Connected Hearts [ Kaischiro & Minacat ]

    • Stan L. & Liam Petrow & Oscar Bell

      Stan ließ seufzend die behandschuhte Hand sinken, als Janon mit seinem üppigen Fang herkam. Natürlich musste dieser Barbar seine Beute auf die denkbar rücksichtsloseste Art erlegen. Aber zumindest war Janon kein vollkommen hoffnungsloser Fall, dank ihm würden sie diese Nacht wenigstens nicht mit knurrenden Mägen auf dem feuchten Tropenboden verbringen müssen. Dennoch war die aktuelle Situation alles andere als rosig.
      "Soll er sich von denen kräftig durchnehmen lassen, wen interessiert das schon!? Die haben genug an dem zu nuckeln, da werden sie uns ab jetzt in Ruhe lassen. Bis sie ihn umgebracht haben, sind wir von der Insel runter!"
      Auch wenn Stan eine beinahe ähnlich pragmatische Ansicht vertrat wie dieser Schläger, Oscar hatte sich sein Schicksal redlich verdient und musste nun eben allein damit klarkommen, so meldete sich doch ein leiser Zweifel in ihm. Würden sie es wirklich rechtzeitig von der Insel schaffen? Schließlich fehlte ihnen nun ein fähiger Kämpfer gegen diese absurd furchteinflößenden Bananos!
      Zwar waren Janon und er selbst alles andere als wehrlos, doch gegen eine derart gewaltige Meute dieser Biester reichte pure Muskelkraft kaum aus. Oscar mochte oft mehr Hindernis als Hilfe sein, aber im Kampf war er ein nützlicher Schild. Stans verschiedenfarbige Augen ruhten nachdenklich auf Liam, er konnte die unruhige Sorge des Rotschopfs durchaus nachvollziehen.
      Doch da war noch eine weitere Absurdität, die Stan dazu veranlasste, eine Augenbraue irritiert in die Höhe zu ziehen. Liam nannte den sonderbaren Neuankömmling vor ihnen Beni? Dem Butler war durchaus bewusst, dass es derart große Zufälle kaum geben konnte, aber verwechselte Liam ihn ernsthaft mit Ineb? War dieser farbenfrohe Neuling etwa dessen Bruder? Es machte sein plötzliches Auftauchen nur noch kurioser, erklärte aber zumindest, warum Izarra so extrem auf ihn reagierte. Bisher hatte Stan stets vage Verbindungen zwischen den unfreiwilligen Inselbewohnern knüpfen können. Doch dieser Beni war ein vollkommen unbeschriebenes Blatt für ihn. Stans analytischer Verstand ratterte ununterbrochen; er hasste es, die Kontrolle zu verlieren, doch selten zuvor hatte er sich derart hoffnungslos ahnungslos gefühlt.
      "Ich habe Urlaub und arbeite zugleich! Meine Liebe hat mich hierher gebeamt! Bin mega froh, dass es gleich so lustig zugeht."
      Abgesehen von Oscars berüchtigten Stimmungsschwankungen war schon lange niemand mehr auf dieser verfluchten Insel so unangebracht gut gelaunt gewesen.Liam, dessen rote Haare noch immer voller Blätter und Zweige steckten, erinnerte sich nur zu gut daran, wie Beni damals klitschnass mit dem großen Kerl in seinem Club aufgetaucht war. Schon dort hatte er ununterbrochen von seinem mysteriösen Liebsten geschwafelt. Liams Herz hämmerte noch immer wild gegen seine Rippen. Er spürte jeden einzelnen Knochen und seine brennenden Muskeln; er war vor Panik so blindlings durch den Dschungel gerannt, dass er mehrfach gestolpert war und schmerzhafte Purzelbäume ins Unterholz hingelegt hatte.
      Seine weiße Kleidung hing in verdreckten Fetzen an ihm herab. Dieser ominöse Liebhaber hatte scheinbar ein echtes Talent dafür, Beni blindlings ins völlige Chaos zu werfen. Dabei brauchten sie jetzt dringend nützliche Informationen, keine Urlaubsgeschichten! Arbeit? Benis völlig entspanntes Strand-Outfit sprach Bände und verwirrte den erschöpften Liam nur noch mehr.
      "Hat dich der Ochse auch mit einer Kokosnuss erwischt? Klingst nicht ganz sauber. Woher kennst du überhaupt Liam?! Hier ist gar nichts lustig, verdammt! Wir kämpfen ums nackte Überleben!"
      Hätte Liam diese schräge Art nicht bereits gekannt, hätte er Janons Verdacht, dass Beni einen schweren Dachschaden erlitten hatte, sofort unterschrieben – ähnlich wie der arme Izarra, der zum Glück noch in der Lage war, anständig zu sprechen und zu handeln.
      "Nein, Beni ist exakt so, wie ich ihn kennengelernt habe“, erwiderte Liam keuchend und zupfte vergeblich an seinem ruinierten Hemd herum, um zumindest einen Rest von Würde zu bewahren. Einen kleinen, bissigen Seitenhieb in Richtung Janon konnte er sich jedoch nicht verkneifen: "Beni arbeitet seit Kurzem bei mir im Club. Er war wenigstens für mich da, als du dich ja unbedingt um diesen Schönling kümmern musstest.“
      In diesem Punkt war der Rotschopf definitiv noch nachtragend.
      Während Izarra dem Neuling geduldig die tödliche Lage erklärte, dank ihm wussten sie überhaupt, womit sie es bei diesen perversen Kreaturen zu tun hatten, atmete Liam etwas auf.
      Auch wenn er kurz zuvor noch mit Stan aneinandergeraten war, war er unendlich dankbar für dessen kalte Logik. Stan und Izarra wirkten auf ihn wie strenge Aufpasser; erfahrene Autoritätspersonen, die in der Krise kühlen Kopf bewahrten. Zuvor, allein mit den Hitzköpfen Oscar und Janon, hatte Liam wirklich geglaubt, er würde schneller sterben, als er blinzeln konnte. Doch Beni schien die Aussicht auf blutrünstige Biester kein Stück abzuschrecken. Im Gegenteil, seine Augen begannen regelrecht zu leuchten. Er bettelte förmlich um einen Kampf! Auch wenn Liam stark vermutete, dass dahinter eher Benis eigene, verdrehte Gelüste steckten als der edle Wunsch nach einer selbstlosen Heldentat.
      "Ich werde diesen Oscar schon herausholen und wenn was wäre... könnte ich mich fürs Team opfern. Hah... Aber natürlich nicht ohne einen krassen Kampf, sodass mir die Handknöchel vom Draufschlagen wehtun!"
      Stan verschränkte mit einer fließenden Bewegung die Arme vor der Brust. Er kannte diesen Beni nicht, doch diese geradezu masochistische Opferbereitschaft war höchst bedenklich. Sie würden ein strenges Auge auf den Paradiesvogel haben müssen, sonst würde er hier schneller ins Gras beißen als die, die bereits seit Tagen um ihr Leben kämpften. Irgendwie beschlich den Butler das ungute Gefühl, dass Beni und der grobschlächtige Oscar sich prächtig verstehen würden.Leicht legte Stan eine Hand auf Izarras Schulter, um dessen Erklärungen zu unterbrechen.
      "Ich glaube, deine Warnungen sind vergebens...“, raunte er leise. Stan wusste genau, wann man gegen eine Wand redete – oder wann man nur unnötig Öl ins Feuer goss.
      "Ich werde garantiert nicht den Ochsen retten gehen, das sollte niemand von uns. Er ist genau da, wo er hingehört. Ist doch ohnehin besser für ihn als hinter Gittern."
      Dass Janon dagegen war, überraschte niemanden. Doch als Liam verzweifelt in die Runde blickte, erkannte er die bittere Wahrheit: Niemand hier dachte wirklich zu hundert Prozent an eine Rettung Oscars. Selbst Liam zögerte angesichts der albtraumhaften Kreaturen, die im Dschungel lauerten. Dennoch schnürte ihm der Gedanke, Oscar einfach eiskalt im Stich zu lassen, die Kehle zu.
      "N-Nun... es wäre vielleicht zu riskant, blindlings loszustürmen, aber... wir können doch nicht einfach ohne ihn von der Insel abhauen?“, fragte Liam betroffen und klammerte sich an die Hoffnung, dass sie sich zumindest einen brauchbaren Plan ausdenken würden. "Ich bedauere, Liam“, schaltete sich Stan mit ruhiger, aber unnachgiebiger Stimme ein. "Aber ich sehe es ebenfalls als unsere oberste Priorität an, das Boot fertigzustellen und diese Insel zu verlassen. Oscar ist zäh, er wird sich nicht kampflos überwältigen lassen. Letztendlich ist diese Lage sein eigenes Verschulden.“Liam schluckte schwer, doch dann schüttelte er vehement den Kopf, sodass ihm ein paar welke Blätter aus den roten Strähnen fielen. "Aber nein! Es war eben nicht sein Verschulden! Er hat das für mich getan!“ Seine Stimme brach leicht.
      "Eigentlich wollten diese schrecklichen Viecher mich verschleppen, aber Oscar hat sich dazwischengeworfen... Ich kann ihn unmöglich diesem abscheulichen Schicksal überlassen. Es ist alles meine Schuld!“
      Stan hob beide Augenbrauen in unverhohlener Skepsis. Oscar? Der egoistische Ex-Häftling hatte ausgerechnet Liam beschützt? Der kühle Butler fragte sich unweigerlich, ob der verängstigte Rotschopf aus purer Verzweiflung anfing, sich heldenhafte Märchen auszudenken, nur um sie zu einer Rettungsaktion zu manipulieren.
      Doch noch bevor Stans Zweifel ausgesprochen, die Diskussion weitergeführt oder der übereifrige Beni am Losstürmen gehindert werden konnte, passierte etwas...!



      Ein Pfeil schoss in einer gefährlichen Geschwindigkeit auf die Gruppe zu und blieb in Sand stecken, direkt vor die Füße von Liam.
      Stan analysierte die Situation sofort und griff nach einem der losen Holzplatten die für das Boot bauen gedacht war:
      "Achtung! Das wird nicht der letzte Pfeil sein!", warnte er warf diesen Liam zu bevor er sein zweites nahm und hob diesen schützend über seinen und Izarras Kopf:
      "Geht in sicherheit!"
      Wie aufs Stichwort folgten weitere Pfeile und Liam stolperte hastig vorwärts als er die Holzplatte schützend vor sich hielt und ein Pfeil in diesem stecken blieb.
      "Verdammt...",begann Liam und schnell war klar von wem die Angriffe waren.



      "Die Bananos und ihre verfluchten Pfeile!!"
      Das war nicht der erste Angriff von diesen Mistvichern! Das schlimmste aber war das keine gewöhnliche Pfeile waren. Obwohl dieser Wesen so viel kleiner waren und aussehen wie kleine Stofftierchen, waren sie hinterhältiger als man dachte!!

      Sie benetzten die spitzten der Pfeile mit einer unbekannten Flüssigkeit...Laut Izarra handelte es sich um ein gefährliches Gift!
      Die Auswirkungen waren zwar nicht tödlich aber...
      Ein winziger Tropfen davon reichte schon aus und man fühlte sich plötzlich wie in einem Fibertraum.
      Der Körper erhitzte und man bekam das plötzlich verlangen nach Körperkontakt.
      Oscar hatten sie fast über eine Woche einsperren müssen damit er sie nicht überfiel wie ein Tier in Hitze!!
      Selbst Stan hatte mal erwischt, aber er hatte sich dann sogar freiwillig selbst ausgeknockt....
      Das ganze gleicht ein dramatische Theaterstück, wäre das ganze nicht deutlich bittrer als wie im Augenblick wirkte.
      Doch bevor die nächsten Pfeile flogen fiel besonderes eine Gestalt auf...
      "...Ist das...?"
      "Oscar?!"
      In mitten dieser anrückenden Monster stand der Große Ex-Häftling. Doch anstatt wie ein Gefangener, saß dieser Kerl ernsthaft selbst gebastalten Thron aus Palmenstämme und Blätter. Dazu sah er aus wie ein König mit einer Krone aus Bananen und Blättern...
      Und wenn sich die Augen der Anwesenden nicht täuschten half gerade dabei die Pfeile für die Bananos vorzubereiten...?!?!
      Mit einem breiten Lächelnd winkte er ihnen auch noch zu als sie auf ihn aufmerksam wurden:
      "Heeey Leute~!"
      Stan senkte etwas die schützende Holz aber blieb schützend neben Izarra stehen als er Misstrauisch die Lage betrachtete:
      "...Dieser Spinner, ist auf ihre Seite gewechselt."



      Liam holte fassungslos nach Luft, was sollte der Mist denn jetzt?!
      "Oscar, verdammt was treibst du da?!", rief er rüber.
      "Naja, die kleinen Scheißer meinten wenn ich ihnen Helfe euch auch zu gefangen zu nehmen darf ich sogar mit machen! Das ist doch Geil oder? Außerdem kriegt man bei denn auch genug zu essen...Die haben ein voll fettes Lager mit Essen!", lachte Oscar und klopfte sich dabei zufrieden auf sein Bauch.
      Mit einen der Pfeile deutete er belustig in janons richtung:
      "Und heeeey~ Ich hab kein Problem damit mein bad Boy mit ein paar kleinen Plüschtieren zu teilen~ Von der beknackten Insel kommen wir sowieso nicht runter, also lasst uns doch Spaß haben~!"
      Provokant leckte Oscar auch noch über die vergiftete Pfeilspitze, er meinte das was er sagte wirklich ernst....Er hatte kein Bock mehr auf diesen Mist hier. Lieber vögelte er sich
      mit ihnen das Hirn leer, als noch langer an diesem Boot zu arbeiten.



      Die Blumenkette um seinem Hals wackelte wild als er denn Neuankömmling bemerkte, wirkte das Gift schon und er Halluzinierte?
      Aber warum sah er ausgerechnet so jemand?
      Seine Visage kam ihn irgendwo her bekannt vor aber bestimmt war er niemand von Bedeutung, sonst hätte er sofort eine Ahnung wer der Kelch war.
      Die perversen kleinen Wesen spannten erneut die kleinen Bögen mit ihren Pfeilen als er zu lachen begann, der heftige Entzug der Drogen zerriss erneut an seinem Verstand:



      "Werfen wir doch endlich alle Regel hinfort und geben uns der puren Lust hin! Hier können wir alles tun was wir wollen! DAS ist das Paradis! Die Bananos werden uns das BESTE Ende bescheren!"
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer & Izarra

      "Aber nein! Es war eben nicht sein Verschulden! Er hat das für mich getan! Eigentlich wollten diese schrecklichen Viecher mich verschleppen, aber Oscar hat sich dazwischengeworfen... Ich kann ihn unmöglich diesem abscheulichen Schicksal überlassen. Es ist alles meine Schuld!“

      Eine dunkle Aura umgab Janon, die sich immer weiter ausströmte. Sein innerer Zorn, der seit Tagen in ihm keimte...wollte sich wegen Liams Aussage endlich losreißen. Dabei wollte er wegen Oscars absurden Verhalten ein wenig mehr Rückgrat zeigen. Beweisen, dass er in dieser Situation nicht die Kontrolle verlor. Mehr überlebensfähig war als alle anderen Männer hier auf der Insel. Er dachte, dass diese Insel wenigstens etwas Gutes hatte. Nämlich konnte damit bewiesen werden, dass Oscar ein absoluter hoffnungsloser Fall war, den niemand helfen oder folgen sollte. Hah...Und jetzt schwafelte Liam davon, dass der Ochse ihn angeblich gerettet hatte? Er war dazwischengegangen? Diese Scheiße erinnerte ihn an eine andere Story, die Liam ihn auch so aufgepusht erzählte. Will Liam ihn ernsthaft mit Märchengeschichten demonstrieren, dass Oscar ein fucking Held war? Oder war seine Absicht dahinter Janon als Nichtsnutz darzustellen, weil er nicht für ihn da war. Angeblich war ja auch dieser Beni mehr für ihn da, als er...dies hatte er genau rausgehört. Für eine gewisse Zeit scherte sich der Größere nicht um den Gesundheitszustand von Liam, mehr noch fand er diese Wunden eher verdient. Dreckiges Miststück...Sein Zorn schluckte er jedoch abermals runter.


      Izarra hingegen überlegte ernsthaft wie sie Oscar aus dieser Notsituation heraushelfen konnten? Auch er zögerte, denn konnten sie nicht einfach blindlinks losstürmen. Sie brauchten einen guten Plan und ob Beni da wirklich Teil davon war, konnte er sich nicht vorstellen. Bestimmt dachte Stan dasselbe, die konnten ihn nicht einfach frei rumlaufen lassen - der würde sich noch umbringen, ehe die Sonne unterging! Aber was sollten sie machen? Sollte Izarra vielleicht in der Nacht sich herausschleichen, um dann zu dem Stützpunkt der Bananos einzukehren? Er hatte bereits ein paar magische Waffen hergestellt für einen Kampf, doch war er nie für eine frontale Konfrontation bereit. Mist...Hier wären die WITCH eine perfekte Hilfe gewesen. Aber stillzustehen und nichts zu tun -- niemals könnte er sich da vergeben. Doch bevor die Zahnräder sich in seinem Kopf weiterdrehten, passierte etwas Abwegiges.

      "Geht in sicherheit!"

      Erstaunt funkelte Beni jeden Pfeil an, der in ihre Richtung zugeschossen kam. Er hatte absolut keine Ahnung was hier abging, doch war dies ja so krass wie in einem Survival-Film! Während Janon hinter den Palmen seinen Schutz suchte und Izarra in den Schutz von Stan genommen wurde, ging Beni nur etwas auf Abstand, als begriff er den ernst der Lage noch nicht. Mehr noch fing er an zu strahlen, als er die leuchtenden Viecher sah, die auf sie losstürmten - mit Pfeil und Bogen in der Hand.

      "So VIELE kleine Wesen?! Und wie schnell die schießen können! WOOOAAH - Das ist mega geil!", staunte Beni wie ein Hund über die Situation. Wie abgefahren war das denn bitte und das nach einem Traum mit heftigen Marionetten? Hatte jemand in Benis Tagebuch gelesen, mit welchen magischen Wesen er es alles treiben wollte? Er dankte Lord Korbos für diesen Urlaub, den genoss er schon jetzt!



      "Naja, die kleinen Scheißer meinten wenn ich ihnen Helfe euch auch zu gefangen zu nehmen darf ich sogar mit machen! Das ist doch Geil oder? Außerdem kriegt man bei denn auch genug zu essen...Die haben ein voll fettes Lager mit Essen!"

      Janons schlimmster Albtraum wurde auf bittere Weise wahr. Anstatt den Blondschopf endgültig zu killen, sind diese Viecher wohl auf den Geschmack gekommen, den Kerl noch als Waffe gegen sie einzusetzen. Oscar sah in seinen Augen ziemlich missbraucht aus, als hätte er den Kampf gegen die kleinen Wesen schon lange verloren. Verdammt --! Ergab aber auch Sinn, dass der Mistkerl schnell kapitulierte, wenn er Essen umsonst erhielt! Hinter der Palme sah er zu dem Ochsen hinüber, der die Pfeilspitze auf ihn richtete.

      "Und heeeey~ Ich hab kein Problem damit mein bad Boy mit ein paar kleinen Plüschtieren zu teilen~ Von der beknackten Insel kommen wir sowieso nicht runter, also lasst uns doch Spaß haben~!"

      Ein eisiger Schauer kletterte seine Wirbelsäule empor, er wusste das der Wichser diese Drohung ernst meinte. Wenn Janon nicht aufpasste, bekam er eine noch viel heftigere Situation mit Oscar als auf dem Spielplatz. Jetzt, wo dieser Bastard so viel Unterstützung erhielt! Er krallte sich an den Palmenstamm, zählte diese Bananos die Oscar mitbrachte. Scheiße, so viele sind noch nie auf einmal aus ihrem Versteck rausgekrochen?! Auch wenn er sich als starken Kämpfer zählte - sah die Aussicht nicht ein wenig ZU hoffnungslos aus?!

      "Du mieser Verräter! Ich habe es ja gesagt, dass wir dich niemals von den Fesseln befreien sollten!", rief Janon zurück auch wenn es bestimmt niemanden überraschte, dass Oscar sie so leichtfertig hinterging. Dessen Kopf bestand doch sowieso nur aus Sex und Essen, deswegen dachte Janon ernsthaft, dass dieser Mann die Situation gar nicht mehr so schrecklich empfand. Nun war der Pisser auch sowas wie ihr Häuptling!



      Die Bogen spannten sich erneut für dem nächsten Angriff und Izarra spürte, wie eifrig Stan dabei war ihn zu beschützen. Auch wenn diese Situation nicht dazu einlud, konnte er nichts gegen sein hämmerndes Herz machen! Ohne ihn hätte Izarra wohl ein schneller Tod ereilt, aber der Butler beschützte ihn mit seinen starken Rücken und einem Brett! Was sollt er nur machen, wenn die Gefühle sich für Stan nur noch weiter aufstellten, würde er ihn irgendwann unbeabsichtigt die Liebe gestehen! Das wäre dann ihr Abschied einer schönen Freundschaft. Dann musste er immer darauf warten, dass Stan die Wohnung der WITCH verlässt, wann auch immer er Wyatt zu seinen Terminen fuhr. Konnte einmal sein Herz sich nicht wegen einem Menschen so verlieren!? Stan war einfach zu heroisch--Izarra bekam ganz weiche Knie!



      "Werfen wir doch endlich alle Regel hinfort und geben uns der puren Lust hin! Hier können wir alles tun was wir wollen! DAS ist das Paradis! Die Bananos werden uns das BESTE Ende bescheren!"



      Beni konnte gar nicht anders als sich selbst genussvoll über die Lippen zu lecken. Das Gefühl der Ekstase fruchtete in seinem Verstand auf, die durch die Ansprache von Oscar nur schneller wuchs. Er hatte große Hoffnung, dass die Bananos wirklich so herausfordernd waren, wie die Männer hier sie darstellten. Beni erfreute der Gedanke wie ein elektrischer Schock-- bald von roten und weißen Flüssigkeiten befleckt zu werden...aber nicht ohne einen hingebungsvollen Kampf!


      Als würde er sich von dem hinreißenden Angebot zu stark geblendet fühlen, zog er energisch seine Sonnenbrille auf die Nase. Er wendete sich Liam zu und zwinkerte verspielt. Im Herzen dankte er Liam, dass er ihm seine Freunde vorstellte, nicht jeder war für so ein krassen Spaß zu haben!

      "Darf ich als Erstes? Will ja niemanden den Vortritt wegnehmen!"


      Statt um sein Leben zu rennen, fragte er Liam nach Erlaubnis, ob er mitspielen durfte. Kein Wunder also, dass er auch komplett schutzlos im Raum der Feinde stand. Lord Korbos hätte ihn bestimmt für seine Gedankenabwesenheit bestraft, an seiner Konzentration musste er wirklich noch üben.

      "B-Beni! Weich aus!!"

      Doch die Warnung von Izarra war bereits viel zu spät. Während sich Beni umdrehte erwischte ihn ein Giftpfeil direkt in seine oberen Bauchmuskeln. Der Pfeil war stumpf, war wohl nicht dafür da gewesen sofort zum Tod zu führen. Benis einziges Glück. Doch die Flüssigkeit landete trotzdem in seine Blutbahn, verwirrt starrte Beni auf den Pfeil, der wie eine Spritze in ihm steckte...



      ...und zog diese leichtfertig heraus. Betrachtete dabei die Wunde. "Ach nur ein Kratzer...Habe wieder vergessen mich zu verteidigen.", murmelte Beni und zuckte nur mit den Schultern. Das war doch nichts dabei. Er hatte ja zumindest gehofft, dass diese Pfeile bis in seine Knochen sich durchbohren konnten. Irgendwie enttäuschend.

      "Oh nein! Er hat das Gift abbekommen! Beni, kämpf gegen das Gefühl an..!", quiekte Izaarra immer schrillender auf - wie konnte er es nur zulassen, dass Beni nun auch im Problem wie sie steckte?! Hinter Stan versteckend beobachtete er Benis zustand, Oscar und Stan hatten direkte Symptome erhalten. Ein fiebriges Gesicht, schwitzige Hände...ein schwerer Atem! Doch bei Beni...war es noch das verwunderte Gesicht wie zuvor.

      "Uhm...Macht ihr Scherze mit mir? Hört Mal...Ich finde das überhaupt nicht cool, wenn mir krasses Gift versprochen wird und ich dann auch noch nichts davon spüre. Das ist ja genauso lasch wie Liams Getränke in der Bar. Löst nicht einmal ein Kribbeln in mir aus."

      Schwach senkte er seine Schultern. Das Gift war ganz klar in seinem Körper, zur Sicherheit leckte er sogar selbst über die Pfeilspitze. Er kostete und spielte mit der Flüssigkeit in seinem Mund herum. Bis er dann wieder enttäuscht den Pfeil wegschmiss. War er etwa schon zu härteres Zeug gewohnt? "Finnys Zunge war viel giftiger als das hier..."



      Nachdem er und Finny keinen Kontakt mehr hatten, suchte Beni wegen ihm einen kleinen Ersatz. Er gab nur selten zu, dass er ein wenig diese selbst produzierte Droge vom Prinzen vermisste. Deswegen legte er sich gerne mit Monstern in Meridian an, die vorallem für sexuelle Gelüste und Gift zu haben waren. Beni war mit Sicherheit nicht immun gegen Gift. Eine Todesflüssigkeit hätte ihn wohl genauso umgehauen wie alle anderen Leute. Aber...sein Libido wurde durch solch' ein kleinen Saft nicht größer! Vielleicht brauchte er einfach mehr? So wie beim Alkohol! Mittlerweile musste er ein ganzes Fass austrinken, um überhaupt etwas in seiner Blutbahn zu spüren!
      Offenherzig streckte er seine Arme aus, als lud er die Kreaturen dazu ein mit ihm zu spielen.

      "Schießt alle auf mich, ich brauch nur eine höhere Dosis! Wenn ich wieder nichts spüre ist es dann meine Runde anzugreifen.~ Los, los! Werdet aggressiver - nicht so langsam - ich mags schnell und besoooonders hart!", spornte er die Bananos dazu an ihn ernsthaft alleine anzuvisieren, er ging sogar auf sie zu, sodass manche von ihnen auf Abstand gingen.



      Janon konnte seinen Mund nicht geschlossen halten, wer war denn dieser Typ da? Er sah genau zu wie die Bananos ihn weiter mit Pfeilen beschossen und Beni nur die wichtigsten Stellen von sich beschützte. Doch egal wie viele Pfeile ihn wie ein Nadelstich durchlöcherten - er zeigte erst Mals keine Reaktion? Nach dem zwangisten Pfeil war es aber genug für Beni gewesen, er lockerte ein wenig seinen Arm, nur um dann mit seiner Runde zu beginnen. "Haa...Dann bin ich dran!"
      Ohne Gnade schleuderte er seine Faust in das Gesicht eines Bananos, sodass er hoch in die Luft flog und sein Gesicht zerschmettert wurde. Wie Schleim spritzten seine Innereien und befleckten damit Benis Körper und auch den Sand. Die grüne Substanz ähnelte den Gift ziemlich stark, benutzten sie etwa ihre eigenen Flüssigkeiten für die Pfeile?


      Regungslos fiel ein Banano ins Wasser und Beni machte sich nicht einmal die Mühe sich von dem giftigen Schleim zu befreien. Mit einem Peace-Zeichen wendete er sich wieder den anderen Männern zu, die sich so hinter Palmen und Bretter versteckten. Friedlich lächelte er, während seine Augen bereit waren für eine große Schlägerei.

