Connected Hearts [ Kaischiro & Minacat ]

    • Lord Eternity
      Zander & Dravur

      Einige Stunden später, abseits des Camps geschehen...
      Direkt in der nähe des Zuhause der WG-Gruppe standen die beiden Vraal-Kharag-Krieger in einem Überdachten Bushaltestelle.
      Sie hatten ihren Auftrag erfolgreich ausgeführt und warteten auf weitere Anweisungen des Lords.
      Draußen war ein starker Regenschauer ausgebrochen und die Regentropfen hämmerten Rhythmisch auf das Dach.
      Für die beiden Krieger die eine viel kältere Region gewohnt waren, fühlte sich die Luft mit dem Regen unglaublich erdrückend an.
      Beide waren enge Verwandt mit Zeth, jedoch hatte sie anderes als er überhaupt keine Ahnung von dieser Welt...
      Die Befehle des Lords kamen unerwartet und sehr direkt...Als ihre männliche Pflicht, gab es natürlich keine widerrede. Sie musste sofort gehorchten damit ihre Heimat weiterhin voller Respekt galt.
      "Nicht mag...".jammerte Zander der jüngere Bruder von Zeth abermals, dessen Kleidung total durchnässt war. Er wollte am liebsten wieder zurück in seine Richtige Gestalt. Das kalte, enge Metall fühlte sich so viel besser an als die schwere dünne Kleidung die sich an seine Haut presste.
      Dravur der Ältere Bruder von Zeth hockte genervt neben ihn und starrte auf die sonderbare Straße dieser Welt.
      "Nervst.", brummte er jeglich zurück und schnaubte hörbar aus.
      "Du schwach.", zischte Dravur der lieber einen der anderen Krieger mitgenommen hätte als sein noch viel zu schwächlichen kleinen Bruder!
      Doch hatte dieser einfach keine Ruhe gegeben...Er wollte unbedingt sich Beweisen und auch sehen in welcher Welt ihr starker Bruder geschickt wurde...Sie hatten eine lange Zeit nichts mehr von ihm gehört.
      "Ich stark!!", erwiderte Zander aufgewühlt und presste die Hand gegen die Brust.
      Er hasste es das seine Älteren Brüder immer so auf ihn herabblickten!
      Dabei war er so viel größer als die beiden und besonders Dravur würde eines Tages sehen wie stark er war!



      Doch diese Welt machte Zander wirklich fertig!
      Warum musste es denn auch so unglaublich Nass hier überall sein! Er musste auf passen das er gleich nicht---
      Aber schon spürte es Zander, seine Nase kribbelte...Sofort hielt er die Luft an und kämpfte krampfhaft dagegen an.
      Er durfte jetzt nicht niesen!
      "HNNnngggg!!!"
      Die gequälten laute ließen Dravurs Blick sofort jüngeren Bruder fallen...
      Was...Zur Hölle sollte denn jetzt DIESES Gesicht?!
      "...Bruder?"
      ....
      .......
      ..............
      "Hnnnngghmpf!"
      .....
      ............
      ......................
      "...Du weinst."
      "Hnng...N-nein...Regen!!", grummelte Zander der weiterhin versuchte das Niesen zurück zu halten.



      Natürlich glaubte Dravurs ihm kein Wort! Das waren doch eindeutig jämmerliche Tränen in seinem Gesicht!
      "Lass...Das!", knurrte er beim Anblick dessen aufgeplusterten Gesichts.
      "Hnng...N..nein!"
      Zander wollte auf keinen Fall in ein Loch geworfen werden! Sobald man niest, war man eine Gefahr! Aber er viel stärker!
      Selbst wenn ihm vor Anstrengung die Tränen kamen!
      Dravurs gab ein hörbares knurren von sich und wendete sein Blick wieder ab, er hatte ihn verdammt noch mal in der Heimat lassen sollen! Er bereute es gerade jeden Sekunde...



      Abseits der beiden Krieger stand Tylers Auto...Doch im inneren saß Eternity und auf dem Beifahrersitz der noch immer Leblose Izarra.
      Seine Gestalt, wirkte ungewöhnlich Jung, als wäre er in der Zeit stehen geblieben in der Gestalt wie er bis zu einem letzten Atemzug hier auf der Erde gewesen war....
      Für denn Lord war es natürlich kein Hexenwerk in den Wagen dieses Wasserwächter einzubrechen...Er hätte natürlich auch irgend ein Anderen Wagen stehlen können aber dafür hatte weder die Zeit noch wollte er zu großes Aussehen provozieren.
      Der Regen war wie gerufen...So war er von Äußerlichen Blicken gut Geschützt...Auch wenn er Zweifel daran hatte das irgend einer dieser erbärmlichen Maden dieser Welt sich noch an ihn erinnern würde...Abgesehen einiger alten engeren Bekanntschaften.



      Doch dieser waren sicherlich mit Anderen Dingen beschäftigt, ihr...Normales Familien Leben oder ihrer gewöhnliche Arbeit.
      Rhys war sicherlich Arzt geworden, Mason lebte das Leben eines Roses, Matt war sicherlich immer noch Schauspieler, Bahri führte sicherlich eine Mafia oder hatte sich zu ruhe gesetzt und Raimondo...Hach, was interessierte ihn dieser verrückte Stalker überhaupt noch? Vielleicht saß er im Gefängnis oder gaffte einer neuen Obsession nach.
      So wie die Dinge sich Entwickelt hatte gab es mittlerweile eine Neue Generation und dieses mal war es keine ruhige Ära, im Gegenteil...Es würde die schlimmste von allen sein.
      Eternity war jedoch nicht hier um sich jetzt über solche Dinge Gedanken zu machen, geduldig wartete er darauf das Izarra sich wieder von den Tod erholen würde, er hatte schon einige male miterlebt...Eine wirklich faszinierende Fähigkeit die er ihm am liebsten stehlen wollte. Doch auf einer anderen weise beneidete er Izarra nicht darum, besonderes jetzt wo er sich doch so sehr nach dem Ende sehnte...
      Doch er verspürte tatsächlich ein lang erlöschendes Glücks Gefühl endlich wieder hier zu sein.
      "Hach, ich habe diese Welt wirklich vermisst...."



      Wäre doch Kye nicht so ein schrecklicher Feigling, dann hätte er diese einzigartige Welt viel früher wieder sehen können.
      Er erinnerte sich an die Zeit wie er mit Dina Stunden damit verbracht hatte, einfach in die leere zu starren und diese Welt zu verfluchen.
      Sie haben auf den Boden gelegen und den Trubel, die Geräusche...Einfach alles ausgeblendet wie ein vorbei rauschender Zug.
      Nur um in nächsten Augenblick gemeinsam auszugehen um neue Orte dieser verfluchten Welt sich anzusehen.
      Sie verstanden sich auf eine so tiefen Ebene...Daran hätte sich Eternity beinahe auf ewig gewöhnen können.
      "Zu unserer Zeit haben wir uns nicht so ein teures Auto leisten können.", sprach er melancholisch vor sich hin. "Ich weiß noch genau wie viel sorgen du dir gemacht hast das wir ohne Helme mit dem Motorrad gefahren sind."
      Ein schwermutiges aber amüsiertes lachen entglitt Eternity. "Du hast es mir sogar demostieren wollen, es hat so albern ausgesehen wie du versucht hast auf das Motorrad zu steigen und damit umgekippt bist."
      Die schwächen dieser Mannes neben ihm waren immer wieder viel zu amüsant gewesen, wäre die Dinge anderes verlaufen hätte Izarra bei ihm sicherlich als Hofnarr ein platz gefunden. Aber das war mittlerweile sowas von veraltet...
      Aus dem Augenwinkel konnte er sehen wie Izarra endlich wieder anfing selbständig zu Atmen.
      "Oh, bist du endlich wieder wach, alter Freund?"



      "Das wurde aber auch langsam Zeit! Fängst du etwa an zu schwächeln? In meinen Erinnerungen ging es deutlich schneller.", summte Eternity beinahe tadelnd und drehte sich ganz zu ihm um.
      Seine roten Augen durch bohrten ihn förmlich als er leiser raunte.
      "Denk nicht einmal daran zu fliehen oder mich mit deinem Schlafzauber zu belegen, dort draußen warten zwei Krieger aus dem Hísilómëa- Stamm. Du weißt doch hoffentlich genau wie ungehalten dieser Barbaren werden können? Sie haben den Befehl erhalten, wenn ich mich nicht alle 10 Minuten melde, alle Häuser hier im umkreis in Schutt und Asche zu vernichten...Also sei so gut und zwing mich nicht zu dieser Maßnahme."



      Er schenkte ihm ein Charmantes Lächeln und lehnte den Kopf Seitlich an die Kopflehne an.
      "Ich bin nicht hier um dir das Leben noch schwerer zu machen, du gibst wirklich ein miserablen Supporter ab...Genau wie damals kommst du wohl ohne mich nicht zurecht, kann das sein? Alter Freund...Ich hab dich wirklich vermisst. Wärst du bereit dafür dich ein wenig mit mir zu Unterhalten? Ich habe einige Risiken auf mich genommen, nur um dich zu sehen...Ich will dir Helfen, wir beide...Waren doch gute Partner in der Klinik! Du hast mir damals das Leben gerettet...Ich stehe in deiner Schuld, ich hege wirklich keine Feindlichen Absichten dir gegenüber aber wenn du mir nicht anständig zuhörst...Werde ich ungehalten. Du kennst mich doch....~"
      Eternity Augen funkelten Sadistisch während er den Blick nicht von ihm nahm. Jedes Wort war ehrlich gemeint, er liebte es Izarra erbärmliches Verhalten genaustens zu studieren. Er verkniff sich jedoch weitere Bemerkungen...Angesicht dessen das sie nun Feinde waren, wäre unangebracht sich weiter über ihn lustig zu machen.
      Bevor Izarra weiter zu Wort kommen ließ legte er ein altes kleines Aufnahmegerät auf die Armaturenbrett. Es war eines der wenigen Schätzte die er im Geheimraum aufbewahrt hatte mit den Dingen aus dieser Welt. Natürlich hatte Kye dem ganzen Gerümpel nie wirklich seine Aufmerksamkeit geschenkt.
      "Izarra du weißt das ich das Schach spielen über alles Liebe...Doch ich verabscheue es wenn ein Spiel nicht Fair verläuft. Diese Partie beginnt obwohl nicht alle Figuren auf dem Feld sind...Sei nicht dumm und vertrau mir jetzt."
      Seine blassen schlanken Finger starte die Aufnahme und spielte das Gespräch ab das sich vor kurzem zugetragen hatte:
      >>...Denn waren die WITCH nie vollständig gewesen. Die sechste WITCH...fehlte. Die WITCH der Schatten. Das Gleichgewicht zur Quintessenz<<

      ___________________________________

      Stan L.

      „Vielleicht hatten die zwei einfach einen verdammt schlechten One-Night-Stand?“
      Franc warf Vermutungen in den Raum, die Stan überhaupt nicht gefielen...Leider ergab dieser Theorie bei Mrs. Lyons bedauerlicherweise Sinn...Er wusste wie schlecht es um die Ehe der beiden stand...Aber mit Izarra?
      Daraufhin musste Stan noch ein ganzes Glas trinken!



      Es machte die Situation dadurch nur noch komplizierter!
      Er wollte sich gar nicht Vorstellen welche verworrene Liebes Dramatik dahinter stand...Izarra wirkte auf ihn nicht wie ein Playboy der seine Partner wechselte und Mrs Lyons eine davon wäre...
      Der Vorschlag Izarra persönlich anzusprechen fühlte sich wie ein weitere Berg an, denn Stan noch erklimmen musste...
      Was wenn der Grund mit Mrs. Lyons ebenfalls...Mit...Dingen zu tun hatte an die er nicht glaubte? Oder es war ein ganz zufälliger Grund...Stan wusste wirklich nicht weiter, er wusste selbst das Reden und sich aussprechen der Beste Weg war doch...Nach der letzten Aussprache fühlte es sich gar nicht mehr nach der einfachsten Lösung an.
      Das vertrauen zwischen ihnen war wirklich noch Ausbaufähig....

      "Der ist ja goldig, ein interessanter Fang! Der hat sich wohl echt viel Mühe bei dem Bild gegeben, sehr kreativ. Also ich würde es ihm abkaufen, dass er ein Musiklehrer ist."
      Was jedoch Stan ein wenig wieder Aufmunterte war das auch Franc erkannte das Izarra wirklich eine goldige erst Erscheinung hatte.
      Stan machte sich wirklich sorgen ob er vielleicht nicht richtig beurteilte und sich vielleicht zu schnell von seiner positiven Art hat einfangen lassen. Aber das auch Andere seine Mühe erkannten machte ihn schon ein wenig Stolz.



      "Gegensätze ziehen sich wohl an, haha!"
      Zufrieden Blickte Stan auf das Profilbild von Izarra...
      Sie beide waren wirklich wohl sehr verschieden...Aber das musste nicht schlechte bedeuten. Es war auf jedenfall eine Gute Idee gewesen mit Franc darüber zu reden, dadurch das er ihn scheinbar nicht kannte war seine Meinung ohne Vorurteile.

      "Falls ihr zusammenkommt, gehen wir auf ein Double-Date!"
      Über denn weiter schritt des zusammen Kommens hatte Stan gar nicht nachgedacht...Dabei merkte der eigentliche Butler, wie wenig Erfahrung er in dem Gebiet hatte.
      Es war wohl ganz natürlich zusammen zu kommen wie die Gefühle und Zueignung auf Gegenseitigkeit beruhten...
      Er merkte sogleich wie sein herz schneller schlug und er das Glas fester hielt.
      Ein Double-Date klang in dem Augenblick für Stan als würde man mehre Schritte auf einmal überspringen...Etwas zögerlich kramte er ins einen Hosentasche nach seinem Notizbuch...Vielleicht sollte er sich lieber Notiz machen! Es fühlte sich an als würde ihn Franc gerade eine vollkommend neue Sprache beibringen...Ein Double Date...Vielleicht gefiel Izarra sowas??
      Er sollte sich wirklich auf allerlei Vorbereiten wenn er sich ordentlich mit Izarra ausgesprochen hat.

      "Naja, wenn Wyatt ihn auch mag, dann macht er sein Musiklehrerzeug wohl richtig. Und wenn dir es nichts ausmacht, dass er bereits Vater ist...ist es doch auch cool. Da könnt ihr gemeinsam Mal einen Familienausflug machen!"
      Ein...Ein Familienausflug?!
      Stan spürte nur noch mehr wie er begann innerliche Unruhe zu verspüren. Allerdings machte er sich in dem Punkt wenig Hoffnung...Viel mehr schien Ineb auch wie ein Sohn für ihn zu sein, vielleicht würde es eher ein Ausflug mit der WG von Wyatt werden...Da musste er doch an seine Pflichten denken....Langsam begann auch diese richtung kompliziert zu werden.
      Doch die Motivation packte Stan so berauscht vom Alkohol das gar nicht mitbekam wie er auf die Therese haute als wäre es jetzt eine Kampfansage.

      "Am besten, wenn du wieder nüchtern bist."
      "Uh--J-ja Stimmt...Das wäre angemessen."
      Stan murmelte es etwas erschrocken als er realisierte das ihm Alkohol wohl wirklich schneller aus der Fassung brachte als gedacht.



      Er sank wieder mehr auf dem Hocher zurück, gut das Franc ihn wieder auf den Boden der Tatsachen zurück geholt hätte...Was für ein schrecklichen Eindruck hätte er jetzt bei Izarra gemacht sich angetrunken bei ihm zu melden!
      Dennoch machte er sich weiter ein paar Notizen und um kringelte ein paar Stichwörter.
      "Dann solltest du auch sein Angebot annehmen, das ist doch ganz klar eine Einladung zu ihm! Er MÖCHTE, dass du ihn anschreibst und ihn brauchst. Ich wette er checkt öfters Mal seine Nachrichten ab, um zu checken ob du ein Lebenszeichen von dir gegen hast."
      Ein wenig wehmütig sah Stan auf sein Notizbuch und seine striche wurden langsamer.
      Falls es wirklich stimmte das Izarra so fühlte...
      Hatte er ihn gewiss mit einer Abfuhr umso mehr verletzt.
      Stan bereute es das er so Rational dachte...
      Warum konnte er Izarra nicht einfach so akzeptieren wie er war und den Rest darum ignorieren?



      "So niedliche Kerle wie dieser Izarra würden nie den ersten Schritt machen, glaub mir. Er wartet bestimmt darauf, dass du den Stock aus dem Arsch nimmst und die romantische Zone zwischen euch eröffnest! Du darfst nicht zu stark in die Freundeszone rutschen, sonst bleibst du da für immer gefangen, Kumpel! Am besten sagst du ihm gleich was du von ihm willst. Sag ihm direkt, dass du kein Problem hast mit ihm gemeinsam sein Kind großzuziehen und das du nicht von seiner früheren Frau ersetzt werden willst, wenn sie zurückkommt!"
      Ein lächeln bildete sich auf Stan Lippen als er sich weitere von Franc Worte notierte.
      Erst jetzt bemerkte er das nie darüber nachgedacht hatte...Wer war eigentlich Izarras Ex-Mann?
      Der Vater seines Sohnes...
      Auf einmal schien die Berge die er hoch klettern wollte zu unbesiegbaren Riesen heran zu wachsen...
      Grundgütiger, wie sollte er denn DAS Thema ansprechen? Sollte er es überhaupt ansprechen?!
      Was wenn es Izarra traurig oder wütend machte darüber zu reden??
      Oder was ist wenn dieser Ex-Mann in seiner Nähe war oder sie in Kontakt standen...Durfte er sich als einfacher Butler und neuer Bekanntschaft die Frechheit erlauben sich in sein Leben zu kommen?
      Er sah doch oft mit eigenen Augen wie die Reichen Leute Familien und Ehen ruinierten...
      Ihm wurde auf einmal ganz flau im Magen...



      "Schreib ihn doch gleich morgen an und frag, ob er sich mit dir Treffen möchte? Dann suchst du das beste Lokal aus und ziehst dich mega schick an, lass bitte dabei dein Butlerfummel aus! Zeig ein wenig von deiner Brust oder so, oder trag diese sehr eng anliegen Handschuhe, die stehen dir super gut! Ich werde heimlich mit im Lokal sitzen und dir per Kopfhörer Signale geben, wenn du dich nicht traust!"
      Stan senkte seinen Stift und schaute zu Franc rüber, jetzt musste dieser Betrunken sein...So wie er mit dieser Idee prahlte!
      "Gleich Morgen?", wiederholte Stan nachdenklich.



      Nun er sollte wohl wirklich nicht zu lange Zeit verstreichen lassen wenn er das mit Izarra wirklich ernsthaft klären wollte.
      Doch der Gedanke wie Franc irgendwo im Lokal mit lungerte um ihm Signale zu geben kam ihn schon etwas absurd vor.
      Der Gedanke über Andere Kleidung ließ ihn jedoch nachdenklich auf das Notizbuch tippen, vielleicht war es gar nicht so verkehrt über andere Freizeit Kleidung nachzudenken. Zumal es dann seine Butler Uniform sauber hielt. Es hatte also auch ein sehr praktischen Vorteil. Nur wäre er nicht schnell genug zu Verfügung sollte die Lyons etwas von ihm brauchen, dann müsste er sich extra dafür wieder Umziehen...
      Franc hatte jedoch noch viel mehr kluge Ratschläge die sich Stan sofort notierte um sie nicht zu vergessen. Es war beinahe schon verrückt wie viel Franc über das Dating wusste sich aber was das Butler darsein oft etwas quer gestellt hatte in ihrer gemeinsamen Ausbildung.
      Doch nun wusste Stan wohin Franc seine fehlende Energie hinein steckte.

      ".... Ach, sag ihm auch nichts wegen einem Date - überrasch ihn damit! Erst wenn du für ihn den Stuhl zurückrückst, damit er sich hinsetzen kannst, klärst du ihn auf! Das wird sein Herz garantiert zum Klopfen bringen! Und dann wird es an der Zeit ihn noch besser kennenzulernen. Ihr sprecht über eure Liebeserfahrungen, werdet herzlich dabei lachen und immer schön den Augenkontakt aufeinander haben! Dabei nimmst du irgendwann seine Hand und streichelst sie bedacht!"
      Während Franc sprach kam ihn sein Kamerad näher, vermutlich erwartete er von ihm Lob und Zuspruch für diese Glorreichen Details.
      Aber Stan hatte wie immer seine kleinen Zweifel.
      Wäre es nicht viel klüger direkt zu sagen es wäre ein Date? Was wenn Izarra das zu sehr vor denn Kopf stößt und er sich erst einmal darauf vorbereiten möchte?
      Auch wenn der Gedanke reizend war sich Izarras verschüchtertes und beschämendes Gesicht vorzustellen...Er Mochte ihn viel lieber wenn er Herzlich Lächelte und sich bei ihm auch wohl fühlte.



      "Danke, ich werde es berücksichtigen.", bedankte sich Stan ernst und sah auf seine Notizen. Damit könnte er aber zumindest das Eis zwischen ihnen brechen das er bedauerlicherweise selbst zu verschulden hatte. Er konnte nur hoffen das es nicht zu spät war und Izarra wirklich auf ihn warten würde...

      "Oh- Achja und erwähn' lieber erst, wenn es wirklich zur Sache geht, dass du Jungfrau bist und noch nie eine Beziehung geführt hast. Besonders Homosexuelle toben sich eigentlich ziemlich früh aus und manche finden es echt langweilig, wenn der Andere gar keine Erfahrung hat. Deswegen häufst du erst deine Plus-Punkte bei ihm auf, damit du da nicht abgewiesen wirst!"
      Bei diesen Worten entglitt Stan auf einmal der Stift aus seinen Fingern...Er rollte auf der Therese hinunter und landete auf den Boden.
      Es fühlte sich an als hätte ihm Franc gerade zu den hohen Bergen die er erklimmen musste nun vor einer tiefen Schlucht geführt.
      "Wie bitte...?", fragte er tatsächlich vollkommend erschrocken über diesen Fakt.



      Er wusste nicht was ihn gerade mehr sprachlos machte...
      Das Homosexualität bedeuten könnte das man sich früh auslebte und man sich ins aus schoss wenn man nicht die benötigte Erfahrung aufwies.
      Izarra war doch schon so in weiten erfahrender als er...Er war Vater, übte mehre Berufe aus...Ein Bewundernswerter Mann!
      Doch mit seinem fehlenden Wissen...Ohje...Wäre er in seinen Augen nicht ein vollkommende Last? Wie ein frisch geschlüpftes Küken das von der Welt keine Ahnung hatte! Warum sollte sich Izarra da auf ihn einlassen? Wenn doch viel erfahrende Männer da draußen gab!
      Der Alkohol schmeckte nun bitter auf seiner Zunge...
      Er war...total....
      ....Langweilig!!
      .........Langweilig....
      .................................LANGWEILIG!!


      Er war wie ein Soldat er nie das Schießen gelernt hatte...
      Ein Butler ohne die nötige Disziplin...
      Er---
      ....Moment mal.
      Auf einmal kam Stan wie eine brennende Erinnerung ein Gedanke auf denn er überhaupt nicht mehr vor Augen gehabt hatte.
      "Du fühlst dich fantastisch an..."

      "...Mr...Rose......Es fühlt sich... berauschend an..."

      "...M...mein Körper.... Erhitzt immer...mehr...Mr...Rose."

      "Dann ... lass uns zusammen kommen..."




      Die Erinnerungen kamen so intensiv zurück das sich Stan schon etwas dafür begann zu schämen, er war wie ein Anderer Mensch gewesen...!
      Doch überkam ihn sichtliche Erleichterung. Ein Glück, er bedankte sich innerlich für Mr. Rose Informative Zuwendung! Nun verstand er nur noch mehr seine Worte darüber wie er ihn diese Dinge beibringen konnte...Ob Mr. Rose gemerkt hatte das Stan diese Homosexuellen Erfahrungen fehlten? Er war wirklich ausgesprochen aufmerksam...
      "Puh...Ich muss mir darum keine Gedanken machen.", seufzte Stan auf und fühlte sich etwas befreiter.



      Allerdings wusste Franc davon nichts, Stan wusste aber auch nicht das es wichtig wäre sowas zu Äußern. Es schien wohl wichtig zu sein, wenn man sich Gedanken über das Dating machte.
      "Nun...Zwar war ich noch in keiner Beziehung aber...Jungfrau bin ich nicht mehr.", erklärte Stan mit einen kurzen räuspern.
      Er hoffte nur das Franc nicht nach weitere Details fragte...
      Es wäre ihm auch eher unangenehm es ihm gegenüber zu Äußern, schließlich arbeitete Franc für die Familie Rose...Auch wenn ihn Franc nahe legte Arbeit und Privates zu trennen...Er selbst würde es höchst seltsam empfinden wenn ihm Franc sagen würde er hätte mit Mr. Lyons geschlafen...
      Zumal sich Stan selbst nicht wirklich erklären konnte woher Mr. Rose plötzliches Interesse kam ihn etwas in dem Gebiet Erfahrungen zu geben.
      Aber bedeute es dann nicht das es nicht ganz stimmte das Jungfrauen eher langweilig wirkten?
      "Aber...Naja...Ich weiß nicht zurecht ob ich damit vor ihm Pluspunkte bekomme...Es war nur einmal und ich war...."



      "...Eher Passiv beteiligt, er hatte die meiste Arbeit getan...Auch wenn ich mir die ein oder Anderen Dinge gewiss gemerkt habe...Das Gebiet ist mir noch viel zu Fremd. Ich will Izarra wirklich nicht enttäuschen.", gestand Stan mit erröteten Gesicht und er strich etwas ablenkend über den Rand seines Glases.
      Wohin führte dieses Gespräch gerade...? Stan wollte eigentlich nur sich darüber Gedanken machen ob er mit Izarra reden sollte oder nicht...Und jetzt? Jetzt schwirrte in sein Kopf tatsächlich ein schemenhafte Gedanke darüber...Wie es wohl wäre Izarra auch Körperlich näher zu kommen.
      Irgendwie wünschte er sich Izarra genau so gut fühlen zu lassen wie es Mr. Rose bei ihm geschafft hatte....
      Stan bekam das Gefühl zu überhitzten und er hob sich die Hand kurz ins Gesicht.
      "Verzeih, ich...Ha...Ich hab wirklich zu viel getrunken.", schob er die brodelnden Gefühle darauf als er sich von Hocker erhob um sein Stift aufzuheben.
      Dabei merkte er wie seine Hand zitterte...Was war denn nun plötzlich los mit ihm??
      Die Erinnerung an Mr. Rose machten ihn ganz durcheinander, erst jetzt merkte er das gar keine Zeit gehabt hatte es richtig zu verarbeiten...Es waren so viele Dinge danach passiert!
      Als er den Stift wieder hatte und sich wieder auf den Hocker setzte, hörte jedoch das glühen in seinem Gesicht nicht auf.
      Trotzdem setzte er den Stift an seinem Notizbuch an aber er zögerte....Was sollte er schreiben? Wie stärkte er sein Wissenstand in diesen unbekannten Gebieten?
      Natürlich könnte er mit Franc darüber reden er war so erfahren in diesen Gebiet...Aber in ersten Linie kam ihn wieder Simon Rose in den Sinn...Aber nein, er konnte die kostbare Zeit dieses Mannes beanspruchen...
      Zudem würde es ihn die Lyons Familie gewiss nicht verzeihen wenn sie darüber erfuhren...
      Auch wenn er das Thema nicht weiter anschlagen wollte brennte in Stan eine Neugier, von der er nicht wusste das er diese besaß.
      "...Hattest....Du vor deinem jetzigen Freund genug Erfahrungen davor gesammelt? Männer die schon Väter sind...Hören sich so erfahren an, dass ich ehrlich gesagt nicht weiß was es bedeutet...Genug Erfahrungen vorzuweisen."
      Believe Me ~

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    • Harvey Bell

      Trotz der anfänglichen Ablehnung von Cabriel hielt er seine Nähe aufrecht, er sollte verstehen das er es wirklich ernst meinte und nicht einfach aus der Luft gegriffen Dinge tat oder sagte...
      Es schien auch zu funktionieren, denn die Hitze die von Cabriel ausging begann weniger beißend und unkontrolliert zu werden. Mehr wie eine brennende Kerze über welche man seine offene Hand hielt.
      Zum ersten mal teilte Cabriel auch mit ihm eine schöne Erinnerung, auch wenn er nicht ganz verstand was genau er gerade sah...
      Personen die er noch nie zuvor gesehen hatte und außergewöhnlich aussahen...Es schien aus einem Game zu sein. Ein Online Spiel?
      Ein befreiendes Gefühl um sein Hals legte sich immer mehr...Cabriel hatte wohl doch einen sicheren Ort und eine Person welche er als wahrhaftigen Freund betiteln konnte.
      Seine Umarmung wurde erwidert und für ein Augenblick schloss Harvey seine Augen.
      Es war kein Endgültige Frieden, aber für ein Augenblick fühlte es sich wie solch einen Moment an.
      „Wenn ich mich selbst besser verstehe ... werde ich dir demonstrieren, wer ich wirklich bin.“
      Auch wenn sich ihre Feindschaft in einem bitteren kreis zu drehen schien, hatte er wohl etwas in Cabriel erreicht. Ob es gut oder schlecht war wenn Cabriel sich besser verstehen würde lag nicht in Harveys Hand...So gern er sich wünschte das sie eines Tages auf der selben Seite stehen würden.

      "Wir....sind....wieder in normal..."

      Auch Harvey traf die Erkenntnis erst als er die Augen wieder öffnete...
      Für eine weile hatte Harvey wirklich daran gezweifelt das sie ihre Körper wieder tauschen würden.
      Er konnte nicht einmal beurteilen wie viele Stunden es angehalten hatte...
      Doch obwohl er wieder in seinen Körper war, fühlte er noch immer die anhaltende Verbundenheit zu Cabriel...



      Cabriel sah ihn so Intensiv an, sichtlich war er dieser wohl auch Traurig darüber...Es hätte ihn nicht gewundert wenn ihn Cabriel sofort zur nächsten Klippe gedrängt hätte um den Körpertausch wieder umzukehren!
      Ehrlicherweise konnte Harvey in diesen Augenblick nicht mal sagen ob er sich dagegen wehren würde oder nicht...
      "Bist du...froh wieder du zu sein?...Ich hätte dir...gerne noch mehr von meinem Leben gezeigt...Ich glaube, dass es das ein oder andere noch gegeben hätte...was ich du als 'ich' erleben solltest. Aber..."
      ...Hätte ihn das Cabriel vor einigen Minuten gefragt wäre seine Antwort ein klares JA! Gewesen...Doch jetzt?
      Es fühlte sich nicht wie ein Sieg oder bestandene Herausforderung an...
      Auch wenn diese Stimmen dieser unheimlichen Gestalt aufgehört hatten...Die Sünden die er begannen hatten hafteten immer noch an ihm.



      Die unstillbare Wut, loderte immer noch in ihm...
      Es war kein Erfolg wieder der gebrochene Held zu sein und dem wissen das Cabriel noch immer in diesen Leiden steckte von dem er nur ein Bruchteil gesehen hatte.
      Obwohl er glaubte immer zu Wissen was der Richtige Weg war....
      "...Auch wenn wir uns dadurch nur noch mehr weiter distanzieren und du mich jetzt stärker verabscheust..."
      ...Wusste er nicht ob es richtig wäre Cabriel für sein Händeln zu bestrafen oder ihn zu vergeben...
      Er hatte ihm Geistig und Körperlich etwas angetan, woran er sich ewig erinnern würde. Auch wenn er selbst ihn nicht die alleinige Schuld dafür geben konnte oder wollte.
      Tyler und sogar er selbst, hatten diese Situation hervor gerufen...Wie eine einzige Entscheidung hatte sich das Schicksal so festgefahren das wohl unausweichlich war das dazu gekommen war.
      Doch Cabriel zeigte deutlich eine Veränderung...Er ergriff mutig seine noch heiße Hand. Er zweifelte daran das Cabriel so etwas vor einigen Monaten getan hätte nachdem Harvey seine Kontrolle verloren hatte...
      "Ich habe dadurch verstanden, dass ich so einen Helden wie dich brauche. Ich möchte...mich noch weiter kennenlernen...Ich will wissen, wie weit ich gehen möchte...was ich schaffen könnte. Du bist mein Vorbild...Denn du bist so ekelhafter Abschaum und trotz allem..."
      Der Regen schien stärker zu werden und Harvey fühlte jedoch trotz äußerliche kälte, wie sein inneres immer wärmer wurde.
      Cabriel sagte gerade heraus was er dachte und fühlte...
      In diesem Moment war es Harvey sogar egal das ihn Cabriel als Abschaum betitelte....Die Worte das er ihn Held wie ihn brauchte und das er...Für ihn ein Vorbild war...
      Es war genau dieses Gefühl was sich Harvey immer gewünscht hatte zu spüren, wenn er einmal zu einem richtigen Helden werden würde. Zu diesem Held denn er immer sein wollte...



      "...strahlst du dennoch so schön wie ein Kaminfeuer in der Nacht. Es macht dich attraktiv, ich möchte es auch. Ich will dich übertreffen, sodass nur du der Feigling von uns bist...Wenn du dich aber ändern willst - mehr der Held sein möchtest, vor dem du dich fürchtest-...werde auch ich dir helfen. Ich möchte, dass wir uns den Fehlern stellen und sie als Stärke erkennen..."
      Auch Harvey erkannte...Das er einen Schurken wie Cabriel brauchte, jemand der ihn wieder auf denn Boden zurück holte. Auch wenn er nie erwartet hätte aus Cabriel mal über die Lippen hören zu lassen das er ihn als attraktiv betitelte...Auch wenn Harvey sich geschmeichelt fühlte, so einfach würde er ihm nicht machen...Auch er würde sich anstrengen um nicht der alleinige Feigling zu bleiben. Doch der Gedanke Fehlern zu eine stärker zu machen, schien ihm ein Weg zu sein denn sie vielleicht wirklich bestreiten sollten.

      "Ja, ich werde ab jetzt zu dir kommen, wenn ich ein Problem habe...Oder, wenn ich mich vor Tyler verstecken muss, außer du willst mich deswegen verraten, was ich auch verstehen kann...Ich habe sogar eine erste Bitte, die mir sehr wichtig ist und ich nur mit dir machen kann..."
      Harvey war wirklich froh, dass Cabriel zu ihm kommen würde...Auch wenn er merkte das ihm Nachtragend war wegen der Sacher mit Tyler...Doch er selbst wollte sich vornehmen, die Sache mit Tyler nicht länger zu ignorieren...In diesem Punkt hatte viel zu lange weggeschaut...Nur weil er selbst Angst hatte wie er dastehen würde. Doch Tyler war eine Gefahr für ihre Gruppe geworden...Er musste wirklich Handeln
      Doch schien Cabriel eine weitere Bitte zu haben...Bei der nur er helfen konnte??

      „Würdest du mit mir Matteos Grab besuchen?“
      Cabriels bitte gab Harvey ein tieferes stechen in der Brust...Allerdings war es nicht unangenehm...Mehr fühlte es sich an als hätte er tief in seinem inneren gehofft...Das ihn Cabriel darum bitten würde. Er selbst...War nur einmal dort gewesen. Aber es hatte sich schrecklich angefühlt, er hatte das Gefühl von allen Seiten angestarrt zu werden und unerwünscht zu sein. Seit her hatte er sich nie wieder dorthin getraut...Anfänglich hatte er sowieso mit dem Gedanken gespielt gehabt den Grab seiner Mutter zu besuchen...Erst jetzt durch Cabriels bitte merkte er das eigentlich sich nur davon gedrückt hatte und die Last in seinem Herzen nur verstärkte.

      "...Wenigstens das möchte ich ändern, denn er war ... mein wahrer Freund. Auch wenn wir nichts mehr an seinem Tod ändern können ... und ich meine Reue niemals ganz ablegen werde, möchte ich ihn wenigstens fröhlich in meinem Herzen bewahren und ihm mit munteren Gedanken Blumen auf sein Grab legen.“
      Denn Ausdruck denn Cabriel gerade hatte...Versuchte Harvey zu verinnerlichen...Allein dafür sollte er seinen Wunsch ein Held zu werden nicht so leichtfertig wieder aufgeben.
      "Ich bin einverstanden, lass uns zusammen sein Grab besuchen."



      Harvey gab ihm zwar ein schwaches Lächeln, aber fühlte er sich in diesen Augenblick deutlich leichter...
      Wieder seine eigene Stimme zu hören was ungewohnt aber langsam kam er wieder in seiner Realität an. Doch gerade als er überlegte wann der beste Zeitpunkt demnächst wäre schien Cabriel etwas einzufallen.

      "Ah. Die Katze von Matteo--...!"
      Ohne im ersten Augenblick darüber nachzudenken nickte es Harvey ab als er Cabriel nach schaute wie er das Stofftier von Matteo holte...
      ...
      Moment...
      Harvey erstarrte und sah weiter zu Cabriel der das Stofftier hoch hob.
      Hatte er gerade Matteo gesagt?
      ....
      Stimmt....Er hatte auch....So....Ein Stofftier...Er erinnerte sich an diesen starren Blick....
      Aber...Das Stofftier gehörte doch Yuuto....



      Sein Kopf begann zu schmerzen...Irgendwie wurde ihm richtig Übel zu mute.
      Mittlerweile glaubte Harvey nicht mehr Zufälle.
      War...Vielleicht Yuuto mit...Matteo Verwandt?
      Er...War sich nicht sicher...Matteo hatte auch Geschwister gehabt...Aber....War da jemand mit den Namen Yuuto?
      Aber nein...Das passte doch nicht zu der Geschichte das Yuuto wegziehen musste....Oder...?

      „Ich glaube kaum, dass ich noch rennen kann. Keine Ahnung wieso … aber ich habe das Gefühl, dass es ihm gut geht. Vielleicht, weil ich mir jetzt ziemlich sicher bin, dass ich von einem Zombie angegriffen wurde und mich nur verteidigt habe. Yuuto war gar nicht in der Nähe.“
      Es brauchte ein Moment bevor die Worte von Cabriel richtig bei ihm ankamen...
      Er hoffte auch sehr das es Yuuto gut ging...Jetzt wo Cabriel etwas überzeugter wirkte und er seine Erinnerungen gesehen hatte...Glaubte er auch nicht mehr daran das Cabriel etwas mit Yuutos verschwinden zu tun hatte!
      Allerdings wollte Harvey jetzt Cabriel mit seinen Verletzungen die er eben noch selbst spüren musste nicht allein lassen. Doch bevor er ihm anbieten konnte ihn auch Huckepack zu tragen---
      Plötzlich verwandelte sich Cabriel vor ihm!
      Ohne Zweifel schrie das Light Heart nach ihrer Unterstützung----

      "...Vielleicht irre ich mich auch..."
      Doch verwandelte sich Cabriel nicht in seine Übliche Luftwächter Form...Harvey erstarrte erneut...Dieser Typ das war doch....
      "Bereit für den Endboss?"



      Warum...Ausgerechnet diese Gestalt?!
      Das Herz von Harvey hämmerte alarmiert, auch wenn er damals mit den Anderen Gefangen war und nicht so viel von Cabriels jetzigen Form erlebt hatte...Er hatte damals mit Wyatt kämpfen wollen und sie in eine Falle gehalten.
      Als wären Harveys Gefühle gerade nicht sowieso vollkommend durcheinander, merkte er auch wie er sich Verwandelte...Jedoch wurde er Gedanklich so heftig in sein Gedankenpalast zurück geworfen...Das er das Gefühl bekam sein Schädel würde jeden Moment explodieren.




      "Warum das lange zögern? Ich werde selbstverständlich wieder übernehmen! Als der Held der Gerechtigkeit werde ich schon dafür sorgen das Cabriel in dieser Form nichts schlechtes anstellt und unseren Freunden zur Hilfe eilen!!"




      Es war doch schon eine klare Sache das es diese Form sein würde...Seine ersten Witch Form fühlte sich immer noch nicht bereit dazu in den Kampf gegen das Böse. Die Schuld des Sünders haftete noch stark auf ihn das es für ihn eine Unmöglichkeit schien, er war schließlich der Held der alles auf sich nahm...Die Taten, die schmerzen ...Er war ein Solo Gänger der als Held ins einen eigenen Flammen stand...Doch wenn das schlechte so überwog wie konnte er als wahrer Held in Erscheinung treten?
      Doch obwohl er es immer der Gerechtigkeit in letzter Zeit übergab...Dieses mal...War irgendwas anderes...
      War es die wirren Gedanken die Harvey zuvor gehabt hatte?
      Die plötzliche Verwandlung?
      Oder das er Cabriel in sein innerstes gelassen hatte...?
      Irgendwas...Stimmte nicht...
      Misstrauisch Blickte sich Harvey in seinen Plast um....



      ....Irgendwas...War nicht richtig.
      Doch als er zu Türe Blickte die in sein tiefstes inneres führte, bemerkte er es...
      Die Türe...War nicht wieder abgeschlossen wurden!




      Leise hörte man jeden einzelnen Schritt...Stufe für Stufe....Und wie die Türe sich langsam weiter öffnete.
      Die roten glühenden Augen stachen aus der Dunkelheit hevor.
      Das Monster...Das er so sicherer in sich versteckt gehalten hatte.



      Sofort rannte Harvey zur Türe um sie wieder zu schließen.
      "Verdammt wer hat die Türe offen gelassen?! Wo ist der Schlüssel?! Warum ist der Schlüssel weg?!"
      Verdammt das durfte nicht wahr sein!!
      ER durfte auf keinen Fall raus kommen!! Nicht jetzt...Nicht hier mitten im Wald! Das war zu Gefährlich!!!
      "ARGH! Scheiße!! Bleib da Unten du Mistkerl!!"



      Wo war sein Schlüssel?! Er trug ihn doch immer um sein Hals!?
      Wo war der...Verfluchte Schlüssel!!
      Mit seiner ganzen Kraft drückte Harvey gegen die aufgehende Türe um ihn zurück zu halten.
      Das war nicht der Moment...Ein ungezähmtes Monster heraus zu lassen, er wird alle und jeden in Gefahr bringen!!
      Doch...Er war VIEL stärker als Harvey und die Türe sprang mit so eine starken Wucht auf das Harvey zurück stolperte.
      Bedächtig als hätte das Monster alle Zeit der Welt weil er wusste das ihn jetzt niemand aufhalten konnte näherte er sich dem Helden der Gerechtigkeit...Das Monster hasste ihn aus tiefster Seele....
      "....Was soll das? Ich habe heute schließlich auch....Geburtstag."



      Die noch so Monotone Stimme des Monsters war so verbittert dunkel als er näher an denn Helden der Gerechtigkeit herantrat. Es war wirklich nciht Fair, ständig ausgeschlossen zu werden...
      "Halt...Du kannst nicht an meiner Stelle da sein! Du wirst mehr Schaden verursachen als zu retten! Sie brauchen ein richtigen Helden...Jemand der die Guten und Bösen voneinander trennen kann!!!"
      Bevor der Held der Gerechtigkeit weiter sprechen konnte schnellte die Hand des Monsters hervor und presste sich schmerzvoll auf seinen Mund.
      Der schwarz Haarige beugte sich tiefer zu diesem runter:
      "Du bist mir zu Laut...Halt endlich deine Fresse."



      Der Held der Gerechtigkeit gab ein erstickten laut von sich und die Finger des Monster drückten sich Brutal tiefer in seine Haut.
      Doch dann ließ er ihn los und ein amüsiertes dunkles, schmunzeln entglitt dem Monster:
      "Hach, ist doch auch egal....Heute ist MEIN Geburtstag....Dann werde auch einmal ein wenig mehr sich selbst sein können oder etwa nicht?"
      Mit einem kräftigen tritt wurde der Andere aus sein Weg gestoßen.
      Es fühlte sich berauschend an endlich alles hinaus zu lassen...Selbst wenn es nur für heute sein würde...
      "Ich werde jede Sekunde davon genießen!"





      Was sich in Harvey Gedanken abspielte passierte in wenigen Sekunden...
      Kaum wie sich Cabriel verwandelt hatte löste sich auch bei ihm seine Verwandlung ein.
      Sein Haar war Pech Schwarz, seine Kleidung eine Mischung aus seinen vorherigen Witch-Formen.
      "...Ist doch auch egal." , erwiderte er trocken auf die Worte des Luftwächters.



      Um sein Hals trug er ein dunkles Halsband, darunter waren Verbände die tiefe Narben versteckten. Er richtete es ein wenig als müsste er sich erst einmal daran gewöhnen, es nach so langer Zeit wieder zu tragen und zu spüren...
      "Wir sollten keine weitere Zeit verschwenden, in diesem Gebiet scheint es mehr Gefahren zu geben als es auf den ersten Blick scheint....Das macht mich ziemlich wütend....Denn entspannten Camping Ausflug können wir vergessen...."



      Was für ein mist...Da hatten sich alle solche Mühe geben...Und werden diesen Zombies oder wer auch immer dahinter steckte, war alles hinüber. Als wäre dieser störende Regen nicht schon scheiße genug.
      Doch zum Glück konnten sie die Aura Magie der Anderen spüren...Entschlossen zog er die schwarzen Handschuhe enger um seine Haut.
      Am liebsten würde er diesen ganzen Wald abbrennen und nach Hause gehen...
      Aber die Anderen verließen sich bestimmt darauf das sie zu Verstärkung kamen.
      Mittlerweile war Tyler der in der ferne lehnte in Vergessenheit geraten...
      Doch sie sollten wohl wirklich ein Krankenwagen rufen sollte Wyatt später nicht in der Lage sein ihn zu heilen.
      Seine Roten Augen trafen auf denn Luftwächter, er musste wohl nichts sagen damit er begriff in welche Richtung sie gehen sollten.
      Doch galt sein Blick einer anderen Stillen Bitte...
      Halt das Stofftier gut fest....



      .....In meinen Händen wird es sonst zu Asche verbrennen.


      _______________________

      Wyatt Carson Lyons & Apollo Ellison

      „Ja ... In den Filmen ist es auch immer so. Zombies sind ja ... unsterblich!!!“
      Die Worte von Ineb brachte Wyatt zum schluchzen....Was diese Zombies waren unsterblich?!
      Das wusste sie nicht....Ouhhh die würden elendig hier sterben! Zumindest aber als Team....



      Doch während Wyatt innerlich schon aufgeben hatte war Ineb noch immer voller Mut das sie es schaffen würden, gegen diese widerlichen Zombies!
      Mittweile fühlte sich Wyatt wie ein Nasser begossener Pudel, ein Glück war es wirklich das ihre hübschen Gesichter noch immer Fabelhaft aussahen!
      "Aber...NO PROBLEM! Wyatt...Du und ich wissen beide genau, was gegen das Böse hilft! Ja, richtig! Die Liebe und Hoffnung! Ich konnte das früher nie testen, weil Harvey sich oft vorgedrängelt hat aber Louis---eh--meine Großmutter sagte immer...dass meine eigentliche Bestimmung war...Die Bösen in das Gute Licht zu führen!"
      Wyatt wünschte sich gerade eigentlich wirklich das Harvey wieder hier wäre und der ober Macker spielte, der hätte die Zombie sicher noch krasser verdroschen als wie Wyatt es tatt!
      Aber der Optimus von Ineb steckte sie an.
      "Ja du hast recht! Mit der Kraft der Liebe und Hoffnung!!", feuerte Wyatt ihn an und drückte die Hände entschlossen zur Faust.
      Neben Ineb stehend, konnte Wyatt förmlich spüren wie die Magische Kraft stärker wurde!
      Sie...Schafften es tatsächlich!
      „Mit der Macht des Herzens von Kandrakar werden die W.I.T.C.H. euch wieder auf den rechten Weg führen!“
      Ein glitzernder, rosa Färbender Lichtstrahl schoss aus Ineb hervor...Und die Zombies sich nach lauten Geschrei auflösten!
      Das Licht hatte sie wirklich gerettet!!
      "Ah, mit den anderen WITCH an unserer Seite wäre es glaube ich nicht so kräftezerrend aber schau Mal, was wir geleistet haben!"
      Begeistert schlug Wyatt, vielleicht etwas zu fest aber Glücklich in das Highfive ein!
      "JAA! Unglaublich wir haben es geschafft!"
      Überglücklich nahm die große Frau ihre Mitstreiterin in ihre Kräftige Arme um die freudig zu drücken um herum zu wirbeln.
      Sie hatten die bösen Zombies gerettet und Yuuto gerettet! Jetzt musste sie denn armen Kerl nur noch aus dem Busch befreien und die anderen finden, ein richtiges Happy End!

      "Zeit...etwas zu gestehen..."
      Apollo unterdrückte ein seufzen...Er wusste genau was jetzt kam. Er schaute das Szenario zu, es wäre ein so schönes Musikstück...Die beiden Witch Wächter klangen wirklich besonderes zusammen.
      Aber das immer wiederkehrende geschluchzte und gewimmer gepaart mit Anubis schmerz erfüllten Seele...Störte hier wirklich. Als würde man zwei verschiedene Lieder Genre auf einmal hören...



      Apollo hatte als Sitzkissen gedient und bemühte sich, seine ruhige Ausstrahlung bei zu behalten.
      "Ich habe...noch ein paar weitere Leichen aufgefunden. Nein...besser gesagt haben meine Experimente...ein paar weitere erschaffen, in dem sie diese angriffen...Ich glaube Rüdiger hatte sich sehr bemüht...und den Zauber weiter verbreitet, die Insekten haben sich wahrscheinlich gleich mit vermehrt. Wie ein Infekt."
      ...Mhm, dass war Apollos natürlich aufgefallen....
      Es war beinahe so als würde man einem Kind zuhören das einem beichtet, was für ein Mist es gebaut hatte...
      Apollo verschränkte die Arme vor sich und schaute seinen Meister jeglich ruhig an.
      Ein ungeplante Zombie Inversion...Wow...Wirklich stark...



      "Sie folgen nur ihren Instinkten, irgendwann schaffe ich es schon mehr aus ihnen zu machen als Zombies."
      .....
      Nun war es Zeit für die beiden zu gehen. Apollo wollte wirklich nicht auf diese Art und Weise sterben....
      Anderes als die Wächter wären sie wohl vollkommend in diesem Angriff verloren.
      Er hoffte nur das der arme Meister Kiri nicht in Mitleidenschaft gezogen wurde...!

      "WYATT! WYATT! DA SIND NOCH MEEEEEEEEHR!!!!"
      Gerade noch als Wyatt dachte sie hätten das schlimmste überstanden kam die Grausame Realität die er nicht schön reden konnte!
      Dabei vergass er auch jegliche zurück haltung und schrie laut auf:
      "AHHHHHH !!!! DAS SIND ZU VIELE!!! MAAAMAAA!!!!"



      Wo kam die alle her!?
      Unmöglich das sie das von eben noch mal machen könnten! Sie beide waren vollkommend erschöpft!
      Weinend hielt sie sich an Ineb fest....Selbst Weg laufen war unmöglich, diese Dinger würden sie bestimmt bis in die Stadt zurück verfolgen!
      War das, dass Ende?!
      Verzweifelt hob Wyatt seine Hände nach vorne und brachte größere Wurzeln dazu zu verhindern das diese gierigen Zombies sich nicht sofort auf sie stürzen konnte.
      "I-ich versuch die irgendwie aufzuhalten!", rief Wyatt verzweifelt aber er konnte deutlich sehen wie diese Zombies sich davon nicht aufhalten ließen.



      Unangenehm kratzen ihre Finger an dem Holz und streckten ihre Hände nach ihnen aus.
      Es schauderte Wyatt, diese Zombies gaben einfach nicht auf!
      Der schwere Regen peitschte unerbittlich durch die dunklen Baumkronen und verwandelte den Boden in einen schlammigen Morast. Die Lage schien absolut aussichtslos, als sich die verrottenden, stöhnenden Untoten unaufhaltsam näher schoben. Doch genau in dem Moment, als die Panik überhandnahm, durchbrach ein tiefes, theatralisches Seufzen das stetige Prasseln des Regens.
      Aus den pechschwarzen Schatten der Bäume trat zwei Gestalten.
      Einer der beiden trug eine weite, dunkle Kapuze tief in seinem Gesicht, doch darunter glühten zwei durchdringende, rubinrote Augen wie Warnfeuer in der Dunkelheit auf. Er blieb stehen, ignorierte den Schlamm an seinen Stiefeln völlig und wischte sich mit der in schwarzem Stoff gehüllten Hand eine nasse Haarsträhne aus dem Gesicht. Sein Mund verzog sich zu einem Ausdruck purer, schroffer Verachtung.
      "Ernsthaft?....Scheiße, sind wir hier in einer Zombie- Apokalypse ?", raunte der Feuerwächter bei dem Anblick und kratzte sich unruhig am Hals. Ausgerechnet heute...Konnten sich die Mistvicher kein Anderen Tag aussuchen? Wie unglaublich ätzend....
      Aber zumindest schien Wyatt und Ineb die Stellung gehaltern zu haben...Auch wenn er nicht verstand warum die beiden...In dieser Form waren. Heute schien wirklich ein totales Chaos zu sein.
      Wenn das die Art von Überraschungs Party war...Wollte Harvey in Zukunft wirklich keine mehr...



      Irritiert Blickte Wyatt in die Richtung der beiden, sie hatte große Hoffnung gehabt das nun die Anderen zu Hilfe kamen aber...Wie sahen denn beiden bitte aus?!
      Beinahe war sich Wyatt nicht sicher wer ihr gerade mehr Sorgen bereitete...Die Zombies oder die beiden dunklen Gestalten!
      Denn einen erkannte sie sofort...!! Das war doch Cabriel! Dieser Typ aus dem Käfig aus seinem Traum!
      "W-was...du?!"
      Träumten sie gerade etwa...???
      Und war das gerade gar nicht echt...? Oder doch?!



      Wyatt war total verwirrt! Und wer war der Andere neben Cabriel? Denn sah er zum ersten mal...Der sah total düster aus, als würde er gleich sich den Zombies anschließen wollen.
      "Zur Seite!", baff der fremde Kerl plötzlich. "Bewegt eure Ärsche, außer natürlich, ihr wollt herausfinden, ob ihr genauso gut brennt wie diese wandelnden Leichen."
      "E-ey wie unhöflich!", japste Wyatt empört aber er sah schon wie dieser Kerl seine Hände her hob und ein hörbares zischen erklang.
      Hastig griff Wyatt nach Inebs und sorgte schnell für Abstand! Wovon sprach der Typ gerade...Feuer..?...Was das etwa Harvey?!
      Aus seinen Handflächen brachen plötzlich lodernde Flammen hervor, ungebändigt und gewaltig. Der Regen, der auf die Hitze traf, verdampfte sofort mit einem wütenden Fauchen. Dichte, weiße Nebel und Rauchschwaden hüllten ihn ein, aus denen nur noch das bedrohliche rote Leuchten seiner Augen und das Flackern des Feuers stachen. Die rohe Energie schoss aus seinen Händen in den Nachthimmel hinauf, verflocht sich in der Luft und formte sich mit einem ohrenbetäubenden Knistern zu einer gigantischen Kreatur.



      Ein majestätischer Phönix, komplett aus purem, flüssigem Feuer bestehend, breitete seine gewaltigen Schwingen über ihm aus. Die enorme Hitze drängte die Kälte des Waldes in Sekundenbruchteilen zurück. Jeder dicke Regentropfen, der den Körper des Vogels traf, verdampfte zischend und ließ den Phönix wie eine Naturgewalt rauchen und dampfen.
      Mit einem stummen, aber physisch spürbaren Schrei aus reiner Hitze stürzte der Feuervogel hinab. Wie ein brennender Komet schlug der Phönix in die Menge der Untoten ein. Das Feuer fraß sich erbarmungslos durch die verfaulten Körper, riss sie von den Beinen und verwandelte sie in Sekunden in Asche.



      Während der Regen auf dem flammenden Gefieder des Vogels unaufhörlich zischte und brutzelte, stand er einfach nur da. Die Hände noch immer leicht erhoben, das infernalische Licht spiegelte sich in seinem Gesicht, während er dem brennenden Chaos vor ihm mit völlig unbeeindruckter, fast gelangweilter Miene zusah.
      Die Zombies schrien auf und ihre Arme griffen verzweifelt in die höhe, während sie elendig verbrannten und das Feuer sich weiter in das Holz in der Umgebung fraß.

      ..................
      ....................................
      ............................................................
      .........................................................................



      "Die WITCH sollten damit klar kommen. Ich möchte nicht mehr zusehen wie meine Experimente vernichtet werden...Lass uns lieber zurück nach Hause und uns aufwärmen. Unsere Arbeit ist erledigt..."
      Schwach umschloss Apollo die Hand seines Meisters...Er fühlte sich so unglaublich kalt an, dabei kam Dax auch aus der wärmen Gebieten und war immer warm wenn er ihn berührte.
      Obwohl es Apollo anwiderte, seinen Meister in dieser Form die Hand zu halten behielt er sein aufgesetztes Lächeln bei und versuchte seine Gedanken so fokussiert wie möglich zu halten damit Anubis nichts von seinem Groll mitbekommt.
      "Jawohl, Meister."



      Apollo musste sich wirklich zügeln, sich nicht darüber lustig zu machen das Anubis sogenannte Arbeit nur entstanden war weil er wieder mal nicht begriff das seine Fähigkeiten, Untote zu Leben zu erwecken mehr durcheinander verursachte als Erfolg Ergebnisse zu liefern...Und die Sache mit den Insekten erst...!
      Allein zu sehen wieder traurig und niedergeschlagen sein Meister war erfüllte sein Rachsüchtiges Herz mit Genugtuung. Ramses dieser Heuchler hätte niemals so ein Gesicht gemacht...Aber was wusste er schon?
      Bevor er aber seinen Meister sagen konnte das sie abermals in die falsche richtung liefen kam etwas von seinem Meister womit er jetzt nicht gerechnet hatte...
      "...Und noch etwas...Ich habe mich doch dafür entschieden mit Dax einmal zu sprechen. Es lässt mir keine Ruhe, weshalb...du mich da auch nicht aufhalten kannst. Aber falls ich ihm weh tue, kannst du mich danach hinrichten. Das verspreche ich dir als ehemaliger Thronfolger von Kemet."
      . . . .
      "....Was??"


      Apollo war so ruckartig stehen geblieben das er seinem Meister dabei fast den Arm ausgerenkte.
      Nun kostete es Apollo alles...Um Anubis nicht seine Gedanken mitzuteilen.
      Er dachte sie hatten das Thema jetzt abgeharkt...Warum...
      >>Wieso Ändern sie ständig ihre Meinungen Meister Anubis...? Das ...Kotz mich ziemlich an...<<
      Er erinnerte sich ziemlich genau an dessen Worte...Die er seinem Dax gegenüber geäußert hatte!
      „Ich werde dich nicht mehr weiter ausfragen…Falls du irgendwann von selbst über ihn reden möchtest habe ich aber ein offenes Ohr…Selbst, wenn du nur die Gestalt von Ramses dafür ausnutzen möchtest um ihn zu verachten oder ihn zu schänden.“
      Der griff um die Hand von Anubis wurde fester und Apollo behielt das Lächeln krampfhaft aufgesetzt wobei seine Gedanken eine ganz andere Sprache sprachen.
      >>DU hast gesagt Dax kann zu DIR kommen wenn er mit dir darüber reden will...!! Warum also bedrängst du ihn schon wieder? Nur weil du jetzt Traurig bist und einsam wegen deinem Misserfolg deiner Zombie Freunde?!<<
      "Da ich Ramses zum Leben erwecken **werde** …Nehme ich auch all‘ seine Sünden in mich auf. Sehe mich als Mitschuldigen – als Mittäter…Da ich lernen muss wie er zu denken, werde ich auch lernen mit seinem Vergehen umzugehen.“
      >>Glaubst du wirst dich besser fühlen wenn Andere um dich dein gleiches Leid Teilen, du bist fast genau so wie----<<
      Bevor Apollos Gedanken weiter unkontrolliert gingen vernahm er leise das Instrument von Dax!
      Die Federn an seiner Seite zitterten erfreut aber sogleich stoppte er seine Freude darüber...Das war schlecht!!
      Apollo wollte NICHT das Anubis jetzt mit ihm sprach, überhaupt nicht mehr!!
      "Verzeihung Meister ...Ich...bin etwas gereizt und nicht ganz bei Verstand.", murmelte Apollo und lockerte den griff wieder.



