Der Fluch von Nebelhafen (Takei & Lady_Cookie)

    • Gespannt hört Edward der leicht angetrunkenen Halbelfe zu. Er findet es durchaus amüsant, was das kleine Glas Schnaps bei Rhiannon ausgelöst hat, während sie sich gemeinsam dem Bauernhof nähern. Dieser liegt wie eine kleine Insel der Zivilisation inmitten der kargen Küstenlandschaft, umgeben von einer niedrigen, moosbewachsenen Trockensteinmauer.

      Links und rechts des Weges erstrecken sich abgeerntete Haferfelder, deren Halme im kalten Seewind wie flüsternde Geister hin und her wiegen. Zwei große, wettergegerbte Holzscheunen flankieren das Haupthaus. Edward fällt sofort auf, wie unruhig die Tiere sind. Die meisten haben sich tief in den Scheunen verkrochen; die Handvoll Schafe, die noch auf der Weide stehen, stapfen nervös hin und her. Die Fluchmagie, die vom Meer herüberweht, scheint selbst die Instinkte des Viehs durcheinanderzubringen.

      Im Haupthaus brennt nur schwach ein Kerzenlicht. Die Tür ist nicht verriegelt, sondern lehnt leicht angelehnt im Rahmen. Kein gutes Zeichen – wer lässt in dieser Lage die Tür offen? „Miss Ashshadow, Vorsicht“, flüstert Edward und deutet auf die verdächtigen Umstände. Er legt eine Hand an seinen Hammer, öffnet vorsichtig die Tür und tritt ein.

      Sie gelangen in einen Raum, der nach Rauch, feuchter Erde und getrocknetem Speck riecht. Das Herzstück ist ein massiver Steinkamin, in dem ein Rest Glut lange Schatten an die rußgeschwärzten Deckenbalken wirft. Arbeitsgeräte hängen griffbereit an den Wänden, doch von Alfred fehlt jede Spur.

      Gerade als Edward sich zu Rhiannon umdrehen will, ertönt ein gellender Schrei, gefolgt von einem metallischen Klong, das durch seinen gesamten Schädel dröhnt. Aus einer Dachluke direkt über dem Eingang hat ihm eine Zwergin mit einer gusseisernen Pfanne eins übergebraten.

      „AH! Bei allen Göttern!“, flucht Edward und zuckt schmerzerfüllt zusammen. Vor Schreck lässt die Zwergin die Pfanne fallen, die scheppernd auf den Steinboden schlägt, und klettert hastig aus der Luke.

      „Oh Götter, oh Götter! Das tut mir unendlich leid! Ich dachte, Ihr wärt eines von diesen Dingern von da draußen!“, sprudelt es aus ihr heraus. Sie steht nun direkt zwischen Edward und Rhiannon – klein für eine Zwergin, aber gebaut wie ein Belagerungsturm. Ihr kupferrotes Haar leuchtet im fahlen Licht, während sie in ihrer bärenfellenen Arbeitskleidung nervös an ihrer Schürze nestelt.
      „Schatz, komm schnell! Es sind keine Untoten, es sind Gäste!“, ruft sie in den hinteren Teil des Hauses. Jetzt regt sich etwas. Eine hager gewachsene Gestalt schält sich aus dem Schatten des Hinterzimmers: Alfred. Seine abgewetzte Kleidung hängt fast schlaff an seinem knochigen Rahmen, während er den Paladin missbilligend mustert.

      „Was geht er auch einfach ohne zu klopfen in die Stube fremder Leute! Da ist er selber schuld dran“, brummt der Mann griesgrämig, auch wenn seine zitternden Hände verraten, wie froh er über lebendigen Besuch eigentlich ist.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhiannon behält einen Blick auf alles. Läuft dann mit einem warmherzigen Lächeln auf Alfred zu.
      "wir sind rhiannon und edward. Der wirth hat uns geschickt. Wir könnten vielleicht im Stall schlafen. Außerdem können wir für euch etwas aufpassen, dass auch ihr wieder etwas zur ruhe kommt"

