Connected Hearts [ Kaischiro & Minacat ]

    • Stan L. & Liam Petrow & Oscar Bell

      Stan ließ seufzend die behandschuhte Hand sinken, als Janon mit seinem üppigen Fang herkam. Natürlich musste dieser Barbar seine Beute auf die denkbar rücksichtsloseste Art erlegen. Aber zumindest war Janon kein vollkommen hoffnungsloser Fall, dank ihm würden sie diese Nacht wenigstens nicht mit knurrenden Mägen auf dem feuchten Tropenboden verbringen müssen. Dennoch war die aktuelle Situation alles andere als rosig.
      "Soll er sich von denen kräftig durchnehmen lassen, wen interessiert das schon!? Die haben genug an dem zu nuckeln, da werden sie uns ab jetzt in Ruhe lassen. Bis sie ihn umgebracht haben, sind wir von der Insel runter!"
      Auch wenn Stan eine beinahe ähnlich pragmatische Ansicht vertrat wie dieser Schläger, Oscar hatte sich sein Schicksal redlich verdient und musste nun eben allein damit klarkommen, so meldete sich doch ein leiser Zweifel in ihm. Würden sie es wirklich rechtzeitig von der Insel schaffen? Schließlich fehlte ihnen nun ein fähiger Kämpfer gegen diese absurd furchteinflößenden Bananos!
      Zwar waren Janon und er selbst alles andere als wehrlos, doch gegen eine derart gewaltige Meute dieser Biester reichte pure Muskelkraft kaum aus. Oscar mochte oft mehr Hindernis als Hilfe sein, aber im Kampf war er ein nützlicher Schild. Stans verschiedenfarbige Augen ruhten nachdenklich auf Liam, er konnte die unruhige Sorge des Rotschopfs durchaus nachvollziehen.
      Doch da war noch eine weitere Absurdität, die Stan dazu veranlasste, eine Augenbraue irritiert in die Höhe zu ziehen. Liam nannte den sonderbaren Neuankömmling vor ihnen Beni? Dem Butler war durchaus bewusst, dass es derart große Zufälle kaum geben konnte, aber verwechselte Liam ihn ernsthaft mit Ineb? War dieser farbenfrohe Neuling etwa dessen Bruder? Es machte sein plötzliches Auftauchen nur noch kurioser, erklärte aber zumindest, warum Izarra so extrem auf ihn reagierte. Bisher hatte Stan stets vage Verbindungen zwischen den unfreiwilligen Inselbewohnern knüpfen können. Doch dieser Beni war ein vollkommen unbeschriebenes Blatt für ihn. Stans analytischer Verstand ratterte ununterbrochen; er hasste es, die Kontrolle zu verlieren, doch selten zuvor hatte er sich derart hoffnungslos ahnungslos gefühlt.
      "Ich habe Urlaub und arbeite zugleich! Meine Liebe hat mich hierher gebeamt! Bin mega froh, dass es gleich so lustig zugeht."
      Abgesehen von Oscars berüchtigten Stimmungsschwankungen war schon lange niemand mehr auf dieser verfluchten Insel so unangebracht gut gelaunt gewesen.Liam, dessen rote Haare noch immer voller Blätter und Zweige steckten, erinnerte sich nur zu gut daran, wie Beni damals klitschnass mit dem großen Kerl in seinem Club aufgetaucht war. Schon dort hatte er ununterbrochen von seinem mysteriösen Liebsten geschwafelt. Liams Herz hämmerte noch immer wild gegen seine Rippen. Er spürte jeden einzelnen Knochen und seine brennenden Muskeln; er war vor Panik so blindlings durch den Dschungel gerannt, dass er mehrfach gestolpert war und schmerzhafte Purzelbäume ins Unterholz hingelegt hatte.
      Seine weiße Kleidung hing in verdreckten Fetzen an ihm herab. Dieser ominöse Liebhaber hatte scheinbar ein echtes Talent dafür, Beni blindlings ins völlige Chaos zu werfen. Dabei brauchten sie jetzt dringend nützliche Informationen, keine Urlaubsgeschichten! Arbeit? Benis völlig entspanntes Strand-Outfit sprach Bände und verwirrte den erschöpften Liam nur noch mehr.
      "Hat dich der Ochse auch mit einer Kokosnuss erwischt? Klingst nicht ganz sauber. Woher kennst du überhaupt Liam?! Hier ist gar nichts lustig, verdammt! Wir kämpfen ums nackte Überleben!"
      Hätte Liam diese schräge Art nicht bereits gekannt, hätte er Janons Verdacht, dass Beni einen schweren Dachschaden erlitten hatte, sofort unterschrieben – ähnlich wie der arme Izarra, der zum Glück noch in der Lage war, anständig zu sprechen und zu handeln.