      Er setzte sich wieder in Bewegung aber gezielt in die richtung die sie von Dax wegführte.
      "Was ich eigentlich sagen wollte...Meister Anubis, warum geht ihr nicht endlich zu Cornelius? Er kann euch viel besser helfen...Er war mit Ramses befreundet und kann euch so viel mehr erzählen...Euch verstehen...Mhm...Dax hat...Wo er wieder zurück ist...Sicherlich viel zu tun mit seinem Meister, die sind auch nicht Faul. Alle arbeiten hart für Lord Korbos...Versteht ihr?"
      Er hoffte das Anubis endlich begreifen würde das kein Sinn hatte mit Dax zu reden, dass würde ihn die Sache nur in die falsche richtung lenken...Vielleicht würde Lord Korbos richtig zornig darüber werden, wenn der Plan nicht aufging. Anubi musste um jeden Preis es schaffen Zombies zu beschwören die nicht...So wie diese hier waren welche sich nun mit den Witch anlegten.
      "Ihr wisst das ich auch Dax sehr gerne wiedersehen möchte, so schnell wie möglich...Besonderes nach dem letzten mal...", sprach Apollo gedämpfter.
      "Aber Dax ist so eine sensible Seele...Wenn es euch keine Ruhe lässt, finde ich bestimmt ein Anderen Weg euch auf Andere Gedanken zu bringen."



      Im Moment war der Zeitpunkt einfach nur schlecht, in dem Zustand wie Anubis gerade würde er nur Dax beschützerinstinkt wecken und würde ihn trösten wollen...Apollo ahnte sofort wohin das führen würde, weswegen er noch direkter wurde und er blieb erneut stehen, dieses mal um Anubis direkt in die Augen zu Blicken...Auch wenn sich sein ganzer Magen verkrampfte, bei seinem Anblick...
      Seine freie Hand legte ihn zärtlich an sein Kopf:
      "...Ich weiß das du ihn verletzten wirst, dafür kenne ich Dax zu gut...Aber ich möchte euch nicht hinrichten müssen Meister Anubis. Ich möchte das ihr zumindest meinen Vorschlag anhört...Ihr könnt immer noch zu Dax gehen wenn ihr darüber reden möchtet aber in Moment...Ist einfach kein guter Zeitpunkt..."



      Sein Daumen strich sanft über seine Schläfe zu seiner Stirn als er eindringlich weiter sprach:
      "Wisst ihr...Wegen der Anderen Fee welcher Cornelius dient sind meine Instinkte ganz durcheinander, ich bin gerade total darauf eingestellt mich zu Paaren weswegen ich so gereizt reagiere...Wenn ich in Dax nähe komme oder sein Geruch wahrnehme, werde bestimmt ganz verrückt nach ihm sein und nicht mehr von ihm los kommen können! Aber dann wenn wir uns wieder trennen müssen...Ich werde vor brennender Sehnsucht sterben! Feen sterben oft an gebrochenen Herzen, wisst ihr das? Ich weiß ich bin nur eurer Lakai und ihr habt eure eisigen Ziele...Aber könntet ihr in diesen Moment nicht auch Rücksicht auf mich nehmen? Natürlich wenn ich euch zur Last falle könnt ihr mich immer noch Töten...Damit bin einverstanden nur..."
      Apollo lächeln wurde etwas breiter.
      "Meine Erinnerungen...Werden an denn Lord weiter getragen und ich bin mir nicht sicher wie der Lord darüber denken wird wie in Moment eure Leistungen für ihn aussehen. Ich möchte doch nur das beste für euch...Meister Anubis. Vielleicht können wir uns stattdessen weiter auf Andere Dinge Fokussieren, dass würde uns beiden weiter helfen!"

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      Oscar Bell & Dax

      "Das reicht jetzt aber. Zeit zum Aufstehen, Ossi!"
      Plötzlich wurde Oscar aus dem tiefen Schlaf geweckt...Ein höllischer schmerz bereitete sich auf seinen Wangen aus...Er konnte sich nicht mal erinnern überhaupt eingeschlafen zu sein!
      Wie auf dem wildesten Drogen-Trip aller Zeiten erwachte der Blonde auch noch an einem vollkommend fremden Ort!!
      "Verfickt...Fuuuuck W...Was...WO?!", stieß er total benommen aus und sah zu denn zwei vollkommend fremden Typen.



      "Gut geschlafen, Ossi? Ich dachte ich beende mal deinen regnerischen Camping-Trip und entführe dich!"
      Häh?! Entführt...? In welche Kranke Fetisch-Scheiße war er denn jetzt gelandet? Eben noch war er doch bei diesem kleinen Kindergarten Kindern die mit sein klein Bruder befreundet war...Und jetzt war er...In einer Höhle?
      Keuchend setzte sich Oscar auf, sein Gesicht schmerzte noch immer und auf den Boden lag ein kaputt zerrießendes Zelt...
      "Welche...Drogen nehmen die...?!", murmelte er...Was war in dem Kuchen?!



      Schnell schlug die Verwirrung in Oscar in pure Ektase um!
      Gott, so geil wurde er schon lange nicht mehr geweckt!
      "HA...Ha HA boor....ich brauch mehr davon!", lachte er und rieb sich über die schmerzenden Wangen.
      Waren die Fremden Typen hier um ihn zu verschlagen??
      Kyrraahh! Er war auf zwei Bad Boys gar nicht eingestellt gewesen...Oh mist!



      Doch als er sich langsam wieder einbekam, bemerkte er das der Blondi vor ihm...Fast irgendwie...Vertraut wirkte?
      Komisch....Hatte er sich das Hirn so weggedröhnt das schon Personen vergaß?
      Doch schien sein Gegenüber zu kapieren das er ihn nicht wiederkannte.
      "Ah, ich bin es! Beni! Wir haben zusammen in einem Traum gevögelt! Wunder dich nicht, das ist nur meine Tarnung! Nenn' mich also auch am besten Bosco, okay?"
      ....
      "Hääääh...?", stieß Oscar aus und starrte auf den Blondi.



      Beni...?
      Tarnung...?
      Bosco...?
      Oscar raffte überhaupt nichts mehr...
      Das soll Beni sein? Will er Fremde ihn verarschen?
      Aber woher wusste er dann sie im Traum gevögelt haben?
      Warum tarnte der Depp sich?
      Wie konnte er sich überhaupt so gut tarnen?
      "....Was? "


      Plötzlich setzte sich der Andere Kerl dazu, der war sogar etwas größer als er! Anderes als Beni schien Dax eher Müde und erschöpft zu sein. Als wüsste er schon alles über Oscar weil ihn Beni über Stunden ein Ohr über ihn abgekaut hatte.
      Begrüßend brummte ihn der Kerl an und Oscar war immer noch total sprachlos und verwirrt.
      "Das ist im übrigens Daxxy! Meine heiße Krankenschwester, er gehört zu uns und kann richtig krass heilen. Das würde dir voll gefallen. Er hat mir beim Suchen geholfen, was machste hier eigentlich im Wald? Gibt es hier Oger oder so mit denen du Spaß haben wolltest?"



      "Hmm hier gibt es keine Oger...", brummte Dax während er Beni zu Verfügung stand. "Freut mich dich kennenzulernen..hm...Oscar...", gab er ruhig von sich während Oscar ihm auf die Brust starrte als würde Oscar zum ersten mal einen Kerl sehen der ähnlich wie er etwas Buffer gebaut war. Aber mehr schien ihn wohl der Fakt der Krankenschwester zu irritieren.

      "Ich habe ja gesagt, dass ich euch in der echten Welt aufsuchen werde. Und tja, da bin ich. Du bist der Erste, den ich finden wollte, du hast mir nämlich am besten gefallen. Außerdem hattest du auch im Traum deine Feuerkräfte---eh oder Blitzkräfte---oder--eh---naja du hast deine Kraft gezeigt! Das war richtig cool!"
      Oscar öffnete sein Mund der sich gar nicht mehr schließen wollte...Je länger er zuhörte desto klarer wurde ihm das gar nicht die Nebenwirkung von Drogen war...Er war total klar...So klar das echt schon beängstigend war.
      "Krass...Ich wollte dich schon suchen, dass ist das erste mal das jemand kenne der sein Wort echt hält...Uhh...", murmelte Oscar der langsam aus sein berauschten zustand kam. Die Art wie er redete...Das musste wirklich Beni sein! Echt der Wahnsinn....Eigentlich hatte er schon gedacht das Beni es nur dahin gesagt hatte das er sie suchen würde...Er hatte wirklich nicht daran geglaubt. Doch hier war er und lobte ihn als hätte bei einem Wettlauf den Pokal geholt.

      "Ich habe schon einen guten Plan, Ossi. Wir werden Liams Club als Unterschlupf nehmen, bestimmt hat er nichts dagegen. Deswegen hebe ich mir ihn auch zum Schluss auf. Mein Plan ist es euch alle erst Mal dorthin zu bringen und dann erkläre ich euch euer wichtiges Zeug."
      Es schien als hätte Beni schon ein genauen Plan...Nur schien Beni nicht zu wissen das die Anderen ganz Anderes über die Sachen aus dem Traum dachten als er.
      Aber es schien noch einiges zu geben was ihnen Beni erklären wollte...Ihm Brummte schon jetzt der Schädel....
      "Denn ihr habt mega Glück mit eurem Schicksal, ihr habt eine unglaubliche Macht bekommen, um einen richtig heißen und starken Mann zu dienen. Aber flirten dürft ihr nicht mit ihm, sonst muss ich euch leider eliminieren. Auch Beleidigungen sind vollkommen Fehl am Platz. Ihn angucken und dienen, das dürft ihr. Sex haben könnt ihr ja mit mir, das reicht aus!"
      Langsam entwich Oscar seine Freude, er war auf Alarmstufe...
      Sie dienten einem heißen Kerl?
      Fuck...War er wie eine weitere Mafia Bande??
      Er hatte doch schon stress mit einer...Machtvolle Leute bedeuten echt ein scheiß Ärger!
      Aber so wie es schien vögelte wohl Beni mit ihrem Boss...??



      Nun...Wenn Beni ein guten Draht mit ihm hatte...Sah es für ihn selbst vielleicht nicht so beschissen aus?
      Andererseits war Larry auch sehr eng mit dem Boss...Und Oscar wusste genau wohin das führen konnte...Na toll wie kam er jetzt aus der Nummer wieder raus?
      Zum Glück schien Beni genau so eine Hohlbirne wie er selbst zu sein...Sollte also kein Problem darstellen die Lage für sich zu nutzen oder?
      So wie er ihn angrinste schien er wirklich sein Favorit zu sein...Tja...Dann musste er den Welpen eben gut zu reden. Das konnte Oscar eigentlich ziemlich gut!

      "Du freust dich doch bestimmt ein Feuerwächter geworden zu sein, oder? Ich habe sogar einen Lehrer für uns gefunden, der mit uns ein wenig die Kräfte trainieren wird. Ich habe nämlich noch immer noch so den Plan wie ich mich genau verwandle, ist schwieriger als ich dachte aber...ich glaube wir werden das schon hinbekommen!"
      Lauthals lachte Oscar wieder und klopfte dem Kerl der überhaupt nicht mehr aussah wie Beni munter auf die Schulter und dem großen Kerl Daxy gleich mit.
      "HAhaHAha! Ich hab nur die hälfte verstanden aber klingt cool! Ich hab zwar die Schule geschmissen und kein Plan was ich mit einem Lehrer anfangen soll aber ist doch egal! Wir Rocken das Ding!"



      Feuerwächter? Was auch immer Beni Glücklich machte und er ihm am Ende nicht mit einer hohe Summe an Schulden den Haien zum fraß vorwarf.
      "Eigentlich war ich heute unterwegs weil mein kleiner Bruder Geburtstag hat aber der scheint zu sehr mit seinem kleinen Harem von weich Eiern beschäftigt zu sein das er mich wieder vergessen hat! Aber es trifft sich total super das du jetzt hier bist Beni! Ich brauch dich nämlich! Und deine ehh... Krankenschwester kann mir bestimmt auch helfen!"
      Das Gerede von Schicksal und dem Anderen Bullshit interessierte ihn nicht wirklich! Wichtig waren zwei Männer die auch austeilen können und das konnte Beni zumindest sehr gut! Das spürte er noch immer deutlich auf seiner Wangen!
      "Aber da wir ja jetzt so richtig mega Team sind wird das bestimmt ein Kinderspiel! Sobald das Erledigt ist bin ich dein Feuerwächter oder was auch immer du brauchst!", entgegnete Oscar bester Laune.
      "Wir müssen nur ein paar Leute verprügeln! Die was dagegen haben das ich ein freier Mann bin!!"



      Wenn ihm Beni in diesem Punkt half, würde bei seinem komischen...Rollenspielchen mitmachen. Würde schon nicht so schlimm sein.
      "Wenn das erledigt ist werde ich dir helfen dir Anderen zu überzeugen! Weil...Dein Plan zwar echt putzig ist kleiner Welpe aber die haben so echt kein bock auf das ganze!
      Mein Bad Boy will sogar so tun als wäre das ganze in Traum nie passiert und der Knips Liam wird am Ende immer das machen was Janon von ihm verlangt weil er total in ihn verschossen ist! Ahja und Stan? Ich kenne ihn...Der hat nur seine Arbeit im Kopf und verbringt kaum eine freie Minute, ihn zu überzeugen ist ein Ding der Unmöglichkeit!"

      Oscar fand diesen Optimismus dieses Verrückten Kerls zwar toll aber er wusste ja wie es wirklich lief.
      "Natürlich werden wir sie zwingen müssen! Mein Bad Boy ist echt nicht einfach, der will mich sogar nicht bei sich im Bett schlafen lassen obwohl ich armer Kerl keine bleibe habe! Er hat Glück das er meine große Liebe ist sonst hätte seine ganze Hütte in Schutt und Asche verarbeitet. Deswegen mach dir wegen dem Boss keine sorgen, ich bin meinem Bad Boy treu..."


      Dax der das ganze hörte unterdrückte ein tiefen seuftzer...Na großartig. Oscar war genau wie Beni ein Lebensmüder Masochist...
      Er verkniff sich zusagen das Oscar schließlich mit Beni es auf der Insel wie wilde Karnickel es getrieben hatten. Er begriff ihre Treue zu ihren so genannte große Liebe nicht wirklich. Aber scheinbar war alles in Ordnung solang kein Anderer diese besagten Person anfasste.
      "...Also wirst du helfen die Anderen zu überzeugen?", setzte Dax bei dem wichtigen Thema wieder an.
      "Ja, genauuu~ Ich kenn die Anderen echt gut...Man muss nur das richtige Druckmittel haben dann machen die bestimmt ohne zu jammern mit! Ich mag Liams, Club nämlich auch! Hab da letztes richtig hart abgefeiert! Es also zu nutzten wäre perfekt! Ich kann sicher weiter helfen wenn du was brauchst, Beni!"
      Mit diesem Kerl, wird es sicher nicht langweilig werden!
      ....
      Plötzlich bemerkte Oscar etwas und schaute etwas zur Höhlen Eingang.
      "Alter....Bin ich das oder stinkt es hier nach Rauch?"
      Wieso bekam er plötzlich ein so dumpes Déjà-vu gefühl...?!
      Believe Me ~

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    • Ineb Chevrier & Cabriel Valentine & Yuuto Kurai
      Xaiden Noron


      Mit offenen Mund hielt Xaiden sein Smartphone fest, seine Hände zitterten aufgeregt. Hätte er gewusst, dass es sich im Wald nicht um einen einfachen Bären handelte, der nur ein wenig unruhig wurde...dann wäre er niemals alleine hierher gekommen. Gegen Bären hatte er in der Tasche das perfekte Werkzeug, um sich in Sicherheit zu wiegen. Selbst Schlangen konnten ihn nichts anhaben, er war viel zu gut vorbereitet auf die Gefahr. Jedoch hatte niemals damit gerechnet auf übernatürliches zu stoßen.
      Fürs Erste hatte er seinen eigenen Augen nicht geglaubt. Er fand eine Leiche im Wald, dessen Hals verwundet war. Eigentlich hatte er dann seinen nächsten Schritt direkt fortsetzen wollen Romeo und danach die Polizei anzurufen, immerhin musste er genug Zeit dazwischen erhalten, um für eine perfekte Schlagzeile zu recherchieren. Jedoch begann sich diese Leiche zu bewegen, direkt mit dem Beginn eines ankommenden Sturms. Xaiden zuckte erschrocken auf, beinahe stolperte er über eine Wurzel. Diese Leiche begann zu krächzen und zu stöhnen. Daraufhin wurde Xaiden eines klar: Er hätte sich niemals aufgemacht tiefer in den Wald zu gehen, wenn er nicht genau dieses grässliche Stöhnen gehört hätte. Das Stöhnen, was er für einen Bären hielt. Er hatte sich sogar extra von Romeo davongeschlichen, um sich in diese kleine Gefahr zu begeben, die ihn Romeo sonst nicht erlaubt hätte. Dabei campten sie nur hier, da Xaiden einer Spur nachgehen sollte. Er wollte einen vermutlichen Doppelsuizid zweier Prominente näher erkunden.

      ...

      Doch jetzt hatte er seine Neugier tief bereut, denn diese verging selbst nicht, als diese Leiche aufstand. Wie ein Teenager zuckte er sein Smartphone heraus, anstatt wegzurennen. Er...musste es unbedingt aufnehmen! Das würde ihn sonst niemand glauben. Ein Zombie. Hier in New York! Das Wesen bewegte sich langsam und humpelte mehr. Zuerst drehte er sich in Richtung Xaiden, worauf sein Blut zu Eis gefror. Er traute sich nicht einmal den Zombie aus den Augen zu lassen, doch hielt er weiter die Linse möglichst auf ihn gerichtet. Wie absolut bescheuert er doch war, doch er hatte genug Mut geschöpft, dass er bestimmt diesem Vieh entkommen konnte. Er sah schon etwas benommen aus...wie Janon, wenn er betrunken war. Dem konnte er auch ab und an entkommen, da brauchte er keine Sorge wegen Übernatürliches, wenn ihn jede Nacht ein Monstrum auf der Arbeit begegnete....Naja, er versuchte es sich zumindest einzureden.
      Das Monster bewegte sich stockend zu Xaiden, sodass der junge Mann versuchte rückwärts sich fortzubewegen. Mist, er streckte seine Arme zu dem Journalisten aus, worauf Xaiden aufquiekte. Das Blut floss ihm noch kräftig aus dem Hals, es war ekelerregend anzusehen. Seine Zähne fletschte er wie ein Tier, dem Journalisten überkam die Gänsehaut. Er...hatte Mal gehört, dass Zombies fast blind wären, er hatte gehofft, dass diese bescheuerten Filme endlich einen Sinn hätten. Doch hatte er ihn genau in Visier, seine Schritte gingen weiter zu ihm, obwohl Xaiden versuchte kaum einen Laut von sich zu geben?!
      Bevor er einen weiteren Gedanken aufsetzen konnte begann der Zombie plötzlich genau zu ihm zu rennen. Mist, jetzt war es vorbei! Zum Glück filmte er wenigstens LIVE! Romeo würde wissen was ihm widerfahren war und er starb wenigstens mit einer großartigen Schlagzeile! Fest drückte er seine Augenlider zu und bereitete sich auf sein Ende vor.
      ...
      ...
      Doch die Schritte der Kreatur wurden nicht lauter. Nein, er entfernte sich immer weiter von ihm. Nervös öffnete Xaiden ein Auge und sah sich um.

      "Hä...Es---...Es ist weg?"



      Er sah die matschige Fußspur, die das Vieh als einziges hinterließ. Unfassbar sah Xaiden dorthin. Es hatte ihn also doch ignoriert? Warum? Die Antwort folgte direkt nach seiner Frage: Weitere Schreie drangen nämlich aus dem Wald empor. Unmenschliche, fürchterliche Schreie. Gab es...etwa noch mehr.
      Verbissen sah Xaiden zu den Fußspuren. Normalerweise wäre es genau der perfekte Moment um sich zurückzuziehen. Er sollte es als eine Chance von Gott sehen, die er ihm persönlich gegeben hatte. Eventuell hatte sogar sein Vater ihn von oben beschützt, um noch nicht im Himmel widersehen zu können.

      ...
      ...
      Andererseits...mischte sich da nur Xaidens Wunschgedanke ein. Nein, sein Vater hätte ihn da niemals aufhalten. Für einen guten Knüller gab es eben Hindernisse, die ein wahrer Journalist erklimmen sollte. Selbst wenn die Schlagzeile ein wenig überspitzt wurde, wenn das Ergebnis nur halb so gut war wie gedacht. Doch dafür hatte Mr. Noron auch genug geleistet, lebensgefährliche Orte waren für ihn gar kein Problem. Hauptsache er konnte über eine andere Person schreiben, die danach zwar am Boden war, jedoch saß er dann auf der Spitze.
      Selbst jedoch hielt er seine Affäre immer als Geheimnis, selbst wenn es seine gesamte Familie zerstörte...Wer wusste schon mit wie vielen er eigentlich eine Liebesaffäre hatte, bis eine davon aufgedeckt wurde...



      Schwer seufzte Xaiden auf und blickte auf die Uhr vom Smartphone. Romeo holte sicher noch Zweige für das Lagerfeuer. Er hatte noch Zeit, bevor er seinem Partner sorgen machte. Da der Zombie sowieso nicht an ihm interessiert war, hätte er vielleicht Glück einfach nur den Beobachter spielen zu können? Die Neugierde, die sein Vater ihn vererbte machte ihn ganz wahnsinnig.
      Er würde es bereuen, wenn er den Spuren nicht nachlief. Er hatte gar keine andere Wahl...Hastig machte er sich auf, den matschigen Fußabdrücken hinterher.

      In einem anderen Waldstück wurde die melancholische Stimmen, die gerade noch existierte von einer erdrückenden erstickt. Auf Cabriel rieselte der Regen ab, was ihm nicht gefiel. Es machte nur seine Federn nass, in der genauso Nerven verspüren konnte wie in seinen menschlichen Ohren. Er erhob seine Hand und erschuf ein unsichtbaren Regenschirm aus Luft, der ihn von den Tropfen schützte. Schon besser, er wollte nicht schmutziger werden als nötig.



      "Wir sollten keine weitere Zeit verschwenden, in diesem Gebiet scheint es mehr Gefahren zu geben als es auf den ersten Blick scheint....Das macht mich ziemlich wütend....Denn entspannten Camping Ausflug können wir vergessen...."

      Leicht erhob der Luftwächter eine Augenbraue. Ihm war es klar, dass der Feuerwächter sich mit verwandeln würde, doch die Form hatte ihn mehr als überrascht. Wollte er...das Monster nicht im Keller lassen? Hatte da etwa jemand die Tür offen gelassen und den Schlüssel versteckt?
      Harvey wurde genauso redescheu wie Cabriel Er brauchte nichts sagen, damit er wusste, dass sie sich aufmachen sollten. Er hielt das Stofftier in seiner Hand, schützte auch dieses durch seine kleine Barriere über den Kopf vom Regen. Es war zu wichtig um komplett durchnässt zu werden. Langsamer als Harvey ging er ihm hinterher. Immer näher zu dem tiefen Gröllen, was den Wald in ein absoluten Horror versetzte.
      Seine rötlichen Augen fixierten Harvey von hinten.
      Ein freilaufendes Monster, dessen Kräfte unbarmherzig wurden.
      Er konnte sich vorstellen, was gleich passieren würde.
      Er...wollte es für sich zu nutze machen.



      ...

      Gerade noch triumphierten die zwei Wächter, die gegen diese blöden Zombies kämpfen. Doch niemand hatte Gnade mit ihnen, die Viecher vermehrten sich wie Fliegen! Ineb schrie mit Wyatt zusammen im Chor, noch nie hatte er es geschafft so hohe Töne von sich zu geben! Er flehte in seinem Inneren.
      Bitte, wo waren denn die anderen WITCH?!
      Harvey, Tyler und Cabriel...bitte kommt schnell! Sonst sind wir geliefert!!!
      Mutig wie Wyatt in dieser Form war versuchte er die Zombies mit seinen Wurzeln aufzuhalten, doch das hielt sie nur wenige Minuten auf. Sie wollten sich unbedingt zu ihnen hinbannen, kratzten so ekelhaft am Holz, dass Ineb davon Gänsehaut bekam. Wars das jetzt wirklich!?

      "Ernsthaft?....Scheiße, sind wir hier in einer Zombie- Apokalypse ?"

      Das Herz von Kandrakar bebte in ihr auf, es reagierte so aufgeregt auf diese schroffe Stimme. Das musste ihre Rettung sein. Die anderen WITCH sind gekommen um ihr Team zu unterstützen! Überglücklich funkelte sie zu den zwei Personen hinüber.

      "Wir sind gerettet! Unsere Freunde sind gekommen und----!"



      Ihn ihrem breiten Lächeln erstarrte die Herzträgerin. Ineb vergaß zu blinzeln, so sehr schockierte sie das Aussehen der zwei Wächter. Moment, warum wurden sie nicht auch Frauen? Er dachte sie würden sich immer wie eine Gruppe verwandeln, aber andererseits...ergab das wohl gar keinen Sinn. Sie verwandelten sich wohl vom Gefühl her, was hatten sie also davor angestellt? Beide wirkten wie von einem Gothic-Laden geflohen, einer von ihnen hatte Ineb schon genug Traumata fürs Leben gegeben. Das war definitiv Cabriel, er war also auch eine wahre Form gewesen? Gruselig...
      Doch zugleich ersetzte sie ein Schrecken, als sie zu dem anderen Mann starrte. Diese roten Augen, die schwarze, unbändige Mähne. Da es nur noch Tyler und Harvey gab, war es einfach festzustellen, wer dies sein konnte. Alles deutete...auf den Feuerwächter hin! Tylers Form wirkt viel...sauberer!

      "W-was...du?!"

      Leicht verlegen sah Cabriel von Wyatt weg. Er hatte nicht damit gerechnet ihn in seiner Frauenform so schnell wieder zu begegnen. Selbst in dieser Form bekam er deutlich Herzklopfen. Wie es aussah verschwand seine Vorliebe nicht, egal in wen er sich verwandelte. Die Lust wurde nur stärker oder schwächer. Ein Glück konnte er sich in dieser Gestalt gut gestalten, um nicht rot zu werden oder nervös. Als...Sohn eines Schurken hatte er sich gut im Griff. Immerhin sah er mit dieser Form seinen Vater am ähnlichsten, weswegen sie ihn bis jetzt am meisten zusagte. Sie hatte nichts mehr von einem Lämmchen, sie war viel freier und gieriger. Deshalb sollte er seine Gesichtsausdrücke zügeln, aus Respekt zu seiner adligen Familie.
      Besser also nicht auf die nasse Kleidung blicken, die ein wenig mehr von der Haut entblößte, als Wyatt wohl bewusst war...Eine Lady sollte sich nicht so vor allen anderen zeigen. Am liebsten hätte er ihr seine Jacke geliehen, doch der perfekte Zeitpunkt für Flirten war es nicht.



      "Zur Seite!"

      Ziemlich laut drängte sie Harvey zu gehen, worauf selbst Ineb irritiert drein blickte. Noch nie hatte der Feuerwächter sie so angebafft, weshalb er Wyatts Bemerkung gut verstehen konnte. Der Kerl hatte nicht einmal mitbekommen, dass Yuuto ebenfalls noch im Busch steckte! Ohne, dass sie es ihm erklären konnten fing dieser Mann auch schon an dem Kampf ein wenig Feuer zu geben! Dank dem Erdwächter war er zwar gut auf Abstand, doch die Flammen stiegen unfassbar stark in die Höhe. Sie verbreiteten sich so schnell, als machten sie sich wegen den Regen lustig, der sie versuchte aufzuhalten. Spöttisch bildete sich ein Phönix und raste auf die Zombies zu, Ineb roch ungewollt das verrotete Fleisch, was gegrillt wurde. Es knisterte laut in ihren Ohren.

      "Schnell, hilf mir Yuuto rauszuziehen!", forderte Ineb von Wyatt auf und beide bemühten sich in Eile ihn aus dem Busch zu holen. Das Feuer verbreitete sich wie ein Chaos, es kam dem Lichtwächter nicht so vor als achtete Harvey darauf, dass er zielsicher traf.
      Yuuto hingegen erhielt in diesem Moment sein sehr wichtiges Souvenir zurück und konnte es nicht glauben...einfach in einem Busch stecken zu müssen, während um ihn die ganze Welt brannte.

      Diese Helden...hatten noch eine Menge Potential nach oben.

      "Alles in Ordnung mit dir, Yuuto? Wir- wir erklären dir alles später! Das sind im übrigen Hestia und Camilla"


      Auf Yuutos Kopf krabbelte eins der Insekten, mit denen Anubis experimentiert hatte. Er ignorierte diese weiblichen Namen, die er den zwei Wächtern gab. Angewidert zerquetschte er es mit seiner Hand, der Regen spülte die Überreste von seiner Haut hinunter auf den Boden. Hatten sie mit Absicht ihn nichts von der Invasion erzählt? Wenn er sich nicht getrennt hätte, wäre Kiri nicht so überrannt worden. Hach, jetzt wurde es ganz schön gefährlich für Yuuto. Er durfte auf keinen Fall diese Gestalt zu schnell verlieren. Doch auch ihn überraschte es wie schnell die WITCH andere Formen erlernten. Die früheren konnten so etwas gar nicht...
      Seine Neugierte schluckte er hinunter, gemeinsam mit einigen Blättern, die ihn dank Wyatts Magie im Hals steckten. Er war komplett vom Regen getränkt. Urghs, eigentlich mochte er das Gefühl von Nässe nicht, aber seit Acqua hier war...konnte er damit besser umgehen.

      "Ich glaub Yuuto ist vollkommend traumatisiert...Keine Sorge, wir gehen mit dir in eine sichere Zone!"

      Ein Glück wurde sein Schweigen als eine Art Panikanfall bewertet. Er hatte fürs erste keine Lust zu sprechen. Durch die kurze Trennung fühlte er sich total miserabel. Das Rauschen in seinem Kopf spielte ein verdammtes Orchester. Urgh, er wollte am liebsten gehen aber...zugleich wollte er seinen Feuerwächter dabei zu sehen wie er alles zu Schutt und Asche verbrannte. Doch durch seinen pochenden Kopf konnte er sich kaum darüber freuen, er musste darauf achten nicht zu zerbrechen. Was er alles für diesen Harvey riskierte...er hoffte, dass es gegen Ende wert war.





      Cabriel fixierte die gelangweilte Miene des Feuerwächters. Er schaffte es in einem Hieb viele Zombies zu vernichten, ihre Asche war der Beweis. Doch wurde durch das Feuer auch das Sichtfeld eingeschränkter. So war es kein Wunder, dass es einige Zombies schafften aus dem Inferno zu fliehen. Im Rauch geschützt rannten sie zum Herzträger, angezogen von der Magiequelle, da ihre beinahe aufgebraucht war. Schreiend klammerte sich Ineb an Yuuto und Wyatt, blockierte ihnen jegliche Bewegung. Yuuto war kurz davor sich zu übergeben. Warum wurde er jetzt in eine Sandwich-Umarmung hineingezwungen?! Ihn wurde die Luft herausgedrückt.
      Vergaßen die ernsthaft in der Gefahrensituation, dass die bis zum Verbluten kämpfen mussten?
      Er dachte ein Zivilist könnte bei den WITCH Sicherheit finden, doch wie es wirkte musste er bald seine eigene Magie einsetzen, wegen was seine Chance stieg aufzufliegen!
      Doch bevor er eine Strategie entwickeln konnte, klatschte jemand ihm sein nasses Kuscheltier ins Gesicht, sodass er kaum etwas sah. Im nächsten Moment hörte der Regen auf.

      "Urgh!"

      Es war Cabriel, der ihn seine Luftbarriere über den Kopf hielt, während er seine Finger wie eine Pistole auf die Zombies richtete.
      Während der Feuerwächter die Flammen warf, war Cabriel totenstill. Fest konzentrierte er sich auf einen Punkt, die Köpfe der Zombies. Dort sorgte er mit seiner Magie dafür, dass ein Vakuum entstand, was jeden Schall verschluckte. Inmitten des ohrenbetäubenden Kampflärms entsteht um den anvisierten Zombie herum eine unnatürliche, unheimliche Stille. Das Knistern war selbst verschluckt, Cabriel entnahm ihnen alles an Luft, denn bestanden Zombies hauptsächlich aus Gasen. Die Luft um das Ziel flimmert wie an einem heißen Asphalt.
      Bruchteile einer Sekunde später zeigt der Druckabfall Wirkung. Die fauligen Gase im Inneren des Zombies haben keinen Gegendruck mehr. Die ohnehin schon strapazierte Haut des Untoten blähte sich grotesk auf, die blinden Augen werden aus den Höhlen gedrückt und schwarzes Blut beginnt aus Poren und Rissen zu dampfen, sie kochten im Vakuum.
      Ohne eine Miene zu verziehen drückte der Luftwächter imaginär ab, er feuerte und ließ seine Magie komplett los. Die verdrängte Umgebungsluft strömt mit Überschallgeschwindigkeit in das Vakuum zurück, um den leeren Raum zu füllen. Die Luftmassen knallen mit der Wucht eines Donnerschlags aufeinander. Die Köpfe mehrerer Zombies wurde durch diese gewaltige, von allen Seiten gleichzeitig eintreffende Druckwelle in der Mitte zerquetscht.

      "PENG!"



      Was übrig blieb war nur noch ein feiner, schwarzer Nebel und regnende Knochensplitter.
      In dem Moment übergab sich Ineb heftig, sodass Yuuto angewidert auf Abstand ging. Zwar schützte ihn Cabriels Barriere netterweise von den in die Luft gehenden Knochen- und Hautfetzen, jedoch war es das schlimmste was er je in seinem Leben vom Nahen gesehen hatte.

      "Waah, das...das war widerlich!! Das Bild kriege ich nie-nie-nie-nie wieder aus meinen Kopf! Ca-Camilla, warn uns doch davor!!"

      "Einer von euch wäre gebissen worden, sei kein Einfaltspinsel...Herzwächter."

      Bevor Ineb etwas dagegen erwidern konnte, war Cabriel schon aus ihrem Blickfeld verschwunden. Hastig sah sie sich um, hatte er sich unsichtbar gemacht?

      "Es waren nicht alle. Es kommen noch mehr Richtung Südwest."

      Verwirrt starrte Ineb nach oben und beinahe fielen ihre die Augen heraus. Cabriel war nicht mehr auf den Boden. Der Kerl schwebte wie ein Vogel einfach in der Luft, waren diese Miniflügel etwa nicht nur Show, oder lag es daran, dass er ein Luftwächter war. Cabriel kontrollierte die Luftströme, auch wenn er jetzt genauso nass wurde wie alle anderen Personen und es seine ledrigen Anzug nur enger an seine Haut presste. Doch gerade...war es nicht wichtig.
      Er sah wie die letzten Zombies zu ihn heranrasten, wahrscheinlich war hier im Wald ein abgelegener Friedhof, der betroffen wurde. Die Leichen waren mehr Knochen und Haut, sie wirkten veraltet, die Würmer krochen aus ihnen hervor, sie alle wurden geschwängert von den Insekten aus Meridian.

      Obwohl Cabriel tief unter Harvey im Nichts schwebte, war es Harvey, der in diesem Moment klein für ihn wirkte. Die grenzenlose, hoheitsvolle Arroganz in Cabriels Blick ließ ihn auf seinen Gegner herabsehen. Harvey entfesselte sein Monster, doch Cabriel verharrte totenstill. In ihm brannte keine Unruhe, nur die kalte Gewissheit eines Herrschers, der das Chaos längst nach seinem Willen formte. Diese abscheuliche Szenerie der Untoten war für ihn nichts weiter als ein Schachbrett. Er nutzte es zu seinen Gunsten aus.
      Seine Stimme zerschnitt die Luft, eisig und gebieterisch:
      "Dein Feuer…", flüsterte er fast, doch die Worte trugen das Gewicht eines Urteils.

      "Lass mich dir zeigen, dass dein Feuer mir doch gehorcht. Sieh zu, wie ich es dir entreiße."



      Ein unheiliges, dämonisches Rot entzündete sich in seinen Augen – das Glühen einer fremden, grausamen Welt. Majestätisch erhob er eine Hand und richtete sie auf den bereits verteilten Phönix, der die Zombies soeben zu Asche verbrannt hatte. Die Luft gehorchte seinem stummen Befehl. Ein unbarmherziger Orkan brach los, so gewaltig, dass Ineb und die anderen hastig in das Geäst einer fernen Eiche flüchten mussten, um nicht wie welkes Laub in die Finsternis gerissen zu werden.
      "Übertreiben die nicht etwas?! Sie fackeln gleich gemeinsamen den Wald ab!!!", fragte Ineb total panisch seinen Erdwächter-Kumpel.
      Cabriel dirigierte den Sturm wie sein eigenes Orchester. Er bündelte die rasenden Winde zu einer geballten Naturgewalt und jagte sie direkt in das Herz von Harveys Flammen. Der Wind erstickte das Feuer nicht, er fraß es auf. Ein gigantischer, lodernder Feuersturm gebar sich aus dieser Verschmelzung – ein brüllendes Inferno, das sich wie ein Raubtier auf das Waldstück stürzte. Die verbliebenen Zombies wurden in den feurigen Schlund gerissen, wirbelten in die Höhe und zerfielen im Tanz der Flammen zu schwarzem Staub.

      Erstaunt funkelte Yuuto dieses Szenario an, hatten sie ihre Elemente soeben fusioniert? Eine Verschmelzung von Magie, glich die Verbundenheit zweier Seelen stark. Endlich konnte Kiri wieder seine Fassung zurückgewinnen. Er setzte doch auf den richtige Truppe, es war gut auf beiden Seiten zu spielen. Wunderbar, er war so stolz auf die WITCH. Den Fortschritt sollte er Lord Korbos zeigen, wenn er sich am stärksten fühlte. Gerade erinnerte ihn die Aura von Cabriel an diesen traurigen König, wie stark die Gene doch festsaßen. Mit Harvey zusammen wirkten sie wie Schurken, während die Mädchen hier erzitterten.

      Mit vollkommener Ruhe beobachtete Cabriel, wie sich das flammende Inferno unaufhaltsam ausbreitete, alles verschlang und sich schließlich gierig in die Tiefe der Schlucht hinabwälzte. Er genoss das Chaos. Die brennenden Schreie der Untoten – Kreaturen, die einst Menschen gewesen waren – klangen wie eine süße Symphonie in seinen Ohren. Doch mehr als alles andere berauschte ihn das Gefühl in seinem eigenen Inneren.
      Er blickte auf ihr Werk herab. Die verkohlten Bäume, der in Schutt und Asche gelegte Pfad, den der Feuerwächter und er gnadenlos freigeräumt hatten. Niemals hätte er geahnt, dass die WITCH über ein derartiges Ausmaß an Macht verfügte. Niemals hätte er für möglich gehalten, dass er selbst derart… gottgleich sein könnte. Dieses Bewusstsein durchströmte ihn wie pures Gift und weckte ein brennendes Verlangen. Er war mächtig und diese Macht kannte keine Grenzen, wenn er sich mit dieser noch mehr auseinandersetzte. Ein fast bedauerndes Seufzen entwich seinen Lippen – wie schade, dass sie sich nur in diesem unbedeutenden Wald befanden und nicht im Herzen einer pulsierenden Stadt. Er hungerte danach, dieses neu gefundene Potenzial auszukosten, noch mehr Zerstörung zu säen, ein noch grandioseres Chaos zu formen.
      Bevor ihm der Rausch der Allmacht jedoch gänzlich ins Gesicht geschrieben stand, fing sein wachsamer Blick eine Bewegung auf. Ein Stück Stoff, hastig verborgen hinter dem massiven Stamm einer Eiche.
      Ein… Zuschauer?Ohne seinen Gefährten auch nur einen Blick zuzuwerfen, glitt er lautlos durch die tosende Luft auf die Gestalt zu. Der Spion krallte sich verzweifelt an die Rinde, um dem noch immer wütenden Sturm zu trotzen. Doch eine Sache ließ er dabei nicht los: ein Smartphone, dessen Linse unbeirrt dieses apokalyptische Szenario einfing.Cabriel näherte sich fast majestätisch. Ein gezielter, erbarmungsloser Windstoß riss den Fremden aus seinem Versteck, schleuderte ihn durch die Luft und zwang ihn hart auf die Knie – genau in den Staub vor Cabriels Füßen.

      "Autsch! W-warte...I-ich komme in Frieden! Ich wurden nur vom Sturm erfasst!", rief die Stimme des Mannes so verängstigt, doch blieb sein Handy weiterhin auf das Szenario gerichtet. Ah, diese kleine Insekt kannte er doch. Hummelchen. Wie immer die Neugier in Person. Sein Todeswunsch war genauso hoch wie bei seinem Vater.

      "B-bitte...Ich lösche das Video auch...Wenn ihr mich gehen lässt...Ich mache so als habe ich nichts gesehen.", flehte Xaiden verängstigt und wagte es nicht den Mann vor ihm anzusehen. Er traute sich nicht einmal aufzustehen. Warum...wirkte diese Person gruseliger als diese Zombies? Dabei lag es an ihm und den anderen Personen da, dass sie überhaupt vernichtet wurden. Die zwei Frauen wirkten auch ganz nett. Aber diese Emo-Männer, hatten eine ganz üble Aura.
      Emotionslos erhob Cabriel sein Bein und setzte sein Stiefel, direkt an Xaidens Wange um ihn zu sich zu drehen.

      "Sieh mich an, wenn du mit mir sprichst..."

      "Ha....-haa?"



      Gezwungenermaßen musste Xaiden den Mann vor sich anblicken – aus Angst, die schweren Stiefel in seinem Sichtfeld könnten jeden Moment seinen Schädel zermalmen. Doch dann spürte er den harten Absatz an seinem Oberschenkel. Xaiden zuckte verwirrt und schmerzerfüllt zusammen. Tränen trübten seinen Blick; das durchdringende, unheimliche Rot in Cabriels Augen schnürte ihm die Kehle zu.
      "Lügen müssen bestraft werden", ertönte Cabriels kühle Stimme. "Du bist live."
      Ohne eine Antwort abzuwarten, riss der Luftwächter dem Fremden das Smartphone aus den Händen. Völlig unbeeindruckt würdigte er das Gerät keines Blickes, warf es auf den steinigen Boden und zertrat es mit einem einzigen, gezielten Tritt seiner Stiefelferse. Splitterndes Glas verkündete das Ende der Übertragung. Fassungslos starrte Xaiden auf die Trümmer.

      "Ca-Camilla… Mach ihm doch keine Angst!", rief Ineb besorgt und machte Anstalten, näher zu treten. Der arme Kerl hatte sich doch bestimmt nur verlaufen!
      Doch Cabriel strafte Ineb mit kompletter Missachtung. Seine von schwarzen Lederhandschuhen umschlossenen Hände griffen grob in Xaidens Gesicht. Er zog den Zitternden gewaltsam nach oben und flüsterte ihm vergiftete Worte direkt ins Ohr:
      "Du hättest rennen sollen, als du noch die Gelegenheit dazu hattest… Jetzt müssen wir dich… ausradieren."
      In diesem Moment verließ Xaiden jeglicher Verstand. Die absolute Todesangst überrollte ihn. Mit einem gellenden Schrei riss er sich los, stolperte rückwärts und begann panisch zu rennen. Mehrmals schlug er auf den harten Boden auf, rappelte sich schluchzend wieder auf und schrie hysterisch den Namen seines Geliebten in den brennenden Wald hinein.
      Cabriel sah ihm nur mit einem kalten Blick nach. Er dachte gar nicht daran, dem Entflohenen zu folgen. Er wollte ihm keine Hetzjagd liefern – er wollte ihm nur zeigen, wie hilflos er war.

      "Hätte er sich bei uns wohl gefühlt, wären wir ihn nicht losgeworden. Es war...zu seinem besten.", benutzte der Luftwächter Xaidens Sturheit als Ausrede. Doch eins wussten sie jetzt. Durch...Xaidens Einmischung würden sie bald garantiert viral gehen.
      Obwohl gerade Cabriel sich sehr siegessicher und stark fühlte spürte er wie etwas kaltes seinen Mund herunterfiel. Er wischte sich mit den Handschuh über das Gesicht.

      ...Blut?



      Hah...Sein Geist hatte zwar keine Grenzen, doch war seine eigentliche Hülle immernoch zerbrechlich. Durch die Schmerzen, die wie Krämpfe wieder zu ihm zurückkamen, fiel ihn jemanden, den er im Gefecht komplett vergessen hatte.

      "Tyler...Er müsste noch in der Nähe des Sees sein."
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Anubis

      >>Wieso Ändern sie ständig ihre Meinungen Meister Anubis...? Das ...Kotz mich ziemlich an...<<

      Anubis sah es nicht so. Er hatte seine Meinung doch nicht vollkommen geändert. Seinen wichtigsten Punkt behielt er doch immer stand. Er tat alles für seine Liebe und wenn kleine Dinge dann etwas verschoben werden müssen, war es doch einfach unbedeutend. Er wollte nur mit Dax sprechen, er musste unbedingt etwas wissen. Kein Verbrechen, er würde ihn ja nicht zwingen zu sprechen. Doch dieser große Mann konnte ihm sehr helfen. Warum war es so verboten mit ihm zu reden? Sie stammen beide aus Kemet - sie könnten sich eine Menge erzählen.

      >>DU hast gesagt Dax kann zu DIR kommen wenn er mit dir darüber reden will...!! Warum also bedrängst du ihn schon wieder? Nur weil du jetzt Traurig bist und einsam wegen deinem Misserfolg deiner Zombie Freunde?!<<

      Nun...Er hatte es gesagt, ja. Und das durfte er doch immer noch. Das Thema 'Ramses' würde er nur anschneiden, wenn Dax es auch wollte. Er wusste, dass dieser Mann lieber für den Muskelkerl ein verschlossenes Buch war. Irritiert hob er seine Augenbrauen. Er war traurig über seine Experimente aber zugleich...ging es ihm eher um seine Erfolge. Konnte es sein oder hatte sein Lakai das wenigste Vertrauen in seine Erschaffungen? Für Anubis war heute nämlich ein sehr erfolgreicher Tag. Er hatte ein kleines Heureka, mit dem er gar nicht gerechnet hatte. Wenn er weg käme von den schrecklichen Hilfeschreie seiner Experimente würde er sich sofort auch besser fühlen. Aber Apollo hielt ihn sadistisch auf, sodass Anubis Augen sich verschmälerten.

      >>Glaubst du wirst dich besser fühlen wenn Andere um dich dein gleiches Leid Teilen, du bist fast genau so wie----<<

      ...
      ...
      ...
      Er begriff Apollos emotionalen Ausbruch nicht. War das...so ein Feending? Ein wenig erinnerte er ihn an seinen kleinen Bruder, der stachelte ihn auch immer an, was der Prinz früher gar nicht begriff. Da es Anubis sehr wohl interessierte was mit seinem Lakaien los war, versuchte er ihn so stark wie möglich zu analysieren. Da fiel ihm ein...er war ernsthaft ziemlich...aufgewühlt in den letzten Tagen. Seit den heißen Tagen mit dieser anderen Fee.
      ...Er war...doch nicht schwanger, oder? Konnte eine eigentlich tote Fee schwanger werden? Mist, er hatte ja gar keine Ahnung. Er musste sich unbedingt Bücher aus seiner Heimat ausleihen, er brauchte mehr Wissen über Feengeschöpfe.



      "Verzeihung Meister ...Ich...bin etwas gereizt und nicht ganz bei Verstand."

      Bevor Anubis Hand ganz taub wurde, da Apollo sie krampfhaft festhielt, ließ sein Lakai sie in rechter Zeit noch los. Ohne es mit ihm zu besprechen zog die Fee sie einfach weiter, da Anubis sowieso nicht wusste wohin, sagte er aber dazu nichts. Er beobachtete Apollos zitternden Federn, er wirkte so aufgebracht. Dabei wollte Anubis es gar nicht zu einem großen Thema machen. Hmm...Früher in Kemet hätten Lakaien seine Worte einfach so stehen gelassen. Doch die Fee pfiff auf Anubis Worte, was nicht unbedingt schlimm war. Nur...ungewohnt. Er vergaß manchmal, dass er in dieser Welt genauso eine Unterschicht war wie der Kerl, der ihn gerade durch die Gegend zog. Es war...gewöhnungsbedürftig aber eigentlich ziemlich erfrischend. Er wollte niemals so hochnäsig werden wie der König. Ramses hatte ja ebenfalls einen Rangwechsel in seiner Lebzeit gemacht, vom Adligen zum Verbannten...Deshalb sollte er es wohl sehr wohl akzeptieren, wenn die Fee ihn seinen Grund nennen wollte, wieso es so eine schlechte Idee war.

      "Meister Anubis, warum geht ihr nicht endlich zu Cornelius? Er kann euch viel besser helfen...Er war mit Ramses befreundet und kann euch so viel mehr erzählen..."

      Wenn er mehr über Ramses erfahren wollen würde, dann könnte dieser Magier...oder war er Hexer?...Egal, er könnte auf jeden Fall sich als nützlich erweisen. Auch konnte er weitaus besser Zauber wirken als Anubis. Aber war doch Cornelius an der Reihe mit den WITCH sich zu duellieren, er glaubte kaum, dass er für ihn Zeit hatte. Außerdem wollte der Prinz von Kemet nicht einfach ohne Fortschritte zu Cornelius antanzen, er wollte ihn genau zeigen woran er arbeitete. Anubis war es wichtig stets fleißig zu wirken, sofort zu Cornelius zu rennen klang ziemlich erbärmlich.

      "Aber Dax ist so eine sensible Seele...Wenn es euch keine Ruhe lässt, finde ich bestimmt ein Anderen Weg euch auf Andere Gedanken zu bringen."

      Sanft berührte ihn die Hand Apollo, seine Haut war so viel weicher als bei einem normalen Menschen. Fragend behielt er den Blickkontakt zu seinem Lakaien, er konnte ein Funkeln von Trauer in seinen Augen sehen. War der Gedanke zu Dax zu gehen so schrecklich, obwohl er doch ihn am aller meisten sehen wollte? Er verstand es nicht...Selbst, wenn Anubis seine Beine verloren hätte, würde er zu Ramses blutend kriechen, egal wie lange es dauern würde. Noch dazu überlegte die Fee wie er ihn aufmuntern konnte, dabei konnte er es genau spüren wie schlimm es eigentlich Apollo im Herzen gehen musste.

      "...Ich weiß das du ihn verletzten wirst, dafür kenne ich Dax zu gut...Aber ich möchte euch nicht hinrichten müssen Meister Anubis. Ich möchte das ihr zumindest meinen Vorschlag anhört...Ihr könnt immer noch zu Dax gehen wenn ihr darüber reden möchtet aber in Moment...Ist einfach kein guter Zeitpunkt..."

      "...Einverstanden....", wisperte Anubis monoton. Er würde die Worte von Apollo ernst nehmen, auch wenn ihn sein Misstrauen ihm gegenüber etwas kränkte. Er hätte Dax nichts antuen wollen. War seine Anwesenheit schon so teuflisch? Dabei hätte er sich doch auch in seine originale Form zurück verwandelt. Aber vielleicht übersah er etwas, was seine 'rechte Hand' kristallklar erkennen konnte. Immerhin war Anubis ziemlich spontan und nicht von der Zeit gedrängt, er handelte nach Instinkten - wann sein Herz und Verstand ihm sagte, dass es ein guter Zeitpunkt war.



      Dann sprach jedoch Apollo den Elefant im Raum an. Ah, also hatte er es zum Teil richtig verstanden. Apollo war wirklich ganz durcheinander und zeigte starke Gefühlsschwankungen. Es lag also an seiner Paarungszeit, Schwanger war er also noch nicht. Er musste ihn später ausfragen ob er noch Kinder zeugen konnte, um ihn in diesem Wege unterstützen zu können. Es wäre schrecklich, wenn er ihn und seine Kinder irgendwann aus Versehen in Gefahr brachte.

      "...Aber könntet ihr in diesen Moment nicht auch Rücksicht auf mich nehmen? Natürlich wenn ich euch zur Last falle könnt ihr mich immer noch Töten...Damit bin einverstanden nur..."

      Apollo würde vor Sehnsucht sterben, wenn er sich von Dax erneut trennen würde...Anubis blickte nachdenklich zu Boden. Ja, in diesem Punkt verstand er Apollos gequältes Herz. Natürlich hatte er nicht die Absicht ihn zu töten. Er hatte es nur in einer anderen Perspektive gesehen. Wenn er nur eine Sekunde mit Ramses hätte, würde er allen Göttern danken, die im gesamten Universum existierten. Doch für Feen war es wahrscheinlich anders. Vielleicht waren sie ja wie Kaninchen, die Suizid begannen, wenn sie in Einsamkeit verrotten mussten Keine starken Wesen, wenn sie ihren Weg alleine beschritten. Aber...machte es für Anubis einen großen Strich durch die Rechnung, wenn er nicht mit Dax sprechen konnte. Seine Bitte aber zu ignorieren wäre...ein kompletter Vertrauensbruch.

      "Meine Erinnerungen...Werden an denn Lord weiter getragen und ich bin mir nicht sicher wie der Lord darüber denken wird wie in Moment eure Leistungen für ihn aussehen. Ich möchte doch nur das beste für euch...Meister Anubis. Vielleicht können wir uns stattdessen weiter auf Andere Dinge Fokussieren, dass würde uns beiden weiter helfen!"

      In diesem Moment hatte ihn Apollo etwas verloren. Er hatte kapiert, dass es für seine Fee eine schreckliche Herzschmerzerfahrung war, was niemanden helfen würde. Wieso musste er aber den Lord in Verbindung setzen. Sollte er etwa Angst haben, dass ihn Lord Korbos töten könnte, wenn er nicht gut genug war? Ihm war bewusst, wie mächtig der König war und das Anubis gar keine Chance gegen ihn hätte. Er hatte auch gar nicht vor ihn zu enttäuschen, doch Apollo enttäuschte ihn gerade ein wenig. Er ging von der Fee auf Abstand und atmete schwer auf. Kopfschüttelnd strich er sich das Haar wieder richtig, was Apollo und der Regen durcheinander gebracht hatte.

      "...Du glaubst also, dass meine Bemühungen...gar keine Früchte tragen würde? Hmpf...Ich dachte du würdest meine Handlungen verstehen.", raunte Anubis schwach aus und musste den Gedanken verwerfen, doch einfach zu Dax zu gehen, um die Fee vom Gegenteil zu beweisen. Ein Glück war er mehr der rationale Typ, weshalb er diesen Instinkt gut ignorieren konnte.

      "Genau deswegen hätte ich eine Person aus Kemet gebraucht...Da hilft mir ebenfalls kein Mann aus dem Hexenzirkel. Für dich und vielleicht auch dem Lord wirkt der heutige Tag wie ein reiner Fehlschlag. Du erblickst nur das Chaos aus meinem Projekt. Dabei bin ich weiter gekommen...Selbst das Glück war heute auf meiner Seite..."



      Seine ruhige Aura verdampfte im Nichts. Einem Raubtier gleich überwand er die Distanz zwischen ihnen und drängte Apollo hart gegen den Stamm eines Baumes. Er presste den anderen Körper so eng an seinen eigenen, dass der klatschnasse Stoff ihrer Kleidung sich wie eine zweite Haut verband. Unter dem Druck gab Apollo leicht nach und rutschte ein Stück tiefer, was Anubis' imposante Gestalt nur noch übermächtiger wirken ließ. Er neigte den Kopf an Apollos Ohr, bis sein heißer Atem die empfindliche Haut streifte.

      „Ich erwarte, dass du von nun an offener zu mir bist, Apollo. Zur Not ... befehle ich es dir.“, raunte er dunkel.
      „Hättest du mir gleich gesagt, wie geschwächt du bist...wie leicht erregt... hätte ich eingegriffen. Auch gegen deine Einsamkeit ... zwei einsame Seelen können einander da sehr gut Abhilfe schaffen.“
      Bedächtig strichen seine Hände über Apollos nassen Oberkörper. Wenn der Drang des Paarungsmodus ihn so sehr quälte, hätte Anubis ihm helfen können. Sich mit Apollo einzulassen, wäre ihm absolut nicht zuwider gewesen. Solange es seine Fee stärkte.
      "Ab heute werde ich mir auf dich achten...Auf jede einzelne Zuckung von dir...Ich behalte dich stets im Auge und werde dich zur Not mit meinen Händen trösten."



      Seine Lippen waren den von Apollo furchtbar nah, er wollte ihm beweisen wie loyal er seiner Fee doch war. Das er auf seine Bedürfnisse eingehen konnte, wenn er es ihm klar sagte.

      "Deswegen akzeptiere ich...deine Ablehnung gegenüber meiner Idee...Doch das nächste Mal erwarte ich von dir, dass du auch meine Gefühle ein wenig ernster nimmst...Apollo. Wir sind miteinander verbunden...Und gerade bin ich derjenige, der dir am Nächsten sein kann...sowie du mir."

      Der Regen prasselte unerbittlich auf sie herab, doch Anubis hielt Apollos Blick fest umklammert. Die strengen moralischen Fesseln seiner Vergangenheit hatte er längst abgelegt. Früher wäre es ihm nie in den Sinn gekommen, jemandem ein solches Angebot zu unterbreiten – dafür war er seinem Partner viel zu loyal gewesen. Er brauchte immer die Zustimmung von Ramses, anders wäre er nie in Stimmung. Doch seit Beni in sein Leben getreten war und ihm die Facetten der echten Welt so abartig gezeigt hatte, dämmerte ihm, dass ihn das strikte Festhalten an dieser reinen Liebe nur einschränkte. Sein Universum drehte sich ausschließlich um Ramses, doch musste er auch für Andere seine Türen offen halten, um seinem Liebsten überhaupt näher kommen zu können. Jetzt stand Apollo hier, ein Wesen mit eigenen, tiefen Bedürfnissen. Um diese zu stillen, war er bereit, seine alten Überzeugungen fallen zu lassen. Er konnte Liebe mit Lust trennen.
      Er löste sich ein wenig von Apollo, ohne jedoch seine Hand loszulassen. Mit einer fast menschlichen Unbeholfenheit fuhr er sich in den nassen Nacken. Trotzdem... war es verdammt schwer, jetzt nicht zu Dax zu gehen ... Doch ein spontaner Einfall durchzuckte ihn; einer, der weitaus lohnender schien. Vielleicht ging es Apollo letztlich nur darum, dass er endlich seine eigenen Grenzen sprengte und über seinen Schatten sprang.

      "Okay, ich werde Dax meiden bis er selbst zu mir kommt. Ich bin davon überzeugt, dass es bald geschehen wird.", sagte er ziemlich sicher, denn wirkte dieser Mann zwar gequält aber nicht nach jemanden, der seine Vergangenheit komplett loslassen wollte. Er konnte wohl nicht viel verkraften, dass musste Anubis nun Mal akzeptieren. Doch...war Ramses sowieso niemals das Gespräch gewesen.

      "Dann müssen wir eben nach Kemet, zum Palast. Los, Apollo...Es wird zwar ziemlich gefährlich, doch gibt es da auch genug Ort, indem man dir Abhilfe schaffen kann. Vorausgesetzt, dass ich nicht direkt hingerichtet werde."
      Diesmal war er derjenige, der Apollo zog und ihn sogar drängte mitzukommen. "Zeig mir den Weg zum Portal."




      Auch wenn es klang als würde Anubis sich selbst umbringen wollen, war es der einzige Plan B, den er hatte. Er brauchte jemanden, der sich in Nekromantie auskannte. Er hatte nämlich etwas in seiner Forschung entdeckt, was ihn näher zu Ramses bringen konnte. Den Insekten und den WITCH sei Dank. In Kemet kannte sich fast jeder mit Nekromantie und Hüllen aus, die wenigsten aber mit Seelen.

      "Ich brauche...einen magischen Gegenstand und einen alten, verbotenen Zauber, der mir hilft Seelen in einer Hülle gefangen zu halten..."

      ______________________________________________________________________

      Beni Darkwood

      "Hmm hier gibt es keine Oger..."

      "Schade!",
      trauerte Beni dem süßen Abenteuer mit ein paar Oger nach. Mit Oscar hätte er endlich jemanden, der die Wildheit der Oger standhalten konnte. Naja, da musste er ihn wohl bald nach Meridian führen - vielleicht als eine Art Geburtstagsüberraschung? Er würde sich bestimmt freuen!

      "Krass...Ich wollte dich schon suchen, dass ist das erste mal das jemand kenne der sein Wort echt hält...Uhh..."

      Beni war eben treu und verlässlich wie ein Hund. Es ging ja immerhin um Lord Korbos, also gab er auch 100%. Und er wusste genau, dass es der Lord von ihm genau erwartete. Das beste sogar: Er glaubte daran, dass auch der Lord fest an seinen Fleiß glaubte! Andernfalls hätte er ihn nicht eingeladen ihn bei Einsamkeit zu rufen. Er hatte wegen dem Angebot immer noch Schmetterlinge im Bauch, am liebsten würde er es sofort einlösen. Lieber sollte er es aber wie einen einmaligen Wunsch eines Dschinns behandeln, er war furchtbar kostbar. Beni musste es an einem Ort machen der für den Lord angemessen war und am besten ohne die Anwesenheit von jemand Anderen. So war die Möglichkeit für Zweisamkeit so viel höher!

      "HAhaHAha! Ich hab nur die hälfte verstanden aber klingt cool! Ich hab zwar die Schule geschmissen und kein Plan was ich mit einem Lehrer anfangen soll aber ist doch egal! Wir Rocken das Ding!"

