Connected Hearts [ Kaischiro & Minacat ]

    • Stan L. & Liam Petrow & Oscar Bell

      Stan ließ seufzend die behandschuhte Hand sinken, als Janon mit seinem üppigen Fang herkam. Natürlich musste dieser Barbar seine Beute auf die denkbar rücksichtsloseste Art erlegen. Aber zumindest war Janon kein vollkommen hoffnungsloser Fall, dank ihm würden sie diese Nacht wenigstens nicht mit knurrenden Mägen auf dem feuchten Tropenboden verbringen müssen. Dennoch war die aktuelle Situation alles andere als rosig.
      "Soll er sich von denen kräftig durchnehmen lassen, wen interessiert das schon!? Die haben genug an dem zu nuckeln, da werden sie uns ab jetzt in Ruhe lassen. Bis sie ihn umgebracht haben, sind wir von der Insel runter!"
      Auch wenn Stan eine beinahe ähnlich pragmatische Ansicht vertrat wie dieser Schläger, Oscar hatte sich sein Schicksal redlich verdient und musste nun eben allein damit klarkommen, so meldete sich doch ein leiser Zweifel in ihm. Würden sie es wirklich rechtzeitig von der Insel schaffen? Schließlich fehlte ihnen nun ein fähiger Kämpfer gegen diese absurd furchteinflößenden Bananos!
      Zwar waren Janon und er selbst alles andere als wehrlos, doch gegen eine derart gewaltige Meute dieser Biester reichte pure Muskelkraft kaum aus. Oscar mochte oft mehr Hindernis als Hilfe sein, aber im Kampf war er ein nützlicher Schild. Stans verschiedenfarbige Augen ruhten nachdenklich auf Liam, er konnte die unruhige Sorge des Rotschopfs durchaus nachvollziehen.
      Doch da war noch eine weitere Absurdität, die Stan dazu veranlasste, eine Augenbraue irritiert in die Höhe zu ziehen. Liam nannte den sonderbaren Neuankömmling vor ihnen Beni? Dem Butler war durchaus bewusst, dass es derart große Zufälle kaum geben konnte, aber verwechselte Liam ihn ernsthaft mit Ineb? War dieser farbenfrohe Neuling etwa dessen Bruder? Es machte sein plötzliches Auftauchen nur noch kurioser, erklärte aber zumindest, warum Izarra so extrem auf ihn reagierte. Bisher hatte Stan stets vage Verbindungen zwischen den unfreiwilligen Inselbewohnern knüpfen können. Doch dieser Beni war ein vollkommen unbeschriebenes Blatt für ihn. Stans analytischer Verstand ratterte ununterbrochen; er hasste es, die Kontrolle zu verlieren, doch selten zuvor hatte er sich derart hoffnungslos ahnungslos gefühlt.
      "Ich habe Urlaub und arbeite zugleich! Meine Liebe hat mich hierher gebeamt! Bin mega froh, dass es gleich so lustig zugeht."
      Abgesehen von Oscars berüchtigten Stimmungsschwankungen war schon lange niemand mehr auf dieser verfluchten Insel so unangebracht gut gelaunt gewesen.Liam, dessen rote Haare noch immer voller Blätter und Zweige steckten, erinnerte sich nur zu gut daran, wie Beni damals klitschnass mit dem großen Kerl in seinem Club aufgetaucht war. Schon dort hatte er ununterbrochen von seinem mysteriösen Liebsten geschwafelt. Liams Herz hämmerte noch immer wild gegen seine Rippen. Er spürte jeden einzelnen Knochen und seine brennenden Muskeln; er war vor Panik so blindlings durch den Dschungel gerannt, dass er mehrfach gestolpert war und schmerzhafte Purzelbäume ins Unterholz hingelegt hatte.
      Seine weiße Kleidung hing in verdreckten Fetzen an ihm herab. Dieser ominöse Liebhaber hatte scheinbar ein echtes Talent dafür, Beni blindlings ins völlige Chaos zu werfen. Dabei brauchten sie jetzt dringend nützliche Informationen, keine Urlaubsgeschichten! Arbeit? Benis völlig entspanntes Strand-Outfit sprach Bände und verwirrte den erschöpften Liam nur noch mehr.
      "Hat dich der Ochse auch mit einer Kokosnuss erwischt? Klingst nicht ganz sauber. Woher kennst du überhaupt Liam?! Hier ist gar nichts lustig, verdammt! Wir kämpfen ums nackte Überleben!"
      Hätte Liam diese schräge Art nicht bereits gekannt, hätte er Janons Verdacht, dass Beni einen schweren Dachschaden erlitten hatte, sofort unterschrieben – ähnlich wie der arme Izarra, der zum Glück noch in der Lage war, anständig zu sprechen und zu handeln.
      "Nein, Beni ist exakt so, wie ich ihn kennengelernt habe“, erwiderte Liam keuchend und zupfte vergeblich an seinem ruinierten Hemd herum, um zumindest einen Rest von Würde zu bewahren. Einen kleinen, bissigen Seitenhieb in Richtung Janon konnte er sich jedoch nicht verkneifen: "Beni arbeitet seit Kurzem bei mir im Club. Er war wenigstens für mich da, als du dich ja unbedingt um diesen Schönling kümmern musstest.“
      In diesem Punkt war der Rotschopf definitiv noch nachtragend.
      Während Izarra dem Neuling geduldig die tödliche Lage erklärte, dank ihm wussten sie überhaupt, womit sie es bei diesen perversen Kreaturen zu tun hatten, atmete Liam etwas auf.
      Auch wenn er kurz zuvor noch mit Stan aneinandergeraten war, war er unendlich dankbar für dessen kalte Logik. Stan und Izarra wirkten auf ihn wie strenge Aufpasser; erfahrene Autoritätspersonen, die in der Krise kühlen Kopf bewahrten. Zuvor, allein mit den Hitzköpfen Oscar und Janon, hatte Liam wirklich geglaubt, er würde schneller sterben, als er blinzeln konnte. Doch Beni schien die Aussicht auf blutrünstige Biester kein Stück abzuschrecken. Im Gegenteil, seine Augen begannen regelrecht zu leuchten. Er bettelte förmlich um einen Kampf! Auch wenn Liam stark vermutete, dass dahinter eher Benis eigene, verdrehte Gelüste steckten als der edle Wunsch nach einer selbstlosen Heldentat.
      "Ich werde diesen Oscar schon herausholen und wenn was wäre... könnte ich mich fürs Team opfern. Hah... Aber natürlich nicht ohne einen krassen Kampf, sodass mir die Handknöchel vom Draufschlagen wehtun!"
      Stan verschränkte mit einer fließenden Bewegung die Arme vor der Brust. Er kannte diesen Beni nicht, doch diese geradezu masochistische Opferbereitschaft war höchst bedenklich. Sie würden ein strenges Auge auf den Paradiesvogel haben müssen, sonst würde er hier schneller ins Gras beißen als die, die bereits seit Tagen um ihr Leben kämpften. Irgendwie beschlich den Butler das ungute Gefühl, dass Beni und der grobschlächtige Oscar sich prächtig verstehen würden.Leicht legte Stan eine Hand auf Izarras Schulter, um dessen Erklärungen zu unterbrechen.
      "Ich glaube, deine Warnungen sind vergebens...“, raunte er leise. Stan wusste genau, wann man gegen eine Wand redete – oder wann man nur unnötig Öl ins Feuer goss.
      "Ich werde garantiert nicht den Ochsen retten gehen, das sollte niemand von uns. Er ist genau da, wo er hingehört. Ist doch ohnehin besser für ihn als hinter Gittern."
      Dass Janon dagegen war, überraschte niemanden. Doch als Liam verzweifelt in die Runde blickte, erkannte er die bittere Wahrheit: Niemand hier dachte wirklich zu hundert Prozent an eine Rettung Oscars. Selbst Liam zögerte angesichts der albtraumhaften Kreaturen, die im Dschungel lauerten. Dennoch schnürte ihm der Gedanke, Oscar einfach eiskalt im Stich zu lassen, die Kehle zu.
      "N-Nun... es wäre vielleicht zu riskant, blindlings loszustürmen, aber... wir können doch nicht einfach ohne ihn von der Insel abhauen?“, fragte Liam betroffen und klammerte sich an die Hoffnung, dass sie sich zumindest einen brauchbaren Plan ausdenken würden. "Ich bedauere, Liam“, schaltete sich Stan mit ruhiger, aber unnachgiebiger Stimme ein. "Aber ich sehe es ebenfalls als unsere oberste Priorität an, das Boot fertigzustellen und diese Insel zu verlassen. Oscar ist zäh, er wird sich nicht kampflos überwältigen lassen. Letztendlich ist diese Lage sein eigenes Verschulden.“Liam schluckte schwer, doch dann schüttelte er vehement den Kopf, sodass ihm ein paar welke Blätter aus den roten Strähnen fielen. "Aber nein! Es war eben nicht sein Verschulden! Er hat das für mich getan!“ Seine Stimme brach leicht.
      "Eigentlich wollten diese schrecklichen Viecher mich verschleppen, aber Oscar hat sich dazwischengeworfen... Ich kann ihn unmöglich diesem abscheulichen Schicksal überlassen. Es ist alles meine Schuld!“
      Stan hob beide Augenbrauen in unverhohlener Skepsis. Oscar? Der egoistische Ex-Häftling hatte ausgerechnet Liam beschützt? Der kühle Butler fragte sich unweigerlich, ob der verängstigte Rotschopf aus purer Verzweiflung anfing, sich heldenhafte Märchen auszudenken, nur um sie zu einer Rettungsaktion zu manipulieren.
      Doch noch bevor Stans Zweifel ausgesprochen, die Diskussion weitergeführt oder der übereifrige Beni am Losstürmen gehindert werden konnte, passierte etwas...!



      Ein Pfeil schoss in einer gefährlichen Geschwindigkeit auf die Gruppe zu und blieb in Sand stecken, direkt vor die Füße von Liam.
      Stan analysierte die Situation sofort und griff nach einem der losen Holzplatten die für das Boot bauen gedacht war:
      "Achtung! Das wird nicht der letzte Pfeil sein!", warnte er warf diesen Liam zu bevor er sein zweites nahm und hob diesen schützend über seinen und Izarras Kopf:
      "Geht in sicherheit!"
      Wie aufs Stichwort folgten weitere Pfeile und Liam stolperte hastig vorwärts als er die Holzplatte schützend vor sich hielt und ein Pfeil in diesem stecken blieb.
      "Verdammt...",begann Liam und schnell war klar von wem die Angriffe waren.



      "Die Bananos und ihre verfluchten Pfeile!!"
      Das war nicht der erste Angriff von diesen Mistvichern! Das schlimmste aber war das keine gewöhnliche Pfeile waren. Obwohl dieser Wesen so viel kleiner waren und aussehen wie kleine Stofftierchen, waren sie hinterhältiger als man dachte!!

      Sie benetzten die spitzten der Pfeile mit einer unbekannten Flüssigkeit...Laut Izarra handelte es sich um ein gefährliches Gift!
      Die Auswirkungen waren zwar nicht tödlich aber...
      Ein winziger Tropfen davon reichte schon aus und man fühlte sich plötzlich wie in einem Fibertraum.
      Der Körper erhitzte und man bekam das plötzlich verlangen nach Körperkontakt.
      Oscar hatten sie fast über eine Woche einsperren müssen damit er sie nicht überfiel wie ein Tier in Hitze!!
      Selbst Stan hatte mal erwischt, aber er hatte sich dann sogar freiwillig selbst ausgeknockt....
      Das ganze gleicht ein dramatische Theaterstück, wäre das ganze nicht deutlich bittrer als wie im Augenblick wirkte.
      Doch bevor die nächsten Pfeile flogen fiel besonderes eine Gestalt auf...
      "...Ist das...?"
      "Oscar?!"
      In mitten dieser anrückenden Monster stand der Große Ex-Häftling. Doch anstatt wie ein Gefangener, saß dieser Kerl ernsthaft selbst gebastalten Thron aus Palmenstämme und Blätter. Dazu sah er aus wie ein König mit einer Krone aus Bananen und Blättern...
      Und wenn sich die Augen der Anwesenden nicht täuschten half gerade dabei die Pfeile für die Bananos vorzubereiten...?!?!
      Mit einem breiten Lächelnd winkte er ihnen auch noch zu als sie auf ihn aufmerksam wurden:
      "Heeey Leute~!"
      Stan senkte etwas die schützende Holz aber blieb schützend neben Izarra stehen als er Misstrauisch die Lage betrachtete:
      "...Dieser Spinner, ist auf ihre Seite gewechselt."



      Liam holte fassungslos nach Luft, was sollte der Mist denn jetzt?!
      "Oscar, verdammt was treibst du da?!", rief er rüber.
      "Naja, die kleinen Scheißer meinten wenn ich ihnen Helfe euch auch zu gefangen zu nehmen darf ich sogar mit machen! Das ist doch Geil oder? Außerdem kriegt man bei denn auch genug zu essen...Die haben ein voll fettes Lager mit Essen!", lachte Oscar und klopfte sich dabei zufrieden auf sein Bauch.
      Mit einen der Pfeile deutete er belustig in janons richtung:
      "Und heeeey~ Ich hab kein Problem damit mein bad Boy mit ein paar kleinen Plüschtieren zu teilen~ Von der beknackten Insel kommen wir sowieso nicht runter, also lasst uns doch Spaß haben~!"
      Provokant leckte Oscar auch noch über die vergiftete Pfeilspitze, er meinte das was er sagte wirklich ernst....Er hatte kein Bock mehr auf diesen Mist hier. Lieber vögelte er sich
      mit ihnen das Hirn leer, als noch langer an diesem Boot zu arbeiten.



      Die Blumenkette um seinem Hals wackelte wild als er denn Neuankömmling bemerkte, wirkte das Gift schon und er Halluzinierte?
      Aber warum sah er ausgerechnet so jemand?
      Seine Visage kam ihn irgendwo her bekannt vor aber bestimmt war er niemand von Bedeutung, sonst hätte er sofort eine Ahnung wer der Kelch war.
      Die perversen kleinen Wesen spannten erneut die kleinen Bögen mit ihren Pfeilen als er zu lachen begann, der heftige Entzug der Drogen zerriss erneut an seinem Verstand:



      "Werfen wir doch endlich alle Regel hinfort und geben uns der puren Lust hin! Hier können wir alles tun was wir wollen! DAS ist das Paradis! Die Bananos werden uns das BESTE Ende bescheren!"
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer & Izarra

      "Aber nein! Es war eben nicht sein Verschulden! Er hat das für mich getan! Eigentlich wollten diese schrecklichen Viecher mich verschleppen, aber Oscar hat sich dazwischengeworfen... Ich kann ihn unmöglich diesem abscheulichen Schicksal überlassen. Es ist alles meine Schuld!“

      Eine dunkle Aura umgab Janon, die sich immer weiter ausströmte. Sein innerer Zorn, der seit Tagen in ihm keimte...wollte sich wegen Liams Aussage endlich losreißen. Dabei wollte er wegen Oscars absurden Verhalten ein wenig mehr Rückgrat zeigen. Beweisen, dass er in dieser Situation nicht die Kontrolle verlor. Mehr überlebensfähig war als alle anderen Männer hier auf der Insel. Er dachte, dass diese Insel wenigstens etwas Gutes hatte. Nämlich konnte damit bewiesen werden, dass Oscar ein absoluter hoffnungsloser Fall war, den niemand helfen oder folgen sollte. Hah...Und jetzt schwafelte Liam davon, dass der Ochse ihn angeblich gerettet hatte? Er war dazwischengegangen? Diese Scheiße erinnerte ihn an eine andere Story, die Liam ihn auch so aufgepusht erzählte. Will Liam ihn ernsthaft mit Märchengeschichten demonstrieren, dass Oscar ein fucking Held war? Oder war seine Absicht dahinter Janon als Nichtsnutz darzustellen, weil er nicht für ihn da war. Angeblich war ja auch dieser Beni mehr für ihn da, als er...dies hatte er genau rausgehört. Für eine gewisse Zeit scherte sich der Größere nicht um den Gesundheitszustand von Liam, mehr noch fand er diese Wunden eher verdient. Dreckiges Miststück...Sein Zorn schluckte er jedoch abermals runter.


      Izarra hingegen überlegte ernsthaft wie sie Oscar aus dieser Notsituation heraushelfen konnten? Auch er zögerte, denn konnten sie nicht einfach blindlinks losstürmen. Sie brauchten einen guten Plan und ob Beni da wirklich Teil davon war, konnte er sich nicht vorstellen. Bestimmt dachte Stan dasselbe, die konnten ihn nicht einfach frei rumlaufen lassen - der würde sich noch umbringen, ehe die Sonne unterging! Aber was sollten sie machen? Sollte Izarra vielleicht in der Nacht sich herausschleichen, um dann zu dem Stützpunkt der Bananos einzukehren? Er hatte bereits ein paar magische Waffen hergestellt für einen Kampf, doch war er nie für eine frontale Konfrontation bereit. Mist...Hier wären die WITCH eine perfekte Hilfe gewesen. Aber stillzustehen und nichts zu tun -- niemals könnte er sich da vergeben. Doch bevor die Zahnräder sich in seinem Kopf weiterdrehten, passierte etwas Abwegiges.

      "Geht in sicherheit!"

      Erstaunt funkelte Beni jeden Pfeil an, der in ihre Richtung zugeschossen kam. Er hatte absolut keine Ahnung was hier abging, doch war dies ja so krass wie in einem Survival-Film! Während Janon hinter den Palmen seinen Schutz suchte und Izarra in den Schutz von Stan genommen wurde, ging Beni nur etwas auf Abstand, als begriff er den ernst der Lage noch nicht. Mehr noch fing er an zu strahlen, als er die leuchtenden Viecher sah, die auf sie losstürmten - mit Pfeil und Bogen in der Hand.

      "So VIELE kleine Wesen?! Und wie schnell die schießen können! WOOOAAH - Das ist mega geil!", staunte Beni wie ein Hund über die Situation. Wie abgefahren war das denn bitte und das nach einem Traum mit heftigen Marionetten? Hatte jemand in Benis Tagebuch gelesen, mit welchen magischen Wesen er es alles treiben wollte? Er dankte Lord Korbos für diesen Urlaub, den genoss er schon jetzt!



      "Naja, die kleinen Scheißer meinten wenn ich ihnen Helfe euch auch zu gefangen zu nehmen darf ich sogar mit machen! Das ist doch Geil oder? Außerdem kriegt man bei denn auch genug zu essen...Die haben ein voll fettes Lager mit Essen!"

      Janons schlimmster Albtraum wurde auf bittere Weise wahr. Anstatt den Blondschopf endgültig zu killen, sind diese Viecher wohl auf den Geschmack gekommen, den Kerl noch als Waffe gegen sie einzusetzen. Oscar sah in seinen Augen ziemlich missbraucht aus, als hätte er den Kampf gegen die kleinen Wesen schon lange verloren. Verdammt --! Ergab aber auch Sinn, dass der Mistkerl schnell kapitulierte, wenn er Essen umsonst erhielt! Hinter der Palme sah er zu dem Ochsen hinüber, der die Pfeilspitze auf ihn richtete.

      "Und heeeey~ Ich hab kein Problem damit mein bad Boy mit ein paar kleinen Plüschtieren zu teilen~ Von der beknackten Insel kommen wir sowieso nicht runter, also lasst uns doch Spaß haben~!"

      Ein eisiger Schauer kletterte seine Wirbelsäule empor, er wusste das der Wichser diese Drohung ernst meinte. Wenn Janon nicht aufpasste, bekam er eine noch viel heftigere Situation mit Oscar als auf dem Spielplatz. Jetzt, wo dieser Bastard so viel Unterstützung erhielt! Er krallte sich an den Palmenstamm, zählte diese Bananos die Oscar mitbrachte. Scheiße, so viele sind noch nie auf einmal aus ihrem Versteck rausgekrochen?! Auch wenn er sich als starken Kämpfer zählte - sah die Aussicht nicht ein wenig ZU hoffnungslos aus?!

      "Du mieser Verräter! Ich habe es ja gesagt, dass wir dich niemals von den Fesseln befreien sollten!", rief Janon zurück auch wenn es bestimmt niemanden überraschte, dass Oscar sie so leichtfertig hinterging. Dessen Kopf bestand doch sowieso nur aus Sex und Essen, deswegen dachte Janon ernsthaft, dass dieser Mann die Situation gar nicht mehr so schrecklich empfand. Nun war der Pisser auch sowas wie ihr Häuptling!



      Die Bogen spannten sich erneut für dem nächsten Angriff und Izarra spürte, wie eifrig Stan dabei war ihn zu beschützen. Auch wenn diese Situation nicht dazu einlud, konnte er nichts gegen sein hämmerndes Herz machen! Ohne ihn hätte Izarra wohl ein schneller Tod ereilt, aber der Butler beschützte ihn mit seinen starken Rücken und einem Brett! Was sollt er nur machen, wenn die Gefühle sich für Stan nur noch weiter aufstellten, würde er ihn irgendwann unbeabsichtigt die Liebe gestehen! Das wäre dann ihr Abschied einer schönen Freundschaft. Dann musste er immer darauf warten, dass Stan die Wohnung der WITCH verlässt, wann auch immer er Wyatt zu seinen Terminen fuhr. Konnte einmal sein Herz sich nicht wegen einem Menschen so verlieren!? Stan war einfach zu heroisch--Izarra bekam ganz weiche Knie!



      "Werfen wir doch endlich alle Regel hinfort und geben uns der puren Lust hin! Hier können wir alles tun was wir wollen! DAS ist das Paradis! Die Bananos werden uns das BESTE Ende bescheren!"



      Beni konnte gar nicht anders als sich selbst genussvoll über die Lippen zu lecken. Das Gefühl der Ekstase fruchtete in seinem Verstand auf, die durch die Ansprache von Oscar nur schneller wuchs. Er hatte große Hoffnung, dass die Bananos wirklich so herausfordernd waren, wie die Männer hier sie darstellten. Beni erfreute der Gedanke wie ein elektrischer Schock-- bald von roten und weißen Flüssigkeiten befleckt zu werden...aber nicht ohne einen hingebungsvollen Kampf!


      Als würde er sich von dem hinreißenden Angebot zu stark geblendet fühlen, zog er energisch seine Sonnenbrille auf die Nase. Er wendete sich Liam zu und zwinkerte verspielt. Im Herzen dankte er Liam, dass er ihm seine Freunde vorstellte, nicht jeder war für so ein krassen Spaß zu haben!

      "Darf ich als Erstes? Will ja niemanden den Vortritt wegnehmen!"


      Statt um sein Leben zu rennen, fragte er Liam nach Erlaubnis, ob er mitspielen durfte. Kein Wunder also, dass er auch komplett schutzlos im Raum der Feinde stand. Lord Korbos hätte ihn bestimmt für seine Gedankenabwesenheit bestraft, an seiner Konzentration musste er wirklich noch üben.

      "B-Beni! Weich aus!!"

      Doch die Warnung von Izarra war bereits viel zu spät. Während sich Beni umdrehte erwischte ihn ein Giftpfeil direkt in seine oberen Bauchmuskeln. Der Pfeil war stumpf, war wohl nicht dafür da gewesen sofort zum Tod zu führen. Benis einziges Glück. Doch die Flüssigkeit landete trotzdem in seine Blutbahn, verwirrt starrte Beni auf den Pfeil, der wie eine Spritze in ihm steckte...



      ...und zog diese leichtfertig heraus. Betrachtete dabei die Wunde. "Ach nur ein Kratzer...Habe wieder vergessen mich zu verteidigen.", murmelte Beni und zuckte nur mit den Schultern. Das war doch nichts dabei. Er hatte ja zumindest gehofft, dass diese Pfeile bis in seine Knochen sich durchbohren konnten. Irgendwie enttäuschend.

      "Oh nein! Er hat das Gift abbekommen! Beni, kämpf gegen das Gefühl an..!", quiekte Izaarra immer schrillender auf - wie konnte er es nur zulassen, dass Beni nun auch im Problem wie sie steckte?! Hinter Stan versteckend beobachtete er Benis zustand, Oscar und Stan hatten direkte Symptome erhalten. Ein fiebriges Gesicht, schwitzige Hände...ein schwerer Atem! Doch bei Beni...war es noch das verwunderte Gesicht wie zuvor.

      "Uhm...Macht ihr Scherze mit mir? Hört Mal...Ich finde das überhaupt nicht cool, wenn mir krasses Gift versprochen wird und ich dann auch noch nichts davon spüre. Das ist ja genauso lasch wie Liams Getränke in der Bar. Löst nicht einmal ein Kribbeln in mir aus."

      Schwach senkte er seine Schultern. Das Gift war ganz klar in seinem Körper, zur Sicherheit leckte er sogar selbst über die Pfeilspitze. Er kostete und spielte mit der Flüssigkeit in seinem Mund herum. Bis er dann wieder enttäuscht den Pfeil wegschmiss. War er etwa schon zu härteres Zeug gewohnt? "Finnys Zunge war viel giftiger als das hier..."



      Nachdem er und Finny keinen Kontakt mehr hatten, suchte Beni wegen ihm einen kleinen Ersatz. Er gab nur selten zu, dass er ein wenig diese selbst produzierte Droge vom Prinzen vermisste. Deswegen legte er sich gerne mit Monstern in Meridian an, die vorallem für sexuelle Gelüste und Gift zu haben waren. Beni war mit Sicherheit nicht immun gegen Gift. Eine Todesflüssigkeit hätte ihn wohl genauso umgehauen wie alle anderen Leute. Aber...sein Libido wurde durch solch' ein kleinen Saft nicht größer! Vielleicht brauchte er einfach mehr? So wie beim Alkohol! Mittlerweile musste er ein ganzes Fass austrinken, um überhaupt etwas in seiner Blutbahn zu spüren!
      Offenherzig streckte er seine Arme aus, als lud er die Kreaturen dazu ein mit ihm zu spielen.

      "Schießt alle auf mich, ich brauch nur eine höhere Dosis! Wenn ich wieder nichts spüre ist es dann meine Runde anzugreifen.~ Los, los! Werdet aggressiver - nicht so langsam - ich mags schnell und besoooonders hart!", spornte er die Bananos dazu an ihn ernsthaft alleine anzuvisieren, er ging sogar auf sie zu, sodass manche von ihnen auf Abstand gingen.



      Janon konnte seinen Mund nicht geschlossen halten, wer war denn dieser Typ da? Er sah genau zu wie die Bananos ihn weiter mit Pfeilen beschossen und Beni nur die wichtigsten Stellen von sich beschützte. Doch egal wie viele Pfeile ihn wie ein Nadelstich durchlöcherten - er zeigte erst Mals keine Reaktion? Nach dem zwangisten Pfeil war es aber genug für Beni gewesen, er lockerte ein wenig seinen Arm, nur um dann mit seiner Runde zu beginnen. "Haa...Dann bin ich dran!"
      Ohne Gnade schleuderte er seine Faust in das Gesicht eines Bananos, sodass er hoch in die Luft flog und sein Gesicht zerschmettert wurde. Wie Schleim spritzten seine Innereien und befleckten damit Benis Körper und auch den Sand. Die grüne Substanz ähnelte den Gift ziemlich stark, benutzten sie etwa ihre eigenen Flüssigkeiten für die Pfeile?


      Regungslos fiel ein Banano ins Wasser und Beni machte sich nicht einmal die Mühe sich von dem giftigen Schleim zu befreien. Mit einem Peace-Zeichen wendete er sich wieder den anderen Männern zu, die sich so hinter Palmen und Bretter versteckten. Friedlich lächelte er, während seine Augen bereit waren für eine große Schlägerei.

      "Macht ihr mit? Sonst dürft ihr euch später nicht beschweren, dass ich keinen von diesen für euch übrig gelassen habe!". Er kannte nämlich das Gefühl zu gut, wenn keiner auf ihn wartete. Wenigstens fuhr sein Blut jetzt hoch, da er endlich ein wenig kämpfen konnte. Wenigstens schmerzte seine Hand ein wenig, wie es aussah musste er sich sogar etwas härten für diese Wesen. Oder war Beni einfach nur schwächer geworden, weil er seit Tagen nicht mehr trainierte? War das etwa Korbos ziel? Das er seinen Körper stählte? Wie aufmerksam von seinem Liebsten!



      Weiter stürzte sich Beni ins Gemüt und machte aus einigen der Viecher einen grünen Schleimklumpen. Janon merkte wie er für einen Moment vergessen hatte zu atmen, er fühlte sich wie in einem falschen Film. Doch Beni dabei zuzusehen wie er die Bananos mit Leichtigkeit zerstörte machte etwas mit seinem Ego. Wie sah das denn aus, wenn er sich hinter einer Palme versteckte, während der Freak da alles zu Kleinholz verarbeitete? So schwach wollte er nicht aussehen, besonders da auch Oscar jetzt so aufmuckte!

      "Veeeeeerfluuuuuuuuuuuuuuuuchter Scheeeeeeeeeeißdreeeeeeck...!", flüsterte Janon zynisch, doch riss sich endlich aus seinem Versteck. Eventuell hatte Stan und Oscar nur mit dem Gift übertrieben, dieser Beni war ja auch total beschmiert mit der Substanz und ihm machte es gar nichts aus! Gerade sah es sogar so aus als könnten sie diese Schlacht vielleicht gewinnen?


      Deswegen durfte der Boxer keine Zeit verlieren. Für was hatten sie denn die Waffen aus Holz hergestellt? Er rannte näher zu den Liegestühlen und ergriff sich einen Knüppel, den er eigentlich nur für Möwen benutzte, wenn er eine erwischte. Doch anstatt auf die Viecher loszustürmen war seine violetten Augen auf Oscar gerichtet, voller Zorn und Aggressivität.

      "OCHSE!!! Wach von deinem bescheuerten Trip auf, sonst muss ich dir endgültig die Scheiße aus dem Leib verprügeln! Die Hure von den Viechern zu spielen ist also dein bestes Ende?! Jämmerlich!! War mir schon klar, dass in dir nichts drin steckt außer heiße Luft."

      Unglaublich, dass Liam ihn für DAS hier ersetzte! Er würde den kleinen Wurm schon zeigen, dass er sich für den falschen Kerl entschieden hatte, den er als seinen Insel-Partner auserkorte. Ohne Stan dabei anzusehen sprach er ihn mit einer tiefgelegten Stimme an, ehe er zum Angriff fortschritt.

      "Mach dich mit den Schwächlingen vom Acker -- Ich bin definitiv kein Oscar, der euch Kleinvieh beschützen wird...ALSO HAUT ENDLICH AB UND KÜMMERT EUCH UM DAS BOOT!"



      Keine Zeit verlierend stürmte er auf Oscar zu, bereit ihn wieder so hart zu verdreschen, bis er wieder bei Sinnen waren. Obwohl dies wohl kaum möglich war, doch glaubte tatsächlich auch Janon nicht daran, dass der Bastard hier ernsthaft verrecken wollte. Er schwing die Keule auf Oscar Schädel, mehrere Male, um diesen Dickschädel so hart wie möglich treffen zu können. Währenddessen war das Lachen von Beni kaum zu überhören, der sich aus einem Meer von den Bananos befand. Es war ein eigenartiger Mix aus Janons lautem Brüllen und Benis aufgegeilten Keuchen. Ob das gut ausgehen konnte?!
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Stan L. & Liam Petrow & Oscar Bell


      Zischend brannte sich das teuflische, neongrüne Gift in den feinen Sand, doch Beni stand mittendrin, wie ein tollwütiger Hund, der die tödliche Gefahr völlig ignorierte.
      "Darf ich als Erstes? Will ja niemanden den Vortritt wegnehmen!"
      Anders als der Rest der Truppe suchte Beni nicht instinktiv Deckung, sondern stellte sich mit provokanter Lässigkeit direkt in die Schussbahn. Obwohl die ätzende Ladung ihn voll erwischte, zeigte sie nicht die geringste Wirkung.
      "Was zum...--?"





      Liam starrte fassungslos durch den flirrenden Dunst der schwülen Inselluft. Seine eigene Haut brannte wie Feuer, er fühlte sich von den Angriffen der Bananos völlig überhitzt, und dabei hatte ihn das Gift dieser kleinen Biester nur oberflächlich gestreift. Beni hingegen hatte die volle Ladung kassiert! Wie damals beim Alkohol in seiner Bar schien dieser Kerl einfach aus einer völlig anderen Dimension zu stammen. Unmöglich, dass er gegen dieses Teufelsgift immun war! Liam kannte Kerle, die viel einstecken konnten oder völlig auf den puren Nervenkitzel abfuhren, aber Beni war.... genau wie diese verfluchte Insel! Schlichtweg unbegreiflich.

      "Finnys Zunge war viel giftiger als das hier..."

      Auch Stans scharfen Augen entging das sonderbare, geradezu unmenschliche Benehmen des Neuzugangs nicht. Das ohrenbetäubende Kreischen der kleinen Monster verschmolz mit dem peitschenden Rauschen der Brandung. Die Insel bot ihnen kaum Fluchtmöglichkeiten, und es war wie ein aussichtsloser Kampf gegen einen wütenden Ameisenhaufen. Körperliche Stärke verlor auf Dauer gegen diese schiere, hungrige Masse.Doch Benis beiläufiger Kommentar ließ Stans Gedanken rattern. Giftige Zunge. Vielleicht war es nur eine Redewendung des jungen Mannes, der vermutlich mit Ineb verwandt war, aber das Wort weckte dunkle Erinnerungen.
      ...Er hatte so oft darüber nachgedacht wie er hier her gekommen war...Und warum?
      Das letzte was er noch wusste waren diese beiden Personen...



      Und die Tatsache das ein jemand von ihnen mit seiner Zunge vergiftet hat...Bekam er einfach nicht mehr aus dem Kopf. Drogen oder irgend ein anderes sonderliches Mittel stand gewiss in der Verbindung mit dem Zungenkuss...Am Ende konnte er sich auch irren und es war einfach ein Perverser Act Verhöhnung gewesen bevor man ihm die Lichter ausgeknipst hatte.

      Stan schob die Gedanken beiseite. Das Hier und Jetzt verlangte seine Aufmerksamkeit. Das Praktische an dem Neuankömmling war, dass sein bizarres Auftreten die Aufmerksamkeit der Wesen voll auf sich zog. Der Pfeilregen stockte für einen rettenden Moment.

      "Macht ihr mit? Sonst dürft ihr euch später nicht beschweren, dass ich keinen von diesen für euch übrig gelassen habe!"

      Liam klappte ungläubig den Mund auf und zu wie ein gestrandeter Fisch im heißen Sand.. Beni war ganz in seinem Element. Wenn Beni genau so später in seiner Bar drauf war brauchte er sich wohl keine sorgen um massenschlägerrein mehr machen? Es sei denn Beni provozierte dieser heraus!
      Doch auch bei Janon schien dies bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.
      Bevor ihn irgend jemand aufhalten konnte war auch in Janon etwas erwacht und er war wohl gewillt sich direkt mit Oscar anzulegen!!

      "OCHSE!!! Wach von deinem bescheuerten Trip auf, sonst muss ich dir endgültig die Scheiße aus dem Leib verprügeln! Die Hure von den Viechern zu spielen ist also dein bestes Ende?! Jämmerlich!! War mir schon klar, dass in dir nichts drin steckt außer heiße Luft."


      Das raue, ohrenbetäubende Gebrüll erreichte die Ohren des berauschten Banano-Königs und ein irres Entzücken blitzte in Oscars Augen auf. Seine von Drogen geweiteten, glänzenden Pupillen fixierten Janon sofort. Er zog die heiße, salzige Luft tief und rasselnd durch die Nase ein, als würde er den Duft des wütenden Boxers tief in sich aufsaugen, wie ein lauerndes Raubtier seine Beute.

      "Mach dich mit den Schwächlingen vom Acker -- Ich bin definitiv kein Oscar, der euch Kleinvieh beschützen wird...ALSO HAUT ENDLICH AB UND KÜMMERT EUCH UM DAS BOOT!"


      Die Ansage, die an Stan gerichtet war, hallte über den Strand. Liam machte sofort Anstalten, sich in Bewegung zu setzen, er würde Janon auf gar keinen Fall allein bei diesem barbarischen Riesen lassen! Doch plötzlich schloss sich der stählerne Griff des Butlers so gnadenlos um Liams Oberarm, dass dieser ein schmerzhaftes Keuchen unterdrücken musste.
      "W-warte, lass das!!!", protestierte Liam heftig, doch Stan schleifte ihn bereits erbarmungslos mit sich.
      "Wir halten das Risiko so gering wie möglich. Deine Freunde wissen, was sie da machen, Liam. Spiel jetzt nicht auch noch den kopflosen Helden!"



      Stan riss ihn mit rauer Gewalt in Richtung ihres halbfertigen Baumstamm-Bootes und achtete streng darauf, dass auch Izarra mitkam, bevor die Bananos über ihn herfallen konnten.Durch ihren Rückzug zogen die drei Zurückbleibenden nun die komplette Aufmerksamkeit auf sich. Während Beni eine Spur aus neongrünem Blut und toten Bananos hinterließ, krachten der Häftling und der Boxer mit vernichtender Wucht aufeinander.


      Das dumpfe Krachen von Holz auf Fleisch hallte über den Strand, als Janons Keule Oscars massiven Schädel mehrfach traf. Doch statt vor Schmerzen aufzuschreien, entwich dem kranken Masochisten nur ein wohliges, tiefes Knurren. Als Janon die Keule erneut schwang, fing Oscar den Schlag mit einem irre erregten Grinsen ab. Sein vernebelter Blick bohrte sich direkt in Janons Seele."Hahh, mein Bad Boy... so tugendhaft wie immer!", raunte er ihm heiser zu.

      Kurzerhand verlagerte Oscar mit animalischer Geschwindigkeit sein Gewicht, rammte sein Bein gegen das des Boxers und riss ihn mit seiner schieren Körpermasse zu Boden. Hart schlug Janon auf dem sandigen Boden auf. Oscar drückte ihn mit seinem vollen Gewicht unerbittlich in den Sand. Warmes Blut rann an Oscars Schläfe hinab, tropfte auf Oscars Handrücken, doch das störte den Riesen nicht. Wie ein ungezügeltes, geiles Tier lag er auf ihm und packte ihn schmerzhaft fest an den Schultern.
      und kurzerhand verlagerte er das Gewicht, Er stemmte sein Bein gegen denn des Anderen und brachte ihn mit seinem Gewicht zum fall.

      Doch da war noch etwas...



      ... Unter Janon wurde es plötzlich eklig feucht und matschig. Es knirschte widerlich, denn sie waren direkt auf einem der Bananos gelandet, dessen Innereien sich nun schleimig im Sand verteilten. Einige der nahen Biester stießen erschreckend schrille Laute aus und kamen zischend näher, angelockt vom Geruch des Blutes, während sie zusahen, wie Oscar seinen Gegner nur noch tiefer in den Dreck presste.
      "Duuu bist so fies zu mir! Weißt du schon wie lange wir hier auf dieser scheiß Insel feststecken? Und jetzt endlich gibst du mir die Aufmerksamkeit die brauche....Du weißt wie du mich scharf machen kannst~!"



      Oscar verdrehte Janon schmerzhaft den Arm auf den Rücken, sodass die Keule nutzlos in den Sand fiel und der Boxer sich unmöglich aufrichten konnte. Er presste sein Becken hart und fordernd gegen Janon, sein schwerer, fiebriger Atem streifte Janons Ohr.
      "Komm schon, du bist doch auch ganz heiß darauf, wie viele Tage sollen wir hier noch aushalten...Bulshit...Bulshit!Hab jetzt Sex mit mir...Du bist besser als Jede Droge, naja zumindest stillst du für den Moment meine Kopfschmerzen~"




      Ein wildes, völlig entrücktes Lachen entglitt ihm. Das Rauschen des Meeres und der Rausch dieser brutalen Interaktion ließen seinen Körper förmlich überhitzen. Er brauchte endlich Erlösung, und der heldenhafte Bad Boy würde sie ihm ganz sicher geben!
      "HahAhhhA du bist so lustig....~ ", lachte Oscar, während er plötzlich seine freie Hand in Janons Haare krallte und dessen Kopf grob nach hinten riss, sodass der Hals des Boxers ungeschützt entblößt war.
      "Mir läuft so viel Blut aus den Schädel, ich glaub ich Krepiere gleich! Oder ist die Hitze? Hahaha was bringt mich zuerst um? Die Insel? Oder du~?!"



      Doch während Oscars Gesicht gefährlich nahe an Janons entblößten Hals wanderte und die Bananos geifernd und zischend den Kreis um sie enger zogen, brannten bei Liam endgültig alle Sicherungen durch. Die blanke Panik stieg in ihm auf, als er sah, in welcher kranken Lage Janon feststeckte.
      Mit einem plötzlichen, verzweifelten Ruck warf Liam sein ganzes Gewicht zur Seite und riss sich tatsächlich aus Stans eisernem Griff los.
      "JANON!!", brüllte er aus voller Lunge, die Stimme kratzig und überschlug sich vor Panik. Ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken oder auf seine eigene Sicherheit zu achten, machte er einen hastigen Schritt nach vorn, bereit, sich auch ohne Waffe auf diesen riesigen Barbaren zu stürzen.
      "Verflucht....", fluchte Stan das erste mal düster auf. Der Butler fackelte nicht lange. Er hechtete Liam sofort hinterher, packte ihn diesmal grob von hinten an den Schultern und riss ihn brutal zurück, bevor der junge Mann auch nur zwei Meter rennen konnte. "Bist du vollkommen lebensmüde?!", zischte Stan ihm wütend dicht ans Ohr und klammerte ihn mit gnadenloser Körperkraft fest.
      "Er hat seine eigene Entscheidung getroffen, verdammt! Beweg dich jetzt!"
      Liams lauter, verzweifelter Schrei hatte jedoch das Rauschen des Strandes zerschnitten und Oscar hatte ihn gehört. Der berauschte Ex-Häftling hielt in seiner Bewegung inne.
      Ein krasses, psychopathisches Grinsen breitete sich auf seinen blutverschmierten Lippen aus. Ohne Janon auch nur einen Millimeter loszusetzen, drehte Oscar den Kopf leicht in Liams Richtung.
      "Ohhhh, hörst du das, mein Bad Boy?", gurrte Oscar mit dunkler, belustigter Stimme und drückte sein Becken noch ein Stück provokanter in Janon hinein. Sein Griff in Janons Haaren wurde dabei schmerzhaft eng, als würde er ihn wie eine Trophäe präsentieren.
      "Dein kleiner süßer Fanclub weint um dich! Da werde Erinnerung wach~ Wieder will dich der kleine Beschützten. Sollen wir ihm eine heiße Show bieten? Oder willst du mich endlich bluten sehen, bevor uns diese kleinen grünen Scheißer hier zuerst Rapen?~"
      Oscar leckte sich animalisch über die blutige Lippe. Seine Pupillen waren riesig und unberechenbar, als sein Blick wieder direkt zu Janon hinabzuckte. Genau in diesem Moment schnappte der erste, sabbernde Banano mit einem schrillen Kreischen nach Janons rechten Arm um sich daran fest zu Beißen...
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer & Izarra & Beni Darkwood

      "Wir müssen die Chance nutzen um in das Lager der Bananos einzudringen! Bestimmt finden wir dort etwas, was uns von der Insel entkommen lässt!", rief Izarra im nächstbesten Moment den Männern zu und setzte sich in Bewegung. Es war keine Zeit zu verlieren, Kräftemäßig konnte sich der Supporter nicht wie Beni auf die Meute stürzen. Im Nahkampf war er ein Versager und würde nur für noch mehr Probleme sorgen. Deswegen rannte er so schnell davon, dass er eine tiefe Sandspur aus seinen Fußabdrücken hinterließ.



      Der Ort der Bananos war das einzige Fleckchen, was sie auf dieser kleinen Insel noch nicht erkundet hatten. Es war zu gefährlich gewesen, doch bei der Masse an Bananos, die mit Oscar hier reingestürmt waren...könnte ihr Lager gerade ziemlich unbeaufsichtigt sein. Vielleicht würde der Lehrer dann herausfinden, was er eigentlich seit dem Kokosnussdilemma vergessen hatte?

      "Hahh, mein Bad Boy... so tugendhaft wie immer!"

      Voller Adrenalin schlug Janon mehrmals auf den Ex-Häftling ein, ihm war es egal, ob er dabei Oscar tief verwundete oder nicht. Mehr nutzte er den Großen als Stressball, die gesamte Wut gegen diese Wochen auf der Insel konnte er an ihm abreagieren. Doch...war Oscar nicht einfach nur ein Boxsack, überraschenderweise besaß der Kerl immer noch gute Reflexe, denn er fing den nächsten Schlag einfach geschickt ab. Dabei rutschte Janon das Herz in seine Hose, er blickte seit so langer Zeit wieder dem Mistkerl in die Augen. In den benebelten Blau flammte die tiefste Erregung, gemischt mit einem gruseligen Wahnsinn der Freude. Janons Fehler war es sich von diesem Blick einnehmen zu lassen, statt auf seine Deckung zu achten.

      "Duuu bist so fies zu mir! Weißt du schon wie lange wir hier auf dieser scheiß Insel feststecken? Und jetzt endlich gibst du mir die Aufmerksamkeit die brauche....Du weißt wie du mich scharf machen kannst~!"

      Von der muskulösen und weichen Masse von Oscar erdrückt lag er schnell mit dem Bauch auf dem Boden, der Ex-Häftling war wie ein Tier in der Brunft. Es fehlte nur noch, dass der Riese ihn in den Nacken biss, damit sie aussahen wie Raubkatzen, die hemmungslosen Geschlechtsverkehr haben werden. Janon knurrte vor Zorn, er verlor seine Keule und spürte den Schmerz auf seinen Schultern lasten. Oscar war so in Hitze - stärker als Liams Fieber damals. Obwohl die Klamotten noch zwischen ihnen waren, fühlte sich Janon als würde er wegen ihm verbrühen können. Natürlich wehrte sich Janon dagegen, er agierte hektisch gegen Oscar Kraftaufwand - windete sich um aus dieser Situation herauszukommen. Doch Oscar war einfach zu schwer, er fühlte sich wie der Fisch, den Janon davor noch umgelegt hatte - auch der Fisch hatte sich versucht zu wehren. War er ihm ausgeliefert? Niemals! Janon musste nur wieder die Oberhand erzielen! Doch der ekelhafte Geruch von etwas Anderem streifte ihn über die Nase, wollte seine Aufmerksamkeit erlagen. Erst dann merkte er, dass er sich nicht nur durch Oscar klebrig und voller Hitze fühlte...Verdammt! Das klitschige unter ihm....! Unter ihm waren die Überreste eines Banano, den sie wohl beim Fall zerdrückt hatten! Er regte sich nicht mehr, doch dieser ekelerregende Gestand strömte in Janons Nase bis hin in die Nervenbahn. Er verzog seine Augenbrauen, denn plötzlich war es nicht nur die Hitze von Anderen, die ihn willkommen hieß. Sein Herz fing an schneller zu rasen, es war wie ein Drogenrausch, den Janon mit Sicherheit in dieser Situation nicht brauchte!

      "Komm schon, du bist doch auch ganz heiß darauf, wie viele Tage sollen wir hier noch aushalten...Bulshit...Bulshit!Hab jetzt Sex mit mir...Du bist besser als Jede Droge, naja zumindest stillst du für den Moment meine Kopfschmerzen~"

      Oscar gab ihn keine Möglichkeit aufzustehen, mehr zwang er ihn auf gegen sich mit seinen Becken fester an seine Hüften zu reiben. Die Worte des Ex-Häftling empfand Janon genauso nervtötend wie das quietschende Schreien der Bananos, welche zum Teil trauend und zum Teil erregt um sie herum standen. Janon biss die Zähne zusammen, durch die grüne Flüssigkeit war die zwanghafte Reibung gegen sein Becken und der hitzige Atem von Oscar mehr als nur einladend. Ihm wurde bei dem Gefühl nur übel, denn war es seit Tagen wohl das Beste, was er gespürt hatte. Für jemanden wie den Boxer, der öfter Mal mehrmals am Tag Geschlechtsverkehr hatte, waren die Tage der Enthaltsamkeit wie ein Fluch. Auch wenn er in der falschen Position war und definitiv mit dem falschen Partner, musste Janon sich echt zusammenreißen nicht den Takt von Oscar nachzugehen. Er musste jeden kleinen Trieb auslöschen, der hier und jetzt sich auf Oscar schmeißen wollte

      "Mir läuft so viel Blut aus den Schädel, ich glaub ich Krepiere gleich! Oder ist die Hitze? Hahaha was bringt mich zuerst um? Die Insel? Oder du~?!"