      Rhiannond warmherziges lächeln lässt auch alfred nicht kalt und er kann nicht anders als zumindest nichtmehr ganz so griesgrämig drein zu blicken.
      nebenbei hilft rhiannon edward auf.
      "Natürlich könnt ihr eine der Scheunen für euch haben." Antwortet die Bäuerin.
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    • „Ich bin übrigens Thora, und das ist mein Gemahl Alfred“, stellt sich die Zwergin nun offiziell vor. „Und entschuldigt bitte noch einmal den Wink mit der Bratpfanne. Manchmal bin ich etwas … übereifrig.“ Thora wirft ihrem Gatten einen vielsagenden Blick zu. „Liebling, würdest du bitte den Stall für die beiden fertig machen? Ein paar Wolldecken und Gänsekissen können wir sicherlich entbehren.“
      Alfred brummt nur missgünstig vor sich hin, trottet aber gehorsam los. „Entschuldigt seine Manieren“, fährt Thora fort, während sie auf eine kleine Eckbank in der angrenzenden Küche hüpft und ihre kurzen Beine baumeln lässt. „Seitdem die ersten Untoten aufgetaucht sind, kommt er einfach nicht zur Ruhe. Er hängst mit Herzblut an seinem Vieh; er hat schlichtweg Angst, dass diese stinkenden Dinger eines seiner Tiere reißen.“ Sie sieht die beiden abwartend an. „Kann ich euch denn sonst noch irgendwie helfen?“
      Edward nickt ihr dankbar zu. „Erst einmal vielen Dank für Eure Gastfreundschaft. Es gäbe da tatsächlich etwas, wobei Ihr uns helfen könntet“, sagt er, während er sich am anderen Ende der Bank niederlässt. Die Beule an seinem Hinterkopf pocht noch immer leicht, doch sein Fokus liegt nun ganz auf ihrer Mission.
      „Was könnt Ihr mir über das Siegel am Schiff sagen? Oder generell über die Besonderheiten dieser Gegend, wenn wir sie untersuchen?“, fragt Edward. Er mustert die Zwergin aufmerksam; ihr Volk hat oft ein feines Gespür für alte Runen und die Beständigkeit von Stein und Metall. „Gibt es Legenden, von denen wir wissen sollten, bevor wir morgen früh den Strand betreten?“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • "es gibt zwar eines, aber das ist nur ein altes Märchen um Kinder zu erschrecken." Beginnt thora. "Man erzählte immer... warte. Ich kriege es zusammen.
      Es war einmal ein captain. Er wollte der größte schiffsfahrer werden. Und als er die größte flotte jemals hatte, und die größte streitmacht... wollte er doch noch mehr. Und so zog er mit seinen flotten in Richtung der Schatteninseln. Man sagt sie seien gefährlich, düster und rauben dir die Seele.
      Er kam nie zurück. Auser in den dunklen nächten. Wenn der Mond von den Wolken verdeckt wird.
      Und in einer dieser Nächte, hat er es geschafft von den Inseln zu entkommen."
      Sie erzählt die Geschichte als könnte sie nicht wirklich daran glauben, was sie erzählt.
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    • Thora blickt nachdenklich in die Flammen des Kamins, doch noch bevor sie den nächsten Satz aussprechen kann, schwingt die schwere Holztür auf. Ein kalter Luftzug fegt durch den Raum und lässt die Kerzen flackern. Alfred tritt ein, seine Kleidung ist klamm vom Nebel, und sein Gesicht wirkt im fahlen Licht noch eingefallener als zuvor. Mittlerweile ging der alte Mann an einem Gehstock den er unterwegs mitgenommen hat.

      „Märchen?“, krächzt Alfred und seine Stimme zittert, aber nicht nur vor Kälte. „Du erzählst ihnen das Ammenmärchen von dem gierigen Kapitän, Thora? Das ist gefährlich. Die Wahrheit ist kein Kinderspiel.“
      Er tritt näher an den Tisch und sieht Edward direkt in die Augen. Sein Blick ist starr. „Es war keine Flotte, die er suchte. Er suchte das Ewige Echo. Er segelte nicht nur zu den Schatteninseln – er riss den Schleier zwischen den Welten auf. Man sagt, das Meer dort oben sei nicht aus Wasser, sondern aus den Tränen derer, die nie sterben dürfen.“

      Alfred lehnt sich nun schwer auf seinen Stock. „Er kam nicht einfach zurück. Er brachte das Ende mit. Sein Schiff, die Nachtschwalbe, war kein Holz mehr, sondern Fleisch und Knochen. Die Segel bestanden aus der Haut seiner Mannschaft. Er kehrte nicht heim, um zu leben – er kehrte heim, um alles Lebendige in diese graue Zwischenwelt zu ziehen, in der er nun gefangen war.“