      "Nein, Beni ist exakt so, wie ich ihn kennengelernt habe“, erwiderte Liam keuchend und zupfte vergeblich an seinem ruinierten Hemd herum, um zumindest einen Rest von Würde zu bewahren. Einen kleinen, bissigen Seitenhieb in Richtung Janon konnte er sich jedoch nicht verkneifen: "Beni arbeitet seit Kurzem bei mir im Club. Er war wenigstens für mich da, als du dich ja unbedingt um diesen Schönling kümmern musstest.“
      In diesem Punkt war der Rotschopf definitiv noch nachtragend.
      Während Izarra dem Neuling geduldig die tödliche Lage erklärte, dank ihm wussten sie überhaupt, womit sie es bei diesen perversen Kreaturen zu tun hatten, atmete Liam etwas auf.
      Auch wenn er kurz zuvor noch mit Stan aneinandergeraten war, war er unendlich dankbar für dessen kalte Logik. Stan und Izarra wirkten auf ihn wie strenge Aufpasser; erfahrene Autoritätspersonen, die in der Krise kühlen Kopf bewahrten. Zuvor, allein mit den Hitzköpfen Oscar und Janon, hatte Liam wirklich geglaubt, er würde schneller sterben, als er blinzeln konnte. Doch Beni schien die Aussicht auf blutrünstige Biester kein Stück abzuschrecken. Im Gegenteil, seine Augen begannen regelrecht zu leuchten. Er bettelte förmlich um einen Kampf! Auch wenn Liam stark vermutete, dass dahinter eher Benis eigene, verdrehte Gelüste steckten als der edle Wunsch nach einer selbstlosen Heldentat.
      "Ich werde diesen Oscar schon herausholen und wenn was wäre... könnte ich mich fürs Team opfern. Hah... Aber natürlich nicht ohne einen krassen Kampf, sodass mir die Handknöchel vom Draufschlagen wehtun!"
      Stan verschränkte mit einer fließenden Bewegung die Arme vor der Brust. Er kannte diesen Beni nicht, doch diese geradezu masochistische Opferbereitschaft war höchst bedenklich. Sie würden ein strenges Auge auf den Paradiesvogel haben müssen, sonst würde er hier schneller ins Gras beißen als die, die bereits seit Tagen um ihr Leben kämpften. Irgendwie beschlich den Butler das ungute Gefühl, dass Beni und der grobschlächtige Oscar sich prächtig verstehen würden.Leicht legte Stan eine Hand auf Izarras Schulter, um dessen Erklärungen zu unterbrechen.
      "Ich glaube, deine Warnungen sind vergebens...“, raunte er leise. Stan wusste genau, wann man gegen eine Wand redete – oder wann man nur unnötig Öl ins Feuer goss.
      "Ich werde garantiert nicht den Ochsen retten gehen, das sollte niemand von uns. Er ist genau da, wo er hingehört. Ist doch ohnehin besser für ihn als hinter Gittern."
      Dass Janon dagegen war, überraschte niemanden. Doch als Liam verzweifelt in die Runde blickte, erkannte er die bittere Wahrheit: Niemand hier dachte wirklich zu hundert Prozent an eine Rettung Oscars. Selbst Liam zögerte angesichts der albtraumhaften Kreaturen, die im Dschungel lauerten. Dennoch schnürte ihm der Gedanke, Oscar einfach eiskalt im Stich zu lassen, die Kehle zu.
      "N-Nun... es wäre vielleicht zu riskant, blindlings loszustürmen, aber... wir können doch nicht einfach ohne ihn von der Insel abhauen?“, fragte Liam betroffen und klammerte sich an die Hoffnung, dass sie sich zumindest einen brauchbaren Plan ausdenken würden. "Ich bedauere, Liam“, schaltete sich Stan mit ruhiger, aber unnachgiebiger Stimme ein. "Aber ich sehe es ebenfalls als unsere oberste Priorität an, das Boot fertigzustellen und diese Insel zu verlassen. Oscar ist zäh, er wird sich nicht kampflos überwältigen lassen. Letztendlich ist diese Lage sein eigenes Verschulden.“Liam schluckte schwer, doch dann schüttelte er vehement den Kopf, sodass ihm ein paar welke Blätter aus den roten Strähnen fielen. "Aber nein! Es war eben nicht sein Verschulden! Er hat das für mich getan!“ Seine Stimme brach leicht.
      "Eigentlich wollten diese schrecklichen Viecher mich verschleppen, aber Oscar hat sich dazwischengeworfen... Ich kann ihn unmöglich diesem abscheulichen Schicksal überlassen. Es ist alles meine Schuld!“
      Stan hob beide Augenbrauen in unverhohlener Skepsis. Oscar? Der egoistische Ex-Häftling hatte ausgerechnet Liam beschützt? Der kühle Butler fragte sich unweigerlich, ob der verängstigte Rotschopf aus purer Verzweiflung anfing, sich heldenhafte Märchen auszudenken, nur um sie zu einer Rettungsaktion zu manipulieren.
      Doch noch bevor Stans Zweifel ausgesprochen, die Diskussion weitergeführt oder der übereifrige Beni am Losstürmen gehindert werden konnte, passierte etwas...!