      "Haaalt dein ....Maul!!", zischte Janon schweratmend auf, seine freie Hand vergrub sich fest in den Sand hinein. Die Situation war erniedrigender als die Szene im Spielplatz, da selbst sein Libido gerade durchdrehen wollte. Konnte Oscar nicht einfach tot umfallen?



      "JANON!!"

      Durch die Bananos, die einen Halbkreis um sie errichteten konnte er wenigstens die Person nicht mehr sehen, die so panisch seinen Namen rief. In so einer unmännlichen Situation würde er bei Liam den letzten Tropfen an Respekt verlieren. Er himmelte schon genug diesen Ochsen an, dieser Kampf würde die Sache nur bestärken. Wäre die Gefahr nicht zu groß aufzustöhnen, hätte er Liam hinterhergerufen, dass er alles unter Kontrolle hatte. Aber...bevor seine eigene Erregung genauso heiser klang wie Oscar, biss er sich lieber auf die Zunge und windete sich mit seiner letzten Kraft gegen Oscar, um wenigstens seine Arme zu befreien.

      "Dein kleiner süßer Fanclub weint um dich! Da werde Erinnerung wach~ Wieder will dich der kleine Beschützten. Sollen wir ihm eine heiße Show bieten? Oder willst du mich endlich bluten sehen, bevor uns diese kleinen grünen Scheißer hier zuerst Rapen?~"

      Während Oscar seine provokante Rede schmiss, biss sich einer der Bananos an Janons Arm fest - hektisch zappelte er das Vieh von sich weg und drückte die Handfläche gegen sein Gesicht, um nicht ein Schrei herauszulassen. Er wusste nicht was er gefährlicher empfand, den Bullen oder die Tiere, die auch Oscar unsittlich berührten, ohne das dieser Kerl was zu merken schien. Die Ekstase in ihm gab ihn ein viel zu starkes Gefühl einer Lüge wieder. Als wäre das hier, was gleich passieren würde...vollkommen in Ordnung. Es erinnerte ihn an seine früheren Drogentrips, von denen er oft nur noch Filmrisse hatte. Durch diese waren ebenfalls jegliche ekelhaften Situationen immer weniger verstörend und akzeptabel. Aber in diesem Zustand musste er sich nie wieder befinden, er war doch nun ein echter Kämpfer geworden. Genau deswegen konnte er sich nicht einfach gehen lassen, die bittere Note die er auf seiner Zunge schmeckte, wollte ihn noch nicht die Realität vergessen lassen.



      "Ey, wartet Mal!", grölte plötzlich eine andere Stimme, die Janon schon beinahe wieder vergessen hatte. Es war Beni, der bereits ein dutzend der Bananos fertig gemacht hatte und nun seine Hand ausschüttelte, in der er endlich die wohlverdienten Schmerzen spürte. Doch der süße Halbkreis war ihm auch aufgefallen, genauso wie die zwei Männer im der Doggystyle-Position! Geschockt sah er ihnen nach, hatten die da gerade eine Orgie ohne ihn? Die Bananos interessierten sich viel mehr für die zwei Kerle als für ihn, wahrscheinlich weil der Blonde so etwas war wie ihr Vizepräsident, dachte zumindest Beni.


      Energisch rannte er auf die zwei Männer zu und sprang wie bei den Bundjugenspielen so weit wie er nur konnte, um genau auf die Herren zu landen. Mit den Knien stieß er direkt gegen Oscar, sodass er ihn von seinem Platz wegschleuderte. Dann nutzte er die Situation um sich genau auf Oscars Oberschenkel zu setzen, brav wie ein Kind was mit seinen großen Brüdern mitspielen wollte.

      "Pardon! Das ist im übrigen ein neues Wort, was ich erlernt habe. Aaaber, Sex erlaube ich hier nicht. Jedenfalls nicht ohne mich. Wir sind doch keine Gruppe, die den armen Neuen ausschließt. So viel Löcher habt ihr doch gar nicht zu stopfen, die Bananos werden euch ohne meine Hilfe verstopfen!", erklärte er sich noch ziemlich vernünftig, da er genauso ein Teil sein wollte. Auch wenn diese Bananos jetzt wieder viel mehr Abstand zu den Herren hinterließen, im Respekt vor Benis Fäusten.
      "Durch Sex jemanden kennenlernen ist eine gute Sache! Ich bin für jede Position zu haben- aber bitte ungnädig und wild!"



      Janon nutzte die Chance um aus Oscars Klauen zu entkommen, auch wenn er mit seiner eigenen Erregung nur ein paar Zentimeter weggeschafft hatte. Er konnte sein atmen nicht richtig kontrollieren, sein Herz war viel zu schnell - die Sicht wurde immer verschwommener. Es war so als erhielt er eine Überdosis, die ihn ins Grab bringen wollte. Sein Blick richtete sich auf den sandigen Boden und ab dem Moment ...hatte er geglaubt den Verstand vollkommen verloren zu haben.



      "I have you strung. Strung in my web. A candle burning slowly by the bed.♩ ♬"

      Wie aus dem Nichts durchdrang eine tiefe Stimme die gesamte Insel. Für jeden einzelnen Bewohner wirkte es so nah, als würde sie direkt an seiner Ohrmuschel flüstern, als sänge der Fremde nur für ihn allein. Der dunkle Klang war reizvoll und zärtlich, zugleich aber so gefährlich und verführerisch, als wäre er bereit, im nächsten Moment zuzuschlagen und sein Opfer ans Bett zu fesseln. Keiner erkannte diese Stimme. Keiner außer einem: Janon. Janon, aus dem schlagartig jede aufsteigende Erregung wich ... und der nur noch eine eisige Kälte spürte, die seinen gesamten Körper erstarren ließ. Die Instrumente wurden nur lauter, als gab es hier auf einer einsamen Insel ein feierliches Konzert, worauf die Bananos glücklich hin und herwippten und sich an den Armen hielten.



      "Shadows tangle like a vine. Crawling up the posts within our shrine."

      Völlig verstört wagte er kaum, sich zu bewegen. Die Panik schnürte ihm die Kehle zu; er fürchtete, durch die kleinste Regung die Aufmerksamkeit des Fremden auf sich zu lenken. War er hier? Oder war Janon einfach nur verrückt geworden? Als sein Blick jedoch auf den Boden fiel, bereute er es im selben Moment zutiefst. Wie von Geisterhand platziert, lag dort plötzlich eine Maske – genau jenes Stück, das sonst das Clownsgesicht des Fremden zierte. Direkt daneben lag eine Eintrittskarte. Er kannte sie. Er hatte sie schon einmal gesehen, in einem Albtraum, der nun grausame Realität geworden war. Janon vergaß zu atmen. Sein Verstand schaltete völlig ab; Beni und Oscar blendete er komplett aus, als hätten sie in seiner Welt schlagartig aufgehört zu existieren.



      "And right now, you're mine. All mine."

      Schlagartig brachen dunkle Erinnerungen über ihn herein. Sie zeigten ihm mit voller Härte, warum ihn die Situation mit Oscar und den Bananos – die sie bei ihrer Intimität beobachten und sich einmischen wollten – so tief getroffen hatte. Wie oft hatte er schon exakt so auf dem Boden gelegen? Die Hände schmerzhaft auf den Rücken gedreht, während der Mann hinter ihm ihm aufzwingen wollte, wie sehr er ihn in diesem Moment brauchte? Bislang war Janon fest davon überzeugt gewesen, seine Vergangenheit im Griff zu haben. Er war jetzt so viel mächtiger, stand auf der anderen Seite. Er war nun derjenige, der Macht ausübte und andere nötigte ...



      "Give in, you're mine. All mine"

      Doch ... war das wirklich so? Wie ein gnadenloser Film spulte sich die Vergangenheit in seinem Kopf ab, als wollte ihn jemand in den absoluten Wahnsinn treiben. Verzweifelt presste er die Hände gegen die Augen und begann, sich die Haare zu raufen. Selbst dieser Song...Nur einer hatte ihn so gerne in seinem Wohnzimmer gesungen, während er am vorbereiten war für seine Show.



      Verzweifelt rieb er sich über das Gesicht, in dem Versuch, die Bilder aus seinem Kopf zu verbannen. Er riskierte sogar, dass das Makeup seine Muttermale nicht mehr verdecken konnte, die er sich immer wieder aus einem unbekannten Grund entfernte. Doch er fühlte sich, als starrte er auf einen Fernseher, während er wehrlos an einen Stuhl gefesselt war. Eine derartige Übelkeit stieg in ihm auf, dass er würgte, doch sein Magen war wie zugeschnürt. Die bittere Realität zwang ihn dazu, sich die Eintrittskarte genauer anzusehen. Erst, wenn er sie in den Händen hielt ... erst dann konnte er sich sicher sein, dass das hier kein Traum war. Er musste sie spüren, musste fühlen, wie sich das raue Papier gegen seine Fingerkuppen drückte. Mit zitternden Händen hob er sie auf. Aus einiger Entfernung beobachtete Beni die Szene irritiert. Er sah Janons heftiges Zittern, verstand aber absolut nicht, warum dieser vor einem simplen Stück Papier derart in Panik geriet – oder woher diese wunderschöne Musik auf einmal stammte. Ein metallischer Geschmack riss Janon zurück in die Gegenwart. Er hatte sich so fest auf die Zunge gebissen, dass sie blutete. Fuck. Die Eintrittskarte ... sie war real!

      "I love that you shake. When I ravage your skin. ♪"



      "It's so easy to bite with your hands pinned.♬"



      "Shadows dancing on the sheets.♩♩"

      Beni schnippte sogar direkt neben Janons Ohr mit den Fingern, doch der war völlig in seiner eigenen Welt gefangen. Wie festgefroren starrte Janon auf das Ticket – Beni schob es einfach auf die Drogen, die ihn wohl komplett aus der Bahn geworfen hatten. Schmollend warf Beni Oscar einen traurigen Hundeblick zu. Für ihn war der Spaß nämlich noch lange nicht vorbei, ganz gleich, ob die Bananos im Hintergrund tanzten und Janon wie in einem Kriegstrauma erstarrt war.„Och, menno! Jetzt sind es nur noch wir beide ... hm? Dabei hatte ich mich so auf Gruppenliebe gefreut!“, jammerte Beni so überzeugend, dass ihm beinahe eine Träne über die Wange rollte.


      Doch im nächsten Moment wich die gespielte Trauer einem breiten, hungrigen Grinsen, das er voll und ganz Oscar widmete. Er presste sich noch dichter an ihn, obwohl er ohnehin schon rittlings auf ihm saß, und fuhr sich erwartungsvoll mit der Zunge über die Lippen. "Du machst aber nicht schlapp, oder? So ein bisschen Drogen machen so jemand Großes wie dir nichts aus, da bin ich mir sicher!"




      "If you obey, I might give you a treat ♩"

      ...
      ...
      .........


      "You look so good, there on your knees ♬"

      Stan und Liam hatten derweil mit völlig anderen Problemen zu kämpfen. Izarra war spurlos verschwunden, wie von der Insel selbst verschluckt, während sich stattdessen etwas Unmögliches aus dem Wasser erhoben hatte. Keiner der beiden traute seinen Augen: Ein gigantisches, verfallenes Zirkuszelt ragte einfach aus dem Meer empor, so selbstverständlich, als hätte es nie einen anderen Platz gekannt. Davor stand ein hochgewachsenes Mädchen – gut 1,91 Meter groß, mit rosafarbenen Haaren und katzenartigen Ohren. Mit zuckersüßer, fast schon unschuldiger Miene hielt sie ein Schild in die Höhe. Darauf stand: EXIT.



      DER ZIRKUS SCHLIESST GLEICH! DANN KANN KEINER VON EUCH SCHWUCHTELN MEHR DIE INSEL VERLASSEN!“, brüllte sie. Ihre Stimme war derart tief und rau, als würde ein schwerer Kettenraucher zu ihnen sprechen. Während sie Stan und Liam mit bohrendem Blick fixierte, entblößte sie Zähne, die so spitz wirkten wie die eines Tigers. Langsam kam sie auf die beiden zu. Sie trug keine Absätze – bei ihrer imposanten Statur hatte sie das ohnehin nicht nötig. Nach außen hin setzte sie eine fröhliche Fassade auf, doch die bedrohliche, angriffslustige Aura, die sie umgab, sprach eine ganz andere Sprache. Hinter ihr hatte sie jemanden versteckt, der im Haufen von Sand vergraben war. Sie streckte ihre Hand aus, während der Song eines Mannes weiter ertönte.

      "Such a good girl knows how to please. ♩"



      „Ohne mich würdet ihr niemals lebend von dieser Insel runterkommen. Ich hoffe, das ist dir dreckigem Butler endlich eine Lehre, wer hier von Anfang an die Hosen anhatte!!!!“, giftete sie mit einem zuckersüßen Lächeln in Stans Richtung. Dann wandte sie sich mit fröhlich leuchtenden Augen Liam zu. Es war reine Show, eine makellose Maske für die blinde Wut, die in ihr tobte. Und du bist eine dreckige Hure, nur damit das klar ist ... Mit dir bin ich endgültig fertig. Wenn du nicht auf der Stelle von dieser Insel verschwindest ... ist dein Welpenschutz auch bei mir abgelaufen. Du hast dich für den falschen Kerl entschieden, du widerlicher Mistkerl.“Sie spuckte die Worte aus, als gäbe es eine tiefe, gemeinsame Vergangenheit.

      "Look at me, look me in the eyes..."

      Dann drehte sie sich abrupt um und zerrte jemanden ins Sichtfeld, bei dessen Anblick Stan und Liam das Blut in den Adern gefrieren müsste. Völlig mühelos warf sie sich den ohnmächtigen Körper über die Schulter. Es war Izarra. Offenbar hatte sie ihn gnadenlos zusammengeschlagen, als er das Lager der Bananos ausspähen wollte. Mit einem breiten, sadistischen Grinsen hielt sie ihn fest. Ihre scharfen Zähne fletschte sie wie ein Raubkatze. In diesem Moment glich sie dem leibhaftigen Teufel. „Es wird Zeit, hier zu verschwinden. Ich habe die Schnauze voll ... Ihr macht mich noch wahnsinnig ...“, zischte sie wie eine Irre. „Auch wenn ... wir uns jetzt alle der verdammten Realität stellen müssen. Und er mir dabei helfen muss ... Alles ist besser, als mit euch hier zu verrecken ...“

      "...Forget yourself, surrender your mind."



      "Right now, you're mine. All mine."

      Mit dem kraftlosen Izarra über der Schulter schritt sie geradewegs in das dunkle Zirkuszelt. Über die Schulter rief sie den beiden noch eine letzte Warnung zu: „Ihr braucht ausnahmslos alle, um hier hineinzukommen. Er hat immer streng darauf bestanden, dass sämtliche Zuschauerplätze BESETZT sind!“ Im nächsten Moment wurden sie und Izarra von den pechschwarzen Schatten des Zirkus verschluckt und verschwanden in der absoluten Dunkelheit.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Haaalt dein ....Maul!!"
      Janons heisres, hasserfülltes Zischen war für Oscars drogenvernebelte Ohren wie die schönste Symphonie. Ein wollüstiges Schaudern durchlief seinen massiven Körper, als er spürte, wie der Boxer sich unter ihm aufbäumte. Oh ja, genau so mochte er es! Diese wilde, ungezähmte Widerborstigkeit war es, die ihn an Janon so faszinierte. Ein dreckiges, gutturales Lachen entwich Oscars Kehle. Er presste seinen schweren Körper nur noch fester gegen den des Jüngeren, genoss den verzweifelten Widerstand. In Oscars verstrahltem Hirn keimte eine perverse, brennende Hoffnung auf. Die grüne Flüssigkeit, die sich klebrig und heiß zwischen ihren Körpern verteilte, musste Janons Willen einfach brechen. Er war sich sicher: Bald würde sich der anfängliche Hass des Boxers in pure, triebhafte Lust verwandeln. Seine Pupillen waren riesig, als er sich gierig zu Janons entblößtem Nacken hinunterbeugte, bereit, sich zu nehmen, was er so schmerzhaft begehrte.
      Doch plötzlich geschah das Unfassbare.
      "Ey, wartet Mal!"



      Bevor Oscar begreifen konnte, wie ihm geschah, schlug etwas Hartes, Rumpfendes mit brutaler Wucht gegen seine Seite. Es war kein Schlag von Janon. Es war, als wäre ein dicker Ast vom Himmel gefallen. Mit einem überraschten, tierischen Aufgrunzen wurde Oscar von Janon heruntergeschleudert und rollte ungeschickt über den harten, nassen Sand, direkt in die klebrigen Überreste des zerquetschten Bananos.Benommen, die Sicht schwimmend vor Schmerz und Drogen, rappelte sich Oscar mühsam auf die Ellenbogen hoch. Was zum Teufel war das? Völlig überrumpelt blinzelte er gegen das grelle Licht. Seine Gedanken mahlten quälend langsam. Für einen quälend langen Moment herrschte absolute, irritierte Leere in seinem Kopf.

      "Pardon! Das ist im übrigen ein neues Wort, was ich erlernt habe. Aaaber, Sex erlaube ich hier nicht. Jedenfalls nicht ohne mich. Wir sind doch keine Gruppe, die den armen Neuen ausschließt. So viel Löcher habt ihr doch gar nicht zu stopfen, die Bananos werden euch ohne meine Hilfe verstopfen!"

      Dann sah er Beni. Der Neuankömmling saß rittlings auf Oscars eigenen Oberschenkeln, als wäre es der natürlichste Platz der Welt. Beni strahlte ihn an, völlig unbeeindruckt von der brenzligen Situation oder dem riesigen, blutenden Mann unter ihm.Oscar blinzelte erneut, mühsam versuchend, die Situation zu erfassen. Die Verwirrung in ihm war grenzenlos. Wer war dieser Kerl? Und warum saß er auf ihm?

      „Och, menno! Jetzt sind es nur noch wir beide ... hm? Dabei hatte ich mich so auf Gruppenliebe gefreut!"

      Bevor Oscar auch nur ein Wort herausbringen konnte, begann Beni zu reden. Seelenruhig. Über Gruppenliebe. Und dass er Sex hier nicht erlaubte. Jedenfalls nicht ohne ihn. Oscar starrte ihn fassungslos an. Benis Worte irritierten ihn zutiefst. Der Tonfall des Jüngeren war so naiv, so beiläufig, dass er Oscar unwillkürlich an einen lästigen, winselnden Welpen erinnerte, der unbedingt mitspielen wollte, aber absolut keine Ahnung von den Regeln hatte. Ein verärgertes Knurren stieg in Oscars Brust auf. Diese gottverdammte Einmischung! Alles war so perfekt gewesen!
      Er hätte nach Ewigkeiten des Entzugs auf dieser Insel richtig harten und hemmungslosen Sex mit Janon haben können!
      Und jetzt?!



      Von Gruppensex hatte er schon mehr als genug gehabt...Das Gefängnis bot selten Momente nur zur Zweit oder allein.
      Eigentlich war Oscar gut darin Personen die ihn nicht Interessieren auszublenden, wie lästige Fliegen aber irgendwas an Benis Verhalten pisste den Ex Häftling ziemlich an.
      Vielleicht lag es an sein leeren Magen, den Drogen Entzug und denn wenigen Spaß denn er gerade auf dieser Insel empfand...
      Doch dann sagte Beni etwas, das Oscars Zorn endgültig entfachte.
      "Du machst aber nicht schlapp, oder? So ein bisschen Drogen machen so jemand Großes wie dir nichts aus, da bin ich mir sicher!"
      ....
      "Hääääh~?!"

      Schlagartig zog sich Oscars Herz schmerzhaft zusammen. Ein jäher, brennender Schmerz, der nichts mit körperlichen Verletzungen zu tun hatte. Diese Worte. Dieser Tonfall. Eine dunkle, quälende Erinnerung brach über ihn herein, wie eine eiskalte Flutwelle.Larry.
      Sein Ex-Freund. Wie oft hatte Larry genau solche Dinge zu ihm gesagt? Mit diesem falschen, manipulativ-süßen Lächeln? Larry, der ihn mit solchen Sätzen immer wieder um den Finger gewickelt hatte, nur um ihn am Ende eiskalt fallenzulassen. Larry, der ihn in diese Spirale aus Drogen und Gewalt getrieben hatte.
      Seit ihm fiel es Oscar wirklich schwer solche Provokanten Neckereien zu genießen...Er roch den Köder und wie sich Beni wohl sein eigenes vergnügen in der Sache erhoffte nachdem er ihm bewusst oder unbewusst bei seinem Wildfang gestört hatte...
      Die Drogen dieser Bananos, die ihn eben noch in einen euphorischen Rausch versetzt hatten, schienen sich plötzlich in pures Gift zu verwandeln. Seine Sicht wurde rot...
      Er musste sich ablenken!
      Sofort!
      Bevor die Erinnerungen ihn mies die aufgestaute Laune verdarb. Er sah wieder zu Janon. Sein geliebter Bad Boy!
      Doch was er dort sah, war ein absoluter Abturner!
      Janon lag nicht mehr kämpferisch auf dem Bauch... Er hatte sich mühsam ein Stück weggeschoben, starrte wie versteinert auf den Boden und zitterte am ganzen Körper. Seine Augen waren weit aufgerissen, panisch, erfüllt von einer tiefen, eisigen Angst, die Oscar absolut nicht verstand.Oscar verzog angewidert das Gesicht. Was war das denn jetzt?! Janon sah aus wie ein geprügelter Hund, nicht wie der stolze, unnachgiebige Boxer, in den er sich verguckt hatte. Ein verstörter Bad Boy? Das war nutzlos für ihn....
      Er liebte die rohe Gewalt, das Aufbäumen, den Kampf! Nicht dieses jämmerliche Häufchen Elend. Die pochende, triebhafte Erregung in ihm war jedoch stärker als seine Enttäuschung über Janon. Sein Körper schrie nach Erlösung, egal wie.

      Er sah wieder zu Beni herauf, der ihn immer noch erwartungsvoll anstrahlte. Seine Wut auf den nervigen Welpen war immer noch da, ebenso wie der Schmerz über Larrys Erinnerung. Aber Beni war hier. Beni war...Wirklich bereit dazu sich Sexuell mit ihm zu begnügen.
      "Du kleiner, verdammter Bastard...", krächzte Oscar mit heiserer, gefährlich leiser Stimme.


      Ein psychopathisches, grausames Grinsen breitete sich auf seinen Lippen aus. Die Pupillen seiner riesigen, glanzlosen Augen fixierten Beni unbarmherzig.
      Die starke rote kehrte in seinem Gesicht zurück und seine Hand legte sich feste auf seinen Hüftknochen.
      Er zog ihn mit einer rücksichtslosen, ruckartigen Bewegung gnadenlos an sich heran, sodass ihre Becken mit voller Wucht aufeinanderprallten.
      Der Andere sollte die Größe seines Erregung deutlich zu spüren bekommen.
      Sein heißer, schwerer Atem strich über Benis Gesicht...
      Zum ersten mal schenkte er ihm etwas mehr Aufmerksamkeit und sah wie das grüne Blut der Bananos an seiner Haut klebte....Ein Taffer Bursche, was?
      Vielleicht war diese Art des Kennenlernen für denn Moment wirklich das was brauchte...Er wollte nicht mal denken, ohne seine Drogen war es unmöglich.
      Mit einer unerwartet langsamen, geradezu animalischen Bewegung streckte Oscar die Zunge heraus und leckte genüsslich einen feuchten Streifen des grünen Blutes direkt von Benis Wange. Der fremdartige, bittere Geschmack auf seiner Zunge verschmolz perfekt mit dem hitzigen Rausch in seinem Kopf.
      Er packte Beni nur noch fester, riss ihn mit brutaler Leichtigkeit mit sich und presste den Neuankömmling unerbittlich in den aufgewühlten, erhitzten Sand.
      "Ich hoffe du kannst nicht nur kläffen wenn du dich schon so anbietest!"

      ...............

      DER ZIRKUS SCHLIESST GLEICH! DANN KANN KEINER VON EUCH SCHWUCHTELN MEHR DIE INSEL VERLASSEN!“

      Wie ein Meerungeheuer stieg aus dem Wasser das Zelt, zusammen mit plötzliches Auftauchen eines großen Mädchens mit einem schon höhnischen Exit-Schild...
      Schon lange suchten sie nach einem Weg von der Insel doch in dieser Form?
      Mittlerweile verstand Stan das sein logische Verstand hier kein Fortschritt bringen würde...Schon eine weile gab Logik hier kein Sinn mehr.
      Auch Izarras wissen über die Bananos hatte ihn schon etwas skeptischer werden lassen aber dies hier....War mehr als genug um als Surreal erklärt zu werden.
      Die rauche, laute Stimme passte nicht wirklich zu der Erscheinung vor ihnen.
      Misstrauisch fokussierte jeden Bewegung der Unbekannten.
      Wenn er es nicht besser wusste....


      „Ohne mich würdet ihr niemals lebend von dieser Insel runterkommen. Ich hoffe, das ist dir dreckigem Butler endlich eine Lehre, wer hier von Anfang an die Hosen anhatte!!!!“
      ...Die Art und Weise wie sie sich verhielt passte auf Janon zu. Allein der Anblick ihrer Zähne beim sprechen löste in seinem Arm Phantomschmerzen aus.
      Aber wie konnte Janon an zwei Orten gleichzeitig sein? Und diese absurde Verkleidung? Erneut war Logik wirklich nur ein Gedanken Karussell...Aber er blieb Wachsam schließlich geschahen nach Tage Veränderungen auf dieser Insel...Es könnte wirklich eine Chance sein von hier weg zu kommen. Weswegen er neutral jeglich beobachtete wie sie sich nun auch Liam zu wendete.

      Und du bist eine dreckige Hure, nur damit das klar ist ... Mit dir bin ich endgültig fertig. Wenn du nicht auf der Stelle von dieser Insel verschwindest ... ist dein Welpenschutz auch bei mir abgelaufen. Du hast dich für den falschen Kerl entschieden, du widerlicher Mistkerl.“
      "H-hure?!"
      Entsetzt starrte Liam die größere an...Es fühlte sich gerade schmerzhaft an als hätte Janon mit ihm Schluss gemacht...!!
      Aber das was doch nicht Janon also....Der Janon denn er kannte würde doch nicht---
      Doch sein Herz flatterte so stark ...Und dieses Gefühl hatte bis her nur bei einer Person so Intesiv!



      "E-ey ähm...", versuchte Liam seine Worte wieder zu finden. Er hatte den drang sich zu verteidigen schließlich stimmte das was sie sagte kein Stück!!
      Aber dann brachte sie jemand Anderen ins Sichtfeld, was sofort ihn sowohl als auch Stan in schock versetzte.
      "Izarra!!"
      Selbst dem neutralen Gesichtsausdruck von Stan raubte der Anblick alles...Warum zum Teufel war Izarra Bewusstlos?!
      Ohne Zweifel hatte sie damit zu tun!

      „Auch wenn ... wir uns jetzt alle der verdammten Realität stellen müssen. Und er mir dabei helfen muss ... Alles ist besser, als mit euch hier zu verrecken ...“
      Was hatte jetzt Izarra mit dem ganzen zu tun um ihr oder ihnen zu helfen?!
      Eindeutig machte sie genau wie Janon total skrupellose Dinge. Stan konnte dabei auf keinen Fall zu sehen....
      Izarra hatte schon zuvor schaden durch Oscars Handeln erlitten und jetzt wurde er erneut in Mitleidenschaft gezogen!
      "...Was hast du mit ihm---", setzte Stand an aber die laute Stimme unterbrach ihn Gnadenlos.
      „Ihr braucht ausnahmslos alle, um hier hineinzukommen. Er hat immer streng darauf bestanden, dass sämtliche Zuschauerplätze BESETZT sind!“
      Die beiden verschwanden in der schwarze des Zeltes und zum ersten mal überkam Stan eine unangenehmer Schauder....
      "Verdammt...Warte!!"


      Er fühlte unglaublich Machtlos in dieser Situation, sein sonst so kühler verstand überschlug sich direkt mehrfach,
      Nach dem ersten schock bewegte sich Stan sofort in richtung Zelt, seine Fingerspitzen schien beinahe die Dunkelheit zu berühren als ihn Liam fest hielt.
      "W-warte Stan! Sie sagte wir brauchen alle...Um dort hineinzukommen! Ich denke nicht das es gelogen ist, wir sollten nicht Überstürzten! Die Anderen schlagen sich gerade für uns mit den Bananos herum und müssen von dem hier wissen!"
      Stan schien das im ersten Augenblick nicht zu überzeugen aber er spürte Liams festen griff....
      Langsam senkte Stan seine Hand wieder und versuchte zu seiner gelassene Ruhe zurück zu finden...Auch wenn Izarra gerade vor ihren Augen verschleppt wurde.
      Stan war kein Freund von skrupellosen handeln, besonderes wenn unschuldige darunter leiden...
      Daher mussten sie schnell Handeln, diese Bananos waren jetzt ihr geringstes Problem.
      Falls Janon den Ex-Häftling Oscar nicht ausgeknockt hatte musste sie ihn sicherlich dazu zwingen mitzukommen...Auch wenn unklar ist was sie hinter diese Dunkelheit erwarten wird.
      Die Worte der Frau klangen auch seltsam...Von wem sprach sie ?
      Vielleicht waren sie Opfer einer großen Krimimelle Organisation.....
      "Gut, du hast recht Liam...Du musst aber Janon überzeugen mitzukommen, wir müssen jetzt alle ein letztes mal zusammen halten.", erklärte Stan einsehend.



      Um Oscar konnte er sich schon kümmern, er hoffte der Neuankömmling Beni war auch damit Einverstanden das sie sich in das Zirkus wagen würden aber Izarra schien auch zu kennen...Vielleicht würde er zumindest das Risiko mit eingehen.

      Die beiden kehrten zurück, dabei hielt Stan aber die Umgebung genau in Auge, sie musste bei klaren Verstand bleiben und durften sich nicht von dem Gift am Ende benebeln lassen.
      Doch als sie zurück kamen war der Anblick ganz Anderes als wie sie es erwartet hatten...
      Die Bananos schien fasziniert und erregt dabei zu sehen wie Oscar mit dem Neuling Beni eng umschlungen im Sand lag. Durch deren gierigen Bewegung sah es aus als wären sie schon mitten im Act.
      Dabei Janon der ziemlich verstört wirkte....Es fühlte sich auch an als würde das Wetter auf der Insel umschlagen.
      "...Scheint als seid ihr alle schwer beschäftigt."



      Er näherte sich Oscar und Beni, er musste das Körperliche Kennenlernen unterbrechen und drückte mit seinen Schuhabsatz gegen Oscars Rücken:
      "Ihr beiden, wir haben den Ausgang dieser Insel entdeckt....Izarra braucht uns also kommt jetzt mit! Ihr könnt später wie ungezügelte Kaninchen übereinander herfallen."
      Oscar gab sofort ein widerwilliges murren von sich.
      "Verpiss dich!! Stanly Wenn du nicht mit machst....Fick euren Exit!"
      Der Blonde war doch jetzt der beschissende König und was intressierte ihn dieser Izarra? Der Laberte doch sowieso viel zu viel!

      Liam rieb sich unwohl den Nacken als er das Chaose sah aber sein Blick ging direkt zu Janon, die Bananos näherte sich wie kriechende kleine Raubtiere.
      Aber sie schien anderes als zuvor nicht in Angriff haltung zu sein...Ob die auch merkten das irgendwas an der Insel anderes war?
      Doch in erster Linie sorgte er sich um Janon, er sah die grünen Flecken auf seiner Kleidung verteilt....
      Doch statt mit Hitze zu Kämpfen zu haben oder wie er vor Erregung auszuflippen wirkte er eher verstört.
      "Janon! Was...was ist mit dir?", fragte Liam und näherte sich ihm vorsichtig.



      Dieses Mädchen von eben ging ihm nicht aus dem Kopf....Das...War doch eindeutig...Auch Janon oder? Oder Drehten sie hier langsam durch? An seine eigener Verstand verzweifelte er wirklich....Aber dieses Zelt...Das war echt oder?
      Er ging zu ihm in die hocke um ihn an der Schulter zu fassen:
      "Ähm hast du gehört Janon wir haben ein vermutlichen Ausgang von der Insel gefunden....Ein Zirkus Zelt ist aufgetaucht. Wir...Wir sollten los solange die Bananos sich so zurückhalten!"
      Er hatte so viele fragen aber am meisten sorgte er sich gerade um Janons zustand....Er zitterte oder?
      Er versuchte seinen Blick zu folgen aber schien nicht wirklich etwas anzusehen.
      "...Janon hörst du mich?"
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer & Beni Darkwood

      "Du kleiner, verdammter Bastard..."

      Oscar sah ihn an wie ein Stier wohl ein rotes Tuch anvisierte. Der animalische Instinkt, der Beni dazu brachte sein Gleichgewicht zu verlieren, sodass er den heißen Sand an seinen Ellbogen spürte. Er konnte den Stamm des Mannes deutlich unter ihm spüren, ohne die Klamotten wären sie wohl längst ineinander verschmolzen. Ein erregtes Keuchen entglitt durch seine Kehle, genau auf solch' eine tobende Lust hatte er gehofft! Der Kerl konnte es ihm bestimmt so sehr besorgen, dass er für eine Weile sich befriedigt fühlen würde. Obwohl Oscar keinen gesunden Eindruck mehr machte, bei diesem hohen Fieber und dem Blut, was ihn herunter tröpfelte. Beni selbst war bereits dabei sie von ihren letzten Klamotten unterhalb zu trennen, auch wenn er sie dabei etwas ausleierte, doch das Verlangen war viel zu groß.

      "Ich hoffe du kannst nicht nur kläffen wenn du dich schon so anbietest!"

      Das nahm Beni als einen Ansporn, dem Bananokönig zu zeigen aus welchem Holz er wirklich geschnitzt war. Selbstsicher leckte er Oscar an seiner Kehle, schnappte das Blut von den Aliens sowie auch von dem Blonden auf.

      "Ich werde dir schon zeigen wie hart ich mit meinem Schwänzchen wedeln kann, Großer!"



      Ihm kam es vor als hätte er einen Gleichgesinnten gefunden, einen anderen Streuner den er nur zu gerne beschnupperte. Notgeil umschlang er seinen Hundekumpel mit seinen Beinen, sodass kein bisschen Abstand mehr zwischen ihnen war. Komplett im Rausch erlebte er mit Oscar einen wilden Trip, den er echt brauchte.

      ...
      ....
      .....



      "Ihr beiden, wir haben den Ausgang dieser Insel entdeckt....Izarra braucht uns also kommt jetzt mit! Ihr könnt später wie ungezügelte Kaninchen übereinander herfallen."

      Wann Stan und Liam zurück kamen wusste Beni nicht genau. Hatte er und Oscar nicht gerade erst losgelegt? Oder waren sie schon in ihrer dritten oder sogar vierten Runde? Es war auf jeden Fall noch nicht genug um Schluss zumachen, weshalb er gar nicht daran dachte Oscar jetzt loszulassen. Wer war überhaupt dieser Izarra von dem der schicke Typ da sprach? Niemand der ihn wichtiger war als sein Libido!

      "Gib uns noch zwei oder drei....Lieber vier!", schlug Beni schwer atmend vor und sah nur kurz zu Stan auf, bevor er sich wieder an Oscars Brustkorb lehnte. Ob er mit 'zwei oder drei' Minuten oder sogar Stunden meinte, erklärte er gar nicht. Genauso wie Oscar dachte er nicht daran einfach zu pausieren.



      Während Oscar und Beni wie Kleister verschmolzen waren, saß Janon immer noch neben dran und wirkte so eiskalt wie ein Brocken. Er rümpfte nicht einmal die Nase oder fühlte sich von den Befummeln von den zwei Männern gestört. Selbst die Bananos ignorierte er, die hin und wieder ihm näher kamen, jedoch wohl abwarteten, dass die grüne Flüssigkeit endlich seine Wirkung zeigte. Janon visierte weiterhin den Boden, das Ticket hatte er bereits in seiner Hand zerknüllt, um es nicht mehr ansehen zu müssen. Die Maske ließ er einfach liegen, ihre Präsenz reichte schon aus ihn in Aufruhr zu bringen.

      "Ähm hast du gehört Janon wir haben ein vermutlichen Ausgang von der Insel gefunden....Ein Zirkus Zelt ist aufgetaucht. Wir...Wir sollten los solange die Bananos sich so zurückhalten!"

      Liam musste ihn an der Schulter anfassen, damit Janon seinen eigentlichen Freund überhaupt bemerkte. Doch Berührung von Liam stach ihn wie Dornen an der Schulter, er wich dem Rothaarigen energisch aus. Noch nie hatte sich Liams kleinere Hand so schwer auf ihm gefühlt, total falsch. Obwohl Janon Körperkontakt liebte alarmierten ihn in diesem Moment seine Synapsen, die Übelkeit ging nicht fort. Dennoch versuchte er sich auf Liams Worte zu konzentrieren. Was ihm noch fehlte war, dass Liam ihn umsorgte, weil er so erbärmlich aussah. Der Boxer sah seinem Freund nicht in die Augen, ein Schatten zog sich über sein Gesicht.

      "Fass mich nicht an...", raunte er drohend als wäre jeder hier in seinem Umfeld ein Feind. Als wäre nichts passierte versuchte er langsam aufzustehen, es fiel ihm schwer - er schwankte, doch es gelang ihm. Mit seinem Schuhsohle zertrampelte er die Maske, sodass sie in den Sand versickerte.
      Dann fokussierte er seit Längerem wieder Liam, starrte ihn mit seinem dunklen Augen direkt in die Seele hinein. Verachtend und doch mit einer großen Leere in sich.

      "Laber keine Scheiße...Ein Zirkuszelt? Ich glaube du und dein verfickter Freund haben zu viel von dieser Flüssigkeit eingenommen.", warf er Liam und auch Stan eine Lüge vor, auch wenn sein Herz so schnell schlug als erkannte er die Wirklichkeit. Die Musik, die Stimme, die Eintrittskarte, die Maske und zum Schluss...Ein Zirkuszelt.



      Das sollte vor allem für Janon Sinn ergeben. Die Bilder von seiner Vergangenheit waren noch tief in ihm verankert, als sah er sich gerade eine Dokumentation über ihn selbst an. Es fühlte sich verzaubert, nein eher verflucht. Genau deswegen wollte er nicht noch weiter versinken. Er wandte sich von Liam und dem Rest ab, suchte in seiner Jackentasche nach einer Zigarette, bis ihm wieder einfiel, dass er gar keine hatte. Wie auch immer hatte er für den Moment geglaubt, dass er wieder zurück in New York war und einfach gehen konnte. Aber hier war er gefangen und nun nagte es stark an ihm. Hier wurde es für ihn immer abartiger, doch was er genau wusste war eines: Er würde niemals in das Zirkuszelt gehen, weswegen er stark seufzte. Sein Gesichtsausdruck wirkte wenigstens entspannter, wenn auch eher lebloser. Er starrte zu den vielen Palmen, auf denen noch weitere Bananos saßen.

      "Die Insel hat uns wohl alle kirre gemacht, dass die Klugscheißer bei uns sogar jetzt anfangen zu halluzinieren.", deutete er ganz klar auf Stan hin, der laut seiner Meinung zwei bis drei Tipps zu viel während ihr Abenteuer Janon gegeben hatte.

      "Und selbst, wenn dieses Zirkuszelt existiert...Woher wisst ihr denn, dass dies keine Falle ist? Am Ende ist da noch etwas so viel heftigeres, als diese Drecksviecher. Ist doch Bullshit, ich bleib hier."



      Von der Gefahr war er mehr als überzeugt, doch er wollte es mit seinen Worten so überstülpen als hätte er davor keine Panik...sondern nur keine Lust. Janon klang hoffnungslos, als sog jemand Unsichtbares von seiner Energie. Für ihn gab es niemanden mehr auf den er sich verlassen konnte, dieses Gefühl zog so schwer in ihm wie ein riesiges Gewicht, was sich um seinen Brustkorb kettete. Er war fertig mit allem, die einzige Hoffnung war es, dass er doch noch das Boot fertig bekäme.

      Doch wie Liam angekündigt hatte machten die Bananos bereits ihren nächsten Zug. Nachdem der rührvolle Song vorbei war, winkelten sie alle ihren Kopf automatisch zu den Männern. Ihr Grinsen wurde nur gruseliger, abscheulicher und... begann plötzlich von ihrem Gesicht zu schmelzen. Doch es war nicht nur ihre Mimik, der gesamte grüne Körper schmolz wie Kerzenwachs hinunter. Die Bananos kamen sich gegenseitig näher, ihre Masse verschmolz miteinander. Sie wurden auf eine verstörende Art und Weise eins.



      Zuerst waren sie nur ein großer Haufen Klumpen, bei genauerer Betrachtung erkannte man noch die verfrorenen Gesichter der Bananos. Doch dann sickerten auch sie in den Schleim hinein. Die Flüssigkeit wurde fester, baute sich immer weiter hoch und verformte sich neu. Aus mehreren Bananos wurde ein Banano-Gigant. Er war mehr als zwei Meter groß und besaß strahlende Muskeln, die wie bei einem Bodybuilder wirkten. Energisch hob der Banano seinen Arm hoch, zeigte seinen starken Bizep und lächelte dabei wie eine Winkekatze. Die Katzenohren auf seinem Kopf wankten dabei hin und her.



      Mühevoll drehte Janon leicht seinen Kopf, um sich diese neue Kreatur anzusehen. Seine Haarsträhnen verdeckten seine Augen, doch geschockt wirkte er nicht. Eher darauf vorbereitet, dass es von nun an nur noch schlimmer sein würde. Obwohl diese Kreatur mit starken und lauten Schritten auf sie zu bewegte, dachte Janon nicht dran wegzurennen, nur um dann in dieses Zirkuszelt zu gelangen. Wenn er Glück hatte wollte diese sexbetriebenen Viecher eher Beni und Oscar, die noch eng umschlungen miteinander verweilten.

      "...."



      Der Banano-Gigant rüstete sich, er war bereit für einen finalen Kampf, wenn sie alle hier auf der Insel verweilen wollten. Mit seiner riesigen Pranke riss er eine Palme mitsamt Wurzeln vom Boden und zerbrach diesen in zwei. Die erste Hälfte von der Palme schleuderte er direkt auf Oscar und Beni zu, sodass sie knapp an ihrem Haaransatz vorbeiflog. Die andere Hälfte klopfte er auf den Boden und hielt es dann fest mit seinem Griff, seine kleine Grimasse visierte die Kaninchenwirkenden Männer.



      Benis imaginäre Hundeohren witterten sofort die Gefahr, die ihm eigentlich schon nach der fliegenden Palme klar sein sollte. Jedoch verstand er wohl auch als Einziger, was der Banano denen ausdrücken wollte. Die Palme behielt er nämlich tadelnd wie ein Lehrer in seiner Hand! Aufgeregt blickt er an Oscar vorbei.

      "Der will uns bestimmt zwingen wilder zu werden, sonst wird er uns zerquetschen wie Ameisen! Die Bananos hatten uns ja schon davor die ganze Zeit angestarrt, ich glaube die stehen aufs zugucken.", erklärte Beni überzeugt von seiner Analyse und bekam langsam das Gefühl in einem Amateurenporno zu casten. Grinsend sah er zu Oscar und presste seine Hüfte nur stärker gegen seine. "Osi, du musst einen der Männer dein Hinterteil freigeben - dann ist er bestimmt zufrieden! Am besten machen die anderen Kerle auch miteinander rum. Also ****** oder sterben, Leute!"



      Beni strahlte umfassende Freude aus, heute gingen ihn so einige Wünsche in Erfüllung! Es war so ein toller Urlaub, wenn jetzt nur Lord Korbos dazu kommen könnte, dann hätte er den höchsten Orgasmus überhaupt! "Natürlich könnten wir auch abhauen aber wieso sollten wir uns den ganzen Spaß nehmen, oder? Los - kommt nur her! Ich habe auch noch Hände und den Mund frei! Wir können ja nach dem Spaß dann ins Zelt, falls wir das überleben!"

      Außerhalb der Reihe begann Janon sich von der Gruppe langsam davonzuschleichen, als blendete er die Gefahr einfach vollkommen aus. Er schloss die Augen und für einen Moment...war er wieder in New York. Dort nahm er sich selbst gefangen, mit all seinen Sinnen war er wieder in einem Ort, in dem er sich am wohlsten fühlte. Im Host Club von Sam, umgeben von seinen Freunden und Menschen, mit denen er gerne schlief. Dieses Bild versuchte er in sich zu verankern, um die Stimme und die Bilder der Vergangenheit komplett auszulöschen. Auch wenn er dafür die echte Realität komplett ausblenden musste.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Gib uns noch zwei oder drei....Lieber vier!"
      Oscar stimmte mit einem tiefen brummen Beni Worte zu.
      Der schwere, fiebrige Rausch pochte so ohrenbetäubend laut in seinen Schläfen, dass die restliche Welt für ihn zu einem unwichtigen, verschwommenen Hintergrundrauschen verblasste. Die Art, wie Beni sich ihm anbot, diese rotzfreche und doch so ungemein willige Hingabe, schmeckte ihm gefährlich gut. Das heiße, pulsierende Gefühl zwischen ihren aufeinandergepressten Becken war das Einzige, was in diesem Augenblick zählte. Dass Stan mit eisiger Autorität vor ihnen stand, ignorierte der Ex-Häftling vollkommen. Er wollte einfach nur weitermachen. Er war gerade dabei jemand Interessanten kennenzulernen.
      Der kühle, berechnende Butler starrte auf das groteske Bild vor sich...War das deren verdammter ernst?!
      Es war schlichtweg zu viel. Diese gesamte verfluchte Insel fühlte sich an wie ein fiebriger Albtraum, aus dem man nicht erwachen konnte.
      Stan wollte jedoch nicht sofort eingreifen, weil er sonst bei dem intensiven Bewegung der beiden noch mit reingezogen wurde. Körperlich war er sicherlich den beiden unterlegen weswegen seine zweifarbigen Augen rüber zu Liam und Janon wich die ein ganz anderes Problem hatten.

      "Fass mich nicht an..."
      Die Worte trafen Liam wie ein brutaler, Peitschenhieb. Seine zitternde Hand, die gerade noch so sanft und voller aufrichtiger Sorge nach Janon greifen wollte, fror mitten in der Luft ein. Ein eisiger Schauer rann Liams Rücken hinab... Er schluckte schwer, während sich seine Kehle schmerzhaft zuschnürte.


      "T-tut mir leid...", flüsterte er beinahe lautlos und zog seine Hand wie ertappt zurück. Er ließ sie nutzlos an seiner Seite herabfallen.
      Janons Blick war so dunkel, so abweisend als wäre er sein Feind, dass es Liam das Herz in tausend kleine Stücke zerriss.
      Vielleicht aber war ihm sein Körperkontakt zu ekelhaft nachdem einige der Banaons seine Haut mit tausenden Knutschflecken besudelt hatten und er mehrfach hingefallen war, sah fast so scheußlich aus wie damals zu seiner Zeit als er auf der Straße gelebt hatte...

      "Laber keine Scheiße...Ein Zirkuszelt? Ich glaube du und dein verfickter Freund haben zu viel von dieser Flüssigkeit eingenommen."
      Liams Atem stockte. Die harten, unerbittlichen Anschuldigungen bohrten sich tief in seinen ohnehin schon wankenden Verstand. Hatte Janon recht?
      Er hatte doch selten unrecht...
      Ein giftgrüner Fleck prangte noch immer auf Liams eigener Kleidung. Hatten die Dämpfe dieses widerlichen Blutes auch ihn infiziert? War das unheimliche Zirkuszelt, das Katzenmädchen, die grausame Entführung von Izarra... war all das nur ein kranker Streich seiner eigenen, überhitzten Fantasie?



      Langsam rieb sich Liam über seine übermüdeten Augen...Das konnte doch keine Einbildung gewesen sein....
      Auch wenn alles so absurd war!
      Er wusste nicht ob er Janon direkt sagen sollte das dieses Mädchen ihm ähnlich war, sicherlich fühlte sich dann Janon noch beleidigt oder angegriffen...Die Situation war schon jetzt ziemlich angespannt!

      "Die Insel hat uns wohl alle kirre gemacht, dass die Klugscheißer bei uns sogar jetzt anfangen zu halluzinieren."
      Natürlich entging Stan trotz des Gestöhne der beiden Kerle im Sand nicht was Janon da gerade von sich gab...
      Er stempelte das als Halluzination ab?
      Natürlich zweifelte Stan schon lange an diese Realität aber selbst wenn es nicht echt war...Im Moment war alles an diesem Kranken Situation recht und das bedeutet das sie hier nicht länger zögern durften...!



      Er hoffte nur stark das sich Liam davon jetzt nicht beschwatzten ließ!
      Es schien ihm beinahe auch als wäre er hier der Einzige der sich ernsthaft um Izarra Gedanken machte!
      Der einzige Mensch hier der nicht auf irgend eine Art korrupt schien...Bei Beni dreisten benehmen zweifelte er das dieser eine reine Weste trug.