      Er senkt die Stimme zu einem flüsternden Krächzen. „Das Siegel am Schiff... Es sollte nicht nur die Fluchmagie des Krieges versiegeln. Das Siegel ist sogar noch älter als der Krieg. Das Siegel war ein Anker. Die alten Priester haben sein Schiff an die Felsen gekettet und mit heiligem Obsidian versiegelt, um es im Diesseits festzunageln, damit es nicht zurück in den Schatten gleiten kann – und alles mitnimmt, was in diesem Dorf atmet. Das es danach die übrige Fluchmagie aufgesammelt hat, war nur zufall und überhaupt nicht vorgesehen. Wenn das Siegel nun zerbrochen ist... dann ist der Anker gelöst. Die Nachtschwalbe fängt wieder an zu segeln, törichter Paladin. Und sie ist hungrig nach neuen Seelen für ihre Mannschaft.“

      Stille breitet sich in der Küche aus, nur unterbrochen vom Knistern des sterbenden Feuers. Edward spürt, wie ihm ein kalter Schauer über den Rücken läuft. Das ist kein einfacher Fluch; das ist eine Invasion aus einer anderen Existenzebene.
      Edward sieht von Alfred zu Thora. „Das erklärt, warum die Untoten wie Ertrunkene aussehen“, stellt er düster fest. „Sie sind die ersten Boten der Besatzung.“ Er greift fest nach dem Griff seines Hammers, der neben ihm lehnt. „Wenn dieses Schiff sich befreit, wird dieses Dorf nur der Anfang sein.“
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    • Rhi atmet angestrengt durch. Sie erhob ihren Blick und lies ihn einmal über edrward gleiten.
      Sie schloss die Faust, nuschelte etwas, und hielt kurze Zeit später Alfred eine hand goodberries entgegen. Dieser nahm sie verwirrt entgegen, als rji ihm aber zunickte aß er eine.
      "Edward und ich werden versuchen was unsere Macht zulassen. Erstmal ist es unser ziel euch zu helfen.
      Gegen später werde ich die Tiere fragen ob ihnen was aufgefallen ist und morgen werden wir aufbrechen und versuchen eine Lösung zu finden.
      Ihr mögt uns für Lebensmüde halten, aber das ist egal"
      Rhi sah kurz zu edward. "Aufgehts großer."
      rhi erhob sich, sah sich nochmal in dem kühlen Raum um, nickte, und machte sich auf den Weg in Richtung Scheune.
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    • Nach Rhiannons Worten ist es nun an der Zeit, den Stall aufzusuchen, um endlich eine Mütze Schlaf zu bekommen. Unter Alfreds knapper Einweisung machen sich die beiden auf den Weg. Das Innere der Scheune empfängt sie mit einer wohligen Wärme; der Geruch von trockenem Heu und schlafendem Vieh liegt schwer in der Luft. Alfred hat bereits genügend Heu aufgetürmt, damit die beiden halbwegs bequem liegen können.
      Edward sucht sich einen der Heuhaufen aus. Mit geübten, wenn auch etwas müden Handgriffen beginnt er, seine Lederrüstung und das darunterliegende Kettenhemd abzulegen. Das Metall klirrt leise, als er es beiseitelegt, bis schließlich nur noch sein Leinenshirt, die Hose und die Stiefel an seinem Körper verbleiben.
      „Ich schätze, Tiefwasser wird wohl noch eine Weile warten müssen“, bemerkt Edward nachdenklich. „Ich habe das ungute Gefühl, dass wir hier in etwas hineingeraten sind, das unsere Fähigkeiten übersteigen könnte.“ Er ordnet seine Rüstungsteile säuberlich neben dem provisorischen Lager und legt seinen Hammer – nur für den Fall – griffbereit daneben.
      Er setzt sich schwerfällig auf das Strohbett und sieht zu seiner Gefährtin hinüber. „Ich habe noch nie von diesen Schatteninseln gehört. Weißt du etwas darüber?“, fragt er Rhiannon ernst.
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    • "Bisher habe ich selbst nur wenig über diese ganzen Märchen gehört. Aber die Schatteninseln sind ein wichtiger verbotener Teil der Lehren meines Stammes. Es war den meisten verwehrt etwas darüber zu wissen. Als... nun ja ... verlobte des Stammesoberhaupt war ich jedoch in die Geschichten eingeweiht. Man sagte die Schatteninseln sind aus verdorbener Maie heraus entstanden. Es handelt sich um alte Schlachtfelder, auf denen mit Dunkler verbotener Magie krieg geführt wurde. Diese magie führte dazu, dass zuerst das Land korrumpierte und danach all seine Völker die es bewohnten." während sie sprach öffnete Rhiannon die Knoten, die ihre Lederrüstung zusammen hielten, und lies so die ersten Teile der Rüstung fallen, und legte fein säuberlich auf einen kleinen Schemel. "Durch die Korrumption hat sich grauschleier gebildet. Dieser ist für das Menschliche Auge wie gewöhnlicher Nebel." fährt Rhi fort, während sie die grüne Tunika aus Kort von sich nimmt, und so nun in einer Art Unterkleid oder gar Nachthemd da steht. "Ein zu langer aufenthalt in diesem Nebel sorgt dafür, dass man nach dem Tot als Untoter wieder kehrt, weshalb der Aufenthalt auf den Schatteninseln also dazu geführt haben muss, dass dieser Captain als Untoter wieder erwacht. mit einer Untoten Crew. Die damaligen Magier haben nicht die Macht gehabt die Crew zu töten, jedoch sie magisch in eine Art kerker zu sperren. Als das Siegel durch das langsame schwinden ihrer Magie zerbrach, kamen sie also aus ihrem kerker frei. Und da sind sie."
      Schlussfolgerte Rhiannon zu ende. So stand sie nun in nicht mehr als ihren Sandalen und ihrem Unterhemd dar, während sie sich nun die Klammer aus den Haaren nahm, und so ihre lange rote Haarpracht über ihre Schulter fallen lies. wie sie auf Edward wirkte, war ihr nur wenig klar.
      Die roten haare. die grünen Augen. Die Sommersprossen. Das Dünne kleid. Aber anders war sie es von ihrem Stamm nicht gewohnt.