      Glücklich strahlte er seinen neuen Freund an, er hinterfragte ja rein gar nichts. Wie gut, denn wäre es auch wirklich schwer ohne direkt nach Meridian zu gehen Oscar die Situation zu erklären. Beni hatte seine Karten richtig auf seinen Inselpartner gesetzt. Mit ihm hatte er noch einen Kumpanen auf den er sich verlassen konnte, sowie Dax!



      Während Beni fröhlich mit seinem Schwänzchen wedelte, erklärte ihnen Oscar, dass er eigentlich auf dem Weg war Geburtstag mit seinem Bruder zu feiern. Oh, da fiel ihm ein...war er nicht der große Bruder von Harvey gewesen? Im Traum...war das definitiv das Feuerkätzchen gewesen. Wenn Oscar nicht sofort das Thema gewechselt hätte, dann hätte Beni den Vorschlag gegeben mit ihm zusammen zu Harvey zu gehen, um ihm herzlich zu gratulieren! Ah--...obwohl. Da er zu den WITCH gehörte, war er zugleich sein Feind. Ja, das durfte Beni diesmal nicht mehr vergessen. Das Feuerkätzchen war ein böser Schurke, der Korbos vernichten wollte. Bösen Schurken wünschte keiner einen guten Geburtstag. Oscar hatte bestimmt noch keine Ahnung, was sein Bruder eigentlich war. Ob er ihn davon erzählen sollte? Doch sein Kumpel wollte auf was anderes aus, Oscar brauchte bei etwas Hilfe.

      "Wir müssen nur ein paar Leute verprügeln! Die was dagegen haben das ich ein freier Mann bin!!"

      Er musste nur ein paar Leute verprügeln und schon gehörte Oscar ihm? Das war ja wie einem Baby den Schnuller klauen. Beni war darin ein Spezialist zu verprügeln, aber am besten konnte er verprügelt werden. Wenn sie den Feuerwächter darin hindern, dass er ein freier Mann war musste Beni natürlich als Anführer eingreifen.

      "Ein Kampf, also! Da machen wir mit. Bring uns schnell dorthin und dann machen wir weiter mit dem BITCH-Zeug.", war Beni damit einverstanden. Er hatte sich schon lange nicht mehr richtig geprügelt, das wäre ja mega endlich wieder die Sau rauszulassen. Am besten blieb er auch in der Form eines Toten, dann würde kein Anderer ihn später auf den Kicker gehen!



      "Dein Plan zwar echt putzig ist kleiner Welpe aber die haben so echt kein bock auf das ganze!"

      Leider erklärte ihm Oscar aber auch, dass die anderen Männer nicht so einverstanden waren ihr Leben für das BITCH-Zeug aufzugeben. Warum denn? Immerhin erlangte sie coole Magie und ein krasses Abenteuer. Außerdem würde ihr Leben wohl ab diesem Tag mehr mit Sex und Gewalt stattfinden, als sie sich je erträumen konnten. Beni war nicht so gut darin Menschen zu überreden, außer er wurde körperlich. Deshalb war es gut, dass Ossi ihn so sehr unterstützen wollte. Zusammen würden sie Erd-, Luft- und Wasserwächter zwingen!

      "Er hat Glück das er meine große Liebe ist sonst hätte seine ganze Hütte in Schutt und Asche verarbeitet. Deswegen mach dir wegen dem Boss keine sorgen, ich bin meinem Bad Boy treu..."

      "Du liebst diesen Janon? Und Lili ist euer dritter Rad am Wagen?", verstand Beni als einziger aus dem Kontext von Oscars Geschwafel. Sein Lächeln wurde breiter, er war wohl froh diese Neuigkeit zu hören. "Dann sind es also drei weniger Menschen, die Lord Korbos anschmachten könnten. Super! Da muss ich nur noch verstehen, auf was Stan so steht."

      Herzhaft lachte Beni, er und Oscar waren sehr von der Liebe überzeugte Wächter. Ihn interessierte wohl nur seine eigene Liebe, genauso wie ihm - so wären sie sich nie im Weg. Vergnügt gab er Oscar einen Highfive. Er wollte ja nicht angeben doch hatte er die Vermutung, dass es bei ihm so viel besser klappte, als bei den WITCH. Da mussten sie ganz schön aufpassen, dass sie nicht innerhalb ein paar Tage fertig gemacht wurden!

      "Dann ist es abgemacht! Wir helfen dir beim Verprügeln und du erpresst mit uns die anderen Wächter! Danach feiern wir alle in Liam Club und singen bis uns die Stimmbänder platzen!"

      Oscar erkannte etwas von draußen, weshalb auch Beni neugierig hinausschaute. Es roch ziemlich furchtbar.

      "Alter....Bin ich das oder stinkt es hier nach Rauch?"

      Nachdenklich summte Beni und sah sich um. Von weiten konnte er sehen, wie eine Rauchwolke in die Höhe stieg. Es war enorm viel, er konnte sehen wie die Tiere auf der Flucht waren.

      "Da fackelt wohl jemand den Wald ab!", stellte Beni überrascht fest. Hatte da jemand den Grill angelassen? Dabei regnete es wie ihn Strömen, was für eine Meisterleistung es trotzdem zu schaffen den Wald anzuzünden.

      "Dann sollten wir lieber weg und zu deiner Mission, Ossi.", sagte er mit einem leichten Schulterzucken. Solange sie nicht getroffen wurde interessierte ihn kein Waldbrand. "Hast du ein Auto oder so? Ansonsten müssen wir wohl laufen...Daxxy ist gerade dabei sich ein Führerschein zu machen, aber er versteht die Fragen nicht so ganz - voll hart."
      Zusammen machten sie sich auf den Weg den Wald zu verlassen. "Wir schaffen im übrigen auch bei Liam im Club. Habe aber Liam seit unserem Traum gar nicht mehr gesehen, weswegen wir den Laden ein wenig aufmischen! Wir haben die Aktivitäten geändert, da war so wenig Gewalt und noch weniger Sex!"

      ________________________________________________________________________________

      Franc Kwan

      "Danke, ich werde es berücksichtigen."

      Selbstsicher richtete sich Franc mehr auf, Stan sollte sich ruhig auf seine Erfahrungen verlassen! Es war schön zu sehen wie er jede Worte von ihm zu Herzen nahm. Er schrieb es sogar in sein kleines Notizbuch, was für ein Analytiker! Auf Franc konnte er sich verlassen, mit ihm hatte er Izarra ganz schnell in seinem Kescher gefangen! Wie ein Schmetterling in einem Netz.

      "Puh...Ich muss mir darum keine Gedanken machen."
      "Puh...Ich muss mir darum keine Gedanken machen."

      "Puh...Ich muss mir darum keine Gedanken machen."

      Weit riss er wegen Stans Aussage die Augen auf. Er fragte sich ob er gerade einen Gong gegen den Kopf geschlagen bekam, weshalb er wirrte Worte von dem Butler vernahm. Oh Gott. Franc musste sich einfach verhört haben. Niemals war jemand mit Stan nicht mehr Jungfrau! Der Kerl empfand doch...keinerlei sexuelle Erregung!



      "Nun...Zwar war ich noch in keiner Beziehung aber...Jungfrau bin ich nicht mehr."

      Vor Schock vergaß Franc zu atmen. Entsetzt, als hätte Stan ihm gesagt er habe jemanden ermordet, zitterte er unfassbar am Körper. Sein Gesicht lief rot an vor Hitze und er begann zu Schwitzen.

      "D-Du...Bist ...KEINE MEHR?!", schrie er so laut auf, sodass selbst der Butler fragend zu ihnen hinüber sah. Doch die Umgebung war gerade Franc sowas von egal. Was ihn scherrte war, wer zur Hölle sich vor ihn an Stan ran schmeissen konnte? Wer war dieser Teufel!? Franc hatte doch schon vor JAHREN versucht bei Stan ein Lagerfreuer zu entfachen aber ohne Erfolg. Und dann kam einfach jemand, der ihn einfach um den Finger wickelte?!
      Konnte es sein?!
      FUCK!
      Es war so als gab es nur einen Sexgott im gesamten Universum, den Stan ebenfalls kannte.
      Mit dem er sich auch vor Kurzem getroffen hatte...
      ER VÖGELTE MR. ROSE?!



      Franc fühlte sich von beiden Seiten total hintergangen! Warum wusste er nichts davon?! Rein gar nichts! Und Stan verschwieg auch noch so scheinheilig den Namen, als konnte Franc nicht eins und eins miteinander zählen!

      "...Eher Passiv beteiligt, er hatte die meiste Arbeit getan...Auch wenn ich mir die ein oder Anderen Dinge gewiss gemerkt habe...Das Gebiet ist mir noch viel zu Fremd. Ich will Izarra wirklich nicht enttäuschen."

      Urff...Vollkommen losgelöst musste sich Franc am Tresen halten um nicht vom Hocker umzukippen. Schwach senkte er seine Schulter. Dann hatte Stan nicht einmal ein Problem damit gehabt direkt genommen zu werden? Urff, er war ja total neidisch. Simon, dieser Schuft! Das könnte er ihm niemals verzeihen, es glich einem Verrat. Aber ihn deswegen anmeckern konnte er auch nicht, war ja immerhin sein Boss. Allein der Gedanke wie Stan sich freiwillig Mr. Rose hergab, mit gespreizten Beinen...nackter Haut...Es war ein Bild, bei dem er am ehesten mitbeteiligt sein wollte.



      "Verzeih, ich...Ha...Ich hab wirklich zu viel getrunken."

      Franc empfand, dass er selbst nicht GENUG getrunken hatte. Doch so wie Stan becherte ließ er es bleiben sich mit Alkohol zu beschütten. Einer musste ja mit geringer Promille noch zurück fahren können. Bevor dieser Robotermistkerl noch schwankend in einer Sackgasse landete und noch weitere Homoerfahrung teilte! Bei dem Zustand würde er es auch noch akzeptieren.

      "...Hattest....Du vor deinem jetzigen Freund genug Erfahrungen davor gesammelt? Männer die schon Väter sind...Hören sich so erfahren an, dass ich ehrlich gesagt nicht weiß was es bedeutet...Genug Erfahrungen vorzuweisen."

      Die Frage ließ ihn ein wenig wieder auf andere Gedanken kommen. Ob er vor Raimondo Erfahrungen gesammelt hatte? Das war ja schon ewig her! Er erinnerte sich noch gut daran wie ihre erste Nacht miteinander war, nachdem er ihn endlich rumbekommen hatte. Er wusste noch wie sehr er ihn haben wollte, doch ging es viel mehr darum...endlich auch ein Geliebter von Raimondo zu werden. Mit dem Zeichen der Zuneigung, der Zweisamkeit fühlte es sich an als gewann er ein kleines Stück mehr von Raimondos Herz. Auch wenn er es wohl nie ganz beanspruchen konnte.

      "Ähm...Also....Uhm...", nuschelte Franc gedankenverloren raus. War das Raimondo überhaupt wichtig gewesen, wie viele Erfahrungen er hatte? Er war früher so kühn und Franc war ziemlich frech. Viel mehr war es ihm wohl wichtig, dass Franc auch Mal nach Hause ging und nicht die ganze Zeit an ihm haftete wie Kaugummi.

      "...Meinem Freund waren die Erfahrungen zwar egal, aber ja...Ich hatte schon ein paar kleine...Erfahrungen. Ich war jedoch noch ziemlich jung alsooo....war es jetzt nicht so...tragisch wie bei dir jetzt und...ich habe versucht mit meiner Schönheit zu punkten...!", versuchte er Stan eine gute Antwort zu geben, auch wenn er sich damit ein Eigentor schoss. Bei wahrer Liebe waren Erfahrungen doch schon sehr egal. Er glaubte, dass er Raimondo allein mit erotischen Blicken und Flirtereien zu sich ins Bett holen konnte.



      Die Gedanken an Raimondos Offenheit in der Vergangenheit ließ ihn wieder weich werden. Es war so süß zum ersten Mal sein gerötetes Gesicht zu sehen, zum ersten Mal auch tiefe Zuneigung ihm gegenüber zu fühlen. Es war wie ein wunderschöner Traum.
      Hah, wenn der Lehrer nicht so beschäftigt wäre, hätte er sich jetzt sofort mit ihm getroffen, um ihn seine wahre Liebe auszudrücken.
      ...
      ...

      "Moment! MOMENT! JETZT LENK HIER NICHT AB, HUH! Warum -wie--wieso bist du keine Jungfrau mehr?! Hatte es sich einfach so ergeben?! Du...DU...Glaub ja nicht, dass ich nicht weiß MIT WEM du geschlafen hast! Er ist wohl in unserem Radius der Einzige, der einen Roboter wie dich rumbekäme!!", meckerte er Stan an, während er ihn an seinen Schultern griff und kräftig schüttelte. Er schüttelte ihn so heftig, dass der Barkeeper sich fragte ob er vielleicht helfen sollte, doch ließ er es lieber sein. Betrunkene Männer waren ziemlich radikal.



      "Dieser gemeine Chef...Er erzählt mir doch sonst von all seinen Liebschaften...Warum behält er genau diese für sich....Er wusste doch genau wie sehr ICH...argh!"

      Aufgeregt knirschte Franc mit seinen Zähnen, doch ließ er Gnade verwalten und entfernte seine Hände vom Butler. Erschöpft knallte er seine Stirn auf den Tresen und wimmerte für eine kurze Zeit vor sich hin. Das war der endgültige Beweis. Simon war ein richtiger Sadist. Da war es kein Wunder, dass er solche Teufelkinder wie Tyler und Samuel hatte!
      Wieder etwas beruhigt rappelte er sich auf und sah zu Stan. Diesmal ein wenig zerbrechlicher, hatte er etwa einen Knopf an seinem Hemd geöffnet? Mit einem Hundeblick sah er tief in Stans Augen, spielte mit seiner Schönheit, die ihm hoffentlich auch mal zu Gunsten kam!

      "Stanley, du hättest ruhig auch zu mir kommen können. Bin ich dir sooo zuwider? Dabei habe ich dir sooo viele Hints gegeben, dass ich dir helfen könnte...Ich wäre doch viel eher der Part gewesen, der dir zeigen könnte aktiv zu sein.", wimmerte er ehrlich aufgebracht, am liebsten hätte er den Roboter den Hals umgedreht, weil er noch nie Interesse gegenüber ihm zeigte. Selbst, wenn Franc ohne Hose rumlief, hatte er ihn zu Militärzeit komplett ignoriert!

      "Mit mir wärst du schon längst der Veteran im homosexuellen Akt!~"



      Wehe Stan kam mit der Ausrede, dass er mehr auf elegante Typen stand wie Simon. Das konnte er vergessen, er hatte Izarras Bild noch genau im Gedächtnis! Der Kerl war so viel schmächtiger und süßer als Franc! Das bewies, dass Stan nicht nur auf solche Kerle stand, wenn es um reine Lust ging. Augenrollend zeigte er wieder ein genervten Gesichtsausdruck. Urgh, wie ihn das alles ankotzte. Weder hatte Raimondo Zeit für ihn noch hatte Stan Interesse. Da gab es nur noch einen, der wirklich immer für ihn da war: Die Drogen. Wenn er nach Hause ging brauchte er unbedingt eine Überdosis.

      "Oder ist Izarra ein Top? Huh...Diesen Part bekäme ich ebenso hin, denke ich...na klar fehlen mir die geschickten Hände von Mr. Rose aber...Er ist auch ein großes Ultimatum! Voll unfair...Mann, gegen ihn komme ich natürlich nicht an als aktiver Part an. Am Ende findest du noch durch deine erste krasse Erfahrung sogar Izarra langweilig...Wer fängt denn auch schon sofort mit LVL 100 an."

      Obwohl er ja auch Simon als einer seiner ersten Erfahrungen hatte. Der Typ war wie ein Piranha, der sich am liebsten auf unschuldige Beute stürzte. Wie oft er Mr. Lyons ausgetrickst hatte, indem er sich als vollbusige Maid verkleidete, Franc wollte gar nicht mehr richtig mitzählen. Hah, dieser ganze Mist verbreitete ihn schlechte Laune. Da hatte er sich ja umsonst schick gemacht! Stan würde es bei ihm niemals checken oder...fand ihn ernsthaft nicht attraktiv genug. Gemeiner Sack.



      "Hey Barkeeper! Die Rechnung, ich zahle alles!"

      Erschöpft sah Franc auf seine Uhr, es war schon verdammt spät und Stan schwankte wie ein Baum, der bald zu umkippen drohte. Er zahlte schnell und stand dann auf, um seine Jacke wieder anzuziehen. Dabei linste er noch einmal zu Stan rüber, den konnte er wirklich nicht hier so stehen lassen. Auch wenn er ihn ganz schön verletzte, war der Bastrad trotz allem ein Freund für ihn. Damit er ihn mehr wahrnahm, musste er auch mehr in seinem Leben eine Rolle spielen. Ohne zu fragen ergriff er nach seiner Hand und zog ihm von Hocker, um ihn nach draußen zu ziehen.

      "Lass mich dich nach Hause fahren, bevor du mir hier noch umkippst. Ganz ehrlich, mach dir keinen großen Kopf wegen den Erfahrungen. Dann bist du halt schlecht oder nur passiv, was solls. Ihr könnt ja zusammen dran arbeiten. Hauptsache ihr empfindet füreinander dasselbe....Schlaf aber nicht nochmal mit Mr. Rose, oder gib mir wenigstens bescheid damit ich da frei mache, wenn ich schon nicht gefragt werde! Haaaaaa...."
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Oscar Bell & Dax
      Larry & Évrard


      "Dann ist es abgemacht! Wir helfen dir beim Verprügeln und du erpresst mit uns die anderen Wächter! Danach feiern wir alle in Liam Club und singen bis uns die Stimmbänder platzen!"
      Einige Zeit später....



      Der Regen war zwar etwas schwächer geworden, doch die Stadt war immer noch triefend nass, als die drei eintrafen. Die Luft war kühl und gesättigt von der Feuchtigkeit, die von den nassen, spiegelglatten Pflastersteinen aufstieg. Der Asphalt reflektierte die bunten Neonreklamen der Stadt, dass grelle Rot des 'Subway'-Schildes und das kühle Blau des 'City Mart' in verzerrten, tanzenden Mustern, als wäre die Straße selbst ein fließender Fluss aus Licht.
      Weil Oscar kein Auto besaß oder sein kaputt Motorrad reparieren konnte haben sie auf dem halben Weg zurück zwei arme Motorradfahrer bestohlen die sich wegen dem Regen zurück gezogen hatten und eine Rastpause eingelegt haben.
      Nachdem Oscar dem großen Dax eine kurz Anweisung geben hatte wie man ein Motorrad fährt, hatte er sich Beni geschnappt damit er mit ihm fahren konnte.
      Natürlich war die erste Fahrstunde für Dax mitten im Regen eine pure Hölle...Aber Oscar meinte, wenn er das hinbekäme wäre der Führerschein ein Kinderspiel.
      Vor dem Sushi-Laden stiegen sie ab und der Lakai von Beni war froh es überlebt zu haben...Als das Motorrad hörbar zu Boden knallte beim absteigen.
      Die Gischt sprühte wie feiner Staub von den Reifen der beiden gestohlenen Motorräder, die jäh vor dem Eck-Sushi-Laden zum Stehen kamen.

      Der Sushi-Laden an der Ecke war eine seltsamer Ort. Von außen war er mit warmen, orangefarbenen Papierlaternen beleuchtet, die im Regen schimmerten, und die Kanji-Schriftzeichen für "Sushi" strahlten eine künstliche Einladung aus. Obwohl fast jeder in der Stadt spürte, dass der Laden den 'Mafia Sharks' gehörte und nicht ganz mit rechten Dingen zuging, war er verdammt beliebt. Man konnte den verlockenden Geruch von Essigreis, Sojasauce und gedämpftem Fisch durch den blauen Noren-Vorhang riechen, der leicht im Wind wog. Die Fenster waren von der Hitze im Inneren beschlagen und man sah die Umrisse von Gästen.




      Obwohl Oscar diesen verdammten Sushi-Laden mied wie ein Minenfeld, trat er nun in Begleitung seiner neuen Freunde mit voller Selbstvertrauen hinein und einen fetten, breiten grinsen im Gesicht.
      Doch bevor er sich auf sein eigentliches Ziel fokussieren konnte, der Person die er als allerstes von diesen dreckigen Mafias los werden musste um sich mit ihnen auf Augen höhe messen zu können saß auf jemand sehr bekanntes für Oscar auf einen der Hocker, beinahe als hätte er schon mit seiner Ankunft gerechnet.
      Er trug diese runden, gold-gerahmten getönten Gläser, die seinen Blick verbargen, aber man fühlten trotzdem, wie seine Augen über sie hinwegfegte.
      Larry wirkte gerade vollkommend fehl am Platz, wie ein exotischer Vogel auf einem Tauben verseuchten Bahnhof.
      Er saß da, ruhig, abschätzig und mit einer Miene, die tiefe Enttäuschung und Langeweile ausstrahlte. Larry blickte nicht auf, als sie ankamen, sondern sah nach unten, über den Rand seiner Brille hinweg. Sein Kopf schwankte leicht, fast unmerklich, in einem langsamen, mitleidigen Schütteln.
      Der rothaarige musterte die durchnässte Gruppe, seinen Blick von Oscar auf Beni und dann auf Dax heftend. Er wusste genau, warum Oscar hier war und er wusste, wieso er diese Unbekannten mitgeschleppt hatte. Oscar wollte sich mit der Mafia anlegen, der er eine menge Geld schuldete. Er wollte den Sharks die Stirn bieten und dies auch nicht in mitten
      ihres Territorium. Keiner war so Lebensmüde....
      Schließlich hob Larry langsam den Kopf und seine Lippen formten sich zu einem enttäuschten, fast verächtlichen Seufzer. Seine Stimme war tief und voller abwertender Kälte, als er die Worte aussprach:
      "Ihr seid solche... Dummköpfe."



      Larry wendete sein Blick ab als hätte er gerade schon ein anstrengende Woche hinter sich und die drei hier zu sehen war der absolute Höhepunkt dieser ermüdenden Zeit.
      Überrascht hob Oscar seine Augenbrauen, Larry hier zu sehen überrascht ihn doch ziemlich aber kränkte nicht sein aufgeputschtes Ego.
      "Häh?? Larry?? Seit war lässt du dich um die Uhrzeit hier in der Sushi-Bar blicken? Hast du keine Minderjährigen Boten mehr die für dich die Drecks Arbeit machen?", fragte Oscar laut lachend, was einige der Gäste ein wenig irritiert in ihre richtung Blicken ließ.
      Begeistert klopfte er Beni auf die Schulter als er auf Larry deutet:
      "Der Typ da ist mein Ex-Freund! Wenn wir noch etwas Zeit haben sollten wir ihm unbedingt auch die Fresse polieren! Er hasst es wenn man ihn die Stimmung ruiniert, ich bin ganz Wild darauf ihn auf die Knie zu zwingen! "



      Gerade war Oscar mit Beni unbesiegbar! Sie hatten im Traum total abgefahrenes Zeug gemacht. Wenn er wollte konnte bestimmt mit Benis Hilfe sogar den Boss der Mafia in die Knie zwingen!
      "Hey, Hey Larry...Warst du beim Boss und hast wie versprochen dein gutes Wort bei ihm für mich eingelegt? Wenn wir jetzt diese Sushi-Bar demolieren, glaubst du emin Schuldenberg bei euch wird noch höher steigen? "
      Doch zu Oscar bedauern war Larry so gar nicht in Stimmung sich mit ihn anzulegen. Viel mehr warf er sein Blick sogar desinteressiert zur Seite als wäre nur noch enttäuschter von ihm.
      "Ey...Larry was ist los? Bist du ein miese Peter geworden?", fragte Oscar zynisch und kapierte nicht was mit seinem Ex Freund los war. Normalerweise warf er ihm doch die schlimmsten Dinge an denn Kopf....Eigentlich hatte Oscar gehofft mit Larry etwas in Stimmung zu kommen aber diese Abweisende Art...Machte ihn eher etwas sauer als geil.
      Doch Larry schenkte ihn weiter keine Beachtung, eher wirkte er in Gedanken...In frustrierten tiefen Gedanken die seine Stimmung ordentlich ins negative geschlagen hatte.



      Mit seinen breiten Schulter zucken wandte er sich wieder Beni zu:
      "Naja...Vergessen wir ihn, er ist sowieso nur ein kleiner Fisch von den Leuten die wir Verprügeln müssen.", winkte Oscar ab. Auch wenn Oscar diesem Mistkerl am meisten zu verdanken hatte das er überhaupt in dieser Scheiße steckte , wusste er das Larry auch nur der Mittelmann war...Die waren Gegner waren viel tiefer in Herzen der Mafia mit der sich niemand traute sich anzulegen.
      Doch bevor sich Oscar sich richtung Küche in Bewegung setzte nahm Larry langsam die Brille ab, ein paar der Gäste standen auf und verließen das Geschäft schweigend...Die Personen die noch sitzen blieben waren nur weitere Mafia Mitglieder die sich als Kunden traten. Ihre Blicke waren finster rund sie fixierten die drei durchdringend.
      "....Es ist wirklich, bemitleidenswert das mit anzusehen Oscar Bell. Ich gebe euch drei einen gut gemeinten Ratschlag. Verschwindet auf der Stelle von hier."



      Obwohl die Stimme von Larry mehr als deutlich war, lachte Oscar wieder auf und stieß Beni mit dem Ellbogen an:
      "Hast du das gehört? Klingt eher danach als pinkeln sich die Typen hier gleich ein, Ha! Und ihr wollt eine beschissende Mafia sein? Habt ihr jetzt doch schiss das wir euch Krankenhausreif schlagen? Oder direkt unter die Erde?"
      Oscar ballte seine große Hand provokant zur Faust aber Larry blieb unbekümmert sitzen. Dax blickte leicht zu den Gäste die...In ihre Taschen griffen. Er verschmälerte seine Augen, es waren eindeutig Messer und Schusswaffen welche diese bei sich trugen.
      Er gab ein unzufrieden brummen von sich, die Kerle Kämpften hier sicherlich nicht Fair.
      Larry setzte seine Worte eindringlich fort:
      "Oscar, bist du wirklich kein Stück klüger geworden? Glaubst du ernsthaft uns entgeht es nicht das du jeden zweiten Kerl in der Gegend gefragt hast ob sie mit dir gegen uns Kämpfen? Was wolltest du erreichen? Eine kindische Rebellion? Dein Hals aus der Schlinge ziehen? Dein praller Körper gehört uns, schon vergessen? Du beste was du machen kannst ist endlich deine Schulden bei uns abzuarbeiten oder dich auf ewig zu verkriechen."
      "Nöö, kein Bock.", erwiderte Oscar prompt.
      "Ich hab jetzt was wichtigeres zu tun als für euch Laufbursche zu spielen oder bei eurer Kranken Masken-Party mit zu machen."
      Er raunte etwas leiser:
      "Die sind wirklich nicht cool, da vergeht mir echt die Lust."
      Die nicht kooperativen Worte von Oscar reichten schon aus das einer der Gäste aufstand und zur Türe ging um das Geöffnet-Schild umzudrehen und von draußen als Geschlossen erkannt zu werden, damit keine störende Zivilisten sich einmischten.
      Und dann...
      ....Die schweren Schritte, die aus der schwülheißen Küche hallten, ließen den Boden spürbar beben. Jeder Tritt klang wie das unerbittliche Ticken einer Todesuhr und ließ das spöttische Lächeln auf Oscars Lippen abrupt gefrieren.
      Oscar besaß kaum Ängste ...
      Doch dieser Kerl...
      Oscars Körper begann sich unmerklich anzuspannen, dieser Mann der aus der Küche heraustrat...Was niemand der sein Masochisten Herz höher schlagen ließ.
      In Gegenteil....Oscar hasste diesen Mann wirklich sehr.



      Aber auch Larry war kein großer Freund von diesem Kerl, er seufzte noch einmal tief und wendete sich genervt ab...Es wäre so viel einfacher geworden wenn Oscar und seine neuen Kameraden diesen Sushi-Laden verlassen hätten.
      Der Kerl der auf sie zu kam war 1,95 Cm groß.
      In einer enganliegenden, grauen Hose, die von einem auffälligen lila Gürtel und schwarzen Riemen um den Oberschenkel gehalten wurde, zeichnete sich ein überaus wohlgeformter, knackiger Hintern ab. Er hatte die behandschuhten Hände breit und dominant in die Seiten gestemmt, eine kraftvolle Haltung, die an einen gefährlichen, unberechenbaren Cowboy kurz vor dem Duell erinnerte, oder an ein wildes Tier, das sich vor dem Sprung aufbäumt.



      Eine tiefe, raue Stimme, die nach roher Gewalt klang, durchbrach die angespannte Stille.
      "¡Buenas noches, pendejos!"
      Langsam, fast schon genüsslich, wandte sich Évrard um. Das warme Licht der Papierlaternen fiel auf sein Gesicht und enthüllte Züge, die von der rauen Sonne jahrelanger Schiffsreisen gegerbt waren. Sein wildes, blondes Haar fiel ihm unordentlich in die Stirn, während die Seiten dunkelbraun abrasiert waren. Mehrere silberne und schwarze Piercings blitzten an seinem Ohr auf. Doch das absolut Auffälligste und Gefährlichste an ihm waren seine markanten Narben: Sie verliefen unnatürlichen, über sein Gesicht und schien auch weiter unter seines Oberteil hinunter weiter zu verlaufen. Ein herablassendes, fast grausames Lächeln spielte um seine Lippen, als er sich mit der in schwarzen Stoff gehüllten Hand nachdenklich ans Kinn fasste.



      Er würdigte Oscar zunächst keines Blickes, sondern ließ seine violetten Augen zu Larry gleiten."Hat mich schon gewundert...", begann Évrard mit einem schweren, unverkennbaren mexikanischen Akzent. Seine Grammatik war holprig, doch die tödliche Drohung dahinter glasklar. "...dass du hier bist, Larry. Wie lange nicht mehr Gast gewesen? Ich dachte schon da wäre Ungeziefer in unsere Sushi-Bar gekommen."
      Seine abgrundtiefe Verachtung für Larry schwang in jeder Silbe mit.
      Dann ruckte sein Kopf zu Oscar herum. Das arrogante Grinsen auf Évrards Lippen wurde breiter, entblößte leicht seine Zähne.
      "Und jetzt kommst du hier rein spaziert... Oscar. Perfekt, jetzt musss ich die Stadt nicht mehr nach dir absuchen, das perfekte Hai-Futter kommt wohl zum Haifisch selbst, amigo."
      Die bloße Präsenz dieses Mannes reichte aus, um Oscars sonst so lockeres, furchtloses Gemüt erstarren zu lassen. Der Schweiß auf Oscars Stirn wurde plötzlich eiskalt. Unmerklich, aber unaufhaltsam spannte sich jeder einzelne Muskel in Oscars großem Körper an, bis er hart wie Stahl war. Es war extrem ungewöhnlich für ihn, auf diese Weise zurückzuschrecken, eigentlich liebte er den Schmerz und den Kampf. Doch Évrard war eine absolute Ausnahme.
      Tief in Oscars Knochen brannte noch immer die lebhafte, schmerzhafte Erinnerung an ihre letzte Begegnung. Damals hatte er am eigenen Leib erfahren müssen, dass dieser angebliche Sushi-Koch in Wahrheit ein eiskalter Killer war. Eine brutale Prügelei hatte in einer Nahtoderfahrung für Oscar geendet, als Évrard ihn mit seinen gnadenlosen Techniken förmlich in Stücke gerissen und an den Rand des Todes geprügelt hatte. Dieser Mann verstand keinen Spaß und Oscar wusste besser als jeder andere im Raum: Wenn Évrard angriff, dann um zu töten.
      "Sag mal, Oscar...", schnurrte Évrard beinahe, sein Akzent schwer und dunkel, "...schmerzt dich diese schöne, tiefe Wunde an deinem Unterbauch eigentlich noch?" Er lachte kehlig auf. "Ich erinnere mich noch sehr gut daran. Du bist auf dem Boden herumgekrochen und hast geblutet wie ein verdammtes Schlachttier."


      Die Worte trafen Oscar wie ein physischer Schlag. Unweigerlich flackerten die albtraumhaften Bilder in seinem Kopf auf. Er spürte fast wieder das heiße Blut, das damals unaufhaltsam aus der aufgerissenen Wunde an seiner Hüfte geströmt war. Er erinnerte sich an die endlosen, schmerzhaften Tage im Krankenhaus. Daran, wie er in diesem sterilen Bett saß, den Körper in weiße Bandagen gewickelt und an den Tropf angeschlossen.
      Wie er mit zitternden, bandagierten Händen die völlig zerstörten, blutgetränkten Überreste seiner absoluten Lieblingsjacke festhielt, der schwarzen Katzenjacke mit den goldenen Details, die Évrard ihm buchstäblich vom Leib gerissen hatte....Wie ein wilder Haifisch mit seinen Zähnen...



      Doch viel schlimmer als der physische Schmerz oder der Verlust der Jacke war das Gefühl gewesen, das tief in seiner Brust gebrannt hatte: Todesangst. Zum allerersten Mal in seinem Leben hatte Oscar das nackte Grauen der vollkommenen Machtlosigkeit verspürt. Das erbärmliche Gefühl, einem Gegner gegenüberzustehen, der in einer völlig anderen Liga spielte. Einem Monster, das ihn mühelos wie eine lästige Fliege zerdrücken konnte....
      Was er an seine Liebe zu schmerzen liebte, war es sie auch zurück geben zu können...Doch hier? Das war eine einseitige Brennende Verlust....
      Hätte er nicht eingegriffen, wäre Oscar an jenem Tag auf dem dreckigen Boden gestorben.
      Als hätte Évrard Oscars Gedanken gelesen, verzog sich sein Gesicht zu einem noch grausameren, spöttischen Grinsen. "Wo ist er eigentlich heute, hm? Wo ist dieser hübsche kleine Butler abgeblieben, der dir letztes Mal in der allerletzten Sekunde deinen erbärmlichen Hintern gerettet hat? Hat er dich diesmal alleine zum Sterben hergeschickt?"
      Für einen Bruchteil einer Sekunde herrschte absolute Stille. Dann zuckten Oscars Schultern. Er warf den Kopf in den Nacken und ein lautes, fast schon bellendes Lachen brach aus seiner Kehle. Doch wenn man genau hinsah, erkannte sofort die Lüge in diesem Lachen: Es erreichte seine Augen nicht. Seine Augen blieben kalt, hart und verräterisch schmal.
      "Stan?", brachte Oscar zwischen seinem gespielten Gelächter hervor und wischte sich demonstrativ eine nicht vorhandene Träne aus dem Augenwinkel. "Ha! Weißt du was, alter Mann? Für dich brauche ich Stan dieses Mal ganz sicher nicht!"
      Er hörte auf zu lachen, sein breites Grinsen blieb jedoch wie in Stein gemeißelt auf seinem Gesicht stehen. Mit einer übertriebenen, ausholenden Geste deutete er auf die beiden Männer links und rechts von sich.
      "Ich hab hier weitaus bessere Kameraden gefunden! Lass mich dir Beni und Dax vorstellen. Die beiden brennen schon regelrecht darauf, aus dir feinstes Sushi-Hackfleisch zu machen~!"


      Im Hintergrund verdrehte Larry kaum merklich die Augen. Aus rohem Sushi-Fisch machte man verdammt noch mal kein Hackfleisch. Oscars peinliche Metaphern waren mal wieder bezeichnend für seinen Intellekt und ließen den Rotschopf nur noch tiefer und resignierter aufseufzen.
      Évrard hingegen stieß ein raues, belustigtes Schnauben aus. Oscars leere Drohungen schienen ihn nicht im Geringsten einzuschüchtern. Stattdessen glitt sein Blick nun endlich von seinem alten Opfer ab und er musterte die beiden Männer, die sich an Oscars Seite aufgestellt hatten. Ein kurzes, unerwartetes Aufblitzen von Anerkennung trat in seine leuchtend violetten Augen, als er deren Statur und Haltung abschätzte.
      Er neigte den Kopf leicht zur Seite und fixierte zuerst Beni. "Hmm, ein Blondschopf...", murmelte Évrard lauernd. "Er sieht fast genau so aus wie du. Solltest du heute Abend hier verrecken, Oscar, hätten wir direkt den perfekten Ersatz für dich parat. Und wen haben wir noch?"
      Dann fiel sein Blick auf Dax, und bei diesem Anblick schien Évrards Interesse erst richtig geweckt zu werden. Er trat einen provozierenden Schritt näher an den großen, dunkelhaarigen Mann heran. Wie zwei Raubtiere standen sie sich plötzlich gegenüber. Évrard betrachtete ihn eindringlich, fast schon hungrig, während Dax mit verschränkten Armen stehen blieb und ihm mit einem absolut kühlen, unbewegten Pokerface begegnete.
      "Sag mal, amigo...", schnurrte Évrard und ein dreckiges Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. "...hättest du nicht viel eher Lust, unserer Mafia beizutreten? Einen fähigen Kerl wie dich könnte ich für meine Truppe sicherlich gebrauchen. Wozu deine Zeit mit einem Verlierer verschwenden?"





      Ohne eine Antwort abzuwarten, hob Évrard langsam und unheilvoll die rechte Hand. Er spreizte die Finger, an denen dicke Ringe blitzten und schwarz lackierte Nägel wie Krallen wirkten, provozierend in die Luft.
      "Fünf Minuten."
      Seine Stimme war plötzlich gefährlich leise und von einer eisigen Ernsthaftigkeit durchdrungen.
      "Mehr brauche ich nicht, um euch alle drei auf der Stelle umzulegen."



      Er ließ die Hand wieder sinken und wandte sich mit einem warnenden Blick direkt an Dax und Beni.
      "Das hier ist letzte Angebot, amigos...", begann er, wobei sein rauer Akzent wieder unüberhörbar hervortrat und seine Sätze holpriger wurden.
      "Sehr gut gemeint. Haltet euch besser raus, ? Schuldner ist nur Oscar. Und él... Oscar ist der, den ich heute bluten sehen will. Ihr zwei könnt euch noch retten. Váyanse. Geht einfach, wenn ihr nicht wollt sein durchlöchert~!"
      Dax verzog keine Miene. Sein dunkler Blick ruhte hart, durchdringend und völlig unbeeindruckt auf dem Kerl der wohl ihrem Feuerwächter das Leben schwer machte. Die theatralische Drohung schien einfach an ihm abzuprallen. Ein tiefes, grollendes Brummen entwich seiner Kehle.
      "Kein Interesse."



      Dax begriff schon warum Oscar sie um Unterstützung bat. Auch wenn das hier keine gigantischen Monster waren oder übermächtige Wesen. Hier wurde wirklich nicht Fair gekämpft....Gleicht eher Jägern die sich über Wildtier her machten. So wie es schien würde dieser wohl nicht locker lassen...
      Er begriff zwar nicht wie viel Geld wohl Oscar diesen Kerlen schuldete aber zum verhandeln waren sie nicht hier...Er selbst würde wohl bei der Schlägerei nicht Aktiv mit mischen können da seine Fähigkeiten im Weg standen aber Beni und Oscar würde das sicher schon allein hinbekommen.
      Nun aber mischte sich Larry noch einmal ein, als ein mildes Lächeln auf seinen Mund war:
      "Hört mal zu...", begann Larry. Seine Stimme war ruhig, aber eindringlich, während er direkt zu Dax und Beni sah. "Ich sehe es euch an, dass ihr es kaum abwarten könnt, endlich loszulegen. Ihr haltet euch für unbesiegbar. Aber kapiert ihr es denn nicht? Wir Sharks sind keine fairen Kämpfer. Egal, wie siegessicher ihr euch gerade fühlt... seht euch um. Wir sind in der absoluten Überzahl."




      Er machte eine knappe Kopfbewegung zu den finsteren 'Gästen' an den Tischen, die ihre Hände längst in den Jackentaschen an den Abzügen ihrer Waffen hatten.
      "Werdet verdammt noch mal nicht übermütig~", redete Larry weiter auf sie ein. "Es ist keine Schande und vor allem noch nicht zu spät, eine Niederlage zu akzeptieren und lebend hier rauszugehen. Geht einfach. Macht mit euren eigenen Dingen weiter. Oscar wird seine Schuld abarbeiten und nur das zu Ende bringen, wofür er sich bei uns verschuldet hat."
      Diese unerwartete, diplomatische Einmischung ließ Évrards amüsierte Laune augenblicklich verdampfen. Seine Augen blitzten zornig auf, und er warf Larry einen vernichtenden, absolut abfälligen Blick zu.
      "¡Cállate, Larry!", schnauzte Évrard ihn tief grollend an. "Misch dich nicht ein, idiota! Lass die dummen chicos doch einfach machen, wenn sie sterben wollen!"
      Er knackte bedrohlich mit seinen Fingerknöcheln, ein Geräusch, das laut durch die angespannte Stille knackte. Ein brutales, blutrünstiges Grinsen breitete sich wieder auf seinem vernarbten Gesicht aus.
      "Rede ihnen das nicht aus, Larry. Ich bin schon ganz heiß darauf, sie endlich zu killen. Verdirb mir nicht mein verdammten Spaß!"

      __________________________________________________


      Stan L.

      "D-Du...Bist ...KEINE MEHR?!"
      Das Franc so laut wurde war Stan wirklich ein Rätsel...Hatte er ihn nicht richtig verstanden? Oder war es der Fakt das er keine Jungfrau mehr das schockierende für sein Kameraden....?
      Aber zum Glück mit der richtig gestellten frage schien Franc sich einfach wieder auf das Gespräch zurück konzentrieren zu können.
      "...Meinem Freund waren die Erfahrungen zwar egal, aber ja...Ich hatte schon ein paar kleine...Erfahrungen. Ich war jedoch noch ziemlich jung alsooo....war es jetzt nicht so...tragisch wie bei dir jetzt und...ich habe versucht mit meiner Schönheit zu punkten...!"
      ...Franc war noch so Jung? Was das nicht Strafbar und gefährlich? Franc war wirklich etwas sonderbar...Vielleicht sollte er eher ihm zur Seite stehen? Nicht das dieser noch sich in Kriminelle Probleme brachte...Aber es schien wohl das Erfahrung allein nicht wichtig war, Aussehen war wohl auch ein großer Schlüssel in diesem Konzept.
      Doch bevor Stan sich wieder entspannter auf das Gespräch einlassen konnte ließ Franc die Sache mit der Jungfrau wohl noch immer nicht in Ruhe. Mist...Früher hatte das deutlich besser geklappt Franc von solch belanglosen Dingen abzulenken.

      "Moment! MOMENT! JETZT LENK HIER NICHT AB, HUH! Warum -wie--wieso bist du keine Jungfrau mehr?! Hatte es sich einfach so ergeben?! Du...DU...Glaub ja nicht, dass ich nicht weiß MIT WEM du geschlafen hast! Er ist wohl in unserem Radius der Einzige, der einen Roboter wie dich rumbekäme!!"





      Doch so belanglos schien das in Franc Augen nicht zu sein, in Gegenteil! So aufgebracht hatte er Franc selten erlebt!
      Nun war Stan nicht nur verwirrt, er fühlte sich beinahe so als hätte ein nachlässigen Fehler begannen. Das schlimmste jedoch war das Franc trotz seiner bemühten Diskretionsofort zu wissen schien mit wem er geschlafen hatte!
      Peinlich berührt, stieg in Stan Gesicht erneut die Farbe...
      War es so offensichtlich? Er sollte sich wirklich bemühen es besser diskret zu halten, sonst würde das bestimmt für weitere Unannehmlichkeiten führen...!
      "...Ach ..so?"



      Schnell merkte Stan, es zu verleugnen wäre Sinnlos, Franc wusste warum auch immer sofort bescheid. Es war wirklich ein vollkommendes Fremdgebiet für den Butler.
      "Dieser gemeine Chef...Er erzählt mir doch sonst von all seinen Liebschaften...Warum behält er genau diese für sich....Er wusste doch genau wie sehr ICH...argh!"
      Genau davor hatte sich Stan ein wenig gefürchtet, er wollte für keine Probleme zwischen Franc und seinem Chef sorgen...So recht verstand er ihre Beziehung zueinander auch nicht...Matt sprach mit ihm nie über seine Liebschaften, er verlangte er pures schweigen und je weniger er wusste desto besser fühlte sich auch Mr. Lyons...Dies schien aber zwischen Franc und Simon nicht der fall zu sein...
      Nun aber war die Sache schneller ans Licht gekommen als wie es Stan geplant hatte. Das verlangen noch mehr zu trinken stieg in ihm, gerade war der Alkohol das richtige für sein ratternden Verstand der in letzter Zeit keine Pause zu kennen schien.
      Etwas Ratlos beobachtete er Stan dabei wie er wimmerte...Er fragte sich gerade ernsthaft was das eigentliche Problem bei der Sache war? Oder vertrug Franc selbst kein Alkohl?
      Eigentlich dachte Stan ein Gespräch allein mit Franc würde ihm Klarheit verschaffen, doch nun war er noch verwirrter als zuvor!

      "Stanley, du hättest ruhig auch zu mir kommen können. Bin ich dir sooo zuwider? Dabei habe ich dir sooo viele Hints gegeben, dass ich dir helfen könnte...Ich wäre doch viel eher der Part gewesen, der dir zeigen könnte aktiv zu sein."

      ....
      Huh?
      Mit leeren, ratlosen Augen schaute Stan gerade seinen Kameraden an.
      Bildete er es sich nur ein oder funkelte Franc gerade?
      Wovon sprach Franc aber jetzt? Hints...?
      Das war irgendwie total schräg...Er war doch sein Kamerad ?
      Wieso sollte er solche Hilfestellungen von ihm erwarten...?



      Hässlich empfand er Franc auf keinen Fall, er war ein wirklich hübscher Mann. Gewiss träumten Anderen Kerle von einem so gepflegten Haar, auch wenn seine Schnitt musster manchmal danach aussehen als würde ihn Judith Rose noch immer Gelegentlich die Haare schneiden.
      Er musterte ihn von Oben bis Unten ohne das sich etwas an seine Mimik sich etwas veränderte.
      Er begriff es nicht...Rational gesehen ergab seine Worte doch gar keinen Sinn...Oder?
      "Mit mir wärst du schon längst der Veteran im homosexuellen Akt!~"
      ...Ein Veteran?!
      Stans Kopf dröhnte langsam, hatte er über die Jahre geschlafen? Wie konnte er denn überhaupt nichts davon mitbekommen oder begreifen ?
      Diese Thematik war noch so viel Skuller und tiefer als wie Stan zuvor drüber gedacht hatte.

      "Oder ist Izarra ein Top? Huh...Diesen Part bekäme ich ebenso hin, denke ich...na klar fehlen mir die geschickten Hände von Mr. Rose aber...Er ist auch ein großes Ultimatum! Voll unfair...Mann, gegen ihn komme ich natürlich nicht an als aktiver Part an. Am Ende findest du noch durch deine erste krasse Erfahrung sogar Izarra langweilig...Wer fängt denn auch schon sofort mit LVL 100 an."

      Mittlerweile war Stan zu einer Eisstaue eingefroren. Er fühlte sich wie der kleine unwissende Bruder der von dem Älteren zurecht gewiesen und getadelt wurde!
      Dieses Gefühl kannte Stan nicht...
      Franc warf mit Dingen um sich die Stan überhaupt kein wirklich logischen Begriff waren.
      Wenn Izarra ein Top wäre...Dann...Nun...Das wäre wohl auch in Ordnung oder?
      Aber wieso vergleich sich denn nun Franc mit den geschickten Händen von Mr. Rose???



      Aber...Izarra langweilig finden?!
      Zerstörte man mit der falschen Erfahrung etwas alles? Lvl 100???
      Hach, jetzt fühlte sich Stan immer unwohler...Er merkte wie schlecht gelaunt Franc begann zu werden. Er war wohl in irgend einem Punkt unhöflich zu ihm gewesen?
      Was wenn auch Izarra ihm...Hits geben hatte und er diese gar nicht bemerkt hatte? Nicht das er sich zu voreilige Hoffnungen machte aber...
      Er war wohl wirklich ein nicht Mitfühlender kalter Roboter---

      "Hey Barkeeper! Die Rechnung, ich zahle alles!"

      Schweigend senkte Stan sein Blick, natürlich wollte er sofort dagegen sprechen das Franc alles bezahlt...Aber in diesen Augenblick verweigerte sich sein Mund sich zu öffnen.
      Wieso war er nur so Blind?
      War es Naivität? War er wirklich so unsensibel?
      Vielleicht stand er auch überhaupt nicht auf diese Sexuelle Stimmung und konnte sie daher nicht erlesen?
      Andererseits hatte er sich wirklich gut mit Mr. Rose angefühlt...Es war nicht so das es abstoßend war. Trotzdem sehnte er sich nicht jeden Minute wieder nach seine Fähigen Händen so wie es Franc betitelt hatte...
      ...Stimmte....Irgendwas mit ihm nicht...?



      Stan hinterfragte gerade wirklich alles, sein leicht betrunkener Zustand dabei half ihn keineswegs. Im Gegenteil, es fühlte sich nur schlimmer an.
      Warum war das alles nur so kompliziert? Damals schien ihn der Führerschein schon eine große Herausforderung, doch als es beim zweiten mal gelungen war hatte Stan geglaubt sich jeder Herausforderung stellen zu können...
      Aber jetzt fühlte er sich an als würde in allen Punkten versagen.
      Müde blickte er auf als Franc seine Hand ergriff.

      "Lass mich dich nach Hause fahren, bevor du mir hier noch umkippst. Ganz ehrlich, mach dir keinen großen Kopf wegen den Erfahrungen. Dann bist du halt schlecht oder nur passiv, was solls. Ihr könnt ja zusammen dran arbeiten. Hauptsache ihr empfindet füreinander dasselbe....Schlaf aber nicht nochmal mit Mr. Rose, oder gib mir wenigstens bescheid damit ich da frei mache, wenn ich schon nicht gefragt werde! Haaaaaa...."

      Schlecht oder nur passiv.
      Die kühle Nachtluft traf Stan wie eine unsichtbare Wand, als er gemeinsam mit Franc aus der schwülen Atmosphäre der Bar trat.
      Jeder seiner Schritte fühlte sich mechanisch an, während in seinem Kopf Francs letzte Worte unaufhörlich widerhallten.
      Er sollte sich also damit abfinden, schlecht zu sein? Er der jede ihm gestellte Aufgabe mit absoluter Perfektion versuchte zu meistern? Die reine Vorstellung, in irgendetwas unfähig oder bloß ein passiver Statist zu sein, widerstrebte Stans gesamtem Wesen zutiefst....Und dann noch diese absurde, fast schon beneidende Bemerkung über Mr. Rose... Franc wollte Bescheid wissen? Er wollte sich extra freinehmen?
      Das alles ergab für Stans rationalen Verstand überhaupt keinen Sinn. Er fühlte sich wie ein fehlerhaftes System, das mit einem völlig unbekannten Code konfrontiert wurde.
      Ein plötzliches, unnatürliches Schwindelgefühl erfasste ihn. Es war definitiv nicht der Alkohol. Etwas Heißes, Dunkles pulsierte tief in seiner Brust und bahnte sich erbarmungslos seinen Weg nach oben, als würde eine verborgene Tür in seinem Unterbewusstsein gewaltsam aufgesprengt werden. Stan blieb abrupt auf dem Bürgersteig stehen und presste sich reflexartig die behandschuhte Hand fest auf den Mund. Ihm war mit einem Mal so seltsam zumute, als müsse er etwas physisch zurückhalten, das drohte, aus seinem Innersten herauszubrechen.
      Auch begann sein Handgelenk wieder zu schmerzen, beinahe als spürte er erneut diesen festen Griff um sein Handgelenk, wie eine Würgeschlange...
      »Schlecht? Passiv?«
      ...?
      Auf einmal vernahm Stan eine Stimme, die genau so klang wie seine eigene...?
      Begann er jetzt verrückt zu werden??
      Seine Stimme klang jedoch etwas anderes, sie war tiefer, samtiger, durchdrungen von einer gefährlichen, raubtierhaften Arroganz und einer hungrigen Lust, die dem echten, pflichtbewussten Butler gänzlich fehlte.
      Obwohl er wusste, dass niemand außer Franc bei ihm war, spürte Stan diese neue Präsenz überdeutlich. Es war, als würde eine spiegelverkehrte, völlig enthemmte Version seiner selbst direkt neben ihm stehen.
      »Hörst du eigentlich, was er da redet, Stanley?«, schnurrte die innere Stimme, gefolgt von einem dunklen, spöttischen Lachen, das in seinem Schädel vibrierte.



      »Du zermarterst dir diesen hübschen, kleinen Kopf über solche Dinge ... Du fürchtest dich davor, Izarra mit deiner mangelnden Erfahrung zu langweilen. Du denkst du bist defekt, mangelhaft....Aber warum eigentlich? Erinnerst du dich an all die komplexen Fähigkeiten? Die du dir so akribisch angeeignet hast? Du gibst dich niemals mit Mittelmaß zufrieden. Du vertiefst dein Wissen, bis du es meisterst.«
      Die Stimme glitt wie süßes Gift durch seine Gedanken, betörend und gefährlich logisch zugleich....Als würde er ihn besser kennen als jeder Andere...Besser sogar als er sich selbst glaubte zu kennen.
      »Warum betrachtest du diese... körperliche Angelegenheit... nicht als genau das? Als eine neue Studie. Eine Lektion in roher Lust. Franc jammert doch förmlich danach. Er ist verbittert, dass Mr. Rose ihm zuvor kam. Er bettelt darum, dir zu zeigen, wie man 'aktiv' ist... also, warum legst du es nicht einfach darauf an? Du würdest deinem Kameraden damit sicherlich auch ein gefallen erweisen...~«
      Stan zitterte leicht, die Hand noch immer fest an den Mund gepresst. Sein Herz hämmerte brutal gegen seine Rippen...
      »Lass Izarra vorerst warten. Warum willst du bei ihm unvorbereitet versagen, wenn du hier das perfekte, willige Übungsobjekt direkt vor der Nase hast? Nimm ihn dir, Stanley. Teste deine Grenzen aus. Finde heraus, wozu du fähig bist.... Nutze ihn, lerne von ihm... und zeig ihm, wer hier wirklich dominiert.«
      Langsam löste Stan die behandschuhte Hand von seinem Mund. Das leichte Zittern, das ihn noch Sekunden zuvor beherrscht hatte, verflog restlos und machte einer völlig neuen, unheimlichen Ruhe Platz. Er straffte seine Schultern und hob die Hand stattdessen nachdenklich an sein Gesicht, wobei er den Daumen und Zeigefinger leicht an sein Kinn legte.
      Sein Profil wirkte in dem fahlen Licht der Straßenlaternen wie aus kühlem Marmor gemeißelt. Alle Verwirrung, jede Spur von Überforderung war aus seinen Zügen gewischt. Seine zweifarbigen Augen waren nun schmaler, unglaublich klar und von einer messerscharfen Konzentration gezeichnet. Es war der kalkulierende, hochgradig fokussierte Blick eines Mannes, der soeben ein komplexes Problem analysiert und die einzig logische Lösung dafür gefunden hatte. Er musterte Franc aus den Augenwinkeln...



      Als Stan das Schweigen brach, war seine Stimme ruhig, glatt und frei von jeglichem Zweifel. Es war ein Flirt, der so nüchtern und sachlich verpackt war, dass er gerade durch diese kühle Dominanz absolut keine Widerworte duldete.
      "Du hast recht, Franc", begann Stan, wobei jedes Wort präzise und überlegt gewählt war. "Ich sollte nicht noch mal zu Mr. Rose gehen der weit über meinen Erfahrungen steht. Mich mit mangelhafter Leistung oder Passivität abzufinden, ähnelt mir nicht.... Wenn ich ein Defizit in meinen Fähigkeiten erkenne, ist es meine Pflicht, dieses durch intensives Training zu beheben. Alles andere wäre ineffizient."
      Er drehte den Kopf nun vollständig zu Franc. Die Distanz zwischen ihnen schmolz, während Stans analytischer Blick Franc ungeniert fixierte.
      "Du sagtest, du hättest mir bereits Hilfestellungen angeboten und wärst in der Lage, mir beizubringen, wie man aktiv vorgeht", fuhr Stan mit kühler, aber spürbar fordernder Logik fort als hätte er nicht eben zu viel Alkohol getrunken und war nun vollkommend nüchtern. "Ich bin ein sehr wissbegieriger Schüler und lerne schnell. Ich habe beschlossen, dein Angebot für dieses praktische Training anzunehmen."
      Die Hand die Franc fest gehalten hatte drückte sich fordernd fester um die seines Kameraden.
      "Ich schätze dich sehr, als meinen Kameraden Franc...Falls ich das dir gegenüber nicht deutlich ausgedrückt habe verzeih mir dieses Versäumnis. Ich erkenne selbstverständlich dein gutes Aussehen. Zur unserer Ausbildung haben sich viele in deine richtung gedreht, ich dachte es wäre logisch das ich ähnlich darüber denke...Ich erwarte heute Nacht eine sehr detailreiche Lektion von dir. Außer du hast es dir jetzt anderes überlegt...Das kann ich selbstverständlich auch verstehen."
      Believe Me ~

    • Apollo Ellison

      Viel zu spät merkte Apollo das es gar keine so starke Überzeugungskraft brauchte um seinen Meister davon zu überzeugen, nicht mit Dax zu sprechen...Die leise Zustimmung überhörte Apollo einfach. Ihm war es viel zu wichtig klarzustellen das Anubis nicht erfuhr wer Dax eigentlich wirklich war!
      Auf einmal flötete seine Seele eine Melodie, die vor voller Enttäuschung getränkt war...Aber warum das denn jetzt? Enttäuschung?? Wegen ihm?!

      "...Du glaubst also, dass meine Bemühungen...gar keine Früchte tragen würde? Hmpf...Ich dachte du würdest meine Handlungen verstehen."

      Apollo konnte es wirklich nicht fassen...Dieser Adlige aus dem Wüssten Reich war wie ein einfältiger Künstler und Visionär. Nahm er seine Worte wirklich als Kritik seiner misslungen Schöpfungen auf??!



      Irgendwie kam es ihn vor als hätte Anubi wirklich nicht verstanden was das eigentlich Problem ist...!
      Natürlich begriff Apollo seine Enttäuschung wenn man nicht auf einer Wellenlänge war, so erging es der Musik-Liebenden Fee ständig wenn es darum ging die Klänge von Seelen zu lauschen...Aber diese Sache mit den Untoten? Da war rein gar nichts Musikalisches...Ein großes Trauerspiel! In seinen Augen nur verschwendete Zeit und dazu noch behinderte es die Anderen! In seinen Augen ein klarer Misserfolg!
      "Genau deswegen hätte ich eine Person aus Kemet gebraucht...Da hilft mir ebenfalls kein Mann aus dem Hexenzirkel. Für dich und vielleicht auch dem Lord wirkt der heutige Tag wie ein reiner Fehlschlag. Du erblickst nur das Chaos aus meinem Projekt. Dabei bin ich weiter gekommen...Selbst das Glück war heute auf meiner Seite..."
      Nun war es Apollo der sich beinahe ein tiefen Seufzer verkneifen musste...
      Glück nannte es sein Meister?
      Glück war das dieser von diesen unkontrollierten Toten Fleisch nicht zu einen von Ihnen gemacht wurde!
      Ein oder zwei Sekunden länger und ohne Kiris Hilfe wäre Apollo nun jetzt gewiss erneut ohne einen Meister gewesen!
      Doch bevor die Sache für Apollo abgeharkt schien kam Anubis unerwartet auf ihn zu. Mit dieser Reaktion hatte er nicht gerechnet, dass Herz von Apollo rutschte ihm beinahe hinunter...Ein so lauter knall seiner Musik, dröhnte in seinen empfindlichen Ohren das einen plötzlichen spürbaren Donnern gleicht.

      „Ich erwarte, dass du von nun an offener zu mir bist, Apollo. Zur Not ... befehle ich es dir.“



      "U-uuhmmm ?!", entwich es Apollo zu perplext darüber. Seine Augen trafen auf die durchdringenden Blick von Ramses Anubis das seine Beine ganz schwach wurden.
      So hatte er ihn noch gar nicht erlebt! Hatte er ihn so sehr enttäuscht oder sogar wütend gemacht?!
      Viel zu nahe spürte er Anubis Körperwärme und Duft...!
      Auf einmal wurde ihm ganz schwindlig...!
      So auschlaggebenden Befehlston hatte Anubis ihn gegenüber noch nie gehäußert--Aber offener mit ihm sein? In wie fern meint er das nun genau?!
      „Hättest du mir gleich gesagt, wie geschwächt du bist...wie leicht erregt...hätte ich eingegriffen. Auch gegen deine Einsamkeit ... zwei einsame Seelen können einander da sehr gut Abhilfe schaffen.“
      Die Hand von seinem Meister landete auf seinem Oberkörper als unterstreicht er seine Worte damit noch mal deutlich.
      Ohne jeglichen Zweifel....Apollo begriff sofort was ihm sein Meister hier gerade anbot! Auch wenn Apollo Körperkontakt LIEBTE und er es beinahe verrückt machte wenn er nicht auch Körperlich Aktiv zu werden---
      In der jetzigen Gestalt seines Meisters...Wusste Apollo gerade nicht ob er sich vor Abneigung verkrampfen musste oder sogar übergeben vor stress...
      Es gab eine Zeit in dem ihn Ramses wirklich gefallen hat...Er würde sogar behaupten das er seine erste Liebe vor Dax gewesen ist...Doch sein Verrat lag so schwer auf seiner Brust....
      Er konnte nur hoffen das sein Meister dieses Angebot nicht in dieser Form verfestigen wollte.
      Seine Gedanken konnte er zum Glück noch so gut unterdrücken, weil ihn wie ein schockiertes Reh anstarrte....Aber er musste unbedingt die Gedanken Verbindung mit ihm trennen...Es war viel zu Riskant.