      "Und selbst, wenn dieses Zirkuszelt existiert...Woher wisst ihr denn, dass dies keine Falle ist? Am Ende ist da noch etwas so viel heftigeres, als diese Drecksviecher. Ist doch Bullshit, ich bleib hier."
      Liam starrte den Boxer fassungslos an...Bevor er sein Blick auf den Sand senkte. Tränen der emotionalen Überforderung sammelten sich in seinen Augenwinkeln. Janon wollte hier bleiben? Auf dieser Insel des Todes?
      "A-aber Janon..."
      Liams Stimme brach, sie klang so dünn und verletzlich wie Glas...



      "Es ist doch vielleicht unsere einzige Chance... Ich... ich verstehe nicht. Was könnte denn noch schlimmer sein als dieser verfluchte Ort?! Wir können doch nicht hier bleiben und darauf warten, dass wir verrückt werden oder sterben! Außerdem müssen Izarra retten! Selbst wenn eine Halluzination war er ist nicht hier...Sondern irgendwo auf der Insel oder schlimmeres...", versuchte er die Vernunft zu finden aber die Unsicherheit wuchs in Liam.
      Genau weil er so oft dachte es wäre der richtige Weg hatte das Gefühl überhaupt jetzt in dieser Situation gelandet zu sein.
      Wenn er von Anfang darauf gehört hätte was Janon gesagt hatte...Wenn es wirklich eine Falle war, könnte es ihr Leben hier vielleicht wirklich verschlimmern?
      Doch schon lange glaubte er an keine Rettung mehr mit dem Boot...Wie sollten sie auf dem Meer überleben? Er konnte nicht schwimmen...Das wusste Janon und so wie er ihn mittlerweile nicht mehr ansah glaubte schon fast denn Worten dieses Mädchen.
      Er war fertig mit ihm...
      Liam befürchtete das seine größte Angst aufkommen würde...Vielleicht sollte er überhaupt nicht mehr denken bevor es wirklich endgültig zu spät war.
      Doch bevor er Janon zustimmen konnte , erbebte der Boden unter ihren Füßen.

      Ein widerliches, schmatzendes Geräusch zerriss die Luft. Die kleinen Bananos schmolzen in sich zusammen, verbanden sich zu einer gewaltigen, abscheulichen Masse. Aus dem wabbeligen Schleim erhob sich ein gigantischer, muskelbepackter Banano-Mutant. Ein Monster von über zwei Metern Höhe, das sie mit einem gruseligen, starren Katzenlächeln anvisierte.
      Liam wich stolpernd zurück, das blanke Entsetzen stand ihm ins blasse Gesicht geschrieben und sofort schrie er auf:
      "UHA!! Was zur Hölle ist das denn jetzt?!?!"



      Diese Dinger waren schlimmer als jeder Endboss eines Viedogames!
      Sie waren sowas von am Arsch!
      Das war nicht Ansatzweise die Art von Nervenkitzel die Liam bevorzugte, das war widerlich und abgedrehter Horror!
      Wie sollten sie gegen so einen Giganten klar kommen??

      Selbst Stan, der sonst niemals die Kontrolle verlor, wich einen halben Schritt zurück, völlig sprachlos ob dieser absurden, physikalisch unmöglichen Mutation.

      . . . . .



      Aber nicht nur war das Ding groß...Es war unglaublich stark wie es jetzt auch demonstrierte!
      Für ein Moment fühlte sich Stan wie jemand denn ein Stecker gezogen wurde....
      Nicht mal ein auch logischer Verstand blieb ihm bei diesen Anblick. Er fühlte sich beinahe so wie wenn er Wyatts seltsame Fantasie Geschichten zuhören musste und es sich versuchte Bildlich vorzustellen...

      Nur Oscar schien die Lebensgefahr, die sich gewaltig über ihnen aufbaute, nicht im Geringsten zu interessieren. Als der Riese eine entwurzelte Palme knapp an Oscars Haaren vorbeischmetterte, zuckte der Ex-Häftling kaum zusammen. Sein vernebelter Blick hing weiter gierig an Beni.
      "Der will uns bestimmt zwingen wilder zu werden, sonst wird er uns zerquetschen wie Ameisen! Die Bananos hatten uns ja schon davor die ganze Zeit angestarrt, ich glaube die stehen aufs zugucken."
      Äußerte nun Beni seine Fachmännische Meinung zu dem Giganten.
      "Osi, du musst einen der Männer dein Hinterteil freigeben - dann ist er bestimmt zufrieden! Am besten machen die anderen Kerle auch miteinander rum. Also ****** oder sterben, Leute!"
      Ein tiefes, genervtes Murren entwich in Oscars Kehle.
      Der Vorschlag von Beni missfiel ihm in einem ganzer Linine. Mühsam drehte der riesige Blonde den Kopf, das dunkelrote Blut tropfte stetig über seine Stirn und mischte sich mit dem Sand. Sein trüber, abfälliger Blick glitt über Stan, den weinenden Liam und Janon.
      "Tz...", spuckte Oscar verächtlich aus.
      "Keiner von diesen erbärmlichen Pissern hier ist es wert, dass ich mich für sie flachlege. Niemals."



      Sein Griff um Benis Hüften wurde wieder fordernder....Wenn jetzt schon gleich krepierte dann schon mit einen Höhepunkt, mit dem Hündchen...Der deutlich erfahrender schien als so manche Kerle mit denn er ungeplant Sex gehabt hatte.
      "Natürlich könnten wir auch abhauen aber wieso sollten wir uns den ganzen Spaß nehmen, oder? Los - kommt nur her! Ich habe auch noch Hände und den Mund frei! Wir können ja nach dem Spaß dann ins Zelt, falls wir das überleben!"

      Für einen wahnwitzigen, flüchtigen Bruchteil einer Sekunde kam Stan tatsächlich ins Schwanken. Sein Verstand, der verzweifelt nach einer Überlebensstrategie suchte, rechnete Benis absurden Vorschlag durch. Wenn die Regeln dieser verdammten Insel derart pervers waren... wenn eine kranke Orgie wirklich ihr Leben retten konnte...?
      Hatte ihn Mr. Simon Rose genau auf diesen Moment vorbereitet....?



      Es würde zumindest für eine Ablenkung sorgen...Ihre Überlebens Chance würde steigen, daher war Beni Vorschlag leider nicht so absurd wie es der Butler gerne hätte...
      Doch welchen Preis hätte es? Wenn sie das hier überleben sollten, wäre die Erinnerung zwischen dem was zwischen ihnen vorgefallen war ein bleibender Schatten der sie in die Zukunft verfolgen würde!
      Doch dann schloss Stan die Augen. Ein tiefes Einatmen.Als er sie wieder öffnete, war jeglicher Zweifel aus ihnen verschwunden. Nur noch eiskalte, tödliche Entschlossenheit brannte in seinem Blick. Das Maß war voll...!



      Die Atmosphäre kippte schlagartig. Stans Aura wurde so drückend und dominant, dass selbst die feuchte Tropenluft zu gefrieren schien. Er richtete sich zu seiner vollen Größe auf und klopfte sich den Schmutz von der Kleidung.
      "Das war keine Bitte", schnitt Stans Stimme laut, erbarmungslos und gestochen scharf.



      "Das ist ein verdammter Beschluss. Wir gehen in dieses Zelt. Alle."
      Mit langsamen, bedrohlichen Schritten überbrückte Stan die Distanz direkt zu Janon. Die Erinnerung an ihren ersten, brutalen Nahkampf flackerte in Stans Augen auf. Er packte Janon nun sofort an seinen Arm, er stellte sich so dicht vor ihn auf, dass die 6 Cm die er kleiner war als Janon kaum spürbar waren.
      "Und was dich angeht...", zischte Stan voller eiskalter Verachtung.
      "Ich dulde dieses jämmerliche, egoistische Verhalten keine Sekunde länger. Denkst du wirklich, ich weiß nicht, was du bist? Ich habe dich schon vor Wochen beschattet. Ich kenne dein asoziales, dreckiges Verhalten gegenüber anderen. Du bist ein Mensch, der absolut keine zweite Chance verdient hat! Warum glaubst du wohl, habe ich diesen riesigen Junkie Oscar extra auf dich gehetzt? Du Änderst dich kein Stückbreit, selbst die Lektion auf dem Spielplatz war nicht ausreichend, was?"
      Stans Worte waren wie giftige Pfeile.
      "Ich sehe in dir nicht diesen tollen Freund, an den Liam so verzweifelt glaubt. Und ich sehe in dir auch keinen coolen, starken Bad Boy, wie dieser Idiot von Oscar es tut! Du bist nichts weiter als ein vorlauter, armseliger Kerl, der nur eine dicke Hose markiert, solange alles nach seinen eigenen, bequemen Regeln läuft! Aber hier? Auf dieser Insel? Bist du nichts weiter als ein nichtsnutziger, feiger Mistkerl!"



      Er konnte diesen Kerl keine Sekunde vergeben was er seinem Herren und Freund Wyatt angetan hatte!
      In Gegensatz zu ihm war Wyatt ein zartes Pflänzchen das viel zu schnell zertrampelt werden konnte wenn die falschen Personen in seine Nähe kommen...
      Stan konnte solche Menschen nicht akzeptieren, diese Menschen die Liam so verzweifelt versuchte zum besseren zu bewegen....
      Jetzt war eine solch gute Person in Gefahr und das einzige das sie davon abhielt ihn zu retten, war Trieb gesteuerte Kerle, ein asozialer Kerl und Liam der einfach nicht aus seiner Liebesblase erwachen wollte! Und jetzt noch dieses Monster....
      "Stan, hör auf sowas zu sagen!"
      Liam wollte sich sofort nach dem ersten Schock dazwischen drängen, jetzt schien Stan auch noch den verstand zu verlieren aber Stan blieb eisern:
      "Hör auf dich für diesen Dreck einzusetzen Liam! Er würde dich auf dieser Insel zurück lassen und dich gegen irgend einen Anderen Jungen ersetzten. Das einzige das für ihn zählt ist sein Ego und darum spielt er das ganze als Illusion ab! Izarra braucht uns wirklich und ich lass mich nicht für dumm verkaufen."
      Ersetzten....?


      Liam spürte sofort wie ihm das Atmen versagen wollte.
      Stan war sicherlich nur am Ende seiner Nerven....
      Und behauptete....Irgend ein Mist....
      Grob stieß Stan nun Janon zurück aber mit einer Haltung als würde er ihn gleich zu einem Kampf provozieren wollen.
      Stattdessen hob er den Arm und deutete mit unmissverständlicher Härte auf den gewaltigen Banano-Giganten, der ungeduldig mit seinem Palmenstamm auf den Boden schlug.
      "Wir spielen dieses abartige Spiel nicht mit!", brüllte Stan, und zum ersten Mal hörte man echte, flammende Wut in seiner sonst so kontrollierten Stimme.


      Blitzschnell, mit der berechnenden Tödlichkeit einer zuschlagenden Kobra, wirbelte Stan herum. Bevor Oscar auch nur realisieren konnte, was geschah, sauste Stans flache Handkante mit voller, mörderischer Wucht auf den Nacken des Ex-Häftlings herab. Der präzise, brutale Schlag traf den ohnehin geschwächten und blutenden Riesen perfekt an einem Nervenpunkt.Oscars Augen rollten sofort nach hinten. Sein schwerer, massiver Körper erschlaffte augenblicklich, und er brach wie ein gefällter Baum bewusstlos über Beni im Sand zusammen!
      "Es reicht mir", knurrte der Butler so tödlich und ernst, dass es keine Widerworte mehr zuließ.
      "Entweder wir sterben jetzt sofort gemeinsam hier im Sand... oder ihr bewegt euch jetzt verdammt nochmal alle in dieses Zirkuszelt! Von mir aus Prügel ich mich mit euch alle bis nur noch einer Übrig bleibt!"
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer

      "Es ist doch vielleicht unsere einzige Chance... Ich... ich verstehe nicht. Was könnte denn noch schlimmer sein als dieser verfluchte Ort?!"



      Janon wollte nicht mit Liam diskutieren, dafür fehlte ihn momentan die Wut und die Energie. Was schlimmer sein könnte? Leise schnaubte er aus seiner Nase. Er merkte selbst wie durch er sein musste, denn obwohl er gar nicht dieses 'Zirkuszelt' mit eigenen Augen erblickt hatte...hatte er eine leiste Vorahnung, was sie erwarten könnte. Als ob er schon jetzt anhand der Indizien genau kristallisieren konnte, dass sein Alter mit hoher Wahrscheinlichkeit dort auftauchen würde. Und wo er war...war es immer...schlimmer. Deswegen war es ihm egal, ob es ihre letzte Chance sein könnte - er traute diesem Ausgang nicht. Es war wie freiwillig in die Hände eines Psychopathen hineinzulaufen, nur weil er dir leckere Süßigkeiten anbot. Liam hatte sich entschieden den Anderen viel mehr zu vertrauen, weswegen er ihn gar nicht überzeugen wollte - der Boxer konnte ihm gerade kein Vertrauen schenken. Der Boxer hatte keinen Grund in das Zelt zu gehen, ohne feste Beweise, dass es ernsthaft ein Ausweg war. Und was Izarra anging...Janon wusste schon gar nicht mehr wer dieser Izarra sein sollte...Beim Weggehen folgten seine Augen trotzdem heimlich Liam, obwohl er ihn zurzeit den Buckel runterrutschen konnte. Er hätte es wissen müssen...Das kalte Gefühl der Vergangenheit nahm wieder Besitz von ihm. Liam hatte sich schon damals nie für ihn entschieden, warum sollte er auch jetzt für ihn beistehen? Selbst wenn Janon erklären würde, warum er solch' eine Sorge hatte... Diese verunsicherten gelben Augen würden ihn ein Loch durch Herz bohren, mit Unglaubwürdigkeit.



      "Keiner von diesen erbärmlichen Pissern hier ist es wert, dass ich mich für sie flachlege. Niemals."

      Erstaunt über Oscar Gleichgültigkeit gegenüber den Monster wurde Beni nur heißer. Er liebte eiskalte Bastarde, die sich immer über alle Anderen sahen. Beni wusste, dass er hier auf keinen Fall draufgehen durfte. Aber es war echt schwer sich von seinem neuen Hundefreund loszureißen, einfacher war es sich mit ihm im Takt zu bewegen. Selten war die körperliche Nähe so anturnend wie jetzt auf der Insel. Wenn der grüne Monster-Gigant also nebenbei zerquetschte oder doch mitmachte war es nur das halbe Übel! Doch bevor er mit Oscar wieder komplett eins wurde, handelte der Butler und zeigte wer hier wirklich von Allen hier kaltblütig war.

      "Das ist ein verdammter Beschluss. Wir gehen in dieses Zelt. Alle."

      Mit einer Stimme von schneidender Kälte riss Standie Aufmerksamkeit der gesamten Insel an sich. Selbst Janon hielt inne –entgegen seinem Vorsatz, keinen der anwesenden Männer mehr wahrzunehmen undabzuhauen. Die fordernde Härte in Stans Worten ließ Janons Blut für einen Herzschlaggefrieren. Spielte sein Verstand ihm einen Streich? Wie konnte er in dieserSekunde ernsthaft an Sam denken? Klang Stan plötzlich wie ein Rose? Unmöglich.Nicht dieser erbärmliche Butler. Er wollte seinen Weg fortsetzen, doch Stanhielt ihn bestimmend an seinem Arm.

      "Ich dulde dieses jämmerliche, egoistische Verhalten keine Sekunde länger. Denkst du wirklich, ich weiß nicht, was du bist? "

      Stan sprach mit Janon, als sei dieser kein Mensch, sondern nur ein lästiges Hindernis, das sich in sein Leben und das seiner Freunde einmischte. Die Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit – auch Janon konnte Stan nicht ausstehen. Doch im Gegensatz zu Stan hatte Janon nie zu anderen Mitteln gegriffen, als ihm schlichtweg eine reinzuhauen. Zu erfahren, dass dieser Mistkerl ihn tatsächlich hatte beschatten lassen und das nun auch noch so unverschämt ehrlich zugab, traf Janon hart. Stan machte keinen Hehl daraus: Nur wegen Stan hatte es Oscar auf Janon abgesehen. Stan wollte Janon durch Oscar eine Lektion erteilen. Janon war sich plötzlich sicher, dass Stan Oscar auch den Plan eingeflüstert hatte, ihn auf dem Spielplatz zu missbrauchen. Er wollte ihn dafür umbringen. Obwohl Janon geglaubt hatte, die Flamme in seinem Herzen sei längst erloschen, spürte er durch Stans grausame Offenheit, wie sie wieder aufloderte. Es fühlte sich an, als würde Stan ihm eine Pistole direkt auf die Brust setzen. Doch bevor sie wieder gänzlich entflammte pustete sie Janon aus, seine ganze Wut drückte er in die freie Faust, dessen Fingerknöchel sich weiß färbten. Leicht sah er zu Stan auf, der Kerl war noch nicht fertig? Er wollte die Patronen wohl unbedingt in sein Brustkorb rammen.



      "Ich sehe in dir nicht diesen tollen Freund, an den Liam so verzweifelt glaubt. Und ich sehe in dir auch keinen coolen, starken Bad Boy, wie dieser Idiot von Oscar es tut! Du bist nichts weiter als ein vorlauter, armseliger Kerl, der nur eine dicke Hose markiert, solange alles nach seinen eigenen, bequemen Regeln läuft! Aber hier? Auf dieser Insel? Bist du nichts weiter als ein nichtsnutziger, feiger Mistkerl!"

      Wollte er in ihm den Löwen erwecken?! Als wäre die Flut an Beleidigungen nicht schon genug gewesen, stieß Stan ihn zum Schluss herablassend zurück, sodass Janon ins Straucheln geriet. Sofort verschwamm Janons Sicht in einem roten Schleier. Ein wilder Drang überkam ihn, sich auf den Butler zu stürzen und ihm das arrogante Gesicht blutig zu schlagen. Was bildete dieser Mistkerl sich eigentlich ein?! Nicht einmal der blöde Ochse hatte ihn so sehr zur Weißglut treiben können. Die Luft schien Janon wegzubleiben vor Wut. Er wollte Stan am Boden sehen! Er wollte, dass er Blut spuckte. Doch tief in ihm schrillte eine Warnung auf: Was, wenn Stan genau das will?! Janon wusste, wie gefährlich schlau dieser Typ war- das hatte die Zeit auf der Insel mehr als genug gezeigt. Womöglich war das Ganze nur ein perfider Trick, um ihn diesem Monster-Giganten zum Fraß vorzuwerfen, während Stan sich mit dem Rest aus dem Staub machte. Dennoch weigerte sich sein Stolz, einfach nachzugeben. „Diese verschissenen Worte wirst du noch bereuen …“, raunte er bedrohlich, den Blick hasserfüllt auf Stan gerichtet. Wie Janon es hasste, wenn solche Pisser wie Stan ihn versuchten einzuschätzen. War mittlerweile jeder ein gottverdammter Psychologe?!



      "Wir spielen dieses abartige Spiel nicht mit!"

      Irritiert erhob der Gigant seinen riesigen, schleimigen Arm. Motzte ihn diese winzige Kreatur gerade an, anstatt ihn vor Angst um Vergebung zu bitten? Dem Typen schlotterten nicht einmal die Knie. Doch ihn angreifen tat der Kerl auch nicht, stattdessen wendete er seine gesamte Energie gegen sein eigenes Team? Nun war das Monster gänzlich verwirrt?
      Hatte er gerade mit ansehen müssen, wie den Banano-König einen Nackenklatscher verpasst hatte? Er hatte ihn eliminiert?



      "Entweder wir sterben jetzt sofort gemeinsam hier im Sand... oder ihr bewegt euch jetzt verdammt nochmal alle in dieses Zirkuszelt! Von mir aus Prügel ich mich mit euch alle bis nur noch einer Übrig bleibt!"

      Beni wurde dem bloßen Gewicht von Oscar komplett ausgesetzt, für den Moment kam es Beni so vor, als versank er im Treibsand! Oscar wog wohl echt eine Menge, er drückte ihn die Luft zu! Doch genau die Panik gleich durch einen großen Mann drauf zu gehen, turnte den Masochisten wieder an. Wäre schon sehr erbärmlich so zu krepieren, aber ziemlich passend für jemanden wie Beni! Zum Glück konnte er genug Kraft aufsammeln, um ihn hochzuheben...Auch wenn er deutlich länger brauchte, da er schon viel Energie an den Bananos auslaste. Dieser Stan war ein buchstäblicher Sadist!



      Doch nahm es Beni dem Butler wohl am wenigsten übel. Genauso musste man eben mit so jemanden wie dem Masochisten sprechen, damit er überhaupt sein Po hochhob! Deswegen presste er sich gegen Oscar, um seiner großen Masse zu entkommen. Zwar hatte er das Gerede mit dem Zirkuszelt nicht so wirklich verstanden- in Meridian gab es sowieso eher Magiershow als irgend so einen Zirkus...Aber wenn sich dieser Stan das unbedingt ansehen wollte? Eventuell hatte ja Korbos in seinen Urlaub dazugebucht? Da durfte Beni es natürlich nicht verpassen!
      Schwungvoll stand er auf und zog sich und auch Osi wieder an, sodass keiner mit schutzlosen Gemächt herumlaufen musste. Er bestand darauf sich um den bewusstlosen Mann zu kümmern, als Revanche für das heiße Vergnügen. Freudestrahlend bewegte er sich in Stans und Liams Richtung, Zeit für die nächste Attraktion. Da Stan beschloss das Monster zu ignorieren, tat er auch das gleiche, was den Gigant schon ziemlich traurig machte.

      "Gegen prügeln hätte ich auch nichts, aber ihr ja unbedingt zum Zirkus wollt...Warum sollte ich da nein sagen? Schrei ruhig mehr und gib mir einen ordentlichen Tritt in den Hintern, dann sprinte ich sogar zum Zelt!", sagte Beni total Energiegeladen während alle Bananos in seinem Umfeld wieder den größten Abstand hielten. Mit Verrückt wollten sie sich nicht anlegen. Bis auf der eine, der unbedingt Oscar nah sein wollte - er riskierte für den Bullen sein Leben.


      So wollten also alle zum Zirkuszelt, bis auf einen. Janon Schulter senkten sich wieder, auch wenn die Wut in ihm nicht fortging. Es war sinnlos, sie aufhalten zu wollen – das wusste Janon. Jedes Wort aus seinem Mund würde nur verrückt oder lächerlich klingen. Es war bloß ein dumpfes Bauchgefühl, ein Instinkt, der sich sträubte, die Schwelle dieses Zirkuszeltes zu überschreiten. Stan war in seinem Wahn, Izarra zu retten, fast schon blind und der Rest war sein persönlicher Fußabtreterr. Verdammt, Liam, wieso fällst ausgerechnet du mir in den Rücken?, hallte es durch Janons Kopf. Obwohl Liam nichts sagte verstand er, dass er für einen Moment zögerte und Stans Worten kompletten Glauben schenkte. Der kalte Beigeschmack des Verrats brannte auf seinem Gaumen.Mit einem Schlag holte ihn die Vergangenheit ein. Hatte er nicht schon unzählige Male versucht, die Menschen vor ihrem eigenen Verderben zu bewahren, wenn sie in das Zirkuszelt hineinwollten ? Wie oft hatte er vergeblich gegen das Schicksal angekämpft? Doch was auch immer er sagte oder tat, am Ende rannten sie alle in die Dunkelheit des Zeltes. Wozu... also noch kämpfen? Resigniert sah Janon ein, dass sich der Kreis schloss: Auch ihm würde wohl nichts anderes übrig bleiben, als mit ihnen durch diese verdammte Plane zu treten. Als durfte er hier alleine auf dieser Insel verweilen. Gegen Ende würde er sowieso hineinrennen, da der rothaarige Verräter dort gefangen war.



      Ruckartig zog Janon seine Handschuhe fester. Er fühlte sich, als würde Blei durch seine Adern fließen, so schwer fühlten sich seine Beine plötzlich an. Aber er weigerte sich, vor diesem Bastard als Feigling dazustehen.„Dass ausgerechnet so ein Handlanger mich von oben herab behandelt …“, zischte er. Sein Tonfall war anfangs nur leise, doch die Lautstärke schwoll mit jedem Wort bedrohlich an.


      „Du glaubst wirklich, du wärst etwas Besseres, oder? Dabei bist du nur ein kranker Wichser, dem jedes Mittel recht ist, um seinen Willen zu kriegen.“Janon hob den Kopf, bohrte seinen Blick in die Augen des Butlers und stürzte auf ihn los. Doch die erwartete Faust blieb aus. Stattdessen krallte er seine Hände in Stans Hemdkragen und riss ihn brutal in die Höhe. Ihre Nasenspitzen berührten sich fast, während Stan gezwungen war, auf den Zehenspitzen zu balancieren. Ein kaltes, diabolisches Lächeln stahl sich auf Janons Gesicht. Er sah aus wie jemand, der den Ausgang dieses Albtraums bereits genüsslich vor Augen hatte - jemanden der die Qual zu akzeptieren lernte.
      Seine Stimme war nur noch ein tiefes Grollen:„Dort drinnen in diesem Zirkuszelt bist du genauso wertloser Dreck wie alle anderen. Wenn du so scharf darauf bist, komme ich eben mit. Allein zu sehen, was dich dort erwartet, ist Rache genug für mich … selbst wenn ich nicht derjenige sein werde, der dich bluten lässt.“


      Janon dachte gar nicht daran, sich für diese Wichser zu opfern. Er musste um jeden Preis verhindern, dort drinnen als die Hauptattraktion zu enden. Die ganze Situation fühlte sich grotesk an, fast so, als wäre er schnurstracks in einen seiner eigenen Albträume gestolpert. Früher suchten ihn oft Träume von riesigen Zirkuszelten heim – Träume, die untrennbar mit seinem Vater verknüpft waren. Dabei hatte der Alte nie zu einer echten Truppe gehört; er war als Clown immer ein Einzelgänger gewesen. Und dennoch … Dieser Traum ließ ihn nie los. Darin plärrte jedes Mal diese schrille, verzerrte Zirkusmusik, während auf dem Boden die Maske seines Vaters neben einer abgenutzten Eintrittskarte lag. Es war eine makabre Einladung an Janon, die Manege zu betreten und sich ihm im 'Spaß' des Zirkus anzuschließen. FUN!



      Nur wenige Minuten später erreichten sie das Zirkuszelt. Das Monster hatte die Verfolgung aufgegeben, gefangen in seiner eigenen Verwirrung warum sie nicht mit ihm spielen wollten. Janon hielt sich im Hintergrund, weit weg von den anderen. Anfangs hatte er noch versucht, Stärke auszustrahlen. Ein cooler, lässiger Gang, der schreien sollte: Es juckt mich nicht dort hineinzugehen, mir passiert hier sowieso nichts. Doch als das Zelt plötzlich in grausamer Realität vor ihm aufragte, schienen seine Füße im Sand festzufrieren. Ihm blieb die Luft weg. Warum sah dieser Ort haargenau so aus wie die Manege aus seinen Albträumen? War er sich wirklich noch sicher, dass das Unheil drinnen nur die anderen treffen würde – und ihn verschonte? Sein Ego sank rapide. Eisige Unsicherheit kroch an Janon hoch, und zum allerersten Mal flackerte in seinen Augen nichts als blanke, unverfälschte Angst. Mit jedem Schritt, den er auf das Zirkuszelt zusetzte, schienen sich unsichtbare Schatten an seine Haut zu heften, schwer und unerbittlich.


      Der Ort besaß eine unheilvolle, magnetische Anziehungskraft: Wer sich ihm näherte, wurde wehrlos in seinen Bann gesogen. Es war wie eine monströse Fliegenfalle, deren einziger Zweck es war, dich bei lebendigem Leib zu verschlingen. Janon wollte umdrehen, sich doch weigern hineinzugehen...doch mit dem nächsten Wimpernschlag war es bereits zu spät. Die Manege wickelte seine Schatten um die Männer und zog alle mit einem Schwung hinein.

      FUNTIME---
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Janon Müntzer & Beni Darkwood

      [...Fortsetzung des Traumes in Club Douchess]

      Janon wirkte auf dem Bett wie ein hungriges Biest, welcher endlich seine Beute zu fassen bekam. Liam. Zwar wehrte er sich mit Worten, doch lange würde er sich ihm nicht widersetzen können. Der Boxer war viel stärker als er und wollte ihn nicht gehen lassen, bis er ihn die sexuelle Ektase näher gebracht hatte. Mit seinen Unterleib schaffte er sich zwischen Liams Beinen einen freien Platz, sein Körper war vollkommen hochgefahren. Auch zurecht. Denn wie lange war es hier, seitdem er sich mit seinem Babe vergnügt hatte? Ständig hatte er ihn allein durch Blicke abgewiesen, dabei hatte er sich so viel Mühe gegeben bei ihrem ersten Mal. Nun log er ihn auch noch dreist ins Gesicht, dass der Boxer sein Erster aber auch Einziger gewesen war. Hah- für einen Bruchteil einer Sekunde hatte er daran geglaubt, doch wollte er damit wohl nur Janon schmeicheln. Wer sollte es denn bitte so lange aushalten, nachdem man sich an den verbotenen Früchten vergangen hatte? Aber seine Lügen würde ihn Janon vergeben, auch wenn er als Strafe seinen Griff nicht lockerte, sodass er rötliche Striemen an Liams zart besaitete Haut hinterließ. Er lächelte zufrieden. Nachdem er ihn geil gemacht hatte, durfte er sich auch von Lämmchen liebkosen lassen...Harvey und Larry wären zum Schluss die Kirsche auf der Sahnetorte.



      "...Aber....Oscar hat Recht."

      Jedoch nahm der erotische Aspekt einen hässlichen Umschwung. Hatte er sich gerade verhört? Er sah wie die Tränen von Liams Gesicht wie kleine, glitzernde Perlen heruntertröpfelten...sah zwar unglaublich süß aus, aber diesen Satz vergab ihn Janon bestimmt nicht. "HÄ?", posaunte Janon verärgert heraus und drückte Liam nur noch mehr in die Matratze hinein. Er musste sich stark zusammenreissen, um davor Liam nicht in sein schönes Gesicht zu schlagen. Aber...dies würde nur gegen seine Prinzipien verstoßen.


      Schlimmer noch ergriff direkt danach Oscar das Wort, der sich an die unsichtbare Barriere gelehnt hatte. Seine Stimme zu hören war wie Säure für seine Ohren, er wusste er würde jetzt mit irgendeinem Bullshit kommen, warum er denn so viel besser war als er.

      "Alter....Dein Winzling will nicht mit Anderen Sex haben, weil er dich Liebt. Was bist du für beschissender Freund."

      ...Doch bei dieser Antwort legte Janon nur seine Stirn in Falten. Janon blinzelte irritiert; sein Augenlid zuckte. Was faselte Oscar da für einen Schwachsinn? Liam? In ihn verliebt? Oscar musste sich echt zu viel Zeug auf einmal eingeworfen haben. Ein verdammter Knasti, der sowieso nur mit dem Schwanz dachte, wollte ihm ernsthaft etwas über Gefühle erzählen? Lächerlich. Liam und er waren seit Kindheitstagen Freunde und seit neustem bewegte sich ihre Beziehung mehr in die 'Freundschaft Plus'-Route, auch wenn sie genau Oscar direkt ruinierte, bevor sie überhaupt begann. Und jetzt meinte er auch noch Liam zu kennen? Der sollte kein Müll labern! Er hörte genau wie Oscar Liam versuchte anzustacheln, verschärft verfingen sich seine Augen an Liams Gesicht, der ein schniefen kontrollieren musste.


      "...Ich...will aber nur dich, Janon."
      "...Ich...will aber nur dich, Janon."
      "...Ich...will aber nur dich, Janon."
      "...Ich...will aber nur dich, Janon."



      Janon erstarrte. Die Anspannung in seinem Nacken war plötzlich so hart wie Stein, und der Druck, mit dem er Liam aufs Bett drückte, ließ schlagartig nach. Liams Worte sickerten in ihn ein wie Eiswasser und hinterließen ein unerträgliches Kribbeln auf seiner Haut. Jeder Funken Erregung in ihm starb ab. Ihm wurde eiskalt – als hätte Liam ihm gerade eine Klinge an die Kehle gesetzt. Liam... wollte nur ihn? Nicht auf sexueller Weise- die Form Besessenheit, die er aufregend empfand. Unter perversen Umständen hätte ihn genau dieser Besitzanspruch wahnsinnig geil gemacht. Aber mit Oscars Worten im Hinterkopf schmeckte der Satz plötzlich nach etwas anderem. Liam lehnte andere ab, weil er NUR Janon wollte? Weil er ihn... liebte? Romantische Gefühle? Für ihn? Janon schlug sich eine Hand vor das Kinn. Er wusste, dass er gerade völlig entgleist und überfordert aussehen musste. „Ich kapier... nicht... Warte... Du...“ Die Worte blieben ihm im Hals stecken. Er rang um jeden verdammten Satz. Langsam hob er den Blick und sah Liam an. Seinen besten Freund. Den Kerl, mit dem er die Welt sehen wollte, nach dem er öfter süchtig war als nach einer Zigarette. Den er brauchte. Und trotzdem zog sich in Janons Magen alles krampfhaft zusammen bei der bloßen Vorstellung, dass Liam ihn wirklich auf diese Art lieben könnte. Liebe. Das war eine Nummer zu groß für ihn. Zu viel.

      "Laber kein Scheiß. Sag mir, dass du Witze machst. Du vögelst doch Andere...Du...bist ein verdammtes Sugar Babe, genau aus diesem Grund. LOS! Sag, dass du keine von...diesen...Gefühlen für mich pflegst. Du bist nicht so...Sag mir lieber, dass du eine Hure bist, die diesen Ochsen vögelt.", forderte ihn der Boxer dazu auf sich jetzt zu äußern. Noch hatte er die Chance alles zu retten.



      Der Funke in Janons Augen verschwand schlagartig. Der Mann unter ihm war plötzlich nicht mehr Liam. Diese Worte. Der Tonfall. Dass er nur ihn wollte. Es war genau wie bei ihm. Der Person, die er auf ewig tief in seinem Verstand begraben wollte. Schon auf der Insel hatten ihn die verfluchten Flashbacks eingeholt, ihn mit Bildern gequält, bevor der Clubbesuch ihn gnädigerweise wieder betäubt hatte. Und jetzt war die Vergangenheit wieder da. Greifbar nah. Ausgelöst durch Liams Geständnis.„LIAM! NIMM ES ZURÜCK! JETZT!“, platzte es aus Janon heraus. Er verlor völlig die Beherrschung, krallte die Finger in Liams Schultern und schüttelte ihn. Doch die Panik hatte ihn bereits im Würgegriff. Verdammt. Je länger er Liam ansah, desto mehr verschwammen dessen Gesichtszüge mit der Halluzination dieses anderen Mannes. Ihm wurde übel. Die groteske Maske schob sich direkt über Liams Gesicht. Mit einem angewiderten, verstörten Keuchen stieß Janon sich von ihm ab. „VERDAMMTE SCHEISSE!“, brüllte er und drosch die Faust mit solcher Wucht gegen den Bettpfosten, dass das ganze Gestell bebte.

      Kaum auf den Beinen, geriet Janon ins Wanken. Er presste die Hände gegen seinen Schädel, als würde eine bestialische Migräne ihn von innen zerreißen. Und dann platzte es aus ihm heraus. Wie in einem Wahn begann er, blindlings Dinge durchs Zimmer zu pfeffern. Eine Vase flog krachend gegen die Wand, verfehlte Lämmchen nur um Haaresbreite, der sich nicht mehr rührte. Jeder Wurf fühlte sich an, als würde er sich gegen ein Todesurteil wehren, das Liam gerade über ihn gefällt hatte. Janon krallte die Finger in seine eigenen Haare, stieß ein tiefes, tierisches Knurren aus ... und brach dann in Gelächter aus. Völlig durch den Wind lachte er schallend, hysterisch.„HahHAHAHA... SCHEISSE! Wir hätten SO VIEL SPASS haben können!! ... ABER DU...“ Das Lachen überschlug sich, klang krankhaft, getragen von einer weinerlichen, verletzten Note. „... Wegen dir sehe ich ihn wieder! Wie einen verfickten Geist! Warum ist das seit der Insel so verdammt intensiv?! Ich hatte es doch unter Kontrolle! Welchem Gott hab ich ans Bein gepisst, dass er mich in diese Hölle zurückzerrt?! Kacke ... Ha ... haha ... Aber nicht mit mir. Ich zeig diesem Schwein, dass ich drüber weg bin. Liam ... Fick dich. Ganz ehrlich. Ich hätte dich verdammt noch mal nicht einladen dürfen...“




      Jedes einzelne Wort, das er als Waffe gegen Liam einsetzte, schnitt ihm selbst ins Fleisch. Es zerriss ihn, so abartig gemein zu seinem Freund zu sein, aber der Damm war gebrochen. Er konnte nicht aufhören. Liam hatte ihn in den Abgrund gestoßen, aus dem er nicht mehr heraus kam.
      "Kacke...Ich hatte auf eine erholsamere Pause gehofft...Aber...Die Zeit ist um."
      Aus den Schatten der dunkelsten Ecke des VIP-Bereichs löste sich eine leise, weibliche Stimme. Es war das Katzenmädchen – Nefeli, wie Stan sie nannte. Sie lehnte fast reglos an der Wand, als hätte sie die ganze Zeit genau auf diesen Moment gelauert. Ein bitteres Lächeln lag auf ihren Lippen, und für den Bruchteil einer Sekunde blitzte echtes Mitleid für Liam in ihren Augen auf. Doch es war nicht ihr Job, ihn aufzufangen, egal wie sehr es sie danach drängte.„Nimm’s ihm nicht übel, Liam“, sagte sie weich. „Aber... Janons Herz gehört längst jemand anderem. Und diese Liebe... zerfrisst ihn von innen heraus. Langsam, wie eine fleischfressende Pflanze.“


      Schon wieder schien Janons Realität zu zerbrechen. Entgeistert riss er die Augen auf, starrte das Katzenmädchen an und ließ die Arme kraftlos sinken. Es dauerte, bis er sich quälend langsam wieder fand. Mit zitterndem Finger wies er auf sie, als wäre sie ein Geist, der unmöglich echt sein konnte.„Was... zur... Hölle... Warum bist du...“, brachte er nur haspelnd heraus, seine Züge völlig versteinert.


      Doch die Erstarrung schlug plötzlich in lodernde Wut um. Brüllend und mit erhobenen Fäusten stürmte er auf sie zu. „FUCK! Will mich hier irgendjemand verarschen?! Wer macht sich hier über mich lustig?!“ Das Katzenmädchen schwieg. Sie hob lediglich die Hand und wies stumm auf die Lautsprecher an den Wänden des Raums. Eine Sekunde später dröhnte eine Stimme aus ihnen heraus – so tief und abgründig, dass der Boden unter den Füßen der Männer erbebte.

      „Willkommen in meinem wunderschönen, selbst erdachten Traum, meine verehrten Gäste. Es ist FUN-Time! Ich habe mir wirklich außerordentlich viel Mühe für unser gemeinsames Programm gegeben. Was ich euch heute präsentiere, ist ein... sehr leidenschaftliches Projekt. Ein Projekt, das meinen absoluten Lebensinhalt darstellt.“

      Die Stimme aus den Lautsprechern klang wie die eines überdrehten Showmasters, unterlegt mit einem dunklen, krächzenden Unterton. Er hatte die Aura eines Jokers – charmant, absolut unterhaltsam, aber mit Worten, die so messerscharf waren, dass sie tiefe Wunden rissen.

      „Wir haben heute sooo einige... Jobs zu erledigen, Schatz. Ein Glück, dass du deine Freunde mitgebracht hast, damit sie uns zur Hand gehen können. Ich habe nur auf den perfekten Moment gewartet... und ich bin wahrhaftig gerührt. Es ist, als würde sich mein Schicksal endlich erfüllen.“

      Totenstille legte sich über den VIP-Raum. Janon vergaß zu atmen. Die Farbe wich komplett aus seinem Gesicht. Er wusste genau, zu wem diese Stimme gehörte. Das Katzenmädchen wich seinem Blick aus und starrte betreten zur Seite.



      Plötzlich brüllte der Mann im Lautsprecher los. Es war so laut, dass die Boxen schrill übersteuerten und jeder im Raum schmerzerfüllt die Hände auf die Ohren pressen musste. Sogar Beni war aus dem Masochistenraum gestolpert und blinzelte desorientiert ins grelle Licht.

      LIAM! ICH WUSSTE ES! WIR SIND UNS ÄHNLICH! ICH HEGE GENAU DIESELBEN GEFÜHLE FÜR IHN! ICH HAB'S GEWUSST... DU BIST GENAU WIE ICH! DU BRENNST VOR LIEBE.“

      Mit einem Mal explodierte der Sound im Club: Das Kreischen einer verzerrten E-Gitarre mischte sich mit einem peitschenden Bass und aggressiven Beats. Es klang dreckig, laut und treibend. Beni sah sich irritiert um; er dachte, er hätte den Höhepunkt der Nacht verpasst, und suchte nach der tanzenden Menge. Stattdessen erloschen die Bilder der hübschen Jungs auf den Monitoren und machten einer Karaoke-Anzeige Platz. Da gab es Lyrics zum Mitsingen?! Beni war sofort Feuer und Flamme. Endlich Action!
      „Wir legen los, Serena. TAKE 1: Die Befreiung der Liebe aus ihren Fesseln.“
      Die psychopathische Stimme aus den Boxen begann ein irres Summen, wie ein Verrückter, der kurz davor war, eine Arie anzustimmen. „Liam... dieser Song beschreibt genau, was wir für ihn empfinden. Ich habe ihn ihm früher oft vorgesungen... Er hat jedes Mal gezittert vor Übelkeit. Singst du mit mir? <3“Der Tonfall war beängstigend sanft, fast schon zärtlich, was die Einladung nur noch kränker wirken ließ. Nur Beni bekam von der Bedrohung nichts mit. Er feuerte sie begeistert an: „YEAH! LIAM, GIB ALLES! SING SCHON! WUHU!“ Dabei betrank Beni natürlich ganz schön und kleckerte den Boden voll.





      "...Du bringst mich aus dem Takt, Takt, Taktgefühl
      Fühlst du, wie ich mich heut ganz in dir verlier? ~"

      Das kranke Theaterstück nahm seinen Lauf. Der Beginn einer Liebe, einer Obsession, einer Gefangenschaft. Der Prolog. Serena stürmte los, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, und ließ ein kleines Messer in ihrer Hand aufblitzen. Ihre violetten Augen glühten in einem unnatürlichen Pink und bohrten sich in Liams Gesicht. Sie rannte auf ihn zu, riss die Klinge in die Höhe, als wollte sie ihn eiskalt abstechen. Eine bizarre Form der Dankbarkeit.

      "Durch dich werd ich heut neu, neu, neu gebor'n
      Denn das, was ich brauch, find ich, ich, ich in dir."

      "Ich wünschte...Ich wäre dir nie begegnet...Du beschissenes Schicksal."


      Doch Haaresbreite vor ihm riss sie die Waffe herum, drosch sie in das Bettzeug und schlitzte die Matratze mit einem brutalen Ruck auf. „SCHEISSE – LIAM! WEG DA!“, schrie Janon in blinder Panik und rannte los. In diesem Moment war völlig vergessen, dass er ihn eben noch in die Hölle gewünscht hatte. Serenas Finte hatte ihren Zweck erfüllt: Sie wollte Liam Todesangst einjagen. Was wie ein völlig gestörter Scherz wirkte, war bitterer Ernst. Aus den aufgerissenen Daunen quoll etwas Albtraumhaftes hervor. Lebendige, giftige Ranken wanden sich aus dem Spalt und sonderten einen widerlichen, säuerlichen Gestank ab.

      "Du bist alles, alles was mich fesselt.
      Niemand kennt mich besser.
      Alles, was ich will, bist du!"


      Die Ranken verfingen sich in Janon und warfen ihn aus dem VIP-Bereich heraus, sodass er auf einen Glastisch landete, der laut zersplitterte. Serena wütete weiter, zerfetzte das gesamte Bett, bis die Schlingpflanzen wie Schlangen hervorschossen. Sie wickelten sich um Harvey und Larry, kesselten sie ein, bis die beiden unter dem wuchernden Dickicht verschwanden. Aber sie schrien nicht. Sie lachten. Ein irrer, manischer Chor, der genau wie der Psychopath aus den Boxen klang. Und dann stimmte auch noch Lämmchen in das Gelächter ein – laut, schrill und völlig wahnsinnig wie ein Clown, der genauso gefangen wurde von den Ranken. Doch Serena war nicht fertig, mit ihrer Klinge durchstach sie bestimmte Bereiche, als suchte sie etwas. Aus jeder offenen Stelle krochen hochgiftige Pflanzen hervor, verströmten einen schrecklichen Geruch, der einen schwer Atmen ließ.



      "LIAM, Ich höre dich gar nicht? HÄÄÄ? LOS MIT MIR! Und darum..!
      Such mich, find mich, treib mich weiter!
      Halt mich, zwing mich, immer weiter!!!
      Lass mich, lass mich, lass mich nie mehr los!!!"


      Aus den Lautsprechern nörgelte der Moderator über Liams Schweigen, war aber sichtlich amüsiert darüber, dass Beni aus voller Kehle mitsang. Ein grandioser Song für Lord Korbos, schoss es dem Hünen durch den Kopf. Muss ich mir unbedingt merken! Nur diese wuchernden Ranken störten ihn – ihr säuerlicher Geruch ließ seinen Kopf unangenehm schwammig werden.Dann zerklirrte die Welt. Die Glaswand zum VIP-Bereich zersplitterte krachend. Janon stöhnte schmerzerfüllt auf. Er lag inmitten der messerscharfen Trümmer des Glastisches. Die Scherben bohrten sich gnadenlos in seinen Körper, doch diese peinvolle Agonie war das Einzige, das seinen Verstand aus dem halluzinierenden Nebel zerrte. Trotz der Qualen suchte er panisch nach Liam. „Liam... Arrgh... Geh zu dem Ochsen..!“, stieß er hervor, in der Hoffnung, Beni wäre ein sicherer Hafen. Sein Kopf kreiselte. Schwer atmend presste Janon eine Hand auf seine blutende Seite und wuchtete sich hoch. Er konnte nur zusehen, wie Serena wütete und das Inventar in Stücke schnitt. Er wusste exakt, was ihr Ziel war, und der Schweiß trat ihm auf die Stirn.„LASS DEN SCHEISS! HEY! WARUM ZERSTÖRST DU ALLES?!“, brüllte er.



      Die dreckigsten Beleidigungen lagen ihm auf der Zunge, doch er schluckte sie hinunter. Er würde sie sich nur selbst an den Kopf werfen. Zu sehen, dass sie quasi er war, ließ seinen Magen rebellieren. Serena prustete auf. Ihr Lachen klang haargenau wie sein eigenes, bevor es abbrach und vollkommener Leere wich. Ihr Blick wurde eisig. „Gib einfach auf. Wir können ihm ohnehin nicht entkommen. Wir müssen ihm endlich diese verdammte Tür öffnen. Es ist unsere einzige Chance, hier rauszukommen. Besser, sich ihm auszuliefern, als hier elendig zu krepieren, oder nicht?“ Ihre kalte Logik war unerträglich. Sie wusste ohnehin, dass Janon das Versteck der Tür niemals preisgeben würde, also verschwendete sie keine Atemluft an Fragen. Und während die Realität um sie herum zerfiel, ging das irre Karaoke-Programm aus den Boxen einfach weiter.



      Janon platzte der Kragen. Er weigerte sich, Serena weiter dabei zuzusehen, wie sie alles um ihn herum zerstörte. Es glich einem freiwilligen Suizid, ihr das Feld zu überlassen; er musste sie zerschlagen. Doch die mutierenden Ranken versperrten ihm den Weg. Und dann schloss sich plötzlich eine Hand wie ein Schraubstock um Janons Arm. Er fuhr herum – und das Blut gefror ihm in den Adern. Vor ihm stand Harvey. Doch sein süßes Gesicht war unter einer jener abscheulichen weißen Clownsmasken verborgen, die schon die Freunde seines Vaters getragen hatten. Ein starres, diabolisches Grinsen starrte ihn an. Harvey drängte sich an ihn, wollte ihn berühren, und ehe Janon reagieren konnte, waren auch Larry und Lämmchen da. Wie eine willenlose Flut schwappten sie über ihn, klammerten sich an ihn. Die kalten Masken rieben an seiner Haut, während sie seinen Duft tief einsogen und dabei unablässig den irren Song mitsangen.

