Der Fluch von Nebelhafen (Takei & Lady_Cookie)

    • Edward sammelt sich für einen Moment, während sein Blick zu Rhiannon wandert, die bereits neugierig durch die Stalltür lugt. „Ja … alles gut. Es war nur ein Albtraum. Ob dieses ‚Ding‘ da draußen nun schuld daran war oder nicht … jedenfalls danke“, sagt er mit einer Stimme, die noch etwas rau vom Schlaf ist.
      „Ich habe gestern einen Wassertrog hinter dem Stall gesehen. Ich werde mich kurz waschen gehen“, erklärt er. Er hofft, dass das kalte Wasser nicht nur den Schweiß, sondern auch die klammen Finger dieses Traums von seiner Seele waschen wird.
      Er erhebt sich aus seinem Heulager und tritt durch eine kleine Pforte am hinteren Ende des Stalls ins Freie. Die Morgenluft ist kühl und riecht nach Salz und feuchter Erde. Direkt neben der Wand steht der Trog; das Wasser darin ist klar und spiegelt den blassblauen Himmel wider.
      Edward entledigt sich seines Leinenshirts und seiner Hose, bis er nur noch in Unterwäsche und seinen Stiefeln dasteht – letztere behält er an, um auf dem steinigen Boden keine schmutzigen Füße zu bekommen. Dann schöpft er mit beiden Händen das eiskalte Wasser aus dem Trog und lässt es sich über Gesicht und Nacken laufen. Das Prickeln der Kälte lässt ihn unwillkürlich zusammenzucken, bringt aber sofort seine Sinne zurück.
      „Und wenn dieser Traum tatsächlich eine Bedeutung hatte?“, murmelt er leise zu sich selbst, während Wassertropfen von seinem Kinn auf den nassen Boden fallen. „Nur was für eine?“ Er starrt in sein eigenes, verzerrtes Spiegelbild auf der Wasseroberfläche und hinterfragt die Warnung, die sein Unterbewusstsein ihm geschickt hat.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Während Edward sich den Kopf zerdreht, ob es eine Warnung war, dass er eine Gefahr für die Druidin sein könnte, oder nicht, steht diese in der Scheune und kümmert sich darum, ihre Haare in eine ordentliche geflochtene Frisur zu packen, damit diese in einem möglichen Kampf nicht stören könnten.
      Als Edward wieder in die Scheune tritt, hat Rhiannon ihr Bein auf einer Holzkiste abgestellt um die Ledernen Schienbeinschützer über ihrer weiten Hose eng zu schnüren.
      Sie schaut auf. Sieht wacher aus wie eben, und mit den geflochtenen Haaren wieder bereit.
      "Nun, was ist unser Plan?"
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    • Nach dem Waschen zieht Edward sich das Leinenhemd und die Hose wieder an. Als er den Stall betritt, ist sein Geist merklich klarer, auch wenn der Traum noch wie ein ferner Schatten in seinem Hinterkopf lauert. Er tritt zu seiner Lederrüstung, die er am Vorabend ordentlich beiseitegelegt hatte, und beginnt damit, sich Stück für Stück wieder zu rüsten.
      „Wir geben Alfred und Thora Bescheid, dass wir zu den Felsklippen aufbrechen. Da wir sie von hier aus schon recht gut sehen können, schätze ich, dass wir nur ein oder zwei Stunden unterwegs sein werden“, plant Edward laut. „Vielleicht können wir uns auf dem Weg noch etwas Reiseproviant organisieren.“
      Mit routinierten Griffen richtet er den Harnisch aus. „Dann sehen wir zu, ob wir dieses Schiff zwischen den Klippen erreichen können. Vielleicht birgt das Wrack Informationen, die uns weiterbringen – eine Wegbeschreibung zur Schatteninsel oder ähnliches. Dieser Fluch muss einen Ursprung haben, und wir müssen herausfinden, wo er liegt und wie wir ihn beseitigen können.“
      Während er den schweren Lederharnisch überstreift, hantiert er etwas ungeschickt mit den Schnüren an seinem Rücken. Er blickt über die Schulter zu Rhiannon und schenkt ihr ein ehrliches, offenes Lächeln. „Magst du mir kurz mit den Knoten am Rücken helfen? Ich bekomme es zwar auch allein hin, aber mit deiner Hilfe ist es deutlich weniger mühsam.“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • "Natürlich"
      Rhiannon, die eben noch dabei war, etwas in ihren Rucksack zu stecken, lässt den Gegenstand einfach Unachtsam fallen und tritt hinter Edward. Sie nimmt ihm die Schnüre aus der Hand und beginnt sorgfältig alle knoten und Schnürungen ordentlich zu binden, und gleichmäßig an ihn anzupassen.
      Diesmal ist es Rhiannon der auffällt, dass auch Edward nicht nur irgend ein Mann ist. Er ist Muskulös, trainiert. Er scheint ein gutes Herz zu haben, und ein Markantes Gesicht.
      Während sie den letzten Knoten setzt, kommt sie nicht umher auch seine großen Oberarme zu mustern, die angespannt sicher den selben Durchmesser wie ihr kleiner Kopf haben könnten.
      "so. das sollte passen""
      lächelt sie und widmet sich wieder ihrem Rucksack
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    • Edward dreht sich prüfend um und zieht hier und da an seinem Lederharnisch, um die Festigkeit der Knoten zu testen, die Rhiannon für ihn gemacht hat. Das Leder knarrt leise unter seinem Zug. „Sieht gut aus, danke dir“, sagt er mit einem anerkennenden Nicken. Der Harnisch sitzt perfekt, das Kettenhemd darunter bietet den nötigen Schutz, ohne ihn zu sehr einzuengen. Er nimmt seinen schweren Kriegshammer vom Boden auf, lässt ihn mit einem vertrauten Gewicht an seinen Gürtel gleiten und überprüft ein letztes Mal seine Taschen.
      „Perfekt, ich denke, ich bin so weit.“ Er wartet geduldig, bis auch Rhiannon ihre Sachen verstaut hat, bevor die beiden den Stall verlassen und zurück ins Haupthaus gehen.