      "Macht ihr mit? Sonst dürft ihr euch später nicht beschweren, dass ich keinen von diesen für euch übrig gelassen habe!". Er kannte nämlich das Gefühl zu gut, wenn keiner auf ihn wartete. Wenigstens fuhr sein Blut jetzt hoch, da er endlich ein wenig kämpfen konnte. Wenigstens schmerzte seine Hand ein wenig, wie es aussah musste er sich sogar etwas härten für diese Wesen. Oder war Beni einfach nur schwächer geworden, weil er seit Tagen nicht mehr trainierte? War das etwa Korbos ziel? Das er seinen Körper stählte? Wie aufmerksam von seinem Liebsten!



      Weiter stürzte sich Beni ins Gemüt und machte aus einigen der Viecher einen grünen Schleimklumpen. Janon merkte wie er für einen Moment vergessen hatte zu atmen, er fühlte sich wie in einem falschen Film. Doch Beni dabei zuzusehen wie er die Bananos mit Leichtigkeit zerstörte machte etwas mit seinem Ego. Wie sah das denn aus, wenn er sich hinter einer Palme versteckte, während der Freak da alles zu Kleinholz verarbeitete? So schwach wollte er nicht aussehen, besonders da auch Oscar jetzt so aufmuckte!

      "Veeeeeerfluuuuuuuuuuuuuuuuchter Scheeeeeeeeeeißdreeeeeeck...!", flüsterte Janon zynisch, doch riss sich endlich aus seinem Versteck. Eventuell hatte Stan und Oscar nur mit dem Gift übertrieben, dieser Beni war ja auch total beschmiert mit der Substanz und ihm machte es gar nichts aus! Gerade sah es sogar so aus als könnten sie diese Schlacht vielleicht gewinnen?


      Deswegen durfte der Boxer keine Zeit verlieren. Für was hatten sie denn die Waffen aus Holz hergestellt? Er rannte näher zu den Liegestühlen und ergriff sich einen Knüppel, den er eigentlich nur für Möwen benutzte, wenn er eine erwischte. Doch anstatt auf die Viecher loszustürmen war seine violetten Augen auf Oscar gerichtet, voller Zorn und Aggressivität.

      "OCHSE!!! Wach von deinem bescheuerten Trip auf, sonst muss ich dir endgültig die Scheiße aus dem Leib verprügeln! Die Hure von den Viechern zu spielen ist also dein bestes Ende?! Jämmerlich!! War mir schon klar, dass in dir nichts drin steckt außer heiße Luft."

      Unglaublich, dass Liam ihn für DAS hier ersetzte! Er würde den kleinen Wurm schon zeigen, dass er sich für den falschen Kerl entschieden hatte, den er als seinen Insel-Partner auserkorte. Ohne Stan dabei anzusehen sprach er ihn mit einer tiefgelegten Stimme an, ehe er zum Angriff fortschritt.

      "Mach dich mit den Schwächlingen vom Acker -- Ich bin definitiv kein Oscar, der euch Kleinvieh beschützen wird...ALSO HAUT ENDLICH AB UND KÜMMERT EUCH UM DAS BOOT!"



      Keine Zeit verlierend stürmte er auf Oscar zu, bereit ihn wieder so hart zu verdreschen, bis er wieder bei Sinnen waren. Obwohl dies wohl kaum möglich war, doch glaubte tatsächlich auch Janon nicht daran, dass der Bastard hier ernsthaft verrecken wollte. Er schwing die Keule auf Oscar Schädel, mehrere Male, um diesen Dickschädel so hart wie möglich treffen zu können. Währenddessen war das Lachen von Beni kaum zu überhören, der sich aus einem Meer von den Bananos befand. Es war ein eigenartiger Mix aus Janons lautem Brüllen und Benis aufgegeilten Keuchen. Ob das gut ausgehen konnte?!
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Stan L. & Liam Petrow & Oscar Bell


      Zischend brannte sich das teuflische, neongrüne Gift in den feinen Sand, doch Beni stand mittendrin, wie ein tollwütiger Hund, der die tödliche Gefahr völlig ignorierte.
      "Darf ich als Erstes? Will ja niemanden den Vortritt wegnehmen!"
      Anders als der Rest der Truppe suchte Beni nicht instinktiv Deckung, sondern stellte sich mit provokanter Lässigkeit direkt in die Schussbahn. Obwohl die ätzende Ladung ihn voll erwischte, zeigte sie nicht die geringste Wirkung.
      "Was zum...--?"





      Liam starrte fassungslos durch den flirrenden Dunst der schwülen Inselluft. Seine eigene Haut brannte wie Feuer, er fühlte sich von den Angriffen der Bananos völlig überhitzt, und dabei hatte ihn das Gift dieser kleinen Biester nur oberflächlich gestreift. Beni hingegen hatte die volle Ladung kassiert! Wie damals beim Alkohol in seiner Bar schien dieser Kerl einfach aus einer völlig anderen Dimension zu stammen. Unmöglich, dass er gegen dieses Teufelsgift immun war! Liam kannte Kerle, die viel einstecken konnten oder völlig auf den puren Nervenkitzel abfuhren, aber Beni war.... genau wie diese verfluchte Insel! Schlichtweg unbegreiflich.

      "Finnys Zunge war viel giftiger als das hier..."

      Auch Stans scharfen Augen entging das sonderbare, geradezu unmenschliche Benehmen des Neuzugangs nicht. Das ohrenbetäubende Kreischen der kleinen Monster verschmolz mit dem peitschenden Rauschen der Brandung. Die Insel bot ihnen kaum Fluchtmöglichkeiten, und es war wie ein aussichtsloser Kampf gegen einen wütenden Ameisenhaufen. Körperliche Stärke verlor auf Dauer gegen diese schiere, hungrige Masse.Doch Benis beiläufiger Kommentar ließ Stans Gedanken rattern. Giftige Zunge. Vielleicht war es nur eine Redewendung des jungen Mannes, der vermutlich mit Ineb verwandt war, aber das Wort weckte dunkle Erinnerungen.
      ...Er hatte so oft darüber nachgedacht wie er hier her gekommen war...Und warum?
      Das letzte was er noch wusste waren diese beiden Personen...



      Und die Tatsache das ein jemand von ihnen mit seiner Zunge vergiftet hat...Bekam er einfach nicht mehr aus dem Kopf. Drogen oder irgend ein anderes sonderliches Mittel stand gewiss in der Verbindung mit dem Zungenkuss...Am Ende konnte er sich auch irren und es war einfach ein Perverser Act Verhöhnung gewesen bevor man ihm die Lichter ausgeknipst hatte.

      Stan schob die Gedanken beiseite. Das Hier und Jetzt verlangte seine Aufmerksamkeit. Das Praktische an dem Neuankömmling war, dass sein bizarres Auftreten die Aufmerksamkeit der Wesen voll auf sich zog. Der Pfeilregen stockte für einen rettenden Moment.

      "Macht ihr mit? Sonst dürft ihr euch später nicht beschweren, dass ich keinen von diesen für euch übrig gelassen habe!"

      Liam klappte ungläubig den Mund auf und zu wie ein gestrandeter Fisch im heißen Sand.. Beni war ganz in seinem Element. Wenn Beni genau so später in seiner Bar drauf war brauchte er sich wohl keine sorgen um massenschlägerrein mehr machen? Es sei denn Beni provozierte dieser heraus!
      Doch auch bei Janon schien dies bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
      Bevor ihn irgend jemand aufhalten konnte war auch in Janon etwas erwacht und er war wohl gewillt sich direkt mit Oscar anzulegen!!

      "OCHSE!!! Wach von deinem bescheuerten Trip auf, sonst muss ich dir endgültig die Scheiße aus dem Leib verprügeln! Die Hure von den Viechern zu spielen ist also dein bestes Ende?! Jämmerlich!! War mir schon klar, dass in dir nichts drin steckt außer heiße Luft."


      Das raue, ohrenbetäubende Gebrüll erreichte die Ohren des berauschten Banano-Königs und ein irres Entzücken blitzte in Oscars Augen auf. Seine von Drogen geweiteten, glänzenden Pupillen fixierten Janon sofort. Er zog die heiße, salzige Luft tief und rasselnd durch die Nase ein, als würde er den Duft des wütenden Boxers tief in sich aufsaugen, wie ein lauerndes Raubtier seine Beute.

      "Mach dich mit den Schwächlingen vom Acker -- Ich bin definitiv kein Oscar, der euch Kleinvieh beschützen wird...ALSO HAUT ENDLICH AB UND KÜMMERT EUCH UM DAS BOOT!"


      Die Ansage, die an Stan gerichtet war, hallte über den Strand. Liam machte sofort Anstalten, sich in Bewegung zu setzen, er würde Janon auf gar keinen Fall allein bei diesem barbarischen Riesen lassen! Doch plötzlich schloss sich der stählerne Griff des Butlers so gnadenlos um Liams Oberarm, dass dieser ein schmerzhaftes Keuchen unterdrücken musste.
      "W-warte, lass das!!!", protestierte Liam heftig, doch Stan schleifte ihn bereits erbarmungslos mit sich.
      "Wir halten das Risiko so gering wie möglich. Deine Freunde wissen, was sie da machen, Liam. Spiel jetzt nicht auch noch den kopflosen Helden!"



      Stan riss ihn mit rauer Gewalt in Richtung ihres halbfertigen Baumstamm-Bootes und achtete streng darauf, dass auch Izarra mitkam, bevor die Bananos über ihn herfallen konnten.Durch ihren Rückzug zogen die drei Zurückbleibenden nun die komplette Aufmerksamkeit auf sich. Während Beni eine Spur aus neongrünem Blut und toten Bananos hinterließ, krachten der Häftling und der Boxer mit vernichtender Wucht aufeinander.


      Das dumpfe Krachen von Holz auf Fleisch hallte über den Strand, als Janons Keule Oscars massiven Schädel mehrfach traf. Doch statt vor Schmerzen aufzuschreien, entwich dem kranken Masochisten nur ein wohliges, tiefes Knurren. Als Janon die Keule erneut schwang, fing Oscar den Schlag mit einem irre erregten Grinsen ab. Sein vernebelter Blick bohrte sich direkt in Janons Seele."Hahh, mein Bad Boy... so tugendhaft wie immer!", raunte er ihm heiser zu.

      Kurzerhand verlagerte Oscar mit animalischer Geschwindigkeit sein Gewicht, rammte sein Bein gegen das des Boxers und riss ihn mit seiner schieren Körpermasse zu Boden. Hart schlug Janon auf dem sandigen Boden auf. Oscar drückte ihn mit seinem vollen Gewicht unerbittlich in den Sand. Warmes Blut rann an Oscars Schläfe hinab, tropfte auf Oscars Handrücken, doch das störte den Riesen nicht. Wie ein ungezügeltes, geiles Tier lag er auf ihm und packte ihn schmerzhaft fest an den Schultern.
      und kurzerhand verlagerte er das Gewicht, Er stemmte sein Bein gegen denn des Anderen und brachte ihn mit seinem Gewicht zum fall.

      Doch da war noch etwas...



      ... Unter Janon wurde es plötzlich eklig feucht und matschig. Es knirschte widerlich, denn sie waren direkt auf einem der Bananos gelandet, dessen Innereien sich nun schleimig im Sand verteilten. Einige der nahen Biester stießen erschreckend schrille Laute aus und kamen zischend näher, angelockt vom Geruch des Blutes, während sie zusahen, wie Oscar seinen Gegner nur noch tiefer in den Dreck presste.
      "Duuu bist so fies zu mir! Weißt du schon wie lange wir hier auf dieser scheiß Insel feststecken? Und jetzt endlich gibst du mir die Aufmerksamkeit die brauche....Du weißt wie du mich scharf machen kannst~!"



      Oscar verdrehte Janon schmerzhaft den Arm auf den Rücken, sodass die Keule nutzlos in den Sand fiel und der Boxer sich unmöglich aufrichten konnte. Er presste sein Becken hart und fordernd gegen Janon, sein schwerer, fiebriger Atem streifte Janons Ohr.
      "Komm schon, du bist doch auch ganz heiß darauf, wie viele Tage sollen wir hier noch aushalten...Bulshit...Bulshit!Hab jetzt Sex mit mir...Du bist besser als Jede Droge, naja zumindest stillst du für den Moment meine Kopfschmerzen~"




      Ein wildes, völlig entrücktes Lachen entglitt ihm. Das Rauschen des Meeres und der Rausch dieser brutalen Interaktion ließen seinen Körper förmlich überhitzen. Er brauchte endlich Erlösung, und der heldenhafte Bad Boy würde sie ihm ganz sicher geben!
      "HahAhhhA du bist so lustig....~ ", lachte Oscar, während er plötzlich seine freie Hand in Janons Haare krallte und dessen Kopf grob nach hinten riss, sodass der Hals des Boxers ungeschützt entblößt war.
      "Mir läuft so viel Blut aus den Schädel, ich glaub ich Krepiere gleich! Oder ist die Hitze? Hahaha was bringt mich zuerst um? Die Insel? Oder du~?!"



      Doch während Oscars Gesicht gefährlich nahe an Janons entblößten Hals wanderte und die Bananos geifernd und zischend den Kreis um sie enger zogen, brannten bei Liam endgültig alle Sicherungen durch. Die blanke Panik stieg in ihm auf, als er sah, in welcher kranken Lage Janon feststeckte.
      Mit einem plötzlichen, verzweifelten Ruck warf Liam sein ganzes Gewicht zur Seite und riss sich tatsächlich aus Stans eisernem Griff los.
      "JANON!!", brüllte er aus voller Lunge, die Stimme kratzig und überschlug sich vor Panik. Ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken oder auf seine eigene Sicherheit zu achten, machte er einen hastigen Schritt nach vorn, bereit, sich auch ohne Waffe auf diesen riesigen Barbaren zu stürzen.
      "Verflucht....", fluchte Stan das erste mal düster auf. Der Butler fackelte nicht lange. Er hechtete Liam sofort hinterher, packte ihn diesmal grob von hinten an den Schultern und riss ihn brutal zurück, bevor der junge Mann auch nur zwei Meter rennen konnte. "Bist du vollkommen lebensmüde?!", zischte Stan ihm wütend dicht ans Ohr und klammerte ihn mit gnadenloser Körperkraft fest.
      "Er hat seine eigene Entscheidung getroffen, verdammt! Beweg dich jetzt!"
      Liams lauter, verzweifelter Schrei hatte jedoch das Rauschen des Strandes zerschnitten und Oscar hatte ihn gehört. Der berauschte Ex-Häftling hielt in seiner Bewegung inne.
      Ein krasses, psychopathisches Grinsen breitete sich auf seinen blutverschmierten Lippen aus. Ohne Janon auch nur einen Millimeter loszusetzen, drehte Oscar den Kopf leicht in Liams Richtung.
      "Ohhhh, hörst du das, mein Bad Boy?", gurrte Oscar mit dunkler, belustigter Stimme und drückte sein Becken noch ein Stück provokanter in Janon hinein. Sein Griff in Janons Haaren wurde dabei schmerzhaft eng, als würde er ihn wie eine Trophäe präsentieren.
      "Dein kleiner süßer Fanclub weint um dich! Da werde Erinnerung wach~ Wieder will dich der kleine Beschützten. Sollen wir ihm eine heiße Show bieten? Oder willst du mich endlich bluten sehen, bevor uns diese kleinen grünen Scheißer hier zuerst Rapen?~"
      Oscar leckte sich animalisch über die blutige Lippe. Seine Pupillen waren riesig und unberechenbar, als sein Blick wieder direkt zu Janon hinabzuckte. Genau in diesem Moment schnappte der erste, sabbernde Banano mit einem schrillen Kreischen nach Janons rechten Arm um sich daran fest zu Beißen...
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer & Izarra & Beni Darkwood

      "Wir müssen die Chance nutzen um in das Lager der Bananos einzudringen! Bestimmt finden wir dort etwas, was uns von der Insel entkommen lässt!", rief Izarra im nächstbesten Moment den Männern zu und setzte sich in Bewegung. Es war keine Zeit zu verlieren, Kräftemäßig konnte sich der Supporter nicht wie Beni auf die Meute stürzen. Im Nahkampf war er ein Versager und würde nur für noch mehr Probleme sorgen. Deswegen rannte er so schnell davon, dass er eine tiefe Sandspur aus seinen Fußabdrücken hinterließ.



      Der Ort der Bananos war das einzige Fleckchen, was sie auf dieser kleinen Insel noch nicht erkundet hatten. Es war zu gefährlich gewesen, doch bei der Masse an Bananos, die mit Oscar hier reingestürmt waren...könnte ihr Lager gerade ziemlich unbeaufsichtigt sein. Vielleicht würde der Lehrer dann herausfinden, was er eigentlich seit dem Kokosnussdilemma vergessen hatte?

      "Hahh, mein Bad Boy... so tugendhaft wie immer!"

      Voller Adrenalin schlug Janon mehrmals auf den Ex-Häftling ein, ihm war es egal, ob er dabei Oscar tief verwundete oder nicht. Mehr nutzte er den Großen als Stressball, die gesamte Wut gegen diese Wochen auf der Insel konnte er an ihm abreagieren. Doch...war Oscar nicht einfach nur ein Boxsack, überraschenderweise besaß der Kerl immer noch gute Reflexe, denn er fing den nächsten Schlag einfach geschickt ab. Dabei rutschte Janon das Herz in seine Hose, er blickte seit so langer Zeit wieder dem Mistkerl in die Augen. In den benebelten Blau flammte die tiefste Erregung, gemischt mit einem gruseligen Wahnsinn der Freude. Janons Fehler war es sich von diesem Blick einnehmen zu lassen, statt auf seine Deckung zu achten.

      "Duuu bist so fies zu mir! Weißt du schon wie lange wir hier auf dieser scheiß Insel feststecken? Und jetzt endlich gibst du mir die Aufmerksamkeit die brauche....Du weißt wie du mich scharf machen kannst~!"

      Von der muskulösen und weichen Masse von Oscar erdrückt lag er schnell mit dem Bauch auf dem Boden, der Ex-Häftling war wie ein Tier in der Brunft. Es fehlte nur noch, dass der Riese ihn in den Nacken biss, damit sie aussahen wie Raubkatzen, die hemmungslosen Geschlechtsverkehr haben werden. Janon knurrte vor Zorn, er verlor seine Keule und spürte den Schmerz auf seinen Schultern lasten. Oscar war so in Hitze - stärker als Liams Fieber damals. Obwohl die Klamotten noch zwischen ihnen waren, fühlte sich Janon als würde er wegen ihm verbrühen können. Natürlich wehrte sich Janon dagegen, er agierte hektisch gegen Oscar Kraftaufwand - windete sich um aus dieser Situation herauszukommen. Doch Oscar war einfach zu schwer, er fühlte sich wie der Fisch, den Janon davor noch umgelegt hatte - auch der Fisch hatte sich versucht zu wehren. War er ihm ausgeliefert? Niemals! Janon musste nur wieder die Oberhand erzielen! Doch der ekelhafte Geruch von etwas Anderem streifte ihn über die Nase, wollte seine Aufmerksamkeit erlagen. Erst dann merkte er, dass er sich nicht nur durch Oscar klebrig und voller Hitze fühlte...Verdammt! Das klitschige unter ihm....! Unter ihm waren die Überreste eines Banano, den sie wohl beim Fall zerdrückt hatten! Er regte sich nicht mehr, doch dieser ekelerregende Gestand strömte in Janons Nase bis hin in die Nervenbahn. Er verzog seine Augenbrauen, denn plötzlich war es nicht nur die Hitze von Anderen, die ihn willkommen hieß. Sein Herz fing an schneller zu rasen, es war wie ein Drogenrausch, den Janon mit Sicherheit in dieser Situation nicht brauchte!

      "Komm schon, du bist doch auch ganz heiß darauf, wie viele Tage sollen wir hier noch aushalten...Bulshit...Bulshit!Hab jetzt Sex mit mir...Du bist besser als Jede Droge, naja zumindest stillst du für den Moment meine Kopfschmerzen~"

      Oscar gab ihn keine Möglichkeit aufzustehen, mehr zwang er ihn auf gegen sich mit seinen Becken fester an seine Hüften zu reiben. Die Worte des Ex-Häftling empfand Janon genauso nervtötend wie das quietschende Schreien der Bananos, welche zum Teil trauend und zum Teil erregt um sie herum standen. Janon biss die Zähne zusammen, durch die grüne Flüssigkeit war die zwanghafte Reibung gegen sein Becken und der hitzige Atem von Oscar mehr als nur einladend. Ihm wurde bei dem Gefühl nur übel, denn war es seit Tagen wohl das Beste, was er gespürt hatte. Für jemanden wie den Boxer, der öfter Mal mehrmals am Tag Geschlechtsverkehr hatte, waren die Tage der Enthaltsamkeit wie ein Fluch. Auch wenn er in der falschen Position war und definitiv mit dem falschen Partner, musste Janon sich echt zusammenreißen nicht den Takt von Oscar nachzugehen. Er musste jeden kleinen Trieb auslöschen, der hier und jetzt sich auf Oscar schmeißen wollte

      "Mir läuft so viel Blut aus den Schädel, ich glaub ich Krepiere gleich! Oder ist die Hitze? Hahaha was bringt mich zuerst um? Die Insel? Oder du~?!"

      "Haaalt dein ....Maul!!", zischte Janon schweratmend auf, seine freie Hand vergrub sich fest in den Sand hinein. Die Situation war erniedrigender als die Szene im Spielplatz, da selbst sein Libido gerade durchdrehen wollte. Konnte Oscar nicht einfach tot umfallen?



      "JANON!!"

      Durch die Bananos, die einen Halbkreis um sie errichteten konnte er wenigstens die Person nicht mehr sehen, die so panisch seinen Namen rief. In so einer unmännlichen Situation würde er bei Liam den letzten Tropfen an Respekt verlieren. Er himmelte schon genug diesen Ochsen an, dieser Kampf würde die Sache nur bestärken. Wäre die Gefahr nicht zu groß aufzustöhnen, hätte er Liam hinterhergerufen, dass er alles unter Kontrolle hatte. Aber...bevor seine eigene Erregung genauso heiser klang wie Oscar, biss er sich lieber auf die Zunge und windete sich mit seiner letzten Kraft gegen Oscar, um wenigstens seine Arme zu befreien.

      "Dein kleiner süßer Fanclub weint um dich! Da werde Erinnerung wach~ Wieder will dich der kleine Beschützten. Sollen wir ihm eine heiße Show bieten? Oder willst du mich endlich bluten sehen, bevor uns diese kleinen grünen Scheißer hier zuerst Rapen?~"

      Während Oscar seine provokante Rede schmiss, biss sich einer der Bananos an Janons Arm fest - hektisch zappelte er das Vieh von sich weg und drückte die Handfläche gegen sein Gesicht, um nicht ein Schrei herauszulassen. Er wusste nicht was er gefährlicher empfand, den Bullen oder die Tiere, die auch Oscar unsittlich berührten, ohne das dieser Kerl was zu merken schien. Die Ekstase in ihm gab ihn ein viel zu starkes Gefühl einer Lüge wieder. Als wäre das hier, was gleich passieren würde...vollkommen in Ordnung. Es erinnerte ihn an seine früheren Drogentrips, von denen er oft nur noch Filmrisse hatte. Durch diese waren ebenfalls jegliche ekelhaften Situationen immer weniger verstörend und akzeptabel. Aber in diesem Zustand musste er sich nie wieder befinden, er war doch nun ein echter Kämpfer geworden. Genau deswegen konnte er sich nicht einfach gehen lassen, die bittere Note die er auf seiner Zunge schmeckte, wollte ihn noch nicht die Realität vergessen lassen.



      "Ey, wartet Mal!", grölte plötzlich eine andere Stimme, die Janon schon beinahe wieder vergessen hatte. Es war Beni, der bereits ein dutzend der Bananos fertig gemacht hatte und nun seine Hand ausschüttelte, in der er endlich die wohlverdienten Schmerzen spürte. Doch der süße Halbkreis war ihm auch aufgefallen, genauso wie die zwei Männer im der Doggystyle-Position! Geschockt sah er ihnen nach, hatten die da gerade eine Orgie ohne ihn? Die Bananos interessierten sich viel mehr für die zwei Kerle als für ihn, wahrscheinlich weil der Blonde so etwas war wie ihr Vizepräsident, dachte zumindest Beni.


      Energisch rannte er auf die zwei Männer zu und sprang wie bei den Bundjugenspielen so weit wie er nur konnte, um genau auf die Herren zu landen. Mit den Knien stieß er direkt gegen Oscar, sodass er ihn von seinem Platz wegschleuderte. Dann nutzte er die Situation um sich genau auf Oscars Oberschenkel zu setzen, brav wie ein Kind was mit seinen großen Brüdern mitspielen wollte.

      "Pardon! Das ist im übrigen ein neues Wort, was ich erlernt habe. Aaaber, Sex erlaube ich hier nicht. Jedenfalls nicht ohne mich. Wir sind doch keine Gruppe, die den armen Neuen ausschließt. So viel Löcher habt ihr doch gar nicht zu stopfen, die Bananos werden euch ohne meine Hilfe verstopfen!", erklärte er sich noch ziemlich vernünftig, da er genauso ein Teil sein wollte. Auch wenn diese Bananos jetzt wieder viel mehr Abstand zu den Herren hinterließen, im Respekt vor Benis Fäusten.
      "Durch Sex jemanden kennenlernen ist eine gute Sache! Ich bin für jede Position zu haben- aber bitte ungnädig und wild!"



      Janon nutzte die Chance um aus Oscars Klauen zu entkommen, auch wenn er mit seiner eigenen Erregung nur ein paar Zentimeter weggeschafft hatte. Er konnte sein atmen nicht richtig kontrollieren, sein Herz war viel zu schnell - die Sicht wurde immer verschwommener. Es war so als erhielt er eine Überdosis, die ihn ins Grab bringen wollte. Sein Blick richtete sich auf den sandigen Boden und ab dem Moment ...hatte er geglaubt den Verstand vollkommen verloren zu haben.



      "I have you strung. Strung in my web. A candle burning slowly by the bed.♩ ♬"

      Wie aus dem Nichts durchdrang eine tiefe Stimme die gesamte Insel. Für jeden einzelnen Bewohner wirkte es so nah, als würde sie direkt an seiner Ohrmuschel flüstern, als sänge der Fremde nur für ihn allein. Der dunkle Klang war reizvoll und zärtlich, zugleich aber so gefährlich und verführerisch, als wäre er bereit, im nächsten Moment zuzuschlagen und sein Opfer ans Bett zu fesseln. Keiner erkannte diese Stimme. Keiner außer einem: Janon. Janon, aus dem schlagartig jede aufsteigende Erregung wich ... und der nur noch eine eisige Kälte spürte, die seinen gesamten Körper erstarren ließ. Die Instrumente wurden nur lauter, als gab es hier auf einer einsamen Insel ein feierliches Konzert, worauf die Bananos glücklich hin und herwippten und sich an den Armen hielten.



      "Shadows tangle like a vine. Crawling up the posts within our shrine."