      "Dein Rhytmus bringt mich um, um, um den Schlaf.
      Schlaf nicht ein, mein Schatz, ich will noch mehr von dir.
      Die Welt dreht sich heut nur, nur, nur für dich...
      Mach die Augen auf und tanz, tanz, tanz mit mir."


      Panisch stieß Janon sie von sich. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Die drei wirkten wie ferngesteuerte Zombies, und ihr Lachen war ein perfektes, krankes Echo des Moderators. „VERDAMMTE SCHEISSE!“, brüllte Janon. Er musste blind um sich schlagen und austeilen, um sich aus ihrem morbiden Griff zu befreien. Trotz der Hiebe wichen sie kaum zurück. Völlig verzaubert schwebten sie um ihn herum und sangen unermüdlich weiter.


      Es war bereits zu spät. Hinter dem Blattwerk hatte Serena längst gefunden, wonach sie suchte. Die giftigen Ranken gaben den Blick auf eine massive eiserne Tür im Mauerwerk frei. Sie besaß einen klobigen Griff und war über und über mit Rost überzogen – ein stummes Zeugnis dafür, dass sie seit Ewigkeiten niemand mehr geöffnet hatte. Serena legte die Hand auf das kalte Metall, hielt aber inne, als Janons schriller Schrei den Raum durchschnitt.



      „LASS DIE TÜR ZU! DAS IST NICHT DER AUSGANG!!! ES IST--...“ Seine Stimme brach hysterisch weg. Die Distanz zwischen ihnen war zu groß, doch er streckte verzweifelt den Arm nach ihr aus, als könnte er sie allein mit seinem Willen zurückhalten. Serena sah ihn an. Sie fühlte seinen unerträglichen Schmerz, doch sie saßen in der Falle.


      Es gab nur diesen einen Weg, und Janon wusste das genauso gut wie sie. Sie musste tun, wofür sie erschaffen wurde. „Stell dich endlich der Realität ...Stan hat recht. Ein feiger Mistkerl beschreibt Janons Charakter.“, flüsterte sie beinahe sanft. „Hör auf wegzulaufen. Er wird sowieso wieder hinter dir stehen. Er lässt dich nicht los. Niemals. Du kannst also genauso gut zu ihm laufen...Er kennt nämlich den Ausgang.“ Die endgültige Härte dieser Worte brach Janons letzten Widerstand. Er krachte auf die Knie und rang keuchend nach Luft. Die Tür war zwar noch verschlossen, doch konnte man sie genau sehen. Vom Club jedoch...war kaum noch etwas übrig.

      "...Nackte Füße müssen über Scherben geh'n
      Wenn sie erstmal bluten, woll'n sie nie wieder steh'n..."



      Einer der Bildschirme, von denen Beni eben noch eifrig seinen Text abgelesen hatte um mitzusingen, flackerte. Statt der Karaoke-Lyrics erschien plötzlich eine Videoaufnahme. Zuerst sah man ein völlig normales, penibel aufgeräumtes Wohnzimmer. Doch dann erlosch auf der Aufnahme abrupt das Licht – und offenbarte die schreckliche Wahrheit. Als sich die Dunkelheit legte, glich der Raum einem Albtraum. Die Couch war in Fetzen gerissen, der Boden übersät mit leerem Alkohol, rostigen Ketten und Drogenutensilien. Ein dreckiger, unheilvoller Qualm schien durch das Zimmer zu wabern. Mitten über dieser Szenerie prangte die kalte Einblendung: TAKE 2.

      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      Der feste druck denn Liam eben noch gespürt hatte schien nach zulassen. Für ein kurzen Moment stieg in dem Rothaarigen die Hoffnung das Janon Einsicht zeigte.
      Doch plötzlich fühlten sich die Körpertemperatur von Janon ganz kalt an...Als wäre die eben noch Überhitzte Freude aus ihm hinausgezerrt wurden.
      Ruckartig weiteten sich die Augen von Liam, gerade passierte etwas....Womit er nie damit gerechnet hatte das einmal passieren würde.
      Wie oft....Wie oft hatte Liam mit den Gedanken gekämpft Janon seine tiefen Gefühle von Liebe zugestehen.
      Doch egal wie oft...Immer kam etwas dazwischen.
      Als wollte das Schicksal nie das Janon begriff das Liam ihn auf einer weise Liebte die Anderes war als zwischen Freunden oder Sex-Partnern...
      Manchmal gab Liam einfach auf...Und Genoss denn die Zeit mit Janon.
      Es gab für ihn nichts schöneres in seinem Leben an Janons Seite sein zu dürfen...
      Aber dann fragte er sich doch immer wieder...Was würde passieren wenn seine Gefühle ihn eines Tages doch erreichen würden...?



      Vielleicht...Musste nur die richtige Zeit und Moment kommen damit diese brennenden Gefühle von Janon in empfang genommen wird.
      Liam hatte Geduld...Es war Okay wenn es nicht Morgen oder in den nächsten Jahren so sein würde...Er war nie traurig oder Enttäuscht darüber wenn erneut eine Chance verstrich.
      So hatte er immer darüber Gedacht...
      Aber das dieser...Moment jetzt kommen würde hätte Liam niemals erwartet und die Reaktion, war schmerzvoller als er sich in seinen Tausenden von Vorstellungen jemals erträumt hatte.

      "Laber kein Scheiß. Sag mir, dass du Witze machst...."





      Janon forderte ihn auf....Die Worte, vermutlich auch die Gefühle die viel zu viel für Janon war zurück zu nehmen.
      Im selben Moment wusste aber Liam das Janon es ihm sicher nicht glauben würde!
      Dafür kannte ihn Janon doch viel zu gut....
      "Ich...ähm...",stammelte Liam mit einem schmerzhaften stechen in der Brust, er wünschte er könnte es zurück nehmen aber es wäre gelogen...Es wäre für Liam nicht einmal schlimm gewesen wenn seine Gefühle nicht erwidert wurden. Aber das Janon seine Gefühle mit einer solchen Wucht zurück katapultiert und sogar der Glanz in seinen Augen verlor....
      ...Warum musste das jetzt passieren...?


      Es tut mir Leid....
      Am liebsten hätte Liam die richtigen Worte gefunden um Janon zu beruhigen aber dieser war vollkommend außer sich....
      War seine Liebe wirklich so abstoßend und erstickend...?!
      Was...hatte er Falsch gemacht....?

      "LIAM! NIMM ES ZURÜCK! JETZT!“

      Der griff wurde wieder bestialisch stärker von Janon und sein keuchen als wäre er das schlimmste übel....
      Auch als begann ihn Würgen konnte gerade zu spüren das Janon ihm am liebsten aus seiner Welt gestoßen hätte. Er hatte kein Platz an seiner Seite mehr?
      Dieser Gedanke machte Liam am meisten Angst...Der Boxer wütete immer weiter das Liam zusammen zuckte bei jeden schlag oder schebbernden Gegenstand.
      Er rechnete jeden Augenblick damit das ihn eines davon treffen würde...Entweder hatte Liam in denn Augenblick nur Glück oder Janon versuchte sich für ihn noch zusammen zu reißen. Aber seine Hoffnung schwand sogleich bei Janons hysterisches Lachen...

      „HahHAHAHA... SCHEISSE! Wir hätten SO VIEL SPASS haben können!! ... ABER DU...“

      Mit diesen Ausbruch hatte Oscar ebenfalls nicht gerechnet, etwas war der Blonde verwirrt...Er selbst gestand doch seinem Bad Boy jede Sekunde seine Liebe?
      Warum flippte er denn bei Liam so auf dieser Art und Weise aus?
      Eigentlich würde es der Ex-Häftling mehr als erregend und Unterhaltsam finden, wäre da nicht dieser weinerliche Unterton bei Janon...Es war keine Pure Wut die er so Heiß bei ihm fand...Da war etwas Anderes...Hatte Janon ernsthaft Angst??



      Für Oscar sah Janon aus wie ein Wildes Tier im Käfig, das um sich schlug mit seinen Krallen und laut Fauchte...Aber diese Tiere waren oft nur so weil sie panische Angst hatten.
      Das Janon so ein Feigling war, dass hatte er ihm gar nicht zugetraut. Er hatte auf ihn sehr Mutig und Selbstbewusst gewirkt, schließlich hatte er sich ohne groß nachzudenken mit ihm angelegt!
      Doch jetzt?
      Oscar verlagerte sein Gewicht ein wenig, während er das Schauspiel beobachte. Liam würde immer kleiner wie ein Wurm der sich am Liebsten für immer in der Erde verkriechen wollte.
      Der Blonde fragte sich ernsthaft was an Liams Liebe so Anderes war an seiner...

      „... Wegen dir sehe ich ihn wieder! Wie einen verfickten Geist! Warum ist das seit der Insel so verdammt intensiv?! Ich hatte es doch unter Kontrolle! Welchem Gott hab ich ans Bein gepisst, dass er mich in diese Hölle zurückzerrt?! Kacke ... Ha ... haha ... Aber nicht mit mir. Ich zeig diesem Schwein, dass ich drüber weg bin. Liam ... Fick dich. Ganz ehrlich. Ich hätte dich verdammt noch mal nicht einladen dürfen...“

      Mit jeden Wort von Janon fühlte es sich für Liam an als entreißt ihm sein engster Freund jegliche Farbe aus seinem Leben.
      Es klang aus seinen Mund beinahe danach als wollte er sagen, das er sich wünschte ihn nie in seinem Leben begegnet sein zu wollen...
      Das...Das wollte doch Janon damit sagen oder? Wenn seine Liebe für ihn die Hölle auf Erden bedeutet...Sollte er seine Gefühle wohl wirklich für immer in verschloss halten aber wenn diese einmal geöffnet wurden...War das überhaupt möglich?
      Er begriff nicht welche Geist Janon zu sehen glaubte aber das er der Auslöser dafür war brachte ihn erneut zum schluchzen.

      Auf einmal erklang eine Stimme...War das dieses Katzenmädchen zu Anfang?
      „Nimm’s ihm nicht übel, Liam“
      Jetzt fühlte es sich an als hätte sie es schon fast geahnt das soweit kommen würde....



      „Aber... Janons Herz gehört längst jemand anderem. Und diese Liebe... zerfrisst ihn von innen heraus. Langsam, wie eine fleischfressende Pflanze.“
      Das Herz von Janon gehört jemand....Anderen? Er kannte Janon schon so lange...Aber das sein Herz jemand Anderen gehört? Das wäre ihm vollkommend Fremd...
      Sichtlich war auch Janon ganz verwirrt von dem erscheinen des Mädchens...Bis jetzt schien er ihnen wohl nicht geglaubt zu haben, doch die Dinge wurden noch viel verrückter...

      „Willkommen in meinem wunderschönen, selbst erdachten Traum, meine verehrten Gäste. Es ist FUN-Time! "

      Die plötzlich tiefe Stimme Änderte die Atmosphäre sofort.
      Auch Stan hatte sich mittlerweile von der Wand gelöst und war näher getreten. Laut dieser Stimme ging es um ein Lebensprojekt...Fast könnte man glauben das nun alle bizarren Dinge mit einemschlag sich doch mit Logik aufklären ließ...Das sie in einer Verrückten Game-Show waren und alles Inszeniert wurde.
      Doch an diese Hypothese glaubte Stan eine weile nicht mehr...Sein Blick fokussierte genau Janon und das Katzenmädchen.



      Es war Todesstill geworden. Sie alle hörten der Stimme zu die eine bebendes unruhigendes Gefühl auslöste...Nefeli hatte nicht gelogen damit das sie schlimmes erwarten würde.
      Stan blieb wachsam, es war mit seine Verantwortung das nun hier waren...Er würde nicht zulassen das einer der Anwesen Körperlich zu Schaden kam!
      Plötzlich Brüllte die Stimmer in der Anlage so laut das sich Oscar vor schmerzen die Ohren zu hielt.

      „LIAM! ICH WUSSTE ES! WIR SIND UNS ÄHNLICH! ICH HEGE GENAU DIESELBEN GEFÜHLE FÜR IHN! ICH HAB'S GEWUSST... DU BIST GENAU WIE ICH! DU BRENNST VOR LIEBE.“

      Verwirrt und verstört stieg Hitze in das Gesicht von LIam.
      Was wollte die schrecklich klinge Stimme von ihm?!?!
      "ÄHH...W-w-w-was?!"


      Hektisch sah er sich in allen Richtungen um. Wurden Sie beobachtet?! Und wem zum Teufel soll er Ähnlich sein?!
      Erneute laute töne folgten als wollte man ihre Trommelfelder zum Platzten bringen!!
      Auch Beni war wieder bei ihnen, obwohl vielleicht besser wäre wenn sie sich jetzt alle wieder in sicherheit bringen!

      „Wir legen los, Serena. TAKE 1: Die Befreiung der Liebe aus ihren Fesseln.“

      Liam wechselte verzweifelte Blicke mit Stan der klinisch versuchte das ganze zu Analysieren während sich Oscar noch immer die Ohren zu hielt und irritiert zum Bildschirm blinzelte. Karaoke....?
      „Liam... dieser Song beschreibt genau, was wir für ihn empfinden. Ich habe ihn ihm früher oft vorgesungen..."
      Das Herz von Liam hämmerte immer stärker...Konnte IRGENDJEMAND diese Stimme zum schweigen bringen?!
      Es fühlte sich für Liam an als wäre in mitten einen Konzert, wo jemand sein schief gelaufenes Liebesgeständnis nun auch noch mal laut für alle Wiederholte!!
      Und ...Diese Art von Wir zu sprechen ließ ihn komplett verwirrt dreinschauen. Auch wollte die Stimme das er mit singt---

      „YEAH! LIAM, GIB ALLES! SING SCHON! WUHU!“
      Die Anfeuerung von Beni war vollkommend fehl am Platz.
      Er würde...Doch jetzt nicht Singen?!
      Was für ein wirres Krankesspiel war das denn jetzt auf einmal?



      "...Du bringst mich aus dem Takt, Takt, Taktgefühl
      Fühlst du, wie ich mich heut ganz in dir verlier? ~"

      Der Gesang hämmerte in Liams Ohren...Paarte sich mit sein blutenden Herz, als wollte ihn der Kerl das er seinen Schmerz aus seiner Seele sang.
      Doch keine einziger Ton wich seine Lippen....
      Die ganze Welt schien sich für ein Augenblick um Liam zu drehen....



      [i]"Durch dich werd ich heut neu, neu, neu gebor'n
      [/i][i]Denn das, was ich brauch, find ich, ich, ich in dir."[/i]
      Was war das für ein unbeschreibliches Gefühl?!
      Es fühlte sich wie der tiefe fall einer Achterbahn an, das hüpfende Gefühl in der Brust....
      "Ich wünschte...Ich wäre dir nie begegnet...Du beschissenes Schicksal."
      Plötzlich stürmte das Mädchen mit dem Messer auf ihn zu, sein Herz das schon wie Wild schlug knallte brutal gegen seine Rippen als er sein Gleichgewicht beinahe verlor, als er zurück schreckte.
      „SCHEISSE – LIAM! WEG DA!“
      Der ganze Club verwandelte sich in einen reinen Alptraum aus unheimlichen Pflanzen während der tiefe Gesang weiter ging!
      Die Pflanzen schienen ein eigenen Leben zu besitzen und katapultierten Janon aus der VIP-Raum heraus. Sogleich streckte Oscar seine Arme zur Seite aus um sein Bad Boy aufzufangen, bedauerlicherweise war er ein paar CM zu weit rechts, so das Janon wie Kanonen Futter an ihm vorbei rauschte und auf dem Glastisch landete.
      "Oh zu schade~", schnurrte Oscar schadenfreudig.
      Aber die Freude verging dem Blonden schnell als er sah was für eine Kranke-Scheiße eigentlich passierte...Sein Ex Freund und Harvey lachten während sie von den Pflanzen umwickelt wurden, er hatte doch gewusst die waren nicht echt! So abgedrehte scheiße hatte in keinen seiner Drogen-Rauschs erlebt.
      Sein Blick ging rüber zu Beni der freudig mit sang mit dem Kelr aus dem Lautsprecher, der Typ war ja noch durchgeknallter als er...

      Stan der sich vorgenommen hatte jeden zu beschützten, musste sich eingestehen das nicht einmal mit einem Muskel gezuckt hatte als Janon auf den Tisch knallte...
      Nun...Ein paar Leute hier würden mit ein paar Schrammen schon überleben. Sorgen machte er sich wirklich ehe rum Liam der total neben sich wirkte bei dem Gesang und viel zu nahe bei der wilden Katzenmädchen stand die alles mit ihrem Messer zu zerfetzten schien.
      Erst als Janon sich erneut meldete bewegte sich der Rothaarige mehr aus dem VIP-Raum heraus und der Blonde zog den Winzling etwas hinter sich.
      Interessiert beobachtete Oscar wie die Frau hier alles zu zerstören drohte und genau so laut los lachte wie Janon.

      „Gib einfach auf. Wir können ihm ohnehin nicht entkommen. Wir müssen ihm endlich diese verdammte Tür öffnen. Es ist unsere einzige Chance, hier rauszukommen. Besser, sich ihm auszuliefern, als hier elendig zu krepieren, oder nicht?“
      ...Türe öffnen?
      Der Ex-Häftling sah wie aufgebracht Janon wieder wurde, booor....Schon wieder diese Panik in seinen Äuglein!



      Und dann...Als wäre nicht schlimm genug tauchten Larry und Harvey wieder auf. Dieses mal mit Masken auf ihrem Gesichtern. Ein widerlicher Schauder durch ging Oscars Körper...Ausgerechnete Masken...Die lösten keine sehr schöne Erinnerung bei ihm aus, obwohl er eher Tierische Maske gewöhnt war bei Larry....
      Umso deutlich war für ihn ein erneuter Beweis das dies auf keinen Fall Larry sein konnte. Er würde nie eine Andere Maske tragen als die zu den Sharks gehört...
      Das war nicht sein Style...Der Ärger vor einigen Minuten verflog langsam aus Oscar...Zu wissen das Janon nur mit Freaks seinen Spaß gehabt hatte war beunruhigend. Auch wenn er es ihm nie vergeben würde!
      Aber auch Liam erschauderte bei den Anblick, auch Lämmchen trug eine Maske...Es war wie in einem Horrorfilm!!
      Als Janon von den Zombies ergriffen wurden wollte Liam schon vorwärts laufen um ihm zu helfen, doch der abweisende Blick von Janon brannte sich erneut auf seine Haut und er rührte sich nicht vom Fleck.
      Derweil hatte das Katzenmädchen wohl das Gefunden wonach sie suchte, die giften Pflanzen schien eine Türe versteckt gehalten zu haben!

      „LASS DIE TÜR ZU! DAS IST NICHT DER AUSGANG!!! ES IST--...“
      „Hör auf wegzulaufen. Er wird sowieso wieder hinter dir stehen. Er lässt dich nicht los. Niemals. Du kannst also genauso gut zu ihm laufen...Er kennt nämlich den Ausgang.“
      Oscar sah zwischen denn beiden hin und her, wie ein Hund der sein Spielball verfolgte...
      Aufgeregt begann er zu strahlen als hätte er endlich die ganze Situation kapiert!
      "Wie GEIL! Zwei Bad Boys!! Und einer ist total beschissen verkleidet!"



      Stan der darauf achtete das die Giftigen Pflanzen ihnen nicht zu nahe kam sah etwas fragend zu Oscar der auf einmal wieder bei bester Laune zu sein schien. Erst dachte Stan das Oscar verstanden hätte wofür die Türe eigentlich sein sollte aber seine Begeisterung lag ganz wo anderes.
      "Wovon sprichst du Oscar?", fragte Stan ruhig aber er wusste die Antwort schon...Nur brauchte er die Bestätigen von dem Mann der Dumm genug war das offensichtliche zu bemerken.
      "Na was wohl Stanly! Mein heißen Bad Boy Janon! Der gleich zwei mal hier! So wie der hier herum gewütet hat mit dem Messer, denn Move erkenne ich von KM entfernt! Mann, ich hätte zu gern mein Smartphone! Dieses Lächerliche Weib-Outfit ist so peinlich! Stehst du auf sowas, Janon? Darf dem zweiten Janon unter den Rock schauen?~"
      Stan folgte mit seinem Blick mehr die Türe als Oscar Entdeckung.
      "Ich denke wir haben jetzt wichtigeres auf das wir uns Fokussieren sollten...Diese Pflanzen schein giftig zu sein, wir sollten dieses zeug nicht länger als Nötig einatmen...Wir müssen hier raus!"



      Der Gesang ging weiter und auf dme Bildschirm flackerte ein neues Bild auf mit TAKE 2....
      Wie bei einem Level schien es weiter zu gehen...
      "...Nackte Füße müssen über Scherben geh'nWenn sie erstmal bluten, woll'n sie nie wieder steh'n..."

      Von dem bekam jedoch Liam kaum mehr etwas mit...
      DAS alles war zu viel für ihn....
      Die Zeit auf der Insel...
      Die Dinge die im Club passiert waren....
      Es war...zu VIEL
      Tränen liefen dem Rothaarigen über das Gesicht als er anfing heiser zu lachen, bis es immer kräftiger wurde.
      "H-HahAhhahaha!! HahAHHHAHA!!~ Wir...Finden den Ausgang niemals! Ha-HahAHa Wir werden uns immer weiter drehen ~ drehen~ drehen~ wie in einem Karussell! Wie...Unglaublich....Traurig Lustig"



      Liams Körper begann vor lachen zu schmerzen und er hob sich die Hände an den zitternden Körper.
      "Haha, es hat gar kein Sinn! Nichts hat überhaupt Sinn...HAHHAHA, Wir sind Gefangen in einem Labyrinth, für IMMER HaAHHhAha!!! "
      Kurz sah Oscar von Bildschirm wieder zum Hysterisch lachenden Liam der total die nerven verloren hatte.
      "Wow, dem Winzling hat jetzt total das Hirn zermanscht! Aber ich hab es doch auch schon gesagt am Strand! Lasst uns doch einfach für immer hier bleiben! IST doch voll Lustig hier! Bis auf diese Kranke-scheiße da."
      Dabei sah er zu den Maskenträgern um Janon herum.
      Oscar ließ seine Fingerknöchel knacken und ging auf den Haufen zu die um Janon kreisten.
      "So langsam hast du dich genug mit den Anderen amüsiert Bad boy."



      "Wenn ihr nicht endlich mit den beknacken Lachen aufhört, schlag jeden von euch in eure verdammte Fresse das ihr euch an euren Zähnen verschluckt!!"
      Dabei holte auch schon aus um schlug einen davon mit voller Wucht mit der Faust gegen die Maske, er hatte keine Lust seinen Kopf weiter anzustrengen, hier war sowieso alels total komisch...Lieber Prügelte er sich jetzt mit irgendwas anstatt wie Liam auch noch den Verstand zu verlieren.

      Stan betrachtete den Bildschirm, es war für ihn ganz klar das sie hier wie bei einer Show in verschiedene Szenarios weiter gebracht wurden.
      Doch das wichtigste schlüsselpunkt in allem war nun die Türe...Und daraus schließend das Oscar erkannt hatte das diese Serna auch Janon sein sollte, brachte ihm auf dem wichtigen Punkt das der Schläger der war am meisten von hier wusste es aber nicht mit ihnen teilte.
      "Wirst du nun endlich dieses Versteckspiel beenden?"



      Fragte er mit scharfen Tonfall in Janons richtung.
      Es würde ihn nicht wundern wenn Janon in der Lage oder in besitzt eines Schlüssel war um die Türe zu öffnen.
      "Erst der Strand an dem man seine Stärke beweisen kann und dann der Club wo du auf einmal Heiß begehrt wirst...In allen Situation waren es Orte die zeigen sollten was für ein Mann du bist Janon. Wir stecken ganz eindeutig wegen DIR hier so lange fest. Mir sind deine Gründe und wie zum Teufel du das machst oder du Hilfe dabei hast gleichgültig aber selbst du solltest jetzt begriffen haben, dass es zwecklos ist! Du machst es für dich und uns nur noch unnötig schwerer! Ich bin mir sehr sicher das du etwas über dieses Wohnzimmer auf dem Bildschirm weißt. Es wird Zeit das du wirklich Stärke beweist und uns hier rausbringst! Keiner von uns wird bei deinem Lächerlichen Tour weiter mitmachen! Ich hab keine Zeit für das hier...Ich hab in der Realität Pflichten zu erfüllen!"
      Believe Me ~

    • Janon Müntzer & Beni Darkwood

      "Wie GEIL! Zwei Bad Boys!! Und einer ist total beschissen verkleidet!"

      Serena war ganz baff von Oscars Grips, den er sonst nie unter Beweis stellte. Zwar war es eher negativ für sie, dass der Ochse sich hier ein Puzzle zusammenlegte - am besten wäre er weiterhin strunzdumm - doch wer hätte schon damit gerechnet? Janon selbst reagierte nicht auf die Schlussfolgerung, die der Ex-Knasti stellte. Viel zu versunken in seinen eigenen Gedanken, starrte er wie hypnotisiert auf die Tür, als könnte sie sich jeder Zeit davonbewegen.

      "Dieses Lächerliche Weib-Outfit ist so peinlich! Stehst du auf sowas, Janon? Darf dem zweiten Janon unter den Rock schauen?~"

      Serena warf Oscar einen flüchtigen Blick zu und schenkte ihm ihr strahlendstes, sarkastischstes Lächeln. Warum um alles in der Welt musste er ausgerechnet jetzt dabei sein? Janon würde allein schon wegen seiner Anwesenheit die Tür niemals aufmachen.

      "Verfickter Scheißkerl. Nur wenn ich zwei Finger von dir abbeißen darf.",
      bot sie ihm mit einer rauen Stimme aus brennender Wut an. Bloß nicht sich auf den Ochsen konzentrieren. Serena musste weiter ihre Aufgabe erledigen. Sonst drohten harte Konsequenzen.



      "Haha, es hat gar kein Sinn! Nichts hat überhaupt Sinn...HAHHAHA, Wir sind Gefangen in einem Labyrinth, für IMMER HaAHHhAha!!!"

      Liams freudiges Lachen wirkte so ansteckend, dass Beni amüsiert einstimmte. Er merkte gar nicht, dass Liams Heiterkeit in Wahrheit ein Zeichen völliger psychischer Überlastung war. Fast schon zärtlich zupfte Beni eine Pflanze ab und schnupperte an der Blüte. Oh ja, die waren wirklich hochgiftig. Ein kleiner Atemzug genügte, und seine Nase wurde schlagartig taub. Sein Wissen über Gifte stammte zwar nur von Infinity, und das auch nur aus Selbstversuchen, aber das reichte ihm.

      „Mhm … Wir werden wohl in ein paar Minuten draufgehen. Wie aufregend“, bemerkte er mit einem breiten Grinsen. Das hier war schließlich nur ein Spiel für ihn. „Zeit, dass wir hier verschwinden.“ Schließlich durfte er Lord Korbos auf keinen Fall enttäuschen, und der wäre von Benis vorzeitigem Ableben sicher alles andere als angetan.



      "So langsam hast du dich genug mit den Anderen amüsiert Bad boy."

      Er trat an Liam heran und verpasste ihm einen derart schmerzhaften Klaps auf den Rücken, dass es fast wirkte, als wolle er ihm die Tränen aus dem Gesicht prügeln. „Ey, Kopf hoch! Jedes Labyrinth hat einen Ausgang und jeder Urlaub ist mal vorbei. Wir finden hier schon raus.“Für Beni war dieser „Urlaub“ nämlich ein voller Erfolg gewesen: Sie hatten am Strand abgehangen, sich mit diesen fiesen Bananos angelegt und er hatte jede Menge Spaß mit Osi gehabt. Im Club gab es reichlich zu trinken – der einzige kleine Wermutstropfen waren diese religiösen Predigten von diesem Bärchen gewesen. Aber insgesamt musste er Lord Korbos wirklich dafür danken!Dann fiel Benis Blick auf Oscar, der sich gerade mit drei maskierten Männern anlegte, aus deren Körpern Pflanzen wucherten. Beni fackelte nicht lange. Er krempelte die Ärmel hoch und stürzte sich mit ausgebreiteten Armen in den Kampf. „Lili, mach mit! Nichts baut Frust besser ab als eine ordentliche Schlägerei!“, rief er über die Schulter.



      Dann nahm er das Lämmchen ins Visier, um es mit einem astreinen Wrestling-Move auf die Bretter zu schicken. Die maskierten Männer waren jedoch zäh, die Pflanzen luden sie erneut mit Energie auf und bewegten sich auf Beni und Oscar zu. Langsam erhoben sie ihre Händen, die Ranken aus ihren Finger wollten sich an deren Gesichter vergehen. Das grausame Lachen der drei stoppte nicht, es hallte wie ein Echo im gesamten Club wieder. Während Oscar und Beni in einer Schlägerei verwickelt waren, sah Janon nur ganz flüchtig zu ihnen auf, ehe seine Augen wieder zur Tür fielen.

      "Wirst du nun endlich dieses Versteckspiel beenden?"



      Die Stimme des Butlers war wohl seine eigene Rettung gewesen, um nicht vollkommen seiner Trance zu verfallen. So ungern er es auch zugeben mochte. Stan redete ununterbrochen auf ihn ein und verlangte, dieses lächerliche Versteckspiel zu beenden, doch Janon biss sich daraufhin nur auf die Lippen.
      Warte...Was war das? Das Blut gefror in seinen Adern.

      KLopf KlOpf...

      Seine ganze Aufmerksamkeit hing an dem leisen, metallischen Klopfen an der Tür. Anfangs schien er der Einzige zu sein, der es hörte. Es war kaum mehr als ein Kratzen, doch in Janons Kopf dröhnte es ohrenbetäubend. In seinen Gedanken hallte die tiefe, bedrohliche Stimme des Alten wider – und er wusste genau, dass dessen Geduld am Ende war. Janon verkrampfte seine Finger zusammen. Seine Beine versagten aufzustehen und hielten ihn unerbittlich am Boden fest. Verzweifelt suchte er Halt in Stans Stimme, er wollte am liebsten aus dieser Realität verschwinden. Dessen versteckte Vorwürfe hätten ihn normalerweise zur Weißglut getrieben, doch jetzt klammerte er sich an sie, um nicht verrückt zu werden. Er wagte einen flüchtigen Blick zu Stan, zuckte aber bei jedem weiteren Pochen innerlich zusammen. Stans Monolog ging weiter, während das Schlagen gegen das Metall unaufhaltsam anschwoll, bis das Geräusch den ganzen Raum ausfüllte und es niemand mehr ignorieren konnte.

      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"


      Inzwischen drang die raue Stimme des Mannes unüberhörbar zu ihnen durch. Er forderte sie auf, ihm zu öffnen. Konnte er die Tür von außen nicht selbst entriegeln? Oder genoss er dieses kranke Machtspiel und verlangte nach einem förmlichen Empfang? Es war geradezu grotesk: Ein Mann, der nichts als Grausamkeit über bringen wollte, begehrte Einlass wie ein hochgeschätzter Gast. Janon dachte gar nicht daran, sich dem kalten Metall auch nur einen Schritt zu nähern. Ganz anders Serena. Sie hatte sich in der Nähe des Eingangs postiert, die Arme abweisend verschränkt. Sie versuchte krampfhaft, eine Maske der Gleichgültigkeit aufrechtzuerhalten, doch ihre Katzenohren, die bei jedem dumpfen Schlag unwillkürlich zuckten, verrieten ihre wahre Anspannung. Dennoch bewies sie eine eiserne Härte, die Janon in diesem Moment fehlte – wohl wissend, dass ihnen ohnehin kein anderer Ausweg mehr blieb.
      Janon versuchte verzweifelt, sich zusammenzureißen. Mühsam zwang er sich auf die Beine. Seine Knie zitterten, doch er stämmte die Füße auf den Boden, um nicht umzukippen. Seine Maske bröckelte; die nackte Unsicherheit stand ihm ins Gesicht geschrieben, während sich tiefe Sorgenfalten in seine Stirn gruben. Als er schließlich etwas sagte, war seine sonst so harte Stimme völlig verschwunden. Stattdessen klang er plötzlich wie ein ertappter Schuljunge, der stammelnd nach einer Ausrede suchte, weil er beim Spicken erwischt worden war.

      "Du...hast sie doch nicht mehr alle. Das wir noch nicht draußen sind... hat nichts mit mir zu tun! Denkst'e ich bin gerne hier... mit euch?! Ich----"



      "ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 ᗪ乇丨几 Ꮆ乇卄乇丨爪几丨丂 丂乇丨几!"

      Doch die grausame Stimme schnitt Janon abrupt das Wort ab und schnürte dem Boxer regelrecht die Kehle zu. Da die Gefahr nun unmittelbar hinter der Metalltür lauerte, huschte Janons Blick fieberhaft durch den Raum, verzweifelt auf der Suche nach einem anderen Ausweg. Sein Herz hämmerte wie wild gegen seine Rippen. Jeden Moment würde die Tür nachgeben. Sie mussten hier verschwinden. Sofort.„Mach einfach die Tür auf, dann seid ihr draußen“, fiel Serena ihm in die Parade, noch bevor er sich eine neue Ausrede zurechtlegen konnte. Für seine Lügen hatte sie absolut keine Geduld mehr, es war Zwecklos. Wie auf ein unsichtbares Kommando schwoll das Klopfen bei ihren Worten so gewaltig an, dass eine Vase vom Tisch rüttelte und klirrend auf dem Boden zerschellte. Jetzt starrte auch Beni mit blut- und giftverschmiertem Gesicht gebannt zur Tür. „Der Typ wartet doch bloß darauf, dass wir ihm aufmachen. Es ist eine Tür - also auch ein Ausgang!“, stellte Beni fest, für den das die einzig logische Erklärung war. „Kein Plan, warum er ein Geheimnis sein will...“, schob er nach, während sein Blick zu den Monitoren glitt, die aus dem Nichts anfingen, wild zu flimmern. „Oh... Was zum Teufel ist das denn jetzt?“

      Beni starrte wie gebannt auf das wilde Flackern der Monitore. Gab es jetzt gleich Musik? Oh, darauf freute er sich tierisch!
      „Keine Ahnung, was für eine Show das hier ist“, wehrte Janon ab, die Panik in der Stimme kaum verborgen. „Aber die Tür bleibt zu. Das wäre das absolute Todesurteil. Macht sie doch auf, wenn ihr sterben wollt, aber ohne mich!“Janon hatte zwar behauptet, kein Dirigent zu sein, sondern selbst nur ein Gefangener. Doch sein Verhalten sprach Bände: Er wusste, wer da draußen stand. Das Gift lag inzwischen schwer in der Luft, und selbst Beni konnte das Taubheitsgefühl nun auf der Zunge schmecken. Trotzdem blieb Janon stur. Er war bereit, an diesem Gas zu krepieren, bevor er die Tür auch nur einen Spalt öffnete. „Du läufst immer nur weg, Schatz …“ Das gefährlich schallende Lachen der rauen Stimme drang durch das massive Holz. Er war nah bei ihnen.

      „Dabei bin ich doch der Einzige, der dich wirklich versteht. Ich bin dein Geheimnis. Kein Tag vergeht, an dem du nicht an mich denkst.“


      Das Klopfen wandelte sich in ein unberechenbares Hämmern – wild, schnell, brutal.

      „Du kennst meine Geduld … Sie reißt so schnell wie ein verfluchter Faden … Und wenn sie reißt …“

      "Halt die Klappe!", brüllte er plötzlich, doch seine Stimme brach erbärmlich und kippte in reinen Horror ab. "Lass mich in Ruhe! Du bist nur ein verdammter Albtraum!"



      Auf den Monitoren hinter Beni änderte sich abrupt das Bild. Das wilde Flackern verschwand. Stattdessen zeigte nun jeder einzelne Bildschirm ein endloses, rauschendes Schwarz-Weiß-Muster – und aus den Lautsprechern kroch ein leises, verzerrtes Summen, das sich langsam zu einer dissonanten, schleppenden Melodie formte. Beni legte den Kopf schief. War das der neue Song? Es klang so gar nicht fröhlich. Es klang eher wie das Kratzen von rostigem Metall. Obwohl der Mann durch die Lautsprecher melodisch zu hören war, ergriff er auch direkt hinter der Tür das Wort. Der Mann...war überall.
      "Ein Albtraum?", gurrte die Stimme von draußen, jetzt leiser, fast zärtlich, was den Wahnsinn in der Situation nur noch unerträglicher machte. Der Rhythmus des Klopfens wandelte sich in ein langsames, genüssliches Schaben, als würde jemand mit bloßen Krallen über das Holz fahren.

      youtube.com/shorts/DfttoUcaWx8?si=XYpTf8f2f4myMsJO

      "Ich bin der einzige Traum, den du noch hast, mein Lieber. Und das Gift... oh, ich höre doch schon, wie ihr nach Luft schnappt. Willst du das deinen Freunden wirklich antun? Mit dir zu sterben, weil du dich weigerst zu mir zu kommen? Dabei ist das Schicksal doch...unveränderbar!"

      Ein heftiges Beben erschütterte den Club. Gemälde krachten von den Wänden und auf dem Bartresen kippten die Cocktailgläser um. Mit einem plötzlichen Knallen platzte eine Lampe nach der anderen; die grellen Neonlichter starben. Wie ein alles verschlingendes Meer schluckte die Dunkelheit das restliche Licht. Janon wich taumelnd zurück. Sein Atem stockte, während die Panik in seinem Kopf explodierte. Wohin sollte er fliehen? Die Finsternis schnitt ihm jeden Fluchtweg ab! Serena hingegen schien die Dunkelheit zu begrüßen...sie floh nicht. Langsam schritt sie auf Janon zu, untermalt von einem neuen, unheimlich verzerrten Beat, der aus dem Nichts erklang. Sie begann zu singen, doch die Melodie wirkte wie eine persönliche, düstere Botschaft nur für Janon. Währenddessen starrte Beni gebannt auf den flackernden Monitor – die absolut einzige Lichtquelle im ganzen Raum –, auf dem gerade etwas auftauchte.




      "Die Augen sie sind Schuld daran,
      Dass ich es nicht vergess'...♫"


      Auf dem Bildschirm füllte plötzlich ein riesiges Auge das Bild aus. Es war auf allen Monitoren zu sehen, bis auf den Zentrum, der noch das Wohnzimmer visuell darstellte. Es starrte zu ihnen herein, als würde jemand durch ein Guckloch direkt in ihre Seelen blicken. Es hatte etwas Bestialisches an sich; blutunterlaufen und völlig wahnsinnig lechzte es förmlich nach ihnen. Die Iris zuckte in purer Manie hin und her. Dieser Anblick jagte selbst Beni eine so heftige Gänsehaut über den Rücken, dass er unwillkürlich einen Schritt von der Monitorwand zurückwich.


      Serena trat dicht an Janon heran, packte ihn erbarmungslos am Kragen und schlug ihm so hart ins Gesicht, dass er krachend zu Boden ging. All das tat sie, ohne auch nur eine Sekunde aufzuhören zu singen. Ihr Gesang klang völlig monoton und lieblos, trug aber eine erschütternde, brutale Wahrheit in sich. Janons Welt drehte sich, sein Kopf pochte vor Schmerz, doch Serena ließ ihm keine Zeit, wieder zu Sinnen zu kommen. Stattdessen setzte sie ihren Fuß schwer auf seine Brust und pinnte ihn gnadenlos am Boden fest. Ihren anderen Schuh presste sie auf seine flache Hand, um jeden Fluchtversuch im Keim zu ersticken. Von oben starrte sie in seine Seele und ließ ihn spüren, wie vollkommen zwecklos sein Widerstand war. Dem Teufel entkam man nicht. Und während er das begriff, sang sie stoisch weiter.

      "Ständig denk ich drüber nach was ich tat..
      Und über deine Spielchen...♫"



      Das manisch zuckende Auge verschwand vom Bildschirm und machte abrupt einer Videoaufnahme Platz. Darauf zu sehen war Janon als Teenie – genau in derselben wehrlosen Position, in die Serena ihn soeben gezwungen hatte. Sein Gesicht war blutüberströmt und mit dunklen Flecken übersät. Er lag im strömenden Regen, umgeben von eisiger Kälte. Doch der Schuh, der ihn auf die Erde presste, war riesig, zweifellos das Schuhwerk eines massigen Mannes. Brutal bohrte der Mann seine Sohle in Janons Handfläche, der sich nicht wehren konnte und gezwungen war, zu seinem Peiniger hinaufzustarren. In genau diesem Moment huschte ein schwaches Lächeln über Janons Gesicht – ein Lächeln, das völlig unerklärlich und unheimlich wirkte.

      "Liebe die schon überläuft...
      ...Und doch kein Ende kennt ♫"


      Mit einem ruckartigen Schnitt wechselte die Kameraperspektive und fing nun nicht länger Janon ein, sondern seinen Peiniger. Der strömende Regen und die undurchdringliche Dunkelheit verschluckten dessen Gesicht, verbargen es wie das eines Teufels. Doch sein Lachen, dieses schallende, irrsinnige Gekicher, schnitt messerscharf durch die Geräuschkulisse. Nur seine Augen blitzten in der Finsternis auf – ein stechender Blick, der sich förmlich in die Seele fraß. Beni schluckte schwer. War das etwa der Kerl, der draußen an der Tür wartete?

      "Während niemand um mich rum ist...bin ich...
      ...Ganz auf der Spur des Teufels ♫"



      Janon biss sich fast blutig auf die Unterlippe und versuchte, sich gegen Serena aufzulehnen, doch sie gab keinen Millimeter nach. Anders als er besaß sie in diesem Moment die absolute Übermacht, denn sie war sich völlig im Klaren darüber, was sie wollte. Ihr Messer noch fest in ihrem Griff, doch dies setzte sie nicht gegen ihn an. Janon dagegen fühlte sich, als würde er vom Erdboden verschluckt. Er durfte nicht zurück. Niemals. Bloß nicht zu ihm. Er war noch lange nicht stark genug für diese Konfrontation. Er wollte diesen Bastard töten, so abgrundtief, dass ihm der Hass jede Nacht den Schlaf raubte. Und trotzdem … kroch bei dem bloßen Gedanken an seine Präsenz pure, lähmende Panik in ihm hoch. In seinem Kopf hörte er wieder, wie der Alte ihm diese perversen Dinge zuflüsterte. Seine kratzige Stimme war plötzlich überall. Sein Lachen füllte den gesamten Raum.

      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"

      "AAAARGHH!!! LASS MICH IN RUHE!! ICH WERDE NIEMAALS AUFMACHEN!!! HAU AB!!!---"

      Janon schrie in reiner Panik auf, als würde er gerade gewaltsam verschleppt, doch Serenas Stimme blieb makellos und melodisch. Er klang wie ein Kind - völlig in Panik, während die Dunkelheit sich weiter auf seinem Körper ausbreitete. Die beiden waren in diesem Moment wie Tag und Nacht. Während Janon brüllte, als ginge es um sein nacktes Überleben, schikanierte Serena ihn weiter – mit der unheimlichen, stillen Geduld einer Zimmerpflanze. Doch in ihren Augen, war ebenfalls so wenig Glanz wie in Janons.

      "Leise durch die dick'n Wände hör' ich
      Zu mir 'ne Stimme flüstern ♫."


      Gnadenlos presste Serena ihren Schuh auf Janons Gesicht und zwang ihn so, direkt auf die Bildschirme zu starren. Der Boxer hätte am liebsten die Augen fest zugekniffen, doch das flackernde Licht nahm ihn völlig gefangen – der letzte helle Punkt in diesem dunklen Raum. Vor ihm spielte sich die grauenerregendste Szene seiner Vergangenheit ab. Er wusste nur zu gut, was jetzt folgen würde. Diese abscheuliche Fratze seines Peinigers wiederzusehen ... untermalt von dem ständigen Klopfen. Mit einem Schlag war alles Erwachsensein aus Janon verschwunden. Wie ein verängstigtes Kind erstarrte er unter Serenas Fuß und gab jeden Widerstand auf, kein einziges Lebenszeichen.

      "Whisper, Whisper, Whisper
      Doch berühr'n kann ich sie nicht...
      Und so bricht der Teufel aus und dreht mir
      Sei'n Rücken zu und schwindet ♫"


      Erst als Janon völlig in sich zusammengesackt war, apathisch und tief in sein Trauma zurückgeworfen, nahm Serena den Fuß von ihm. Ein lautloser Seufzer entwich ihren Lippen. Zu sehen, wie sie selbst so schwach am Boden lag, war für sie absolut zum Kotzen. Doch es gab keinen anderen Weg. Ihre Aufgaben duldeten keinen Aufschub, und es war tausendmal besser, dieser weinerlichen, ängstlichen Seite von sich einen Tritt zu verpassen, als ihm noch länger bei seinen nicht vorhandenen Fluchtplänen zuzuhören. Was jedoch als Nächstes geschah, brachte selbst Serena aus dem Konzept. Die schwere Tür, die die ganze Zeit drüben an der Wand gewesen war, materialisierte sich plötzlich direkt unter Janons und ihrem Körper. Als hätte die Tür nun endgültig die Kontrolle übernommen. Serena verstand die Botschaft. Unbeeindruckt sang sie weiter.

      "Oh, ja, denn sogar du..."

      Mit einer plötzlichen, letzten Kraftanstrengung stemmte sich Serena gegen Janon. Sie drückte ihn hart gegen die Tür, und als würde Janon seinen Peiniger freiwillig hereinbitten, schwang diese unter lautem Knarzen auf. Janon spürte, wie er unaufhaltsam rückwärts in die Dunkelheit geschoben wurde. Eine eisige Kälte kroch an ihm hoch, doch er war völlig machtlos. Vielleicht hatte Serena tatsächlich recht. Vielleicht gab es vor dem Schicksal kein Entrinnen. Aber … sollte sich ihm auch nur die winzigste Chance bieten, diesem Albtraum zu entkommen, würde er sie ergreifen. Er weigerte sich, bis in alle Ewigkeit mit diesem Monster eingesperrt zu sein. Wenn er ihn nicht besiegen konnte, dann musste er eben weiter weglaufen. Selbst wenn das bedeutete, für immer in diesem kranken Traum festzusitzen.


      Dann fiel Janon. Die dichte, undurchdringliche Schwärze des anderen Raumes verschluckte ihn augenblicklich. Es gab kein Geräusch eines Aufpralls, keinen rettenden Schrei. Er stürzte einfach lautlos in die Tiefe wie ein weggeworfener Gegenstand, wie nutzloser Ballast. Serena stand an der Schwelle und starrte ihm mit einem zufriedenen Grinsen hinterher. Endlich ging es weiter. Ihre Aufgabe war hiermit erledigt. Janon war fort, für immer bei ihm.

      "Ganz auf der Spur des Teufels. ♫"



      Sobald Janon in der Tür verschwunden war, senkte sich eine erdrückende Stille über den Raum. Die flackernden Monitore erloschen schlagartig. Eine so massive, pechschwarze Finsternis hüllte sie ein, dass Beni blind und verzweifelt nach Liams Arm tastete. „Was … geht hier eigentlich ab?“, stammelte Beni in die Dunkelheit. Sein Timing hing wie immer etwas hinterher, doch langsam sickerte auch zu ihm durch, wie verdammt ernst die Lage war. Die Party war definitiv gelaufen! Das einzige Geräusch war Serena. Man konnte förmlich hören, wie sie sich ausgiebig streckte und dann herzhaft gähnte, als wäre das Ganze nur ein kleiner Zwischenfall gewesen.

      „Was für ein anstrengender Scheiß …“, murmelte sie. Wahrscheinlich versuchte sie nur, ihre aufgestaute Anspannung wegzureden.



      „Ein kleiner Tipp von mir …“, hallte Serenas Stimme aus der Finsternis zu den Männern herüber. Ihre Stimme war plötzlich Janons identisch. Sie war völlig unsichtbar geworden, doch es war ihr wichtig, dass diese Idioten es endlich begriffen. „Macht einfach verdammt noch mal alles, was er will. Sonst … werdet ihr das Licht ganz schnell nicht mehr wiedersehen.“ Es war der letzte Ratschlag, den sie ihnen daließ. Unmittelbar danach hörte man nur noch, wie sie ebenfalls in den schwarzen Ausgang sprang und Janon in die Tiefe folgte.
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Verfickter Scheißkerl. Nur wenn ich zwei Finger von dir abbeißen darf."
      Ein kranker, lustvoller Schauer raste Oscars gewaltige Wirbelsäule hinab, als er Serenas raue, hasserfüllte Stimme hörte.
      Ja! Da war er! Dieser abgrundtiefe, blutrünstige Hass, dass war exakt die dreckige Essenz seines geliebten Bad Boys!