      Ein Pfeil schoss in einer gefährlichen Geschwindigkeit auf die Gruppe zu und blieb in Sand stecken, direkt vor die Füße von Liam.
      Stan analysierte die Situation sofort und griff nach einem der losen Holzplatten die für das Boot bauen gedacht war:
      "Achtung! Das wird nicht der letzte Pfeil sein!", warnte er warf diesen Liam zu bevor er sein zweites nahm und hob diesen schützend über seinen und Izarras Kopf:
      "Geht in sicherheit!"
      Wie aufs Stichwort folgten weitere Pfeile und Liam stolperte hastig vorwärts als er die Holzplatte schützend vor sich hielt und ein Pfeil in diesem stecken blieb.
      "Verdammt...",begann Liam und schnell war klar von wem die Angriffe waren.



      "Die Bananos und ihre verfluchten Pfeile!!"
      Das war nicht der erste Angriff von diesen Mistvichern! Das schlimmste aber war das keine gewöhnliche Pfeile waren. Obwohl dieser Wesen so viel kleiner waren und aussehen wie kleine Stofftierchen, waren sie hinterhältiger als man dachte!!

      Sie benetzten die spitzten der Pfeile mit einer unbekannten Flüssigkeit...Laut Izarra handelte es sich um ein gefährliches Gift!
      Die Auswirkungen waren zwar nicht tödlich aber...
      Ein winziger Tropfen davon reichte schon aus und man fühlte sich plötzlich wie in einem Fibertraum.
      Der Körper erhitzte und man bekam das plötzlich verlangen nach Körperkontakt.
      Oscar hatten sie fast über eine Woche einsperren müssen damit er sie nicht überfiel wie ein Tier in Hitze!!
      Selbst Stan hatte mal erwischt, aber er hatte sich dann sogar freiwillig selbst ausgeknockt....
      Das ganze gleicht ein dramatische Theaterstück, wäre das ganze nicht deutlich bittrer als wie im Augenblick wirkte.
      Doch bevor die nächsten Pfeile flogen fiel besonderes eine Gestalt auf...
      "...Ist das...?"
      "Oscar?!"
      In mitten dieser anrückenden Monster stand der Große Ex-Häftling. Doch anstatt wie ein Gefangener, saß dieser Kerl ernsthaft selbst gebastalten Thron aus Palmenstämme und Blätter. Dazu sah er aus wie ein König mit einer Krone aus Bananen und Blättern...
      Und wenn sich die Augen der Anwesenden nicht täuschten half gerade dabei die Pfeile für die Bananos vorzubereiten...?!?!
      Mit einem breiten Lächelnd winkte er ihnen auch noch zu als sie auf ihn aufmerksam wurden:
      "Heeey Leute~!"
      Stan senkte etwas die schützende Holz aber blieb schützend neben Izarra stehen als er Misstrauisch die Lage betrachtete:
      "...Dieser Spinner, ist auf ihre Seite gewechselt."



