannen. Doch ausgerechnet jetzt ... durfte er sich nicht von seiner Wut übermannen lassen. Das würde unweigerlich bedeuten, dass er sich an Liam vergriff. Und genau das ... wollte er unter allen Umständen verhindern. Auch wenn er keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte, musste er seine Aggressionen irgendwo anders abladen. Als er dicht an Liams Bett trat, riss er tatsächlich die Faust in die Höhe – doch nur, um dem Herzfrequenzmonitor mit voller Wucht eine zu verpassen. Das Glas riss mit einem hässlichen Knirschen. Das Gerät fing sofort hektisch an zu piepen, bevor es abrupt verstummte, bedrohlich schwankte und schließlich krachend zu Boden fiel. Janon sprach einfach weiter.

      „Wenn ich die Möglichkeit hätte, euch diese verdammten Erinnerungen aus dem Schädel zu reißen, hätte ich es direkt getan. Aber das geht nicht ... es sei denn, ich prügele euch wieder zurück ins Koma. Eine Option ... die ich definitiv in Erwägung ziehe, sollte auch nur einer von euch Arschlöchern ein Wort über diesen Traum verlieren.“


      Was diesen Traum anging, machte er zwischen Liam und Oscar keinen Unterschied. Er würde sie gleichermaßen bestrafen – auch wenn er Oscar vorher vermutlich noch wie eine Mandarine häuten würde. Seine Vergangenheit lastete ohnehin schon schwer genug auf ihm. Er hatte noch nie jemandem genau davon erzählt und hatte es auch nie vorgehabt. Jetzt war er schamlos dazu gezwungen worden und zog den geringsten Nutzen daraus, während andere wie Liam, sich förmlich daran ergötzten. Durch all das wurde Janon eigentlich nur noch bewusster, dass er tief in sich einfach nur ein abgrundtief hässliches Monster sein wollte. Ein Weg, der ihn Befreiung und zugleich komplette Einsamkeit schenken würde.

      „Lasst mich aus dem Bullshit bloß raus! Wenn ihr mit Beni Teekränzchen und Fantasiewelt spielen wollt und ihm seine bescheuerte Wächter-Kacke abkauft ... mir egal. Macht doch, was ihr wollt. Das ist für mich nur ein Grund mehr, mich von The Cage‘ und diesem Verrückten fernzuhalten. Ich wurde genug beschämt.“, stieß er mit ehrlicher Verachtung hervor. Er sah die beiden an, als hielte er sie für komplett geisteskrank, weil sie sich so an diesen Traum klammerten. Auch wenn er selbst im Traum absolut begeistert davon gewesen war, ein Erdwächter zu sein – in der Realität ließ er sich von solchen Gefühlen ganz sicher nicht übermannen. Klar, falls er wirklich so eine Kraft besäße ... könnte er damit vielleicht endlich seinen Vater direkt herausfordern? Aber Janon war viel mehr davon überzeugt, dass das alles nur eine absurde Traumwelt war, als dass auch nur irgendetwas davon der Realität entsprach.


      Mit einem kurzen, freudlosen Lachen zeigte er auf Oscar und strich sich fahrig durchs Haar.

      „Ich werde mit diesem Ochsen garantiert nicht alleine unter einem Dach leben. Du bist ein echter Bastard...Babe... mich mit ihm alleinzulassen. Ich hätte dich gebraucht, aber … da du ja jetzt wieder vergeben bist, muss ich dich eben austauschen. Ich kann es mir nämlich genauso wenig leisten, einfach auf der Stelle stehen zu bleiben, nur weil du mich hier abservierst. Verstehste? … Du hast mir ohnehin noch nie eine Wahl gelassen, wie ich dich behandeln soll...Wenn ich dich nicht austausche, dann könnte ich mich eine lange Zeit auf niemanden mehr verlassen...bis du wieder Bock hast.“

      Ja, scheisse. Da war schon wieder diese...Ähnlichkeit. Wie Achim musste er Liam ersetzten...Nicht aus seinem Herzen aber...aus seinem verdammten Kopf...Kacke, wurde Janon selbst gerade wieder wahnsinnig? War es...schlecht in der Nähe von Liam zu sein? Warum...schmerzte es bei ihm zu stehen? Trauer und Wut...Gerade konnte er nicht anders für seinen Freund empfinden. Er musste erneut an seine Abschiedsworte nachdenken...

      Wenn ich dieses Monster mit meinen eigenen Händen umbringe, dann...werde ich erst frei sein. Selbst wenn ich mit ihm draufgehe. Das wird es wert sein!

      ....Durch den Traum war dieser Wunsch nicht nur intensiver geworden...Nein...Er wurde zu einem notdringenden Bedürfnis. Er...spürte keine Freiheit, obwohl er aus dem Traum raus war. Janon war noch immer in seinem beknackten Zimmer...und das genauso schlimmere Übel...Er hatte noch immer aus Liams Verrat nicht gelernt dazu gehabt. War es der Grund wieso er unter allem Umständen verhindert hatte, dass Liam seinen Vater nie zu sehen bekam? Nur um wieder...verletzt zu werden? Janon war also naiv... Liam wurde zum Grund wieso dieses dunkle Zimmer in seinem Verstand auch noch so stickig wurde. Er sah Achim und Liam nicht identisch aber...sie waren beide verdammte Mosquitos, die von ihm labten! Er musste schnellstens von Liam frei kommen, bevor er auch ihn...beseitigen musste um wieder atmen zu können. Diesen grässlichen Gedanken verschloss Janon mit einem krächzenden Lachen, er brauchte weichere Gedanken.



      "Ich frage Mirella, die könnte mit dem Ochsen klarkommen...Oh, wenn ihr Zimmer frei ist, kannste ja wieder bei deinem Papi einziehen. So wie wir Mäuschen kennen, besteht dein Zimmer bestimmt nur noch aus Peitschen und Lederanzügen!"

      Liams Schwester würde er tatsächlich fragen, wie sollte er denn ernsthaft alleine mit dem Eutermann aushalten? Mirella hatte eine erstaunliche Gabe mit Männern klar zu kommen, die eigentlich so viel stärker als sie waren. Genau deshalb akzeptierte Janon sie, obwohl er Frauen so verabscheute. Dauerte ja eh nicht lange bis Liam um süße Momente nachzuholen zu seinem Vater einzog, auch wenn er schon Erwachsen war. Er kannte ja Raimondos Familienverhältnisse, bescheuert genug, dass selbst Cabriel sich einst Mal dort eingenistet hatte. Wenn Livius schon süß und voller Reinheit war, stieg Raimondo nur noch weiter auf einen höheren Rang hinauf. Er unternahm fiel mit Mirella, die Rothaarige hatte sich noch nie über ihren Vater beschwert, weswegen sie wohl noch gar nicht daran dachte auszuziehen. Manchmal war Janon deswegen sogar eifersüchtig gewesen, doch wusste er auch, dass solche Herzenswärme gar keinen Platz bei ihm hatte.

      Mit einem grimmigen Starren ließ er von Liam ab. Er wandte sich Oscar zu und musste erst einmal tief durchatmen, um die nächsten Worte überhaupt über die Lippen zu bringen. Es fiel ihm scheiße schwer.

      Einen Monat. Länger lasse ich dich nicht bei mir wohnen. Aber solange ich keinen weiteren Mitbewohner habe, lasse ich dich lieber wegen Einbruchs vom perversen Hundepolizisten mit den flauschigen Handschellen einkassieren, als dich bei mir hausen zu lassen. Ich bin schließlich nicht lebensmüde und lasse mir von dir mein Hab und Gut abfackeln. Ich habe meine eigenen Ziele, da kann ich mich nicht ständig auf so einen Abfall wie dich konzentrieren.“



      Kalt und voller Verachtung sah Janon ihm in die Augen. Wäre dieser Traum nicht gewesen, hätte er seinem Blick wohl niemals so lange standhalten können, ohne sich direkt auf ihn zu stürzen. Wurde sein Hass etwa weniger? Irgendwie schien Oscar tatsächlich einen winzigen Tropfen Respekt von Janon ergattert zu haben, was absolut verrückt klang. Doch sein Hass würde mit Sicherheit bald wieder wachsen, denn Oscar war unberechenbar. Reichte man ihm den kleinen Finger, zog er einen sofort auf die Knie und öffnete den Hosenzipper.

      "Ich verschwinde lieber jetzt, muss wissen wo mein Wagen sich befindet....Liam wird dir bestimmt verraten wo ich wohne. Kannst ja versuchen mir hinterher zu watscheln. Glaube aber kaum, dass sie dich in so einem Zustand gehen lassen - jetzt wo du auch noch aus Randale ihre Geräte zerstörst. Ich mach ein Foto von dir, wenn dich die Security an den Boden pinned. Kommt davon, dass dein Image so beschissen bei jedem ist..."

      Damit wand er sich von den zerstörten Gegenständen wie auch den Idioten ab. Er brauchte unbedingt wieder Spaß. Es war schon so lange her. Eine Spritztour in seinem Wagen würde ihn bestimmt aufmuntern.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Oscar Bell & Liam Petrow

      "Ha … Kaum spaziert dein echter Alter durch die Tür und schon brauchste mich nicht mehr, hm? Ja, hab mir schon gedacht, dass der Tag bald kommt. Verrückt, wie sich diese ganze Scheiße mit dir ständig wiederholt. Als hinge ich in einer verdammten Zeitschleife fest"

      Natürlich erwartete Liam von Janon keinen Orden oder Applaus für seinen Entscheidung, er hatte ganz damit gerechnet das Janon davon Wütend wurde oder sogar verletzt sein wird...Doch das er das ganze jetzt auf sein wiedergefunden Vater schob ließ Liam leise japsen...
      Natürlich...Die Sache mit der Adoption und als er nicht zur Gasse gekommen war. Das trug ihm Janon wirklich ewig nach!
      Aber sein Entschluss hatte doch gar nichts mit Raimondo zu tun oder das jetzt sein Familie wieder gefunden hatte!!
      Selbst wenn erwacht wäre ohne das sein Leiblicher Vater hier aufgekreuzt wäre hätte er sich hier für Entschieden!



      Es war aber so als würde Janon wirklich dein Traum aus seinem Gedächtnis verbahnen wollen und erneut mit Liam an der Tatsache vorbei sprechen...
      Vermutlich hatte Janon tausend Gründe gefunden, die Liam zu dieser Egotischen Entscheidung gebracht hätten.

      "Drückst du mir Oscar jetzt wie so ein explosives Stofftier in die Krallen, damit ich dir nicht nachweine und du den perfekten Grund hast, dich aus dem Staub zu machen? Was sollte dieser schmierige Kommentar von wegen ‚fantastische Idee‘? Für wen denn? Für den Ochsen? Für dich?"
      Das Lächeln von Oscar wurde immer breiter: Ohja~ Das war total eine brillante Idee! Die Beste! Weil auch seine war!
      Sein Bad Boy und Knirps waren schon putzig wenn sie sich stritten wie eine Wild Katze und kleines Hündchen!
      Während die Luft immer dicker wurde genoss Oscar die Zigarette, schmeckte immer besser...Ob es an Janon Speichel lag das noch daran klebte?


      Und dann zeigte sein Bad Boy auch wieder seine Brutalität! Er zerschmetterte dieses Krankenhausgerät neben Liam...Oh wie gerne wäre Oscar gerade an der Stelle gewesen!
      Ende gut alles gut!
      Während Liam zusammen zuckte und Janon mit zusammen gezogenen Augenbrauen anschaute war der Ex-Häftling mit allem so zufrieden, scheiße dieses Beruhigungsmittel haute echt rein!
      Liam kam gar nicht zu Wort, nachdem das Gerät so laut zu Boden krachte redete Janon einfach weiter als hätte er gerade nur eine lästige Fliege weggeschlagen...!
      "Wenn ich die Möglichkeit hätte, euch diese verdammten Erinnerungen aus dem Schädel zu reißen, hätte ich es direkt getan. Aber das geht nicht ... es sei denn, ich prügele euch wieder zurück ins Koma. Eine Option ... die ich definitiv in Erwägung ziehe, sollte auch nur einer von euch Arschlöchern ein Wort über diesen Traum verlieren."
      Liam war zum glück kein Plappermaul, auch wenn in seinem Club gern hier und dort gern Geheimnisse und Gerüchte verbreitet wurden...Auch durch seine Sugadaddys erfuhr Liam so das ein oder Andere verrückte Ding...Aber hieß Janons Ansage damit auch das mit seinem Gamer-Kumpel nicht drüber sprechen durfte?
      Naja...Janon wird bestimmt nicht davon erfahren und er würde sicherlich keine Namen nennen!
      Trotzdem...Bekam Liam sofort ein schlechtes Gewissen...
      Er glaubte Janon aufs Wort das er alles ergebende tun würde und auch bei ihm kein halt machen wird.
      Sein Welpenschutz hatte er sich bei ihm schon zu oft verspielt als das er nur die Hoffnung erwägen konnte das Janon ihn dafür nur erneute Lektion in der Badewanne gab.



      Oscar hingegen kapierte diese Drohung nicht wirklich... Bestrafung? Klang doch echt Geil...Doch wem sollte er davon erzählen? Ihm glaubte Gefühlt sowieso kaum einer. Er war immer unter Drogen und selbst wenn er die Wahrheit sagte, warf man ihm ein Blick zu der deutlich sagte das man ihm zweifelt. Außer es ging darum ein Kampf anzuzetteln, dann würde ihm natürlich geglaubt...
      Etwas enttäuscht darüber das Janon nicht The Cage besuchen wollte um Beni Live und voller Farbe zu sehen, stieß Oscar seufzend eine Rauchwolke aus.
      Wäre doch bestimmt Lustig geworden!
      Aber so wie sein Bad Boy gerade drauf war...Schien nicht wirklich für Späße zu haben zu sein.
      Vielleicht hätten diese Kittel-Träger lieber ihn etwas spritzten sollen!

      "Ich werde mit diesem Ochsen garantiert nicht alleine unter einem Dach leben. Du bist ein echter Bastard...Babe... mich mit ihm alleinzulassen. Ich hätte dich gebraucht, aber … da du ja jetzt wieder vergeben bist, muss ich dich eben austauschen. Ich kann es mir nämlich genauso wenig leisten, einfach auf der Stelle stehen zu bleiben, nur weil du mich hier abservierst. Verstehste? … Du hast mir ohnehin noch nie eine Wahl gelassen, wie ich dich behandeln soll...Wenn ich dich nicht austausche, dann könnte ich mich eine lange Zeit auf niemanden mehr verlassen...bis du wieder Bock hast."
      Jedes Wort von Janon war für Liam ein weitere stich ins Herz...Am liebsten hätte gerade wieder alles zurück genommen was so Tapfer ausgespuckt hatte!
      Aber nein,...Nein...Nein...Nein! Er durfte jetzt nicht nachgeben, sonst würde es wirklich wie eine Zeitschleife werden!
      Egal wie weh gerade tat und Liam am liebsten heulend an Janons Bein sich geklammert hätte!
      Janon packte das...Er war sich sicher das Janon mit Oscar klar kam!
      Er wusste ganz genau das Janon es auch Hasste wenn Liam sein Beschützer spielte, nur merkte es Janon in seiner Wut gerade einfach nicht!
      Gerade bot er Janon ein ziemlich vertrauen beweis...Er würde nicht dazwischen springen....Es war besser wenn Janon auch vorwärts ging....



      Aber verdammt, war das schwer....!
      Sein ganzer Körper spannte sich an als würde ein unsichtbares Band brutal an ihm zerren!
      In ihm kribbelte der verrückte Gedanke, Janon heimlich zu beobachten nur um zu schauen ob es ihm wirklich gut ging und...Ja...selbst wenn er ihn austauschte, musste sicher sein das die Person auch echt Janon Bedürfnis erfüllte!!
      Egal wie sehr es Liam gerade wollte unabhängig zu sein und es laut ausgesprochen hatte, er kam von Janon einfach nicht los...Ihm aber zusagen das ihn immer in Auge behalten würde---Klang sicher...Krank und erinnerte Janon sicher nur noch mehr an seinem Vater!
      Zwanghaft presste also Liam seine Lippen zusammen...Kein weiteres Wort sollte mehr sagen um die Sache nicht weiter in eine Falsche richtung zu lenken.
      Das Janon also wütend würde war bestimmt besser so...So kam Liam nicht in die Chance sich umzuentscheiden...!
      Dennoch sein krächzendes Lachen...War nichts das Liam sich gerne anhörte und sein Blick nur mehr auf den Boden senkte.
      "Ich frage Mirella, die könnte mit dem Ochsen klarkommen...Oh, wenn ihr Zimmer frei ist, kannst ja wieder bei deinem Papi einziehen. So wie wir Mäuschen kennen, besteht dein Zimmer bestimmt nur noch aus Peitschen und Lederanzügen!"
      Oscar hingegen kam nicht so wirklich mehr mit...Was war denn ein Mirella?
      Eine Maus?
      Worum zum Henker sollte sich Oscar um eine Maus scheren? War sie Janons Haustier?
      Irgendwie kapierte er diesen Ehe-streit der beiden echt nicht...
      Beide machten so gequälte Gesichter das Oscar kurz glaubte nicht der einzige Masochist hier im Raum zu sein...
      Standen die beiden darauf sich weh zu tun und dann wieder schnulzig in die Arme zu fallen??



      Dazu deren Vater-Komplex war echt unerträglich...Wenn noch einmal Daddy, Papi oder Vater hörte musste er echt gleich sich übergeben. Zum Glück war er nicht so von seinem Altern Fixiert. Der Steife-Ast löste in ihm höchsten Verachtung aus...Sein Onkel war da um einiges cooler! Wäre er nicht so ein wohltätiger Bulle...
      Doch endlich widmete sich sein Bad Boy ihm zu!
      Sofort stemmte sich Oscar zufrieden auf und war gespannt auf seine Beleidigungen , schließlich hatte er ihn wunderbar Provoziert und erwartete jetzt seine Belohnung dafür!

      „Einen Monat. Länger lasse ich dich nicht bei mir wohnen. Aber solange ich keinen weiteren Mitbewohner habe, lasse ich dich lieber wegen Einbruchs vom perversen Hundepolizisten mit den flauschigen Handschellen einkassieren, als dich bei mir hausen zu lassen. Ich bin schließlich nicht lebensmüde und lasse mir von dir mein Hab und Gut abfackeln. Ich habe meine eigenen Ziele, da kann ich mich nicht ständig auf so einen Abfall wie dich konzentrieren.“
      . . . .
      Oscar schaute etwas irrtiert.
      Er bekam zwar ein verachtenden und sehr kalten Blick zu geworfen aber das war jetzt nicht dieser: Ich zerfleisch dich gleich und reiß dir die Kehle auf-Blick!
      Wollte ihn Janon ernsthaft ein Monat bei sich aushalten?
      Natürlich war es besser als nichts...Trotzdem kapierte Oscar gerade nicht so ganz ob er sich freuen sollte oder nicht.
      Und wer zum Henker war der Hundepolizist mit flauschigen Handschellen...???



      Redete er gerade von Livius?!
      ...War das ein Witz denn er nicht kapierte?
      Janon würde doch nicht ernsthaft die Polizei rufen oder...?
      Diese Tatsache hatte Oscar überhaupt nicht in Betracht gezogen.
      Er hing zu viel mit Leuten ab die sellst niemals die Polizei rufen würden und selbst kein Ärger zu bekommen.
      Doch...In diesem Punkt wäre Oscar wohl wirklich der Einbrecher, während Janon im recht stand oder?
      Scheiße...Das wäre ja voll Blöd!
      Wo kriegt er denn jetzt weiteren Mitbewohner her???

      "Ich verschwinde lieber jetzt, muss wissen wo mein Wagen sich befindet....Liam wird dir bestimmt verraten wo ich wohne. Kannst ja versuchen mir hinterher zu watscheln. Glaube aber kaum, dass sie dich in so einem Zustand gehen lassen - jetzt wo du auch noch aus Randale ihre Geräte zerstörst. Ich mach ein Foto von dir, wenn dich die Security an den Boden pinned. Kommt davon, dass dein Image so beschissen bei jedem ist..."
      Bevor Oscar die Worte richtig verarbeiten konnte sah er aus dem Augenwinkel wie sich Liam zur Seite streckte und den Rufknopf drückte...
      "Alter---Warte!!"
      Oscar fiel die halb fertig gebrannte Zigarette aus den Fingern als er in Liams Gesicht starrte der sich unschuldig sein Haar hinter das Ohr strich:
      "....Ich fühle mich gerade wirklich etwas schlechter...."



      "...Ich weiß gerade gar nicht mehr was eigentlich passiert ist...." ,säuselte Liam weiter damit Oscar auch genau wusste das keine Deckung von Liam bekommen würde, wenn die Ärzte fragen würden, wer für den Schaden verantwortlich war.
      Auf Janons Worte erwiderte Liam jedoch nichts schließlich war das vorerst alles was zwischen ihnen gesagt werden sollte. Liam wollte auch Janons zustand nicht noch weiter tiefer ziehen.



      Fassungslos starrte Oscar weiter auf Liam der so vor sich hinlächelte als hätte Janon eben nicht eine Wütende Ansage gemacht und...Nun...War das verdammte Schadenfreude in seinem Gesicht?!
      "Verfickter...Knirps, legst du das echt drauf an das sie mich dafür verantwortlich machen, häh?!"



      Je länger Oscar darüber nachdachte desto beschissender wurde die Lage für ihn!
      Er hatte vorhin schon Randaliert...Er war Vorbestraft...Das würde überhaupt nicht mehr Lustig werden!
      Die Sharks würden sicher davon Wind bekommen wenn länger als Nötig hier fest gesetzt wird oder vielleicht wieder im Knast landet wegen Sachbeschädigung....Hahh...Und sein Alter-Herr Arbeitet doch auch hier...Fuck, der würde sicher auch ein Scheiß tun um ihn aus der Sache zu holen....Livius war auch nicht weit entfernt mit sein benkackten kleinen Bruder...Der war sicher der erste denn sie herbestellen würde um ihn festzunehmen weil eine Gefahr fürs Krankenhaus war!!
      Er sah zu dem blinkenden Roten Licht oberhalb des Zimmers und tratt gereizt die Zigarette am Boden aus als er stürmisch Janon noch eillte.
      "HA..Ha--Ha! So Witzig Leute!!! Mein...B-bad Boy! Bady boiii~! Mein GUTER! Geiler scherz! Das ist besser als die Brechstange unter meinem Kopfkissen die mir mein Zellengenosse untergejubelt hat! Ha--HA!"



      Er rieß Janon mit sich auf dem Krankenhausflur und versuchte gelassen zu wirken. Er hatte es echt überspitzt...
      Oscar hatte keine Zeit und Lust darauf wieder in weiter Geld Problemen zu stecken...War dieses Krankenhaus nicht von den Rose wie Janon meinte? Alter...Diese Reichen Säcke würden sicher ein Kind Anzeigen weil es mit seinem Schmier Fingern die weiße Wand beschmutzt hat!!
      Tatsächlich war Oscar selten in der Lage wo er sich für sein Groß Maul entschuldigen musste aber wenn die Option kleiner wurde war selbst ein Kerl wie er nicht unantastbar!
      "Booor...Hör mal, alter....Duuu weißt doch ich meinte das mit dem Licht nicht so ernst! Ich bin gut in Vergessen...Ja ich vergesse sogar manchmal was zum Frühstück gab und ehh...So zeug...Ich weiß gar nichts mehr! Und ich würde NIEMALS in deiner Bude irgendwas abfackeln...Oder beschädigen! Ha...ha...Vielleicht hätte was davon auf Ebay verkauft aber Alter....Du kannst mir...Das echt nicht antun! Ich brauch eine Wohnung...Ich dachte du bist cool---Musst doch nicht direkt die Bullen dann rufen...."



      Seine Hände suchten verzweifelt bei Janon Körperkontakt und grabbelt etwas an seiner Schulter herum, beim versuch so weit wie möglich von dem Zimmer wegzukommen wo gleich die Hölle los sein würde und sie sich nach den Schuldigen umsehen der das Gerät demoliert hatte.
      Jemand Anderen zu finden wo er einbrechen konnte war zu Riskant die rufen mit sicherheit doch auch die Polizei!
      Was waren die Leute denn alle so überempfindlich...?!
      Selbstbewusst deutete Oscar auf sich um sein Bad Boy zu überzeugen:
      "Außerdem! Bin ich VIEL besser als drei Mitbewohner zusammen! Ich kann...Mich voll gut um Wohnungen kümmern! Ich hab mich um mein bescheuerten Bruder mehre Jahre ganz allein gekümmert! Ich kann ultra gut Kochen und Wohnung sauber halten! Dafür hätte mein überarbeiter Alter gar keine Zeit! Das hab ich alles gemacht, also...Jackpot für dich!! Ich bin voll der Hauptgewinn! "



      Sein Bad Boy sollte doch froh sein wenn er jemand wie Oscar hatte!
      "Komm schon! Was hast du schon zu verlieren? Ich knall dich auch nicht wenn es das Problem ist! Ich kann voll brav sein---Naja zumindest für denn Monat, danach kann ich nichts mehr versprechen...! Hol von mir aus diese Maus dazu oder wenn auch immer...! Gibt mir einfach ein Schlafplatz und was zu Fressen! Ein paar Kippen wären auch nicht schlecht...JEDENFALLS brauchst du dir kein Kopf machen! "
      Oscar presste sich immer mehr an Janon, seine Oberweite drückte ihm dabei bei dem dünnen Patienten Kleidung ohne Zurückhaltung gegen das Gesicht. Ein paar der vorbei kommenden Besuchern und Mitarbeiten warfen ihnen schon verwunderte Blicke zu.
      Besonderes aber weil Oscar noch immer nichts weiter trug als diesen Patientenkittel.
      "Außerdem wenn du was brauchst, bin ich voll gut darin das Zeug zu holen! Ich kenne den Schwarz Markt besser als jeden Lebensmittelmarkt? Willst du dich an den Knirps rächen? Ich könnte ihm was in seine Club Getränke unterjubeln --- Hah! Oder Stanly! Ich hab seine Nummer, wir könnten ihn zusammen rohe Eier auf sein Butler Outfit werfen! Oder irgendwas anderes! Ich bin nicht nur gut in Abfackeln! Ich hab noch VIEL mehr zu Bieten! ---Also...Keine Polizei, ja?"
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer

      Erschöpft kramte er eine weitere Zigarette aus der Schachtel, im Zimmer begann es laut zu piepen. Wie es aussah wollte ihn sein Babe dabei unterstützen Oscar eine auszuwischen, was eigenartiger Weise Janon ziemlich frustierte. Schlaff ließ er seine Schultern senken, als er die Tür nach draußen öffnete. Er sah aus wie ein geknicktes Kätzchen, doch hielt er den Blick möglichst von den beiden Männern versteckt. Seine Brust schnürte sich so eng zusammen, es schmerzte mehr als der Nadelstich an seiner Haut. Janon kapierte nicht wieso. Er wusste doch wie sein Babe war. Durch und durch eine Hure. Niemand, der ihn nachrannte. Ein Vaterbesessener. Er schnipste Janon weg, wann immer er wollte. Ließ ihn nie mit sich Sex haben, doch haftete sich so nah an ihm, dass der Boxer verrückt wurde. Nur um am Ende ihn angeblich die Gefühle zu gestehen. Im Traum war es heftig, er hatte ihn sofort geglaubt und eine unfassbare Angst verspürt, weil er die Obsession von Liam genau greifen konnte. Aber in der Realität angekommen...verstand er immer mehr und mehr...die Wahrheit dahinter. Er war der Grund, wieso es in seinem Traum sich so überspitzte...weil Janon nur eine heftige Liebe kannte. Liebe, die tiefer griff als eine Existenz überhaupt aushielt. Eine Liebe, in der die Person nur für die andere Person existierte und auch für ihn atmete. Wie dumm war er...das auf Liam zu projizieren? Liam war...ganz klar wie Cabriel. Die Liebe des depressiven Jungen - Cabriel sagte ihm auch schon oft, dass er ihn angeblich liebte. Klar, weil Huren dazu gezwungen wurden jemanden in das Herz zu schließen, jedoch nur oberflächlich. Wenn Liam also meinte, dass er ihn brauchte...lag es nur daran, dass er gerade niemanden anderen im Umfeld hatte.
      ...Aber jetzt hatte er Vater-Nummer-Zwei den er seine ganze Aufmerksamkeit schenkten konnte. Janon fühlte sich betrogen. Er hatte sich von Liam erhofft ein bisschen Einsicht zu ihm zu zeigen oder wenigstens...ihn darum bitten mit ihm zu kommen. Stattdessen verabschiedete er sich von ihm, als wollte er ihn nie wiedersehen. So ein Bastard...Janon überlegte ob er nicht die Rolle von Oscar spielen sollte und diesen verdammten Club abfackeln sollte. Nur um zu zeigen wie viel ihn eigentlich die Freundschaft mit ihm bedeutete und...wie sehr er ihn mit diesen verkackten Worten heute verletzt hatte.



      Doch schnell musste er den Gedankengang beiseite schieben, denn forderte der Ochse seine vollste Aufmerksamkeit, in dem er den Boxer grob mit sich riss und in den Krankenflur zog. Die Zigarettenschachtel fiel zu Boden, gereizt blickte er zu Oscar hoch, der wusste echt nicht wann Schluss war!

      "HA..Ha--Ha! So Witzig Leute!!! Mein...B-bad Boy! Bady boiii~! Mein GUTER! Geiler scherz! Das ist besser als die Brechstange unter meinem Kopfkissen die mir mein Zellengenosse untergejubelt hat! Ha--HA!"

      Wütend versuchte er Oscar von sich wegzudrücken, doch der Typ hielt ihn so fest als ging es hier um Leben und Tod. In Janon platzte ein Nerv, der hörte ihm absolut nicht zu. Wie sollten sie einen Monat miteinander klarkommen? Laut knurrte er, während er Oscar ein paar Tritte verpasste.

      "HAU AB VON MIR, BASTARD!!"





      Doch Oscar löste sich natürlich nicht von ihm, stattdessen wirkte er so als versuchte er mit Janon einen Konflikt zu lösen. Gezwungenermaßen musste er ihm zuhören, allein schon, weil er selbst sich zügeln musste nicht für zu viel Tumult zu sorgen. Sam konnte ihm bestimmt helfen, doch bei einem zu großen Schaden würde selbst sein Freund ihn im Stich lassen. Nicht, dass irgendwer hier doch noch dachte, Janon gehörte eingesperrt und nicht der Ochse.
      Überraschenderweise entschuldigte sich der Ochse auf seine ganz eigene, plumpe Art. Er versprach sogar hoch und heilig, in Janons Wohnung nichts zu zerstören oder zu verticken. Offenbar hatte der Kerl null Bock auf Knast, jedenfalls riss er sich gewaltig zusammen, um Janon milde zu stimmen.Dabei hatte Janon eh nicht vorgehabt, selbst die Bullen zu rufen – das war ihm zu feige. Sollte doch das Krankenhaus entscheiden, ob sie den Kerl einbuchteten oder nicht. Er wollte eigentlich nur zu Livius, aus rein privaten Gründen...weil Harvey jetzt auch dort war.Sein Gedankengang riss abrupt ab, als er Oscars Griffel an seiner Hüfte spürte. Eine angewiderte Gänsehaut überzog Janons Körper. Der Wichser schob ihm einfach heimlich das Shirt hoch, ohne es selbst zu bemerken. Hätte Oscar seine Hände nicht dann direkt an seine Schulter platziert, hätte Janon es nicht mehr ausgehalten und ihn wieder in den Koma geschlagen.
      Oscar prahlte mit vollster Selbstüberzeugung über seine angeblichen Fähigkeiten im Haushalt und Babysitten. Natürlich glaubte ihm Janon kein Wort, er wollte nicht einmal, dass Oscar ein Glas bei ihm berührte! Glaubte er wirklich so bei Janon zu punkten, damit er bei ihm wohnen konnte und nicht ins Gefängnis kam. Scheisse, war dieser Ochse verblödet!!!
      Doch genau dieses enge Szenario ließ ihn eine Sache realisieren: Es wäre ein verdammter Fehler Mirella bei sich einziehen zu lassen. Wenn Janon immer die Oberhand bei Oscar hätte wäre es kein Problem, doch sobald der Boxer ungeschützt war...würde Mirella es garantiert filmen und online stellen! Sie schrieb ja auch schon Fanfics über ihn und Nicky, wo er in der FALSCHEN Position war! Mirella würde das Feuer nur weiter entfachen, am Ende wären die zwei Freaks auch noch ein TEAM!




      ".... Ich hab noch VIEL mehr zu Bieten! ---Also...Keine Polizei, ja?"

      Wohl oder übel spürte Janon Oscars schwere Brust direkt gegen sein Gesicht gepresst. Ihm wurde schwarz vor Augen und die Luft blieb ihm weg. Wie eine Katze, die sich in einem Netz verheddert hatte, strampelte er, um sich aus dem Griff zu befreien – doch die plötzliche Weichheit hüllte ihn völlig ein. Es dauerte keine zwei Minuten, da stieg in Janon eine unerwartete Wärme auf. Obwohl Oscar sonst überall so hart war, fühlte sich ausgerechnet seine Brust verdammt weich an. Das kannte Janon so gar nicht... seine bisherigen Bettpartner waren immer angespannt und steif wie ein Brett gewesen, Russels Muskeln waren wie zum Beispiel einem Felsen nahe. Oscars Brust hingegen glich einem Kissen. In all dem Chaos hörte er Oscars Herzschlag, der ruhig und sanft gegen sein Ohr pochte. Urgh. Schlagartig keimte ein völlig neues, irritierendes Gefühl in Janon auf. Was zur Hölle war das? Diese umhüllende Wärme ... das hatte verdammt noch mal etwas Erotisches. Erotisch...Erotisch?! Oscar und erotisch?! Kacke - bildete er sich das nur ein, oder roch Oscar plötzlich verboten gut? Oder roch er schon immer so? Nach Honig? Woher kam jetzt der Duft, der seine Nase in beschlag nahm?! Scheisse, jetzt bekam Janon die Panik - wegen Oscar wurde er unaufhaltsamer Weise ganz wuschig. Das lag bestimmt daran, dass er so lange im Koma ohne Sex dalag! Janons Libido war einfach zu groß um so eine lange Zeit Sexlos zu überleben. Doch, dass sein Körper ernsthaft sich von Oscars Brüsten angezogen fühlte, sein Körper betrügt ihn gerade!
      Bevor es noch zu spät wurde und sich etwas weiteres in Janon regte, stieß er den Ochsen mit all seiner Kraft von sich. Schwer schnaufte Janon, sein Gesicht war knallrot - sofort ging er ein paar Schritte zurück. Die Menschenmasse die sich um sie versammelte wurde direkt kleiner als Oscar zu Boden ging, es wurde für Schaulustige zu gefährlich. Verwirrt versuchte Janon mit seiner Handfläche das gerötete Gesicht von Oscar zu verstecken, nicht das er seine Reaktion noch falsch aufnahm.

      "Ich rufe die Polizei nicht, wenn du deine Griffel von mir lässt!", rief er kleinlaut als hielt er seine Stimme aus Furcht zu keuchen zurück. Scheisse, dieser Typ war ganz klar schlecht für ihn. Er polte ihn noch in die falsche Richtung um. Wenn er mit ihm alleine in einer Wohnung lebte oder Kontakt zu einem süßen Jungen zu haben...hätte vielleicht Oscar auch noch die Macht ihn an weiche Brüste zu gewöhnen, sodass Janon nichts mehr anderes wollte! Nein, er wurde garantiert nicht von ihm umgepolt! Er brauchte ganz klar den dritten Mitbewohner!



      Deswegen pfiff er auf seinen coolen Abgang bei Liam, eigentlich wollte er das er ihm nachtrauerte oder hinterherging. Aber da der Rotschopf so verdammt stur war, musste Janon eben nachhelfen. Denn ernsthaft: Wer außer Liam konnte er bei sich einziehen lassen? Cabriel würde sich aufgrund von Oscar erhängen und wegen seiner Wohnungsposition konnte er ja einfach an Harvey ran. Das wollte er nicht verspielen. Nicky bekäm er wegen diesen verkackten Romeo nicht...und einen Fremden bei sich einzunisten wäre ebenfalls falsch. Janon rannte wie vom Teufel besessen wieder zurück ins Krankenzimmer, dabei stieg er zwei Krankenpfleger einfach weg als wäre das unbrauchbarer Müll. Schwer atmend brauchte er eine Zeit, er zitterte am ganzen Körper da er sich echt beeilt hatte von den Ochsen loszukommen und seine perversen Gedanken ihm gegenüber beiseitezulegen. Er versuchte ein cooles Lächeln aufzudrücken, doch es funktionierte nicht sofort. Wenn er nicht selbst aussah wie ein Opfer hätten ihn wohl die Krankenpfleger sofort als Täter des 'Unfalls' enttarnt.

      "Babe! Ich habe über deine Worte nachgedacht und...mich dann gefragt warum ich überhaupt über solch' ein Scheiss nachdenke!", schimpfte er ziemlich grob heraus während er etwas peinlich gerührt zur Seite blickte. Kacke, die Weichheit von Oscars Brüsten konnte er noch immer spüren. Er musste...aufhören sich von solchen Pissern wie ein Punchball behandeln zu lassen. Deswegen wusste er genau, dass bei Liam es nur half egoistisch zu werden. "Die Krankenhauszeit ist jetzt vorbei! Für dich auch!"



      Er stampfte zu Liam und ohne ihn überhaupt darauf vorzubereiten riss er ihn all seine Verbindung zu den Geräten ab, selbst die Nadel aus seiner Haut. Wie ein Entführer wickelte er ihn in die Decke ein, damit er nicht gleich mit einem nackten Hintern durch das Krankenhaus stürmen musste.
      Mit einem rauen Griff packte Janon Liams Wangen und drückte zu, bis dessen Kiefer schmerzte. Er zwang ihn, seinem Blick standzuhalten. Die Welpenzeit war endgültig vorbei – das machte Janon ihm mit seinen eisigen, dominanten Augen überdeutlich klar.

      Seine Stimme war laut und jede Silbe bedrohlich langsam, seine Mundwinkel hoben sich zu einem Grinsen ein: „Was du willst, ist mir völlig scheißegal. Wenn ich will, dass du dich auf mich konzentrierst, dann tust du das gefälligst, kapiert?! Wenn du mir nicht gehorchst, werde ich dich verdreschen. Genau wie meine anderen süßen, austauschbaren Jungs. Deine Beziehung mit deinem Vater soll mir gestohlen bleiben!“


      Seine Worte waren eiskalt und besitzergreifend; ein Nein existierte für ihn nicht. Um seiner Drohung Nachdruck zu verleihen, krallte er seine Finger in Liams Haare. Eine anwesende Krankenpflegerin schnappte geschockt nach Luft, war aber viel zu verängstigt, um einzugreifen.
      „Du bleibst bei mir, bis dieser Wichser auszieht. Wenn du abhaust, spüre ich dich mit meinen Leuten auf und sperr dich ein. Genau wie in dem Traum. Du mochtest meinen Traum doch ... wir können ihn liebend gern wahr werden lassen. Aber ich nehme nur die Rolle des Stärkeren an.“ Janon dachte gar nicht daran, Liam höflich zu bitten, bei ihm zu wohnen. Nicht wie ein Kumpel. Dafür saß die eigene Verletzung viel zu tief. „Ich nehme dich jetzt mit. Wehr dich und du wirst es bitter bereuen, Babe.“ Mit diesen Worten nahm er ihn wie einen Sack Kartoffel hoch und stürmte raus, direkt an Oscar vorbei.
      ___________________________

      Beni Darkwood & ???




      Glücklich legte Beni seine Kopf auf Dax breite Schulter, er war vor ein paar Stunden erst von diesen langen Träumen aufgewacht. Komischerweise befand er sich beim Aufwachen nicht mehr auf der Erde, sondern wieder in Meridian. Das Dark Heart war ebenfalls einfach um seinen Hals und zeigten wie echt doch dieser lange Urlaubstrip war. Bestimmt...hatte ihn Lord Korbos gnädiger Weise von seinem Urlaub abgeholt, wie normale Menschen einem vom Flughafenplatz holten! Entspannt presste er seine warme Wangen näher an Dax und rieb sich an ihm, seine sexy Krankenschwester hatte er schnell zu sich gerufen. Natürlich hatte er dann sofort Dax erzählt, was er alles erlebt hatte. Über die eigenartiger Weise 'erotische' Verschmelzung mit diesem Ineb, die ganzen Morde die dort passierten und seine unglaublichen Kräfte, die er so noch nie gespürt hatte. Natürlich hatte er ihn auch das Inselabenteuer mitgeteilt. Seine neuen Freunde, die irgendwo auf der Erde verstreut sein mussten. Er erklärte sich dies als seine neue Aufgabe diese Verrückten schnell zu sich zu holen. Doch gerade erfreute er sich zu sehr an der Wärme von Dax und der Sonne, die ihn von hinten auf den Rücken schien. Er hatte ungefragter Weise bei Lord Korbos Thronsaal die Fenster geöffnet, damit ein wenig Licht in diese trostlose Umgebung hinein schien. Leicht sabberte er auf Dax hat, er benahm sich wie ein Hund der gerade hochzufrieden war.

      "Ich wünschte du wärst dabei gewesen, Daxxy. Wir hätten dich als Boot benutzen können um von der Insel zu fliegen, mit deiner Größe und Muskelmasse hättest du uns in Null-Komma-Nichts herausgeholt. Und diesen gruseligen Clown hättest du auch umgehauen, da bin ich mir sicher...", murmelte er noch schlafgetrunken und nahm immer mehr von Dax Oberkörper in Besitz. Dabei dachte er gar nicht darüber nach, dass Dax gar keine Menschen mit seinen Kräften schlagen konnte, er hätte es einfach toll gefunden ihn dabei zu haben. Mit seiner freien Hand berührte er leicht das Dark Heart, es war im Vergleich zu seinem eigenen Körper eiskalt. Es könnte bestimmt die Hölle zufrieren. "Mhm...Wo ist Lord Korbos nur..? Hab ihn seit ich aufgewacht bin nicht gesehen. Eventuell könnte er mir noch etwas zu dieser Kette sagen...War ganz schön schwer auf dieser ganzen Mathematik und Geschichtsstunde klarzukommen!"



      Benis einziger Wunsch war es, genau hier auf Lord Korbos zu warten. Er sehnte sich danach aus seinen schwarzen Händen die verdiente Mischung aus Liebe und Strafe zu empfangen. Er schwor sich Meridian nicht eher zu verlassen, bis er seinen Lord wenigstens ein einziges Mal zu Gesicht bekommen hatte. Geduldig harrte er aus, gehorsam und freudig wartend wie ein treuer Hund.Doch der Frieden war nur von kurzer Dauer. Ein tiefes Grollen ließ plötzlich die Erde erbeben, so heftig, dass Beni aus dem Gleichgewicht geriet und sich hastig an Dax festklammern musste. Staub rieselte herab und erste Gesteinsbrocken lösten sich krachend von der Höhlendecke. Ein Erdbeben?! Mit angespanntem Körper richtete Beni sich auf und ließ den Blick umherschweifen.
      Da fiel ihm eine Anomalie an der Felswand auf: Ein tiefes, dunkles Blau pulsierte dort und warf glitzernde Reflexe in die Luft. Ein Portal? Noch während er starrte, drang plötzlich eine Stimme direkt durch das Gestein – eine Unmöglichkeit, denn hinter dieser Wand lag nichts als der leere und bodenlose Abgrund!

      "Murus saxi et pulveris,(Mauerwerk aus Stein und Staub,)
      Umbrae meae caecus sis.(sei blind/taub für meinen Schatten.)
      Tenebrae, in fumum me vertite,(Dunkelheit, verwandle mich in Rauch,)
      Sicut halitus mortis frigidae.(wie der Atem des kalten Todes.)
      Lapis cedat, ruat structura,(Stein weiche, Struktur zerfalle,)
      Transeo per claustra dura.(ich schreite durch die harten Barrieren.)
      Hinc illuc, per saxum et aevum,(Von hier nach dort, durch Stein und Zeit,)
      Via patet in tenebrarum aevum!
      (der Weg in die Ewigkeit der Dunkelheit ist offen!)"



      Beni verstand kein einziges Wort dieser fremden Sprache und doch löste sie ein diffuses Gefühl der Vertrautheit in ihm aus. Zweifellos war das ein Zauberspruch. Aber woher wusste er das? Wer hatte schon einmal solche Magie in seiner Nähe gewirkt? Infinity vielleicht? Bevor er den Gedanken zu Ende spinnen konnte, zeigte der Zauber bereits seine mächtige Wirkung. Die glitzernde Felswand verschmolz zu einer dunklen Tür, die schwungvoll aufstieß. Heraus trat eine Gestalt, mit der Beni hier im Leben nicht gerechnet hätte. Obwohl ihr letztes Aufeinandertreffen nur flüchtig gewesen war, erkannte er das Gesicht sofort – nur das Haar war merklich länger geworden, ebenfalls wie seine Augen klargelb.„Izarra?“, stammelte Beni fassungslos. Das war doch der Kerl von der Insel! Der Typ, der sich einfach aus dem Staub gemacht hatte, als die Lage dort gruselig wurde.

      „Was verdammt noch mal machst du hier? Sag nicht du warst die ganze Zeit hier und hast dich...versteckt!“
      Immerhin kam mit Izarras Auftauchen auch das Erdbeben zu einem abrupten Halt. Ein Glück, denn Beni hatte ernsthaft geglaubt, Lord Korbos' prachtvolles Schloss würde im nächsten Moment nur noch aus Schutt und Asche bestehen.



      Doch Izarra hatte nicht nur sein Aussehen minimal verändert – seine ganze Aura wirkte wie ausgetauscht. Auf der Insel war er ein schusseliger, liebevoller und hilfsbereiter Mann gewesen, der sofort in Panik verfiel, sobald jemand etwas Leichtfertiges riskierte. Der Fremde, der nun vor Beni stand, hatte damit nichts mehr gemein. Sein langes Haar schimmerte unnatürlich, als bestünde es nicht aus echten Strähnen, sondern aus purer, magischer Essenz. Benis Dark Heart schlug sofort Alarm und erhob sich aus Erregung zitternd in die Höhe. Es spürte die gewaltige, dunkle Macht, die von diesem Mann ausging. Ein eisiger Hauch legte sich über den Raum. Der angebliche Izarra trat unbeeindruckt näher und ließ seinen Blick über die Umgebung schweifen – prüfend, kalt und voller herablassender Verachtung.