      Auch wenn Janon in dieser absurden Katzen-Frau Outfit vor ihm stand und dabei total lächerlich aussah, diese wilde Drohung ließ Oscars animalische Erregung augenblicklich wieder auflodern. Er grinste bestialisch, dass war kein Problem, er würde ihm mit vergnügen diese lächerliche Verkleidung vom Leib reißen!
      Doch für weitere schmutzige Fantasien blieb keine Zeit. Die wuchernden Pflanzen sonderten unaufhörlich dichte, ätzende Sporenwolken in die Luft. Ein beißender, säuerlicher Gestank, der an verfaultes Fleisch und ranzige Säure erinnerte, legte sich wie ein toxischer Film über ihre Atemwege. Jeder Atemzug brannte wie Feuer in der Lunge.
      Nur Beni schien wie auf der Insel zuvor gegen Gifte oder Toxische Dinge eine starke Widerstandsfähigkeit zu besitzen. Etwas um das Oscar diesen Köter beinahe schon beneidet, seine Bewegung ging langsamer als gewollt.
      „Mhm … Wir werden wohl in ein paar Minuten draufgehen. Wie aufregend“

      Auch Liam merkte wie das ihm das Atmen nach seinem Krankhaften Lachanfall anfing schwerer zu fühlen und er nach Luft ächzte.
      Die Tränen fielen dem Rothaarigen unaufhaltsam zu Boden.
      Er war wirklich mit dem Nerven am Ende und sah die Welt nur noch in einem verschwommenen Chaoes...
      Umso mehr jagte Liam das heftige Klopfen von Beni so heftig aus der Bahn das er fast vor schmerzen aufgewimmert hätte.

      „Ey, Kopf hoch! Jedes Labyrinth hat einen Ausgang und jeder Urlaub ist mal vorbei. Wir finden hier schon raus.“



      ....Versuchte Beni ihn gerade aufzumuntern?
      Der Schmerz ließ Liams Kummer nicht verschwinden aber für einen Augenblick dachte er über die Worte genauer nach...
      ....Jeder Urlaub ist mal vorbei....
      Vielleicht war das zwischen ihm und Janon, nichts anderes....Als in ein Traum verpackte Urlaub aus der Realität.
      Und es war die Zeit gekommen daraus zu erwachen. So wie es immer Endet wenn Liam jemand...Mit seiner Liebe erstickt.



      Vielleicht hatte solche glückliche Momente eine Haltbarkeitsdatum, wie der Müll denn Liam unzählig in den Mülltonnen gefunden hatte...
      Erst schien das Leben perfekt zu sein...Nicht einfach oder sorgenlos aber es war genug um Glücklich sein zu können.
      Genau wie das Leben mit einer Mutter, welche zwar manchmal ihre seltsame Momente hatte aber in Grundkern war sie der Grundstein von Liams Gefühl von Liebe...
      Seine Familie liebte Liam wirklich sehr...
      Er hatte einen tollen Vater...
      Eine tolle kleine Schwester....
      Zwei tollen kleine Brüder....
      Und eine toller Mutter....
      "Ich hab dich wirklich sehr Lieb, Mama...."


      Es war doch normal in eine Welt in der man sich Liebte das die Gefühle in einem warmen Gleichgewicht gegeben und genommen wurde...
      Doch immer wenn Liam das Gefühl hatte, wenn er seine Glück und Liebe seiner Mutter entgegen brachte, veränderte sich ihr Ausdruck im Gesicht.
      Er verstand es nicht...Er verstand nie was er falsch gemacht hatte das sie plötzlich keine Emotionen mehr in ihrem Gesicht zeigte.
      Sie wirkte als entzog er ihr jeglichen Lebenswillen...
      War seine Liebe für sie zu viel?
      Oder war einfach die Zeit gekommen wo dieses Glück enden musste?
      Vielleicht war es ihm nie diese glückliche Liebe in seiner Familie vergönnt, weil...Alles sein Ende findet.
      Alles war Vergänglich....
      "Ich werde dich für immer Lieben!"
      Nur hatte Liam es nie gesehen oder verstanden....
      Jedes mal, wenn er es besonderes stark betonte...Schwächte es die Liebe seiner Mutter zu ihm ab.



      Und wie es sich für Abgelaufenen Dingen gehörte...Wurden diese Entsorgt oder Weggeworfen.
      Immer wieder hatte seine Mutter versucht ihn los zu werden und irgendwann war es ihr auch gelungen.
      Zwar wurde sie nie so gemein wie Janon in diesen Augenblick...Aber vielleicht wollte sie auch das Liam aufhörte seine Liebe ihr aufzudrücken.
      Er weiß nicht warum sie ihn nicht Liebte...Und was getan hatte das seine Zeit mit ihm ablief....
      Vielleicht war es so das beste Weg sich aus so einer Erdrückenden Gefühl zu befreien...?



      Aber vielleicht war das Normal.
      Zumindest in Liams fall. Seine Liebe war vermutlich für kaum jemand ertragbar. Je länger er es zurück hielt desto länger hielt die schöner Zeit...Doch sobald er sie laut aussprach und es seine Geliebten Person spüren ließ, begann schon seine Zeit wie ein Countdown abzulaufen....
      Die Tränen liefen weiter sein Gesicht hinunter, das Gesicht von Janon wie er ihn angesehen hatte brannte sich wie Feuer auf seine Haut....
      "Lili, mach mit! Nichts baut Frust besser ab als eine ordentliche Schlägerei!“



      Liam sah zu wie Beni und auch Oscar sich mit den Masken-Träger schlugen. Splitter der Masken flogen herum und die Pflanzen sammelten sich hartnäckiges Unkraut sofort wieder zurück....
      Schwach drückte Liam seine Hand zur Faust, er spürte diesen Frust deutlich durch seine Muskel zucken auch wenn sich sein Körper durch das Gift das die Pflanzen ausströmten immer tauber anfühlte.
      Er begann die Hand fester zusammen zudrücken aber selbst als er sah wie sich rötliche Abdrücke in seiner Handfläche abzeichneten, wurde es nicht besser...
      Ein giftiges Gefühl breitete sich in Liam Kehle aus als er sich begann ernsthaft zu fragen wieso nicht einfach wie Beni sein Frust auf Körperlicher weise heraus ließ.
      Hatte er nicht auch sein gutes recht ...Wütend zu sein?
      Nur weil er die ganze Zeit seine Gefühle für Janon hinunter geschluckt hatte war er als sein enger Freund gut genug?
      Er war es unsagbar Leid so behandelt zu werden. Wieso konnte er nie entscheiden wann die Glückliche Zeit zu Ende war?
      Seine gelben Augen fokussierten eine aus den spalten herauswachsende Pflanze voller Frust.
      Er glaubte noch immer fest daran das sie hier alle sterben würden...
      "...Fuck....you....", murmelte Liam als er auf diese trat und die giftige Substanz heraus trat.



      Liam war noch nie ein guter Kämpfer gewesen...Aber gerade wollte er am liebsten den ganzen Club, wie sein eigenen damals in Flammen sehen....Und denn ganzen schmerz der sich hier abspielte für immer vergessen.

      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"

      Das Lauter klopfen an der freigelegten Türe ließ gewiss jeden für ein Moment inne halten.
      Es war beängstigend die das Hämmern einen wie ein elektrischer schlag durch den ganzen Körper jagte.
      Obwohl Stan deutlich sehen konnte wie Janons Gesicht immer bleicher wurde, kribbelte es in seinen Fingern die Türe sofort öffnen zu wollen....
      Sein Logischer verstand hielt es für die einzige Objektive Lösung, selbst wenn Janon beginnen würde einen Anfall zu bekommen.
      "Du...hast sie doch nicht mehr alle. Das wir noch nicht draußen sind... hat nichts mit mir zu tun! Denkst'e ich bin gerne hier... mit euch?! Ich----"
      Schwach griff sich Stan an denn Kopf bei dem kleinlauten Ton welcher dieser Schläger nun hervor brachte. Er erinnerte ihn gerade wirklich an ein Raubkatze welche nun sein Schwanz einzog.
      Normalerweise durchschaute er das Verhalten der Personen schnell aber Janon merkwürdige Vorlieben waren selbst ihm zu viel...
      Er konnte sich gut Vorstellen das er und auch Oscar keine Ehrengäste in dieser Absurden Welt von Janon hatten aber trotzdem waren sie noch hier...Obwohl es immer wieder Möglichkeiten geboten wurden sie leiden zu lassen oder los zu werden.
      Zwar konnte Stan nicht beurteilen zu wie viel Grad Janon Einfluss auf das ganze nun wirklich hatte aber er war sich sicher das eine gewisse Zuneigung wohl Existierte.

      "ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 ᗪ乇丨几 Ꮆ乇卄乇丨爪几丨丂 丂乇丨几!"

      Die Worte von Janon wurden von der Stimme abgeschnitten, diese Dominate tiefe Stimme hatte wohl großen Einfluss auf Janon...Wie ein Böses Monster unter dem Bett.
      Schien also eher als würden die Ängste, Janon kontrollieren....
      "...Hach, das ist eine Zwickmühle...", zischte Stan mit aufkommenden Kopfschmerzen.



      Es könnte so viel einfacher sein wenn Janon wirklich die ganze Kontrolle auf dieses seltsame, nicht zu erklärende Welt hätte in welche sie hier alle feststeckten.
      Das Klopfen wurde immer wilder, als versuchte die Person mit Gewalt die Türe aufzukommen...
      Stan versuchte ein logischen Weg zu finden Janon zu überreden, sie waren doch genug um das was sich dahinter befand in Schacht zu halten oder nicht?
      „Oh... Was zum Teufel ist das denn jetzt?“
      Erneut flackerten die Bildschirme...
      Egal wie sich Janon mit Händen und Füßen wehrte, alle um sie herum schien darum zu Kämpfen das sie die Ernst das Lage endlich begriffen.
      „Keine Ahnung, was für eine Show das hier ist“
      Auch Oscar sah zu denn Bildschirmen als sie so wild Flackerten und warf dem Janon der so jämmerlich war ein leicht verächtlichen Blick zu.
      „Aber die Tür bleibt zu. Das wäre das absolute Todesurteil. Macht sie doch auf, wenn ihr sterben wollt, aber ohne mich!“



      "Hmpf, was bist du für ein kleiner Schisser....?"
      Er hätte nicht Gedacht das sein Traum Typ, mal so unattraktiv sein könnte und die Version mit dem albernden Outfit viel Taffer wirkte als er!
      Da hämmerte irgendwer gegen die Türe, na und?
      Oscar hatte sich schon mit so vielen falschen Leuten angelegt das ihm diese Art von Angst vollkommend unsinnig vor kam.
      Auch wenn die Stimme Janon Schatz nannte und er die Bedrohlichkeit deutlich vernehmen konnte...Oscar widerte diese Angst so sehr an das ihm wieder Magen schmerzen aufkamen.
      Kurz stand er davor sich Janon zu packen und gegen diese verdammte Türe zu werfen oder besser noch er würde ihn Fic------
      „Dabei bin ich doch der Einzige, der dich wirklich versteht. Ich bin dein Geheimnis. Kein Tag vergeht, an dem du nicht an mich denkst.“
      Aber es war Stan der ihn abrupt zurück hielt als Stimme diese Worte raunte und das Klopfen brutaler wurde.
      "Lass ihn...Wir haben hier keine Chance einzugreifen.", erklärte Stan ernst zu Oscar der ihm ein grimmigen Blick zu warf das er ihn aufhielt.
      Außerdem hatte Stan das Gefühl die wahre Türe war Janons Psyche die immer mehr begann zu brökeln....



      Stan hoffte insgeheime das sie es hier Leben raus schaffen würde...Dieses Wissen das gerade über Janon erhielt war womöglich besser als jegliche Waffe oder Schwachstelle die er ihn gegen haben könnte. Wenigstens etwas gutes musste dieser ganze, Zeitaufwendige Alptraum doch haben.

      „Du kennst meine Geduld … Sie reißt so schnell wie ein verfluchter Faden … Und wenn sie reißt …“
      Liams Wut über Janon blasste allmählich ab , für ihn war mehr als deutlich das Janon hier unglaubliche Panik hatte und in diesem Punkt war ihm der Ausgang sowie Angst vor dem Tod vollkommend egal.
      "Janon...ist das...", setzte Liam sehr leise an aber etwas in ihm traute es nicht es laut auszusprechen.




      War das nciht Janons Vater...?
      Liam hatte schon gemerkt beim damaligen treffen das etwas zwischen ihnen war über das Janon mit ihm niemals reden würde und...Oh gott...Diese Masken....
      Es begann Liam immer mehr zu frösteln und alles in ihm drehte sich wieder. Was um Himmelswillen war....Da hinter dieser Türe....?!
      "Halt die Klappe!.....Lass mich in Ruhe! Du bist nur ein verdammter Albtraum!"
      Wirklich wie in einem nicht enden wollenden Alptraum kippte die Stimmung noch schlimmer....
      Die Stimme des Mannes ließ alles nur noch schlimmer werden. Liams Blick ging hilfesuchend zu Stan welcher aber wirklich abwarten wollte...Was was warteten sie jetzt genau?!
      "Ich bin der einzige Traum, den du noch hast, mein Lieber. Und das Gift... oh, ich höre doch schon, wie ihr nach Luft schnappt. Willst du das deinen Freunden wirklich antun? Mit dir zu sterben, weil du dich weigerst zu mir zu kommen? Dabei ist das Schicksal doch...unveränderbar!"

      Es wurde Augenblick immer dunkler, diese art von Dunkelheit hatte Liam noch nie gespürt, er ging zögernd näher zu den Anderen und wäre beinahe bei dem erneuten beben gestolpert.
      Sie mussten hier weg....!!
      Als nächstes erklang wieder jedoch wieder Gesang....
      "Die Augen sie sind Schuld daran,
      Dass ich es nicht vergess'...♫"

      Der Monitor zeigte plötzlich Augen die einem direkt in die Seele zu starren schien!
      "Uha...!!", japste Liam auf und wich etwas zurück, während die Anderen auch wie gebahnt draufstarrten.
      Konnte der Typ sie sehen??
      Die Augen schien jeden und alles im Raum zu beobachten und trotzdem fühlte e sich an als starrten sie einem wie das Augenpaar Gemälde direkt an!!




      Der Gesang ging ohne Gnade weiter und auch das Geräusch wie die Faust erbarmungslos zuschlug war deutlich zu hören.
      Auf dem Bildschirm zeigte sich erneut etwas neues...Eine Vidoaufnahme...
      In diesem Moment zweifelte Liam komplett an Stan absurde Theorie, dass Janon hier Einfluss auf das alles hatte...Der Janon denn er kannte, würde sich doch nie in dieser schwachen Situation zeigen!?
      "Liebe die schon überläuft...
      ...Und doch kein Ende kennt ♫"
      Wie ein jumpscare änderte sich das Bild gerade als sich Oscar auf das unheimliche grinsen von Janon fokussierte der im Regen zu Boden getreten wurde.
      Es zeigte ein Unheimlichen Kerl...Der mit hoher Wahrscheinlich derjenige war der vor der Türe lauerte.
      "Ҝㄥㄖ卩千, Ҝㄥㄖ卩千...ㄥ卂丂丂 爪丨匚卄 尺乇丨几...~!"

      Mittlerweile begann das hämmern auch die Brust von Oscar zu erreichen...
      Er empfand keine Angst....Es war eher als verspürte er ein Anderes vertrautes Gefühl, dass er schon viel zu tief in sich vergraben hatte als das er es in diesem Augenblick bennen zu können.
      Er mochte...Dieses Gefühl nicht sonderlich.
      Seine eben noch vor Kampfwillige Muskeln begann sich anzuspannen als seine Hände beinahe schon Leblos hinunter sanken.
      "...Was...Soll der Mist?", fragte es leiser.



      Das war langsam wirklich nicht mehr Lustig....
      Auch Janon Geschrei löste in Oscar eine mehr als mulmiges Gefühl aus, wer konnte ihn so der maßen aus der Fassung bringen?
      Langsam brannte sich das Gift in seine Lungen, verdammt würden sich jetzt ernsthaft gleich hier draufgehen?!
      "AAAARGHH!!! LASS MICH IN RUHE!! ICH WERDE NIEMAALS AUFMACHEN!!! HAU AB!!!---"

      "Whisper, Whisper, Whisper
      Doch berühr'n kann ich sie nicht...
      Und so bricht der Teufel aus und dreht mir
      Sei'n Rücken zu und schwindet ♫"

      Und dann...Geschah das worauf Stan gewartet hatte. Auch wenn alles wieder keiner Logik entsprach die für ihn Sinn ergab war die Türe auf einmal unter Janon und ließ ihn in die Dunkelheit fallen...
      "Ganz auf der Spur des Teufels. ♫"
      Oscar starrte zu der Stelle...Er kapierte....Nichts mehr....
      Als wäre gerade ein total bizarrer Zaubertrick vorgeführt wurden.
      Dieser total bescheuerte denn Oscar so oft in Internet sah wo der Besitzer seines Haustieres eine Decke vor sich hielt und wenn er diese Fallen ließ schnell beiseite sprang...Die Tiere waren dann immer Maßlos verwirrt, wenn ihr geliebtes Herrchen dann nicht mehr zu sehen war.
      "Alter...Wo ist er hin?", fragte er mit rauer stimme.


      Es war kein Aufprall oder schrei zuhören...War...Er Tod?
      So einfach so...?
      Auch sah dieser Albernde Janon aus al hätte er gerade den Müll raus gebracht...Zugeben dieser schreiende Janon war ein abturner aber musste man ihn gleich entsorgen?
      Grob packte Oscar nun Stan an seiner Schulter:
      "Stanly! Sollte das passieren häh? Jetzt erklär endlich was soll die scheiße hier....?!", forderte er denn Butler auf. Der war doch Klug! Verdammt, wieso passierter diese Kranke scheiße, war das alles wegen diesem Komischen Gift von diesen Bananos?!

      Auch Beni schien langsam zu kapieren das hier nicht so viel Spaß abging wie es sollte...Liam spürte wie dieser nach seinem Arm griff aber gerade war für Liam alles wie ein viel zu schneller Film abgelaufen.
      „Was … geht hier eigentlich ab?“
      Er starrte in der Dunkelheit in die richtung wo Janon verschwunden oder besser gesagt durch die Türe hinunter gefallen war.
      "....Wir....Wir....haben einfach...Nur zugesehen....Wie er....", murmelte Liam verstört.



      Hätte sie oder besser er ihn nicht auffangen sollen...?
      Er hatte...Doch so geschrien...Das...War das wirklich Richtig...?
      Liam hatte immer gelernt das Janon...Doch immer recht hatte und was...Wenn sie die Türe nie hätte auf machen sollen...?
      Er zweifelte gerade alles an...Sein Herz schlug erschreckend langsam obwohl er das Gefühl hatte das ihm vor Angst die Adern gefroren sind.
      „Was für ein anstrengender Scheiß …“
      Das einzige das jetzt hörten was die Stimme von Serena die wohl als einzige mit ihrem getan Job zufrieden waren war....
      Plötzlich klang sie wieder wie Janon und verwirrte das gemüht von Liam nur noch mehr.
      „Macht einfach verdammt noch mal alles, was er will. Sonst … werdet ihr das Licht ganz schnell nicht mehr wiedersehen.“
      Der letzte Ratschlag lag so schwer in der Stickigen Luft das Liam ein schwaches schmerzliches keuchen nicht unterdrücken konnte.
      "Hah...E-er?!"
      "Bestimmt der Mann vor der Türe.", antworte Stan zu ruhig und direkt als wäre es offensichtlich.
      Ohne weiter zu zögern ergriff Stan Liam am Arm und auch Beni an der Schulter:
      "Wir sollten auch hier schnell raus."
      "Wie denn, man sieht hier ein scheiß?!", brummte Oscar der nichts in dieser Dunkelheit sehen konnte.
      Doch Stan ließ sich davon nicht beirren, sollten nicht hier in diesem Dunkelheit bleiben und zerrte sie mit sich um auch durch die Türe zu gelangen.
      Auf einmal aber ging seine Hände ins leere....Als wären die Anderen mit einem Wimpernschlag auch verschwunden...Übrig blieb nur diese, stille Stockfinsternis.
      "Liam???", rief Stan sofort alamiert...Er hatte ihn doch gerade noch fest am Arm gepackt.
      Keine Antwort....
      "Beni?? Oscar?? Hört ihr mich??", rief Stan nun lauter und biss danach die Zähne aufeinander. Verflucht...Er wollte sie doch alle unbeschadete hier raus bringen.
      Er ging runter in die Hocke und tastete den Boden ab....Waren sie vielleicht auch irgendwo hinunter gefallen??
      Für ein kurzen Moment wurde Stan seltsam Schwindling...Er drohe für ein Moment zusammen zu brechen aber in nächsten Augenblick wie er blinzelte schien die Luft wieder...Angenehmer zu sein?
      Im nächsten Atemzug war das Geräusch eines anspringenden Scheinwerfers zu hören.
      Das Licht war für ein Moment so grell das Stan seine Hand vor die Augen hielt...Er war nicht mehr im Club.
      War er vielleicht am Ende irgendwo hinunter gestürzt ohne es zu merken???
      Langsam näherte sich der Butler der Bizarren Kulisse.
      Es war....Eine Küche?



      Es war sogar ein Fenster zu sehen aber obwohl Regen sichtlich gegen die Fensterscheibe trommelte, war kein Geräusch zuhören.
      Mit misstrauen näherte sich Stan denn Ort der als einziges von dem Scheinwerfer beleuchtet wurde...Die Küche wirkte schlicht, wie die einer gewöhnlichen Küche eines normalen Haushaltes...
      Doch von denn Anderen fehlte noch immer jede Spur.
      Stan beschloss sich das war ihm geboten wird natürlich zu untersuchen auf dem Herd fand er ein Zettel vor...Die Schrift darauf kam ihn seltsam vertraut vor.
      Es war eine Liste...Von Dingen im Haushalt noch gemacht werden sollte, ein Stricker Zeitplan und Essen das heute gekocht werden sollte...Darunter stand jedoch in einer zittrigen Handschrift geschrieben:
      "...Mach alles genau so wie er es will!!"
      Stan verengte seine Augen und fuhr mit den Daumen über das Blatt.
      Was hatte das zu bedeuten? Die Person die das geschrieben hatte deutlich Angst....Auch wie penibel alles geschrieben wurde damit man keine Fehler machte.
      Stan legte den Zettel beiseite und schaute zum Fenster, vielleicht half ihn die Ortschaft weiter um zu begreifen wo genau er jetzt war?
      Doch als er sich dem Fenster näherte zuckte Stan Augenblick zusammen.
      "...Mrs---", stieß er sofort erschrocken aus und drehte sich schnell herum...Aber...Außer ihn selbst konnte niemand anderen sehen!!
      Die Atmung von Stan wurde unruhiger...Um Himmelswillen...Das war doch ganz deutlich....
      Mrs Lyons...?!
      War sie auch an dieses Grausamen Ort?!
      Sein Blick ging wieder zum Fenster und langsam verarbeitet sein Kopf ,,,Das gar nicht Mrs Lyons war...
      Es war eine Spieglung?



      Seine Hand ging nach vorne und berührte mit den Fingerspitzen das Fenster, es fühlte sich ganz normal an...Erschreckenderweise machte die Spieglung im Fenster exakt das selbe....War...das seine Spieglung???
      Unmöglich...
      "Drehe ich jetzt doch komplett durch...?", flüsterte er sich selbst zu. Er hatte so darum gekämpft den Verstand nicht zu verlieren, er musste Rational bleiben! Dabei hatte alles gar nicht so Nahe an sich heran gelassen...Und dennoch?
      Warum sah er ausgerechnet Mrs Lyons im Fenster?
      Mit einem Tiefen Atemzug Blickte der Butler wieder aufs Fenster aber es änderte sich nichts daran...Er betrachtete genau ihre Korrekturen und bemerkte das Pflaster unter ihrem Auge.
      Darum war eine leicht bläuliche Verfärbung zu sehen...Merkwürdig...Mrs Lyons achtete penibel darauf ihr Gesicht ohne Markel zu halten.
      Eine Verletzung oder...?
      "...Mach alles genau so wie er es will!!"
      ....Wurde sie verletzt?
      Rasch schüttelte Stan sein Kopf, er begann sich Dinge zusammen zu spinnen....
      Er musste die Anderen finden und sie hier raus bringen...
      "Liam?? Beni?? Hallo? Oscar....?", rief er noch einmal und ging in die richtung der Dunkelheit zurück bevor er zögerte beim nächsten Ruf:
      "....Janon???"
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer



      "Wir sollten auch hier schnell raus."

      Beni stimmte zwar den Vorschlag von Stan zu, doch war er genauso ratlos wie Oscar, der nicht wüsste wie man hier in der endlosen Dunkelheit rauskäme. Die Wahrscheinlichkeit war höher wegen einer Ranke zu stolpern und ungeschickt in den Tod zu finden. Aber dies bereitete Beni nur bedingt sorgen, weshalb er mit ausgestreckten Armen begann sich fortzubewegen. Er musste sich nur...auf den weit entfernten Duft von Lord Korbos konzentrieren, den roch er Planetenweit! So würde er mit Sicherheit wieder nach Hause finden. In die Arme des dunklen Herrschers!
      "Das wird kein Problem sein, mit meiner grandiosen Spürnase!", spornte der Herzträger sich selbst an. Eigentlich hatte er vor Liam oder einen der Anderen mitzunehmen, jedoch reagierten sie gar nicht mehr auf seinen Ruf. Hmm...Waren die schon Pflanzenmuß geworden? Schade, waren nette Leute. Aber so gern er die hatte, musste er dennoch weiter. Immerhin waren diese selbst zusammen nur ein Tropfen so wichtig wie Lord Korbos. Beni konnte schon immer gut Abschied nehmen.
      Deswegen lief und lief Beni weiter, es war so als lief er kilometerweit - war der Club ernsthaft so groß? Dabei erwischte er beim Laufen nicht eine einzige Pflanze, der Geruch verblasste ebenfalls.
      "...Ein Ausgang wäre langsam echt schön?", rief er verzweifelt ohne wirklich an eine Antwort zu hoffen. Die Hoffnung hier rauszukommen war zwar immer noch da, aber so langsam wurde es öde? Die ganze Zeit nur noch das Pechschwarze vor Augen zu haben, machte Beni aus irgendeinen Grund nervös. Außerdem hallten seine Fußschritte so laut, als sei der Club komplett leer gefegt worden.

      "Einen Ausgang musst du dir erst Mal verdienen. Es sei denn du willst ewig so weiterlaufen, bis deine Füße bluten."

      Plötzlich hörte er eine ihm sehr vertraute Stimme, obwohl Beni sehr vergesslich war. Dieser verspielte Tonklang würde er jedoch nicht vergessen, denn ließen sie das Blut in seinen Adern gefrieren. Es war sein Konkurrent, der bereits am ersten Tag ihrer Karriere das Schloss verlassen hatte, um sich möglichst schnell von Korbos preisen zu lassen. Ein kleiner Dorn im Auge, mit dem er jedoch kaum Kontakt hatte - selbst in den heißen Quellen war ihr Fokus woanders gelegt. Als wussten sie beide, dass sie sich gegenseitig nicht ausstehen konnten. Weil sie wahrscheinlich...auf den selben Mann standen. Jedenfalls war das Benis Eindruck gewesen. Das er hier war wunderte ihn überhaupt nicht, irgendwie hatte der Kerl eine merkwürdige Aura an sich, die solche magischen Kräfte durchaus bestätigten.

      "Kiri...Du hast eine Ahnung wie ich hier rauskomme?", fragte er mit einer monotonen Stimmlage, denn bereitete ihn diese Frage ein leichtes Unbehagen. Er bewies damit, dass er absolut nicht Herr über seiner Lage war. Und...auch wenn ihn so etwas in der Anwesenheit von Anderen öfters egal war, galt dies nicht in der Nähe von den großen Lakaien. Bestimmt erzählte dieser Kiri dies in der nächsten Sekunde Lord Korbos, wie er hier erbärmlich herumstolziert war, ohne zu verstehen was hier abging. Noch dazu...fragte sich Beni, ob der Herr auch Kiri Nisemono ein Urlaubsticket geschenkt hatte? Also...war es etwa nichts besonderes? Schlürfte etwa der vermutlich Corny auch auf der anderen Seite des Clubs einen kühlen Cocktail? Urgh...Auch wenn er Korbos nicht böse sein konnte, war das schon ein dumpfer Schlag in den Magen.



      Statt einer Antwort griff Kiri unvermittelt nach Benis Arm. Beni zuckte erschrocken zusammen – in der undurchdringlichen Dunkelheit hatte er die Bewegung nicht kommen sehen, ein Kälteschock erwischte ihn. Für einen so schmächtigen Mann war Kiris Griff unerwartet hart, selbst wenn seine Haut merkwürdig weich war, als hätte er in seinem ganzen Leben noch nie körperlich gearbeitet.„Natürlich“, durchbrach Kiris Stimme die Schwärze. „Dieser Traum wurde von mir manipuliert, um dir zu helfen. Ich gebe zu, es war unfair dich einfach ins kalte Wasser zu werfen. Aber ich musste ein letztes Mal deinen Verstand auf die Probe stellen. Deinen und den der anderen vier. Ich bin mir sicher, dieser Stan hätte mit deinem Wissen sofort durchschaut wo ihr hier seid.“
      Kiri zog ihn noch ein Stück näher an sich. Fast wirkte es, als wollte er ihn gleich umarmen. Verzweifelt blinzelte Beni in die Finsternis, versuchte Kiris Züge zu erahnen – vergebens.

      „Kannst du es … dann auch einem dummen Köter wie mir erklären?“, drängte Beni. Er machte sich keine Illusionen über seine eigene Intelligenz. Sein Stolz war ihm inzwischen völlig egal. Der Drang einfach nur hier herauszukommen überlagerte alles andere.Er sah nichts, doch er spürte förmlich wie sich dieses brennende Sichelgrinsen auf Kiris Gesicht ausbreitete. Dieser Kerl war ihm zutiefst unheimlich.
      „Hast du im letzten Traum verstanden was du bist, Beni?“, schoss Kiri zurück.Beni zog ratlos die Stirn in Falten. Ein Traum, da Kiri es wiederholte, war das echt ein Traum- und das davor auch? Sein Verstand brauchte einen Moment, um diese Information zu verarbeiten. Nichts daran fühlte sich an wie Schlaf. Aber andererseits … die Vorstellung, dass alles nur ein Traum war, machte es zumindest ein wenig leichter zu verdauen, dass er vorhin fast mit seinem eigenen Ebenbild herumgemacht hatte. Auch diese Fülle, die er dadurch spürte, obwohl seine eigentlich Träume immerzu aus Alpträumen bestanden.

      "Als...Ich vorhin zu Eloy sagte...Das Dark Heart gehört nicht dir, meinte ich damit...Es gehört dir Beni."

      Eine Erinnerung kam wie ein Blitzschlag auf ihn herab, was ihn paralysierte. Beni wehrte sich nicht gegen Kiris Griff. Im Gegenteil, er klammerte sich gedanklich an ihn wie an das Halteseil einer schwankenden Hängebrücke. Ihm war völlig klar, dass Kiri der Einzige war, der die quälende Verwirrung in seinem Kopf mit einem Wisch ausradieren konnte. Dafür musste er wohl oder übel über seinen eigenen Schatten springen und seinen Feind um Hilfe anflehen. Dennoch schwor er sich insgeheim: Er würde niemals vergessen, dass seine Loyalität einzig und allein Lord Korbos ausreichen musste, denn den Anderen konnte man nicht vertrauen.

      „Ich habe mir noch keine Gedanken gemacht“, gestand er offen. Im Urlaub machte sich doch keiner Gedanken wegen Arbeit, egal wie wichtig. Sofort wurde Kiris Griff um seinen Arm enger – so, als müsse er sich zwingen, nicht laut loszulachen.„Aber ich wette, du kennst die Antwort... und ich wette genauso, dass du dafür eine Gegenleistung verlangst.“



      Kiris helle Augen leuchteten in der Schwärze auf. Beni hätte schwören können, dass sie ihn aus dem Nichts heraus anstarrten. Diesmal hielt Kiri sein leises Kichern nicht zurück, doch das Geräusch war bizarr verzerrt – wie das Knistern eines kaputten Röhrenfernsehers. Urplötzlich zog sich sein Griff um Benis Hand gnadenlos zu. Beni keuchte auf, als sich spitze Fingernägel schmerzhaft in sein Fleisch gruben.„Eine Gegenleistung ... Aber, aber~“, schnurrte Kiri. „Hat uns der verehrte Hexer nicht gelehrt, alle im selben Akkord zu spielen? Ich helfe dir doch bloß um den Ruhm von Lord Korbos zu mehren. Wir sind ein Team, Beni.


      Du kannst mir v̶̝͑͑̑́̔ǫ̴̮̦́͛̽̏̚l̷͈̏̽̆̎̑l̶͍͇̈́̑ ̴̭̯͐̾̽̂̽ụ̷̙̈̓͊n̶̛͉ḑ̸̢̖͎̌̊͗̅ ̶̘͊̃g̴̨̼̤͖͗͒a̴̰͒͘͠n̸̰̘̫̓͠ͅz̴͚̤̳͂͑̇̃ ̶̡̧͚͉̲̔̇̈͛v̴̢̧̦͙̤͆ȩ̶̹̬̦̯́̐̕͘r̷̖̘̄̿ṯ̶̤͍͋͑́̽̾ŕ̴̳̒͒̈́̃a̸̱̦̋͜ṷ̶̢͉̼̉͑̆̆͠e̸̢̨̙͕͛n̴̻̗̰̯͛͝."




      Im nächsten Moment durchfuhr Beni eine unbeschreibliche Kälte. Es fühlte sich an, als würde Kiri ihm regelrecht die Lebensenergie aussaugen, um ihn ins Jenseits zu befördern. Doch zu Benis Überraschung log der unheimliche Mann nicht. Ohne dass Beni auch nur ein Wort erwidern konnte, strömten nützliche Informationen auf ihn ein. Sein Kopf pochte dabei so bestialisch, als hätte Kiri seine unsichtbaren Krallen auch direkt in Benis Verstand gegraben. Ihm blieb nichts anderes übrig, als die Schmerzen zu ertragen und zuzuhören. Er erfuhr, wer er war und besonders... wer die anderen vier waren. Ein Wissen, das Kiri ihm mit seinem ganz eigenen, grausamen 'Feingefühl' und 'Kontrolle' einflößte. Alles für die graue Welt, von der Kiri träumte sie eines Tages verspeisen zu können.

      ......
      ........
      ............



      "Aber das...Ist trotzdem eine Nummer zu schräg!"

      Beni presste fassungslos die Hände zusammen, während ein raues Grollen aus seiner Kehle drang. Kiris harte Lektion saß: Er wusste jetzt, an welchem Ort sie festsaßen und welch krankes Spiel hier lief. Naja, vielleicht verstand er das auch nur bedingt.
      Dennoch ließ ihn der Anblick seiner eigenen Hände erstarren. Sie waren massig, fast klobig. Und seine Nägel? Komplett ruiniert und ohne die geringste Spur von Nagellack. Ernsthaft jetzt? Verwirrt blinzelte er in das trübe Licht einer flackernden Deckenlampe, die die Dunkelheit nur mühsam durchbrach. Feuchte Wände, Kälte... er war in einem Keller.

      „Auch wenn du mir das alles erklärt hast, ERGIBT DAS HIER IMMER NOCH KEINEN SINN!“, brüllte er los. Im selben Moment zog sich sein Magen krampfhaft zusammen. Das war nicht seine Stimme. Es war das tiefe, kratzige Krächzen eines Kettenrauchers, dessen Stimmbänder völlig ruiniert waren. "Bin ich jetzt etwa...ein alter Mann?!"



      Neben ihm hing ein Spiegel an der bröckelnden Wand. Er war von einer dicken Staubschicht bedeckt, aber nicht zerbrochen. Normalerweise mied Beni Spiegel wie die Pest, doch jetzt siegte die pure Neugier. Er musste wissen, in was für eine Hülle Kiri ihn gesteckt hatte. Schwerfällig trat er näher. Entweder waren diese klobigen Schuhe eine absolute Katastrophe, oder dieser Körper hatte stundenlange Schwerstarbeit hinter sich. Als sein Blick jedoch auf die Reflexion fiel, schwanden ihm fast die Sinne. Der Kerl, der ihm da entgegenstarrte, trug ein unerträglich biedereres Hemd.
      Um seinen Hals hing ein Schild: „Ming Chen, Direktor“.
      Das Gesicht dieses Mannes war so schmerzhaft gewöhnlich und langweilig, dass Beni tatsächlich die Tränen in die Augen schossen.
      „So wird mich Lord Korbos doch niemals lieben!“, jammerte er fassungslos.



      Er fühlte sich wie Aschenputtel, dem die Feen um Mitternacht den kompletten Zauber geklaut hatte. Einfach grauenhaft! Wie lange sollte er in diesem langweiligen Körper feststecken? Lord Korbos durfte ihn unter gar keinen Umständen so sehen! Innerlich leistete er einen Schwur, so schnell wie möglich in seine eigene, perfekte Hülle zurückzukehren. Diesen Körper hatte er sich schließlich selbst aufgebaut – mit Schweiß, Blut, Tränen ... und einem verbotenen Hexenritual, das ihn ein gutes Stück größer gemacht hatte! Aber Korbos musste sich ja nicht mit solchen Nebensächlichkeiten belasten. Hauptsache, er passte perfekt in sein Beuteschema!
      Ein metallisches Blitzen auf dem dreckigen Boden riss ihn aus seinen Gedanken. Beni, ganz in seinem Element, stürzte sich wie eine Elster auf die Gegenstände.
      Ah! Ein Schlüssel und ein Elektroschocker. Das war also die Requisite für seine neue Rolle als Ming Chen. Mit diesem Zeug würde er den Ausgang finden und endlich begreifen, ob sie wirklich alle eigentlich...ähnlich wie die WITCH waren. Die anderen würden bestimmt Freudensprünge machen, wenn er ihnen offenbarte, dass sie letztendlich alle nur Diener des glorreichen Lord Korbos waren!
      „Wie war das gleich …“, brummte Beni in seiner neuen, rauen Raucherstimme, obwohl er ja eigentlich Kettenraucher in seinem echten Körper war. Er grub in seinem schmerzenden Schädel nach Kiris restlichen Informationen. Sie befanden sich im Traum dieses Janon. Beni verkörperte einen alten Bekannten aus dessen Vergangenheit – den Direktor, der ihm eine sehr spezielle Art von Nachhilfe erteilt hatte. Bestimmt der beste Freund von Infinity, zum Kotzen. Es war eine völlig verdrehte Szene, ein grausames Abbild von Janons schlimmstem Kindheitstrauma.

      "Dann...ähm...Suche ich Mal nach Janon und erfülle die Aufgabe."



      Während Beni sich im Keller auf die Suche nach dem vermeintlichen Erdwächter machte – was für ihn schlagartig die vielen Pflanzen erklärte – spielte sich ein Stockwerk darüber eine ganz andere Szene ab. Im Wohnzimmer plärrte lautstark ein Fernseher. Über den flackernden Bildschirm lief ein Video, das schonungslos eine weitere alte, längst vergrabene Erinnerung aus Janons Vergangenheit zurück an die Oberfläche zerrte.

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      „Liam!“Der Name hallte einsam von den dreckigen Wänden der Sackgasse wider. Das Video zeigte einen jüngeren Janon. Als Teenager streifte er durch genau die Gasse, die früher ihr fester Treffpunkt gewesen war.„Hey, Liam! Wo bist du?!“, brüllte er in die Leere. „Vier Tage! Seit vier verdammten Tagen warst du auch nicht mehr im Heim, du Arsch! Wollten wir uns nicht treffen, huh?!“



      Er hatte das Waisenhaus bereits auf den Kopf gestellt. Janon wusste besser als jeder andere, dass Liam ständig von dort ausriss. Aber entweder schlich er sich nachts zurück in sein Bett, oder er trieb sich mit Janon herum. Einbrüche und solche Dinger zogen sie immer nur zusammen durch – Liam hätte dafür im Alleingang niemals den Mut aufgebracht. Und trotzdem fehlte von ihm jede Spur. Obwohl offensichtlich niemand in der Gasse war, rief Janon immer und immer wieder nach ihm, getrieben von nackter Panik. Scheiße. „Wo bist du hin, Arschloch?!“, brach es verzweifelt aus ihm heraus.
      Sein Gesicht war vom vielen Schreien gerötet und er rang keuchend nach Luft. Rohe Schrammen zogen sich über sein Gesicht bis zum Hals hinab, nur notdürftig von Pflastern zusammengehalten. Er hatte sie sich ganz offensichtlich selbst verpasst, denn sie lösten sich bereits an den Rändern. Doch Janon spürte keinen Schmerz – nicht einmal jetzt, kurz nachdem er endlich den Fängen seines Alten entkommen war.
      Seit Liam weg war, bekam er keinen Bissen mehr herunter. Jeder wache Moment bestand nur aus der Suche nach ihm. War Liam etwa mit einem dieser widerlichen Sugardaddies durchgebrannt? Oder schlimmer ... was, wenn sie ihn entführt hatten? Ihn vielleicht sogar getötet hatten? Janon würde nicht einmal seine Leiche zu Gesicht bekommen. Diese dunklen Gedanken zerrten ihn buchstäblich zu Boden. Er ließ sich auf die Knie fallen und schmetterte die Faust wütend auf den Asphalt.„Ich verzeih dir das nicht, wenn du tot bist, du Hurensohn. Wofür bin ich denn überhaupt abgehauen, wenn du gar nicht mehr da bist ...?!“



      „Dabei habe ich dir doch gesagt, dass du gar nicht abhauen musst.“Die tiefe Stimme, die unvermittelt aus dem Off ertönte, klang grauenhaft verspielt. Ein langsames, rhythmisches Klackern von Lederschuhen kündigte an, dass der Sprecher näher kam. Janons Blick huschte zu der Gestalt jenseits des Bildausschnitts, und in Sekundenbruchteilen entglitt ihm sämtliche Farbe aus dem Gesicht.

      Er erstarrte so vollkommen, als hätte er verlernt, wie man atmet.„Woher ... woher kennst du diesen ... Ort?“, hauchte er tonlos. Das letzte bisschen Leben wich aus seinen Augen, während er unwillkürlich vor dem Mann zurückwich. Diese Gasse war ewig weit von seinem Zuhause entfernt. Genau deshalb hatte er sich hier so oft vor seinem Alten versteckt. Er war ihm nie hierher gefolgt. Warum tauchte er ausgerechnet jetzt auf, wo Liam verschwunden war?Der Mann summte eine leise Melodie. Seine Schuhe traten ins Sichtfeld der Kamera – er stand nun unmittelbar vor Janon.

      „Weil ich ... immer bei dir bin, Schatz“, schnurrte er. „Deshalb solltest du mir auch glauben, wenn ich dir sage ... dass du gar nicht weglaufen musst. Du hast ... dir selbst unsagbar wehgetan. Und mir ebenso. Du weißt doch, dass du mein Vertrauen nicht verspielen solltest.“



      Der Mann beugte sich fürsorglich zu Janon vor. Ein trügerisches Bild, denn gleichzeitig presste er seinen Schuh so erbarmungslos auf Janons Oberschenkel, dass dieser vor Schmerz das Gesicht verzog. Mit einer fast schon zärtlichen Geste reichte der Mann ihm die Hand, um ihn nach Hause einzuladen.Liam ist jetzt zu Hause ... bei seiner neuen Familie, säuselte er.

      „Wenn du möchtest, zeige ich dir sein neues Haus, wenn wir vorbeigehen. Und seinen fantastischen Vater. Du musst dir wirklich keine Sorgen mehr machen, er braucht dich nicht mehr ...“Noch nicht jedenfalls, dachte Achim kalt, während er sich an Janons vollkommen erstarrter Miene weidete. Ihm war völlig klar, wie sehr diese grausamen Wahrheiten den Jungen verletzten. Dennoch ließ er die Worte weiter wie Peitschenhiebe auf ihn niederprasseln.

      „Aber ich brauche dich. Deine Familie ... wartet darauf, dass du nach Hause kommst.“

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      Das Video brach mittendrin ab. Der Bildschirm wurde schwarz. Der Mann, der sich das Ganze vom Sofa aus angesehen hatte, war kein Anderer als derjenige, der den Jungen einst nach Hause geholt hatte. Er rührte sich nicht, bewegte nicht einmal die Lippen. Trotzdem hallte seine Stimme klar und amüsiert durch die Stille:


      „Es wird Zeit, sich auf die Gäste vorzubereiten. Heute wird gefeiert ...~ Mein Butterblümchen bereitet in der Küche schon alles vor, aber mein Schatz muss sich noch schnell umziehen. Serena wird schließlich erwartet. Ich sollte mal nach ihm sehen!



      ...
      ..
      .
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow



      Gerade noch hatte es Oscar selbst ausgesprochen, hier in der Dunkelheit was absolut nichts zu sehen und seine Orientierung vollkommend am Arsch!
      Aber Stanly bestand darauf selbst in dieser beknackten Situation den Ausgang finden zu können.
      Daher stampfte er ihm hinter her bis---
      Nichts mehr war...
      Er hörte weder ihre Schritte noch ihre Stimmen oder ein Fünkchen eines Lebenszeichen.
      Es blieb nur schwärze...
      Dunkle Orte waren für den Ex-Häftling eigentlich auch nichts neues, aber vollkommend allein zu sein ging ihm ziemlich auf die schon jetzt strapazierten Nerven.
      "Alter....Leute?", knurrte Oscar vor sich hin und erwartete keine wirkliche Antwort.
      Wie ätzend...Wie lange ging dieser Alptraum eigentlich weiter..?
      War das alles nur weil er sich mit diesem pinken kleinen Monster angelegt hatte??
      Seine Schritte wurden langsamer, es war vermutlich das Gift und der ganze Rest der ihm nun den Gnadenstoß verpasste...
      Ob er jetzt wohl drauf gehen würde...?



      Er hatte sich immer ein etwas Heldenhafteren Tod vorgestellt.
      In dem Moment als er mit seinem Leben abgeschlossen hatte, erwachte er wie aus einem tiefen Traum.
      Seine Augen öffneten sich weiter und die Umgebung begann weniger dunkel zu sein...Es waren mehr und mehr Umrisse zu erkennen.
      Oscars Atmung ging auf einmal viel zu flach und schnell, als wäre ein Marathon gelaufen!
      Beinahe als hing es um sein Leben...?!
      Er kauerte zusammengekauert in einem dämmrigen, staubigen Versteck, hinter einem massiven Holzschrank oder einer Kiste. Seine Finger zitterten so unkontrollierbar, als stünden sie unter Strom. Die Haut an seinen Armen brannte höllisch, übersät mit feinen Kratzern und roten Striemen, als hätte er eben noch blindlings um sich geschlagen, um einem brutalen Angreifer zu entkommen.
      Hatte er ein BBlackout gehabt? Die letzten hatte er als ers mit der Galaxy Droge übertrieben hatte...
      Aber es schien gut für ihn zu laufen? Zumindest war er nicht mehr in einem dunklen nichts gefangen.
      Dennoch war sein rasende Atmung nicht normal...
      Was zur verdammten Hölle...?
      Oscars durchgeschüttelter Verstand versuchte panisch, die Situation zu kapieren.
      Warum fühlte sich sein eigener Körper an wie ein zartes, zerbrechliches Blatt im Wind?
      Schwer atmend griff Oscar sich reflexartig an die breite, muskulöse Brust, um sein hämmerndes Herz zu beruhigen. Doch seine Hand traf ins Leere. Da war keine massige, harte Brustmuskulatur. Da war nur ein flacher, winziger Brustkorb. Er konnte jeden einzelnen, zerbrechlichen Knochen seiner Rippen unter dem dünnen Stoff spüren!



      Er sah an sich herab. Seine Beine waren dünn und schmal, und sie steckten, zu seinem absoluten, ungläubigen Entsetzen, in einem kurzen Rock!
      Hastig und völlig verstört griff er sich in den Schritt. Ein raues, zittriges Keuchen der Erleichterung entwich seinen Lippen, als er feststellte, dass er biologisch noch immer ein Mann war. Aber er war winzig. Er steckte im Körper eines Jungen, der in Mädchenkleider gezwängt worden war!?
      Nichts ergab mehr einen Sinn....!!
      In seiner zitternden Hand hielt er etwas fest umklammert. Als er die Finger löste, entglitt ihm eine kleine, weiche Schminktasche. Ein Lippenstift kullerte lautlos über die staubigen Dielen. Der kleine Handspiegel, der in der Tasche gesteckt hatte, rutschte heraus und zerschellte mit einem leisen, aber verräterischen Klirren auf dem harten Boden.
      ...Wieso hielt er sowas in seinen Hand?
      Oscar starrte wie hypnotisiert in die gebrochenen Scherben. Das verzerrte Gesicht, das ihm dort mit großen, verängstigten Augen entgegenblickte, war nicht sein eigenes....
      Es war Janon. Jünger, blasser...
      Sein Bad Boy?
      "Was...für ein kranker Mist...",murmelte er langsam an eine Grenze stoßen wo ihn nichts mehr schockieren dürfte.