      "Also, was denkst du?" fragte sie den Paladin, während sie ihn mit großen Augen ansah
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    • Edward lässt seinen Blick für einen Moment durch den Stall schweifen, um die friedliche Atmosphäre aufzusaugen. Doch als er das leise Lösen von Knoten hört und Rhiannon beginnt, die düstere Geschichte der Schatteninseln zu erzählen, sieht er unwillkürlich zu ihr hinüber. Erst jetzt, da sie ihre Rüstung abgelegt hat, bemerkt Edward, was für eine Schönheit die Halbelfe wirklich ist. Ihr Körper wirkt zierlich, fast zerbrechlich im Vergleich zu seiner massiven Gestalt, und ihre Silhouette zeichnet sich sanft im fahlen Licht ab.
      Die Sommersprossen in ihrem Gesicht und ihr feuerrotes Haar, das im schwachen Kerzenschein wie glühende Kohlen flackert, treiben Edward eine peinlich berührte Röte ins Gesicht. Vermutlich ist Rhiannon sich nicht einmal bewusst, dass der Körper in der Kultur der Menschen als etwas höchst Privates und Attraktives gilt – und dass man sich als Frau normalerweise nicht vor einem noch immer Fremden entkleidet.

      Aus reinem Anstand fokussiert Edward die große Stalltür so intensiv, als würde er jeden Moment erwarten, dass sie sich in eine Mimik verwandelt und ihn angreift. Erst als Rhiannon zu Ende gesprochen hat, wagt er es, den Kopf nur ein winziges Stück zu drehen, um sie aus dem Augenwinkel anzusehen. Da sie jedoch noch immer so unbeschwert dort steht, schnellt sein Blick sofort wieder zurück zur Tür.
      „Ähm … j-ja. Klingt plausibel … denke ich …“, stammelt der sonst so stolze Paladin. Seine tiefe Stimme, die normalerweise wie eine Kirchenglocke klingt, holpert nun wie eine Person, die ungeschickt eine Treppe hinunterpoltert. „I-ich denke … wir werden mehr erfahren … sobald wir uns das Schiff angesehen haben.“