      Drinnen empfängt sie der Duft von Kräutertee und frischem Bohnerwachs. Alfred sitzt am Küchentisch und genießt sichtlich eine dampfende Tasse, während Thora bereits energisch den Besen schwingt. Als sie die beiden bemerkt, unterbricht sie ihre Arbeit und strahlt sie an.
      „Guten Morgen, ihr zwei! Ich hoffe, ihr konntet gut schlafen. Der Stall ist zwar nicht das bequemste Fleckchen Erde, aber allemal besser als da draußen im Dreck“, lacht sie herzlich. Ihr Blick wandert über Edwards Rüstung. „So wie ihr ausseht, wollt ihr bestimmt aufbrechen, richtig?“
      Edward antwortet mit einem entschlossenen Nicken.

      „Dann ist es ja praktisch, dass ich für euch schon ein kleines Paket zurechtgelegt habe.“ Thora flitzt flink wie ein Wiesel in die angrenzende Stube und kehrt mit einem prallen Jutesack zurück, den sie Edward entgegenstreckt. „Gekochte Eier, Dörrfleisch und getrocknete Früchte für Rhiannon – ich weiß ja nicht genau, wie du zu tierischen Erzeugnissen stehst. Dazu ein großer Wasserschlauch, etwas harter Käse und zwei Decken aus Schafwolle. Falls ihr die Nacht doch unter freiem Himmel verbringen müsst, wird es verdammt kühl an den Klippen.“
      Edward ist für einen Moment verblüfft von dieser Großzügigkeit. „Ich danke dir, Thora. Deine Gastfreundschaft ist weit größer, als ich es mir hätte wünschen können.“

      Nun erhebt sich auch Alfred schwerfällig von seinem Stuhl und tritt auf den Paladin zu. „Du verwöhnst die beiden viel zu sehr, Frau“, brummt er, doch sein Blick ist weniger griesgrämig als am Vorabend. „Nachher krepieren sie da draußen noch, weil sie vor lauter Bequemlichkeit vergessen, wie man in der Wildnis nach Nahrung sucht.“
      Trotz der harten Worte reicht er erst Edward und dann Rhiannon die Hand. Seine Finger sind knochig und gezeichnet von harter Arbeit, aber sein Griff ist fest. „Es hat mich gefreut. Mögen die Götter mit euch sein. Kommt bloß lebendig und mit guten Neuigkeiten zurück – ich will diesen verdammten Nebel endlich von meinen Feldern verschwinden sehen.“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhi lächelt Alfred an. "Machen wir. Wir danken für die Gastfreundschaft. Und wünschen euch bis dahin das Beste... ich hab übrigens mit den schafen geredet, sie sind froh bei euch zu sein. Sie haben gemerkt wie die Schatten Richtung Norden erstmal zurück gezogen sind. Also habt ihr zumindest fürs erste ruhe."