      Plötzlich erklang schwere, dumpfe Schritte...Vielleicht die Person von der er weggerannt war?
      Jemand kam. Immer näher....Das Versteck schien nicht mehr sicher zu sein.
      Die nackte, kindliche Panik dieses Körpers übernahm Oscars sonst so furchtlosen Verstand.
      Ohne nachzudenken, stieß er sich vom Boden ab und rannte. Er hastete eine alte, knarzende Treppe hinauf, dem rettenden Licht entgegen. Oben schlug ihm der warme, häusliche Duft von frisch gekochtem Essen entgegen, ein absurder Kontrast zu dem hektischen Flucht Gefühl das ihn gerade durch strömte....
      .
      . .
      . . . .

      Aber auch Liam erlebte eine beängstigte Reise durch die Dunkelheit...
      Die führende Hand von Stan verschwand und auch die Anderen waren mit einem Atemzug verschwunden.
      Es war ein beklemmendes Gefühl und Liam traute sich im ersten Augenblick nicht weiter zu gehen...
      Doch dann...Schien etwas in der ferne zu flackern.



      Wie eine Motte die vom Licht angezogen wurde folgte er dem fernen Licht das von einem Fernseher zu kommen schien.
      Es war die vertraute Stimme von Janon die ihn sofort schneller laufen ließ.
      "Liam!"
      ....
      ................
      .............................
      Liam saß wie gelähmt vor dem flackernden, bunten Rauschen des alten Röhrenfernsehers.
      Er hatte das Zeitgefühl verloren, er weiß nicht mehr wie langer er hier saß und sich die aufnahmen von Janon anschaute.
      Aber es hatte etwas beruhigendes....
      Das Video, das Janons tiefste Verzweiflung in dieser dunklen Gasse zeigte, brannte sich wie Säure in Liams weiches Herz.

      "....Wofür bin ich denn überhaupt abgehauen, wenn du gar nicht mehr da bist ...?!"

      Liams Augen füllten sich mit heißen Tränen. Sein Herz zog sich schmerzhaft zusammen. Nein! Ich bin doch hier!
      Rief Liam innerlich, doch seine Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an.
      Er erkannte die vertraute Gasse wieder...Dort hatten sich Liam und Janon immer wieder getroffen.
      Aber....War es zu der Zeit bei der Liam Adoptiert wurde?
      Er blinzelte schwerfällig. War das echt? Oder war das wieder nur eine dieser kranken Illusionen?



      "Dabei habe ich dir doch gesagt, dass du gar nicht abhauen musst."
      Diese Stimme....
      Liam spürte sofort wie sein Plus schneller schlug und sich in ihm alles verkrampfte.
      Je tiefer er in Janons Vergangenheit blickte desto mehr verstand er aber auch warum Janon nie mit ihm darüber gesprochen hatte.
      "Liam ist jetzt zu Hause ... bei seiner neuen Familie..."
      Wie ein dunkler Schatten legte sich sein damaliges Glück in ein negativen Schatten über das Schicksal von Janon...



      Wäre...Dieses Video anderes verlaufen wenn er damals...Auch in der Gasse gewesen wäre?
      ".....er braucht dich nicht mehr ..."
      Das waren gemeine Lügen!
      Es tat ihm weh mit anzusehen wie der Mann diese Dinge mit solcher Selbstsicherheit sprach als wüsste er es am besten.
      Aber das war nicht richtig....
      Er brauchte Janon! Er brauchte ihn so sehr das es schmerzte und er sich fragte ob er jemals komplett von Janon los lassen könnte...Aber im Grundkern wollte er es auch nicht mal.
      Alles in Liam hoffte das Janon diese Lügen nicht glaubte.
      Mitten drin brach jedoch das Video ab...

      "....Es wird Zeit, sich auf die Gäste vorzubereiten. Heute wird gefeiert ...~ Mein Butterblümchen bereitet in der Küche schon alles vor, aber mein Schatz muss sich noch schnell umziehen. Serena wird schließlich erwartet. Ich sollte mal nach ihm sehen!"




      Die Stimme und die Worte, erschauderten Liam und ließen ihn genau so Verwirrt zurück....
      Langsam stützte sich Liam ab und erhob sich langsam von dem Sofa.
      Beinahe wie ferngesteuert stand er auf und verlor fast das Gleichgewicht.
      Alles an ihm fühlte sich... falsch an. So unfassbar schwer. Massiv. Er blickte an sich herab und sah denn dunklen Stoff, der an seinen Körper hing.
      Seine Hände waren auf einmal riesig, die Schultern breit wie ein Schrank. Die Welt wirkte seltsam klein aus dieser neuen, einschüchternden Perspektive.
      Liam schluckte hart. Ein drückendes, unheimliches Gefühl legte sich wie eine eiserne Faust um seinen Magen.
      Ihm kam ein Verdacht denn er nicht laut aussprechen wollte oder darüber nachdenken...
      Vielleicht war es Nachwirkungen von dem Gift.
      Er musste die anderen finden!
      Stan, Oscar, und vor allem Janon...!
      Schwerfällig setzte er sich in Bewegung, jeder Schritt klang dumpf und gebieterisch auf dem Boden. Er folgte dem Licht, das aus dem Flur in Richtung der Küche fiel.
      Plötzlich erklang eine Frauenstimme.
      "Janon??", rief sie überrascht.

      Oscar war die Treppen hinauf gestürzt nur um in nächsten Augenblick eine fremde Frau zu sehen die aus der Küche kam.
      Der Ex-Häftling, noch immer völlig außer Atem, bremste abrupt ab. Er blieb wie angewurzelt vor dem Türrahmen der Küche stehen und blickte mit aufgerissenen, Augen zu der Frau auf.
      Aufblicken.
      Oscar, der sonst jeden überragte, musste den Kopf in den Nacken legen, um dieses Model anzusehen. Er hatte seit Ewigkeiten keine Frau mehr gesehen, die größer war als er!
      Er starrte sie völlig verwirrt an, unfähig zu begreifen, warum ihr kühler, durchdringender Blick ihn so stark an diesen verdammten Butler erinnerte.



      Aber auch Stan bemerkte diesen Irritierten Ausdruck in Gesicht von...Janon?
      Stan musterte die Jüngere Version des Boxer der total durch den Wind schien und ein Rock trug...Nicht ganz wie Serena geschminkt und Verkleidet. Aber es würde ihn nicht Wundern wenn Janon hier in noch Anderen Gestalten auftauchen würde...Aber das ihn Janon jetzt angaffte als wüsste er nicht wer er ist...War wirklich seltsam...Oder lag es tatsächlich an ihm selbst??
      "Ey Janon ich bin es!", wiederholte Stan und bemerkte selbst das...Seine Stimme anderes zu klingen begann.



      Das war wirklich sonderbar...
      Aber egal was hier gerade passierte, bestimmt war Janon der Auslöser und er musste verhindern das wieder davon lief! Das stand auch auf der Liste...
      So ging er auf ihn zu aber bevor Stan oder Oscar auch nur ein weiteres Wort sagen konnten, verdunkelte ein gewaltiger Schatten den Flur.
      Liam war näher gekommen und spürte sofort große erleichterung.
      Janon lebte!!
      Liams Herz machte ein gewaltigen, freudigen Sprung, als er das vertraute Gesicht seines besten Freundes sah. Endlich!
      "Janon! Da bist du ja!", rief Liam erleichtert und froh aus, und wollte einen Schritt auf ihn zumachen.



      Der ganze Alptraum war sogleich vergessen wenn er wusste das Janon da war!
      Auch wenn er nicht begriff was er da gerade trug und...Sah er jünger aus?
      Kleiner war er auch...
      Doch davon wollte sich Liams Freude sich nicht bremsen lassen.
      Doch die Stimme, die aus seinem Mund kam, war nicht seine eigene, weiche Tonlage. Es war ein dunkler, samtweicher und absolut furchterregender Bass. Es war exakt dieselbe Stimme, die draußen so gnadenlos an die Tür geklopft und gefordert hatte, hereingelassen zu werden. Die Stimme von Achim.
      Er beugte sich zu ihm runter ohne zu ahnen wie er aus der Sicht der anderen aussah.



      "Geht es dir gut?? Bist du verletzt?"

      Sowohl Stan als auch Oscar erstarrten sofort zu Salzsäulen. Der Mann, der dort stand, strahlte eine so erdrückende, dunkle und grausame Präsenz aus, dass die Luft im Raum augenblicklich zu gefrieren schien.
      Als stünde der Teufel höchstpersönlich vor ihnnen.
      Oscars Herzschlag explodierte förmlich in seiner schmalen Brust. Ein instinktiver, blanker Terror riss die Kontrolle an sich. Oscar machte einen Schritt sofort zurück.
      Er presste sich gegen die Wand, hob abwehrend die Hände und starrte das Monster im Anzug an.
      "Was... was zum Teufel...?!", stammelte Oscar, doch aus seinem Mund kam nur das brüchige.
      "Alter, verpiss dich!! Komm mir bloß nicht näher!", maulte Oscar sofort, dem es überhaupt nicht gefiel warum hier auf einmal so viele Fremde, Giganten waren!
      Aber dieser Kerl, der ihn als Janon ansprach...Ihm kam direkt Übelkeit hoch...Besonderes bei der Stimme...Er war nicht der klügste aber er wusste was diese Stimme mit seinen Janon gemacht hatte...Ein Erbärmliches Abbild seiner selbst!
      Auch Stan hatte keins ehr gutes Gefühl dabei und drängte sich automatisch etwas vor Janon...Auch wenn gar nicht vor hatte ihn zu Beschützten. Dieser Mann löste auch bei ihm kein gutes Gefühl aus.

      "Er will ganz offensichtlich nicht das du näher kommst!"



      Liam spürte die Blicke der beiden und zog die Augenbrauen entrüstet zusammen. Was...Soll das?
      Hatte er Ihnen irgendwie Angst eingejagt oder warum ?
      Aber warum behandelte ihn Janon....Schon wieder so?!
      Dabei hatte er sich so gefreut das es ihm gut ging...Überreagierte er nicht gerade etwas?
      "...Hör mal--", begann Liam schon aber Oscar drückte sich schon von der Wand weg.
      Er hielt es keine Sekunde länger hier aus, irgendwo war doch dieser bescheuerte Ausgang und dann wird alles wieder wie beim alten oder nicht?!
      "Lass mich in ruhe!", knurrte Oscar so tief wie es ihm möglich war. Diese Art von Krankenspiel gefiel ihm überhaupt nicht, erst würde er in so komischen Outfit gesteckt....Dann auch sein schöner, durchtrainiert Körper war fort...!
      Aber bevor er wieder das weite suchen konnte packte ihn Liam und das ziemlich grob.
      "Nein, Janon bleib hier!"
      Niemals konnte er ihn jetzt so einfach davon rennen lassen...Er begriff zwar nicht was hier los war aber sie mussten...Was...Genau musste sie eigentlich?
      Sein Griff wurde fester, er hatte Angst das ihm Janon wieder verschwinden könnte und wer wusste ob er wieder zurück kam.
      Oscar spürte regelrecht wie der Griff drohte ihm bis auf die Knochen zu stoßen und er zerrte heftig um zu entkommen...Aber der Kerl hielt ihn so Eisern fest als wollte er ihm den Arm brechen?!
      Aber nicht mit Oscar...Der Rebell sträubte sich wie ein wehrloser Loser zu Enden egal in welcher Situation oder Verfassung er gerade steckte.
      Er wirbelte herum und Biss feste in Hand welche ihn so gefangen hielt, so das Liam gezwungen sein müsste ihn los zu lassen....Aber egal wie feste sich seine Zähne in sein Fleisch rammten, der Griff wurde nicht weniger locker.
      Liam, spürte seltsamerweise keinen schmerz...Allerdings zu sehen wie Janon ihn ernsthaft bis...Ließ ihn Fassungslos nach Luft holen. War er wirklich so wütend und angeekelt von ihm?!
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood



      "Nein, Janon bleib hier!"

      Endlich hatte es Beni die Treppe rauf geschafft, er hatte sich noch nie so unsportlich gefühlt. Wie es aussah sah er nicht nur aus wie dieser Direktor, er hatte sogar die Ausdauer von ihm ergriffen. Dieser Mann war wohl öfters mehr mit dem Hintern auf seinem Bürostuhl, als draußen eine Runde spazieren! Doch was ihn oben in der nächsten Etage erwartete, bereitete selbst einen neugierigen Mann wie Beni Gänsehaut. Boah - dieser geschminkte Kerl. Er sah genau wie er den irgendwie kindlicher wirkenden Janon festhielt, während sich der Kleinere wie eine Katze an ihm festbiss, um zu entkommen. Dabei wirkte die Schminke so furchteinflößend, obwohl Beni immer dachte Clowns wären zum Bespaßen da. Er blieb direkt am Treppenanfang stehen und versuchte sich erst klare Gedanken zu setzen. Er wusste zwar seine Aufgaben, aber...hatte er gar keine Ahnung wer die Anderen waren? Kiri hätte ihn ruhig mehr Informationen geben können. Gehörte überhaupt jemand außer Janon hier seiner eigenen WITCH-Truppe an? Was war wenn Kiri ihn verarschte? Nur um dann mit Lord Korbos durchzubrennen? Und er musste nun auf ewig gefangen sein als durchschnittlicher Mann, der sich wohl noch nie im Leben verliebt hatte. Das wäre eine Tragödie. Ihm wurde übel.


      Dass Janon ihm in den Arm biss, war für Achim längst zur Gewohnheit geworden. Sein Schatz glich schon immer einer wilden Raubkatze, die sich nur widerwillig zähmen ließ. Doch genau diese Art liebte er an ihm. Das erinnerte ihn doch an sein früheres Leben...mit ihm...in der Vergangenheit. Es ließ ihn fester glauben, dass er der Richtige war. Damals war Janon selbst schwer von Begriff gewesen, aber von unbändiger Liebenswürdigkeit. Umso mehr zerriss es ihm das Herz, wenn er gezwungen war sich gegen Janon zur Wehr zu setzen. Es brach ihn innerlich.
      Andererseits war es der einzige Weg wie Achim überhaupt noch wahrhaftigen Schmerz spüren konnte – nicht durch körperliche Wunden, sondern durch diese tiefe, seelische Pein.
      Erneut dröhnte Achims Stimme aus den Lautsprechern, während er selbst mitten im Geschehen steckte und Janon unerbittlich festhielt. Der Klang kam nicht aus seinem Mund, sondern durchdrang den Raum wie ein unheimliches Echo.

      Liam … du hast es doch auch satt, oder? Immer und immer wieder verstoßen zu werden. Von jenem Menschen, ohne den du nicht atmen kannst. An dem du mehr hängst als an deinem eigenen Leben.“

      Für einen Moment brach absolute Stille herein. Ohne dass Liam sich dagegen wehren konnte, presste er unkontrolliert seine freie Hand auf die Lippen. Er musste sich zwingen, nicht laut aufzuschreien und Janon die aufgestauten Worte direkt ins Gesicht zu brüllen. Sein Herz hämmerte so wild, als wolle es seine Rippen sprengen. Im nächsten Moment riss Achim die Kontrolle über den gemeinsamen Körper wieder an sich, verschmolz geistig jedoch nur noch tiefer mit Liam. Er konnte Liams Emotionen greifen, als wären es seine eigenen: Die brennende Sehnsucht, die zerreißende Qual und die tiefe Liebe zu Janon. All diese Gefühle ... wandelten sich unaufhaltsam wie ein Flächenbrand ... in kalte, absolute Wut.
      Herablassend warf er Stan einen Seitenblick zu. Sein stummer Blick war eine klare Drohung: Verschwinde, oder du wirst die Konsequenzen spüren.

      „Deine Rolle ... Du versagst ... elendes Flittchen., zischte er voller Verachtung.
      "Du musst...auch von vorne anfangen...Heute wirst du wohl nicht gehen dürfen..."


      Dann gab er Beni von der anderen Seite des Raumes ein winziges Zeichen. Und obwohl Beni es rational gar nicht hätte verstehen können, gehorchte sein Körper wie ferngesteuert. Er marschierte auf Stan zu und packte ihn grob. In dieser weiblichen Hülle war Stan so zerbrechlich, dass bereits ein fester Griff ausreichte, um ihr einen blauen Fleck am Handgelenk zu bescheren. Doch der Direktor schien weitaus drastischere Maßnahmen gewohnt zu sein. Ohne Vorwarnung jagte er ihr eine Ladung aus dem Elektroschocker in den Leib, woraufhin sie krachend zu Boden ging.
      Wie in Trance starrte Beni auf die surrende Waffe in seiner eigenen Hand. Hä? War es nicht seine eigentliche Aufgabe gewesen... Janon aufzuspüren? Warum zum Teufel hatte er gerade eine Frau attackiert ... einfach so?! Ohne, dass sie ihn provozierte oder darum bat?! Die pure Verwirrung drohte ihn zu erdrücken.

      "Das...stand so nicht im Skript...", murmelte Beni versteinert. Doch ein weiterer Blick zu dem großen Mann und ihm blieb das Herz stehen. Seine Aura...wirkte plötzlich so kalt, dass selbst Beni eine starre Panik im Leib verspürte.



      Von einer bleiernen Niedergeschlagenheit erfasst, riss Achim Janon an seinem Arm hoch, bis dessen Füße haltlos in der Luft hingen. Sein eigener Arm blutete stark, wo Janons Zähne sich erbarmungslos durch den Stoff in sein Fleisch gegraben hatten. Doch dieser körperliche Schmerz verblasste gegen das, was ihn wirklich innerlich zerriss: Der blanke Hass, der ihm aus Janons Augen entgegenschlug. Es wurde immer düsterer im Raum, dass Licht an der Decke begann zu dämmern.

      „Wie kannst du nur … jemanden so behandeln, der dich mehr braucht als alles andere auf der Welt? Ich brauche nur dich, mein Schatz. Und du … du hast mich zu brauchen. Deswegen … muss ich dich für diese Unartigkeiten bestrafen. Und glaub mir es wird mir mindestens genauso wehtun wie dir.



      Mit einer ruckartigen Bewegung riss er Janon an den Haaren zurück und schleuderte ihn mit voller Wucht gegen die Wand. Der Aufprall von Janons Gesicht war so heftig, dass die Mauer unter ihnen erzitterte. „Warum … tust du uns das an, huh?“, brüllte Achim nun auf, während er Janons Wange gnadenlos in den rauen Putz drückte. Ohne zu zögern holte er ein weiteres Mal aus und schmetterte Janons Kopf erneut gegen die Wand – so hart, dass Blut spritzte. Er schmerzliches, verrücktes kichern folgte, was den ganzen Raum erfüllte, während die Nägel nur tiefer in das Haar des Jüngeren sich vergruben.

      „Ich muss jetzt allen absagen … Alle haben sich so auf uns gefreut … Butterblümchen hatte extra Essen gekocht. Aber mit deinem verdammten Hass hast du alles verdorben!“ Noch einmal riss er ihn zurück und knallte ihn erbarmungslos gegen das kalte Gestein. „Wir sind ein Team … Eine Familie … Wenn du noch nicht gelernt hast, mich zu lieben, BIST DU NICHTS ALS DRECK! UND DU WEISST GANZ GENAU, WAS ICH MIT DRECK MACHE!“



      Noch einen Moment länger ließ Achim den Kleineren die Kälte der Wand spüren. Dann riss er ihn an sich, nur um ihn unbarmherzig in Richtung Treppe zu schleifen. „Der Tag ist vorbei, verkündete er eiskalt, bevor er ihn die Stufen hinabzerrte. Bei jedem Absatz schlug Janons Körper dumpf gegen das Holz, die harten Kanten der Stufen übersäten ihn mit Blutergüssen. Doch je tiefer Achim in den Keller vordrang, die Hand fest in Janons Haaren verkrallt, desto unnatürlicher verdunkelte sich auch das Wohnzimmer.



      Desorientiert blickte Beni sich um. Was passierte hier? War ihr Tag etwa auch schlagartig zu Ende? Hatte nicht vor wenigen Sekunden noch die Sonne geschienen? Er starrte aus dem Fenster, doch da war nichts mehr als undurchdringliche Schwärze. Die Deckenlampen flackerten wild, kurz davor, endgültig zu erlöschen. Die einzige verbleibende Lichtquelle war das fahle Flimmern des Fernsehers. „Haben wir … Mist gebaut? Kacke … das ist verdammt noch mal schwerer als gedacht!“, stieß Beni hervor und fuhr sich fassungslos durch die Haare. Es wirkte wie ein bitteres Game Over.



      Achim hingegen schwieg vollkommen... nicht einmal sein übliches Summen war zu hören. Die mörderische Wut hatte einer eiskalten Berechnung Platz gemacht, während er überlegte wie lange er Janon dort unten schmoren lassen wollte. Er kam vor einer robusten, schweren Metalltür zum Stehen, riss sie auf und stieß Janon schonungslos in die Dunkelheit. In der Zelle gab es weder Fenster noch den kleinsten Lichtschimmer. Die spärliche Einrichtung bestand lediglich aus einem kargen Holzbett, einer Toilette mit Dusche und einem schmalen Spind. Ansonsten herrschte hier nichts als beklemmende, gähnende Leere.

      „Wir versuchen es in ein paar Tagen noch einmal … Wenn du dann immer noch nicht gehorchst, wird die Strafe härter ausfallen und du bleibst weiter in der Dunkelheit.“ Achims Tonfall duldete keinen Widerspruch, während er wie ein düsterer Umriss auf der Türschwelle stand. Seine Augen waren das Einzige, was in der anbrechenden Schwärze unnatürlich aufleuchtete. Er genoss diesen Anblick förmlich, labte sich daran, Janon so gebrochen am Boden liegen zu sehen – wie ein wehrloses, verwundetes Tier, dem das Blut über den Kopf lief. Dann trat er langsam zurück.

      Die Tür fiel ins Schloss, doch plötzlich drang wieder seine Stimme durch den Raum. "Du weißt..." Er öffnente sie einen spaltweit, schräg stand er hinein und luchste in Janon Seele: „Wenn der Schmerz zu groß wird … oder du meine Nähe brauchst … ruf mich einfach … Ich bin immer für dich da …“ Der geradezu zärtliche Singsang hallte von den nackten Wänden wider. Es war durch und durch psychotisch und ließ keinen Zweifel daran, dass dieser Raum mit Lautsprechern und Kameras verwanzt sein musste.

      „Bis dahin bitte ich dich, gründlich nachzudenken. Sonst pflanzt du mir noch den Zweifel in den Kopf, dass du am Ende gar nicht … meine wahre Liebe bist. Und das … wäre wirklich schrecklich. Also benimm dich. Was ist dir letztendlich mehr wert? Dieser trotzige Widerstandoder deine Freiheit? Wann auch immer du dich entscheidest, zur Vernunft zu kommen … ich werde nur zu gerne das Licht sein, das dich für alle Ewigkeit leitet. Meine Liebe.“




      Mit voller Wucht schmetterte Achim die Tür ins Schloss, der ohrenbetäubende Knall hallte schwer und dumpf nach. Und doch – obwohl die massive Metalltür sie nun trennte und die dicken Wände jeden Laut hätten ersticken müssen – konnte 'Janon' seine Stimme noch immer glasklar vernehmen. Die Worte brauchten keine Luftübertragung; sie hallten direkt durch seinen Verstand.

      „Zwing mich nicht weiter die Dunkelheit zu spielen, vor der du so grauenhafte Angst hast …“

      ...
      ....

      Für die Gäste erlosch das Licht vollständig, doch die Dunkelheit brachte keinen Frieden. Es fühlte sich an, als sei man unverrückbar an einen Stuhl gefesselt, unfähig, auch nur einen Muskel zu rühren, geplagt von ungestillten Bedürfnissen. Jeder Einzelne war in seiner eigenen Isolation gefangen. Egal, wie weit man in der Schwärze auch zu laufen schien, stets stieß man auf eine unsichtbare Wand. Erst wenn Achim den Raum betrat, flammte das Licht wieder gleißend hell auf – doch er verweilte nie lange. Sophia verharrte in ihrer Gefangenschaft und der Direktor lauerte stumm auf seinen Einsatz.
      Beni, dem der Verstand für eigenständiges Handeln fehlte, klammerte sich verzweifelt an die seltenen Momente, in denen Achim ihm Gesellschaft leistete. Wenn Beni hinunterging, um Janon Wasser und Nahrung zu bringen und seinen Zustand zu überprüfen, durfte er sich nicht zu lange aufhalten. Vor allem aber durfte er kein einziges Wort äußern, denn Janon sollte nur noch eine einzige männliche Stimme kennen: Achims.
      So verstrichen die Tage. Endlose, quälende Tage voller Finsternis. Es glich einem makabren Theaterstück, in dem die Darsteller erst zu existieren begannen, wenn der Scheinwerfer auf sie gerichtet wurde. Und Achim war derjenige, der dieses Licht kontrollierte. Dann, nach einer scheinbaren Ewigkeit, riss er Janons Tür mit einem ohrenbetäubenden Knarren auf. Die Scharniere quietschten protestierend, als Janon wieder vom plötzlichen Licht geblendet wurde.
      Achim stand im Türrahmen, den Blick kühl auf ihn gerichtet und musterte ihn ausgiebig von Kopf bis Fuß.

      „Hey, Schatz. Bereit für den Morgen? Unsere Gäste warten schon … Und dein Freund brennt darauf, dir beim Anziehen zu helfen … Spielst du mit?“




      Auffordernd streckte Achim Janon die Arme entgegen. Er sprach kein einziges Wort, doch seine Geste war ein unmissverständlicher Befehl: Janon sollte instinktiv wissen, was nun von ihm erwartet wurde. Prüfend ruhte Achims Blick auf ihm. Ein liebevolles, fast schon zärtliches Lächeln spielte um seine Lippen, überschattet von blankem Verlangen. Denn auch Achim hatte sich in all diesen endlosen Tagen verzweifelt nach der Berührung seiner Liebe gesehnt. Sein intensiver Blick übermittelte eine stumme, aber kristallklare Botschaft: 'Aber vorher … solltest du mir … deine Sehnsucht zeigen … Immerhin … haben wir uns schon so lange nicht mehr gespürt.'
      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢

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    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Liam … du hast es doch auch satt, oder? Immer und immer wieder verstoßen zu werden. Von jenem Menschen, ohne den du nicht atmen kannst. An dem du mehr hängst als an deinem eigenen Leben.“

      Erneut dröhnte diese Stimme aus den Lautsprechern und sprach direkt Liam an...
      Und erneut...Fühlte es sich für Liam an als spricht dieser Mann ihm direkt aus der Seele.
      Er hatte es wirklich Satt....
      Immer und immer und immer und immer wieder....
      Das Atmen fühlte sich immer schwerer an, wie in dem Club...Nahm ihn die Luft immer das Atmen und er bekam das Gefühl das ihn Janon Wortwörtlich mit der Zeit an sich fesselte, mit dornigen Rosenranken die immer schmerzvoller wurde.



      Die Situation wurde so seltsam, er fühlte sich erneut wie Autopilot und zugleich kam es ihm vor als würde er selbst handeln, als wäre schon immer sein innerster Wunsch gewesen so zu Handeln oder zu denken...Er hatte es immer einfacher empfunden wenn jemand Anderes für ihn das denken übernahm...Weswegen sich kein Muskel in ihm wehrte, eher fühlte es sich ans als versank er in einem Sitzkissen das ihn immer tiefer in sich hinein sinken ließ.

      "Deine Rolle ... Du versagst ... elendes Flittchen.....
      ......Du musst...auch von vorne anfangen...Heute wirst du wohl nicht gehen dürfen..."
      Stan hatte selten erlebt das jemand ihm direkt sagt das er versagt hatte...!
      Das war mehr Frustrierender als die gesamt Situation...Er begriff mehr die Situation und auch warum die Liste so wichtig war.
      Allerdings beunruhigte in das erneut diese Stimme sich an Liam wendete...Sein Kindheitsfreund schien in das ganze reingezerrt zu werden aber...Er konnte ihn nirgendwo sehen.



      Eine weitere Person erschien, dessen Anblick ihm nichts sagte...Zu spät aber bemerkte er den Elektroschocker in seinen Händen.
      Bevor Stan auch nur reagieren konnte, traf ihn die brutale Ladung des Elektroschockers. Stan schrie nicht. Sein analytischer Verstand registrierte den gleißenden, lähmenden Schmerz, der durch sein Körper jagte. Er brach krachend auf den harten Fliesen zusammen. Sein eiserner Wille versuchte, die Kontrolle zu behalten, doch es zwangen ihn in die Knie. Er lag zuckend am Boden, die Augen flackernd, während er das groteske Bild vor sich zu begreifen versuchte. Aus irgend ein Grund schien der Mann der ihn attackiert hatte genau so schockiert zu sein...Was zur Hölle ging hier vor sich? Es fühlte sich an...Als wären sie Puppen in einem Puppenhaus die Fern gesteuert wurden...!

      Auch Oscar war vorn dem Ablauf vor ihm irritiert aber zur Flucht blieb ihm keine Chance, er wurde grob am Arm gepackt...Er fühlte sich vollkommend ausgeliefert.
      "Wie kannst du nur … jemanden so behandeln, der dich mehr braucht als alles andere auf der Welt? Ich brauche nur dich, mein Schatz. Und du … du hast mich zu brauchen. Deswegen … muss ich dich für diese Unartigkeiten bestrafen. Und glaub mir … es wird mir mindestens genauso wehtun wie dir.“
      Wie in einem Horror Film verdüsterte sich die Umgebung, das eben noch rettende Licht aus der Dunkelheit begann zu flackern.
      Ohne Rückhalt machte sein Kopf Bekanntschaft mit der Wand und zum ersten mal fühlte sich der ganze wie harte Realität an.
      Schon lange wurde er nicht mehr auf eine Art verprügelt und zusammen gebrüllt die gegen seine Masochisten Neigung rebellierte. Es war einfach nur schmerzvoll...
      "....Aber mit deinem verdammten Hass hast du alles verdorben!“
      Aber mit einem mal blieb es nicht, erfüllt sich wie früher zu seiner Schulzeit...Als ihm die Älteren sagten er sollte sich das Wissen in sein Kopf hämmern...
      Als wäre dies die einzige Sprache die gab ihn verstehen zu lassen...
      "Wir sind ein Team … Eine Familie … Wenn du noch nicht gelernt hast, mich zu lieben, BIST DU NICHTS ALS DRECK! UND DU WEISST GANZ GENAU, WAS ICH MIT DRECK MACHE!“
      Oscar fühlte sich zu unrecht behandelt, was zum Teufel laberte dieser Kerl!?
      Warum tat er das mit ihm---Besser gesagt mit seinem Bad Boy!
      Es machte ihn so wütend und zugleich ließ es ihn total verwirrt und sogar etwas eingeschüchtert zurück...Das Gefiel ihm überhaupt nicht!!

      "Haben wir … Mist gebaut? Kacke … das ist verdammt noch mal schwerer als gedacht!“
      Die Stimme des fremden Mannes drang auch noch in Stans Ohren bevor sah wie dieser Mann denn kleinen Janon mit sich zerrte. Ein erschöpftes keuchen entglitt dem Butler bevor er Ohnmächtig wurde...Es spürte es bis auf die Knochen. Der Alptraum hatte gerade erst begonnen.
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      "Wir versuchen es in ein paar Tagen noch einmal … Wenn du dann immer noch nicht gehorchst, wird die Strafe härter ausfallen und du bleibst weiter in der Dunkelheit.“
      Die Stimme des Mannes dröhnte in Oscars Ohren, erfüllt sich total verprügelt...Selbst die Kerle im Knast hatten wenigsten vor seinem Gesicht halt gemacht aber das schien dem Mann der ihn in ein dunklen Raum ohne Fenster brachte nicht zu interessieren...Oscar wollte trotzdem weiter Rebellieren aber er kam kaum zu Wort. Seine Kehle fühlte sich an als würde sie sich zusammen ziehen. Ihn daran hindern es zu wagen ein kleines Wort von sich zu geben.
      Das Blut lief ihm über das Gesicht und er spürte förmlich wie der Kerl wie ein saugender Dämon bei seinen Anblick nur noch großer zu werden schien!

      Die Tür fiel krachend ins Schloss.
      Dann kam die absolute, erstickende Finsternis die Oscar in sein Leben noch nie so heftig erlebt hatte.
      Oscar lag keuchend auf dem eiskalten, Boden. Sein Kopf dröhnte bestialisch, das Blut klebte klebrig an seiner Wange und auf dem kurzen Rock. Er blinzelte panisch. Nichts. Er riss die Augen so weit auf, dass es wehtat, doch da war absolut kein Licht. Nicht der kleinste Schimmer.
      Wie ein unheimliches Monster lugte der Mann noch einmal hinein, bot eine so kleine Lichtquelle das Oscars Muskeln sich anspannten. Zu klein um seine Kräfte ein letztes mal zu bündeln und ein Fluchtversuch zu wagen.
      Zudem starrte ihm der Mistkerl so tief in die Seele das sich der ganze kleine Körper von Oscar wie gelähmt anfühlte. Als wüsste sein Körper welche Strafe ihn erwarten würde, sollte er es wagen sich jetzt noch einmal erwischen zu lassen...



      "...Wenn der Schmerz zu groß wird … oder du meine Nähe brauchst … ruf mich einfach … Ich bin immer für dich da …“
      Die Stimme hallte und obwohl Oscar das Gefühl der Gefangenschaft kannte und wie es sich anfühlte von Kameras sowie Wachleuten in Auge behalten zu werden, was es nie auf dieser kranken Bestalischenweise wie hier...Hier fühlte sich jeder Atemzug, Bewegung an als stünde in voller, krankhaft bessesender Beobachtung.

      "Bis dahin bitte ich dich, gründlich nachzudenken. Sonst pflanzt du mir noch den Zweifel in den Kopf, dass du am Ende gar nicht … meine wahre Liebe bist. Und das … wäre wirklich schrecklich. Also benimm dich. Was ist dir letztendlich mehr wert? Dieser trotzige Widerstand … oder deine Freiheit? Wann auch immer du dich entscheidest, zur Vernunft zu kommen … ich werde nur zu gerne das Licht sein, das dich für alle Ewigkeit leitet. Meine Liebe.“
      Es fühlte sich an als würde er erneut sich die strengen Worte eines Erziehungsberechtigten anhören, der wusste sobald er nachdenken würde er seine eigenen Fehler vor Augen sah...Doch Oscar hatte noch nie sein Kopf angestrengt um seine Taten zu hinterfragen. Warum auch? Er stand ganz hinter seine Überzeugungen und Handlung....
      Doch das sprechen von wahrer Liebe versetzte ihm ein schweren Stein auf seine Brust...Es ließ ihn nicht so kalt wie ers gerne hätte.
      Die Freiheit....War Oscar mehr als Andere Wichtig und er konnte spüren...Das es Janon gewiss genau so erging.
      Sie waren sich Ähnlicher als wie Oscar jemals einen Gedanken drüber verschwendet hatte...Er hatte nie in Betracht gezogen das sein Bad Boy und er Ähnlichkeiten aufweisen.

      Erneut schmetterte die Türe zu...Die Dunkelheit presste sich wie ein schweres, erstickendes Tuch über sein Körper Er bekam das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen als wäre es eine verschlingende Klaustrophobie die in ihm erwachte.

      "Zwing mich nicht weiter die Dunkelheit zu spielen, vor der du so grauenhafte Angst hast …“
      ...........
      .........................
      Mit diesen letzten Worten die Oscar für die nächste Zeit hören würde, durchlebte er den blanken nervlichen Folter.
      Oscar kroch blind umher, stieß gegen das harte Holzgestell des kargen Bettes, schlug sich das Knie an."LASST MICH HIER RAUS!", schrie er los, getrieben von blankem Terror. Er trommelte mit seinen kleinen, schwachen Fäusten gegen die massive Metalltür. "Macht auf! IHR VERDAMMTEN BASTARDE, MACHT AUF!"
      Er schlug so lange, bis seine Knöchel bluteten, bis ihm die Kraft ausging. Sein Schreien wandelte sich in ein heiseres, keuchendes Wimmern. Er rutschte an der kalten Tür hinab, zog die dünnen Beine an die Brust und schlang die Arme um sich.
      Die Stunden verschwammen. Die Tage wurden zu einer endlosen, qualvollen Ewigkeit.Die Stille in der Zelle war ohrenbetäubend. Oscar hörte nur seinen eigenen, rasenden Herzschlag ....
      Die Finsternis fühlte sich an als hätte er die Fähigkeit zum sehen verloren. Seine Andere Instinkte verschärften sich und verdoppeltem sein Leid weiter.
      Je länger die Dunkelheit andauerte, desto leiser wurde Oscar....


      Die anfängliche, wütende Rebellion erstickte in der pechschwarzen Isolation. Zum ersten Mal in seinem lauten, aggressiven Leben hatte er nichts anderes als seine eigenen Gedanken....
      Zwischen Realität und Illusion zu unterscheiden wurde immer schwerer, weswegen seine Gedanken weniger über die Situation selbst sondern mehr über sich selbst und Janon wanderte...
      Diese Panische Angst die er in seinen sonst so Attraktiven Augen gesehen hatte...Hätte er ein Spiegel würde er diese selbe Panik sicher auch in seinen eigenen Augen sehen.
      Noch nie war Oscar in sein Leben mit jemand...Auf einer solcher Ebene gewesen. Er war es gewöhnt das auf ihn herabblickt, dass Andere nie verstehen würde was er von sich gab...Umgekehrt verstand er die schwächeren unter ihm nicht, die erbärmlichen kleinen Würmchen.
      Es hatte also nie jemand geben der sich auf seine Augenhöhe befand, jemand denn er total verstehen konnte und evtll auch ihn verstehen könnte...
      Aber auf so eine Sentimentalen scheiß hatte Oscar keine Lust...Es ließ jemand unglaublich verletzlich fühlen egal in welcher Form oder Verfassung sich sein Körper befand.
      Das lag wohl allein daran das jede Seele genau so Angreifbar war wie eine Andere.
      ... Oscar spürte, wie heißte Tränen in seine Augen stiegen. Tränen, die er seit seiner eigenen Kindheit nicht mehr geweint hatte. Er fühlte einen abgrundtiefen, widerlichen Ekel vor sich selbst....
      Er vergrub sein Gesicht schützend unter seine verschränkten Armen, obwohl ihm die Dunkelheit Angst einjagte bot sie ihm zugleich eine Schützendewand. Er wollte so nicht gesehen werden...Aber der Gedanke wie die Kameras wie Augen dieses Monsters ihn weiterhin anstarrten machten die Situation nicht leichter. Er konnte nicht abwägen was ihn mehr Unruhe versetzte diese unerträgliche Dunkelheit oder dieser Mann der ihn das ganze Antat...
      Dieser Kerl war nicht das Ideal Bild wie er sich einen Bad Boy vorstellte, die sein Herz zum rasen brachte. Es erinnerte ihn viel zu sehr daran warum er sich überhaupt von Larry getrennt hatte. Kerle die einen Manipulieren und den Geist stück für stück zu brechen begannen auf ihrer eigene kranke intelligenterweise ...Oscar konnte sich kein größeren Abturnen wünschen.
      Seine Gedanken kreisten weiter, er versuchte nicht daran zu denken wie lange er hier war....Aber was wäre wenn er für immer hier bleiben musste?


      Wenn er nicht begann...So zu sein wie es dieser Monster es von ihm verlangte würde er seine geliebte Freiheit nie wieder spüren.
      Und das fühlte sich beinahe schon an...Als wäre er innerlich Tod.
      Die Tätowierungen auf seinen Körper waren nicht nur wirre Muster nach dem der Ex-Häftling gerade Lust und Laune gehabt hatte. Sie sollten Flügel darstellen, die ihm endlich die Freiheit ermöglichen nach der er sich immer sehnte. Keine Gitter dieser Welt oder eine Droge oder eine Person sollte ihn je wieder dieses Gefühl der zwänge drücken...Und doch war er genau in so einer bitteren Situation gefangen obwohl er die tieferen Hintergründe nicht begriff....

      Als die rostige Tür nach Tagen der psychologischen Folter endlich aufknarrte und das grelle, beißende Licht in die Zelle schnitt, kniff Oscar schmerzerfüllt die Augen zusammen. Er kauerte auf dem harten Holzbrett...Wie jemand der in der Wüsste am verdursten war und das kostbare Wasser so greifbar nahe war, richtete er sich zittrig auf.

      "Hey, Schatz. Bereit für den Morgen? Unsere Gäste warten schon … Und dein Freund brennt darauf, dir beim Anziehen zu helfen … Spielst du mit?“

      Er sollte mitspielen...
      Die Freiheit war so greifbar nahe wie ein offenes Fenster, er musste dafür nur in die ausgebreiten Arme des Monsters springen.
      Die stumme Erwartung hing erdrückend im Raum.
      Oscar wusste, was er tun musste, um nicht wieder in die Schwärze zurückgestoßen zu werden. Langsam, mit hängendem Kopf, näherte er sich ihm...Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an das ihn etwas Anderes außer die Dunkelheit berührt hatte und dabei war er ein großer Freund von Körperlichernähe.

      Liam der alle mit erlebte und spürte konnte es kaum glauben...Kam gerade Janon wirklich zu ihm?!
      Hatte...Er über die Jahre den falschen Weg gewählt um die Zuneigung von ihm zu gewinnen?
      Obwohl Liam ein schlechtes Gewissen hatte was vor Tage passiert war und Janon diese Tutor erleiden musste verspürte ein kleiner Teil in ihm ein hauch Unsicherheit...Und Freude das Janon jetzt aber seine Wiederstand ablegte und endlich in seine Arme kam!
      Seine großen Arme schlangen sich um den kleineren Körper, es tat...So unglaublich gut ihn wieder zu spüren. Seine Nähe, er hatte sich ohne ihn unsagbar einsam und schlecht gefühlt. Sein griff begann fester zu werden, endlich mit dem Gewissen ihn wieder bei sich zu haben...---






      Plötzlich aber entwich Janon ein schräges, leises Kichern, dass sich unaufhaltsam zu einem lauten, psychopathischen Gelächter steigerte...!
      Oscar hob langsam seinen Kopf, bohrte seinen Blick in das verwirrte Gesicht des Monsters.
      "Tut mir leid dich zu enttäuschen, aber ich bin nicht deine Wahre Liebe!"
      Ohne denn kleinsten Funken einer Vorwarnung schnellte Oscar mit einer unberechenbaren, wilden Bewegung nach vorn. Statt blindlings die Fäuste zu heben, riss er seinen Kopf vorwärts und rammte seine eigene, Stirn mit einer erbarmungslosen Wucht direkt von unten gegen Achims Kinn.
      Ein hartes, knirschendes Geräusch hallte durch die absolute Stille. Der brachiale Aufprall ließ förmlich Sterne vor Oscars Augen explodieren und riss die Haut an seiner Stirn auf, doch er nutzte den Bruchteil einer Sekunde, in dem das Monster taumelte.
      Obwohl Liam kein schmerzen spürte, war der Geschmack in seinem Mund von Blut eindeutig, er musste sich auf die Zunge gebissen haben...
      Oscar krallte sich in Achims Anzug und riss denn größeren Mann mit seinem ganzen restlichen Körpergewicht mit sich gegen die Metalltüre.
      Der Ex-Häftling dachte gar nicht daran, sich zu schützen. Im Gegenteil. Er warf sich und Achim mit purer Absicht herum, nutzte den Schwung und schürfte Janons zarte Haut absichtlich am rauen Boden auf. Er rammte seine eigenen Knie und Ellenbogen gnadenlos gegen den harten Wiederstand. Ein dumpfes, schmerzhaftes Knallen erfüllte den Raum, als Janons Kinderkörper blaue Flecken und blutige Schrammen sammelte. Doch dieser körperliche Schmerz war absolut nichts gegen den manischen, giftigen Triumph, den Oscar in diesem Augenblick spürte. Endlich fühlte er sich wieder Lebendig!
      Für Liam der eigentlich kurz gehofft hatte das dies der Weg war um Janon für sich zu gewinnen, verspürte pure Verzweiflung und Verwirrung.
      Warum zu Hölle tat er das denn jetzt?!
      Es wäre alles so einfach gewesen wenn er doch nur EINMAL das tat was man ihm anbot? Warum wehrte er sich so sehr? Was soll dieser Spruch er wäre NICHT seine wahre Liebe?!
      Liam spürte wie sich mehr Wut in ihm aufbaute, mehr und mehr...
      Oscar wischte sich Provokant mit dem Handrücken über sein Blutbeflecktes Gesicht.



      "Lieber gehe ich bei dem Versuch dabei drauf, als mich jemals auf dieses kranke Spiel einzulassen! Dann verreck ich eben genau hier vor deinen Augen, nur um deine erbärmliche Fratze zu sehen, wenn dein kleines Spielzeug in tausend Stücke zerbricht!"
      Es gab für Oscar nichts schöneres mit anzusehen wie das mit mühe aufgebaute Spinnennetzt solcher Manipulativen Arschlöchern für nichts zerstört wurde.
      "Kein verfickter Plan was Janon getan hätte oder was du von mir erwartest, Fick deine beschissenden Gäste! Sperr mich ruhig weiter ein, vielleicht wird mir bald so langweilig das ich mein Schädel selbst gegen die Wand schlage bis ich Ohnmächtig werde, dann kannst du von dem Kameras zu sehen! Aber wenigstes habe ICH noch mein eigenen Willen, Hässlicher-Bastard! Es gibt niemand wenn ich mehr verabscheue als Personen die denken nur weil sie Körperlich oder Geistig Überlegen sind einen brechen können und über dein Leben bestimmten...Wenn ich mein scheiß Leben in die Hölle fahren will tue ich das aus eigener Entscheidung und mit einem lauten Lachen bis mir die Luft ausgeht!! "
      Die dunkle, brodelnde Frustration, die sich in den endlosen Tagen dieser Finsternis in Liam aufgestaut hatte, explodierte. Achims grausame Dominanz und Liams eigene, verzweifelte Sehnsucht nach Janons Zuneigung verschmolzen zu einer toxischen, mörderischen Welle aus Zorn.
      Mit einer jähen, unkontrollierbaren Bewegung stieß er den jüngeren Jungen brutal von sich. Oscar krachte hart auf den kalten Boden. Noch bevor er auch nur nach Luft schnappen konnte, traf ihn Achims schwerer Lederschuh mit voller, erbarmungsloser Wucht direkt in den Magen.
      Oscar riss die Augen auf. Die Luft entwich seinen Lungen in einem erstickten, blubbernden Keuchen. Der Schmerz war so lähmend, dass ihm schwarz vor Augen wurde. Er krümmte sich auf dem dreckigen Boden zusammen wie ein zertretener Wurm, die kleinen Hände krampfhaft auf die schmerzende Stelle gepresst.
      "Was soll diese verdammte Aussage, dass du lieber sterben willst als...!!!" Liam brach den Satz brüllend ab, seine Stimme bebte vor unbändiger Wut und tiefer, seelischer Zerrissenheit.



      Die Erinnerungen an die vergangenen Tage, die ihn in ständiger Verbindung mit Achims krankem Verstand immer wahnsinniger gemacht hatten, pochten schmerzhaft in seinen Schläfen. Er begriff es einfach nicht! Warum spannte Janon ihn so unerträglich auf die Folter? Warum behauptete er plötzlich, nicht Janon zu sein? Liam verlangte doch gar nicht viel von ihm! Ein bisschen Gehorsam, ein bisschen Hingabe. Warum war er bereit, lieber alles in tausend Stücke zu reißen und sich selbst zerstören zu lassen, anstatt diese Liebe endlich zu akzeptieren?!
      Liam hob den Fuß, bereit, dem Jungen einen weiteren, vernichtenden Tritt zu verpassen, doch dann hielt er mitten in der Bewegung inne.Eine eiskalte, perfide Erkenntnis durchflutete seinen trüben Verstand. Die blinde Wut auf seinen Zügen glitt langsam ab, als hätte ihm jemand eine Maske vom Gesicht gezogen. Stattdessen breitete sich ein dunkles, absolut furchterregendes Lächeln auf seinem Gesicht aus.
      "So ist das also...~", schnurrte die tiefe Bassstimme leise, fast schon liebevoll. Er senkte den Fuß und sah auf das zitternde, blutende Häufchen Elend zu seinen Füßen hinab.



      "Wenn es das ist, was du wirklich willst."