      Er räuspert sich heftig, um die aufkommende Nervosität zu überspielen. „Wärst du so gut … und löschst die Kerze? Dann können wir schlafen. Der Mond steht schon hoch oben … wir sollten Kraft tanken“, stammelt er weiter, in der Hoffnung, jedem weiteren Gespräch zu entgehen, bei dem er gezwungen wäre, sie anzusehen
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    • "natürlich. mache ich gleich"
      Antwortet Rhi ruhig. Sie nimmt sich ein paar Hände voll Stoh und baut diese zu einer Art gemütlichem Nest.
      Sie lehnt sich dann kurz an die Kante einer herumstehenden Kiste an.. Das dämmerlicht durch die einzelne Kerze in der Scheune wirkt geradezu magisch. Und komplett nüchtern ist Rhiannon sicher auch noch nicht. Sie lächelt Edward an.
      "Du wirkst ein wenig aufgebracht. War es der Tag, der dir noch in den Knochen hängt?
      Ich kenne das, mich holt sowas auch meistens in den Momenten ein, wenn alles andere Ruhig wird. mir hilft es dann meistens mit Tieren oder der Natur zu sprechen. Aber ich denke das ist wohl eine Marode meines Stammes.
      Aber vielleicht würde dir noch Beten helfen oder so? Oder kann ich dir irgendwie helfen?"
      Rhi zog den Mund nachdenklich auf eine Seite, ohne sich bewusst zu sein, dass es eine unglaublich nieldiche Grimasse war. Sie tippte sich mit ihrem zeigefinger gegen die kleine Nase, und sah dann Erwartungsvoll Edward an.
      Für einige Sekudnen brach ruhe ein. Das einzige was zu hören war, war der wind der drausen leise pustete, und die letzten Schafe, sie nur leise mähten. Das Kerzenlicht, und der Mond, der einen Sanften blauen strahl durch ein offenes Fenster warf, flutete den Raum in ein Mischlicht, welches auch das Gesicht von Rhi in leichtes blau und rot färbte.
      Doch ihre Augen strahlten in beiden lichtern hell und hoffnungsvoll. Vermutlich weil Hoffnung das einzige war, was ihr in den letzten Monden geblieben ist.
      Das sanfte lächeln verriet, dass sie auf eine Antwort wartete
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    • Edward kann nicht anders, als immer wieder verstohlene Blicke zu Rhiannon zu werfen. Er ist sich mittlerweile sehr sicher, dass sie keine Ahnung hat, was ihre Erscheinung, ihre niedlichen Grimassen und die Art, wie sie gerade mit ihm spricht, eigentlich in ihm auslösen. „Helm, gib mir Kraft, nicht der Versuchung zu erliegen“, murmelt er leise vor sich hin, fast wie ein zweites Stoßgebet.
      „Alles gut, ich komme zurecht“, beginnt er schließlich und kratzt sich verlegen am Hinterkopf. „Du bist noch nicht oft unter Menschen gewesen, oder? Wie erkläre ich das am besten, ohne unfreundlich zu wirken?“ Er druckst einen Moment herum, bevor er weiterspricht. „Dein derzeitiges … Outfit … es betont deine feminine Seite sehr und wirkt auf das männliche Geschlecht – zumindest bei uns Menschen – doch recht anziehend. Für gewöhnlich halten wir solche Reize eher privat.“
      Er hält kurz inne, um tief durchzuatmen. „Versteh mich nicht falsch, ich möchte dich in deiner Freiheit nicht einschränken, aber so verstehst du vielleicht, warum ich gerade etwas … angespannt wirke.“ Edward ist unendlich froh, dass Rhiannon die Kerze bereits gelöscht hat, denn sein Gesicht gleicht in seiner Röte vermutlich einer reifen Tomate, und die Hitze seines aufgeheizten Körpers könnte glatt Steaks grillen.
      Er legt sich hin und versucht, sich tief in das Heu zu kuscheln, doch es ist zwecklos. Selbst mit fest geschlossenen Augen hat er das Bild von Rhiannon in ihrem Nachthemd noch immer kristallklar vor Augen.
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    • "Verzeihung." kommt es eher leise und kleinlaut aus der Dunkelheit an Edward´s Ohren, während Rhiannon sich in das Heu fallen lässt.
      Er hört noch Bewegungen, das rascheln von Stoff. Durch das fahle Mondlicht kann er nur erahnen was Rhiannon tut. Sie versucht ihre Grüne Tunika wieder über ihre Kopf zu bekommen. Ihre Nachtsicht war dabei zwar hilfreich, aber ihr innerlicher stress dafür nicht. Dochh dann stoppte sie mitten in der Bewegung.

      "Nun, vielleicht liegt es an diesem Höllengebräu vom Wirth, aber... wie soll ich deine Aussage verstehen?
      War es eine einfach Erklärung, eine bitte darauf zu achten wie ich vor dir erscheine, oder gar eine unterschwellige Andeutung auf mehr?"

      Rhiannon hielt einen Moment inne.
      Sie war eigentlich ziemlich dankbar, dass sie endlich mal deutliche Worte bekam und einen Einblick in die Kultur außerhalb ihres Stammes.
      Die er Zeit ihrer Reisen hatte Rhiannon sich zurück gehalten. Sie musste vieles neu verstehen lernen. Und als erwachsener stehende Regeln und Konstrukte ohne Erklärung zu verstehen konnte nicht immer perfekt laufen. Auch wenn Rhiannon sich ganz gut anstellte.