      Liam holte fassungslos nach Luft, was sollte der Mist denn jetzt?!
      "Oscar, verdammt was treibst du da?!", rief er rüber.
      "Naja, die kleinen Scheißer meinten wenn ich ihnen Helfe euch auch zu gefangen zu nehmen darf ich sogar mit machen! Das ist doch Geil oder? Außerdem kriegt man bei denn auch genug zu essen...Die haben ein voll fettes Lager mit Essen!", lachte Oscar und klopfte sich dabei zufrieden auf sein Bauch.
      Mit einen der Pfeile deutete er belustig in janons richtung:
      "Und heeeey~ Ich hab kein Problem damit mein bad Boy mit ein paar kleinen Plüschtieren zu teilen~ Von der beknackten Insel kommen wir sowieso nicht runter, also lasst uns doch Spaß haben~!"
      Provokant leckte Oscar auch noch über die vergiftete Pfeilspitze, er meinte das was er sagte wirklich ernst....Er hatte kein Bock mehr auf diesen Mist hier. Lieber vögelte er sich
      mit ihnen das Hirn leer, als noch langer an diesem Boot zu arbeiten.



      Die Blumenkette um seinem Hals wackelte wild als er denn Neuankömmling bemerkte, wirkte das Gift schon und er Halluzinierte?
      Aber warum sah er ausgerechnet so jemand?
      Seine Visage kam ihn irgendwo her bekannt vor aber bestimmt war er niemand von Bedeutung, sonst hätte er sofort eine Ahnung wer der Kelch war.
      Die perversen kleinen Wesen spannten erneut die kleinen Bögen mit ihren Pfeilen als er zu lachen begann, der heftige Entzug der Drogen zerriss erneut an seinem Verstand:



      "Werfen wir doch endlich alle Regel hinfort und geben uns der puren Lust hin! Hier können wir alles tun was wir wollen! DAS ist das Paradis! Die Bananos werden uns das BESTE Ende bescheren!"
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer & Izarra

      "Aber nein! Es war eben nicht sein Verschulden! Er hat das für mich getan! Eigentlich wollten diese schrecklichen Viecher mich verschleppen, aber Oscar hat sich dazwischengeworfen... Ich kann ihn unmöglich diesem abscheulichen Schicksal überlassen. Es ist alles meine Schuld!“

      Eine dunkle Aura umgab Janon, die sich immer weiter ausströmte. Sein innerer Zorn, der seit Tagen in ihm keimte...wollte sich wegen Liams Aussage endlich losreißen. Dabei wollte er wegen Oscars absurden Verhalten ein wenig mehr Rückgrat zeigen. Beweisen, dass er in dieser Situation nicht die Kontrolle verlor. Mehr überlebensfähig war als alle anderen Männer hier auf der Insel. Er dachte, dass diese Insel wenigstens etwas Gutes hatte. Nämlich konnte damit bewiesen werden, dass Oscar ein absoluter hoffnungsloser Fall war, den niemand helfen oder folgen sollte. Hah...Und jetzt schwafelte Liam davon, dass der Ochse ihn angeblich gerettet hatte? Er war dazwischengegangen? Diese Scheiße erinnerte ihn an eine andere Story, die Liam ihn auch so aufgepusht erzählte. Will Liam ihn ernsthaft mit Märchengeschichten demonstrieren, dass Oscar ein fucking Held war? Oder war seine Absicht dahinter Janon als Nichtsnutz darzustellen, weil er nicht für ihn da war. Angeblich war ja auch dieser Beni mehr für ihn da, als er...dies hatte er genau rausgehört. Für eine gewisse Zeit scherte sich der Größere nicht um den Gesundheitszustand von Liam, mehr noch fand er diese Wunden eher verdient. Dreckiges Miststück...Sein Zorn schluckte er jedoch abermals runter.