      „Ich dachte eigentlich, das hier wäre der Thronsaal ... Wo steckt also euer ominöser Lord?“

      Die Worte verließen Izarras Lippen voller Langeweile. Gespielt nachdenklich fuhr er sich durch das glitzernde Haar und stieß ein genervtes Seufzen aus. Wozu hatte er sich dann überhaupt die Mühe eines so grandiosen Auftritts gemacht? Er hatte diesem Idioten doch nur demonstrieren wollen, wie spielend leicht er ein Portal aus dem Nichts reißen konnte – nach all den Jaaaahren, die dieser darauf gewartet hatte. Auch wenn er dabei Hexerei verwendete, er konnte es nur so einfach, weil er so stark war!
      Naja, gesehen hatte er es jetzt zwar nicht, aber das Erdbeben dürfte ihm kaum entgangen sein.Izarras Blick glitt durch den Raum, bis er an Beni und Dax hängen blieb. Plötzlich begannen seine sternfarbenen Augen zu leuchten. Das Dark Heart baumelte direkt an Benis Hals. Die unheimliche Aura um Izarra verdichtete sich zu tiefen Schatten, ein raubtierhaftes Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, und mit einer fast morbiden Verspieltheit ließ er kurz die Zungenspitze aufblitzen. Ha, die Show war nicht umsonst gewesen – der kleine Herzträger vor ihm wirkte völlig baff.

      „Leider kein Lord weit und breit, dafür aber das Schätzchen mit dem Dark Heart. Herrlich, dann habe ich mich wenigstens nicht umsonst hierher bemüht“, spottete er. Ohne Dax auch nur eines Blickes zu würdigen, schritt er auf Beni zu und begann ihn wie eine Beute zu umkreisen. Was für ein Witz.


      Der Junge war magisch gesehen ein absoluter Anfänger. Ein lässiges Fingerschnipsen würde ausreichen, um ihn in Staub zu verwandeln. Sollte er ernsthaft seine Zeit damit verschwenden. Wenn...die Kerle ihn nur nicht überzeugt hätten, gäbe es schon längst keins von diesen armseeligen Kandrakar-Herzen!
      Beni machte keinen Hehl aus seiner tiefen Abneigung. Was zum Teufel war in Izarra gefahren? Hatte der Typ irgendwas eingeworfen, oder warum führte er sich plötzlich auf wie das allerletzte Arschloch? Der blanke Spott stand ihm ins Gesicht geschrieben, und das ging Beni gewaltig gegen den Strich – was schon etwas heißen wollte, immerhin war er Masochist! Mit einem grimmigen Knurren schoss Beni vor und wollte den Kerl am Kragen packen, doch der Penner wich mit einer geradezu unnatürlichen Leichtigkeit aus. Im nächsten Wimpernschlag tauchte er wie aus dem Nichts direkt in Benis Rücken auf und berührte ihn wie ein prüfender Arzt am Hals. Was war das denn für ein Freak?!„Hey!“, blaffte Beni und wirbelte herum. „Du kannst hier nicht einfach ungeladen bei Lord Korbos reinplatzen! Jetzt hast du es nämlich mit Dax und mir gleichzeitig zu tun!“



      Izarra ignorierte den Ausbruch komplett. Er schüttelte nur den Kopf, trat dicht an Beni heran und begann seelenruhig, dessen Schultern zu kneten. „Ja ... das gibt 3 von 10 Punkten. Keine Ahnung, ob ich dich für diese Rolle empfohlen hätte. Ich hätte dich jedenfalls nicht genommen. Aber na ja, vielleicht hat das Dark Heart es in seiner Not einfach nicht mehr ausgehalten...Sein Schicksalspartner kann man wohl eh nicht aussuchen.“, stellte er nüchtern fest. Er benahm sich wie ein arroganter Punktrichter – eine typische Macke von Izarra, mit der Beni völlig überrumpelt wurde. Mit einem unergründlichen Grinsen glitt Izarra noch ein Stück näher.
      „Aber ... es ist vielleicht noch nicht alle Hoffnung verloren. Ein gewisses Potenzial ist vorhanden, besonders in Kombination mit deiner Lordschaft. Zusammen wärt ihr in der Lage, die Macht des Dark Hearts zu entfesseln und die WITCH zu zerschmettern ...Eine neue Ära auf der Welt zu erschaffen...die alles verändern könnte.“ Seine belehrende Stimme strich dicht an Benis Ohr vorbei, eine körperliche Nähe, die den völlig perplexen Masochisten komplett aus der Bahn warf.

      „... aber eben nicht ohne einen Lehrer. Die WITCH sind euch Lichtjahre voraus, mit ihrem süßen kleinen Grüppchen und diesem armseligen Mentor. Ihr hingegen braucht jemanden an eurer Seite, der sich exzellent mit Herzen versteht und genau weiss wie man ihr bestes herausholen kann ohne...von der Macht verschluckt zu werden."



      "...Mich!"

      ___________________________

      Izarra

      Mit brutaler Härte wurde Izarra aus der bunten Zirkuswelt gerissen, doch das rettende Erwachen aus dem Traum ließ auf sich warten. In den Augen seines Sohnes war er nichts weiter als ein ausgedientes Spielzeug; eine lästige Puppe, die man längst hätte wegwerfen wollen, sie jedoch achtlos in einem staubigen Karton vergessen hatte. Das spöttische, herablassende Grinsen von Morpheus brannte sich in ihn ein. Es war ein Blick, der Izarra wie wertlosen Abfall behandelte.

      „Ihr werdet mir meine graue Welt nicht zerstören. Niemand wird sich in dieses Schicksal mehr einmischen ... Die Welt tanzt schon lange nach meinem Vergnügen, ich warte nur auf die perfekte Farbe...Bunt gehört nicht dazu... Also verschwinde....Mama.~“



      Der Aufprall in der Realität war hart und bitter. Frustriert ließ Izarra den Kopf hängen und grub die Nägel in seine Handflächen. Da stand er seinem Sohn nach all den Jahren endlich wieder gegenüber, nur um wie ein lästiges Insekt weggeschnippt zu werden. Doch was ihn am meisten zerriss, war seine eigene Machtlosigkeit. Er wurde einfach aus dem Traum geworfen – als Einziger! Der Rest von ihnen, darunter auch Stan, war immer noch in diesem grausamen Konstrukt gefangen. Morpheus würde diese Tortur gewiss bis zur absoluten Schmerzgrenze ausreizen; Izarra wusste besser als jeder andere, zu welchen Grausamkeiten sein Sohn fähig war. Ein verzweifelter Blick traf Stan, der tief schlafend auf dem Sofa lag. Es war zum Verrücktwerden: Wie konnte ein Wesen von Izarras Alter dermaßen schwach und erbärmlich sein? Warum war er unfähig, auch nur das Geringste zu tun? Er fühlte sich auf den harten, kalten Boden der Tatsachen geschmettert, erdrückt von einer einzigen Frage: Warum war er ein solcher Versager?



      Die Aufmunterungsversuche des Detektivs verpufften ins Leere; Izarra rang sich zwar ein schwaches Lächeln ab, doch innerlich blieb er taub. Seine Niederlage war unbestreitbar. Die Männer, die nun in diesem Albtraum festsaßen, waren völlig auf sich allein gestellt – ohne das geringste Wissen über Magie oder die Gefahren solcher Traumwelten. Jeden Tag verbrachte Izarra betend an Stans Sofa, in der verzweifelten Hoffnung, dass dieses Drama kein tödliches Ende nehmen würde. Die bittere Ohnmacht weckte eine alte, schmerzhafte Erinnerung in ihm: an seinen früheren Geliebten, den er einst verlor. Auch damals war er einer übermächtigen Kraft hilflos ausgeliefert gewesen und konnte ihn nicht beschützen. Er war einfach gestorben ... leise und still. Und all das nur, weil Izarra keinen Weg gefunden hatte, ihn aus den Klauen von einer großen Macht zu retten.



      Es vergingen Tage, bis ihn endlich der erlösende Anruf von Teo erreichte. Obwohl Izarra jeden einzelnen Tag an Stans Seite verbrachte, durfte er seine alltäglichen Verpflichtungen nicht völlig schleifen lassen. Seinem Job war er schon seit Tagen nicht mehr nachgekommen, was ihm nun einige unbezahlte Überstunden einbrachte. Doch es gab noch andere Dinge, die seine Aufmerksamkeit forderten. Den WITCH ging es nämlich kein bisschen besser: Auch sie wurden von einem quälenden Traum und schweren Schuldgefühlen heimgesucht. Izarra gab alles, um für sie da zu sein, sie wieder aufzubauen und sie dazu zu bringen, ihre magischen Kräfte zu trainieren – endlich einmal richtig zu üben! Doch das erwies sich oft als alles andere als einfach.
      Als Teos Stimme am anderen Ende der Leitung verkündete, dass Stan endlich erwacht war, fiel eine zentnerschwere Last von Izarra ab. Sofort ließ er alles stehen und liegen. Er steckte eigentlich mitten in den Vorbereitungen für Harveys Geburtstagsüberraschung und war gerade dabei, mit Wyatt und Cabriel einen Kuchen zu backen. Wyatt wusste von dem Drama nichts. Izarra hatte ihm Stans Schicksal verheimlicht, da er selbst kaum in Worte fassen konnte, aus welchem bizarren Grund Morpheus ihn festhielt. Auf dem Weg zur Detektei trat Izarra so hart in die Pedale seines Fahrrads, dass er sich beinahe zu Tode strampelte. Das Herz schlug ihm bis zum Hals, als er schwer keuchend die Tür aufriss und hineinstürmte.
      Der Anblick von Stan, der seelenruhig dasaß und einen Kaffee trank, spülte eine Welle der Erleichterung über Izarra. Es war ein Gefühl, wie er es noch nie zuvor erlebt hatte. Tief gerührt presste er die Hände gegen sein Gesicht, während seine Augen vor reiner Glückseligkeit leuchteten.„Stan!“, entfuhr es ihm keuchend. Er konnte es kaum fassen. Der Butler war tatsächlich wach und sah körperlich erstaunlich unversehrt aus – viel besser, als Izarra in seinen dunkelsten Momenten befürchtet hatte. Offenbar hatte Morpheus tatsächlich darauf geachtet, ihm keinen physischen Schaden zuzufügen, auch wenn er dieses Risiko bei seinen Opfern sonst nur allzu gerne einging.

      „Ich bin ja so unglaublich froh, dass du wieder wach bist…!“, stammelte Izarra. Er meinte jedes einzelne Wort genau so, während er verzweifelt gegen die Tränen ankämpfte, die drohten, in Strömen aus ihm herauszubrechen.



      Izarra zögerte keine Sekunde. Er stürzte auf Stan zu und schloss ihn so stürmisch in die Arme, dass der Kaffee in der Tasse gefährlich hin und her schwappte. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl Stan nach dieser endlosen Zeit endlich wieder in der Realität zu spüren. Die drückende Reue, vollkommen machtlos gewesen zu sein, war zwar noch immer präsent, doch die vertraute Wärme des Butlers ließ Izarras rasendes Herz endlich zur Ruhe kommen. Dann brachen die Tränen, die er eben noch hatte zurückhalten wollen, endgültig aus ihm heraus. Leise schniefend barg er das Gesicht an Stans Schulter, ihm war es egal wie komisch es für den Bulter gerade war. Vielleicht wollte er gar nicht so fest von ihm umarmt werden, aber der Musiklehrer konnte gar nicht anders. Für ihn war Stan so wichtig, obwohl er ihn auf Abstand halten wollte...Obwohl er diese dunkle und fleischfressende Aura in ihm spürte...und dieser Mann auch noch einst zu einst wie sein Ex aussah. Das war alles egal, denn war Stan ihn viel wichtiger als die gesamten Red Flags!

      „Ich wollte dich dort unbedingt rausholen, aber ich wusste einfach nicht, wie ... Es tut mir so unendlich leid, dass ich dir nicht helfen konnte.“




      Um Stans Kleidung nicht komplett mit seinen Tränen zu durchtränken, löste Izarra sich langsam aus der stürmischen Umarmung. Er hielt den Butler sanft an den Schultern auf Abstand und blickte ihm tief in die Augen. Mit einem warmen, wenn auch verweinten Lächeln auf den Lippen musterte er ihn prüfend. „Wie fühlst du dich? Tut dir irgendetwas weh oder fühlst du dich noch sehr schlapp?“, sprudelten die besorgten Fragen aus ihm heraus. Ob Stan dies als seltsamen Traum abtuen konnte? Es einfach verdrängen könnte? Es wäre zu seinem Besten.

      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Liam Petrow


      Obwohl Oscar nur das Beste von sich gegeben hatte als wollte er sich gerade Verkaufen blieb sein Bad Boy stur. Doch so einfach wollte sich Oscar nicht abwimmeln lassen!
      Doch anstatt das er ihn dafür schlug oder beschimpfte, drückte ihn Janon weg und wurde....Rot?
      Aber das war nicht diese schöne Wut röte...
      War sein Bad Boy Kaputt...?
      Er könnte schwören das Janon...Nervös wurde...



      "Ich rufe die Polizei nicht, wenn du deine Griffel von mir lässt!",
      ...
      Ehhh...?
      Abgesehen davon das Janon ihm das UNMÖGLICHSTE entgegen brachte war seine Laute Stimme die einen normalerweise das Trommelfeld zum klingeln brachte ziemlich Kleinlaut.
      Nun war Oscar total verwirrt...Wieso fühlte sich das gerade so merkwürdig an?
      War Janon gerade...Ernsthaft putzig...?
      Und dann rannte Janon auch einfach wieder zurück ins Krankenzimmer...??



      Kurz musste sich Oscar selbst kneifen, vielleicht Träumte er noch...?
      Aber eigentlich brachte es nichts...Auch im Traum hatte alles scheiße Weh getan also konnte das hier gut auch weiter diese irre Traumwelt sein und Janon benahm sich total schräg!
      "Du Pussy, wo willst du hin???", rief Oscar ihm hinter her.

      Kaum wie Oscar und Janon das Zimmer verlassen hatte kehrte ernsthaft...Janon zurück...?!
      Die Verwirrung war dem Rothaarigen deutlich ins Gesicht geschrieben.
      "Babe! Ich habe über deine Worte nachgedacht und...mich dann gefragt warum ich überhaupt über solch' ein Scheiss nachdenke!"
      ....
      ......
      Janon hatte nachgedacht?
      Ungläubig blinzelte Liam...Wer war dieser Typ der aussah wie Janon und was wollte er von ihm?!

      "Die Krankenhauszeit ist jetzt vorbei! Für dich auch!"
      ....
      "Ehh...?"


      Wie in einem absonderliche Entführung, rieß ihn Janon ernsthaft von den Geräten ab. Hatte Janon jetzt komplett den Verstand verloren?!
      "Warte--Was tust du da?!", rief Liam alarmiert aber kaum wie er aufschreien konnte hatte ihn Janon in der Decke eingepackt wie eine Sushi Rolle!!
      Schmerzhaft drückte ihn Janon sein Kiefer zusammen das jeder laut in seiner Kehle erstickte, wollte ihn Janon am Ende nun jetzt doch verprügeln?!

      „Was du willst, ist mir völlig scheißegal. Wenn ich will, dass du dich auf mich konzentrierst, dann tust du das gefälligst, kapiert?! Wenn du mir nicht gehorchst, werde ich dich verdreschen. Genau wie meine anderen süßen, austauschbaren Jungs. Deine Beziehung mit deinem Vater soll mir gestohlen bleiben!“
      Viel zu schmerzhaft rieß Janon auch an seinen Haaren, sein Blick brannte sich förmlich in seine Haut, dass er ein leises auf keuchen nicht unterdrücken konnte.



      Woher kam plötzlich dieser Ego-Schub ?!
      Gerade noch dachte Liam das sich ihre Wege vorläufig wieder trennen würden und jetzt erfasste ihn Janon wie ein Güterzug!!
      Für ein Moment kniff Liam seine Augen feste zusammen, er bezweifelte das einer der verängstigen Krankenpfleger ihm zur Hilfe kommen würde...sein Herz schlug schneller, so rabiat und Besitzergreifend hatte Janon wirklich kaum mit ihm gesprochen!!

      „Du bleibst bei mir, bis dieser Wichser auszieht. Wenn du abhaust, spüre ich dich mit meinen Leuten auf und sperr dich ein. Genau wie in dem Traum. Du mochtest meinen Traum doch ... wir können ihn liebend gern wahr werden lassen. Aber ich nehme nur die Rolle des Stärkeren an.“
      Ob es daran lag das Liam die Augen zusammen gekniffen hatte oder daran das Janon etwas total abgedrehtes von sich geben hatte...Es fühlte sich an als hätte er ihm die Worte direkt in Ohr geraunt...!!



      Eine Gänsehaut bereitete sich in Liam aus...
      Aber dann auf einer total bizarren verdrehten Art wurde die Gänsehaut zu einem heftige warmen Kribbeln....
      Warum zum Teufel erregte ihn gerade die Vorstellung?!
      Er stand doch gar nicht auf diese kranken Spielchen oder wenn Janon Böse auf ihn wurde...
      Aber er fühlte wie sein Herz schneller raste...Und es war nicht aus Angst, es war als hätte ein Bösartiger Janon-Armor ihm gerade ein Pfeil mitten ins Herz gerammt!!




      Bevor sich Liam seine verwirrenden Gefühle klar werden konnte hob ihn Janon auch schon hoch um sofort los zu flitzten als wäre eine Horde Ochsen hinter ihm her!
      Der Verstand von Liam sagte ihn sofort das er sich trotzdem wehren sollte...! Er hatte dem nie zugestimmt! Nicht jetzt wo er doch gerade eine Unabhängigkeit so laut verkündet hatte. Aber sein Gesicht lief knallrot an wie eine Tomate, so tief saß der Pfeil , der sein Verstand komplett zum Absturz gebracht hatte.
      "A--ah..d..das...geht...doch...nicht...", kam es viel zu Kraftlos über seine Lippen, gott...er war wie auf Wolke Sieben....Das hielt er nicht aus!!
      Raimondo der gerade von Traves auf dem Fluren mitgezogen wurde sah wie in einem falschen Film wie dieser Janon gerade mit seinem Sohn davon rannte...
      Die Mordlust stieg in dem Lehrer auf....
      "Dieser Knecht...", murmelte er mit zusammen gebissenden Zähnen.
      Wenn er gewusst hätte was für ein Kerl dieser Janon ist...



      Er widerstand den Drang ihnen hinter her zu laufen...Aber sobald er seinen Sohn wieder sah und er nur einen Kratzer von diesem Mistkerl haben würde...Er würde ihn denn nächsten Morgen nicht mehr erleben lassen!!
      Auch Oscar hatte sich wieder aufgerappelt als er sah wie sein Bad Boy mit dem kleinen Knrips davon rannte!!
      "HEEY WARTET AUF MICH!"



      Wie unfair war das denn?! Wieso bekam Liam eine Sonderbehandlung!?
      Zügig rannte Oscar ihnen in dem dünnen Patientenkittel hinter her.
      "Ich WILL es auch bereuen! Wo ist meine Schläge?! ICH WILL auch!", knurrte Oscar gereizt. Von ihm aus konnte ihn sein Bad Boy auch einwickeln, so richtig feste!! Das keine Luft mehr bekam!
      Jeder Mitarbeiter oder Patient er sich Ihnen in den Weg stand wurde beiseite gestoßen.
      Einige warfen denn verrückten Trio irritierte Blicke zu.
      Auch rannten sie an der Cafeteria vorbei die zum Ausgang des Krankenhaus führte...
      Livius und Harvey die zusammen mit Russel was zu essen gehen wollten, sahen nur wie Janon wie ein Blitz vorbei rauschte während Oscar hinter her rannte...Dabei sein ungeschützter Hintern der jeden Preisgeben wurde.
      . . . . .



      Entgeistert sahen die beiden ihnen hinter her.
      "...Ich glaube, dass wird mir keiner glauben wenn ich davon erzähle...", nuschelte Harvey ungläubig, der derzeit kaum begriff was eigentlich hier los war.
      So hatte er zumindest sein Großen Bruder noch nie erlebt...Ob es an Janon lag oder seine Entlassung aus dem Gefängnis...??
      Und was war eigentlich mit Cabriels so genannter Freund los?? Gerade wusste er echt nicht was er über ihn denken sollte....War das wirklich der Kerl der Tyler verprügelt hatte? Warum verschleppte er den armen Rothaarigen jungen schon wieder? War das so...Deren Ding...?
      "....Geht mir auch so...", murmelte Livius zustimmend, der gerade froh war nicht im Dienst zu sein...Sonst hätte er ihnen womöglich auch noch hinter her rennen müssen. "Zumindest scheinen sie bester Gesundheit zu sein..."
      ....
      "Naja Körperlich zumindest...."


      ___________________________________


      Dax Vazquez & Lord Eternity & ₭ɎɆ

      "Ich wünschte du wärst dabei gewesen, Daxxy...."



      Kommentarlos hörte sich Dax die Erzählung von Beni an....
      Es klang so absurd das es Dax mit sicherheit als Fibertraum abstempeln würde aber etwas zweifelte in ihm das Beni sich das ganze Ausgedacht haben könnte...
      Schlimmer noch, es klang so Realtisch das Dax mehr als GLÜCKLICH darüber war ertrunken zu sein...Auch wenn dieser Tod zu denen zählte die auf seine Liste Die schlimmsten Wege aus dieser Welt zu verlassen gehörte.
      Verdammt...War er jedoch froh darüber nicht in diesen Kranken Welt mit reingezogen geworden zu sein!



      Aber leider wusste Dax schon jetzt...Sobald er wieder das Zeitliche Segnete würde mit Beni Erinnerungen überschwemmt werden!
      Das bedeutet für ihn das er denn ganzen Mist denn er ihm gerade erzählte auch noch mal aus seinen Augen erleben würde....Großartig....
      Dabei hatte Dax gerade weit aus andere Probleme....

      "Mhm...Wo ist Lord Korbos nur..? Hab ihn seit ich aufgewacht bin nicht gesehen. Eventuell könnte er mir noch etwas zu dieser Kette sagen...War ganz schön schwer auf dieser ganzen Mathematik und Geschichtsstunde klarzukommen!"

      ....
      Sein Meister Beni sprach damit unbewusst etwas sehr wichtiges an...
      Wo war Lord Korbos nur? Und ...Warum trug jetzt Beni das Dark Heart bei sich?
      Er erinnerte sich genau an den strengen Befehl des Lords, dass Beni niemals erfahren durfte das er der eigentliche Dark Heart Träger war...
      Dieses Wissen hatte ihn viele strenge Regeln gekostet und auch sein schweigen.



      Doch durch Beni Erzählungen...Und der Tatsache das nun er dieses Mächtige Herz bei sich trug, bedeutet wohl das sich die Dinge geändert hatten.
      Jedoch was bedeutet das nun für ihn und die Anderen Lakaien...?
      Ihr Leben hing nun in Benis Händen...
      Als Dax wieder von der Dunkelheit aufgenommen wurde hatte er auch die Anderen Lakai deutlich gespürt. Das war in der ganzen Zeit noch nie so heftig vorgekommen.
      Wurde die Macht des Lords nun stärker oder schwächer...?
      Was bedeutet dieses Schicksal für die Zukunft...?



      Was es auch war, es war beängstigend das Dax unbewusst sich mehr an Beni drückte. Obwohl er eher für ihn der Fels war an denn er sich unbekümmert lehnen konnte, verspürte Dax den drang sich an Beni festzukrallen....
      Er machte sich ernsthafte sorgen um Beni der das ganze auf eine viel zu leichte Schulter nahm...Aber es war auch natürlich! Beni hatte ja auch kaum eine Ahnung über die Hintergründe dieses Dark Heart und selbst Dax wusste nicht alles.
      Jedoch wusste er so viel um zu wissen das diese dunkle Macht ein schneller verzerren konnte als ein wildes Raubtier.
      Was dachte sich der Lord dabei es Beni nun ohne Erklärung zu überreichen?!
      Dax war dem Lord mehr als nur Treu ergeben...Aber diese Lage brachte selbst ihn zum zweifeln.
      Vielleicht sollten sie besser nach ihm suchen oder er sollte selbst Beni versuchen zu erklären, zumindest so viel wie er selbst wusste!
      Doch bestimmt erwartete der Lord das Dax wieder dafür sorgte das Beni zurück auf die Erde kehrte...
      Dax fühlte sich ziemlich hin vor den Kopf gestoßen, es war aber nicht das erste mal das Beni in Lebensgefahr geriet. Der Lord spielte wirklich ein Riskantes Spiel.
      "Beni....", brummte Dax als er sich dafür entschieden hatte doch ein ernsteres Wort mit seinem Meister zu sprechen. Er musste ihn aus seine Zuckerrosa Wolke reißen, es war jetzt keine Zeit vor sich hin zu schwärmen sondern zu erkennen in welcher wichtigen Rolle Beni eigentlich steckte!
      Doch bevor Dax weiter sprechen konnte passierte das nächste Unglück.
      Ein...Portal bildete sich an der Wand?!
      Darauf folgend ertönte ein Ritual Zauber....Er hatte schon ewig nicht mehr ein solche intensive Magie verspürt. Das letzte mal war es als noch seine Zeit mit Ramses verbracht hatte....Doch wer verschaffte sich unbefugten zutritt in den Thronsaal des Lord?!

      "Izarra?“

      Ungläubig starrte Dax zu der Gestalt die Beni als Izarra betitelte...
      Das....War unmöglich?



      Der heftige Erdbeben kam zu stehen und Dax starrte weiterhin auf die dunkle Gestalt, welche wohl eigenen Händig ein Portal erschaffen hatte....
      Sofort erinnerte sich Dax an denn besagten Izarra denn er selbst Persönlich getroffen hatte.
      Er war wohl sowas wie der Mentor des Feindes...

      "Du kannst dich sehr wohl beruhigen...denn du bist eine Witch...!"



      Dax erinnerte sich noch genau an das Gesicht dieses Mannes...Genau so wie ihn dieser mit einem Zauber zum schlafen gebracht hatte und er vermutlich dann an denn Rauch verstarb, der durch die Flammen des Feuerwächter entstanden war.
      Doch im vergleich zu ihm war die Person...Von dessen Aura her ein ganz Anderer!

      "Ich dachte eigentlich, das hier wäre der Thronsaal ... Wo steckt also euer ominöser Lord?“

      Dax spürte bis auf die Knochen, die Dunkelheit die von dem Fremden ausging denn Beni als Izarra betitelte...
      So stark war das Dark Heart schon lange nicht erregt gewesen, dass bedeutet von dieser Person konnte nichts mit Guten Absichten kommen!
      Die Muskeln spannten sich in Dax an, bereit seinen Meister von diesem Kerl zu beschützten!
      "Leider kein Lord weit und breit, dafür aber das Schätzchen mit dem Dark Heart. Herrlich, dann habe ich mich wenigstens nicht umsonst hierher bemüht“
      Schon lange hatte sich niemand mehr so Respektlos in dem Schloss des dunklen Herrscher so hinein getraut!
      Das würde der Lord ihm sicherlich einfach durchgehen lassen! Genau so wenig auch Dax...Er schwor dem Herrscher die tiefste Treue, selbst wenn er damit allen und jeden um sich Verraten müsste...
      "Du kannst hier nicht einfach ungeladen bei Lord Korbos reinplatzen! Jetzt hast du es nämlich mit Dax und mir gleichzeitig zu tun!“
      Zum Glück aber merkte auch Beni, dass dieser Kerl hier keinesfalls Willkommen war!
      Finsterer fixierte Dax denn Fremden der sich so geschmeidig bewegte, als wäre Beni nur ein kleine Beutetier mit dem er spielen konnte.
      "Hmpf...."



      Am liebsten hätte Dax nun selbst nach denn Eindringling geschlagen, aber er wusste das seine Fäuste ihn nichts anhaben würden...Doch sollte dieser Kerl es noch mal wagen Beni ungefragt anzufassen, würde er ihm das Handgelenk brechen, selbst wenn es im nächsten Augenblick wieder heilen würde.
      Doch fasst als wüsste der Mann das er sich auf dünnen Eis bewegte...Fasste er Beni wieder an!
      Der Blick der Größerem wurde immer tödlicher....

      "Ja ... das gibt 3 von 10 Punkten. Keine Ahnung, ob ich dich für diese Rolle empfohlen hätte. Ich hätte dich jedenfalls nicht genommen. Aber na ja, vielleicht hat das Dark Heart es in seiner Not einfach nicht mehr ausgehalten...Sein Schicksalspartner kann man wohl eh nicht aussuchen.“
      Während dieser Izarra sprach, begannen sich die Schattenhasen im Thronsaal zu sammeln....Angezogen von der dunklen Magie, starrten sie mit ihren Roten Augen zu dem geschehen.




      "Aber ... es ist vielleicht noch nicht alle Hoffnung verloren. Ein gewisses Potenzial ist vorhanden, besonders in Kombination mit deiner Lordschaft. Zusammen wärt ihr in der Lage, die Macht des Dark Hearts zu entfesseln und die WITCH zu zerschmettern ...Eine neue Ära auf der Welt zu erschaffen...die alles verändern könnte.“
      ....
      Eine Neue Ära...?!
      Wovon sprach dieser Mann?
      Dax spürte ein ungutes Gefühl im Magen und den drang sofort Beni von ihm wegzuziehen.
      Das tat er auch, als seine große Hand sich am Arm von Beni festigte und ihn aus den gierigen klauten dieses Mannes zurück zerrte bevor Beni noch auf falsche Ideen kam ihn zu vertrauen!
      "... aber eben nicht ohne einen Lehrer. "
      Das war sicherlich nicht das der Lord wollte!!
      "Hm! Hör nicht auf ihn Beni...!! ", knurrte Dax Feindselig
      Plötzlich aber durch schüttelte ihn erneut ein Erdbeben...Aber es war nicht der Thronsaal, der zum beben gebracht wurde...Es knisterte förmlich in der Luft...War das der Lord?!



      Doch von dem dunklen Herrscher war im ersten Augenblick nichts zu sehen! Stattdessen, war es die Schattenhasen die ungewöhnlich Fixiert den Eindringling anstarrten.
      Einer der Hasen strahlte eine besonderes Finstere Macht aus...Und plötzlich glühten die Augen des Hasen der wie ein Anführer aus der Gruppe hervor stach, so intensiv wie von der Lordschaft.
      "Lord...Korbos...?" , brummte Dax verwirrt als er zu dem Schatten Hasen Blickte, denn das war keiner von denn Anderen Untergebenden Lakaien....
      Dieser Schattenhase war....




      "Wer wagt es meinen Besitzt anzufassen, elende Made....?!"
      Die Stimme des Lord schmetterte, donnernd durch den Thronsaal.
      Der dunkle Körper des Schattenhase löse sich sich auf und formte sich zu einem größeren dunklen Schatten.
      Seine rot glühenden Augen brannten wie glühende Kohlen.
      In wenigen Sekunden formte sich der Schatten zu der Gestalt des Lords.
      Sein stechender Blick wanderte über Izarra während er sich mit den metallischen Fingernägeln nachdenklich über die Porzellanweiße Haut strich.
      Doch obwohl der Lord aussah wie immer, verspürte Dax erneut große verwirrung...Irgendwas...an Lord Korbos war...Anderes?
      Und es lag nicht daran das auf seinem Kopf seine Krone fehlte, die er sonst immer trug...Es war als wäre auch dessen Aura leicht verändert...Oder bildete es sich Dax nur ein??
      "....Izarra?"
      Der Blick des Lord ging kühl durch Beni hindurch und er fokussierte seinen...Alten Freund.
      Plötzlich schloss der Lord seine Augen für einen Moment als saugte er die Anwesenheit des Fremden tief in sich ein....



      Als der Lord seine Augen wieder öffnete war das tiefe Rot verschwunden und durch ein Bernsteingelb ersetzt.
      Sofort war Dax erschrocken zusammen gezuckt, was zur Hölle...War mit dem Lord geschehen??
      Es fühlte sich an als stünden sie ein drehenden Karussell und alles was der Große glaubte zu wissen, schien gerade keine Rolle mehr zu spielen.
      Ein amüsiertes lachen ertönte plötzlich von dem Lord, denn man wirklich selten lachen hörte.
      Mit einem Finger schnipsen veränderte der Lord seine Äußere Gestalt belustigt als hätte ihn das Aussehen seines Gegenüber ihn dazu verleitet.
      "Hätte ich gewusst das du dich hier in neuem glanz Blicken lässt, hätte ich diese grässliche aus der Mode gekommene Gestalt schon längst abgelegt!~"



      Mit einem sicherförmigen, sadistischen grinsen trat der Lord auf ihn zu, als hätte er ihn herausgefordert und in seinem Unterton schwang auch bissige Wut mit:
      "Es scheint mir als hätten sich die Dinge wirklich geändert alter Freund. Seit wann beherrschst du armselige Kreatur die Kraft ein Portal zu erschaffen, hm? "
      Nicht weit von geschehen entfernt lugte einen kleine Gestalt an der Türe zum Thronsaal hinein.
      Fassungslos....Sah Kye dabei zu was sich hier gerade abspielte....
      Das war ein nicht Enden wollender Alptraum...Doch das schlimmste daran war das sein Körper sich hier gerade aufspielte und alles was er so wundervoll aufgebaut hatte drohte zu zerbrechen....
      War das seine Rache an ihn...?
      Präsentierte hier sein neuen Körper als erwartete beifallenden Applaus, wie jemand der sich neu Liften ließ und nun mit der Zeit gehen wollte....
      Doch das schlimmste war...Das Kye sofort sah das dieser Eindringling nicht Izarra war!



      Auch wenn Kye diesen Typen auf den Tod nicht ausstehen konnte, erkannte er sofort das dieser Typ auf keinen Fall dieser Unsterbliche Alchimist war!!!
      Aber warum zur Hölle tat dann Eternity so als wäre das Izarra?!
      War mit der Jahren ein Teil seiner Intelligenz getrumpft?!
      Oder stellte sich Eternity absichtlich dumm?
      Unwohler machte sich Kye kleiner...Das alles war....Die reinste Katastrophe...



      ......................
      .........................................
      .................................................................

      Und das ganze hatte schon vor wenigen Tagen begonnen....
      Nachdem Kye wieder im Schloss erwacht war und den Traum halbwegs verarbeitet hatte, musste er mit grauen feststellen das Nuriel seine Worte wahr gemacht hatte.
      Im ersten Augenblick war Kye wirklich in Panik gewesen, sein Körper war verschwunden...Für ein schrecklich quälenden Zeit glaubte Kye das sein Körper für immer verloren war.
      Sein Ziel...Alles...Um die Witch zu zu vernichten schien auf einmal unmöglich....Seine Größe Angst schien wahr zu werden. Er würde allein, mit allen seiner Schwächen Existieren...Der Mut denn er sich durch Kiri aufgebaut hatte schien ihm auf einmal viel zu fern...Es war viel zu Früh für ihn ohne sein Körper zu Existieren!
      Er war noch nicht bereit dazu...
      Es fühlte sich an als würde es den Endgültigen Tod für Lord Eternity Korbos bedeuten...!
      Aber dann....

      "...₩łɆ....₩łɆ ł₴₮ Đ₳₴ ₥ö₲Ⱡł₵Ⱨ...?"



      ...Geschah ein unglaubliches Wunder.
      Vor ihm...Stand Eternity, wahrhaftig....Ohne die Hilfe von ihm oder dem Dark Heart!
      Aber nicht nur dass, die einstige Marionette war wie früher...Fast schon Lebendig.
      Beinahe als wäre nie etwas geschehen....Aber wie konnte das möglich sein?!
      War das...Wirklich das Werk dieses Zauberers? Hatte er einfach....Das größte Problem einfach so gelösst?
      "Oh, dieser unwissende Ausdruck in deinem bemitleidigen Gesicht...Seit wann hast du gelernt Emotionen so perfekt auszudrücken? ", raunte ihm Eternity giftig entgegen während er etwas, Gelb leuchtendes zwischen seinem schlanken Fingern balancierte.
      "Sieh es dir genau an, du erbärmlicher Versager, mit Hilfe diesem kleinen Geschenks brauche ich weder dich oder dieses abscheuliche Dark Heart."



      Zwischen denn Daumen und Zeigefinger hielt Eternity...Ein Herz.
      Kye kannte weder die Macht oder Herkunft dieses Magischen Herzen....Aber es war erschreckend.
      Am liebsten wollte sich Kye auf ewig in der tiefsten Dunkelheit verkriechen und laut los schreien.
      Sein Ziel...Sein größer Wunsch...War wahr geworden aber...Nicht so...Wie es sich Korbos vorgestellt hatte.
      Was danach folgte war wie ein dunkler, dichter Nebel...Er spürte wie Eternity auf ihn zu ging und sich seine kalten Finger brutal in sein empfindlichen Körper rammte.
      Der Jahre angestaute Zorn...Hass....Alles auf einmal sprudelte auf Kye ein und versenkte ihn in endlos schmerzhaften Strudel.
      Es fühlte sich an als würden zwei sich abstoßenden Magnete mit voller Kraft aufeinander stoßen, egal wie sehr sich der eine begann zu wienden.
      Kye wollte wegrennen...
      Aber Eternity ließ ihn nicht entkommen und es fühlte sich an als wollte seine eigene Seele zerfetzten und wieder zusammen setzten...Nur um ihn erneut zu zerfetzten....
      Kye...Liebte sein Körper....
      Wirklich...Egal wie viel schmerzen ihn Eternity schon angetan hatte...So wie dieser ihn Hasste...So wollte Kye nie empfinden...Selbst als er ihn mit seinen eigenen Händen getötet und zerstört hatte....



      Kye's größer Wunsch war es immer wieder eins mit ihm zu werden...Er sehnte sich nach der Hülle um sich, die ihn vor den grausam Welt da draußen beschützte.
      So lange hatte seine Gedanken sich darum gedreht...
      Mit Kiri jedoch änderte sich Kye Weltbild ein wenig....
      Zum ersten mal bekam Kye das Gefühl das seine Existenz nicht nur darin bestand sich zu verstecken oder für sein Körper zu Leben.
      Er ludt ihn ein in ein Interessanten Machtspiel zwischen Schwarz und Weiß....
      Obwohl ihm ein wichtiger Teil fehlte, sorgte Kiri dafür das für seine Ziele begann viel härter Kämpfen zu wollen...
      Er wollte Niederlagen und Siege zwischen den beiden Seiten sehen.
      Er hatte begonnen jemand zu finden der ihm auf einer Art ähnelte und doch komplett verschieden war.



      Gerade als Kye glaubte alles sicher in seinen Händen zu haben...Hatte dieser verdammte Zaubrer Nuriel ALLES durcheinander gebracht...
      Mit Eternity's Unabhängigkeit ...Tat sich ein neues Schicksal auf das alles was Kye dachte oder fühlte komplett durcheinander brachte.
      Erneut denn verachtenden Hass seines Körper auf sich zu spüren...
      Sie beide waren wie ein einer Toxischen Ehe, einander gebunden und eigentlich sollte sich daran niemals etwas Ändern...
      Doch wenn er jetzt in Eternity Augen Blickte...Fühlte es sich wie bitterer Verrat an...Das waren nicht mehr seine Augen...
      Als hätte sein Körper begonnen eine eigene Seele zu entwickeln....



      Er konnte nicht mehr beurteilen was in Eternity Kopf vor sich ging...
      Er konnte seine Gedanken nicht mehr lesen...
      Sein Verhalten nicht mehr verstehen oder fühlen...Als wäre er ein vollkommender Fremder oder jemand der sich vollkommen vor ihm verschlossen hatte.
      Auf welcher Seite stand Eternity jetzt?
      Kämpfte er gegen ihn oder mit ihm...?!
      Als würde ein weiterer König auf dem Schachbrett stehen....



      Alle Regeln, alles was Kye wusste war mit einem schlag vollkommend vernichtet...
      Er wusste nicht was er tun sollte...Welche Rolle er eigentlich jetzt noch spielte....
      War er überhaupt noch Lord Korbos...?
      War er überhaupt noch...Kye?
      Oder war er...Wirklich Wertlos geworden...?
      Das Dark Heart hatte er Beni geben...Das einzige das sich wirklich richtig angefühlt hatte.



      Sein Wunsch...Wieder eins mit sein Körper zu werden fühlte sich immer mehr wie ein entfernte Traum an, der nicht wahr werden konnte...Nachdem ihm vollkommend die Kontrolle über sein Körper entriessen wurde.
      Das einzige das ihm etwas Hoffnung gab war wohl der Fakt das Eternity noch immer an das Dark Heart gebunden war und die Wirkung...Dieses neuen Herzen nicht von langer Dauer... war...Es war dennoch erschreckend das dieses neue Herz funktionierte, in der Kombination mit der Dark Heart. Das zeigte ihm nur wie wenig Ahnung er eigentlich hatte...
      Das Problem nur war das überhaupt nicht mehr erkennen konnte durch das neue Herz, was Eternity Gedanken nun waren.
      Wollte er das Dark Heart wie geplant weiter verstärken damit sein Körper wieder zur voller Macht gelang oder....Würde Eternity alles tun um sein Tod herbei zu führen?



      Anderes als Kye war Eternity das Leben das führte Leid.
      Nicht umsonst träumte Kye ständig von dem Moment auf dem Dach wo er sich das Leben nahm...Er kannte den selbstzerstörerischen Todeswunsch seines Körpers, der das Leben begonnen hatte zu ermüden...Besonderes nachdem Kye eigen händig beinahe dafür gesorgt hatte.
      Aber Kye wollte das nicht...Er wollte am Leben sein.
      Er wollte bei Beni sein....Er wollte noch so vieles begreifen und lernen...---------------
      ...............
      ..................................
      .........................................................

      "Du siehst magerer aus, bereden wir das ganze doch bei ein schlucke Wein und etwas anständigem zu essen~", unterbrach die Stimme von Eternity die düsteren Gedanken von Kye abrupt.
      Äh?!
      ....
      Was zum Teufel?!
      Jetzt ladet Eternity diesen Betrüger auch noch zum essen ein?!
      Direkt vor Beni!!?
      Wollte er wirklich alles ruinieren?!



      "ł₵Ⱨ VɆⱤⱠłɆⱤ ĐɆ₦ VɆⱤ₴₮₳₦Đ..."


      ___________________________________

      Stan. L & Thalorian Veythar

      "Stan!“
      Gerade als Stan mit ruhe seinen Kaffee trank der wirklich Balsam gegen die Kopfschmerzen war kam Izarra herein. Obwohl der Detektiv vor noch kurzer Zeit erst angerufen hatte. Ein schneller klinischer Blick von Stan reichte aus um zu erkennen das Izarra mit seiner ganzen Kraft hier her geeilt war.
      Ein schwerer Stein fiel dem Butler von der Brust als er mit großer Erleichterung sah das Izarra wirklich wohlauf war. Auch wenn sich dieser gerade mehr sorgen um Stan gemacht hatte.
      "Ich bin ja so unglaublich froh, dass du wieder wach bist…!“
      Kaum wie Izarra das gesagt hatte stürmte der dieser auch schon auf ihn los...
      Für einen Augenblick vergaß Stan jegliche Distanz und erwiderte die Umarmung.
      Er hätte selbst nicht erwartet das er so sehr von Glück beflügelt zu sein das Izarra nun zu sehen.
      Geschickt stellte er die Tasse beiseite und streichelte Izarra sanft über denn Kopf.
      "Ja, ich bin endlich wieder Wach...", erwiderte Stan mit einfühlsam ton als er spürte wie Izarra in Tränen ausbrach.



      Es war tatsächlich das erste mal für Stan das jemand so Emotional nahe stand, normalerweise hielt sogar zu engeren Freunden eine gewisse Distanz aber Izarra hatte es irgendwie geschafft das Stan für einen Augenblick nicht an seine Rolle als Butler dachte oder seine Diskretheit...
      Die lange Zeit auf der Insel...Hatte in ihm ein wenig klarer darüber werden lassen, dass sein Leben nicht allein aus seiner Arbeit bestand und wie schnell Personen wie Izarra verschwinden konnten...

      "Ich wollte dich dort unbedingt rausholen, aber ich wusste einfach nicht, wie ... Es tut mir so unendlich leid, dass ich dir nicht helfen konnte.“
      Obwohl alles noch sehr Rätselhaft und unlogisch für Stan verstand war, wusste er sofort wie ernst Izarra diese Worte meinte. Er hatte schließlich auf der Insel alles geben um ihnen zu helfen.
      Ob es Realität war oder nur ein Traum...Der Izarra vor ihm war echt und seine sorge sowie Schuldgefühle eben so.
      "Alles gut Izarra, ich hab mir selbst auch vorwürfe gemacht das ich vielleicht anderes Handeln sollte um allen zu helfen aber...Am Schluss sind wir alle Heil heraus gekommen."
      Zum Glück hatte ihm der Detektiv schon froh berichtet das wohl auch die Anderen im Krankenhaus sind und unversehrt erwacht sind...Woher die schnelle Information hatte war für Stan genau so ein weiteres Rätsel.
      "Wie fühlst du dich? Tut dir irgendetwas weh oder fühlst du dich noch sehr schlapp?“
      Stan schenkte sofort Izarra ein aufrichtiges Lächeln:
      "Alles gut, ich hatte etwas Kopfschmerzen aber ansonsten fühle mich vollkommend normal."



      Natürlich kreisten seine Gedanken noch etwas über das Geschehen aber durch den Kaffee und dem gewissen das es allen gut ging, gab für Stan fast kaum größeren Sorgen mehr.
      "Thalorian hat mir schon erzählt das du öfters nach mir gesehen hast und das sich jemand in der Zeit meiner Abwesenheit um meine Arbeit gekümmert hat. Ich bin wirklich erleichtert..."
      Ein freudiges leises lachen erklang etwas abseits der beiden. Der Detektiv der sich dieses rührende wiedersehen der beiden mit angesehen hatte nahm sich lächelnd noch ein schluck aus seiner Tasse:
      "Selbstverständlich, in meiner Detektei erhält jeder nur den größten Luxus!"



      Er reichte Stan einen Brief während, er geschickt mit der Anderen Hand Izarra einen kleinen Beleg zuschob...Natürlich eine saftige Rechnung für die Dienstleistungen die er erbracht hatte.
      "In übrigen haben mein Sohn und sein Freund ein Entschuldigungsbrief verfasst, sie hätten es gern Persönlich überreicht aber der kleine von ihnen hat sich erkältet, daher überreiche ich es in ihren Namen."
      Die Schrift es Briefes war erstaunlich schön geschrieben daher ging Stan auch direkt davon aus das dieser von dem Sohn von dem Detektiv verfasst wurde...Ob aber die kleine Kindliche Zeichnung der beiden auch von ihm stammte oder von den blonden kleinen Jungen konnte er nicht feststellen.



      Für einen Moment schaute Stan schweigend auf den Brief, verschiedene Gedanken kreisten durch sein Kopf...Er fragte sich immer noch mit WEM er eigentlich Verwechselt wurde...Jemand der Grundgenug war um Angegriffen zu werden...
      "Das sehr Lieb von denn beiden.", waren Stan höfliche Worte auf den Brief den er auf den Tisch zurück legte.
      "Können Sie Ihnen ausrichten das sie sich keine Gedanken mehr darüber machen brauchen? Um ehrlich zu sein erinnere mich schon gar nicht mehr wirklich was damals passiert ist...Es kommt mir vor wie eine Ewigkeit."