      Die Dunkelheit, und das sachte Mondlicht gaben es Edward frei, zumindest Silhouetten zu erahnen, während Rhi alles gut erahnen konnte.
      Als in Edward erneut Rhi´s Bild erscheint, spürt er eine Art kleiner elektrischer Schlag. Ob es nun elektrische aufladung war, oder Helm, der dem Gebet des Paladins nachkam, wird man wohl nie genau wissen.
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    • Edward beißt sich auf die Unterlippe. Er will ihr keinesfalls das Gefühl geben, dass ihr Verhalten ihm Unbehagen bereitet. Ganz im Gegenteil: Letzten Endes ist Edward auch nur ein Mann, und die Reize einer attraktiven Frau werden wohl immer eine Schwäche für ihn bleiben.
      „Das ist ein sehr sensibles Thema, und es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, ohne dass du am Ende sauer auf mich bist“, beginnt er mit wahnsinnig vorsichtigen Worten. „Es ist keinesfalls eine Andeutung auf mehr. Du bist eine sehr attraktive Frau, das muss ich offen zugeben, und ich persönlich habe absolut nichts dagegen, dass du nur dein Unterkleid trägst. Ich wollte dich mit meinem Hinweis lediglich davor bewahren, an die falschen Leute zu geraten.“
      Er macht eine kurze Pause und sucht in der Dunkelheit nach den passenden Begriffen. „In menschlichen Kreisen gibt es leider viele schwarze Schafe, die der Meinung sind, dass wenig Kleidung einer Einladung gleichkommt. Soweit ich das beurteilen kann, weißt du noch recht wenig über die menschliche Natur, genau wie ich fast nichts über dein Volk weiß. Vermutlich ist eine freizügigere Art sich zu kleiden bei den Elfen nichts Ungewöhnliches, doch bei uns Menschen wird Freizügigkeit oft mit der Absicht assoziiert, sich einen Partner zu suchen. Leider gibt es abscheuliche Menschen, die so etwas schamlos ausnutzen, notfalls auch gegen deinen Willen.“
      Er wendet sein Gesicht noch ein Stück weiter weg, obwohl es im Stall ohnehin stockfinster ist. „Davor möchte ich dich einfach nur schützen, sollten wir jemals bei Fremden übernachten, die wir nicht kennen oder einschätzen können.“ Er hofft inständig, die Halbelfe nicht verschreckt zu haben. Er will kein falsches Bild von sich vermitteln – er will einfach nur, dass sie sicher ist.
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    • Rhi hat nun endlich ihre Tunika zurück über ihrem Kopf. Sie lässt sich auf den Rücken fallen, als der Paladin seine Worte beendet hat.

      "ich verstehe.
      In Elfischen Druidenstämmen ist es eher so gehandhabt, dass es die Gesten und Worte sind, welche zu einer solchen Partnerschafft oder Leidenschaft hindeuten. Der unterschied ist aber auch, dass Elfen sehr lange leben. Selbst als Halbelfin liegt meine Lebenserwartung bei bis zu 250 Jahren. Nur die wenigsten binden sich für ihr ganzes Leben. Nur Charaktere wie Stammesoberhäupter, oder wichtige Entscheidungspositionen binden sich, um eine Stabilität für den Stamm bieten zu können.
      Die meisten führen eher . . . ich würde sagen offene Beziehungen.
      Sie haben einen Freund oder einen Partner dem sie emotional zugeneigt sind. Es ist aber völlig okay sich auszuleben und nichts zu verpassen.
      Ich schätze diese Ansicht könnte nach außen hin sehr verstörend klingen.
      Aber ein langes leben hat nicht nur positive Seiten."

      Rhi ist sich nicht sicher, ob die Stimmung im Stall eine gewisse geladenheit und Spannung hat, oder ob es doch viel eher gerade ein ruhiges sicheres Gespräch ist. ein Ort an dem sie seit langem einfach mal wieder Frei ist.
      So oder so genißt sie dieses Gefühl für den Moment
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    • Edward dreht sich im Heu zu ihr um. Auch wenn er ihre Züge in der Dunkelheit nur schemenhaft erkennen kann, fühlt es sich so mehr wie ein echtes Gespräch an – von Angesicht zu Angesicht, verborgen vor den Blicken der Welt.
      „Das ist eine interessante Weise, eine Beziehung zu führen“, stellt Edward nachdenklich fest. „Aber es ergibt Sinn. Wenn man als Elfe mehrere hundert Jahre lebt – den Legenden nach gab es sogar jene, die ein ganzes Jahrtausend wandelt –, sehnt man sich bestimmt irgendwann nach neuen Erfahrungen und Blickwinkeln.“