      Izarra hingegen überlegte ernsthaft wie sie Oscar aus dieser Notsituation heraushelfen konnten? Auch er zögerte, denn konnten sie nicht einfach blindlinks losstürmen. Sie brauchten einen guten Plan und ob Beni da wirklich Teil davon war, konnte er sich nicht vorstellen. Bestimmt dachte Stan dasselbe, die konnten ihn nicht einfach frei rumlaufen lassen - der würde sich noch umbringen, ehe die Sonne unterging! Aber was sollten sie machen? Sollte Izarra vielleicht in der Nacht sich herausschleichen, um dann zu dem Stützpunkt der Bananos einzukehren? Er hatte bereits ein paar magische Waffen hergestellt für einen Kampf, doch war er nie für eine frontale Konfrontation bereit. Mist...Hier wären die WITCH eine perfekte Hilfe gewesen. Aber stillzustehen und nichts zu tun -- niemals könnte er sich da vergeben. Doch bevor die Zahnräder sich in seinem Kopf weiterdrehten, passierte etwas Abwegiges.

      "Geht in sicherheit!"

      Erstaunt funkelte Beni jeden Pfeil an, der in ihre Richtung zugeschossen kam. Er hatte absolut keine Ahnung was hier abging, doch war dies ja so krass wie in einem Survival-Film! Während Janon hinter den Palmen seinen Schutz suchte und Izarra in den Schutz von Stan genommen wurde, ging Beni nur etwas auf Abstand, als begriff er den ernst der Lage noch nicht. Mehr noch fing er an zu strahlen, als er die leuchtenden Viecher sah, die auf sie losstürmten - mit Pfeil und Bogen in der Hand.

      "So VIELE kleine Wesen?! Und wie schnell die schießen können! WOOOAAH - Das ist mega geil!", staunte Beni wie ein Hund über die Situation. Wie abgefahren war das denn bitte und das nach einem Traum mit heftigen Marionetten? Hatte jemand in Benis Tagebuch gelesen, mit welchen magischen Wesen er es alles treiben wollte? Er dankte Lord Korbos für diesen Urlaub, den genoss er schon jetzt!



      "Naja, die kleinen Scheißer meinten wenn ich ihnen Helfe euch auch zu gefangen zu nehmen darf ich sogar mit machen! Das ist doch Geil oder? Außerdem kriegt man bei denn auch genug zu essen...Die haben ein voll fettes Lager mit Essen!"

      Janons schlimmster Albtraum wurde auf bittere Weise wahr. Anstatt den Blondschopf endgültig zu killen, sind diese Viecher wohl auf den Geschmack gekommen, den Kerl noch als Waffe gegen sie einzusetzen. Oscar sah in seinen Augen ziemlich missbraucht aus, als hätte er den Kampf gegen die kleinen Wesen schon lange verloren. Verdammt --! Ergab aber auch Sinn, dass der Mistkerl schnell kapitulierte, wenn er Essen umsonst erhielt! Hinter der Palme sah er zu dem Ochsen hinüber, der die Pfeilspitze auf ihn richtete.

      "Und heeeey~ Ich hab kein Problem damit mein bad Boy mit ein paar kleinen Plüschtieren zu teilen~ Von der beknackten Insel kommen wir sowieso nicht runter, also lasst uns doch Spaß haben~!"