      Es war das erste mal das jemand Stan mit jemand verwechselt hatte, daher glaubte er auch nicht das sowas noch einmal vorkommen würde....
      Wobei...
      Sein Blick senkte sich kurz als er zurück an Beni denken musste und darüber was er gesagt hatte.
      Auch hier muss eine Verwechslung vorliegen. Ob er vielleicht diesen Nuriel aufsuchen sollte? Nur damit dieser diese kuriose Rolle als Wasser Wächter einnahm von der Beni gesprochen hatte...Obwohl unklar ist ob dieser Mann nicht eher ins Gefängnis gehörte, wenn schon Personen ihn auf offener Straße angriffen...!
      Es wäre wohl das beste wenn er eine Liste anfertigt um seine Gedanken besser zu Ordnen...
      "Oh~ Ich sehe es dir an der Nasenspitze an, Stan...Du zerbrichst dir schon jetzt schon wieder dein hübsches Köpfchen. Aber du solltest dich wirklich erst einmal richtig erholen.", summte Thalorian wohlgesonnen.
      Sogleich schenkte er ihm neuen Kaffee in seine Tasse.
      "Izarra, du möchtest doch bestimmt auch Kaffee? Im Nebenraum habe sicherlich noch eine Tasse für dich übrig."



      Es war ein kleiner wink für Izarra das er sich kurz in den Nebenraum begeben sollte.
      Während dieser Thalorian solang Stan unterhielt damit der Butler sich nicht weiter sein Kopf darüber zerbrach war ihn für Fragen durch denn Kopf schwirrten. Wartete in Nebenraum einer der Anderen Klone auf Izarra. Die besagte Tasse reichte er ihm bevor er sich seine Brille auf der Nase höher schob, er sprach leise genug das nur Izarra ihn hören konnte.
      "Izarra...Die Dinge sind leider nicht so einfach, wie es scheint."




      "Ich kann um Stan eine deutlich stärkere Magie-Spur sehen als zuvor...Dieser Traum, hat etwas in Stan geweckt. Es wirklich ungewöhnlich für jemand der zuvor kaum mit Magie in Kontakt getreten ist...Ich befürchte Stan wird sein normales Leben nicht so einfach führen können wie zuvor. Er hat kaum fragen gestellt, er ist ein kluger Mensch...Ich denke nicht das er alles vergessen hat wie er darstellt...Und ich weiß ganz genau das du dir auch wünschst. Aber ich denke es ist unklug in komplett ins kalte Wasser zu werfen. Zudem...."
      Der Detektiv machte eine bedrückende Pause, es schien ihm beinahe ein wenig Leid zu tun das Izarra nicht zu ruhe kommt:
      "...Derzeit passieren Dinge im Schloss, dessen Auswirkungen unklar sind...Aber die Zahl der Feinde der Witch wächst und es wird ungemütlich werden, es eröffnen sich immer mehr Portale...Du weißt was das bedeutet. Es werden immer mehr Eindringlinge aus der Anderen Welt hier her kommen...Du wirst dich Entscheiden müssen Izarra. Wirst du denn Witch helfen bevor es zu spät ist oder wirst du dich auf Stan konzentrieren? Beides ist unmöglich....Und du weißt, ich bin Neutral, auch wenn du ein enger Freund für mich bist, ich habe meine eigenen Prioritäten"
      Am Ende stand er auf der Seite die sich am stärksten zeigte....In diesem Sinne würde er Izarra nicht ewig unterstützten, egal wie viel an Geld er aus ihm raus quetschen würde.
      "Wenn ich dir ein Gut gemeinten Ratschlag geben darf...Deine Gefühle stehen dir leider oft im Weg, wenn du nicht Rationaler denkst wirst du untergehen...Diese Welt braucht wirkliche Wächter die mit voller Überzeugung hinter dem stehen wofür das Schicksal sie bestimmt hat und keine...gut gemeinten versuche. "
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & ???

      "Wer wagt es meinen Besitz anzufassen, elende Made....?!"

      Zu Izarras Überraschung tauchten nicht nur eine Horde schwarzer Hasen auf, dessen Aura nur aus dunkler Magie bestand. In diesem Haufen war gut getarnt auch noch ein Oberhase, der sich in seine wahre Form zurücksetzte. So ein unfairen Hinterhalt erschrak natürlich auch ein Gottähnliches Wesen wie ihn. Hatte der Typ Aufmerksamkeitsprobleme oder wieso schenkte er ihnen solch' eine Show?
      Auch wenn Izarra wieder sein Herz beruhigen musste, hatte wenigstens der König ihn als Izarra anerkannt. Wenn nicht hätte er auf Plan B zugreifen müssen, sowie er es mit Larry besprochen hatte. Hätte viel mehr Kraft gekostet... Seine Verwandlung war aber ein Meisterwerk. Damit hatte er ja auch schon genug Leute veräppelt, in der Form seines größeren Bruders. Und bis heute kam nicht mal der Typ drauf, in den er sich ständig verwandelte.

      "Hätte ich gewusst das du dich hier in neuem glanz Blicken lässt, hätte ich diese grässliche aus der Mode gekommene Gestalt schon längst abgelegt!~"

      Verwirrt blinzelte der Magier mehrmals auf, was hatte der Kerl denn jetzt vor? Plötzlich verwandelte sich auch der Lord als verwandelten sie gerade eine Modeshow. Wollte er seine Verwandlung übertreffen? Das der Lord so auf ihn reagierte...damit hatte weder er noch Larry gerechnet. Izarra musste alarmiert bleiben.



      Auch Beni - der still daneben stand - blinzelte mehrmals auf. Gerade noch wollte er vor Glück aufjaulen, denn der Lord hatte sich endlich wieder gezeigt. Er wäre am liebsten direkt in seine Arme gesprungen und hätte ihn von oben bis unten abgeknutscht, bis der Lord ihn brutal von sich gestoßen hätte. Aber irgendwas war an ihm anders. Plötzlich veränderte er sein Aussehen, worauf Beni verwirrt schluckte. Warum tat der Lord das? Wollte er aus seinen Klamotten raus? Er änderte sogar sein schönes Rot, was ihn als Korbos ausmachte. Aber wieso denn das? Aus der Mode gekommen? Der Lord war doch die Mode selbst..?
      Schwer verarbeitend sah er ihn dabei zu wie er zu diesem Eindringling mit einem sadistischen Grinsen schritt.

      "Lord Korbos..?", wisperte er so leise, dass ihn kaum jemand im Raum verstehen konnte. Eigentlich war seine Freude größer, dass er ihn nach so langer Zeit wieder sah...aber...so hatte er sich das Wiedersehen nicht vorgestellt. Er musterte genau sein neues Aussehen. Er war immer noch wunderschön und der freie Nacken stand ihn wirklich gut, aber wieso tat er dies für diesen Mann, mit dem Beni den Urlaub genoss? Woher kannten sie sich?




      "Es scheint mir als hätten sich die Dinge wirklich geändert alter Freund. Seit wann beherrschst du armselige Kreatur die Kraft ein Portal zu erschaffen, hm? "

      Armselige Kreatur? Gings noch?! Ein Glück war er wirklich in der Gestalt einer armseligen Kreatur, sonst hätte er es persönlich genommen! Er spürte die bittere Note, wie es aussah passte es ihm gar nicht, dass er Portale erschaffen konnte. Schien eine alte Wunde zu sein.

      "Ich habe einiges auf der Erde dazugelernt, nachdem ich dort eingesperrt wurde...", sprach er im Namen von Izarra, auch wenn es eine ehrlich Antwort war. Er kannte zwar die Vergangenheit seines Bruders - wie er von diesem Schnösel einfach zurückgelassen wurde- er erwischte ihn oft heulend beim Eis essen unter einer Brücke. Das Schicksal hatte sie letztendlich beide für eine Ewigkeit auf der Erde verbannt – Izarra ebenso wie ihn. Doch während Izarra den Frust mit Eis in sich hineinfraß, schmiedete er weiter an seiner Macht. Er war sich voll und ganz bewusst, dass er weit über den schwachen Menschen stand und weigerte sich strikt sich mit ihnen auf eine Stufe zu stellen. Er war zu Höherem bestimmt... eine Wahrheit, die Izarra nie begriffen hatte. Unermüdlich feilte er an seinen Fähigkeiten und sicherte sich das Vertrauen eines Hexers, der ihm den Weg zurück zu seiner wahren Stärke ebnen sollte.



      "Du siehst magerer aus, bereden wir das ganze doch bei ein schlucke Wein und etwas anständigem zu essen~"

      Als der Lord ihn dann auch noch zum Essen einlud, stieß Beni im Hintergrund ein irritiertes Keuchen aus. Izarra fuhr sich nachdenklich durch das lange Haar. Das roch doch zehn Meilen gegen den Wind nach einer Falle. Wahrscheinlich war der Wein großzügig mit Rattengift gestreckt und das Festmahl hübsch drapierter Abfall. Aber hey – seiner Immunität sei Dank konnte das dem Magier herzlich egal sein! Wer wusste schon, was in dem Lord vorging. Vielleicht freute er sich auch einfach nur, seinen alten Freund nach all der Zeit wiederzusehen. Wie auch immer: Solange es ihn seinem Ziel näherbrachte, spielte er das Spiel bereitwillig mit.

      „Sehr wohl. Dann können wir alles bis ins kleinste Detail besprechen“, erwiderte er mit demonstrativ entspannten Schultern.

      Tja Larry, das hier wird ein absolutes Kinderspiel. Ich bin im Nu wieder zu Hause.



      Wie Nebel in der Morgensonne löste sich Benis Sorge allmählich auf. Offenbar brachte Lord Korbos diesem Vogel Vertrauen entgegen, und niemand würde es wagen, das infrage zu stellen. Aber vertraute Beni ihm? Kein Stück! Es fraß ihn innerlich auf, dass da jemand völlig unangemeldet ins Schloss eindrang und es wagte in so einem vertraulichen Ton mit dem Lord zu reden. Wer sollte das sein? Sein Ex-Liebhaber? Heiße Eifersucht wallte in Beni auf, aber er würde definitiv nicht vor diesem Eindringling kuschen. Doch es war die Entscheidung des Lord. Wer würde da etwas dagegen sagen? Schließlich wusste der Lord immer... was er tat.
      Während Beni jedoch versuchte, seinen eifersüchtigen Frust weiter hinunterzuschlucken, bemerkte er eine Veränderung. Es war die Kette, die nun an seinem Hals baumelte: das Dark Heart. Wie ein schwarzer Schwamm reagierte das Amulett auf seine finsteren Gedanken und sog jede einzelne davon gierig in sich auf. Es war ein beklemmendes Gefühl … doch ironischerweise war es genau das, was Beni gerade davor bewahrte, endgültig den Verstand zu verlieren.

      "Wer hätte gedacht, dass mein Urlaubspartner jemanden allmächtiges wie Lord Korbos kennt! Ich dachte du bist nur ein gewöhnlicher Mann, der ganz viel Pech hat. So wie dich die Kokosnuss mit voller Wucht getroffen hatte...ha..ha...haaaa.....", witzelte Beni etwas bitterer und warf dem Izarra einen strahlenden Blick zu. Er hatte sich...das Wiedersehen anders vorgestellt. Hah...Er verspürte den großen Drang sich an diesem Magier zu vergreifen und wegen ihn gewalttätig zu werden. Beni pfiff darauf, was der Kerl zu sagen hatte. Kapierte er sowieso nicht, glaubte auch nicht daran, dass er gute Absichten für Korbos hatte. Durch ihn bekam er die Sorge, dass Korbos ihn ohne einen Abschiedskuss oder -schlag wieder zurück zur Erde versetzte.



      Izarra kapierte Benis Andeutung aber Null, was meinte er denn mit Kokosnuss? Er wusste nicht einmal, dass Izarra und Beni sich bereits so kennengelernt hatten...er stalkte ja nicht das Leben seines Bruders, griff nur ein paar allgemeine Informationen auf.

      "Huh? Keine Ahnung, wovon du sprichst...", nuschelte er ein wenig unbeholfen, doch wand sich wieder ganz zu Korbos zu. Er räusperte sich und ging direkt wieder auf das andere, wichtigere Thema ein. "Tja, es wird heute ein glorreicher Tag...Wenn wir endlich zusammenarbeiten, Lord Korbos. Das Dark Heart muss unbedingt sein Potential gänzlich ausschöpfen~.", prahlte er vergnügt auch wenn er wohl die Form nicht lange beibehalten würde...nur für den Anfang, um einen Fisch zum Köder zu locken.

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      Izarra

      "Ja, ich bin endlich wieder Wach..."

      Stans gutmütige Stimme zu hören, schwemmte eine Welle des Glücks durch ihn. Es war eine absolut bizarre Situation, doch er konnte seinem Sohn gar nicht genug dafür danken, dass er sein Leben verschont hatte. Zumindest schien es ihm gutzugehen, selbst wenn er nicht in sein Innerstes blicken konnte. In diesem Augenblick genoss er einfach nur die vertraute Wärme und das regelmäßige Pochen seines Herzens. Izarra hatte schreckliche Angst gehabt, ihn für immer zu verlieren, doch nun durfte er ihn endlich wieder in den Armen halten.

      "Alles gut Izarra, ich hab mir selbst auch vorwürfe gemacht das ich vielleicht anderes Handeln sollte um allen zu helfen aber...Am Schluss sind wir alle Heil heraus gekommen."

      Ja, er wusste von den anderen Jungs im Krankenhaus bescheid. Nur von Beni hatte er keinerlei Information erhalten können, da er sich nicht nach Meridian teleportieren konnte. Doch mit dem Dark Heart in seinem Besitz glaubte er kaum, dass Eternity ihm etwas antuen wollte, so machtgierig wie sein alter Freund war. Bestimmt musste der arme Kerl wieder in einem Gefängnis ausharren, bis der Lord ihn wieder für seine Zwecke missbrauchen wollte.

      "Thalorian hat mir schon erzählt das du öfters nach mir gesehen hast und das sich jemand in der Zeit meiner Abwesenheit um meine Arbeit gekümmert hat. Ich bin wirklich erleichtert..."

      Eine leichte Röte umgab Izarras Wangen. Er erinnerte sich daran wie stark er doch Teo genervt hatte, mit seinen beinahe täglichen Besuchen. Bestimmt ahnte der Detektiv schon allein durch seine Panikmache wie viel ihn der Butler bedeutete. Er konnte es gar nicht verleugnen. Erst die Tage der Abewesenheit machten ihn bewusst, wie stark er schon in Stans Bann war. Es war nicht mehr rückgängig zu machen, wenn Izarra sich verliebte...dann mit vollkommen Leib und Seele. Stan musste ihn nur so anlächeln und schon schmolz der Kleinere dahin.

      "Selbstverständlich, in meiner Detektei erhält jeder nur den größten Luxus!"

      Doch sein Blut gefror zu Eis als Teo ihn den kleinen Beleg zuschob, mit einer ordentlichen Summe auf dem Papier stehend. Warte, wie viele Nullen sah er da gerade?! Seine Hände zitterten, doch legte er die Rechnung sofort in seine Hosentasche, damit Stan nicht davon Wind bekam. Aber die Summe...So viel bekam er nicht einmal für beide seiner Nieren! Seit wann wollte denn Teo Zinsen?! Und eine Übernachtungsgebühr?! Selbst die Kaffeekosten waren das dreifache von einem Hotel!

      "Izarra, du möchtest doch bestimmt auch Kaffee? Im Nebenraum habe sicherlich noch eine Tasse für dich übrig."

      Diesen Wink verstand der Supporter sofort, er wollte mit ihm unter vier Augen sprechen. "Das ist aber nett, dann gehe ich mal..." Sofort kam ihn in die Gedanken, ob auch für diesen 'Kaffee' er eine Gebühr zahlen sollte?! Für einen Freund war der Detektiv ganz schön geizig, aber Izarra nahm es ihn nicht krumm. Immerhin durfte der Butler bei ihn für so viele Wochen übernachten, ohne das ihm Ärger drohte. Im Nebenraum angekommen wartete auf ihn ein anderen Klon, der ihn wirklich eine Tasse Kaffee überreichte.

      "Izarra...Die Dinge sind leider nicht so einfach, wie es scheint."

      Der ernste Ton ließ Izarra erschaudern, auch der Detektiv verspürte es also. Noch konnte der Detektiv kaum etwas wahrnehmen, doch nach dem Traum wurde es anders. Er spürte die Veränderung bei Stan deutlich, genauso wie Izarra damals im Club eine Andeutung davon wahrnahm.

      "...Dieser Traum, hat etwas in Stan geweckt."

      War das etwa das Ziel seines Sohnes? Wollte er die tief schlummernde Magie von Stan wecken? Aber wieso nur? Was hatte er vor? Izarra versuchte eins und eins zusammenzuzählen. Wenn er so an die anderen Jungs nachdachte und an Beni, der das Dark Heart besaß. Es waren...genau fünf Personen. Izarra befürchtete etwas, was er nicht aussprechen konnte. Es wäre einer der größten Alpträume der WITCH.

      "...Ich befürchte Stan wird sein normales Leben nicht so einfach führen können wie zuvor. Er hat kaum fragen gestellt, er ist ein kluger Mensch...Ich denke nicht das er alles vergessen hat wie er darstellt...Und ich weiß ganz genau das du dir auch wünschst. Aber ich denke es ist unklug in komplett ins kalte Wasser zu werfen."

      Erschöpft ließ Izarra die Schultern hängen. Teos Worte wogen schwer, drückten ihn unerbittlich zu Boden, obwohl der Detektiv es zweifellos nur gut meinte. Aber es war notwendig – Teo musste Izarra aus der Illusion aufwecken, die Realität einfach totschweigen zu können. Nicht nur er selbst musste sich den Geschehnissen stellen, sondern vor allem Stan. Wer könnte so ein Erlebnis schon einfach abschütteln, nachdem er wochenlang in einer künstlichen Traumwelt festgesteckt hatte? Keinen würde es wieder sorglos schlafen lassen.

      "...Derzeit passieren Dinge im Schloss, dessen Auswirkungen unklar sind...Aber die Zahl der Feinde der Witch wächst und es wird ungemütlich werden, es eröffnen sich immer mehr Portale...Du weißt was das bedeutet. Es werden immer mehr Eindringlinge aus der Anderen Welt hier her kommen..."

      Obwohl die Tasse in seinen Händen warm war, konnte er nur die bittere Kälte um seinen Körper spüren. Auch im Schloss geschah gerade etwas? Ob es mit Benis Rückkehr etwas zu tun hatte? Zumindest glaubte er, dass dieser wieder in Meridian war. Aber ja, er hatte es selbst schon seit langer Zeit befürchtet. Die WITCH hatten eine Menge Feinde und noch hatte Izarra es nicht geschafft, sie dafür anständig zu trainieren. Er wusste ja zum Teil selbst nicht, wer sich alles schon Lord Korbos angeschlossen hatte. Er war begehrt und besaß eine Menge Macht, durch seinen Einfluss konnte er fast jeden für sich gewinnen.

      "Du wirst dich Entscheiden müssen Izarra. Wirst du denn Witch helfen bevor es zu spät ist oder wirst du dich auf Stan konzentrieren? Beides ist unmöglich....Und du weißt, ich bin Neutral, auch wenn du ein enger Freund für mich bist, ich habe meine eigenen Prioritäten"

      ....
      Entscheiden?...Fraglich hob Izarra seine Augenbrauen. Obwohl ihn die Worte von Teo bewusst waren...hafteten sie nicht sofort an ihm. Wollte Teo darauf hinaus, dass er sich in den letzten Tagen zu sehr auf Stan anstatt die WITCH fokussierte? Dabei hatte er auch versucht mit ihnen zu üben, natürlich aber war er immer in Eile. Meinte er etwa...das dies nicht ausreichte? Es war etwas, was Izarra nicht wahrhaben wolte. Er war jemand, der oft mit dem Herzen dachte. Und sein Herz führte ihn immer so schnell zu Stan, dass es für ihn natürlich vorkam. Er war wie Liebeskrank...Es fehlte nur ein Schlag von Teo, um ihn aus der Liebelei aufzuwecken. Obwohl Izarra genau wusste wie sehr ihn die WITCH eigentlich brauchten -da sie auch solche Träume erlebten und genug Feinde besaßen - waren seine Gedanken viel zu oft bei Stan. War das...falsch? In seinem Kopf dachte er immer, dass beides möglich wäre aber...eventuell vernachlässigte er doch die andere Seite viel zu sehr.



      "Wenn ich dir ein Gut gemeinten Ratschlag geben darf...Deine Gefühle stehen dir leider oft im Weg, wenn du nicht Rationaler denkst wirst du untergehen...Diese Welt braucht wirkliche Wächter die mit voller Überzeugung hinter dem stehen wofür das Schicksal sie bestimmt hat und keine...gut gemeinten versuche. "

      Der bittere Geschmack brannte stark auf seiner Zungenspitze, sein schlechtes Gewissen holte ihn im Nu ein. Ja doch, seine Aufgabe war es nicht hier sich um Stan zu kümmern, sondern sich gänzlich auf die WITCH zu fokussieren. Er konnte Stan nur warnen, aber wenn er sich noch auf sein Schicksal konzentrierte...würde er die WITCH aus den Augen verlieren. Das durfte nicht passieren. Schmerzerfüllt biss er sich auf die Unterlippe, er musste Wächter erziehen, die gegen die absolute Dunkelheit kämpfen konnten. Sie waren noch wie Küken, die eine Henne brauchten um zu überleben.

      "Ich verstehe, was du mir hier sagen möchtest....", flüsterte Izarra mit einem Hauch von Traurigkeit Teo zu. Wenn er nicht voll bei der Sache blieb, dann konnte es das aus für die WITCH sein. Auch wenn er damit Stan nur wenig helfen konnte, seine Zeit gehörte einzig den WITCH. "Ich habe nur Angst...das ihn...schlechtes widerfährt...wenn ich nicht aufpasse....Er ist ein guter Mensch, ihn muss kein schwerer Schicksalsschlag ereilen...", war Izarra ehrlich und sah dabei den Detektiven nicht in die Augen. Es war tragisch, es war so als schubste er persönlich Stan in das tiefe Meer, ohne ihn dabei aufzuschnappen. Wenn er seine Augen von ihn abließ würde bestimmt diese Magie nur noch stärker werden, die Stans jetziges Leben ins Chaos steckt.



      Tief atmete Izarra ein und aus, er wusste was zu tun war. Was am besten für die Rettung der Erde war. Seine Gefühle zu dieser Person spielten dabei keine Rolle, auch mussten Opfer gebracht werden um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Er hoffte nur, dass es nicht Stan werden würde. Er hoffte, dass er nie wieder in Berührung mit dem Dark Heart kam. Dann sah Izarra den Detektiven mit einem ernsteren Blick an, er war entschlossener als zuvor.

      "Ich bin ein Supporter der WITCH. Sie müssen stärker werden, bevor das Ende der Welt naht. Ich werde mich...voll und ganz auf sie konzentrieren."




      Doch davor sollte er ein Wörtchen mit dem Butler sprechen. Doch wie sollte er es anstellen, damit er ihm auch glaubte? Er musste ihn wohl etwas zeigen, damit er ihn nicht für Verrückt abstempelte. Trotzdem stammelte er deswegen sehr, er wollte nicht verantwortlich dafür sein, dass Stan nicht mehr lächelte.

      "Ich werde es...Stan versuchen zu erklären. Vielleicht ist er dann selbst in der Lage...seinem Schicksal zu entkommen."

      Mit der Tasse Kaffee in der Hand ging er wieder zurück ins Wohnzimmer. Mit bedrückten Ausdruck zwang er sich leicht zu lächeln. "Stan, bist du bereit zu gehen?", fragte er ihn so sanft wie möglich, damit der Butler seine Beklemmung nicht wahrnahm. Er würde es ihn versuchen auf den Heimweg zu erzählen. "Lass und noch ein wenig die Beine vertreten, du lagst ja so Lange auf dem Sofa. Ein Park ist gleich in der Nähe!", schlug er mit mehr Begeisterung vor um auch den Bulter zu motivieren. Daraufhin wand er sich auch zu Teo, um sich von ihn zu Verabschieden. Die Rechnung wog noch schwer in seiner Hosentasche. "Danke, dass ich mich immer auf dich verlassen kann...Wir sehen uns bald wieder."
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Dax Vazquez & Lord Eternity & ₭ɎɆ

      Der Lord schenkte Beni nicht Ansatzweise Beachtung, nur Dax erhielt ein kurzen warnenden Blick da er im Weg stand und mehr von Izarra zurück trat als er näher kam.
      "Ich habe einiges auf der Erde dazugelernt, nachdem ich dort eingesperrt wurde..."
      Die Worte ließen Kye der das ganze weiter Misstrauisch beobachtete unwohl schlucken...
      Dieser Typ war zwar nicht Izarra aber er schien in Verbindung mit diesem zu stehen, zumindest wirkte die Antwort ehrlich.
      Trotzdem begriff er nicht warum dieser Eindringlich ausgerechnet Izarra wählen musste...Wusste er über die Beziehung zwischen Eternity und diesem bescheid?



      Vermutlich war die Einzig sichere Option gewesen die sein Körper hier im Thronsaal akzeptieren würde...Alle Anderen hätte er gewiss zur Hölle verdammt!
      Zu seinem bedauern nahm der Eindringling die Einladung zu essen an...

      "Sehr wohl. Dann können wir alles bis ins kleinste Detail besprechen“

      Es war Kye ein Rätsel wie es Eternity schaffte Fremde mit offenen Armen in dessen Territorium willkommen zu heißen obwohl sich dieser über dein schlechten Zustand wohl bewusst war...Er liebte das Risiko wohl durch und durch.
      Zwar wusste er immer noch nicht was sich eigentlich in seinem Kopf abspielte aber Grundlos lud er sicher niemand zum Essen ein.



      "Wer hätte gedacht, dass mein Urlaubspartner jemanden allmächtiges wie Lord Korbos kennt! Ich dachte du bist nur ein gewöhnlicher Mann, der ganz viel Pech hat. So wie dich die Kokosnuss mit voller Wucht getroffen hatte...ha..ha...haaaa....."
      Obwohl Eternity so tat als Existierte Beni gerade nicht, schloss er seine Augen zu einem gekünsteltes Lächeln. Eine dunkle Aura umgab ihn etwas als gefiel ihm die Worte von dem Köter überhaupt nicht.
      "...Hm~....", kam es kurz sogar von ihm als musste er sich ein leises auflachen zurück halten.



      Langsam mit einem Dominaten Haltung deutete er Izarra die richtung in welche die Schattenhase begannen zu hüpfen, sie bereitete sogleich schon die stillen Befehl im Speiseraum das Essen sowie Wein vor.
      Dicht hinter Beni blieb der Lord stehen während sein aufgesetztes Lächeln stand hielt und Izarra verständlich zu nickte.
      "Tja, es wird heute ein glorreicher Tag...Wenn wir endlich zusammenarbeiten, Lord Korbos. Das Dark Heart muss unbedingt sein Potential gänzlich ausschöpfen~."
      "Der gleichen Meinung bin ich auch, alter Freund.", erwiderte Eternity sofort und legte seine Hand bestimmend auf Benis Schulter.
      Doch noch immer nicht wandte er das Wort an Beni, als wollte er den Herzträger noch etwas zappeln lassen...
      Sein Blick wich dann deutlich in richtung der Türe des Thronsaals als er laut genug sprach:
      "Kye! Du nimmst doch selbstverständlich auch an dem Essen teil, als mein treuer Bote ist es deine Pflicht! "



      "Schließlich ist es heute ein denkwürdiger Tag, es ist eine weile her seit ich in Guter Gesselschaft war."
      Als die Augen auf Kye trafen hob sich dieser die Hände vors Gesicht...
      Natürlich wollte er NICHT dabei sein...
      Lieber verwandelte er sich auf der Stelle in Meerschaum als sich diesen unangenehmen Situation zur Stellen!!
      "...ł₵Ⱨ...₩łⱠⱠ...₦ł₵Ⱨ₮...", nuschelte er leise auch wenn die Stimme von Eternity keine widerrede duldete.



      "Kch, sei nicht so erbärmlich, wie sieht das vor unserem Ehren Gast aus? Und wag es nicht dich unter den Tisch zu verkriechen, du kannst dich zu dem Köter und dem Riesen setzten wenn du zu schüchtern bist!"
      Die kalten , schlanken Finger von Eternity strichen bei sein Worten entlang von Benis Halsbeuge und endlich wandte er das Wort auch an ihn:
      "...Da es um das Dark Heart geht, wirst du selbstverständlich dabei sein...Beni, nach deinem kleinen Urlaub brauche dich jetzt in deiner besten Form."
      Während er sprach schob ihm der Lord unbemerkt aber spürbar für Beni ein schmalen kleinen Zettel in seinen Kragen hinein.
      Ohne ein weiteres Wort hob er warnend einen Zeigefinger vor die Lippen, damit Beni bloß die Klappe hielt.



      Auf dem kleinen Zettel war eine kurze Botschaft.
      Die Bedeutung dahinter war unklar, es könnte einiges in diesem Moment bedeuten.
      >>Wenn du wieder auf der Erde bist...Und Sehnsucht nach mir hast ruf mich bei meinem Namen Lord Eternity<<
      "Nun, die Schattenhasen aber sicherlich schon alles hergerichtet also gehen wir~", scheute er rau alle Anwesenden an.
      ......
      ........................
      .......................................................

      Wenige Augenblicke später waren alle Anwesenden im großen Speiseraum.
      Die Schattenhasen flitzten noch immer hin und her um den restlichen Wein und Speisen zu holen aber der Tisch war schon jetzt so großzügig Gedeckt als würden sie etwas großes Feiern.
      Während Eternity sich weit von allen am Ende des langen Tisches platziert hatte gehörte der Satz ihm direkt gegenüber Izarra...
      Neben ihm Platziert saßen die Lakaien...Als wäre es der Platz des unteren Volkes...
      Kye und Dax saßen jeweils rechts und links von Izarra während Beni neben Kye etwas mittiger saß zum Lord...
      Mit seinen düsteren roten Augen fokussierte Kye das Gesicht des Eindringlings.
      WER....ZUR...HÖLLE....WAR....DIESE ....MADE?!



      Die Wut und Abneigung die er verspürte kam zum glück nicht allein von ihm selbst. Auch Dax starrte den Fremden Feindselig an als führten die beide ein Wettbewerb darüber wer von ihnen ihm ein Tödlicheren Blick zu werfen konnte.
      Dax war es wichtig Beni sicher zu wissen...
      Egal was nun mit dem Lord gerade los war, er hatte seine Befehle und Pflichten....
      Und es roch nach einem falschen Spiel.
      "Hmmm...", brummte Dax warnend als müsste Izarra nur ein falsches Wort sagen bevor er ihm doch noch eine Reinhaute.



      Während die beiden so Feindselig dem Gast gegenüber war schien Eternity bester Laune zur sein.
      Kein Wunder wenn man bedachte wie lange es her war das so viel Selbstkontrolle hatte wie jetzt.
      Er nahm ein Glas mit seinem Lieblingswein und trank es demonstrativ, fasst als müsste er beweisen das hiervon nichts Vergiftet war.
      "Nun...Dann erzähl, alter Freund.", befahlt Eternity in einen scharfen Unterton als wären der Izarra gerade in mitten eines Raubtier Höhle gelaufen.



      "Was genau schwebt dir vor um das Potenzial des Dark Heart zu verstärken? Ausgerechnet du...Der doch das Light Heart bevorzugst, hm?"
      Er leckte sich den süßlichen Geschmack des Weins von denn Lippen und schwenkte das Glas abwertend in seine Händen, als hätte der Wein sein Geschmack nicht ganz getroffen.
      "Ich hoffe jedoch...Das du nicht meine Zeit verschwendest. Also komm direkt auf denn Punkt."
      Es war ihm mehr als klar das die Person vor ihm nicht Izarra war...
      Trotzdem wäre es Närrisch ihn deswegen sofort fortzujagen.
      Jede Nutzbare Spielfigur würde ihm in seinem ganz eigenen Plan weiter helfen, egal wie falsch es gerade für Kye sein würde...Aber dieser Feigling stellte sich sowieso schon lange keinen richtigen Risiko mehr.

      ___________________________________

      Stan. L & Thalorian Veythar

      "Ich verstehe, was du mir hier sagen möchtest...."
      Die Traurigkeit von Izarra war mehr als nur Spürbar. Der Detektiv selbst wusste wohl am besten welches Leid gerade durch Izarra tobte.
      Die Schuldgefühle, sein Sohn und nun das Schicksal der Witch sowie seines neuen geliebten....



      Izarra war wohl wirklich mit Unglück bestraft wurden. Manchmal fragte sich der Detektiv selbst ob es ein Grund gab warum ausgerechnet Izarra das Pech so magisch anzog. Selbst wenn er wusste das er insgeheim Teil Mitschuld trug, war es für ihn immer ein Rätsel geblieben das er nie ganz zu lösen zu wagte.
      Aber für Mitgefühl war noch nie Platz in Thalorians Leben gewesen, es war wichtig das Izarra die harten Fakten akzeptierte...Wer sich mit Wesen einließ die Traumwelt manipulierend konnten durfte den Blick für die Realität nicht verlieren!
      Vielleicht sprach auch nur seine strenge Herzjäger Blutlinine aus ihm....Auch wenn er noch nie den drang verspürt hatte diese aufzuspüren um sie dann endgültig zu vernichten.

      "Ich bin ein Supporter der WITCH. Sie müssen stärker werden, bevor das Ende der Welt naht. Ich werde mich...voll und ganz auf sie konzentrieren."
      Eine wirklich große Wahl hatte der Detektiv dem Supporter eigentlich nicht geben, es war einfach jemand davon zu überzeugen das nur wenige Lösungen möglich waren.
      Man bot einer Person zwei Wege...Aber ob es nicht eine weitere Option gab , hinterfragte selten jemand.
      Dennoch war es schön wieder ein entschlossenes funkeln in den Augen von Izarra zu sehen.

      "Ich werde es...Stan versuchen zu erklären. Vielleicht ist er dann selbst in der Lage...seinem Schicksal zu entkommen."
      ...Oh~?
      Noch immer hatte Izarra diese Hoffnung, wie wenn man zu einer Sternschnuppe betet und selbst nach Monaten sich erhoffte das der Wunsch war werden würde.
      "Mhm, klingt nach dir."



      Izarra hatte wohl vielleicht dieses mal etwas Glück das Stan nicht von der Sorte war die schnell die Fassung verlor.
      Durchaus konnte Izarra versuchen ihn die Dinge zu erklären aber ob dies wirklich sein Schicksal ändern würde?
      Es wurde wirklich nicht langweilig mit Izarra....


      Als Izarra zurück kam war Stan gerade mit seiner Tasse fertig geworden. Er hatte mittlerweile auch wirklich genug Kaffee getrunken...Vielleicht war das schon seine Fünfte Tasse? Aus irgend einem Grund gelang es der Detektiv sehr gut ihm immer wieder eine neue Tasse anzubieten ohne das er die Chance hatte abzulehnen.
      "Lass und noch ein wenig die Beine vertreten, du lagst ja so Lange auf dem Sofa. Ein Park ist gleich in der Nähe!"
      Izarra machte ein wirklich guten Vorschlag. Eigentlich wollte Stan direkt allen seine arbeitlichen Pflichten wieder nachkommen aber selbst ein Arbeitstier wie er wusste das es nicht klug war jetzt sofort von Null auf Hundert zu gehen. Somit war ein Spaziergang in einem nahen Park ein guter Anfang.
      Er zog sich seine Jacke wieder über als er zustimmte:
      "Ja, dass wäre gut. Frische Luft tut mir sicherlich am besten gut."



      Außerdem wollte er dem freundlichen Detektiv nicht noch länger zur Last fallen...Dieser hatte gewiss auch noch einige Andere Verpflichtungen als sich um ihn zu kümmern!
      Er sammelte alle seine Sachen zusammen, der Detektiv nahm ihn auch schon wohlwissend die Tasse ab, da Stan gewiss sonst noch auch vorher spülen wollte...Und dann kämen Izarra und Stan gewiss niemals los.
      "Keine Sorge, darum kümmere ich mich.", zwinkerte er dem Butler freundlich zu.
      "Danke, dass ich mich immer auf dich verlassen kann...Wir sehen uns bald wieder."
      Auch Stan bedankte sich höflich bei Thalorian, als Izarra sich verabschiedet hatte und er nickte ihnen zu.
      "Passt auf euch auf, bis bald."



      Kurz winkte Teo ihnen zum abschied und sah wie sie sich auf dem Weg machten.
      Ein verspieltes grinsen lag auf den Lippen des Detektiven...
      Es war durch diesen Vorfall einiges passiert, er hatte so viele neue Information sammeln können das seine Klone fleißig dabei waren diese zu Ordnen und noch tiefer in die Hintergründe zu greifen.
      "Diesmal hat er mich nicht mal nach seinen Sohn gefragt...", stellte Teo nachdenklich amüsiert fest.



      Er wüsste zu gern was sich genau in diesem Traum abgespielt hatte....
      Nein, eigentlich wollte er nur zu gern selbst einmal in einen von Morpheus Träume. Dafür würde er sogar einen seine Klone aufopfern!
      Doch gewiss war er nicht Interessant genug um seine Zeit wert zu sein. Der Detektiv war auch kein großer Freund davon in Mittelpunkt zu stehen...Bedauerlich. Aber zum Glück wusste er Wege wie er zumindest ein wenig seine Neugier stillen konnte.



      Die schwere Eichentür von Thalorians Detektei fiel mit einem satten, beruhigenden Klicken hinter ihnen ins Schloss. Schlagartig wurde der nach altem Papier und Schwarztee duftende Raum durch die kühle, unverbrauchte Frühlingsluft der Stadt ersetzt.
      Stan atmete tief ein. Die Luft roch nach feuchter Erde und frisch gemähtem Gras, ein scharfer, wunderbar gewöhnlicher Kontrast zu dem beißenden Geruch nach geschmolzenem Plastik und Rauch, der auf dem brennenden Filmset in seinen Lungen gebrannt hatte....



      Etwas weiter entfernt, auf einer grünen Wiese, tobten Kinder herum. Ihr helles, unbeschwertes Lachen wehte wie eine sanfte Brise zu ihnen herüber. Auf einer Parkbank saßen zwei ältere Damen, deren gedämpftes, monotones Murmeln eine beruhigende Gefühl gab..... Der Wind raschelte leise in den frischen, grünen Blättern....In diesen Augenblick hatte Stan wirklich das Gefühl wach zu sein.
      Es war merkwürdig...Bis eben war sich Stan tatsächlich nicht sicher gewesen. Vieles was unnatürlich gewirkt hatte konnte er immer noch nicht logisch erklären...Aber hier?
      Hier ergab alles wieder einen Sinn...
      Normalität.
      Doch je länger sie schweigend nebeneinanderher liefen, desto schwerer schien Stans Verstand zu werden. Auch wenn er Izarra ansehen konnte, dass er sich große Mühe gab ein aufmunterndes Lächeln zu schenken als wäre alles in Ordnung.
      Die wohlige Wärme der Frühlingssonne auf seiner Haut konnte das eiskalte Phantomgefühl nicht vertreiben, das sich in seinen Gliedern festgesetzt hatte. Sein rationaler Geist, der normalerweise jede Krise wie ein mathematisches Problem löste, fand keine Formel für das, was er durchlebt hatte....
      Stans Schritte wurden unmerklich langsamer. Die Bilder des Traums drängten sich wie dunkle Schatten über ihn.... Er sah die Hände von Sophia vor sich, in nächsten Augen blick Wyatts Hände.... Er spürte die weiche, verletzliche Haut des Schauspielers, hörte Janons toxische Worte in seinem Kopf wiederhallen, spürte die erdrückende Hilflosigkeit, als Achim ihn gepackt hatte....Die immer wieder kehrende Dunkelheit....Die Lieder...Die einen bis auf die Knochen erreicht hatten....
      Stan blieb schließlich auf dem Kiesweg stehen. Der sanfte Wind wehte ihm eine Haarsträhne in die Stirn, doch er achtete nicht darauf. Sein Gesicht, das sonst eine undurchdringliche, professionelle Maske war, wirkte plötzlich ernst, nachdenklich und von einer stillen Schwermut gezeichnet.
      Langsam, fast schon mechanisch, hob er seine Hand und legte die Fingerspitzen nachdenklich an sein Kinn – eine typische Geste, wenn er ein komplexes Problem sezierte. Doch sein Blick war nicht scharf und fokussiert, sondern wirkte seltsam leer, als würde er durch die Bäume hindurch direkt in eine andere Dimension starren.



      "Izarra…", begann Stan leise. Seine Stimme war ruhig und vollkommen gefasst, doch sie besaß einen dunklen, bedrückenden Unterton, den man bei ihm nur äußerst selten hörte.
      "...Ich weiß das klingt vielleicht etwas seltsam aber ich nachdem ich wach geworden bin hab ich etwas Schwierigkeiten mich wieder in mein alte Rolle zurecht zu finden. Als Butler der Lyon Familie habe ich immer gelernt, dass es in meinem Leben Grenzen gibt, die nicht überschreiten darf...Ich habe mich auch sehr wohl in meiner Rolle gefühlt aber....In diesem Traum....Bekam ich eine neue Rolle zugeteilt, ich war jemand ganz Anderes...Und zum ersten mal in meinem Leben wollte die Rolle die mir geben wurde nicht einhalten. Anfangs...Habe mich pflichtbewusst daran gehalten, wie es sich gehört und mir beigebracht wurde...Aber dabei konnte ich die Personen die mir wichtig waren nicht Beschützten oder retten."



      Es fiel Stan etwas schwerer darüber zu sprechen, weil er sich so Absurd für ihn anhörte und zugleich....Beschäftigte es ihn extrem.
      "Aber dadurch wurde mir meine jetzige Rolle auch Bewusst....Ich weiß nicht ob das was ich erlebt habe wirklich echt war oder nicht...Doch spielt es in Augenblick nicht mal eine Rolle....Es fühlt sich an als hätte ich zum ersten mal über die Grenzen die ich gehabt habe hinüber geblickt und jetzt...Mache ich mir Gedanken darüber."
      Er seufzte kurz als er entschuldigend zu Izarra schaute.
      "Um es klarer zu sagen...Ich habe Wyatt im Traum gesehen. Also...Nein eher war ich in Wyatts Körper und ihm sind schlimme Dinge passiert und unter diesen ganzen Ablauf konnte nur daran denken...Wo ich gewesen bin? Du weißt das mir Wyatt sehr wichtig ist....Ihn zu Beschützten, überstieg schon immer meine Pflichten als Butler oder als sein Freund....Der Gedanke das nicht für ihn da sein konnte, wenn mich brauchte...Macht mich auf eine seltsamerweise verrückt..."
      Stan atmete tief durch um ruhe zu bewahren, schließlich redete immer noch von einen Traum...Es muss nicht der Realität entsprechen und das war das einzige das ihn auf eine weise etwas beruhigte.
      "Aber davor war ich auch in der Rolle von Mrs Lyons....Aber auch dort war ich vollkommend Machtlos...Ich sah diesen kleinen Jungen Janon von mir und konnte nur mit ansehen wie er misshandelt wird...Dadurch wurde mir irgendwie Bewusst...Das eigentlich nie darüber Entschieden habe welche Rolle ich besitzte.Ich wurde von der Lyons Familie Adoptiert, darüber war ich immer unsagbar Glücklich gewesen das nie...Hinterfragt habe warum sie mich nicht als ihr Kind adoptiert haben...Eigentlich....durften sie...das gar nicht...Diese Erkenntnis kam mir erst als ich zum ersten mal wirklich über diese Grenze geblickt habe."
      Er sprach etwas leiser, da es eigentlich ein Thema war das er in der Öffentlichkeit aussprechen durfte....Er wollte dem Ruf der Lyons Familie nicht schaden.
      "Es tut mir Leid das ich meine wirren Gedanken mit dir teile Izarra...Es ist merkwürdig....Aber gerade schockiert mich die Welt außerhalb dieses wirren Traumes mehr...Das ist doch seltsam oder? Vielleicht übertreibe ich es mit meinen Gedanken auch...Wenn ich wieder meine gewohnte Arbeit nachgehe verschwinden diese absurden Gedanken sicherlich wieder..."
      Der Butler senkte sein Blick nachdenklich zu seiner Hand die er unschlüssig zur Faust drückte.
      "Normalerweise hatte noch nie solche Intensive Träume gehabt, dass hat mich wohl einfach zu kalt erwischt....Davor war es auch sehr turbulent und eigentlich bin einfach nur dankbar wieder Wach zu sein, dass du versucht hast mir zu helfen...Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht verstehe...Warum so viel darüber zu wissen scheinst. Ist das eine Krankheit oder ein Phänomen mit dem du dich auskennst...? Es wird doch sicherlich ein Grund haben warum mich der Detektiv nicht zu einem Arzt geschickt hat...Und ich bezweifle das nur daran lag das er sein Sohn schützten wollte."
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & ???

      Beni hätte diesen Eindringling nur allzu gern aus dem Fenster geworfen, aber ohne das Nicken seines Lords durfte er keinen Finger rühren. So vertraut, wie Lord Korbos mit ihm plauderte, waren er und Izarra offensichtlich richtig dicke miteinander. 'Alter Freund' nannte er ihn sogar. Und als ob das nicht reichte, bekam dieser Typ auch noch Lord Korbos’ ungeteilte Aufmerksamkeit. Würg. Wer war dieser Kerl eigentlich? Vor seinem Urlaub hatte Beni nicht mal ansatzweise eine Bedrohung auf dem Radar gehabt. Aber gut, da wusste er auch noch nicht, dass Izarra und Lord Korbos eine gemeinsame Vergangenheit hatten.
      Lord Korbos schenkte ihm nicht den Hauch eines Blickes und wandte seine Aufmerksamkeit voll und ganz Kye zu. Beni war diese kühle Behandlung gewohnt. Tief in ihm pochte seine masochistische Ader sogar in freudiger Erregung. Korbos durfte ihn so viel ignorieren wie er wollte – solange Beni ihn im Gegenzug hemmungslos anbeten durfte. Unerträglich war für ihn nur, dass dieser Kälte nicht jeder zum Opfer fiel. Zwischen Kye und Korbos herrschte eine unübersehbare, tiefe Vertrautheit und allein bei dem Gedanken daran fraß eine brennende Eifersucht Beni fast auf. Wenn er nun auch noch begann mit Dax zu turteln würde es verrückt werden!

      "...Da es um das Dark Heart geht, wirst du selbstverständlich dabei sein...Beni, nach deinem kleinen Urlaub brauche dich jetzt in deiner besten Form."



      Plötzlich schreckte Beni hoch, als hätte ihn jemand aus einem Albtraum gerissen. Er spürte Lord Korbos’ schlanke, fast scharfe Finger, die flüchtig über seine Halsbeuge glitten. Ein elektrischer Schlag schien durch seinen Körper zu jagen. Beni spannte sich bis in die Haarspitzen an. Es war als wären all seine Nervenbahnen einzig und allein auf seinen Lord gepolt. Korbos hob warnend den Zeigefinger. Eine stumme Geste, die eine verbotenes Geheimnis zwischen ihnen schuf, bevor der Lord ihm unbemerkt von den anderen einen kleinen Zettel in den Kragen schob.
      Beni blinzelte kurz zu Korbos hinüber, sein Herz raste noch immer von diesem flüchtigen Kontakt. Er verstand zwar kein Wort von dem, was um ihn herum eigentlich abging, aber diese eine Berührung hatte ausgereicht, um ihn wieder in ein absolutes Hochgefühl zu versetzen. Jetzt wollte er nur noch eines: unbedingt diesen Zettel lesen.