      "Ab heute werde ich mir auf dich achten...Auf jede einzelne Zuckung von dir...Ich behalte dich stets im Auge und werde dich zur Not mit meinen Händen trösten."
      Das Gesicht von Apollo begann feuerrot zu werden...
      >>...Das ist ...Doch jetzt....Etwas zu viel....<<
      Was zum Teufel versuchte ihm sein Meister hier gerade zu beweisen...Hatte er überhaupt eine Ahnung von Feen und ihren Bedürfnissen??
      Diesem bescheuerten ...Meister war doch nicht mehr zu helfen...!!



      "Deswegen akzeptiere ich...deine Ablehnung gegenüber meiner Idee...Doch das nächste Mal erwarte ich von dir, dass du auch meine Gefühle ein wenig ernster nimmst...Apollo. Wir sind miteinander verbunden...Und gerade bin ich derjenige, der dir am Nächsten sein kann...sowie du mir."
      Am liebsten wollte Apollo davon verschwinden...Noch ein weiteres dieser kitschigen Worte von Anubis, der in seinen Augen nicht einmal ein Hauch einer Ahnung hatte was er da gerade von sich gab...Er sollte jedoch seinem Meister ernster nehmen? Bis her hatte Apollo kein Fünkchen an Respekt gegenüber von Anubis empfunden und es hatte sich immer weiter ins Negative geschlagen ohne das Anubis davon etwas mitbekam...Zumindest schien es Apollo so. Dieser Liebeskranke Narr war wirklich gewillt ihn in seiner Misere zu helfen was als sein Meister überhaupt nicht wichtig wäre...Obwohl Apollo sich vornahm ihn aus voller Entschlossenheit zu Hassen und zu verachten...Gab ihn gerade diese Dummheit ein flatterndes Gefühl in seiner Brust. Anubis war wirklich viel zu Aufopferungsvoll....

      "Okay, ich werde Dax meiden bis er selbst zu mir kommt. Ich bin davon überzeugt, dass es bald geschehen wird."
      Apollos aufsteigende Zuneigung begann aber schnell wieder zu sinken, Anubis war auch noch etwas...Viel zu Selbstüberzeugt! Etwas Unsicherheit könnte ihm nicht schaden, besonderes in dem Punkt mit Dax...Leider konnte Apollo nicht ablesen ob Dax nicht wirklich zu ihm gehen würde, wenn die Zeit sich ergeben könnte...
      So sehr hatte er noch nie seine Melodie mit jemand Anderen in Einklang gehört...Und er wusste selbst, das Seelen die so harmonisch miteinander waren sich zueinander hingezogen fühlten.

      "Dann müssen wir eben nach Kemet, zum Palast. Los, Apollo...Es wird zwar ziemlich gefährlich, doch gibt es da auch genug Ort, indem man dir Abhilfe schaffen kann. Vorausgesetzt, dass ich nicht direkt hingerichtet werde."
      ....
      Mit einer vollkommenden Nüchternheit als hätte man Apollo seine Seele beraubt ließ er sich von seinem Meister ziehen.
      Nur langsam verarbeitete er das er ein Bitterbösen Fehler begannen hatte...Wohl genau den selbigen Fehler warum ihn das Darkheart beim Ritual abgestoßen hatte und stattdessen verschlang....
      Konnte...Es vielleicht sein...Das Apollo gar nicht mit Dax über Ramses sprechen wollte....?
      ....
      ..............
      ..............................
      Anubis wollte nach Kemet Reisen....
      .....
      Jetzt?!
      Er wusste schließlich über die Gefährlichkeit aus Anubis Erinnerungen...
      Das war schlecht....Wirklich sehr schlecht...!



      Dieses mal jedoch spürte Apollo genau das nichts in dieser Welt Anubis von Gegenteil überzeugen konnte.
      Schlimmer als Anubis damit anfing diese Insekten zu studieren...Vielleicht sollte es Apollo direkt hier beenden bevor es noch schlimmer wurde!

      "Ich brauche...einen magischen Gegenstand und einen alten, verbotenen Zauber, der mir hilft Seelen in einer Hülle gefangen zu halten..."
      Bedauerlicherweise sagte dieser Mistkerl, genau das richtige was diese Lebensriskante Mission rechtfertigen würde...Wenn er sich jetzt verweigern würde es ihm die Lordschaft niemals vergeben!
      Apollo hasste es wirklich wie er merkte das er sich in eine Situation brachte die ihm wirklich nicht gefiel...
      Eine hochsensible Fee wie er in einer Wüssten Region? Dort wollte er wirklich keine Abhilfe bekommen!
      Verrückte war jedoch das Anubis sich in Lebensgefahr brachte, hatte er überhaupt ein Plan wie er das überleben wird?!
      "H-halt halt halt ...Moment!", wandte Apollo hastig ein und legte seine Hand auf seine Schulter.



      Wie konnte dieser Mann überhaupt noch so lange Leben?!
      "Meister, h...habt ihr für den Fall das Ihr fest genommen werdet überhaupt einen alternativ Plan?? Es nicht...Gerade so als würden wir jetzt eben zum nächsten Geschäft um die Ecke gehen! Wir müssen uns vorbereiten und..."
      Apollo merkte wie er sich in rage redete, wieso fühlte er sich für diesen dummen Meister überhaupt so verantwortlich?!
      Schließlich brachte er sich doch selbst in diese unmöglichsten Situation.
      "...Und vielleicht sollten Sie sich vor der Reise vorher Duschen."
      Seine Federn an seiner Seite hingen durch den Regen und dem aufkommenden Gefahr hinunter.
      Es war ihm schleierhaft wie Anubis überhaupt noch aufrecht stehen konnte, nach der Aktion mit seinen Untoten....Freunden.
      Zudem kannte Apollo zwar den Weg zum Portal aber wie sah der Orientierungssinn seines Meisters in dieser Endlosen Wüsste aus?!
      Es wird bestimmt einige Tage in Anspruch nehmen, Apollo wird wohl eine Krankenmeldung zu dieser Uni schicken müssen für sein fehlen...Zum Glück war der Direktor äußerst zuvorkommend.
      Mit einem tiefen Atemzug, fokussierte sich Apollo wieder auf diese Situation...Auch wenn es ihm nicht weniger Freude bereiten würde das Anubis als sein Meister scheitert und mit ihm den Platztauschte musste er mit ihn ein anständiges Team bilden.
      "...Danke aber für die Rücksichtnahme...Auch wenn diese intensive Beobachtung wirklich nicht sein muss ...Ich bin mir sicher sobald wir durch das Portal sind wird sich mein Instinkt wieder beruhigt haben."
      Es reichte Apollo schon zu wissen das er in Zukunft vermeiden würde ihre Gedanken zu verknüpfen, damit würde er sich nur weiter ins eigene Fleisch schneiden.
      Apollo hoffte nur das in Kemet nicht alle so verstrahlt waren wie Anubis...Wobei sein Dax der beste Beweis und Ausnahme war !
      Zumindest schien Anubis irgendwie...Bei seiner verrückten Forschung weiter zu kommen.
      Auch wenn Apollo es viel lieber wäre er würde sich von den Anderen helfen lassen, war es wohl sein Weg denn er ging um voran zu kommen.
      Mit etwas Absicht schüttelte er seine empfindsamen Federnflügelchen so das ein paar der Tropfen direkt in das Gesicht von Anubis spritzte:
      "Wir werden viel Wasser brauchen, ausreichend Platz damit wir den magischen Gegenstand unterwegs nicht verlieren...Vielleicht muss ich auch meine Waffe mitnehmen.", murmelte Apollo seine Gedanken hinaus. Daran hatte sein Meister hoffentlich gedacht...!
      Er ging mit ihn weiter, der Regen schien langsam nach zu lassen als er nach seinem Smartphone griff um schon einmal zu regeln das ihre Identitäten hier in der Zeit nicht in Probleme gerieten.
      Apollo hatte so gar kein vertrauen in sein Meister und das diese Reise ein Erfolg werden würde bezweifelte er ebenfalls....
      Es würde Apollo bestimmt nur weiter vor Augen führen was für ein schlechter Meister Anubis war, eine Person die er einfach nur zu verachten brauchte und Ramses weiterhin ein mieser Verräter war...Also nahm sich Apollo vor:
      "...Und Meister Anubis? Falls Sie wirklich darauf bestehen mich in Zukunft in Auge zu behalten...Werde ich das auch. Ich werde bis ins kleinste Detail beobachte und eure Exprimente zu verstehen lernen."
      ....
      ...Um ihn dann natürlich gnadenlos zu Kritisieren...

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      Harvey Bell & Wyatt Carson Lyons
      Romeo Monti

      Der heutige Tag entpuppte sich wohl heute für jeden zu einer gewaltsam, chaotischen Überraschung!
      Zusammen mit Ineb zog Wyatt denn armen Yuuto aus dem Gestrüpp, mittlerweile sah der kleine so aus als hätte er es heute mit dem Feier maßlos übertrieben.
      Abermals verteilte Ineb ziemlich offensichtliche Namen an die Anderen der Gruppe...Er fragte sich langsam ob es nicht schon zu auffällig war und Yuuto schon längst bemerkt hatte wer sie wirklich waren!
      Vielleicht hätten sie Brillen tragen sollen! Für gewöhnlich erkannte man einen nicht so war es meist in den Filmen so!
      Deutlich heftiger Kämpften Harvey und Cabriel in ihren neuen Formen gegen die Zombie Inversion...
      Wyatt verfolgte die Lage mit angehaltenen Atem und brodelte vor steigender sorge das jeden Moment die Lage noch umspringen könnte.
      Es war das erste mal Gefühlt das sie so intensiv Kämpften, das Wyatt fast gar nicht wusste wohin sie schauen sollte....!

      "PENG!"

      Doch was dies nicht der glorreiche Kampf aus Liebe und Kraft der Freundschaft von Helden welche den Tag retteten. Der Anblick und das Geräusch was sich hier bot....Wyatt hatte große Probleme in der jetzigen Form in seine bunte Fantasy Welt abzutauchen. Er bekam alles von der ganzen Breitseite ab, als würde in einem Kino ganz vorne sitzen in der ersten Reihe. Der Große schauderte es bis auf die Knoche...Der beißende Geruch von Inebs erbrochenen direkt neben ihr machte die Sache wirklich nicht einfacher.



      "Waah, das...das war widerlich!! Das Bild kriege ich nie-nie-nie-nie wieder aus meinen Kopf! Ca-Camilla, warn uns doch davor!!"
      Auch Wyatt glaubte das ein eine Tasse warmer Kakao mit Mashmellos ihn heute Nacht nicht friedlich in den Land der Träume würde...Er wusste gar nicht in welche Schublade er diese Brutale Erinnerung stecken sollte...Er schaute keine Horrorfilme...Und jetzt fühlte sich Wyatt als wäre er mit einem Ruck direkt aufs ganze Katapultiert wurden.
      Etwas abweisend senkte Wyatt angespannt sein Blick und zupfte an ihren Outfit herum, als würde es helfen diese Bild zu verarbeiten.
      "Einer von euch wäre gebissen worden, sei kein Einfaltspinsel...Herzwächter."
      Die jetzigen Form von Cabriel beeruhigte Wyatt auch...Gerade war es wohl gut das er auf ihrer Seite Kämpfte...Doch für wie lange?
      Wyatt hatte das Gefühl trotz ihrer großen Gestalt weiter zu schrumpfen, der Wald um sie herum war in heller Aufregung aber es schien noch immer nicht das Ende zu sein!
      "Es waren nicht alle. Es kommen noch mehr Richtung Südwest."
      Verunsichert, zog Wyatt die Anderen beide enger zu sich...Der schwebende Cabriel hatte recht, es kamen noch mehr! Würden sie das wirklich durchstehen?!

      Harvey brodelnden Flammen wurden größer, er bekam um sich herum kaum mehr wirklich etwas mit...Solange er noch einen der Zombies ächzen hörte...Wusste er das er noch immer nicht genug Flammen war...Er musste sich alles aus dieser Welt hinaus brennen!!
      Doch die herhobende Präsents des Luftwächtes durchdrang selbst seine Hitze...Es fühlte sich an als würde er ihm direkt neben sein Ohr hinein flüstern.

      "Lass mich dir zeigen, dass dein Feuer mir doch gehorcht. Sieh zu, wie ich es dir entreiße."



      Kräftiger Wind peitschte und Harvey konnte spüren wie seine unberechenbaren Flammen sich von denn Wind begann zu bändigen. Zuerst Loderte es auf, wie Feuer das sich sträubte zu erlöschen und noch einmal richtig aufblühte---Jedoch rieß der Windstrom die Flammen mit und änderte ihre Form.
      Harvey hatte so eine Gewalt noch nie erlebt...



      Er konnte spüren wie seine Flammen durch die neue Strömung an Schnelligkeit dazu gewann und der fordernden Macht es Windes folgte.
      Als hätte ihm Cabriel eine gerade straße eröffnete durch die er ohne zurück Haltung rasend konnte.
      Harvey unterdruckte ein wildes keuche, er verstärke seine Flammen sogar noch mehr...Es Berauschend, als würde er ohne Hindernisse einfach Vollgas geben können und Cabriel lenkte ihm dem Weg...Auch wenn er ihm zugleich die Kontrolle aufdrückte war es befreiend..

      "Übertreiben die nicht etwas?! Sie fackeln gleich gemeinsamen den Wald ab!!!"
      Wyatt nickte stumm, ihr kam langsam schon die Tränen...
      Auch wenn diese Macht höchstbeeindruckend, war bekam sie echt wahnsinnig Angst.
      Zum Glück aber schien sie hier erst mal sicher zu sein auch wenn er hörte wie die Pflanzen um sie herum schreien....Wyatt wollte gar nicht wissen wie es den armen Waldtierchen erging....!



      "K...können wir....Hier nach bitte nach Hause gehen?", nuschelte Wyatt und traute sich gar nicht mehr aufzublicken, dass war echt zu krass....
      Der Verbrannte Geruch um sie herum und die herum fliegende Asche war wirklich ein Trauerspiel in Wyatts Augen.
      Doch schien mit der aufkommenden Ruhe, dass alle Zombies verbrannt waren..!
      Wyatt atmete vorsichtig auf und behielt die Bewegung im Auge.
      "Ist...soweit alles okay bei euch süßen? Ist jemand verletzt...?", fragte er behutsam Ineb denn der er über den Rucken strich und nach Yuutos befinden der die ganze Zeit geschwiegen hatte...Er war bestimmt genau so Traumatisiert wie sie...
      Doch dann drehte sich die Situation plötzlich...Dort war jemand!
      Wyatt erkannte mit erschrecken das es doch Hummelchen war aus dem Club wo Cabriel arbeitete!
      Doch Cabriel zeigte gegenüber den vertrauten keinerlei Nachsicht, viel mehr kam er auf diesen zu als wäre dieser ein weiterer Feind!

      "B-bitte...Ich lösche das Video auch...Wenn ihr mich gehen lässt...Ich mache so als habe ich nichts gesehen."
      ....
      Mit einem ungesunden, harten Ruck zuckte Harveys Kopf herum.
      Sein Hals verdrehte sich in einem völlig unnatürlichen Winkel auf die halbe Seite, wie bei einer Eule, die gnadenlos ihr Opfer anvisiert, während aus seinen Augen plötzlich ein kaltes, blutrotes Glühen brach...
      Sein Blick durch bohrte Hasserfüllt die Linse der Handy Kamera des Jungen...
      Er....Hasste....Es.
      Widerlicher Zuschauer.



      Wäre jetzt Cabriel nicht zwischen ihm und diesen Jungen...Harvey wäre ohne zu zögernd wie eine Furie auf ihn drauf gestürmt.
      Sein Mund wurde trocken, seine Muskeln zitterten vor Ansprung während sein Blick immer verhasster würde, dass die Luft um ihn wieder gefährlich heiß wurde.
      Dieser Mistkerl war Live...Er Filmte und sah zu....
      In Harvey Kopf war nur purer Zorn platz....Seine Atmung unkontrollierbarer.
      Die übrig gebliebenen Flammen, zogen sie angezogenen von Harveys glühenden Körper mehr in seine richtung.
      Es war nur ein Herzschlag dazwischen als Cabriel das Smartphone von Xaiden zerstörte.
      Ein leises, tiefes knurren entwich Harvey Kehle als ein Teil seiner Wut begann sich wieder zu entspannen...Verdammt...
      Währe Cabriel in diesen Augenblick nicht gewesen hätte Harvey etwas unverzeihliches getan...Er spürte ein brennende keimende Wut diesen Mistkerl Xaiden wie die Zombie zu verbrennen...Doch nun sah er ihm nach wie er panisch davon rannte....

      "Hätte er sich bei uns wohl gefühlt, wären wir ihn nicht losgeworden. Es war...zu seinem besten."
      Mühsam unterdrückte Wyatt ein schniefen, dass war alle so Grausam...Konnten sie sich nicht alle feste in den Arm nehmen? War dieser Chaos nicht endlich vorbei??
      Sie liebte es normalerweise vor der Kamera zu stehen aber gerade sehnte sich Wyatt nur nach sein warmes Bettchen! Und...McDonals! Sie bekam Hunger...Und den drang seine Serie noch mal ganz von vorne anzufangen und zu schauen....
      Durch den Regen schien sich das Feuer zumindest nicht weiter auszubreiten aber hoffentlich war trotzdem bald die Feuerwehr hier her unterwegs!
      Doch plötzlich sah Wyatt mit den Anderen wie Blut aus Cabriels Mundwinkel lief, ihm bleib vor schreck das Herz stehen...War er verletzt?!

      "Tyler...Er müsste noch in der Nähe des Sees sein."

      Stimmt, von Tyler fehlte jede Spur?! Normalerweise war Tyler doch auch immer Tatkräftig dabei sie zu unterstützten, war etwas vorgefallen??
      Doch bevor Wyatt diesbezüglich etwas fragen konnte übermannte sie ihre Gefühle!
      "TÄÄÄÄÄUUUUUBCHEEEEEN!!"


      Heulend rannte sie auf ihn zu und vergaß für ein Augenblick die panische Angst welche diese Witch-Form beim Erdwächter auslöste. Sein kleines Baby war verletzt! Das spürte Wyatt ganz genau!!
      Ohne zu zögern Riess die große Frau den Luftwächter an sich und überhäufte ihm mit mehreren Schmätzer Küsschen auf der Stirn und Mund. "ICH hatte echt große ANGST um dich!!! Ihr ...Ihr habt total tapfer gekämpft...Buuhhuhhh....Aber macht das nicht mitten im Wald, das ist doch Gefährlich!", schluchzte Wyatt grenzlich an einem nerven zusammenbruch und echter Sorge.
      "Warum blutest du? Hast du dich überanstrengt? ", fragte sie während sein Körper nach Verletzung absuchte.
      "Ist Tyler auch okay?? Warum ist er nicht bei euch?"
      Langsam ließ der Regen nach, ein paar Wolken drängten sich zur Seite und ließen etwas von den letzten Sonnenstrahlen durch...
      Harvey merkte wie er langsam wieder zur ruhe kam und sein unstillbarer Zorn wie die Asche der Zombies dahin wehte...
      Es schien nun wohl an der Zeit, diesen wilden Geburtstag fürs erste mit einer schlechten Nachricht zu beenden.
      Harvey hatte lange überlegt ob er auf Cabriels Plan eingehen sollte und was er genau sagen sollte...Doch schien ihm das einzig richtig zu sein ihrem Team noch ein gewaltsam Bruch zu geben...Erst dann konnten sie richtig miteinander umgehen und daran wachsen.
      Tyler durfte nicht länger ohne Leine und Kontrolle unter ihn wandern...So wie er ein Monster nicht unkontrolliert herum wandern durfte.



      "Tyler....Ist schwer verletzt und braucht dringend Ärztliche Hilfe.", begann Harvey ruhig mit seiner rauen Stimme und behielt weiter Distanzierten Abstand zu den Anderen. Er war eine leicht entzündbare Gefahr, er wollte nicht das sich am Ende doch jemand an ihm verletzte.
      "Ich...Habe ihn mit einen Ast niedergestreckt nachdem er Cabriel...Vergewaltigt hatte."
      Die Worte kam ihn so einfach über die Lippen...Hah...War ja auch Egal....Er nahm lieber die ganze Schuld und Verantwortung mit ansich.
      Er ließ die Bombe so aus dem nichts platzten ohne sie darauf behutsam vorzubereiten. Er konnte sehen wie Wyatt in seiner Bewegung verharrt war zwischen ungläuben und einer schockstarre.
      Ermüdet sah der Feuerwächter zur Seite, er wusste was kommen würde...Niemand würde es glauben weil sie die grausame Wahrheit nicht akzeptieren wollten.
      Aber darüber empfand Harvey gerade nur Gleichgültigkeit...Ob sie glaubten oder nicht...Er würde nicht zusehen wenn ein Anderes Monster in seinem Revier war.
      Seine Roten Augen glitten noch einmal zu der Gruppe und dann...Zuckte Harvey selbst.
      "...MatteoYuuto?"
      ....Fassunglos Rieß er seine Augen auf...Warum hatte er ihn überhaupt nicht wahr genommen??!
      Er war da! Er war sicher...Er Lebte!
      Aber die freude ihn zu sehen war mit einem schlag so vergessen das ihm übel wurde.
      Monster...Er hat alles gesehen.
      Monster...Jetzt...Würde er ihn auch so ansehen...
      Monster....Jetzt....war...Alles vorbei...!!



      Seine Atmung ging schneller und er griff sich an denn Kopf und trat noch weiter zurück, zu den Asche verbrannten dunklen Bäumen....
      Bitte...Nicht....
      Er ertrug den Gedanken nicht...Wieder von einer Person die ihm so sehr am Herzen lag angesehen zu werden als....Wäre er das Übel....Aller!!
      "I..ich..."
      Seine Hände verkrampften sich und er biss sich beinahe die Lippen blutig....Vielleicht...Erkannte er ihn auch nicht....
      Er schluckte schwer und zog sich die Kapuze wieder über sein Kopf...Er sorgte mit mehr Distanz um Wortlos ihnen den Rücken zu kehren.
      Sein Gesicht verzog sich verzweifelt und dann rannte er weg vor der Größten Angst die sein Geist belastete....

      Harvey wusste nicht wohin er rannte...Er musste weg bevor er noch etwas weiteres tat das er später bereuen würde.
      Seine Schritte wurde langsamer...Doch er merkte das er nicht allein war.
      Lautlos presste er sich an einem nahen Baum und sah jemand hektisch, klitschnass durch den Wald rennen...Wieso waren nur so viele Menschen in diesem Gebiet...?
      Noch immer lag ein großer schreck in Harvey Gemüt...Er sollte sich schnell zurück verwandeln...V-vielleicht rannte er schnell zu Tyler bevor die Anderen dort ankommen....Dann dachte zumindest Yuuto das....Er nichts mit diesem Monster hier zu tun hatte....
      "XAIDEN!!", ertönte die Stimmte nun von jemand denn Harvey doch besser kannte als es ihm lieb war.
      Romeo hatte den Live mitbekommen und war sofort los gerannt.
      Als wollte das Schicksal heute Harvey mehrmals ein Bein stellen....Mit schmerzende gemüht versuchte Harvey nicht bemerkt zu werden aber Romeo bemerkte ihn.
      Sofort warf ihn sein einstiger Freund ein so finsteren Blick zu als suchte er sein Gesicht förmlich danach ab, das er ein hinweis da war das er oder jemand der Anderen Xaiden verletzt hatte.
      "Du--Kch....Wo ist ist Xaiden?!"



      "Ihr...Seid doch für das Feuer verantwortlich oder?? Was habt ihr mit ihm gemacht!! "
      So wie er Romeo von früher kannte kam dieser ohne scheu auf ihn zu.
      Harveys Körper stellte sich schon darauf ein mit ihm Kämpfen zu müssen, so wie er auf ihn zu stürmte...Verdammt er wurde diesen Dummkopf gleich mit verbrennen wenn er nicht aufpasste!
      Angespannt verengte der Feuerwächter seine Augen bis in der ferne die Rufe von Xaiden zu hören waren.
      Bevor sich die beiden zu nahe kam entglitt Romeo ein erleichtertes aufatmen. Auf einmal war der unheimliche Emo-Kerl egal...Sofort eilte Romeo in die richtung.
      "XAIDEN!!", rief er noch mal und endlich sah er ihn. Sofort packte er seine schmalen Schultern.
      "Gott, sei dank! Du Lebst...Oh Liebling....Bist du wahnsinnig?"



      Erleichtert darüber das Xaiden atmete zog er ihn sofort in einem Umarmung aber drängte ihn vorwärts:
      "Komm, lass uns sofort hier verschwinden hier ist es gefährlich Dahinten ist einer dieser kranken Typen..."
      Harvey beobachtet die beiden mit seinen roten Augen und wankte etwas zurück...Er hätte....Vor wenige Sekunden noch Xaiden umgebracht wenn Cabriel nicht gewesen, er hatte ihn gehasst Abgrund tief wie einen Schurken....
      Langsam sinkt Harvey auf den Waldboden und vergrub sein Gesicht in seinen Händen.
      Er hasste sich selbst so sehr....Der schmutzige Gedanke das er beinahe Romeo die Person geraubt hätte um dieser solche Todesangst hatte...
      Seine Blinde Wut....Brachte nur Leid mit sich.
      Believe Me ~

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    • Beni Darkwood

      Eigentlich hätte sich Beni doch lieber davor umgezogen, bevor Oscar sie ins Getümmel führte. Alle drei Männer waren total durchnässt, noch dazu wehte eine frische Windbrise...So eifrig wie aber der Feuerwächter vorwärts marschierte, wollte Beni nicht um einen Kompromiss bitten. Immerhin hatte er selbst gesagt, dass sie sofort hingehen sollten. Deswegen 'badete' er es still und bibbernd aus, hoffte sehr, dass die Gegner von Oscar ihnen einen warmen Unterschlupf anbieten konnten. Er konnte wirklich vom Glück reden, dass er sich durch die Verwandlung mehr an Muskelmasse erlangte und auch Kleidung, da er durch diese Magie Bosco aus einem früheren Zustand 'kopierte'. Eine weitaus berühmte Magie in Meridian, die sich nur auf eine Person beschränkt, in der man sich verwandeln konnte. Tod musste sie ebenfalls sein...weshalb er nur dank ihr seinen Verstand nicht verlor und sich bewusst war, dass sein großer Bruder mit den Radieschen schlief...und mittlerweile auch mit diesem blöden Prinzen. Ein Glück wusste davon kaum jemand bescheid, bestimmt hätte sich der ein oder Andere sonst in diese Grausamkeit eines Prinzen verwandelt.
      Oscar blieb vor etwas stehen, weshalb Beni nach einer langen Zeit in Selbstgedanken endlich wieder sich auf die wahre Welt fokussierte. Überrascht pfiff er melodisch. Es war mehr als er erhofft hatte! Das warme, orangenscheinende Licht versprach ganz klar ein gewärmtes Fleckchen! Der Rest interessierte ihn nicht die Bohne. Ob es nun ein Sushiladen oder ein Tierladen war, solange sie nicht weiter frieren mussten, wollte er unbedingt dort rein! Es sei denn sie würden direkt beginnen zu kämpfen, damit er sich wenigstens aufwärmen konnte.
      Das fette Grinsen in Oscars Gesicht sagte Beni ganz klar, dass gleich die volle Action abgehen würde. Beni spürte wie trocken sein Hals wurde, als hätte er seit Tagen nichts mehr getrunken? Nanu? Auch sein Herz pochte etwas schneller als sonst und ganz plötzlich begann es ihn ohne den Beginn eines Kampfes warm zu werden.
      ...Wie lange war es her, dass er so richtig den Wildhund raus lassen konnte?
      Er zählte die Träume nicht mit, außerdem hätte auch dort mehr passieren können...
      Vorfreudig drückte er seine Finger zusammen, ein kleines Lächeln zog sich über sein Gesicht.
      Mhm...Er durfte...seit langem wieder durchdrehen!
      Hastig lief er hinter Oscar her, doch genau als sie in das Lokal hineintraten...erinnerte er sich wieder an etwas...weswegen sein Magen sich nur umdrehte.

      "...Aber es Kotzt mich an, dass du hier einfach aufgeben hast...Dabei hat er dir doch schon....seine Hand entgegen gestreckt...Ihr beiden seid wahre Egoisten...Also...Unterlass diese Selbstmord versuche, sonst wird mich Lord Korbos erneut herschicken..."

      Es war wie ein Gongschlag in seinem Kopf, der all' seine Sicherheitssignale einschalten sollte. Leise grummelte er. Niemals würde er den Satz von Pilzie vergessen, der sozusagen Lord Korbos rechte Hand war. Oder doch mehr...aber dafür hatte Beni zu wenige Beweise, er konnte sich ihre Beziehung einfach nicht zusammenpuzzeln. Doch durch ihn hatte er das Gefühl Lord Korbos so nah zu sein wie noch nie. Er hatte ihn eine menge Tipps gegeben und auch das Gefühl verspürt bekommen, dass dieses Wesen nur gut über ihn hinter seinen Rücken sprach. Ein gutes Kerlchen, weswegen er seine Worte nur ernster nahm. Er durfte nicht zu sehr in den süßen Geschmack des Todes auskosten, selbst eine kleine Kostprobe könnte das aus für Lord Korbos Ziele werden.
      Seine goldenen Regel waren wie folgt um Lord Korbos glücklich zu machen:
      1. Nicht sterben
      2. Nicht mit den WITCH anfreunden
      3. Stärker als die WITCH werden
      4. Die WITCH langsam und vernichtend schlagen, damit der Lord vollste Macht aus ihnen herausschöpfen kann (auch wenn er diesen Teil noch immer nicht begriff...)
      und die letzte -wichtigste Regel-, welche er sich selbst aufdrückte seit er Klein war
      5. Wer gegenüber dem Lord Korbos respektlos wurde oder ihm zu schöne Augen machte gehörte eliminiert. Gab es jemanden mit dem der Lord eher Zusammensein wollte als mit seinem treuen Hund gehörte er geköpft. Beni pfiff auf diese Leute, die meinten sie wollten nur, dass der Partner glücklich sei, selbst wenn es nicht mit ihnen war. Und auch wenn Beni keineswegs mit Korbos zusammen auf -und dies wohl auch eine Wahrscheinlichkeit von 0 betrug, dass es jemals geschehen konnte- würde er diese Person aus frustrierenden Eifersucht vernichten, es sei denn der Lord vernichtete ihn vorher. Dann würde er aber auch glücklich aus dem Leben davonscheiden!

      Mehrmals wiederholte er sich seine goldenen Regeln im Kopf, es heizte ihn an nicht wie eine Bombe gleich hochzufliegen. Er sollte klüger werden und sich fragen, was sein Geliebter in seiner Situation machen würde. Naja, auch wenn es unwahrscheinlich war, dass er sich je in solch' einer Situation befand, da sich Beni immer freiwillig opfern würde, um ihn nicht in Gefahr zu bringen. Doch wenn das Schicksal es doch schlecht mit ihnen in der Zukunft meinte...konnte sich der Herzträger durchaus vorstellen, wie der Lord reagieren würde.
      Bestimmt würde er den Ort analysieren, das Lokal bis hin zu den Leuten. Genau abchecken wie viele Türen sich im Raum befanden, wie viele Verstecke beziehungsweise Luftlöcher, damit es zu keinem Hinterhalt kam. Das konnte Beni ebenfalls machen!
      Sofort checkte er die Umgebung ab, doch überkam ihn sofort die Übelkeit und er bereute es auf anhieb.

      "Urgh...Wurde hier Hering geschnitten?", würgte er leise hoch und verschloss seinen Mund fest. Wie widerlich es hier stank! Da wäre ihm doch der Regen draußen lieber! Selbst der Waldbrand war um einiges verlockender. Ein Glück war Oscar gerade so wild traf, dass er ihn nicht jammern hörte, selbst Dax war hyper-fokussiert. Beni strich deshalb die Umgebungserkunden aus seinem Kopf und fokussierte sich lieber auf die Menschen. Einer von ihnen konnte wohl verdorbenen Hering nicht mit frischen unterscheiden - dessen Person gehörten eindeutig die Hände abgehackt!
      Ein rothaarige Bursche hatte wohl Oscars Aufmerksamkeit erklommen, der nicht erfreut über ihren Besuch wirkte. Ah, Beni krempelte schon vorbereitend seine Ärmel hoch, die jedoch wieder hinunterrutschten. Das war bestimmt einer der Zielpersonen. Die Vorfreude übermannte wieder den Gestank von Fisch.
      Er war so bereit! Bereit für den Kampf! Sein innerer Hund jaulte vergnügt!

      "Der Typ da ist mein Ex-Freund! Wenn wir noch etwas Zeit haben sollten wir ihm unbedingt auch die Fresse polieren! Er hasst es wenn man ihn die Stimmung ruiniert, ich bin ganz Wild darauf ihn auf die Knie zu zwingen!"

      "Oh...Okay....?"



      Enttäuscht senkte seine Schultern, warum genau machten sie ihn nicht sofort fertig? Er begriff Oscars Zeitplan nicht ganz, eventuell hätten sie mehr über seine Strategie sprechen müssen, denn sie hatten es gar nicht getan. Er fühlte sich wie ein Kind auf einem Fest, was alleine jedoch nicht den Ablauf entscheiden durfte. Oscar bestimmte wann sie kämpften und wie viele sie die Zähne ausschlugen. Geduld war nicht Benis Spezialgebiet, doch zügeln musste er sich unbedingt lernen. Er wollte ja nicht den großen Blondschopf die Laune vermiesen, auf diesen Tag hatte er ziemlich lange gewartet - soviel hatte wenigstens der Herzträger verstanden. Der Rotschopf wirkte sowieso nicht darauf erpicht sich mit ihnen zu messen, eventuell bekämpfte der Mann ja einen Kater oder so. Anders als die Männer, die ihre Hosentaschen nach etwas Hartem prüften. Ein Überraschungsgeschenk! Beni fiel es zwar als Allerletztes auf, dass einige Gäste flüchteten und nur noch bewaffnete übrig waren...doch dies munterte ihn wieder ein wenig auf.

      "....Es ist wirklich, bemitleidenswert das mit anzusehen Oscar Bell. Ich gebe euch drei einen gut gemeinten Ratschlag. Verschwindet auf der Stelle von hier."

      Da Oscar lachte entgegnete auch Beni nicht Mal ein Wimpernzucken. Warum sollte ihn der Rat eines Fremdes interessieren? Er kapierte ja nicht einmal gegen wen sie eigentlich kämpfen sollten? Die, die ihre langen Teile auf sie richten wollten oder der Kerl, der den Hering gerade in der Küche total falsch massakrierte? Er hoffte ja auf die letztere Option. Schon wieder erinnerte er sich an sein kleines Abenteuer in Meridian zurück, ein paar Monate später nachdem ihn Lord Korbos aus seinem Schloss verbannt hatte... Seit diesem Vorfall hasste er es, wenn ihn jemand befahl zu verschwinden. Deswegen hörte auch nicht darauf, als ihn die Oger befahlen zu verschwinden. Er blieb in ihrem Lager wie Goldlöckchen, die sich verlaufen hatte und gegen Ende war es...zwar echt blutig ausgegangen aber auch ziemlich...erotisch! Eventuell...steckte ja auch nicht nur Gemetzel, sondern auch ein wenig Erektion in der Luft? Auch wenn die Kerle um sie herum nun nicht einmal die Schönheit von Finny schlugen und die Depression des Rotschopf zog ihn nur zu sehr herunter um überhaupt in Fahrt zu kommen. Er hoffte ja, dass noch irgendwer auftauchte sonst...würde sich der Herzträger viel zu schnell langweilen.

      "Ich hab jetzt was wichtigeres zu tun als für euch Laufbursche zu spielen oder bei eurer Kranken Masken-Party mit zu machen."

      Beni japste leicht auf, als der Exfreund und Oscar ein wenig von ihrer Rangordnung offenbarten. Eine kranke Maskenparty...Ein aufgeblasener Kerl, der glaubte über seinen Freund bestimmen zu können und mit seinem Körper sich vergnügte wie er wollte. Wie lange er wohl der Narr für diese Herren war? Wenn es Oscar so sehr belastete war er bestimmt schon seit Kindheit gefangen. Er spürte es einfach. Bei dem Gesichtsausdruck, den der Exfreund ablieferte musste er einfach an eine unausstehliche Person denken: Infinity. Der kleine Pimp, der genauso komische Partys liebte wie dieser Kerl da. Urgh... Und nun fragte er sich ernsthaft, wieso so diesen Kerl nicht verdroschen. Wenn Infinity hier vor ihm sitzen würde -den er niemals als seinen Exfreund betiteln würde, jedoch den gleichen Rang besaß- hätte er ihn zerrissen wie einen Kauknochen! Besonders da er ihn weiter gefangen halten wollte... Beni begriff die noch viel zu harmlose Situation nicht, war es auf der Erde üblich so viel zu reden, bevor sich die wahre Gefahr zeigte?



      Die Gefahr lauerte wohl im Schatten des Sushiladens. Oder besser ausgedrückt: In der stinkigen Küche, dessen Schritten so laut waren wie eines Titanen. Neugierig musterte Beni den Neuen, dessen zwei Äpfel beim Gehen die ganze Show stahlen. Flüchtig benetzte der Herzträger seine Lippen, was für eine knackige Überraschung! Endlich fühlte es sich so an als entstand eine gewisse Spannung in dem Laden, den Beni sogar an Oscars verkrampfte Haltung erkannte. Er war also super-gefährlich? Hervorragend!

      "¡Buenas noches, pendejos!"

      Den starken Akzent hatte er nur nicht erwartet. Ein Glück waren die Sprachen in Meridian und auf der Erde sich ähnlich, sie hießen oft nur Anders. Was der Kerl da aber vor sich hinsagte kapierte der Meridianer kein Stück. Er war nicht besonders sprachbegabt. Deswegen konzentrierte sich Beni weniger auf seine Lippen, sondern mehr auf diesen massiven Körperbau, der bestimmt zwei Milchtüten nur mit dem Bizeps zerdrückten konnte.



      Für den treuen Ergebenen von Korbos verging das Gespräch wie ein Stream, dessen Ladebalken er weiter vor spulte. Bla bla, er kannte sich sowieso nicht aus, es stank immer noch nach Hering. Dieser Kerl schwebte mit Oscar wohl in Erinnerungen, an die sich der Ex-Knasti gar nicht zurück erinnern wollte. Beni kapierte nur Bahnhof, nur Stans Namen hörte er heraus, worauf er trotzdem abschaltete, da seine Aufmerksamkeitsspanne ohne Bilder recht kurz war. Gelangweilt sah er sich um, sah zu den Kerlen, die ihre Hand noch immer in der Hosentasche hatte. Huh, ob jemand davon rauchte? Er musterte sie genau, während die Dramatik sich in dem Raum zuspitzte.

      "Ich hab hier weitaus bessere Kameraden gefunden! Lass mich dir Beni und Dax vorstellen. Die beiden brennen schon regelrecht darauf, aus dir feinstes Sushi-Hackfleisch zu machen~!"

      "Beni und Dax sind jedoch krank geworden und ich -Bosco- bin für ihn eingesprungen...und das Kerlchen da ist Dean.", korrigierte ihn Beni schmollend. Ja, neue Namen waren hart zu merken, er vergaß ständig Dax Tarnnamen. Doch für einen besseren Schachzug mussten sie versuchen vorsichtiger werden. Bestimmt hatte sich sowieso keiner gerade ihre Namen gemerkt, doch für den Fall musste er nun Mal jetzt sein bestes für Korbos geben.
      "Bosco und Dean.", wiederholte er es ein wenig lauter für die Mafiosen, die noch bewaffnet an den Tischen saßen. Leise fragte er einen Mann von ihnen, während Oscar mit dem Knackarsch so still sich verhielt: "Hast du vielleicht eine Zigarette und ein Feuerzeug? Ich will den Gestank hier ein wenig...überlappen."
      Doch der Mafiose ignorierte ihn einfach, als sei er nur anwesend, wenn er auf ihn schießen musste. Darauf schmollte Beni noch mehr, wie unhöflich waren die denn? Er würde seinem Feind immer eine Zigarette abgeben, wenn er dafür richtig ihn Fahrt kam. Doch die wälzten sich lieber in ihrem Fischgeruch. Widerlich.




      "Er sieht fast genau so aus wie du. Solltest du heute Abend hier verrecken, Oscar, hätten wir direkt den perfekten Ersatz für dich parat. Und wen haben wir noch?"

      Langsam kam ein kleines Funkeln wieder in Beni zurück, da dieser wuschige Typ auch sein Blick an ihm fixierte. Oh, er durfte also mit ihnen weiterspielen, falls Oscar den Fischen im Wasser "hallo" sagen wollte? Ah, das kam aber gar nicht in die Tüte! Auch wenn Beni schon sehr neugierig darauf war, was für eine Tutor ihn wohl hinter der Küche erwarten konnte, wäre der Verlust des Feuerwächters eine große Niederlage. Mit seiner sexy Krankenschwester flirtete der Mafiose jedoch mehr, worauf er eine Augenbraue verblüfft hob. Er verstand schon auf was der Kerl eher stand, die Muskeln und die Größe von Dax - tja, damit konnte kaum jemand mithalten. Beni war so stolz auf Dax, als hätte er ihn aufgezogen oder irgendetwas für sein perfektes Aussehen beigetragen. Doch allein, dass jemand so tolles zu ihm gehörte, machte ihn jedes Mal erneut glücklich. Er und Dax verbrachten tagein, tagaus zusammen. Es war...so viel besser als seine früheren einsamen Nächte. Für ihn dankte er Lord Korbos immer wieder aufs Neue, denn mit ihm war immer eine gewisse Wärme da, an die er sich kuscheln konnte. Es war nur ein wenig verblüffend, dass sie noch immer kein Geschlechtsverkehr miteinander hatten...Irgendwie beschäftigten sie sich mehr damit miteinander zu entspannen, anstatt sich zu befummeln. Komisch aber...trotzdem schön!

      "Fünf Minuten."

      Oh? Der Kerl, welcher Dax schöne Augen machte erhob demonstrativ seine Hand.

      "Mehr brauche ich nicht, um euch alle drei auf der Stelle umzulegen."

      Überrascht hielt er seine Atmung an, die himmelsblauen Augen schimmerten durch das Versprechen des Amigos. Ein langsam aufkeimendes Lächeln zeigte sich in seinem Gesicht.

      "...Nur...Fünf?..", hauchte Beni wild aus und wischte sich über seinen zu sabbern beginnenden Mund. Er schluckte schwer, doch begann er zu strahlen wie ein Golden Retriever. Schade, dass sein Bruder bloß so schwere Kleidung trug. Keiner könnte seine Vorfreude in der Hose erkennen, da sie gut bedeckt war. Ohne die Kenntnis wirkte Beni in dem Moment ziemlich süß, als überreichte ihn der Mafiose gleich ein Leckerli. Die Selbstüberzeugung von dem Mafiosen machte ihn umso glücklicher. Er...könnte das also wirklich? Dann war der Kerl unfassbar stark! Oscars Zittern ergab durchaus Sinn, denn auch Beni zitterte dadurch ziemlich erregt.



      "Sehr gut gemeint. Haltet euch besser raus, sí? Schuldner ist nur Oscar. Und él... Oscar ist der, den ich heute bluten sehen will. Ihr zwei könnt euch noch retten. Váyanse. Geht einfach, wenn ihr nicht wollt sein durchlöchert~!"

      Noch einmal blieb die Spucke in Benis Hals stecken. Der Mann gab ein Anmachspruch nach dem anderen ab, sodass die Kleidung von Bosco nun ernsthaft seinen vor Spannung angehobenen Brustkorb störte. Die Aura der sitzenden Männer wurde auch schlagartig gefährlich, besonders nachdem Dax auch noch das Angebot ablehnte. Doch wieso auch immer wollte der Exfreund ein wenig von ihrem Spaß nehmen. Er gab ihnen einen Ratschlag, den sie auf keinen Fall annehmen konnten.

      "Ich sehe es euch an, dass ihr es kaum abwarten könnt, endlich loszulegen. Ihr haltet euch für unbesiegbar. Aber kapiert ihr es denn nicht? Wir Sharks sind keine fairen Kämpfer. Egal, wie siegessicher ihr euch gerade fühlt... seht euch um. Wir sind in der absoluten Überzahl."

      Jap, die Menschenzahl war nicht zu übersehen. Beni zählte sogar paretisch mit, doch hörte bei zehn Männern auch schon auf. So viele waren es nicht.

      "In einer sich paaren wollenden Koboldhöhle hatte ich mich schon mit mehr angelegt. Meine zwei Hände und mein Mund schaffen durchaus mehr, als jeder für gewöhnlich glaubt. Also lockt ruhig alle aus eurem Versteck, ich bin voll bereit.", sagte Beni zu dem Mann, der ihm keine Zigarette geben wollte und stupste ihn sogar flirtend auf der Nase. "Und psst...Meine Zunge...Die sorgt für das meiste Vergnügen. <3 Selbst mit einer Zigarette zwischen meinen Zähnen." Ein verführerisches Zwinkern, als konnte Beni gar nicht den Raum lesen. Zwischen Sex und Gewalt kannte der Masochist jedoch keinen Unterschied. Er schaltete Larrys Geschwafel komplett ab, da es ihn kein bisschen heißer machte.

      "Rede ihnen das nicht aus, Larry. Ich bin schon ganz heiß darauf, sie endlich zu killen. Verdirb mir nicht mein verdammten Spaß!"

      Und dieser große Mann sah es wohl genauso! Genau, warum sollten sie sich ihren Spaß verderben. Aufgeregt nahm er eine Gabel von dem Typen, der ihm keine Zigarette geben wollte und setzte sich ungefragt an seinen Tisch, sodass das Holz durch die Masse anfing zu knacken. Wie ein Kind wippte er mit seinen Füßen hin und her und verspeiste vergnügt ein Sushi aus dem Teller, des Mannes. Obwohl sie alle hinter ihm bewaffnet waren, wirkte Beni alles andere als verängstigt. Mehr spornte es ihn an nur noch mehr Unsinn zu machen, dabei vergaß er hin und wieder doch die Regeln, die er sich für den Lord gesetzt hatte. Das Sushi kribbelte ein wenig auf seiner Zunge, irgendwie machte ihn das nur noch wuschiger und hob seine Stimmung. Er hätte wohl doch nicht so schlecht über den Hering denken sollen, hier war es eigentlich ganz toll!

      "Yippie!~ Dann mischen wir hier so richtig auf, ja? Und alles ist erlaubt? Herrlich! Bei der alten Mary konnte ich mich niiie austoben, sie hasste es das Ganze Blut aufzuwischen und sie hasste es ebenfalls, wenn ich ihr Kunststücke demonstrieren wollte.", jubelte Beni mit ausgestreckten Armen, während er schon an seinem zweiten Sushi herumkaute.



      "Gutes Zeug hier, der Chefkoch musste dafür geküsst werden."

      Die Herren warteten nur auf das Kommando um Beni vom Tisch zu knallen, der gar nicht so wirkte als würde er die Mafiosen ernst nehmen. Doch natürlich tat er es, er ging nicht mehr so leichtsinnig mit seinem Leben herum. Er hatte sogar einen kleinen Plan ausgelegt wie er begann und Oscars Ehre wieder zurückholen konnte. Denn auch der empathielose Beni bemerkte, dass es seinem Feuerkumpel schlecht erging.



      Nachdem speisen begann er seine Handschuhe fester hinunterzuziehen, bereit für den kommenden Kampf. Die Gabel hielt er merkwürdiger Weise noch in seiner Hand. Seine Augen blickten zuerst zu Larry, den er doch noch eine Antwort schuldete:

      "Du quasselst echt viel...unnötiges Zeug...das ermüdet voll. Wenn du nicht gegen uns kämpfen willst, warum verziehst du dich nicht einfach in die Küche, zum stinkenden Hering? Was ich echt hasse sind unerzogene Prinzchen, die sich aufführen als haben sie schon längst alle Karten in ihren Händen. Denkst wohl...dass du immer noch Ossi an seiner Leiner hast.", seufzte Beni schwer und verachtend. Er konnte den Rotschopf nicht leiden, er spürte wie das Herz von Kandrakar gegen ihn reagiert und seine Abneigung ihn nur stärkte.

      "Ossi gehört jetzt zu meinem Rudel. Zu Bosco. Und wer sich wegen Ossi auskotzen will, meldet sich zuerst Mal bei mir. Ich nehme all' seine Schulden gerne an. Dafür ist ein Anführer doch da.", betonte Beni rau und fordernd. Egal welche Verbrechen oder Ärger der Blondschopf hatte, bei ihm war er ab jetzt sicher. Beni hatte nämlich noch nie eine reine Weste, ob da ein paar Flecken mehr hinzukamen, war ihm durchaus egal. Die Mafia hier erinnerte ihn an die ganzen Hexen- und Zauberzirkel, die sich immer in Merdian auf wichtig machten. Alle von ihnen spielten sich auf, als wären sie die größten. Auch Larry tat ihnen gleich, obwohl er sie deswegen beschimpfte. Doch verziehen wie Feiglinge würde sicher hier keiner. Ruhig stand er vom Tisch auf und blickte nach hinten, zu den Mafiosen, die jetzt deutlich angespannter waren. Beni hatte nicht Mal eine Ahnung wer ihn wohl den Befehl zum Schießen gab.


      "Ossi hat doch schon bereits gesagt, was wir mit euch machen. Wir verarbeiten euer gehacktes Fleisch mit dem stinkenden aber gutschmeckenden Sushi. Ich bin richtig gut in Gerichten zubereiten. Meine Kochkünste sind so 1A wie mein Körper im Bett und im Nahkampf.", pushte er die Worte von Oscar nur weiter in die Wichtigkeit, während er demonstrativ die Gabel zwischen seinen Zeige- und Mittelfinger hin und her bewegte.

      "Ich kann ein Gourmet-Gericht innerhalb einer Minute zubereitet und töten...kann ich ebenfalls so schnell. Immerhin gehöre ich jemanden so Noblen an, der mich nur wieder verbannen würde, wenn ich Probleme mit euch kleinen Haien hätte."

      Gewöhnliche, sterbliche Mafiosi ohne den kleinsten Funken Magie in den Adern? Für Beni nicht mehr als ein Aufwärmtraining. Er hatte sich schon früher ganz ohne magische Tricks blutig geprügelt, nur um arroganten Großmagiern eins auszuwischen. Eine Zauberin hatte er sogar den Berg runtergeschubst, bevor sie überhaupt irgendwelche Magie anwenden konnte. Er hatte schließlich nicht vor, bei der erstbesten Stichelei ins Gras zu beißen. Als Masochist wollte er den Schmerz verdammt noch mal auskosten. Dafür hatte er seinen Körper gestählt – eine Lektion, die er mit Bosco teilte, dessen Magie ebenfalls ihre Grenzen hatte. Doch Bosco hatte ihm auch einen unbezahlbaren Zauber beigebracht. Einen, der ihm in wenigen Augenblicken das Leben retten würde. Gefolgt von seiner lieblichen Waffe, die ihn half, daer noch keine BITCH-Kräfte einsetzen konnte.
      Aber eins nach dem anderen. Zuerst musste das Gericht serviert werden. Genüsslich schluckte Beni das letzte Stück Sushi hinunter. Die darin versteckte Droge prallte an seinem Metabolismus ab wie Regen an Glas, keine Wirkung auf seinen bereits verseuchten Körper. Doch erinnerte ihn der Geschmack ein wenig an Heimat, warum auch immer...Dann griff er die Gabel fester.
      Ohne Vorwarnung holte er aus, legte nur einen Bruchteil seiner monströsen Kraft in den Schlag und rammte das Metall dem Typen, der ihm vorhin eine Zigarette verweigert hatte, direkt in die Kehle. Die Zinken durchschlugen Fleisch und Knorpel. Ein warmer, roter Schwall spritzte Beni entgegen, während die restlichen Männer am Tisch panisch aufsprangen und Stühle umwarfen. Die Gabel steckte so abartig tief im Hals des Mannes, dass es fast surreal wirkte.
      Völlig unbeeindruckt vom Chaos beugte sich Beni über den gurgelnden, um Luft ringenden Sterbenden und zog ihm die Schachtel und das Feuerzeug aus dem Jackett.„Danke dafür.~“, schnurrte er aufrichtig. Er wandte sich ab, das Gesicht und das Hemd von frischem Blut getränkt. Mit der Ruhe eines Mannes, der alle Zeit der Welt hat, zündete er sich die Zigarette an und inhalierte den ersten Zug tief in seine Lungen.„Et voilà. Ein Haispieß…“, kommentierte er trocken in feinstem französischen Akzent. Woher er den Akzent plötzlich nahm, wusste er selbst nicht so genau, irgendwie kam er von selbst.


      Tief inhalierte Beni den Rauch und stellte fest, dass er den metallischen Geruch von frischem Blut sogar genoss. Alles war besser, als dieser widerliche Gestank nach Hering. Doch die Männer am Tisch waren keine Grünschnäbel, die nach einer solchen Hinrichtung in Schockstarre verfielen. Beni spannte jeden Muskel an und stählte seinen Körper für das, was kommen würde – Kugeln.
      Als die Mafiosi nach ihren Waffen griffen, war Beni schon einen Schritt weiter. Er zog seine Waffe, die sich in seiner Hand fließend in ein mattschwarzes Survival-Messer verwandelte. Ein Glück, dass Bosco seine kugelsichere Weste trug, selbst wenn seine Magie ihn ohnehin schützte. Beni hatte sogar ein Ziel für diesen Kampf: Er wollte diesen Raum ohne einen einzigen verdammten Kratzer verlassen. Nur um Korbos zu zeigen, wie verdammt fürsorglich er sein konnte!

      "Zeit zu tanzen.~"

      Er spuckte die Zigarette auf den Boden und warf sich mitten in den Sturm. Bevor zwei der Kerle überhaupt den Finger an den Abzug legen konnten, hatte Beni ihnen bereits mit einer fließenden Bewegung die Kehlen durchtrennt. Zwei weitere knickten nach einem verheerenden Tritt in die Magengrube japsend zusammen – Beni nutzte den Schwung und trieb ihnen das Messer gnadenlos in den Körper. Im Augenwinkel sah er den nächsten Angreifer, riss ein Stahltablett vom Tisch und schmetterte es dem Mann mit voller Wucht gegen den Schädel. Im nächsten Moment tauchte Dax aus dem Nichts auf, warf sich ins Chaos und mischte die verbleibenden Männer auf. Eine wahre Teamarbeit im blutigen Gemetzel, sie warfen sich ihre Gegner zu, damit der Andere den K.O verpasste.

      Als mehr als zehn Männer blutend auf dem Boden lagen, niedergemetzelt von Dax und Beni, legte sich eine unheimliche, drückende Stille über den Raum. Beni wischte sich beiläufig über das Gesicht, doch das frische Blut verschmierte nur als karmesinroter Schleier auf seiner Haut. Seine todernste, eiskalte Miene, die er während des Gemetzels wie eine Maske getragen hatte, bröckelte plötzlich. Eine tiefe Röte stieg in seine Wangen und sein Atem ging auf einmal schwer und hechelnd. Hach. Es hatte sich einfach unfassbar gut angefühlt!!! Mit einem fast schon zärtlichen, dankbaren Blick sah er auf die Leichen zu seinen Füßen hinab.

      „Ahh… ich habe… schon viel zu lange nicht mehr gegen einen ganzen Mob gekämpft. Meine Knie sind weich wie Pudding.“, quengelte er plötzlich mit einem Schmollmund, als hätte man bei ihm einen Schalter umgelegt. Mit einem dunklen, durch und durch perversen Glitzern in den Augen leckte er sich das fremde Blut von den Lippen und schlenderte langsam auf den Mexikaner zu.
      Er legte die Hände fast schon schüchtern über sein erhitztes Gesicht, als wäre ihm seine Erregung peinlich – doch seine Stimme klang dunkel und sündhaft verführerisch, als er ihn ansprach:

      „Bestimmt greift jetzt irgendein langweiliger Ehrenkodex, nach dem Oscar dich umbringen muss oder du ihn… aber weißt du, ich bin jetzt sein Anführer. Das heißt, seine Schulden gehören mir. Lass uns eine Wette abschließen: Wer von uns beiden kann wirklich in fünf Minuten den jeweils anderen umlegen? Du darfst auch auf mich als erstes zukommen… und vielleicht nutze ich die Zeit, um mal kurz deinen weichen Hintern abzutasten. Der ist echt einladend...“



      Obwohl der Sushiladen getränkt war voller Tod und Gemetzel, wirkte Beni wie ein Pornostar in dem Raum. Er war furchtbar erregt und wollte am liebsten eine kleine Atempause. Am liebsten wäre er mit dem Mexikaner in die Küche und hätte sich auf die Herdplatte gesetzt, um dann mit gespreizten Beinen zu beweisen wie gelenkig er doch war. Doch er wusste nicht, ob der Mexikaner dasselbe fühlte, nachdem er seine Kumpanen gekillt hatte.

      "Also...Wie wärs mit uns zwei, mon beau gosse?"
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von Kaischiro ()

    • Izarra

      "Oh, bist du endlich wieder wach, alter Freund?"

      Friedlich schlummerte Izarra noch ein Weilchen, der Regen prasselte gerade so friedlich an der Scheibe. Konnte ihm Eternity noch ein paar Minuten der Ruhe schenken? Ihm kam es so vor als sei er wieder von den Toten auferstanden, sein Körper war noch ganz schlapp und in seiner Nervenbahn kribbelte es noch ziemlich unangenehm. Warum fühlte er sich nur so kraftlos? War die Arbeit heute wieder so anstrengend? Nun, Eternity hatte ihn auch mit den ungeduldigen Patienten vollkommen alleine gelassen, um mit seiner Partnerin sich draußen zu vergnügen. Natürlich wieder ohne genug Schutzkleidung, mal wieder auf diesen gefährlichen Bike.
      Wenigstens war Eternity so nett und checkte ihn nach Schichtsende ab. Bestimmt tat er das nur, um ihn seine Fehler zu demonstrieren, aber das war ihm gleich. Nach Schichtsende hatten sie immer den meisten Spaß. Für Izarra war es unglaublich zu was für einen Wesen sich der Lord entwickelte. Aus ihm wurde ein guter Wunderarzt.



      "Das wurde aber auch langsam Zeit! Fängst du etwa an zu schwächeln? In meinen Erinnerungen ging es deutlich schneller."

      Das Trugbild, was sich sein Hirn sich ausdachte wurde für einen kurzen Moment zu seiner schönen Realität. Er lebte in der Vergangenheit, in dem alles einfacher war...sorgloser. Zwar hatte Izarra schon immer Probleme mit seinem Liebesleben und extreme Geldprobleme, aber wenigstens hatte er einen Freund, der gewillt war ihm zuzuhören. Eternity lachte ihn zwar mehr aus als jeder andere, doch bei ihm hegte er nie böse Absichten. Er hatte nie das Gefühl, dass der Lord ihn aus bösen Absichten auslachte. Er war wie ein Freund, der ganz offen und ehrlich mit ihm umging. Durch ihn entwickelte auch Izarra ein Stück aus mehr Selbstbewusstsein, was er glaubte nach dem Schicksal von Eternitys Mutter vollkommen verloren zu haben. Solange er aus Eternity ein Kichern herauslocken konnte, war auch Izarra glücklich.

      "Was würdest du nur ohne mich machen, Izarra?"



      ...Nur Goldie vergaß er ständig zu füttern...obwohl er extra ein Fütterungsplan für ihn demonstriert hatte. Wenn Goldie noch ein wenig mehr Futter erhielt wurde er nämlich zum Menschen, immerhin stammte er aus dem Wasser, indem auch Meerjungmänner ihr zuhause hatten! Doch Eternity glaubte nie daran, dass dieser Fisch irgendetwas magisches an sich hatte - für ihn war er ein gewöhnlicher Goldfisch. Sie hatten deshalb oft zoff und es wurde ganz heftig, nachdem die Lordschaft den armen Goldie einfach mitgenommen hatte...
      ...
      ...
      ...Er hatte Goldie mitgenommen...
      ...Nachdem er gemeinsam mit seiner zweiten Hälfte ein Blutmassaker in der Praxis angerichtet hatte und einfach verschwanden.
      ...und dabei Izarra ganz allein auf der Erde zurückgelassen hatten.