      Nach einer kurzen Verabschiedung laufen die frisch gebackenen Freunde nun los. Tapfer in Richtung Berge. Rhi schaut zu edward auf "erzähl mir mehr von dir"
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    • Edward wirft Rhiannon einen kurzen Seitenblick zu, bevor er seine Aufmerksamkeit wieder dem steinigen Feldweg widmet, der sie unaufhaltsam näher an die Klippen führt.

      „So viel gibt es über mich gar nicht zu erzählen“, beginnt er bescheiden. „Ich wurde in Oakhaven geboren, einem kleinen Dorf nahe Niewinter. Dort habe ich meine Ausbildung zum Gardisten absolviert und anschließend einige Jahre als Wächter in der Stadt gedient.“
      Der Nebel kriecht langsam wieder vom Meer herüber ins Land. Wo eben noch die schroffen Silhouetten der Klippen zu erkennen waren, legt sich nun ein grauer, undurchsichtiger Schleier über die Welt. Edward sieht sich wachsam um, während er weiterspricht.

      „Eines Nachts erschien mir der Gott Helm in einem Traum. Er erfüllte mich mit Visionen und sprach von einer Bestimmung. Um ehrlich zu sein: So ganz begriffen, was er von mir wollte, habe ich bis heute nicht. Aber als ich aufwachte, war diese Narbe über meinem Auge da – und das Auge selbst war eisblau gefärbt.“

      Er streicht sich unbewusst über die markante Stelle in seinem Gesicht. „Ich kann damit die Absichten der Menschen erkennen. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich eine Präsenz wahrnehme, wenn ich jemanden direkt ansehe. Je stärker diese Präsenz leuchtet, desto aufrichtiger ist dieser Mensch.“

      Er macht einen Schritt über eine tiefe Pfütze und rückt seinen Waffengürtel zurecht. „Ich habe meinen Dienst in der Garde quittiert und mich in einem Tempel des Helm in seinen Lehren unterweisen lassen. Nachdem ich meine Segnung erhalten hatte, bin ich aufgebrochen, um herauszufinden, was Helm mir damals wirklich sagen wollte.“

      Sein Blick wandert wieder zu Rhiannon, und seine Stimme wird weicher, neugieriger. „Und was ist mit dir? Warum bist du unterwegs und nicht irgendwo im Schutz eines Waldes sesshaft geworden?“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Die Druidin lauschte aufmerksam den Worten von Edward, während sie alles im Auge behielt und ganz nebenbei einen kleinen Schutzzauber über beide legte.
      "Ich hab ehrlich keine Ahnung. Am Anfang hab ich überlegt ob ich zu einem anderen Stamm wandere und um ihren Asyl bete, aber ehrlich gestanden hatte ich da keine Lust drauf. Als Außenseiterin wird man niemals ein Teil des inneren Kreises sein, und selbst wenn sie einen aufnehmen, ist man nie ihres gleichen.
      Ich wollte mal was neues sehen. Ich habe die letzten 28 Jahre nur das selbe gesehen. Und es war Zeit für etwas neues. Das neue war... nun ja... dorthin laufen wo mich meine Füße und der Wald getragen haben.
      Manchmal glaube ich aber auch, dass meine Gottheit mich geleitet hat. dass auch er der Meinung war, dass für mich nicht der Weg im Zirkel bestimmt war.
      .. aber eine Frage...
      Was sagt dein Auge zu mir?"
      neugierig sah Rhi zu dem Paladin auf. Ihre Augen strahlten vor Neugier. Und im inneren hatte sie ein wenig sorge. Sie wollte immer das richtige und gute tun. Aber was wenn es das niemals war? was wenn Edward gleich antworten würde, und ihre ganze Sicht auf sie selbst ändern würde?
      Plötzlich kamen Zweifel in ihr auf. Zweifel die sie so von sich nicht kannte. Ihr lächeln wich ihr aus dem Gesicht und ihre Augen suchten die Umgebung ab
      "Weißt du was, vergiss es. Tut mir leid. Sowas ist unangebracht"
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    • Edward hört ihr aufmerksam zu, während sie den Pfad weiterverfolgen. Als sie die Frage nach seinem Auge stellt und sie sogleich wieder zurückzieht, huscht ein kurzes, nachdenkliches Lächeln über seine Lippen.