      Beni passte den Moment ab, in dem sich die Gruppe an der Tafel einfand. Im Schutz seiner Serviette entzifferte er hastig die geschriebenen Worte und ließ das Papier sogleich in seinem Ärmel verschwinden, fernab neugieriger Blicke. Dieses Versteckspiel mochte geglückt sein, doch Benis plötzlicher Wandel war nicht zu übersehen. Er schien mit einem Schlag wie ausgewechselt – ausgelöst durch einen einzigen, mächtigen Satz seines Lords.

      >>Wenn du wieder auf der Erde bist...Und Sehnsucht nach mir hast ruf mich bei meinem Namen Lord Eternity<<

      Die Hitze schoss Beni augenblicklich in die Wangen und ein breites, unaufhaltsames Lächeln stahl sich auf sein Gesicht. Er glich einem treuen Hund, dem man endlich den lang ersehnten Knochen hingeworfen hatte. Nur mit äußerster Beherrschung schaffte er es, nicht wie wild auf seinem Stuhl hin- und herzurutschen und die gesamte Tafel zum Erbeben zu bringen. Es war schier unglaublich.Der erste Schock: Korbos verlangte von ihm, ihn beim Vornamen zu nennen. Eternity. Ein Name, von dem Beni bisher dachte, der Lord würde ihn verabscheuen. Doch ihm, ausgerechnet ihm, bot er dieses Privileg für eine Herbeirufung an. Und das Zweite raubte ihm endgültig den Atem: Lord Eternity wollte, dass Beni nach ihm rief, wann immer er Sehnsucht nach ihm hatte. Wusste er denn nicht, dass Beni in jeder einzelnen Sekunde Sehnsucht empfand?! Sein Herz hämmerte so heftig gegen seinen Brustkorb, dass es fast wehtat.

      Er konnte sich gar nicht mehr auf das Beisammensitzen konzentrieren. Wie ein Elektrogerät, dass einen Kurzschluss erhielt. Er wollte ihn rufen. Er wollte am liebsten aus dem Zimmer gehen, ihn rufen und dann gemeinsam abhauen. Diese Zweideutigkeit, die nur ein kleiner Satz auslösen konnte. Wollte...Eternity etwa ihre Zweisamkeit im Keller fortsetzen? War etwa seine Liebe bereit weiter zu gehen?! Wenn er wieder auf der Erde war musste er sich noch besser stylen, er musste noch perfekter für den Lord werden! Ihr gemeinsames Glück der Liebe konnte Beni genau spüren.



      "Was genau schwebt dir vor um das Potenzial des Dark Heart zu verstärken? Ausgerechnet du...Der doch das Light Heart bevorzugst, hm?"



      Ein finsteres Lächeln stahl sich auf Izarras Lippen. Endlich war der Moment gekommen, seine Show zu starten. Obwohl das Essen vorzüglich schmeckte – und er pflichtbewusst zugriff, da Verschwendung ihm widerstrebte –, galt seine Priorität dem eigentlichen Ziel: Er musste seinen Plan darlegen, um die Zusammenarbeit zu besiegeln. Es war ein absolut wasserdichter Plan, den selbst Lord Korbos unmöglich hinterfragen konnte.
      Izarra, der das Light Heart bevorzugt? Tja, ob Korbos je seine Bindung zu diesem Herzen verstanden hatte? Es stimmt, Izarra wollte das Licht stärken, aber...seine Hingabe galt immer dem Herzen von Kandrakar. Eva. Das Lord Korbos so wissenslos war, war aber auch kein Wunder. Er ging auf die Provokation nicht ein, sondern kam direkt zum Punkt.

      "Ich möchte das Schicksal des Dark Heart ein wenig weiter...modifizieren. Es ist ziemlich einfach...für jemanden wie mich, der dieses Herz nicht nur als bloßen, leblosen Gegenstand erkennen kann."



      Izarra spürte die pulsierende Lebendigkeit des Herzens überdeutlich. Für ihn war das keine leblose Magieessenz – diese Wesen waren in seinen Augen lebendiger als die meisten Menschen. Mitleid jedoch war ihm fremd. Nur weil sie keinen Körper besaßen, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen, wurden sie nach Strich und Faden ausgenutzt. Und Izarra scherte sich nicht im Geringsten darum. Immerhin plante er, einen Bruchteil von Eva für seine eigenen Zwecke zu missbrauchen. Genau dafür war das Herz gut – als reines Werkzeug.Izarra erhob sich von seinem Platz und baute sich in seiner ganzen, imposanten Größe auf. Sein Blick verengte sich, als er das Herz fixierte, das an Benis Hals hing.

      „Die erste Bestimmung des Herzens ist endlich erfüllt“, verkündete er mit fester, kühler Stimme. „Es hat seinen Träger gefunden. Doch das ist erst der Anfang. Das Dark Heart verlangt nach mehr. Beni kann diese unbändige Macht unmöglich allein kontrollieren. Was er braucht, ist ein Team. Das hast du...doch bestimmt bereits kennengelernt, oder?“



      "Hm? Was? Ah, ja...Im Traum. Ich erinnere mich -glaube ich-, dass mein Kollege...eh Kiri mir eine ganze Lektüre erteilt hatte... Er blabberte eigentlich genau das selbe wie du, Izarra. Von wegen, dass ich ein Team brauche, genau wie die WITCH. Nur von meinem Gruppennamen BITCH war er nicht so überzeugt. Stimmt, eigentlich wollte ich das Lord Korbos erzählen...aber dann bist du hierher teleportiert.", ratterte Beni noch immer Schockverliebt sein Erlebnis herunter.



      "Sie hießen Liam, Oscar, Stan und Janon. Sehr coole Kerle, der Erd- und Feuerwächter hatten sich auch schon verwandelt!", fügte er außerdem noch begeistert hinzu und streckte seine Arme auf, um zu demonstrieren, was für ein großer Knaller es doch war!

      Izarra indessen hatte etwas zu genau die Augen verdreht, nachdem das Wort "Kiri" aus Benis Mund herauskam. Ja,ja. Kiri hin. Kiri da. Er hatte genug von seinem Neffen, der meint jeder tänzelte nach seinen Regeln. Ein Herz, dass denkt er hätte gegen ihn nur den Hauch einer Chance. Wenn er nicht gewesen wäre, stände er schon ein paar Monate zuvor im Schloss von Korbos. Aber dann genau in der Position von Kiri Nisemono. Der hatte einfache freie Landebahn im Schloss und tanzte trotzdem auf zwei Hochzeiten! Aber Izarra hatte keine Ahnung wie der es schaffte, so schnell hierher zu gelangen und auch noch das Vertrauen diesen dummen Lords zu gewinnen. Arrogante Herzen konnte er nicht ausstehen. Er durfte es nicht so wirken lassen, als konnte er nur so viel Input geben wie Kiri. Nein, Izarra war besser.

      "Hmmmmmmmmmm...Aber dieser Kerl weiß auch nur einen Bruchteil von meinem Wissen. Er labt sein Wissen nur aus Träumen und Seelen anderer...Ist auch egal - hier geht es nicht um den Seelenfresser.", gab Izarra ziemlich giftig zurück, während er angestrengt mit der Gabel auf dem bereits leeren Teller herumstocherte. Beni verstand nicht so ganz warum er sich bitte auf den Kontext konzentrierte, aber ihm war es auch ziemlich egal - denn galten seine sabberten Blicke einzig und allein Lord Eternity.
      Izarra räusperte sich, bloß nicht die Coolness verlieren. Die hatten alle keine Ahnung mit wem sie da sprachen. Aber er würde ihnen beweisen wie viel sie von ihm provotieren können. Zuerst...sollte er ihnen zeigen, was für ein hervorragender Einbrecher er war. Izarra schnipste lautstark mit den Fingern und auf dem Tisch erschienen zwei Bücher, die beide von einer magischen Aura umhüllt waren.

      "Durch die Daten der früheren Generation bin ich mir nämlich bewusst, dass keins der Herzen je ihr volles Potential erschöpft hatte. Es war nicht einfach an die Informationen ranzukommen, aber mit mächtiger Magie gelingt alles~."

      Es war das Tagebuch von Wictoria und Chi, die WITCH aus der vorherigen Generation. Beide führten ein Tagebuch, aber jeweils mit anderen Daten. Beide waren dafür da gewesen es einst der nächsten Generation zu überreichen, weshalb Izarra ziemlich neugierig darauf war und sie eines Nachts stahl. Daraufhin...kam ihn ein großer Heureka, als er die Bücher miteinander verglich.



      "Beide Tagebücher habe ich genaustens studiert. Die Schlachten, die Magieeinsetzung und wann sie sich schwächer und stärker gefühlt haben. Klar, es ist das Tagebuch eines Light Heart - Träger...doch bleibt der Kern derselbe. Daraufhin bin ich jedoch auf etwas interessantes gestoßen. Niemand hat es zuvor bemerkt, nicht einmal die vorherigen Generationen. Doch ergab es für mich durchaus Sinn wieso die WITCH so schlecht unter Kontrolle behielten. Ihre Macht war...nicht ausgeglichen..."


      Langsam, fast lautlos, trat er hinter Eternity. Er beugte sich so nah zu ihm hinab, als wollte er ihm ein Geheimnis ins Ohr flüstern – eine Botschaft, die für niemanden sonst im Raum bestimmt war. In seinen Augen brannte ein unnatürlich helles, sternengleiches Leuchten, das in krassem Gegensatz zu dem abgrundtief düsteren Grinsen stand, mit dem er nun das Wort an den Lord richtete.

      "...Denn waren die WITCH nie vollständig gewesen. Die sechste WITCH...fehlte. Die WITCH der Schatten. Das Gleichgewicht zur Quintessenz"



      „Wictoria hatte ewig auf diese sechste WITCH gewartet, doch hatte sie niemanden davon erzählt, dass sie nicht vollständig waren. Das tat ihre Mutter Walerie ebenfalls nicht, die auch nie die Chance erhielt ihr Dark Heart mit allen Wächtern zu füllen. Wictoria schrieb sogar in ihr Tagebuch mit unsichtbarer Tinte hinein." Er zitierte:
      "Wenn das Netz reißt und das Licht der Quintessenz die Welt zu verbrennen droht, wird die sechste Wächterin erwachen. Sie ist der Schatten, der den Geist kühlt, die Brücke zwischen den Elementen und das Schild gegen das Grauen im Dazwischen. Ohne sie gibt es kein Licht – nur das Nichts.“


      Wahrscheinlich hatte dies der Herzwächter gar nicht erkannt, wer verwendet auch schon bitte unsichtbare Schrift? Nur Larry, weswegen es Izarra direkt auffiel und er das Tagebuch zur Hälfte mit Zitronensaft versaut hatte. Es war zwar alles für das Light Heart geschrieben, aber Izarra hoffte inständig, dass der Lord ihn trotzdem folgen konnte. Er sprach weiter und saß sich währenddessen wieder hin, Zeit für ein paar Beispiele wie in einer Lehrstunde. Dabei machte er sich an die leckeren Pfannkuchen ran und aß vier, nein sogar fünf Stück, die er nur grob zerkleinerte.

      "Was haben eine Flamme, eine Welle, ein Stein und eine Wolke gemeinsam? Sie alle werfen einen Schatten. Schatten ist das einzige Element, das in allen anderen Elementen gleichzeitig existiert. Der Schattenwächter fungiert als das unsichtbare Gewebe, das die anderen vier Elemente physisch miteinander verbindet. Ohne sie driften die Kräfte der anderen Mädels auseinander und verlieren an Fokus. Auch das Dark Heart braucht den Schatten..."

      Er sah zu den Menschen, die mit ihm Platz genommen haben. Konnten sie ihm soweit folgen? Es kam ihm nicht so vor als war Beni überhaupt anwesend, aber mit solchen Idioten kam er gut klar. Nichts, was ihn aus der Ruhe bringen würde. Er sprach weiter, vollkommen ruhevoll, während er sich die Pfannkuchen schmecken ließ.

      "Der Schatten ist das Gleichgewicht zur Quintessenz, Benis Ruhepol und der Schutzschild. Der Schattenwächter dämpft, absorbiert überschüssige Energie und sorgt dafür, dass das Licht der Quintessenz nicht die eigenen Verbündeten zerstört. Licht blendet, Dunkelheit macht blind. Nur im Schatten können die WITCH klar sehen. Doch wo finden wir diese sechste Person, wenn nicht einmal so ein kühler Kopf wie Kiri von dieser wusste?", fragte er in die Runde hinein als erwartete er eine Antwort, doch das tat er natürlich nicht. Er hatte ja selbst schon die Antwort parat.



      "Ich weiß genau was die sechste Person kann, wer sie ist und...wo sie zu finden ist. Wir wären den WITCH einen großen Schritt voraus, doch sollten wir nicht zu lange warten. Wenn wir wirklich möchten, dass das Dark Heart siegt.", warnte er die verkürzte Zeit, denn konnte der Feind auch irgendwann auf die Schliche kommen. Eternity sollte froh sein, dass jemand so glorreichen wie ER sich für das Dark Heart entschieden hatte, weil es zu ihm am besten passte. Es war sowas wie...eine alte Version seiner selbst - jedenfalls behauptete er das immer wieder.



      "Mein Deal lautet also wie folgt: Ich werde die DARK WITCH trainieren und ihnen die sechste Person schnellstens vorstellen. Ich werde ihre Fähigkeit bis auf den bittersten Kern zuspitzen...Ein richtiger Mentor werden für die jungen Knaben. Dafür aber...erwarte ich folgendes: Eine Allianz mit Lord Korbos."

      Die Bedingungen des Deals lagen nun glasklar auf dem Tisch. Izarra hatte seine Mahlzeit beendet. Er strich sich genüsslich und fast schon sanft über den Bauch, bevor er das Wort wieder ergriff: „Wenn Ihr einwilligt, Lord Korbos, werde ich Euch mein wahres Gesicht offenbaren. Als Zeichen meines absoluten Vertrauens. Doch seid gewarnt … Ich bin ein überaus mächtiges Wesen, und der Anblick meiner wahren Gestalt ist nichts für schwache Nerven.“

      _________________

      Izarra

      "...Ich weiß das klingt vielleicht etwas seltsam aber ich nachdem ich wach geworden bin hab ich etwas Schwierigkeiten mich wieder in mein alte Rolle zurecht zu finden. "

      Die Sonne blendete Izarra ein wenig, weshalb er schützend seine Handfläche am Gesicht platzierte, während er dennoch Stan fokussierte. Es klang für den Musiklehrer, dass derjenige unbedingt eine Last ablegen musste und dabei Izarra als seinen Gesprächspartner auserwählte. Er selbst fühlte sich sehr geschmeichelt, nicht viele trauten ihm private Probleme an...die meisten setzten ein klares Misstrauen gegenüber ihm auf, weswegen er das Polizeireviert schon oft genug von innen mustern durfte. Dennoch mochte es Izarra, wenn Menschen ihm von ihren Kummer und Sorgen erzählten - er wollte so vielen Personen in seinem Leben helfen wie nur nötig. Stan begann über seine Rolle als Butler in der Lyons Familie zu erzählen, worin er sich wohl nicht mehr hineinfand.

      "...Als Butler der Lyon Familie habe ich immer gelernt, dass es in meinem Leben Grenzen gibt, die nicht überschreiten darf...Ich habe mich auch sehr wohl in meiner Rolle gefühlt aber....In diesem Traum....Bekam ich eine neue Rolle zugeteilt."

      Izarra konnte sich vorstellen, dass Stan sich an den Traum anpassen musste. Sein Sohn besaß die Macht jemanden in alles zu verwandeln zu können, was sie in dem Traum weiterbringen könnte. Oft gab es dort kein Entkommen und der Gefangene musste die Rolle perfekt meistern, sonst erhöhte sich die Wahrscheinlichkeit nie wieder in die Realität zurückzukommen. Doch Stan hatte sich seiner neuen Rolle widersetzt, um sich und die anderen zu schützen. Dies erfordert sehr viel Mut und Ehrgeiz, besonders da der Butler anscheinend nur lernte zu funktionieren. Wie eine Maschine, die nur gewisse Handlungen erweisen konnte...Stan bemerkte jedoch, dass er nicht dem Manuskript befolgen musste. Stan sah ihn entschuldigend an, worauf Izarra verständlich zunickte. Er war es nicht gewohnt über seine Gedanken mit jemand anderen zu sprechen, aber Izarra wollte für ihn da sein.

      "Um es klarer zu sagen...Ich habe Wyatt im Traum gesehen. Also...Nein eher war ich in Wyatts Körper und ihm sind schlimme Dinge passiert und unter diesen ganzen Ablauf konnte nur daran denken...Wo ich gewesen bin? Du weißt das mir Wyatt sehr wichtig ist....Ihn zu Beschützten, überstieg schon immer meine Pflichten als Butler oder als sein Freund....Der Gedanke das nicht für ihn da sein konnte, wenn mich brauchte...Macht mich auf eine seltsamerweise verrückt..."

      Ob es Stan helfen würde, wenn er ihn beschwichtigte? Immerhin zeigte die Träume nicht genau der Realität, sie fokussierten sich mehr auf den Hauptträumenden. Wenn derjenige Wyatt als ein Opfer sah und ihn nur in schwachen Momenten kennenlernte...war die Fassade des Jungen dort bestimmt sehr zerbrechlich. Was auch immer der Butler dort gesehen hatte musste nicht der Wahrheit entsprechen. Doch wie sollte er es ihm bitte beweisen, machte er sich damit nicht verdächtigt, wenn er ihm sagen würde, dass er sich ein wenig mit dem Träumen auskannte? Das half ihm bestimmt nicht. Mehr sollte er sich auf die Gefühle konzentrieren, die dieser Traum in Stan ausgelöst hatte. Alleine schon Wyatt in Fleisch und Blut nachahmen zu müssen, ein Teil seines Verstand zu sein...nur wenige Menschen konnten darin die Fassung behalten. Es war deswegen kein Wunder, dass die meisten Sterblichen, die einen Traum von Morpheus überstanden hatten psychisch komplett aus der Bahn geworfen wurden. Der höhere Prozentanteil war jedoch verstorben...



      Izarra erschauderte am gesamten Körper, allein die Vorstellung wie Stan die Rolle von Mrs Lyons führen sollte. Warum war denn dieser Traum so bizarr? Er musste wohl seinen Detektiven neue Anfragen zuschicken, denn war er völlig Informationslos. Er konnte nicht herauspuzzeln wieso Wyatt und seine Mutter in dem Traum von Stan verkörpert wurden. Wahrscheinlich war der Auslöser Janon, doch es fehlten ihm klare Beweise. Wenn er dies nicht verstand, konnte er Stan vom Schicksal nicht aufhalten noch einmal von Morpheus Traumwelt verschluckt zu werden.
      Was jedoch Stan am meisten störte, war nicht der Fakt, dass wichtige Menschen von ihm in diesem Traum erschienen. Für ihn war die Erfüllung der Rolle etwas, was ihn zu einer Erkenntnis gebracht hatte.

      "...Das eigentlich nie darüber Entschieden habe welche Rolle ich besitzet."

      Schweigend hing Izarra an Stans Lippen. Hatte Stan also das Gefühl nie eine eigene Wahl in seinem Leben getroffen zu haben? Mit jedem Wort offenbarte Stan mehr von seiner Vergangenheit und verriet, dass die Familie Lyons ihn schon als kleines Kind adoptiert hatte. Izarra zählte eins und eins zusammen – Stan musste wohl von Anfang an in die Rolle des Butlers gedrängt worden sein. Genau das ließ Izarra stutzen. Ein Adoptivkind, das als Diener fungierte? Warum war er der Butler ... und nicht der Sohn? Hatten sie einfach jemanden zum Arbeiten gesucht und damit das Waisenhaus ausgetrickst? Er hatte seine eigene Meinung zu Sophia, doch für so hinterhältig hätte er sie niemals gehalten. Das Waisenhaus unterzeichnete den Vertrag bestimmt nur, weil es eine wohlhabende Familie war. Der frühere Stan war noch zu jung, um diesen Beschluss zu hinterfragen...Kinder waren für solche dunklen Gedanken zu naiv. Es wühlte Izarra innerlich auf, weswegen er seine Lippen dichter aneinander presste.

      "Es tut mir Leid das ich meine wirren Gedanken mit dir teile Izarra...Es ist merkwürdig....Aber gerade schockiert mich die Welt außerhalb dieses wirren Traumes mehr...Das ist doch seltsam oder? Vielleicht übertreibe ich es mit meinen Gedanken auch...Wenn ich wieder meine gewohnte Arbeit nachgehe verschwinden diese absurden Gedanken sicherlich wieder..."

      War es denn okay einfach diese Erkenntnis zu verdrängen? Wahrscheinlich nicht, weshalb diese Gedanken Stan nicht losrissen. Izarra hätte sofort dagegen gesprochen, doch wollte er den Butler höflicher Weise aussprechen lassen. Doch Izarras Gesichtsausdruck sprach bereits Bände. Seine Züge verrieten seine blanke Fassungslosigkeit über diese Enthüllung, zeigten aber auch, wie sehr er es schätzte, dass Stan sich ihm anvertraute. Er wagte kaum, sich vorzustellen, wie ausgenutzt und leer Stan sich in seinem tiefsten Inneren fühlen musste. Wenn jemand es gar nicht gewohnt war sein Leben je zu hinterfragen und plötzlich solch' eine Lawine auf einem zukam, konnte dies schreckliche Narben hinterlassen.



      "..Auch wenn ich ehrlich gesagt nicht verstehe...Warum so viel darüber zu wissen scheinst. Ist das eine Krankheit oder ein Phänomen mit dem du dich auskennst...? Es wird doch sicherlich ein Grund haben warum mich der Detektiv nicht zu einem Arzt geschickt hat...Und ich bezweifle das nur daran lag das er sein Sohn schützten wollte."

      ...
      .....
      Wenn es um Gefühle ging, blieb Stan durch und durch Analytiker. Anstatt seinen Emotionen Raum zu geben, suchte er unweigerlich nach dem rationalen Warum. Er glich einem Mathematiker, der sich nicht mit einem einfachen Lösungsweg zufriedengab, sondern zwingend die dahinterliegende Formel begreifen musste. Izarra sträubte sich jedoch dagegen, den bizarren Traum sofort sachlich zu analysieren – er wollte viel lieber den Menschen Stan und dessen verborgene Gefühle in den Vordergrund stellen.


      „Wie du schon sagtest ... spielt es im Augenblick keine Rolle, ob es echt war oder ein Traum. Wichtig ist, dass du dir dadurch über etwas viel Größeres bewusst geworden bist“, begann Izarra behutsam. Er lenkte das Gespräch absichtlich von dem Traum ab, damit diese wichtige Erkenntnis nicht in den Hintergrund rückte. Stan sollte den Gedanken fest in sich umklammern, ihn nicht loslassen oder ihn als Unwichtig empfinden. Mit einem sanften Lächeln sah er zu Stan hinüber. „Die Rolle, die man dir als Kind zugewiesen hat, muss nicht dein Schicksal sein, sie kann dir auch missfallen. Natürlich ist es bequemer, einfach die Aufgaben auszuführen, die andere einem vorgeben...so wird man wenigstens leichter von solchen Personen akzeptiert und erhält Anerkennung...sich selbst erfüllt man aber keinen gefallen. Denn leider existieren Menschen, die selbst Kinder für ihre egoistischen Zwecke ausnutzen würden...und ihnen nur Rollen schenken würden, mit denen sie selbst etwas anfangen können...Jemanden als Butler einzustufen, anstatt ihn zu adoptieren...Das ist ziemlich harsch...Es ist gut, dass du genau das hinterfragst, auch wenn es bestimmt ein bitteres Gefühl hinterlässt.", versuchte er seine Gedanken so zu offenbaren, dass er damit nicht sofort die Lyons Familie beleidigte. Er hatte keine Ahnung was ihre Intention war, vielleicht verstand er es auch falsch, selbst wenn er sich dies kaum vorstellen konnte.

      "... Letztlich atmet man so viel freier auf, wenn man selbst den Mut findet, über den eigenen Schatten zu springen und das Hinterfragen wagt. Glaub mir, ich spreche da aus Erfahrung!“
      Izarras Lächeln war warm und ganz auf Stan gerichtet. Im Stillen dachte er an die Bürde zurück, die man ihm vor langer Zeit ungefragt auf die Schultern gelegt hatte, für was er überhaupt erschaffen wurde.
      "...Mein Vater erwartete einst von mir eine Rolle zu spielen, die ich jahrelang bedingungslos zu verkörpern versuchte. Anders als du war ich aber grottenschlecht darin...“ Jahrzehnte mochten seitdem verstrichen sein, doch die Erinnerung war noch immer scharf. Er behielt die Details für sich - er wollte Stan nicht mit seiner Vergangenheit überfahren, sondern ihm nur Mut zusprechen.
      "... Es brauchte Zeit bis ich verstand, dass mich dieser Weg aushöhlte. Ich wollte ein freies Individuum sein und das ist das natürlichste Recht der Welt. Selbst wenn mein Entschluss damals für Aufruhr sorgte – ich bin dankbar, dass ich mein Schicksal nun selbst lenke, ohne dass jemand versucht, meine Schritte zu leiten.“
      Ein nobler Gedanke, auch wenn Izarra wusste, dass er auf seinem Weg oft genug gestrauchelt war. Nuriel war das beste Beispiel für einen Rückfall, doch selbst diesen Schatten hatte er so gut wie möglich abgeworfen. Auch wenn ein so langer Aufenthalt auf der Erde nie in seinem Plan gestanden hatte: Die WITCH zu unterstützen, war seine eigene, freie Wahl. Kein Vertrag zwang ihn dazu, und als unsterbliches Wesen konnte ihm das Schicksal dieser sterblichen Welt eigentlich gleichgültig sein, was es natürlich nicht war. Doch allen Widerständen zum Trotz ... war dies die einzige Rolle, die Izarra aus tiefstem Herzen spielen wollte.

      "Es ist völlig normal, dass du deine eigene Rolle hinterfragst. Lass diese Gedanken ruhig zu. Und falls du jemanden brauchst, um das alles mal laut auszusprechen, bin ich hier. Du kannst mit mir wirklich über alles reden, ich höre dir gerne zu.“, sagte Izarra aus tiefstem Herzen. Begleitend legte er Stan beruhigend eine Hand auf die Schulter.



      Doch nun kam der härtere Part. Izarra wusste gar nicht wie er dieses Chaos erklären sollte. Eigentlich...musste er es nie, denn war die Wahrscheinlich dafür in die Psychiatrie gesteckt zu werden viel zu hoch. Die, die über Magie und die Träume Bescheid wussten, waren oft selbst mit dieser Materie vertraut. Izarras Fähigkeiten waren schon lange in Scherben zerbrochen, er hatte das meiste durch einen Deal mit Nuriel aufgegeben. Weswegen er wohl kaum irgendwelche Magietricks Stan zeigen könnte, damit er ihn sofort glaubte, dass Magie in diesem Raum existierte. Doch so ein Analytiker wie Stan würde wohl direkt glauben, dies wären irgendwelche Partytricks. Würde es den Butler überhaupt helfen, wenn er wüsste, dass es so etwas wie Magie gab? Vielleicht wenig wenig, doch der wahre Kern des Problems war, dass Stan in ein Schicksal hineingezogen wurde.
      Izarra begann wieder ein Stückchen mit Stan zu laufen, er grübelte und sein Lächeln verschwand langsam wie von einem Vorhang verdeckt von seinen Lippen. Er musste wohl ausholen und durfte wohl beten, dass Stan ihn nicht für verrückt hielt.


      "Das was du erlebt hattest war vielleicht ein Traum gewesen...Aber die Wahrheit ist, dass es eine andere Realität war. Hättet ihr falsch gehandelt...hätte es dich und auch alle anderen Personen gnadenlos umbringen können. Du hast es ja selbst bemerkt, du konntest zum Beispiel perfekt schmecken oder? Den Fisch, den Liam ständig verbrannt hatte und uns für ein paar Tage lahm legte...Ich spüre die Bitterkeit immer noch nah an meiner Zungenspitze. Hattest du dir nicht auch genau hier auf die Zunge gebissen, da dir deswegen furchtbar schlecht wurde?", dabei deutete er mit seinen Zeigefinger auf seine Zunge, um auf Stans Wunde zurückzuerinnern, die natürlich in der Realität gar nicht mehr zu sehen war. "Das Gefühl bleibt...auch wenn die Wunde nicht mehr sichtbar ist..."



      Izarra begann den Himmel zu fixieren, es fiel ihm leichter zu sprechen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

      "In dem Traum...verspürtest du da eine gewisse Art von Magie, die so nicht in der Realität existieren durfte? Was ist wenn ich dir sage, dass genau diese Art von Magie auch auf der Erde schon die ganze Zeit existent war? Denn dieser Traum selbst...entstand nur durch die Wirkung von Magie. Es ist also kein Phänomen oder eine Krankheit... Es ist etwas, womit du dich bestimmt nie beschäftigt hast. Für einen Pragmatiker wie dich muss es total bescheuert klingen...Aber ich könnte es dir beweisen, wenn du es möchtest."

      Izarra achtete darauf wie Stan auf ihn reagierte, wenn er direkt abschaltete würde er auch nicht weiter darauf eingehen. Auch wenn es nicht hieße, dass Stan von Magie entkommen konnte. Er drehte sich beim gehen zu Stan um, sodass er Rückwärts vor ihm lief. Dabei lächelte er beruhigend, schenkte Stan vertrauen, dass er ihn nicht sofort als Geisteskranken abstempelte.

      "Wie viel...sollte ich dir verraten...? Hmm... Leider...weiß ich noch nicht genau, warum das Schicksal der Magie dich ausgewählt hat. Aber...was ich schon seit unserer ersten Begegnung weiß ist, dass du...von starker Magie umhüllt bist. Deine Songs...sind zum Beispiel...davon getränkt, sie lösen starke Reize in den Menschen aus, weshalb ich dir am Anfang misstraute, bis ich verstand, dass dir die Wirkung gar nicht bewusst war. Tut mir leid deswegen."



      Ob er ihn...von den Wächtern erzählen sollte? Immerhin verstand er vielleicht dann ein wenig mehr Wyatts Aufgabe und eventuell konnte er sich damit besser anfreunden? Es könnte aber auch den gegenteiligen Effekt auslösen, wenn Stan Magie komplett aus seinem Duden versuchte zu schließen. Am Ende würde er noch alle für Verrückt erklären. Wenn ein Mensch daran nicht glauben wollte, konnte er ihn nicht überzeugen. Es war also Stan selbst überlass was er mit dieser Information tat.

      "Es ist vollkommen normal, dass du mir kein Wörtchen an Glauben schenkst. Ich möchte dich damit gar nicht überrumpeln....Versuche dich erstmal mit diesem Gedanken anzufreunden...Vielleicht hilft es manche Szenarien jetzt im anderen...magischen... Blickwinkel sehen zu können. Wenn du das schaffst, werde ich dir gerne mehr erklären und dir auch ein wenig von mir persönlich erzählen!", schlug Izarra ziemlich begeistert vor, auch wenn er echt aufpassen musste seine Lippen möglichst hart zu versiegeln. Noch war...eine Wahrscheinlichkeit viel zu groß, die er bei Stan nicht über die große Glocke hängen wollte. Doch das Erscheinen von Beni zeigte klar...zu welcher Seite wohl Stan bestimmt war. So zerriss es ihn förmlich, ob er gerade nicht wieder zu...naiv war? Was war...wenn Stan ein...zukünftiger Verbündeter von Korbos war? Andererseits...war doch Beni nie dazu bestimmt ein Sklave des Miststücks zu werden... Urgh...Izarra wurde bewusst, dass die Antwort auf Stans Schicksal auf seiner Zungenspitze war, doch er wollte sie selbst nicht wahrhaben. Wie konnte er Stan nur von dem Lord warnen?

      "Aber lass uns doch solange den wunderbaren Sparziergang genießen! Solch' ruhige Momente gibt es einfach viel zu wenig im Leben.~"
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Dax Vazquez & Lord Eternity & ₭ɎɆ

      "Ich möchte das Schicksal des Dark Heart ein wenig weiter...modifizieren. Es ist ziemlich einfach...für jemanden wie mich, der dieses Herz nicht nur als bloßen, leblosen Gegenstand erkennen kann."
      Für denn Moment zog der Fremde die ganze Aufmerksamkeit von Kye auf sich...Anderes wäre ihm vermutlich die VIEL zu gute Stimmung von Beni aufgefallen.
      Aber gerade machte er sich ernsthafte Gedanken darüber ob sich nicht ein unermesslicher Feind in sein ihr Schloss gezwängt hatte...
      Wäre es nicht besser ihn Auszumerzen? So wie es Eternity doch sonst immer tat?
      Er wusste das sein Körper das Risiko mochte aber zu einem Bestimmten Grad war er noch nie ein Freund der Blindengefahr gewesen.
      Jemand...Der sich in das Schicksal das Dark Heart einmischte....Gefiel ihm nicht.
      Zudem wusste Kye sehr wohl das dieses Herz kein lebloser Gegenstand war!



      Er hatte am eigenen Leib erfahren und gespürt...
      Anfangs war es für ihn nichts weiter als ein Lebloses Objekt, aber mit der Zeit begriff er genug um zu wissen das es Reagierte und auch sein eigen Leben führte....
      Zu wissen das diese grässlichen Wächter ein ähnliches Herz in ihrer Macht besaßen, zeigte ihm nur wie wichtig es war das dieses Dark Heart stärker werden musste. Doch niemals würde er einen Fremden es in seine Hände geben!!
      Es war schon hart genug es dem Rechtmäßigen Besitzer zurück zugeben...Aber Beni war hoffentlich bewusst genug, dass Geschenk des Lord nicht einfach weiter zu reichen!
      Doch dieser Fremder, sprach so selbstsicher wie ein Staubsaugerverterter der alle von seinem Produkt überzeugen wollte.
      So wie sich der Kerl nun von seiner ganzen Größe zeigte und auch noch in Benis richtung starrte....Kye verzog mehr seinen Mund und fokussierte ein unsichtbaren Punkt auf den Tisch.

      "Es hat seinen Träger gefunden. Doch das ist erst der Anfang. Das Dark Heart verlangt nach mehr. Beni kann diese unbändige Macht unmöglich allein kontrollieren. Was er braucht, ist ein Team. Das hast du...doch bestimmt bereits kennengelernt, oder?“

      Dax wusste durch Benis Erzählungen das genau sowas in dieser Richtung Beni erlebt hatte...Ein Team, so wie es schien...
      Doch woher hatte dieser Kerl diese Informationen? Hatte er sie am Ende belauscht? Auch wenn dessen Auftritt danach erfolgte und übertrieben Eindrucksvoll...Aber Dax traute der Sache genau so wenig wie der weißhaarige der sich normalerweise nicht so lange zeigte...Auch das Verhalten des Lords wirkte anderes als zuvor...
      Das wichtigste war für Dax daher Beni in sicherheit zu wissen, es war seine Pflicht und seine Aufgabe.
      Er wusste er durfte nicht neugierig sein...Apollo wäre an seiner Stelle gewiss schon ganz hippelig gewesen ALLES zu erfahren, nur am Ende für diese dreiste Neugier bestraft zu werden.



      Beni ratterte die schon zuvor erzählte Dinge hinunter...
      Dax merkte das dessen Gedanken Anderes als bei Ihnen nicht ganz bei der Sache war.
      Doch das wäre aber auch anderen falls untypisch für seinen Meister gewesen,

      "Hm? Was? Ah, ja...Im Traum. Ich erinnere mich -glaube ich-, dass mein Kollege...eh Kiri mir eine ganze Lektüre erteilt hatte... Er blabberte eigentlich genau das selbe wie du, Izarra. Von wegen, dass ich ein Team brauche, genau wie die WITCH. Nur von meinem Gruppennamen BITCH war er nicht so überzeugt. Stimmt, eigentlich wollte ich das Lord Korbos erzählen...aber dann bist du hierher teleportiert."
      Schweigend hörte Eternity zu, ein gutes Team war Ausschlaggebend in diesem stillen Krieg der sich gerade immer mehr gegen die Witch geformt hatte....Besonderes wenn die Witch schon immer als Team agiert haben. Seine Mutter war damals auch allein gewesen, machtlos obwohl ihr Wissen weit aus höher war als diese grässliche Gruppe die sich als Helden aufgespielt hatten. In der nächsten Generation konnte Eternity von Glück sprechen Izarra auf seiner Seite gehabt zu haben...Sonst wäre ihm und seiner erbärmlichen Seele das selbige Schicksal widerfahren.

      "Sie hießen Liam, Oscar, Stan und Janon. Sehr coole Kerle, der Erd- und Feuerwächter hatten sich auch schon verwandelt!"

      Der Lord stützte sein Kinn auf seinen Handrücken ab.
      Diese Ansammlung an Personen war Anderes als die vorherigen Generation...
      Ihre Namen zeigten keine Traditionelle Namens Gerbung...Beinahe wie die Generation ohne erwachte Kräfte, in welcher Eternity lange zeit im Frieden gelebt hatte....
      Beni hatte kein hauch einer Ahnung...Wie BESONDERS dieses Team war das sich begann um ihn zu formen.



      Erde und Feuer...
      Eine wirklich sonderbare Kombination. Das Feuer das für seine Unkontrollierbarkeit bekannt ist und die Erde welche denn feste Grundlage gab.
      Zudem...Würde ihn wirklich Interessieren in welcher Verbindung sie zu denn Anderen Wächter standen.
      Besonderes Element Luft...
      Seine tieferen Gefühle für die Valentine Familie hielt noch immer an, auch wenn Kye den Bezug vergessen hatte und vermutlich keine einzige Sekunde gerade mehr daran dachte, selbst als er persönlich ihren Sohn kennenlernen durfte.
      Doch wie es im ersten Augenblick schien bot dieser Izarra nicht gerade besonderes Wissen...Nichts was Kiri nicht längst mit Ihnen geteilt hatte.

      "Hmmmmmmmmmm...Aber dieser Kerl weiß auch nur einen Bruchteil von meinem Wissen. Er labt sein Wissen nur aus Träumen und Seelen anderer...Ist auch egal - hier geht es nicht um den Seelenfresser."
      Kye verzog sogleich sein Gesicht und schaute rüber zu Eternity der weiterhin seine undurchdringliche Mimik beibehielt...Der weißhaarige spürte doch genau diese Abneigung die dieser Betrüger verspürte und sich hier um Kopf und Kragen redete um irgendwie besser zu wirken!
      Er zuckte wohl als einziger zusammen als Izarra schnipste und zwei Bücher erschienen.

      "Durch die Daten der früheren Generation bin ich mir nämlich bewusst, dass keins der Herzen je ihr volles Potential erschöpft hatte. Es war nicht einfach an die Informationen ranzukommen, aber mit mächtiger Magie gelingt alles~."
      ....
      Wütender verkrampfte Kye seine Finger und musste aufpassen nicht zu Wachs zu verlaufen.
      Mächtiger Magie?!
      Das war doch...Kein Meisterwerk!!
      Und Daten?!
      Man sah doch deutlich das dorr Tagebuch stand....!!
      Da hätte er doch gleich Benis Tagebuch stehlen (das er sich nicht heimlich durchgelesen hatte) und damit prahlen Daten über Beni gesammelt zu haben...



      Jede weitere Sekunde wie dieser Eindringling hier war, desto mehr stieg der Hass und Abneigung in Kye...
      VɆⱤ₴₵Ⱨ₩ł₦ĐɆ....VɆⱤ₴₵Ⱨ₩ł₦ĐɆ....VɆⱤ₴₵Ⱨ₩ł₦ĐɆ....VɆⱤ₴₵Ⱨ₩ł₦ĐɆ....VɆⱤ₴₵Ⱨ₩ł₦ĐɆ.....
      "....Doch ergab es für mich durchaus Sinn wieso die WITCH so schlecht unter Kontrolle behielten. Ihre Macht war...nicht ausgeglichen..."
      Wie ein Kreisender Haifisch wanderte diese Made nun auch noch näher zu Eternity, es fehlte wohl nicht viel bis sie sich auch noch berührten.
      Die spitzen Fingernägel bohrten sich fester in die Oberfläche des Tisches....Warum ließ Eternity das zu?!
      Zum Teufel, sie sollten ihn zerstückeln bevor er noch weiter sein unausstehlichen Speichel hier verteilte!!

      "...Denn waren die WITCH nie vollständig gewesen. Die sechste WITCH...fehlte. Die WITCH der Schatten. Das Gleichgewicht zur Quintessenz"



      "Wictoria hatte ewig auf diese sechste WITCH gewartet, doch hatte sie niemanden davon erzählt, dass sie nicht vollständig waren. Das tat ihre Mutter Walerie ebenfalls nicht, die auch nie die Chance erhielt ihr Dark Heart mit allen Wächtern zu füllen. Wictoria schrieb sogar in ihr Tagebuch mit unsichtbarer Tinte hinein."
      Endlich teilte Izarra etwas mit das Eternitys Aufmerksamkeit Wert war.
      Ein amüsiertes grinsen zeigte sich auf denn Lippen des Lords als hätte ihm der Andere gerade süßliche Flirtereien ins Ohr geflüstert.
      Aber diese Information, war wirklich einzigartig...Das hatte in bis her keiner Generation geben, wirklich Fasznierend.

      "Wenn das Netz reißt und das Licht der Quintessenz die Welt zu verbrennen droht, wird die sechste Wächterin erwachen. Sie ist der Schatten, der den Geist kühlt, die Brücke zwischen den Elementen und das Schild gegen das Grauen im Dazwischen. Ohne sie gibt es kein Licht – nur das Nichts.“
      Während die Worte des Fremden durch den Raum hallten, zog sich in Kyes Innerem alles schmerzhaft zusammen. Ein eisiger Schock durchfuhr seine feinstoffliche Existenz.
      Ɇł₦ ₴Ɇ₵Ⱨ₴₮ɆⱤ ₩ä₵Ⱨ₮ɆⱤ? ĐɆⱤ ₩ä₵Ⱨ₮ɆⱤ ĐɆⱤ ₴₵Ⱨ₳₮₮Ɇ₦?!
      In Kyes Kopf begann ein unaufhaltsames, quälendes Chaos zu rasen. Er hatte unzählige, qualvolle Jahre seines Daseins ausschließlich der obsessiven Erforschung des Dark Hearts gewidmet. Er hatte staubbedeckte, jahrhundertealte Folianten verschlungen, vergessene Manuskripte in den tiefsten, dunkelsten Bibliotheken seziert und jede noch so winzige Notiz über die vergangenen Generationen studiert.



      Er hatte geglaubt, jedes noch so gut gehütete Geheimnis dieser magischen Herzen zu kennen und nun kam dieser dreiste Betrüger daher und offenbarte ein kosmisches Gleichgewicht, von dem Kye in all den Jahrhunderten seiner Nachforschungen nicht einmal den leisesten Hauch einer Ahnung gehabt hatte!?
      Das Gefühl der eigenen Wertlosigkeit und des bitteren Versagens drohte ihn innerlich zu zerfetzen.
      Er war fassungslos, gedemütigt und zutiefst verunsichert.....

      "Was haben eine Flamme, eine Welle, ein Stein und eine Wolke gemeinsam? Sie alle werfen einen Schatten. Schatten ist das einzige Element, das in allen anderen Elementen gleichzeitig existiert. Der Schattenwächter fungiert als das unsichtbare Gewebe, das die anderen vier Elemente physisch miteinander verbindet. Ohne sie driften die Kräfte der anderen Mädels auseinander und verlieren an Fokus. Auch das Dark Heart braucht den Schatten..."

      Lord Eternity, dessen scharfe Sinne jede noch so feine Regung im Raum wahrnahmen, entging Kyes wachsende, panische Verzweiflung nicht. Eine Welle von purer, markerschütternder Schadenfreude pulsierte durch die Adern des Lords. Er weidete sich innerlich an der fassungslosen Ohnmacht seines treuen Boten.
      Zwar war diese Information über die Schattenwächter auch für Eternity absolutes Neuland, doch nach außen hin ließ er sich nicht den Bruchteil einer Sekunde beirren. Seine erhabene, furchteinflößende Aura blieb vollkommen makellos, kalt und unerschütterlich.
      Während er der Erklärung von Izarra weiterhin zuhörte.



      "Der Schatten ist das Gleichgewicht zur Quintessenz, Benis Ruhepol und der Schutzschild. Der Schattenwächter dämpft, absorbiert überschüssige Energie und sorgt dafür, dass das Licht der Quintessenz nicht die eigenen Verbündeten zerstört. Licht blendet, Dunkelheit macht blind. Nur im Schatten können die WITCH klar sehen. Doch wo finden wir diese sechste Person, wenn nicht einmal so ein kühler Kopf wie Kiri von dieser wusste?"
      Eternity hörte mit ruhiger Begeisterung zu, zu gern hätte Kye es noch weiter unter die Nase gerieben. Er sollte genau spüren das er nichts, in der ganzen Jahren erreicht hatte.
      Es musste nur jemand mit einem Wimpernschlag in die königlichen Hallen herein treten und schon war der unglaubliche Vorteil auf sein Silbertablett präsentieren.
      Ein Fehler, konnte nie zu etwas Perfekten werden...~



      Natürlich wartete der Fremde auf keine Antwort auf diese absurde Frage, die nur als dramatische Lückenfüller diente.
      "Ich weiß genau was die sechste Person kann, wer sie ist und...wo sie zu finden ist. Wir wären den WITCH einen großen Schritt voraus, doch sollten wir nicht zu lange warten. Wenn wir wirklich möchten, dass das Dark Heart siegt."
      Zum glück besaß diese Person noch genug Grips sich nicht unütztlich zu machen, schließlich hätte er sonst seinen Wertverloren hätte er sofort damit geprahlt wer die besagte 6 Person ist. Er hatte seine Zeit also nicht verschwendet...Im Gegenteil, damit boten sich Eternity wirklich tolle Möglichkeiten...