      Er hockte sich geschmeidig hin, das dunkle Schmunzeln wie festgefroren auf seinen Lippen. Seine Augen waren leere, schwarze Abgründe.
      "Du begreifst die Spielregeln wohl immer noch nicht, oder Schatz~?"
      Die Frage hing wie ein giftiger Tropfen in der eiskalten Luft. Liam stützte die massiven Unterarme auf seine Knie und sprach mit einer erschreckend ruhigen, seidigen Stimme weiter, die tausendmal gefährlicher war als jedes Brüllen zuvor.
      "Ich hätte jederzeit schon die Gelegenheit gehabt, dich einfach zu beseitigen. Dich... und auch dieses widerliche Flittchen da oben in der Küche..."
      Er machte eine kunstvolle, kleine Pause, in der er sich an die verletzlichen Geheimnisse erinnerte, die Janon ihm einst anvertraut hatte. Achims Sadismus nutzte dieses Wissen nun als direkte Waffe.
      "...Denkst du nicht auch, dass, wenn du dich so vehement gegen mich sträubst, ich mir nicht einfach jemand Anderen suchen kann? Wenn du partout nicht mitspielen willst, werde ich mir eben jemand Anderen aussuchen, der dir verdammt viel bedeutet... Vielleicht weiß er meine grenzenlose Liebe ja eher zu schätzen als du."
      Oscar, der sich immer noch würgend und schmerzgekrümmt den Magen hielt, wurde bei diesen seelenkalten Worten schlagartig hellhörig.Jemand anderes? Eigentlich hätte es dem egoistischen Ex-Häftling meilenweit am Arsch vorbeigehen sollen, wen sich dieser irre Psycho als nächstes Opfer suchte. Sollte er sich doch mit irgend einem fremden Idioten aufgeilen! Aber...
      Oscars blutige Lippen pressten sich hart und zitternd aufeinander. Unwillkürlich schoss ihm ein Bild in den Kopf. Ein Bild, das er um jeden Preis verdrängen wollte, das sich nun aber wie ein Parasit in seinen Gedanken festfraß. Was, wenn dieser kranke Bastard es ernst meinte? Was, wenn er wirklich aus der Zelle ging und sich... jemanden wie seinen kleinen Bruder holte?Harvey.



      Der naive, Harvey. Sein kleiner Bruder, der ohnehin schon so schwach war, würde in dieser absoluten, erstickenden Finsternis keine verdammten zwei Tage durchhalten. Er würde unter dieser psychologischen Folter zerbrechen wie ein trockener Zweig, würde seinen Verstand für immer an dieses Monster verlieren.
      Schlagartig wurde Oscar speiübel.
      Ein eiskalter, grausamer Schauer raste seine Wirbelsäule hinab. Sein ohnehin schon schmerzender Magen verkrampfte sich zu einem harten, unerträglichen Knoten. Die mühsam aufgebaute, manische Selbstsicherheit, der wilde, trotzige Triumph, den er noch vor wenigen Sekunden so berauschend verspürt hatte, kippte mit einem einzigen, vernichtenden Schlag in den endlosen, schwarzen Abgrund. Seine Mutige Fassade drohte zu zersplittern...
      "Oh, ich weiß du bist kein Held...Du bist genau wie ich auf deine eigenen Bedürfnisse Fokussiert, nicht wahr?", stach Liam grausam weiter.
      "Du musst mich nicht als dein Feind sehen wir können wie damals als Team zusammen arbeiten, Janon...Wenn es dir das Spiel nicht gefällt, suchen wir uns einfach jemand Anderen der dir auch Gefällt...Für meine Liebe tue ich doch alles."



      Langsam streckte er seine Hand aus um über die Wange des Jungen zu streichen.
      Oscar zuckte bei der Berührung instinktiv zusammen und biss im selben Moment wütend darüber die Zähne zusammen.
      "..Ich hab doch gesagt...Ich bin nicht Janon....!!", widersprach Oscar jedoch mit weniger fester Stimme als zuvor.
      Doch Liam ignorierte seine Worte und sprach zärtlicher weiter:
      "Gib es doch zu, du willst doch gar nicht Sterben....Ich biete dir die Möglichkeit zu Leben! "
      Mit denn Worten traff er erneut ein Punkt bei Oscar...Es gab zu vieles das eigentlich noch tun und machen wollte....
      Diese geringe Chance Frei zu kommen mit dem Aspekt einfach jemand Anderen in diese Situation zu bringen kam ihm beinahe schon willkommen vor...Er hatte kein schlechtes Gewissen in dem Punkt aber ihn störte die Aussage das der Kerl meinte sie wären sich Ähnlich....
      "Vielleicht...Brauchst du noch etwas Zeit darüber nachzudenken.", der Druck auf seiner Wange wurde fester und schmerzvoller.
      Oscar kapierte sofort was dieses...Etwas Zeit darüber nachzudenken zu bedeuten hatte!!
      Sogleich stieg in ihm eine Panik mit der selbst nicht rechnete, wieder zurück in die Dunkelheit...! Doch für wie lange?!
      Die Kraft des Mannes war bestimmend, er hatte keine Chance sich zu wehren...
      "Ey...Warte..noch!", japste er auf, sein ganzer Kopf drehte sich zwischen seinen eigentlichen Worten sich ihm zu Stellen und zum Anderen den einfacheren Weg zu wählen.
      ..................
      ................................
      ....................................................
      Von Oben hörte Stan das Gebrüll....Nach langer Zeit war endlich wieder das Licht an und er sollte sich wieder um das Essen kümmern.
      Er hatte kein gutes Gefühl...Das alles schrie doch wieder nach einen Game Over...
      Hing wirklich alles an Janon das sie ihr Schicksal immer und immer wieder in diesen Loop führte...
      Auch wenn die Tage dunkel war hatte Stan etwas Zeit gehabt mit dem Fremden Mann zu sprechen....
      Es war aus bizarren Grund wohl Beni...
      Darauf schließend war zu vermuten das auch der kleine Janon und dieser Mann...Nicht die waren wie es Äußerlich wirkte.
      Zwar verstand er nicht warum ausgerechnet Sophia hier war...Das einzige das ihm in den Sinn kam das die Person welcher für das alles verantwortlich war nur eine Vorlage einer Frau brauchte...Gewiss hatte die Person Sophia auf ein Mode Magazin gesehen und darum war...Er hier...In ihrer Gestalt.
      Er versuchte zumindest die langen Pausen in der Dunkelheit dafür zu verwenden hier zu entkommen und eine simple Erklärung zu finden...
      "Wir sollten eingreifen...", murmelte Stan nachdenklich angespannt.



      "Es bringt nichts nach diesen Skript zu gehen, dieser Janon da unten kriegt es nicht hin und wie können nicht noch weitere Tage hier wie Schwachfiguren verbringen."
      Sie brauchten eine Lösung....
      Er sah sich um in der Hoffnung irgend ein Hinweis wie die Liste zu finden damit sie zumindest verhindern könnten wieder im Dunklen zu stehen.
      Stan spürte das sie keine Ewigkeit Zeit hatten...
      Auch wenn sich die Zeit anderes Anfühlte als normalerweise.
      Er bezweifelte das es ein Zweck hatte mit ihnen da unten zu sprechen und noch mal wollte Stan nicht Bekanntschaft mit dem Elektroschocker machen.
      Er verstand auch nicht wirklich was seine Rolle sein sollte...Eine Mutter? Eine Hausfrau??
      Sollte eine Mutter zumindest sich nicht sorgen um das ganze machen?
      Stadessen sollte er Kochen was auch tatsächlich der Pflichtbewusst tat aber war das alles??
      Genervt das ihm wieder so viele Fragen quälten sah er sich dennoch weiter um...
      "Wir sind doch zuvor auch immer durch irgend ein Eingang oder Türe weiter gekommen..."
      Und bis her war es immer diese Serena gewesen welche sie weiter geführt hatte...Wo war er?
      War seine Aufgabe wirklich hiermit beendet??
      "Wir brauchen Hilfe, anderes geht es nicht...", sprach er Gedankenverloren weiter. Er hatte schon überlegt ob es helfen würde wenn sie zu zweit diesen Mann überwältigen aber Beni war in seinen Körper sehr unsportlich wie er ihm jammernd mehrfach erklärte und er selbst...Er hatte immer noch Blaueflecken am Arm! Ihm fehlte viel Kraft ....Damit war die Chance mehr als gering das sie es schaffen würden.
      Believe Me ~

    • Beni Darkwood & Janon Müntzer



      In einer höheren Traumebene fand Janon ebenfalls keine Ruhe. Während Oscar in der anderen Welt Janons Leben wie ein schlechtes Theaterstück weiterspielte und trotz seines Fehlschlags Achim damit blendete, war Janon in unzähligen anderen Geschichten gefangen – nur nicht in ihrer.Es waren keine zufälligen Träume. Es waren die Echos seiner düsteren Vergangenheit mit seinem Vater. Es fühlte sich an, als würde er gezwungen, jene grausamen Kassetten wieder und wieder abzuspielen. Die Aufnahmen, die sein alter Herr von ihm gemacht hatte, wenn Janon am Boden lag.Die Schleife begann im Regen auf dem Spielplatz. Dort, wo sein Vater ihn grün und blau schlug, weil Janon ihm eine Situation mit einem anderen Kind ruiniert hatte. Über den entgleisten Gesichtsausdruck seines Vaters konnte Janon heute fast schon wieder zynisch lachen. Doch die bittere Wahrheit war: Sobald er das Skript seiner eigenen Erinnerung erfüllte und genau das tat, was er damals getan hatte, brach die Szene ab – nur um ihn gnadenlos in den nächsten Albtraum zu spülen. Es gab keine Erlösung. Seine einzige 'Belohnung' für das fehlerfreie Nachspielen seiner alten Rolle war der Anblick der nächsten Wunde seiner Vergangenheit.
      Hieß das, er musste... anders handeln? Um den Kreislauf zu durchbrechen? Im nächsten Moment fand er sich in seinem eigenen Zimmer wieder – gefesselt und geknebelt. Die Erinnerung traf ihn wie ein Schlag: Er hatte den Zorn seines Vaters auf sich gezogen, weil er sich geweigert hatte ihm ein „Ich liebe dich“ über die Lippen zu zwingen. Damals hatte Janon ihm stattdessen lachend ins Gesicht gespuckt. Ein fataler Fehler.Janon biss die Zähne zusammen, hatte den rauen Stoff des Knebels im Mund und musste mit ansehen, wie Achim mit eiskaltem, berechnendem Blick nach Werkzeugen suchte, um ihm eine Lektion zu erteilen. Sollte er es wirklich wagen, sich jetzt gegen ihn aufzulehnen? Sein Herz hämmerte so wild, als wolle es ihm die Brust zerreißen, während heiße Scham in ihm aufstieg. Er kannte den Ausgang dieser Erinnerung genau. Die Grausamkeit, die ihn erwartete war schon unerträglich genug – was würde erst passieren, wenn er ihn jetzt noch weiter provozierte?



      Warum war er nur so feige geworden? Seit wann war er derart gelähmt vor Angst? Die Furcht hatte sich nur noch tiefer in ihn gefressen, seit diese weibliche Form von ihm ihn so gedemütigt hatte. Von Serena fehlte seitdem jede Spur. Sie hatte ihn einfach im Stich gelassen. Allein in diesem endlosen Horrorfilm, in dem er gezwungen war sich einem Monster zu stellen.Und genau deshalb fügte er sich. Janon vollendete auch diese Szene. Und die nächste. Und die, die danach kam. Diese endlose Aneinanderreihung purer Grausamkeit brachte seine Psyche zum Zerbrechen. Er konnte einfach nicht mehr. Zitternd zog er die Luft ein. All diese verdammten Erinnerungen... in jeder einzelnen lauerte Achim. War er hier in der Hölle gelandet?
      Irgendwann schien endlich jemand Einsehen zu haben und gewährte ihm eine Pause. Oder besser gesagt: Diese Macht wollte Janon selbst wählen lassen, welcher Albtraum als Nächstes an der Reihe war.Janon fand sich im absoluten Nichts wieder. Die einzige Lichtquelle in dieser endlosen Schwärze war das fahle Leuchten dutzender Röhrenfernseher. Manche zeigten nur weißes Rauschen, andere waren völlig zerstört. Doch die intakten Monitore bildeten eine Art Pfad und zeigten Janons Vergangenheit – exakt jene Momente, die Achim damals auf Band festgehalten hatte.Er steckte wieder in seinem erwachsenen Körper. Panisch wischte er sich den kalten Schweiß von der Stirn.

      „Warum... muss ich das alles noch einmal durchleben? Ich bin doch... längst frei davon!“, wimmerte er in die Dunkelheit hinein.Die Antwort kam prompt – und sie klang exakt wie seine eigene Stimme. Es musste Serena sein.„Rede dir das nur weiter ein. Du warst nie frei von Achim... Er war immer bei dir... Denn Liebe kennt keine Grenzen...“, flüsterte sie spöttisch.Frustriert und wütend stampfte Janon auf den unsichtbaren Boden. „ACH – JETZT FICKT DOCH EURE LIEBE! ICH –“
      „... Und weil du deinen Traum noch nicht erfüllt hast.“, schnitt Serena ihm eiskalt das Wort ab.Janon hielt den Atem an. Gehetzt ließ er den Blick durch den Raum wandern, doch er war vollkommen allein. Er brachte keinen Ton heraus, während Serenas Stimme sich weiter in seinen Verstand bohrte.„Der Traum... diesen Mann unter der Erde verrotten zu sehen. Ihn und all die anderen, die dir angetan haben.“Schweigen legte sich über Janon. Eine eisige Gänsehaut kroch über seine Arme, denn die Wahrheit ihrer Worte traf ihn wie ein Peitschenhieb. Oh ja, er wusste ganz genau, dass sie recht hatte. Aber...„Doch wie willst du das jemals schaffen...“, hallte es bohrend nach, „...wenn du sogar in einem verdammten Traum so unfassbare Angst vor ihm hast?“
      Janon dachte daran zurück, wie Serena sich im Club verhalten hatte. Dort hatte es noch so gewirkt, als wolle sie sich mit Achim gut stellen. Wahrscheinlich wollte sie in Wahrheit exakt das Gleiche wie er – doch Janon sollte derjenige sein, der handelte. Scheiße... Er war psychisch viel zu instabil, um diesen Albtraum noch als gewöhnlichen Traum abzutun. Jeder Stich, jedes Eindringen, jeder Tropfen Blut tat hier verdammt noch mal genauso weh wie in der wachen Welt. Sein Vater verhielt sich hier exakt wie in der Realität: Er hatte Janon systematisch dazu erzogen in ständiger Furcht vor ihm zu leben, während er gleichzeitig das rettende „Licht“ spielte. Es war vollkommen aussichtslos. Ein Kampf gegen Windmühlen.„Selbst... wenn du recht hast...“, murmelte er und kramte fahrig in seiner Tasche. Er hoffte verzweifelt auf eine Zigarette – und hatte Glück. Wenigstens diesen kleinen Trost gönnte ihm die Dunkelheit. Er zündete sie an, nahm einen tiefen Zug und starrte tief erniedrigt auf den pechschwarzen Boden.

      „Ich wüsste nicht einmal, wie ich ihn vernichten soll... ohne dabei selbst draufzugehen. Er spürt keinen Schmerz. Er ist verdammt noch mal zäh... Wie zum Teufel soll ich das anstellen?“



      Serena schwieg. Verwirrt rief Janon nach ihr in die Dunkelheit, doch er erntete nur Stille. Sie war verschwunden und ließ ihn allein in diesem abgrundtiefen Nichts zurück, in dem die Zeit erst dann weiterlaufen würde, wenn er sein nächstes Schicksal wählte. Sein Blick glitt über die flimmernden Bildschirme, bis er plötzlich innehalten musste. Auf einem der Fernseher lief ein Video mit Liam. Janon trat dicht an die Mattscheibe heran. Es kam ihm vor, als läge eine halbe Ewigkeit zwischen ihm und seinem Freund. Ein seltener Funke von Glück flammte in ihm auf, als er den kleinen Liam beobachtete, wie er arglos ein Stück Brot mit Janons jüngerem Ich teilte. Doch dieses warme Gefühl erstickte im nächsten Moment. Ein Gedanke keimte auf: Wenn das hier eine Kameraaufnahme war... dann bedeutete das unweigerlich, dass Achim sie dabei beobachtet hatte. Verflucht. War Janon seinem Vater in Wahrheit nie entkommen? Kraftlos ließ er den Arm mit der brennenden Zigarette sinken. Er wollte in keinen dieser verdammten Filme mehr gezogen werden. Er war das ständige Schauspielern leid, ertrug das Gewicht der Erinnerungen nicht mehr. Er wollte keine falschen Perücken, keine Röcke mehr. Er sehnte sich einfach nur nach New York zurück. Doch diese Rückkehr wirkte inzwischen surrealer als der Albtraum um ihn herum. Plötzlich riss ihn ein leises Murmeln aus den Gedanken. Eine merkwürdige Konversation schnitt durch das statische Rauschen. Ruckartig suchten Janons Augen den einen Fernseher, der dieses völlig fremde Szenario abspielte.

      „Liam … du hast es doch auch satt, oder? Immer und immer wieder verstoßen zu werden. Von jenem Menschen, ohne den du nicht atmen kannst. An dem du mehr hängst als an deinem eigenen Leben.“


      Es war eindeutig die Stimme seines Vaters. Und er sprach Liams Namen aus. Das ergab keinen Sinn – das war keine Szene aus Janons Vergangenheit, daran hätte er sich erinnert. Hastig rannte er zu dem flimmernden Gerät und ließ sich davor auf die Knie fallen, um das Szenario auf dem Bildschirm zu studieren. Doch was er dort sah, stürzte ihn nur in abgrundtiefe Verwirrung. Von Liam fehlte jede Spur. Stattdessen starrte er auf seinen Vater, dessen Gesichtszüge seltsam eingefallen und hohl wirkten. Das allein war schon absolut bizarr. Normalerweise stand Achim immer hinter der Linse, man sah ihn auf diesen Bändern nie. Warum um alles in der Welt sollte er eine Kamera auf sich selbst richten?
      Die Szene auf dem Bildschirm war völlig absurd. Selbst seine Mutter war auf dem Video zu sehen, doch sie... beschützte sein jüngeres Ich? Was zum Teufel? Diese erbärmliche Kuh war ihm im echten Leben nie näher als drei Meter gekommen. Sie hatte ihm nicht einmal ihren wahren Namen verraten – wahrscheinlich, weil sie genau wusste wie abgrundtief Janon sie hasste und dass er sich rächen würde. Seine Mutter hatte ihn wie ein Stück Beute behandelt, das sie seinem Vater zum Fraß vorwarf, nur um ihre eigene Haut zu retten. Wenn sie gelegentlich heile Familie spielte, war das reine Schauspielerei; echte Taten oder mütterliche Fürsorge gab es nie.Und dann stand da noch der Direktor, der seiner Mutter plötzlich einen Elektroschock verpasste. Das ergab keinen Sinn. So etwas passierte nie vor Janons Augen. Er wusste zwar, dass auch sie Schläge einstecken musste, aber Achim duldete nie, dass Janon dabei zusah – für seinen Vater war physische Gewalt etwas zutiefst „Intimes“. Alles an diesem Band war grundfalsch. Selbst Janons eigener Gesichtsausdruck als Kind passte nicht. Er wirkte viel zu hart und unnachgiebig... zumindest so lange, bis Achim ihn packte und seinen Kopf brutal gegen die Wand schmetterte.
      „Der Tag ist vorbei“
      Er musste dabei zusehen wie der kleinere Janon mit den Haaren die Treppe runtergezerrt wurde. Seine Mutter lag regungslos auf dem Boden und plötzlich wurde es immer dunkler im Raum.

      „Haben wir … Mist gebaut? Kacke … das ist verdammt noch mal schwerer als gedacht!“

      Der Direktor wirkte wie ausgewechselt – fast so, als wäre er mit Achims brutaler Gewalttätigkeit noch gar nicht vertraut. Die Kamera schwenkte wieder auf Janons jüngeres Ich, das in dieses fensterlose, stockdunkle Kinderzimmer von früher geworfen wurde. Janon starrte wie gebannt auf den Bildschirm, obwohl ihm bei dem Anblick speiübel wurde. Doch sein Instinkt schlug Alarm: Hier stimmte etwas ganz und gar nicht. Es war das einzige Video, das nicht in eine Endlosschleife umsprang, nachdem das Licht erloschen war. Stattdessen lief es weiter. Er hörte wie Achim leise mit sich selbst redete und in sein Büro verschwand, wobei wieder Liams Name fiel. Aus dem Dunkeln drangen nur die leisen Bewegungen des kleinen Janon, der scheinbar den Raum abtastete, als wäre er zum allerersten Mal dort.Und als das Licht auf dem Bildschirm schließlich wieder anging, verhielten sich der Direktor und seine Mutter völlig absurd. Sie versorgten einfach ihre Wunden, und die Frau stellte sich an den Herd, um weiterzukochen, als wäre sie eine gehorsame Angestellte. Janon lauschte angestrengt den gedämpften Worten auf dem Band, bis ihn eine unfassbare Erkenntnis traf. Das waren nicht seine Mutter und der Direktor. Es waren Schauspieler, genau wie er selbst. Unter diesen Masken verbargen sich in Wahrheit Beni und Stan!
      Während sich diese albtraumhaften Szenarien für die anderen Männer wohl wie endlose Tage angefühlt haben mussten, spulte das Video für Janon in rasender Geschwindigkeit vor. Innerhalb weniger Minuten erreichte er den Moment, in dem Stan und Beni ihre wahren Namen preisgaben. Verdammte Scheiße... waren sie also alle gezwungen worden, diese kranken Rollen zu spielen? Hatte Achim wirklich jeden von ihnen in seinen Wahnsinn gezogen? Dann schnitt das Bild zurück in das stockdunkle Zimmer mit dem jungen Janon. Der Junge begann auf einmal ohrenbetäubend zu schreien. Verzweifelt brüllte er und hämmerte wie von Sinnen gegen die verschlossene Tür, als hätte das in dieser Hölle noch irgendeinen Sinn.

      "Macht auf! IHR VERDAMMTEN BASTARDE, MACHT AUF!"

      Er konnte ihn auf dem Bildschirm nicht sehen, da Achims Kamera es wohl nicht war, die gerade filmte. Aber dieser aggressive Tonfall verriet ihn, obwohl es Janons eigene kindliche Stimme war die nachschoss. Wenn Janon ausschloss, wer von den Kerlen bereits besetzt war, blieb nur einer übrig: Das musste Oscar sein.Janon biss so fest die Zähne zusammen, dass es knirschte. Ein Teil von ihm platzte fast vor Schadenfreude. Wenn Achim diesen Mistkerl jetzt genauso folterte wie ihn damals, wäre der alte Spielplatz-Streit endlich gerächt. Doch der Gedanke schmeckte bitter. Das wäre nicht sein Sieg. Und noch viel wichtiger: Er wollte nicht, dass dieser kranke Clown von Vater Hand an Oscar legte. Nicht aus Beschützerinstinkt, sondern weil Janon Oscar verdammt noch mal höchstpersönlich in die Mangel nehmen wollte.Stattdessen sah Oscar gerade die dreckigsten, intimsten Abgründe seiner Vergangenheit. Es war die absolute Erniedrigung. Seine tiefsten Traumata liefen hier ab wie eine billige Komödie. Zum Glück steckte Oscar offenbar so tief in seiner Rolle fest, dass er nicht lauthals loslachte. Oder vielleicht war er auch einfach zu dumm, um zu begreifen, was er da gerade sah.Janons Gedanken rasten. Wie zur Hölle sollte das hier enden? Waren sie etwa alle in diesem Albtraum gefangen? Und wo war Liam? Wenn sie alle dort drinnen feststeckten... bedeutete das, dass er auch in diese Hölle musste? Aber was sollte er dort tun? Er spürte, wie das Schicksal ihn unerbittlich in die Enge trieb, ihn förmlich anflehte, endlich das Ruder zu übernehmen. Doch die nackte Panik lähmte ihn. Konnte das nicht einfach Oscar für ihn erledigen? Für jemanden wie ihn war es doch bestimmt ein Klacks, ein Monster wie Achim zu töten. Wieder einmal erstickte er in seiner Feigheit, er begann sich selbst zu verabscheuen.



      Schweigend lauschte er dem fernen Echo der Gespräche. Seine Augen suchten die Bildschirme verzweifelt nach Liam ab, doch er fand ihn nicht. Schon lange hatte er sich nicht mehr so wertlos, so unendlich machtlos gefühlt. Janon wollte einfach aufgeben. Und das, obwohl er sich stets eingeredet hatte, so zielstrebig und hart zu sein.Es war genau wie damals, als er nach Alaska fliehen wollte, um all dem Dreck zu entkommen. Er hatte Liam als bequeme Ausrede vorgeschoben. Hatte ihm die Schuld dafür gegeben, dass er am Ende doch geblieben war, nur weil Liam nicht mitkommen wollte. Doch die bittere Wahrheit sah anders aus: Janon hatte schlichtweg nackte Panik davor, sich einer Welt stellen zu müssen, in der er ganz auf sich allein gestellt war. Er hatte Angst vor der Einsamkeit im Dunkeln. Genau wie damals als kleiner Junge in seinem eiskalten, fensterlosen Zimmer.Er brauchte die Gesellschaft der anderen. Er brauchte Menschen um sich herum, die ihm den Rücken stärkten, weil er allein zu schwach war. Auf sich allein gestellt war er keinen Deut besser als Cabriel, auf den er sonst immer so arrogant herabsah. Und genau aus diesem erbärmlichen Grund stand er jetzt nur hier, starrte auf die Fernseher und hoffte inständig, dass irgendjemand anderes dieses kranke Hamsterrad für ihn stoppen würde.

      Irgendwann schwang die Tür zu Oscars dunklem Verlies auf. Endlich fiel wieder Licht auf ihn. Er sah furchtbar gequält aus – ein unverwechselbares Spiegelbild von Janons eigenem, jüngerem Ich. Und Achim? Der inszenierte sich wieder einmal als der strahlende, edle Retter. Er verhielt sich, als wäre er nicht genau das Monster, das Oscar überhaupt erst dorthin gesperrt hatte. Wie ein Ritter, der seine wehrlose Prinzessin aus dem Turm befreien wollte, breitete er einladend die Arme aus. Er bot ihm Erlösung vom Schmerz. Er bot ihm das Licht und die Freiheit, nach der Oscar sich sicher verzehrte. Immerhin hatte Oscar Jahre hinter Gittern verbracht. Vielleicht reichte diese absolute Isolation im Dunkeln aus, um seinen Verstand endgültig zu brechen und ihn geradewegs in Achims offene Arme flüchten zu lassen.Janon schluckte schwer. Er wusste genau... er hätte an seiner Stelle wohl nachgegeben. Er hätte diesem kranken Bastard vermutlich weinend gedankt, zumindest bis sein Verstand wieder eingesetzt hätte. Aber tagelange, absolute Schwärze war eben die pure Hölle. Janons Herz krampfte sich schmerzhaft zusammen, während er diesen makabren Film auf dem Bildschirm verfolgte. Er sah, wie Oscar langsam auf diesen Clown zutrat... und anfing, leise zu kichern?

      "Tut mir leid dich zu enttäuschen, aber ich bin nicht deine Wahre Liebe!"

      Begleitet von ein paar höhnischen Worten verpasste Oscar dem Alten völlig unerwartet einen Kinnhaken. Janon riss fassungslos die Augen auf. Oscar wehrte sich mit Händen und Füßen gegen Achim und nahm dabei rücksichtslos in Kauf, dass Janons kleiner, fremder Körper mit blauen Flecken übersät wurde. Es schien ihm völlig egal zu sein. Dass er sich in diesem schmächtigen Zustand tatsächlich traute, einen massiven Kerl wie Achim anzugreifen! Es war das erste Mal, dass eine von Oscars idiotischen, impulsiven Aktionen Janon echtes Staunen entlockte. Zum allerersten Mal sah er diesen Kerl mit völlig anderen Augen. Oscars eiskalte Gegenwehr riss Janon schlagartig aus seinen depressiven Gedanken. Er starrte wie gebannt auf den Bildschirm und sah zu, wie Oscar sich lässig das Blut aus dem Gesicht wischte und den Alten mit einem rotzfrechen Grinsen bedachte.



      "Lieber gehe ich bei dem Versuch dabei drauf, als mich jemals auf dieses kranke Spiel einzulassen! Dann verreck ich eben genau hier vor deinen Augen, nur um deine erbärmliche Fratze zu sehen, wenn dein kleines Spielzeug in tausend Stücke zerbricht!"



      Verdammte Scheiße. Obwohl Oscar geradewegs damit drohte, Janons kleinen Körper bei dieser Aktion in Stücke zu reißen, konnte Janon nicht leugnen, dass ihn diese Worte mitten ins Herz trafen. Wie... wie konnte er nach all der Dunkelheit und Folter einfach da stehen und unbeeindruckt weitermachen? Oscar musste vollkommen den Verstand verloren haben – aber auf eine faszinierende, absolut richtige Art und Weise. Er trotzte Achim und seinen kranken Gästen die Beleidigungen nur so ins Gesicht vom Clown. Und obwohl er damit geradewegs sein eigenes Leben aufs Spiel setzte, bewies er in diesem Moment eindrucksvoll das, was wirklich zählte: seinen unbändigen, eigenen Willen.

      "...Wenn ich mein scheiß Leben in die Hölle fahren will tue ich das aus eigener Entscheidung und mit einem lauten Lachen bis mir die Luft ausgeht!! "

      Zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit konnte Janon wieder tief durchatmen. Eine tonnenschwere Last fiel von seiner Brust. Seine Fingerspitzen kribbelten vor elektrisierender Aufregung, als würde das Leben endlich in seine tauben Adern zurückkehren. Oscar zeigte ihm genau das, was Janon unter all der lähmenden Panik vergraben hatte. Die bloße Angst vor dem Tod und der absoluten Finsternis hatten ihn völlig vergessen lassen, wie abgrundtief er es eigentlich hasste, seinen eigenen Willen zu beugen! Janon stand für sich selbst an erster Stelle. Er war derjenige, nach dessen Pfeife die anderen zu tanzen hatten. Dreckskerle wie Achim hatten in seiner Welt verdammt noch mal nichts verloren. Sollte er jetzt allen Ernstes einknicken, nur weil die Lage aussichtslos wirkte? Konnte er sich nicht ein wenig von Oscar abschauen und einfach... ein bisschen dümmer, rücksichtsloser und suizidaler werden? Dass ausgerechnet dieser Idiot ihm jemals als Vorbild dienen würde...

      „Was soll diese verdammte Aussage, dass du lieber sterben willst, als...!!!“

      Achims gebrüllte Worte brannten noch immer wie Feuer auf Janons Haut, doch irgendetwas stimmte nicht. Seine Stimme klang mit einem Mal viel sentimentaler, fast schon sanft im Vergleich zu sonst.

      „Lass es bitte, Janon... Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der sich dann große Sorgen um dich macht... Erwachsene sind leider nicht alle dumm... Die finden das raus...“



      Wie ein Paukenschlag löste sich eine alte Erinnerung aus den Tiefen von Janons Verstand. Es war Liams Stimme, die da plötzlich in seinem Kopf widerhallte. Janons Gesichtszüge froren augenblicklich zu Eis. Diese Tonlage, diese vertrauten Worte... es war haargenau wie damals. Liam... War er etwa...!?

      „So ist das also...~“

      Achims plötzliches Schnurren ließ Janon erstarren. Die Erkenntnis, dass hinter dieser Stimme womöglich Liam steckte, schnitt ihm wie eine rostige Klinge ins Fleisch. Für einen grausamen Sekundenbruchteil glaubte er, Liams Gesicht wie eine verzerrte Maske unter Achims Zügen zu erkennen. Es war zutiefst verstörend. Liam sprach, als hätte Achim ihn sich einverleibt, als wären sie zu einem einzigen, kranken Wesen verschmolzen. Er nannte ihn „Schatz“, während seine Worte zielsicher Janons tiefste Wunden suchten. Und er traf genau jene Schwachstelle, die er wohl mit Oscar teilte: Die Drohung, anderen wichtigen Menschen Leid zuzufügen, um den eigenen Willen zu brechen.Verdammt – das durfte nicht wahr sein. Das konnte nicht Liam sein! Janon zwang sich, das Gefühl der Stärke festzuhalten, das Oscar in ihm geweckt hatte. Er durfte jetzt nicht schwanken, denn auf dem Bildschirm sah er, wie Oscars mühsam errichtete Mauer Risse bekam. Er musste handeln. Er musste an Oscar denken, an dessen Trotz, der ihn eben erst aus der Tiefe gerissen hatte. Janon gab sich einen Ruck. Er stürzte auf den Fernseher zu und presste die Hand gegen das kalte Glas. Keine Zeit für Zweifel. Keine Zeit für Angst. Er musste etwas tun – völlig egal was – genau wie Oscar es getan hatte!
      Das Glas gab magisch nach wie eine Wasseroberfläche und Janon sank förmlich in den Fernseher hinein.Szenenwechsel ins Wohnzimmer: Dort berieten sich gerade Beni und Stan. Stan hatte den Vorschlag gemacht, Oscar zur Hilfe zu eilen und Beni war sofort Feuer und Flamme.
      „Alles klar, pass auf: Ich nehme ihn mir von vorne vor, und du schnappst ihn dir von hinten...“, wollte er gerade seinen meisterhaften Plan ausführen, als das statische Rauschen des Fernsehers plötzlich ohrenbetäubend laut wurde. Verwirrt starrte Beni auf die flimmernde Röhre. Flog ihnen die alte Kiste jetzt gleich um die Ohren? Wenn hier auch noch ein Brand ausbrach, würden ihnen ihre krassen Fäuste herzlich wenig nützen! Er trat an das Gerät heran und klopfte prüfend mit der Faust auf das Gehäuse, in der Hoffnung, das Bild so wieder einzurenken. Im nächsten Moment machte er einen panischen Satz nach hinten. Fassungslos starrte er auf die Hände, die sich plötzlich physisch aus der Mattscheibe schoben. Wie in dem Horrorfilm The Ring zwängte sich eine komplette Gestalt aus dem Fernseher und ließ sich langsam auf den Wohnzimmerboden hinab.



      „DER TYP AUS DEM BRUNNEN!“, schrie Beni panisch auf und zog eine hässliche Fratze, auch wenn sein Gelaber natürlich gar keinen Sinn ergab.



      Er erkannte Janon einfach nicht, weil dieser komplett anders aussah. Seine Haare waren viel heller geworden und auch seine Augenfarbe war nun bernsteingelb. Selbst Janon wusste noch nichts von der Verwandlung, sprach aber direkt zu Stan und Beni.

      „Ich bin... endlich da!“
      , schnaufte er und konnte selbst gar nicht fassen, dass er es wirklich gewagt hatte. Zuerst lag er nur auf dem kalten Boden und streckte eine Hand nach oben. Er... fühlte sich anders an als zuvor. Als hätte er einen komplett anderen Körper. Aber das ergab wohl Sinn: Wenn Oscar gerade seinen eigenen Körper in Besitz nahm, musste er jetzt eine andere Rolle innehaben. Oder? Keine Ahnung, war auch egal. Wichtig war nur, dass er jetzt hier war.Er streckte Beni einen Arm entgegen, damit dieser ihm aufhalf. Dabei sagte er fast flüsternd: „Ich... bin hier, um das Szenario zu ändern... Bevor es noch übler wird.“ Er versprach dabei weder einen Sieg noch ein Ende. Er hatte selbst keine Ahnung, wie es ausgehen würde, er wollte es einfach instinktiv für sich klären.

      „Dankt Oscar... dass ich hier bin.“



      Beni zog ihn natürlich auf die Beine, musterte ihn von oben bis unten und hatte plötzlich die Erleuchtung des Jahrhunderts. „Boah, Janon! Hast du dich etwa in den Erdwächter verwandelt?!“, staunte er wie ein absolutes Fangirl. Beni schwärmte völlig, denn er selbst hatte eine solche Einzelverwandlung noch nie vollbracht. Naja - er wusste ja erst seit Kurzem davon! Bisher hatte er geglaubt, Janon bräuchte ihn zwingend dafür, doch offenbar war er als „Herzträger“ gerade völlig überflüssig? So ganz verstand er die Regeln nicht mit dem Dark Heart, aber cool war es trotzdem!
      Aber Janon ignorierte Beni einfach. Auch für Stan hatte er keinen Blick übrig. Mit eisernem Fokus stürmte er direkt auf die Treppe zu, die hinunter in die Dunkelheit führte. Noch nie in seinem Leben war er freiwillig in diesen Keller gerannt. Noch nie hatte er so viel Mut aufgebracht. Er rannte mit einer blinden Zuversicht, fest entschlossen, das Schicksal nach seinem eigenen Willen zu formen. Es wirkte, als wüsste er exakt, was zu tun war, obwohl sein Kopf in Wahrheit so leer gefegt war wie der eines Kindes.Unten angekommen sah er schon von Weitem, wie Achim gerade versuchte, Oscar zurück in die Zelle zu schleifen – wie ein weggeworfenes Spielzeug, das in die Kiste gehörte.
      Fuck, was war jetzt der Plan?! Richtig: Einfach nicht denken!

      „OCHSEEE!!“, brüllte Janon aus voller Lunge, sodass die Wände des Kellers erbebten. Instinktiv holte er aus. Er wollte diesem Bastard einfach nur seine Faust mitten ins Gesicht schmettern.„DUCK DICH!!“, brüllte er Oscar zu, während er blindlings auf Achim zuspurtete. Doch in dem Moment, als sich seine Hand zur Faust ballte, geschah etwas Unfassbares: Seine Erdkräfte – von deren Existenz er nicht den blassesten Schimmer hatte – brachen aus ihm heraus. Ein gigantischer Ast, überwuchert von giftigen, leuchtenden Blumen, schoss krachend aus dem Mauerwerk. Der Putz splitterte, als das massive Holz genau auf Achim zuraste und den massigen Mann brutal an die gegenüberliegende Wand nagelte.„Äh...“, entfuhr es Janon perplex. Er bremste seine Schritte hastig ab, um nicht selbst in den dornigen Ast zu rennen. Zum Glück hatte er den Verstand vorhin abgestellt – das hier hätte er ohnehin nicht erklären können. Ohne zu zögern nutzte er Achims absolute Schockstarre und eilte geradewegs zu Oscar.



      „Wehr dich, und ich hau dich K.o., Ochse“, warnte er ihn leise und hob Oscar behutsam hoch. Er war erschreckend leicht. Janon konnte kaum fassen, dass er selbst einmal derart zerbrechlich gewesen war. Seine Lippen wurden zu einem harten Strich, als er in sein eigenes, kindliches Gesicht blickte. Es war vollkommen zerkratzt und mit Wunden übersät. Ein Kind, das man einfach zum Verrecken dort im Dunkeln zurückgelassen hatte; das nur dazu diente, Achims sadistische Triebe zu stillen. Eine Hure, die Janon eigentlich so verachtete. Was für ein verdammtes Glück, dass in diesem Moment Oscar in dieser kleinen Haut steckte und nicht er selbst.
      „Ich... bin dir was schuldig.“, sagte er mit rauer, ehrlicher Stimme, ohne es weiter zu erklären. Dann glitt sein eiskalter Blick hinüber zu Achim, der verzweifelt versuchte, sich aus der Umklammerung der dornigen Äste zu befreien. Eigentlich... musste Janon ihn jetzt erledigen. Das war doch die Regel dieses Albtraums, oder nicht? Ihn töten? Aber...




      „... Liam...“, sprach Janon endlich genau das aus, was ihm die ganze Zeit auf der Zunge gelegen hatte. Und in dem Moment, als der Name den Raum füllte, konnte er Liams Züge plötzlich unverkennbar in Achims Gesicht ausmachen. Doch dieser Liam war ganz anders als sein alter Kindheitsfreund – er wirkte manisch, völlig entrückt und brandgefährlich unberechenbar. Hatte er komplett den Verstand verloren? Was war nur mit ihm passiert? Wenn er all die Zeit über mit Achims Geist verschmolzen gewesen war, grenzte das zwar nicht an ein Wunder, aber... da war dieses tiefe, beunruhigende Gefühl in Janon, dass das nicht der einzige Grund für diesen Wahnsinn sein konnte.Wie zur Hölle sollte er jetzt reagieren? Ihn töten? Unmöglich. Nicht, wenn Liams Seele dort drinnen gefangen war. Ihm blieb nur ein Weg.„Liam, hör mir zu“, flehte er mit eindringlicher Stimme.

      „Was auch immer für dunkle Gefühle da gerade in dir brodeln... Das bist nicht du. Das sind bestimmt nicht deine Gedanken... Es sind die meines Vaters...So krankhaft...empfindest du nicht für mich. Zwischen uns war noch nie Liebe, also...lös dich von diesem Gefühl und komm wieder zu Verstand!“


      Plötzlich fiel es Janon wie Schuppen von den Augen: Es ergab alles Sinn. Deswegen hatte Liam ihm damals seine Gefühle gestanden – er war schon da von Achim wie eine Marionette gesteuert worden.
      „Das alles hier ist nur sein krankes Spiel, um mich wieder an ihn zu ketten. Er will zeigen, dass ich von Liebe gar nicht loskomme...“, sagte Janon mit fester Stimme. „Aber... ich bin so viel mehr als nur eine Spielfigur für ihn. Er hat mir seine sogenannte Liebe immer aufgezwungen... ich weiß nur zu gut, wie giftig sie ist.“
      Er drückte Oscar schützend an seine Brust ohne darüber nachzudenken. Am liebsten wäre er auf der Stelle geflohen, doch wie konnte er gehen, wenn Liams Seele in diesem Monster gefangen war?„Du musst aus Achims Körper raus, hörst du? Egal wie!“, rief er.
      „Hör auf, ihm nachzugeben! Wehr dich gegen ihn! Sonst... sonst muss ich dich hier zurücklassen, verdammt noch mal!“ Er stieß diese harte Drohung absichtlich aus, um Liams Überlebenswillen zu wecken.„... Es gab mal eine Zeit“, fuhr Janon leiser fort, es war Zeit den Spiegel zum Brechen zu bringen. „..in der ich auch... völlig vernarrt in dich war. Ich habe fast jeden Tag draußen auf dich gewartet. In der verdammten Kälte. In dieser Sackgasse. Doch irgendwann... hast du dich entschieden, mich zu verraten. Du hast jemand anderen zu deiner Familie gemacht. Das ist die Narbe, die du mir hinterlassen hast und ich bin froh darüber! Du hast mich davon geweckt in diese Liebe jemals zu verfallen! Ich glaube ich wollte dich nämlich auch... auf eine genauso verdrehte, krankhafte Art lieben wollen wie mein Vater mich, du hast es aber...mir ermöglicht auf dieses Gefühl komplett zu verzichten. Zwischen uns hat es nie wahre Liebe gegeben. Ich kann nicht lieben und ich möchte dich auch nicht an meiner Seite haben. Ich kann mich nicht an dich binden und du brauchst mich auch nicht. Das ist das Gefühl meines Vaters, was in dir schlummert. Deshalb sage ich dir jetzt die absolute Wahrheit, damit du wieder zu dem Liam wirst, den ich kenne: Uns beide... verbindet nur eine einfache, blanke, austauschbare Freundschaft. Nichts weiter. Ich hätte mich... niemals darauf einlassen dürfen, wieder körperlich mit dir zu werden. Wir... wir funktionieren besser, wenn wir getrennt sind.“


      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "Alles klar, pass auf: Ich nehme ihn mir von vorne vor, und du schnappst ihn dir von hinten...“
      Mittlerweile merkte Stan schon das Beni nicht gerade ein Mann war der sein Kopf für das richtige einsetzte.
      Die lange Zeit mit ihm in dunklen und als einziger wirklicher Ansprechpartner bot ihm ein genügieges Einblick auf dessen Wesenszüge...
      Vermutlich kein Wunder so wie sich Beni mit Oscar in einer Heiklen Situation förmlich im Sand bestiegen haben wie Rattige Hunde bei der Paarungszeit.



      Aber Stan war in denn Augenblick nicht wählerisch, schließlich brauchten sie jede helfende Hand selbst wenn Beni womöglich erst zwei mal gegen die Wand lief bevor er etwas Sinnvolles zu ihrem Plan hier raus zu kommen beitrug...
      Doch bevor Stan sich sein vermutlich lächerlichen Plan anhören konnte und dabei längst selbst einen viel besseren sich überlegte hätte, unterbrach ein sehr schmerzhaft lautes Geräusch ihre Konversation. Im ersten Augenblick befürchtete er das sie erwischt wurden und zu strafe wieder im Dunklen stehen musste.
      Mental bereitete sich Stan schon auf alles vor!
      Doch es kam alles ganz anderes...Die Situation entwickelte sich wirklich zu einem Kompletten Horror-Szenario als...Jemand aus dem Fernseher stieg,
      "DER TYP AUS DEM BRUNNEN!“
      Das Gebrüll von dem Kerl in welchem Beni steckte war so schrill das Stan glaubte später noch das klirren in seinen Ohren nach schallen zu hören.
      Obwohl sie hier mittlerweile mit ALLEM rechnen konnten, verzweifelte der Butler daran Komplett...Das war doch zu Absurd das sie jetzt irgendwelche Horror Filme nachstellen sollten!
      Zudem sah diese fremde Gestalt alles Andere nach einer Horrofigur aus.

      "Ich bin... endlich da!"
      Verkündete der Unbekannte so erschöpft als wäre er durch Zeit und Raum gereist um bei Ihnen zu sein...
      Stan verschränkte die Arme und betrachtete den Neuankömmling, schien keiner dieser Gäste zu sein die ständig angekündigt wurden.
      Seltsamerweise schien er genau DER Retter zu sein auf denn Stan gehofft hatte, vielleicht war das Schicksal hier doch nicht so Grausam wie erwartet und bot ihnen jetzt die Ultimative Chance!

      "Dankt Oscar... dass ich hier bin.“

      Nach dieser Aussagen jedoch hatte ihn der Typ verloren...
      Oscar...?
      Das sollte der verdienst von...Oscar sein?



      Er hob skeptisch eine Augenbraue und sah zu wie Beni ihm auf half...
      Der Ex-Häftling hatte bis her nie etwas Gutes getan und die Dinge die er Tat brachten oft nur größeren Ärger mit sich.
      Aber Beni schien von dem erschein des Mannes nun ganz erleichtert zu sein.
      "Boah, Janon! Hast du dich etwa in den Erdwächter verwandelt?!“
      ....
      Janon...?
      Das sollte Janon sein?
      Stans Grenzen wurden gerade wieder auf die Probe gestellt und sein Hirn arbeitete auf Hochtouren.
      Erdwächter...Woher kam ihm jetzt diese Absurde Gedanke davon nicht zum ersten mal gehört zu haben?
      Nicht aus irgend ein Comic oder Film, dazu beschäftigte er sich zu wenig...Gab Wyatt nicht manchmal solche Dinge von sich?
      Durfte er schon so weit denken und solche Fakten mit dieser neuen Entdeckung kombinieren oder war das zu weit her geholt?
      Aber Janon schien das nicht zu Interessieren, als wüsste er ganz genau was hier gerade passierte und keine Zeit zu verlieren war, rannte er ungebremst los!
      "Wir sollten auf das Schlimmste gefasst sein Beni..", sprach Stan ernst und strich sich eine Haarsträhne zurück.



      Wenn Janon wirklich die Macht besaß etwas zu Ändern und es wäre nicht das erste mal, dass diese Welt auf ihn reagiert...Könnte es ihre Lage rasend ändern.
      Ob zum guten oder eher zum schlechteren war eine 50 zu 50 Chance...Doch befürchtete Stan schon eher das Negative.
      So packte er ihn fest am Arm um zumindest mit zu ziehen um zuhören was Janon tun würde, in besten Fall konnten sie jetzt mit eingreifen!
      Zwar waren sie beide noch immer nicht die stärksten aber nun zu dritt...Und evtll auch mit der kleinen Janon Version dort unten waren sie deutlich mehr.


      Derweil spürte Oscar wie der Große Kerl kein Fünkchen an Gnade für ihn zeigte.
      Er sollte zurück in die Dunkelheit und über sein Fehler nachdenken, trotzdem sträubte sich alles in ihm, er spürte wie seine Beine auf widerstand am Boden trafen.
      Plötzlich ertönte ein Gebrüll, dass wirklich so heftig war das die Wände zitterten...Sofort klopfte das Herz von Oscar höher, es war als würde Amor ihn erneut mit einem Pfeil durch Bohren und ihn Blut spucken lassen!
      Könnte es sein??
      "OCHSEEE!!“
      NUR einer Nannte ihn so!
      Sein alles geliebter Bad Boy!!!
      Endlich war er auch da!