      „Schon okay, zerbrech dir nicht den Kopf darüber“, sagt er aufmunternd. Doch die Wahrheit ist eine andere, die er tief in seinem Inneren bewahrt. Die Präsenz, die Rhiannon umgibt, ist anders als alles, was er bisher durch das Auge des Gottes gesehen hat. Sie ist nicht einfach nur aufrichtig; sie besitzt eine Qualität, die er kaum in Worte fassen kann. Sie beunruhigt ihn nicht – ganz im Gegenteil. Sie strahlt eine Ruhe aus, die dafür sorgt, dass Edward sich ausgeglichener fühlt, als hätte der ständige Sturm in seinem Kopf für einen Moment nachgelassen. Doch auf ihre Bitte hin schweigt er und behält diese Beobachtung für sich.

      Mittlerweile wird spürbar, dass die beiden den Rand der unteren Klippen erreicht haben. Der Weg bekommt eine ordentliche Steigung, und aus dem ausgetretenen Feldweg wird mit jedem Schritt mehr ein felsiger, unebener Pfad. Hier beginnt der mühsame Aufstieg, den sie bewältigen müssen, um auf das Plateau der Klippen zu gelangen.

      Edward muss sich konzentrieren, um auf dem geröllartigen Boden nicht wegzurutschen. Die salzige Gischt hat die Steine glatt gemacht. Er blickt nach oben, wo der graue Nebel die Spitze des Pfades verschlingt.

      „Hoffentlich führt der Weg bis ganz nach oben“, sagt Edward ehrlich und wischt sich eine Strähne seines dunklen Haares aus der Stirn. „Ich möchte ungerne das letzte Stück an einer nassen Felswand klettern müssen – erst recht nicht mit dieser Ausrüstung auf dem Rücken.“
      Er bleibt kurz stehen, um zu prüfen, ob Rhiannon sicher folgt, während der Wind hier oben deutlich schärfer weht und an ihren Umhängen zerrt.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Als sich Edward umdreht ist er mehr als erstaunt, als Rhi sich federleicht bewegt.
      Die Natur ist einfach ihre Heimat. ihre schritte wirken einfach, leicht federnd und ein wenig freudig.
      "Ach das wird schon" ermutigt ihn der kleine Rotschopf.

      "Und sollte später wirklich nur noch eine Nasse Wand der Weg sein, dann finden wir eine Lösung. Zur not frag ich die Natur um Hilfe. Nicht verzagen, Eichenvater Fragen. Silvanus, der Eichenvater, ist der Gott der Druidenstämme. Und er hat mich bisher noch nie in einer schwierigen Situation hängen lassen. Und wenn, dann nur in einer, die ich dann auch selber lösen konnte und stärker daraus hervor ging. . . Also werden wir das schaffen"

      Schritt um schritt gehen die beiden den felsigen weg voran.
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    • Während Rhiannon federleicht diesen steinigen Pfad erklimmt, muss Edward ganz genau aufpassen, wo und wie er seine Füße platziert, um den Hang nicht direkt wieder hinunterzurollen. Seine schwere Rüstung und der massive Hammer machen ihn zwar standfest, aber auf diesem losen Untergrund auch schwerfällig.

      „Dann sollte ich heute vielleicht mal meine Gebete an Silvanus richten. Vielleicht hat der Eichenvater ja noch ein bisschen göttliche Kraft für einen jungen Paladin übrig“, keucht er, während er sich an einem hervorstehenden Felsbrocken hochzieht. Ein kurzes, angestrengtes Grinsen huscht über sein Gesicht; der Gedanke, dass er als Streiter des Helm nun die Götter der Natur um Beistand bittet, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

      Der Aufstieg wird immer steiler und fordert Edwards ganze Kraft, doch schlussendlich kommen die beiden auf dem Plateau der Klippe an. Keuchend stemmt er die Hände in die Hüften und blickt hinaus.