      Völlig verstört wagte er kaum, sich zu bewegen. Die Panik schnürte ihm die Kehle zu; er fürchtete, durch die kleinste Regung die Aufmerksamkeit des Fremden auf sich zu lenken. War er hier? Oder war Janon einfach nur verrückt geworden? Als sein Blick jedoch auf den Boden fiel, bereute er es im selben Moment zutiefst. Wie von Geisterhand platziert, lag dort plötzlich eine Maske – genau jenes Stück, das sonst das Clownsgesicht des Fremden zierte. Direkt daneben lag eine Eintrittskarte. Er kannte sie. Er hatte sie schon einmal gesehen, in einem Albtraum, der nun grausame Realität geworden war. Janon vergaß zu atmen. Sein Verstand schaltete völlig ab; Beni und Oscar blendete er komplett aus, als hätten sie in seiner Welt schlagartig aufgehört zu existieren.



      "And right now, you're mine. All mine."

      Schlagartig brachen dunkle Erinnerungen über ihn herein. Sie zeigten ihm mit voller Härte, warum ihn die Situation mit Oscar und den Bananos – die sie bei ihrer Intimität beobachten und sich einmischen wollten – so tief getroffen hatte. Wie oft hatte er schon exakt so auf dem Boden gelegen? Die Hände schmerzhaft auf den Rücken gedreht, während der Mann hinter ihm ihm aufzwingen wollte, wie sehr er ihn in diesem Moment brauchte? Bislang war Janon fest davon überzeugt gewesen, seine Vergangenheit im Griff zu haben. Er war jetzt so viel mächtiger, stand auf der anderen Seite. Er war nun derjenige, der Macht ausübte und andere nötigte ...



      "Give in, you're mine. All mine"

      Doch ... war das wirklich so? Wie ein gnadenloser Film spulte sich die Vergangenheit in seinem Kopf ab, als wollte ihn jemand in den absoluten Wahnsinn treiben. Verzweifelt presste er die Hände gegen die Augen und begann, sich die Haare zu raufen. Selbst dieser Song...Nur einer hatte ihn so gerne in seinem Wohnzimmer gesungen, während er am vorbereiten war für seine Show.



      Verzweifelt rieb er sich über das Gesicht, in dem Versuch, die Bilder aus seinem Kopf zu verbannen. Er riskierte sogar, dass das Makeup seine Muttermale nicht mehr verdecken konnte, die er sich immer wieder aus einem unbekannten Grund entfernte. Doch er fühlte sich, als starrte er auf einen Fernseher, während er wehrlos an einen Stuhl gefesselt war. Eine derartige Übelkeit stieg in ihm auf, dass er würgte, doch sein Magen war wie zugeschnürt. Die bittere Realität zwang ihn dazu, sich die Eintrittskarte genauer anzusehen. Erst, wenn er sie in den Händen hielt ... erst dann konnte er sich sicher sein, dass das hier kein Traum war. Er musste sie spüren, musste fühlen, wie sich das raue Papier gegen seine Fingerkuppen drückte. Mit zitternden Händen hob er sie auf. Aus einiger Entfernung beobachtete Beni die Szene irritiert. Er sah Janons heftiges Zittern, verstand aber absolut nicht, warum dieser vor einem simplen Stück Papier derart in Panik geriet – oder woher diese wunderschöne Musik auf einmal stammte. Ein metallischer Geschmack riss Janon zurück in die Gegenwart. Er hatte sich so fest auf die Zunge gebissen, dass sie blutete. Fuck. Die Eintrittskarte ... sie war real!

      "I love that you shake. When I ravage your skin. ♪"



      "It's so easy to bite with your hands pinned.♬"



      "Shadows dancing on the sheets.♩♩"

      Beni schnippte sogar direkt neben Janons Ohr mit den Fingern, doch der war völlig in seiner eigenen Welt gefangen. Wie festgefroren starrte Janon auf das Ticket – Beni schob es einfach auf die Drogen, die ihn wohl komplett aus der Bahn geworfen hatten. Schmollend warf Beni Oscar einen traurigen Hundeblick zu. Für ihn war der Spaß nämlich noch lange nicht vorbei, ganz gleich, ob die Bananos im Hintergrund tanzten und Janon wie in einem Kriegstrauma erstarrt war.„Och, menno! Jetzt sind es nur noch wir beide ... hm? Dabei hatte ich mich so auf Gruppenliebe gefreut!“, jammerte Beni so überzeugend, dass ihm beinahe eine Träne über die Wange rollte.


      Doch im nächsten Moment wich die gespielte Trauer einem breiten, hungrigen Grinsen, das er voll und ganz Oscar widmete. Er presste sich noch dichter an ihn, obwohl er ohnehin schon rittlings auf ihm saß, und fuhr sich erwartungsvoll mit der Zunge über die Lippen. "Du machst aber nicht schlapp, oder? So ein bisschen Drogen machen so jemand Großes wie dir nichts aus, da bin ich mir sicher!"




      "If you obey, I might give you a treat ♩"

      ...
      ...
      .........


      "You look so good, there on your knees ♬"

      Stan und Liam hatten derweil mit völlig anderen Problemen zu kämpfen. Izarra war spurlos verschwunden, wie von der Insel selbst verschluckt, während sich stattdessen etwas Unmögliches aus dem Wasser erhoben hatte. Keiner der beiden traute seinen Augen: Ein gigantisches, verfallenes Zirkuszelt ragte einfach aus dem Meer empor, so selbstverständlich, als hätte es nie einen anderen Platz gekannt. Davor stand ein hochgewachsenes Mädchen – gut 1,91 Meter groß, mit rosafarbenen Haaren und katzenartigen Ohren. Mit zuckersüßer, fast schon unschuldiger Miene hielt sie ein Schild in die Höhe. Darauf stand: EXIT.



      DER ZIRKUS SCHLIESST GLEICH! DANN KANN KEINER VON EUCH SCHWUCHTELN MEHR DIE INSEL VERLASSEN!“, brüllte sie. Ihre Stimme war derart tief und rau, als würde ein schwerer Kettenraucher zu ihnen sprechen. Während sie Stan und Liam mit bohrendem Blick fixierte, entblößte sie Zähne, die so spitz wirkten wie die eines Tigers. Langsam kam sie auf die beiden zu. Sie trug keine Absätze – bei ihrer imposanten Statur hatte sie das ohnehin nicht nötig. Nach außen hin setzte sie eine fröhliche Fassade auf, doch die bedrohliche, angriffslustige Aura, die sie umgab, sprach eine ganz andere Sprache. Hinter ihr hatte sie jemanden versteckt, der im Haufen von Sand vergraben war. Sie streckte ihre Hand aus, während der Song eines Mannes weiter ertönte.

      "Such a good girl knows how to please. ♩"



      „Ohne mich würdet ihr niemals lebend von dieser Insel runterkommen. Ich hoffe, das ist dir dreckigem Butler endlich eine Lehre, wer hier von Anfang an die Hosen anhatte!!!!“, giftete sie mit einem zuckersüßen Lächeln in Stans Richtung. Dann wandte sie sich mit fröhlich leuchtenden Augen Liam zu. Es war reine Show, eine makellose Maske für die blinde Wut, die in ihr tobte. Und du bist eine dreckige Hure, nur damit das klar ist ... Mit dir bin ich endgültig fertig. Wenn du nicht auf der Stelle von dieser Insel verschwindest ... ist dein Welpenschutz auch bei mir abgelaufen. Du hast dich für den falschen Kerl entschieden, du widerlicher Mistkerl.“Sie spuckte die Worte aus, als gäbe es eine tiefe, gemeinsame Vergangenheit.

      "Look at me, look me in the eyes..."

      Dann drehte sie sich abrupt um und zerrte jemanden ins Sichtfeld, bei dessen Anblick Stan und Liam das Blut in den Adern gefrieren müsste. Völlig mühelos warf sie sich den ohnmächtigen Körper über die Schulter. Es war Izarra. Offenbar hatte sie ihn gnadenlos zusammengeschlagen, als er das Lager der Bananos ausspähen wollte. Mit einem breiten, sadistischen Grinsen hielt sie ihn fest. Ihre scharfen Zähne fletschte sie wie ein Raubkatze. In diesem Moment glich sie dem leibhaftigen Teufel. „Es wird Zeit, hier zu verschwinden. Ich habe die Schnauze voll ... Ihr macht mich noch wahnsinnig ...“, zischte sie wie eine Irre. „Auch wenn ... wir uns jetzt alle der verdammten Realität stellen müssen. Und er mir dabei helfen muss ... Alles ist besser, als mit euch hier zu verrecken ...“

      "...Forget yourself, surrender your mind."



      "Right now, you're mine. All mine."

      Mit dem kraftlosen Izarra über der Schulter schritt sie geradewegs in das dunkle Zirkuszelt. Über die Schulter rief sie den beiden noch eine letzte Warnung zu: „Ihr braucht ausnahmslos alle, um hier hineinzukommen. Er hat immer streng darauf bestanden, dass sämtliche Zuschauerplätze BESETZT sind!“ Im nächsten Moment wurden sie und Izarra von den pechschwarzen Schatten des Zirkus verschluckt und verschwanden in der absoluten Dunkelheit.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Haaalt dein ....Maul!!"
      Janons heisres, hasserfülltes Zischen war für Oscars drogenvernebelte Ohren wie die schönste Symphonie. Ein wollüstiges Schaudern durchlief seinen massiven Körper, als er spürte, wie der Boxer sich unter ihm aufbäumte. Oh ja, genau so mochte er es! Diese wilde, ungezähmte Widerborstigkeit war es, die ihn an Janon so faszinierte. Ein dreckiges, gutturales Lachen entwich Oscars Kehle. Er presste seinen schweren Körper nur noch fester gegen den des Jüngeren, genoss den verzweifelten Widerstand. In Oscars verstrahltem Hirn keimte eine perverse, brennende Hoffnung auf. Die grüne Flüssigkeit, die sich klebrig und heiß zwischen ihren Körpern verteilte, musste Janons Willen einfach brechen. Er war sich sicher: Bald würde sich der anfängliche Hass des Boxers in pure, triebhafte Lust verwandeln. Seine Pupillen waren riesig, als er sich gierig zu Janons entblößtem Nacken hinunterbeugte, bereit, sich zu nehmen, was er so schmerzhaft begehrte.
      Doch plötzlich geschah das Unfassbare.
      "Ey, wartet Mal!"



      Bevor Oscar begreifen konnte, wie ihm geschah, schlug etwas Hartes, Rumpfendes mit brutaler Wucht gegen seine Seite. Es war kein Schlag von Janon. Es war, als wäre ein dicker Ast vom Himmel gefallen. Mit einem überraschten, tierischen Aufgrunzen wurde Oscar von Janon heruntergeschleudert und rollte ungeschickt über den harten, nassen Sand, direkt in die klebrigen Überreste des zerquetschten Bananos.Benommen, die Sicht schwimmend vor Schmerz und Drogen, rappelte sich Oscar mühsam auf die Ellenbogen hoch. Was zum Teufel war das? Völlig überrumpelt blinzelte er gegen das grelle Licht. Seine Gedanken mahlten quälend langsam. Für einen quälend langen Moment herrschte absolute, irritierte Leere in seinem Kopf.

      "Pardon! Das ist im übrigen ein neues Wort, was ich erlernt habe. Aaaber, Sex erlaube ich hier nicht. Jedenfalls nicht ohne mich. Wir sind doch keine Gruppe, die den armen Neuen ausschließt. So viel Löcher habt ihr doch gar nicht zu stopfen, die Bananos werden euch ohne meine Hilfe verstopfen!"

      Dann sah er Beni. Der Neuankömmling saß rittlings auf Oscars eigenen Oberschenkeln, als wäre es der natürlichste Platz der Welt. Beni strahlte ihn an, völlig unbeeindruckt von der brenzligen Situation oder dem riesigen, blutenden Mann unter ihm.Oscar blinzelte erneut, mühsam versuchend, die Situation zu erfassen. Die Verwirrung in ihm war grenzenlos. Wer war dieser Kerl? Und warum saß er auf ihm?

      „Och, menno! Jetzt sind es nur noch wir beide ... hm? Dabei hatte ich mich so auf Gruppenliebe gefreut!"

      Bevor Oscar auch nur ein Wort herausbringen konnte, begann Beni zu reden. Seelenruhig. Über Gruppenliebe. Und dass er Sex hier nicht erlaubte. Jedenfalls nicht ohne ihn. Oscar starrte ihn fassungslos an. Benis Worte irritierten ihn zutiefst. Der Tonfall des Jüngeren war so naiv, so beiläufig, dass er Oscar unwillkürlich an einen lästigen, winselnden Welpen erinnerte, der unbedingt mitspielen wollte, aber absolut keine Ahnung von den Regeln hatte. Ein verärgertes Knurren stieg in Oscars Brust auf. Diese gottverdammte Einmischung! Alles war so perfekt gewesen!
      Er hätte nach Ewigkeiten des Entzugs auf dieser Insel richtig harten und hemmungslosen Sex mit Janon haben können!
      Und jetzt?!



      Von Gruppensex hatte er schon mehr als genug gehabt...Das Gefängnis bot selten Momente nur zur Zweit oder allein.
      Eigentlich war Oscar gut darin Personen die ihn nicht Interessieren auszublenden, wie lästige Fliegen aber irgendwas an Benis Verhalten pisste den Ex Häftling ziemlich an.
      Vielleicht lag es an sein leeren Magen, den Drogen Entzug und denn wenigen Spaß denn er gerade auf dieser Insel empfand...
      Doch dann sagte Beni etwas, das Oscars Zorn endgültig entfachte.
      "Du machst aber nicht schlapp, oder? So ein bisschen Drogen machen so jemand Großes wie dir nichts aus, da bin ich mir sicher!"
      ....
      "Hääääh~?!"

      Schlagartig zog sich Oscars Herz schmerzhaft zusammen. Ein jäher, brennender Schmerz, der nichts mit körperlichen Verletzungen zu tun hatte. Diese Worte. Dieser Tonfall. Eine dunkle, quälende Erinnerung brach über ihn herein, wie eine eiskalte Flutwelle.Larry.
      Sein Ex-Freund. Wie oft hatte Larry genau solche Dinge zu ihm gesagt? Mit diesem falschen, manipulativ-süßen Lächeln? Larry, der ihn mit solchen Sätzen immer wieder um den Finger gewickelt hatte, nur um ihn am Ende eiskalt fallenzulassen. Larry, der ihn in diese Spirale aus Drogen und Gewalt getrieben hatte.
      Seit ihm fiel es Oscar wirklich schwer solche Provokanten Neckereien zu genießen...Er roch den Köder und wie sich Beni wohl sein eigenes vergnügen in der Sache erhoffte nachdem er ihm bewusst oder unbewusst bei seinem Wildfang gestört hatte...
      Die Drogen dieser Bananos, die ihn eben noch in einen euphorischen Rausch versetzt hatten, schienen sich plötzlich in pures Gift zu verwandeln. Seine Sicht wurde rot...
      Er musste sich ablenken!
      Sofort!
      Bevor die Erinnerungen ihn mies die aufgestaute Laune verdarb. Er sah wieder zu Janon. Sein geliebter Bad Boy!
      Doch was er dort sah, war ein absoluter Abturner!
      Janon lag nicht mehr kämpferisch auf dem Bauch... Er hatte sich mühsam ein Stück weggeschoben, starrte wie versteinert auf den Boden und zitterte am ganzen Körper. Seine Augen waren weit aufgerissen, panisch, erfüllt von einer tiefen, eisigen Angst, die Oscar absolut nicht verstand.Oscar verzog angewidert das Gesicht. Was war das denn jetzt?! Janon sah aus wie ein geprügelter Hund, nicht wie der stolze, unnachgiebige Boxer, in den er sich verguckt hatte. Ein verstörter Bad Boy? Das war nutzlos für ihn....
      Er liebte die rohe Gewalt, das Aufbäumen, den Kampf! Nicht dieses jämmerliche Häufchen Elend. Die pochende, triebhafte Erregung in ihm war jedoch stärker als seine Enttäuschung über Janon. Sein Körper schrie nach Erlösung, egal wie.

      Er sah wieder zu Beni herauf, der ihn immer noch erwartungsvoll anstrahlte. Seine Wut auf den nervigen Welpen war immer noch da, ebenso wie der Schmerz über Larrys Erinnerung. Aber Beni war hier. Beni war...Wirklich bereit dazu sich Sexuell mit ihm zu begnügen.
      "Du kleiner, verdammter Bastard...", krächzte Oscar mit heiserer, gefährlich leiser Stimme.


      Ein psychopathisches, grausames Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus. Die Pupillen seiner riesigen, glanzlosen Augen fixierten Beni unbarmherzig.
      Die starke rote kehrte in seinem Gesicht zurück und seine Hand legte sich feste auf seinen Hüftknochen.
      Er zog ihn mit einer rücksichtslosen, ruckartigen Bewegung gnadenlos an sich heran, sodass ihre Becken mit voller Wucht aufeinanderprallten.
      Der Andere sollte die Größe seines Erregung deutlich zu spüren bekommen.
      Sein heißer, schwerer Atem strich über Benis Gesicht...
      Zum ersten mal schenkte er ihm etwas mehr Aufmerksamkeit und sah wie das grüne Blut der Bananos an seiner Haut klebte....Ein Taffer Bursche, was?
      Vielleicht war diese Art des Kennenlernen für denn Moment wirklich das was brauchte...Er wollte nicht mal denken, ohne seine Drogen war es unmöglich.
      Mit einer unerwartet langsamen, geradezu animalischen Bewegung streckte Oscar die Zunge heraus und leckte genüsslich einen feuchten Streifen des grünen Blutes direkt von Benis Wange. Der fremdartige, bittere Geschmack auf seiner Zunge verschmolz perfekt mit dem hitzigen Rausch in seinem Kopf.
      Er packte Beni nur noch fester, riss ihn mit brutaler Leichtigkeit mit sich und presste den Neuankömmling unerbittlich in den aufgewühlten, erhitzten Sand.
      "Ich hoffe du kannst nicht nur kläffen wenn du dich schon so anbietest!"

      ...............

      DER ZIRKUS SCHLIESST GLEICH! DANN KANN KEINER VON EUCH SCHWUCHTELN MEHR DIE INSEL VERLASSEN!“

      Wie ein Meerungeheuer stieg aus dem Wasser das Zelt, zusammen mit plötzliches Auftauchen eines großen Mädchens mit einem schon höhnischen Exit-Schild...
      Schon lange suchten sie nach einem Weg von der Insel doch in dieser Form?
      Mittlerweile verstand Stan das sein logische Verstand hier kein Fortschritt bringen würde...Schon eine weile gab Logik hier kein Sinn mehr.
      Auch Izarras wissen über die Bananos hatte ihn schon etwas skeptischer werden lassen aber dies hier....War mehr als genug um als Surreal erklärt zu werden.
      Die rauche, laute Stimme passte nicht wirklich zu der Erscheinung vor ihnen.
      Misstrauisch fokussierte jeden Bewegung der Unbekannten.
      Wenn er es nicht besser wusste....


      „Ohne mich würdet ihr niemals lebend von dieser Insel runterkommen. Ich hoffe, das ist dir dreckigem Butler endlich eine Lehre, wer hier von Anfang an die Hosen anhatte!!!!“
      ...Die Art und Weise wie sie sich verhielt passte auf Janon zu. Allein der Anblick ihrer Zähne beim sprechen löste in seinem Arm Phantomschmerzen aus.
      Aber wie konnte Janon an zwei Orten gleichzeitig sein? Und diese absurde Verkleidung? Erneut war Logik wirklich nur ein Gedanken Karussell...Aber er blieb Wachsam schließlich geschahen nach Tage Veränderungen auf dieser Insel...Es könnte wirklich eine Chance sein von hier weg zu kommen. Weswegen er neutral jeglich beobachtete wie sie sich nun auch Liam zu wendete.

      Und du bist eine dreckige Hure, nur damit das klar ist ... Mit dir bin ich endgültig fertig. Wenn du nicht auf der Stelle von dieser Insel verschwindest ... ist dein Welpenschutz auch bei mir abgelaufen. Du hast dich für den falschen Kerl entschieden, du widerlicher Mistkerl.“
      "H-hure?!"
      Entsetzt starrte Liam die größere an...Es fühlte sich gerade schmerzhaft an als hätte Janon mit ihm Schluss gemacht...!!
      Aber das was doch nicht Janon also....Der Janon denn er kannte würde doch nicht---
      Doch sein Herz flatterte so stark ...Und dieses Gefühl hatte bis her nur bei einer Person so Intesiv!



      "E-ey ähm...", versuchte Liam seine Worte wieder zu finden. Er hatte den drang sich zu verteidigen schließlich stimmte das was sie sagte kein Stück!!
      Aber dann brachte sie jemand Anderen ins Sichtfeld, was sofort ihn sowohl als auch Stan in schock versetzte.
      "Izarra!!"
      Selbst dem neutralen Gesichtsausdruck von Stan raubte der Anblick alles...Warum zum Teufel war Izarra Bewusstlos?!
      Ohne Zweifel hatte sie damit zu tun!

      „Auch wenn ... wir uns jetzt alle der verdammten Realität stellen müssen. Und er mir dabei helfen muss ... Alles ist besser, als mit euch hier zu verrecken ...“
      Was hatte jetzt Izarra mit dem ganzen zu tun um ihr oder ihnen zu helfen?!
      Eindeutig machte sie genau wie Janon total skrupellose Dinge. Stan konnte dabei auf keinen Fall zu sehen....
      Izarra hatte schon zuvor schaden durch Oscars Handeln erlitten und jetzt wurde er erneut in Mitleidenschaft gezogen!
      "...Was hast du mit ihm---", setzte Stand an aber die laute Stimme unterbrach ihn Gnadenlos.
      „Ihr braucht ausnahmslos alle, um hier hineinzukommen. Er hat immer streng darauf bestanden, dass sämtliche Zuschauerplätze BESETZT sind!“
      Die beiden verschwanden in der schwarze des Zeltes und zum ersten mal überkam Stan eine unangenehmer Schauder....
      "Verdammt...Warte!!"


      Er fühlte unglaublich Machtlos in dieser Situation, sein sonst so kühler verstand überschlug sich direkt mehrfach,
      Nach dem ersten schock bewegte sich Stan sofort in richtung Zelt, seine Fingerspitzen schien beinahe die Dunkelheit zu berühren als ihn Liam fest hielt.
      "W-warte Stan! Sie sagte wir brauchen alle...Um dort hineinzukommen! Ich denke nicht das es gelogen ist, wir sollten nicht Überstürzten! Die Anderen schlagen sich gerade für uns mit den Bananos herum und müssen von dem hier wissen!"
      Stan schien das im ersten Augenblick nicht zu überzeugen aber er spürte Liams festen griff....
      Langsam senkte Stan seine Hand wieder und versuchte zu seiner gelassene Ruhe zurück zu finden...Auch wenn Izarra gerade vor ihren Augen verschleppt wurde.
      Stan war kein Freund von skrupellosen handeln, besonderes wenn unschuldige darunter leiden...
      Daher mussten sie schnell Handeln, diese Bananos waren jetzt ihr geringstes Problem.
      Falls Janon den Ex-Häftling Oscar nicht ausgeknockt hatte musste sie ihn sicherlich dazu zwingen mitzukommen...Auch wenn unklar ist was sie hinter diese Dunkelheit erwarten wird.
      Die Worte der Frau klangen auch seltsam...Von wem sprach sie ?
      Vielleicht waren sie Opfer einer großen Krimimelle Organisation.....
      "Gut, du hast recht Liam...Du musst aber Janon überzeugen mitzukommen, wir müssen jetzt alle ein letztes mal zusammen halten.", erklärte Stan einsehend.



      Um Oscar konnte er sich schon kümmern, er hoffte der Neuankömmling Beni war auch damit Einverstanden das sie sich in das Zirkus wagen würden aber Izarra schien auch zu kennen...Vielleicht würde er zumindest das Risiko mit eingehen.

      Die beiden kehrten zurück, dabei hielt Stan aber die Umgebung genau in Auge, sie musste bei klaren Verstand bleiben und durften sich nicht von dem Gift am Ende benebeln lassen.
      Doch als sie zurück kamen war der Anblick ganz Anderes als wie sie es erwartet hatten...
      Die Bananos schien fasziniert und erregt dabei zu sehen wie Oscar mit dem Neuling Beni eng umschlungen im Sand lag. Durch deren gierigen Bewegung sah es aus als wären sie schon mitten im Act.
      Dabei Janon der ziemlich verstört wirkte....Es fühlte sich auch an als würde das Wetter auf der Insel umschlagen.
      "...Scheint als seid ihr alle schwer beschäftigt."



      Er näherte sich Oscar und Beni, er musste das Körperliche Kennenlernen unterbrechen und drückte mit seinen Schuhabsatz gegen Oscars Rücken:
      "Ihr beiden, wir haben den Ausgang dieser Insel entdeckt....Izarra braucht uns also kommt jetzt mit! Ihr könnt später wie ungezügelte Kaninchen übereinander herfallen."
      Oscar gab sofort ein widerwilliges murren von sich.
      "Verpiss dich!! Stanly Wenn du nicht mit machst....Fick euren Exit!"
      Der Blonde war doch jetzt der beschissende König und was intressierte ihn dieser Izarra? Der Laberte doch sowieso viel zu viel!

      Liam rieb sich unwohl den Nacken als er das Chaose sah aber sein Blick ging direkt zu Janon, die Bananos näherte sich wie kriechende kleine Raubtiere.
      Aber sie schien anderes als zuvor nicht in Angriff haltung zu sein...Ob die auch merkten das irgendwas an der Insel anderes war?
      Doch in erster Linie sorgte er sich um Janon, er sah die grünen Flecken auf seiner Kleidung verteilt....
      Doch statt mit Hitze zu Kämpfen zu haben oder wie er vor Erregung auszuflippen wirkte er eher verstört.
      "Janon! Was...was ist mit dir?", fragte Liam und näherte sich ihm vorsichtig.



      Dieses Mädchen von eben ging ihm nicht aus dem Kopf....Das...War doch eindeutig...Auch Janon oder? Oder Drehten sie hier langsam durch? An seine eigener Verstand verzweifelte er wirklich....Aber dieses Zelt...Das war echt oder?
      Er ging zu ihm in die hocke um ihn an der Schulter zu fassen:
      "Ähm hast du gehört Janon wir haben ein vermutlichen Ausgang von der Insel gefunden....Ein Zirkus Zelt ist aufgetaucht. Wir...Wir sollten los solange die Bananos sich so zurückhalten!"
      Er hatte so viele fragen aber am meisten sorgte er sich gerade um Janons zustand....Er zitterte oder?
      Er versuchte seinen Blick zu folgen aber schien nicht wirklich etwas anzusehen.
      "...Janon hörst du mich?"
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer & Beni Darkwood

      "Du kleiner, verdammter Bastard..."

      Oscar sah ihn an wie ein Stier wohl ein rotes Tuch anvisierte. Der animalische Instinkt, der Beni dazu brachte sein Gleichgewicht zu verlieren, sodass er den heißen Sand an seinen Ellbogen spürte. Er konnte den Stamm des Mannes deutlich unter ihm spüren, ohne die Klamotten wären sie wohl längst ineinander verschmolzen. Ein erregtes Keuchen entglitt durch seine Kehle, genau auf solch' eine tobende Lust hatte er gehofft! Der Kerl konnte es ihm bestimmt so sehr besorgen, dass er für eine Weile sich befriedigt fühlen würde. Obwohl Oscar keinen gesunden Eindruck mehr machte, bei diesem hohen Fieber und dem Blut, was ihn herunter tröpfelte. Beni selbst war bereits dabei sie von ihren letzten Klamotten unterhalb zu trennen, auch wenn er sie dabei etwas ausleierte, doch das Verlangen war viel zu groß.

      "Ich hoffe du kannst nicht nur kläffen wenn du dich schon so anbietest!"