      "Mein Deal lautet also wie folgt: Ich werde die DARK WITCH trainieren und ihnen die sechste Person schnellstens vorstellen. Ich werde ihre Fähigkeit bis auf den bittersten Kern zuspitzen...Ein richtiger Mentor werden für die jungen Knaben. Dafür aber...erwarte ich folgendes: Eine Allianz mit Lord Korbos."
      Eine schwere, drückende Stille legte sich über die prachtvolle Tafel. Dann fixierte Lord Eternity den Fremden mit einem raubtierhaften, unendlich grausamen und wissenden Lächeln. Er durchschaute das falsche Spiel, er roch die Täuschung, doch seine Arroganz und seine Gier nach dem Risiko machten dieses Schauspiel für ihn nur umso unterhaltsamer.
      "Wenn Ihr einwilligt, Lord Korbos, werde ich Euch mein wahres Gesicht offenbaren. Als Zeichen meines absoluten Vertrauens. Doch seid gewarnt … Ich bin ein überaus mächtiges Wesen, und der Anblick meiner wahren Gestalt ist nichts für schwache Nerven.“
      Auch noch lockte Izarra ihn mit einer solch Provokanten Worte....Mächtige Wesen haben ihn schon immer sehr beeindruckt,
      Bevor er dem Deal jedoch zustimmte, wandte er seinen stechenden, Blick langsam zu der zitternden weißen Gestalt.
      Mit einer schneidenden, neckischen Stimme voller giftigem Spott flüsterte er in Kyes Richtung:
      "Wenn dir die Knie zittern vor diesem mächtigen Wesen, kleiner Bote, oder wenn der Anblick deiner schwachen Konstitution zu viel abverlangt... steht es dir frei, diesen Raum augenblicklich zu verlassen. Vielleicht willst du ja viel lieber zurück zu diesem reizenden Seelenfresser Kiri kriechen? Du schienst dich ja ohnehin blendend mit ihm zu verstehen...~"



      Diese hasserfüllte Stichelei traf Kye mitten ins Herz. Er biss so verbissen die Zähne zusammen, dass sein Kiefer schmerzte. Ein ohnmächtiger, kochender Zorn schnürte ihm die Kehle zu. Die Demütigung vor dem Eindringling war perfekt, und der drängende, instinktive Wunsch, sich einfach augenblicklich unter dem massiven Holztisch zu verkriechen und unsichtbar zu werden, wurde fast unerträglich....Trotzdem rührte er sich nicht von seinem Platz um noch denn kleinen Fünkchen an Würde zu behalten....
      Eternity strahlte eine erdrückende, königliche Dominanz aus, als er sich nun wieder ganz dem falschen Izarra zuwendete. Das fiese, sadistische Grinsen auf seinen Lippen wurde breiter.
      "Schwache Nerven?", wiederholt der Lord leise, und seine Stimme glich dem gefährlichen Schnurren einer Raubkatze kurz vor dem Sprung.
      "Du neigst wahrlich zur Theatralik. Aber gut... du hast mich amüsiert. Und ich liebe ein riskantes Spiel."
      Mit einer langsamen, kalkulierten Bewegung streckte Eternity seine kühle, porzellanweiße Hand über den Tisch aus, um dem Fremden die Allianz anzubieten. Doch noch bevor dieser einschlagen konnte, beugte sich der Lord ein Stück nach vorne. Mit einer unverschämten, provokanten Langsamkeit hob er die Hand, streckte den Daumen aus und wischte dem falschen Izarra mit einer sanften, aber unnachgiebigen Bewegung einen winzigen, Essensrest von der Unterlippe.
      "Eine Allianz..."
      Er lässt das Wort auf der Zunge zergehen, als wäre es ein besonders köstlicher, naiver Scherz. Seine leuchtenden Augen fixieren sein Gegenüber, amüsiert, aber mit einem gnadenlosen, durchdringenden Glanz.
      "Weißt du überhaupt, was dieses Wort bedeutet? Eine Allianz ist ein Pakt unter Gleichen. Ein Bündnis zwischen Mächten, die sich gegenseitig respektieren."




      "Aber gut du willst ein Deal mit Lord Korbos eingehen...Dann haben wir eine Allianz", raunte Eternity, während seine Augen in einem gefährlichen Bernsteingelb aufleuchteten.
      "Zeig mir dein wahres Gesicht. Aber lass dir eines gesagt sein: Wenn mich dein Anblick auch nur für den Bruchteil einer Sekunde langweilt... wird diese Allianz enden, bevor sie überhaupt begonnen hat."
      Mit diesen Worten wandte er sich erneut in die richtung von Beni und Dax.
      "Ihr habt es gehört, der Sieg des Dark Heart hat die Oberste Wichtigkeit. Beni du wirst auf deinen neuen Mentor hören um mich nicht zu Enttäuschen...Das erste mal in der Geschichte wird sich das vollständige Potenzial entfalten! Auf diesen Moment warte ich schon lange...Niederlagen sind unverzeihlich. Fehler werden nicht vergeben, ich will absolute Perfektion sehen, selbst wenn sich die ganze Gruppe des Dark Heart dafür aufopfern muss, verstanden?"
      Diese Worte reichten für Kye aus um zu begreifen das Eternity irgendwas zu planen schien...Und es schien nichts gutes zu sein.
      Nichts das für seine eigenen Plan sprach und es machte die Lage nur noch komplitzierter.
      Auch wenn Kye bleiben wollte um zu zeigen das er kein Feigling war, konnte er nicht länger zuhören...Er musste selbst handeln oder zumindest verstehen was Eternitys plan war um es im schlimmsten Fall zu verhindern. Aber wie?
      Kye verwandelte sich zurück in die kleine Pilz Gestalt, die Augenpaare lagen gerade sowieso auf Eternity und dem Eindringling.
      Still kletterte er vom Stuhl und streckte seine stümmeln Hände nach einen der Tagebücher aus. Leise wie möglich zog er das Rosa Färbende zu sich runter um heimlich genauer anzusehen. Er glaubte diesem Betrüger kein Wort...Ein 6 Wächter?!
      Und wenn...Warum sollte dieser Fremde das wissen haben ? Wissen wer es ist...Er hatte viel zu viele Fragen, Fragen die Eternity wieder mal nicht stellte....
      Mit dem Buch blieb er unter dem Tisch und blätterte darin herum, die wahre Gestalt dieser Made Interessierte ihn nicht...Er konnte nicht das Schicksal einfach so überlassen...
      Besonderes weil Eternity so penibel auf sein Vornamen bestand und plötzlich schien ihm das egal? Bei einem Deal?
      Kye konnte nur erahnen das der Lord andere Ziele verfolgte und sich nur weitere Parteien bildeten.
      Believe Me ~

    • ??? & Beni Darkwood

      "Du neigst wahrlich zur Theatralik. Aber gut... du hast mich [i]amüsiert. Und ich liebe ein riskantes Spiel."[/i]

      Wenigstens war Izarras Einschätzung des Lords ziemlich korrekt. Er war durchgeknallt und stellte sich gerne dem Risiko. Wie ein Mann, der nicht wusste wann er mit dem Pokern aufhören sollte. Deswegen konnte ihn Izarra nur zu gut verstehen, auch er warf gerne mit den Geldscheinen um sich. Er verstand zwar nicht was an ihm amüsant sein sollte - er war doch kein Clown - doch schien die Sache besser zu laufen, als er sich es vorgestellt hatte. Kein Grund hier sich mit dem König anzulegen, es reichte ihm einfach mit einem gespielten Lächeln zuzustimmen. Und Larry hatte auch noch mit ihm gewettet, dass er es ohne Drohungen gar nicht schaffte - da würde er später staunen! Er schuldete ihm jetzt 5 Dollar!

      "Weißt du überhaupt, was dieses Wort bedeutet? Eine Allianz ist ein Pakt unter Gleichen. Ein Bündnis zwischen Mächten, die sich gegenseitig respektieren."

      ...Izarra runzelte die Stirn in Falten. Unter Gleichen? Wie denn, wenn einer von ihnen stärker war als ein Gott? Eher war es doch ein Bündnis zwischen Mächten, um sich gegenseitig in Ruhe zu lassen, bis die Zeit gekommen war doch die Bombe zu zünden. Aber was sollte er hier mit dem Lord streiten, er brauchte nur die Zustimmung des Deals. Wenn Lord Korbos es ausspricht...gilt ihr Bündnis wie ein magisches Siegel. Lord Korbos hatte ja gar keine Ahnung, dass er hier mit dem Teufel tanzte.

      "Aber gut du willst ein Deal mit Lord [i]Korbos eingehen...Dann haben wir eine Allianz"[/i]

      Seine Mundwindel erhoben sich begeistert. Ha- das war ja zu einfach! Wie einem Baby den Lutscher wegnehmen. Der feine Herr vor ihm konnte so froh sein, dass er aus ihrem Deal nur Vorteile erhielt...jedenfalls für den Anfang. Es war sein Fehler sich je mit den Macht der Herzen eingelassen zu haben. Da wäre es doch nur belustigend, wenn irgendwann der werte Lord aufgrund seiner Schwester einen schweren Tod erlitt....Doch alles eine Frage der Zeit, denn Mikhail lernte ihn eines.

      „Geduld ist ein Baum, dessen Wurzel bitter, dessen Frucht aber sehr süß ist.“




      "Ihr habt es gehört, der Sieg des Dark Heart hat die Oberste Wichtigkeit. Beni du wirst auf deinen neuen Mentor hören um mich nicht zu Enttäuschen...Das erste mal in der Geschichte wird sich das vollständige Potenzial entfalten! "

      Beni hatte nur mit einem halben Ohr zugehört, mehr hatte er sich auf Lord Eternitys bewegten Lippen konzentriert. Verwendete er etwa einen anderen Lippenstift? So langsam fand er den Image-Wechsel gar nicht schlecht, solange der Lord immer noch der Lord blieb...würde er ihn wohl auch mit einer Glatze lieben! Die Kleidung sah wenigstens einfacher aus auszuziehen. An dem Hemd konnte er genau acht Knöpfe entdecken, zwei von ihnen hatte der Lord nicht einmal zugeknöpft, damit jeder seinen freien Nacken bewundern durfte. Was für eine Ehre, Beni nutzte diese Gelegenheit tatkräftig aus!
      Lord Korbos klang ziemlich aufgeregt - nicht sogar schon ein wenig erregt? Und was ihn erfreute, machte natürlich auch Beni glücklich. So nickte Beni locker, mit einer leicht abwesend Stimme.

      "Zu Befehl, mein Lord! Was auch immer du sagst..."



      Ob er nun für Korbos nackt auf den Tisch tanzen sollte, oder sich eine Hand abschneiden musste...solange es den Lord glücklich machte, würde er es durchziehen! Er hoffte nur, dass er ein wenig länger bleiben durfte und sich dieser Izarra endlich verpfiff. Wäre es wirklich zu viel verlangt ein wenig Zweisamkeit mit der Lordschaft zu genießen. Beni war so in Gedanken versunken, dass er gar nicht wahrnahm wie die Aura in dem Zimmer plötzlich sich dunkel färbte. Es wurde bitterkalt.



      „So sei es. D༙྇a༙྇n༙྇n༙྇ e༙྇r༙྇l༙྇a༙྇b༙྇t༙྇ e༙྇u༙྇c༙྇h༙྇ a༙྇n༙྇ m༙྇e༙྇i༙྇n༙྇e༙྇r༙྇ w༙྇a༙྇h༙྇r༙྇e༙྇n༙྇ G༙྇e༙྇s༙྇t༙྇a༙྇l༙྇t༙྇.༙྇“

      Izarras zischende Stimme nahm plötzlich einen kratzigen, rauen Klang an – als würde Glas zersplittern. Wieder erschütterte ein Beben den Speisesaal. Gesteinsbrocken lösten sich aus der Decke, während Geschirr und Speisen von den Tischen fegten. Tiefschwarze Schatten brachen aus dem Nichts hervor, hüllten Izarra ein und legten sich wie ein fließendes, seidenes Leichentuch um seinen Körper. Aus der Dunkelheit starrten nur noch diese unmenschlich hellen Augen, voll von bodenlosem Grauen. Für einen Herzschlag hielt die Welt den Atem an – und die Zeit fror ein.



      Es war eine vertraute Kälte, die sich um das Herz legte, eine Präsenz, die der von Kiri ähnelte. Dennoch unterschied sie sich maßgeblich. Sie besaß eine stechende Schärfe und eine beängstigende Kontrolle. Hier tobte kein unbändiger Sturm wie im Dark Heart. Hier lauerte auch nicht Kiris grenzenloser Hunger, der schon auf große Distanz greifbar war. Wenn man diese Herzen als Verkörperung der Todsünden betrachten würde, dann war Nova unbestreitbar die Habgier. Getrieben von dem eisigen Verlangen, restlos alles zu besitzen.

      Genug ist ein Wort für die Schwachen. Für jene, die nicht die Kraft haben, mehr zu ertragen. Mein Verlangen kennt keine Grenzen...und genau dieses Gefühl erwarte ich auch von der A༙྇l༙྇l༙྇i༙྇a༙྇n༙྇z༙྇!“



      Izarras Brustkorb teilte sich wie die Schale eines Kokons, aus dem jeden Moment ein Schmetterling schlüpfen würde. Doch statt eines fragilen Insekts ergoss sich eine fremdartige Materie aus ihm, deren Präsenz Kye nur zu gut kennen musste. Die Magie, die auch im Dark Heart durch das magische Glas geschützt wurde. Sie besaß die gleiche erdrückende Aura wie Kiris wahre zerbrochene Gestalt. Allerdings leuchtete diese Masse in einem kalt schillernden Blau, durchbrochen von einem zornigen, pulsierenden Rot – wie unzählige Augen, die bis auf den Grund der Welt blickten. Wirbelnd wie ein Strudel begann die Masse zu verschmelzen und eine völlig neue Form anzunehmen. Er war das absolute Ideal. Weder das Herz von Kandrakar noch jemand Anderes reichten an ihn heran: Er bedurfte weder einer Hülle noch einer fremden Seele, um in dieser Welt zu wandeln. Er brauchte keinen Träger, um seine Macht im Zaum zu halten - auch wenn er einen akzeptieren würde, der ihm ebenbürtig wäre. Er war in sich vollkommen – und gierte dennoch ewig nach mehr. Er sonnte sich in dem absoluten Glauben, unverwundbar zu sein; ein vollendetes Wesen, dem nichts und niemand jemals etwas anhaben konnte.
      Er wusste, dass er das Armageddon war. Das absolute Ende, das nicht nur diese Welt, sondern alle Paralleluniversen zerschmettern würde. Er würde alles existierende Leben auslöschen, mühelos und ohne die geringste Anstrengung. Er würde Kiri zuvorkommen, sowie auch diesen dämlichen Zaubrerer! Für ihn war all das nur ein Spektakel, ein Schlusstakt, dem er fieberhaft entgegenblickte. Er wollte diese fehlerhafte Schöpfung abreißen, um endlich eine Welt aufzubauen, die seiner eigenen, grenzenlosen Macht entsprach. Eine perfekte Welt, befreit von all dem erbärmlichen Ungeziefer, das ohnehin nie das Recht besessen hatte, an seiner Seite zu existieren. Nur noch Perfektionen wie er...durften existieren!


      „Ich heiße Nova. Herz von Arkhanta. Das Ende der Ära.“

      Die Stimme zerschnitt die Luft und ließ den Speisesaal erneut erbeben – ein Ruck, der so heftig war, dass Beni völlig verwirrt von seinem Stuhl kippte. Seit wann stand da plötzlich so eine ominöse Kreatur vor ihnen? Beni rieb sich blinzelnd die Augen. War dieses Ding da vorn etwa nicht mehr Izarra? Hä? Und das wichtigste war: Woher kamen die krassen Muskeln, der dunkle Teint und das Sexappeal her?!



      "Unsere Allianz hat hiermit...begonnen!"

      "....Ein Verwandter von dir, Daxxy???", fragte Beni etwas entgeistert, da er gar nichts raffte. Mit dieser Statur könnte er ja aus der Wüste kommen, Beni hatte ja keine Ahnung! Nur das Herz von Kandrakar bebte so stark an seinem Brustkorb, da es die Antwort genau kannte. Novas Haar strahlte in einem unnatürlichen, gleißenden Weiß, das jede Spur von Menschlichkeit von ihm wusch. Er glich einem makellosen Diamanten – betörend anzusehen, doch man wagte kaum, ihn zu berühren. Beni sah die großen, leuchtenden Hörner, die aus seinem Kopf herauswagten, der Kerl war...ein Dämon?

      "D༙྇a༙྇n༙྇n༙྇ l༙྇a༙྇s༙྇s༙྇t༙྇ u༙྇n༙྇s༙྇ n༙྇i༙྇c༙྇h༙྇t༙྇ w༙྇e༙྇i༙྇t༙྇e༙྇r༙྇ z༙྇ö༙྇g༙྇e༙྇r༙྇n༙྇!"


      Plötzlich packte etwas Stechendes Beni im Nacken und ließ ihn wie ein hilfloses Kätzchen in der Luft baumeln. Nova befand sich nicht einmal in seiner Nähe - ein bloßes Fingerzucken reichte aus, um Beni durch eine unsichtbare Kraft am Kragen emporzuheben. Moment mal, was hatte er vor?! Mit raumgreifenden, scheinbar triumphierenden Schritten hielt Nova auf das Portal zu, er begann zu ihn hinüber zu schweben, wie ein Gespenst! Doch hinter der Maske der Überlegenheit hatte das Herz von Arkhanta verdammt eilig. Niemand durfte je erfahren, dass er diese perfekte Form nicht lange aufrechterhalten konnte … Er war doch das verdammte Armageddon! Sonst huschten bald enttäuschte Blicke wie einst bei dem verdammten Larry! Es war eben noch nicht die Zeit, dass er lange seine wahre Gestalt aufpushen musste! Immerhin konnte er sie überhaupt zeigen, anders als die Schnarchnase Kiri, die sie im Truam versteckte oder Eros wie auch Izarra, die sie komplett verschlafen hatten! Das Herz von Kandrakar war dabei auch nur in Form, weil er Magical Boys hatte, die seine wahren Formen übernahmen - bzw. sie mit ihm verschmolzen! Bevor seine Kraft nachließ und er in seine eigentliche Gestalt zurückfiel, musste er sich den Herzträger schnappen und verschwinden.

      "Mo-Moment! Ich will noch nicht zurück zur Erde! Ich wurde von Lord Korbos noch gar nicht geknechtet! Lass mich los! LASS MICH LOOOOOS!", jammerte Beni hilflos und versuchte sich von den unsichtbaren Fängen wegzureißen. Das konnte der Mistkerl nicht machen!!! Er hatte mit dem Lord kaum ein Sterbenswörtchen gesprochen! Beni brauchte seinen Zeit mit dem Lord wie Sauerstoff zum Atmen, wie sollt er es denn auf der Erde überleben!?



      "Lord KOOORBOOOOOS!! NEEEEEEIIIIIIN!!!"

      Doch Benis verzweifelte Hilfeschreie verhallten als leeres Echo, als Nova ihn im nächsten Moment erbarmungslos in das Portal schleuderte. Ohne sich auch nur noch einmal umzusehen, trat Nova hinterher. Die Tagebücher der Wächter ließ er achtlos auf dem Boden liegen. Er war nun weit über solch nutzlosen Kram erhaben.

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      Ineb Chevrier & Cabriel Valentine & Yuuto Kurai



      [24.03- Dienstag]



      Ein herrlicher Mittag lag über dem Berg. Die Luft war erfrischend klar, während die Sonne die Haut mit sanften Strahlen liebkoste. Obwohl die steilen Pfade anspruchsvoll und eigentlich erfahrenen Wanderern vorbehalten waren, bestach die Landschaft durch ihre wilde Schönheit. Exotisch anmutende Blumen setzten überall leuchtende Farbtupfer und tief im Tal rauschte ein kleiner Bach. Doch hier oben, hoch auf dem Gipfel, war die Welt am allerschönsten.
      Zum Glück war der steile Aufstieg auch ohne Kletterausrüstung gut machbar. Das war eine große Erleichterung, denn die Truppe musste ihre gesamten Vorräte aus eigener Kraft den Berg hinauftragen. Um sich das Ganze etwas leichter zu machen, hatten die Jungs aus der WG einen Plan ausgeheckt: Tyler und Cabriel würden das Zelt - sowie das restliche schwere Zeug - mit dem Auto so weit nach oben bringen, wie es der Weg zuließ. Während die beiden schon einmal das Lager aufschlugen, kümmerte sich der Rest um Harvey. Sie verbanden ihm die Augen, damit die Überraschung am Gipfel perfekt wurde. Zwar stolperte er im Blindflug über beinahe jede Wurzel, doch so nahm er den Pfad viel intensiver wahr – und der atemberaubende Ausblick am Ende sollte ihn dafür entschädigen.
      Yuuto hielt Harvey zielsicher an der Hand und sprach dauernd mit ihm, währen Ineb und Wyatt das Schlusslicht bildeten. Wyatt durfte den riesigen Kuchen schleppen, an den sie gestern noch mit Cabriel und Izarra tüftelten. Ineb hingegen schnaufte so schwer, dass er nur seinen eigenen Rucksack schleppen musste - er bereute es zutiefst nicht mit Tyler und Cabriel im Auto mitgefahren zu sein. Sport war einfach Mord!

      Als sie endlich den Gipfel erreichten, eröffnete sich ihnen ein wahrhaft atemberaubender Ausblick. Yuuto staunte nicht schlecht: Die drei Zelte waren bereits makellos aufgebaut, und in der Mitte lag schon ordentlich aufgeschichtetes Holz bereit für das nächtliche Lagerfeuer. Offenbar war einer der beiden Vorausgefahrenen ein echter Camping-Experte. Dabei dachte er, dass nur der Feuerwächter ein solch' schreckliches Hobby nachging.



      "Gut, Harvey! Ich werde dir die Augenbinde jetzt abnehmen...Sorry, dass du so oft wegen mir gestolpert bist~.", entschuldigte sich Kiri mit belustigten Unterton und zog an der Schlaufe, um den Knoten zu lösen. Er gab Harvey ein wenig Zeit, um sich die Umgebung genau einzuprägen - ihre Wirkung genau in sich aufzunehmen. Sie wanderten bestimmt mindestens eine Stunde fast nur bergaufwärts, Yuutos Beine waren komplett taub. Aber so ehrgeizig wie er war ließ er sich nichts anmerken.
      Yuuto lief noch ein paar Schritte weiter nach oben und wirbelte herum, sodass er direkt vor Harvey stand. Mit einem sanften Lächeln sagte er: „Happy Birthday, Harvey! Von uns allen!“



      Nach außen hin wirkte Yuuto vollkommen ruhig und gelassen, doch niemand konnte ahnen, wie es in seinem Inneren brodelte. Ineb wunderte sich schon die ganze Zeit über ein seltsames Zikadensurren in seinem Ohr. Er hatte ja keine Ahnung, dass dieses Rauschen in Wahrheit von Yuuto kam, der vor purer Anstrengung fast platzte. Himmel, war er im Eimer! In Gedanken schnalzte Yuuto genervt mit der Zunge und hatte Harvey schon mindestens dreimal den Abgrund hinuntergestoßen. Er hatte keine Lust mehr! Er schwitzte – Yuuto schwitzte! Etwas, das eigentlich nie passierte. Er verabscheute Schweiß und hasste dieses unangenehme Jucken, wenn sein Körper überhitzte. Er mochte zwar die Hitze eines echten Feuers, aber das hier war ein völlig anderes, unerträgliches Gefühl.

      Warum mache ich das alles hier?!
      Ich könnte sie allesamt umbringen und verschlingen...!
      Diese elenden Maden...!



      Yuuto musste drastisch aufpassen nicht die Beherrschung zu verlieren, nur weil er sich ein wenig körperlich angestrengt hat. Mühsam begann er sich die Jacke langsam auszuziehen, am liebsten hätte er sie vom Leib gerissen...doch durfte er seinen Charakter nicht verlieren.
      "Lass uns am Lagerfeuer verschnaufen! Schau wie toll deine zwei Freunde alles aufgebaut haben!", schlug Yuuto vor und zog schon Harvey an der Hand, weil er sonst gleich umkippte. Wer hatte gedacht, dass es so anstrengend war einen fürsorglichen Boyfriend zu spielen? Er war froh früher nicht solche Rollen eingenommen zu haben, es verlangte von ihm mehr, als er dachte. Er musste sich mit Sachen anfreunden, die ihm nicht gefielen. Doch wer Hunger auf Seelen hatte, musste sich allen Übel stellen! Fest hielt Yuuto sein Kuscheltier im Arm, den er in keinem Augenblick losließ - es wirkte auf ihn wie sein eigener Stressball.

      Gerade rechtzeitig schlüpfte Cabriel aus einem der Zelte. Er hatte in letzter Sekunde noch die Schlafsäcke gerichtet. Er wollte schließlich keine Standpauke riskieren, nur weil er seine Prioritäten mal wieder falsch gesetzt und sich zuerst um eine stabile Internetverbindung gekümmert hatte, statt um die Schlafplätze. Eigentlich hatte er heute ein Zockerdate mit seinem Freund, das wollte er sich auf keinen Fall entgehen lassen, denn flossen heute die doppelten EXP-Punkte. Selbst wenn er keinen Schlaf erhielt.
      Wenigstens sahen die Zelte sehr top aus, sodass keinen das Internet direkt auffallen sollte. Zum Glück zahlte sich jetzt aus, dass er früher mit Samuel und Simon so oft auf Jagdausflügen gewesen war. Damals hatte er gemeinsam mit Sam unzählige Male das Lager selbst aufgeschlagen – und das, obwohl Sam problemlos seine Butler hätte einspannen können. Simon beauftragte immer seine Bulter, doch sein Sohn war anders. Sam legte großen Wert auf Unabhängigkeit und bestand darauf, dass Cabriel solche Dinge zumindest halb so gut beherrschte wie er selbst, auch wenn er selbst mit solchen Fähigkeiten komplett unfähig blieb.

      Er starrte in die Richtung von Harvey und Yuuto, musste er ihm eigentlich auch noch persönlich gratulieren oder hatte dieser Boyfriend in Namen von allen gesprochen? Wenn er so darüber nachdachte hatte er noch nie einen echten Geburtstag erlebt. Samuel feierte es nur gezwungenermaßen, doch war da Cabriel nie dabei. Seinen Geburtstag...über ihn wollte er nie wieder einen Gedanken verlieren.
      Auch wenn er Harvey trotz allem verachtete hatte er sich mit Wyatt und Izarra viel Mühe gegeben wegen dem Kuchen. Was er wohl keinen erzählen würde: Cabriel war ziemlich aufgeregt mit 'Freunden' einen Geburtstag zu feiern. Alleine schon ein Geschenk für diesen Helden zu finden hatte ihn so viel abverlangt, dass seine Energie nur noch fürs Schlafen übrig war.
      Cabriel beschloss den Mund zu halten und ein wenig auf Abstand zu gehen, Harvey wollte bestimmt nicht gratuliert bekommen. Ehrlicherweise hatten sie seit Inebs Traum kaum miteinander gesprochen. Zu stark war die Verwirrung ihrer Beziehung in dieser Banalität einer Irrealität...Manchmal erwischte er sich noch immer zu Harveys Bauch hinunterzusehen oder auf seine eigene Brust, die zum Glück wieder komplett flach war.

      ... Wenigstens versuchte Ineb uns nicht mehr umzubringen ...



      Da Ineb im reinsten Schneckentempo vorankam, brauchten er und Wyatt noch ein paar Minuten länger bis zum Ziel. Dabei hatte Ineb kaum Gepäck zu schleppen – sein wahres Problem war, dass er die Finger einfach nicht vom Smartphone lassen konnte. Wie ein waschechter Suchti scrollte er ununterbrochen durch das Schülerforum. Doch im Gegensatz zu den letzten Tagen zauberten ihm die meisten Reels und Beiträge diesmal ein Lächeln ins Gesicht. Er hatte erstaunlich gute Laune und das, obwohl er kurz davor war vor lauter Erschöpfung den Geist aufzugeben. Der Grund war dafür, dass er seit letzte Woche sich wieder zur Schule aufrappelte und es - in seiner Sicht - nur halb so schlimm war, wie er sich einst ausmalte. Er war nicht das Gespött in der gesamten Klassengemeinschaft. In der Schule hingen keine Plakate von ihm, die ihn 'Schwuchtel' oder 'Perverser' auf die Stirn hinkritzelte. Im Gegenteil, die Leute waren sogar umso netter zu ihm und bis jetzt hatte niemand das Pornvideo in der Kirche angesprochen! Dabei wusste er genau, dass es sich wie ein Lauffeuer verbreitet hatte, er hatte es ja noch frisch auf dem Schülerforum betrachten können.
      Doch heute hatte er seine Antwort auf seine Erlösung erhalten! Es lag dauern, dass ein anderer Mann mehr boomte als er.
      Es war Samuel Rose, der ihn unbewusst den Hintern rettete!

      "Ah, ouf ! Avoir du cul!", schnaufte Ineb in einem sehr vulgären Französischen, was nur Wyatt verstand. Er war total erleichtert und hielt seine Smartphone hoch, dass auch der Erdwächter den Bildschirm ansehen konnte.
      "Wusstest du, dass Samuel Rose eine Menge Anfragen auf wichtige Rollen erhaltet, seitdem er so geboomt ist? Betteln die Regisseure nicht sogar aus deinem Meerjungmannfilm, dass er unbedingt mitmachen soll? Der Kerl ist unglaublich! Incroyable!", schwärmte er von dem Millionär, als sei er sein neuer Fan. Dabei genoss er einfach die Freiheit von der Peinigung und verdankte diesem Mann einfach sein glückliches Heteroleben. Nun konnte er endlich mit Amy eine normale Beziehung starrten, ohne dass ihn irgendwer noch einmal komisch ansehen würde. Er war vergessen wurden...dafür brauchte er nur jemanden, der sehr viel wichtiger war als er. Auch wenn Leute trotzdem Lio sprachen und ihm perverse Blicke zusendeten, der Naivling es jedoch nie wahrnahm.



      "Du bist doch auch seit Kindheit ein Schauspieler, hattest du da nie Kontakt mit ihm? Das Video, worauf er viral wurde...Er war da definitiv noch ein Teenager. Ich find es genial, dass der kleine Ausschnitt eigentlich ein Trailer für einen unveröffentlichten Film war. Obwohl der Film nie rauskamen, hatten die Fans es aber so gehypte, dass es bis heute noch viral ging und davon hunderte Edits existieren! Irgendwer hatte es dann herausgefunden, dass es sich hier um Samuel handelte, obwohl derjenige auf dem Ausschnitt eher wie ein süßes Mädchen wirkte! Fans sind manchmal WIRKLICH GRUSELIG, haha-ha..", sprach er den letzten Satz mit einem wehleidigen Lachen aus, dass er sein Herz kurz festhalten musste, um bloß bei der Sache zu bleiben.



      "Du solltest mal Samuel fragen wie er solch' eine Haltung im Fernsehen schafft, dann wirst du bestimmt auch beliebt! Vielleicht ist es für dich sogar ganz gut, wenn er bei dir im Film mitmacht!", spornte er Wyatt an, während ein starker Windzug ihm entgegenkam, sodass seine Haarsträhnen nach hinten flogen und er seine Augen festzukniff. Oh, hatte eigentlich jemand auf das heutige Wetter geachtet? Plötzlich bildeten sich oben am Himmel dunkle Wolken, aber...bestimmt verschwanden sie schon bald.
      "Ah- wir sind endlich oben! War das anstrengend! Oh là là... !“, stöhnte Ineb quälend aber trotz allem fröhlich auf. Wenn seine Beine nicht so müde wären hätte er sich wohl springend zu Harvey und Yuuto hingesetzt, doch seine Energie sparte er sich noch für etwas bestimmtes auf. Nicht umsonst hatte Tyler im Auto ne Menge Alkohol eingepackt. AH, er hatte schon lange nicht mehr getrunken.
      Fröhlich zeigte er Harvey ein Peace-Zeichen, sie hatten schon lange keinen entspannten Mittag mehr! Und Ineb hatte ebenfalls schon lange keinen Geburtstag gefeiert, nur mit der Familie!

      "Da ist ja unser Geburtstagsmann! Toll hier, oder? Hier können wir ungestört feiern und trinken!", jubelte er wohl mehr als alle anderen hier, er war ein richtiger Partymensch und liebte es vor allem...sich zu besaufen und dabei alles andere um sich herum zu vergessen. Am liebsten hätte er direkt angefangen eine Dose Bier zu öffnen, doch hielt er sich zurück.



      "Komm schon, Satyre!", rief er Wyatt zu, was wörtlich übersetzt für 'lüsterner Mann' stand...sein neuer Spitzname für den grünhaarigen Freund. "Oder brauchst du noch Hilfe beim Schleppen? Ich hole schon Mal allen etwas zu trinken raus!"
      Und schon vergriff sich Ineb an den gekühlten Dosen, den er jeden eifrig in die Hand gab - selsbt Wyatt, der noch den Kuchen in der Hand hielt. Yuuto stellte es nur desinteressiert ab, ein Schluck Alkohol und er platzte wirklich.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • ___________________________________________


      Stan. L

      Izarra zeigte Stan wieder was für ein gutmütiger Zuhörer er war...
      Auch wählte dieser seine Worte behutsam und er war wirklich froh darüber das so eine Person ein Weg in Wyatts Leben gefunden hatte.
      Jedoch auf Persönlich für ihn war Izarra wirklich eine stärkende Person geworden obwohl sie einander noch nicht solange kannten.

      "Die Rolle, die man dir als Kind zugewiesen hat, muss nicht dein Schicksal sein, sie kann dir auch missfallen. Natürlich ist es bequemer, einfach die Aufgaben auszuführen, die andere einem vorgeben...so wird man wenigstens leichter von solchen Personen akzeptiert und erhält Anerkennung...sich selbst erfüllt man aber keinen gefallen. Denn leider existieren Menschen, die selbst Kinder für ihre egoistischen Zwecke ausnutzen würden...und ihnen nur Rollen schenken würden, mit denen sie selbst etwas anfangen können...Jemanden als Butler einzustufen, anstatt ihn zu adoptieren...Das ist ziemlich harsch...Es ist gut, dass du genau das hinterfragst, auch wenn es bestimmt ein bitteres Gefühl hinterlässt."

      Tatsächlich sprach Izarra damit etwas wichtiges an...
      Stan fragte sich selbst ob er wirklich nur denn einfachen Weg gehen wollte oder ob sein Leben einfach so akzeptiert hatte wie es war. Doch schon immer hatte Stan eine sehr rechenschaffende Seite, besonderes aber wenn es um Andere ging...Über sich selbst jedoch hatte er sich kaum Gedanken gemacht.



      Es war wirklich ein bitteres Gefühl...Gleichzeitig hatte er sich damit so zurecht gefunden das es schwer für ihn war zu beurteilen, wie er darüber richten sollte...
      Die Lyons Familie war für ihn immer von hohen Wert. Sie schlecht zu sehen oder ihre Moral zu hinterfragen...Es war wirklich schwer für Stan in dem Punkt Rational zu bleiben.

      "... Letztlich atmet man so viel freier auf, wenn man selbst den Mut findet, über den eigenen Schatten zu springen und das Hinterfragen wagt. Glaub mir, ich spreche da aus Erfahrung!“
      Stan konnte Izarra wirklich ansehen, das er aufrichtig mit ihm war...
      Er wusste noch so wenig über Izarra und seine Vergangenheit schien auch von schweren Lasten geprägt zu sein.
      Obwohl Izarra kaum älterer als er wirkte, strahlte er eine Jährliche Erfahrung aus, die Stan wirklich faszinierte.
      Trotz allem schien Izarra das sanfte Lächeln nicht zu verlieren, ein Lächeln das sich Stan schon lange abgewöhnt hatte...Es gelang ihn nur noch bei Personen die ihm wirklich am Herzen lagen.
      Ansonsten hatte Stan immer das Gefühl immer mehr abzustumpfen...
      "...Mein Vater erwartete einst von mir eine Rolle zu spielen, die ich jahrelang bedingungslos zu verkörpern versuchte. Anders als du war ich aber grottenschlecht darin...“
      Stan war schon aufgefallen das Izarra sich immer sehr klein redete...Ohne viel von Izarra gesehen zu haben empfand er das dieser durchaus Talente und Fähigkeiten besaß.
      Aber scheinbar schien ihn diese verfehlte Rolle von früher ihn immer noch zu verfolgen...
      Irgendwie kannte Stan dieses Gefühl. Er frustrierte schnell wenn etwas ihm nicht perfekt gelingen wollte und obwohl er durchaus in so vielen Anderen Dingen gut war hing er sich immer wieder an dieser einer Sache auf die ihm nicht gelungen war.
      Der Gedanke als Butler zu versagen...Eine Rolle die ewig ihm gehörte...Das hätte ihn auch frustriert.
      "... Es brauchte Zeit bis ich verstand, dass mich dieser Weg aushöhlte. Ich wollte ein freies Individuum sein und das ist das natürlichste Recht der Welt. Selbst wenn mein Entschluss damals für Aufruhr sorgte – ich bin dankbar, dass ich mein Schicksal nun selbst lenke, ohne dass jemand versucht, meine Schritte zu leiten.“
      Ein....
      ....freies Individuum?



      Die Worte von Izarra drängten sich tiefer in Stans unruhige Gedanken.
      Irgendwie inspirierten Izarras Worte ihn und zugleich hinterfragte er diese Annahme. Ab welchem Punkt war man den wirklich...Frei?
      Es gab so viele Dinge in dieser Welt die einem immer noch in bestimmte Entscheidungen drängte.
      Konnte man in diesem Sinne wirklich von Freiheit sprechen?
      Es war ein wirklich tiefes Thema über das Stan länger nachdenken musste.

      "Es ist völlig normal, dass du deine eigene Rolle hinterfragst. Lass diese Gedanken ruhig zu. Und falls du jemanden brauchst, um das alles mal laut auszusprechen, bin ich hier. Du kannst mit mir wirklich über alles reden, ich höre dir gerne zu.“
      Aber selbst in diesem Punkt bot sich Izarra als bleibende stützte an und Zuhörer...Stan hatte wirklich das Gefühl mit allem zu ihm kommen zu können. Irgendwo...War das ein Gefühl von Befreiung... Dankbar und verstehend nickte Stan.
      Es brauchte gewiss keine Worte seiner Seits das Izarra wusste das ihm diese Worte viel bedeuteten.
      Obwohl Stan nicht die Person war welcher viel über sich selbst sprach, nahm er sich vor seine Gedanken zu Ordnen und dann wenn die Zeit gekommen war mit Izarra zu sprechen. Vielleicht würde es ihn ein großes Stück weiter bringen.
      Sie setzt ihren Spaziergang fort und Stan merkte das es Izarra nun jedoch wohl schwerer fiel zu sprechen, er hatte also richtig damit gelegen das Izarra sehr wohl mehr über diese ganze Bizara zu wissen schien....

      "Das was du erlebt hattest war vielleicht ein Traum gewesen...Aber die Wahrheit ist, dass es eine andere Realität war..."
      Eine...Andere Realität?
      Diese Antwort von Izarra war leider doch unlogischer zu Erklärung als wie sich Stan erhofft hatte, trotzdem hörte er ihm weiter aufmerksam zu.
      Doch das beängstigende war das Izarra davon sprach das auch ihren Tod hätte bedeuten können.
      Automatisch dachte Stan an diese Phänomen der Selbstentzündung...Es hieß wenn das Gehirn fest der Überzeugung war etwas wäre Real würde es Körper passieren.
      Ob es sowas in dieser Art war?
      Er erinnerte ihn an den Geschmack aus dieser Anderen Realität...Stan erinnert wirklich gut daran und auch an das Gefühl an seiner Zunge. Allein das Izarra die gleichen Erinnerung mit ihm teilte war ein Wunder für sich...!

      "Das Gefühl bleibt...auch wenn die Wunde nicht mehr sichtbar ist..."

      Das war beunruhigend. Wirklich beunruhigend...Den Stan spürte jetzt wo er genauer in sich ging noch immer den festen Griff an seinem Arm...Der Abdruck denn dieser Mann hinterlassen hatte als er ihn so brutal an seinen Arm gepackt hatte...




      Aber...Verdammt. Was war mit Liam?!
      Äußerlich blieb Stan ruhig doch seine Gedanken überschlugen sich. Liam wurde doch von diesem abscheulichen Janon abgestochen...Wenn er also wach war, blieb dann nicht dieser schmerz auch???
      Liam hätte Sterben können....
      Er konnte nur hoffen das der Detektiv ihm die Wahrheit gesagt hatte und die Anderen wohlauf wahren. Er hatte es bis eben keine Sekunden hinterfragt. Doch jetzt? Wie haben sie das ganze nur überleben können....?!
      Doch Izarra sprach weiter und seine Gedanken stoppten....

      "In dem Traum...verspürtest du da eine gewisse Art von Magie, die so nicht in der Realität existieren durfte? Was ist wenn ich dir sage, dass genau diese Art von Magie auch auf der Erde schon die ganze Zeit existent war? Denn dieser Traum selbst...entstand nur durch die Wirkung von Magie. Es ist also kein Phänomen oder eine Krankheit... Es ist etwas, womit du dich bestimmt nie beschäftigt hast. Für einen Pragmatiker wie dich muss es total bescheuert klingen...Aber ich könnte es dir beweisen, wenn du es möchtest."

      . . . .
      Ab diesen Augenblick hatte Izarra nun Stan verloren.
      Blanke leere strömte durch Stan Kopf als würde alles was er gerade gedacht hatte sofort ausradieren, da es so gar kein logisch Sinn mehr hatte...
      Magie?
      Sprach Izarra ernsthaft gerade von Magie??
      Stan verspürte gar kein drang das ihm Izarra irgendwas bewies...Das was Izarra gerade von sich gab, war wirklich....Absurd.



      Obwohl Izarra wohl selbst zu merken schien das mit diesen Thema bei Stan überhaupt kein Verständnis erhalten würde sah er ihn genau an und sprach weiter...
      War es Izarra wirklich ernst damit...???
      Kurz überlegte Stan ob er ihn vielleicht falsch eingeschätzt hatte und er eigentlich mit einem Geistesgestörten unterhielt oder ein Verschwörungs Fanatiker...Nur das dieser nicht an Aliens glaubte sondern an Magie??

      "Wie viel...sollte ich dir verraten...? Hmm... Leider...weiß ich noch nicht genau, warum das Schicksal der Magie dich ausgewählt hat. Aber...was ich schon seit unserer ersten Begegnung weiß ist, dass du...von starker Magie umhüllt bist. Deine Songs...sind zum Beispiel...davon getränkt, sie lösen starke Reize in den Menschen aus, weshalb ich dir am Anfang misstraute, bis ich verstand, dass dir die Wirkung gar nicht bewusst war. Tut mir leid deswegen."
      Die schritte von Stan wurden etwas langsamer...Er wusste genau wovon Izarra sprach und er unterdrückte ein seufzter...
      Hach, dass war ein riesen Missverständnis!
      Das war doch keine Magie!!



      Stan begriff durchaus das wirklich etwas seltsam war welche Wirkung seine Musik mit diesem bestimmten Song auf einige Personen hatten aber das war keine Magie!
      Darum aber hatte es Izarra so eilig gehabt?
      Kein Wunder....Wenn er wie Izarra so ein Fanatiker gewesen wäre das für ihn sicherlich auch ein großer Schock gewesen! Das war bestimmt so als würde man plötzlich Bigfood im Schnee finden!

      "Es ist vollkommen normal, dass du mir kein Wörtchen an Glauben schenkst. Ich möchte dich damit gar nicht überrumpeln....Versuche dich erstmal mit diesem Gedanken anzufreunden...Vielleicht hilft es manche Szenarien jetzt im anderen...magischen... Blickwinkel sehen zu können. Wenn du das schaffst, werde ich dir gerne mehr erklären und dir auch ein wenig von mir persönlich erzählen!"
      Stan zog die Augenbrauen immer weiter zusammen, hach...Warum musste Izarra bloß so sanft und liebevoll dabei sein während er solch ein Unsinn redete? Es wäre viel einfacher wenn Izarra so ein total durchgeknallter irrer wäre, dann würde es Stan deutlich einfacher fallen seine seltsam Erzählungen abzustempeln...Aber so?
      Das ganze auf eine Magischerweise sehen? Nein...Dafür hatte nun wirklich keinen Kopf, bei aller Liebe zu ihm nicht! Dabei hatte ihr Gespräch wirklich gut angefangen...Er wollte Izarra auch ungern beleidigen oder seine Ansichten Unterstufen aber es war leider wirklich Absurd. Dabei war Izarra doch so weise, wie jemand der schon so viel erlebt hatte und trotzdem klang er jetzt für ihn wie ein verträumtes Kind das gewiss noch an Feen glaubte!

      "Aber lass uns doch solange den wunderbaren Sparziergang genießen! Solch' ruhige Momente gibt es einfach viel zu wenig im Leben.~"

      Für ein Augenblick musste Stan nun jedoch leider sein Blick von Izarra abwenden und er griff sich an die Stirn.
      Das war wirklich....Wie sollte er nur darauf reagieren?
      Izarra war ihm als Person wirklich ans Herz gewachsen aber das hier war nicht Ansatzweise eine Antwort auf seine viele Fragen die er sich erhofft hatte...Beinahe wäre ihm sogar gar keine Antwort lieber gewesen....
      "Es...---.Ich bedauere es sagen zu müssen Izarra aber ich denke du missverstehst hier einiges."



      Er würde Izarra keinesfalls als Dumm bezeichnen...Oder Geistes gestört! Dafür war Izarra viel zu klug in vielen Situation und auch sein Umgang mit Anderen.
      Viel mehr erinnerte ihn Izarra gerade ein eine bestimmte Person viel zu sehr!
      "Ich hab gerade fast das Gefühl als würde ich mich gerade mit Wyatt unterhalten...Du ähnelst ihn in manchen Punkten wirklich, er ist auch ein sehr guter Zuhörer und klug ist er auch aber manchmal..."
      Wie sollte er das bloß ausdrücken?
      "...Ihr glaubt so überzeugt an etwas, es...Ist bewundernswert aber die Realität ist eine Andere und ich mache mir wirklich Sorgen das du wie er damit nur versuchst vor dieser zu schützten oder die wirklich Gefahr nicht erkennst..."
      Er wollte Izarra seine Überzeugung nicht ausreden aber es war nichts was ihm in Moment weiter helfen würde die Lage zu verstehen!
      Es war zwar wirklich lieb gemeint aber dieses positive, Magie gerede....Nein, dass war nur wie Wyatt Fantasy Vorstellungen.
      "Zum...Beispiel das mit meiner Musik. Ich sehe ja auch selbst welche Wirkung es manchmal auf die Gäste in Club hatte...Als ich die Zeilen für den Song notiert habe hat mir damals ein Fremder dabei geholfen...Es ist Wissenschaftlich belegt das verschiedene Klänge auf Menschen verschiedenen Alters unterschiedliche Wirkungen hat. Ich...Gebe zu das ich mit den Gästen aus Liams Club nie ganz zufrieden war und mit Absicht etwas Gesucht habe um sie in Zaun zu halten. Aber hat nichts mit Magie zu tun, ich habe Bewusst versucht Kriminelle Menschen damit unter Kontrolle zu halten, sie sollten endlich zuhören und aufhören im Club zu randalieren! Ich hab nicht darüber nachgedacht das dich vielleicht auch beeinflussen könnte, Liam hat nie darauf reagiert also dachte ich das es nicht bei allen funktioniert....Daher musst du dich nicht entschuldigen."