      Der Anblick, der sich ihnen bietet, ist bizarr und furchteinflößend zugleich. In der Ferne ragt ein großes Schiff aus dem grauen Dunst auf. Es wirkt fast unnatürlich, wie es dort harrt – als wäre es wie auf einen Pfahl aufgespießt direkt auf einem scharfen Felsen festgenagelt worden. Der Nebel peitscht gegen das morsche Holz wie Wellen, doch der Rumpf bewegt sich keinen Millimeter.

      „Ich gehe mal davon aus, das wird besagtes Schiff sein“, stellt Edward fest, wobei sein Blick ernst wird. Das eisblaue Auge beginnt leicht zu kribbeln, als wollte es ihn vor der unheilvollen Aura warnen, die von dem Wrack ausgeht. „Bereit, sich das Ding aus der Nähe anzusehen?“ fragt er Rhiannon, während er den Griff seines Hammers lockert, um für alles gewappnet zu sein.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhiannon nickte ihm kurz zu.
      "Dieses Land ist Kalt und tot. Ich.. will ihm helfen"
      Der Tiefe drang die Welt in Ordnung zu bringen, macht sich in Rhi breit.
      Ihr Druiden da sein verlangt geradezu danach, diese Grausamkeit nicht ungesehen zu lassen.
      Sie checkt nochmal ihre kleinen Messer und ihren Großen stab, und läuft zielstrebig neben Edward los.
      Sie wirkt ziemlich furchtlos, und Siegessicher, aber in Rhi´s innerem sieht das ganze ganz anders aus.
      Die Sorge, nicht gut genug zu sein, es nicht zu schaffen und zu scheitern ist eine große Bürde auf ihrem Herzen. Und diese Bürde wächst mit jedem Schritt den die beiden durch den Nebel tun.

      Rhi erneuert den Schutzzauber um die beiden, damit der Nebel sie nicht schwächt.
      Sie behält alles im Blick. Auch hin und wieder mal Edward
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    • Edward löst den schweren Hammer von seinem Gürtel und umschließt den Griff mit beiden Händen. Das vertraute Gewicht der Waffe gibt ihm in dieser unheilvollen Stille zumindest ein wenig Sicherheit. Gemeinsam schleichen die beiden geduckt auf das Wrack zu, das wie ein gestrandeter Wal auf den scharfen Klippen harrt.

      Je näher sie dem Schiff kommen, desto deutlicher vernimmt Edward wieder dieses unheimliche, nasse Gurgeln, das direkt aus dem Inneren des Rumpfes zu dringen scheint. Es klingt wie das Atmen eines Ertrinkenden, der niemals stirbt. Klaffende Löcher und herausgerissene, vom Salz zerfressene Planken zieren das morsche Holz. Durch die Risse im Rumpf erkennt er schemenhafte Gestalten – Untote, die ziellos und mit abgehackten Bewegungen im fahlen Licht des Schiffsinneren umherwandern.

      „Da drinnen wimmelt es nur so von diesen Dingern“, flüstert Edward, während er vorsichtshalber auf ein Knie geht. Er versucht, seine massive Silhouette im grauen Nebel so klein wie möglich zu machen, um den unheiligen Augen der Kreaturen kein Ziel zu bieten. Sein eisblaues Auge beginnt nun heftig zu pochen; die Präsenz des Verfalls hier ist so stark, dass sie fast körperlich schmerzt.
      Er wirft Rhiannon einen fragenden Blick zu. „Hast du einen Plan, Rhiannon? Sollen wir uns einen Weg hineinbahnen, oder siehst du eine Möglichkeit, unbemerkt darein zu kommen?“