      Das nahm Beni als einen Ansporn, dem Bananokönig zu zeigen aus welchem Holz er wirklich geschnitzt war. Selbstsicher leckte er Oscar an seiner Kehle, schnappte das Blut von den Aliens sowie auch von dem Blonden auf.

      "Ich werde dir schon zeigen wie hart ich mit meinem Schwänzchen wedeln kann, Großer!"



      Ihm kam es vor als hätte er einen Gleichgesinnten gefunden, einen anderen Streuner den er nur zu gerne beschnupperte. Notgeil umschlang er seinen Hundekumpel mit seinen Beinen, sodass kein bisschen Abstand mehr zwischen ihnen war. Komplett im Rausch erlebte er mit Oscar einen wilden Trip, den er echt brauchte.

      ...
      ....
      .....



      "Ihr beiden, wir haben den Ausgang dieser Insel entdeckt....Izarra braucht uns also kommt jetzt mit! Ihr könnt später wie ungezügelte Kaninchen übereinander herfallen."

      Wann Stan und Liam zurück kamen wusste Beni nicht genau. Hatte er und Oscar nicht gerade erst losgelegt? Oder waren sie schon in ihrer dritten oder sogar vierten Runde? Es war auf jeden Fall noch nicht genug um Schluss zumachen, weshalb er gar nicht daran dachte Oscar jetzt loszulassen. Wer war überhaupt dieser Izarra von dem der schicke Typ da sprach? Niemand der ihn wichtiger war als sein Libido!

      "Gib uns noch zwei oder drei....Lieber vier!", schlug Beni schwer atmend vor und sah nur kurz zu Stan auf, bevor er sich wieder an Oscars Brustkorb lehnte. Ob er mit 'zwei oder drei' Minuten oder sogar Stunden meinte, erklärte er gar nicht. Genauso wie Oscar dachte er nicht daran einfach zu pausieren.



      Während Oscar und Beni wie Kleister verschmolzen waren, saß Janon immer noch neben dran und wirkte so eiskalt wie ein Brocken. Er rümpfte nicht einmal die Nase oder fühlte sich von den Befummeln von den zwei Männern gestört. Selbst die Bananos ignorierte er, die hin und wieder ihm näher kamen, jedoch wohl abwarteten, dass die grüne Flüssigkeit endlich seine Wirkung zeigte. Janon visierte weiterhin den Boden, das Ticket hatte er bereits in seiner Hand zerknüllt, um es nicht mehr ansehen zu müssen. Die Maske ließ er einfach liegen, ihre Präsenz reichte schon aus ihn in Aufruhr zu bringen.

      "Ähm hast du gehört Janon wir haben ein vermutlichen Ausgang von der Insel gefunden....Ein Zirkus Zelt ist aufgetaucht. Wir...Wir sollten los solange die Bananos sich so zurückhalten!"

      Liam musste ihn an der Schulter anfassen, damit Janon seinen eigentlichen Freund überhaupt bemerkte. Doch Berührung von Liam stach ihn wie Dornen an der Schulter, er wich dem Rothaarigen energisch aus. Noch nie hatte sich Liams kleinere Hand so schwer auf ihm gefühlt, total falsch. Obwohl Janon Körperkontakt liebte alarmierten ihn in diesem Moment seine Synapsen, die Übelkeit ging nicht fort. Dennoch versuchte er sich auf Liams Worte zu konzentrieren. Was ihm noch fehlte war, dass Liam ihn umsorgte, weil er so erbärmlich aussah. Der Boxer sah seinem Freund nicht in die Augen, ein Schatten zog sich über sein Gesicht.

      "Fass mich nicht an...", raunte er drohend als wäre jeder hier in seinem Umfeld ein Feind. Als wäre nichts passierte versuchte er langsam aufzustehen, es fiel ihm schwer - er schwankte, doch es gelang ihm. Mit seinem Schuhsohle zertrampelte er die Maske, sodass sie in den Sand versickerte.
      Dann fokussierte er seit Längerem wieder Liam, starrte ihn mit seinem dunklen Augen direkt in die Seele hinein. Verachtend und doch mit einer großen Leere in sich.

      "Laber keine Scheiße...Ein Zirkuszelt? Ich glaube du und dein verfickter Freund haben zu viel von dieser Flüssigkeit eingenommen.", warf er Liam und auch Stan eine Lüge vor, auch wenn sein Herz so schnell schlug als erkannte er die Wirklichkeit. Die Musik, die Stimme, die Eintrittskarte, die Maske und zum Schluss...Ein Zirkuszelt.



      Das sollte vor allem für Janon Sinn ergeben. Die Bilder von seiner Vergangenheit waren noch tief in ihm verankert, als sah er sich gerade eine Dokumentation über ihn selbst an. Es fühlte sich verzaubert, nein eher verflucht. Genau deswegen wollte er nicht noch weiter versinken. Er wandte sich von Liam und dem Rest ab, suchte in seiner Jackentasche nach einer Zigarette, bis ihm wieder einfiel, dass er gar keine hatte. Wie auch immer hatte er für den Moment geglaubt, dass er wieder zurück in New York war und einfach gehen konnte. Aber hier war er gefangen und nun nagte es stark an ihm. Hier wurde es für ihn immer abartiger, doch was er genau wusste war eines: Er würde niemals in das Zirkuszelt gehen, weswegen er stark seufzte. Sein Gesichtsausdruck wirkte wenigstens entspannter, wenn auch eher lebloser. Er starrte zu den vielen Palmen, auf denen noch weitere Bananos saßen.

      "Die Insel hat uns wohl alle kirre gemacht, dass die Klugscheißer bei uns sogar jetzt anfangen zu halluzinieren.", deutete er ganz klar auf Stan hin, der laut seiner Meinung zwei bis drei Tipps zu viel während ihr Abenteuer Janon gegeben hatte.

      "Und selbst, wenn dieses Zirkuszelt existiert...Woher wisst ihr denn, dass dies keine Falle ist? Am Ende ist da noch etwas so viel heftigeres, als diese Drecksviecher. Ist doch Bullshit, ich bleib hier."



      Von der Gefahr war er mehr als überzeugt, doch er wollte es mit seinen Worten so überstülpen als hätte er davor keine Panik...sondern nur keine Lust. Janon klang hoffnungslos, als sog jemand Unsichtbares von seiner Energie. Für ihn gab es niemanden mehr auf den er sich verlassen konnte, dieses Gefühl zog so schwer in ihm wie ein riesiges Gewicht, was sich um seinen Brustkorb kettete. Er war fertig mit allem, die einzige Hoffnung war es, dass er doch noch das Boot fertig bekäme.

      Doch wie Liam angekündigt hatte machten die Bananos bereits ihren nächsten Zug. Nachdem der rührvolle Song vorbei war, winkelten sie alle ihren Kopf automatisch zu den Männern. Ihr Grinsen wurde nur gruseliger, abscheulicher und... begann plötzlich von ihrem Gesicht zu schmelzen. Doch es war nicht nur ihre Mimik, der gesamte grüne Körper schmolz wie Kerzenwachs hinunter. Die Bananos kamen sich gegenseitig näher, ihre Masse verschmolz miteinander. Sie wurden auf eine verstörende Art und Weise eins.



      Zuerst waren sie nur ein großer Haufen Klumpen, bei genauerer Betrachtung erkannte man noch die verfrorenen Gesichter der Bananos. Doch dann sickerten auch sie in den Schleim hinein. Die Flüssigkeit wurde fester, baute sich immer weiter hoch und verformte sich neu. Aus mehreren Bananos wurde ein Banano-Gigant. Er war mehr als zwei Meter groß und besaß strahlende Muskeln, die wie bei einem Bodybuilder wirkten. Energisch hob der Banano seinen Arm hoch, zeigte seinen starken Bizep und lächelte dabei wie eine Winkekatze. Die Katzenohren auf seinem Kopf wankten dabei hin und her.



      Mühevoll drehte Janon leicht seinen Kopf, um sich diese neue Kreatur anzusehen. Seine Haarsträhnen verdeckten seine Augen, doch geschockt wirkte er nicht. Eher darauf vorbereitet, dass es von nun an nur noch schlimmer sein würde. Obwohl diese Kreatur mit starken und lauten Schritten auf sie zu bewegte, dachte Janon nicht dran wegzurennen, nur um dann in dieses Zirkuszelt zu gelangen. Wenn er Glück hatte wollte diese sexbetriebenen Viecher eher Beni und Oscar, die noch eng umschlungen miteinander verweilten.

      "...."



      Der Banano-Gigant rüstete sich, er war bereit für einen finalen Kampf, wenn sie alle hier auf der Insel verweilen wollten. Mit seiner riesigen Pranke riss er eine Palme mitsamt Wurzeln vom Boden und zerbrach diesen in zwei. Die erste Hälfte von der Palme schleuderte er direkt auf Oscar und Beni zu, sodass sie knapp an ihrem Haaransatz vorbeiflog. Die andere Hälfte klopfte er auf den Boden und hielt es dann fest mit seinem Griff, seine kleine Grimasse visierte die Kaninchenwirkenden Männer.



      Benis imaginäre Hundeohren witterten sofort die Gefahr, die ihm eigentlich schon nach der fliegenden Palme klar sein sollte. Jedoch verstand er wohl auch als Einziger, was der Banano denen ausdrücken wollte. Die Palme behielt er nämlich tadelnd wie ein Lehrer in seiner Hand! Aufgeregt blickt er an Oscar vorbei.

      "Der will uns bestimmt zwingen wilder zu werden, sonst wird er uns zerquetschen wie Ameisen! Die Bananos hatten uns ja schon davor die ganze Zeit angestarrt, ich glaube die stehen aufs zugucken.", erklärte Beni überzeugt von seiner Analyse und bekam langsam das Gefühl in einem Amateurenporno zu casten. Grinsend sah er zu Oscar und presste seine Hüfte nur stärker gegen seine. "Osi, du musst einen der Männer dein Hinterteil freigeben - dann ist er bestimmt zufrieden! Am besten machen die anderen Kerle auch miteinander rum. Also ****** oder sterben, Leute!"



      Beni strahlte umfassende Freude aus, heute gingen ihn so einige Wünsche in Erfüllung! Es war so ein toller Urlaub, wenn jetzt nur Lord Korbos dazu kommen könnte, dann hätte er den höchsten Orgasmus überhaupt! "Natürlich könnten wir auch abhauen aber wieso sollten wir uns den ganzen Spaß nehmen, oder? Los - kommt nur her! Ich habe auch noch Hände und den Mund frei! Wir können ja nach dem Spaß dann ins Zelt, falls wir das überleben!"

      Außerhalb der Reihe begann Janon sich von der Gruppe langsam davonzuschleichen, als blendete er die Gefahr einfach vollkommen aus. Er schloss die Augen und für einen Moment...war er wieder in New York. Dort nahm er sich selbst gefangen, mit all seinen Sinnen war er wieder in einem Ort, in dem er sich am wohlsten fühlte. Im Host Club von Sam, umgeben von seinen Freunden und Menschen, mit denen er gerne schlief. Dieses Bild versuchte er in sich zu verankern, um die Stimme und die Bilder der Vergangenheit komplett auszulöschen. Auch wenn er dafür die echte Realität komplett ausblenden musste.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Gib uns noch zwei oder drei....Lieber vier!"
      Oscar stimmte mit einem tiefen brummen Beni Worte zu.
      Der schwere, fiebrige Rausch pochte so ohrenbetäubend laut in seinen Schläfen, dass die restliche Welt für ihn zu einem unwichtigen, verschwommenen Hintergrundrauschen verblasste. Die Art, wie Beni sich ihm anbot, diese rotzfreche und doch so ungemein willige Hingabe, schmeckte ihm gefährlich gut. Das heiße, pulsierende Gefühl zwischen ihren aufeinandergepressten Becken war das Einzige, was in diesem Augenblick zählte. Dass Stan mit eisiger Autorität vor ihnen stand, ignorierte der Ex-Häftling vollkommen. Er wollte einfach nur weitermachen. Er war gerade dabei jemand Interessanten kennenzulernen.
      Der kühle, berechnende Butler starrte auf das groteske Bild vor sich...War das deren verdammter ernst?!
      Es war schlichtweg zu viel. Diese gesamte verfluchte Insel fühlte sich an wie ein fiebriger Albtraum, aus dem man nicht erwachen konnte.
      Stan wollte jedoch nicht sofort eingreifen, weil er sonst bei dem intensiven Bewegung der beiden noch mit reingezogen wurde. Körperlich war er sicherlich den beiden unterlegen weswegen seine zweifarbigen Augen rüber zu Liam und Janon wich die ein ganz anderes Problem hatten.

      "Fass mich nicht an..."
      Die Worte trafen Liam wie ein brutaler, Peitschenhieb. Seine zitternde Hand, die gerade noch so sanft und voller aufrichtiger Sorge nach Janon greifen wollte, fror mitten in der Luft ein. Ein eisiger Schauer rann Liams Rücken hinab... Er schluckte schwer, während sich seine Kehle schmerzhaft zuschnürte.


      "T-tut mir leid...", flüsterte er beinahe lautlos und zog seine Hand wie ertappt zurück. Er ließ sie nutzlos an seiner Seite herabfallen.
      Janons Blick war so dunkel, so abweisend als wäre er sein Feind, dass es Liam das Herz in tausend kleine Stücke zerriss.
      Vielleicht aber war ihm sein Körperkontakt zu ekelhaft nachdem einige der Banaons seine Haut mit tausenden Knutschflecken besudelt hatten und er mehrfach hingefallen war, sah fast so scheußlich aus wie damals zu seiner Zeit als er auf der Straße gelebt hatte...

      "Laber keine Scheiße...Ein Zirkuszelt? Ich glaube du und dein verfickter Freund haben zu viel von dieser Flüssigkeit eingenommen."
      Liams Atem stockte. Die harten, unerbittlichen Anschuldigungen bohrten sich tief in seinen ohnehin schon wankenden Verstand. Hatte Janon recht?
      Er hatte doch selten unrecht...
      Ein giftgrüner Fleck prangte noch immer auf Liams eigener Kleidung. Hatten die Dämpfe dieses widerlichen Blutes auch ihn infiziert? War das unheimliche Zirkuszelt, das Katzenmädchen, die grausame Entführung von Izarra... war all das nur ein kranker Streich seiner eigenen, überhitzten Fantasie?



      Langsam rieb sich Liam über seine übermüdeten Augen...Das konnte doch keine Einbildung gewesen sein....
      Auch wenn alles so absurd war!
      Er wusste nicht ob er Janon direkt sagen sollte das dieses Mädchen ihm ähnlich war, sicherlich fühlte sich dann Janon noch beleidigt oder angegriffen...Die Situation war schon jetzt ziemlich angespannt!

      "Die Insel hat uns wohl alle kirre gemacht, dass die Klugscheißer bei uns sogar jetzt anfangen zu halluzinieren."
      Natürlich entging Stan trotz des Gestöhne der beiden Kerle im Sand nicht was Janon da gerade von sich gab...
      Er stempelte das als Halluzination ab?
      Natürlich zweifelte Stan schon lange an diese Realität aber selbst wenn es nicht echt war...Im Moment war alles an diesem Kranken Situation recht und das bedeutet das sie hier nicht länger zögern durften...!



      Er hoffte nur stark das sich Liam davon jetzt nicht beschwatzten ließ!
      Es schien ihm beinahe auch als wäre er hier der Einzige der sich ernsthaft um Izarra Gedanken machte!
      Der einzige Mensch hier der nicht auf irgend eine Art korrupt schien...Bei Beni dreisten benehmen zweifelte er das dieser eine reine Weste trug.

      "Und selbst, wenn dieses Zirkuszelt existiert...Woher wisst ihr denn, dass dies keine Falle ist? Am Ende ist da noch etwas so viel heftigeres, als diese Drecksviecher. Ist doch Bullshit, ich bleib hier."
      Liam starrte den Boxer fassungslos an...Bevor er sein Blick auf den Sand senkte. Tränen der emotionalen Überforderung sammelten sich in seinen Augenwinkeln. Janon wollte hier bleiben? Auf dieser Insel des Todes?
      "A-aber Janon..."
      Liams Stimme brach, sie klang so dünn und verletzlich wie Glas...



      "Es ist doch vielleicht unsere einzige Chance... Ich... ich verstehe nicht. Was könnte denn noch schlimmer sein als dieser verfluchte Ort?! Wir können doch nicht hier bleiben und darauf warten, dass wir verrückt werden oder sterben! Außerdem müssen Izarra retten! Selbst wenn eine Halluzination war er ist nicht hier...Sondern irgendwo auf der Insel oder schlimmeres...", versuchte er die Vernunft zu finden aber die Unsicherheit wuchs in Liam.
      Genau weil er so oft dachte es wäre der richtige Weg hatte das Gefühl überhaupt jetzt in dieser Situation gelandet zu sein.
      Wenn er von Anfang darauf gehört hätte was Janon gesagt hatte...Wenn es wirklich eine Falle war, könnte es ihr Leben hier vielleicht wirklich verschlimmern?
      Doch schon lange glaubte er an keine Rettung mehr mit dem Boot...Wie sollten sie auf dem Meer überleben? Er konnte nicht schwimmen...Das wusste Janon und so wie er ihn mittlerweile nicht mehr ansah glaubte schon fast denn Worten dieses Mädchen.
      Er war fertig mit ihm...
      Liam befürchtete das seine größte Angst aufkommen würde...Vielleicht sollte er überhaupt nicht mehr denken bevor es wirklich endgültig zu spät war.
      Doch bevor er Janon zustimmen konnte , erbebte der Boden unter ihren Füßen.

      Ein widerliches, schmatzendes Geräusch zerriss die Luft. Die kleinen Bananos schmolzen in sich zusammen, verbanden sich zu einer gewaltigen, abscheulichen Masse. Aus dem wabbeligen Schleim erhob sich ein gigantischer, muskelbepackter Banano-Mutant. Ein Monster von über zwei Metern Höhe, das sie mit einem gruseligen, starren Katzenlächeln anvisierte.
      Liam wich stolpernd zurück, das blanke Entsetzen stand ihm ins blasse Gesicht geschrieben und sofort schrie er auf:
      "UHA!! Was zur Hölle ist das denn jetzt?!?!"



      Diese Dinger waren schlimmer als jeder Endboss eines Viedogames!
      Sie waren sowas von am Arsch!
      Das war nicht Ansatzweise die Art von Nervenkitzel die Liam bevorzugte, das war widerlich und abgedrehter Horror!
      Wie sollten sie gegen so einen Giganten klar kommen??

      Selbst Stan, der sonst niemals die Kontrolle verlor, wich einen halben Schritt zurück, völlig sprachlos ob dieser absurden, physikalisch unmöglichen Mutation.

      . . . . .



      Aber nicht nur war das Ding groß...Es war unglaublich stark wie es jetzt auch demonstrierte!
      Für ein Moment fühlte sich Stan wie jemand denn ein Stecker gezogen wurde....
      Nicht mal ein auch logischer Verstand blieb ihm bei diesen Anblick. Er fühlte sich beinahe so wie wenn er Wyatts seltsame Fantasie Geschichten zuhören musste und es sich versuchte Bildlich vorzustellen...

      Nur Oscar schien die Lebensgefahr, die sich gewaltig über ihnen aufbaute, nicht im Geringsten zu interessieren. Als der Riese eine entwurzelte Palme knapp an Oscars Haaren vorbeischmetterte, zuckte der Ex-Häftling kaum zusammen. Sein vernebelter Blick hing weiter gierig an Beni.
      "Der will uns bestimmt zwingen wilder zu werden, sonst wird er uns zerquetschen wie Ameisen! Die Bananos hatten uns ja schon davor die ganze Zeit angestarrt, ich glaube die stehen aufs zugucken."
      Äußerte nun Beni seine Fachmännische Meinung zu dem Giganten.
      "Osi, du musst einen der Männer dein Hinterteil freigeben - dann ist er bestimmt zufrieden! Am besten machen die anderen Kerle auch miteinander rum. Also ****** oder sterben, Leute!"
      Ein tiefes, genervtes Murren entwich in Oscars Kehle.
      Der Vorschlag von Beni missfiel ihm in einem ganzer Linine. Mühsam drehte der riesige Blonde den Kopf, das dunkelrote Blut tropfte stetig über seine Stirn und mischte sich mit dem Sand. Sein trüber, abfälliger Blick glitt über Stan, den weinenden Liam und Janon.
      "Tz...", spuckte Oscar verächtlich aus.
      "Keiner von diesen erbärmlichen Pissern hier ist es wert, dass ich mich für sie flachlege. Niemals."



      Sein Griff um Benis Hüften wurde wieder fordernder....Wenn jetzt schon gleich krepierte dann schon mit einen Höhepunkt, mit dem Hündchen...Der deutlich erfahrender schien als so manche Kerle mit denn er ungeplant Sex gehabt hatte.
      "Natürlich könnten wir auch abhauen aber wieso sollten wir uns den ganzen Spaß nehmen, oder? Los - kommt nur her! Ich habe auch noch Hände und den Mund frei! Wir können ja nach dem Spaß dann ins Zelt, falls wir das überleben!"

      Für einen wahnwitzigen, flüchtigen Bruchteil einer Sekunde kam Stan tatsächlich ins Schwanken. Sein Verstand, der verzweifelt nach einer Überlebensstrategie suchte, rechnete Benis absurden Vorschlag durch. Wenn die Regeln dieser verdammten Insel derart pervers waren... wenn eine kranke Orgie wirklich ihr Leben retten konnte...?
      Hatte ihn Mr. Simon Rose genau auf diesen Moment vorbereitet....?



      Es würde zumindest für eine Ablenkung sorgen...Ihre Überlebens Chance würde steigen, daher war Beni Vorschlag leider nicht so absurd wie es der Butler gerne hätte...
      Doch welchen Preis hätte es? Wenn sie das hier überleben sollten, wäre die Erinnerung zwischen dem was zwischen ihnen vorgefallen war ein bleibender Schatten der sie in die Zukunft verfolgen würde!
      Doch dann schloss Stan die Augen. Ein tiefes Einatmen.Als er sie wieder öffnete, war jeglicher Zweifel aus ihnen verschwunden. Nur noch eiskalte, tödliche Entschlossenheit brannte in seinem Blick. Das Maß war voll...!



      Die Atmosphäre kippte schlagartig. Stans Aura wurde so drückend und dominant, dass selbst die feuchte Tropenluft zu gefrieren schien. Er richtete sich zu seiner vollen Größe auf und klopfte sich den Schmutz von der Kleidung.
      "Das war keine Bitte", schnitt Stans Stimme laut, erbarmungslos und gestochen scharf.



      "Das ist ein verdammter Beschluss. Wir gehen in dieses Zelt. Alle."
      Mit langsamen, bedrohlichen Schritten überbrückte Stan die Distanz direkt zu Janon. Die Erinnerung an ihren ersten, brutalen Nahkampf flackerte in Stans Augen auf. Er packte Janon nun sofort an seinen Arm, er stellte sich so dicht vor ihn auf, dass die 6 Cm die er kleiner war als Janon kaum spürbar waren.
      "Und was dich angeht...", zischte Stan voller eiskalter Verachtung.
      "Ich dulde dieses jämmerliche, egoistische Verhalten keine Sekunde länger. Denkst du wirklich, ich weiß nicht, was du bist? Ich habe dich schon vor Wochen beschattet. Ich kenne dein asoziales, dreckiges Verhalten gegenüber anderen. Du bist ein Mensch, der absolut keine zweite Chance verdient hat! Warum glaubst du wohl, habe ich diesen riesigen Junkie Oscar extra auf dich gehetzt? Du Änderst dich kein Stückbreit, selbst die Lektion auf dem Spielplatz war nicht ausreichend, was?"
      Stans Worte waren wie giftige Pfeile.
      "Ich sehe in dir nicht diesen tollen Freund, an den Liam so verzweifelt glaubt. Und ich sehe in dir auch keinen coolen, starken Bad Boy, wie dieser Idiot von Oscar es tut! Du bist nichts weiter als ein vorlauter, armseliger Kerl, der nur eine dicke Hose markiert, solange alles nach seinen eigenen, bequemen Regeln läuft! Aber hier? Auf dieser Insel? Bist du nichts weiter als ein nichtsnutziger, feiger Mistkerl!"



      Er konnte diesen Kerl keine Sekunde vergeben was er seinem Herren und Freund Wyatt angetan hatte!
      In Gegensatz zu ihm war Wyatt ein zartes Pflänzchen das viel zu schnell zertrampelt werden konnte wenn die falschen Personen in seine Nähe kommen...
      Stan konnte solche Menschen nicht akzeptieren, diese Menschen die Liam so verzweifelt versuchte zum besseren zu bewegen....
      Jetzt war eine solch gute Person in Gefahr und das einzige das sie davon abhielt ihn zu retten, war Trieb gesteuerte Kerle, ein asozialer Kerl und Liam der einfach nicht aus seiner Liebesblase erwachen wollte! Und jetzt noch dieses Monster....
      "Stan, hör auf sowas zu sagen!"
      Liam wollte sich sofort nach dem ersten Schock dazwischen drängen, jetzt schien Stan auch noch den verstand zu verlieren aber Stan blieb eisern:
      "Hör auf dich für diesen Dreck einzusetzen Liam! Er würde dich auf dieser Insel zurück lassen und dich gegen irgend einen Anderen Jungen ersetzten. Das einzige das für ihn zählt ist sein Ego und darum spielt er das ganze als Illusion ab! Izarra braucht uns wirklich und ich lass mich nicht für dumm verkaufen."
      Ersetzten....?


      Liam spürte sofort wie ihm das Atmen versagen wollte.
      Stan war sicherlich nur am Ende seiner Nerven....
      Und behauptete....Irgend ein Mist....
      Grob stieß Stan nun Janon zurück aber mit einer Haltung als würde er ihn gleich zu einem Kampf provozieren wollen.
      Stattdessen hob er den Arm und deutete mit unmissverständlicher Härte auf den gewaltigen Banano-Giganten, der ungeduldig mit seinem Palmenstamm auf den Boden schlug.
      "Wir spielen dieses abartige Spiel nicht mit!", brüllte Stan, und zum ersten Mal hörte man echte, flammende Wut in seiner sonst so kontrollierten Stimme.


      Blitzschnell, mit der berechnenden Tödlichkeit einer zuschlagenden Kobra, wirbelte Stan herum. Bevor Oscar auch nur realisieren konnte, was geschah, sauste Stans flache Handkante mit voller, mörderischer Wucht auf den Nacken des Ex-Häftlings herab. Der präzise, brutale Schlag traf den ohnehin geschwächten und blutenden Riesen perfekt an einem Nervenpunkt.Oscars Augen rollten sofort nach hinten. Sein schwerer, massiver Körper erschlaffte augenblicklich, und er brach wie ein gefällter Baum bewusstlos über Beni im Sand zusammen!
      "Es reicht mir", knurrte der Butler so tödlich und ernst, dass es keine Widerworte mehr zuließ.
      "Entweder wir sterben jetzt sofort gemeinsam hier im Sand... oder ihr bewegt euch jetzt verdammt nochmal alle in dieses Zirkuszelt! Von mir aus Prügel ich mich mit euch alle bis nur noch einer Übrig bleibt!"
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer

      "Es ist doch vielleicht unsere einzige Chance... Ich... ich verstehe nicht. Was könnte denn noch schlimmer sein als dieser verfluchte Ort?!"