      "Die fremde Person die mir damals damit geholfen hat, war ein sehr kluger Mann...Er kannte sich damit aus, dass ist wirklich keine Übernatürliches Phänomen."
      Er versuchte sich etwas zu bremsen, er wollte Izarra nicht mit logischen Fakten voll texten und seine Ansichten ausreden. Er wusste ja schon wie früher mit Wyatt war...Ihn hatte es oft eher traurig gemacht wenn man ihn nicht glaubte und ihm diese Fantasy austrieb....
      "Ich schätzte wirklich das du helfen möchtest...", betonte Stan mit einem tieferen Atemzug und schloss kurz die Augen um seine Gedanken noch mal zu sortieren.
      Er dachte über die Dinge im Traum nach und die Dinge die geschehen sind....
      Stan verschränkte die Arme vor sich und sein Lächeln war etwas verkrampfter....
      "Das einzige ist das ich verstehe ist...Das ich aus irgend einen Grund in etwas hinein gezogen werde zu dem ich keinerlei Verbindung habe. Dieser Person namens Beni...Wer Ineb Äußerlich sehr ähnlich war wollte mich mit den Anderen in seinem Team haben. Wenn ich wirklich, an diese Magie glauben würde von der du mir gerade erzählst...Bedeutete es ich würde zu Ihnen gehören...Eine Gruppe aus völlig verschiedenen Personen die jeder ein Element vertritt...So wie man es von Sternzeichen her kennt oder anderen Übernatürlichen Geschichten...Ich soll etwas mit Wasser zu tun haben. Das ist...Wirklich lächerlich. Ich habe in meinen ganzen Leben nie irgendwas in diesen Bezug großartiges zu tun gehabt und denke denn Anderen geht es ähnlich."




      Es laut auszusprechen machte es für Stan nicht besser, es war viel zu abgedreht und passte überhaupt nicht zu ihm.
      "Ich kenne Liam aus dem Waisenhaus, der arme Junge wurde ausgesetzt von seiner eigenen Mutter...Er versucht mit diesem Club etwas wirklich zu bewirken, mit seinen eigenen Händen...Oscar ist ein wirklich hoffnungsloser Fall der in seinem Leben wirklich eine zweite Chance verdient hätte nachdem er auf die falschen Personen reingefallen ist...Und dieser Janon ist ein Großkind das lernen muss Andere zu Respektieren...Sie alle, mich eingeschlossen sind irgendwo von kleinhauf Problemkinder gewesen...Die in etwas hinein gezogen wurden das sich nicht logisch erklären lässt. Ich erkenne das etwas größeres dahinter steckt und ich könnte es mir nicht vergeben einfach wegzusehen wenn ein Freund wie Liam in Gefahr verfällt....Ich muss wirklich verstehen und begreifen was hier geschieht Izarra....Ich kann es nicht einfach mit Magie erklären damit es irgendwie Sinn ergibt."
      Der Butler Blickte in die Ferne, es tat ihm wirklich weh aber Izarra war wohl doch nicht die richtige Person mit der sich anvertrauen konnte...Wenn er nun anfing an Magie zu glauben oder es darin sah...Würde er nur die Auge vor der Wirklichkeit verschließen.
      Doch was steckte nun genau dahinter?
      Vielleicht eine Sekte...?
      Vielleicht war Izarra ja teil davon...Schließlich schien der Sohn von dem Detektiv und der Blonde Junge daran zu glauben...Und Drogen einfluss?
      Ja...Das ergab alles deutlich mehr sinn....
      Betroffen seufzte nun Stan, es bedeutet also Izarra steckte mit darin...Und dachte vielleicht flaschenweise er wäre Teil dieser Sekte?
      Mit dem Gedanken sah er alles wirklich in einem Anderen Licht und das wiederum gefiel ihn bedauerlicherweise nicht...
      "Hör mal Izarra, wenn...Du wirklich einer nicht Illegalen Gruppe angehörst sag es mir bitte...Ich weiß nicht so recht ob ich das gut heißen kann wenn du weiter in Wyatt nähe bleibst ich denke er ist sehr anfällig für solche Dinge.", sprach Stan nun in einem deutlich schärferen tonfall.
      "Aber ich sehe dich nicht als eine schlechte Person, vielleicht hast du nur selbst Schwierigkeiten da raus zu kommen?"
      Vielleicht hatte Izarra wirklich nur pech gehabt und gehörte diese Fanatischen Sekte an...Durch den Detektiv vielleicht?? Hatte ihn der Kerl mit Drogen vollgepumpt?
      Das könnte sein, er wusste schließlich gar nicht wie um die Anderen stand und ob sie wirklich betroffen waren, alles was er wusste war nur das was ihn Izarra gesagt hatten und der Detektiv! verdammt, alles ergab jetzt sinn!!
      Wenn er jetzt die Anderen befragte und sie von nichts wussten...
      "Ich...bin so Dumm ich wäre beinahe drauf reingefallen.", zischte Stan wütend auf sich selbst und er griff sich an die Stirn. Warum hatte er es nicht sofort hinterfragt?! Vielleicht gab es diesen Beni nicht einmal?
      Vielleicht....War das ganze auch nur ein Trick um etwas über die Lyons Familie herauszufinden? Wer wusste schon was genau diese Sekte in schilde führte....
      Konnte er Izarra überhaupt noch vertrauen?!
      "Verzeih, ich hätte nicht so viel reden sollen....Ich sollte gehen.", hielt sich Stan plötzlich abrupt kurz als ihm die klare Wahrheit deutlicher vor die Augen kam. Er sollte es hier beenden bevor er wirklich noch zu viel sagte das bereute.
      Believe Me ~

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    • Harvey Bell & Wyatt Carson Lyons & Tyler Wang-chi

      An diesen Tag hatte Harvey wirklich mit allem gerechnet....
      Normalerweise versuchte er diesen Tag eher wie jeden Anderen Tag zu sehen. Irgendwie hatte er sich nie wirklich wohl dabei Gefühlt seinen Geburtstag zu feiern.
      Allein schon aus dem Grund wenn sein Vater immer rote, verweinte Augen gehabt hatte und bemüht hatte für ihn ein halbherziges Lächeln aufzusetzen. Während Oscar es ihn immer spüren ließ das an seinem Geburtstag auch der Todestag seiner Mutter war.
      Mit seinen damaligen Freunden hatte auch etwas gefeiert aber als er dann in der Beziehung mit Rachel war, tat er an diesem Tag eigentlich genau das war seine Ex-Freundin wollte und es war damals für ihn ganz okay gewesen...Sie hatte alle von Anfang bis Ende geplant. Am Ende ging seine Gedanken dann nur darum das sie zufrieden an diesen Tag war...
      Somit, waren seine Gedanken zu dem heutigen Tag eher unspektakulär gewesen.
      Er hatte schon damit gerechnet das ihn seine WG-Mitbewohner gratulieren würden. Vielleicht hätte er sich vorstellen können den Tag mit Yuuto zu verbringen falls er heute Zeit gehabt hätte...
      Weder sein Vater, noch sein Onkel hatten Andeutungen auf heute gemacht...Vermutlich weil sie wegen den Tod von seiner Mutter eher auch nicht gern über den Tag sprachen.
      Es war aber für Harvey schön genug gewesen wieder mit ihnen reden zu können auch wenn nur kurz war. Auch sein Bruder Oscar schien mit den Gedanken wohl gerade ganz wo anderes zu sein...Es schien sich also etwas in der Welt in welcher Harvey zuvor Lebte noch mehr Dinge geändert zu haben.
      Er hatte auch darüber nachgedacht denn Grab seiner Mutter zu besuchen oder vielleicht nach einer weile wieder ein paar Comics zu lesen.
      Somit hatte er schon ein paar Gedanken gehabt wie dieser Tag heute verlaufen würde.
      Doch als man ihm die Augen verband wurde ging das ganze doch ziemlich eine Andere richtung.
      Ausgerechnet Yuuto führte ihn über ein längeren Weg ohne denn kleinsten Andeutung wohin es ging.
      Der Feuerwächter musste aufpassen nicht sofort zweideutig zu denken, es fiel ihm jedoch Maßlosschwer...Zum Glück erinnerte ihn der schwere Atmung von Ineb hinter ihm daran das sie nicht allein waren.
      Auch wenn Inebs gehechel, die Lage für seinen kleinen Freund nicht gerade einfacher machte.
      Nach einer längeren weile fragte sich Harvey jedoch ernsthaft wohin es ging...Sie gingen sogar ein sehr steilen Weg hinauf! Er stolperte unzählige male und durch die Geräusche um sich herum klang es nicht gerade danach als wären sie öfter hier gewesen.
      Einmal hörte sogar eine murmelnde Diskussion das sie denn Falschen Weg entlang gegangen wären...

      Endlich aber kamen sie wohl am Ziel an, Harvey stand sogar kurz davor selbst die Augenbinde ein stück hinunter zuziehen um zumindest grob zu Wissen wo er eigentlich war. Aber irgendwie wollte er auch kein Spielverderber sein....Umso größer war jedoch dennoch die Freude endlich wieder sehen zu können.
      Blinzelnd, gewöhnten sich Harveys Nebelblaue Auge an das helle Sonnenlicht und die Umgebung.
      Was sich dann vor seinen Augen präsentierte ließ Harvey sprachlos werden!
      Er war schon viel wandern gewesen aber so ein schöner Naturverbunden Ort sah gefühlt zum ersten mal!

      „Happy Birthday, Harvey! Von uns allen!“

      In dem Augenblick passte Yuuto perfekt zu der Umgebung.
      Es war wie ein wundervolles Gemälde das sich in sein inneres prägte.
      Er spürte richtig wie sein Herz schneller gegen seine Brust hämmerte, seine Gefühle überschwemmten ihn Augenblicklich.
      "Wow...Ich weiß gar nicht was sagen soll! Das ist echt unglaublich!!"



      Er konnte kaum glauben das dies hier....Wirklich alles von allen geplant wurde!
      Träumte er vielleicht gerade?
      Tatsächlich musste Harvey das kurz wirklich hinterfragen, in den letzten Tagen hatten sie so viele Träume erlebt...Andere Realitäten...Da wäre es beinahe schon Typisch für solch einem Fall. Doch Harvey war sich sicher heute normal aufgestanden zu sein...Er hoffte das er sich an diesen kleinen Fakt klammern konnte um nicht durcheinander zu kommen.

      "Lass uns am Lagerfeuer verschnaufen! Schau wie toll deine zwei Freunde alles aufgebaut haben!"

      Yuuto untertrieb mit seinen Worten nicht, dieser Lager sah wirklich unglaublich gut aus!
      Er wusste gar nicht das sich die Anderen damit auskennen oder überhaupt Interesse an sowas hatten.
      Es sah aus als hätte Profis hier alles Perfekt aufgebaut!
      "Es sieht wirklich erste Klasse aus! Danke für eure Mühe!", rief Harvey voller Energie als wäre er nicht über Stunde mit den Anderen gelaufen. Er wirkte beinahe so als könnte er noch weitere Berge erklimmen!
      Voller Begeisterung sah er sich um, drehte sich einmal um die eigene Achse als begutachtete er ein großes Meisterwerk.
      " Die Zelte stehen perfekt und auch die Lagerfeuerstelle hat ein idealen Abstand, genug Holz ist auch da! Ihr habt wirklich an alles gedacht!!"



      Seine Augen leuchteten richtig, normalerweise war er es gewohnt gewesen noch Brennholz suchen zu müssen oder ein Zelt erneut aufbauen zu müssen weil vom Wind her am Ende doch schlecht stand...Aber je mehr er sich das ganze anschaute, merkte er wie es Perfekt im Winkel stand! Wer von seinen Freunden hatte denn so eine Erfahrung gehabt? Unmöglich das sie sich das aus dem Internet gezogen haben...Oder??
      Sein Blick fiel zu Cabriel der aus einen der Zelten heraus kam...
      Das aufgeweckte lächeln von Harvey nahm nur minimal etwas ab. Nach dem Traum und auch ihrer Aussprache davor, fühlte Harvey dem Luftwächter gegenüber gemischte Gefühle....Er hatte beinahe nicht erwartet das sich Cabriel mit an der ganzen Überraschung anschließen würde. Natürlich konnte er sich vorstellen das ihn vielleicht die Anderen dazu gedrängt hatten...
      Hatte Cabriel wirklich Ahnung von Camping? Erneut fühlte es sich für Harvey an als wüsste er überhaupt nichts über ihn...
      Gerade als Harvey überlegte sich direkt an ihn zu wenden um sich zu Bedanken drängte sich Tyler dazwischen, beinahe als gönnte er dem kleinerem die Aufmerksamkeit nicht.
      "Natürlich haben wir an alles gedacht, Harvey! Ich habe schließlich an alles gedacht!", platzte es stolz von dem Wasserwächter hervor der die Hände an die Seite stemmte.
      Sogleich konnte Harvey dem Blauhaarigen ansehen das voller Stolz zu platzten schien...Als hätte er das gesamte Champ allein aufgebaut.
      "Ich hab den Ort gefunden! Toll oder? Cabriel hat mir assistiert und es gibt sogar ein glasklaren See hier in der Nähe! Wenn wir lust haben können wir da sogar schwimmen gehen."
      Harvey staunte über Tyler Worte, sogar ein See gab es hier in der Nähe? Das war wirklich...Schon beinahe zu Perfekt?
      Er rieb sich den Nacken und spürte wie ein hauch von Skeptik in ihm aufkam. Er konnte Tyler mittlerweile gut einschätzten wenn er einfach nur prahlte...Aber irgendwie wollte er ihm diesen Moment nicht verderben.
      "Ja...Ähm wirklich stark, Tyler!"



      Harvey zögerte noch bevor er hinzufügte:
      "...Ehrlich, es ist toll das du hier bist aber...Ist das wirklich okay?"
      Er wollte zwar die schöne Stimmung nicht ruinieren aber Harvey machte sich doch etwas Gedanken. Er freute sich wirklich das alle hier waren, sich extra Zeit für ihn nahmen für diese Überraschung aber besonderes Tyler hätte nicht unbedingt hier sein müssen.
      "...ich ähm meine...Dein Vater ist noch immer in Krankenhaus, ich hab gestern von meinem Vater gehört das er die Notaufnahmen verlassen durfte, ich kann verstehen wenn du eigentlich lieber--"
      "Unsinn.", unterbracht Tyler sofort Harvey zögerliches Gemurmel.
      "Mein Stiefvater Mason ist nicht zum ersten mal in Krankenhaus, der Typ bringt sich ständig in Lebensgefahr...Außerdem ist er in einem sehr gutem Krankenhaus, er wird es schon überleben."
      Tyler betonte besonderes das Wort Stiefvater. Er wollte wirklich nicht das Harvey dachte das Mason irgendwie wichtig für ihn war...
      Wäre Simon in Krankenhaus....Wäre seine Reaktion anderes gewesen!
      Zwar hätte er sich nicht als Besucher ins Krankenhaus getraut aber er hätte sich deutlich mehr Gedanken über dessen Zustand gemacht.
      "Außerdem war bringt es zu Hause Trübsal zu blasen? Ich könnte sowieso nichts an seinem Zustand ändern und auf sein dämliches Gelaber hätte ich sowieso keine Lust."



      Tyler kapierte nicht warum sich Harvey an seinem besonderen Tag Gedanken um ihn machte?
      Hätte Tyler Geburtstag wäre ihm jeder egal! Seine einzige Priorität wäre er selbst!
      ....
      .......
      Naja...Vielleicht wäre Sam noch zweitrangig gewesen aber sonst wäre ihm alles andere egal!
      Die Bäckerei seiner Mutter könnte von ihm aus Lichterloh brennen oder seine Schwester...Oder Bruder? Als was auch immer sich Judith gerade identifizierte könnte eine Klippe runter springen, das würde ihn nicht interessieren.
      Aber Harvey? Der Typ schaute ihn mit diesen großen Äuglein an als würde er für ihn alles ablasen, nur wenn er ihm sagen würde dass nicht in Stimmung war für diesen ganzen Camping-zeug.
      Irgendwie aber freute es Tyler das Harvey ihn Priorisierte, er war sich sicher das er Cabriel nicht danach fragen würde ob er überhaupt Lust hatte hier zu sein!
      Umso mehr grinste Tyler vor sich hin. Harvey und er waren die geborenen Alphas in ihrer Gruppe!
      Es war daher umso wichtiger sich mit ihm gutzustellen und auch zu schleimen!
      Zudem würde ihm Harvey sicher noch den Hinter retten, würde er in Schwierigkeiten kommen...Auch wenn es echt spaß machte ihm unter die Nase zu reiben, dass er in Moment ein besseren Draht zu Ineb hatte!
      "Also jetzt zählt doch der schöne Moment Harvey! Du solltest dich auch auf das hier und jetzt konzentrieren! Vergiss denn Mist außerhalb! Ich---Wir haben uns echt viel mühe gemacht! Genieß mit uns die Zeit, wir haben es alle echt nötig!"



      "Ich bin ehrlich, ich hab früher noch nie wirklich mit Freunde Geburtstag gefeiert und darum freue mich echt total auf das ganze! Also zeig uns dein bestes Lächeln, okay?"
      Die Worte von Tyler beruhigte Harveys aufsteigendes schlechtes Gewissen und seine Mundwinkel hoben sicher wieder. Es war also wirklich okay für ihn?
      Selten hat sich Harvey das Gefühl gehabt, dass okay war im Mittelpunkt zu stehen...

      ............

      "Ah, ouf ! Avoir du cul!"



      Zur selbigen Zeit waren Wyatt und Ineb noch im Schnecken tempo unterwegs.
      Tatsächlich war die Laune des Schauspielers mehr als nur im Keller...
      Er bemühte sich wirklich sein Lächeln zu behalten aber genau in diesem Augenblick wo er allein mit Ineb war, spürte der Erdwächter wie die Negative Stimmung ihm nur noch weiter auf die innerlichen Gemüht schlug. Seine Finger drückten die Halterung des Behälters, in dem er Geburtstagskuchen war noch fester.
      Tatsächlich nahm Wyatt den Traum von Ineb noch immer sehr Übel...
      Der Herzträger hatte es wirklich geschafft seine größte Angst und sorge hervor zu bringen.
      Nicht zu Existieren oder überhaupt irgend eine Bedeutung zu haben, war für Wyatt das SCHLIMMSTE.
      Aber Ineb würde das niemals verstehen...
      Gerade war Ineb auch noch so aufgedreht, der Schauspieler konnte wage vermuten das es bestimmt daran lag das heute auch Yuuto dabei war.
      Das letzte mal war Ineb's Reaktion darauf Harvey mit seinem Boyfriend zusammen zu sehen nicht gerade die besten gewesen...Der Homophobe Typ kam sicherlich immer noch nicht darauf klar und hatte sicher Angst das Harvey es am Ende noch mit Yuuto in einem der Zelte treiben würde.
      ...
      Oder Wyatt mit Cabriel...
      Sicherlich besäuft sich Ineb so sehr in der Hoffnung nichts davon mitzubekommen und am Ende fing er an alle zu begrabbeln.
      Wyatt war ehrlich gesagt wirklich genervt von Ineb....



      Zudem war auch noch das Tagebuch seiner Oma verschwunden...
      Erst vor kurzem hatte er noch Tyler aus dem Tagebuch vorgelesen um ihn zu beruhigen. Und jetzt war es einfach nicht auffindbar?
      Er konnte den Gedanken nicht abstellen Ineb zu verdächtigen....Ihn passte die Dinge die er aus dem Tagebuch wusste sowieso nicht.
      War es eine indirekte Rache von ihm?
      Wyatt mochte es wirklich nicht wenn etwas nicht Harmonisch funktionierte und gerade glaubte er das Ineb und er geradewegs wieder auf einem heftigen Streit zusteuerten.
      Nun hielt ihm Ineb auch noch das Smartphone vor die Augen und rieß ihn aus den Gedanken.

      "Wusstest du, dass Samuel Rose eine Menge Anfragen auf wichtige Rollen erhaltet, seitdem er so geboomt ist? Betteln die Regisseure nicht sogar aus deinem Meerjungmannfilm, dass er unbedingt mitmachen soll? Der Kerl ist unglaublich! Incroyable!"

      Ohhh...Und hier zeigte Ineb wieder wie gut er darin war bei Wyatt in ein Fettnäpfchen zu treten. Ob das Inebs geheimes Talent war?
      Der Blick von Wyatt ging an dem Smartphone vorbei um in das schwärmerische Gesicht des Sängers zu blicken.
      Ein bittere Eifersucht durch zog Wyatt, so intensiv das er sich zurück halten musste den Kuchen nicht direkt in Inebs Gesicht zu schmettern....!



      Er hatte dieses dumme Viedo von Samuel Rose nicht nur einmal gesehen....
      Mehrfach....
      So oft das Wyatt es schon gar nicht mehr zählen konnte.
      Er träumte mittlerweile auch schon schlecht deswegen...Sam Blick verfolgte ihn regelrecht.
      Es fühlte sich an, als galt dieses Video ihm Persönlich...



      Als wollte ihm der reiche Rose Sohn damit etwas Demonstrieren und er über Jahre genau auf diesen Moment gewartet hatte, um die Bombe platzten zu lassen.
      Es machte Wyatt tatsächlich etwas Angst...
      Die Aufmerksamkeit die Sam gerade bekam und er bekam selbst am Set mit wie die Leute über ihn sprachen. Dabei konnte Wyatt gerade nicht alles geben, ihm tat der Kopf noch immer etwas weh von der Kopfverletzung die er sich zugezogen hatte...Zwar musste es nicht genäht werden aber manchmal spürte Wyatt bei schnellen Bewegungen noch wie sein Kopf begann zu schmerzen mit ein bleibendes Schwindel Gefühl. Harvey erklärte ihm das es daran lag das er eine Gehirnerschütterung hatte. Die Nachwirkungen konnten 10 bis 14 Tage dauern oder sogar auch länger....
      Wyatt gab sich große Mühe Äußerlich nicht zu zeigen das ihn diese Sache etwas einschränkte...Aber nun mit dem Druck im Nacken das seine Rolle vielleicht gefährdet sein könnte...
      Das einzige gute war das Samuel wirklich kein Schauspieler war, warum auch sollte er sich daher dafür Interessieren diese Rolle zu spielen...Oder?
      Vor kurzem bekam er mit das ein Neuling in der Pornografischen Szene in dem Film mitspielen würde...Es war ein Film für Newcomer....
      Aber Wyatt versuchte sich immer wieder einzureden, dass er sich keine Sorgen zu machen brauchte...
      Alles würde gut werden! Es lag so viel Wichtigkeit in diesem Film, dieser Rolle das Wyatt sich gar nicht davon ablenken dürfte! Er musste sich anstrengen...Er musste einfach besser werden und von sich überzeugen!

      "Du bist doch auch seit Kindheit ein Schauspieler, hattest du da nie Kontakt mit ihm? ----"
      Das Thema war etwas das Wyatt nur Grob angeschnitten hatte, mittlerweile versuchte es der Grünhaarige es Tyler zu liebe doch lieber Totzuschweigen...
      Natürlich hatte Ineb in dem Punkt keine Ahnung und das wollte er ihm nicht böse nehmen.
      Aber die Lyons und die Rose Familie war schon länger eher im Kriegsfuß als das engere Kontakte möglich waren. Sein Vater Matt ließ kein gutes Wort über die Rose Familie übrig auch wenn seine Mutter ihn deswegen immer wieder Wütend anfuhr, schließlich sah sie es ähnlich wie Ineb als logisch wichtig sich mit jemand so einflussreichen in Kontakt zu bleiben.
      Schwach schüttelte Wyatt lächeln sein Kopf:
      "Mh...Nein nicht wirklich."



      Ineb schwärmte ununterbrochen weiter...
      Es war eigentlich selten das Wyatt so wenig nach Reden zu mute war.
      Doch Ineb hatte es wirklich geschafft seine Stimmung noch weiter runter zu ziehen...
      Am liebsten wäre Wyatt gerade zum heulen zu mute.
      Mittlerweile gab er schon den Gedanken auf in der Uni auf dem hohen Rang aufzusteigen. Er konnte froh sein wenn er es überhaupt in die Top 10 schaffen würde...

      "...Obwohl der Film nie rauskamen, hatten die Fans es aber so gehypte, dass es bis heute noch viral ging und davon hunderte Edits existieren! Irgendwer hatte es dann herausgefunden, dass es sich hier um Samuel handelte, obwohl derjenige auf dem Ausschnitt eher wie ein süßes Mädchen wirkte! Fans sind manchmal WIRKLICH GRUSELIG, haha-ha.."
      Wyatt wurde den Ausdruck in Tylers Gesicht nie vergessen als die Edit von Sam in Mädchen Kleidung Viral gegangen waren.
      Es sah aus als hätte man dem Wasserwächter jegliches Leben ausgesaugt und er hatte mit leeren Blick auf den Bildschirm gestarrt.
      Es lag weder Freude, beschähmung oder Erregung in seinem Gesicht.


      Schlussendlich schien Tyler überhaupt nicht damit klar zu kommen. Er war auch ziemlich genervt gewesen das jeden in der WG sagte:
      "Hör auf euch das anzuschauen! Besonderes du Harvey! Ich sehen genau wie du dieses Lüsterne Grinsen aufsetzt!! Sam findet das sicherlich nicht toll!"
      Ihm hatte überhaupt nicht gefallen wie beliebt auch Sam dadurch wurde...
      "Pah?! Für sowas wie Filme hat Sam doch gar keine Zeit! Er hat VIEL Wichtige Dinge zu tun!"



      Tyler gefiel es überhaupt nicht und man konnte es ihn auch deutlich ansehen. Wyatt war sich sicher das an der Frisur von dem damaligen Teenager Samuel lag und auch darauf das Tyler vermutlich nicht wusste damit umzugehen sein Bruder in einem Rock zusehen.
      Er hatte jeden auf den Uni Gelände Böse angestarrt, wenn sie über das Viedo sprachen oder dieses Edit herum zeigten auch wenn das Feedback sehr positiv waren.
      In einem großem Punkt war Wyatt deswegen Tyler wirklich sehr dankbar...Auch wenn Tylers Gründe wohl eher daran lag das es ihm nicht gefiel aber zumindest ein kleine Bestärkung war es für ihn das nicht alle der Meinung waren das Samuel der neue Star am Himmel war.
      Aber Wyatt hatte das Gefühl das Tyler seine Meinung schnell wieder umändern konnte wie ein Unwetter...

      "Du solltest mal Samuel fragen wie er solch' eine Haltung im Fernsehen schafft, dann wirst du bestimmt auch beliebt! Vielleicht ist es für dich sogar ganz gut, wenn er bei dir im Film mitmacht!"
      ....
      Die auf spornende Worte von Ineb waren wie ein weiterer Stich in seinem Herzen...
      Er wollte...Doch seine eigene Farbe in diesem Film zeigen...Aber schon jetzt merkte Wyatt wie er versuchte Samuel zu kopieren, so wie er sein Vater nach eifern wollte...Und Wyatt wusste wohin das führte...
      Der Gedanke wenn Samuel mit in dem Film spielen würde, war grausam...Er würde die ganze Aufmerksamkeit an sich reißen.
      Wyatt würde verblassen und unwichtig werden....



      Er wusste nicht ob er das ertragen konnte...
      Wyatt hatte viel zu viel Hoffnung in diese Chance gesteckt. Normalerweise sagte er sich immer wenn es diesmal nicht klappte dann beim nächsten mal.
      Aber dieses Niederlage würde ihm vermutlich noch länger im Nacken sitzten.
      Selbst Dylan hatte sich die Tage von ihm wieder Distanziert, vermutlich weil die Aufmerksamkeit wieder weniger auf Wyatt lag und auch er im Ranking immer weiter sank...
      Das seine Fans sich damals mit denen von Inebs Fans öffentlich geprügelt hatten, dass sogar die Polizei kommen musste hatte ihn auch nicht sonderlich im Guten Licht stehen lassen.
      Dylan hatte ihm auch indirekt gesagt, dass Wyatt seine Fans gar nicht gut im Griff hatte...
      Als Wyatt versuchte in einem Live darum zu beten nicht mehr so negativ auf andere Fans loszugehen waren einige enttäuscht von Wyatt...
      Vermutlich hatten sie eher gehofft das Wyatt sie mehr anheizte oder Dankbarkeit zeigte...
      Irgendwie hatte Wyatt immer mehr das Gefühl nichts richtig zu machen....
      Ein schwaches lächeln schmiegte sich über Wyatts Lippen, es war wohl das beste für alle wenn er der muntere Schauspieler blieb. Heute war Harvey's besonderer Tag und da war kein platz für stress.
      "...Danke, Ineb ich werde darüber nachdenken Sammy zu fragen."



      Er schenkte Ineb, ein charmantes Lächeln und hob eine freie Hand an die Brust.
      Als der Wind stärker wurde nahm er lieber den Behälter mit dem Kuchen in beide Hände.
      Seine grünen locken peitschten ihm ins Gesicht und er musste wirklich aufpassen wohin er lief.
      Natürlich plante Wyatt nicht Samuel um Rat zu fragen...Durch Cabriels warnung und auch durch Cab's traum....Auch durch sein Gespräch mit Sam, der über seine erste Liebe bescheid wusste...War er wirklich Vorsichtig was ihn betraff...Daher würde er solange wie es möglich war diesem Szenarien entgehen.

      Endlich kamen sie oben bei den Anderen an, die Stimmung war wirklich Bombastisch und Wyatt gespieltes Lächeln wurde etwas ehrlicher.

      "Da ist ja unser Geburtstagsmann! Toll hier, oder? Hier können wir ungestört feiern und trinken!"
      Begeistert wirbelte Harvey herum als Ineb und Wyatt ankamen.
      "HEY! Da seid ihr ja endlich! JUHUU! Es wirklich toll hier!", ging Harvey sofort jubelnd auf Ineb Begeisterung mit ein.



      Die Stimmung des Feuerwächter war auf der höchsten Stufe, er sah auch aus als würde er am liebsten alle Umarmen oder den Berg vor Energie auf und ab laufen.
      "Komm schon, Satyre!"
      Harvey hatte kein Plan, was dieses Französische Wort bedeutet das Ineb zu Wyatt sagte aber es schien als wären die beiden wieder auf einer Wellenlänge!
      Das war wirklich eine große Erleichterung nach dem großen Streit der beiden schien nun doch wieder zueinander gefunden zu haben. Sie wurden wohl doch wie ein richtiges Team!
      "Oder brauchst du noch Hilfe beim Schleppen? Ich hole schon Mal allen etwas zu trinken raus!"
      Ineb war schon voll dabei und drückten jeden etwas zu trinken in die Hand.
      Wyatt balancierte etwas unbeholfen mit dem Trinken und dem was noch in der Hand hielt.
      "Eyey...Trinken können wir später noch genug! Jetzt haben noch Andere Dinge Vorrang, Zimtschnecke~!", schmunzelte Wyatt amüsiert und leckte sich vielsagend über die Lippen.



      Geschickt gab er Tyler sein Getränk bevor er direkt zu Harvey rüber ging:
      "Wir haben tolle Geschenke für dich Harveylein~! Und ICH hab später noch eine ganz besondere Überraschung für dich, die wird dich umhauen! Aber zuerst...~"
      Verkündete Wyatt voller Theatralik und hob nun denn Geburtstags Kuchen präsentierend:
      "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wir haben dir ein Geburtstagskuchen gemacht! Ich hoffe er gefällt dir! Ist auch Laktose frei~"




      Der süßliche Kuchen war mit Erdbeere Geschmack und Äußerlich so gestalte das eine Katze aus Marshmallow oben drauf saß. Es war mit Zuckerglasur verfeinert und hatte eine Rosa-Weiße Farbe.
      Es hatte Wyatt wirklich spaß gemacht zusammen mit denn Anderen den Kuchen zu machen, er hoffte Harvey gefiel der Kuchen!
      "Cab und Izarra haben mit mir zusammen den Kuchen gemacht! Mit viel LIEBE und FUNKEL! Oh und EXTRA Süße~!"
      Der Anblick des Kuchen war zu viel für Harvey...
      Sein Gesicht wurde knallrot und er hob sich zitternd die Hand vor dem Mund.
      "Leute....Das ist wirklich...."
      Die Stimme von Harvey brach ab , er war zu überwältigt.



      "...Das ist alles echt total....Nett von euch allen...Ich...ich weiß gar nicht wie damit umgehen soll...!", gestand Harvey und wirkte tatsächlich den Tränen nahe.
      Das alles...Die Mühe die sich jeder von ihnen gemacht hatte! Noch dazu ihr vertrauen mit ihm an diesen Ort zu kommen...Nachdem er sich so...Angestellt hatte wegen dem Einzelzimmer....
      Sie dachten an seine Vorlieben, gaben sich mühe und schenkten ihm allen so ein so strahlenden Lächeln....!
      Der Kuchen war unsagbar niedlich und dazu auch noch selbst gemacht...?!
      Sein Boyfriend Yuuto war sogar auch hier an seiner Seite, seine Freunde wollten mit ihm feiern....Womit hatte er das alles verdient?!
      Zum ersten mal nach langer Zeit fühlte er sich wirklich...Akzeptiert und auch gesehen. Auch wenn es sein Geburtstag war, waren sie allen nicht dazu verpflichtet das für ihn zu machen!
      Es...es--
      "Alter Harvey! Fängst du jetzt wegen dem dummen Kuchen an zu heulen?" ,beschwerte sich Tyler sofort und drückte ihm die gekühlte Dose von Wyatt in den Nacken was Harvey erschrocken zusammen zucken ließ.
      "Ich hab mir die ganze Nacht eine volle Liste von guten Flachwitzen aufgeschrieben, wenn du hier herum heulst war der ganze Mist umsonst!"



      Tyler erwartete das Harvey und die anderen zumindest bei zwei oder vier witzen lachen würden!
      Aber wie sollten sie wenn der Feuerwächter hier auf weinender Schwan machte??
      "Wenn du unsere Aufwand wirklich wertschätzten willst zeig gefälligst Dankbarkeit in dem du Spaß hast!", forderte Tyler sogleich, schließlich hätte den Tag auch mit wichtigeren verbringen könnten...Sam zum beispiel!
      Harvey blinzelte etwas verdutzt über Tyler eher taktlosen Worte aber dann musste er doch leicht lachen.
      "Entschuldigt, entschuldigt...Tyler du hast natürlich recht! Ich sollte wirklich nicht zu sensibel werden."
      Noch etwas leise lachend riebt sich Harvey über die Augen mit dem Arm und schenkte allen wieder ein breites Lächeln.
      "Ich weiß wirklich zu schätzten was jeder einzelne von euch für mich heute getan hat um diese Überraschung zur stande zu bringen. Ich hoffe das irgendwann euch das auch zurück geben kann! Wirklich, vielen Dank!"



      Er hob die Dose und spürte wie ein großer Last für ein Augenblick von seinen Schultern fällt:
      "Auf ein unvergesslich Camping Ausflug!", rief er begeistert und stieß mit Ineb an bevor er sich dann auch Tyler sowie Cabriel zuwendete die Dose noch in ihrer Hand hielt.
      Dann öffnete er die Dose und nahm große schlucke daraus.
      Wyatt stellte den Kuchen sicher auf einer gerade Fläche ab und klatschte begeistert in seine Hände:
      "Warte nur wenn du deine zweite Überraschung siehst! Die ist GIGANTISCH!", trällerte Wyatt begeistert was Harvey kurz dazu brachte sich zu verschlucken.
      "G..Gigantisch?", fragte Harvey hustend und sah etwas überfordert in die Runde.
      Er hoffte ernsthaft das Wyatt nciht irgendwas teures gekauft hatte...Aber Tyler sah genau so Ratlos aus und hob seine Schulter:
      "Keine Ahnung von was er da redet, ich weiß von keiner zweiten Überraschung."
      Wyatt grinste nun noch breiter:
      "Jaaa~ Das ist ein ultra Geheimnis von nur dem nur ich weiß! Naja...Es ist eher spontan entstanden aber du wirst Augen machen!", verkündete der Schauspieler voller Begeisterung und wippend, dass man ihn ansah das kurz davor war zu platzten Vorfreude auf die reaktion.
      So langsam beschlich Harvey ein ungutes Gefühl und er senkte mit schiefe grinsen seine Dose:
      "Ähm Wyatt...? Was hast du ---Eh was ist das für eine Überraschung?"
      "Wenn es sage ist es doch keine Überraschung mehr, dummerchen!", lachte Wyatt nur was die Lage nicht besser machte.
      Noch mal sah Harvey etwas zögernd in die Runde, vielleicht wusste ja doch irgend jemand was Wyatt da vor hatte...Vielleicht irgend ein Anzeichen?
      Er führte die Dose wieder zu seinen Lippen und irgendwie hatte Harvey das dumpfe Gefühl das dieser schöner Geburtstag vielleicht doch in eine etwas andere Richtung Schwänken würde...Er machte Wyatt keine vorwürfe aber bei dem Grünhaarigen hatte leider oft das Gefühl das seine Ideen...Nun eher ins Negative umschwenkten und irgendwie...Spürte Harvey etwas seltsames plötzlich in der Luft.
      Er sah prüfend zum Himmel, es sah schon etwas weniger sonnig aus als zuvor aber damit hatte Wyatt nichts zu tun.
      Wyatt sah jedoch nicht danach aus als wollte er die zweite Überraschung einfach so platzten lassen.
      "Möchtest du ein Tipp?~", fragte Wyatt belustigt als er anfing schon mal die Papier Teller raus zu holen damit sie den Kuchen darauf verteilen können.
      "Mann, jetzt spann uns nicht alle auf die Folter!", murrte nun Tyler der diese Geheimnistuerei jetzt schon aufregte.
      Harvey lachte etwas abgeschwächter aber nickte sogleich, wenn das so weiter ging brauchte er noch mehr zu trinken...
      "Klar, schieß los Wyatt."
      Wyatt stemmte eine Hand in die Seite und hob beschwinglich den Zeigefinger:
      "Okay, ich mach es ganz einfach in einem Rätsel: Ich bin nicht dein Spiegelbild, wir werfen ein Ähnlichen Schatten und ich bin dein Ursprung ohne dein Schöpfer zu sein, wer bin ich~?"
      Harvey hob bei dem Rätsel eine Augenbraue, er war jetzt überhaupt nicht auf ein Denkspiel eingestellt gewesen...Beim dem verzogenen Gesicht von Tyler konnte er direkt absehen das der Schwimmer überhaupt kein duzt hatte wovon Wyatt da eigentlich laberte.
      Harvey rieb sich überfordert denn Nacken: "Ähm darüber muss ich kurz nachdenken..."
      Believe Me ~

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    • Izarra

      "Es...---.Ich bedauere es sagen zu müssen Izarra aber ich denke du missverstehst hier einiges."

      ...Schweigend sah er zu Stan hoch. Es genügte ihn nur für eine Sekunde anzusehen, um zu verstehen, was gerade in diesem Butler vorging. Es bildete sich...Verachtung gegenüber Izarras Worte. Oh heiliges Gänseblümchen. Izarras Magen krampfte sich schlagartig zusammen. Er hielt ihn...direkt für einen Verrückten! Hätte er vielleicht Thalorians Vorschlag nicht durchziehen sollen? Er hatte damit ganz schöne Minuspunkte bei seinem Crush erzielt...so ein Käse!

      "Ich hab gerade fast das Gefühl als würde ich mich gerade mit Wyatt unterhalten...Du ähnelst ihn in manchen Punkten wirklich, er ist auch ein sehr guter Zuhörer und klug ist er auch aber manchmal..."

      ...War das denn schlecht, dass er dem ehrwürdigen Erdwächter ähnelte? Sofern er es beurteilen konnte war Wyatt nicht auf den Kopf gefallen und hatte immer ein Lächeln auf den Lippen. Auch wenn es oft wirkte, als würde ihn irgendetwas stark quälen. Wann auch immer Izarra ihn fragte ob alles okay bei ihm war, erhielt er auch oft gar keine Antwort...mehr schweifte er vom Thema stark ab. War für ihn bestimmt alles noch zu viel wegen dem Wächtersein, vielleicht meinte Stan das? Moment. Aber...Wyatt war doch keine Plaudertausche? Bestimmt hatte er Stan weder etwas von den WITCH erzählt, noch von seinen Erdfähigkeiten.

      "...Ihr glaubt so überzeugt an etwas, es...Ist bewundernswert aber die Realität ist eine Andere und ich mache mir wirklich Sorgen das du wie er damit nur versuchst vor dieser zu schützten oder die wirklich Gefahr nicht erkennst..."

      ....Oder vielleicht doch? Eventuell hatte Wyatt schon viel früher zu dem Butler Kontakt gesucht, um seine Fähigkeiten begreifen zu können aber er stieß wohl bei Stan nur auf taube Ohren. Izarra erinnerte sich ebenfalls noch, dass Wyatt früher dazu neigte imaginäre Freunde zu besitzen, die für ihn persönlich wahr waren. Auch da war wohl Stan oft die erste Anschlussstellte an die sich der Schauspieler wendete, jedoch ohne Erfolg. Ein verzweifeltes Lächeln zog sich über sein Gesicht. Ihn wurde wohl dasselbe Schicksal wie dem Erdwächter erteilt. Wenn er schon seinen besten Freund nicht Glauben schenkte, wieso dann bitte einen Versager wie ihm vertrauen?


      Gnadenlos erklärte Stan ihm wie absurd sein Beispiel war. Dass seine Musik so zauberhaft auf andere wirkte, lag in Stans Augen schlicht an seiner Art die Melodie vorzutragen. Immerhin hatte ihm ein Profi dabei geholfen in die Köpfe der Menschen zu dringen – keine Zauberei.Izarras Mundwinkel zuckten. Schlagartig raste sein Herz vor Panik. Wer … wer um alles in der Welt konnte Stan bloß bei den Songtexten geholfen haben? Diese mächtige, dunkle Magie … Es war nicht das erste Mal, dass jemand es bei ihm versuchte. Der Kerl war regelrecht von Magiern umringt, die ihn für ihre Zwecke missbrauchten – und Stan glaubte im tiefsten Ernst, es handele sich dabei um reine Wissenschaft! Der reinste Logiker!

      "Ich schätzte wirklich das du helfen möchtest..."

      Stan wollte zwar nicht unhöflich wirken und bedankte sich sogar für den Versuch ihm zu helfen. Doch Izarra hatte solche Unterhaltungen oft genug geführt, um genau zu spüren wie tief er in Stans Ansehen gerade gesunken war. Ermüdet ließ er die Schultern hängen. Für einen flüchtigen Moment fühlte er sich in ein vergangenes Jahrhundert zurückversetzt, in die Zeit seiner Ehe. Den Gesichtsausdruck, den Stan ihm in diesem Augenblick präsentierte, kannte er von jemand anderem nur zu gut. Es war dieser typische, mitleidige Blick – auch wenn Stan glücklicherweise jene Prise Schadenfreude fehlte, die sein Ex-Mann einst stets besessen hatte. Oh, Izarra wollte weinen.

      "Diese Person namens Beni...Wer Ineb Äußerlich sehr ähnlich war wollte mich mit den Anderen in seinem Team haben. Wenn ich wirklich, an diese Magie glauben würde von der du mir gerade erzählst...Bedeutete es ich würde zu Ihnen gehören...Eine Gruppe aus völlig verschiedenen Personen die jeder ein Element vertritt..."

      Und plötzlich hatte Stan unbewusst sein eigenes Geheimnis gelüftet, doch bemerkte es nur der Unsterbliche. Izarra lief es eiskalt den Rücken herunter. Es war exakt das, was er mit aller Macht aus seinem Kopf hatte verbannen wollen. Doch jetzt, wo der Butler es einfach aussprach, war Leugnen unmöglich geworden. Es war real. Schrecklich real. Benis Gruppe. Es war mehr als offensichtlich, in was Stan da hineingeraten war und Izarra drehte sich bei dem Gedanken der Magen erneut um. So etwas … hatte sich noch nie zuvor ereignet! Die dunklen Schatten seiner nie behandelten Depression standen Izarra in diesem Moment regelrecht ins Gesicht geschrieben. Er faste es einfach nicht. Dass es nicht nur seinen Crush traf, sondern auch noch Wyatts Freund … Ihm wurde schlagartig furchtbar mulmig zumute.

      Stan...entpuppte sich als ihr Feind! Ihr von Schicksal ausgewählter...Feind!!!
      Er wollte sich übergeben!!! Das konnte nicht wahr sein!!!!!



      Stan beteuerte zwar noch, dass er absolut nichts mit den anderen Jungs gemein hatte, doch Izarra wusste es besser. Schon vor Wochen hatte sein untrügliches Gespür ihm verraten, dass Stan nicht auf ihre Seite gehörte – selbst wenn der Butler selbst davon noch gar nichts zu ahnen schien. Da Izarra die Gabe besaß, Lügen sofort zu entlarven, müsste Stan schon ein meisterhafter Schauspieler sein, um ihn hinters Licht zu führen.
      Würde Izarra Stan davon überzeugen können, sein Schicksal nicht einfach hinzunehmen? Bloß keinen ETERNITY zu dienen?! Aber wie sollte das funktionieren, wenn Izarra selbst nie den echten Drang verspürt hatte ihm gänzlich zu entkommen? Trug etwa … dieses Miststück von Eternity die Schuld daran?! Izarra schnappte hörbar nach Luft. Hatte er Stan von Anfang an als Schachfigur eingeplant, nur um dem Erdwächter zu schaden?! Verdammt, das war perfide. Doch bei der Gerissenheit des Lords bestand daran nicht der geringste Zweifel. Wie genau ihm das gelungen war blieb ein Rätsel, doch da das Herz nun einmal zweigeteilt war … schien plötzlich alles möglich zu sein. Der Lord … plante tatsächlich, eine weitere WITCH-Truppe zu erschaffen, wie die Welt sie noch nie gesehen hatte. ALARMSTUFE ROT! Es war schon das Äußerste gewesen, wenn neue Generationen gegen die alten antreten mussten – aber zwei Neue gleichzeitig? Verdammt noch mal, wie hatte er das bloß angestellt?!

      "Keiner entkommt meiner Genialität, Izarra. Und jetzt wein für mich, wie die verbitterte Made, die du bist! Wahahaha!~"



      AAAAAAAAH, er hörte in seinem Inneren Eternity ihn auslachen! Heiße Tränen sammelten sich in seinen Augenwinkeln, doch er versuchte mit aller Macht sie zurückzuhalten. Dieser verfluchte Kerl! Wie konnte er Stan so etwas bloß antun! Und das ausgerechnet einem rationalen Logiker wie ihm, der Magie wahrscheinlich nicht einmal dann bemerken würde, wenn sie direkt vor seiner Nase funkelte!

      "Hör mal Izarra, wenn...Du wirklich einer nicht Illegalen Gruppe angehörst sag es mir bitte...Ich weiß nicht so recht ob ich das gut heißen kann wenn du weiter in Wyatt nähe bleibst ich denke er ist sehr anfällig für solche Dinge."

      Konnte es denn noch schlimmer kommen? Er hörte schon so paranoid wie er war Stan auf sein Smartphone tippen, um die Bullen zu rufen, da er wohl dachte, dass seine Wenigkeit einer illegalen Sekte angehörte! Izarra zerfiel Innerlich in tausend Einzelteile, Misstrauen war das schlimmste, was man den Unsterblichen antuen konnte. Doch...was hatte er sich auch dabei gedacht?!