      Edward hält den Atem an und lauscht auf das Knarren des Schiffes, bereit, jeden Moment loszuschlagen, sollte einer der Ertrunkenen sie bemerken.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • rhiannon spricht genau so leise wie auch edward es tut.
      "Wie wichtig ist es, dass das Ding am Stück ist? Ich meine, anzünden fände ich eine super Idee"
      Und mir einem kleinen Handwink lässt rhi eine flamme über ihre Finger hüpfen, die am Daumen wieder erlischt
      "Ich glaube kaum, dass wir es zu zweit mit allen aufnehmen können, im duell. Wir müssen wohl etwas hinterlistig spielen, findest du nicht?"
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    • Edward nickt zustimmend, während er den Blick nicht von den klaffenden Wunden im Schiffsrumpf abwendet. „Anzünden würde ich vermeiden wollen. Immerhin suchen wir nach Informationen im Inneren des Schiffes. Es wäre schlecht, wenn das Schiff samt den Beweisen einfach zu Asche zerfällt“, flüstert er und rückt seinen Griff am Hammer zurecht.
      Er denkt einen Moment nach, während er das ziellose Taumeln der Gestalten hinter den Planken beobachtet. Dann funkelt sein gesundes Auge abenteuerlustig.
      „Ich hätte eine Idee, aber ich weiß nicht, ob du solch eine Magie beherrschst. Die Untoten sind nicht die schlausten – sie folgen stumpf jedem Geräusch. Wenn du ein tiefes Loch in den Boden zauberst, könnte ich die Dinger dorthin locken, und du machst es anschließend einfach wieder zu. Das Gewicht der Erde sollte reichen, um ihnen alle Gliedmaßen zu zerquetschen und sie unter der Klippe zu begraben“, erklärt er ihr leise.
      Ein kleines, grimmiges Lächeln stiehlt sich auf sein Gesicht. „Mag vielleicht simpel klingen, aber bei solchen Hirnlosen funktioniert das Einfache oft am besten. Was sagst du? Traust du dir zu, den Boden unter ihren Füßen nachzugeben?“ Er sieht sie erwartungsvoll an, bereit, aus dem Schutz des Nebels hervorzubrechen und den Köder zu spielen, sobald sie das Zeichen gibt.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhiannon nickt. Wie Tief das Loch sein wird, weiß sie selbst noch nicht, aber sie will es versuchen. Zur not kann sie ja immer noch das Loch in Brandt stecken.
      Geplant gemacht, und so wartete Rhiannon ein kleines Stück abseits im Wald. Sie hatte einen Kreis auf den Boden gemalt wo das Loch sein würde, damit könnte Edward über das Loch rennen und Rhiannon könnte es dann in die Tiefe stürzen lassen, sobald Edward in Sicherheit wäre.

      Rhi wartete etwas unruhig. Der Nebel machte ihr langsam zu schaffen. Und die Unsicherheit der Situation auch. So lange und alte Magie konnte das Böse nicht aufhalten, wie sollte sie es dann tun.
      Aber nun erstmal Schritt für Schritt. Und der nächste Schritt war das Schiff.
      Sie hörte Edward Schon rum Brüllen und die Untoten Anbrüllen und musste darüber leicht schmunzeln.
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    • Edward nähert sich mit fest entschlossenem Schritt dem Wrack. Er hebt seinen Hammer hoch in den grauen Himmel. „Oh Helm, himmlischer Beschützer und Verteidiger der Welt, leihe mir deine Kraft, um diesen untoten Fischköpfen die Leviten zu lesen!“, brüllt er, und seine Stimme hallt von den Klippen wider.
      Schon bei den ersten Worten torkeln die ersten Ertrunkenen aus den klaffenden Wunden des Rumpfes. Doch als sein Hammer plötzlich hell aufglimmt und der Stoß des Griffes auf den steinigen Boden ein Geräusch erzeugt, als hätte er eine gewaltige Kirchenglocke geschlagen, bricht der Damm.
      Edward reißt panisch die Augen auf. Es sind nicht nur eine Handvoll. Es ist nicht ein Dutzend. Ein unaufhörlicher Strom aus aufgedunsenem Fleisch und klappernden Knochen ergießt sich aus dem Schiffsbauch. Es müssen an die hundert Wesen sein, die nun mit rasselndem Atem den Hang hinaufstürmen.
      Erst als die ersten Gestalten gefährlich nahe kommen und der Gestank von Algen und Verwesung ihm in die Nase steigt, begreift er den Ernst der Lage.
      „OH KACKE!“, schreit er mit einer Inbrunst, die so gar nicht zu seinem heiligen Eid passen will. Er macht auf dem Absatz kehrt und fängt an, Rhiannon entgegenzusprinten. „BEI ALLEN HEILIGEN GÖTTERN, SIND DAS VIELE! WENN ICH JEMALS GÖTTLICHEN SCHUTZ GEBRAUCHT HABE, DANN JETZT!“
      Wäre die Situation nicht so lebensbedrohlich, würde sich jeder Außenstehende vermutlich kugelig lachen bei dem Anblick, wie ein schwer bepackter, rüstiger Paladin wie ein panischer Gaukler um sein Leben strampelt. Das Kettenhemd seiner Rüstung klappern hektisch im Takt seiner Flucht.
      „RHIANNON, JETZT!“, brüllt er der Elfin verzweifelt zu, während die Armee des Grauens ihm bereits dicht auf den Fersen ist. Er hofft inständig, dass sie die Erde rechtzeitig zum Beben bringen kann, bevor er selbst im Heu des Grabes landet.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Kaum dass Edwards zweiter Fuß über der hinteren Linie Landet reißt Rhinannon den Boden auf. Ein Tiefes Loch reist sich im Boden auf. und die meisten Untoten fallen hinab, die letzten rennen hinunter.
      Zur Sicherheit schmeißt Rhiannon tatsächlich noch eine Flasche hinterher, und eine Feuerkugel. Als die Flasche am Ende des Loches zerbricht, und das Feuer darauf landet, breitet sich das Feuer weit aus, und im nächsten Moment geht das Loch wieder zu.
      Rhiannon sieht Erschöpft aus.