      ...Irgendetwas war hier falsch. Das Herz von Izarra -was gerade erst wieder vollgepumpt war mit Blut - schlug unfassbar schnell. Vorsichtig öffnete er seine Augen, die plötzlich so furchtbar schwer wurden. Er...hatte Angst in die Realität einzutauchen, die ihn schwerer traf als die Kokosnuss in der Traumwelt. Jedoch reichte es nur die schwarzlackierten, spitzen Nägel der Lordschaft zu sehen, um komplette Panik in seinem Körper zu verspüren. Wie ein Kaninchen, welcher in seinem Käfig gefangen war, drückte der Gurt so stark an seiner Brust und hielt ihn fest. Mit weit aufgerissen Augen starrte er auf das Bild seines alten Freundes, der sich gar nicht verändert hatte. Träumte...er gerade? Hatte ihn jemand schon wieder in einen Traum gesteckt?! Er hatte keine Ahnung, doch sagte ihm sein Gefühl es wäre die Realität.
      Wie ein scheues Tier drückte er sich mit der Schulter zur Autotür, seine zittrigen Hände versuchten sich sofort vom Gurt zu lösen.

      "W-wie...kann...das...sein..?!...", stotterte Izarra hilflos zusammen, während sein Sitznachbar ziemlich ruhig wirkte. Egal wie er hierher gekommen war und ob derjenige vor ihm echt war: Er musste schleunigst hier raus!



      "Denk nicht einmal daran zu fliehen oder mich mit deinem Schlafzauber zu belegen, dort draußen warten zwei Krieger aus dem Hísilómëa- Stamm. Du weißt doch hoffentlich genau wie ungehalten dieser Barbaren werden können?"

      Natürlich hatte diese Person Izarras einzigen zwei Optionen wie einen Schachzug schon lange vorausgeschaut. Izarra starrte nach draußen und entdeckte tatsächlich die zwei Barbaren, die an der Bushaltestelle sich vom Regen schützten. Somit wurde dem Musiklehrer eins bewusst: Das vor ihm...musste der Lord sein, den dienten diese Barbaren nur einem Mann. Natürlich wäre an einen Shapeshifter auch zu denken, doch war diese Art zu Sprechen Izarra viel zu vertraut, dass er jemand so perfekt kopieren konnte. Die Barbaren würden also alles in Schutt und Asche verbrennen, wenn Korbos sich nicht innerhalb von zehn Minuten bei ihnen meldete? Seit wann konnten diese Krieger denn zählen?! Das charmante Lächeln von Eternity bereitete in ihm ein unheimliches Schaudern aus, was er schon lange nicht mehr so stark erlebt hatte. Nach mehr als zwanzig Jahren...trafen sie sich einfach in einem Auto wieder. Moment, jetzt wo er sich so umsah...es stank hier genauso stark nach Desinfektionsmittel wie in Tylers Wagen. Warum hatte denn die Lordschaft Tylers Wagen?!

      "Ich bin nicht hier um dir das Leben noch schwerer zu machen, du gibst wirklich ein miserablen Supporter ab...Genau wie damals kommst du wohl ohne mich nicht zurecht, kann das sein?"

      Sprachlos konnte Izarra seinen Mund gar nicht schließen. Er hörte zwar Eternity genaustens zu, jedoch hallte es in ihm nicht genau durch. Dieser Mann...saß einfach mit ihm in dem Wagen des Wasserwächters und wollte mit ihm ein Pläuschen starten, wie zwei alte Kumpanen. Dabei kritisierte er ihn genauso wie früher und betonte seine Wichtigkeit, da Izarra ohne ihn gar nicht weiterkam. Die Lippen begannen bei Izarra zu beben, er drückte seine Fingerknöchel so stark zusammen, dass seine Nägel sich in seine eigene Haut hineinbohrten. Er hätte niemals damit gerechnet, dass die erste Emotion nicht Wut war. Dabei dacht er, wenn er auf den verblödeten Lord in der Zukunft wieder begegnete....dass er komplett den Faden verlieren würde, wie er es noch nie bei jemanden empfunden hatte. Immer wenn er an ihn dachte war er unsagbar wütend. Er schlug in sein Kissen hinein, wenn er an Eternity dachte und weinte sich später voller Wut in den Schlaf. Doch gerade spürte er nicht den Hauch von aufsteigender Wut. Es war...deprimierende und quälende Trauer, die seine Augen mit Tränen füllen wollte. Niemals würde der Supporter aber jetzt weinen! Genauso wenig wie vergessen, wer hier vor ihm saß! Das...war nicht mehr sein alter Freund.

      "Alter Freund...Ich hab dich wirklich vermisst. Wärst du bereit dafür dich ein wenig mit mir zu Unterhalten? Ich habe einige Risiken auf mich genommen, nur um dich zu sehen..."

      Und das war...alles keine Lüge? Verwirrung breitete sich in ihm auf, er runzelte unglaubwürdig seine Stirn in Falten. Als Antwort drückte er sich nur weiter gegen die Tür, bereit für die Flucht, auch wenn er es wohl niemals riskieren würde zu gehen. Er musste trotzdem wachsam bleiben, auch wenn Eternitys Worte ehrlich waren bedeutete es nicht, dass er aus friedlicher Natur hierher marschiert war. Niemals! Er war ja immerhin der größte Schurke aus ganz Meridian, der die Erde in Gefahr brachte! Wegen ihm...mussten sie täglich in Angst und Schrecken leben. Die armen WITCH, die noch gar nicht auf solch' einen Schurken vorbereitet waren...Moment, wo waren eigentlich die WITCH?! Er hoffte sie waren in Sicherheit, doch er erinnerte sich nicht mehr genau...Sie waren...doch gerade noch im Wald. Urgh, er konnte sich einfach nicht genau erinnern. Es war schon schwer genug den Lord zuzuhören.

      "Ich will dir Helfen, wir beide...Waren doch gute Partner in der Klinik! Du hast mir damals das Leben gerettet...Ich stehe in deiner Schuld, ich hege wirklich keine Feindlichen Absichten dir gegenüber aber wenn du mir nicht anständig zuhörst...Werde ich ungehalten. Du kennst mich doch....~"

      Eternitys Worte träufelten wie Gift in sein Ohr und fraßen sich gnadenlos durch seinen Verstand. Jede Silbe war eine Qual. Warum schrillten in ihm keine Alarmglocken? Warum schwieg sein Instinkt, der ihn sonst nie im Stich ließ? Kein Zeichen von Lügen? Wie zum Teufel hatte Eternity ihn so mühelos überlisten können? Das war noch niemandem gelungen ...Izarra presste sich verzweifelt gegen die Autotür. Mit zitternden Fingern riss er wenigstens den Anschnallgurt auf – er schnürte ihm die Brust ab, er bekam kaum noch Luft. Fassungslos starrte er zu Eternity hinüber. Der blickte nur zurück, mit einem durch und durch vergnügten Funkeln in den Augen. Ein ruhiges, sadistisches Lächeln, während Izarras Welt gerade zum wiederholten Mal in tausend Scherben zersprang.Warum war er überhaupt hier? Wieso sollte ausgerechnet er ihm helfen wollen? Nichts davon ergab Sinn. Eternity war die Wurzel all seines Leids. Schon seit zwanzig Jahren.

      "Wo...Wovon redest du da nur...? Wieso...", versuchte Izarra seine schweren Gefühle in Worte zu fassen, jedoch klappte es einfach nicht. Seine Augen wurden nur ganz glasig, die Sicht wurde verschwommener. Er konnte sich kaum noch halten, er war wie in einem schrecklichen Alptraum gefangen, aus dem er ganz schnell raus musste. Irgendetwas in ihm sagte...dass er nicht hier sein sollte, sondern bei den WITCH. Sie brauchten schließlich seine Hilfe. Doch Eternity sprach einfach weiter, während Izarra die Niedergeschlagenheit in jedem einzelnen Knochen verspürte.



      "Izarra du weißt das ich das Schach spielen über alles Liebe...Doch ich verabscheue es wenn ein Spiel nicht Fair verläuft. Diese Partie beginnt obwohl nicht alle Figuren auf dem Feld sind...Sei nicht dumm und vertrau mir jetzt."

      Erneut begriff der Supporter nicht, auf was sein Feind hinaus wollte. Ihm vertrauen. Eternity glaubte ernsthaft, dass er noch in der Lage dazu wäre? Nach dem schrecklichen Schicksal? Stumm beobachtete er wie sein alter Freund ein kleines Aufnahme gerät auf das Armaturenbrett legte und ein Gespräch abspielte, ohne Izarra den Inhalt zu erklären.

      >>...Denn waren die WITCH nie vollständig gewesen. Die sechste WITCH...fehlte. Die WITCH der Schatten. Das Gleichgewicht zur Quintessenz<<

      Erneut durchbrach Izarra ein schreckliches Gefühl von Verwirrung, worauf er angespannter seine Finger in den Sitz drückte. Warum...hörte er da sich selbst sprechen? Und...wovon sprach da dieser jemand, der seine Stimme stahl? Eine sechste WITCH? Das Gleichgewicht zur Quintessenz? Eternity starrte ihn so erwartungsvoll an, als erwartete er nun eine genaue Reaktion von Izarra. Doch dieser starrte nur mit verschmälerten Augen auf das Aufnahmegerät, vollkommen...verzweifelt mit der Situation. Er wollte so gerne aus dem Auto raus, einfach rausspringen und so weit rennen wie er nur konnte. Doch die Realität zeigte Mal wieder wie hilflos er war. Was für ein...Versager, der sich einfach von dem Feind einnehmen ließ.

      "Du...Hast dich...echt nicht verändert.", begann Izarra endlich zu sprechen, jedoch war seine Stimme nicht so stark wie sonst. Es fiel ihm schwer den Lord in die Augen zu sehen, doch tat er es. Er wollte...dem Feind genau in die Augen blicken. Wenn er es nicht tat und sich von seinen Worten verführen ließ, hatte er ernsthaft als Supporter versagt. Er durfte jetzt nicht die Fassung verlieren!

      Izarra holte tief Luft. Langsam zwang er sich dazu, den Mut zusammenzukratzen, den er gegen Eternity dringend brauchte. Er wollte sich unterhalten? Na schön, diesen Wunsch würde er ihm erfüllen. Aber eines stand fest: Er würde nie wieder seine Marionette sein. Dafür stand mittlerweile zu viel auf dem Spiel.

      „Du reißt ein Thema einfach mittendrin an und erwartest, dass man dir sofort folgen kann“, begann Izarra kalt. Seine Augen, die eigentlich oft wie Sterne funkelten...zeigten keinen Hauch von Licht. Es verblasste in einem feinen Nebel, die Erinnerung an früher hatte bei ihm schwere Narben hinterlassen. Nicht noch einmal würde er auf dieses Gesicht hereinfallen.



      „Ich habe mir unser Wiedersehen so oft ausgemalt. Ich habe mich so oft gefragt, wie ich dir gegenübertreten würde... nach allem, was vor zwanzig Jahren war. Aber ich hätte nie erwartet, dass du es dir so verdammt einfach machst. Dass du mich allen Ernstes bewusstlos in ein Auto zerrst, nur um ein nettes Pläuschchen zu halten... Das ewige Leben in deinem dunklen Schloss hat dir offenbar völlig den Verstand vernebelt, alter Freund.“

      Izarra nahm kein Blatt mehr vor den Mund. Der Respekt vor Eternity war fort, restlos ausgelöscht. Genauso wie das Gefühl der Verbundenheit, es war zu einer traurigen Vergangenheit geworden, die niemals mehr erwachen würde. Genau wie bei Nuriel hatte er diese einst so tiefe Bindung, die früher sein ganzes Leben bedeutet hatte, endgültig durchtrennt.

      „Warum bist du wirklich hier? Nur um mir die Geschichte von irgendeiner Aufnahme einer berüchtigten sechsten WITCH aufzutischen, dessen Information angeblich jemand mit meiner Stimme gegeben hat? Eternity, das ergibt überhaupt keinen Sinn. Selbst wenn ich deine Lüge noch nicht komplett durchschaue – du sagst mir ganz sicher nicht die komplette Wahrheit! Allein schon, dass du hier bist...und wie früher wirkst...Ein komplettes Ebenbild deiner Vergangenheit!!!"


      Izarra schlug sich hart auf den Oberschenkel. Da war sie endlich, die Wut, die so lange in ihm geschlummert hatte. Er durfte das Wesentliche nicht vergessen: Er hasste ihn. Er war unbändig wütend auf Eternity. Sicher, auch auf Kye, aber Eternity war sein bester Freund gewesen. Und dieser verdammte Bastard hatte ihn einfach auf der Erde im Stich gelassen. Nie hätte er geglaubt, dass er ihn einfach verrecken ließ...und dann auch noch das Herz von Kandrakar durchtrennte.

      „Ganz gleich, ob du lügst oder nicht... Dir zu vertrauen, wäre das Todesurteil der WITCH. Ich trage jetzt Verantwortung. Und wir beide wissen ganz genau, dass Lord Korbos Eternity der absolute Feind der WITCH ist. Kye und du.“

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      Franc Kwan


      Was für ein Reinfall, hatte Franc ernsthaft heute gedacht bei Stan landen zu können? Urgh, dabei hätte er es am besten wissen sollen. So ein Roboter wie Stan sah in ihm nur eine Person, der er hin und wieder über den Weg lief. Es glich ja schon einen Wunder, dass er ihn überhaupt anschrieb. Eigentlich hätte Franc ab diesem Moment glücklich genug sein müssen und nicht noch mehr verlangen.
      Er sollte laut ihn die Hände klatschen, wenn Stan ihn überhaupt als Freund sah. Obwohl sie in ihrer Ausbildung so viel Zeit miteinander verbrachten, hatte ihn Stan nämlich nie so genannt. Egal wie freundlich Franc wirkte, wie hilfsbereit er auch war. Dieser Mistkerl hatte ihn immer nur flüchtig angesehen und weiter seine Aufgaben gemacht, wie ein perfekter Schüler.



      Hach...Es war erschreckend wie plötzlich er ein kleines Licht in seinem dunklen Tunnel erkannte. Warum es ihn doch so sehr frustrierte, dass dieser Junge nie ihn beachtete. Es war etwas ähnliches, wie er für Raimondo empfand und dafür wollte er sich in Grund und Boden schämen. Wie konnte er denn bitte noch Platz für jemanden wie Stanley in seinem Herzen haben, wenn Raimondo doch die Liebe seines Lebens war. Und daran zweifelte er auch gar nicht. Er wollte mit dem Lehrer glücklich und alt werden, für nichts auf der Welt wollte er es austauschen. Aber...Stans Abweisungen schmerzten nicht einfach nur, weil er ihn attraktiv fand. Er mochte kalte Charaktere, er liebte es für sie sich so stark anzustrengen, bis er Platz in ihrem Leben fand. Bei Stan war das Verlangen genauso stark wie bei Raimondo... Er hätte sich wenigstens einmal gewünscht, dass dieser Bastard ihn richtig in die Augen sah, sowie er es ständig bei ihm tat. Er sollte ihn verdammt nochmal wahrnehmen und vielleicht...auch einmal verstehen, was der Butler eigentlich seit Jahren für ihn empfand.
      Er liebte diesen Roboter...Niemals so stark wie Raimondo, doch genauso vernichtend. Bei ihm zu sein erfüllte ihn mit Glück, von ihn gebraucht zu werden mit Freude. Neben ihn zu sitzen...war genauso schön, auch wenn er natürlich mehr verlangte. Aber diesen Gedanken sollte er sich aus dem Kopf schütteln, genauso wie seine einseitige Liebe.
      Verdammt niedergeschlagen suchte er seinen Autoschlüssel in seiner Jackentasche. Es wäre wahrscheinlich für ihn okay gewesen, hätte Stanley sein erstes Mal mit jemanden gehabt, für den er reinste Gefühle empfand. Wie diesen Izarra. Raimondos wahre Liebe ist ja auch Dina, weshalb er sich schon immer wie ein Teil von Raimondos kleinen Harem fühlte, was er ziemlich gut akzeptierte. Wenn Liebe im Spiel war konnte er drüber hinwegsehen, dass er nicht die Nummer eins war. Aber...Mr. Rose...ihn vorziehen, nur weil er heiss war. Er hätte Stanley anders eingeschätzt, er dachte sein erstes Mal würde eine Gummipuppe werden, die er vor den Gebrauch forschend analysiert hätte. Wie er sich getäuscht hatte. Es war einfach zum Kotzen. Die Drogen zu Hause riefen nach ihm, in einer wehleidigen Melodie, die Francs Seele widerspiegelte.



      Plötzlich riss sich Stan von ihm los, woraufhin Franc sich verwirrt zu seinem selbst genannten Freund umdrehte.

      "Was ist los?", fragte er nach und merkte sofort, warum sie anhielten. Panisch japste er auf, als er Stans krumme Haltung wahrnahm. Argh, er wollte sich auf offener Straße übergeben!!! Panisch sah er sich, bis ihm etwas einfiel.

      "W-warte hier! Hab ihm Auto immer einen Eimer für Notfälle dabei! Ich bin so schnell wie der Blitz!", versicherte ihn Franc während er sich sofort in Bewegung setzte. Die Kotze vor einer Bar wollte er bestimmt nicht aufwischen, jedoch waren hier überall Kameras und die würden sich ihre Gesichter ganz klar merken! Er hob seine Beine so flink, als wäre er eine Gazelle. So eifrig es nur ging sprang er selbst über den hohen Zaun, der das Parkgebiet eingrenzte. Wie von Zombies verfolgte öffnete er durch einen Knopf seinen Wagen und holte aus diesem den Eimer heraus. Sein Notfallkumpel, weil Franc und seine Freunde es selbst gerne übertrieben, da in seinem Lieblingsclub keiner auf den Alkoholkonsum achtete. Mit dem Eimer in der Hand sprintete er wieder zurück zu seinem Freund, den er einsam und allein stehen gelassen hatte. In einer unglaublichen Bestzeit blieb er bei Stan stehen, der plötzlich so viel besser aussah als vorher. Schwer außer atem hechelte er und wischte sich den Schweiß von der Stirn.

      "Ernsthaft...Dir geht es wieder besser? Für was bin ich gerannt?!", nörgelte er, obwohl er ziemlich froh war, dass Stan solange nicht dahingereihert hatte. Auch wenn er seine Beine nicht mehr spüren konnte. Naja, da er sowieso nicht mehr davon hatte hübsch auszusehen, konnte er auch wieder seine extra geglätteten Haare zusammenbinden. Noch schnaubend stellte er den Eimer ab und entnahm aus seiner Jackentasche ein Haargummi, woraufhin er seine Haare langsam zu einem Zopf zusammenknotete. Irgendwie spürte er einen eisigen Stich von der Seite, als würde ihn Stanley genaustens beobachten...War der echt okay? Er drehte sich zu Stanley, um etwas zu sagen, doch war Stan viel schneller als er.

      "Du hast recht, Franc"

      "Hmmm?", summte Franc fragend, denn verstand er gar nicht auf was der Butler hinauswollte. Meinte er etwa das Thema Autofahren? Ohja und wie er recht hatte. Der Kerl war zu besoffen um das Lenkrad überhaupt aufrecht zu halten...Obwohl...Franc fixierte ihn ein wenig mehr. Nanu? Warum...sah er wieder vollkommen normal aus, als hätte er den Rausch schon ausgeschlafen? Wie war das möglich?



      "Ich sollte nicht noch mal zu Mr. Rose gehen der weit über meinen Erfahrungen steht. Mich mit mangelhafter Leistung oder Passivität abzufinden, ähnelt mir nicht.... Wenn ich ein Defizit in meinen Fähigkeiten erkenne, ist es meine Pflicht dieses durch intensives Training zu beheben. Alles andere wäre ineffizient."

      Fast unbewusst öffnete er seine Finger und ließ das Haargummi los. Seine Haare fielen sofort wieder herab, doch das bemerkte er kaum. Er war viel zu fixiert auf Stans Worte, die ihn völlig aus dem Konzept brachten. Hatte Stan ihm gerade allen Ernstes zugestimmt, sich nicht mehr mit Mr. Rose zu treffen? Das war doch nur so dahergesagt gewesen! Niemals hätte Franc erwartet, dass Stanley ihm beipflichten würde, auch wenn Franc selbst voll dagegen war...und es ihn natürlich freute! Doch die Art, wie Stan darüber sprach, war erschreckend kalt. Er analysierte das Thema wie eine Maschine und redete über Sex, als wäre es der bloße Datenaustausch eines Rechners. War bei ihm eine Sicherung durchgebrannt?Als Stanley sich nun vollständig zu ihm umdrehte, schnürte sich Franc plötzlich der Hals zu. Irgendwas... hatte sich an Stan verändert. Eben noch stark betrunken, wirkte er plötzlich erschreckend klar und redegewandt. Und das Verrückteste: Franc hätte schwören können, einen leisen Flirt in seiner Stimme zu hören, obwohl er wie ein künstliche Intelligenz so dahinredete. Alter, das bilde ich mir ein...!, schoss es ihm durch den Kopf. Dieser wandelnde Roboter flirtete ganz sicher nicht mit ihm, während er gleichzeitig über irgendwelche Fähigkeiten dozierte. Seine Stimme klang nun Mal IMMER scharf, wenn er über Effizienz und Leistung sprach - Stans Lieblingsthema. Hatte Franc ihm aber nicht gerade erst gesagt, dass Fähigkeiten nicht unbedingt eine Rolle spielte? Typisch Stanley, der dadurch einen Fehler in seiner Leistung sah. Urgh, musste er jetzt etwa ihn aufmuntern, dass er es gar nicht so gemeint hatte und Izarra bestimmt ihn als 'meeega guut' einstufen würde im Bett? Nein, Stanley war niemand, der dahergesagtes Lob wollte. Was wollte er dann von ihm?

      "Du sagtest, du hättest mir bereits [i]Hilfestellungen angeboten und wärst in der Lage, mir beizubringen, wie man aktiv vorgeht"[/i]
      ...
      ...
      ...!

      Franc riss völlig perplex die Augen auf. Stanley hatte ihm nicht nur zugehört – nein, er hatte seine Zweideutigkeiten tatsächlich auf Anhieb verstanden! Die Aufregung schoss ihm derart durch den Körper, dass sein Herz jeden Moment aus seiner Brust zu springen drohte. Kacke, bilde ich mir das gerade wirklich nicht ein?!
      Nun war es an Franc, Stans Worte haarklein zu sezieren. Hatte der Kerl etwa endlich kapiert, was er ihm schon die ganze Zeit zu vermitteln versuchte? Dass er ihn seit dem ersten Tag anflirtete? Was passierte hier gerade? Wurde hier etwa der ultimative Butler-Traum wahr?! Was ging hier ab? Und vor allem: Was zur Hölle war in diesem Alkohol drin?! Weckte es die Lebensgeister?!

      "Ich bin ein sehr wissbegieriger Schüler und lerne schnell. Ich habe beschlossen, dein Angebot für dieses praktische Training anzunehmen."

      Sein Blut stieg ihm wieder hoch ins Gesicht, er wurde so rot wie eine Tomate. Erneut spürte er die Hand von Stans an seiner, doch diesmal ergriff Stanley ihn. Nun fühlte sich Franc wie ein Computer, der rebootet werden musste. Warte, was passierte hier eigentlich? Hatte...Stan ihn ernsthaft zugestimmt mit ihm...zu schlafen?! Der Händedruck wurde fordernder, als war es genau die Antwort auf seine Frage.

      "Ich schätze dich sehr, als meinen Kameraden Franc...Falls ich das dir gegenüber nicht deutlich ausgedrückt habe verzeih mir dieses Versäumnis. Ich erkenne selbstverständlich dein gutes Aussehen. Zur unserer Ausbildung haben sich viele in deine Richtung gedreht, ich dachte es wäre logisch das ich ähnlich darüber denke...Ich erwarte heute Nacht eine sehr detailreiche Lektion von dir. Außer du hast es dir jetzt anderes überlegt...Das kann ich selbstverständlich auch verstehen."

      Heilige...Damit haute ihn sein Roboterfreund endgültig um. Stanley fand ihn also doch attraktiv? Er schmeichelte ihn so sehr, dass der Butler das starke Kribbeln in seinem Unterleib verspürte, als würden hunderte Schmetterlinge in ihm herumflattern. Fürs erste war Franc in einer Schockstarre, er war schon lange nicht mehr so aus dem Konzept gewesen. Doch bevor es Stanley als eine Art Ablehnung empfand, erhob Franc seine Stimme - vielleicht ein bisschen lauter als gewollt:

      "Na-Natürlich will ich dir...immer noch helfen! Ich bin...nur ein wenig überrascht, dass du doch...Interesse hast...", gab der Butler zu, auch wenn man die Überraschung wohl in seinem Gesicht genau ablesen konnte. Die Freude war so stark, dass Franc sich ein Lächeln STARK unterdrücken musste - jetzt wollte er bestimmt nicht creepy wirken!!!



      Franc hatte Stans Worte noch gar nicht richtig verdaut, da saßen sie auch schon in seinem Auto. Mit verkrampften Fingern umklammerte er das Lenkrad, das sich mit einem Mal tonnenschwer anfühlte. Wann war er das letzte Mal derart nervös gewesen? Das musste Jahre her sein. Wahrscheinlich damals bei Raimondo, als er noch keinen festen Platz an dessen Seite hatte und nur der Junge fürs schnelle Vergnügen gewesen war, wenn er seine Frau zu stark vermisste oder sie einfach abwesend war.
      Und jetzt... jetzt würde er sich also mit Stanley vergnügen. Mit seinem Kameraden. Das würde ihm mehr als ausreichen, es würde ihn bestimmt für eine lange Zeit beflügeln! Die pure Aufregung pochte in seinen Adern und er bekam fast schon Panik, dass er schwitzen und sein Make-up verwischen könnte. Zum Glück hatte er vorgesorgt und sich bereits auf solch' eine Möglichkeit vorbereitet – auch wenn er es in seinen kühnsten Träumen nie für möglich gehalten hätte, dass er tatsächlich mit Stanley... ins Bett gehen würde!Bevor er den Motor startete, hatte er Stan noch hastig vorgeschlagen, ein sauberes Motel aufzusuchen. Einen Ort, wo alle nötigen Hilfsmittel bereitlagen und... wo Franc die Gelegenheit haben würde, sich vorher noch einmal ausgiebig abzuduschen. Sicher war sicher! Die Fahrt über herrschte drückendes Schweigen. Nicht einmal das Radio lief, denn Franc war viel zu fahrig und angespannt, um es einzuschalten. In der absoluten Stille des Wagens hörte er nur ein einziges Geräusch: sein eigenes, wild hämmerndes Herz.

      Franc parkte direkt neben den Motel, den er oft für sein Vergnügen ausnutzte. Es war eher für asiatische Kunden, denn arbeiteten dort auch nur Asiaten. Dank seiner 'Pflegemutter' beherrschte er fließend japanisch und koreanisch, weshalb er gar kein Problem hatte sich zu verständigen, auch sein damaliger 'Ziehvater' oder wie auch immer er ihn nennen sollte konnte gut japanisch, obwohl er gar nicht asiatisch wirkte.



      Drinnen buchte Franc ihnen in koreanisch ein Zimmer, daraufhin merkte die Dame am Schalter genau, wie nervös doch der Stammkunde war, woraufhin sie nur heimlich Stanley musste und leise nickte. Ja, sie verstand warum Franc so nervös war, weshalb sie ihn bei der Schlüsselübergabe ein "행운을 빌어요!" > 'Viel Erfolg!' in koreanisch zurief.

      Der Loveroom empfing seine beiden Gäste mit einer gedämpften, geradezu flüsternden Eleganz – einer perfekten Symbiose aus asiatischer Minimalistik und opulenter europäischer Romantik. Das Licht war sanft und warm, während tiefe, majestätische Violett-Töne das Design dominieren. Von den schweren Samtvorhängen bis hin zu den subtilen, amethystfarbenen LED-Leisten, die den Raum indirekt beleuchten, strahlt alles eine luxuriöse Intimität aus. Im Zentrum des Raumes thront das Herzstück: Ein majestätisches Bett mit einem massiven, dunkel gebeizten Holzkopfteil, das an französische Antiquitäten erinnert, aber mit der klaren Linienführung japanischer Handwerkskunst spielt. Auf der Matratze breiten sich nachtschwarze und tiefviolette Seidenlaken aus, gesäumt von weichen Kissen, die dazu einladen, die Welt draußen zu vergessen. Der bernsteinfarbene Whisky neben dem Bett d rauchige Wärme, daneben standen zwei massive Tumbler bereit, um auf die kommende Nacht anzustoßen. Perfekt aufgereiht fand sich hier in der schmalen Kommode ausreichend Kondome und hochwertiges Gleitgel. Und das schönste: Direkt daneben - auf einem weichen Sessel- lagen, sorgfältig gefaltet, zwei seidenweiche Kimonos. Sie waren nachtschwarz, bestickt mit dezenten, purpurfarbenen Lotusblüten.



      Franc räusperte sich leicht und verpasste sich imaginär einen Schlag ins Gesicht. Jetzt musste er unbedingt wieder zu sich kommen, Stanley wollte ja nämlich etwas von ihm lernen.

      "Lerne, dass die Wahl eines Lovemotels wirklich wichtig ist. Ich bevorzuge asiatisch angehauchte, weil sie ein bisschen...versauter sind und...es sonst nirgendwo Kimonos gibt... Und glaub mir, dieser Stoff allein kann denn Sinn von Erotik ganz klar verdeutlichen!", versprach ihn Franc ganz offenkundig, setzte sich auf den Sessel und hob den Kimono demonstrativ hoch.

      "Nachdem baden direkt feuchte Handtücher zu nutzen ist ätzend, genauso wie sofort nackt durch den klimatisierten Raum zu gehen. Deinem Bottom könnte daraufhin schon jegliche Lust vergehen, ist ja schon blöd genug wie sehr er sich säubern muss. Kimonos bieten das Gefühl von seidiger Kühle auf der warmen Haut. Gleichzeitig erlauben sie uns, für einen Moment in eine andere Rolle zu schlüpfen. Damit macht das Entblößen des jeweils anderen mehr Spaß, das einfache Lösen eines Knoten entblößt schon so viel Haut...Und--...!"



      Kurz verstummte Franc wieder, wollte Stan das überhaupt hören oder wollte er genau das nicht hören? Er war sich ein wenig unsicher und etwas verlegen räusperte er sich.

      "Mhm...Naja, ich bin... schnell duschen...Du...Kannst ja mitkommen oder danach gehen, wie es dir recht ist. Dann zeig ich dir einfach praktisch wie ich es meine..."
      , schlug er ihm vor und lächelte leicht schwach, ehe er im Rückwärtsgang einfach ins Bad verschwand. Hah...Er fühlte sich neben Stan wieder zurück in sein früheres, nervöses Ich zurückversetzt.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Cabriel Valentine & Ineb Chevrier & Yuuto Kurai
      Xaiden Noron

      Bevor Ineb fragen konnte, in was für einem Ort Tyler abgeblieben war, stampfte die riesige Lady blitzschnell zu Cabriel. Ihre Stimme wurde so laut, dass die Herzträgerin sich die Ohren zuhalten musste. Während sie voller Schock die Augen fest zuzwickte -um den Titanen nicht beim Umrempeln zuzusehen-, zeigte sich in Cabriels Augen ein kleines Funkeln. Obwohl er die Chance hatte der großen Frau auszuweichen, verharrte er in seiner Position wie angewurzelt.

      "TÄÄÄÄÄUUUUUBCHEEEEEN!!"

      Verwirrung, aber auch tiefe Erleichterung durchfluteten Cabriel, als Wyatt ihn in eine feste Umarmung zog. Obwohl er Xaiden gerade beinahe unmenschlich behandelt hatte, fiel kein Wort des Tadels. Stattdessen sorgte Wyatt sich um ihn – wegen eines bisschen Blutes an seiner Lippe. Cabriel fand das fast schon übertrieben, doch hinter seiner stoischen Fassade genoss er die Nähe, die Wyatt unbewusst noch enger werden ließ. Als er die harte, massive Brust seines Gegenübers spürte, schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf:
      Das hier ist besser als jedes Pflaster.
      ...Wow. Wyatts weibliche Form brachte sein komplettes Weltbild ins Wanken. Bis eben war er fest davon ausgegangen, zu hundert Prozent schwul zu sein. Aber die Art und Weise, wie ihn diese raue, maskuline und zugleich durch und durch weibliche Ausstrahlung von Wyatt faszinierte, ließ ihn zweifeln. Stand er etwa geschlechtsunabhängig auf Muskeln? Besonders auf Frauen, die ihn mühelos und ohne mit der Wimper zu zucken hochheben konnten? Für einen Moment fand er großen Gefallen an der Vorstellung. Doch dann schlich sich das Bild einer anderen Person in seinen Kopf, die lange Zeit die stärkste Frau in seinem Leben gewesen war.
      Urgh. Cabriel verzog das Gesicht. Verdammt, diese unfassbare Kraft erinnerte ihn viel zu sehr an seine Schwester. Ein Schwall unschöner Erinnerungen drohte die Zweisamkeit zu vergiften. Er hoffte nicht, dass sie wegen ihr sein Typ war...



      Doch Wyatt schien genau zu spüren, dass er ihr geistig entglitt – und holte ihn kurzerhand ins Hier und Jetzt zurück, indem sie anfing, sein ganzes Gesicht mit lauter kleinen Schmatzern zu übersäen.




      Für Cabriel war jeder einzelne Kuss von Wyatt wie ein Heilmittel, das all seinen Kummer und seine Sorgen einfach auslöschte. Selbst wenn die halbe Welt um sie herum in Flammen stand– solange er ihre weichen Lippen auf seiner Haut spürte, war er bereit, noch ein Weilchen länger genau hier zu bleiben und seine Federn zu verbrennen. Doch leider übertrieb die Erdwächterin es maßlos.

      "ICH hatte echt große ANGST um dich!!! Ihr ...Ihr habt total tapfer gekämpft...Buuhhuhhh....Aber macht das nicht mitten im Wald, das ist doch Gefährlich!"


      Sie lobte und belehrte ihn nicht nur während der vielen Schmatzer total emotional, ihre Ausstrahlung veränderte sich genauso. Plötzlich wirkte sie so unglaublich fürsorglich, als wäre sie eine Krankenschwester, die Cabriel unbedingt pflegen musste. Weiter küsste sie ihn...flüchtige Schmatzer, die seine Knie jedoch kraftloser machten. War sie heimlich ein Sukkubus, der ihm die letzte Energie aussaugen wollte? Sie überzog sein gesamtes Gesicht mit Lippenstiftabdrücken, bis er verlegen den Blick abwandte. Gerade als er sie stoppen wollte – schließlich war es viel zu gefährlich, noch mehr solcher Küsse zu kassieren –, begann sie, seinen Körper nach weiteren Wunden abzutasten. Schlagartig schoss dem blassen Luftwächter die Hitze in die Wangen, und er lief tiefrot an.

      Langsam aber peinlich berührt packte er ihre Hände, kurz bevor sie an seine Hüfte wandern konnten, um zu prüfen, ob er dort Schmerzen hatte.
      "Lass das...“, hauchte er mit heiserer Stimme. „Ich habe keine weiteren Verletzungen.“ Es war eine Lüge, aber er sah einfach nicht ein, dass Wyatt sich noch mehr Sorgen um ihn machte. In seiner WITCH-Form konnte er den Schmerz ohnehin gut wegstecken. Auch wenn seine Hüfte in diesem Moment brannte, als stünde der Feuerwächter noch immer direkt hinter ihm, um ihn bei lebendigem Leib glühen zu lassen.
      Die Flügel an seinem Kopf verloren aus Stress ein paar Federn, warum war eigentlich jede Witchform von Wyatt für ihnen so eine große Herausforderung? Sie brachten ihn komplett durcheinander...Er durfte sich nicht von ihn einlullen lassen, denn wusste er, dass Wyatt ihn irgendwann um den Finger wickeln könnte. Dann...würde ihn bestimmt überzeugen nicht seinem Ziel näher zu kommen.



      Um nicht durchzudrehen und seine Coolness zu verlieren ging er von dem Erdwächter ein wenig auf Abstand. Auch Ineb sah wieder hin, da diese Küsse endlich ein Ende gefunden hatten. Was für ein eigenartiges Pärchen, er kapierte ihre Rollen nicht. Wer von den beiden war denn nun die Frau? Doch das herauszufinden war nicht wichtig. Eher mussten sie wissen, was denn jetzt mit Tyler passiert war?

      "Mein Herz hat auch gar nicht reagiert, weswegen ich erst dachte, dass wir alle vollzählig sind...Die Nichtreaktion aber von ihm...Hmm...So als wäre er gerade außer Gefecht, weswegen die...Power gerade auf Standby ist? Schläft der Kerl etwa?", fragte Ineb grübelnd nach und flüsterte bei jedem verdächtigen Wort, was mit Magie zu tuen haben könnte, damit sie Yuuto auch gar nicht verstand...woraufhin Yuuto nur innerlich seine Augen verdrehte und sich wegen ihrer Dummheit schämte. Hatten sie ein Glück, dass er kein normaler Zivilist war - er wäre sein lebenslang verstört gewesen, aufgrund Menschen, die eigentlich Helden symbolisieren wollten.

      "Tyler ist doch neben Harvey immer der Schnellste, der sich in das Getümmel stürzt...", murmelte sie in sich hinein, als konnte sie ihre Abwesenheit absolut nicht verstehen. Zudem verdrängte sie aber den Gedanken, dass ihm etwas zugestoßen sein konnte. Niemals...Nicht jemand starkes wie Tyler.



      "Tyler....Ist schwer verletzt und braucht dringend Ärztliche Hilfe."

      Doch diese harte und doch so leicht dahergesagte Antwort des Feuerwächters zerbrach sein Spiegel in tausend Scherben. Sorge breitete sich in Inebs Gesicht aus, was war denn dem Wasserwächter widerfahren? Doch nicht etwa...die Zombies? War das etwa der Grund, warum er keinen Wasserwächter in der Nähe spürte? Schlief er etwa schon bald...unter der Erde, wenn sie ihm nicht halfen? Sie begriff nicht warum Harvey und Cabriel nicht früher etwas gesagt haben, obwohl es dringend war! Eine leichte Wut stockte sich in ihn auf, doch bevor sie überhaupt etwas sagen konnte, unterbrach die raue Stimme vom Feuerwächter ihre.

      "Ich...Habe ihn mit einen Ast niedergestreckt nachdem er Cabriel...Vergewaltigt hatte."

      "...Was?", stellte sie überrumpelt als Frage, obwohl sie den Inhalt noch gar nicht verarbeitet hatte. Sie runzelte die Stirn in Falten und begann ihr Sichtfeld zu Wyatt und Cabriel zu drehen. Auch die Erdwächterin wirkte ziemlich perplex und wusste nicht, wie sie darauf reagieren sollte. Meinte Harvey das ernst? Stumm sah sie den Luftwächter an, mit einer gewissen Intensivität, als konnte sein Blick die gesamte Wahrheit offenbaren.



      Doch dieser blieb völlig unbeeindruckt von Harveys Worten. Das höchste an Gefühlen, was Cabriel verspürte war die Zufriedenheit, dass der Feuerwächter sich an seinen Plan hielt. Er hätte nur nicht gedacht, dass er die zugefügte Verletzung von Tyler auch auf seine Kappe nahm. Durch die Zombies hätte er eine Chance gehabt es auf sie zu schieben. Cabriels blieb am längsten auf Harvey gerichtet, er versuchte zu verstehen wieso er einen Weg anging, indem er schlecht dastand. Er hätte den Satz nur anders ausdrücken müssen, um als Held zu wirken...so etwas wie: 'Ich habe Tyler dabei erwischt wie er Cabriel missbrauchte und da blieb mir nichts anderes übrig als ihn niederzustrecken...'. Aber nein, Harvey behielt den Satz bei und fügte rein gar nichts mehr dazu. Er ließ die WITCH selbst ausdenken, was wohl dazwischen passiert war. Schritt Harvey sofort ein oder...passierte etwas anderes? Mehr noch wirkte er ziemlich erledigt...Diese Gleichgültigkeit gegenüber dem Verbrechen, welches er einfach seinen Freunden ausplauderte...Cabriel bewunderte diesen Wächter zutiefst. Zugleich wirkte er aber auf ihn wie ein kompletter Idiot.
      Ein Idiot, der ihm ziemlich nützlich war...Seine Fehler...Er wollte jeden davon für sich missbrauchen. Cabriel musste diesen Feuerwächter näher kennenlernen, viel intensiver...sie passten doch perfekt zueinander, um die Welt ein wenig mehr ins Chaos zu stürzen. Anders als Wyatt könnte er ihn vielleicht überzeugen oder seine Kräfte für sich beanspruchen. Was er nun aufrichten musste war jedoch das schwierigste, was Cabriel sich selbst ein wenig kaputt gemacht hatte durch seine Provokationen.
      Hmpf...Er musste Vertrauen aufbauen. Die Erinnerung an Harveys Worte, der sie einfach als 'ähnlich' abstempelte, ließ ihn die Hand so fest zur Faust ballen, dass das Leder seines Handschuhs hörbar knirschte.
      Er würde ihm zeigen...wie ähnlich sie sich sein konnten...Obwohl sie zwei verschiedene Rollen hatten.



      "...MatteoYuuto?"

      Harvey starrte Yuuto an, als sei ihm leibhaftig ein Geist erschienen – völlig in seinem Kampfrausch gefangen, hatte er ihn bis zu diesem Moment wohl schlichtweg übersehen. Der unerbittliche Regen prasselte weiter auf sie herab, als wolle er die schwere, nasse Kleidung an ihre Körper pressen. Yuuto war eigentlich bereit für eine Pause...Er hatte sich seit dem Käfigaufenthalt mit Kye nicht mehr so kraftlos gefühlt. Er war zwar wieder ganz...doch belastete ihn die Trennung ziemlich arg. Verwirrt musterte Yuuto den anderen, der vor Anspannung fast bebte. Zuerst begriff er es nicht. Er wirkte geradezu panisch. Hatte Yuuto sich getäuscht, oder hatte Harvey ihn in diesem Moment tatsächlich ... Matteo genannt? Ohne den wahren Grund für diese Reaktion zu kennen, stutzte er, schnaubte den Gedanken dann aber unwillig weg. Es mischten sich ohnehin schon viel zu viele Leute in sein Werk ein...da wäre es kein Wunder, wenn einer von ihnen versuchte sein Geheimnis zu früh zu offenbaren. Davon ließ er sich nicht unterkriegen, noch hatte er Harvey in seiner Gewalt...weswegen er nur noch stärkere Löcher in den Feuerwächter hineinstarrte. Was war los? Harveys Brust hob und senkte sich rasend schnell. Sein Atem stieg als weißer Dunst in den Regen auf, noch immer erhitzt von dem Feuer, das eben noch gewütet hatte. Yuuto zögerte. Sollte er nun so tun, als würde er ihn gar nicht kennen? Ein kurzer Blick galt der restlichen Gruppe, die sichtlich damit kämpfte, die Vorfälle um Cabriel zu begreifen.Mit einer hastigen Bewegung riss Harvey sich die Kapuze über den Kopf. Jetzt erst begriff Yuuto das volle Ausmaß von Harveys Verunsicherung: Er allein hatte dafür gesorgt, dass ein beträchtlicher Teil des Waldes um sie herum in Asche lag. Kein Held verursachte solch' ein Chaos, wie wirkte er auf seinen Partner? Yuuto wollte auf ihn zugehen, doch ehe er auch nur einen Fuß vor den anderen setzen konnte, wandte Harvey sich abrupt ab und rannte blindlings in das dichte Dunkel des Waldes davon. So schnell er nur konnte...



      Flüchtig sah Ineb hoch, die durch die Überforderung den Boden fixiert hatte nahm Harvey Reißaus. Stotternd versuchte sie ihr e Stimme zurückzuerhalten.
      "HARVEY??!! WOHIN---Ahh!"
      Sie presste sofort die Hände auf den Mund und sah prüfend zu Yuuto. "Ah...Ich meine...Seine Schwester...Sie war---...Ehm..."
      Seine Worte wurden immer leiser, denn veränderte sich der verängstigte Gesichtsausdruck von Yuuto in etwas, was er noch nie bei diesem Jungen gesehen hatte. Erschrocken trat sie einen Schritt zurück.
      Yuuto konnte nicht länger. Er war so verdammt wütend....
      Es schüttete wie aus Eimern und gemütlich gegessen hatten sie ebenfalls nicht...
      Dieses verdammte Stofftier war in seinen Händen so schwer wie ein Stein, der ihn aber immer noch mit diesem hässlichen Grinsen anstarrte, als hatte er dieses Chaos zu verantworten.
      Anubis und Apollo, die mit ihrer Zombieapokalypse völlig übertrieben und gar keine Strategie dafür überlegten...Er konnte es nicht fassen, dass sie es wagten die Wahrheit einfach so klein wie möglich zu verpacken und einfach Kiris Tipp zu ignorieren.
      Dann dieser Tyler, der seinen Schwanz nicht unter Kontrolle bringen konnte und auch noch Cabriel, der diese Verletzung ausnutzen wollte, wie ein Terrorist.
      Wyatt und Ineb, die nicht einmal einen Zivilisten gescheit beschützen konnten und ihre Identitäten ohne es großartig zu verstecken ausplauderten. Nicht zu vergessen, dass sie ihn in ein Busch stecken - welcher Held tat so etwas?! Wo war denn bitte das Licht heute abgeblieben?! Er sah nur Dreck..!
      Doch der schlimmste war Harvey, der erst rebellisch alles niederbrennte...wie ein Jugendlicher, der sich gegen die Welt wehren wollte...Und dann auch noch sich davonmachte, völlig losgelöst und Yuuto konnte genau erspüren, dass dies nicht gut endete, wenn er nicht einschritt. Er war zwar der Supporter aber...bewiesen sie ihn gerade wie herausfordernd es als menschlicher Junge ohne Kräfte sein konnte.

      "....Alles in Ordnung?", fragte Ineb vorsichtig nach, da die Nerven von Harveys Girlfriend ziemlich blank waren.
      "...Vielleicht war es zu viel für sie...Sie muss---"

      Ineb wurde heute einfach so oft unterbrochen, doch hätte er damit niemals gerechnet, dass Yuuto zu ihm ging und einfach seinen Mund zuhielt.

      "Mmh?!"



      Mit Yuutos gesamten Beherrschung - Wut, die er noch nie zuvor so widerwärtig nah an ihm gespürt hatte- versuchte er seine Lippen zu öffnen, die aber stark nachbebten. An...wen lag es genau, dass er so wutentbrannt war? Eigentlich...konnte er seine Gefühle immer beherrschen doch gerade fühlte er sich lebendiger denn je...Ineb lag die Hand auf Yuutos Schulter, was ihn noch mehr zum Aufzucken brachte. Als wäre eine Bombe in ihm entschärft wurde explodierte er geradezu:

      "Anstatt mein Geschlecht mit Absicht zu verfehlen...solltest du und Wyatt endlich von eurer Trance erwachen. Glaubt ihr ich bin dämlich? Es ist offensichtlich, dass ihr Wyatt und Ineb seid...Ihr habt nicht einmal versucht eine andere Körperhaltung einzubringen oder euren Stimmklang zu verändern. Eure Geschichte war genauso dämlich wie eurer Verhalten gerade! Harvey hat gesagt Cabriel wurde missbraucht, während Tyler IRGENDWO im Wald am STERBEN ist. Versucht ihr Beide ernsthaft im Kopf eine Ausrede für diese Situation zu finden, damit es doch nicht so schlimm klingt? Ihr benehmt euch wie elende WÜRMER! Fass mich nicht an!"



      Er stieß Ineb von sich weg und streicht über den Stoff, den dieser Wicht angefasst hatte, als sei er ekelerregend. Er konnte vor lauter Wut nicht denken, wie äußerst unangenehm.
      "Ich renne Harvey hinterher...Kümmert euch...um eure Probleme!", fauchte er sie an wie eine Katze, die genug von dieser Misere hatte. Eigentlich war dieses Gespräch in Verantwortung seiner Mutter. Doch natürlich löschte er sein Leben aus, wenn die WITCH ihn am meisten brauchte. Auf niemanden konnte er sich verlassen. Es wäre ja noch ein Wunder, wenn Cornelius Plan ein wenig mehr brachte. Während sein Vater sich an den Korbos vergnügte, um für noch mehr Spaß zu sorgen.
      Tief schnaubte er aus, was er am meisten verachtete war, dass er jetzt auch noch rennen musste. Dabei war er komplett ermüdet, seine Beine protestierten gegen jede Bewegung. Er würde Harvey mit einem Tentakel schlagen, wenn er ihn erwischte und seine Wut noch immer in ihm stecken blieb. Menschen waren so schwach aufgrund solcher Gefühlsausbrüche. Doch wenigstens hatte dieser Zorn auch Vorteile: Das Adrenalin schenkte ihn noch genug Kraft um sich zu Harvey aufzumachen. Mit schweren Schritten rannte er in Harveys Richtung, bevor er ihn verlor. Später...würde er diese WITCH wohl ein wenig manipulieren müssen, damit sie seine Wut nicht mehr in Erinnerungen hatten.

      Mit geöffneten Mund und aufgerissenen Augen, die so groß wurden wie bei einer Münze, starrte er in Yuutos Richtung, der sich nicht mehr aufhalten ließ. Genau in diesem Moment verwandelte sich Cabriel zurück, denn war die letzte Fünkchen Magie bei ihm fürs Erste aufgebraucht.
      Ein schwerer Kloß bildete sich in Inebs Hals. Während er Cabriels Zustand begutachtete, fügten sich Harveys Worte in seinem Kopf zu einer grausamen Wahrheit zusammen. Cabriel, der aus unerfindlichen Gründen Tylers Jacke trug, streifte diese gerade ab. Darunter hing sein Oberteil nur noch in Fetzen an ihm herab, entblößte zu viel Haut und ließ ihn wirken, als wäre er einem wilden Tier zum Opfer gefallen. Sein Hals war blutig und völlig mit Kratzern übersät. Verzweifelt suchte Ineb nach Ausflüchten. War das der Wasserwächter gewesen? Oder ein Zombie?Doch dann sah Ineb weiter nach unten und die letzte Illusion zerbrach. Bevor Cabriel sich die Jacke um die Hüfte binden konnte, um sich zu bedecken, sah Ineb die dunklen Blutflecken an seinem Becken. Das Blut wusch sich langsam aus dem Stoff und vermischte sich mit dem Regen.Ineb wandte den Blick ab. Seine tapfere Haltung, die er eben bei Wyatt noch an den Tag gelegt hatte, war verflogen wie Nebel. Obwohl die Realität ihm förmlich ins Gesicht schrie, konnte er es nicht fassen. Er sträubte sich mit jeder Faser seines Körpers dagegen, Tyler zu einem Monster zu machen.

      "Stimmt es ... was Harvey gesagt hat?“, brachte er leise heraus. Er drehte sich zu Cabriel um, sein Blick flehend, bohrend – als wolle er in Cabriels Gesicht einen Beweis finden, dass all das nur eine kranke Lüge war. Weil es so viel einfacher wäre, Cabriel der Unwahrheit zu bezichtigen, als der Tatsache ins Auge zu blicken, was Tyler getan hatte.
      Mist...Wo war die gesamte Girlspower hin? Die Geschichte verwandelte sich in eine Horrorstory.
      Stumm sah er zu Ineb auf, er erkannte wie sehr dieser versuchte ihn als Schuldigen in dieser Geschichte umzuwandeln. Er hatte es schon geahnt, dass der Herzwächter ihn sogar unter Wyatt sah, auch wenn er es nie zugeben würde. Und das, obwohl Harvey diese Tatsache behauptete. Er merkte es wie für Ineb es besser gewesen wäre, dass Cabriel sagte, er habe es missverstanden.

      "Hat--hat er nicht...vielleicht...es nicht...ganz mitbekommen, was davor war? Also ich meine...eventuell hast du ja...wie damals im Club Tyler wütend gemacht und...--"

      So als wäre es ein Ritual geworden, wurde Ineb schon wieder unterbrochen. Mittlerweile gewöhnte sie sich daran.

      "Du glaubst ich habe ihn provoziert und es mit Absicht über mich ergehen lassen?", fragte er mit erstaunlich ruhiger Stimme, denn rechnete er schon mit Inebs Protest.
      "...Du versucht in mir den Schuldigen zu finden...Nur zu. Sieh mich genau als das. Es ist mir egal..."
      Sein wispernde Stimme war durch den Regen nur schwerer zu verstehen, doch verstand Ineb trotzdem jedes Wort. Er glaubte nicht, dass es Cabriel einfach so dahergesagt hatte, ihm war es wirklich egal, auf wen er mit den Finger zeigen wollte.

      "...Eventuell habe ich ihn getriggert und habe es auch verdient so behandelt zu werden...Tyler konnte seine Triebe noch nie besonders gut halten...schon seit Kindheit nicht. Wenn er die Gelegenheit hat und er sich angegriffen fühlt...wird er ziemlich unbarmherzig. Ich glaube kaum, dass er bei euch einen Unterschied machen würde, wenn seine Lust gerade nicht gestillt ist...Harvey knockte ihn aus, weil er außer Kontrolle war..."



      Obwohl ihn niemand dazu zwang, legte Cabriel ein gutes Wort für Harvey ein – fast so, als wolle er ihn als den wahren Retter der Situation inszenieren. Er hoffte, dass Ineb durch seine Worte verstehen würde, dass es hier längst nicht mehr um die Suche nach einem Schuldigen ging. Mit schmutzbedeckten Händen zog Cabriel seinen Kragen etwas höher, bevor sein Blick wieder auf Ineb fiel. In seinen Augen lag eine so absolute, kühle Gleichgültigkeit, dass es für Ineb schlichtweg unbegreiflich war.

      "Tyler... ist ein guter Mensch, ich möchte ihn nicht schlecht stellen...Was passiert war, war aus meinem Mist gewachsen...Wie seine Zwangsstörung hat er bestimmte Gefühle, die er einfach nicht unterdrücken kann. Es wäre ziemlich gefährlich...sich für eine lange Zeit mit ihm alleine aufzuhalten. Ineb, vor allem du hast eine scharfe Zunge. Sonst hätte dich dieser Schutzengel nicht ganze zweimal angesprungen..."


      Ineb riss fassungslos die Augen auf. Ein finsterer Schatten legte sich über seine Züge. Wie konnte Cabriel es wagen, einfach sein tiefstes Trauma anzusprechen und es mit dieser Situation gleichzusetzen – etwas, das für den Luftwächter völlig logisch zu sein schien. Keiner von den Wächtern hatte darüber gesprochen, wie dieser Schutzengel sich nackt - nach dem Traum- davongeschlichen hatte. Auch Ineb schaffte es, so zu tuen als wäre dieses zweite Mal gar nicht passiert. Er schaffte es gut so zu tun, als sei nichts dergleichen passiert.

      „Nicht dein Ernst …“, zischte Ineb. Er presste die Kiefer so fest aufeinander, dass seine Zähne knirschten. Allein die Erinnerung an diesen abartigen Schutzengel reichte aus, um ihn beinahe um den Verstand zu bringen. Verglich Cabriel dieses Ungeheuer gerade ernsthaft mit Tyler?!

      „Es könnte passieren, dass du Tyler irgendwann reizt … und er dann auch bei dir keine Gnade kennt“, fuhr Cabriel ungerührt fort.

      „Dann würde selbst der Wasserwächter deinetwegen in ein schlechtes Licht geraten. Schließlich wusstest du durch Harvey und mich ganz genau, dass Tyler seine Triebe nicht beherrschen kann.“

      "Ernsthaft..........."



      Ineb fiel nichts ein, was sie gegen Cabriel Worte anwenden konnte. Er hat sich schon lange als Sündenbock präsentiert, weshalb auch da Ineb die Hände gebunden waren. Noch dazu versuchte er nicht Tyler schlecht zu reden...es klang eher so als hatte er eine psychische Krankheit, auf die sie alle nun Mal achten mussten. Die Herzträgerin... war komplett sprachlos. Es war so als wollte Cabriel sie einfach warnen, anstatt über das jetzige Problem zu sprechen.
      Abwesend sah Cabriel zwischen die Bäume, sie sollten sich wohl langsam aufmachen, bevor Tyler ernsthafte Schäden widerfuhr. Auch wenn sein Körper dagegen protestierte sich zu bewegen, wehrte er sich gegen die aufkommende Müdigkeit.

      "Überlege es dir nochmal...mit Tyler ein Zimmer zu teilen. Wenn Harvey immer noch dagegen ist, solltest du lieber zu Wyatt zurückkehren. Ich bin sowieso mehr im Club, als in meinem Zimmer..."
      , schlug Cabriel flüchtig vor, denn sollte weder der Herzträger noch der Erdwächter irgendwann durch Tyler zerbrechen. Mehr wollte er aber nicht mehr sagen, er hoffte es war Warnung genug für die Menschen, die eine Realität am wenigstens anerkannten, wenn sie schlecht war.



      "Ich zeige euch den Weg zu Tyler..."

      Auch Ineb verwandelte sich in dem Augenblick zurück, seine müden Augen ergriffen sein Smartphone. Er wählte die Notrufnummer. Zu Cabriels Worten sah er kein Protest mehr in sich aufkeimen, auch wenn er...Tyler noch immer nicht als so gefährlich abstempeln konnte, wie es Cabriel versuchte ihnen weis zu machen. Doch die Erinnerung an den Schutzengel brachte starkes Unbehagen mit, weshalb er nur vor sich hin brummte.

      "...Ich rufe den Notruf...Am besten ich sage ihnen, dass ein Unbekannter Tyler angriff und es aus unerklärlichen Gründen brannte, wenn sie das nicht schon längst bemerkt hatten...Am besten sollten sie dich gleich mitnehmen, Cabriel."

      Cabriel schüttelte nur den Kopf, woraufhin Inebs Augen sich genervt verschmälerten.

      "Es ist nicht so schlimm...Außerdem würden sie mich fragen, was mir widerfahren sei. Ich kann wohl kaum sagen, dass mich ein Freund härter rangenommen hat, das würde nur Tylers Ruf schädigen..."


      Ineb seufzte und drückte auf die Anruffläche, dann lehnte er das Handy an sein Ohr. Naja, Ineb war deswegen auch nicht im Krankenhaus, doch...war er auch noch nicht so schrecklich zugerichtet, obwohl dieser Schutzengel und Louis mit Gaston ziemlich gnadenlos waren...Sein Körper hatte wohl ein eigenen Schutzmechanismus, was Schmerzen anging.

      "Na gut...", flüsterte Ineb und wendete sich nur noch dem Telefonat zu. Ein kurzer Blick zu Wyatt folgte, ehe er hinter ihnen für größere Distanz sorgte. Es wäre einfacher, wenn Wyatt sie einfach alle heilen könnte, aber das behielt er für sich. Er glaubte kaum, dass seine Kräfte schon so stark waren. Immerhin fühlte sich nach dem Kopfstoß Wyatt immer noch ziemlich schwummrig und das noch Tage danach. Sie mussten unbedingt noch stärker werden und wie Yuuto sagte...ein bisschen unauffälliger werden.



      Währenddessen spielte sich ein herzzerbrechendes Ereignis ab bei Harvey in der Nähe. Endlich erhörte Xaiden einen Ruf von Romeo, worauf er zu ihm stürmte, während seine Tränen unaufhaltsam herunterflossen. Er wirkte wie ein panisches Tier, was nicht wusste wohin es sollte. Doch in Romeos Armen fühlte er sofort die Sicherheit, die Wärme und die Geborgenheit, die er sich jetzt am allermeisten wünschte. Er erwiderte die Umarmung von Romeo und schluchzte ziemlich. Beinahe wäre er dahingeschieden und hätte seinen Freund ganz allein bei diesen Psychos gelassen. Wie verblödet war er eigentlich?! Seine Neugier war einfach größer als sein Überlebenssinn.

      "Gott, sei dank! Du Lebst...Oh Liebling....Bist du wahnsinnig?"

      Schuldig schniefte er nur bei der Umarmung. Er konnte immer noch nicht fassen was er erblickt hatte und konnte von Glück reden, dass er sich für eine LIVE-Aufnahme entschieden hatte. So hatte er Beweise für das, was passiert war. Auch wenn ihn Romeo voller Sorge ansah und Xaiden sich gar nicht schlimmer fühlen konnte, hatte er...tief in seinem Herzen...ein tiefes Glücksgefühl in sich verborgen. Stumm konzentrierte er sich nur auf Romeos in Leid erfühltes Gesicht, was ihn nur noch mehr zum weinen brachte. War er eine schreckliche Person, weil er gerade nur an sein Erfolg dachte, obwohl er ihn und sich selbst dadurch in schreckliche Gefahr brachte.