      Janon wollte nicht mit Liam diskutieren, dafür fehlte ihn momentan die Wut und die Energie. Was schlimmer sein könnte? Leise schnaubte er aus seiner Nase. Er merkte selbst wie durch er sein musste, denn obwohl er gar nicht dieses 'Zirkuszelt' mit eigenen Augen erblickt hatte...hatte er eine leiste Vorahnung, was sie erwarten könnte. Als ob er schon jetzt anhand der Indizien genau kristallisieren konnte, dass sein Alter mit hoher Wahrscheinlichkeit dort auftauchen würde. Und wo er war...war es immer...schlimmer. Deswegen war es ihm egal, ob es ihre letzte Chance sein könnte - er traute diesem Ausgang nicht. Es war wie freiwillig in die Hände eines Psychopathen hineinzulaufen, nur weil er dir leckere Süßigkeiten anbot. Liam hatte sich entschieden den Anderen viel mehr zu vertrauen, weswegen er ihn gar nicht überzeugen wollte - der Boxer konnte ihm gerade kein Vertrauen schenken. Der Boxer hatte keinen Grund in das Zelt zu gehen, ohne feste Beweise, dass es ernsthaft ein Ausweg war. Und was Izarra anging...Janon wusste schon gar nicht mehr wer dieser Izarra sein sollte...Beim Weggehen folgten seine Augen trotzdem heimlich Liam, obwohl er ihn zurzeit den Buckel runterrutschen konnte. Er hätte es wissen müssen...Das kalte Gefühl der Vergangenheit nahm wieder Besitz von ihm. Liam hatte sich schon damals nie für ihn entschieden, warum sollte er auch jetzt für ihn beistehen? Selbst wenn Janon erklären würde, warum er solch' eine Sorge hatte... Diese verunsicherten gelben Augen würden ihn ein Loch durch Herz bohren, mit Unglaubwürdigkeit.



      "Keiner von diesen erbärmlichen Pissern hier ist es wert, dass ich mich für sie flachlege. Niemals."

      Erstaunt über Oscar Gleichgültigkeit gegenüber den Monster wurde Beni nur heißer. Er liebte eiskalte Bastarde, die sich immer über alle Anderen sahen. Beni wusste, dass er hier auf keinen Fall draufgehen durfte. Aber es war echt schwer sich von seinem neuen Hundefreund loszureißen, einfacher war es sich mit ihm im Takt zu bewegen. Selten war die körperliche Nähe so anturnend wie jetzt auf der Insel. Wenn der grüne Monster-Gigant also nebenbei zerquetschte oder doch mitmachte war es nur das halbe Übel! Doch bevor er mit Oscar wieder komplett eins wurde, handelte der Butler und zeigte wer hier wirklich von Allen hier kaltblütig war.

      "Das ist ein verdammter Beschluss. Wir gehen in dieses Zelt. Alle."

      Mit einer Stimme von schneidender Kälte riss Standie Aufmerksamkeit der gesamten Insel an sich. Selbst Janon hielt inne –entgegen seinem Vorsatz, keinen der anwesenden Männer mehr wahrzunehmen undabzuhauen. Die fordernde Härte in Stans Worten ließ Janons Blut für einen Herzschlaggefrieren. Spielte sein Verstand ihm einen Streich? Wie konnte er in dieserSekunde ernsthaft an Sam denken? Klang Stan plötzlich wie ein Rose? Unmöglich.Nicht dieser erbärmliche Butler. Er wollte seinen Weg fortsetzen, doch Stanhielt ihn bestimmend an seinem Arm.

      "Ich dulde dieses jämmerliche, egoistische Verhalten keine Sekunde länger. Denkst du wirklich, ich weiß nicht, was du bist? "

      Stan sprach mit Janon, als sei dieser kein Mensch, sondern nur ein lästiges Hindernis, das sich in sein Leben und das seiner Freunde einmischte. Die Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit – auch Janon konnte Stan nicht ausstehen. Doch im Gegensatz zu Stan hatte Janon nie zu anderen Mitteln gegriffen, als ihm schlichtweg eine reinzuhauen. Zu erfahren, dass dieser Mistkerl ihn tatsächlich hatte beschatten lassen und das nun auch noch so unverschämt ehrlich zugab, traf Janon hart. Stan machte keinen Hehl daraus: Nur wegen Stan hatte es Oscar auf Janon abgesehen. Stan wollte Janon durch Oscar eine Lektion erteilen. Janon war sich plötzlich sicher, dass Stan Oscar auch den Plan eingeflüstert hatte, ihn auf dem Spielplatz zu missbrauchen. Er wollte ihn dafür umbringen. Obwohl Janon geglaubt hatte, die Flamme in seinem Herzen sei längst erloschen, spürte er durch Stans grausame Offenheit, wie sie wieder aufloderte. Es fühlte sich an, als würde Stan ihm eine Pistole direkt auf die Brust setzen. Doch bevor sie wieder gänzlich entflammte pustete sie Janon aus, seine ganze Wut drückte er in die freie Faust, dessen Fingerknöchel sich weiß färbten. Leicht sah er zu Stan auf, der Kerl war noch nicht fertig? Er wollte die Patronen wohl unbedingt in sein Brustkorb rammen.



      "Ich sehe in dir nicht diesen tollen Freund, an den Liam so verzweifelt glaubt. Und ich sehe in dir auch keinen coolen, starken Bad Boy, wie dieser Idiot von Oscar es tut! Du bist nichts weiter als ein vorlauter, armseliger Kerl, der nur eine dicke Hose markiert, solange alles nach seinen eigenen, bequemen Regeln läuft! Aber hier? Auf dieser Insel? Bist du nichts weiter als ein nichtsnutziger, feiger Mistkerl!"

      Wollte er in ihm den Löwen erwecken?! Als wäre die Flut an Beleidigungen nicht schon genug gewesen, stieß Stan ihn zum Schluss herablassend zurück, sodass Janon ins Straucheln geriet. Sofort verschwamm Janons Sicht in einem roten Schleier. Ein wilder Drang überkam ihn, sich auf den Butler zu stürzen und ihm das arrogante Gesicht blutig zu schlagen. Was bildete dieser Mistkerl sich eigentlich ein?! Nicht einmal der blöde Ochse hatte ihn so sehr zur Weißglut treiben können. Die Luft schien Janon wegzubleiben vor Wut. Er wollte Stan am Boden sehen! Er wollte, dass er Blut spuckte. Doch tief in ihm schrillte eine Warnung auf: Was, wenn Stan genau das will?! Janon wusste, wie gefährlich schlau dieser Typ war- das hatte die Zeit auf der Insel mehr als genug gezeigt. Womöglich war das Ganze nur ein perfider Trick, um ihn diesem Monster-Giganten zum Fraß vorzuwerfen, während Stan sich mit dem Rest aus dem Staub machte. Dennoch weigerte sich sein Stolz, einfach nachzugeben. „Diese verschissenen Worte wirst du noch bereuen …“, raunte er bedrohlich, den Blick hasserfüllt auf Stan gerichtet. Wie Janon es hasste, wenn solche Pisser wie Stan ihn versuchten einzuschätzen. War mittlerweile jeder ein gottverdammter Psychologe?!



      "Wir spielen dieses abartige Spiel nicht mit!"

      Irritiert erhob der Gigant seinen riesigen, schleimigen Arm. Motzte ihn diese winzige Kreatur gerade an, anstatt ihn vor Angst um Vergebung zu bitten? Dem Typen schlotterten nicht einmal die Knie. Doch ihn angreifen tat der Kerl auch nicht, stattdessen wendete er seine gesamte Energie gegen sein eigenes Team? Nun war das Monster gänzlich verwirrt?
      Hatte er gerade mit ansehen müssen, wie den Banano-König einen Nackenklatscher verpasst hatte? Er hatte ihn eliminiert?



      "Entweder wir sterben jetzt sofort gemeinsam hier im Sand... oder ihr bewegt euch jetzt verdammt nochmal alle in dieses Zirkuszelt! Von mir aus Prügel ich mich mit euch alle bis nur noch einer Übrig bleibt!"

      Beni wurde dem bloßen Gewicht von Oscar komplett ausgesetzt, für den Moment kam es Beni so vor, als versank er im Treibsand! Oscar wog wohl echt eine Menge, er drückte ihn die Luft zu! Doch genau die Panik gleich durch einen großen Mann drauf zu gehen, turnte den Masochisten wieder an. Wäre schon sehr erbärmlich so zu krepieren, aber ziemlich passend für jemanden wie Beni! Zum Glück konnte er genug Kraft aufsammeln, um ihn hochzuheben...Auch wenn er deutlich länger brauchte, da er schon viel Energie an den Bananos auslaste. Dieser Stan war ein buchstäblicher Sadist!



      Doch nahm es Beni dem Butler wohl am wenigsten übel. Genauso musste man eben mit so jemanden wie dem Masochisten sprechen, damit er überhaupt sein Po hochhob! Deswegen presste er sich gegen Oscar, um seiner großen Masse zu entkommen. Zwar hatte er das Gerede mit dem Zirkuszelt nicht so wirklich verstanden- in Meridian gab es sowieso eher Magiershow als irgend so einen Zirkus...Aber wenn sich dieser Stan das unbedingt ansehen wollte? Eventuell hatte ja Korbos in seinen Urlaub dazugebucht? Da durfte Beni es natürlich nicht verpassen!
      Schwungvoll stand er auf und zog sich und auch Osi wieder an, sodass keiner mit schutzlosen Gemächt herumlaufen musste. Er bestand darauf sich um den bewusstlosen Mann zu kümmern, als Revanche für das heiße Vergnügen. Freudestrahlend bewegte er sich in Stans und Liams Richtung, Zeit für die nächste Attraktion. Da Stan beschloss das Monster zu ignorieren, tat er auch das gleiche, was den Gigant schon ziemlich traurig machte.

      "Gegen prügeln hätte ich auch nichts, aber ihr ja unbedingt zum Zirkus wollt...Warum sollte ich da nein sagen? Schrei ruhig mehr und gib mir einen ordentlichen Tritt in den Hintern, dann sprinte ich sogar zum Zelt!", sagte Beni total Energiegeladen während alle Bananos in seinem Umfeld wieder den größten Abstand hielten. Mit Verrückt wollten sie sich nicht anlegen. Bis auf der eine, der unbedingt Oscar nah sein wollte - er riskierte für den Bullen sein Leben.


      So wollten also alle zum Zirkuszelt, bis auf einen. Janon Schulter senkten sich wieder, auch wenn die Wut in ihm nicht fortging. Es war sinnlos, sie aufhalten zu wollen – das wusste Janon. Jedes Wort aus seinem Mund würde nur verrückt oder lächerlich klingen. Es war bloß ein dumpfes Bauchgefühl, ein Instinkt, der sich sträubte, die Schwelle dieses Zirkuszeltes zu überschreiten. Stan war in seinem Wahn, Izarra zu retten, fast schon blind und der Rest war sein persönlicher Fußabtreterr. Verdammt, Liam, wieso fällst ausgerechnet du mir in den Rücken?, hallte es durch Janons Kopf. Obwohl Liam nichts sagte verstand er, dass er für einen Moment zögerte und Stans Worten kompletten Glauben schenkte. Der kalte Beigeschmack des Verrats brannte auf seinem Gaumen.Mit einem Schlag holte ihn die Vergangenheit ein. Hatte er nicht schon unzählige Male versucht, die Menschen vor ihrem eigenen Verderben zu bewahren, wenn sie in das Zirkuszelt hineinwollten ? Wie oft hatte er vergeblich gegen das Schicksal angekämpft? Doch was auch immer er sagte oder tat, am Ende rannten sie alle in die Dunkelheit des Zeltes. Wozu... also noch kämpfen? Resigniert sah Janon ein, dass sich der Kreis schloss: Auch ihm würde wohl nichts anderes übrig bleiben, als mit ihnen durch diese verdammte Plane zu treten. Als durfte er hier alleine auf dieser Insel verweilen. Gegen Ende würde er sowieso hineinrennen, da der rothaarige Verräter dort gefangen war.



      Ruckartig zog Janon seine Handschuhe fester. Er fühlte sich, als würde Blei durch seine Adern fließen, so schwer fühlten sich seine Beine plötzlich an. Aber er weigerte sich, vor diesem Bastard als Feigling dazustehen.„Dass ausgerechnet so ein Handlanger mich von oben herab behandelt …“, zischte er. Sein Tonfall war anfangs nur leise, doch die Lautstärke schwoll mit jedem Wort bedrohlich an.


      „Du glaubst wirklich, du wärst etwas Besseres, oder? Dabei bist du nur ein kranker Wichser, dem jedes Mittel recht ist, um seinen Willen zu kriegen.“Janon hob den Kopf, bohrte seinen Blick in die Augen des Butlers und stürzte auf ihn los. Doch die erwartete Faust blieb aus. Stattdessen krallte er seine Hände in Stans Hemdkragen und riss ihn brutal in die Höhe. Ihre Nasenspitzen berührten sich fast, während Stan gezwungen war, auf den Zehenspitzen zu balancieren. Ein kaltes, diabolisches Lächeln stahl sich auf Janons Gesicht. Er sah aus wie jemand, der den Ausgang dieses Albtraums bereits genüsslich vor Augen hatte - jemanden der die Qual zu akzeptieren lernte.
      Seine Stimme war nur noch ein tiefes Grollen:„Dort drinnen in diesem Zirkuszelt bist du genauso wertloser Dreck wie alle anderen. Wenn du so scharf darauf bist, komme ich eben mit. Allein zu sehen, was dich dort erwartet, ist Rache genug für mich … selbst wenn ich nicht derjenige sein werde, der dich bluten lässt.“


      Janon dachte gar nicht daran, sich für diese Wichser zu opfern. Er musste um jeden Preis verhindern, dort drinnen als die Hauptattraktion zu enden. Die ganze Situation fühlte sich grotesk an, fast so, als wäre er schnurstracks in einen seiner eigenen Albträume gestolpert. Früher suchten ihn oft Träume von riesigen Zirkuszelten heim – Träume, die untrennbar mit seinem Vater verknüpft waren. Dabei hatte der Alte nie zu einer echten Truppe gehört; er war als Clown immer ein Einzelgänger gewesen. Und dennoch … Dieser Traum ließ ihn nie los. Darin plärrte jedes Mal diese schrille, verzerrte Zirkusmusik, während auf dem Boden die Maske seines Vaters neben einer abgenutzten Eintrittskarte lag. Es war eine makabre Einladung an Janon, die Manege zu betreten und sich ihm im 'Spaß' des Zirkus anzuschließen. FUN!



      Nur wenige Minuten später erreichten sie das Zirkuszelt. Das Monster hatte die Verfolgung aufgegeben, gefangen in seiner eigenen Verwirrung warum sie nicht mit ihm spielen wollten. Janon hielt sich im Hintergrund, weit weg von den anderen. Anfangs hatte er noch versucht, Stärke auszustrahlen. Ein cooler, lässiger Gang, der schreien sollte: Es juckt mich nicht dort hineinzugehen, mir passiert hier sowieso nichts. Doch als das Zelt plötzlich in grausamer Realität vor ihm aufragte, schienen seine Füße im Sand festzufrieren. Ihm blieb die Luft weg. Warum sah dieser Ort haargenau so aus wie die Manege aus seinen Albträumen? War er sich wirklich noch sicher, dass das Unheil drinnen nur die anderen treffen würde – und ihn verschonte? Sein Ego sank rapide. Eisige Unsicherheit kroch an Janon hoch, und zum allerersten Mal flackerte in seinen Augen nichts als blanke, unverfälschte Angst. Mit jedem Schritt, den er auf das Zirkuszelt zusetzte, schienen sich unsichtbare Schatten an seine Haut zu heften, schwer und unerbittlich.


      Der Ort besaß eine unheilvolle, magnetische Anziehungskraft: Wer sich ihm näherte, wurde wehrlos in seinen Bann gesogen. Es war wie eine monströse Fliegenfalle, deren einziger Zweck es war, dich bei lebendigem Leib zu verschlingen. Janon wollte umdrehen, sich doch weigern hineinzugehen...doch mit dem nächsten Wimpernschlag war es bereits zu spät. Die Manege wickelte seine Schatten um die Männer und zog alle mit einem Schwung hinein.

      FUNTIME---
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Janon Müntzer & Beni Darkwood

      [...Fortsetzung des Traumes in Club Douchess]

      Janon wirkte auf dem Bett wie ein hungriges Biest, welcher endlich seine Beute zu fassen bekam. Liam. Zwar wehrte er sich mit Worten, doch lange würde er sich ihm nicht widersetzen können. Der Boxer war viel stärker als er und wollte ihn nicht gehen lassen, bis er ihn die sexuelle Ektase näher gebracht hatte. Mit seinen Unterleib schaffte er sich zwischen Liams Beinen einen freien Platz, sein Körper war vollkommen hochgefahren. Auch zurecht. Denn wie lange war es hier, seitdem er sich mit seinem Babe vergnügt hatte? Ständig hatte er ihn allein durch Blicke abgewiesen, dabei hatte er sich so viel Mühe gegeben bei ihrem ersten Mal. Nun log er ihn auch noch dreist ins Gesicht, dass der Boxer sein Erster aber auch Einziger gewesen war. Hah- für einen Bruchteil einer Sekunde hatte er daran geglaubt, doch wollte er damit wohl nur Janon schmeicheln. Wer sollte es denn bitte so lange aushalten, nachdem man sich an den verbotenen Früchten vergangen hatte? Aber seine Lügen würde ihn Janon vergeben, auch wenn er als Strafe seinen Griff nicht lockerte, sodass er rötliche Striemen an Liams zart besaitete Haut hinterließ. Er lächelte zufrieden. Nachdem er ihn geil gemacht hatte, durfte er sich auch von Lämmchen liebkosen lassen...Harvey und Larry wären zum Schluss die Kirsche auf der Sahnetorte.



      "...Aber....Oscar hat Recht."

      Jedoch nahm der erotische Aspekt einen hässlichen Umschwung. Hatte er sich gerade verhört? Er sah wie die Tränen von Liams Gesicht wie kleine, glitzernde Perlen heruntertröpfelten...sah zwar unglaublich süß aus, aber diesen Satz vergab ihn Janon bestimmt nicht. "HÄ?", posaunte Janon verärgert heraus und drückte Liam nur noch mehr in die Matratze hinein. Er musste sich stark zusammenreissen, um davor Liam nicht in sein schönes Gesicht zu schlagen. Aber...dies würde nur gegen seine Prinzipien verstoßen.


      Schlimmer noch ergriff direkt danach Oscar das Wort, der sich an die unsichtbare Barriere gelehnt hatte. Seine Stimme zu hören war wie Säure für seine Ohren, er wusste er würde jetzt mit irgendeinem Bullshit kommen, warum er denn so viel besser war als er.

      "Alter....Dein Winzling will nicht mit Anderen Sex haben, weil er dich Liebt. Was bist du für beschissender Freund."

      ...Doch bei dieser Antwort legte Janon nur seine Stirn in Falten. Janon blinzelte irritiert; sein Augenlid zuckte. Was faselte Oscar da für einen Schwachsinn? Liam? In ihn verliebt? Oscar musste sich echt zu viel Zeug auf einmal eingeworfen haben. Ein verdammter Knasti, der sowieso nur mit dem Schwanz dachte, wollte ihm ernsthaft etwas über Gefühle erzählen? Lächerlich. Liam und er waren seit Kindheitstagen Freunde und seit neustem bewegte sich ihre Beziehung mehr in die 'Freundschaft Plus'-Route, auch wenn sie genau Oscar direkt ruinierte, bevor sie überhaupt begann. Und jetzt meinte er auch noch Liam zu kennen? Der sollte kein Müll labern! Er hörte genau wie Oscar Liam versuchte anzustacheln, verschärft verfingen sich seine Augen an Liams Gesicht, der ein schniefen kontrollieren musste.


      "...Ich...will aber nur dich, Janon."
      "...Ich...will aber nur dich, Janon."
      "...Ich...will aber nur dich, Janon."
      "...Ich...will aber nur dich, Janon."



      Janon erstarrte. Die Anspannung in seinem Nacken war plötzlich so hart wie Stein, und der Druck, mit dem er Liam aufs Bett drückte, ließ schlagartig nach. Liams Worte sickerten in ihn ein wie Eiswasser und hinterließen ein unerträgliches Kribbeln auf seiner Haut. Jeder Funken Erregung in ihm starb ab. Ihm wurde eiskalt – als hätte Liam ihm gerade eine Klinge an die Kehle gesetzt. Liam... wollte nur ihn? Nicht auf sexueller Weise- die Form Besessenheit, die er aufregend empfand. Unter perversen Umständen hätte ihn genau dieser Besitzanspruch wahnsinnig geil gemacht. Aber mit Oscars Worten im Hinterkopf schmeckte der Satz plötzlich nach etwas anderem. Liam lehnte andere ab, weil er NUR Janon wollte? Weil er ihn... liebte? Romantische Gefühle? Für ihn? Janon schlug sich eine Hand vor das Kinn. Er wusste, dass er gerade völlig entgleist und überfordert aussehen musste. „Ich kapier... nicht... Warte... Du...“ Die Worte blieben ihm im Hals stecken. Er rang um jeden verdammten Satz. Langsam hob er den Blick und sah Liam an. Seinen besten Freund. Den Kerl, mit dem er die Welt sehen wollte, nach dem er öfter süchtig war als nach einer Zigarette. Den er brauchte. Und trotzdem zog sich in Janons Magen alles krampfhaft zusammen bei der bloßen Vorstellung, dass Liam ihn wirklich auf diese Art lieben könnte. Liebe. Das war eine Nummer zu groß für ihn. Zu viel.

      "Laber kein Scheiß. Sag mir, dass du Witze machst. Du vögelst doch Andere...Du...bist ein verdammtes Sugar Babe, genau aus diesem Grund. LOS! Sag, dass du keine von...diesen...Gefühlen für mich pflegst. Du bist nicht so...Sag mir lieber, dass du eine Hure bist, die diesen Ochsen vögelt.", forderte ihn der Boxer dazu auf sich jetzt zu äußern. Noch hatte er die Chance alles zu retten.



      Der Funke in Janons Augen verschwand schlagartig. Der Mann unter ihm war plötzlich nicht mehr Liam. Diese Worte. Der Tonfall. Dass er nur ihn wollte. Es war genau wie bei ihm. Der Person, die er auf ewig tief in seinem Verstand begraben wollte. Schon auf der Insel hatten ihn die verfluchten Flashbacks eingeholt, ihn mit Bildern gequält, bevor der Clubbesuch ihn gnädigerweise wieder betäubt hatte. Und jetzt war die Vergangenheit wieder da. Greifbar nah. Ausgelöst durch Liams Geständnis.„LIAM! NIMM ES ZURÜCK! JETZT!“, platzte es aus Janon heraus. Er verlor völlig die Beherrschung, krallte die Finger in Liams Schultern und schüttelte ihn. Doch die Panik hatte ihn bereits im Würgegriff. Verdammt. Je länger er Liam ansah, desto mehr verschwammen dessen Gesichtszüge mit der Halluzination dieses anderen Mannes. Ihm wurde übel. Die groteske Maske schob sich direkt über Liams Gesicht. Mit einem angewiderten, verstörten Keuchen stieß Janon sich von ihm ab. „VERDAMMTE SCHEISSE!“, brüllte er und drosch die Faust mit solcher Wucht gegen den Bettpfosten, dass das ganze Gestell bebte.

      Kaum auf den Beinen, geriet Janon ins Wanken. Er presste die Hände gegen seinen Schädel, als würde eine bestialische Migräne ihn von innen zerreißen. Und dann platzte es aus ihm heraus. Wie in einem Wahn begann er, blindlings Dinge durchs Zimmer zu pfeffern. Eine Vase flog krachend gegen die Wand, verfehlte Lämmchen nur um Haaresbreite, der sich nicht mehr rührte. Jeder Wurf fühlte sich an, als würde er sich gegen ein Todesurteil wehren, das Liam gerade über ihn gefällt hatte. Janon krallte die Finger in seine eigenen Haare, stieß ein tiefes, tierisches Knurren aus ... und brach dann in Gelächter aus. Völlig durch den Wind lachte er schallend, hysterisch.„HahHAHAHA... SCHEISSE! Wir hätten SO VIEL SPASS haben können!! ... ABER DU...“ Das Lachen überschlug sich, klang krankhaft, getragen von einer weinerlichen, verletzten Note. „... Wegen dir sehe ich ihn wieder! Wie einen verfickten Geist! Warum ist das seit der Insel so verdammt intensiv?! Ich hatte es doch unter Kontrolle! Welchem Gott hab ich ans Bein gepisst, dass er mich in diese Hölle zurückzerrt?! Kacke ... Ha ... haha ... Aber nicht mit mir. Ich zeig diesem Schwein, dass ich drüber weg bin. Liam ... Fick dich. Ganz ehrlich. Ich hätte dich verdammt noch mal nicht einladen dürfen...“




      Jedes einzelne Wort, das er als Waffe gegen Liam einsetzte, schnitt ihm selbst ins Fleisch. Es zerriss ihn, so abartig gemein zu seinem Freund zu sein, aber der Damm war gebrochen. Er konnte nicht aufhören. Liam hatte ihn in den Abgrund gestoßen, aus dem er nicht mehr heraus kam.
      "Kacke...Ich hatte auf eine erholsamere Pause gehofft...Aber...Die Zeit ist um."
      Aus den Schatten der dunkelsten Ecke des VIP-Bereichs löste sich eine leise, weibliche Stimme. Es war das Katzenmädchen – Nefeli, wie Stan sie nannte. Sie lehnte fast reglos an der Wand, als hätte sie die ganze Zeit genau auf diesen Moment gelauert. Ein bitteres Lächeln lag auf ihren Lippen, und für den Bruchteil einer Sekunde blitzte echtes Mitleid für Liam in ihren Augen auf. Doch es war nicht ihr Job, ihn aufzufangen, egal wie sehr es sie danach drängte.„Nimm’s ihm nicht übel, Liam“, sagte sie weich. „Aber... Janons Herz gehört längst jemand anderem. Und diese Liebe... zerfrisst ihn von innen heraus. Langsam, wie eine fleischfressende Pflanze.“


      Schon wieder schien Janons Realität zu zerbrechen. Entgeistert riss er die Augen auf, starrte das Katzenmädchen an und ließ die Arme kraftlos sinken. Es dauerte, bis er sich quälend langsam wieder fand. Mit zitterndem Finger wies er auf sie, als wäre sie ein Geist, der unmöglich echt sein konnte.„Was... zur... Hölle... Warum bist du...“, brachte er nur haspelnd heraus, seine Züge völlig versteinert.


      Doch die Erstarrung schlug plötzlich in lodernde Wut um. Brüllend und mit erhobenen Fäusten stürmte er auf sie zu. „FUCK! Will mich hier irgendjemand verarschen?! Wer macht sich hier über mich lustig?!“ Das Katzenmädchen schwieg. Sie hob lediglich die Hand und wies stumm auf die Lautsprecher an den Wänden des Raums. Eine Sekunde später dröhnte eine Stimme aus ihnen heraus – so tief und abgründig, dass der Boden unter den Füßen der Männer erbebte.

      „Willkommen in meinem wunderschönen, selbst erdachten Traum, meine verehrten Gäste. Es ist FUN-Time! Ich habe mir wirklich außerordentlich viel Mühe für unser gemeinsames Programm gegeben. Was ich euch heute präsentiere, ist ein... sehr leidenschaftliches Projekt. Ein Projekt, das meinen absoluten Lebensinhalt darstellt.“

      Die Stimme aus den Lautsprechern klang wie die eines überdrehten Showmasters, unterlegt mit einem dunklen, krächzenden Unterton. Er hatte die Aura eines Jokers – charmant, absolut unterhaltsam, aber mit Worten, die so messerscharf waren, dass sie tiefe Wunden rissen.