      Er macht eine kurze Pause, und seine Stimme wird eine Spur leiser, fast melancholisch. „Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass ein so langes Leben ein Fluch sein kann. Besonders dann, wenn man sein Herz an jemanden verliert, der nicht mit solch einer Lebenserwartung gesegnet ist. Man müsste ständig mitansehen, wie geliebte Menschen altern und schließlich von einem gehen, während man selbst kaum gezeichnet ist.“

      Edward schweigt einen Moment, während das Rascheln des Strohs unter ihm verstummt. Schließlich stellt er die Frage, die ihm schon eine Weile auf der Zunge brennt: „Wie sieht das bei dir aus, Rhiannon? Hast du bereits jemanden … einen Partner, der irgendwo auf dich wartet?“
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
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    • Auch wenn Edward es nicht sieht, geht Rhiannon ein müdes Lächeln über die Lippen.
      "Kurz gesagt, nein, habe ich nicht.
      Ich war dem Stammesoberhaupt versprochen. Als wir aber besuch eines anderen Druidenstammes hatten, und er zum ersten mal eine Tieflingsdame gesehen hatte, so wurde ihm und kurze zeit später auch mir klar, dass ich nicht mehr die Frau war, die er für den Stamm haben wollte.
      Auch wenn man es manchmal denken könnte, bin ich weder blöd noch blind. Mir war klar wie es läuft. Er würde sich einen Weg suchen unsere Bindung zu trennen und sie zur Frau nehmen zu können. Sei es durch einen "Unfall" der mir zustoßen würde, oder mein Ruf der langsam darunter leiden müsste, oder oder oder ...
      Also habe ich ihn darauf angesprochen. Und ihm das Angebot gemacht zu gehen. Es zu verkaufen als eine Einigung, dass es das beste für den Stamm wäre. So konnte ich mit gewahrtem Gesicht gehen, und er konnte seine neue Frau nehmen.
      Und die letzten Monate war ich mehr damit beschäftigt mich den Regeln der Menschen anzupassen. Dabei habe ich es bisher nicht mal geschafft eine Freundschaft zu schließen."

      Rhi machte eine kurze Pause, schob sich die Haare aus dem Gesicht und atmete tief aus.

      "Aber ein paar Bekanntschaften konnte ich machen. Und vielleicht finde ich dann irgendwann wieder ein Ziel für mich. Etwas wo ich hin gehöre."
      Trotz der dunklen lage, klang die Stimme der Druidin voller Hoffnung. Denn Rhi war klar, dass wenn sie jemals ihre Hoffnung verliert, etwas in ihr verloren ginge. Und so hält sie doch stets an der Hoffnung fest, dass am Ende alles gut werden muss.
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    • Edward muss bei ihren Worten unwillkürlich schmunzeln. Es ist faszinierend für ihn zu sehen, dass selbst in der vermeintlichen Freiheit der Natur so starre Strukturen existieren können.
      „Ich verstehe. Eure Stammestraditionen scheinen in dieser Hinsicht doch sehr strikt zu sein“, stellt er fest und rückt sich auf seinem Heulager ein wenig zurecht. „Es erinnert mich an die großen Königshäuser der Menschen. Dort werden Töchter oft wie Schachfiguren mit den Prinzen anderer Reiche verheiratet, nur um Bündnisse zu schmieden oder blutige Fehden beizulegen. Es scheint, als gäbe es überall Ketten, selbst dort, wo man sie im ersten Moment nicht vermutet.“
      Er verstummt kurz, und der Unterton in seiner Stimme wird spürbar wärmer. „Aber was Freundschaften angeht … lass sie mich dir ganz offiziell anbieten. Dann hast du heute immerhin einen Freund gefunden, der weder politische Absichten noch Stammestraditionen im Sinn hat.“
      Ein leises, ehrliches Lachen entweicht ihm und durchbricht die Stille des Stalls auf angenehme Weise. „Oder … bin ich deiner etwa nicht würdig, Miss Ashshadow?“, fügt er hinzu, wobei der scherzhafte Unterton deutlich mitschwingt.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Ihr leises lachen hallt durch den dunklen Stall.
      "Meiner muss man nicht würdig sein, Mister Cullen.
      Man bekommt einen Vertrauensvorschuss, bei dem man nur noch zeigen muss, ob man ihn wert war oder nicht.
      Freut mich jemanden gefunden zu haben, auf den man sich verlassen kann."
      Im dunkel der Nacht hört man die beiden noch leise flüsternd reden. Bis die Schlacht sie einholt und Rhi mitten in einem Nebensatz die Augen zufallen, und plötzlich ruhe einkehrt.