      "Romeo...", hauchte er leise aus, am liebsten hätte er diese gequälten Lippen geküsst, doch musste er mit besorgten Augen feststellen, dass eins dieser Wesen sich noch immer in der Nähe befand. Das war dieses Monster, welcher sein Kopf widerwärtig wie ein Eule drehen konnte. Seine Hände zitterten nur noch stärker.



      "Komm, lass uns sofort hier verschwinden hier ist es gefährlich Dahinten ist einer dieser kranken Typen..."


      Auch Romeo hatte ihn genau im Visier, weshalb er sie beide von ihm wegdrängte. Noch einmal sah Xaiden zu dieser Gestalt und sofort grauste es ihm, weshalb er sich wieder voll und ganz Romeo zuwandte. Sie hätten ihn beinahe umgebracht...Da war er sich sicher. Den Wald hatten sie genauso angezündet. Doch diese...eigenartigen Zombies...gegen den diese Wesen kämpfte. Er brauchte eine ganze Mütze voll Schlaf um das Geschehnis zu analysieren, um daraus einen perfekten Post zu erschaffen. Gleich morgen würde er sich ein neues Smartphon kaufen, doch heute würde er und Romeo nicht voneinander weichen.

      "Haaaaaaaaaaa....!", stöhnte es hinter Harvey plötzlich, obwohl Xaiden und Romeo schon längst verschwunden waren. Yuuto hatte seinen Freund endlich erwischt, nachdem er einige Verschnaufspausen sich verschaffte. Er konnte einfach nicht mehr. Er HASSTE diesen Ausflug. Er HASSTE Wandern und sich so körperlich anstrengen zu müssen. Ohne Magie war diese schwache Körper viel zu zerbrechlich. Wenigstens war aber Harvey zum Halt gekommen, sonst hätte er ihn mit einen der Tentakel ein Bein gestellt.

      Yuutos Herz hämmerte ihm bis zum Hals, während der Regen allmählich nachließ. Auch die Hitze seiner Wut verblasste langsam, ohne jedoch völlig zu erlöschen. Es lag wohl an seiner eigenen Erschöpfung, er brauchte unbedingt seinen Garten...doch die Erholung musste auf ihn warten.
      Er blickte hinab auf Harvey, der sich vor ihm auf dem Boden zusammenkauerte – ein fast schon erbärmlicher Anblick. Yuutos Haargummi hatte sich beim Rennen verabschieden, der Wind wehte Yuutos offene Haare zur Seite.

      „Wieso … wieso rennst du einfach weg?!“, stieß Yuuto hervor. Seine Stimme brach schmerzhaft, als versagte sie ihm völlig. Der Tonfall war von so viel Trauer und Entsetzen durchdrungen, dass ihm unaufhaltsam die Tränen über das Gesicht liefen. Er war vollkommen am Ende. Dieses Mal hätte Kiri sofort gewusst, dass hier nichts gekünstelt war von seiner menschlichen Hülle– die Tränen der Reue bahnten sich ganz von selbst ihren Weg.

      „Wage es bloß nicht wegzulaufen … sonst werde ich wirklich sauer!“, drohte er ihm, auch wenn es absurd wirkte, ausgerechnet dem Mann mit den Feuerkräften mit Konsequenzen zu drohen. Wenn er die Flucht ergriff würde er ihn eine Verpassen müssen. Seine Lippe zitterte, als er Harvey scharf fixierte.

      „Harvey … ich weiß doch, dass du es bist. Ich würde dich in jeder Verkleidung wiedererkennen. Selbst wenn du ein Wurm wärst...oder eine ekelhafte Made...“



      Er ergriff sich schmerzhaft am Herzen, seine Organe wollten versagen. Ein kleiner Teil wünschte sich an Harvey zu rächen, ihn in so ein erbärmlichen Zustand gebracht zu haben. Andererseits wirkte er eventuell durch diese emotionale Aktion wie ein echter Mensch, was...er für sich genauso ausnutzen konnte. Er musste einfach einen Weg finden, es für sich zu gewinnen. Konnte er es schaffen Harvey ein wenig mehr für sich zu gewinnen? Er wollte ihn wie eine Spinne in sein Netz wickeln.

      Stürmisch warf er sich auf Harvey und drückte ihn zu Boden, um ihn am Aufstehen zu hindern. Er presste ihre Körper so eng zusammen, dass das wilde Rasen ihrer Herzen miteinander verschmolz. Yuuto zog ihn in eine feste Umarmung, vergrub sein Kinn an Harveys Schulter und ließ erneut ein leises Wimmern zu – doch diesmal lag darin pure Erleichterung. Er hatte eine ähnliche Szene schon einmal miterlebt … in den Erinnerungen einer Seele. Erinnerungen, die er als sinnvoll betitelte, weshalb er sie nicht sofort löschte. Er wusste, welche Worte nun nötig waren, er musste sie nur auf ihre Lage übertragen. Das Stofftier von Yuuto lag direkt neben Harveys Beinen, starrte sie mit ihren schwarzen Äuglein genaustens an.

      „Ich hatte solche Angst … Diese seltsamen Wesen haben mich gejagt … Ich wollte einfach nur so schnell wie möglich zurück zu dir. Ich hatte solche Angst um dich … aber ich kam gegen sie nicht an.“

      Sein heißer Atem strich über Harveys Nacken und ließ dessen Sinne erzittern. Yuuto schlang die Arme noch enger um Harveys Rücken und hielt ihn so fest umklammert, als befürchtete er, Harvey könnte sich jeden Augenblick in Luft auflösen.

      "Dann fand mich Wyatt und Ineb und sie retteten mich..."


      Langsam richtete Yuuto sich auf und löste sich von Harveys Schulter, blieb aber weiterhin auf ihm sitzen. Er vergrub die Hände ineinander und presste sie fest zusammen, als müsse er die Ereignisse erst einmal verarbeiten.

      „Erst als du und Cabriel aufgetaucht seid … da habe ich es endlich verstanden …“
      Verlegen wandte er den Blick ab. Sein Gesicht war von tiefer Scham erfüllt, und er schluckte schwer, bevor er weitersprach:

      „Es tut mir so leid, dass ich dir zuerst nicht geglaubt habe. Du hast versucht mir zu erklären, dass du und deine Freunde … etwas Besonderes seid. Du sagtest es mir in Vertrauen und ich nahm deine Worte nicht ernst... Aber diese Sache mit den WITCH klang einfach so absurd, dass selbst ich es nicht wahrhaben wollte und Überdenkzeit brauchte. Doch nun, da ich mit eigenen Augen gesehen habe, über welche Kräfte ihr verfügt und wie ihr gegen diese Zombies gekämpft habt … kann ich mich nur noch bei dir entschuldigen, Harvey.“



      Tja...Eigentlich wollte er als Yuuto gar nicht zu sehr in das Wissen der WITCH eingeschaltet werden. Aber dieses Ereignis ließ es gar nicht anders zu, er musste dieses Schicksal mit einem starken Rauschen in seinem Kopf akzeptieren.
      Langsam hob er die Hand und führte sie sanft an Harveys Wange. Mit dem Daumen strich er behutsam über seine Haut, während er sich dem Feuerwächter immer weiter näherte. Für den Bruchteil einer Sekunde glühten Yuutos Augen in einem tiefen Rot auf – ein Anblick, der Harvey wie hypnotisiert an ihn fesselte. Dann drückte Yuuto ihm einen langen, zärtlichen Kuss auf die Lippen.
      Er löste sich wieder von ihm und schenkte Harvey ein mattes Lächeln.

      „... Ihr habt mich gerettet. Dafür danke ich euch. Ganz besonders dir, Harvey ... Du warst mein Held. Ohne deine Feuerkräfte wären wir wohl gefressen worden...“

      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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      Lord Eternity



      "Du...Hast dich...echt nicht verändert."
      Mit einer leichten sündhaften Schadenfreude bemerkte Lord Eternity wie Izarra darum ringt die Fassung zu behalten und seinen durchdringenden, roten Blick standhalten versuchte. Er erwiderte denn Blick ohne sie eine Sekunde von der zwei Farbige Iris von Izarra zu nehmen.
      Er hatte das Emotionale Gesicht von seinem Altern Freund wirklich vermisst...Er konnte immer jede Gefühlregung von ihn ablesen. Nachdem er sich von Kye und seiner überempfindliche Gefühlsblindheit getrennt hatte...War es so erfrischend und angenehm, einen so Emotionalen Person in seiner Nähe zu haben. Kye hingegen war es Gegenzug zu ihm wirklich Miserabel ergangen...Er konnte Izarra kaum anschauen und verkroch sich die ganze Zeit vor ihm. Kye war zu überfordernd mit ihm...Aber für Eternity war es wie sündige Belohnung , nach der man süchtig werden konnte. Besonderes jetzt...Erkannte er die Trauer in Izarra aber auch etwas grenzlich neues...Wut schien sich in Izarra aufzubauen, eine wirklich seltene Emotion bei den sonst so gutmütigen supporter.

      „Du reißt ein Thema einfach mittendrin an und erwartest, dass man dir sofort folgen kann“
      Die strengen Erwartungen, eines perfekten Mannes wie ihm waren immer sehr hoch. Natürlich erwartete er von Izarra sofort Verständnis für die Lage und Situation. Er hatte weder Zeit noch die Geduld für belanglose Erklärungen. War doch selbstverständlich? Bedauerlicherweise Fokussierte sich Izarra nicht auf das in seinen Augen wichtigste...Das war wohl der schlechter Fehler einer solch Emotionale Persönlichkeit wie Izarra...Immer musste es um alte Wunden und Emotionale Support gehen...Hach, er hatte es vielleicht besser auf eine Sentimentalen Ebene versuchen sollen...

      „Ich habe mir unser Wiedersehen so oft ausgemalt. Ich habe mich so oft gefragt, wie ich dir gegenübertreten würde... nach allem, was vor zwanzig Jahren war. Aber ich hätte nie erwartet, dass du es dir so verdammt einfach machst. Dass du mich allen Ernstes bewusstlos in ein Auto zerrst, nur um ein nettes Pläuschchen zu halten... Das ewige Leben in deinem dunklen Schloss hat dir offenbar völlig den Verstand vernebelt, alter Freund.“

      Na nu?
      Hatte sich sein Alter Freund etwas verändert?
      So spitzzügig kannte er ihn gar nicht...War er wirklich sooo Verletzt?
      Wie amüsant...
      Beinahe wäre Eternity zum lachen zu mute aber er merkte selbst wie unangebracht das nun wäre.
      Schwach hob er sich die Hand ans Kinn und unterdrückte den drang, ihn maßlos auszulachen...



      Diese Biestige Seite...Stand Izarra überhaupt nicht. Es war beinahe so als würde ein unschuldiges Häschen plötzlich versuchen Zähnchen zu zeigen.
      Doch musste er leider zugeben...So unrecht hatte Izarra mit seinen Worten wirklich nicht. Aber das war sich Izarra gewiss nicht einmal bewusst....Eternity jauchzte innerlich nach Sozialer Gesellschaft, es war beinahe schon eine Folter...Diese Isolation...Ohne seine Familie oder Freunde die mit Eternity auf einer Stufe mit ihm standen...Nur dieses grässliche Dark Heart das nun zum Glück wieder in den Händen dieser Made Beni war.

      „Warum bist du wirklich hier? "
      Etwas genervt hörte man Eternity ausatmen und mit seinen langen Zeigefinger stoppte er das Aufnahme Gerät. Izarra hörte wirklich nicht zu...
      Er entschied sich lieber dafür wissen zu wollen was Eternity wirklich Beweggründe waren...Wie unsagbar Unnötig. Was hatte Izarra denn davon? Erhoffte er sich dadurch seine Wut von weiter anfechten zu können? Jaja...Er sah es dem erbärmlichen Supporter an, er brennte förmlich darauf ihn alles mögliche an denn Kopf zu werfen. Da war keinerlei Respekt und er wollte sicherlich richtig Hochfahren um den Mut aufzubringen...Wie eine Bären Mutter die ihre kleinen Kinder beschützt.

      "....Nur um mir die Geschichte von irgendeiner Aufnahme einer berüchtigten sechsten WITCH aufzutischen, dessen Information angeblich jemand mit meiner Stimme gegeben hat? Eternity, das ergibt überhaupt keinen Sinn. Selbst wenn ich deine Lüge noch nicht komplett durchschaue – du sagst mir ganz sicher nicht die komplette Wahrheit! Allein schon, dass du hier bist...und wie früher wirkst...Ein komplettes Ebenbild deiner Vergangenheit!!!"

      Natürlich entging ihm nicht das Detail das sich an Eternity erscheinen kaum etwas verändert hatte...Zwar älteren die Korbos Familie durch den Fluch deutlich langsamer aber waren sie nicht Buchstäbliche Unsterblich.
      Doch so wie Izarra klang, entschied er sich lieber dafür weiter Blöd zu bleiben. Nun musste der Lord nun doch sein Blick abwenden und sich die Hand ins Gesicht legen...Er begann Kopfschmerzen zu bekommen von so viel Dummheit. Er wusste ja das Izarra ein Mann voller schwächen war aber musste er wirklich so Maßlos übertreiben?
      Der Untergang der Witch sah er schneller auf sie zukommen als ein Güterzug...!



      Izarra schien wirklich vergessen...Mit wem er hier gerade Sprach. Wollte er wirklich die Wahrheit hören?
      Das würde sein Alter Freund sicherlich noch bereuen...Dafür würde er schon sorgen.

      „Ganz gleich, ob du lügst oder nicht... Dir zu vertrauen, wäre das Todesurteil der WITCH. Ich trage jetzt Verantwortung. Und wir beide wissen ganz genau, dass Lord Korbos Eternity der absolute Feind der WITCH ist. Kye und du.“

      Und da war er....Der Moment denn Izarra bereuen würde. Eternity konnte seine Wut förmlich schmecken aber damit war Izarra nicht allein. Langsam senkte sich seine blasse Hand zurück auf das Lenkrad und die roten Augen des dunklen Herrschers stach Tödlich und verachtend auf Izarra wie ein nicht aufhaltbarer Blitzschlag.
      "...Lord Korbos Eternity ist der absolute Feind der Witch...Endlich sprichst du es aus Alter Freund."



      Die Stimme von Eternity war so Beißend als wollte er Izarra gerade sein Herz zerfleischen.
      Seine Mundwinkel hoben sich zu einem kalten aber berechenbaren grinsen.
      "Fühlst du dich jetzt besser? Nachdem du es laut ausgesprochen hast...Elender Lügner?", raunte der schwarz Haarige gefähchlich.
      "Gerade machst du mich wirklich Wütend Izarra...Ich hätte nicht erwartet das du mich so sehr enttäuschen würdest...Haben dich die Anderen etwa so extrem Manipuliert das du mich wirklich so siehst?"
      Er ließ die Worte für einen Moment so in dem geschlossenen Wagen stehen. Für ein Moment wirkte es als müsste sich der schwarz Haarige wirklich zügeln nicht in einen Wutausbruch zu explodieren. Doch dann gab er ein belehrendes Kopfschütteln von sich und sein Zeigefinger strich selbstberuhigend eine unsichtbare Linie des Lenkrad entlang.
      "Ich werde dir diesen ekelhaften Fehler vergeben...Aus dem Grund das ich dir wirklich etwas schuldig bin Izarra. Als ich in dieser Welt gelandet bin....Ganz allein, verängstigt...Warst du für mich da. Du hast nicht wie die Anderen mit dem Finger auf mich gezeigt...Du warst der Einzige, der in mir nicht nur denn Korbos sah der von denn Witch vernichtet werden musste. Du...Hast mir gezeigt das diese Welt etwas schönes sein kann und die Witch nicht meine Feinde sind...Deine Unterstützung hat mich verändert."



      "Ich war ein Kind, voller Hass und Rache...Aber durch dein Schutz gab man mir eine zweite Chance. Ich hege überhaupt gar keinen Groll mehr gegen die Witch, ob du es mir glauben willst oder nicht...Es gab für mich immer nur ein einziges Ziel. Und du weißt ganz genau das ich in diesem Punkt niemals Lügen würde."
      Der Ausdruck in Eternity Gesicht wurde wieder etwas weicher, beinahe....Traurig.
      "Du möchtest die Wahrheit wissen? Hasst du mich so sehr das du mich so sehr demütigen willst das ich meinen unverzeihlichen Fehler zugebe?"
      Ein bitteres Lachen entglitt dem schwarz Haarigen und sein Griff um das Lenkrad verstärkte sich.
      "Ja...Ich bin nicht Perfekt. Ich habe ein großen Fehler begannen und wurde selbst zum Opfer...Das ist der Grund warum ich jetzt hier bin. Das einzige das ich je wollte und noch immer....Will ist meine Familie, Izarra...."



      Unbemerkt schluckte Eternity, er wollte überhaupt nicht so tiefgreifen aber Izarra hatte es nicht anderes gewollt...Vielleicht hörte er ihm wenigstens richtig zu.
      "Wir haben uns versprochen, eines Tages einen Weg zu finden um gemeinsam zurück nach Meridian zu kommen...Aber ehrlich gesagt war für mich dieser Wunsch so groß...Ich hätte dich oder Andere hundertmal verraten und verkauft...Nur wenn die kleine Chance bestehen würde mein kleinen Bruder Infinity wieder zu sehen...Keine Macht der Welt oder ein Jährliche Feindschaft mit den Wächtern wäre es mir Wert gewesen...Mein kleiner Bruder...Bedeutet mir alles...Ich wusste die Zeit mit dir hier auf der Erde war nicht für immer...Doch mein Bruder brauchte mich, da war ich mir ganz sicher...Ich musste einfach schnell wieder zurück...."



      Allein der Gedanke an sein Bruder schnürte ihm die Brust zu...Zu wissen das...Sein Fehler alles nur schlimmer gemacht hatte zerfraß denn Lord innerlich. Aber soweit wollte er nicht sein schmerz offen legen.
      "Und nachdem Dina...Mich betrogen hat und ein Kind von einem Anderen Mann gebären würde, war für mich deutlich genug gewesen das ich auch hier...Keine Familie haben würde. Keinen Platz....Das Light Heart zu spalten erschien mir der einzige Weg...Endlich zurück nach Hause zu kommen. Ich wollte...Niemand damit schaden Izarra...Ich dachte damit etwas gutes zu tun, wenn ich die Dunkelheit von denn Light Heart nehmen würde und daraus auch mein Vorteil nutzten würde...Aber ich wusste du würdest es mir Ausreden weswegen ich es dir verheimlicht habe."
      Mittlerweile wusste er bedauerlicherweise das dieses Kind....Sein eigenes war...Ein weiter Fehler denn er Izarra gegenüber jedoch nicht Äußern würde, nicht wenn dieser ihm nicht vertraute und er wollte das Leben seines Sohnes nicht in Gefahr bringen...Sobald sie wissen würde das er ein Korbos war...Würden sie ihm genau so Misstrauen wie ihm damals.
      Eternity Mundwinkel verzogen sich zu einem schmalen strich und gereizter fuhr er fort.
      "Mein...Plan war es das Dark Heart zu zerstören nachdem...Ich nun das Portal für uns geöffnet habe...Ich wollte dich mit nehmen Izarra...Ich hatte nie vorgehabt dich hier zurück zu lassen aber...Kye...Dieser elende Fehler...Hat alles ruiniert..."
      Purer Hass schwankte in seiner Stimme:
      "...Ich bin nicht der Feind. Es ist Kye ganz allein. Er hat das Dark Heart an sich grießen und die Dunkle Seite des Herzträgers entführt nachdem...Er mich getötet hat."
      Eternity hass über diesen Weißhaarigen Bastard kannte keine Grenzen...
      Er hatte alles...Wirklich alles ruiniert...Er hätte ihn ausmerzen sollen...Endgültig und für immer...
      Langsam hob Eternity seine Hand an sein schwarzes Hemd und hob es ein stück weit hoch, schwarze pulsierende Linien zogen sich über seine weiße Haut.
      "Er hat meine Identität gestohlen...Und mich mit dem Dark Heart verbunden...Damit ich nicht verrotte wie ein Leiche..."



      "Und entgegensatz zu mir ist Kye voller Hass und Rache...Er will die Wächter vernichten und zu ein übermächtiges Wesen werden...Ihn interessiert die Familie nicht...Wegen ihm ist Infinity verschwunden und ich denke...Wenn ich nicht einschreite...Wird er ihn töten....Also ist das der wahre Grund warum ich hier bin, so Egoistisch wie zuvor....Ich will meine Familie beschützten...Izarra....Wenn die Wächter das Dark Heart bekämpfen und ich dadurch endgültig Sterben werde, ist es mir das Opfer Wert..."
      Mit einem herzhaften seufzter lehnte sich Eternity leicht zurück, wie überaus erbärmlich sowas von sich geben zu müssen....
      "Aber egal...Du hast deine Ansicht mir deutlich gegenüber gemacht alter Freund...Ich bedauere zwar das du mir nicht mehr vertraust aber das beruht auf Gegenseitigkeit...Denn ich weiß mittlerweile nicht ob du mich die ganze Zeit nicht auch nur belogen hast..."
      Der Ausdruck von Eternity begann etwas manischer zu werden als er sein Arm seitlich bedrohlich an die Kopfstützte von Izarra legt.
      "Ich will eines von dir wissen...Izarra.",raunte er mit kein Fünkchen Charm mehr in seiner Stimme, es pure kälte und mitschwingende Wut in seiner Stimme.
      "...Wusstest du...Das mein Vater Immensity noch am Leben ist und hier auf dieser Welt lebt?"



      Er starrte ihn ganz genau an...Er wollte kein Fünkchen einer Lüge in seinem Ausdruck sehen.
      Eternity war selbst beinahe dem Wahnsinn verfallen als er davon erfuhr....Noch immer raubte es ihm den Verstand...Am Liebsten wäre er zuerst zu ihm...Doch nun saß er mit Izarra hier und dieser Mistkerl hatte die Respektlosigkeit seine Hilfe zu hinterfragen.
      Verbittert wurde sein grinsen schmaler.
      "...Sei es drum...Vergangenheit ist nicht mehr umkehrbar.", raunte er und sorgte wieder für Distanz .
      Er griff in seine Tasche und legte zu dem Aufnahmegerät ein gefalteten Zettel.
      "Auf diesem Zettel...Findest du eine genaue Weg Beschreibung zu den Aktuell Aktiven Portal zwischen Meridian und dieser Welt. Soweit ich weiß sind die Witch noch nicht in der Lage selbst Portale zu öffnen oder zu schließen...Es sollte daher durchaus wichtig für euch sein das Portal in Auge zu behalten oder...Es selbst zu Nutzten. Du könntest wieder zurück nach Meridian aber ich bezweifle das dich der Fake Lord mit offenen Armen begrüßen wird...Deine Worte haben mich zwar sehr verletzt aber hiermit...Ist meine Schuld bei dir Izarra beglichen. Ich lege dir als Alter Freund nahe...Diese Information zu nutzten...Ich will dich wirklich nicht versagen sehen... Auch wenn es für mich immer sehr Unterhaltsam war...."





      Ein wenig amüsiert gespielt breite er seine Arme aus, beinahe wie eine schwache Einladung für eine Umarmung...Aber er rechnete nicht wirklich mit eine. Daher senkte er seine Arme wieder und öffnete die Fahrertüre, bald waren die Zehn Minuten rum...Und ewig konnte er auch nicht hier verweilen.
      Doch bevor er ausstieg hielt er kurz inne:
      "...Und...Erzähl den Witch ruhig weiter das ich der Feind bin, dass stärkt sicherlich ihren Kampfgeist...Wenn du mich nun Entschuldigst? Ich möchte die wenige Zeit die mir noch bleibt bevor mich dieser Bastard Kye wieder in seinem Gewalt bringt lieber damit verschwenden meinen Vater wenigstens für ein paar Sekunden zu sehen."
      Mit diesen Worten stieg er aus dem Auto aus, ignorierte dabei den Regen das auf ihn herab fiel.


      __________________________________________________
      Believe Me ~

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      Wyatt Carson Lyons & Harvey Bell

      "HARVEY??!! WOHIN---Ahh!"
      Als hätte Harvey ein Geist gesehen war er plötzlich davon gerannt!!
      Doch schlimmer war es das Ineb seinen Namen plötzlich hinausposaunt hatte und somit vor Yuuto die Sache bestimmt noch verrückter sein würde.
      Hektisch überlegte er selbst wie man das noch retten konnte...Aber sie waren wirklich miserable Schauspieler!
      Sein Großvater wenn er nicht mehr unter den Lebenden weilte würde sich im Grabe umdrehen....!
      "...Vielleicht war es zu viel für sie...Sie muss---"
      Trotzdem versuchte Ineb noch eine Ausrede zu finden allerdings brachte Yuuto sie plötzlich zum schweigen...!
      Vollkommend unerwartet verlor Yuuto gerade Beherrschung, dass sah dem putzten Boyfriend von Harvey überhaupt nicht ähnlich!

      "Anstatt mein Geschlecht mit Absicht zu verfehlen...solltest du und Wyatt endlich von eurer Trance erwachen. Glaubt ihr ich bin dämlich? Es ist offensichtlich, dass ihr Wyatt und Ineb seid...Ihr habt nicht einmal versucht eine andere Körperhaltung einzubringen oder euren Stimmklang zu verändern..."

      Ohje, ohje ohje!
      Sie waren total aufgeflogen! Vorschreck löste sich bei Wyatt sogar seine Verwandlung...!!
      Erschrocken griff sich der Grünhaarige an seine Wange...Oh Gott....
      Das lief gar nicht gut....In den Tagebücher seiner Oma war sowas nie passiert...!



      ".....Eure Geschichte war genauso dämlich wie eurer Verhalten gerade! Harvey hat gesagt Cabriel wurde missbraucht, während Tyler IRGENDWO im Wald am STERBEN ist. Versucht ihr Beide ernsthaft im Kopf eine Ausrede für diese Situation zu finden, damit es doch nicht so schlimm klingt? Ihr benehmt euch wie elende WÜRMER! Fass mich nicht an!"
      Die wütenden Worte durchflutete die schöne bunte Welt von Wyatt die er versuchte sich aufzubauen...Sie kippte um wie ein Kartenhaus...Yuuto hatte leider recht, Wyatt hätte fast wirklich versuchen wollen das alles....Zu verdrängen...

      "Ich renne Harvey hinterher...Kümmert euch...um eure Probleme!"

      Und nun rannte Yuuto ihrem Feuerwächter hinter her als wäre es eigentlich Yuuto der hier alles wirklich unter Kontrolle gehabt hatte...Sie alle waren wie hilflose Küken herum geirrt.
      Schwer schluckend musste Wyatt das alles verarbeiten aber wie auf stich Wort hatte sich auch Cabriel zurück verwandelt und sein Anblick----
      Kein bunter Regenbogen war groß genug ihm die ausmaßen von Tylers Handlung vor ihm zu verschleiern.
      Der Anblick brach Wyatt das Herz...Am liebsten hätte er Cabriel wieder fest zu sich gezogen um ihn vor der ganzen bösen Welt zu beschützten.
      "Stimmt es ... was Harvey gesagt hat?“
      Doch Wyatt konnte auch Ineb ansehen das er sich zwanghaft gegen die Realität wehrte...
      Wyatt hatte selten Harvey lügen sehen...Er verstand auch nicht wie Harvey bei solch einer Sache Lügen würde. Das sah ihn überhaupt nicht ähnlich...
      Ineb suchte nach weiteren möglichen Ausreden...Damit das was Tyler getan hatte nicht wahr war....

      "Du glaubst ich habe ihn provoziert und es mit Absicht über mich ergehen lassen?"
      Wyatt wusste nicht warum aber diese ruhige gegenfragte von Cabriel versetzte Wyatt weiter ein unschönes Gefühl.
      Abermals musste er an sein Hund zurück denken...
      Wie oft Tyler sich bei ihm beschwert hatte das ihn sein Hund Provoziert hätte und nicht Brav war....



      Und damit entschuldigte Tyler auch oft seine Taten...War es schon Grund genug dafür für so eine Grausame tat? War es dann zu entschuldigen?
      "...Eventuell habe ich ihn getriggert und habe es auch verdient so behandelt zu werden...Tyler konnte seine Triebe noch nie besonders gut halten...schon seit Kindheit nicht. Wenn er die Gelegenheit hat und er sich angegriffen fühlt...wird er ziemlich unbarmherzig. Ich glaube kaum, dass er bei euch einen Unterschied machen würde, wenn seine Lust gerade nicht gestillt ist...Harvey knockte ihn aus, weil er außer Kontrolle war..."
      So simpel Cabriel das alles sagte....Wyatt konnte sich nicht vorstellen wie es Cabriel schaffen konnte dabei keinerlei Regung zu zeigen als wäre es das normalste in der Welt.
      Zwar wusste Wyatt selbst das er in manchen Punkten nicht Anderes war aber...Wenn das vor wenigen Minuten oder Stunden her war?
      Wyatt fühlte große Schuld in seiner Brust...Er kannte Tyler selbst sehr gut und hatte bei ihm oft hinweg gesehen...Und sich oft nicht wirklich durchgerungen hart zu bleiben wenn er Andere vor ihm beschützten wollte...
      Es hätte nicht soweit kommen müssen...




      "Tyler... ist ein guter Mensch, ich möchte ihn nicht schlecht stellen...Was passiert war, war aus meinem Mist gewachsen...Wie seine Zwangsstörung hat er bestimmte Gefühle, die er einfach nicht unterdrücken kann. Es wäre ziemlich gefährlich...sich für eine lange Zeit mit ihm alleine aufzuhalten. Ineb, vor allem du hast eine scharfe Zunge. Sonst hätte dich dieser Schutzengel nicht ganze zweimal angesprungen..."
      Unglaublicher weise betitelte Cabriel ....Tyler immer noch als ein guter Menschen. Er nahm sogar die Schuld auf sich und entschuldigte auch Harvey handeln obwohl doch Cabriel hier das wahre Opfer war oder nicht?
      Wyatt wollte nicht zu viel darüber nachdenken...Er bekam Kopfschmerzen...Als Ersatz dafür das es ihm gerade nicht gelang an etwas schöneres zu denken...
      Doch Cabriel war mit seiner Äußerung nicht ganz fertig...Er stellte Ineb vor eine weiteren harten Fakt. Der sogenannte Schutzengel.
      Sie hatten über diesen Kerl echt kein Wort mehr verloren allein weil Ineb es nicht zu ließ...Aber unrecht hatte Cabriel damit nicht.
      „Nicht dein Ernst …“
      Ganz natürlich zu Inebs missfallen....
      Aber Wyatt konnte dem wirklich nur zustimmen...Aber er hielt sich zurück. Er wollte nicht das Ineb ihn später wieder vorhielt er hätte Cabriel dazu gebracht das zu sagen weil sie in einer Beziehung waren. Zutrauen würde er es ihrem Herzträger, Hauptsache er musste die Wahrheit nicht akzeptieren.
      „Es könnte passieren, dass du Tyler irgendwann reizt … und er dann auch bei dir keine Gnade kennt“
      Es wäre genau so wie Wyatt befürchtet hatte....Auch wenn er vor kurzen noch geglaubt hatte das nicht dazu kommen würde. Tyler schien sich positiv verändert zu haben...Kurz hatte Wyatt wirklich gedacht er wäre gegenüber Tyler zu übervorsichtig.
      "Überlege es dir nochmal...mit Tyler ein Zimmer zu teilen. Wenn Harvey immer noch dagegen ist, solltest du lieber zu Wyatt zurückkehren. Ich bin sowieso mehr im Club, als in meinem Zimmer..."
      Auch wenn es zwischen ihm und Ineb noch nicht alles Rosa verlief...Tatsächlich würde Wyatt lieber wieder Streitereien mit Ineb in kauf nehmen als das Risiko das Ineb sich am Ende doch noch von Tyler...Überwältigen ließ wenn sich dieser Triggert fühlte.
      "...Ich rufe den Notruf...Am besten ich sage ihnen, dass ein Unbekannter Tyler angriff und es aus unerklärlichen Gründen brannte, wenn sie das nicht schon längst bemerkt hatten...Am besten sollten sie dich gleich mitnehmen, Cabriel."
      Wyatt spürte die angespannte Stimmung, normalerweise hatte er sonst immer ein sonnigen oder Optimitische Wort auflager oder würde das Thema wechseln...Doch gerade...Keimte etwas Anderes in Wyatt auf das ihn vollkommend Fremd war.
      "Es ist nicht so schlimm...Außerdem würden sie mich fragen, was mir widerfahren sei. Ich kann wohl kaum sagen, dass mich ein Freund härter rangenommen hat, das würde nur Tylers Ruf schädigen..."
      Auch das konnte Wyatt nur zu gut nachvollziehen...Besser war es...Der Ruf war wichtig auch wenn Cabriel sich gleich wirklich ausruhen sollte.
      Er würde sich persönlich um ihn kümmern und mit Suppe füttern! So wie es immer die Leute machten wenn sie sich um verletzte oder kranke kümmerten...!
      Doch war Wyatt dagegen das Cabriel das Zimmer mit Cabriel teilte...Doch gerade war keine Zeit für Dissektionen. Falls Tyler nicht besser in einem Einzelzimmer aufgehoben wäre würde er sich bereit stellen! Wyatt sah nicht mehr ein seinen Kindheitsfreund weiter seiner Zwangsstörung zu überlassen....
      "Na gut..."
      Wyatt spürte denn Blick von Ineb...Er wusste genau was wohl gerade dachte aber...
      ....
      ........
      Er würde Tyler nicht Heilen.



      Selbst wenn er Hundertprozentig sicher war das er es könnte...Er würde es nicht.
      Zum ersten mal in Wyatts Sonnenblumen erfüllten Leben verspürte Wyatt große Wut...Und vielleicht sogar ein hauch von Hass.
      ...........
      Etwas später führte Cabriel sie zu Tyler.
      Der Regen hatte endlich nachgelassen. Nur noch schwere, kalte Tropfen fielen von den dichten Baumkronen und klatschten dumpf auf den aufgeweichten Waldboden. Der Wald weinte noch immer, doch das Geräusch wurde von der bedrückenden Stille erstickt, die über der kleinen Gruppe lag...
      Wyatt folgte ihm dicht auf den Fersen, das Herz hämmerte wild gegen seine Rippen.
      Dann kam sie an dem Ort an wo sich das ganze Szenario wohl abgespielt hatte.



      Da lag Tyler.
      Sein Kindheitsfreund. Der Junge, mit dem er so viele Sommer verbracht hatte.
      Tyler lehnte schlaff an der rauen Rinde einer alten Eiche. Eine dunkle Blutspur zog sich von seiner Schläfe hinab, wo Harvey ihn mit dem Ast getroffen hatte, die Jacke von Harvey an seinem Kopf welche die Blutung stoppen sollte war vom Regen ganz schwer geworden und hinunter gefallen. Tylers Gesicht war blass, sein Atem ging flach und unregelmäßig, und er war völlig weggetreten.
      Wyatt starrte auf ihn hinab. Bisher hatte sein Verstand immer wie ein perfekt funktionierender Filter gearbeitet. Wenn die Realität zu dunkel, zu grausam oder zu schmerzhaft wurde, griff Wyatts innere Zensur ein. Er hatte die Welt stets in leuchtenden Pastellfarben gemalt, hatte Ausreden für jedes Fehlverhalten gefunden und das Böse einfach mit seiner starken, positiven Fantasie überdeckt. Er war ein Pazifist....Jemand, der an das Gute in jeden Menschen glaubte.



      Doch als er jetzt auf Tyler hinabsah, auf die blutverschmierten Hände des Mannes, der versucht hatte, die Person, die Wyatt liebte, zu zerstören, zersplitterte dieser mentale Filter in tausend scharfe Scherben.
      Die bunten Farben blätterten ab und offenbarten die hässliche, rohe Wahrheit. Erinnerungen stürzten wie eine kalte Flutwelle über Wyatt herein. Tylers seltsame Fixierungen in der Kindheit. Seine Zwangsstörungen, die oft in einer stillen, berechnenden Grausamkeit geendet hatten....Tylers Verhalten in dem Traum von Cabriel oder später in der Karaoke Bar...Er hatte ihm wirklich geglaubt das zwischen den beiden Freundschaft entstanden war.
      Ein Zittern erfasste Wyatts ganzen Körper. Es war keine Angst. Es war etwas völlig Neues, etwas Dunkles, das aus dem tiefsten Inneren seiner Seele aufstieg. Ein heißes, ätzendes Gefühl brannte sich durch seine Brust, schnürte ihm die Kehle zu und verdrängte jede Wärme.



      Wut.
      Es war rohe, unerbittliche Wut.
      Er musterte Tylers Gesicht und verspürte plötzlich den Drang, zu schreien und ihn sogar grob zu packen. Seine Hände ballten sich so fest zu Fäusten, dass seine Fingernägel weiße Halbmonde in seine Handflächen gruben.
      Tylers Finger zuckten im nassen Laub. Ein leises, gequältes Stöhnen drang über seine Lippen. Langsam, unendlich langsam, begannen seine Augenlider zu flattern. Er blinzelte gegen das trübe Licht des Waldes an. Sein Blick war völlig unfokussiert, leer und benommen. Er versuchte, den Kopf zu heben, doch die Bewegung war schwach und unkoordiniert. Ein Ausdruck völliger Orientierungslosigkeit trat auf sein Gesicht, während er blutend und hilflos zu der Gruppe aufsah.
      Seine Kleidung war dunkel vor Nässe und klebte wie eine zweite, eiskalte Haut an seinem Körper. Unter ihm, in einer Mulde zwischen den massiven Wurzeln der Eiche, hatte sich eine schlammige Pfütze gebildet. Darin mischten sich Regenwasser, aufgewühlte Erde und das dunkle, verdünnte Rot seines eigenen Blutes, in dem er fast zur Hälfte lag.
      Tyler wusste nicht, wo er war. Die Baumkronen über ihm drehten sich in einem unaufhaltsamen Karussell.
      Tyler hasste Schmerzen. Er hatte sie schon immer gehasst, er konnte sie nicht ertragen!
      Ein heftiges, unkontrolliertes Wimmern brach aus seiner Kehle, als ein pochendes, reißendes Gefühl seinen Schädel durchbohrte, als würde ihn jemand bei lebendigem Leib spalten.
      Er wirkte total fertig, wie ein gebrochenes, verängstigtes Tier, das in eine Falle geraten war. Keine Spur mehr von dem Täter, der er noch vor Kurzem gewesen war.
      "M-mein Kopf…", nuschelte Tyler erbärmlich... Seine Stimme war kaum mehr als ein raues, zitterndes Krächzen, begleitet von einem schmerzhaften Keuchen.
      "Warum… warum tut das so weh…?"
      Tyler sah die Welt in einem verschwommenen Schleier aber erkannte Wyatt der ohne eine Mine zu zucken zu ihm schaute, dass ungewöhnlicher Verhalten des Schauspielers ignorierte er jedoch.



      Ein Funken kindlichen Erkennens und verzweifelter Hoffnung trat in Tylers aufgerissene Augen. Wyatt.
      Sein naiver Kindheitsfreund. Derjenige, der immer das Gute in allen sah und dazu noch über Heilkräfte besaß! Bestimmt war er da um ihn zu helfen! Genau!
      Mit einer zittrigen, blut und schlammverschmierten Hand die er mühsam aus der Pfütze hob, streckte Tyler sich nach Wyatt aus. Tränen mischten sich mit dem Regenwasser auf seinem blassen Gesicht.
      "Wyatt…", wimmerte er und ein tiefes, jämmerliches Schluchzen riss an seiner Brust. "Bitte… Wyatt, hilf mir. Es tut so weh. Mein Kopf…. Mach, dass es aufhört…"
      Tylers Finger krümmten sich flehend in der Luft. Seine Stimme brach vor lauter Angst und Schmerz. "Bitte, heil mich. Ich flehe dich an… lass mich hier nicht so liegen. Wyatt… bitte."
      Doch Wyatt sah nur auf die Hand hinab, die sich ihm entgegenstreckte....
      "...Wyatt?", entwich es Tyler mühsam als er nicht sah das Wyatt irgendwelche anstellen machte ihn zu helfen.
      Der Hass und die Wut, die er noch nie zuvor auf diese Art in seinem Leben gespürt hatte, kämpften gegen die tiefe, bedingungslose Liebe an, die Wyatt immer für seine Mitmenschen empfunden hatte. In diesem Moment zerbrach etwas in Wyatt ...
      "D...Das ist viel Blut Tyler...", brach es schließlich aus ihm heraus. Seine Stimme war kaum mehr als ein heiseres, brüchiges Flüstern
      "Mach dir keine Sorgen gleich wird ein Notarzt hier sein. Ineb hat einen Angerufen..."



      Mit diesen Worten brach Wyatts letzte Fassade in sich zusammen.... Er senkte den Kopf, als ob das Gewicht dieser Entscheidung zu schwer für seinen Nacken wäre. Sein grünes, welliges Haar fiel ihm wirr ins Gesicht.
      Wyatt hob zitternd seine Hand. Er presste die Finger krampfhaft an sein Gesicht, die Handballen gegen seine Stirn und die Augenlider gedrückt, als könnte er die schreckliche Wahrheit und den blutenden Freund vor sich einfach ausblenden....
      Die ersten Tränen bahnten sich heiß und unaufhaltsam ihren Weg.... Sie brannten auf seiner kalten Haut, rannen in dicken Tropfen über seine Wangen und sammelten sich an seinem Kinn, bevor sie stumm in den aufgeweichten Waldboden fielen. Sein Mund öffnete sich leicht, ein gequältes, lautloses Schluchzen entwich seinen Lippen, dass seinen ganzen Körper erschütterte.
      Es machte ihn plötzlich unsagbar traurig das er nicht über sein Wut stehen konnte...Aber Tyler zu Heilen widersprach in Moment alles in Wyatts Körper.
      Bevor Tylers geschwächte Hand sich an sein Hosenbein festkrallen konnte Rieß er sich grob von ihm los und wandte sich ab.


      ...............
      .......................
      ................................

      Die beiden Zivilisten rannten davon...Die Luft stank nach verbrannten, Regen und fauligen Fleisch...
      Harvey fühlte noch immer diese Freiheit...Aber es fühlte sich in denn Augenblick an als würden unsichtbare Fesseln ihn weiter feste umklammert halten.
      Warum fühlte er sich so unsagbar Unglück obwohl ihm alles so egal schien? Sein alter Freund Romeo wieder zusehen...Zusammen mit jemand denn er offensichtlich zu Lieben schien , zeigte doch das sein Leben sich auch ohne ihn weiter entwickelt hatte...Sie waren auch nicht verletzt...Vermutlich nur für den Rest ihres Lebens verstört....
      Fühlte es sich so an....Ein Held zu sein...?
      Hach, wem machte er sich schon etwas vor...So war das Leben eines Monsters...



      Der kalte tropfen die von seiner Kapuze auf seiner Haut landete zischte leise...Und verdampfte...
      Langsam aber kühlte er ab und sein Blick bohrte sich in die schlammigen Pfützen vor sich.
      Vielleicht sollte er nie wieder über das alles sprechen...So wie er es immer getan hatte...
      "Haaaaaaaaaaa....!"
      Das plötzliche stöhnen direkt hinter ihm ließ ihm zusammenzucken, die Kapuze glitt von seinem Kopf nach hinten und sein schwarzes verstrubeltes Haar stand ihn beinahe zu berge. Er wirbelte fassungslos herum aber blieb in seiner Position verharren. War...War ihm ernsthaft Yuuto hinter her gerannt?!
      Warum?!
      Kein einzige Möglichkeit kam ihn in den Sinn was dieses Handeln erklären würde...
      Sprachlos starrte der Feuerwächter zu seinem Boyfriend auf der vollkommend außer Atem war, als wäre er ein Marathon gelaufen...Und noch dazu war sein Haar offen...!
      Er sah in diesen Augenblick so Atemberaubend aus das er sich kaum dazu ringen konnte wegzulaufen oder ihn mit brodelnden, abwertenden Worten auf Abstand zu bringen.
      Zu perplex war er davon ihn jetzt hier vor sich zu sehen...

      „Wieso … wieso rennst du einfach weg?!“
      ...Die Stimme war von Yuuto war vollkommend am Ende...Und er schaute Harvey auch noch voller Tränen in den Augen an. Jetzt verlor Harvey sogar die Fähigkeit zu Atmen...Zum Teufel....War es nicht offensichtlich warum er weglief?!
      Hatte Yuuto nicht mitbekommen was eben passiert war?!
      Eine seltsam Mischung aus Verwirrung und entsetzten breitete sich in Harvey aus, zugleich aber versetzte sein Anblick ihm ein weiteres tiefen stechen in seiner Brust aus.
      Yuuto musste vollkommend Lebensmüde sein...Er drohte ihn sogar das er nicht weiter weglaufen sollte...Er hatte Yuuto noch nie sauer erlebt, weswegen seine Drohung in seinem Kopf kaum sinn ergab....Aber verdammt, es war wohl der schlechteste Augenblick aber gerade sah Yuuto verdammt niedlich aus...So voller Tränen, außer Atem...Mitgenommen...Allein das Harvey merkte das sein Anblick ein funken von Erregung in ihm weckte ließ ihn nur noch weiter schlecht fühlen...Doch traf es gerade total sein Fetisch...Jetzt müsste er ihn nur noch um Hilfe anflehen und um Harvey wäre es geschehen....

      „Harvey … ich weiß doch, dass du es bist. Ich würde dich in jeder Verkleidung wiedererkennen. Selbst wenn du ein Wurm wärst...oder eine ekelhafte Made...“
      . . . .
      W...WAS?!
      Nun erstarrte Harvey komplett und sein Blick durchbohrte denn armen Yuuto...
      Er...Erkannte ihn?
      Unmöglich...Er benahm sich doch gar nicht wie sonst...
      Eine schwache röte stieg in sein Gesicht...Er wusste nicht ob es gerade nicht doch besser war wegzurennen. Am besten in ein anderes Land!
      Seine Schulter spannten sich an...
      Yuuto aber...Meinte es wirklich ernst?
      Er...Erkannte ihn immer?
      Warum begann jetzt sein Herz heftig zu flattern?!



      Kaum wie der Feuerwächter diese Offenbarung verarbeiten konnte warf sich Yuuto auf ihn!!
      Reflexartig hob er zwar seine Hände aber er wollte Yuuto nicht verletzten. er spürte wie sein Körper sich an seinen presste und er für ein Moment wieder wusste wie man Atmete. Keuchend schnappte er nach Luft und spürte wie Yuuto ihn am Boden hielt, als hätte er wirklich Angst davor das Harvey trotzdem davonrennen würde...
      „Ich hatte solche Angst … Diese seltsamen Wesen haben mich gejagt … Ich wollte einfach nur so schnell wie möglich zurück zu dir. Ich hatte solche Angst um dich … aber ich kam gegen sie nicht an.“
      Der Atem von Yuuto kitzelte gefährliche seine empfindlichste Stelle und eine Gänsehaut durchflutete den Feuerwächter...
      Beinahe hatte er vergessen wie schrecklich das alles für Yuuto gewesen sein musste...Er dachte bei denn Anderen wäre Yuuto sicherer...Er wollte nicht zu besitzergreifend sein aber der Gedanke missfiel ihn, seinen Freund wieder allein mit jemand Anderen irgendwo hin gesehen zu lassen...Zwar konnte Cabriel nichts dafür aber...Er redete sich ein das dies alles nicht passiert wäre wenn ER an Yuutos Seite gewesen wäre...
      Aber Yuuto war auch nur ein Mensch...Er wusste ja selbst wie es war vollkommend Machtlos zu sein...

      "Dann fand mich Wyatt und Ineb und sie retteten mich..."
      Ein schwache Erleichterung setzte in Harveys Brust an...Die beiden hatten Yuuto wenigstens retten können aber...Moment...Hieß das Yuuto hatte wirklich alle durchschaut?
      Gott...Das war gar nicht gut...Harvey kannte genug Szenarios aus seinen Helden Comics was es bedeutet wenn eine Nahstehende Person hinter Identität eines Heldens kam...Das war nicht gut...Gar nicht gut....

      „Erst als du und Cabriel aufgetaucht seid … da habe ich es endlich verstanden …“
      ...
      Harvey neigte sein Kopf leicht verwirrt als er die Verlegenheit in Yuutos Gesicht sah...Was...Hatte Yuuto endlich verstanden?
      In Harvey breite sich erneute Unwohlsein aus...Am liebsten hätte er Yuuto wieder fest an sich gedrückt...Ein Teil in ihm kam durch diese Form hindurch...Er wollte ihn immer noch beschützten...Aber es fühlte sich erneut danach an als hätte er in ganzer Linie versagt.



      „Es tut mir so leid, dass ich dir zuerst nicht geglaubt habe. Du hast versucht mir zu erklären, dass du und deine Freunde … etwas Besonderes seid. Du sagtest es mir in Vertrauen und ich nahm deine Worte nicht ernst... Aber diese Sache mit den WITCH klang einfach so absurd, dass selbst ich es nicht wahrhaben wollte und Überdenkzeit brauchte. Doch nun, da ich mit eigenen Augen gesehen habe, über welche Kräfte ihr verfügt und wie ihr gegen diese Zombies gekämpft habt … kann ich mich nur noch bei dir entschuldigen, Harvey.“

      ....Entschuldigen?
      Der Blick von Harvey hing wie Hypnotisiert in den Augen seines Freundes.
      Was war hier nur los...?
      Sein Kopf fühlte sich auf einmal so brechend leer an...



      Wann...Hatte er ihm davon erzählt?
      War er durch diese neue Witch-Form vielleicht geistig vollkommend durcheinander?
      Vielleicht waren es Nachwirkungen von den Körpertausch mit Cabriel?
      Doch obwohl der Kampf vorüber war...Harvey verwandelte sich einfach nicht zurück...
      Jetzt wo er doch wusste das Yuuto wusste wer er war...Für gewöhnlich erlosch die Verwandlung...Aber gerade hatte Harvey nicht das Gefühl als würde die Verwandlung nachlassen...Beinahe...
      Als...Wäre er gerade nicht einmal Verwandelt...
      Ein Flug von Panik brach in seinem inneren aus während er Yuutos Worte weiter verarbeitete und er glaubte sich daran zu erinnern.
      Natürlich...Yuuto stand ihm sehr nahe...Er hatte mit ihm schon über einige Dinge geredet...
      Die zärtlichen Lippen von Yuuto auf seinem ließen wieder eine wärme in ihm zu...Die er schon vermisst hatte. Er wollte am liebsten noch mehr...

      „... Ihr habt mich gerettet. Dafür danke ich euch. Ganz besonders dir, Harvey ... Du warst mein Held. Ohne deine Feuerkräfte wären wir wohl gefressen worden...“

      Wie...In einem...Lang erfüllten Traum sagte Yuuto genau das was in Harvey Herz für stärkere pulse sorte.
      Er wollte für jemand der ihn viel bedeutet ein Held sein...Und das er ihn auch als solch einer erkannte...Machte ihn unsagbar Glücklich....Wirklich ...Glücklich.



      ....So Glücklich...SO GLÜCKLICH....ER WaR sO GlÜcKlIcH....
      Er war mit seinem Feuerkräften der strahlende Held in letzter Sekunde!
      Ohne ihn wäre Yuuto gefressen wurden....
      Ohne ihn wä--ären....Matteo....OhnE....IHnnnn....
      Der Ausdruck des Feuerwächter wurde immer düsterer....Eine aufbrodelnde Wut...Überwog seine sonst so trieb gesteuerten Verstand....Auf einmal...Kam ihn Yuuto unsagbar.....Verblödet und Naiv vor....
      "Bullshit....", raunte Harvey plötzlich rau ohne jegliches Mitgefühl oder Zuneigung zu seinem Freund.



      Unangenehm neigte er seinen Kopf während er Yuuto mit voller Skeptik durchbohrte mit seinem Blick. Will ihn der Junge verarschen?
      "...Jeder Blinder mit Gehstock sieht doch das ich den halben Wald abgefackelt habe....Dich hab ich auch viel später bemerkt...Ein scheiß hab ich dich gerettet...Vergleich mein nicht kontrollierbares Verhalten mit einer reinen Helden...Das ist eine Beleidgung für jeden der für das Gute Kämpft...!!"
      Ein gereiztes Geräusch entglitt seine Kehle...Es fühlte sich auf einmal an als hätte Yuuto alle Helden die er bewunderte mit einen einzigen Satz zu tiefst mit Schande beworfen.
      "Ohne mich hättet ihr bestimmt noch ein Anderen Weg gefunden...Feuer ist verfickt noch mal nicht das einzige Mächtigste Element auf dieser Welt...Argh..."
      Der Feuerwächter bekam Kopfschmerzen....
      Er wollte Yuuto überhaupt nicht anfahren...Der Arme Kerl konnte für das ganze nichts...Aber es fühlte sich gerade an als könnte Harvey allen sein aufgestaute Hass und Wut hinaus lassen...Es lag sicher an dieser Witch Form...verflucht...Er biss sich die Zunge leicht blutig...Aber konnte sich nicht kontrollieren...Es Kotzte ihn alles so unsagbar an.
      Er wollte Yuuto nicht verlieren ...Aber in diesen Augenblick konnte er diese schwärze in sich einfach nicht mehr zurück halten.


      "...Verstanden...? Du Redest von verstehen!? DU Kapierst überhaupt nichts...Wer ist so bescheuert einen Monster wie mir hinter her zu rennen? Was wenn hier doch noch irgendwo Zombies sind? Oder was auch immer das war HÄH? Bist du Lebensmüde? Glaubst du wir sind in irgend einem schnulzigen Liebes Film...Wo ein Kuss und eine Umarmung alles gut macht? Sieh dich um....Der ganze Wald ist hinüber...Wer weiß ob nicht irgendwo doch noch Zivilisten waren die nun dank mir Tod sind? Hör auf diese Tat zu beschönigen...Das war einfach nur grausam und unsagbar unkontrolliert von mir...Du solltest lieber Abstand von mir nehmen....Das wäre das einzig Klügste! Dir von den Witch zu erzählen ist der größte Fehler überhaupt....!"
      Was war in ihm gefahren? Wie kam er auf diese dumme Idee Yuuto in das ganze einzuweihen?!
      "Die Tarnung ist nicht nur Spaß...Oder um Cool dazustehen, verdammt...Das ist kein Grund mir zu danken....Es absolut beschissen! Jetzt bist du auch in Gefahr...Jeder Feind der Witch wird auch zu deiner Bedrohung...Und wenn du in mir Harvey siehst und nicht denn Feuerwächter ist das auch ein Problem für mich!"



      Yuuto wird sich doch nur unnötige sorgen um ihn machen...Genau wie jetzt! Der beste Beweis dafür....
      Einen unbekannten wäre er sicherlich nicht nach gelaufen...
      "Verdammt....Yuuto sei nicht so....",murrte Harvey noch einmal als er sich den Ärger Luft gemacht hatte und die Kapuze wieder über sein schwarzes Haar zog.
      "...Versteh, es nicht falsch....Ich bin froh das du Lebst kapiert? Das bin ich wirklich...Es tut mir verdammt Leid das du in das ganze mit reingezogen wurdest und sicherlich total am Ende bist...."
      Er sah mit seinen roten Augen durchdringend zurück zu Yuuto und seine Hand griff seine Hand...
      Trotz seiner ziemlich direkten beißenden Worte war sein griff zärtlich.
      "...Ich mag....Es einfach nicht wenn man mich für Blöd verkauft. Sag mir ehrlich...Wie du dich Gefühlt hast."



      "Hattest du wirklich Angst? Bist du mir wirklich Dankbar für diese Rettung? Oder hast du vielleicht nur Angst davor das ich dich das nächste mal nicht retten würde wenn du dich mir so dankbar zeigst? "
      Seine Hand hob sich zu den offenen Haar von Yuuto und umfasste eine Handvoll der langen Haarsträhnen.
      "Hast du nicht ehre Angst davor das dieser Held dich auch bis auf die Knochen verbrennen würde?", fragte er direkt und kam ihn dabei wieder näher als testete er ihn aus.
      "Oder gefällt dir das...? Ich Judge nicht...Es gibt verschiede Fetische und manche Leute werden davon erregt sich auf jemand Gefährlichen einzulassen.", hauchte der Feuerwächter beinahe schon gemein flirtend. "Also? Was ist es...? Es existieren keine reinen Naiven Personen auf dieser Welt...Auch wenn ich sowas....wirklich...süß finde...Hm..."
      Sein Blick wanderte über Yuuto und schien ihn eher nach Verletzungen abzusuchen.
      Er drängte ihn zurück und stemmte sein Arm neben sein Kopf gegen ein Baumstamm.
      "Wichtiger ist....Wirst du das Geheimnis von uns für dich behalten? Das ist eine schwere Last...Dein Bruder...Einfach jeder in deinem Umfeld wird sich fragen wer die Witch sind sobald das alles...Die Runde machen wird dank...Dieses Typen...Ich wollte ihn am liebsten dafür sofort umbringen...Sollte so ein Held denken? Bist du mir immer noch so dankbar? Was erhoffst du dir wirklich...? Willst du mich zähmen so wie es meine Ex Freundin getan hat? Willst du mich zu einem besseren Menschen machen? Hältst du dich für etwas besonderes nur weil ich große Zuneigung für dich empfinde? Ich verletzte Yuuto...Ob Feind oder Geliebte Personen ich mache da kein Unterschied."
      Er verengte seine Augen etwas:
      "....Was ist wenn ich für immer so bleibe wie jetzt? Du sagst du würdest mich in jeder Verkleidung wiederkennen aber was ist wenn ich für immer ein elender Made bleibe?"
      Ohne Vorwarnung schlug er die andere Hand dicht neben sein Kopf gegen den Baumstamm und kesselte ihn ein.
      "Würdest du mich immer noch Lieben?!"
      Believe Me ~

    • Neu

      Izarra

      "Fühlst du dich jetzt besser? Nachdem du es laut ausgesprochen hast...Elender Lügner?"

      Obwohl Izarra so hart wie ein Stein bleiben wollte, gehorchte ihm sein Körper nicht. Er musste sich selbst daran hindern, dass seine Knie nicht zitterten wie Espenlaub. Doch am Schlimmsten erging es seinem Herzen, dass durch seine eigenen Worte in zwei gebrochen wurde. Er durfte es nicht vergessen. Nicht er war der Lügner...sondern Eternity. Obwohl er ihm vertraut hatte, nutzte er es gnadenlos aus. Für ihn...war Izarra nichts weiter gewesen als ein Clown. Ein Witz. In diesem Moment wagte er es nicht dem Lord in die Augen zu sehen, er wollte nicht wissen wie er ihn ansah. Die kalte Aura verriet ihm alles.

      "Gerade machst du mich wirklich Wütend Izarra...Ich hätte nicht erwartet das du mich so sehr enttäuschen würdest...Haben dich die [i]Anderen etwa so extrem Manipuliert das du mich wirklich so siehst?"[/i]

      Bleib stark, Izarra...Lass dich nicht von seinen Worten um den Verstand bringen.
      Wenn jemand dich manipuliert hat, dann natürlich er!
      Die Augen des Supporters blickten auf das Armaturenbrett. Es war schwer sich mit seinen Emotionen zu beherrschen. Zum aller ersten Mal verspürte er einen Wunsch sich ohne Gnade auf seinen alten Freund zu stürzen und ihn ein paar Kinnhaken zu verpassen. Da er sich aber nicht mit den Klan anlegen wollte und die Erde ihm wichtig war, blieb es nur ein Wunsch aus seinem Inneren.
      Eternity hatte absolut keine Ahnung, wie sich Izarra fühlte. Vollkommen zurückgelassen...wie ein Stück Abfall, was noch nie etwas wert war. Wenn es nur das gewesen wäre...Aber nein...Noch dazu hatte er sich genau zu dem Feind entpuppt, der Eternity doch nie sein wollte. Izarra verstummte und sank immer mehr in den Sitz hinein, während Eternity sich aufbaute.
      Er rechnete damit, dass der Lord durch seine Ungehorsamkeit ausflippen würde. Ihre freundschaftliche Bindung existierte nicht mehr, wieso sollte also die Korbos Familie nicht wieder seine Macht nutzen, um ihn ins Gefängnis zu stecken? Izarra fürchtete heute mit dem Schlimmsten, aber er blieb tapfer. Egal was heute mit ihm geschehen würde, er würde für die WITCH zurückkommen.
      Doch anstatt seine Wachen zu rufen, reagierte Eternity ruhig, sodass es den Supporter verwirrte. Er vergab ihm...seinen Fehler...?

      "...Aus dem Grund das ich dir wirklich etwas schuldig bin Izarra. Als ich in dieser Welt gelandet bin....Ganz allein, verängstigt...Warst du für mich da. Du hast nicht wie die Anderen mit dem Finger auf mich gezeigt...Du warst der Einzige, der in mir nicht nur denn Korbos sah der von denn Witch vernichtet werden musste. Du...Hast mir gezeigt das diese Welt etwas schönes sein kann und die Witch nicht meine Feinde sind...Deine Unterstützung hat mich verändert."