      „Wir haben heute sooo einige... Jobs zu erledigen, Schatz. Ein Glück, dass du deine Freunde mitgebracht hast, damit sie uns zur Hand gehen können. Ich habe nur auf den perfekten Moment gewartet... und ich bin wahrhaftig gerührt. Es ist, als würde sich mein Schicksal endlich erfüllen.“

      Totenstille legte sich über den VIP-Raum. Janon vergaß zu atmen. Die Farbe wich komplett aus seinem Gesicht. Er wusste genau, zu wem diese Stimme gehörte. Das Katzenmädchen wich seinem Blick aus und starrte betreten zur Seite.



      Plötzlich brüllte der Mann im Lautsprecher los. Es war so laut, dass die Boxen schrill übersteuerten und jeder im Raum schmerzerfüllt die Hände auf die Ohren pressen musste. Sogar Beni war aus dem Masochistenraum gestolpert und blinzelte desorientiert ins grelle Licht.

      LIAM! ICH WUSSTE ES! WIR SIND UNS ÄHNLICH! ICH HEGE GENAU DIESELBEN GEFÜHLE FÜR IHN! ICH HAB'S GEWUSST... DU BIST GENAU WIE ICH! DU BRENNST VOR LIEBE.“

      Mit einem Mal explodierte der Sound im Club: Das Kreischen einer verzerrten E-Gitarre mischte sich mit einem peitschenden Bass und aggressiven Beats. Es klang dreckig, laut und treibend. Beni sah sich irritiert um; er dachte, er hätte den Höhepunkt der Nacht verpasst, und suchte nach der tanzenden Menge. Stattdessen erloschen die Bilder der hübschen Jungs auf den Monitoren und machten einer Karaoke-Anzeige Platz. Da gab es Lyrics zum Mitsingen?! Beni war sofort Feuer und Flamme. Endlich Action!
      „Wir legen los, Serena. TAKE 1: Die Befreiung der Liebe aus ihren Fesseln.“
      Die psychopathische Stimme aus den Boxen begann ein irres Summen, wie ein Verrückter, der kurz davor war, eine Arie anzustimmen. „Liam... dieser Song beschreibt genau, was wir für ihn empfinden. Ich habe ihn ihm früher oft vorgesungen... Er hat jedes Mal gezittert vor Übelkeit. Singst du mit mir? <3“Der Tonfall war beängstigend sanft, fast schon zärtlich, was die Einladung nur noch kränker wirken ließ. Nur Beni bekam von der Bedrohung nichts mit. Er feuerte sie begeistert an: „YEAH! LIAM, GIB ALLES! SING SCHON! WUHU!“ Dabei betrank Beni natürlich ganz schön und kleckerte den Boden voll.





      "...Du bringst mich aus dem Takt, Takt, Taktgefühl
      Fühlst du, wie ich mich heut ganz in dir verlier? ~"

      Das kranke Theaterstück nahm seinen Lauf. Der Beginn einer Liebe, einer Obsession, einer Gefangenschaft. Der Prolog. Serena stürmte los, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, und ließ ein kleines Messer in ihrer Hand aufblitzen. Ihre violetten Augen glühten in einem unnatürlichen Pink und bohrten sich in Liams Gesicht. Sie rannte auf ihn zu, riss die Klinge in die Höhe, als wollte sie ihn eiskalt abstechen. Eine bizarre Form der Dankbarkeit.

      "Durch dich werd ich heut neu, neu, neu gebor'n
      Denn das, was ich brauch, find ich, ich, ich in dir."

      "Ich wünschte...Ich wäre dir nie begegnet...Du beschissenes Schicksal."


      Doch Haaresbreite vor ihm riss sie die Waffe herum, drosch sie in das Bettzeug und schlitzte die Matratze mit einem brutalen Ruck auf. „SCHEISSE – LIAM! WEG DA!“, schrie Janon in blinder Panik und rannte los. In diesem Moment war völlig vergessen, dass er ihn eben noch in die Hölle gewünscht hatte. Serenas Finte hatte ihren Zweck erfüllt: Sie wollte Liam Todesangst einjagen. Was wie ein völlig gestörter Scherz wirkte, war bitterer Ernst. Aus den aufgerissenen Daunen quoll etwas Albtraumhaftes hervor. Lebendige, giftige Ranken wanden sich aus dem Spalt und sonderten einen widerlichen, säuerlichen Gestank ab.

      "Du bist alles, alles was mich fesselt.
      Niemand kennt mich besser.
      Alles, was ich will, bist du!"


      Die Ranken verfingen sich in Janon und warfen ihn aus dem VIP-Bereich heraus, sodass er auf einen Glastisch landete, der laut zersplitterte. Serena wütete weiter, zerfetzte das gesamte Bett, bis die Schlingpflanzen wie Schlangen hervorschossen. Sie wickelten sich um Harvey und Larry, kesselten sie ein, bis die beiden unter dem wuchernden Dickicht verschwanden. Aber sie schrien nicht. Sie lachten. Ein irrer, manischer Chor, der genau wie der Psychopath aus den Boxen klang. Und dann stimmte auch noch Lämmchen in das Gelächter ein – laut, schrill und völlig wahnsinnig wie ein Clown, der genauso gefangen wurde von den Ranken. Doch Serena war nicht fertig, mit ihrer Klinge durchstach sie bestimmte Bereiche, als suchte sie etwas. Aus jeder offenen Stelle krochen hochgiftige Pflanzen hervor, verströmten einen schrecklichen Geruch, der einen schwer Atmen ließ.



      "LIAM, Ich höre dich gar nicht? HÄÄÄ? LOS MIT MIR! Und darum..!
      Such mich, find mich, treib mich weiter!
      Halt mich, zwing mich, immer weiter!!!
      Lass mich, lass mich, lass mich nie mehr los!!!"


      Aus den Lautsprechern nörgelte der Moderator über Liams Schweigen, war aber sichtlich amüsiert darüber, dass Beni aus voller Kehle mitsang. Ein grandioser Song für Lord Korbos, schoss es dem Hünen durch den Kopf. Muss ich mir unbedingt merken! Nur diese wuchernden Ranken störten ihn – ihr säuerlicher Geruch ließ seinen Kopf unangenehm schwammig werden.Dann zerklirrte die Welt. Die Glaswand zum VIP-Bereich zersplitterte krachend. Janon stöhnte schmerzerfüllt auf. Er lag inmitten der messerscharfen Trümmer des Glastisches. Die Scherben bohrten sich gnadenlos in seinen Körper, doch diese peinvolle Agonie war das Einzige, das seinen Verstand aus dem halluzinierenden Nebel zerrte. Trotz der Qualen suchte er panisch nach Liam. „Liam... Arrgh... Geh zu dem Ochsen..!“, stieß er hervor, in der Hoffnung, Beni wäre ein sicherer Hafen. Sein Kopf kreiselte. Schwer atmend presste Janon eine Hand auf seine blutende Seite und wuchtete sich hoch. Er konnte nur zusehen, wie Serena wütete und das Inventar in Stücke schnitt. Er wusste exakt, was ihr Ziel war, und der Schweiß trat ihm auf die Stirn.„LASS DEN SCHEISS! HEY! WARUM ZERSTÖRST DU ALLES?!“, brüllte er.



      Die dreckigsten Beleidigungen lagen ihm auf der Zunge, doch er schluckte sie hinunter. Er würde sie sich nur selbst an den Kopf werfen. Zu sehen, dass sie quasi er war, ließ seinen Magen rebellieren. Serena prustete auf. Ihr Lachen klang haargenau wie sein eigenes, bevor es abbrach und vollkommener Leere wich. Ihr Blick wurde eisig. „Gib einfach auf. Wir können ihm ohnehin nicht entkommen. Wir müssen ihm endlich diese verdammte Tür öffnen. Es ist unsere einzige Chance, hier rauszukommen. Besser, sich ihm auszuliefern, als hier elendig zu krepieren, oder nicht?“ Ihre kalte Logik war unerträglich. Sie wusste ohnehin, dass Janon das Versteck der Tür niemals preisgeben würde, also verschwendete sie keine Atemluft an Fragen. Und während die Realität um sie herum zerfiel, ging das irre Karaoke-Programm aus den Boxen einfach weiter.



      Janon platzte der Kragen. Er weigerte sich, Serena weiter dabei zuzusehen, wie sie alles um ihn herum zerstörte. Es glich einem freiwilligen Suizid, ihr das Feld zu überlassen; er musste sie zerschlagen. Doch die mutierenden Ranken versperrten ihm den Weg. Und dann schloss sich plötzlich eine Hand wie ein Schraubstock um Janons Arm. Er fuhr herum – und das Blut gefror ihm in den Adern. Vor ihm stand Harvey. Doch sein süßes Gesicht war unter einer jener abscheulichen weißen Clownsmasken verborgen, die schon die Freunde seines Vaters getragen hatten. Ein starres, diabolisches Grinsen starrte ihn an. Harvey drängte sich an ihn, wollte ihn berühren, und ehe Janon reagieren konnte, waren auch Larry und Lämmchen da. Wie eine willenlose Flut schwappten sie über ihn, klammerten sich an ihn. Die kalten Masken rieben an seiner Haut, während sie seinen Duft tief einsogen und dabei unablässig den irren Song mitsangen.

      "Dein Rhytmus bringt mich um, um, um den Schlaf.
      Schlaf nicht ein, mein Schatz, ich will noch mehr von dir.
      Die Welt dreht sich heut nur, nur, nur für dich...
      Mach die Augen auf und tanz, tanz, tanz mit mir."


      Panisch stieß Janon sie von sich. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Die drei wirkten wie ferngesteuerte Zombies, und ihr Lachen war ein perfektes, krankes Echo des Moderators. „VERDAMMTE SCHEISSE!“, brüllte Janon. Er musste blind um sich schlagen und austeilen, um sich aus ihrem morbiden Griff zu befreien. Trotz der Hiebe wichen sie kaum zurück. Völlig verzaubert schwebten sie um ihn herum und sangen unermüdlich weiter.


      Es war bereits zu spät. Hinter dem Blattwerk hatte Serena längst gefunden, wonach sie suchte. Die giftigen Ranken gaben den Blick auf eine massive eiserne Tür im Mauerwerk frei. Sie besaß einen klobigen Griff und war über und über mit Rost überzogen – ein stummes Zeugnis dafür, dass sie seit Ewigkeiten niemand mehr geöffnet hatte. Serena legte die Hand auf das kalte Metall, hielt aber inne, als Janons schriller Schrei den Raum durchschnitt.



      „LASS DIE TÜR ZU! DAS IST NICHT DER AUSGANG!!! ES IST--...“ Seine Stimme brach hysterisch weg. Die Distanz zwischen ihnen war zu groß, doch er streckte verzweifelt den Arm nach ihr aus, als könnte er sie allein mit seinem Willen zurückhalten. Serena sah ihn an. Sie fühlte seinen unerträglichen Schmerz, doch sie saßen in der Falle.


      Es gab nur diesen einen Weg, und Janon wusste das genauso gut wie sie. Sie musste tun, wofür sie erschaffen wurde. „Stell dich endlich der Realität ...Stan hat recht. Ein feiger Mistkerl beschreibt Janons Charakter.“, flüsterte sie beinahe sanft. „Hör auf wegzulaufen. Er wird sowieso wieder hinter dir stehen. Er lässt dich nicht los. Niemals. Du kannst also genauso gut zu ihm laufen...Er kennt nämlich den Ausgang.“ Die endgültige Härte dieser Worte brach Janons letzten Widerstand. Er krachte auf die Knie und rang keuchend nach Luft. Die Tür war zwar noch verschlossen, doch konnte man sie genau sehen. Vom Club jedoch...war kaum noch etwas übrig.

      "...Nackte Füße müssen über Scherben geh'n
      Wenn sie erstmal bluten, woll'n sie nie wieder steh'n..."



      Einer der Bildschirme, von denen Beni eben noch eifrig seinen Text abgelesen hatte um mitzusingen, flackerte. Statt der Karaoke-Lyrics erschien plötzlich eine Videoaufnahme. Zuerst sah man ein völlig normales, penibel aufgeräumtes Wohnzimmer. Doch dann erlosch auf der Aufnahme abrupt das Licht – und offenbarte die schreckliche Wahrheit. Als sich die Dunkelheit legte, glich der Raum einem Albtraum. Die Couch war in Fetzen gerissen, der Boden übersät mit leerem Alkohol, rostigen Ketten und Drogenutensilien. Ein dreckiger, unheilvoller Qualm schien durch das Zimmer zu wabern. Mitten über dieser Szenerie prangte die kalte Einblendung: TAKE 2.

      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      Der feste druck denn Liam eben noch gespürt hatte schien nach zulassen. Für ein kurzen Moment stieg in dem Rothaarigen die Hoffnung das Janon Einsicht zeigte.
      Doch plötzlich fühlten sich die Körpertemperatur von Janon ganz kalt an...Als wäre die eben noch Überhitzte Freude aus ihm hinausgezerrt wurden.
      Ruckartig weiteten sich die Augen von Liam, gerade passierte etwas....Womit er nie damit gerechnet hatte das einmal passieren würde.
      Wie oft....Wie oft hatte Liam mit den Gedanken gekämpft Janon seine tiefen Gefühle von Liebe zugestehen.
      Doch egal wie oft...Immer kam etwas dazwischen.
      Als wollte das Schicksal nie das Janon begriff das Liam ihn auf einer weise Liebte die Anderes war als zwischen Freunden oder Sex-Partnern...
      Manchmal gab Liam einfach auf...Und Genoss denn die Zeit mit Janon.
      Es gab für ihn nichts schöneres in seinem Leben an Janons Seite sein zu dürfen...
      Aber dann fragte er sich doch immer wieder...Was würde passieren wenn seine Gefühle ihn eines Tages doch erreichen würden...?



      Vielleicht...Musste nur die richtige Zeit und Moment kommen damit diese brennenden Gefühle von Janon in empfang genommen wird.
      Liam hatte Geduld...Es war Okay wenn es nicht Morgen oder in den nächsten Jahren so sein würde...Er war nie traurig oder Enttäuscht darüber wenn erneut eine Chance verstrich.
      So hatte er immer darüber Gedacht...
      Aber das dieser...Moment jetzt kommen würde hätte Liam niemals erwartet und die Reaktion, war schmerzvoller als er sich in seinen Tausenden von Vorstellungen jemals erträumt hatte.

      "Laber kein Scheiß. Sag mir, dass du Witze machst...."





      Janon forderte ihn auf....Die Worte, vermutlich auch die Gefühle die viel zu viel für Janon war zurück zu nehmen.
      Im selben Moment wusste aber Liam das Janon es ihm sicher nicht glauben würde!
      Dafür kannte ihn Janon doch viel zu gut....
      "Ich...ähm...",stammelte Liam mit einem schmerzhaften stechen in der Brust, er wünschte er könnte es zurück nehmen aber es wäre gelogen...Es wäre für Liam nicht einmal schlimm gewesen wenn seine Gefühle nicht erwidert wurden. Aber das Janon seine Gefühle mit einer solchen Wucht zurück katapultiert und sogar der Glanz in seinen Augen verlor....
      ...Warum musste das jetzt passieren...?


      Es tut mir Leid....
      Am liebsten hätte Liam die richtigen Worte gefunden um Janon zu beruhigen aber dieser war vollkommend außer sich....
      War seine Liebe wirklich so abstoßend und erstickend...?!
      Was...hatte er Falsch gemacht....?

      "LIAM! NIMM ES ZURÜCK! JETZT!“

      Der griff wurde wieder bestialisch stärker von Janon und sein keuchen als wäre er das schlimmste übel....
      Auch als begann ihn Würgen konnte gerade zu spüren das Janon ihm am liebsten aus seiner Welt gestoßen hätte. Er hatte kein Platz an seiner Seite mehr?
      Dieser Gedanke machte Liam am meisten Angst...Der Boxer wütete immer weiter das Liam zusammen zuckte bei jeden schlag oder schebbernden Gegenstand.
      Er rechnete jeden Augenblick damit das ihn eines davon treffen würde...Entweder hatte Liam in denn Augenblick nur Glück oder Janon versuchte sich für ihn noch zusammen zu reißen. Aber seine Hoffnung schwand sogleich bei Janons hysterisches Lachen...

      „HahHAHAHA... SCHEISSE! Wir hätten SO VIEL SPASS haben können!! ... ABER DU...“

      Mit diesen Ausbruch hatte Oscar ebenfalls nicht gerechnet, etwas war der Blonde verwirrt...Er selbst gestand doch seinem Bad Boy jede Sekunde seine Liebe?
      Warum flippte er denn bei Liam so auf dieser Art und Weise aus?
      Eigentlich würde es der Ex-Häftling mehr als erregend und Unterhaltsam finden, wäre da nicht dieser weinerliche Unterton bei Janon...Es war keine Pure Wut die er so Heiß bei ihm fand...Da war etwas Anderes...Hatte Janon ernsthaft Angst??



      Für Oscar sah Janon aus wie ein Wildes Tier im Käfig, das um sich schlug mit seinen Krallen und laut Fauchte...Aber diese Tiere waren oft nur so weil sie panische Angst hatten.
      Das Janon so ein Feigling war, dass hatte er ihm gar nicht zugetraut. Er hatte auf ihn sehr Mutig und Selbstbewusst gewirkt, schließlich hatte er sich ohne groß nachzudenken mit ihm angelegt!
      Doch jetzt?
      Oscar verlagerte sein Gewicht ein wenig, während er das Schauspiel beobachte. Liam würde immer kleiner wie ein Wurm der sich am Liebsten für immer in der Erde verkriechen wollte.
      Der Blonde fragte sich ernsthaft was an Liams Liebe so Anderes war an seiner...

      „... Wegen dir sehe ich ihn wieder! Wie einen verfickten Geist! Warum ist das seit der Insel so verdammt intensiv?! Ich hatte es doch unter Kontrolle! Welchem Gott hab ich ans Bein gepisst, dass er mich in diese Hölle zurückzerrt?! Kacke ... Ha ... haha ... Aber nicht mit mir. Ich zeig diesem Schwein, dass ich drüber weg bin. Liam ... Fick dich. Ganz ehrlich. Ich hätte dich verdammt noch mal nicht einladen dürfen...“

      Mit jeden Wort von Janon fühlte es sich für Liam an als entreißt ihm sein engster Freund jegliche Farbe aus seinem Leben.
      Es klang aus seinen Mund beinahe danach als wollte er sagen, das er sich wünschte ihn nie in seinem Leben begegnet sein zu wollen...
      Das...Das wollte doch Janon damit sagen oder? Wenn seine Liebe für ihn die Hölle auf Erden bedeutet...Sollte er seine Gefühle wohl wirklich für immer in verschloss halten aber wenn diese einmal geöffnet wurden...War das überhaupt möglich?
      Er begriff nicht welche Geist Janon zu sehen glaubte aber das er der Auslöser dafür war brachte ihn erneut zum schluchzen.

      Auf einmal erklang eine Stimme...War das dieses Katzenmädchen zu Anfang?
      „Nimm’s ihm nicht übel, Liam“
      Jetzt fühlte es sich an als hätte sie es schon fast geahnt das soweit kommen würde....



      „Aber... Janons Herz gehört längst jemand anderem. Und diese Liebe... zerfrisst ihn von innen heraus. Langsam, wie eine fleischfressende Pflanze.“
      Das Herz von Janon gehört jemand....Anderen? Er kannte Janon schon so lange...Aber das sein Herz jemand Anderen gehört? Das wäre ihm vollkommend Fremd...
      Sichtlich war auch Janon ganz verwirrt von dem erscheinen des Mädchens...Bis jetzt schien er ihnen wohl nicht geglaubt zu haben, doch die Dinge wurden noch viel verrückter...

      „Willkommen in meinem wunderschönen, selbst erdachten Traum, meine verehrten Gäste. Es ist FUN-Time! "

      Die plötzlich tiefe Stimme Änderte die Atmosphäre sofort.
      Auch Stan hatte sich mittlerweile von der Wand gelöst und war näher getreten. Laut dieser Stimme ging es um ein Lebensprojekt...Fast könnte man glauben das nun alle bizarren Dinge mit einemschlag sich doch mit Logik aufklären ließ...Das sie in einer Verrückten Game-Show waren und alles Inszeniert wurde.
      Doch an diese Hypothese glaubte Stan eine weile nicht mehr...Sein Blick fokussierte genau Janon und das Katzenmädchen.



      Es war Todesstill geworden. Sie alle hörten der Stimme zu die eine bebendes unruhigendes Gefühl auslöste...Nefeli hatte nicht gelogen damit das sie schlimmes erwarten würde.
      Stan blieb wachsam, es war mit seine Verantwortung das nun hier waren...Er würde nicht zulassen das einer der Anwesen Körperlich zu Schaden kam!
      Plötzlich Brüllte die Stimmer in der Anlage so laut das sich Oscar vor schmerzen die Ohren zu hielt.

      „LIAM! ICH WUSSTE ES! WIR SIND UNS ÄHNLICH! ICH HEGE GENAU DIESELBEN GEFÜHLE FÜR IHN! ICH HAB'S GEWUSST... DU BIST GENAU WIE ICH! DU BRENNST VOR LIEBE.“

      Verwirrt und verstört stieg Hitze in das Gesicht von LIam.
      Was wollte die schrecklich klinge Stimme von ihm?!?!
      "ÄHH...W-w-w-was?!"


      Hektisch sah er sich in allen Richtungen um. Wurden Sie beobachtet?! Und wem zum Teufel soll er Ähnlich sein?!
      Erneute laute töne folgten als wollte man ihre Trommelfelder zum Platzten bringen!!
      Auch Beni war wieder bei ihnen, obwohl vielleicht besser wäre wenn sie sich jetzt alle wieder in sicherheit bringen!

      „Wir legen los, Serena. TAKE 1: Die Befreiung der Liebe aus ihren Fesseln.“

      Liam wechselte verzweifelte Blicke mit Stan der klinisch versuchte das ganze zu Analysieren während sich Oscar noch immer die Ohren zu hielt und irritiert zum Bildschirm blinzelte. Karaoke....?
      „Liam... dieser Song beschreibt genau, was wir für ihn empfinden. Ich habe ihn ihm früher oft vorgesungen..."
      Das Herz von Liam hämmerte immer stärker...Konnte IRGENDJEMAND diese Stimme zum schweigen bringen?!
      Es fühlte sich für Liam an als wäre in mitten einen Konzert, wo jemand sein schief gelaufenes Liebesgeständnis nun auch noch mal laut für alle Wiederholte!!
      Und ...Diese Art von Wir zu sprechen ließ ihn komplett verwirrt dreinschauen. Auch wollte die Stimme das er mit singt---

      „YEAH! LIAM, GIB ALLES! SING SCHON! WUHU!“
      Die Anfeuerung von Beni war vollkommend fehl am Platz.
      Er würde...Doch jetzt nicht Singen?!
      Was für ein wirres Krankesspiel war das denn jetzt auf einmal?



      "...Du bringst mich aus dem Takt, Takt, Taktgefühl
      Fühlst du, wie ich mich heut ganz in dir verlier? ~"

      Der Gesang hämmerte in Liams Ohren...Paarte sich mit sein blutenden Herz, als wollte ihn der Kerl das er seinen Schmerz aus seiner Seele sang.
      Doch keine einziger Ton wich seine Lippen....
      Die ganze Welt schien sich für ein Augenblick um Liam zu drehen....



      [i]"Durch dich werd ich heut neu, neu, neu gebor'n
      [/i][i]Denn das, was ich brauch, find ich, ich, ich in dir."[/i]
      Was war das für ein unbeschreibliches Gefühl?!
      Es fühlte sich wie der tiefe fall einer Achterbahn an, das hüpfende Gefühl in der Brust....
      "Ich wünschte...Ich wäre dir nie begegnet...Du beschissenes Schicksal."
      Plötzlich stürmte das Mädchen mit dem Messer auf ihn zu, sein Herz das schon wie Wild schlug knallte brutal gegen seine Rippen als er sein Gleichgewicht beinahe verlor, als er zurück schreckte.
      „SCHEISSE – LIAM! WEG DA!“
      Der ganze Club verwandelte sich in einen reinen Alptraum aus unheimlichen Pflanzen während der tiefe Gesang weiter ging!
      Die Pflanzen schienen ein eigenen Leben zu besitzen und katapultierten Janon aus der VIP-Raum heraus. Sogleich streckte Oscar seine Arme zur Seite aus um sein Bad Boy aufzufangen, bedauerlicherweise war er ein paar CM zu weit rechts, so das Janon wie Kanonen Futter an ihm vorbei rauschte und auf dem Glastisch landete.
      "Oh zu schade~", schnurrte Oscar schadenfreudig.
      Aber die Freude verging dem Blonden schnell als er sah was für eine Kranke-Scheiße eigentlich passierte...Sein Ex Freund und Harvey lachten während sie von den Pflanzen umwickelt wurden, er hatte doch gewusst die waren nicht echt! So abgedrehte scheiße hatte in keinen seiner Drogen-Rauschs erlebt.
      Sein Blick ging rüber zu Beni der freudig mit sang mit dem Kelr aus dem Lautsprecher, der Typ war ja noch durchgeknallter als er...

      Stan der sich vorgenommen hatte jeden zu beschützten, musste sich eingestehen das nicht einmal mit einem Muskel gezuckt hatte als Janon auf den Tisch knallte...
      Nun...Ein paar Leute hier würden mit ein paar Schrammen schon überleben. Sorgen machte er sich wirklich ehe rum Liam der total neben sich wirkte bei dem Gesang und viel zu nahe bei der wilden Katzenmädchen stand die alles mit ihrem Messer zu zerfetzten schien.
      Erst als Janon sich erneut meldete bewegte sich der Rothaarige mehr aus dem VIP-Raum heraus und der Blonde zog den Winzling etwas hinter sich.
      Interessiert beobachtete Oscar wie die Frau hier alles zu zerstören drohte und genau so laut los lachte wie Janon.

      „Gib einfach auf. Wir können ihm ohnehin nicht entkommen. Wir müssen ihm endlich diese verdammte Tür öffnen. Es ist unsere einzige Chance, hier rauszukommen. Besser, sich ihm auszuliefern, als hier elendig zu krepieren, oder nicht?“
      ...Türe öffnen?
      Der Ex-Häftling sah wie aufgebracht Janon wieder wurde, booor....Schon wieder diese Panik in seinen Äuglein!



      Und dann...Als wäre nicht schlimm genug tauchten Larry und Harvey wieder auf. Dieses mal mit Masken auf ihrem Gesichtern. Ein widerlicher Schauder durch ging Oscars Körper...Ausgerechnete Masken...Die lösten keine sehr schöne Erinnerung bei ihm aus, obwohl er eher Tierische Maske gewöhnt war bei Larry....
      Umso deutlich war für ihn ein erneuter Beweis das dies auf keinen Fall Larry sein konnte. Er würde nie eine Andere Maske tragen als die zu den Sharks gehört...
      Das war nicht sein Style...Der Ärger vor einigen Minuten verflog langsam aus Oscar...Zu wissen das Janon nur mit Freaks seinen Spaß gehabt hatte war beunruhigend. Auch wenn er es ihm nie vergeben würde!
      Aber auch Liam erschauderte bei den Anblick, auch Lämmchen trug eine Maske...Es war wie in einem Horrorfilm!!
      Als Janon von den Zombies ergriffen wurden wollte Liam schon vorwärts laufen um ihm zu helfen, doch der abweisende Blick von Janon brannte sich erneut auf seine Haut und er rührte sich nicht vom Fleck.
      Derweil hatte das Katzenmädchen wohl das Gefunden wonach sie suchte, die giften Pflanzen schien eine Türe versteckt gehalten zu haben!