      Man hört nur ihr leises ruhiges und gleichmäßiges Atmen im Stall.
      Selbst die Schaffe sind mittlerweile alle still im Stall.
      Und so ist es Edward der nun noch Wach ist.
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    • „Einfach eingeschlafen“, flüstert Edward leise zu sich selbst, als er bemerkt, dass Rhiannon bereits den Träumen verfallen ist. Ein schwaches Lächeln stiehlt sich auf seine Lippen, bevor er sich selbst auf seinem Heulager umdreht, um noch einige Stunden Ruhe zu finden. Es dauert nicht lange, bis auch ihn die Erschöpfung übermannt.
      Doch seine Nacht ist alles andere als friedlich.

      Ein wirrer, fieberhafter Traum lässt ihn sich unruhig von links nach rechts wälzen. Es ist, als stünde er auf dem Gipfel der Welt, über den Wolken, erfüllt von einem Gefühl unendlicher Macht. Doch so schnell dieses Hochgefühl gekommen ist, so jäh schlägt das Wetter um. Schwarze Wolken verschlingen die Sonne, und plötzlich wimmelt es an den steilen Felswänden unter ihm von den untoten Ertrunkenen und anderen finsteren Wesen, die lautlos nach oben gierigen.

      Zu seinem Entsetzen sieht er sich selbst – ein zweites Ich –, das mitten in der Steilwand verzweifelt um sein Leben ringt. Getrieben von dem Instinkt, sich selbst zu retten, beginnt Edward den Abstieg, doch die Felsen sind glatt wie Eis. Er rutscht ab. Ein Schrei stirbt in seiner Kehle, während er in die endlose Tiefe stürzt.

      Im freien Fall blickt er nach unten. Inmitten des grauen Meeres aus wimmelnden Leibern sieht er plötzlich ein unberührtes Stück Natur: eine Wiese, leuchtend bunt und voller Blumen. Dort, im Zentrum dieses Friedens, steht Rhiannon. Sie blickt zu ihm auf und breitet die Arme aus, um ihn aufzufangen. Doch er fällt viel zu schnell. Die nackte Angst packt ihn – er wird sie zerschmettern, wenn er auf ihr aufschlägt! Edward versucht zu schreien, zu warnen, zu flehen, doch seine Stimmbänder bleiben stumm.
      Mit einem heftigen Stoß schlägt er auf – und schreckt hoch.

      Edward schnappt stoßhaft nach Luft, als wäre er gerade erst der Umklammerung des Meeres entkommen. Sein Herz hämmert wie ein aufgeschreckter Vogel gegen seine Rippen, während er mühsam realisiert, dass er sich im Stall befindet.
      Vor ihm, direkt auf seinen Beinen, steht ein Huhn und mustert ihn mit schiefgelegtem Kopf, während das erste Licht des Tages bereits in goldenen Streifen durch die Ritzen der Stallwand bricht.

      „Nur ein Traum …“, murmelt Edward mit rauer Stimme und wischt sich den kalten Schweiß von der Stirn.
      Nyarlathotep… das kriechende Chaos… Ich bin der letzte…
      Ich werde es der lauschenden Leere verkünden…
    • Rhiannon wurde durch den ersten Schrei den Edward von sich gab wach. Sie hatte schnell verstanden dass es ein Alptraum war.
      Aber ihm zu helfen war keine Zeit. Denn sie erkannte den Ursprung.
      Eine Schattenlarve. war der Auslöser. Ein Überbleibsel von den ungebetenen Gästen des Vortages.
      Rhi lies ein warmes licht bei Edward stehen, und verfolgte die kleine Käferartige Kreatur, um sie schlussendlich mit einem herumliegenden Stein zu zerschlagen.
      Mit nicht weniger als 8 Schlägen ging die Druidin sicher, dass dieses Monster niemanden mehr quälen würde.
      Als sie sich sicher war, füllte sie eine Phiole mit einer Blutprobe der Kreatur und ging dann schnell zurück Richtung Stall.

      "Hey, es war nur ein Alptraum. Tut mir leid, dass ich nicht bei dir war. Aber es war wichtiger die Schattenlarve zu erwischen, dass er sich nicht nochmal wiederholt. Ich hoffe du konntest dich schon ein wenig beruhigen", sprach sie, als sie durch die halboffene Türe der Scheune Schlüpfte. Im Gegensatz zu gestern trug sie nicht mehr nur ihr Unterhemd, sondern auch die grüne Tunika. Aber ihre Haare verrieten ihren schlaf, da sie leicht zerzaust waren, und sie sogar noch einen kleinen Abdruck im Geischt hatte, wo das Heu ihr Gesicht leicht zerdrückte.
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