      Ein eisiger Schauer kletterte seine Wirbelsäule empor, er wusste das der Wichser diese Drohung ernst meinte. Wenn Janon nicht aufpasste, bekam er eine noch viel heftigere Situation mit Oscar als auf dem Spielplatz. Jetzt, wo dieser Bastard so viel Unterstützung erhielt! Er krallte sich an den Palmenstamm, zählte diese Bananos die Oscar mitbrachte. Scheiße, so viele sind noch nie auf einmal aus ihrem Versteck rausgekrochen?! Auch wenn er sich als starken Kämpfer zählte - sah die Aussicht nicht ein wenig ZU hoffnungslos aus?!

      "Du mieser Verräter! Ich habe es ja gesagt, dass wir dich niemals von den Fesseln befreien sollten!", rief Janon zurück auch wenn es bestimmt niemanden überraschte, dass Oscar sie so leichtfertig hinterging. Dessen Kopf bestand doch sowieso nur aus Sex und Essen, deswegen dachte Janon ernsthaft, dass dieser Mann die Situation gar nicht mehr so schrecklich empfand. Nun war der Pisser auch sowas wie ihr Häuptling!



      Die Bogen spannten sich erneut für dem nächsten Angriff und Izarra spürte, wie eifrig Stan dabei war ihn zu beschützen. Auch wenn diese Situation nicht dazu einlud, konnte er nichts gegen sein hämmerndes Herz machen! Ohne ihn hätte Izarra wohl ein schneller Tod ereilt, aber der Butler beschützte ihn mit seinen starken Rücken und einem Brett! Was sollt er nur machen, wenn die Gefühle sich für Stan nur noch weiter aufstellten, würde er ihn irgendwann unbeabsichtigt die Liebe gestehen! Das wäre dann ihr Abschied einer schönen Freundschaft. Dann musste er immer darauf warten, dass Stan die Wohnung der WITCH verlässt, wann auch immer er Wyatt zu seinen Terminen fuhr. Konnte einmal sein Herz sich nicht wegen einem Menschen so verlieren!? Stan war einfach zu heroisch--Izarra bekam ganz weiche Knie!



      "Werfen wir doch endlich alle Regel hinfort und geben uns der puren Lust hin! Hier können wir alles tun was wir wollen! DAS ist das Paradis! Die Bananos werden uns das BESTE Ende bescheren!"



      Beni konnte gar nicht anders als sich selbst genussvoll über die Lippen zu lecken. Das Gefühl der Ekstase fruchtete in seinem Verstand auf, die durch die Ansprache von Oscar nur schneller wuchs. Er hatte große Hoffnung, dass die Bananos wirklich so herausfordernd waren, wie die Männer hier sie darstellten. Beni erfreute der Gedanke wie ein elektrischer Schock-- bald von roten und weißen Flüssigkeiten befleckt zu werden...aber nicht ohne einen hingebungsvollen Kampf!


      Als würde er sich von dem hinreißenden Angebot zu stark geblendet fühlen, zog er energisch seine Sonnenbrille auf die Nase. Er wendete sich Liam zu und zwinkerte verspielt. Im Herzen dankte er Liam, dass er ihm seine Freunde vorstellte, nicht jeder war für so ein krassen Spaß zu haben!

      "Darf ich als Erstes? Will ja niemanden den Vortritt wegnehmen!"


      Statt um sein Leben zu rennen, fragte er Liam nach Erlaubnis, ob er mitspielen durfte. Kein Wunder also, dass er auch komplett schutzlos im Raum der Feinde stand. Lord Korbos hätte ihn bestimmt für seine Gedankenabwesenheit bestraft, an seiner Konzentration musste er wirklich noch üben.

      "B-Beni! Weich aus!!"

      Doch die Warnung von Izarra war bereits viel zu spät. Während sich Beni umdrehte erwischte ihn ein Giftpfeil direkt in seine oberen Bauchmuskeln. Der Pfeil war stumpf, war wohl nicht dafür da gewesen sofort zum Tod zu führen. Benis einziges Glück. Doch die Flüssigkeit landete trotzdem in seine Blutbahn, verwirrt starrte Beni auf den Pfeil, der wie eine Spritze in ihm steckte...