      Ungewollt drängten sich die Bilder einer längst vergangenen, glücklicheren Zeit in sein Bewusstsein. Damals hatte er Korbos Eternity auf der Erde aufgesucht in der Hoffnung, einen Teil seiner eigenen Schuld abzutragen. Schon immer hatte er sich mitverantwortlich für das Schicksal der Korbos Familie gefühlt. Jahrzehnte hatten sie gemeinsam auf der Erde verbracht – weit weg von jenen verachtenden Blicken in Meridian, die ihn als Lord sonst überallhin verfolgten. Nicht, dass sie einfach nach Meridian zurückkonnten wie es ihnen beliebt, Portale zu erschaffen können nur hohe Kreaturen. Aber es war schon okay auf der Erde zu leben. Izarra hatte ihm nämlich beweisen wollen, dass er der WITCH nicht feindlich gesinnt war. Er wollte für Frieden zwischen Korbos und den WITCH sorgen. Doch wie alles andere war auch dieser Versuch gescheitert. Es war ihm nicht gelungen, das Gute in Eternity hervorzubringen. Und doch waren es bis heute gerade die schönen Erinnerungen, die ihn am meisten quälten.
      ...Eventuell...war die Wut, die gerade so schwer sein Herz verengte nicht gegen Lord Eternity gerichtet...Wenn er ehrlich war...hasste er am aller meisten sich selbst. Izarra hatte versagt Eternity zu einem guten Menschen zu machen...
      Durch ihn...wurde ein Feind erschaffen...
      Schweigend drückte er seine Lippen zusammen, während sein alter Freund die Vergangenheit neu aufrollte.

      "Ich hege überhaupt gar keinen Groll mehr gegen die Witch, ob du es mir glauben willst oder nicht...Es gab für mich immer nur ein einziges Ziel."

      Warum verspürte er hierbei keine Anzeichen von Lügen? Lag es daran, dass Eternity nie gegen die WITCH war, sondern ihn nur die Macht interessierte? Ja, das musste es sein... Er war so gierig, er brauchte dafür nicht einmal ein hohes Gefühl, um jemanden vernichten zu wollen. Eternity war durch und durch...verdorben...Izarra wünschte ihm helfen zu können, doch war er dazu einfach nicht in der Lage.
      Verbittert musste er sich die Tränen unterdrücken.
      Es tut mir so Leid, alter Freund...



      "Ja...Ich bin nicht Perfekt. Ich habe ein großen Fehler begannen und wurde selbst zum Opfer...Das ist der Grund warum ich jetzt hier bin. Das einzige das ich je wollte und noch immer....Will ist meine Familie, Izarra...."

      Mit dieser unerwartet ehrlichen Antwort zog Eternity dem Supporter förmlich den Boden unter den Füßen weg. Verblüfft drehte Izarra den Kopf und starrte ihn an. Was... hatte er da gerade gesagt? Er gab tatsächlich zu, einen schweren Fehler begangen zu haben? Ausgerechnet er, der ewig Unfehlbare? Und sein einziges Ziel war es nun... seine Familie zu finden?
      ...Nein! Nicht einlullen lassen!
      Dafür hätte er doch dann nicht das Dark Heart stehlen müssen und den Herzträger!
      Dafür hätte er kein Chaos stiften müssen in Meridian und auf der Erde!
      Dafür hätte er den WITCH nicht den Krieg erklären müssen!
      Izarra stockte der Atem. Als er sich in Eternitys stechend roten Augen verlor, erkannte er plötzlich jemand anderen darin. Mit einem Schlag kehrte die Erinnerung an jenen Jungen zurück, der ihn damals auf offener Straße so wütend angefahren hatte. Mit diesem direkten Vergleich vor Augen bröckelte jede Täuschung: Es war unverkennbar Eternitys Bruder. Es war... Infinity. Die Wucht dieser Erkenntnis ließ Izarras Herz für einen furchtbaren Moment aussetzen.

      "Ich kann Lügner nicht sonderlich ausstehen, Izarra...."



      Als hätte Eternity Izarras Gedanken an Infinity gelesen, begann er von der tiefen Sehnsucht nach seinem Bruder zu sprechen. Er offenbarte ihm, dass genau das ein Auslöser für seine Flucht gewesen war. Ein Mitgrund, weshalb er Izarra verraten hatte. Er würde alles für seine Familie tun und zog dabei eine scharfe Grenze zwischen bloßen Freunden und dem eigenen Fleisch und Blut. Bis zu einem gewissen Grad konnte Izarra diese Haltung verstehen – selbst wenn er persönlich keine Blutsverwandtschaft brauchte, um jemanden in sein Herz zu schließen. Dennoch... sollte er jemals ein Lebenszeichen von seinem eigenen Sohn bekommen, wusste er tief im Inneren nicht, ob er nicht auch alles stehen und liegen lassen würde, wenn Morpheus ihn brauchte. Die bittere Wahrheit war jedoch, dass er stark bezweifelte, Morpheus würde jemals nach seiner Hilfe fragen. Bei Infinity war es anders, sowie Eternity von ihm erzählte wirkte er immer schwächlich...Es war also kein Wunder, dass er schnell zu ihm wollte. Immerhin musste er ein Königreich für Jahrzehnte ganz alleine regieren. Zum ersten Mal seit langem verspürte er starkes Mitgefühl für Eternity, was er gar nicht wahrhaben wollte.

      "Und nachdem Dina...Mich betrogen hat und ein Kind von einem Anderen Mann gebären würde, war für mich deutlich genug gewesen das ich auch hier...Keine Familie haben würde. Keinen Platz....Das Light Heart zu spalten erschien mir der einzige Weg...Endlich zurück nach Hause zu kommen. Ich wollte...Niemand damit schaden Izarra...Ich dachte damit etwas gutes zu tun, wenn ich die Dunkelheit von denn Light Heart nehmen würde und daraus auch mein Vorteil nutzten würde...Aber ich wusste du würdest es mir Ausreden weswegen ich es dir verheimlicht habe."

      Am liebsten hätte er seinen Schädel gegen das Armaturenbrett gehauen, doch er versank nur weiter in den Sitz hinein.
      Wie sehr er doch nur die Vergangenheit ändern würde. Doch diese Macht besaß nicht einmal sein Ex-Mann.
      Er hatte die Alarmsignale bei seinem alten Freund damals nicht gesehen. Dabei wollte er immer für ihn da sein.
      Der Zorn in den Augen von dem Lehrer verblasste langsam wie dunster Nebel. Er fragte sich wieso ihn damals Eternity seine Sorgen nicht anvertraut hatte? Über Dina sprach er so selten...Er hatte ihren letzten Konflikt kaum mitbekommen, bis sie plötzlich nicht mehr in die Praxis kam. Izarra hätte schon ab diesem Zeitpunkt etwas merken sollen...Doch er war viel zu sehr mit den Chevrier beschäftigt. Immerhin war das Ende von der letzten Herzträgerin ziemlich langzögernd und tragisch, wobei auch....Eloy...einige Probleme aufkamen. Auch hier musste er wieder das Problem bei sich sehen. Er dachte doch ebenfalls, dass Eternity ihm helfen könnte...doch niemals hatte er gedacht, dass er ihn spaltete und dann sich mit dem Dark Heart davonmachen würde. Warum hatte er das Böse nicht zerstört? Er verstand es nicht...

      "Mein...Plan war es das Dark Heart zu zerstören nachdem...Ich nun das Portal für uns geöffnet habe...Ich wollte dich mit nehmen Izarra...Ich hatte nie vorgehabt dich hier zurück zu lassen aber...Kye...Dieser elende Fehler...Hat alles ruiniert..."

      "...Kye?", erhob Izarra leicht seine Stimme, beunruhigt setzte er sich wieder gerade hin. Der Mann, der die meiste Zeit auf der Erde unter einem Tisch verbrachte? Eternitys zweite Seite? Er verstand nicht wie es sein konnte, doch auch hier log Eternity nicht. Wollte er damit sagen, dass Kye das Dark Heart an sich reißen wollte, anstatt es wie Eternity zu zerstören? Nur Kye strebte nach der Macht und Eternity wurde dazu gezwungen mitzumachen? Aber...wie konnte es sein? Warum hatte sich Eternity nicht gewehrt? Flüchtig kamen in die Bilder des Raumes wieder zu Gesicht, die Praxis war nach ihrer Flucht voller Blut. Hatten sie....gekämpft und Eternity hatte verloren?



      "...Ich bin nicht der Feind. Es ist Kye ganz allein. Er hat das Dark Heart an sich grießen und die Dunkle Seite des Herzträgers entführt nachdem...Er mich getötet hat."

      Geschockt riss er seine Augen auf, damit hatte er niemals gerechnet. Wie denn auch - er hatte noch nie Kye für so unberechenbar gehalten. Das war also sein Fehler, Izarra hatte nie auf Kye geachtet, weil er immer vor ihm floh. Er war das komplette Gegenteil von Eternity, weshalb Izarra so einige Probleme mit der Kommunikation hatte, denn wollte der Weißschopf nie mit ihm kommunizieren. Niemals hatte er es für möglich gehalten, dass Eternitys...zweite Hälfte...eine Rebellion starten würde.

      "Er hat meine Identität gestohlen...Und mich mit dem Dark Heart verbunden...Damit ich nicht verrotte wie ein Leiche..."

      Er runzelte seine Stirn in Falten. Um ehrlich zu sein verstand er es nicht so ganz, was Eternity meinte. Und doch wieder schon. Es war etwas kompliziert, denn war Eternity und Kye doch die gleiche Person. Genauso wie Ineb und Beni. Mit den feinen Unterschied, dass jedoch die Magiequelle ganz anders aufgeteilt war. Sozusagen stellte Eternity die kraftvolle Hülle dar und Kye die sensible Seele. Izarra hätte es wohl niemals verstanden, wenn er nicht selbst von einen jemand erschaffen wurde, der es liebte Seele, Geist und Körper zu trennen, um ein Bestergebnis zu erzielen. Eine Perfektion von Magie.
      Obwohl Eternity kein Herz war und ebenfalls kein Herzträger, wurde er getrennt von seinem selbst. Das erschreckende war jedoch, dass er sein selbst komplett verachtete.

      "Und entgegensatz zu mir ist Kye voller Hass und Rache...Er will die Wächter vernichten und zu ein übermächtiges Wesen werden...Ihn interessiert die Familie nicht...Wegen ihm ist Infinity verschwunden und ich denke...Wenn ich nicht einschreite...Wird er ihn töten....Also ist das der wahre Grund warum ich hier bin, so Egoistisch wie zuvor....Ich will meine Familie beschützten...Izarra....Wenn die Wächter das Dark Heart bekämpfen und ich dadurch endgültig Sterben werde, ist es mir das Opfer Wert..."

      Er atmete schwer durch die Nase ein und aus, während sein Herz wild in seiner Brust raste. Wo war der Haken? Wo versteckte sich die Lüge, die Eternity ihm gerade auftischen wollte? Es war beängstigend: Er fand keine. Mit einem Schlag ergab der Vorfall von vor 20 Jahren einen perfekten, grausamen Sinn. Das Massaker... Eternity war das Opfer gewesen, so furchtbar zugerichtet und schließlich von Kye eingesperrt.. Vielleicht war er unter seiner Gewalt verschmolzen worden. Thalorian hatte niemals erwähnt, dass ihn etwas bei Korbos aufgefallen war, weshalb es wohl im Stillen passierte. Endlich fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Kye und Eternity hatten sich nie verbündet, um gegen die WITCH zu kämpfen. Es war allein Kye, der das Sagen hatte? Aber wie hatte Eternity sich dann aus Kyes Fittichen befreien können, um Izarra nun zu warnen? Das war das einzige fehlende Puzzleteil. Izarra ermahnte sich zur Vorsicht. Er musste stets im Hinterkopf behalten, dass ein Verrat immer noch möglich war. Er durfte auf keinen Fall vergessen, wer da vor ihm saß. Möglicherweise steckte Eternity doch mit Kye unter einer Decke – auch wenn Izarras Glaube daran mit jeder Sekunde mehr bröckelte.

      "Aber egal...Du hast deine Ansicht mir deutlich gegenüber gemacht alter Freund...Ich bedauere zwar das du mir nicht mehr vertraust aber das beruht auf Gegenseitigkeit...Denn ich weiß mittlerweile nicht ob du mich die ganze Zeit nicht auch nur belogen hast..."

      Er wollte, dass Izarra seine Worte bitter bereute und ja...das tat er auf anhieb. Eternity kannte ihn viel zu gut, er wusste wo er ihn Schmerzen zufügen konnte, die er lebenslang spüren würde. Er schüttelte nur den Kopf, ob es eine Antwort auf Eternitys Beschuldigung war, blieb selbst für ihn ein Rätsel. Doch etwas dagegen sagen tat er nicht. Er musste für seine Aussagen gerade stehen. Es war nicht wichtig, was Eternity von ihm hielt...auch wenn es schmerzte. Sie waren auf zwei verschiedenen Seiten.

      Plötzlich lag Eternity seinen Arm an Izarras Kopfstütze, der Lehrer schluckte schwer. Er sah den Wahnsinn in den roten Augen. Die Aura wurde so erdrückt, dass Izarra vergaß zu atmen. Er fühlte sich wie gelähmt.

      "...Wusstest du...Das mein Vater Immensity noch am Leben ist und hier auf dieser Welt lebt?"

      ...
      ...
      ...

      „Was?!...“, war das Einzige, das Izarra über die Lippen kam. Er wurde völlig auf dem falschen Fuß erwischt. Wie kam Eternity nur darauf, dass sein Vater noch am Leben war? Sein Vater - der einstige Lord- war tot ... gestorben vor etlichen Jahren. Warum um alles in der Welt sollte er sich hier auf der Erde aufhalten? Doch Eternity wirkte so felsenfest davon überzeugt, dass Izarra unwillkürlich zu zweifeln begann. Konnte es wahr sein? Nein, unmöglich ... Er hätte seine vertraute Aura doch längst spüren müssen...! Niemals wäre es ihm entgangen.



      Doch obwohl das Thema einschlug wie ein Bombe, beharrte Eternity nicht weiter darauf. Er wusste genau, dass Izarra ihm keine hilfreiche Antwort geben konnte. Eternity ging wieder auf Abstand zu ihm, doch konnte sich Izarra trotz allem nicht mehr beruhigen. Versuchte ihn Eternity um den Verstand zu bringen? Erst seine Erscheinung in Tylers Wagen, dann das Thema mit der sechsten WITCH, der wahre Feind Kye und zum Schluss auch noch die Auffindung von Lord Immensity auf der Erde? Izarras Kopf schmerzte, wer konnte da bitte noch folgen?! Es war ein Schocker nach dem Anderen! Aber Eternity machte beschwichtigend weiter. Er gab Izarra sogar einen kleinen Zettel.

      "Auf diesem Zettel...Findest du eine genaue Weg Beschreibung zu den Aktuell Aktiven Portal zwischen Meridian und dieser Welt. Soweit ich weiß sind die Witch noch nicht in der Lage selbst Portale zu öffnen oder zu schließen...Es sollte daher durchaus wichtig für euch sein das Portal in Auge zu behalten oder...Es selbst zu Nutzten. Du könntest wieder zurück nach Meridian aber ich bezweifle das dich der Fake Lord mit offenen Armen begrüßen wird...Deine Worte haben mich zwar sehr verletzt aber hiermit...Ist meine Schuld bei dir Izarra beglichen. Ich lege dir als Alter Freund nahe...Diese Information zu nutzten...Ich will dich wirklich nicht versagen sehen... Auch wenn es für mich immer sehr Unterhaltsam war...."

      Fassungslos starrte er den Zettel in seinen Händen an wie eine leere Hülle. Er hatte ihn einfach verraten, wo sich das Portal befand, nach was er so lange gesucht hatte. Auch wenn er es nicht vorhatte zurückzukehren, war es überaus wichtig, da dort heraus die Feinde sprangen...sie waren deswegen immer vom Vorteil.
      Für einige Sekunden starrte er nur auf den Zettel, bis sein Blick sich erneut auf Eternity richtete. Doch dies bereute er auf anhieb, denn er breitete verspielt die Arme aus. Es war wie eine kleine Einladung ihn zu Umarmen und wie aus Reflex zerknüllte Izarra den Zettel, den der Lord ihn gab. Eternity war so provokant..! Wie eine Statue bewegte sich Izarra kein Stück, bis Eternity seine Arme wieder sank.



      Mit den Worten, dass er ruhig weitererzählen sollte, dass Eternity der Feind war stieg er aus. Hinein in den Regen, ohne einen Schirm. Er wirkte für Izarra nicht mehr wie einst der perfekte Mann, mit dem er immer abgehangen war. Die Jahre...hatten ihn auch deutlich verändert. Wenn es stimmte, dass Kye ihn ausnutzte...war er wohl ein Gefangener.
      ...Was sollte Izarra nur machen?
      Bevor Eternity zu weit wegging, schnallte sich der Lehrer hastig ab und stieg ebenfalls aus. Er machte einen Bogen und ging direkt auf Eternity zu, ohne zu wissen, was er überhaupt tat ergriff er nach seiner Hand und hinderte ihn weiterzugehen.

      "Warte...Geh noch nicht...", sagte er und bereute seine Worte zurück. Verdammt Izarra, du sollst dich von ihm FERNHALTEN. Was tust du da?! Die Chance, dass er dich hier verarscht ist 50%! Und trotz allem...
      Izarra hasste sich und seine Naivität so sehr. Und trotz allem konnte er den Lord nicht einfach so gehen lassen. Nicht, wenn doch ein gewisser Teil an ihn glaubte. An den Eternity, der für seine Familie kämpfen wollte.

      "Ich...hätte damals mehr auf euch achten sollen. Das du...zum absoluten Feind der WITCH wurdest, war auch meine Schuld. Doch das Leben früher war so...leicht und angenehm. Es war eine Generation ohne WITCH...Ich hatte dich und Kye immer als zwei verschiedene Personen gesehen und und doch gegen Ende als gleiches Wesen wahrgenommen..."


      Genau das war der Fehler, doch das sprach er nicht aus. Er konnte spüren, dass es Eternity nicht schmecken würde. Er ließ von Eternitys Hand ab. Still sah er erst zu ihm auf, er wirkte so ernst wie noch nie. Erst nachdem er seinen alten Freund genaustens ins Gesicht gesehen hatte und seufzte, sprach er weiter. Hätte nur von Anfang an sie behalten wie zwei Hälften eines Ganzen.

      "...Eternity...Selbst, wenn du von Kye gefangen gehalten wirst...bleibst du ein Feind der WITCH. Es ist grausam von mir das zu sagen aber...solange du von ihm ausgenutzt wirst...hat sich meine Ansicht nicht geändert. Aber..."




      "...wenn es einen Weg geben würde, dir nach den Fall von ...Lord Korbos... zu helfen...würden die WITCH dich sicher unterstützen. Ich habe keine Macht dich aus der Gewalt von Kye zu befreien aber wie es aussieht.......hast du bereits jemanden, der dir hilft...hm?"

      Seine Worte waren hart für jemanden eigentlich so sentimentales wie Izarra. Doch er hatte keine andere Wahl als Grausam zu sein. Dazu...fand er es immernoch unheimlich verdächtig, dass er einfach so vor ihm stand. Wer...half ihn denn? Ihn grauste der Gedanke, dass die WITCH noch ein paar weitere Feinde erhielten, außerhalb von dem Lord. Wenn Kye ihn wie eine Maschine benutzte mussten sie die Maschine gegen Ende ebenfalls zerstören. Er würde Eternity...irgendwann von seinem Leid erlösen. Kurz wendete er seinen Blick von Eternity ab, um zu den Wachen zu spitzeln, die noch immer bei der Bushaltestelle verweilten.
      Für einen kurzen Moment wirkte Izarra bei den nächsten Worten etwas ruhiger und seine Stimme war sanfter. Ein kleines Lächeln bahnte sich über sein Gesicht.

      "Für mich hast du immer meiner Familie angehört. Auch Kye. Ich habe versucht euch früher wie meine Söhne zu behandeln, aber ihr mochtet es überhaupt nicht mich als Elternrolle zu sehen. Besonders du wolltest immer einen gleichen Rang wie ich - ach was rede ich da...Du wolltest über mir stehen! Wie ein waschechter Lord! Kinder wurden so schnell erwachsen, vor allem deine Pubertät war unfassbar lang!!!", sagte Izarra vergnügt, da ihn die Erinnerung noch immer einen schönen Tag verursachte. Er dachte gerne an früher zurück, er liebte die Vergangenheit...naja, nur die schöne Vergangenheit!

      "Da ich weder dein Vater noch deine Mutter sein durfte...war ich froh wenigstens dein Freund sein zu können! Jemand, der wohl gegen Ende mehr Hilfe brauchte, als die kleinen Männer vor ihm.", er zwinkerte ihm zu und war nun an der Reihe ziemlich harmonisch zu klingen...Ach...was machte er nur da...



      "...Jedenfalls dachte ich es, bis heute... Eigentlich...Hätte ich euch noch weiter helfen müssen, ich habe das Kernproblem nie erkannt. Ohne dich wäre es mir wohl nie aufgefallen...Worin ich gescheitert bin."

      Langsam wandte Izarra den Blick ab. Er hielt es einfach nicht aus, Eternity noch länger in die Augen zu sehen; dieses stechende Rubinrot schien ihn regelrecht von innen aufzufressen. Es war bei Weitem nicht das erste Mal, dass er ein solches Gespräch führen musste. Damals mit seinem leiblichen Sohn und lange davor schon mit dem ersten Bosco. Doch Izarra gelang es nie, zur Wurzel des Problems vorzudringen und so wandten sich seine Kinder unweigerlich von ihm ab. Genau wie Eternity und Kye. Niemand von ihnen hatte ihm jemals vertraut, ganz gleich, wie sehr er sich für sie aufgeopfert hatte. Letztendlich... zerfiel Izarras Welt jedes Mal im absoluten Chaos, gekrönt von Verrat. Ein endloser, grausamer Kreislauf. Eine tiefe Traurigkeit legte sich auf seine hängenden Schultern, während um sie herum der Regen leiser wurde.

      "...Meine Aufgabe hat höchste Priorität...Ich wurde dafür geboren, um...Eva das Herz von Kandrakar zu schützen und die WITCH zu unterstützen. Ja, ich bin schlecht darin...deswegen darf ich nicht naiv sein. Ihr habt mit der Spaltung in ihr nur noch mehr...Chaos erbracht, da das Dark hat noch immer existiert... und somit die Erde und Meridian in Gefahr gebracht....Du weißt ganz genau, dass selbst Sünder verflucht werden, die nur Gutes wollten...So grausam ist nun Mal das Universum in der wir leben."



      Es war Izarra deutlich anzusehen, wie sehr ihn seine eigene Erkenntnis quälte. Sein Herz lehnte sich dagegen auf, doch ihm blieb keine Wahl. Die Vergangenheit hatte gezeigt: Wann immer er auf seine Gefühle hörte, nahm das Unheil seinen Lauf. Rein rational betrachtet, hätte er Eternity und Kye niemals ein separates Leben gestatten dürfen. Er wusste schließlich, dass jede Seele einen Körper brauchte und der Geist stets danach verlangte, wieder eins zu werden. Blieb diese Verschmelzung aus, konnte tief im Inneren eines Menschen etwas unwiderruflich zerbrechen – und abseits des Fluchs war Eternity nichts weiter als sterblich. Aber er hatte so sehr gewollt, dass sie frei nach ihren eigenen Wünschen lebten. Wie furchtbar falsch er damit gelegen hatte, verblendet von der trügerischen Süße jenes friedlichen Moments.

      "Mein Herz sagt mir, dass du mich nicht anlügst. Deswegen nehme ihn deine Infos zu Kenntnis und bedanke mich im nachhinein...wenn sie auch stimmen. Am liebsten hätte ich dir sofort geglaubt, da du mich auch früher nie angelogen hast. Ich liebe meine Familie und...einst gehörtest du dazu...ich will für meine Familie da sein, selbst wenn du jetzt ein Mistkerl bist...aber..."

      Er schnaubte kläglich aus und raufte sich ins Haar. Argh, er hasste alles an diesem Moment. Er war nichts als ein schrecklicher Freund und noch ein viel schrecklicherer Supporter. Doch...er konnte nichts gegen seine Unfähigkeit machen. Er war nun Mal ein Prototyp. Nichts weiter. Deswegen war es normal, dass er nur alles falsch machte und sagte. Trotz wendete er sich weiter an Eternity:

      "...ich darf nicht auf mein Herz hören. Ich sollte dich lieber weiter verachten und den WITCH wie du sagst erzählen, dass du der Feind bist...Es wird für sie leichter sein, sich gegen Lord Korbos zu stellen. Für die Menschheit... Meine Pflicht...ist das Wichtigste. Weder du...noch mein Sohn...noch...irgendwer...stellt über dem...Wenn ihr auf der falschen Seite steht, muss gegen euch gerichtet werden....Es tut mir leid....Eternity...Ich wünschte ich hätte mehr für dich tuen können. Ich wollte...euer Schicksal ändern...wirklich..."


      Für einen Moment erkannte er sich jemanden, den er früher immer verurteilt hatte. Er verstand jetzt was früher Bosco ihm sagen wollte.

      "...Auch, wenn du wie ein Vater für mich warst...Hat das Schicksal uns zu Feinden bestimmt. Ich kann keine Gnade zeigen, du brauchst mir nicht zu vergeben...Du gehörst zum Bösen der Welt...Diese Herzen, die mein Bruder an sich reißt, um für den Untergang zu sorgen. Ich werde nicht eher ruhen, bis alle Splitter auf dieser Welt beseitigt wurden."

      Das Schicksal hat sie zu Feinden gemacht. Für die Menschen war Eternity und Kye die Bösen, die gegen die Welt waren. Die Herzen waren da um diese Welt zu beschützen. Er wollte es verhindern, doch hatte er versagt. Gegen das Schicksal....konnte keiner sich wehren.

      "...Und was dein Vater angeht...Ich hatte davon keine Ahnung, sonst wäre ich mit ihm schon lange in Kontakt gekommen, damit er etwas gegen euch anrichten kann. Ich...hoffe du irrst dich nicht und kannst bald zu deiner Familie zurückfinden."

      Der letzte Satz war wie ein Wispern, er hatte überlegt ob er mitkommen sollte aber das hätte Eternity niemals erlaubt. Nicht nach Izarras schrecklichen Aussagen. Am besten machte er sich später selbst ein Bild davon und fragt Thalorian dazu, ob er ihm da nicht aushelfen konnte. Er glaubte eher, dass Eternity sich irrte.

      "...Leb wohl, Eternity."

      Mit einer leisen Verbeugung verabschiedete er sich von ihm, genau so wie man einer Hoheit den Respekt erwies. Eternity, war jetzt Lord Korbos Eternity, solange Kye noch die Macht über ihn besaß. Dann wandte er sich ab und steuerte mit schweren Schritten auf das Auto zu. Den Zettel hatte er längst sicher in seiner Hosentasche verstaut, um ihn vor dem Regen zu schützen. Ein furchtbares Gefühl der Schuld schnürte ihm die Kehle zu, weil er Eternity die Wahrheit über Infinity verschwiegen hatte. Hätte er es noch verraten sollen? Aber...was wäre, wenn er damit Thalorian in Gefahr brachte? Der Detektiv hatte ein schweres Leben, wenn Lord Korbos ihn erwischt würde er sterben. Für den Moment war Schweigen wohl die einzige richtige Entscheidung. Sollten sie sich jemals unter vier Augen wiedersehen – ganz ohne Kye – würde er ihm alles erzählen und sich einhundert Mal entschuldigen. Fraglich war nur, ob Eternity überhaupt noch über sich selbst bestimmen konnte...Vieleicht kam ja irgendwann die Zeit, indem Kye und Eternity wieder einst wurden. Dann würde dieser Eternity...nicht mehr so existieren, wie jetzt. Das konnte schon morgen passieren...aber auch in hundert Jahren. Eternity...war eine arme Hülle. Er hatte wie ein Vogel geklungen, der in einem viel zu engen Käfig gefangen war. Doch Izarra...musste diesen Vogel ignorieren. Erneut fühlte er sich wie der eigentliche böse. Es fühlte sich alles falsch an, doch genau richtig für das Herz von Kandrakar. Ach Eva...Wenn du nur an meiner Stelle wärst...Du hättest allen eher helfen können, als ich...
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
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      Ineb Chevrier & Cabriel Valentine



      Es dauerte eine gewisse Weile, bis die Leute am Notruf durch GPS ihre Adresse herausgefunden hatte. Ungeduldig verwahrte Ineb am Hörer und hielt zu Tyler Abstand. Er...hatte Angst aus Schock das Smartphone fallen zu lassen. Es war schon schrecklich genug ihn aufzufinden, neben einem Baum...voller Dreck und Blut. Ineb versuchte sich zusammen zu reißen und hoffte das Wyatt doch etwas für ihn tuen konnte. Auch wenn er etwas unverzeihliches getan hatte...Er gehörte trotz allem zu ihnen. Das war immer noch Tyler da auf den Boden. Weiter blieb Ineb am Hörer, damit er alle Fragen hastig beantworten konnte und sie schneller gefunden werden konnten.

      "Warum… warum tut das so weh…?"

      Auch Cabriel bewahrte genug Abstand zu Tyler, es wäre bestimmt nicht gut für ihn seine Visage in diesem Zustand zu sehen. Am Ende krepierte er ihnen noch und dann würde Cabriel seine Handlung bitter bereuen. Er wollte nicht, dass der Wasserwächter starb. Doch...den Schlag auf den Kopf bereute er trotzdem nicht, auch wenn Tylers schmerzerfülltes Krächzen in seiner Kehle ihn selbst mitnahm. Er wollte...das auch Tyler etwas davon lernte. Auch wenn er etwas unverzeihliches getan hatte. Es war...für das Team. Still und heimlich betrachtete er ein Wyatt, der verwunderlicher Weise ziemlich...kalt wirkte. Cabriel verstand es nicht wirklich. Wollte ihn...Wyatt nicht retten? Es war eine deutliche Abneigung in seinem Gesicht zu sehen, als betrachtete er einen Feind anstatt einen Freund. Obwohl Tyler sein bestes gab mit ihm zu sprechen...erhielt er fürs Erste keine Antwort von Wyatt. Tyler krümmte sogar flehend seine Hände vor Wyatt, als sei er gerade das einzige Licht auf der Welt, was er brauchte. Obwohl der Erdwächter in diesem Moment ziemlich gut dastehen würde...tat er trotzdem nichts.
      Überrascht erhob Cabriel seine Augenbrauen.
      Das...hatte er noch nie so intensiv bei Wyatt gesehen. Bevor...Wyatt anfing zu weinen sah er etwas komplett Neues in ihm. Was er in der Realität...lieber versteckte.
      Da...da war ganz klar Wut in ihm gewesen.



      Stumm machte er noch ein paar Schritte zurück, als Wyatt anfing zu weinen und Tyler zu antworten. Er entfernte sich von der Szene, denn hatte es sich nicht richtig angefühlt als Täter diesen Moment für sich zu genießen. Er sah nur dabei zu wie Wyatt sich doch von ihm abwandte, sodass Ineb vor Wyatt kälte laut aufjauchzte.

      "Was...Machst du da?!", brüllte der Franzose den eigentlichen Pazifisten entgegen, der nicht einmal versuchte Tyler zu retten. Cabriel mischte sich nicht ein und verschwand mehr hinter den Bäumen, um sich dort auf sein verwundetes qualvoll zu setzen. Er dachte noch weiter an diese entfachte Emotion, die sich bei Wyatt ausgelöst hatte. Ob es daran lag, dass Tyler gegen seine Freunde handelte? Dabei blendete doch Wyatt sonst alles toxische aus...Auch er hatte ehrlicher Weise erwartet, dass Wyatt ihn direkt in die Arme schließen würde und heilen.
      Überaus gereizt griff er Wyatt am Pullover und zog ihn zu sich runter. Erst wollte er total wutentbrannt reagieren, doch ein Blick an den verletzten Tyler, der langsam wieder in Ohnmacht fiel...ließ ihn in diesem Gefühl erstarren. Er sollte jetzt keine Szene machen...Nicht vor Tyler, der sowieso total aufgebracht war. Seine Gesichtszüge die gerade fast explodierten wurden sanfter, doch die kälte blieb genauso wie vorher gegen Wyatt gerichtet. Er ließ ihn langsam los.

      "...Du...versuchst nicht einmal ihm zu helfen? Merde, Wyatt...Schau ihn dir an..."
      Er zeigte auf den Wasserwächter und schluckte beim Anblick nur schwer. Erschüttert schüttelte er nur den Kopf. Wollte Wyatt, dass der arme Kerl draufging? "Er...gehört immer noch zu uns...Egal, was passiert ist."
      Dabei zog er ihn näher an sich ran und flüsterte den Schauspieler was ins Ohr:
      "Genauso wie ich dich wieder akzeptiert habe, nachdem du mich in das Loch geschubst hast. Wir haben alle unser Päckchen zu tragen...Ob Traum oder Realität."



      Zwar hat er ihn dafür in seinen Traum inexistent gemacht, aber darauf wollte er gar nicht hinaus. Er war maßlos enttäuscht vom Schauspieler, der Tyler einfach ignorierte. Verachtend verschmälerte er seine Augen.

      "Nein...Lass es doch lieber sein...Du bist noch nicht stark genug, um etwas zu erreichen...Erdwächter."


      Er gab Wyatt einen harten Schubser, sodass dieser ins Wanken kam. Ob er aber in den Dreck fiel interessierte ihn nicht. Hastig machte er sich nämlich als einziger zu Tyler auf. Vorsichtig brachte er ihn in die stabile Seitenlage, damit Tyler nicht an seinem eigenen Blut erstickte. Er bettete den Kopf von den Wasserwächter auf seinen Schoss, sodass er nicht mehr im Dreck verweilen musste.

      "Halte durch Tyler, wir sind für dich da...",
      beruhigte er Tyler und sprach dafür im Namen der Gruppe. Auch wenn seine Gruppe Tyler ansah wie einen Schurken, umso eher glaubte Ineb nicht daran, dass der Wasserwächter hier der einzige Täter war. Er glaubte...unbewusst weiter an Tylers Unschuld.

      Er holte aus seiner Jacke ein sauberes Stofftuch heraus und drückte es leicht aber gezielt auf Tylers Kopfwunde. Unglaublich, dass ihr Arzt in Ausbildung auch nicht hier war. Ein Glück verletzte sich Louis ziemlich oft, obwohl damls Ineb glaubte, dass er ein sehr reines Leben führte. Deswegen handelte er auch bewusst. Trotz allemWenn er an die anderen Wächter dachte...Da kam eine gewisse Wut auf. Er...verachtete sie in diesem Augenblick so sehr. Zärtlich strich er über Tylers Wangen und verkniff sich seine Tränen. Für den Wasserwächter blieb er stark, falls er noch bei ihm war wollte er ihn nicht verunsichern. Stattdessen schenkte er seinem Freund ein leichtes Lächeln. Leise und beruhigend begann Ineb ein Lied vor sich her zu summen. Ganz sanft einfach aus seinem Gefühl heraus. Es waren tiefe, beruhigende Töne. Im Rhythmus dieser Melodie strich er Tyler unaufhörlich über den Körper. Vielleicht konnte sein Licht ihm wenigstens einen Bruchteil seiner schrecklichen Angst nehmen... Er wollte ihm um jeden Preis das Gefühl von Geborgenheit geben. Tyler sollte wissen, dass er nicht allein war. Die bangen Minuten zogen sich, bis endlich Sanitäter zu Hilfe eilten und Tyler in einen Hubschrauber luden. Ineb wich als Einziger nicht von seiner Seite und flog mit, während Cabriel im Verborgenen blieb, solange die Retter vor Ort waren. Er und Wyatt wurden jedoch danach auch mitgenommen, da der Waldbrand immer stärker wurde.

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      Yuuto Kurai

      "Bullshit...."

      Das Lächeln von Yuuto wurde durch Harveys aggressive Worte dünner. Es erschuf keine einzige Falte in seinem makellosen Gesicht. Oh? Hatte er da einen Nerv getroffen?
      Interessant...Normalerweise trat er nicht so einfach in eine Miene hinein.
      Es musste an Harveys neuer Verwandlung liegen... Solch' ein verachtendes Gesicht hatte er nur geschenkt bekommen, wenn Noir sich als Individuum vor dem Feuerwächter zeigte.
      ...Heute ging ja so einiges schief. Er achtete darauf, dass sein Lächeln sich nicht in ein Sichelmond umwandelte...Kontrolliert wendete er sich Harvey zu, während sein Rauschen sich durch die harten Worte, die danach kamen, nur vergrößerte.



      "...Jeder Blinder mit Gehstock sieht doch das ich den halben Wald abgefackelt habe....Dich hab ich auch viel später bemerkt...Ein scheiß hab ich dich gerettet...Vergleich mein nicht kontrollierbares Verhalten mit einer reinen Helden..."

      Stimmt...Er hätte ein wenig mehr schockierend reagieren müssen. Doch es war schwer ein Gleichgewicht zwischen Schock und Euphorie zu finden. Wenn er zu verstört war wich ihm der Feuerwächter aus. Ihn jedoch als reinen Helden zu betiteln? Warum sollte es Kiri ihn so beschwichtigend rein nennen? Wollte das Harvey, makellos rein sein? Ah, das müsste es sein. Für Harvey gab es nur eine Kategorie von Held. Diese Comicfiguren, die ihr Leben rein und sinnlich verbrachten. Natürlich ging es den Jungen gegen den Strich, wenn jemand seine Idole beleidigte. Aber Kiri sah keinen Unterschied zwischen ihnen und Harvey, es war nur eine Sicht der Perspektive. Reinheit - dieses Wort existierte für ihn keineswegs, denn er wollte etwas ganz anderes sehen.
      Diese Verwirrung eines Helden. Ein Held, der eigentlich dafür dar sein sollte jeden zu retten und doch...gefürchtet werden musste. Er durfte sich bloß nicht über die Lippen fahren, was ihn der die neue Form von Harvey darstellte war reines Entertainment.
      Harvey tadelte ihn, dass Feuer ziemlich gefährlich war, Kiri fühlte sich behandelt wie ein Kleinkind. Tja, da zweifelte wohl jemand an Yuutos Verstand. Wenn er so darüber nachdachte, ob er seine Worte für Harvey zurücknehmen würde...kam er sofort zum Entschluss, dass die genauso wie er sie ausgesprochen hatte perfekt waren.
      Kiri konnte jedoch sehen wie stark sich Harvey zurückhielt ihn nicht noch heftiger anzufahren, körperlich hielt er sich auch gegen ihn zurück. Obwohl das Rauschen nur noch stärker in seinem Kopf wurde und er mittlerweile den Schmerz selbst in seinen Fingerkuppen spürte, fühlte er sich in diesem Moment...überraschenderweise ziemlich bestärkt. Kein einziges Mal wich der Blick von Yuuto von Harveys Augen. Er beobachtete weiter das tiefe rot, was das schöne Nebelblau schon lange verschlungen hatte.



      ...
      ...Harvey war solch' eine interessantes Wesen. Er wollte ihn am liebsten...verschlingen...ihn noch so viel intensiver probieren. So wie er es einst bei Kye getan hatte. Er wollte sein Inneres lecken, es genau auf seinen Gaumen spüren und ihn nur tiefer in seine Kehle einlassen bis er ihn tief in seinen Organen spürte. Harvey sollte ihn mit seinen Feuer von innen erwärmen.
      Wenn dieser Trottel nur wusste, wie er sich für ihn zurückhielt. Seine Triebe musste er halten, während Harvey genau kristallisierte, was ihn anmachte oder abwies.
      Er wusste gar nicht wie sehr er ihn haben wollte.
      Wie stark er sich anstrengte ihn nicht sofort zu verspeisen...Er wartete geduldig...wie ein braver Mann.
      Doch...
      Dieses Gefühl von L̵͈͔̅i̵͙̮̎̉ẹ̴̈́̿b̷̺̈e̵̝͌͜ war so stark...es ging genau durch den Magen.
      Und je mehr er von Harvey kennenlernte, desto stärker wurde der Reiz es hier und jetzt zu beenden.



      "Du Redest von verstehen!? DU Kapierst überhaupt nichts...Wer ist so bescheuert einen Monster wie mir hinter her zu rennen? Was wenn hier doch noch irgendwo Zombies sind?"

      Yuuto ließ es zu, dass Harvey so mit ihm sprach und ihn anfuhr. Ihn machte es gar nichts aus belehrt zu werden, seine starke Reaktion war mehr eine kleine Belohnung für ihn. Wenn Harvey ihn es zu einfach machte, dann verlor dieses Spiel für ihn seinen Reiz. Es würde die gewisse Würze fehlen, die er doch von Anfang in seinen zwei Kandidaten sah. Deswegen versuchte er alles das Feuer in Harvey zu entfachen, während Kye dazu bewegt wurde aus seinem Versteck -hinter Eternity- rauszukommen.
      Die Wut, die er davor spürte...sie war komplett weg. Harvey bewies ihn, dass er nicht nur der rebellische Jugendliche sein wollte, als den ihn Kiri abgewertet hatte. Während Harvey hochfuhr genoss er diese laute Stimme außerhalb des Rauschens zu hören. Sie bedeckte ein wenig dieses Loch, was Kiri noch nicht geschafft hatte zu bedecken. Eventuell war Harvey ja wirklich das große Stück, was ihn fehlte um vollständig zu sein?...Auch wenn dieser Wicht nicht an Seelen glaubte, spürte er wie diese...mit den Anderen harmonierte. Naja, mit fast allen. Hierfür brauchte er nicht Mal einen Seelenversteher wie Apollo.



      Er hörte aus Harveys groben Tonfall auch eine Spur von Sorge heraus. Hmm, ja so hatte er diesen Twist noch gar nicht gesehen. Da jetzt auch Yuuto aus Notfallgründen die WITCH kannte...konnte er diesen Menschen auch in Gefahr bringen. Ein paar Szenarien, die einem Helden vielleicht nicht Schaden würden könnten ergriffen werden. Dabei wollte er für solche Suizidversuche immer Sato benutzen, einfach nur für den Kick...denn wäre es eigentlich gar nicht gut, wenn diese Made verstirbt. Andererseits...wäre er damit schneller bereit die Sache mit Harvey und Kye sofort zu beenden, weil er Ersatz benötigte.
      Durch seine neue Rolle konnte er aber weitaus mehr als naiv und süß zu spielen. Der Feuerwächter nannte es Problem, doch Kiri erkannte darin einen leichteren Weg immer ein Auge auf Harvey zu werfen. Ob es nun Feind oder Freund war.

      "...Versteh, es nicht falsch....Ich bin froh das du Lebst kapiert? Das bin ich wirklich...Es tut mir verdammt Leid das du in das ganze mit reingezogen wurdest und sicherlich total am Ende bist...."



      Obwohl Harvey Worte von Fürsorglichkeit und Liebe zusprach, wurden das Rot in seinen Augen nur leuchtender. Er griff ihn bei der Hand, blieb dabei zärtlich...und doch konnte Yuuto ganz genau einen kleinen Funken an Gefahr für ihn spüren, wenn er was falsches sagte.
      Sein Herz machte einen Sprung. Aus...Angst? Er wusste es nicht...
      Matteo...War es genau dieses Gefühl, was du einst für Harvey verspürt hattest?
      ...Gehörte diese Anspannung in meiner Brust noch zur Liebe?
      ...Oder war es einfach nur klägliche Furcht, die alle Sinne überreizte?

      "...Ich mag....Es einfach nicht wenn man mich für Blöd verkauft. Sag mir ehrlich...Wie du dich Gefühlt hast."

      Die helle und engelsgleiche Iris eines unschuldigen Junges traf auf Harveys dunkle und dämonische. Harvey war ihm so nah, dass er sonst nichts anderes außer ihn in seiner Umgebung wahrnahm. Dieser Feuerwächter musterte ihn, um seinen wahren Kern herauszufinden. Gefährlich, eine falsche Gestik und er konnte ihn verlieren. Zugleich war es aber...himmlisch amüsant. Er veränderte sein Gesichtsausdruck kein Stück, weiter beharrte eine ruhige Miene die von Yuuto.



      Harvey wollte das Motiv von Yuuto kennen. Hatte er Angst vor ihm oder wollte er ihn nur ausnutzen? Er war extrem vorsichtig. Die Finger, die gerade für so viel Chaos sorgten berührten seine Haarsträhnen und erst dann zuckte Yuuto leicht auf. Als wusste dieser Wurm genau, was seine Schwachstelle war, umfasste er seine Haare so prüfend. Er mochte es gar nicht, wenn ihn jemand an seinen Haaren berührte, doch musste er Ruhe bewahren. Dieser Mann kam ihn nur näher, sodass sein Schatten ihn komplett einhüllte.

      "Oder gefällt dir das...? Ich Judge nicht...Es gibt verschiede Fetische und manche Leute werden davon erregt sich auf jemand Gefährlichen einzulassen."

      Fetisch? Grübelnd blinzelte er mehrmals, als musste er dieses Wort erst in seinem Lexikon nachprüfen. Passte es zu ihm? Irgendwie klang es wie ein Wort, dass er eher einem Köter nachbrüllen würde. Doch wurde er wirklich ganz aufgeregt, wenn es gefährlich wurde. Noch lieber mochte er es, wenn die Welt in ein tiefen Loch versank und er den besten Platz erhielt, um es genau zu betrachten. Wenn es dazu noch schwierig und gefährlich wurde...überhaupt für den Untergang zu sorgen...schmeckte am Ende der Untergang umso besser.
      Doch...so konnte er es Harvey nicht formulieren. Am Ende würde er diesen Enthusiasmus nur mit dem Luftwächter vergleichen, der die Welt genauso untergehen sehen wollte. Aber Kiri tat es auf keinen Fall aus Hass, es war vollkommen anders. Nur...würde es der Feuerwächter in diesem Zustand noch nicht verstehen, also behielt er diese Worte für sich.

      "Also? Was ist es...? Es existieren keine reinen Naiven Personen auf dieser Welt...Auch wenn ich sowas....wirklich...süß finde...Hm..."

      Flirtete er mit ihm oder testete er ihn? Für Harvey gab es wohl nur irgendetwas zwischendrin.
      Harvey drängte ihn unsanft gegen den Baum. Sofort spürte Yuuto die eisige Nässe des regengetränkten Stammes durch seinen Rücken kriechen. Harveys Arm stützte sich direkt neben seinem Kopf ab und schnitt ihm jeden Fluchtweg ab. Die Szene glich der eines Helden, der endlich seinen Erzfeind gestellt hatte – doch die Spannung zwischen ihnen war ungleich feuriger, immerhin handelte es sich hier um zwei Liebende. Yuuto atmete Harveys herben Duft ein, eine intensive Mischung aus Rauch und gerösteten Aromen. Harveys Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Er forderte eine Antwort, und es war überdeutlich, dass er Yuuto vorher nicht entkommen lassen würde.

      "Wichtiger ist....Wirst du das Geheimnis von uns für dich behalten?"

      Ruhig wie ein fallendes Herbstblatt schloss er für einen Moment die Augen. Er durfte jetzt unter keinen Umständen loslachen. Es kostete ihn Beherrschung, denn die Ironie des Ganzen amüsierte ihn köstlich. Zugegeben, Harvey hatte recht: Es wäre fatal, wenn ein einfacher Zivilist wie Yuuto die ganze Sache seinem Bruder Sato erzählte und damit noch mehr Menschen in Gefahr brachte. Ganz zu schweigen davon, wie absurd es für einen Helden war, einen Zivilisten wie diesen Xaiden umbringen zu wollen, nur weil er Harvey gefilmt hatte.Tja, da blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als Harvey zu versprechen, das WITCH-Thema ab sofort ruhen zu lassen. Dass er selbst eine WITCH war – und das schon länger wusste als Harvey –, blieb vorerst sein Geheimnis. Ob Harvey es irgendwann von selbst herausfinden würde? Wie er dann wohl reagieren würde? Wäre er geschockt, wenn er die wahre Natur von Yuuto – nein, von Kiri Nisemono – erkannte? Eines stand jedenfalls fest: Er würde nie wieder solche Fragen stellen, da war er sich absolut sicher.

      "Ich schwöre auf das Grab meines Bruders...~", versprach er leise, damit das Thema vom Tisch war. Immerhin war es ehrlich, denn war Sato ihm sehr wichtig. Er würde das Geheimnis als Yuuto für sich behalten.



      "Was erhoffst du dir wirklich...? Willst du mich zähmen so wie es meine Ex Freundin getan hat? Willst du mich zu einem besseren Menschen machen? Hältst du dich für etwas besonderes nur weil ich große Zuneigung für dich empfinde? Ich verletzte Yuuto...Ob Feind oder Geliebte Personen ich mache da kein Unterschied."

      Obwohl Harvey dringend Antworten verlangte, ließ er ihn kaum zu Wort kommen. Kiri bemerkte genau, wie die Nervosität des Feuerwächters angesichts Kiris wahrer Gefühle stieg. Aber... was waren eigentlich seine wahren Gefühle? Welcher Teil von ihm war gemeint? In seinem Inneren stritten schließlich etliche Seelen um die Überhand, um Harvey zu antworten, weshalb Morpheus vom Rauschen... übel wurde.

      Da war Matteo...wie Yuuto..., erfüllt von einer fast wahnhaften Obsession für seinen Helden – gepaart mit tief sitzender Furcht und Verstörtheit.



      Micah dagegen brannte vor intensiver Neugier. Wie Matteo empfand er Liebe, doch seine war von forschender Natur; er wollte Harvey durchdringen und verstehen.



      Acqua, die neueste Seele, verlangte danach, Harvey erneut zu küssen und sich noch tiefer mit ihm zu verbinden. Kiri war heilfroh, Acquas Verlangen mithilfe der anderen Seelen im Zaum halten zu können. Manchmal konnte er es nicht fassen, dass diese nach Körperkontakt verlangende Seele zu ihm passte.



      Und schließlich Noir – der ihm am liebsten auf der Stelle den Hals umgedreht hätte und sich als einziger Verlierer dieser Begegnung sah. Seine pure Abneigung war ein essenzieller Gegenpol. Noir bewahrte Kiri davor, sich blind auf Harvey einzulassen und erinnerte ihn stets an Plan B: Korbos. Dessen Seele würde am Ende ohnehin die viel köstlichere Beute abgeben...laut Noir.



      Von welchen Gefühlen wollte Harvey also wissen? Morpheus würde ihn jedes erdenkliche Emotion darstellen können, so als konnte er sie wirklich wie ein waschechter Mensch spüren. Er selbst konnte nicht fühlen- empfand rein gar nichts außer schweren Hunger. Völlerei. Doch er konnte es perfekt genug imitieren, indem er die Seelen für ihn wie seine Marionetten tanzen ließen. Durch sie verstand er...was es überhaupt bedeutete ein Mensch zu sein. Er verstand als Kiri so viel mehr...was damals ihn dieser Herzensjäger ausdrücken wollte. Er verstand endlich...wieso diese Seifenblasen so beruhigend für diesen Mann waren.

      Morpheus war wie ein Glühwürmchen, ein Photuris.
      Er sah sich so selten als Herz...denn wollte er nicht beherrscht werden, sondern beherrschen.
      Er ging keine seine Natur...er wollte frei bleiben.
      Harvey war sein Photinus. Eine andere Gattung - eine andere Rasse.
      Doch Morpheus würde ihn beweisen wie ähnlich sie sich waren, selbst wenn ihr Motiv anderer sei.
      Selbst, wenn beim Photuris nur der Hunger leitet...
      Er würde den Photinus mit der Liebe erschüttern - ihn warme Lichtsignale senden...
      Und dann...
      ...wenn seine Seele dafür bereit war...

      w̵͖͛̏ü̷̧̪͠r̸̦͘͠d̶̬̈́̀é̸͙ ̴̢̟̂e̴̻̔r̵̭̔ ̷̌͌ͅi̶̻͉͊h̷̛̘n̸̰̱̽ ̸̜̃̂s̸͍̫͂̓c̶̜̓h̸̘͑̐n̵̊ͅa̴̖̥̓p̴̻̘͂̕p̷̪̔͆e̵͚̿ń̶̺̮ ̶̯͈̈́͌u̴̝͌̒n̵̩̐͠d̶̂̎͜ ̸̫͌̊f̵̗̤̍͑ȑ̷̞͐ͅḛ̵͔̆̆s̸̩͒s̶̘̲̓̈e̵̼̊n̸̰͛.̶͈̥͝

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      ̷͉̏Ȩ̴͈̈́r̴̠̃ ̴́̑ͅŵ̶̈ͅư̵͎̈ŕ̴̰̪̓d̷̳̜̀͝e̵̛̠̚ ̸͎̯͆̀ihmg̵̘͠e̸̻̣͋ḫ̶̛̥̿ö̴͕́r̴͚̦̐e̴̹̺͑n̷̘̚ u̴̜͆ṉ̶͎͊d̶͉̀͊ ̷̳͂͂ž̸̝ú̵̡͇ ̴͙͐K̷̠͗i̷̯̍͘ř̴̟̖̌ĩ̴͙̻͒ ̷̜̇͌ẃ̴̝̳ȅ̴͍͌r̶̖͋̏d̶̦̲͊͌e̸͗̄͜n̵̦͊͌.̵͍̹̏̀



      "....Was ist wenn ich für immer so bleibe wie jetzt? Du sagst du würdest mich in jeder Verkleidung wiederkennen aber was ist wenn ich für immer ein elender Made bleibe?"

      Mit einem harten Knall schlug auch Harveys andere Hand neben ihm gegen den Baumstamm. Jetzt war Yuuto endgültig eingekesselt. Der Blick, mit dem Harvey ihn durchbohrte, war so bedrohlich, dass jeder gewöhnliche Mensch vor Angst erstarrt wäre. Ein Held hätte sich zurückgehalten bei seiner Liebe. Jeder will gut dastehen. Doch Harvey war anders – er hielt seine Gefühle nicht zurück und genau dafür bewunderte Kiri ihn. Er liebte es, wenn Emotionen... überkochten. Es faszinierte Kiri zutiefst, jede noch so kleine Gefühlsregung zu studieren. Er genoss den Anblick von Harveys zusammengekniffenen Augen, hörte das Knirschen seiner Zähne und hielt seinem prüfenden Blick stand. Während Harvey ungebremst weitersprach, hob Yuuto langsam die Arme und legte behutsam beide Hände an Harveys Wangen, um diese rohe Emotion in ihm ganz aus der Nähe zu betrachten. Er bewunderte ihn einfach...so sehr...er verzerrte sich nach ihm.

      "Würdest du mich immer noch Lieben?!"

      Harvey verlangte eine Antwort – und Yuuto lieferte sie. Allerdings nicht mit Worten, sondern mit einer unmissverständlichen Tat. Seine Finger, die Harveys Wangen eben noch so zärtlich gestreichelt hatten, packten plötzlich fester zu und zogen ihn gnadenlos an sich. Er presste seine Lippen auf Harveys, so viel fordernder und rauer als noch zuvor. Yuuto umschlang ihn förmlich, als würde er ohne Harveys Hitze auf der Stelle zugrunde gehen. Er küsste ihn tief und biss ihm wie ein Verhungernder leicht in die Unterlippe, blind für alles um sie herum. Ein feiner Faden Speichel rann den Mundwinkel hinab, doch Yuuto machte unaufhaltsam weiter, bis seine Lungen brennend nach Sauerstoff schrien. Als er sich schließlich schwer atmend von ihm löste, leckte er sich genüsslich über die Lippen und schenkte Harvey von unten herab ein leicht erregtes Lächeln.

      "Ich liebe dich...egal in was du dich am Ende verwandeln wirst...Ob es ein reiner Held wird oder eine widerliche Made...Ich werde bis zum Schluss bei dir bleiben...Denn glaube ich an dich. Ich werde dich niemals aufgeben, Harvey."



      Langsam ließ er die Hände sinken, nur um Harvey im nächsten Moment schon wieder in eine innige Umarmung zu ziehen. Sein eigenes Herz hämmerte so heftig, dass ihm beinahe übel davon wurde. Neben dem Feuerwächter fühlte Kiri sich wunderbar aufgewärmt, obwohl seine eigene Haut von Natur aus eiskalt war. Sein Herz schlug nur in der Nähe seiner auserwählten Seelen derart schnell... doch Harvey brachte es förmlich zum Explodieren. Er lehnte den Kopf an Harveys Brust und lauschte dessen Herzschlag. Er pochte ganz wild und ungleichmäßig – als wäre Harvey wütend, aufgeregt, verstört und erregt zugleich. Behutsam strich Yuuto ihm über den Rücken.

      „Ich fühle mich wohl bei dir...“, flüsterte er. „Selbst wenn du ein Ungeheuer wärst... es wäre mir völlig egal. Halt mich für naiv, dann bin ich eben naiv. Das macht mir nichts aus, denn es sind meine wahren Gefühle. Ich fühle mich geborgen bei dir, Harvey und ich fürchte mich nicht vor deinem Feuer... es zieht mich nur noch unwiderstehlicher zu dir hin. Vielleicht ist es gefährlich, aber ich bin mir absolut sicher, dass du mir niemals etwas antun würdest. Und falls doch... dann bereue ich keine Sekunde, dieses Risiko eingegangen zu sein.“

      Er ergriff Harveys Handfläche und bedeckte sie mit sanften Küssen, ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter bis hinauf zu den Fingerspitzen. Seine Lippen fühlten sich feucht und weich an, bewahrten aber selbst im Kontakt mit Harveys Hitze ihre eiskalte Temperatur. Schließlich blickte er wieder zu ihm auf. Seine Augen verengten sich leicht, und ein Schatten von Traurigkeit trat in seinen Blick.

      „Reine Helden interessieren mich nicht – im echten Leben existieren sie gar nicht. Niemand ist vollkommen rein... Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß, Gut und Böse. Genau deshalb ist es völlig in Ordnung, dass der Wald brennt...Ich verachte dich dafür nicht. Schließlich hast du im Gegenzug etwas anderes vernichtet. Man muss etwas nehmen, um etwas geben zu können. Für mich bleibst du ein Held... mein einziger Held. Und ich will dich unbedingt unterstützen, egal welchen Weg du einschreiten möchtest.“



      "Darf ich...noch weiter an deiner Seite bleiben?...Ich will das Risiko weiter mit dir eingehen...Du bedeutest mir unglaublich viel."

      Harvey musste zu seinem wahren Kern finden, auch wenn das Ergebnis Kiri gegen Ende missraten könnte. Es war genau wie bei Kye. Es konnte alles ein totaler Reinfall werden und am Ende aß er Kohle anstatt ein Gourmet-Gericht. Das war nun Mal das Risiko, aber gegen Ende würde es sich schon bezahlbar machen. Denn egal was passierte, Kiri konnte in seiner Position nur gewinnen.
      Egal wer sich noch weiter hier einmischte, egal wie oft sie in neue Parallelwelten geschossen werden.
      Er würde immer wieder dafür sorgen, dass die Planeten verschlungen werden...und bis zum Ende würde er es voll und ganz genießen.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
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      Sato Kurai & Quinn Lee

      Die moderne Kirche erhob sich mitten im Zentrum der Stadt. In ihr ging gerade eine gewaltige Hochzeitsfeier mit mehr als hundert Gästen zu Ende und das Kirchenpersonal arbeitete auf Hochtouren. Sato hatte seinen Minijob im Restaurant extra eine Stunde früher beendet. Der Grund dafür war Quinn, die ihn regelrecht mit Textnachrichten bombardiert und angefleht hatte, dass er und Zeth unbedingt zum Aufräumen kommen mussten. Natürlich ließen sie die Mädchen bei der schweren körperlichen Arbeit nicht im Stich.Wie sich herausstellte, hatten Quinn und Grace das Fest völlig im Alleingang organisiert. Gaston und Louis, so erklärte man Sato, hätten bedauerlicherweise gar keine Zeit gehabt. Sato stutzte. Irgendetwas an der Sache mit Gaston und Louis störte ihn. Es war, als würde sein Gedächtnis blockieren, als hätte er ein wichtiges Detail schlichtweg vergessen. Er kam einfach nicht darauf.Schließlich schüttelte er das Gefühl ab. Was soll's. Quinn war seine beste Freundin und auch Grace mochte er gern – er würde die beiden niemals hängen lassen. Davon abgesehen gehörte es für ihn ohnehin dazu, in der Gemeinde mitanzupacken, wo er nur konnte. Zeth musste er dafür aufrichtig danken, eventuell mit gutem Essen...Er wusste mittlerweile, dass er Fleisch sehr bevorzugte.