      Sie läuft langsam in Edward´s Richtung. Jedoch hat sie einen Untoten in den Wäldern übersehen, und Edward sieht lediglich, wie plötzlich eine Pfeilspitze sich von hinten durch Rhiannons Schulter bohrt.
      Instinktiv lässt Sie sich auf den Boden fallen, womit Edward den Untoten hinter ihr sieht.
      Aber ihr leiser Schrei fährt Edward durch Mark und bein, und er hat das Gefühl etwas kleines Bricht in ihm, als er ihr schmerzendes Gesicht im Augenwinkel wahrnimmt
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    • Ein Schrei, geboren aus reinem, unverfälschtem Schmerz, riss aus Edwards Kehle und schien die Grundfesten der Realität zu erschüttern, als er sah, wie der schwarze Schaft des untoten Pfeils Rhiannons Schulter durchbohrte. Es war kein bloßes Geräusch; es war ein Urknall der Verzweiflung, der die Zeit selbst für einen Herzschlag anzuhalten schien.
      In diesem Moment der absoluten Agonie erlosch das menschliche Licht in Edwards rechtem Auge.
      An seiner Stelle entzündete sich eine Flamme. Kein gewöhnliches Feuer, sondern ein loderndes, saphirblaues Inferno, das aus den tiefsten, vergessenen Abgründen seiner Seele emporstieg. Der Augapfel verschwand, ersetzt durch einen wirbelnden Nexus aus arkaner Zerstörungswut. Der junge Paladin, der eben noch gezögert hatte, war vergangen. Was blieb, war eine Inkarnation des unbarmherzigen Urteils.

      Mit einer Langsamkeit, die furchteinflößender war als jeder Sturmangriff, setzte er einen Fuß vor den anderen. Jeder Schritt war ein Urteil. Unter seinen schweren Stiefeln gefror das Gras nicht, es verging. Eine Spur aus saphirblauer Asche markierte seinen Pfad, als würde der Boden selbst unter der Last seiner entfesselten Präsenz kapitulieren.
      Der Untote, eine wandelnde Abscheulichkeit ohne Verstand, spannte den Bogen erneut. Drei Pfeile flogen in rascher Folge, gezielt auf das brennende Auge. Doch sie erreichten ihr Ziel nicht. Meter vor Edwards Gestalt trafen sie auf eine unsichtbare Wand aus purer, ätherischer Hitze. Mit einem hohlen Zischen vergingen die Geschosse zu Staub, noch ehe sie auch nur einen Schatten auf seine Rüstung werfen konnten. Edward blinzelte nicht einmal. Sein Blick ruhte mit der unbeweglichen Kälte eines eisigen Berggipfels auf der Kreatur.
      Als er die Abscheulichkeit erreichte, griff er nicht nach seiner geweihten Waffe. Der Hammer blieb an seinem Gürtel. Dies war keine rituelle Reinigung; dies war eine Exekution mit bloßen Händen. Seine gepanzerte Rechte schoss vor, schneller als das Auge des Untoten folgen konnte, und umklammerte das verrottete Gesicht der Kreatur.