      ...und zog diese leichtfertig heraus. Betrachtete dabei die Wunde. "Ach nur ein Kratzer...Habe wieder vergessen mich zu verteidigen.", murmelte Beni und zuckte nur mit den Schultern. Das war doch nichts dabei. Er hatte ja zumindest gehofft, dass diese Pfeile bis in seine Knochen sich durchbohren konnten. Irgendwie enttäuschend.

      "Oh nein! Er hat das Gift abbekommen! Beni, kämpf gegen das Gefühl an..!", quiekte Izaarra immer schrillender auf - wie konnte er es nur zulassen, dass Beni nun auch im Problem wie sie steckte?! Hinter Stan versteckend beobachtete er Benis zustand, Oscar und Stan hatten direkte Symptome erhalten. Ein fiebriges Gesicht, schwitzige Hände...ein schwerer Atem! Doch bei Beni...war es noch das verwunderte Gesicht wie zuvor.

      "Uhm...Macht ihr Scherze mit mir? Hört Mal...Ich finde das überhaupt nicht cool, wenn mir krasses Gift versprochen wird und ich dann auch noch nichts davon spüre. Das ist ja genauso lasch wie Liams Getränke in der Bar. Löst nicht einmal ein Kribbeln in mir aus."

      Schwach senkte er seine Schultern. Das Gift war ganz klar in seinem Körper, zur Sicherheit leckte er sogar selbst über die Pfeilspitze. Er kostete und spielte mit der Flüssigkeit in seinem Mund herum. Bis er dann wieder enttäuscht den Pfeil wegschmiss. War er etwa schon zu härteres Zeug gewohnt? "Finnys Zunge war viel giftiger als das hier..."



      Nachdem er und Finny keinen Kontakt mehr hatten, suchte Beni wegen ihm einen kleinen Ersatz. Er gab nur selten zu, dass er ein wenig diese selbst produzierte Droge vom Prinzen vermisste. Deswegen legte er sich gerne mit Monstern in Meridian an, die vorallem für sexuelle Gelüste und Gift zu haben waren. Beni war mit Sicherheit nicht immun gegen Gift. Eine Todesflüssigkeit hätte ihn wohl genauso umgehauen wie alle anderen Leute. Aber...sein Libido wurde durch solch' ein kleinen Saft nicht größer! Vielleicht brauchte er einfach mehr? So wie beim Alkohol! Mittlerweile musste er ein ganzes Fass austrinken, um überhaupt etwas in seiner Blutbahn zu spüren!
      Offenherzig streckte er seine Arme aus, als lud er die Kreaturen dazu ein mit ihm zu spielen.

      "Schießt alle auf mich, ich brauch nur eine höhere Dosis! Wenn ich wieder nichts spüre ist es dann meine Runde anzugreifen.~ Los, los! Werdet aggressiver - nicht so langsam - ich mags schnell und besoooonders hart!", spornte er die Bananos dazu an ihn ernsthaft alleine anzuvisieren, er ging sogar auf sie zu, sodass manche von ihnen auf Abstand gingen.



      Janon konnte seinen Mund nicht geschlossen halten, wer war denn dieser Typ da? Er sah genau zu wie die Bananos ihn weiter mit Pfeilen beschossen und Beni nur die wichtigsten Stellen von sich beschützte. Doch egal wie viele Pfeile ihn wie ein Nadelstich durchlöcherten - er zeigte erst Mals keine Reaktion? Nach dem zwangisten Pfeil war es aber genug für Beni gewesen, er lockerte ein wenig seinen Arm, nur um dann mit seiner Runde zu beginnen. "Haa...Dann bin ich dran!"
      Ohne Gnade schleuderte er seine Faust in das Gesicht eines Bananos, sodass er hoch in die Luft flog und sein Gesicht zerschmettert wurde. Wie Schleim spritzten seine Innereien und befleckten damit Benis Körper und auch den Sand. Die grüne Substanz ähnelte den Gift ziemlich stark, benutzten sie etwa ihre eigenen Flüssigkeiten für die Pfeile?