      "Aber ich sehe dich nicht als eine schlechte Person, vielleicht hast du nur selbst Schwierigkeiten da raus zu kommen?"

      Noch nicht, denn das hatte er genug von all seinen Exfreunden gehört. Dabei war er nicht einmal mit Stan zusammen gewesen! Izarra schwieg weiter, als hätte er seine Zunge verschluckt. Ein bitterer Gedanke durchzog ihn: Sollte er sich vor ihn hier und jetzt umbringen, um zu beweisen, dass er recht hatte? Nein, es würde ihn nur direkt verstören - keine gute Idee in seiner Verfassung und auch noch in der Öffentlichkeit. Die Witch vorstellen konnte er aber auch nicht, jetzt wo er wusste auf welche Seite er schicksalsgebunden war.

      "Ich...bin so Dumm ich wäre beinahe drauf reingefallen."

      Ein schmerzhafter Stich zog durch Izarras Brust. Er konnte es schlichtweg nicht mehr ertragen, wenn Menschen, die ihm etwas bedeuteten plötzlich auf Distanz gingen. Stumm kullerten Tränen über seine Wangen, denn er war im Moment völlig am Ende und seine Gefühle überwältigten ihn. Dennoch konnte er Stan sein Misstrauen nicht verübeln – für Normalsterbliche war Magie nun einmal nichts weiter als ein albernes Märchen. Für einen rationalen Logiker...war es nur noch schlimmer.

      "Verzeih, ich hätte nicht so viel reden sollen....Ich sollte gehen."

      Panisch griff Izarra nach Stans Arm, um ihn aufzuhalten. Doch er zog die Hand beinahe sofort wieder zurück – er wollte auf keinen Fall noch verdächtiger wirken. Aber wenn der Butler jetzt einfach durch diese Tür ging, würde er ihn danach bestimmt nie wieder ansehen! So wie Livius, der ihn seitdem keines einzigen Blickes mehr gewürdigt hatte!

      "Verzeih---ich...lass dich auch gleich in Ruhe. Ich bin es gewohnt kein Vertrauen zu erhalten. Kein Wunder...es klingt ja auch...echt bizarr...! Aber bitte...schenke mir nur einmal noch deine Zeit.", begann Izarra zu wimmern und bekam die große Lust nach einem großen Eisbecher unter der Brücke. Vielleicht würde er sich danach betrinken um den Liebeskummer aus dem Weg zu gehen.



      Stan einfach gehen lassen konnte er nicht. Er suchte etwas aus seiner Hosentasche, was er dann herausholte und in Stans Handfläche legte. "Es sind keine Drogen!", stellte er direkt klar und hoffte wenigstens das Stan ihn da vertraute. Es war eine kleine Truhe, die in der Größe einer Schachtel war, worin man eigentlich Verlobungsringe steckte. Der Einzige Unterschied war das edle Holz und das magische Siegel, was sich zu bewegen schien.
      "Auch wenn du mir nicht glaubst, fürchte ich immer noch um deine Sicherheit. Bitte nimm deswegen mein Geschenk an, ich verspreche es ist nicht Illegales wofür du ins Gefängnis gesteckt werden kannst."

      Er erklärte Stan nicht was die Box konnte. Jemand, der Magie als Unfug sah würde nur weiter den Mund verziehen, wenn er weiter auf das Thema einging. Er hatte es schon vor dem Gespräch mit dem Butler vor gehabt ihn zu geben, daran hatte er tagelang gesessen, als er noch im Koma lag! Denn...konnte es für jemand Rationalen wie ihm schnell unschön enden. Deswegen war er für Bosco und Inifnity ein leichtes Spiel!

      "Wenn...du wieder einmal angegriffen wirst oder dich in Gefahr fühlst...dann öffne sie. Bitte. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert, Stan...Mir ist deine Sicherheit sehr wichtig...Auch wenn ich mich jetzt bei dir unbeliebt gemacht habe."



      Izarra rang sich ein Lächeln ab, auch wenn es diesmal unendlich erschöpft wirkte. Mit dem Ärmel wischte er sich die Tränen aus dem Gesicht. Seine Augenlider waren bereits leicht gerötet. Doch bevor Stan endgültig verschwinden konnte, musste er ihm einfach noch etwas sagen: „Ich fand es trotzdem wunderschön mit dir in diesem Traum als Team zu sein – zumindest, wenn man nur den Anfang betrachtet. Mit dir zu angeln, das Lager aufzubauen und gemeinsam den Sonnenaufgang zu beobachten … allein durch deine Anwesenheit war all der Schmerz überhaupt erst erträglich. Ich danke dir von Herzen, dass du mir so unter die Arme gegriffen hast. Selbst wenn all das für dich vielleicht nicht real war, werde ich unsere gemeinsame Zeit für immer tief in meinem Herzen bewahren...und darauf achten, dass dir nichts geschieht. Wenn du nichts mit Magie zu tun haben möchtest, dann...wehr dich mit aller Macht dagegen - ich unterstütze dich!“



      "Mein...Erschaffer Vater...sagte eins zu mir: Dass dir der Glaube an mich fehlt ist eine Distanz, die wir gerade tragen. Doch sie ändert nichts an dem Gewicht, das du in meinem Leben hast. Du zählst für mich, weit über dein Misstrauen hinaus.“

      Allmählich begriff er, was sein Erschaffer einst gemeint hatte, selbst wenn er bis heute nicht sicher war, ob Mikhail es damals überhaupt ernst meinte. Doch selbst wenn Stan sein schlimmster Feind wäre, würde er ihm bedingungslos vertrauen … zumindest als Izarra. Für die Wächter jedoch … musste er diese Liebe endgültig loslassen. Und zwar genau jetzt. Es war ein bitterer Entschluss, doch durfte er dem Butler nicht mehr näher kommen, denn war er viel zu naiv - es reichte schon, dass Wyatt eine tiefe Verbindung zu Stan pflegte. Solange man nicht wusste auf welcher Seite Stan war. Stan vertraute er zwar, aber nicht den Wächter in ihm. Wohl deshalb klangen seine nächsten Worte so endgültig wie ein Abschied.

      „Vergiss nicht, dass du immer zu mir kommen kannst, falls dir irgendetwas Seltsames widerfährt. Egal wie verrückt. Ich werde auf dich warten … Und bis dahin … wünsche ich dir eine gute Besserung … Ich hoffe du findest Antworten auf deine Fragen.“



      Damit kehrte er Stan den Rücken zu, es dauerte nicht lange, bis seine Haltung wieder ziemlich deprimierend aussah. Im Hintergrund tuschelten zwei Frauen auf einer Bank, ob dieser Arme Mann gerade einen Korb von dem gutaussehend Weißhaarigen erhalten hatte? Dabei wusste Izarra, dass er wohl morgen mit Bauchschmerzen aufwachen würde und sich dann zu Harveys Geburtstag hin quälen durfte.
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      Ineb Chevrier & Cabriel Valentine & Yuuto Kurai

      "Eyey...Trinken können wir später noch genug! Jetzt haben noch Andere Dinge Vorrang, Zimtschnecke~!"

      Sowie Wyatt einfach ohne einen Grund so pervers seine Zunge an den Lippen streifte, brachte in Ineb ganz dolle Unbehagen hinein. Boah, konnte er es keinen einzigen Tag einfach sacken lassen? Es ging hier doch um Harveys Geburtstags und nicht um Wyatts perverse Lüste! Wenigstens jetzt konnte er doch seine Triebe unter Kontrolle bringen, dabei hielt sich der Herzträger schon die ganze Zeit zurück etwas freches gegenüber den Erdwächter zu erwähnen. Er roch es schon von Weitem, Wyatts Geburtstagsgeschenk wird einfach er selbst - nackt mit Sahne bestrichen - für Harvey sein! Und dann versaut er ihnen die gesamte Party!



      "Wir haben tolle Geschenke für dich Harveylein~! Und ICH hab später noch eine ganz besondere Überraschung für dich, die wird dich umhauen! Aber zuerst...~"

      Als hätte er es schon gerochen, dass Wyatt natürlich sofort an das Beschenken dachte - typisch reicher Schnösel, der mit seinem Hab und Gut angeben wollte - verzog Ineb nur angewidert, aber auch gerötet das Gesicht. Wenn es nicht sofort um den Kuchen gegangen wäre, hätte er wohl Wyatt 'tollpatschig' in den nächsten Busch geschubst, damit Harvey bloß nicht die Stimmung versaut wurde.

      "Reiß dich zusammen...", fauchte Ineb so leise, dass keiner wusste ob er es zu Wyatt oder zu sich selbst sagte, um nicht gleich dem Schauspieler an die Gurgel zu gehen.



      "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wir haben dir ein Geburtstagskuchen gemacht! Ich hoffe er gefällt dir! Ist auch Laktose frei~"

      Letztendlich war es der Kuchen, der einen handfesten Konflikt im Keim erstickte. Das Meisterwerk sah nämlich derart niedlich aus, dass selbst Inebs Augen leuchteten. Es wurmte ihn zwar noch immer, dass Izarra ihm striktes Küchenverbot erteilt hatte, aber das kam nicht von einfach so: Er war anfangs beim Backen dabei gewesen, hatte es dann aber – wie auch immer – geschafft, den Zucker in ein loderndes Inferno zu verwandeln, sodass Izarra sich in die Flammen hineinwerfen musste, um sie auszuschalten. Sie mussten die Kuchenaktion dann auf einen Tag später verschieben, weshalb sie echt knapp bei Zeit waren. Inebs stundenlanges Schmollen aber nicht beim Backen geholfen zu haben war nun jedoch vergessen. Die Freunde hatten sich wirklich selbst übertroffen und Ineb staunte nicht schlecht. Ein kurzer Blick verriet ihm, dass der Geburtstagsmann genauso überwältigt war!
      Cabriel selbst hatte den Tag als einen Krieg empfunden. Wyatt aufzuhalten Salz hinein zu streuen, Izarras Brandwunden versorgen und Ineb zur Beruhigung einen Kakao bringen, nachdem ihm gesagt wurde, dass er nicht mit backen durfte und er heulend weggerannt war. Er durfte die Katze aus Marzipan kneten, noch immer kroch aus ihm die Angst heraus, dass sie furchtbar ekelhaft aussah und Harvey gleich etwas dagegen sagen würde, sodass alle ihn beschuldigt ansahen, weil er den Kuchen verdorben hatte. Doch auch Cabriel ließ Harveys von Glück erfüllter Gesichtsausdruck leise aufseufzen. Hach...Also durfte er wohl doch noch in einem Zelt schlafen.

      "Ich weiß wirklich zu schätzten was jeder einzelne von euch für mich heute getan hat um diese Überraschung zur stande zu bringen. Ich hoffe das irgendwann euch das auch zurück geben kann! Wirklich, vielen Dank!"

      Während Harvey wegen der Überraschung seiner Freunde beinahe vor Rührung anfing zu weinen, versuchte auch Yuuto sich zu kontrollieren. Besser gesagt musste er einen seiner Quälgeister, der immer wieder aus dem Boden hervorquoll, unauffällig in die Erde zurückdrücken, sodass es keiner sah. Dieser Quälgeist spürte einfach Yuutos Hunger auf Süßes nach einem so langen Wandertag. Als sein Diener wollte er ihm nun mal den Kuchen bringen, wenn Yuuto schon nicht seine eigenen Tentakel dafür einsetzte. Aber so dumm ließ sich Yuuto bestimmt nicht enttarnen: Mit dem Tentakel drückte er den Quälgeist so weit nach unten, dass er versehentlich den Wasserwächter am Bein traf. Der Tentakel peitschte gegen Tylers Knöchel. Zwar war er schnell wieder verschwunden, hinterließ bei Tyler jedoch eine schleimige Spur aus mysteriösen und galaktischem Glitzer.



      "Auf ein unvergesslich Camping Ausflug!"

      Ohne lange zu zögern, stieß Ineb mit Harvey, Cabriel und Tyler an. Im nächsten Moment stürzte er den Inhalt der Dose hinunter, als wäre es Wasser und er kurz vor dem Verdursten. Der Alkohol tat seine Wirkung: Sofort wurde es in seinem Kopf 'klarer' und er fühlte sich gewappnet, diesen Tag selbst mit Wyatt zu überleben. Vor allem aber half es ihm, Yuuto in seinen Gedanken kurzerhand in die Schublade „Mädchen“ zu stecken. So musste er sich nicht andauernd mit der Tatsache auseinandersetzen, dass Yuuto und Harvey ein schwules Paar waren. Urghs ... Um Harvey gegenüber den nötigen Respekt zu wahren, musste in Inebs Kopfkompromiss eben Yuutos Männlichkeit dran glauben. In Inebs Weltbild gab es bei Schwulen ohnehin immer den einen Part, der eigentlich die Rolle der Frau einnahm – und das war zweifellos Yuuto. Die waren doch die echten Schwulen. Dieser Erklärungsversuch verschaffte Ineb eine enorme Erleichterung. Bestimmt hatte sich Harvey einfach nur in Yuutos feminine Seite verliebt. Ja, das konnte Ineb fast schon verstehen, er verliebte sich in Amys niedliche Art zu Sprechen.

      "Warte nur wenn du deine zweite Überraschung siehst! Die ist GIGANTISCH!"

      Ineb verschluckte sich so heftig an seinem letzten Schluck, dass ihm fast die Luft wegblieb. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er Wyatt an. Was zur Hölle wollte er Harvey da bitteschön schenken?! Dieser Typ war wirklich drauf und dran, im Alleingang die ganze gute Stimmung zu ruinieren, die sie sich mühsam aufgebaut hatten. Konnte er sich nicht einfach in Luft auflösen?! Alles hatte doch gerade so gut funktioniert.

      „Merde …“, stieß Ineb leise hervor. Er hatte ein heftiges Kopfkino und das alles wegen diesem Idioten! Und dann verriet er es auch nicht, als sei es gerade das wichtigste auf der gesamten Welt! Er hielt es wohl nicht aus, wenn nicht für einen Tag die Scheinwerfer auf ihn hinunterschienen!



      "Okay, ich mach es ganz einfach in einem Rätsel: Ich bin nicht dein Spiegelbild, wir werfen ein Ähnlichen Schatten und ich bin dein Ursprung ohne dein Schöpfer zu sein, wer bin ich~?"

      Cabriel hielt sich beim Mitraten bewusst zurück. Wyatt hatte sich sicher große Mühe gegeben, damit Harvey die Überraschung selbst erraten konnte. Doch während er äußerlich schwieg, war es in seinem Inneren alles andere als still. Seit Inebs Traum fand er einfach keine Ruhe mehr, die Tabletten halfen nicht mehr. Normalerweise hatte er diese geisterhafte Präsenz in seinem Rücken ziemlich gut unter Kontrolle. Doch kaum ließ er die Schultern sinken oder versuchte, sich für einen Moment zu entspannen ... war sie oder jene andere Person sofort wieder da. Beinahe unmerklich wandte er den Blick hinüber zu dem leeren Feld, das an der Klippe endete. Da stand sie. Schon wieder. Sie hielt...Blumen in ihrer Hand?



      Jeremy tänzelte so frei wie noch nie, während er die Nelken einzeln dem Wind übergab. Als würde dieser die Geisterpräsenz tatsächlich als physisches Wesen anerkennen, nahm er an Stärke zu und ließ Cabriels weite Jacke wild um dessen Körper schlagen. Eventuell war es aber auch Cabriel selbst, der...immer weniger seine Fähigkeit im Griff bekam, je näher seine Schwester sich in seinem Herz schmiegte. Cabriel reagierte nur mit einem noch tieferen Verziehen seiner Mundwinkel.



      „Ein Geschwisterchen … es gehört zu deinem Ursprung. Es ist dein eigenes Fleisch und Blut. Es frisst sich tief in deine Seele und kommt dir so nah, wie es kein Freund je könnte. Es ist dazu bestimmt, dein engster Verbündeter zu sein – doch genau deshalb kann es auch zu deinem ultimativen Gegner werden. Du willst es quälen, du willst es vernichten … aber du wirst es niemals loslassen können. Ein perfektes Geschenk, um...in den Tod zu finden...Findest du nicht auch?“



      "Ich finde hier riecht es schon die ganze Zeit so verkohlt....Bestimmt wird es heute ziemlich heiss für euch...Ich will zusehen....Ich will so sehr zusehen, wie eure Gruppe leidet..."

      Ineb stieß ein hörbares Seufzen aus und rollte demonstrativ mit den Augen. „Mhm, logisch. Es ist deine allerbeste Filmrolle auf DVD, persönlich von dir signiert. Hach, Wyatt, was würden wir bloß ohne dich anfangen?“, tönte er laut. Er erhob sich und tätschelte Wyatt die Schulter – eine Geste, die so viel sagte wie: Du hast es immerhin versucht, Kumpel.
      „Moment, jetzt bin ich dran!“, unterbrach Ineb den Erdwächter und drängte sich in den Mittelpunkt. Er hüpfte zu Harvey und fing an, ihn wie eine liebesbedürftige Omi in die Wangen zu kneifen. „Ahh, ich hab mir echt den Kopf zerbrochen, was ich dir schenken könnte … aber dann kam mir die zündende Idee!“, verkündete er strahlend. Er strich Harvey noch einmal über die Wange -etwas zweideutiger, aber unbewusst - , wobei seine Handbewegungen schon etwas schwammig wirkten – man merkte sofort, dass Ineb nicht mehr ganz nüchtern war.



      Stolz wie ein Hund mit seiner Lieblingsbeute, kramte Ineb in seiner Tasche, bis er das Geschenk für Harvey hervorholte. Es war elegant verpackt – man sah sofort, dass Ineb hier sein ganzes Herzblut investiert hatte. Jede Ecke war perfekt gefaltet, das Papier leuchtete in Pink und Lila, und eine verspielte Schleife bildete den krönenden Abschluss. „Die Idee kam mir … als ich an deine Jacke gedacht habe!“, verkündete er und überreichte das Päckchen mit leuchtenden Augen. „Happy Birthday!“



      „An seine Jacke? Vielleicht ein Patch zum Aufnähen?“, hakte Yuuto neugierig nach. Ineb wurde schlagartig verlegen – und ohne, dass er es hätte verhindern können, stieg ihm eine Hitze ins Gesicht, als stünde er kurz vor einem Fieberanfall.
      „Mhm. Es ist … ähm …“, stammelte er, während er in die Luft starrte.
      Na ja, damit deine Jacke … äh … das nächste Feuer übersteht“, murmelte er Harvey zu. Yuuto begriff zwar nur Bahnhof, spürte aber instinktiv, dass er diese seltsame Zweideutigkeit besser nicht hinterfragen sollte. Ineb betete innerlich, dass niemand herausfand, dass sein Geschenk aus einem einschlägigen BDSM-Laden stammte – eine Empfehlung seines Lieblingsonkels, die er wohl besser nie befolgt hätte. Er hatte Google auf dem Kopf gestellt, um sich mehr mit 'Seilen' auseinanderzusetzen.

      ".........Mach es.......einfach später auf. Ist....eh nicht so toll.", bat er Harvey insgeheim darum, es nicht den anderen zu präsentieren. Er schenkte es ja nur Harvey, weil er es so liebte Knoten zu binden - nicht weil er eine Fortsetzung wollte.......Jedenfalls nicht sofort.



      Um die Aufmerksamkeit geschickt von sich auf andere zu lenken, zerrte Ineb einfach Cabriel zu Harvey, bis er direkt vor ihm stand. Cabriel wirkte unwohl und ließ den Blick schweifen. „Komm schon, Cabrielchen! J-jetzt bist du an der Reihe! Trau dich!“, drängte Ineb ihn lautstark, während er bereits wieder in der Getränkebox nach Nachschub fischte. Cabriel zögerte. Sein Blick wanderte kurz zu einem leeren Fleck hinter sich – als würde er eine stumme Erlaubnis abwarten, bevor er sich wieder Harvey zuwandte.
      „Tut mir leid …“, flüsterte er fast unhörbar, „ich bin mir nicht sicher … was man zum Geburtstag schenkt...“ Er wollte keine falschen Erwartungen schüren. Mit einer stummen Geste überreichte er Harvey ein schlicht verpacktes Päckchen, nicht größer als ein Heft. „Mach es einfach auf …“, fügte er hinzu. Rätsel wie Wyatt zu setzen war nicht sein Ding, Überraschungen machen oder bekommen noch viel weniger.



      Kaum hatte Harvey das Geschenk geöffnet, begann Cabriel auch schon stotternd mit seiner Erklärung. Es war ein Comicheft, nicht besonderes. Er hatte es nur durch viel Mühe von Samuel bekommen, der glücklicherweise ebenfalls heimlicher Sammler war. Dass das Heft eigentlich ein kleines Vermögen wert war, ahnte Cabriel nicht einmal – Samuel hatte sich nur deshalb davon getrennt, weil er bereits fünf Exemplare besaß. Cabriel hatte für dieses Heft drei höchst bizarre Aufträge perverse Kunden erledigt oder befriedigt - wie auch immer -, nur um sicherzugehen, dass er Harvey nicht enttäuschte. „… Ich kenne jemanden, der die Serie sammelt“, setzte er unsicher fort, er selbst hasste diesen Power Ranger Schrott, da die Guten...Möchtegern-Helden waren. Aber es passte leider zu gut zu dem Feuerwächter, der genau nach diesen Idealen strebte. „Und ich habe gesehen, dass dir genau dieser Band noch in der Sammlung fehlte... Tut mir leid, falls das nicht das ist, was du dir gewünscht hast.“

      ...Dann zögerte er, aber das schlechte Gewissen holte ihn ein.
      "Und tut mir auch leid, dass ich heimlich in deinem Zimmer war, um nach deinen Heften zu gucken...Ich behalte für mich...was ich gesehen habe...Ich nehme es mit in mein Grab...", erklärte er sich für schuldig, denn hatte er sich eines Nachts extra unsichtbar gemacht, nur um die Hefte zu stöbern, um bloß das Richtige zu finden. Doch ob Harvey währenddessen auch im Zimmer war und ob Harvey was währenddessen peinliches oder unangebrachtes anstellte...behielt er lieber für sich, bevor es peinlich für den Feuerwächter wurde.

      Im Hintergrund kicherte Jeremy scheinheilig. "Ohhh, liiebenswürdiiig! Nichts habe ich lieber, wie eine tolle Atmosphäre mit Freunden aber...so langsam wird es doch wieder langweilig. Cabby...Warum verlässt du nicht einfach die Truppe, jetzt wo du deine Aufgabe erledigt hast? Du pfeifst doch sowieso auf den Feuerwächter...Er möchte dich immerhin töten und hasst dich. Bestimmt wäre er froher, wenn du nicht da wärst. Schau...da drüben ist eine Klippe....Wie wärs...wenn--...."



      Doch Cabriel wand sich nur weiter von Jeremy weg, anstatt auf sie zu hören. Gerade...noch schaffte er sich unter Kontrolle zu bringen. Wenn er jetzt ging fiel es auf. Aber später...Später konnte er die Flucht erwägen, solange alle betrunken waren. Er wusste, dass er unerwünscht war, aber dies...war eigentlich nichts Neues. Mehr versuchte er sein Herz mit der Neugier zu erfüllen wie so ein 'normaler' Geburtstag eigentlich ablief. Harvey Fröhlichkeit war nicht gespielt, er konnte es genau spüren.

      ....
      „Bin ich jetzt an der Reihe?“, drang plötzlich eine Stimme von unten zu Harvey herauf.



      Yuuto hatte sich genau zwischen seine Beine auf den Boden geschoben, als Harvey gerade abgelenkt war. Er sah zu ihm auf, sein Lächeln erinnerte mit seinem geschwungenen Mund an das einer Katze. Er reichte Harvey ein Waffelröllchen – er hatte es sicher die ganze Zeit heimlich geknabbert, um bei all dem Trubel nicht die Nerven zu verlieren. Es war als gab er Harvey zuerst ein Leckerli, bevor er sein wahres Geschenk erhielt.

      „Ich sehe, wie glücklich du bist … und das macht mich ebenfalls glücklich. Ich bin so froh, dass du Freunde hast, die dich genauso lieben wie ich.“

      Dann streckte er die Hand aus und übergab Harvey das Päckchen, das lediglich mit einer Schleife geschmückt war. Das Konzept des Einpackens erschloss sich ihm nicht wirklich, es sei denn, man wollte den anderen bewusst zappeln lassen. Er wollte die Reaktion jetzt, direkt und unverfälscht – er wollte sie in seinen Adern spüren. Würde es ihm gefallen? Er wollte Harvey in diesem Moment vollkommen studieren. In dem Rahmen mit den kleinen Katzenpfoten steckte ein Foto aus dem Katzencafé.

      „Wir mögen es beide nicht, vor der Kamera zu stehen...“, erklärte er leise, „...aber Erinnerungen ... die sammle ich doch gerne. Mit dir zusammen.“ Zumindest als Yuuto sah er das so, als Kiri galt er das Wort...fressen und aussortieren.



      Er rückte wieder nah an Harvey heran, um den Blick in dessen nebelblauen Augen zu suchen, die ihn so süchtig machten. Seine sonst süße Aura wurde plötzlich schneidend und reifer, wie ein süßes Röslein, was seine scharfen Dornen demonstrierte.

      "Erinnerst du dich noch an meine damaligen Worte? Du bist wie ein Kunstwerk aus einem Museum und dies muss man in Ruhe genießen können. Ich könnte dich stundenlang betrachten und würde immer noch faszinierende Farben aus deiner Seele erkennen."



      Sanft strich er über Harveys Wange, während seine Fingerspitze eine fast erotische Spur über dessen Unterlippe zog. Dann neigte er sich vor und besiegelte die Geste mit einem Kuss. Ineb entwich ein schrilles Aufquieken. Gütiger Himmel, er hatte in diesem Moment völlig vergessen, wie man atmet!
      Schwer räusperte sich Ineb, warum wurde die Stimmung gerade so ehm...warm? Nicht gut, Harvey durfte zwar mit seinem Girl so viel Spaß haben wie er wollte...aber vielleicht nicht, wenn sie alle noch in der Nähe waren.
      Schnell zückte er seine Gitarre hinaus, Zeit für eine Ablenkung.

      "Okay, und jetzt lasst uns alle Geburtstagslieder für Harvey singen! Wir können ja einfach mit 'Happy Birthday' anfangen! Aber Satyre --du singst bitte leiser!", scherzte Ineb vergnügt und holte fröhlich den Chip heraus um zu spielen beginnen. "Okay Leute--bei 1...2..3...Und Haapppyy Biiirthdaayy tooo youuu~~~ <3."



      Yuuto stimmte vergnügt in den Gesang ein und selbst Cabriel summte leise - jedoch kaum hörbar- mit. Doch während Cabriel zwanghaft zu dem leeren Fleck in der Luft starrte, geschah etwas mit dem Bild. Das Foto, das Harvey kurz zuvor bekommen hatte, begann zu glitchen. Es war nur ein Wimpernschlag, vielleicht hatte es niemand gesehen, genauso wie sein Quälgeist, welcher sich wieder aus der Erde emporheben wollte. In dem Bild lag die Wahrheit über Yuutos Existenz: Ein Foto konnte ihn nicht festhalten. Es war, als würden alle Seelen, die er in sich trug, in diesem einen eingefrorenen Moment nach Erlösung schreien. Sie passten nicht zu ihm, wieso mussten sie also noch mit ihm existiren? Und die...die kompatibel waren...schrien nur lauter... Ein leises, statisches Rauschen schien den Raum zu füllen – ein Rauschen, das aus dem Bild heraus direkt in Harveys Bewusstsein drang.
      Das reine Chaos....in einem Bild festgehalten...Während die sehnsüchtigen, roten und hungrigen Augen ihr neues Ziel erblickten. Harvey.



      Er krallte seine Finger sanft, aber bestimmt in Harveys Hand und ließ ihn nicht mehr los. Sein Lächeln wirkte sanft, doch sein Blick war hungrig – ein Raubtierblick, der Harvey fast die Luft zum Atmen nahm.
      „Wollen wir … das Meisterwerk essen? Du solltest davor...es nochmal genau begutachten...eine Mahlzeit ist so schnell fort!“, hauchte er, wobei jedes Wort so gedehnt war, dass es einen anderen, dunkleren Unterton erhielt. „Ich bin auch ziemlich hungrig geworden... Und wenn ich dich so betrachte … verfliegt mein Verlangen nach Kuchen augenblicklich. Wenn wir nicht anfangen bekomme ich Appetit auf...etwas anderes von dir.... Du … verstehst mich doch, Harvey, nicht wahr?“




      Die Zweideutigkeit brachten Inebs Ohren zu brennen, sodass er schon weinend wieder räusperte und sich einfach zwischen Yuuto und Harvey setzte. "OKAY! Okay ihr Turteltäubchen! Bitte wünsch dir was und blas die Kerzen aus Harvey, ich glaub wir wollen ALLE Kuchen essen, hahaha...HA!", versuchte Ineb diese feuerige Atmosphäre rauszuholen, war Yuuto etwa auch ein Perverser?! Diese Frauen! Flehend sah er zu Wyatt: "Könntest du bitte die Kerzen auf den Kuchen machen, damit unser aller Hunger gestillt werden kann?"
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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      Harvey Bell & Wyatt Carson Lyons & Tyler Wang-chi

      Wie immer musste Wyatt sich in der Vordergrund stellen...
      Was für ein bescheuertes Rätsel und auch dazu war dieser Kuchen doch viel zu kitschig.
      Er hoffte zu tiefst das sie ihm an seinem Geburtstag nicht sowas schenken oder das Wyatt auf anderer weise nach Aufmerksamkeit lechzte.
      Doch was gerade mehr Tyler ablenkte...
      Da war irgendwie ein ganz merkwürdiges klinschiges Gefühl an seinem Knöchel?


      War das eine Verdammte Nacktschnecke??
      Aber als er denn Blick senkte konnte er nichts im Gras sehen...Urgh...Ihn grauste es jetzt schon vor dem Übernachten hier.
      Insekten oder andere Krabbelvicher waren total abartig und übertrugen Krankheiten!!
      Generell hatte er auf einmal ein ganz merkwürdiges Gefühl, schwache Kopfschmerzen zogen sich durch seine Schläfe die er auf dieser weise noch nie erlebt hatte.
      Vielleicht war Camping echt nicht sein Ding...
      Aber für diesem dummen Harvey und diese Geburstagssache würde er sich wohl zusammen reißen müssen. Es fühlte sich beinahe an wie bei den damaligen Familien Festen an denen er sich von der Besten Seite zeigen musste.
      ...
      Aber...Irgendwie hatte diese widerwärtige Schnecke seine Spuren auf ihn hinterlassen...
      Zum glück hatte er sein desinfektionsspray dabei!!

      "Moment, jetzt bin ich dran!“
      Derweil hatte Ineb endlich das Rampenlicht von Wyatt genommen, es war wohl jetzt Geschenkezeit!
      Harvey huschte ein schiefes grinsen über seine Lippen als ihn der Herzträger so in die Wange kniff. Irgendwie war es ein vertrautes Gefühl das ihm die kneiferei gar nicht übel nahm. Irgendwo war er ja auch dankbar darüber das Ineb das viel zu komplizierte Rätsel von Wyatt nun beiseite schob.
      Allerdings wirkte Ineb schon jetzt ziemlich angetrunken auf ihn...Das könnte noch ziemlich heiter werden!

      "Ahh, ich hab mir echt den Kopf zerbrochen, was ich dir schenken könnte … aber dann kam mir die zündende Idee!“
      Die Laune von Tyler stieg sogleich mit und er sah voller zufriedener Stolz zu Ineb.
      Hach, dass Hündchen wurde ihm wirklich immer Sympathischer! Ein perfekt eingepacktes Geschenk! Und auch sein Satz zündende Idee! Einfach super! Er hatte Humor!
      Er konnte sich wirklich vorstellen das Ineb noch ein guter Freund von ihm werden würde.
      Sam schien ihn auch zu mögen und das bedeutete das in Ineb wirklich etwas nennenswertes steckte.
      "Mhm! Ineb hat sich bestimmt die meiste mühe geben!", pflichtete er bei und trank ein großen Schluck aus der Dose.



      Er hatte nichts dagegen Ineb denn Rücken zu stärken! Schließlich gab es für ihn nur Vorteile wenn ihr Anführer positiv über ihn dachte!
      Wenn er nicht so Enden wollte wie die Anderen Versager die seine Führungskraft hinterfragten...Er würde sich den BESTEN Platz neben ihm sichern und so ganz ohne Probleme diese ganze Witch-Sache überstehen,

      „Die Idee kam mir … als ich an deine Jacke gedacht habe!“
      Harvey nahm überrascht das schöne Päkchen entgegen und seine Worte verwirrten ihn für denn ersten Augenblick auch...
      Seine ...Jacke?
      „An seine Jacke? Vielleicht ein Patch zum Aufnähen?“
      Aber auch Yuuto stellte direkt die Frage aber als Harvey in das Gesicht von Ineb Blickte---
      Shit...
      Sofort machte es bei Harvey klickt und er kapierte was Ineb damit andeuten wollte.
      "H-hach...Sowas in der Art!", lenkte Harvey lachend ab und spürte wie ihn selbst die Hitze überkam.


      Hatte sich Ineb wirklich Gedanken über...über seine Vorliebe gemacht?
      Ihre...ganz...ganz...besondere Männerfreundschaft??
      „Na ja, damit deine Jacke … äh … das nächste Feuer übersteht“
      Harvey lag Gold richtig mit seiner Vermutung!
      Sein Herz begann rasanter zu schlagen und die Erinnerung mit ihnen beiden in Ineb Zimmer kam wie eine Flutwelle auf ihn zu!
      Wie könnte er das auch vergessen...Aber jetzt gerade was nicht gerade der passende Moment!

      ".........Mach es.......einfach später auf. Ist....eh nicht so toll."

      Plötzlich wurde Harvey selbst immer nervöser als er das Geschenk entgegen nahm.
      Natürlich wurde er auf Ineb Rücksicht nehmen und auch für sich selbst...Wie sollte er das denn Yuuto erklären...? Er war sich nicht ganz sicher wie er über diese Männerfreundschaft dachte oder über Harveys...Fetisch.
      "Ha-Ha ja klar! Ich heb es mir für später auf...W-wenn ich ruhe habe! Ich d-danke dich trotzdem! Ich bin mir sicher...Es ist toll!"



      Mit verlegenden, glühenden Wangen hoffte Harvey das die Hitze oben blieb und nicht weiter runter wanderte...
      Bevor die Sache zwischen ihn noch wirklich brenzlich wurde, lenkte Ineb die Aufmerksamkeit auf Cabriel...Tatsächlich hatte wohl er auch ein Geschenk für ihn!
      Es folgte wirklich eine Überraschung die nächste....Er atmete leicht schon auf, er brauchte wirklich jetzt etwas um wieder runter zu kommen...Bestimmt hatte ihm Cabriel irgendwas einfaches eingepackt um aus der Nummer raus zu kommen.

      „Tut mir leid …“
      Typisch für den Luftwächter entschuldigte sich Cabriel als erstes, wobei Harvey nicht wirklich kapierte wofür er sich jetzt eigentlich entschuldigte...
      Er hoffte jedoch zumindest das die Stimmung zwischen an bei dieser Überraschungsfeier weit aus angenehm blieb.
      Manchmal war gar nicht so übel wenn Cabriel unsichtbar wirkte, so musste sich Harvey keine Gedanken darüber machen wie er gerade für ihm Empfand.
      Freunde waren sie jedenfalls nicht....Oder zumindest weit davon entfernt. Doch als Erzfeinde wollte Harvey sie beide nun auch nicht betiteln.
      „ich bin mir nicht sicher … was man zum Geburtstag schenkt...“
      Irgendwie fast schon süß, war es in Harveys Augen das Cabriel so unbeholfen war in dem Punkt. Hatte er wirklich keine Ahnung was man jemand zum Geburtstag schenkte? Das konnte sich Harvey eigentlich nicht vorstellen...Der kleinere hat doch sicherlich mit seinen Anderen Freunden oder Kollegen Geburtstage gefeiert?
      Aber zumindest schien Cabriel bei seiner Auswahl nicht an etwas eher unständiges Gedacht zu haben, weswegen er das schlichte Päckchen sogleich auch öffnete. Das Papier raschelte als er Blinzelnd jedoch inne hielt und es vergessen zu Boden sackte.
      ...War....Das...?!
      „… Ich kenne jemanden, der die Serie sammelt“
      Ungläubig strichen die Finger von Harvey behutsam über das Comic das wie Neu aussah...!
      Dabei wusste Harvey als begeisterter Leser dieser Comcis das diese schon ewig nicht mehr Gedruckt wurden und es unmöglich war an dieses Exemplar zu kommen! Außer man hatte eine Menge an Geld in seinen Taschen!!
      Wie zu Hölle war Cabriel daran gekommen?! Durch jemand denn er kannte? Unglaublich...

      „Und ich habe gesehen, dass dir genau dieser Band noch in der Sammlung fehlte... Tut mir leid, falls das nicht das ist, was du dir gewünscht hast.“

      "Was? Du machst doch Witze! NATÜRLICH freue ich mich darüber, ich hab eigentlich schon die Hoffnung aufgeben dieses Band jemals zu besitzen!", platzte es begeistert aus Harvey heraus.



      Das war wirklich ein echt starkes Geschenk, er freute sich schon darauf es zu lesen! Auch wenn ein Teil von ihm schon fast schiss hatte es zu öffnen um es nicht zu beschädigen. Eigentlich achte er nicht so extrem darauf das seine Comichefte ohne Kratzer oder Knitter blieben, hier aber sollte er wirklich aufpassen! Am besten er legte es später an einem Sicheren Ort damit es nicht versehentlich schmutzig wurde!
      Es fühlte sich in seinen Hände beinahe schon unnatürlich an...
      Besonderes wenn er darüber nachdachte das ausgerechnet Cabriel ihn einem Wunsch erfüllt hatte, denn er schon lange verworfen hatte.

      "Und tut mir auch leid, dass ich heimlich in deinem Zimmer war, um nach deinen Heften zu gucken...Ich behalte für mich...was ich gesehen habe...Ich nehme es mit in mein Grab..."
      Das Geständnis das jedoch dann von Cabriel kam, war wie eiskaltes Wasser im Gesicht.
      "ÄH...Warte---WAS?!"



      Wieso zur Hölle klang es beinahe so als hätte Cabriel...Etwas gesehen das er nicht hätte sehen DÜRFEN!?
      Moment mal...Wann war er in seinem Zimmer gewesen?!
      Doch nicht etwa---
      Ein eisiger Schauder durch lief Harvey und er musste sich zügeln das Comicheft nicht in seinen zitternden Finger zu zerdrücken!!
      Cabriel war doch nicht...In seinem Zimmer als er---
      "Na, na jetzt mach dir nicht gleich ins Hemd Harvey! Wenn Interessiert es schon was Cabriel gesehen hat?", lachte Tyler herzlich als wäre es das unwichtigste überhaupt. "Ein so vorbildlicher Medizin Student wie du hat nichts wofür er sich schämen braucht!"



      "Da fällt mir ein guter Witz ein! Warum brechen Gefangene nie aus einem Comicheft aus? Weil sie sonst keinen Rahmen mehr haben! Verstehste~?"
      Er klopfte Harvey aufmunternd auf die Schulter und Harvey drängte sich zu einem schwachen Lächeln.
      Heute wirkte Tyler...Besonderes wohlwollend, dass Harvey schon etwas sorge bekam das Tyler irgendwas erwartete....Oder versuchte der Wasserwächter gerade wirklich einfach nur Nett zu sein? Beinahe erinnerte ihn Tyler an seine führigeres Verhalten...Bevor das ganze mit seiner Familie Rose war und er einfach nur Tyler war, der gerne schlechte scherze machte.
      Aber auch Tyler drückte ihm dann auch schon sein Geschenk entgegen...Bei ihm allerdings merkte Harvey sogleich das Tyler wohl nicht die Person war der etwas schenkte was von Persönlichererwert war.
      Es war tatsächlich eine Taschentuchschachtel, Einmalhandschuhe und....Eine Elektrische Zahnbürste? Wenn Harvey genau hinschaute konnte er sehen wie an der Packung am Rand: Von Mason für mein Sohn Tyler, mehrfach durchgestrichen wurde....Also schenkte ihm Tyler etwas das er selbst nicht brauchte.
      "Ähm danke Tyler.", bedankte sich Harvey trotzdem höflich bei dem Schwimmer der noch stolzer lächelte. "Ich weiß eben was du wirklich brauchst!", gab Tyler stolz zurück.
      ............
      „Bin ich jetzt an der Reihe?“
      Plötzlich kam die Stimme von Harveys festen Freund von unten. Beinahe wäre er vorschreck zurück gestolpert, er hatte gar nicht mitbekommen wie er dahin gekommen ist!
      Von Oben betrachtet sah Yuuto Wahnsinnig liebenswert aus!!♥
      Harvey spürte sofort wie ihn ein beflügelndes freudiges Gefühl überflutete das ohne nachzudenken das Waffelröllchen entgegen nahm.
      "Haa-- Yuuto!♥", entwich es Harvey beinahe als wäre gerade sein größter Traum wahr geworden!
      Am liebsten wollte er Yuuto streicheln wie eine Katze! Aber das kommt bestimmt total bescheuert! Er sollte ihn lieber durch knuddeln und Küssen!! Wie konnte ein Mensch nur so Liebenswert sein?!



      „Ich sehe, wie glücklich du bist … und das macht mich ebenfalls glücklich. Ich bin so froh, dass du Freunde hast, die dich genauso lieben wie ich.“
      Das Herz von Harvey schmolz förmlich dahin...Er war wirklich Glücklich darüber das sowohl seine neuen Freunde und auch Yuuto hier waren...!
      Es war beinahe wirklich wie ein Traum!
      Nun überreichte ihm Yuuto sein geschenkt und Harvey merkte sogleich wie sein ganzer Körper zu kribbeln begann....
      Es war das Foto das sie zusammen im Katzen Café gemacht hatten!!
      „Wir mögen es beide nicht, vor der Kamera zu stehen......aber Erinnerungen ... die sammle ich doch gerne. Mit dir zusammen.“
      Die warme Hitze kehrte in Gesicht von Harvey zurück...Es war erstaunlich wie es Yuuto schaffte etwas das Harvey oft eher mit etwas Negativen verband in etwas so Positives zu verändern..!
      Harvey mochte wirklich keine Fotos machen und sie sich anzusehen...Gaben ihn ebenso ein immer zu schlechtes Gefühl. Weswegen er keine Fotos von sich besaß oder aufhing...
      Aber das hier?
      Es war das erste mal das Harvey wirklich glücklich darüber war ein Foto zusammen mit Yuuto gemacht zu haben um diese schöne Erinnerung in ehren zu halten.
      "Wow...Yuuto es ist--....Ich Liebe es!"


      "Erinnerst du dich noch an meine damaligen Worte? Du bist wie ein Kunstwerk aus einem Museum und dies muss man in Ruhe genießen können. Ich könnte dich stundenlang betrachten und würde immer noch faszinierende Farben aus deiner Seele erkennen."
      Ein seltsame prickelnde Hitze stieß in Harvey dazu, er konnte diesen Umschwung gar nicht richtig deuten. Beinahe hatte er das Gefühl als wäre ihm Yuuto wegen irgendwas nachtragend oder wollte er ihn gerade necken? Es war unnatürlich aufregend das Harvey für ein Augenblick vergaß wo er war.
      Der Blick von Yuuto hielt ihn geradezu magisch gefangen.
      Obwohl Harvey schon mehr als deutlich gesagt hatte das er nicht an Seelen glaubte, drückte ihn Yuuto diesen Satz so bestimmen hinein das es keinerlei Widerworte duldete...Seit wann war Yuuto denn bitte so drauf?? Das war irgendwie total Scharf---
      Am liebsten wollte Harvey gerade alles stehen und liegen lassen, vielleicht noch schnell Inebs Geschenk auspacken und Yuuto ins nächstgelegene Zelt entführen!
      Ihre Lippen fanden wieder zueinander und Harvey spürte wie seine innerliche Lust nach ihm nur stärker wurde.

      "Okay, und jetzt lasst uns alle Geburtstagslieder für Harvey singen! Wir können ja einfach mit 'Happy Birthday' anfangen! Aber Satyre --du singst bitte leiser!"
      Bevor sich Harvey noch Hals über Kopf in den Kuss stürzte, erinnerte ihn die Stimme von Ineb wieder daran das sie nicht allein waren!
      Etwas leiser räuspernd löste Harvey denn Kuss um verlegend lächelnd in die Runde zu sehen...Jetzt sagen wie wirklich alle ein Geburstagslied, er spürte wirklich wie sein Herz immer schwerer wurde vor Glück.
      "Okay Leute--bei 1...2..3...Un[i]d Haapppyy Biiirthdaayy tooo youuu~~~ <3."[/i]




      "Happy birthday to you! ♬
      Happy birthday, dear Harvey ♬"



      Tyler sangt mit Ineb am lautesten mit und er gab sich viel mühe beim Singen.
      Tatsächlich begann langsam dieser Geburtstag an spaß zu machen. Wenn alles gut lief...Und sie weiter so viel tranken und die Stimmung gut blieb...Vielleicht war am Ende noch für ihn Sex drin?? Er spürte einen Anflug von Vorfreude...Vielleicht belohnte ihn später Izarra! Er war ja ein richtig Guter Junge gewesen!
      Aber auch Wyatt sang mit....
      Leider nicht so leise wie Ineb es beiläufig erwähnt hatte.



      "ⲏₐPPY Bᵢᵣⲏtdₐy tₒ yₒᵤ!" ,grollte Wyatt freudig mit und strahlte begeistert. Seine Stimmlage war total schief und immer mal wieder entglitt ihn ein besonderes lauter schiefer Tonfall....Als würde man über eine Tafel kratzten. Aber zum Glück war das Geburstagslied nicht besonders lang.



      Das ganze aber was doch ziemlich lustig das Harvey etwas lachen musste...
      Dies war wirklich ein Geburtstag denn er nicht so schnell vergessen würde.
      Doch mit jeder verstrichener Sekunde spürte Harvey eine seltsam Hunger...Aber dieser kam nicht von ihm selbst sondern eher von Yuuto...Sein fester griff ließ seine Augen sogleich wieder zu ihm huschen.

      „Wollen wir … das Meisterwerk essen? Du solltest davor...es nochmal genau begutachten...eine Mahlzeit ist so schnell fort!“
      Was war das plötzlich?
      Harvey war verwirrt wieso er plötzlich so schwer Luft bekam, verstand er Yuuto gerade richtig? Er...Sprach doch von Kuchen oder?
      Anderes aber als Harvey war Tyler auf einmal etwas aufgefallen.
      Der Blauhaarige starrte für ein langen Moment auf das Foto das der Feuerwächter geschenkt bekommen hatte...
      Irgendwas an dem Teil war seltsam....



      Er...war sich total sicher da gerade was gesehen zu haben!!
      Das war voll unheimlich, dass kann er sich nicht eingebildet haben oder?
      Aber keinem Anderen schien das aufgefallen zu sein...Buha wenn er jetzt was sagte hielt man ihn bestimmt für ein Spinner!