      Ein markerschütterndes Knirschen ertönte, als sich Edwards Finger, angetrieben von einer Kraft, die nicht von dieser Welt schien, in den Schädel gruben. Das morsche Holz des Bogens zerbrach, als der Untote versuchte, sich zu wehren, doch er war wie eine Puppe in den Fängen eines Titanen. Mit einem finalen, nassen Krachen implodierte der Schädel unter dem unnachgiebigen Druck. Knochensplitter und uralter Staub stoben auf, als der Kopf der Kreatur vollständig in sich zusammenfiel und die unheilige Energie, die ihn beseelt hatte, mit einem leisen Wimmern entwich.
      Der leblose Körper sackte in den Schmutz.

      Im selben Augenblick, als die Existenz des Untoten endete, erlosch das blaue Inferno in Edwards Augenhöhle. Die Flamme zog sich zurück und hinterließ das gewohnte, menschliche Auge, das nun jedoch stumpf und ungläubig dreinschaute. Edward taumelte einen Schritt zurück, seine Hand zitterte, noch immer befleckt vom Staub des Feindes. Er sah auf seine Finger, dann auf den Leichnam, als wüsste er nicht, welches Monster diese Tat vollbracht hatte.

      Erst als ein leises Stöhnen die Stille zerriss, kehrte die Realität mit voller Wucht zurück.
      "Rhiannon!", rief er erneut, doch dieses Mal war die übernatürliche Kälte aus seiner Stimme gewichen, ersetzt durch nackte, menschliche Sorge. Er warf sich neben ihr in den Schmutz, seine Knie schlugen hart auf den Boden auf. Seine Hände, die eben noch einen Schädel zerquetscht hatten, waren nun schrecklich sanft, als er die Wunde untersuchte.

      Seine Stimme zitterte leicht, als er sprach: "Du hast Glück im Unglück... wenn man das so nennen kann. Der Pfeilkopf ist nicht in deinem Körper stecken geblieben; er ragt hinten wieder heraus. Ich kann den Schaft abbrechen und ihn durchziehen. Das wird schmerzhaft, aber es muss sein." Er sah ihr tief in die Augen, die Sorge stand ihm ins Gesicht geschrieben. "Kannst du ihn magisch versorgen, Rhiannon? Hast du noch die Kraft? Oder muss ich es auf die alte, händische Art machen und die Wunde ausbrennen?"
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhiannon sah dem ganzen ungläubig zu.
      Bis Edward bei ihr war, konnte sie noch immer nicht glauben was sie gerade gesehen hatte.
      Erst als er Sie sanft zu stützen begann, schaute Rhi ihn so richtig an. Trotz der Schmerzen lies sie ihn tun. Sie zog nicht einmal die Schulter weg, als er den Pfeil unabsichtlich berührte.
      "Ich kann es versuchen" war die Antwort die Rhiannon zwischen den Zähnen hervor presste. Ohne es zugeben zu wollen, war sie so dankbar um seine Anwesenheit.
      Sie nahm ihren Arm vor den Mund, und als Edward den Pfeilschafft durchbrach, biss sie einmal beherzt in die Lederne Armschiene und schrie den Schmerz dumpf in ihn hinein. Der Schmerz war fast schon betäubend. Doch Rhiannon hielt am hier und jetzt fest.

      Beim Durchbruch schmerze die Schulter der Druidin schon Atemraubend, als Edward den Pfeil aber rauszog, konnte man sehen wie Rhinannons Augen kurz nach hinten kippten.
      Das schlechte Material und die Schlacke taten ihren Teil dazu, dass die Wunde alles andere als Sauber war.
      Rhiannon nahm die letzte Kraft die ihr geblieben war, und lies die Hand ihres Gesunden Armes über die Wunde gleiten. Ein leichtes glimmen erscheint, und die Wunde beginnt sich zu reinigen und zu schließen. Aber leider nicht vollends. Dafür war ihr schlicht weg die Kraft zu knapp geworden.

      Rhiannon schaute zu Edward
      "Danke. Ich danke dir"
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