      „LASS DIE TÜR ZU! DAS IST NICHT DER AUSGANG!!! ES IST--...“
      „Hör auf wegzulaufen. Er wird sowieso wieder hinter dir stehen. Er lässt dich nicht los. Niemals. Du kannst also genauso gut zu ihm laufen...Er kennt nämlich den Ausgang.“
      Oscar sah zwischen denn beiden hin und her, wie ein Hund der sein Spielball verfolgte...
      Aufgeregt begann er zu strahlen als hätte er endlich die ganze Situation kapiert!
      "Wie GEIL! Zwei Bad Boys!! Und einer ist total beschissen verkleidet!"



      Stan der darauf achtete das die Giftigen Pflanzen ihnen nicht zu nahe kam sah etwas fragend zu Oscar der auf einmal wieder bei bester Laune zu sein schien. Erst dachte Stan das Oscar verstanden hätte wofür die Türe eigentlich sein sollte aber seine Begeisterung lag ganz wo anderes.
      "Wovon sprichst du Oscar?", fragte Stan ruhig aber er wusste die Antwort schon...Nur brauchte er die Bestätigen von dem Mann der Dumm genug war das offensichtliche zu bemerken.
      "Na was wohl Stanly! Mein heißen Bad Boy Janon! Der gleich zwei mal hier! So wie der hier herum gewütet hat mit dem Messer, denn Move erkenne ich von KM entfernt! Mann, ich hätte zu gern mein Smartphone! Dieses Lächerliche Weib-Outfit ist so peinlich! Stehst du auf sowas, Janon? Darf dem zweiten Janon unter den Rock schauen?~"
      Stan folgte mit seinem Blick mehr die Türe als Oscar Entdeckung.
      "Ich denke wir haben jetzt wichtigeres auf das wir uns Fokussieren sollten...Diese Pflanzen schein giftig zu sein, wir sollten dieses zeug nicht länger als Nötig einatmen...Wir müssen hier raus!"



      Der Gesang ging weiter und auf dme Bildschirm flackerte ein neues Bild auf mit TAKE 2....
      Wie bei einem Level schien es weiter zu gehen...
      "...Nackte Füße müssen über Scherben geh'nWenn sie erstmal bluten, woll'n sie nie wieder steh'n..."

      Von dem bekam jedoch Liam kaum mehr etwas mit...
      DAS alles war zu viel für ihn....
      Die Zeit auf der Insel...
      Die Dinge die im Club passiert waren....
      Es war...zu VIEL
      Tränen liefen dem Rothaarigen über das Gesicht als er anfing heiser zu lachen, bis es immer kräftiger wurde.
      "H-HahAhhahaha!! HahAHHHAHA!!~ Wir...Finden den Ausgang niemals! Ha-HahAHa Wir werden uns immer weiter drehen ~ drehen~ drehen~ wie in einem Karussell! Wie...Unglaublich....Traurig Lustig"



      Liams Körper begann vor lachen zu schmerzen und er hob sich die Hände an den zitternden Körper.
      "Haha, es hat gar kein Sinn! Nichts hat überhaupt Sinn...HAHHAHA, Wir sind Gefangen in einem Labyrinth, für IMMER HaAHHhAha!!! "
      Kurz sah Oscar von Bildschirm wieder zum Hysterisch lachenden Liam der total die nerven verloren hatte.
      "Wow, dem Winzling hat jetzt total das Hirn zermanscht! Aber ich hab es doch auch schon gesagt am Strand! Lasst uns doch einfach für immer hier bleiben! IST doch voll Lustig hier! Bis auf diese Kranke-scheiße da."
      Dabei sah er zu den Maskenträgern um Janon herum.
      Oscar ließ seine Fingerknöchel knacken und ging auf den Haufen zu die um Janon kreisten.
      "So langsam hast du dich genug mit den Anderen amüsiert Bad boy."



      "Wenn ihr nicht endlich mit den beknacken Lachen aufhört, schlag jeden von euch in eure verdammte Fresse das ihr euch an euren Zähnen verschluckt!!"
      Dabei holte auch schon aus um schlug einen davon mit voller Wucht mit der Faust gegen die Maske, er hatte keine Lust seinen Kopf weiter anzustrengen, hier war sowieso alels total komisch...Lieber Prügelte er sich jetzt mit irgendwas anstatt wie Liam auch noch den Verstand zu verlieren.

      Stan betrachtete den Bildschirm, es war für ihn ganz klar das sie hier wie bei einer Show in verschiedene Szenarios weiter gebracht wurden.
      Doch das wichtigste schlüsselpunkt in allem war nun die Türe...Und daraus schließend das Oscar erkannt hatte das diese Serna auch Janon sein sollte, brachte ihm auf dem wichtigen Punkt das der Schläger der war am meisten von hier wusste es aber nicht mit ihnen teilte.
      "Wirst du nun endlich dieses Versteckspiel beenden?"



      Fragte er mit scharfen Tonfall in Janons richtung.
      Es würde ihn nicht wundern wenn Janon in der Lage oder in besitzt eines Schlüssel war um die Türe zu öffnen.
      "Erst der Strand an dem man seine Stärke beweisen kann und dann der Club wo du auf einmal Heiß begehrt wirst...In allen Situation waren es Orte die zeigen sollten was für ein Mann du bist Janon. Wir stecken ganz eindeutig wegen DIR hier so lange fest. Mir sind deine Gründe und wie zum Teufel du das machst oder du Hilfe dabei hast gleichgültig aber selbst du solltest jetzt begriffen haben, dass es zwecklos ist! Du machst es für dich und uns nur noch unnötig schwerer! Ich bin mir sehr sicher das du etwas über dieses Wohnzimmer auf dem Bildschirm weißt. Es wird Zeit das du wirklich Stärke beweist und uns hier rausbringst! Keiner von uns wird bei deinem Lächerlichen Tour weiter mitmachen! Ich hab keine Zeit für das hier...Ich hab in der Realität Pflichten zu erfüllen!"
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer & Beni Darkwood

      "Wie GEIL! Zwei Bad Boys!! Und einer ist total beschissen verkleidet!"

      Serena war ganz baff von Oscars Grips, den er sonst nie unter Beweis stellte. Zwar war es eher negativ für sie, dass der Ochse sich hier ein Puzzle zusammenlegte - am besten wäre er weiterhin strunzdumm - doch wer hätte schon damit gerechnet? Janon selbst reagierte nicht auf die Schlussfolgerung, die der Ex-Knasti stellte. Viel zu versunken in seinen eigenen Gedanken, starrte er wie hypnotisiert auf die Tür, als könnte sie sich jeder Zeit davonbewegen.

      "Dieses Lächerliche Weib-Outfit ist so peinlich! Stehst du auf sowas, Janon? Darf dem zweiten Janon unter den Rock schauen?~"

      Serena warf Oscar einen flüchtigen Blick zu und schenkte ihm ihr strahlendstes, sarkastischstes Lächeln. Warum um alles in der Welt musste er ausgerechnet jetzt dabei sein? Janon würde allein schon wegen seiner Anwesenheit die Tür niemals aufmachen.

      "Verfickter Scheißkerl. Nur wenn ich zwei Finger von dir abbeißen darf.",
      bot sie ihm mit einer rauen Stimme aus brennender Wut an. Bloß nicht sich auf den Ochsen konzentrieren. Serena musste weiter ihre Aufgabe erledigen. Sonst drohten harte Konsequenzen.



      "Haha, es hat gar kein Sinn! Nichts hat überhaupt Sinn...HAHHAHA, Wir sind Gefangen in einem Labyrinth, für IMMER HaAHHhAha!!!"

      Liams freudiges Lachen wirkte so ansteckend, dass Beni amüsiert einstimmte. Er merkte gar nicht, dass Liams Heiterkeit in Wahrheit ein Zeichen völliger psychischer Überlastung war. Fast schon zärtlich zupfte Beni eine Pflanze ab und schnupperte an der Blüte. Oh ja, die waren wirklich hochgiftig. Ein kleiner Atemzug genügte, und seine Nase wurde schlagartig taub. Sein Wissen über Gifte stammte zwar nur von Infinity, und das auch nur aus Selbstversuchen, aber das reichte ihm.

      „Mhm … Wir werden wohl in ein paar Minuten draufgehen. Wie aufregend“, bemerkte er mit einem breiten Grinsen. Das hier war schließlich nur ein Spiel für ihn. „Zeit, dass wir hier verschwinden.“ Schließlich durfte er Lord Korbos auf keinen Fall enttäuschen, und der wäre von Benis vorzeitigem Ableben sicher alles andere als angetan.



      "So langsam hast du dich genug mit den Anderen amüsiert Bad boy."

      Er trat an Liam heran und verpasste ihm einen derart schmerzhaften Klaps auf den Rücken, dass es fast wirkte, als wolle er ihm die Tränen aus dem Gesicht prügeln. „Ey, Kopf hoch! Jedes Labyrinth hat einen Ausgang und jeder Urlaub ist mal vorbei. Wir finden hier schon raus.“Für Beni war dieser „Urlaub“ nämlich ein voller Erfolg gewesen: Sie hatten am Strand abgehangen, sich mit diesen fiesen Bananos angelegt und er hatte jede Menge Spaß mit Osi gehabt. Im Club gab es reichlich zu trinken – der einzige kleine Wermutstropfen waren diese religiösen Predigten von diesem Bärchen gewesen. Aber insgesamt musste er Lord Korbos wirklich dafür danken!Dann fiel Benis Blick auf Oscar, der sich gerade mit drei maskierten Männern anlegte, aus deren Körpern Pflanzen wucherten. Beni fackelte nicht lange. Er krempelte die Ärmel hoch und stürzte sich mit ausgebreiteten Armen in den Kampf. „Lili, mach mit! Nichts baut Frust besser ab als eine ordentliche Schlägerei!“, rief er über die Schulter.



      Dann nahm er das Lämmchen ins Visier, um es mit einem astreinen Wrestling-Move auf die Bretter zu schicken. Die maskierten Männer waren jedoch zäh, die Pflanzen luden sie erneut mit Energie auf und bewegten sich auf Beni und Oscar zu. Langsam erhoben sie ihre Händen, die Ranken aus ihren Finger wollten sich an deren Gesichter vergehen. Das grausame Lachen der drei stoppte nicht, es hallte wie ein Echo im gesamten Club wieder. Während Oscar und Beni in einer Schlägerei verwickelt waren, sah Janon nur ganz flüchtig zu ihnen auf, ehe seine Augen wieder zur Tür fielen.

      "Wirst du nun endlich dieses Versteckspiel beenden?"



      Die Stimme des Butlers war wohl seine eigene Rettung gewesen, um nicht vollkommen seiner Trance zu verfallen. So ungern er es auch zugeben mochte. Stan redete ununterbrochen auf ihn ein und verlangte, dieses lächerliche Versteckspiel zu beenden, doch Janon biss sich daraufhin nur auf die Lippen.
      Warte...Was war das? Das Blut gefror in seinen Adern.

      KLopf KlOpf...

      Seine ganze Aufmerksamkeit hing an dem leisen, metallischen Klopfen an der Tür. Anfangs schien er der Einzige zu sein, der es hörte. Es war kaum mehr als ein Kratzen, doch in Janons Kopf dröhnte es ohrenbetäubend. In seinen Gedanken hallte die tiefe, bedrohliche Stimme des Alten wider – und er wusste genau, dass dessen Geduld am Ende war. Janon verkrampfte seine Finger zusammen. Seine Beine versagten aufzustehen und hielten ihn unerbittlich am Boden fest. Verzweifelt suchte er Halt in Stans Stimme, er wollte am liebsten aus dieser Realität verschwinden. Dessen versteckte Vorwürfe hätten ihn normalerweise zur Weißglut getrieben, doch jetzt klammerte er sich an sie, um nicht verrückt zu werden. Er wagte einen flüchtigen Blick zu Stan, zuckte aber bei jedem weiteren Pochen innerlich zusammen. Stans Monolog ging weiter, während das Schlagen gegen das Metall unaufhaltsam anschwoll, bis das Geräusch den ganzen Raum ausfüllte und es niemand mehr ignorieren konnte.

      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"


      Inzwischen drang die raue Stimme des Mannes unüberhörbar zu ihnen durch. Er forderte sie auf, ihm zu öffnen. Konnte er die Tür von außen nicht selbst entriegeln? Oder genoss er dieses kranke Machtspiel und verlangte nach einem förmlichen Empfang? Es war geradezu grotesk: Ein Mann, der nichts als Grausamkeit über bringen wollte, begehrte Einlass wie ein hochgeschätzter Gast. Janon dachte gar nicht daran, sich dem kalten Metall auch nur einen Schritt zu nähern. Ganz anders Serena. Sie hatte sich in der Nähe des Eingangs postiert, die Arme abweisend verschränkt. Sie versuchte krampfhaft, eine Maske der Gleichgültigkeit aufrechtzuerhalten, doch ihre Katzenohren, die bei jedem dumpfen Schlag unwillkürlich zuckten, verrieten ihre wahre Anspannung. Dennoch bewies sie eine eiserne Härte, die Janon in diesem Moment fehlte – wohl wissend, dass ihnen ohnehin kein anderer Ausweg mehr blieb.
      Janon versuchte verzweifelt, sich zusammenzureißen. Mühsam zwang er sich auf die Beine. Seine Knie zitterten, doch er stämmte die Füße auf den Boden, um nicht umzukippen. Seine Maske bröckelte; die nackte Unsicherheit stand ihm ins Gesicht geschrieben, während sich tiefe Sorgenfalten in seine Stirn gruben. Als er schließlich etwas sagte, war seine sonst so harte Stimme völlig verschwunden. Stattdessen klang er plötzlich wie ein ertappter Schuljunge, der stammelnd nach einer Ausrede suchte, weil er beim Spicken erwischt worden war.

      "Du...hast sie doch nicht mehr alle. Das wir noch nicht draußen sind... hat nichts mit mir zu tun! Denkst'e ich bin gerne hier... mit euch?! Ich----"



      "ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 ᗪ乇丨几 Ꮆ乇卄乇丨爪几丨丂 丂乇丨几!"

      Doch die grausame Stimme schnitt Janon abrupt das Wort ab und schnürte dem Boxer regelrecht die Kehle zu. Da die Gefahr nun unmittelbar hinter der Metalltür lauerte, huschte Janons Blick fieberhaft durch den Raum, verzweifelt auf der Suche nach einem anderen Ausweg. Sein Herz hämmerte wie wild gegen seine Rippen. Jeden Moment würde die Tür nachgeben. Sie mussten hier verschwinden. Sofort.„Mach einfach die Tür auf, dann seid ihr draußen“, fiel Serena ihm in die Parade, noch bevor er sich eine neue Ausrede zurechtlegen konnte. Für seine Lügen hatte sie absolut keine Geduld mehr, es war Zwecklos. Wie auf ein unsichtbares Kommando schwoll das Klopfen bei ihren Worten so gewaltig an, dass eine Vase vom Tisch rüttelte und klirrend auf dem Boden zerschellte. Jetzt starrte auch Beni mit blut- und giftverschmiertem Gesicht gebannt zur Tür. „Der Typ wartet doch bloß darauf, dass wir ihm aufmachen. Es ist eine Tür - also auch ein Ausgang!“, stellte Beni fest, für den das die einzig logische Erklärung war. „Kein Plan, warum er ein Geheimnis sein will...“, schob er nach, während sein Blick zu den Monitoren glitt, die aus dem Nichts anfingen, wild zu flimmern. „Oh... Was zum Teufel ist das denn jetzt?“

      Beni starrte wie gebannt auf das wilde Flackern der Monitore. Gab es jetzt gleich Musik? Oh, darauf freute er sich tierisch!
      „Keine Ahnung, was für eine Show das hier ist“, wehrte Janon ab, die Panik in der Stimme kaum verborgen. „Aber die Tür bleibt zu. Das wäre das absolute Todesurteil. Macht sie doch auf, wenn ihr sterben wollt, aber ohne mich!“Janon hatte zwar behauptet, kein Dirigent zu sein, sondern selbst nur ein Gefangener. Doch sein Verhalten sprach Bände: Er wusste, wer da draußen stand. Das Gift lag inzwischen schwer in der Luft, und selbst Beni konnte das Taubheitsgefühl nun auf der Zunge schmecken. Trotzdem blieb Janon stur. Er war bereit, an diesem Gas zu krepieren, bevor er die Tür auch nur einen Spalt öffnete. „Du läufst immer nur weg, Schatz …“ Das gefährlich schallende Lachen der rauen Stimme drang durch das massive Holz. Er war nah bei ihnen.

      „Dabei bin ich doch der Einzige, der dich wirklich versteht. Ich bin dein Geheimnis. Kein Tag vergeht, an dem du nicht an mich denkst.“


      Das Klopfen wandelte sich in ein unberechenbares Hämmern – wild, schnell, brutal.

      „Du kennst meine Geduld … Sie reißt so schnell wie ein verfluchter Faden … Und wenn sie reißt …“

      "Halt die Klappe!", brüllte er plötzlich, doch seine Stimme brach erbärmlich und kippte in reinen Horror ab. "Lass mich in Ruhe! Du bist nur ein verdammter Albtraum!"



      Auf den Monitoren hinter Beni änderte sich abrupt das Bild. Das wilde Flackern verschwand. Stattdessen zeigte nun jeder einzelne Bildschirm ein endloses, rauschendes Schwarz-Weiß-Muster – und aus den Lautsprechern kroch ein leises, verzerrtes Summen, das sich langsam zu einer dissonanten, schleppenden Melodie formte. Beni legte den Kopf schief. War das der neue Song? Es klang so gar nicht fröhlich. Es klang eher wie das Kratzen von rostigem Metall. Obwohl der Mann durch die Lautsprecher melodisch zu hören war, ergriff er auch direkt hinter der Tür das Wort. Der Mann...war überall.
      "Ein Albtraum?", gurrte die Stimme von draußen, jetzt leiser, fast zärtlich, was den Wahnsinn in der Situation nur noch unerträglicher machte. Der Rhythmus des Klopfens wandelte sich in ein langsames, genüssliches Schaben, als würde jemand mit bloßen Krallen über das Holz fahren.

      youtube.com/shorts/DfttoUcaWx8?si=XYpTf8f2f4myMsJO

      "Ich bin der einzige Traum, den du noch hast, mein Lieber. Und das Gift... oh, ich höre doch schon, wie ihr nach Luft schnappt. Willst du das deinen Freunden wirklich antun? Mit dir zu sterben, weil du dich weigerst zu mir zu kommen? Dabei ist das Schicksal doch...unveränderbar!"

      Ein heftiges Beben erschütterte den Club. Gemälde krachten von den Wänden und auf dem Bartresen kippten die Cocktailgläser um. Mit einem plötzlichen Knallen platzte eine Lampe nach der anderen; die grellen Neonlichter starben. Wie ein alles verschlingendes Meer schluckte die Dunkelheit das restliche Licht. Janon wich taumelnd zurück. Sein Atem stockte, während die Panik in seinem Kopf explodierte. Wohin sollte er fliehen? Die Finsternis schnitt ihm jeden Fluchtweg ab! Serena hingegen schien die Dunkelheit zu begrüßen...sie floh nicht. Langsam schritt sie auf Janon zu, untermalt von einem neuen, unheimlich verzerrten Beat, der aus dem Nichts erklang. Sie begann zu singen, doch die Melodie wirkte wie eine persönliche, düstere Botschaft nur für Janon. Währenddessen starrte Beni gebannt auf den flackernden Monitor – die absolut einzige Lichtquelle im ganzen Raum –, auf dem gerade etwas auftauchte.




      "Die Augen sie sind Schuld daran,
      Dass ich es nicht vergess'...♫"


      Auf dem Bildschirm füllte plötzlich ein riesiges Auge das Bild aus. Es war auf allen Monitoren zu sehen, bis auf den Zentrum, der noch das Wohnzimmer visuell darstellte. Es starrte zu ihnen herein, als würde jemand durch ein Guckloch direkt in ihre Seelen blicken. Es hatte etwas Bestialisches an sich; blutunterlaufen und völlig wahnsinnig lechzte es förmlich nach ihnen. Die Iris zuckte in purer Manie hin und her. Dieser Anblick jagte selbst Beni eine so heftige Gänsehaut über den Rücken, dass er unwillkürlich einen Schritt von der Monitorwand zurückwich.


      Serena trat dicht an Janon heran, packte ihn erbarmungslos am Kragen und schlug ihm so hart ins Gesicht, dass er krachend zu Boden ging. All das tat sie, ohne auch nur eine Sekunde aufzuhören zu singen. Ihr Gesang klang völlig monoton und lieblos, trug aber eine erschütternde, brutale Wahrheit in sich. Janons Welt drehte sich, sein Kopf pochte vor Schmerz, doch Serena ließ ihm keine Zeit, wieder zu Sinnen zu kommen. Stattdessen setzte sie ihren Fuß schwer auf seine Brust und pinnte ihn gnadenlos am Boden fest. Ihren anderen Schuh presste sie auf seine flache Hand, um jeden Fluchtversuch im Keim zu ersticken. Von oben starrte sie in seine Seele und ließ ihn spüren, wie vollkommen zwecklos sein Widerstand war. Dem Teufel entkam man nicht. Und während er das begriff, sang sie stoisch weiter.

      "Ständig denk ich drüber nach was ich tat..
      Und über deine Spielchen...♫"



      Das manisch zuckende Auge verschwand vom Bildschirm und machte abrupt einer Videoaufnahme Platz. Darauf zu sehen war Janon als Teenie – genau in derselben wehrlosen Position, in die Serena ihn soeben gezwungen hatte. Sein Gesicht war blutüberströmt und mit dunklen Flecken übersät. Er lag im strömenden Regen, umgeben von eisiger Kälte. Doch der Schuh, der ihn auf die Erde presste, war riesig, zweifellos das Schuhwerk eines massigen Mannes. Brutal bohrte der Mann seine Sohle in Janons Handfläche, der sich nicht wehren konnte und gezwungen war, zu seinem Peiniger hinaufzustarren. In genau diesem Moment huschte ein schwaches Lächeln über Janons Gesicht – ein Lächeln, das völlig unerklärlich und unheimlich wirkte.

      "Liebe die schon überläuft...
      ...Und doch kein Ende kennt ♫"


      Mit einem ruckartigen Schnitt wechselte die Kameraperspektive und fing nun nicht länger Janon ein, sondern seinen Peiniger. Der strömende Regen und die undurchdringliche Dunkelheit verschluckten dessen Gesicht, verbargen es wie das eines Teufels. Doch sein Lachen, dieses schallende, irrsinnige Gekicher, schnitt messerscharf durch die Geräuschkulisse. Nur seine Augen blitzten in der Finsternis auf – ein stechender Blick, der sich förmlich in die Seele fraß. Beni schluckte schwer. War das etwa der Kerl, der draußen an der Tür wartete?

      "Während niemand um mich rum ist...bin ich...
      ...Ganz auf der Spur des Teufels ♫"



      Janon biss sich fast blutig auf die Unterlippe und versuchte, sich gegen Serena aufzulehnen, doch sie gab keinen Millimeter nach. Anders als er besaß sie in diesem Moment die absolute Übermacht, denn sie war sich völlig im Klaren darüber, was sie wollte. Ihr Messer noch fest in ihrem Griff, doch dies setzte sie nicht gegen ihn an. Janon dagegen fühlte sich, als würde er vom Erdboden verschluckt. Er durfte nicht zurück. Niemals. Bloß nicht zu ihm. Er war noch lange nicht stark genug für diese Konfrontation. Er wollte diesen Bastard töten, so abgrundtief, dass ihm der Hass jede Nacht den Schlaf raubte. Und trotzdem … kroch bei dem bloßen Gedanken an seine Präsenz pure, lähmende Panik in ihm hoch. In seinem Kopf hörte er wieder, wie der Alte ihm diese perversen Dinge zuflüsterte. Seine kratzige Stimme war plötzlich überall. Sein Lachen füllte den gesamten Raum.

      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"

      "AAAARGHH!!! LASS MICH IN RUHE!! ICH WERDE NIEMAALS AUFMACHEN!!! HAU AB!!!---"

      Janon schrie in reiner Panik auf, als würde er gerade gewaltsam verschleppt, doch Serenas Stimme blieb makellos und melodisch. Er klang wie ein Kind - völlig in Panik, während die Dunkelheit sich weiter auf seinem Körper ausbreitete. Die beiden waren in diesem Moment wie Tag und Nacht. Während Janon brüllte, als ginge es um sein nacktes Überleben, schikanierte Serena ihn weiter – mit der unheimlichen, stillen Geduld einer Zimmerpflanze. Doch in ihren Augen, war ebenfalls so wenig Glanz wie in Janons.

      "Leise durch die dick'n Wände hör' ich
      Zu mir 'ne Stimme flüstern ♫."


      Gnadenlos presste Serena ihren Schuh auf Janons Gesicht und zwang ihn so, direkt auf die Bildschirme zu starren. Der Boxer hätte am liebsten die Augen fest zugekniffen, doch das flackernde Licht nahm ihn völlig gefangen – der letzte helle Punkt in diesem dunklen Raum. Vor ihm spielte sich die grauenerregendste Szene seiner Vergangenheit ab. Er wusste nur zu gut, was jetzt folgen würde. Diese abscheuliche Fratze seines Peinigers wiederzusehen ... untermalt von dem ständigen Klopfen. Mit einem Schlag war alles Erwachsensein aus Janon verschwunden. Wie ein verängstigtes Kind erstarrte er unter Serenas Fuß und gab jeden Widerstand auf, kein einziges Lebenszeichen.

      "Whisper, Whisper, Whisper
      Doch berühr'n kann ich sie nicht...
      Und so bricht der Teufel aus und dreht mir
      Sei'n Rücken zu und schwindet ♫"


      Erst als Janon völlig in sich zusammengesackt war, apathisch und tief in sein Trauma zurückgeworfen, nahm Serena den Fuß von ihm. Ein lautloser Seufzer entwich ihren Lippen. Zu sehen, wie sie selbst so schwach am Boden lag, war für sie absolut zum Kotzen. Doch es gab keinen anderen Weg. Ihre Aufgaben duldeten keinen Aufschub, und es war tausendmal besser, dieser weinerlichen, ängstlichen Seite von sich einen Tritt zu verpassen, als ihm noch länger bei seinen nicht vorhandenen Fluchtplänen zuzuhören. Was jedoch als Nächstes geschah, brachte selbst Serena aus dem Konzept. Die schwere Tür, die die ganze Zeit drüben an der Wand gewesen war, materialisierte sich plötzlich direkt unter Janons und ihrem Körper. Als hätte die Tür nun endgültig die Kontrolle übernommen. Serena verstand die Botschaft. Unbeeindruckt sang sie weiter.

      "Oh, ja, denn sogar du..."