      Aber ging es nur ihm so?
      Der Lover von Harvey war doch irgendwie...Schräg.
      Und dieses rauschen...Hört nur er das?
      Von wo kam das ey....?
      Er sah nervös zur anderen Seite und starrte auf den Boden.
      Vorhin hatte er was aus den Augenwinkel gesehen! Etwas wieder diese fette Nacktschnecke...?
      "Uhmm...Leute...? Ähh..."



      ....
      Fuck, nein...Tyler sei jetzt nicht komisch....
      Die würden ihn doch nur auslachen...
      Er presste die Lippen zusammen und nippte an seiner Dose. Aber da...Da war doch was! Jetzt sah er wie sich irgendwas in einem Busch zu bewegen schien. War das ein Tier?! Ein fetter Bär?!
      Aber die Anderen waren viel zu beschäftigt um irgendwas zu bemerken....

      "Ich bin auch ziemlich hungrig geworden... Und wenn ich dich so betrachte … verfliegt mein Verlangen nach Kuchen augenblicklich. Wenn wir nicht anfangen bekomme ich Appetit auf...etwas anderes von dir.... Du … verstehst mich doch, Harvey, nicht wahr?“
      Harvey eingingt ein leises auf keuchen Verdammt, wieso dachte er gerade nur zweideutig? Wollte ihn Yuuto etwa vernaschen?!
      Der Alkohol vernebelte gerade Harvey gemüht total, wenn er nicht aufpasste würde jeder anwesende sehen was Yuutos Worte in ihm auslösten!!

      "OKAY! Okay ihr Turteltäubchen! Bitte wünsch dir was und blas die Kerzen aus Harvey, ich glaub wir wollen ALLE Kuchen essen, hahaha...HA!"
      Wäre Ineb nicht dazwischen gekommen hätte Harvey wohl zu einem zweiten Kuss angesetzt aber diesmal war er sich sicher hätte er sich nicht mehr von Yuuto lösen können.
      Vielleicht sollte er wirklich Yuuto später für ein Moment für sich allein beanspruchen?
      Sie könnten ja etwas abseits der Camps gehen...Mit der ausreden...Sich...Vögel oder so anzusehen!
      Harvey grinste schon benommen vor sich hi bei der Vorstellung das er vielleicht heute mit Yuuto noch weiter ging...
      "Ehh..Ja..die Kerzen...und...haha...Wunsch..", nuschelte Harvey. Er wusste ganz genau was er sich gleich wünschen würde...!
      "Könntest du bitte die Kerzen auf den Kuchen machen, damit unser aller Hunger gestillt werden kann?"
      Fast als hätte Wyatt genau auf diese Worte gewartet summte der Schauspieler besonderes Munter die Geburtstags Melodie vor sich hin.
      Die Kerzen waren sehr schnell auf dem Kuchen verteilt aber beinahe schon schadenfreudig wippte Wyatt mit seinem Körper hin und her:
      "Wir brauchen ein Feuerzeug für die Kerzen~"



      Wohl wissend das alle außer Harvey Nichtraucher waren, blieb wohl nur dem Geburtstagskind die Aufgabe sein Feuerzeug zu benutzten um die Kerzen anzuzünden. Natürlich griff Harvey ganz Automatisch in seine Hosentasche aber--
      "Uhhh..? "
      Verwirrt stellte Harvey fest das zwar seine Zigarettenschachte da war aber sein Feuerzeug...War weg??
      Hastig tastete er seine Hosentaschen ab, er wusste ganz genau das er es in seiner Hosentasche gehabt hatte!
      "Ich ähm...glaub ich hab mein Feuerzeug verloren.", stellte Harvey etwas besorgt mit...Hatten sie jetzt nichts um die Kerzen anzuzünden?
      "Ja ich weiß~", kam es scheinheilig von Wyatt. "Ich hab dir auf dem Weg hier hin aus deiner Hosentasche geklaut."
      Jetzt kapierte Harvey gar nichts mehr...War das also Wyatt Hand an seinem Hintern gewesen? Unterwegs hatte gedacht das Yuutos Hand versehentlich tiefer gerutscht war...---
      Moment, dass war doch jetzt egal:
      "Ähhh...Und warum? Wo ist es jetzt?"



      "Ich habs verloren~", log Wyatt nciht besonderes gut und stemmte die Hände in die Seite:
      "Vielleicht wenn du mein Rätsel jetzt lösst wirst du es verstehen!", kam Wyatt sogleich darauf zurück.
      Harvey unterdrückte ein tiefen seufzter, es hieß wohl keine Gebursttagskerzen bis er dieses Rätsel endlich löste...Und das hieß keine Zweisamkeit mit Yuuto im Wald!
      "Schon gut, schon gut Wyatt...Du hast gewonnen! Gib mir nur einen kleinen Tipp und ich löse dein Rätsel.", gab Harvey bemüht entschlossen zurück, wenn Wyatt so sehr darauf bestand.
      "So gefällst du mir Harveylein! Okay! Ich mach es ganz einfach! Dein Geschenk ist kein Gegenstand! Sondern eine Person! Jemand der dich gewiss besser kennt als wir alle!"


      "Diese Person hat mir vor Tagen per Chat mitgeteilt das er UNBEDINGT dich wiedersehen will und erst vor kurzen wolltest du ihn auch sehen! Also habe ich dafür gesorgt das eure Wünsche in erfüllung gehen! Danken kannst du mir später~!
      .....
      ...............
      .......................................
      ..........................................................
      Mit einem schlag war die gesamte Hitze aus Harvey entwichen.
      Jetzt kapierte er es.
      "Wyatt....", begann er und er spürte zum ersten mal den drang, den Schauspieler ins Gesicht zu schlagen.



      Er hatte doch nicht ernsthaft, dass geatn was er jetzt dachte oder??
      Unmöglich....
      Nicht nachdem was er letztes im Krankenhaus gesehen hatte und überhaupt....Wieso sollte Wyatt ausgerechnet mit ihm...Chatten??
      Aber so wie Wyatt sich die ganze Zeit schon benahm....Und dann bemerkte er es auch...Dieses Rascheln in diesem verdammten Busch!
      "...Du hast ....", setzte Harvey langsam nach und sein Körper spannte sich an. Das konnte Wyatt wirklich nicht...Ernst meinen?!?!
      Fast traute es sich Harvey nicht laut auszusprechen als würde er damit einen Fluch aussprechen der dann nicht mehr Rückgängig zu machen wäre.
      . . . .
      "...Meinen großen Bruder Oscar eingeladen."



      "NAAA Endlich!!~ Ich Dachte ich muss noch länger in diesem Busch hocken!!"
      Wie aufs Stichwort erklang die laute, stimme von Oscar und der Große Mann kam ernsthaft aus einer der Gestübe heraus. Er klopfte sich Blätter und Äste von seinen schwarzen engen Hemd, wobei ein Preisschild an der Seite verriet das er es sich erst vor kurzen geklaut besorgt hatte.
      Ohne groß zu zögern bahnte sich der Riese sein Weg an allen vorbei und kam direkt vor Harvey zu stehen der immer noch total sprachlos war.
      "Oscar, du bist echt...hier...?", entwich es Harveys überfordert als ein raues Lachen von Oscar kam:
      "KLAR, denkst du ich lasse mir den Geburtstag meines kleinen Bruders entgegen?~"



      Sogleich legten sich die, großen Arme seines Bruders um Harvey, wie ein Schaubstock der ihn zerdrücken wollte.
      "Sorry man, das ich letzten im Krankenhaus so abweisend war, das waren die Schmerzmittel! Ich hab mich total gefreut das du nach deinen großen Bruder geschaut hast! Ich weiß doch das du mich lieb hast!"
      Ein breites grinsen lag auf dem Mund von Oscar und er wuschelte den kleineren Feuerwächter durch sein Braunes Haar:
      "Echt krass, deine Freunde! Das ihr Campen geht, da werden ja Erinnerungen wach! Hast du Ihnen erzählt was bei unserem letzten Camping Ausflug passiert ist? Das war so Abgefahren...Der halbe Wald ist abgebrannt! Und du kleiner scheißer behauptest immer noch das du nichts damit zu tun hast! HA HA HA! Ich bin froh diesmal nicht dabei zu sein! Aber ich wünsche dir und deinen Freunden echt viel Spaß~"
      Sofort schluckte Harvey schwer, beim versuch mit zu lachen als wäre wirklich nur ein...Scherz. Denn Anderen aus der WG hatte ja schon erzählt aber...Nicht Yuuto!
      Unwohl ging sein Blick etwas aus den Augenwinkel zu ihm.
      "M-mein Bruder macht nur scherze--", versucht er zu retten aber Oscar war gerade erst hochgefahren:
      "Natürlich~ Aber Hey stell mich doch mal deinen Freunden vor! Ich will euch alle Kennenlernen! Die Freunde meines Bruders sind auch meine Freunde!"



      Verspielt drehte Oscar sein Feuerzeug in seinen großen Händen und zündete die Kerzen an, während sein Blick wie ein verspielter Rottweiler herum ging.
      Tyler der wie erstarrt war sah zu dem großen Kerl auf, der nun so plötzlich teil dieser Feier wurde.
      WAS ZUR HÖLLE WAR DAS FÜR RIESE?!
      Total verstört darüber DAS Harvey Bruder war zuckte er etwas als dieser in seine richtung Blickte.



      Dieser Typ, dass war ein Ex-Knacki! Ein Krimineller...!! Und Wyatt hatte ihn einfach hier angeschleppt?! Spinte der total?!
      Da keiner sofort das Wort ergriff war es einfach Wyatt der Munter alle vorstellte!
      "Mich kennst du ja schon! Der Blauhaarige Kerl dahinten ist Tyler, dann ist das dort daneben Cabriel mein Freund, dahinten ist Yuuto der feste Freund von Harvey und das hier vorne ist Ineb!"
      Sogleich ging Tylers Blick fassungslos zu Wyatt:
      "Du...kennst denn?", hauchte er so leise in der Hoffnung das es Oscar nicht hörte, dieser Kerl war ein wandelnde Muskelmasse!
      "Ohja! Das meine Überraschung! Oscar hat mir Online geschrieben, als er ein Viedo von mir und Harvey gesehen ha, er ist TOTAL Nett! Er sagte das er Harvey unbedingt wieder sehen wollte, ich beneide dich wirklich Harvey! So ein Großen Bruder zu haben der sich die ganze Zeit Gedanken um einen macht!"



      Natürlich hatte Oscar behauptet ein Fan von Wyatt zu sein um Pluspunkte bei dem Schauspieler zu bekommen, auch wenn er nie ein Film oder überhaupt etwas von ihm gesehen hatte. Es war ein Kinderspiel sein Vertrauen zu bekommen...
      Oscar ließ sein Blick schweifen während Harvey anfing unwohl hin und her zurutschten.
      "Mhh...Das sind also deine neuen Freunde.", wiederholte Oscar etwas leiser und verbiss sich einige abfällige Kommentare.



      Was für ein Riesen Haufen Schwächlinge...Auch sein Freund dieser Yuuto war richtiges Milchbubi Gesicht, wirklich enttäuschend...Harvey hatte nach wie vor kein Geschmack.
      Wirklich bedauerlich, da konnte er nur Harvey für die Schlägerei gebrauchen, der Rest würde sicherlich schon in den ersten Sekunden ins Gras beißen.
      Überrasch musterte er auch diesen Ineb....Der sah voll aus wie Beni aber eher als wäre er in der Wäsche eingelaufen!!
      "Krass, ich hab mir dich immer größer vorgestellt...",stellte der Ex-Häftling selbst murmelnd fest.
      Auch musterte er denn stillen Jungen, den Wyatt als sein Freund bezeichnete...Gott...Diese Toten Augen. Wie eine Fischfresse....
      "Harvey, eh....deine Freunde sind....echt putzig.", gab Oscar halb Herzig von sich als er wieder zu ihm sah mit dem stillen Blick den Harvey sofort verstand.
      Tyler wurde immer kleiner...Putzig?? ÄH???
      Doch er traute sich nicht etwas zu sagen, der Kerl könnte doch jeden einzelnen von ihnen zu Schaschlik verarbeiten!
      Er warf Wyatt ein verbitterten Blick zu, das war die blödeste Überraschung überhaupt!!



      Harvey wusste aber auch nicht was von der Überraschung halten sollte, für ihn war ganz klar das Oscar das zu leichtfertige Handeln von Wyatt ausgenutzt hatte um hier zu sein...Außerdem wusste Harvey das sein Bruder nur Nett war wenn etwas von ihm wollte...Besonderes an diesem Tag....Und es konnte nichts gutes bedeuten.
      "Das ähm ist wirklich eine Überraschung...", sagte Harvey etwas leiser.
      "Oh ich hab selbstverständlich noch ein Geschenk für dich, kleiner...Wyatt hat mir das nötige Geld dafür ausgeliehen.", verkündete Oscar mit einem vielsagenden grinsen.
      "Sieh es also als ein gemeinsames Geschenk für dich."
      Mit diesen Worten ging Oscar noch mal zurück zum Busch, er holte eine große Tasche heraus, sichtlich noch ein paar Snacks und ein...Großes Kissen?
      Ein schmutzigeres grinsen lag auf Oscars Lippen als er das Geschenk präsentierte und Harvey sofort das Blut in den Kopfschoss:
      "Hier mein Bruderherz~♥ Ich weiß doch wie sehr du Power Ranger Pink geliebt hast."



      Es war ein halb, großes Kissen mit Power Ranger Pink drauf, in einer sehr eindeutigen Vulgären Pose.
      "Ich weiß noch genau, als du überall herum erzählt hast das sie deine feste Freundin ist und du sie eines Tages Heiraten möchtest sobald du ein großer Held geworden bist.", zog Oscar ihn grinsend auf.
      Harvey zog das Kissen fassungslos an, er verlor die Fassung und funkelte Oscar wütend an:
      "Da....Da war ich erst 6 Jahre Alt!!! Außerdem...St-steh ich gar nicht mehr auf Power Ranger Pink!!"
      "Nicht? Oh dann gibt mir das Kissen wieder dann tausch ich es um---"
      "NEIN....Ich ehh..Hab nicht gesagt das ich das Geschenk nicht annehme, kapiert?!"



      Oscar lachte laut auf als Harvey sich dann doch weigerte das Kissen wieder her zu geben.
      "Noch immer der kleine Perversling, es ist schön das sich manche Dinge wohl nie ändern."
      Er legte sein Arm um Harvey dessen Gesicht rot anlief:
      "Ich wette du schaust dir immer noch deine Lieblings Folge an wo sie gefesselt wird von Tentakel, du bist immer viel zu steif Bruder! Ich dachte das hier ist eine Geburstagfeier, da sollte man doch lockerer sein und ein paar Peinlichkeit raus lassen!", schmunzelte Oscar und zwinkerte kurz in die Runde.
      "Wollt ihr wissen was Harvey gemacht hat als er zur Karneval das falsche Poweranger Kostüm bekommen hat und heimlich vor dem Spiegel---"
      "H-hör auf Oscar!! Das wird langsam echt Peinlich!!"
      Beschämt zog sich Harvey die Kapuze über, war Oscar ernsthaft nur hier um eine Reihe peinlicher Kindheit Erlebnisse auszuplaudern?!
      War das seine Rache das er ihm nicht helfen wollte?
      "Ich bin jetzt 25!! Lass diese Große Bruder Nummer...."



      Außerdem hatte er sich geändert! Oscar...Hatte doch gar keine Ahnung was aus ihm in der Zeit wo er im Gefängnis war aus ihm geworden war!
      Doch zum glück setzte Oscar seine Neckerei nicht fort. Stattdessen tat sein Bruder etwas ...Was er noch nie getan hatte.
      "Sorry, kleiner ich zieh dich doch nur auf! ich muss so viel nachholen..."
      Mit diesen Worten Kniete sich der Blonde vor ihm und schenkte ihn ein breites, grinsen und hielt ihm einen Blume hin.
      "Ich meines es diesmal total ernst! Happy Birthday Harvey, ich wünsche dir von Herzen alles Gute."



      ....
      Lügner.
      Mit einen mal entwich Harvey für ein Moment jegliche Emotion in seinem Gesicht.
      Sein Bruder Oscar hatte ihm noch nie auf dieser weise zum Geburtstag gratuliert. Ein großerteil in Harvey hoffte das sich Oscar geändert hatte. Das er wirklich dieser neckische Ältere Bruder war der ihn aufzog und so viel über ihn wusste...
      Oft klammerte sich Harvey genau an diese Illusion. Der Ältere Bruder, der ihn eigentlich liebte hinter seiner etwas rauen Schale...
      Aber Harvey kannte sein wahres Gesicht.
      Die Verlogenheit...
      Und trotzdem wusste Harvey nie ob ihn Oscar gerade etwas vorspielte oder nicht.
      War dieses Lächeln echt?
      Oder hasste er ihn innerlich immer noch?
      Es war nicht das erste mal das Harvey auf diese Masche reinfiel....
      Doch war Oscar bis her noch nie so weit gegangen.



      Kommentarlos nahm Harvey die Blume entgegen und pustete dann Endlich die Kerzen aus nachdem er einen Moment doch länger über sein Wunsch nachgedacht hatte.
      Begeistert klatschte Wyatt in seine Hände, nicht ahnend das wohl Oscar ein besserer Schauspieler als er war oder jemals sein würde.
      "Wie schön! Ihr zwei seid ja beinahe wie Katze und Hund! Aber jetzt lasst uns endlich den Kuchen essen! Ich hoffe das alle deine Wünsche wahr werden Harvey!"



      Harvey nickte leicht und versuchte sein lächeln zurück zu gewinnen, während Oscar schon fleißig dabei half den Kuchen zu verteilen. Sichtlich aber um selbst natürlich von Kuchen zu essen. "Woha voll lecker! Ihr hättet echt mehr von dem Kuchen machen müssen, der ist total lecker."
      Er wendete sich dann munter an Ineb dem er ein Stück Kuchen gab:
      "Ey, ich finde es wirklich stark das ihr mit Harvey zusammen wohnt, ich finde Wohngemeinschaften echt stark! Ich hoffe ihr passt immer gut auf ihn auf ja? Besonderes wenn es so gut aussehende Leute wie ihr seid! Jetzt echt mal, wie stellst du das an?"



      Überschwänglich schien Oscar darauf bedacht jeden dieser Loser besser kennenzulernen. Harvey verzog etwas das Gesicht....So über eifrig war sein Bruder schon lange nciht mehr...
      Harvey kapierte es wirklich nicht. Das ganze Theater nur damit er ihm bei eine Prügelei half?
      ...Irgendwas war doch da Fauhl...
      Aber solange Oscar einfach nur den Großen Bruder spielte...Wars wohl okay?
      Zumindest heute zeigte er ihm nicht die sonst eher Bissige, kalte Art...Zum Glück schien er nicht übernachte zu bleiben aber...Ehrlicherweise war Harvey schon froh wenn Oscar bald wieder abhaut...Bevor er denn Anderen nur noch mehr peinliche Kinder-Storys erzählte.
      So langsam war ihm wieder zum Rauchen zu mute...



      Etwas entschuldigend räusperte er sich als er zu Yuuto sah...Man...Er hoffte es hat die Stimmung mit ihm nicht ruiniert!
      Er nahm ein stück des Kuchen auf die Gabel und zögerte bevor er es ihn anbot und leiser sprach:
      "Entschuldige, falls mein Bruder etwas...Naja zu Wild ist..."
      Irgendwie freute er sich ja schon...Das da war aber zur gleich ließ es ihn keine Ruhe das sein Bruder gewiss versuchte ihn erneut für seine Bitte zu überzeugen aber Harvey würde nicht nachgeben!
      Später musste er aber echt mal mit Wyatt sprechen, diese Aktion war ja nett gemeint aber er sollte sich wirklich nicht in seine Familie Angelegenheit einmischen...In Wyatts Kopf sah das ganze sicher nach eine Brüderliche Zusammenkunft... aus. Vielleicht sah es auch wirklich so aus aber nur weil Oscar auch wollte das man das dachte...
      Denn gleichen Mist hatte er schon mal abgezogen worauf ihn jeder verständnislos fragte warum er so abweisend zu seinem Bruder war, der doch soooo toll war. Der Typische große Bruder der sein klein Bruder doch nur ein bisschen Ärgerte.
      Doch wer das dachte kannte einfach Oscar schlecht....
      Believe Me ~

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    • Dax Vazquez & Lord Eternity & ₭ɎɆ

      Selbst unter dem Tisch bemerkte Kye die dunklere Aura, die sich zusammenzog... Am liebsten hätte die Seele des Lords diesen Typen sofort durch das Portal hinfort geschickt...
      Mächte interessierten ihn zwar brennend, doch gerade empfand er diesen Auftritt als mehr als unpassend. Nicht in seiner momentanen Lage, es waren eindeutig zu viele Personen hier im Raum. Das Tagebuch wurde fester an sich gedrückt, als müsste er es vor der aufkommenden Aura, die sich hier verteilte, beschützen.
      Er widerstand dem Drang sich an Benis Bein zu klammern...

      „So sei es. D༙྇a༙྇n༙྇n༙྇ e༙྇r༙྇l༙྇a༙྇b༙྇t༙྇ e༙྇u༙྇c༙྇h༙྇ a༙྇n༙྇ m༙྇e༙྇i༙྇n༙྇e༙྇r༙྇ w༙྇a༙྇h༙྇r༙྇e༙྇n༙྇ G༙྇e༙྇s༙྇t༙྇a༙྇l༙྇t༙྇.༙྇“

      Dax verzog das Gesicht leicht, als die Stimmlage so in seinen Ohren zu schmerzen begann...
      Er selbst brauchte gewiss nichts zu befürchten, aber diese Wandlung ließ den Riesen doch unruhig werden. Der treue Lakai des Lords konnte nur hoffen, dass der Lord wusste, worauf er sich hier einließ.

      Genug ist ein Wort für die Schwachen. Für jene, die nicht die Kraft haben, mehr zu ertragen. Mein Verlangen kennt keine Grenzen... und genau dieses Gefühl erwarte ich auch von der A༙྇l༙྇l༙྇i༙྇a༙྇n༙྇z༙྇!“

      Lord Eternity schien mit unmenschlicher Geduld diese überwältigende Verwandlung zu beobachten, als wartete er auf die Hauptspeise, die ihm versprochen wurde, und... sie war wirklich zu köstlich! Eternity war wirklich nicht enttäuscht... Im Gegenteil, ein Stück weit die wahre Gestalt zu sehen, die sich ihm hier offenbarte, war wahrlich zufriedenstellend. Sogar seine rot glühenden Augen kehrten zurück. Als könnte er diese Habgier förmlich bis in sein Innerstes spüren... Perfekt.



      Für einen Bruchteil konnte er diese Vorliebe für Herzen verstehen, die sein alter Freund Nuriel so pflegte. Sein Wissensdurst wurde schlagartig neu entfacht... Er hatte schon beinahe vergessen, wie es sich anfühlte. Den Drang, dieses Herz sofort auf dem Tisch zu fixieren und es in seine Einzelteile auseinanderzureißen, um es genau zu studieren...~

      „Ich heiße Nova. Herz von Arkhanta. Das Ende der Ära.“



      Dax stand total unter Schock... Ein weiteres Herz?!
      Und in der Form eines Menschen?
      Sein ganzer Körper spannte sich an und er sah aus den Augenwinkeln, wie Beni sogar vom Stuhl kippte. Auch wenn dieser womöglich viel mehr in Gedanken versunken war, als diese unheimliche Verwandlung mitzuerleben.
      Diese Allianz... würde das ganze Machtverhältnis anheben!
      Dax fürchtete wenige Dinge, er glaubte, es gäbe nichts, was schlimmer wäre als der Tod oder in die Augen einer verratenden Liebe zu blicken, aber dies hier? Auf einmal beschlich ihn ein so ungutes Gefühl, als würde er den Untergang wahrhaftig mit eigenen Augen sehen.



      Aber irgendwas an seinem Anblick... löste etwas in Dax aus, er spürte, wie sein Kopf höllisch zu schmerzen begann. Vielleicht vertrug das Dark Heart sich nicht mit der geballten Kraft dieses Novas...
      Auch wenn der Anblick ein rauschendes Brennen in Dax auslöste, versuchte er sich binnen Sekunden jedes Detail einzuprägen, das er vor sich sah.
      Er hatte mal die Legende gehört, dass, wenn man die wahrhaftige Gestalt eines Engels sah, es zum Tod führen könnte. Weil der sterbliche Verstand es nicht vermag, all diese übernatürlichen Reize zu verarbeiten. Man sprach davon, dass die menschliche Hülle und Seele nicht würdig genug wären, ein solches Wesen anzusehen!
      Und genau dieses erschreckende Gefühl übermittelte ihm das Herz von Arkhanta...



      Dennoch hielt Dax eisern seinen Blick auf ihn gerichtet...
      Das Leuchten seiner Hörner gab ihm aber ein seltsam vertrautes Gefühl.
      Er musste an Mefh denken, dieses Leuchten... er kannte es von dem Schlangenwandler.
      Sie hatten so viele Trainingsstunden zusammen verbracht, es war beinahe identisch... Verwendete er eine ähnliche... Magie?
      Dax' Augen begannen höllisch zu schmerzen, und er war gezwungen, den Blick zu senken.
      Mefh hatte ihn schon immer sehr verwirrt, er sprach oft in Rätseln und war immer seltsam angetan von Dax...



      Er war viel in seiner Nähe gewesen und immer hatte Dax das Gefühl gehabt, von ihm studiert zu werden.
      Doch was hatte das Schlangenvolk überhaupt hiermit zu tun?
      Vielleicht war einfach nur das Leuchten dasselbige...
      "Aber solche Dinge waren schon damals für dich viel zu kompliziert."
      Erneut erinnerte er sich an seine Worte, vielleicht war er schlicht nicht klug genug, um das alles zu begreifen. Er verstand nicht einmal, wovon Mefh damals geredet hatte, und hatte auch keine Ahnung von dem, was hier gerade passierte.

      "Unsere Allianz hat hiermit... begonnen!"

      Die Unruhe tobte weiter in Dax' Herzen, aber er vermutete stark, dass der Lord schon wusste, was für eine Allianz er hier begonnen hatte. Er musste aufhören zu denken, so wie es der dunkle Herrscher von ihm verlangte, und weiter gehorsam seinen Befehlen folgen.
      Er gab ihm diese Erinnerungen sicherlich nicht zurück, um sich Gedanken darüber zu machen, welche Mächte hier gerade am Werk waren.

      "....Ein Verwandter von dir, Daxxy???"
      "ÄHH...??"
      Die entgeisterte Frage seines Meisters zog Dax so ruckartig aus seinen Gedanken, dass er den verwirrten, tiefen Laut nicht unterdrücken konnte.
      Gerade hatte Dax an alle möglichen Dinge gedacht, aber nicht an eine Verbindung zwischen ihm, einem einfachen Sklaven aus der Wüste, und einem übernatürlichen, mächtigen Wesen, das sich DAS ENDE DER ÄRA nannte!?!?



      Aber vermutlich bezog sich Beni schlicht auf ihre Hautfarbe...
      Er unterdrückte ein genervtes Brummen und schüttelte nur schwach seinen Kopf.
      So denken konnte auch nur Beni...
      Er hoffte doch, dass Beni nicht dachte, dass jeder Mensch mit dunklerem Hauttyp mit ihm verwandt war und aus der Wüste stammte!
      Aber vermutlich dachte Beni genauso über jeden, der wie der Lord schwarzes Haar und rote Augen besaß...

      Plötzlich hatte der unerwartete Gast des Schlosses es verdammt eilig.
      Er packte Beni wie ein Tier und beförderte ihn trotz lautem Widerspruch durch das Portal!
      "Lord KOOORBOOOOOS!! NEEEEEEIIIIIIN!!!"
      Der Lord zeigte keine Regung; vielmehr akzeptierte er den Abgang der beiden wie das Normalste auf der Welt.
      Es schienen für ihn alle Formalitäten geklärt zu sein... Nur Dax blieb für einen Sekundenbruchteil noch stehen. Er hatte aber auch keine andere Wahl, als seinem Meister sofort durch das Portal zu folgen; der Abstand zwischen ihnen durfte nicht so weit sein...
      Aber ein letztes Mal musste Dax noch einmal zum veränderten Lord blicken...
      Er musste einfach sicher sein, dass sich nichts von seinen Befehlen, die er erhalten hatte, geändert hatte.
      "Lord..."



      Der Lord, der an seinem Platz saß, schenkte ihm keinen Blick, aber seine Stimme war so durchdringend wie immer:
      "Dax, du kennst deinen Auftrag...."
      Sofort verneigte sich der Rothaarige tief:
      "Jawohl, Lord..."
      Keine Zeit für Fragen oder Zweifel; der Riese folgte schnell den beiden durch das Portal.
      Den Darkheart-Herzträger am Leben zu erhalten, egal wie oft er dafür noch sterben musste...
      .............
      ...........................
      ...........................................................
      Zurück blieb eine stechende Stille.
      Unter dem Tisch raschelte es etwas, als Kye sich vorsichtig mit den Tagebüchern in seinen Händen hinauswagte.
      Das alles... roch nach einem großen Fehler.
      Aber... Eternity pflegte immer diese Einstellung, dass er NIE Fehler machte...
      Kye war wirklich verwirrt und beunruhigt. War es wirklich gut, diesem Herz die Rolle des Mentors zu übertragen, ohne seine genauen Ziele zu kennen??
      In aller Ruhe saß sein Körper da und ignorierte das Chaos, welches Nova hinterlassen hatte... Die ersten Schattenhasen kamen schon an, um mit dem Putzen anzufangen.
      Kye hätte selbst ein Gespräch mit Beni noch vorgezogen. Wusste der rechtmäßige Dark Heart-Träger überhaupt, was seine neue Rolle bedeutete?
      Der Blick von Kye fiel anklagend zu Eternity.
      "₩₳₴ Ⱨ₳₴₮ ĐɄ VØⱤ...?"



      Ein emotionsloses, hartes Lachen entglitt Eternity, nachdem er sein Glas Wein auf dem Tisch abgestellt hatte.
      "Das fragst du ernsthaft? Ich dachte, du kennst mich am BESTEN... Du solltest schon begriffen haben, was ich vorhabe", erwiderte Eternity mit herablassendem Kopfschütteln.
      Langsam verblasste die neue Gestalt des Lords und brachte sein altes Äußeres zum Vorschein. Er wirkte etwas erschöpft...
      Er hatte eigentlich genauso wenig etwas dagegen, dass Nova nun ging; länger hätte er auch nicht in dieser dominierenden Haltung bleiben können ohne diese lästige Krone.
      Leider war das Geschenk von Nuriel keine Dauerlösung für sein eigentliches Problem...
      "Du magst doch mächtige Wesen, freu dich doch über diese Allianz, welche IHR jetzt führt... Ich werde nicht mit solchem Abschaum zusammenarbeiten."



      Es war schon, wie Kye sich dachte... Sein Körper bestand penibel auf seinen Namen Eternity, weil es sie beide voneinander abtrennte. Wenn er wirklich interessiert an einer Zusammenarbeit mit dem Herzen gewesen wäre, hätte er großspurig auf seinem vollen Namen bestanden. So jemand wie er... dem Namen so wichtig waren.
      Aber dann fragte sich Kye nur umso mehr... Warum?
      Wollte er, dass Kye einen Fehler beging mit dieser Allianz? Er schnitt sich damit nur ins eigene Fleisch...
      "ł₥ ₥Ø₥Ɇ₦₮ VɆⱤ₴₮ɆⱧɆ ł₵Ⱨ Đł₵Ⱨ ü฿ɆⱤⱧ₳Ʉ₱₮ ₦ł₵Ⱨ₮ ₥ɆⱧⱤ..."
      Und das beunruhigte Kye wirklich... Irgendwas hatte der andere doch vor...
      Es sah ihm auch nicht ähnlich, einfach nur zuzusehen...
      "₩₳₴ ₳Ʉ₵Ⱨ ł₥₥ɆⱤ ĐɄ VØⱤ Ⱨ₳₴₮... ₲Ⱡ₳Ʉ฿ ₦ł₵Ⱨ₮, Đ₳₴₴ ĐɄ Đł₵Ⱨ ₳Ʉ₴ ₥Ɇł₦Ɇ₦ ₣äĐɆ₦ ⱤɆłßɆ₦ ₭₳₦₦₴₮!", raunte Kye warnend. Egal, was ihm dieser lästige Zauber noch geben würde... noch hatte er immer noch das Sagen!
      Doch das überhebliche Grinsen blieb auf Eternitys Lippen, als er immer kraftloser nach vorne sackte, wie eine Aufziehpuppe, die neu aufgezogen werden musste:
      "...Keine Sorge, die Dinge, welche ich brauche, um dich auszumerzen, kommen ganz allein zu mir~"
      Die Hand von Eternity schob sich unbemerkt in seine Seitentasche, von der ein kurzes Blinken ausging, das außerhalb von Kyes Sichtfeld war.
      Wenn die Sehnsucht von Beni nach seinem Lord groß genug war... würde sein Plan schnell funktionieren. Es war riskant, sehr riskant, aber Eternity freute sich schon darauf, ihnen diesen kleinen Vorteil, welchen sich das Dark Heart-Team aufzubauen begann, zu zerstören.
      Bald würde er ihn wiedersehen... seinen guten alten Freund... Izarra.

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      Stan. L

      Obwohl es Stan noch nie wirklich schwer gefallen war, radikale Entscheidungen zu treffen ohne sie noch mal zu überdenken oder zu zögern...Schaffte es Izarra wirklich ihn für ein Moment doch inne zu halten...
      Stan konnte nicht deuten ob es ein Fehler war...Ein großerteil in ihm wollte dem Mann sein Gehör und Glauben schenken. Doch gleichzeitig ließ sein Verstand es nicht zu...Fakt war das Izarra Dinge sagte und auch noch an diese glaubte, die nicht Geistig gesund sein konnten.

      "Verzeih---ich...lass dich auch gleich in Ruhe. Ich bin es gewohnt kein Vertrauen zu erhalten. Kein Wunder...es klingt ja auch...echt bizarr...! Aber bitte...schenke mir nur einmal noch deine Zeit."

      Aber, wenn ihn Izarra so anschaute mit diesen Augen, voller schmerzhafter Traurigkeit als hätte er ihm gerade das Herz gebrochen. Dazu wollte Izarra ihm nicht einmal dazu drängen ihm zu glauben, er wollte nur seine Zeit...Stan konnte wirklich nicht sagen ob es sehr Manipulativ war oder Izarra schlicht, erschreckend ehrlich.



      Aber da Stan wirklich Izarra aus dieser vermutlich Kriminellen Sekte befreien wollte, war sein Ziel auch nicht sich vollkommend von ihm Abzuwenden. Er musste jedoch aufpassen. Es war wie mit dem Retten eines ertrinkenden, wenn er nicht mit in die tiefe gezogen werden wollte musste er die Sache mit Vorsicht angehen. Er konnte Izarra nicht helfen wenn, er selbst sich in einer Aussichtlosen Lage befand. Aber in Augenblick wirkte es eher als wollte ihm Izarra helfen...
      Eine kleine Truhe überreichte ihn Izarra.
      Es war jedoch sonderbar, er konnte sofort spüren wie ein kribbeln über seine Haut strich und sein Herz in einem schnelleren Rhythmus schlagen lässt.
      "Es sind keine Drogen!"
      Natürlich versuchte Izarra sofort aufkommenden Verdacht in Stan zu zerschlagen. Auch wenn Stan vermutet das Izarra mit Drogen in direkter Verbindung stand, wollte er nicht ihn verdächtigen mit diesem Teufelszeug aufzuzwingen.
      Aber natürlich fragte er sich, was in dieser Schachtel große Truhe war?
      Warum wollte ihn Izarra das geben...?



      "Auch wenn du mir nicht glaubst, fürchte ich immer noch um deine Sicherheit...."
      Seine Sicherheit?
      Es fühlte sich an als steckte Stan doch viel tiefer in einer Sache, die Izarra beunruhigte und deutlich mehr zu wissen schien.
      Bis her war Stan eigentlich sehr gut darin sich selbst zu Verteidigen aber wenn er nicht wusste mit was genau er es hier gerade zu tun hatte...War es leider schwer.
      Am eigenen Leibe hatte er zu spüren bekommen wie ihn schwarz vor Augen wurde und sein Körper ihn nicht mehr gehorchte.
      Doch gab es dafür Logische Erklärungen und keine die mit Magie zu tun hatte...
      Die Truhe lag seltsam schwer in seinen Händen aber in Stan lag keine Neugier darin sie sofort zu öffnen. Er merkte die Wichtigkeit darin und das Izarra ihm dieses Geschenk nicht einfach so machte...
      Verdammt...Jetzt bereute er seine harschen Worte ihm gegenüber. Er wollte nicht verurteilen klingen als würde er Izarra mit auf die Stufe der Menschen setzten die er versuchte wie verdorbenes Obst auszusortieren.
      Er wollte nicht so jemand in Izarra sehen.



      "Wenn...du wieder einmal angegriffen wirst oder dich in Gefahr fühlst...dann öffne sie. Bitte. Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert, Stan...Mir ist deine Sicherheit sehr wichtig...Auch wenn ich mich jetzt bei dir unbeliebt gemacht habe."

      Diese True sollte ihn beschützten?
      Izarra sagte es so als wäre es ein Wunderwerkzeug. Als könnte ihn der Inhalt vor Gefahren beschützten. Es war aber anderes ausgedrückt als würde es sich um ein Talisman handeln oder eine Geheimwaffe.
      Der Kopf des Butlers war voller Fragen und wirren Information die er zu gern zu einer Lösung zusammen formen wollte.
      Er hoffte nur das es ihm genug Zeit geben war diese Dinge richtig zu ordnen.
      Das ganze würde gewiss noch Tage an ihn nagen und vermutlich auch an Izarra.
      „Ich fand es trotzdem wunderschön mit dir in diesem Traum als Team zu sein – zumindest, wenn man nur den Anfang betrachtet...."
      Langsam hob Stan sein Blick von der True als Izarra erneut den Traum ansprach...
      Stans Vermutung lag Nahe das es alles nicht Real gewesen war und er durch Drogen beeinflusst wurde aber Izarra sprach davon wie eine schöne erinnerung.



      Auch Stan musste zugeben, dass er zwischen durch seine Verpflichtungen vergaß und die Zeit mit Izarra genoss.
      Er konnte sich nicht erinnern mit jemand auf diese Weise lange Zeit verbracht zu haben, die außerhalb seiner Rolle stand.
      Das letzte mal...War mit Franc gewesen. Als sie beide im Militär waren. Obwohl ihr Leben dort sehr streng und strukturiert ablief, gab Momente wo ihn der Anderer dazu gebracht hatte Momente zu erleben die nicht mit denn ganzen um sie herum zu tun hatte. Wenn Stan daran zurück dachte war es fast vergleichbar gewesen...Nur fühlte es sich mit Izarra an als könnten sie in allem ein unglaubliches Team sein. Sie ergänzten sich sehr und verstanden aneinander...Als wären sie schon ewig miteinander Befreundet gewesen oder hätten teil in dem Leben des Anderen verbracht.

      "...Selbst wenn all das für dich vielleicht nicht real war, werde ich unsere gemeinsame Zeit für immer tief in meinem Herzen bewahren...und darauf achten, dass dir nichts geschieht. Wenn du nichts mit Magie zu tun haben möchtest, dann...wehr dich mit aller Macht dagegen - ich unterstütze dich!“
      Izarra zu Hassen oder zu verachten war in Stans Augen unmöglich...Obwohl er Izarra nicht glaubte und das Erlebnis auf ein manipulativen Drogenrausch reduzierte, wollte ihn Izarra weiter unterstützten.
      Ihn Beschützten....Und dazu noch ermutigte er ihn in seiner Meinung weiter Standhaft zu bleiben.
      Stan begriff nicht warum es zwischen ihnen so Kompliziert sein musste. Es fühlte sich an als würde irgendwas höheres sie beide auseinander reißen wollen.



      Doch weder Stan noch Izarra schien sich damit abzufinden...Dabei wollte Stan wirklich Izarra näher kennenlernen und die Zeit mit ihm verbringen. Es hatte sich nie falsch oder schlecht angefühlt...Doch je weiter er darüber nachdachte kam in ihm Zweifel auf. Die Reaktion von Sophia damals, sie war so Feindlich gegenüber Izarra gestimmt...
      Und die ganze verdächtigen Dinge die derzeit passierten und überall schien Izarra mit eingebunden zu sein.
      Aber dabei machte Izarra nie einen boshaften oder schlechten Eindruck auf ihn. Oder das er überhaupt auf der suche das Problemen oder Ärger war...Im Gegenteil.
      Doch warum steckte dann Izarra so tief darin...?
      Es beschäftigte ihn gerade beinahe mehr als alles Andere in diesem Moment.

      "Mein...Erschaffer Vater...sagte eins zu mir: Dass dir der Glaube an mich fehlt ist eine Distanz, die wir gerade tragen. Doch sie ändert nichts an dem Gewicht, das du in meinem Leben hast. Du zählst für mich, weit über dein Misstrauen hinaus.“

      Die Worte die Izarra von seinem Vater zuhören bekam lagen Stan sehr schwer im Herzen. Er verstand die Bedeutung dahinter und auch warum wohl Izarra es ihm genau in diesem Moment sagte. Noch nie hatte Stan darüber nachgedacht jemand so etwas zu sagen...Wenn er jemand misstraute er aber trotzdem für einem da war. Das sprach für eine sehr selbstlose Verbundenheit oder nicht?
      Es schien ihm das Izarra wirklich nicht untertrieb das er es wohl gewohnt war in seinem Leben mit misstrauen schon oft in Verbindung gekommen zu sein.
      Er fragte sich wer in Izarras Leben ihn eigentlich Blind vertraute und er ebenfalls....
      Wenn er das ganze nur besser begreifen und verstehen könnte.
      Doch gerade war Stan eigentliches Problem wirklich das Vertrauen und die volle Überzeugung hinter denn ganzen.
      Dem Butler war bewusst das er Izarra wohl auch darum bitten könnte ihm Beweise für seine Worte vorzulegen oder ihn deutlicher rauer die Wahrheit aus ihm verlangen könnte.
      Aber Stan fühlte es deutlich, es war zu viel auf einmal, er konnte schon jetzt kaum etwas davon akzeptieren oder verinnerlichen oder das seine Gedanken so intensiv kreisten.
      Er wollte wirklich neutraler über Izarras Worte nachdenken und Entscheiden können...Aber in diesem Moment schien ihn das unmöglich. Sein Daumen strich über die Mysteriöse Truhe die ihm Izarra überreicht hatte....Es war wie ein Abschied, bei denn Stan selbst nicht absehen konnte für wie lange.

      „Vergiss nicht, dass du immer zu mir kommen kannst, falls dir irgendetwas Seltsames widerfährt. Egal wie verrückt. Ich werde auf dich warten … Und bis dahin … wünsche ich dir eine gute Besserung … Ich hoffe du findest Antworten auf deine Fragen.“

      Obwohl die Worte von Izarra eine tiefen Eindruck bei Stan hinterließen, verspürte der Butler eine tiefe Erschöpfung in sich aufkommen. Dieses Gespräch hatte ihm eine enorme Kraft geraubt und an Izarras verabschiedenden Haltung konnte er erkennen das es ihm ähnlich erging. Gern hätte Stan noch etwas auf Izarras Worte erwidert aber kein Satz schien ihn angemessen für ihre Situation. Er hoffte nur das sein Misstrauen ihm gegenüber ihn zu einer Falschen Entscheidung verleitet hatte...
      So Perfekt wie ihn Izarra sah war er nicht...Auch er machte Fehler und in Moment fühlte sich jeder Schritt wie sich Izarra von ihm entfernte unsagbar falsch an.
      Er musste Izarra retten...Egal aus welcher Lage sich dieser gerade befand, so jemand mit so einem reinen Herzen durfte nicht von Unglück geplagt werden.



      Ohne sich noch einmal nach Izarra zurück zu Blicken steckte er die Truhe sicher in seine Brusttasche, wenigstes diesen kleinen Vertrauensbeweis wollte er ihm geben...
      Wenn es am Ende doch Drogen waren oder etwas verbotenes das ihn in weitere Schwierigkeiten brachte, würde er die Konsequenz dafür tragen.
      Er wollte Izarra nicht vollkommend aufgeben...Auch wenn keines seine Worte über Magie ihn wirklich glaubwürdig vor kamen, hatte er so ehrlich auf ihn gewirkt.
      Falls das alle jedoch sich in ein Logisches Phänomen erklären ließ musste sich Stan ernsthaft überlegen wie er in der Sache mit Izarra umging. Vielleicht dachte er das erste mal Naiv, doch glaubte er nicht daran das Izarra versuchte ihn böswillig in seine Realität zu ziehen, sonst hätte er ihm eben nicht gesagt das dagegen Ankämpfen soll...
      Seine Schritte führten ihn etwas Ziellos nach vorne, er war gerade nicht bereit zum Lyons Anwesen zurückzukehren wo er seine kleine Wohnung hatte.
      Aber allein wollte Stan in diesen Augenblick auch nicht sein...Er würde nur damit Zeit verbringen die wildesten Theorien zu spinnen ohne wirklich die 100% Wahrheit zu wissen. Dazu müsste er noch tiefergraben und nach der langen Zeit im Koma war es wohl das letztere womit er sich zu Intensiv beschäftigen sollte, auch wenn es ihn Körperlich gut ging...Nur der eisernde Griff am seinem Arm war immer noch spürbar auf seiner Haut.
      Mit einem tiefen Atemzug griff Stan nach seinem Smartphone...Es dauerte einen Augenblick bis er ihn in seinen Kontakten fand. Es war schon eine weile her seit er ihm das letzte mal geschrieben hatte.



      Die Nachricht schickte er dem Anderen Butler, Franc...
      Erst letzten sahen sie sich flüchtig auf der Verlobungsfeier von Judith Rose.
      Oft lehnte Stan die Einladung des Anderen ab da er schlicht keine Zeit für ihn hatte.
      Doch gerade in diesen Moment wurde ihm einfach Bewusst...Zeit, war Kostbar und er musste seine Gedanken neu Ordnen...Und das gelang ihn am besten mit einer Person welcher nicht so viel seines Logischen Verstandes brauchte.
      Normalerweise wäre sonst eher Liam gewesen mit dem er sich ähnlich fühlte wie ein normaler Mensch der einfach sein Abend in einer Bar verbrachte.
      Aber er ahnte schon das ihr Gespräch sicher zu denn Dingen in Traum wandern würden und noch dazu schwirrte Janon in Liams nähe herum. In Moment war es das letzte war er jetzt gebrauchen konnte...
      Etwas Egoistisch fühlte sich Stan in diesen Augenblick schon, schließlich ging jetzt Jahre später auf sein Angebot ein nachdem er selbst ihn für ein Augenblick brauchte um den Kopf frei zu bekommen. Er wäre ihm nicht einmal Nachtragend wenn er ablehnen würde...
      Believe Me ~

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