      Als die letzte schwere Kiste im Keller verfrachtet war, ließ Sato sich mit einem erschöpften Stöhnen hängen. Er musste wirklich dringend etwas für seine Ausdauer tun. Sein Atem ging schwer, und seine Wangen glühten so fiebrig, dass er den Kragen seines Hemdes aufknöpfen musste und seine Krawatte lockerte, um besser Luft zu bekommen. Mit der flachen Hand fächelte er sich notdürftig Kühlung zu, bevor er Zeth einen entschuldigenden Blick zuwarf.
      „Tut mir leid, du hast bestimmt doppelt so viel geschleppt wie ich.“, keuchte er. „Du bist echt stark. Vielleicht sollte ich mich wirklich mal in einem Fitnessstudio anmelden …“



      Sato bezweifelte jedoch, dass er dafür überhaupt die Zeit finden würde. Sein Alltag war komplett durchgetaktet: Montags stand nach der Uni erst seine Schicht im Einzelhandel an, direkt gefolgt von seinem Job an der Tankstelle. Wenn sich die Gelegenheit bot, putzte er zusätzlich noch bei einer wohlhabenden Familie, nur um sicherzugehen, dass sie drei immer genug zu essen auf dem Tisch hatten. Louis hatte ihn schon angeboten sich Mal bei Samuel zu melden, Gaston meinte nämlich, dass sie Aushilfen suchten im Club. Doch Sato lehnte sofort ab, er konnte sich solch' eine...elegante Arbeit gar nicht vorstellen. Ein Host wäre absolut nicht seine Welt, dafür fand er sich selbst weder attraktiv genug noch charismatisch genug. Lieber arbeitete er mehrere Minijobs ab, bis er einen fand, indem er richtig gut verdiente.
      Zu allem Überfluss brauchte Zeth nun auch noch Nachhilfe, was sich wirklich rentierte. Natürlich konnte Sato es nicht lassen, ihm auch nach der Schule unter die Arme zu greifen, damit er den Anschluss nicht verlor.Oft fühlte er sich grenzenlos erschöpft – wie ein alter Mann, der sich nur noch nach seinem Ruhestand sehnte. Und doch erfüllte es ihn auf eine seltsame Art. Ihn schmerzte nur, dass seine Freizeit mit Zeth dadurch immer weiter in den Hintergrund rückte. Der einzige Lichtblick war, dass Zeth mittlerweile ebenfalls im Kendo-Club war. Wenigstens dort sahen sie sich regelmäßig. Ach...und im Bett, doch in der letzten Zeit fiel Sato sofort in Ohnmacht, sodass sie in ihrer ...Freundschaft... gar nicht weiterkamen.

      Völlig unerwartet spürte Sato einen Griff an seinem Hintern und stieß einen erschrockenen Laut aus. Irgendetwas krallte sich an ihm fest und wuchtete sich an ihm in die Höhe. Gerade als er den Angreifer in einer Abwehrreaktion von sich stoßen wollte, erkannte er die Situation: Es gab keinen Grund zur Panik. Es war lediglich Quinn, die sich wie eine Schlange an ihm hochgewunden und kurzerhand unter seiner Jacke Zuflucht gesucht hatte. Irritiert hob Sato den Stoff an, um zu ihr hinabzusehen. Wie eine wütende Raubkatze warf sie Zeth einen fauchenden, bissigen Blick zu.

      „Dein Freund ist absolut nutzlos! Er sollte die Kisten alphabetisch ordnen, stattdessen räumt er sie einfach kreuz und quer um, wie es ihm passt! Wozu ist der überhaupt zu gebrauchen? Trenn dich von diesem Nichtsnutz, Sato! Der ist im Bett bestimmt genauso schlimm wie der Sünder. Schenk deine Jungfräulichkeit lieber einen streng Gläubigen wie Gaston, der da verdient sie nicht! Er weiss bestimmt nicht, wo er einlochen soll!“

      Sato verdrehte innerlich die Augen. Es war jedes Mal dasselbe – kaum sahen sie sich, suchte Quinn Streit. Die beiden verhielten sich wirklich wie Hund und Katze. Er nahm ihre Tiraden längst nicht mehr ernst und ließ nur ein müdes Seufzen entweichen. Selbst, wenn sie so pervers sprach, langsam konnte er es gut wegstecken.

      „Ich hab dir doch gesagt, dass er bei sowas noch Hilfe braucht“, warf er ein.

      „Was ist er bitte, ein Analphabet?! Urgh, Ungläubig und dann auch noch verblödet! Was sucht so jemand dann an der Uni? Er ist doch offensichtlich zu dumm dafür … Wegen ihn hast du auch immer weniger Zeit für die Kirche, weil du ihm bei allen helfen musst. Bist du seine Mama? Hast du ein Mommy-Kink, Sato?“



      Mit finsterer Miene schob Sato sie von sich. Es ging zu weit, wenn sie Zeth derart beleidigte. Davon abgesehen klebte sein Hemd an ihm und er wollte sie in seinem verschwitzten Zustand ohnehin auf Abstand halten.

      „Hey … das ist echt gemein. Der Direktor hat überhaupt kein Problem damit, schließlich ist er Austauschschüler und ich helfe ihn gar nicht so viel, er hat Nachhilfe.“, verteidigte er ihn.

      „Komm, ich helf dir bei den restlichen Kisten. Ist doch kein Ding, wenn ich noch etwas Anderes vorbereiten muss bin ich da.“

      Quinn schnaubte noch einmal abfällig, doch ihr finsterer Blick in Zeths Richtung hellte sich langsam auf.

      „Ja, in Ordnung … Dann kannst du im Anschluss gleich noch die Kirche putzen.“, meinte sie in einem so beiläufigen und entspannten Tonfall, als hätte sie genau darauf von Beginn an abgezielt. Sato nickte nur ergeben. Er wünschte sich wirklich, dass seine beste Freundin und Zeth besser miteinander auskommen würden. Doch das Gegenteil war der Fall: Je länger die beiden sich kannten, desto mehr schien Zeth ihr ein Dorn im Auge zu sein. Sato fragte sich bloß, warum das so war.

      Ganz so feindselig wollte Quinn Zeth gegenüber eigentlich gar nicht auftreten. Bisher hatte er sich zwar als deutlich dümmer erwiesen, als sie anfangs dachte, aber eine ernsthafte Bedrohung stellte er nicht dar. Was sie jedoch so in Rage versetzt hatte, war seine Bemerkung über die Walpurgisnacht gewesen. Sie hatte ihn daraufhin geschlagene drei Stunden lang verhört und ihm dabei unbarmherzig eine Taschenlampe ins Gesicht gehalten. Wollte wissen, welche Szene für einen Außenstehenden Ineb im besseren Licht darstellen ließ, um es für ein Poster zu benutzen. Doch seine einzige, stumpfe Antwort war immer nur gewesen: „SCHWUL! ALLES IST SCHWUL!“ Das hatte Quinn dermaßen auf die Palme gebracht, dass sie auf ihn losgegangen war. Genauer gesagt hatte es in einer wüsten Schlägerei geendet, denn Zeth hielt mit voller Kraft dagegen. Sato hatte alle Mühe gehabt, die beiden Streithähne auseinanderzubringen. Er hielt Zeth gerade eine Standpauke darüber, dass man in ihrer Kultur keine Mädchen schlug, was Quinn eiskalt ausnutzte, um Zeth noch einen saftigen Kinnhaken zu verpassen.

      Sato hatte jedoch ein Machtwort gesprochen. Sie musste sich entschuldigen. Immerhin war sie schuld daran, dass Zeth mit einem wackelnden Zahn zum Zahnarzt musste. Zeth hatte sich mit Händen und Füßen gewehrt und behauptet, der Zahn würde ohnehin von selbst nachwachsen, doch Sato hatte ihn gnadenlos dorthin geschleift. Es wurden die schlimmsten Stunden ihres Lebens – nicht zuletzt, weil Zeth anfing, sich mitten in der Praxis mit dem Zahnarzt anzulegen.

      Jetzt stapfte Quinn schnaubend auf Zeth zu und verschränkte abweisend die Arme.
      „Nur damit das klar ist: Für mich bist du ein verdammter Schnorrer und absolut nicht gut für Sato. Ich dachte eigentlich, du würdest ihn glücklich machen, aber guck euch doch an – ihr kriegt ja nicht mal einen Kuss ohne Hilfe hin!“, meckerte sie, da ihr diese ganze Romanze viel zu schleppend voranging. Sie hatte gehofft, dass sie bald bei der Walpurgisnacht 2.0 mitmachen können, aber zwei Jungfrauen konnte keiner gebrauchen!
      „Man könnte glatt meinen, du wärst hetero …“
      Doch anstatt ihn weiter in der Luft zu zerreißen, zog sie plötzlich ein Blatt Papier hervor und streckte ihm frech die Zunge heraus.

      „Aber gut … Sato hat dich scheinbar noch nicht aufgegeben. Außerdem hat sich dieser Teufel Yuuto kaum noch blicken lassen, seit du hier aufgetaucht bist. Also … bin ich mal nicht so. Hier, als Belohnung. Ich hab ein Bild von dir und Sato gezeichnet.“

      Sie hielt es ihm direkt vor die Nase und zwinkerte ihn frech zu.

      "Schau...Da du so langweilig aussiehst habe ich dir ein paar Öhrchen gegeben. Aber versteck es vor Sato!...Er könnte vor Schreck wieder ein Amnesieanfall bekommen, hehe."



      Das Bild zeigte Zeth und Sato in einer innigen, feurigen Umarmung. Sato saß auf Zeths Schoß und hatte die Beine fest zusammengedrückt, fast so, als wolle er krampfhaft etwas verbergen. Die beiden lieferten sich einen tiefen Kuss, der wie ein wildes Schwertgefecht ihrer Zungen wirkte. Zeth war auf der Zeichnung eindeutig der Gierigere von beiden. Seine Hände waren gerade dabei, Satos Oberteil ungeduldig nach oben zu schieben.

      "Wenn du mir noch ein paar Mal in der Kirche aushilfst frage ich Mirella, ob sie eine Fanfiction über dich und Sato schreibt. Dann...hast du Jungfrau vielleicht 'ne Ahnung, was der nächste Schritt sein könnte."

      Sie drückte ihn das Bild ins Gesicht und wendete sich dann von Zeth ab. Aus der Ecke des Raumes kramte sie eine Kühlbox heraus und ging damit auf Sato ab. Bevor er überhaupt eine Chance hatte auf Zeths Bild zu starren, war sie schon wieder vor ihm. Auch ihm streckte sie ganz frech die Zunge raus und zwinkerte ihm zu, worauf Sato nur schwer schluckte.

      "Und für dich habe ich auch etwas. Die beste Versuchung nach Schokolade~."


      Gebannt starrte Sato auf die Kühlbox in Quinns Händen. Sie hatte ihn also doch nicht vergessen! Er hatte ernsthaft Sorge gehabt, sie würde ihm seine Rationen streichen, nachdem sie in letzter Zeit so wütend auf ihn gewesen war. Mit zittrigen Fingern nahm er das eiskalte Behältnis an sich. Sobald er die Kälte an seinen Handflächen spürte, leuchtete ein hungriges Funkeln in seinen Augen auf. Quinn grinste triumphierend und warf Zeth einen spöttischen Blick zu, begleitet von einer herausgestreckten Zunge. Sie wusste schließlich am besten, was Sato brauchte.

      „Danke!“, stieß er hastig aus. „Ich hoffe, das war nicht zu viel Aufwand …!“
      Er wirkte so strahlend, als machte es ihn schon glücklich es einfach in der Hand zu halten. Ah, er musste nur aufpassen, wo er es einnahm...Seitdem Zeth bei ihm war...fühlte er sich nur durstiger, weshalb er Quinn quasi anbettelte ihn mehr zu geben. Er wollte sich ja nicht eines Nachts auf Zeth stürzen, nur weil er...so süß war. Deshalb schüttelte er diesen schrecklichen Gedanken sofort ab und umarmte diese Box, als wäre es ein Geburtstagsgeschenk. "Ihr seid meine Lebensretter!"



      Quinn winkte ab und verpasste ihm einen kumpelhaften Klaps auf den Arm, der jedoch so fest ausfiel, dass Sato unwillkürlich zusammenzuckte.
      „Ach was. Sind nur Reste. Aber keine Sorge, alles dieselbe Gruppe. Ich will dich ja nicht versehentlich vergiften.“
      In Wahrheit handelte es sich um reinen Müll – Überbleibsel, die sie für ihre eigenen magischen Rituale nicht mehr verwenden konnte. Doch da sie wusste, dass Sato ohne das Blut den Verstand verlieren würde, überließ sie es ihm. Ob das jedoch so klug war, stand auf einem anderen Blatt. Möglicherweise war genau dieses Sammelsurium an fremdem Blut der Grund, warum sich Satos Amnesie stetig verschlimmerte. Besser aber er wurde ein Opa mit Amnesie, als ein wahnsinniger und herrischer Vampir.

      ...

      „So, jetzt wird es ernst.“, durchbrach Quinn mit trockener Stimme die plötzliche Stille und ließ die Atmosphäre im Raum schlagartig umschlagen. Sie wandte sich an Grace, die im selben Moment aus dem Keller hochkam:
      „Grace … häng das Bild auf.“ Ihre Freundin nickte stumm; sie wusste genau, was Quinn vorhatte.Kaum prangte das Bild an der Dartwand, zog Quinn eine theatralische Miene auf und setzte sich einen Hut auf, der sie aussehen ließ wie eine Generalin. Einen Dartpfeil fest zwischen den Fingern, holte sie aus und schleuderte ihn direkt auf das gerahmte Kunstwerk. Mit einem scharfen Klirren zersplitterte das Glas.

      "Dann könnt ihr uns noch bei der Operation: Vernichtet den Sünder mithelfen. Je mehr furchterregende Hände desto besser! Du könntest ihn mit deinem Katana von hinten erstechen und Zeth schlägt ihn einen Zahn aus!"



      Sato fixierte das Gesicht auf dem Bild. Der Junge kam ihm vage bekannt vor – vermutlich ein anderer Student. Eine schwere Stille legte sich über den Raum, die erst brach, als Sato dämmerte, dass Quinn hier keine Witze machte. Sie meinte das verdammt ernst.

      "Uhm...Nein, wer soll dieser Typ überhaupt sein?"

      "Ernsthaft--Hast du ihn etwa auch vergessen? Ich hab dir eine dreiseitige Hassnachricht gegen ihn geschrieben."

      Sato runzelte angestrengt die Stirn? Quinn erkannte direkt, dass der Idiot es vergessen hatte. Wow, die zwei passten doch perfekt zueinander. Sie hielt zu viel von Sato.

      "H-hast du...? Entschuldige, ich erinnere mich nicht...Was...hat er verbrochen?"

      "Er ist ein Sünder!!!! Reicht das nicht?!"

      Die Stimme von Quinn hallte wirklich stark in der Kirchenhalle. Sie hatte wirklich gehofft, dass sie mehr Leute findet, die Harveys Leben zur Hölle machen können. Doch Sato wollte nicht in eine Streit mitgezerrt werden.

      "Uhm...Nein, das reicht nicht? Ich greife doch keine unschuldigen Mitschüler an..."

      "Deine Untreue merken wir uns...Noch zwanzig Minuspunkte und wir lassen dich erlösen..."

      Sato kapierte absolut gar nicht auf was Quinn hinaus wollte. Er runzelte nur verklemmender die Stirn. War es ihr ernsthaft so wichtig? Was hat er denn gemacht? Andererseits fragte sie sich eher, was Quinn getan hatte...

      "Huh--Jetzt sei doch nicht so. Ich finde, dass ihr lieber mit ihm reden sollt, anstatt ihm das Leben schwer...Vielleicht liegt da ein Missverständnis vor."



      Voller Wut knurrte sie los und hielt es nicht mehr aus. Sie packte den Studenten an seiner Krawatte und zog ihn zu sich runter. Die Stirn berührte unsanft die von Sato, aber von den kurzen Schmerz ließ sie sich nicht beirren. Doch Sato fand das Szenario total erschreckend. Was war denn wieder los?!

      "Er hat unsere Walpurgisnacht komplett ruiniert!"

      ...Fassungslos sah Sato sie an. In seinen Augen war ein Ausdruck von...Ratlosigkeit. Er wusste nicht ob er das fragen durfte...Er hatte Angst, dass sie ihn dafür den Hintern versohlte. Vor Zeth...

      "...Sorry, aber was ist eine Walpurgisnacht?"

      Stille kehrte fürs Erste ein, selbst ein Grillenzirpen hätte man in der Kirche hören können. Quinn fing an zu schmollen. Das wurde ja immer schlimmer mit ihm.

      "Hmm? Bist du jetzt genauso behämmert wie die Sünder? Sato!!! Ich nehme dir deine Ration weg!"

      "Nein, ich habe doch wirklich keine Ahnung, wovon du redest---urgh, Hey! Du ziehst zu fest am Kragen!!..."



      Quinn seufzte aus und neigte sich zu seinem Ohr. Flüsternd sagte sie Worte, an die sich Sato besser erinnern sollte.

      "......Wir treffen uns gegen Mitternacht, dann zeig ich dir eben das Video nochmal. Sehe es als Freude es von Neuem erleben zu dürfen."

      Damit schubste sie ihn von sich weg und ging auf Grace zu. Sie schüttelte nur den Kopf. Ließ Sato einfach fragend zurück, der seine Krawatte wieder richtig richtete. Er kapierte gar nichts!

      "Welches Video?! Quinn?!"
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
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      Lord Eternity
      Zander & Dravur

      "Warte...Geh noch nicht..."
      Tatsächlich hielt ihn Izarra auf...Es hatte Eternity auch gewundert wenn seine Manipulativen Worte bei ihm komplett auf taube Ohren gestoßen wären...Allerdings hätte er schon damit gerechnet das Izarra früher einknicken würde.
      Er hatte extra so gut es ging die Worte so formuliert das er die grobsten Lügen nicht durchschaute und sich so nahe an die Wahrheit gehalten um sich selbst in einem halbwegs guten Licht darzustellen.
      Eternity brauchte gerade keine Feinde, er brauchte verbündete die er in Notfall trotzdem auf seine Seite ziehen konnte sobald es sich die Chance ergab.



      Somit blieb der schwarz Haarige stehen und strich sich sein Haar das nass wurde zur Seite und schaute ihn mit einem schwachen Lächeln an.
      "Ich...hätte damals mehr auf euch achten sollen. Das du...zum absoluten Feind der WITCH wurdest, war auch meine Schuld. Doch das Leben früher war so...leicht und angenehm. Es war eine Generation ohne WITCH...Ich hatte dich und Kye immer als zwei verschiedene Personen gesehen und und doch gegen Ende als gleiches Wesen wahrgenommen..."
      Langsam aber verging ihm das Lächeln....Hach, was er jetzt wirklich nicht gebrauchen konnte waren Izarras selbst zweifelnde Worte....
      Er brauchte Izarra mit Selbstbewusstsein und nicht mit innerliche reue an sein momentanes Dilemma.
      Tatsächlich gab Eternity vielen die Schuld an sein Schicksal...Allerdings gehörte Izarra nicht dazu...



      Izarra war einfach nur ein arme Raupe...Die plante zu einen hübschen Schmetterling zu werden aber mit jeden seine Blätter teilte anstatt sie selbst zu fressenSo wurde aus ihm nie ein Schmetterling und am Ende wurde er auch noch von Vögeln gejagt...Die ihn fressen wollten...Traurig und erbärmlich...
      Enttäuschender weise sah Izarra ihn wohl mit Kye als eine Person.
      Eternity dachte schon lange nicht mehr an die Zeit zurück in dem Seele und Körper noch eine Person waren...
      Er wollte sich nicht vorstellen was für ein schwache Person er dann wäre...Sein Perfektionismus wäre dahin...Übrig blieb der verschüchternde Lord der niemand in die Augen sehen könnte...



      Wer würde schon so jemanden Respektieren? Er selbst würde es nicht einmal...Voller Fehler und Unsicherheiten, allein der Gedanke ließ ihm speiübel werden.
      Er wollte nie wieder zu dieser Person werden...Kye war nur eine Last an Müll...Denn er einfach los werden musste und am besten für immer. Er hatte einen einzige Zweck gehabt und denn hatte Kye nicht erfüllt...Stattdessen hatte er ihm nur geschadet.

      "...Eternity...Selbst, wenn du von Kye gefangen gehalten wirst...bleibst du ein Feind der WITCH. Es ist grausam von mir das zu sagen aber...solange du von ihm ausgenutzt wirst...hat sich meine Ansicht nicht geändert. Aber..."
      ...
      Nun das war tatsächlich grausam von Izarra, es fühlte sich an...Als hätte ihn sein einstiger Freund aufgegeben.
      Auch wenn Eternity Trauer und schmerz von sich getrennt hatte, wusste er was es bedeutet aufgegeben zu werden...Besonderes Izarra war in seinen Augen jemand gewesen der an alle Ewigkeit an ihn glauben würde....War sein Fehler wirklich so tiefgreifend gewesen?



      "...wenn es einen Weg geben würde, dir nach den Fall von ...Lord Korbos... zu helfen...würden die WITCH dich sicher unterstützen. Ich habe keine Macht dich aus der Gewalt von Kye zu befreien aber wie es aussieht.......hast du bereits jemanden, der dir hilft...hm?"
      Leichte Zweifel kamen in Eternity auf das die Witch ihm nach denn Fall des Lords wirklich helfen würden...Das hatten sie damals nicht getan und erneut wollte er sich nicht darauf verlassen. Jede Generation war doch gleich....
      Aber unrecht mit der derzeitigen Hilfe hatte Izarra schon.
      Ein schwaches schmunzeln verkniff sich Eternity...Zum Glück war Izarra nicht dumm, vermutlich ahnte er schon wer ihm half.



      Diese Hilfe war unerwartet gekommen aber genau richtig für Eternity. Noch einige Jahre später und er wäre komplett zu einer willenlose Marionette geworden. Er genoss die Freiheit auch wenn er wusste das es nicht für immer war und er ihm nur eine kleine Pause geschenkt hatte...Er war sich sicher das ihm Nuriel sicherlich helfen könnte komplett aus dieser misslichen Lage zu kommen aber so einfach machte es ihm dieser verspielte Sadist nicht....

      "Für mich hast du immer meiner Familie angehört. Auch Kye. Ich habe versucht euch früher wie meine Söhne zu behandeln, aber ihr mochtet es überhaupt nicht mich als Elternrolle zu sehen. Besonders du wolltest immer einen gleichen Rang wie ich - ach was rede ich da...Du wolltest über mir stehen! Wie ein waschechter Lord! Kinder wurden so schnell erwachsen, vor allem deine Pubertät war unfassbar lang!!!"

      Ein wenig fühlte sich der Lord in alte Zeiten versetzt...Unglaublicher weise schaffte es Izarra das er sich gleich mehre Jahre wieder jüngerer fühlte. Das er aber von seiner Pubertät anfing gefiel ihm gar nicht. Zum Glück waren seine Wachen ziemlich verblödet und würden nur die hälfte ihres Gespräches verstehen.
      "Haha....", lachte Eternity ehrlich amüsiert aber auch etwas trocken.



      Er konnte Izarra irgendwie nie als Familie sehen...
      Auch wenn die Zeit mit ihm schön war...
      Es reichte einfach nicht.
      Was Kye betraf interessierte es ihn auch nicht, Körperlich war Izarra eben ideal für ihn aber Seelisch...Tja da erreichte er ihn einfach nicht.

      "Da ich weder dein Vater noch deine Mutter sein durfte...war ich froh wenigstens dein Freund sein zu können! Jemand, der wohl gegen Ende mehr Hilfe brauchte, als die kleinen Männer vor ihm."
      Nun wurde Izarra wirklich sentimental...
      Er benahm sich wirklich wie ein Elternteil, als war ja nicht so als hätte er zu wenig Elterliche Liebe erfahren...Anderes als sein kleiner Bruder der die beiden kaum kennenlernen konnte. Bei Infinity wäre er sicherlich eher als Elternteil akzeptiert wurden als bei ihm.
      "...Jedenfalls dachte ich es, bis heute... Eigentlich...Hätte ich euch noch weiter helfen müssen, ich habe das Kernproblem nie erkannt. Ohne dich wäre es mir wohl nie aufgefallen...Worin ich gescheitert bin."
      Doch zum Glück scheen Eternity handeln nicht vollkommend umsonst gewesen zu sein. Izarra hatte endlich begriffen...Scheinbar etwas woran er länger gescheitert war.
      "...Meine Aufgabe hat höchste Priorität...Ich wurde dafür geboren, um...Eva das Herz von Kandrakar zu schützen und die WITCH zu unterstützen. Ja, ich bin schlecht darin...deswegen darf ich nicht naiv sein. Ihr habt mit der Spaltung in ihr nur noch mehr...Chaos erbracht, da das Dark hat noch immer existiert... und somit die Erde und Meridian in Gefahr gebracht....Du weißt ganz genau, dass selbst Sünder verflucht werden, die nur Gutes wollten...So grausam ist nun Mal das Universum in der wir leben."
      Mit harten Worten sparte Izarra gerade wirklich nicht mehr...
      Zu gut wusste Eternity was er damit meinte....Er kannte die Legende über seinen Großvater der das Buch geschrieben hatte von der er diese Fähigkeit erlernte die als Verboten galt...Und auch wie das Ende dieses Mannes war....
      So wie es aussah, stand wohl Eternity endgültig auf den Bild des Schurken...Der Lord der alles in tiefte Unglück stürzte.



      Allein die Spaltung des Herzen rechnete er ihm als Fehler an...Eternity seufzte schwach, die Unterhaltung ergab nicht wirklich das gewünschte Ergebnis...Aber er war schon lange kein Mann mehr mit Hoffnung gewesen.
      Er ging ein Risiko ein und er war kein schlechter Verlierer...
      Erneut wendete Izarra nun sein Blick von ihm ab...Ja, Eternity begriff genau was das zu bedeuten hatte und seine Lippen hoben sich mehr.
      Zumindest...War Izarra ehrlich zu ihm.
      "Mein Herz sagt mir, dass du mich nicht anlügst. Deswegen nehme ihn deine Infos zu Kenntnis und bedanke mich im nachhinein...wenn sie auch stimmen. Am liebsten hätte ich dir sofort geglaubt, da du mich auch früher nie angelogen hast. Ich liebe meine Familie und...einst gehörtest du dazu...ich will für meine Familie da sein, selbst wenn du jetzt ein Mistkerl bist...aber..."
      So langsam konnte Eternity kein aber mehr hören...
      Izarra war wirklich gewachsen, selbst wenn er selbst es vielleicht nicht bemerkte...So schön musste es sein Vollständig zu sein und von einem Anderen Schicksal gelenkt zu sein. Zu scheitern und trotzdem...Weiter zu machen. Etwas das Eternity nie lange durchgehalten hatte.
      Scheitern kam für ihn nicht in frage...Und wenn doch, dann legte er alles ab das ihn zu diesen scheitern geführt hatte...So wie jetzt...



      Er war wohl zu Gutmütig mit Izarra umgegangen. Das würde sich in der Zukunft wohl ändern...
      "...ich darf nicht auf mein Herz hören. Ich sollte dich lieber weiter verachten und den WITCH wie du sagst erzählen, dass du der Feind bist...Es wird für sie leichter sein, sich gegen Lord Korbos zu stellen. Für die Menschheit... Meine Pflicht...ist das Wichtigste. Weder du...noch mein Sohn...noch...irgendwer...stellt über dem...Wenn ihr auf der falschen Seite steht, muss gegen euch gerichtet werden....Es tut mir leid....Eternity...Ich wünschte ich hätte mehr für dich tuen können. Ich wollte...euer Schicksal ändern...wirklich..."
      Langsam fuhr sich Eternity durch sein schwarzes Haar....
      Bedauerlich...
      Er hasste Fehler so sehr aber sein eigenen Fehler erneut so zu spüren machte ihn wirklich wütend...
      Er hatte es wohl Izarra damals erzählen sollen...
      Dann hätten sie gemeinsam vielleicht Kye aufhalten können im schlimmsten fall...
      Aber Hochmut bestraft wohl das Leben.



      Izarra hielt an seine Pflichten, selbst seinen Sohn stellte er darunter war doch sehr überraschend aber...Doch bei Izarra wusste man nie ob er am Ende nicht doch sich Anderes Entschied. Er bezweifelte irgendwie das Izarra seinen echten Sohn genau so aufgeben könnte wie ihn...Eine düstere Abneigung keimte kurz noch mal in ihm hoch. Das Schicksal war wirklich nicht Fair.
      "...Und was dein Vater angeht...Ich hatte davon keine Ahnung, sonst wäre ich mit ihm schon lange in Kontakt gekommen, damit er etwas gegen euch anrichten kann. Ich...hoffe du irrst dich nicht und kannst bald zu deiner Familie zurückfinden."
      Ein leises lachen überkam denn Lord...
      Der Gedanke war schon zu lustig, ein Erwachsender Mann wie er soll von seinem Vater aufgehalten werden? Dies wäre sicherlich Unterhaltsam geworden, doch war es befreiend und beruhigend...Das Izarra bis zum Ende wirklich sein Freund gewesen war und kein elender Lügner...
      "...Leb wohl, Eternity."
      Die Verbeugung, war wie ein endgültiger abschied für Eternity...
      Nun gab es nur noch Lord Korbos Eternity...
      Sein Lächeln wurde schwächer als er ihn nach schaute und leiser sprach.
      "....Es wäre schön gewesen...Wenn ich als dein echter Sohn geboren wurden wäre..."



      Dann hätte sein Schicksal...Sicherlich anderes ausgesehen....
      "Lebwohl....",raunte er zum Schluss und wandte sich seinen beiden Wachen zu die angespannt zu ihm schauten. Unsicher ob es so gut war das die Lordschaft ganz Nass wurde.
      Mit ruhiger mine wandte er sich denn beiden zu:
      "Ihr wisst was zu tun ist. Folgt der Spur wie besprochen.", befahl er direkt. Er musste sich beeilen...


      .....................
      .........................................
      ............................................................

      Zeth Lagertha & Grace

      Die letzten Tage waren für Zeth wirklich eine anstrengende Herausforderung...
      Durch das Fehlen seines Meisters hatte sich Zeth lange ziemlich schwach und erbärmlich gefühlt.
      Auch die Begegnung mit dieser widerlichen schwulen Fee die Sato angegriffen hatte ging ihm nicht aus den Kopf. In Gegensatz aber war Sato wirklich gut darin Dinge zu vergessen...Etwas beneidete er die Bohnenstange darum. Doch seit kurzen kehrte seine Kraft wieder zurück, sogar besser als zuvor...Beinahe als wäre das Dark Heart viel näher als zuvor. Daher nutzte Zeth seine wiederkehrende Kraft um ein wenig Sato unterstützten zu können...Egal womit! Selbst wenn er nicht besonders gut darin war...Vielleicht auch etwas zu übereifrige so das Sato dadurch manchmal mehr Arbeit hatte als vorher...
      Besonderes jetzt wo er diesem Weibsbild helfen musste...Anstatt froh zu sein das er half meckerte sie ihn für alles an!
      Was war denn auch ein Alphabet?! Sie nervte ihn total...Am liebsten hätte er ihr eine der Kisten ins Gesicht geworfen!! So eine Blödes Weib!
      Hätte Sato ihn nicht erst letztes getadelt...Es wäre wieder in einer heftigen Prügelei geendet.
      Allein sie zu sehen brachte ein tiefes knurren in seine tiefe Kehle...Er kapierte nicht warum Sato mit ihr befreundet war. Das einzige das für ihn Sinn ergab wäre das sie sich miteinander später Paaren wollten aber Quinn schien gar kein Interesse daran zu haben sich von Sato dominieren zu lassen um Kinder zu zeugen...Es verwirrte ihn maßlos...
      „Nur damit das klar ist: Für mich bist du ein verdammter Schnorrer und absolut nicht gut für Sato. Ich dachte eigentlich, du würdest ihn glücklich machen, aber guck euch doch an – ihr kriegt ja nicht mal einen Kuss ohne Hilfe hin!“
      Erneut machte ihn dieses Pinky-Ekel von der Seite an was ihn schnaubend zu ihr Blicken ließ.
      "Halt die Fresse!", murrte er sofort.


      Er brauchte ganz sicher keine Hilfe mehr von ihr!
      Schließlich hatte er Sato...Auch schon mal nochmal geküsst! Aber das musste sie nicht wissen! Das ging sie gar nichts an!!
      Sonst dachte sie nur da würde mehr zwischen ihm und Sato sein...Sie hatten eben nur...Etwas tiefere Freundschaft miteinander ausgetauscht.
      „Man könnte glatt meinen, du wärst hetero …“
      ÄH?!
      Was fällt ihr ein?!
      NATRÜLICH war er Hetero!!
      Sein Gesicht begann zu überhitzten...Der Impuls sich erneut auf sie zu stürzen begann in ihm unaufhaltsam zu wachsen.
      "I...Ich BIN Hetero!!"



      Doch wie immer hörte dieses Miststück nicht zu!
      Stattdessen wedelte sie mit einem Zettel vor seinem Gesicht...Auf einmal reagierte sein Körper nicht mehr. Beinahe als würde vor ihm ein rotes Licht einer Ampel leuchten. Zeth hatte gelernt brav stehen zu bleiben, bevor Sato wegen ihm noch ein Herzinfarkt bekam...! Auch wenn es Zeth immer irgendwie ein bisschen gefiel wie Sato dann immer ganz reflexartig seine Hand ergriff...Nicht ...Das er es ihm gefallen würde....
      Aber das spielte jetzt keine Rolle...Seine Augen fixierten das Papierstück vor sich...Abermals hatte diese Horrorfrau sie gezeichnet...Dieses Hexenwerk fand er zu tiefst unheimlich...Wie schaffte sie es nur sie so perfekt zu zeichnen wie ein Spiegelbild?!
      „Aber gut … Sato hat dich scheinbar noch nicht aufgegeben. Außerdem hat sich dieser Teufel Yuuto kaum noch blicken lassen, seit du hier aufgetaucht bist. Also … bin ich mal nicht so. Hier, als Belohnung. Ich hab ein Bild von dir und Sato gezeichnet.“
      .....
      Eine...Belohnung...?!



      Ohne es zu wollen zog dieses verfluchte Bild sein Blick auf sich...Er sollte es zerreißen! Es war eine Schande für seine und Satos Ehre...Aber...Irgendwie konnte er es nicht...
      Mist...
      Verärgert schweiften seine Gedanken zu seinem Meister Kiri...An dem ganzen war doch nur er schuld! Und Blicken ließ sich dieser seit kurzen auch nicht mehr...Als hätte er Wahnsinnig viel zu tun!
      Wann war bitte sein letzter Kampf her? Er spürte förmlich wie sein Körper begann sich an diese neue Welt zu gewöhnen und abzuschwächen!
      Dabei hatte er Gedacht die ganze Zeit gegen diese Witch Wächter Kämpfen zu müssen...Das letzte mal war auch noch eine jämmerliche Niederlage gegen denn Wasserwächter...
      Er kapierte gerade wirklich nicht was seine Aufgabe war...Zur Uni gehen? Das ganze lernen schlauchte ziemlich...Und er begann sich wirklich noch daran zu gewöhnen....
      Aber er war eine Verdammte Waffe und kein...Was auch immer er gerade jetzt war!!
      Verdammter Meister!!

      "Schau...Da du so langweilig aussiehst habe ich dir ein paar Öhrchen gegeben. Aber versteck es vor Sato!...Er könnte vor Schreck wieder ein Amnesieanfall bekommen, hehe."

      Das Bild wurde ihm nur noch mehr ins Gesicht gedrückt und es begann sich in sein inneres zu prägen.
      Aus irgend ein Grund begann sein Herz rasend schnell zu schlagen...Wegen eine Zeichnung?!
      Verdammtes Miststück!
      "HMPF!! Hör auf dich über Sato Lustig zu machen!!", schnauzte er wütend.



      Langsam hatte er kapiert das dieses...Amnesie-Ding mit Satos Vergesslichkeit zu tun hatte...Er fand das überhaupt nicht zum lachen!
      Daher würde er dieses ...Schwule-Bild ganz ganz ganz sicher aufbewahren! Sato durfte kein schreck bekommen!! Er hatte sich geschworen ihn zu Beschützten, so wie er ihn nun auch beschützten würde...
      Diese miese Schlampe sollte sich wirklich schähmen!

      "Wenn du mir noch ein paar Mal in der Kirche aushilfst frage ich Mirella, ob sie eine Fanfiction über dich und Sato schreibt. Dann...hast du Jungfrau vielleicht 'ne Ahnung, was der nächste Schritt sein könnte."

      Das Bild landete in seinem Gesicht...Jetzt wo sich dieses Weib abwandte hatte er mehr Zeit es zu...Studieren.
      Verflucht...Warum...Sah diese Stellung nur so....Männlich aus.
      "Hahh....Was...?!"



      Auch wenn er sie echt nicht ausstehen konnte schaffte sie es irgendwie ihn ziemlich cool darzustellen und auch Sato sah irgendwie...So...Reizend aus...So guckte er oft wenn er nach dem Training erschöpft wirkte...Das rote Gesicht ....Uhmmm....
      Langsam wich etwas seine Wut....
      Zwar kapierte er das mit der Fanfiction noch nicht so richtig...Aber es schien irgendwie eine Art selbst geschriebenes Buch zu sein . Zeth hatte gelernt das lesen und schreiben sehr kluge Leute können...Und Apollo sagte einmal aus Büchern würde man viel lernen können...Schien also als wäre Mirella eine sehr gebildetes Weibchen...Die nächsten Schritte? Hm...Klang gar nicht so verkehrt....
      Zeth war schließlich nicht Dumm! Er strengte sich wirklich an...Er konnte mittlerweile mit dem Handy umgehen das ihm sein Meister geben hatte und auch kurze Texte schreiben oder lesen...Auch wenn es die Smile Option es viel einfacher machte...Nur kapierte er nicht warum Satos Gesicht immer so rot wurde wenn er ihm die Rosa Blütenblätter schickte, die es in verschieden Farben gab wie schwarz, Grün, Blau, Pink, Rot und so weiter... Er hatte mal gehört Rosa stand für Dankbarkeit ...Es war also viel einfacher es zu schicken anstelle einen langem Wort...Wobei er derzeit lernte diese Abkürzungen auswendig zu lernen.
      Als er nun aber Sato merkte ließ er das Bild unauffällig in seiner Hosentasche verschwinden....

      "Und für dich habe ich auch etwas. Die beste Versuchung nach Schokolade~."
      Mit wachsam Augen beobachtete Zeth wie dieses Misstück nun Sato ein Geschenk überreichte...
      Er kapierte diese Kultur wirklich nicht....
      Bei ihnen gab man normalerweise dem Weibchen Geschenke und Beute....
      Um zu zeigen wie Mächtig und Männlich man war ...Darüber freute sich dann das Weibchen und bereitet sich dann auf die Paarung vor...
      Aber hier...War es irgendwie wohl üblich das auch Frauen denn Männer etwas schenkten...Nur...
      Dieses Überglückliche Gesicht bei Sato zu sehen versetzte Zeth ein stich ins Herz...!



      ....
      Grummelt verschränkte Zeth seine Arme vor sich und brodelte von nicht begreifbarer Eifersucht.
      Was war bloß in dieser komischen Box ? Das Sato sich so darüber soooo freute und diese blöde Frau dafür mit einem viel zu putzigen Gesicht entgegen kam...!
      Es raubte seinem armen Sato die Männlichkeit...Viel zu Niedlich! Zu Putzig...ZU SÜß! Hmpf....
      Er betitelt die Anderen sogar als Lebensretter...



      Ob er ihn später fragen sollte was da drin war?
      Er war sich sicher er konnte ihm auch sowas besorgen! Dafür brauchte er diese Frauen nicht...Er würde ihn ganz, ganz viele dieser komischen Boxen holen! Ob er ihn dann auch so anstrahlen würde?
      Sein Herz begann wieder heftig zu hämmern, er verspürte ein starkes Bedürfnis sofort los zu eilen...Aber leider kapierte er nicht ganz was das für eine Box war...Er konnte Sato schlecht mit irgendwas anderen anschleppen....So wie er Sato einschätzte mittlerweile würde er es auch dankend annehmen ohne das er es wirklich brauchte oder wollte...
      Hmmm....Er musste wohl wirklich nachfragen...
      .........................
      „So, jetzt wird es ernst.“
      Obwohl Zeth dachte das sie endlich mit dem aufräumen fertig wären, der eigentlich Grund warum sie überhaupt hier waren schien Pinky noch ein weiteres Ding geplant zu haben. Schwer seufzend Blickte Zeth zu Grace welche aus dem Keller kam, irgendwie stank diese nach Alkohol...Seine feine Nase roch es sofort auch wenn sie wohl versuchte mit diesem Blumen Parfüm dies zu überdenken. Freudig mit geschlossenen Augen zeigte Grace ein wärmliches Lächeln. Bis jetzt konnte Zeth sie noch nicht so richtig einschätzten...



      „Grace … häng das Bild auf.“
      Stumm befolgte sie der Aufforderung von Quinn und wirkte dabei so gut gelaunt als hätte sie genau auf diesen Moment gewartet!
      Irritiert beobachtete Zeth wie sie ein Bild aufhängten, sowas ähnliches machte sie in ihrem Stamm sogar auch...Nur mit ziemlich schlecht aussehenden Strohpuppen um daran zu Trainieren...Könnte es möglich sein?? Würden sie jetzt endlich etwas wirklich Produktives machen?!

      "Dann könnt ihr uns noch bei der Operation: Vernichtet den Sünder mithelfen. Je mehr furchterregende Hände desto besser! Du könntest ihn mit deinem Katana von hinten erstechen und Zeth schlägt ihn einen Zahn aus!"

      Wirklich beeindruckend bewies dieses Weibchen das sie wirklich in der Lage war wie eine Kriegerin zu handeln...Ironischerweise zeigte das Bild ...Dieser Sünder , tatsächlich einen seiner Feinde...Der Feuerwächter...
      Zeth musste sich ein stolzes zufrierendes Lächeln verkneifen...Vielleicht würde doch so langsam warm mit ihr...Er kapierte zwar nicht so ganz woher ihr Groll kam. Aber er war wirklich froh in welche richtung das ganze lief.
      Nur wusste er nicht so ganz ob er ohne die Erlaubnis von Kiri einen der Anderen Wächter angreifen durfte...



      Auch wenn er sein Meister wirklich Hasste und irgendwie ihre Verbindung...Ganz Anderes war als mit denn Anderen Lakaien...Er konnte sich seinem Befehlen schlecht verweigern oder dagegen angehen...Allein schon wegen Sato...Er wollte nicht...Das ihm etwas passiert...
      Weswegen Zeth seine freude zurück hielt und ein unsichtbaren Fleck in der ferne betrachtete...
      Hoffentlich kam Kiri bald wieder zu ihm, dann würde er ihn fragen ob er auch den Feuerwächter angreifen durfte...
      Das war doch schließlich seine bestimmung!

      "Uhm...Nein, wer soll dieser Typ überhaupt sein?"
      Sato allerdings schien nicht so erpicht darauf zu sein, er wusste nicht einmal wer dieser junge Mann auf dem Bild war.
      Das Leben der normalen Zivilisten hier auf der Welt schien wohl ziemlich einfach gestrickt zu sein. Durch die Verwandlung dieser Wächter wusste Sato wohl nicht wer der Typ war...Nun überdachte Zeth seine freude wieder...Vielleicht war gar nicht so gut wenn Sato auch in das ganze reingezogen wurde.

      "Er hat unsere Walpurgisnacht komplett ruiniert!"

      "Hmm? Bist du jetzt genauso behämmert wie die Sünder? Sato!!! Ich nehme dir deine Ration weg!"

      "Nein, ich habe doch wirklich keine Ahnung, wovon du redest---urgh, Hey! Du ziehst zu fest am Kragen!!..."

      So wie es schien hatte Sato das ganze wirklich vergessen...Zeth wollte es am liebsten auch vergessen aber er erinnerte sich leider viel zu genau daran.
      Unsicher beobachtete er das Wortgefecht der beiden...Sogleich fragte sich Zeth wie viel Sato eigentlich von der Nacht vergessen hatte....Ihn daran zu erinnern könnte extrm Peinlich werden!
      Ohne das sie es merkten näherte sich schon eine weile Gestalten dieser Kirche...Durch den Regen draußen hatte Zeth jegliche Geräusche ignoriert...Aber ein merkwürdiges Gefühl durch zog ihn...

      Eternity stand durchnässt an der schwelle der Kirche...Draußen hingen noch die Dekoration der Hochzeitfeier die hier statt gefunden hatte...
      Als er die beiden Vraal-Kharag-Krieger darauf aufgesetzt hatte dem Geruch ihres Bruders zu folgen und er spürte das die Präsents Lakaien stärker wurde...Dachte er nicht ihn hier in eine Kirche aufzufinden. Durch die Erinnerungen wusste er das dieser...Viel Zeit mit seinem Vater verbrachte...
      Lord Eternity verschwendete seine Zeit nicht mit fragen und Nachforschungen...Irgendwie fühlte er sich beinahe wie ein Zombie welcher nur einen drang nach ging...
      Seine Familie...
      Einfach nur ihn zusehen um sich zu überzeugen das er noch Lebte...Mehr wollte er nicht...Doch der Anblick der sich ihm bot, entzog ihm jegliche Lebensenergie...



      Sein Vater...Sah aus wie ein gewöhnlicher Student.
      Er konnte keinerlei Macht oder Magie von ihn ausgehend spüren...
      Auch fehlte ihm die roten glühenden Augen die ein Korbos ausmachte...Aber dieser Anblick der sich zeigte, kam ihn unsagbar vertraut vor.
      So wie diese Fremde junge Frau ihn an der Krawatte packte und ihn aus irgend einen Grund zusammen stauchte...Das hatte seine Mutter auch immer getan.
      Es war erschreckend wie ähnlich sie ihnen war....Eternity wusste nicht wie er sich bei dem Anblick fühlte...War er Glücklich darüber? War es...Fremdschähmend? Oder war es einfach nur ernüchternd?
      Vielleicht war es alles auf einmal....



      Er war froh...Nicht diese Sensibilität von Kye in diesen Augenblick zu besitzen. Vielleicht hätte ihn der Anblick noch zu Tränen gerührt. Aber von diese erbärmliche Emotion hatte er sich getrennt...
      Eternity hatte oft viel Zeit verbracht in der Isolation an die Vergangenheit zu denken...Irgendwie wurde ihm ganz schwer ums Herz. Er wagte es jedoch nicht hinein zutreten und blieb distanziert draußen stehen. Der Blick ins innere reichte ihm aus...Er hatte nie vor gehabt mit seinem Vater zu sprechen.
      Er wollte nicht wissen was damals passiert ist...Warum er hier war und---
      Nein, Eternity hasste fragen zu Stellen. Ein Mängel denn besonderes Kiri an ihm geäußert hatte. Kye war da in vergleich zu ihm ganz Anderes. Dieser hatte viel zu viele lästige Fragen...Bestimmt hätte der Weißhaarige nun einige gestellt gehabt...
      Dieser Narr...Als ob ihn die Antworten dadurch klüger machen würden.

      Grace schmunzelte derweil amüsiert darüber das Sato wirklich ein großes Vergissmeinnicht war!
      "Keine sorge~! Das ist kein Missverständnis, wir sind uns sehr sicher das er ein Sünder ist! ", schmunzelte sie beinahe schon belustigt und ging amüsiert zum Bild. Sie zupfte den Pfeil wieder heraus. Sie ignorierte die herabfallende Glassplitter und drehte sich mit ihren großen Äuglein wieder Quinn zu.
      "Ein wunderbarer Treffer ♥ Das nächste mal ziel mehr auf seine breite Stirn~!"



      Sie überreichte ihr den Pfeil vergnügt und streifte dabei mit Absicht ihre Finger sanft. "Vielleicht werfen wir gleich mal zusammen♥", flüsterte zärtlich und lehnte sich ein wenig mehr an Quinn. Sie liebte ihre Körpernähe~
      "Dann können wir den beiden Jungfrauen einmal zeigen wir man wirklich fortschritte macht~"
      Sie fand auch das die beiden Jungs wirklich mal in die Gänge kommen sollten!
      Vielleicht motivierte sie eine innige Vorführung! Grace hatte Quinn schon so einige Körperlichkeit beigebracht und wusste aus Erfahrung das der Anblick zwei erotischen geliebten auch sehr anregend sein kann, selbst bei zwei Typen die förmlich ein Stock im Hintern zu haben schien.
      Ihre Hand wanderte an die Hüfte von Quinn und ihre Lippen streiften gerade einladend zu ihrer Wange bis sie aus denn Augenwinkel etwas bemerkte.
      "Huch?! Seit...Wann stehen DIE denn da?!"



      Tatsächlich hatte Grace bei diesem schlimmen Wetter nicht damit gerechnet das sich noch jemand Anderes die Kirche besuchen würde. Besonderes nach dieser Hochzeit hatten sie alle sich zügig zu ihren Fahrzeugen bewegt und schnell das weiter gesucht! Weswegen sie ja jetzt den ganzen Arbeit hatten sich um das aufräumen zu kümmern!
      Sie konnte weiter hinten einen Gestalt ausmachen, ein Mann mit schwarzen Haar und so blasser Haut als wäre er ein Vampir! Scheinbar schien er nicht wirklich vor zu haben hinein zu treten...Ein Tourist? Nun Kirchen waren ein schönes Gebäude das vielen Blicke auf siech zog...Doch am verrücktestes waren jedoch zwei Andere Personen...
      Blinzelnd sah sie zu denn beiden die sich wie zwei Kleinkinder an die Wand pressten und sie beobachten...Und gar nicht zu begriffen das sie sehr öffensichtlich zu sehen waren!
      Das doch merkwürdigste war...Die beiden großen Typen sahen irgendwie...
      .....
      ............................



      ....Ihrem Analphabet Zeth ziemlich ähnlich!!
      Besonderes der Kerl mit dem grimmigen Gesicht der sie Anstarrte als wären sie irgendwie seltsam oder die eigentlich verrückten hier! In Gegensatz dazu der Andere...Seine Augen funkelten wie Blaue Edelsteine.
      "Ähm...Sind das Freunde von dir Zeth?", fragte Grace an diesen gerichtete der diese nun auch bemerkte.
      "W-....WAS?!", stieß Zeth erschrocken aus und sah total entsetzt in die richtung der beiden.
      Was machten DIE HIER?!
      Unmöglich...Bildete er es sich ein...Nein, die beiden waren eindeutig da!! Wie...Wie war das möglich?!




      Unmöglich...Unmöglich!
      Seine Brüder konnten unmöglich hier auf der Erde sein! Die beiden...Die hatte doch überhaupt keine Ahnung von dieser Welt!
      Aber sie waren da und gafften sie an...
      Verdammt...Das....Was wenn diese Dummköpfe irgendwas herausplaudern!! Dann wusste doch Sato das er überhaupt nicht aus dem Ausland war!!
      Diese...Dummköpfe brachten denn ganze Tarnung die ihm sein Meister geben hatte durcheinander, warum zur Hölle waren sie hier?!
      "AAAHHHRRGHHH!!!!", rief Zeth plötzlich panisch auf und rannte auf die beiden zu.





      "WAS ZUR HÖLLE MACHT IHR HIER?!?! AHHH!? "
      Während Zeth befürchtete das gleich wegen diesen Schwachköpfen alles ruiniert werden könnte fasste sein jüngerer Bruder Zander das plötzlich auf ihn zu laufen komplett falsch auf. Mit breiten grinsen im Gesicht und lauten glücklichen lachen lief er seinem älteren Bruder entgegen!
      "GROß!!~♥"



      "HAhAhhahaha~! ICH GLÜCKLICH!!! DU DAAAA!~"
      Voller Glücksgefühle rannte Zander auf sein Bruder zu und rieß ihn sofort in eine heftigen umarmung.
      Sofort durch zuckte Zeth ein kalter Schauder.
      "URGH! Du bist Klitschnass! Fass mich nicht an! Lass los du Bastard!!!"
      Doch Zander lachte eifrig weiter und drückte seine Gesicht glücklich und aufgeregt gegen die Hand von Zeth.
      "HAhAhhAh! Groß! Viele Wörter! Du sprichst!! Groß! Lustig! Haha! Ich nicht! "
      Genervt murrte Zeth auf, er hatte ganz vergessen das seine Leute überhaupt nicht gewohnt waren ganze Sätze zu bilden...!
      "Das nennt man normales sprechen hier---"
      "Ich Nass! Du Nass! Wir Nass~♥", trällerte Zander einfach weiter und rieb seine Wange an seine Handfläche.
      "LASS DAS!!!"



      Doch egal wie sehr Zeth seinem dummen kleinen Bruder mit Gewalt von sich drückte, dieser drängte sich nur noch mehr an ihn...Er mochte es schon immer wenn sein Bruder dominant gegen ihm wurde...Urgh...Zeth konnte sich kein schlechteren Zeitpunkt wünschen.
      Aber kaum wie sein Jüngster Bruder ihm unangenehm auf die pelle rückte gesellte sich auch sein Älterer Bruder Dravur dazu!
      Seine breite Hand legte sich prüfend auf den Bauch seines Bruders als er ihn amüsiert angrinste:
      "Du, schlank! Schwach geworden! Ha!"
      "Hmpf, bin ich nicht---"
      "Mehr Essen! Mehr Kämpfen!", forderte Dravur lachend und begrabbelte ihn einfach weiter das Zeth rot anzulaufen begann.
      "HAhahahah Groß! Rot! Groß Vermisst! Spaß! ", lachte Zander weiterhin überglücklich und hing sich an ihren stärksten Krieger ihres Stammes ran.
      "Kämpfen wir! Männlich! Los!", forderte Dravur erfreut wieder einen starken Mann bei sich zu haben.



      Gereizt unterdrückte Zeth den drang sich in seine wahre Form zu verwandeln...Der Drang sich die beiden zu schnappen und ihnnen seine Männlichekeit zu beweisen war zu groß!
      Er würde sie am liebsten mit seiner starken Rüstungen zu Boden drücken und sie laut winseln lassen!!
      "Schwul!", knurrte er beide warnend an. "Lass das sein!"
      Beinahe als würden sie sich an Zeth verbrennen ließen sie ruckartig von ihm ab.
      "Schwul?!", stieß Zander erschrocken aus.
      "Schwul!!", bestätigte Zeth noch mal knurrend.
      "Schwul...", seufzte Dravur enttäuscht und nickte verstehend.
      "Schwul..nhg...", schniefte Zander traurig worauf Zeth etwas murrend ihn auf die Schulter klopfte.
      "Schon gut...Es ist viel Zeit vergangen, ich vergebe euch..."
      Zeth atmete kurz durch, er merkte das seine Worte die beiden nur mehr verwirrten und er sich daran erinnern musste wie es ist mit seinen Leute zu sprechen.
      Er machte eine deutende Bewegung herum.
      "Kirche!", erklärte er und sah beide eindringlich an.
      "Kämpfen, nein."
      Erschrocken sahen beide ihn an und imitierten seine gestik.
      "Kirche...?"
      Zeth nickte,
      "Kämpfen...Nein?"
      Abermals nickte Zeth.
      Seine beiden Brüder sahen einander an und brummten unzufrieden:
      "Kirche....Schlecht!!"
      "Kämpfen Nein!!"
      "Kirche...Nein!"
      Zeth rollte seine Augen über das Unzufriedenheit seiner Brüder...Die wusste wirklich überhaupt nichts...!
      Plötzlich aber geriet nun Sato in denn Blick der beiden...Ohne zu zögern näherten sie sich dem anderen Männchen und beschnupperten ihn sofort!
      "Mann! Duft...Mann Duft Bruder!", stellte Dravur der sich wunderte wieso dieser Mann nach seinem Bruder roch!
      Ein verbündeter?? Aber er sah nicht aus wie ein Kämpfer...Merkwürdig.



      Er packte sogar ohne zu fragen fester seine Oberteil und schnupperte weiter an ihm. Ein merkwürdige Duft Mischung...
      Auch Zander betrachtete ihn von allen Seiten, sein Gesichtsausdruck wurde auf einmal komplett ernst.
      "Wer du....? Schmächtig...?"



      Auch Zander schnupperte aber etwas weiter Oben...Er roch so stark nach seinem Bruder...Haben die beiden miteinander gekämpft? Aber er sah so schwach aus...
      Warum war so jemand in der nähe seines starken Bruders? Trainierte er ihn?
      Und diese Weibchen? Wirklich merkwürdig....Was machten sie an einem Ort an dem man nicht Kämpfen durfte?
      Grace die schon argwöhnisch mit der Augenbraue gezuckt hatte als diese Typen meinten eine Kirche wäre schlecht betrachtete diese Hohlbirnen dabei wie sie an Sato schnupperten wie zwei Tiere.
      "Bin...Ich gerade total betrunken oder was passiert hier gerade?", fragte sie angefressen und irritiert.



      Warum gab es plötzlich mehr von diesen Homophoben Dummkopf? Gab es von denen hier ein ganzes Nest?!
      Die hatten überhaupt keine Anstalten! Beleidigten eine Kirche und gaben nur kurze Wörter von sich!
      Doch zum Glück verscheuchte Zeth die beiden von Sato und schnaubte gereizt.
      "Nein! Schnuppern verboten!! Ich wütend!", warnte Zeth in ihrer Sprache kurz aber es reichte um Zander zum weinen zu bringen.
      "Böse! Uhhhmmm....Ich schlecht....Wir schlecht....Leid...Wir Leid!"



      Sofort stieß ihn Dravur ihn an:
      "Nicht weinen!"
      "Ich Leid.....!", Jammerte Zander niedergeschlagen und schniefte weiter.
      Zeth griff sich an denn Kopf, er hätte nicht erwartet wieder Kopfschmerzen zu bekommen...Ausgelöst von seinen Brüdern die so überhaupt keine Ahnung hatten wie man sich hier verhielt und überhaupt....
      "Tut mir Leid...Die beiden sind meine Brüder.", erklärte Zeth bemüht ruhe zu bewahren während sein Jüngerer Bruder weiter von sich hin schniefte als hätte die größte Schande überhaupt über seine Familie gebracht.
      "Ich weiß ehrlich gesagt nicht warum sie hier sind...Die verstehen nicht besonderes gut die Sprache und Kultur hier---", bevor Zeth weiter die Lage aufklären konnte gab Zander ein heftiges jauchzen von sich. Er kniff sogar die Augen zu und war total rot geworden.
      "AHHhhh!! ", rief er laut. "SCHWUUULL!!"





      Erst jetzt bemerkte Zeth das ihm die Zeichnung von Quinn aus der Tasche gefallen war. Zander hatte wohl gesehen.
      Etwas heftig zuckte Zeth und hob erschwinglich die Hände:
      "N-nein nein nein! Das ähm....Nicht schwul! Das ehh..M-männer...Kampf!", versuchte Zeth eine schnelle Ausrede zu finden aber sein älterer Bruder hob es schon auf. In Gegensatz aber zu Zander blieb er sehr gelassen und betrachtete das Bild viel zu genau das es Zeth schon unangenehm wurde,
      "Schwul.", kam es eindeutig von Dravur der denn Kopf tadelnd schüttelte.
      "Bruder Lügt. Wer ...?", fragte Dravur ernster als wollte einen schuldigen der es gewagt hatte seinen kleinen Bruder Schwul zu machen!
      Er deutete finster auf Sato:
      "Er? Dich Schwul?"
      "W-was...nein....Er....", begann Zeth nervöser zu werden.
      Warum konnte er nicht fest sagen das....Sato ihn nicht schwul gemacht hatte??
      Sein Herz begann wieder wie wild zu hämmern und der Blick seines älteren Bruder durchbohrte ihn so sehr das er spürte das er wusste das die Antwort nicht ehrlich war!



      "Bruder...Weiß Schwul verboten...", sprach Dravur dunkler und verschränkte die Arme vor sich und Zander sah mit verweinten Augen zu Zeth.
      "Bruder....Wird verband ?? ", fragte Zander zitternd während Dravurs Blick ihn weiter durchbohrte.
      "Bruder...Wahrheit sag!!", forderte Dravur streng auf und Zeth Körper spannte sich an. Dann rieß er ihm das Papier aus seiner Hand:
      "Das geht dich überhaupt nichts an!! Ihr beiden solltet überhaupt nicht hier sein! Ich wurde hier für ausgewählt...Verschwindet wieder in unsere Heimat!! Ob ich mich in Sato verliebt habe geht euch gar nichts an! Ihr könnt nicht einfach hier auftauchen!! Dravur wenn du an meiner Männlichkeit zweifelt Kämpf mit mir! Ich beweise dir das ich immer noch der stärkere von uns beiden bin!!"fuhr Zeth die beiden wütend an, dabei war es ihm egal ob sie ihn verstanden oder nicht.
      Beide blinzelte auch dem entsprechend und brauchten um die Worte richtig zu verarbeiten.
      Zander kratzte sich etwas am Kopf und sah über die Schulter etwas zurück...Lord Eternity war die ganze Zeit immer noch da draußen am Eingang.
      "Auftrag...", antworte Zander auf das einzige was er von Zeth Worten verstanden hatte während der Ältere immer noch Zeth misstrauisch anstarrte.
      Believe Me ~