      Mit einer plötzlichen, letzten Kraftanstrengung stemmte sich Serena gegen Janon. Sie drückte ihn hart gegen die Tür, und als würde Janon seinen Peiniger freiwillig hereinbitten, schwang diese unter lautem Knarzen auf. Janon spürte, wie er unaufhaltsam rückwärts in die Dunkelheit geschoben wurde. Eine eisige Kälte kroch an ihm hoch, doch er war völlig machtlos. Vielleicht hatte Serena tatsächlich recht. Vielleicht gab es vor dem Schicksal kein Entrinnen. Aber … sollte sich ihm auch nur die winzigste Chance bieten, diesem Albtraum zu entkommen, würde er sie ergreifen. Er weigerte sich, bis in alle Ewigkeit mit diesem Monster eingesperrt zu sein. Wenn er ihn nicht besiegen konnte, dann musste er eben weiter weglaufen. Selbst wenn das bedeutete, für immer in diesem kranken Traum festzusitzen.


      Dann fiel Janon. Die dichte, undurchdringliche Schwärze des anderen Raumes verschluckte ihn augenblicklich. Es gab kein Geräusch eines Aufpralls, keinen rettenden Schrei. Er stürzte einfach lautlos in die Tiefe wie ein weggeworfener Gegenstand, wie nutzloser Ballast. Serena stand an der Schwelle und starrte ihm mit einem zufriedenen Grinsen hinterher. Endlich ging es weiter. Ihre Aufgabe war hiermit erledigt. Janon war fort, für immer bei ihm.

      "Ganz auf der Spur des Teufels. ♫"



      Sobald Janon in der Tür verschwunden war, senkte sich eine erdrückende Stille über den Raum. Die flackernden Monitore erloschen schlagartig. Eine so massive, pechschwarze Finsternis hüllte sie ein, dass Beni blind und verzweifelt nach Liams Arm tastete. „Was … geht hier eigentlich ab?“, stammelte Beni in die Dunkelheit. Sein Timing hing wie immer etwas hinterher, doch langsam sickerte auch zu ihm durch, wie verdammt ernst die Lage war. Die Party war definitiv gelaufen! Das einzige Geräusch war Serena. Man konnte förmlich hören, wie sie sich ausgiebig streckte und dann herzhaft gähnte, als wäre das Ganze nur ein kleiner Zwischenfall gewesen.

      „Was für ein anstrengender Scheiß …“, murmelte sie. Wahrscheinlich versuchte sie nur, ihre aufgestaute Anspannung wegzureden.



      „Ein kleiner Tipp von mir …“, hallte Serenas Stimme aus der Finsternis zu den Männern herüber. Ihre Stimme war plötzlich Janons identisch. Sie war völlig unsichtbar geworden, doch es war ihr wichtig, dass diese Idioten es endlich begriffen. „Macht einfach verdammt noch mal alles, was er will. Sonst … werdet ihr das Licht ganz schnell nicht mehr wiedersehen.“ Es war der letzte Ratschlag, den sie ihnen daließ. Unmittelbar danach hörte man nur noch, wie sie ebenfalls in den schwarzen Ausgang sprang und Janon in die Tiefe folgte.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Verfickter Scheißkerl. Nur wenn ich zwei Finger von dir abbeißen darf."
      Ein kranker, lustvoller Schauer raste Oscars gewaltige Wirbelsäule hinab, als er Serenas raue, hasserfüllte Stimme hörte.
      Ja! Da war er! Dieser abgrundtiefe, blutrünstige Hass, dass war exakt die dreckige Essenz seines geliebten Bad Boys!



      Auch wenn Janon in dieser absurden Katzen-Frau Outfit vor ihm stand und dabei total lächerlich aussah, diese wilde Drohung ließ Oscars animalische Erregung augenblicklich wieder auflodern. Er grinste bestialisch, dass war kein Problem, er würde ihm mit vergnügen diese lächerliche Verkleidung vom Leib reißen!
      Doch für weitere schmutzige Fantasien blieb keine Zeit. Die wuchernden Pflanzen sonderten unaufhörlich dichte, ätzende Sporenwolken in die Luft. Ein beißender, säuerlicher Gestank, der an verfaultes Fleisch und ranzige Säure erinnerte, legte sich wie ein toxischer Film über ihre Atemwege. Jeder Atemzug brannte wie Feuer in der Lunge.
      Nur Beni schien wie auf der Insel zuvor gegen Gifte oder Toxische Dinge eine starke Widerstandsfähigkeit zu besitzen. Etwas um das Oscar diesen Köter beinahe schon beneidet, seine Bewegung ging langsamer als gewollt.
      „Mhm … Wir werden wohl in ein paar Minuten draufgehen. Wie aufregend“

      Auch Liam merkte wie das ihm das Atmen nach seinem Krankhaften Lachanfall anfing schwerer zu fühlen und er nach Luft ächzte.
      Die Tränen fielen dem Rothaarigen unaufhaltsam zu Boden.
      Er war wirklich mit dem Nerven am Ende und sah die Welt nur noch in einem verschwommenen Chaoes...
      Umso mehr jagte Liam das heftige Klopfen von Beni so heftig aus der Bahn das er fast vor schmerzen aufgewimmert hätte.

      „Ey, Kopf hoch! Jedes Labyrinth hat einen Ausgang und jeder Urlaub ist mal vorbei. Wir finden hier schon raus.“



      ....Versuchte Beni ihn gerade aufzumuntern?
      Der Schmerz ließ Liams Kummer nicht verschwinden aber für einen Augenblick dachte er über die Worte genauer nach...
      ....Jeder Urlaub ist mal vorbei....
      Vielleicht war das zwischen ihm und Janon, nichts anderes....Als in ein Traum verpackte Urlaub aus der Realität.
      Und es war die Zeit gekommen daraus zu erwachen. So wie es immer Endet wenn Liam jemand...Mit seiner Liebe erstickt.



      Vielleicht hatte solche glückliche Momente eine Haltbarkeitsdatum, wie der Müll denn Liam unzählig in den Mülltonnen gefunden hatte...
      Erst schien das Leben perfekt zu sein...Nicht einfach oder sorgenlos aber es war genug um Glücklich sein zu können.
      Genau wie das Leben mit einer Mutter, welche zwar manchmal ihre seltsame Momente hatte aber in Grundkern war sie der Grundstein von Liams Gefühl von Liebe...
      Seine Familie liebte Liam wirklich sehr...
      Er hatte einen tollen Vater...
      Eine tolle kleine Schwester....
      Zwei tollen kleine Brüder....
      Und eine toller Mutter....
      "Ich hab dich wirklich sehr Lieb, Mama...."


      Es war doch normal in eine Welt in der man sich Liebte das die Gefühle in einem warmen Gleichgewicht gegeben und genommen wurde...
      Doch immer wenn Liam das Gefühl hatte, wenn er seine Glück und Liebe seiner Mutter entgegen brachte, veränderte sich ihr Ausdruck im Gesicht.
      Er verstand es nicht...Er verstand nie was er falsch gemacht hatte das sie plötzlich keine Emotionen mehr in ihrem Gesicht zeigte.
      Sie wirkte als entzog er ihr jeglichen Lebenswillen...
      War seine Liebe für sie zu viel?
      Oder war einfach die Zeit gekommen wo dieses Glück enden musste?
      Vielleicht war es ihm nie diese glückliche Liebe in seiner Familie vergönnt, weil...Alles sein Ende findet.
      Alles war Vergänglich....
      "Ich werde dich für immer Lieben!"
      Nur hatte Liam es nie gesehen oder verstanden....
      Jedes mal, wenn er es besonderes stark betonte...Schwächte es die Liebe seiner Mutter zu ihm ab.



      Und wie es sich für Abgelaufenen Dingen gehörte...Wurden diese Entsorgt oder Weggeworfen.
      Immer wieder hatte seine Mutter versucht ihn los zu werden und irgendwann war es ihr auch gelungen.
      Zwar wurde sie nie so gemein wie Janon in diesen Augenblick...Aber vielleicht wollte sie auch das Liam aufhörte seine Liebe ihr aufzudrücken.
      Er weiß nicht warum sie ihn nicht Liebte...Und was getan hatte das seine Zeit mit ihm ablief....
      Vielleicht war es so das beste Weg sich aus so einer Erdrückenden Gefühl zu befreien...?



      Aber vielleicht war das Normal.
      Zumindest in Liams fall. Seine Liebe war vermutlich für kaum jemand ertragbar. Je länger er es zurück hielt desto länger hielt die schöner Zeit...Doch sobald er sie laut aussprach und es seine Geliebten Person spüren ließ, begann schon seine Zeit wie ein Countdown abzulaufen....
      Die Tränen liefen weiter sein Gesicht hinunter, das Gesicht von Janon wie er ihn angesehen hatte brannte sich wie Feuer auf seine Haut....
      "Lili, mach mit! Nichts baut Frust besser ab als eine ordentliche Schlägerei!“



      Liam sah zu wie Beni und auch Oscar sich mit den Masken-Träger schlugen. Splitter der Masken flogen herum und die Pflanzen sammelten sich hartnäckiges Unkraut sofort wieder zurück....
      Schwach drückte Liam seine Hand zur Faust, er spürte diesen Frust deutlich durch seine Muskel zucken auch wenn sich sein Körper durch das Gift das die Pflanzen ausströmten immer tauber anfühlte.
      Er begann die Hand fester zusammen zudrücken aber selbst als er sah wie sich rötliche Abdrücke in seiner Handfläche abzeichneten, wurde es nicht besser...
      Ein giftiges Gefühl breitete sich in Liam Kehle aus als er sich begann ernsthaft zu fragen wieso nicht einfach wie Beni sein Frust auf Körperlicher weise heraus ließ.
      Hatte er nicht auch sein gutes recht ...Wütend zu sein?
      Nur weil er die ganze Zeit seine Gefühle für Janon hinunter geschluckt hatte war er als sein enger Freund gut genug?
      Er war es unsagbar Leid so behandelt zu werden. Wieso konnte er nie entscheiden wann die Glückliche Zeit zu Ende war?
      Seine gelben Augen fokussierten eine aus den spalten herauswachsende Pflanze voller Frust.
      Er glaubte noch immer fest daran das sie hier alle sterben würden...
      "...Fuck....you....", murmelte Liam als er auf diese trat und die giftige Substanz heraus trat.



      Liam war noch nie ein guter Kämpfer gewesen...Aber gerade wollte er am liebsten den ganzen Club, wie sein eigenen damals in Flammen sehen....Und denn ganzen schmerz der sich hier abspielte für immer vergessen.

      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"

      Das Lauter klopfen an der freigelegten Türe ließ gewiss jeden für ein Moment inne halten.
      Es war beängstigend die das Hämmern einen wie ein elektrischer schlag durch den ganzen Körper jagte.
      Obwohl Stan deutlich sehen konnte wie Janons Gesicht immer bleicher wurde, kribbelte es in seinen Fingern die Türe sofort öffnen zu wollen....
      Sein Logischer verstand hielt es für die einzige Objektive Lösung, selbst wenn Janon beginnen würde einen Anfall zu bekommen.
      "Du...hast sie doch nicht mehr alle. Das wir noch nicht draußen sind... hat nichts mit mir zu tun! Denkst'e ich bin gerne hier... mit euch?! Ich----"
      Schwach griff sich Stan an denn Kopf bei dem kleinlauten Ton welcher dieser Schläger nun hervor brachte. Er erinnerte ihn gerade wirklich an ein Raubkatze welche nun sein Schwanz einzog.
      Normalerweise durchschaute er das Verhalten der Personen schnell aber Janon merkwürdige Vorlieben waren selbst ihm zu viel...
      Er konnte sich gut Vorstellen das er und auch Oscar keine Ehrengäste in dieser Absurden Welt von Janon hatten aber trotzdem waren sie noch hier...Obwohl es immer wieder Möglichkeiten geboten wurden sie leiden zu lassen oder los zu werden.
      Zwar konnte Stan nicht beurteilen zu wie viel Grad Janon Einfluss auf das ganze nun wirklich hatte aber er war sich sicher das eine gewisse Zuneigung wohl Existierte.

      "ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 ᗪ乇丨几 Ꮆ乇卄乇丨爪几丨丂 丂乇丨几!"

      Die Worte von Janon wurden von der Stimme abgeschnitten, diese Dominate tiefe Stimme hatte wohl großen Einfluss auf Janon...Wie ein Böses Monster unter dem Bett.
      Schien also eher als würden die Ängste, Janon kontrollieren....
      "...Hach, das ist eine Zwickmühle...", zischte Stan mit aufkommenden Kopfschmerzen.



      Es könnte so viel einfacher sein wenn Janon wirklich die ganze Kontrolle auf dieses seltsame, nicht zu erklärende Welt hätte in welche sie hier alle feststeckten.
      Das Klopfen wurde immer wilder, als versuchte die Person mit Gewalt die Türe aufzukommen...
      Stan versuchte ein logischen Weg zu finden Janon zu überreden, sie waren doch genug um das was sich dahinter befand in Schacht zu halten oder nicht?
      „Oh... Was zum Teufel ist das denn jetzt?“
      Erneut flackerten die Bildschirme...
      Egal wie sich Janon mit Händen und Füßen wehrte, alle um sie herum schien darum zu Kämpfen das sie die Ernst das Lage endlich begriffen.
      „Keine Ahnung, was für eine Show das hier ist“
      Auch Oscar sah zu denn Bildschirmen als sie so wild Flackerten und warf dem Janon der so jämmerlich war ein leicht verächtlichen Blick zu.
      „Aber die Tür bleibt zu. Das wäre das absolute Todesurteil. Macht sie doch auf, wenn ihr sterben wollt, aber ohne mich!“



      "Hmpf, was bist du für ein kleiner Schisser....?"
      Er hätte nicht Gedacht das sein Traum Typ, mal so unattraktiv sein könnte und die Version mit dem albernden Outfit viel Taffer wirkte als er!
      Da hämmerte irgendwer gegen die Türe, na und?
      Oscar hatte sich schon mit so vielen falschen Leuten angelegt das ihm diese Art von Angst vollkommend unsinnig vor kam.
      Auch wenn die Stimme Janon Schatz nannte und er die Bedrohlichkeit deutlich vernehmen konnte...Oscar widerte diese Angst so sehr an das ihm wieder Magen schmerzen aufkamen.
      Kurz stand er davor sich Janon zu packen und gegen diese verdammte Türe zu werfen oder besser noch er würde ihn Fic------
      „Dabei bin ich doch der Einzige, der dich wirklich versteht. Ich bin dein Geheimnis. Kein Tag vergeht, an dem du nicht an mich denkst.“
      Aber es war Stan der ihn abrupt zurück hielt als Stimme diese Worte raunte und das Klopfen brutaler wurde.
      "Lass ihn...Wir haben hier keine Chance einzugreifen.", erklärte Stan ernst zu Oscar der ihm ein grimmigen Blick zu warf das er ihn aufhielt.
      Außerdem hatte Stan das Gefühl die wahre Türe war Janons Psyche die immer mehr begann zu brökeln....



      Stan hoffte insgeheime das sie es hier Leben raus schaffen würde...Dieses Wissen das gerade über Janon erhielt war womöglich besser als jegliche Waffe oder Schwachstelle die er ihn gegen haben könnte. Wenigstens etwas gutes musste dieser ganze, Zeitaufwendige Alptraum doch haben.

      „Du kennst meine Geduld … Sie reißt so schnell wie ein verfluchter Faden … Und wenn sie reißt …“
      Liams Wut über Janon blasste allmählich ab , für ihn war mehr als deutlich das Janon hier unglaubliche Panik hatte und in diesem Punkt war ihm der Ausgang sowie Angst vor dem Tod vollkommend egal.
      "Janon...ist das...", setzte Liam sehr leise an aber etwas in ihm traute es nicht es laut auszusprechen.




      War das nciht Janons Vater...?
      Liam hatte schon gemerkt beim damaligen treffen das etwas zwischen ihnen war über das Janon mit ihm niemals reden würde und...Oh gott...Diese Masken....
      Es begann Liam immer mehr zu frösteln und alles in ihm drehte sich wieder. Was um Himmelswillen war....Da hinter dieser Türe....?!
      "Halt die Klappe!.....Lass mich in Ruhe! Du bist nur ein verdammter Albtraum!"
      Wirklich wie in einem nicht enden wollenden Alptraum kippte die Stimmung noch schlimmer....
      Die Stimme des Mannes ließ alles nur noch schlimmer werden. Liams Blick ging hilfesuchend zu Stan welcher aber wirklich abwarten wollte...Was was warteten sie jetzt genau?!
      "Ich bin der einzige Traum, den du noch hast, mein Lieber. Und das Gift... oh, ich höre doch schon, wie ihr nach Luft schnappt. Willst du das deinen Freunden wirklich antun? Mit dir zu sterben, weil du dich weigerst zu mir zu kommen? Dabei ist das Schicksal doch...unveränderbar!"

      Es wurde Augenblick immer dunkler, diese art von Dunkelheit hatte Liam noch nie gespürt, er ging zögernd näher zu den Anderen und wäre beinahe bei dem erneuten beben gestolpert.
      Sie mussten hier weg....!!
      Als nächstes erklang wieder jedoch wieder Gesang....
      "Die Augen sie sind Schuld daran,
      Dass ich es nicht vergess'...♫"

      Der Monitor zeigte plötzlich Augen die einem direkt in die Seele zu starren schien!
      "Uha...!!", japste Liam auf und wich etwas zurück, während die Anderen auch wie gebahnt draufstarrten.
      Konnte der Typ sie sehen??
      Die Augen schien jeden und alles im Raum zu beobachten und trotzdem fühlte e sich an als starrten sie einem wie das Augenpaar Gemälde direkt an!!




      Der Gesang ging ohne Gnade weiter und auch das Geräusch wie die Faust erbarmungslos zuschlug war deutlich zu hören.
      Auf dem Bildschirm zeigte sich erneut etwas neues...Eine Vidoaufnahme...
      In diesem Moment zweifelte Liam komplett an Stan absurde Theorie, dass Janon hier Einfluss auf das alles hatte...Der Janon denn er kannte, würde sich doch nie in dieser schwachen Situation zeigen!?
      "Liebe die schon überläuft...
      ...Und doch kein Ende kennt ♫"
      Wie ein jumpscare änderte sich das Bild gerade als sich Oscar auf das unheimliche grinsen von Janon fokussierte der im Regen zu Boden getreten wurde.
      Es zeigte ein Unheimlichen Kerl...Der mit hoher Wahrscheinlich derjenige war der vor der Türe lauerte.
      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"

      Mittlerweile begann das hämmern auch die Brust von Oscar zu erreichen...
      Er empfand keine Angst....Es war eher als verspürte er ein Anderes vertrautes Gefühl, dass er schon viel zu tief in sich vergraben hatte als das er es in diesem Augenblick bennen zu können.
      Er mochte...Dieses Gefühl nicht sonderlich.
      Seine eben noch vor Kampfwillige Muskeln begann sich anzuspannen als seine Hände beinahe schon Leblos hinunter sanken.
      "...Was...Soll der Mist?", fragte es leiser.



      Das war langsam wirklich nicht mehr Lustig....
      Auch Janon Geschrei löste in Oscar eine mehr als mulmiges Gefühl aus, wer konnte ihn so der maßen aus der Fassung bringen?
      Langsam brannte sich das Gift in seine Lungen, verdammt würden sich jetzt ernsthaft gleich hier draufgehen?!
      "AAAARGHH!!! LASS MICH IN RUHE!! ICH WERDE NIEMAALS AUFMACHEN!!! HAU AB!!!---"

      "Whisper, Whisper, Whisper
      Doch berühr'n kann ich sie nicht...
      Und so bricht der Teufel aus und dreht mir
      Sei'n Rücken zu und schwindet ♫"

      Und dann...Geschah das worauf Stan gewartet hatte. Auch wenn alles wieder keiner Logik entsprach die für ihn Sinn ergab war die Türe auf einmal unter Janon und ließ ihn in die Dunkelheit fallen...
      "Ganz auf der Spur des Teufels. ♫"
      Oscar starrte zu der Stelle...Er kapierte....Nichts mehr....
      Als wäre gerade ein total bizarrer Zaubertrick vorgeführt wurden.
      Dieser total bescheuerte denn Oscar so oft in Internet sah wo der Besitzer seines Haustieres eine Decke vor sich hielt und wenn er diese Fallen ließ schnell beiseite sprang...Die Tiere waren dann immer Maßlos verwirrt, wenn ihr geliebtes Herrchen dann nicht mehr zu sehen war.
      "Alter...Wo ist er hin?", fragte er mit rauer stimme.


      Es war kein Aufprall oder schrei zuhören...War...Er Tod?
      So einfach so...?
      Auch sah dieser Albernde Janon aus al hätte er gerade den Müll raus gebracht...Zugeben dieser schreiende Janon war ein abturner aber musste man ihn gleich entsorgen?
      Grob packte Oscar nun Stan an seiner Schulter:
      "Stanly! Sollte das passieren häh? Jetzt erklär endlich was soll die scheiße hier....?!", forderte er denn Butler auf. Der war doch Klug! Verdammt, wieso passierter diese Kranke scheiße, war das alles wegen diesem Komischen Gift von diesen Bananos?!

      Auch Beni schien langsam zu kapieren das hier nicht so viel Spaß abging wie es sollte...Liam spürte wie dieser nach seinem Arm griff aber gerade war für Liam alles wie ein viel zu schneller Film abgelaufen.
      „Was … geht hier eigentlich ab?“
      Er starrte in der Dunkelheit in die richtung wo Janon verschwunden oder besser gesagt durch die Türe hinunter gefallen war.
      "....Wir....Wir....haben einfach...Nur zugesehen....Wie er....", murmelte Liam verstört.



      Hätte sie oder besser er ihn nicht auffangen sollen...?
      Er hatte...Doch so geschrien...Das...War das wirklich Richtig...?
      Liam hatte immer gelernt das Janon...Doch immer recht hatte und was...Wenn sie die Türe nie hätte auf machen sollen...?
      Er zweifelte gerade alles an...Sein Herz schlug erschreckend langsam obwohl er das Gefühl hatte das ihm vor Angst die Adern gefroren sind.
      „Was für ein anstrengender Scheiß …“
      Das einzige das jetzt hörten was die Stimme von Serena die wohl als einzige mit ihrem getan Job zufrieden waren war....
      Plötzlich klang sie wieder wie Janon und verwirrte das gemüht von Liam nur noch mehr.
      „Macht einfach verdammt noch mal alles, was er will. Sonst … werdet ihr das Licht ganz schnell nicht mehr wiedersehen.“
      Der letzte Ratschlag lag so schwer in der Stickigen Luft das Liam ein schwaches schmerzliches keuchen nicht unterdrücken konnte.
      "Hah...E-er?!"
      "Bestimmt der Mann vor der Türe.", antworte Stan zu ruhig und direkt als wäre es offensichtlich.
      Ohne weiter zu zögern ergriff Stan Liam am Arm und auch Beni an der Schulter:
      "Wir sollten auch hier schnell raus."
      "Wie denn, man sieht hier ein scheiß?!", brummte Oscar der nichts in dieser Dunkelheit sehen konnte.
      Doch Stan ließ sich davon nicht beirren, sollten nicht hier in diesem Dunkelheit bleiben und zerrte sie mit sich um auch durch die Türe zu gelangen.
      Auf einmal aber ging seine Hände ins leere....Als wären die Anderen mit einem Wimpernschlag auch verschwunden...Übrig blieb nur diese, stille Stockfinsternis.
      "Liam???", rief Stan sofort alamiert...Er hatte ihn doch gerade noch fest am Arm gepackt.
      Keine Antwort....
      "Beni?? Oscar?? Hört ihr mich??", rief Stan nun lauter und biss danach die Zähne aufeinander. Verflucht...Er wollte sie doch alle unbeschadete hier raus bringen.
      Er ging runter in die Hocke und tastete den Boden ab....Waren sie vielleicht auch irgendwo hinunter gefallen??
      Für ein kurzen Moment wurde Stan seltsam Schwindling...Er drohe für ein Moment zusammen zu brechen aber in nächsten Augenblick wie er blinzelte schien die Luft wieder...Angenehmer zu sein?
      Im nächsten Atemzug war das Geräusch eines anspringenden Scheinwerfers zu hören.
      Das Licht war für ein Moment so grell das Stan seine Hand vor die Augen hielt...Er war nicht mehr im Club.
      War er vielleicht am Ende irgendwo hinunter gestürzt ohne es zu merken???
      Langsam näherte sich der Butler der Bizarren Kulisse.
      Es war....Eine Küche?



      Es war sogar ein Fenster zu sehen aber obwohl Regen sichtlich gegen die Fensterscheibe trommelte, war kein Geräusch zuhören.
      Mit misstrauen näherte sich Stan denn Ort der als einziges von dem Scheinwerfer beleuchtet wurde...Die Küche wirkte schlicht, wie die einer gewöhnlichen Küche eines normalen Haushaltes...
      Doch von denn Anderen fehlte noch immer jede Spur.
      Stan beschloss sich das war ihm geboten wird natürlich zu untersuchen auf dem Herd fand er ein Zettel vor...Die Schrift darauf kam ihn seltsam vertraut vor.
      Es war eine Liste...Von Dingen im Haushalt noch gemacht werden sollte, ein Stricker Zeitplan und Essen das heute gekocht werden sollte...Darunter stand jedoch in einer zittrigen Handschrift geschrieben:
      "...Mach alles genau so wie er es will!!"
      Stan verengte seine Augen und fuhr mit den Daumen über das Blatt.
      Was hatte das zu bedeuten? Die Person die das geschrieben hatte deutlich Angst....Auch wie penibel alles geschrieben wurde damit man keine Fehler machte.
      Stan legte den Zettel beiseite und schaute zum Fenster, vielleicht half ihn die Ortschaft weiter um zu begreifen wo genau er jetzt war?
      Doch als er sich dem Fenster näherte zuckte Stan Augenblick zusammen.
      "...Mrs---", stieß er sofort erschrocken aus und drehte sich schnell herum...Aber...Außer ihn selbst konnte niemand anderen sehen!!
      Die Atmung von Stan wurde unruhiger...Um Himmelswillen...Das war doch ganz deutlich....
      Mrs Lyons...?!
      War sie auch an dieses Grausamen Ort?!
      Sein Blick ging wieder zum Fenster und langsam verarbeitet sein Kopf ,,,Das gar nicht Mrs Lyons war...
      Es war eine Spieglung?



      Seine Hand ging nach vorne und berührte mit den Fingerspitzen das Fenster, es fühlte sich ganz normal an...Erschreckenderweise machte die Spieglung im Fenster exakt das selbe....War...das seine Spieglung???
      Unmöglich...
      "Drehe ich jetzt doch komplett durch...?", flüsterte er sich selbst zu. Er hatte so darum gekämpft den Verstand nicht zu verlieren, er musste Rational bleiben! Dabei hatte alles gar nicht so Nahe an sich heran gelassen...Und dennoch?
      Warum sah er ausgerechnet Mrs Lyons im Fenster?
      Mit einem Tiefen Atemzug Blickte der Butler wieder aufs Fenster aber es änderte sich nichts daran...Er betrachtete genau ihre Korrekturen und bemerkte das Pflaster unter ihrem Auge.
      Darum war eine leicht bläuliche Verfärbung zu sehen...Merkwürdig...Mrs Lyons achtete penibel darauf ihr Gesicht ohne Markel zu halten.
      Eine Verletzung oder...?
      "...Mach alles genau so wie er es will!!"
      ....Wurde sie verletzt?
      Rasch schüttelte Stan sein Kopf, er begann sich Dinge zusammen zu spinnen....
      Er musste die Anderen finden und sie hier raus bringen...
      "Liam?? Beni?? Hallo? Oscar....?", rief er noch einmal und ging in die richtung der Dunkelheit zurück bevor er zögerte beim nächsten Ruf:
      "....Janon???"
      Believe Me ~