      Regungslos fiel ein Banano ins Wasser und Beni machte sich nicht einmal die Mühe sich von dem giftigen Schleim zu befreien. Mit einem Peace-Zeichen wendete er sich wieder den anderen Männern zu, die sich so hinter Palmen und Bretter versteckten. Friedlich lächelte er, während seine Augen bereit waren für eine große Schlägerei.

      "Macht ihr mit? Sonst dürft ihr euch später nicht beschweren, dass ich keinen von diesen für euch übrig gelassen habe!". Er kannte nämlich das Gefühl zu gut, wenn keiner auf ihn wartete. Wenigstens fuhr sein Blut jetzt hoch, da er endlich ein wenig kämpfen konnte. Wenigstens schmerzte seine Hand ein wenig, wie es aussah musste er sich sogar etwas härten für diese Wesen. Oder war Beni einfach nur schwächer geworden, weil er seit Tagen nicht mehr trainierte? War das etwa Korbos ziel? Das er seinen Körper stählte? Wie aufmerksam von seinem Liebsten!



      Weiter stürzte sich Beni ins Gemüt und machte aus einigen der Viecher einen grünen Schleimklumpen. Janon merkte wie er für einen Moment vergessen hatte zu atmen, er fühlte sich wie in einem falschen Film. Doch Beni dabei zuzusehen wie er die Bananos mit Leichtigkeit zerstörte machte etwas mit seinem Ego. Wie sah das denn aus, wenn er sich hinter einer Palme versteckte, während der Freak da alles zu Kleinholz verarbeitete? So schwach wollte er nicht aussehen, besonders da auch Oscar jetzt so aufmuckte!

      "Veeeeeerfluuuuuuuuuuuuuuuuchter Scheeeeeeeeeeißdreeeeeeck...!", flüsterte Janon zynisch, doch riss sich endlich aus seinem Versteck. Eventuell hatte Stan und Oscar nur mit dem Gift übertrieben, dieser Beni war ja auch total beschmiert mit der Substanz und ihm machte es gar nichts aus! Gerade sah es sogar so aus als könnten sie diese Schlacht vielleicht gewinnen?


      Deswegen durfte der Boxer keine Zeit verlieren. Für was hatten sie denn die Waffen aus Holz hergestellt? Er rannte näher zu den Liegestühlen und ergriff sich einen Knüppel, den er eigentlich nur für Möwen benutzte, wenn er eine erwischte. Doch anstatt auf die Viecher loszustürmen war seine violetten Augen auf Oscar gerichtet, voller Zorn und Aggressivität.

      "OCHSE!!! Wach von deinem bescheuerten Trip auf, sonst muss ich dir endgültig die Scheiße aus dem Leib verprügeln! Die Hure von den Viechern zu spielen ist also dein bestes Ende?! Jämmerlich!! War mir schon klar, dass in dir nichts drin steckt außer heiße Luft."

      Unglaublich, dass Liam ihn für DAS hier ersetzte! Er würde den kleinen Wurm schon zeigen, dass er sich für den falschen Kerl entschieden hatte, den er als seinen Insel-Partner auserkorte. Ohne Stan dabei anzusehen sprach er ihn mit einer tiefgelegten Stimme an, ehe er zum Angriff fortschritt.

      "Mach dich mit den Schwächlingen vom Acker -- Ich bin definitiv kein Oscar, der euch Kleinvieh beschützen wird...ALSO HAUT ENDLICH AB UND KÜMMERT EUCH UM DAS BOOT!"



      Keine Zeit verlierend stürmte er auf Oscar zu, bereit ihn wieder so hart zu verdreschen, bis er wieder bei Sinnen waren. Obwohl dies wohl kaum möglich war, doch glaubte tatsächlich auch Janon nicht daran, dass der Bastard hier ernsthaft verrecken wollte. Er schwing die Keule auf Oscar Schädel, mehrere Male, um diesen Dickschädel so hart wie möglich treffen zu können. Währenddessen war das Lachen von Beni kaum zu überhören, der sich aus einem Meer von den Bananos befand. Es war ein eigenartiger Mix aus Janons lautem Brüllen und Benis aufgegeilten Keuchen. Ob das gut ausgehen konnte?!
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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