      Jede schlimmste Hölle war vergessen, solang sein Sadistischer Bad Boy da war um ihn zu knechten, anzumauhelen oder zu beleidigen!
      Seine Augen funkelten vor grenzenloser Freude----
      Doch dann als er sah wer angelaufen kam, verschwand die ganze Freude wieder aus seinem Gesicht...
      Wer war denn der Penner...?
      Der sah überhaupt nicht nach seinem Bad Boy aus...
      Irgend so Typ...
      Urgh...
      Was nennt ihn irgend so ein Uninteressanter Pissa einfach auch Ochse...?



      "DUCK DICH!!“
      Immerhin rannte dieser Lulatsch auf das Monster zu, vielleicht war es seine Chance hier wegzukommen?
      Er duckte sich instinktiv bei der Anweisung, doch...Statt einem erwartenden Schlag passierte etwas vollkommend anderes Abgedrehtes!!!
      Ein benackter, fucking Baum kam aus der Wand gekracht und klaschte den alten Sack gegen die Wand.
      "Heilige Scheiße, ey....!?", stieß Oscar aus und stolperte mit seinen wackligen Beinen zu Boden.
      War der Typ irgend ein Zauberer oder Superheld...?!



      "Wehr dich, und ich hau dich K.o., Ochse“
      Wie ein glänzender Ritter kam er auf ihn zu und begann ihn mit Leichtigkeit hoch zu heben.
      Natürlich war sein Körper sofort in Angriffsstellung und er war bereit dazu dem Baum-Mann in sein viel zu Hübsches Gesicht zu Boxen!!
      Und was glotze er ihn so an...Wollte er ein Danke von ihm hören, häh?!



      Je länger er aber ihn anschaute, desto seltsamer wurde es Oscar...Verlor er jetzt komplett den Verstand oder war seine eigentliche Sehnsucht nach sein dummen Bad Boy so groß das er glaubte seine Gesichtszüge beim ihn erkennen...Warum nannte er ihn auch Ochse...?? Aber Janon würde doch niemals....

      "Ich... bin dir was schuldig.“
      . . . .
      Wie in diesen Heldenserien brachte dieser Typ ernsthaft einen solch Heldenhaften Spruch---
      "Uhmm....?!", brachte Oscar nur heiser heraus, scheiße war das zum schaudern er bekam eine richtige Gänsehaut!!



      Er hatte kein Schimmer was er getan hatte das IHM mal jemand etwas Schuldet, normalerweise war seine Liste lang an Leuten denen er einiges noch zurückzahlen musste...
      Verwechselte ihn dieser Spacko-Held mit jemand?
      Nun er sah jetzt auch wie zerbrechlicher Janon aber er hatte ihn eindeutig...Ochse genannt...
      In sein verletzten Köpfchen ratterte es aber er kapierte rein gar nichts mehr...
      Dieser Typ hielt ihn viel zu nahe an seine Brust, als wollte er ihn ernsthaft Beschützen....
      Uff...War das komisch aber was auch immer dieser Typ dachte, sein Herz gehörte allein seinem Bad Boy!
      Er ließ sich doch nicht von dieser Glitzer-Auftritt beindrucken!



      Er war eine ganz Treue Seele! In seinem von Drogen besudelten Leben gab es nur platz für einen Bad Boy und nicht für einen Held, der ihm jedoch echt krass den Hintern gerettet hatte...Und auch noch sagte das ER nun Oscar was schuldete...Echt Krass....Da war es schon okay das dieser Kerl ihm seine Brust regelrecht gegen die Wange drückte. Irgendwo war es schon cool...Sein kleiner Bruder wäre sicher Grün vor Neid, ha!
      Doch nun wendete dieser Lulatsch sein ernstes Wort an das Monster und:
      "... Liam...“
      . . . .
      "Häh...?"


      Der nächste schocker erwischte Oscar wie ein weiterer hieb ins Gesicht...Jetzt musste er doch wirklich sein Verstand verloren haben...
      Sagte dieser Held ernsthaft zu dem Monster Liam?
      War der Typ Blind? Das war doch NIEMALS der Knirps er---
      Doch dann überkam Oscar der Gedanke das er selbst ja auch nicht in seinem Körper steckte!
      ...
      Heilige SCHEIßE!!
      Das war UNMÖGLICH Liam!!
      Warum sollte der Knips mit ihm solche Dinge anstellen?! Besser gesagt Janon!

      "Was auch immer für dunkle Gefühle da gerade in dir brodeln... Das bist nicht du. Das sind bestimmt nicht deine Gedanken... Es sind die meines Vaters...So krankhaft...empfindest du nicht für mich. Zwischen uns war noch nie Liebe, also...lös dich von diesem Gefühl und komm wieder zu Verstand!“
      Krampfhaft versuchte sich Achim mit roher Gewalt aus dieser Lage zu befreien...Der schock Moment hatte ihn für ein Moment innehalten lassen aber als ihn der Fremde Eindringling beim Namen nannte...Erkannte er sofort das die Person vor ihm...Der Echte Janon sein musste!
      Die Gefühle von Liam spielten komplett verrückt...
      Wieder zur Verstand...Kommen....?





      Mit schwerer Atmung versuchte Liam ihm...seinen Besten Freund zuzuhören....
      "Das alles hier ist nur sein krankes Spiel, um mich wieder an ihn zu ketten. Er will zeigen, dass ich von Liebe gar nicht loskomme...“
      ....
      Janon...Ist wie eine Marionette gefangen....?
      Ein...Krankes Spiel....?
      Alles....?



      ".... Er hat mir seine sogenannte Liebe immer aufgezwungen... ich weiß nur zu gut, wie giftig sie ist.“
      Immer mehr gelangte Liam wieder die Kontrolle über den Körper von Achim zurück und die versuche sich zu befreien schwächten ab.
      Janon...wurde die Liebe aufgezwungen...
      War er darum...Ihm gegenüber so gewesen?
      Hatte er Angst das seine Liebe ihn auch vergiften könnte.....?

      "Du musst aus Achims Körper raus, hörst du? Egal wie!“
      Der Körper....
      Von Janons Vater....
      Immer mehr ergab es für Liam alles Sinn...Er hatte sich ganz von Achim einnehmen lassen...Janon hatte recht....!!
      Diese schrecklichen Dinge...Sowas würde er doch niemals tun!
      Die ganze Zeit über....Hatte ihm Achim---
      "Hör nicht hin Liam!!"



      Die tiefe Stimme brummt wieder so tief auch wenn sie viel leiser war als vorher...
      "...Vertrau mir, ich verstehe deine wahre Gefühle am besten...Er ist ein ungezogenes Kind das nicht begreift, dass wir das alles nur tun weil wir nur das beste für ihn wollen..."
      Raunte die Stimme von Achim weiter, das Liam unklar mittlerweile war ob nur er es hörte oder sie wieder über die Lautsprecher zuhören waren.
      Liam versuchte ihn jedoch zu ignorieren und sich ganz auf Janon zu fokussieren....

      "Hör auf, ihm nachzugeben! Wehr dich gegen ihn! Sonst... sonst muss ich dich hier zurücklassen, verdammt noch mal!“

      Die harte Drohung traf Liam direkt mitten ins Herz...
      Es gab für ihn nichts schlimmeres als zurückgelassen zu werden....
      Janon...War doch auch sein Licht, nach dem er sich sehnte...



      Er wollte nicht von ihm zurückgelassen werden! Niemals! Nie!
      Dazu war er zu abhängig von ihm...Zu sehr Liebte er ihn doch!
      "... Es gab mal eine Zeit.....in der ich auch... völlig vernarrt in dich war."
      ...Was?
      Auf einmal fühlte sich der Mund von Liam ganz trocken an und ein kribbeln durch fuhr sein Körper.
      Er war auch...In ihn vernarrt gewesen?
      Doch bevor sich Liam ein Hoffnungsschimmer spürte schmettert ihn Janon etwas entgegen das ihn zurück in die Dunkelheit Katapulltierte.
      ".... Doch irgendwann... hast du dich entschieden, mich zu verraten. Du hast jemand anderen zu deiner Familie gemacht. Das ist die Narbe, die du mir hinterlassen hast und ich bin froh darüber! Du hast mich davon geweckt in diese Liebe jemals zu verfallen! Ich glaube ich wollte dich nämlich auch... auf eine genauso verdrehte, krankhafte Art lieben wollen wie mein Vater mich, du hast es aber...mir ermöglicht auf dieses Gefühl komplett zu verzichten. Zwischen uns hat es nie wahre Liebe gegeben...."



      Zwischen Ihnen...hatte es ...Nie Liebe geben...?
      Auf einmal hatte Liam das Gefühl als entzog ihm Janon jeglichen Sauerstoff zum Atmen...
      Liam erinnerte sich an die Aufnahme die er gesehen hatte....
      Eine total missverstandne Situation zwischen ihnen!!
      Aber warum war ihn dann Janon dann so dankbar...?
      Er...Er würde ihn doch nicht so krankhaft Lieben wie sein Vater...
      Obwohl der Körper dieses Mannes keine schmerzen verspürte...Fühlte Liam in sein innerstes etwas unsagbar heftig schmerzen...

      "... Ich kann nicht lieben und ich möchte dich auch nicht an meiner Seite haben. Ich kann mich nicht an dich binden und du brauchst mich auch nicht. Das ist das Gefühl meines Vaters, was in dir schlummert. Deshalb sage ich dir jetzt die absolute Wahrheit, damit du wieder zu dem Liam wirst, den ich kenne:..."
      ...Er....Will ihn nicht an seiner Seite haben...?
      Tränen bildeten sich in seinen Augen, dass....das war...
      "Hör nicht hin Liam!"

      "Hör nicht hin Liam!"

      "Hör nicht hin Liam!"


      Die Stimme hämmerte ununterbrochen in sein Schädel ein.
      Janon...Absolute Wahrheit? Er MUSSTE sie hören...!!!
      Er musste hören und wissen was Janon eigentlich über seine Gefühle zu ihm dachte....
      Aber im nächste Augenblick bereute Liam diese Entscheidung ihm seine Gehör geschenkt zu haben.

      ".... Uns beide... verbindet nur eine einfache, blanke, austauschbare Freundschaft. Nichts weiter. Ich hätte mich... niemals darauf einlassen dürfen, wieder körperlich mit dir zu werden. Wir... wir funktionieren besser, wenn wir getrennt sind.“



      Das wars....
      Janon absolute Wahrheit war es das sie beide...Eine austauschbare Freundschaft verbindet.
      Und er es bereute....Sich auf ihn eingelassen zu haben...
      Und sie besser...Getrennt dran wären.
      .....
      Ein schmerzvolles, wimmerndes lachen entglitt Liam das mit dem Körper dieses Mannes einfach nur grausam klang.
      Sein Kopf kippte nach unten und er Lachte lauthals als hätte Janon den besten Witz in seinem Leben gerissen.
      Wie viele Szenarios hatte sich Liam vorgestellt wie Janon auf seine Gefühle reagieren würde?
      Und jetzt...Das...!?
      Es war schrecklicher als jegliche Vorstellung.
      Seine Gefühle sollen Fake sein?!
      Sie brauchten aneinander gar nicht....?!



      Janon würde ihn wohl einfach hier zurück lassen!
      Weil er seine Gefühle mit die von seinem Vater vergleich, nein...Schlimmer noch er hielt sie für die SELBEN!
      Liam war nur ein manipulierte Spielfigur in Janons Leben...EIn Mittel zum Zweck? Es war zum Todlachen!!

      Oscar der alles mit angehört hatte spürte wie ihm flau im Magen wurde und das war jedoch nicht allein wegen dem festen Tritt vor ein paar Minuten gewesen. Selbst sein Erbsenhirn merkte das sein Bad Boy in dieser Helden Gestalt gerade etwas dummes von sich geben hatte.
      Nicht das er Ehrliche Worte ans schlecht betiteln würde, eher war die Gesamt Situation nicht gerade die besten Gelegenheit dafür...Das hatte er selbst oft am eigenen Leib erfahren müssen.
      "Alter....Du brichst dem Knips gerade voll das Herz."



      Er hatte schon genug Helden Filme gesehen um zu wissen was gleich passieren wurde und er seufzte tief.
      "...Was glaubst du Trottel wer wird ihm jetzt die Wunden lecken, häh?"
      Die Frage klang Schuld zu weisend, erinnerte Oscar aber nur selbst daran wie er den Sharks in die offenen Armen gelaufen war als ihm in seinen Leben dreckig ging.
      "Glaubst du das Sensibelchen schluckt deine wahren Worte runter wie süßlichen Kakao? Oder bist du noch dümmer als ich?"



      ... Das bist nicht du. Das sind bestimmt nicht deine Gedanken... Es sind die meines Vaters...So krankhaft...empfindest du nicht für mich. Zwischen uns war noch nie Liebe...
      ....
      Das soll...von Anfang an...Nicht seine Gefühle gewesen sein?
      Janon hatte doch immer Recht...
      Das stimmt es doch das seine Gefühle nie seine waren...
      Wenn er widersprechen würde....Dann wäre es für Janon eindeutig. Wie Krankhaft und verdreht er doch eigentlich war...
      Hatte er ihm seine Liebe auch aufgezwungen??
      Hatte...Er das selbe mit seiner Mutter getan? Ja...Darum hat sie ihn los werden wollen....
      Auch Stan hatte ihn verlassen im Waisenhaus als er Adoptiert wurde, bestimmt war er für ihn auch ein Austauschbarer Freund....
      Das waren nicht seine Gefühle...Das war alles nicht seine Gedanken...Das war nicht er....



      Aber...Wenn er diese ganzen Gefühle beiseite schob...
      Wer...war er denn dann?
      Eine Spielfigur ohne zweck...Welchen Sinn hatte er?
      War er überhaupt jemand oder war nur dafür da um diesen bizarren Sinn zu erfüllen?
      Wer war er ohne Janon...?
      Sein Herz hämmerte schmerzhaft während sein lachen langsam verstummte.




      Es wollte einfach nicht in sein Kopf hinein. Wieso konnten sie nicht auch zusammen glücklich sein...?
      Wieso...War Janon nicht einfach bereit dazu ihn so Krankhaft zu Lieben wie sein Vater?
      Ihm wäre alles recht solang ihn Janon nicht von sich stieß...
      War es so verflucht falsch jemand aus tiefster Seele zu Lieben?!
      "SHhhhhh~ Shhhh~ Ganz ruhig~ Du hättest auf mich hören sollen Liam, du musst wohl noch einiges lernen um Janon richtig zu verstehen."



      Sein Gedanken Karussell kam zum stehen als es wieder Achims Stimme was die tiefer in Liams innerstes eindrang und ihn beruhigte...
      "Erinnere dich ganz genau, wem diese tiefen Gefühle gehören. Du hast ihm gesagt was für ein Egoist du bist~ Aber eigentlich hättest du VIEL Egoischer sein müssen."

      "...Vielleicht....Bist du.......Ohne...mich besser dran, wenn du...deinen Prinzipen folgst...denn...Mut denn du hattest gegen dein eigenen Vater zustellen hätte ich nie gehabt....Ich hab nicht mal den Mut gehabt dir gegenüber ehrlich zu sein....Und dich Wertlos fühlen lassen....Aber....das bist du nicht....Ich....möchte...dich nur nicht....Ersticken....und...wollte...die zeigen das ich auch....Stärker und unabhängig sein kann...."

      "Die ganze Zeit über hast du dich zurück gehalten und so rührend dich um Janons Grenzen und Gefühle gekümmert...Nie hast du deine eigenen Gefühle ihm vorgezogen...."



      "Aber gerade eben noch....Hatte es sich nicht unglaublich gut angefühlt?~ Endlich seine Gier heraus zu lassen? Du könntest viel Gieriger sein und die endlich die Kontrolle übernehmen. Ihm zeigen das deine Liebe kein Gift ist sondern das Rettende Licht wonach du dich selbst jeden Tag verzweifelst streckst~"
      Wie ein dunkler Schatten legte sich mehr und mehr die Worte von Achim über sein Geist....
      Ja...Es hatte sich wirklich erschreckend gut angefühlt...
      "Du hast doch sicher Angst das dir jemand anderes Janon wegnehmen könnte...Oder? Das kann ich sooo gut nachempfinden."



      "Außerdem erinnerst du dich etwa nicht mehr daran was er damals zu dir gesagt hat...?~"
      ....
      Was Janon zu ihm gesagt hatte....?
      "Du warst und bist etwas besonderes für mich, ich würde es sogar richtig genießen, wenn du von mir abhängig wärst. Ich mag die Aufmerksamkeit von dir..."



      "Ich will, dass du zu mir immer ehrlich bist und all deine Gefühle an mir auslässt. Eventuell kriegst du dafür ein paar Tritte zurück, doch möchtest du auch stärker werden, oder nicht?"
      ....
      Stimmt das hatte er ihm gesagt aber...Warum sagte er dann jetzt----
      "Er fordert dich heraus! Er fordert UNS heraus Liam...Das ist es wie Janon tickt. Er LIEBT es deine Gefühle zu testen, solltest du ihm daher nicht Ehrlich deine Gefühle ihm zeigen?~"
      .....
      "Ich will....Das er wieder für mich ...So Lächelt...", nuschelte Liam leise.
      Wie konnte er vergessen...Was Janon ihm so eingeschärft hatte...Janon hatte doch IMMER Recht.



      Er wollte seine Aufmerksamkeit und darum...Sagte er so gemeine Dinge zu ihm!
      Darum...Tat er ihm so weh, er will das ihm seine Stärke beweist!
      Janon forderte ihm heraus ihm seine Unbedingt Liebe zu ihm zu beweisen, seine Abhängigkeit!!
      Durch Achim verstand er endlich....Er wollte nicht das er sich länger so zurück hielt, er wollte seine ganze Liebe auf einmal spüren!
      Wie konnte er nur daran zweifeln?!
      Wütend drückte sich die Faust von Liam zusammen und er zerquetschte die giftigen Pflanzen die aus den Ästen hervor blühten.
      Mit Gewalt rieß sich der Mann nun erneut mit vereinten Willen aus seiner Lage, selbst als ihm sichtliche Schnittwunden zuzog...Der Schmerz spürte er nicht. Es wäre sowieso ein Witz zu den wahren Schmerzen in seiner Brust!



      "JANON.....Mein Schatz!!", donnerte die Stimme des Mannes ebenfalls so bebbend wie die seines Sohnes.
      "Endlich zeigst du dich...Du weißt gar nicht wie SEHR ich dich eigentlich vermisst habe...",raunte er düster und trat auf diesen mit schwere Schritten zu. Blut tropfte hörbar auf den Boden aber das Interessierte ihn nicht. Liams Blich bohrte sich bestialisch auf Janon in seiner neuen Gestalt.
      " Du hast zu mir gesagt ich soll ehrlich sein und alle meine Gefühle an dir auslassen....Also komm her, ich brenne darauf dich Spüren zu lassen wie SEHR mich deine Worte gerade verletzt haben, du ungezogenes Balg!!!"



      Seine blutige Hand streckte sich nach vorne aus, auf einmal wurde die Luft schwerer, beinahe schon so erstickend wie in einer Sauna bei der man das Gefühl bekamm die Lungen würden sich nicht mehr mit Sauerstoff füllen.
      "Wie kannst es wagen, mich so zu verletzten?!! Meine LIEBE du zu dir war immer ehrlich gewesen! Du hast keine Ahnung davon wie SEHR ich dich brauche!!! Du hast mir gerade die Luft zum Atmen genommen!"
      Seine Hand packte den echten Janon brutal an der Kehle und drückte sofort zu. Seine Finger drückten gefährlich auf seine Pulsader.
      "Und jetzt nehme ich dir die Luft zum Atmen, wie fühlt sich das an? Tut es weh? Sicherlich...~ "
      Plötzlich hoben sich die Mundwinkel des Mannes und gaben spitze Hai artige Zähne zum Vorschein, bei dem Anblick bekam selbst Oscar das schaudern. Es war genau so wie er befürchtet hatte, jetzt hatte der Knirps komplett den verstand verloren!!



      "SEHR Witzig von dir mir vorzuwerfen meine Gefühle sein nicht meine eigene! Du hast nur Angst das davor dich der Realität zu stellen, Angst deine Gefühle mir entgegen zu bringen aber keine Sorge....Ich bin ja SOOO Geduldig mit dir! Und ich weiß ganz genau das du es Liebst wenn ich dir beweise wie sehr ich dich brauche! Ich werde es dich so deutlich spüren lassen das du ES NIE wieder Vergisst, mein Schatz~!! Lass uns diesmal...Zusammen in deinem Zimmer bleiben, ich leiste dir gerne in der Dunkelheit Gesellschaft!!"
      Mit denn Worten drängte der größere ihn zurück in den Fensterlosenraum. Seine Andere Hand packte denn kleinen Janon Oscar grob an seinen Haaren um ihn von ihm los zu reißen und wie Abfall nach hinten zu werfen.
      "NUR wie Beide auf alle Ewigkeit in der Dunkelheit, klingt das nicht Romantisch~?", kicherte er düster dem wahn verfallen.
      "Ich bin der einzige der dich aufrichtig Liebt und der einzige den du jemals Lieben wirst."
      Believe Me ~

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    • Janon Müntzer & Beni Darkwood



      "Alter....Du brichst dem Knips gerade voll das Herz."

      Schwach schluckte Janon, er zügelte sich zu Oscar hinunterzusehen. Ein falscher Blick und das würde ihn verraten. Sein Vater war ein schlauer Fuchs und Liam ebenfalls. Doch wenn seine Worte nur ein Hauch von Zweifel in sich trugen, wäre es ziemlich fatal. Er wollte die Waffe direkt auf die Stirn seines Kindheitsfreundes richten, ohne einen Zentimeter Abstand. Egal wie eiskalt oder verblödet es gerade von Janon aussehen mochte.

      Denn....das war genau das grausame Ziel.

      "...Was glaubst du Trottel wer wird ihm jetzt die Wunden lecken, häh?"

      Janon brachte keinen Ton heraus. Seine ganze Aufmerksamkeit lag auf dem Wesen seines Vaters, das gerade dabei war seinen Kindheitsfreund völlig zu vereinnahmen. Diese verletzlichen Worte mussten Liam mitten ins Herz treffen. Janon ertrug es kaum ihn so zerbrechen zu sehen.Er hatte nicht geschlafen, als Liam ihm an einem Tag erzählt hatte wie abhängig er von ihm sei. Auch wenn Janon – aus reinem Selbstschutz – versucht hatte, sich einzureden, es ginge dabei nur um Sex und nicht um Romantik. Ein Teil von ihm hoffte verzweifelt, Liam würde sich irgendwann mit reiner Freundschaft zufriedengeben, sich einen besseren Kerl suchen oder es einfach beim Körperlichen belassen. Doch Gefühle ließen sich nicht steuern. Genauso wenig konnte Janon erzwingen, Liam zurückzulieben. Es war unmöglich, und irgendwann würde er ihm unweigerlich das Herz brechen müssen.Doch was er jetzt tat, geschah aus der festen Überzeugung heraus, sie alle retten zu können.
      Hätte er seinen Plan laut ausgesprochen, hätte Stan ihn wohl nur verständnislos angestarrt. Aber dies war Janons Traum! Er wusste genau, was er tat, zumindest hatte er genug Selbstüberzeugung durch Oscars Rede erhalten. Es war eine grausame Methode, aber vielleicht würde Liams aufkeimende Wut ausreichen, um sie aus dieser Szene herauszureißen. Er musste einfach darauf vertrauen, dass sein Kindheitsfreund in der Lage war, seinen eigenen Geist von Achims Zorn zu trennen. Janon betete still, dass Liam seine wahren Absichten hinter dieser Grausamkeit verstand. Wenn nicht... dann riskierte er, Liams Psyche nachhaltig zu zerstören.Aber Janon war nun mal kein Held. Er war kein guter Freund. Am Ende des Tages war er auch nur ein verängstigtes Kind, das sich vor der Dunkelheit fürchtete.

      'Ich vertraue Liam, er wird es noch verstehen wieso ich so grob bin. Auch wenn ich dabei unsere Freundschaft in Kauf setze und er mich danach wohl auf ewig hassen wird...Mir fällt sonst nichts anderes ein...als auf deiner Liebe herum zu trampeln...wie ich es einst bei meinem Vater machte.', versuchte er sich immer wieder in seinen eigenen Kopf zu hämmern, während der Mann vor ihm den Verstand verlor. Er zögerte nicht noch weitere Pfeile auf ihn zu schießen. Sie waren noch nicht bei Achims Aggression angelangt.



      'Um aus dieser Szene...zu entkommen...muss mein Vater vor Wut schäumen, bereit die höchste Form an Gewalt zu setzen...sowie es öfters der Fall war. Ich glaube nämlich kaum, dass ich einfach wieder in den Fernseher hineinspringen kann...Der Ausgangspunkt muss er sein, der bereit ist mich mit seiner Liebe zu töten.'

      Janon wusste, dass sie dieses Szenario dringend verlassen mussten. Raus aus diesem dunklen, fensterlosen Kinderzimmer. Hier gab es keinen Ausweg, keinen Ort für eine Flucht – für Janons Geist war dieser Raum die absolute Hölle. Er musste es irgendwie auf die nächste Ebene schaffen. Er klammerte sich an die Hoffnung, die nächste Szene wieder selbst wählen zu können. Eine Szene, in der er endlich die Chance hatte, sich von Achim loszureißen und sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Ein Filmabschnitt seines Lebens in der bloße Flucht ausreichte und er nicht gezwungen war ihn zu töten. Denn wie sollte er seinen Vater vernichten, wenn Liam noch in ihm steckte? Und es schien fast so, als wüsste Achim das nur allzu gut. Eventuell war er ja deswegen so auf Liam verkrampft...

      "Ich will....Das er wieder für mich ...So Lächelt..."

      Janon lauschte dem leisen Murmeln, das aus Achims Mund kam – es war eindeutig Liam. Tränen liefen über das Gesicht seines Vaters, ließen die Schminke verschmieren. Er weinte wegen ihm, wegen seiner Worte. Gut, Janon hatte sich wie ein Parasit in ihre Köpfe eingepflanzt. Trotzdem war dieser Anblick der reinste Horror. Die Gestalt seines Vaters, vor der er sich so abgrundtief fürchtete ... verschmolzen mit der Seele seines besten Freundes, gefangen in denselben überwältigenden Emotionen. Es war grauenhaft. Obwohl Janon genau wusste, dass auch Liam dort drinnen steckte, schnürte ihm die blanke Panik die Kehle zu. Er musste sich zwingen, ruhig zu bleiben, um nicht wieder wie ein wehrloses Kind am ganzen Körper zu zittern. Er durfte jetzt nicht den Mut verlieren. Sie waren alle lange genug an diesem Albtraumort gefangen. Er wollte einfach nur noch nach Hause!

      "JANON.....Mein Schatz!!"

      Die dicken Ranken hatten Achims Körper fest umschlungen, doch mit unmenschlicher Kraft wand er sich einfach aus ihrem Griff. Er zerquetschte die giftigen Blüten mit bloßen Händen – ein Anblick, der Janon das Blut in den Adern gefrieren ließ. In diesem Traum schien sein Vater zu einem noch viel grausameren Monster mutiert zu sein als in der Realität. Aber Janon durfte der Panik jetzt nicht nachgeben. Nicht nachdenken. Das alles gehörte zum Plan! Dennoch war Achims widerwärtige Stimme, vermischt mit Liams rasender Wut kaum zu ertragen. Schweren Schrittes stampfte das Ungetüm auf Janon zu. Der Erdwächter wusste nur zu gut, was ihn erwartete: blanker Schmerz. Doch plötzlich geschah etwas Unerwartetes. Die Luft im Raum wurde schlagartig stickig, als würde jemand sie durch ein unsichtbares Ventil absaugen. Janon griff sich röchelnd an den Hals.
      Im Türrahmen tauchte Beni auf und brüllte verblüfft: "BOAH, JA! DER LUFTWÄCHTER MISCHT JETZT AUCH MIT!"

      "Wie kannst es wagen, mich so zu verletzten?!! Meine LIEBE du zu dir war immer ehrlich gewesen! Du hast keine Ahnung davon wie SEHR ich dich brauche!!! Du hast mir gerade die Luft zum Atmen genommen!"

      Mit brutaler Gewalt packte Achim Janon an der Kehle und hob ihn in die Höhe, bis seine Füße kaum noch den Boden berührten. Die kräftige Hand schnürte ihm die Luft ab, während Oscar wie eine lästige Puppe weggeschleudert wurde. Gezielt drückte Achim auf Janons Halsschlagader. Nur ein bisschen mehr Druck, und sein Genick würde mit einem Knacken brechen. Janons Gesicht lief dunkelrot an, verzweifelt krächzte er nach Sauerstoff. Achims Anblick wurde von Sekunde zu Sekunde grotesker. Seine Zähne wuchsen, wurden spitzer als Janons eigene und reihten sich aneinander wie das mörderische Gebiss eines Hais. Inmitten dieses Albtraums begann Janon, an seinem impulsiven Plan zu zweifeln. Vielleicht kostete ihn seine Dummheit nun tatsächlich das Leben. Ausgerechnet durch die vereinten Hände seines besten Freundes und seines Vaters zu sterben ... das war auf eine morbide Art bizarr. Röchelnd kämpfte Janon um sein Bewusstsein, doch er zwang sich dazu, Achim eisern in die Augen zu starren.

      "Lass uns diesmal...Zusammen in deinem Zimmer bleiben, ich leiste dir gerne in der Dunkelheit Gesellschaft!!"

      Die grausame Wahrheit dämmerte Janon: Liam und sein Vater waren sich in ihrem Geist einig geworden. Beide wollten ihn mit ihrer verdrehten Form der Liebe bis in alle Ewigkeit foltern. Damit zerschlug sich auch der leichtere Ausweg. Janon hatte gehofft, Liam würde Achims Körper freiwillig verlassen, weil ihm Janons abweisendes Verhalten zuwider war und er sich nicht länger so behandeln lassen wollte. In einem anderen Szenario hätte diese ehrliche, hündische Abhängigkeit Janon vielleicht sogar gerührt. Doch genau diese bedingungslose Besessenheit war nun der Grund, warum Liam ihn in diesem Albtraumzimmer wegsperren wollte. Janons Herz hämmerte gegen seine Rippen. Es kostete ihn unvorstellbare Kraft, sich nicht von den Schatten seiner Kindheit verschlucken zu lassen und wimmernd um Gnade zu betteln. Er durfte nicht vergessen, dass dies nicht nur Achim war. Hier war auch sein Freund, Liam! Er würde ihn...niemals in alle Ewigkeit dort einsperren!



      Verzweifelt versuchte er, das vertraute Bild von Liam vor seinem inneren Auge aufzurufen und diesen widerlichen Clown auszublenden, der ihm gerade die Luft abschnürte. Doch dann bohrte sich eine Erkenntnis wie ein spitzer Dolch direkt in sein Herz: Trug er nicht selbst die Schuld an all dem? War er es nicht gewesen, der Liam schleichend vergiftet hatte? Dieser süße, unschuldige Junge, der in einer ausweglosen Situation doch bloß überleben wollte. Der alle Regeln gebrochen hatte, einzig und allein, um Janon zu beeindrucken. Mit schmerzhafter Klarheit musste er sich eingestehen, dass der rothaarige Junge durch die blinde Liebe zu ihm Stück für Stück seine Sanftmut verloren hatte. Janon allein war der Grund, warum Liam zu einem Monster geworden war.



      Wäre er ihm doch nie begegnet...
      Hätte er ihn nur nicht zu nahe an sich herangelassen...
      Hätte er ihn nicht vergiftet...
      Dann hätte sein Vater sich nicht auch noch an diesen Jungen vergangen...

      "Ich bin der einzige der dich aufrichtig Liebt und der einzige den du jemals Lieben wirst."

      Für Reue war es nun zu spät. Er durfte jetzt auf keinen Fall klein beigeben. Er hatte den Kampf begonnen, also musste er ihn jetzt auch zu Ende führen. Wenn er scheiterte ... dann sollte Liam in der Dunkelheit eben mit ihm machen, was er wollte. Dann würde Janon seine Niederlage akzeptieren und sich nicht länger wehren. Aber wer nichts wagte, der gewann auch nichts! Schwach, doch vollkommen instinktiv, streckte Janon die Hand aus. Er wusste zwar nicht, wie er diesen Baum vorhin erschaffen hatte, aber etwas in ihm sagte ihm, dass er es wiederholen konnte. Und die Magie gehorchte ihm. Das Geäst, das sich bereits an der Wand emporgerankt hatte, schoss mit rasender Geschwindigkeit weiter in die Höhe. Dicke Ranken peitschten vor, wickelten sich fest um Achims Handgelenke und rissen sie gewaltsam von Janons Kehle weg. Taumelnd wich Janon zurück. Gierig schnappte er nach der wenigen Luft, die in dem erstickenden Raum noch übrig war. Seine Knie zitterten, doch er hielt sich auf den Beinen. Mit einer schnellen Bewegung riss er einen Ast von dem wuchernden Holz, der sich in seinem Griff sofort zu einem spitzen Speer formte. Mit einem scharfen und doch trauernden Blick starrte er zu Liam.


      "Willst du... wirklich den Platz von Achim in meinem Herzen einnehmen?", fragte Janon schmerzerfüllt.



      Ein winziger Teil in ihm hoffte verzweifelt auf ein Nein. Doch Liams Taten waren Antwort genug – ganz gleich, ob er dabei von Achim manipuliert wurde oder nicht. Liam liebte ihn und verlangte, dass diese Liebe erwidert wurde. Er wusste genau, dass Janon nur auf eine zutiefst grausame, kaputte Art lieben konnte und genau dort, in dieser Dunkelheit, forderte Liam seinen Platz ein. Dass er Janon damit quälte, war ihm völlig gleichgültig. Liebe war nun mal egoistisch, giftig und zerstörerisch. Das machte Liam ihm in diesem Moment unmissverständlich klar. Und so traf Janon eine Entscheidung. Er legte den letzten Rest an Gewissen ab, den er gegenüber seinem besten Freund noch bewahrt hatte. Er... gab den Freund Liam auf. Er akzeptierte ihn genau so, wie Liam selbst gesehen werden wollte: Als seine große Liebe. Eine Liebe, die ihn in Stücke riss.

      Ein raues, krächzendes Lachen brach aus Janons Kehle.

      „Aahahahaha ... Wieso ... eigentlich nicht?“

      Jeder Laut war eine Qual, seine Stimmbänder brannten vom Würgen. Seine Augen glänzten glasig, doch weinte er nicht. Die Grenze zwischen Traum und Realität verschwamm vollends; er wusste nicht, ob der echte Liam da draußen denselben kranken Wunsch hegte wie diese Verschmelzung hier. Doch in diesem Moment fühlte sich diese verdrehte Wahrheit unendlich real an. Also würde er ihm geben, was er verlangte – auf seine ganz eigene, grausame Art. Janons Finger schlossen sich so unerbittlich um das Holz des Speers, dass seine Knöchel schneeweiß anliefen.

      „Also gut ... dann werde ich dir meine Liebe jetzt zeigen, Liam! Genieß sie in vollen Zügen, denn sie kommt von ganzem Herzen! Es ist die ultimative Liebe. Genau die, die ich auch meinem Vater als Gegenleistung geschenkt habe.“


      Eine fiebrige Röte stieg in seine Wangen. Ob es an einer morbiden Erregung bei diesen Worten lag oder schlicht an der abgeschnürten Luftzufuhr, war kaum zu sagen. Janon schenkte der Fratze seines Vaters ein betörendes Lächeln, als wollte er sich ihm im nächsten Moment für einen leidenschaftlichen Kuss in die Arme werfen. Doch sein wahrer Plan war ein ganz anderer.



      Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, rammte er den Speer in Achims Brust. Das Holz drang so tief ein, dass das widerliche Knacken von brechenden Rippen durch den Raum hallte. Für einen Wimpernschlag schloss Janon die Augen und verlor sich in der Vergangenheit. Genau das hatte er schon einmal getan. Damals, mit dem Küchenmesser im Wohnzimmer. Er hatte zugestochen, doch dieser Mistkerl war einfach wie ein untoter Zombie wieder aufgestanden, unbeeindruckt vom Schmerz, während seine Wut ins Unermessliche wuchs. Es war der Moment gewesen, in dem alles eskalierte. Und heute? Heute zeigte er Liam auf exakt dieselbe Weise, was seine Liebe bedeutete. Wenn Liam so besessen davon war, sie zu kosten, dann würde Janon ihn daran ersticken lassen. Taumelnd wich er zurück. Seine Hände ließen den Speer los, der nun tief in Achims Fleisch steckte. Schwer atmend starrte Janon auf das dunkle Blut, das aus der Wunde quoll. Warum hatte er damals eigentlich nicht das Herz seines Vaters anvisiert? Dann wäre Achim tot, definitiv hätte auch er es nicht überlebt. Wahrscheinlich war es nur Liams flehender Stimme zu verdanken gewesen, dass er nicht zum Mörder wurde. Die bittere Ironie daran: Jetzt hatte er eben jenen Liam erstochen.

      „Schmeckt sie dir, Liam? So tief war ich jedenfalls noch nie in dir drin ...“, brach ein grausamer Scherz aus ihm heraus, begleitet von einem blutigen Husten. Verdammt, er betete innerlich, dass irgendwer Erbarmen zeigte und dieses Szenario endlich durchbrach. Aber er zwang seinen Blick, bei Liams Gesicht zu bleiben.
      „Du verlierst eine Menge Blut ... Ist das wirklich das, was du wolltest? Wer auch immer mein Herz erobert ... wird am Ende nämlich genau so behandelt! Ich bin nun Mal vom gleichen Fleisch wie mein Vater! Nur ein Monster, dem jedes Mittel recht ist!“, spuckte er ihm die hässliche Wahrheit über seine kaputte Liebe entgegen.




      „Ich bin ... im Grunde auch nur ein verdammter Lügner, der seine eigene Haut retten will. Deine Gefühle ... die Gefühle von anderen ... ich habe panische Angst davor, sie zu nah an mich ranzulassen ... Ich hätte ehrlich zu dir sein müssen, als du diese Abhängigkeit zu mir wolltest. Ich hätte dir von Anfang an mein Gift zeigen müssen, damit du dich abwendest. Aber ... verdammt, ich hatte so große Angst, dich zu verlieren.“

      Er strich seinem Vater sanft durch das Haar. Es war ein groteskes, beinahe unheimliches Bild, doch vor Janons innerem Auge existierte in diesem Moment nur Liam. Diese blutige Illusion war seine einzige Möglichkeit, ihm diese Entschuldigung zu geben – so vollkommen absurd sie auch sein mochte. Der magische Griff der Ranken erschlaffte zusehends, während der bröckelnde Boden unter ihnen warnend ächzte. Janon lief die Zeit davon. Er musste diese letzten Worte noch aussprechen. Mit dem schönsten Lächeln, was er gerade Liam schenken konnte.

      „... Es tut mir so leid, dass ich dich in all das hier hineingezogen habe, Babe ... Dass ich dich in diesem Moment opfere ... Aber ... ich schwöre dir, ich werde dich von mir und meinem Vater befreien ... Für dich ... werde ich versuchen, der Held dieser Geschichte zu sein. Wenigstens dieses eine Mal ... und nicht nur für mich selbst.“



      Im nächsten Moment stürmte Janon auf Oscar zu und packte ihn am Kragen. „Komm, Ochse, halt dich an mir fest!“, blaffte er ihn an, während er bereits Stan und Beni zu sich zog.




      Beni, der eben noch in blanker Panik auf die gähnende Leere unter ihnen gestarrt hatte, sah Janons Entschlossenheit – und ein breites Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Perfekt! Der freie Fall war doch die ideale Gelegenheit, um den anderen mal kurz die Lore zu erklären!

      „Hey, bis wir gleich auf dem Boden der Tatsachen aufklatschen, kann ich euch ja kurz eure Elementarkräfte erklären! Mann, wir werden ein so viel krasseres Team als diese aufgeblasenen W.I.T.C.H.! Wir sind nämlich die... B.I.T.C.H.!“



      Janon riss fassungslos die Augen auf. Wovon zur Hölle redete der da?! „Dein verdammter Ernst? Während hier gerade die Welt in Stücke bricht und wir keine Ahnung haben, wo wir als nächstes landen?!“ Aber Beni griff einfach unbeeindruckt nach Stans und Janons Händen. Er würde seinen Info-Dump jetzt durchziehen, koste es, was es wolle!

      „Jaaaa! Auch wenn meine Ausdauer am Arsch ist und meine Lungen brennen... also, spitzt die Ohren!!!! JAAAAAAAAAAAA------“

      Und dann stürzten die vier in das ewige Nichts. Während sie durch die Dunkelheit fielen – zum Glück weit weg von Achim –, erklärte Beni ihnen völlig todernst, wie Janon den Baum erschaffen hatte. Wie ein richtiger Lehrer, alles gelernt durch Lord Korbos! Er ratterte ihre Fähigkeiten herunter: Janon war die Erde, Stan das Wasser, Oscar das Feuer, Liam die Luft und Beni ihr dunkles Licht. Während der Wind an Janons Kleidung riss, dachte er nur, dass das alles völliger Wahnsinn war. Aber gut, es war ein Traum. Dieser magische Schwachsinn gehörte wohl dazu. Und es stimmte ja: Er hatte die Ranken gespürt. Plötzlich durchbrach ein grelles Licht die Dunkelheit. Für den Bruchteil einer Sekunde flackerte ein Bild der nächsten Szene auf. Janons Augen brannten, aber sein Herz machte einen Sprung. JA! Genau da mussten sie hin! Das war der Ausweg.

      „Ich hätte diesen Scheiß nie geglaubt...“, rief Janon gegen den Wind an. „Aber wenn das wahr ist, brauche ich gleich eure verdammte Hilfe! Oscar, vor allem dich und dein Feuer! Du musst gleich alles in Schutt und Asche legen, genau wie damals bei Liams Club. Zerstöre einfach—!“ Das blendende Licht verschluckte den Rest seines Satzes, riss sie in den Strudel und trennte sie alle unbarmherzig voneinander.



      Ich zeig euch was passiert, wenn zwei Monster sich einen Unschuldigen laben...


      Beni war der Erste, der die Augen aufschlug. Das grelle Licht blendete ihn und er brauchte einen Moment, um seine Umgebung zu erfassen – schließlich kannte er sich in dieser speziellen Branche im echten Leben nicht wirklich aus. Doch eine Erinnerung an seine Lieblingspornofilme ließ den Groschen fallen: Die große Bühne, die blendenden Scheinwerfer, das ganze Kamera-Equipment. Die süßen Mädchen auf dem Bild, die als Werbung auf der Bühne aufgehangen wurden. Sie befanden sich mitten auf einem Set, bei einem Dreh, der offenbar live übertragen wurde! Die Zuschauerränge platzten aus allen Nähten. Es war eine johlende, quiekende Menge aus alten Männern. Und mitten unter ihnen saß Achim – völlig unversehrt, als hätte es den Speer in seiner Brust nie gegeben.

      „Wenn wir hier lebend rauskommen, brauche ich erstmal ein Aspirin“, murmelte Beni an Oscar gewandt, der direkt neben ihm lag. Ein schwacher Trost blieb: Sie steckten wieder in ihren eigenen Körpern. Beni war wieder ganz der Alte, ohne diese nervige Atemnot. Es war ein verdammt gutes Gefühl, wieder sie selbst zu sein und keine kranken Rollen mehr spielen zu müssen.



      Die Mädchen auf dem Bildschirm bewegten sich langsam, lächelten und fielen sich zuckersüß in die Arme. Es war eine perfekte Illusion – kaum jemand hätte in dieser Szene Serena wiedererkannt. Beni jedenfalls konnte mit dem grünhaarigen Mädchen auf dem Bild absolut nichts anfangen. Janon hingegen stand starr auf der Bühne und fixierte die Projektion wie gebannt. Ja. Das war genau die Erinnerung, die er gesucht hatte. Der Tag seiner endgültigen Flucht vor Achim. Und der Grund dafür war dieser grünhaarige Junge gewesen: Wyatt.


      Als Janon sich umdrehte, stand Wyatt plötzlich so lebendig vor ihm, dass ihm fast das Herz stehen blieb. Doch der stoische, fast schon kühle Gesichtsausdruck ließ Janon sofort wieder entspannen. Diese Roboterfratze kannte er.

      „Stan ... du steckst jetzt in Wyatt, richtig? So ein Gesicht hat Wyatt nämlich nie gezogen ... Nicht einmal dann, wenn mein Vater mit ihm fertig war. Mein Beileid, dass du deinen echten Körper nicht zurückbekommen hast.“
      Er trat auf Stan zu und musterte ihn von oben herab. Der Butler in Wyatts Körper war sicher voller Fragen. Statt einer Antwort strich Janon ihm bloß fast sanft über den Hals. Die Haut war übersät mit rohen Bisswunden und blutigen Striemen.

      „Wusstest du ... wie gefährlich nah Monster dir kommen können? Sobald sie wissen was der Schlüssel zu deinem Herzen ist...“, flüsterte er.
      „Niemand ... wirklich niemand hat ihm je geholfen. Aber durch ihn habe ich eine Lektion gelernt: Um einem Monster zu entkommen, musst du selbst zu einem werden. Auch wenn das hieß, dass ich die Gefühle dieses zarten Blümchens in der Luft zerreißen, ihn mit nichts zurücklassen und seine Karriere zerstören musste.“

      Mehr gab es dazu nicht zu sagen. Janon hatte nicht vor, jetzt in Mitleid zu versinken oder über Wyatts armselige Vergangenheit zu flennen. Der Kerl konnte froh sein, dass er überhaupt noch atmete. Damals hatte Janon jeden Tag gefürchtet, der Junge würde unter Achims Händen krepieren. Und genau diese Angst hatte Janon letztlich den Mut gegeben, die falsche Maske der Serena vom Gesicht zu reißen und sein eigenes Leben zu wählen.

      "Ich habe kein anderes Szenario im Kopf gehabt, in dem ich mich befreiter von meiner Vater gefühlt hatte. Alles...wegen diesem verkümmerten Gesicht eines Jungen, der beinahe das gesamte Schicksal von mir aufgenommen hatte. Gefangen in einem Zimmer ohne Fenster, nur die Wärme von diesem Bastard spürend...Wegen ihm...Hatte ich endlich begriffen was ich tuen musste!"

      Selbstbewusst schritt Janon auf die Bühne und ließ den Blick über das Publikum schweifen. Ein Meer aus alten Männern. Pädophile, die sich geifernd die Plätze in der ersten Reihe gesichert hatten, um sich an süßen Jungs aufzugeilen, die man in Mädchenkleider gezwängt hatte. Perverse Schweine. Wo waren eigentlich die Eltern dieser Kinder? Mitten in dieser widerlichen Menge thronte Achim und betrachtete die Szenerie, als wäre sie sein größtes Meisterwerk. Janon fixierte ihn. Für einen Moment verdrängte er völlig, dass Liam noch immer ein Teil dieses Monsters war. Das war jetzt zweitrangig. Er musste genau das tun, was er damals getan hatte – mit dem feinen Unterschied, dass er heute dieses lächerliche Serena-Kostüm nicht trug. Auch waren seine Freunde nicht bei ihm, aber dafür Beni, Stan und Ochse. Man nahm, was man kriegen konnte und zerstören konnten sie bestimmt genauso gut. Auch würde einen Teufel tun und für diese Wichser singen, diese Scheisse war vorbei! Kein Karaoke mehr in seinem Traum!Die Menge begann zu toben. Sie brüllten Janon an, er solle sich gefälligst umziehen und abliefern. Dafür hatten sie schließlich bezahlt!

      „EYY! WAS IST MIT SERENA LOS?! BUHH! ZIEH DICH UM, SERENA! WOFÜR ZAHLEN WIR EIGENTLICH?!“Die alten Männer warfen mit Gegenständen nach ihm und kreischten weiter. Janon reagierte kalt. Er öffnete einfach die Hand und ließ das Mikrofon dramatisch auf den Bühnenboden krachen. Ein ohrenbetäubendes, schrilles Pfeifen schnitt durch den Raum, sodass die Zuschauer schmerzverzerrt die Hände an die Ohren pressen mussten.

      „SCHNAUZE HALTEN, IHR VERDAMMTEN WICHSER!!“, brüllte Janon in die plötzliche Stille und erhob seine Faust in die Höhe.



      Dann richtete er seinen Zeigefinger genau auf Achim – exakt so, wie er es damals in der Vergangenheit getan hatte. Sein Blick war verbissen, erfüllt von eisernem Willen. Er zeigte ihm unmissverständlich, dass er genug von diesem kranken Spiel hatte. Genug von seiner verdrehten Liebe. Es war an der Zeit zu handeln. Wie aus dem Nichts materialisierte sich in seiner Tasche eine pechschwarze Maske – die vollkommene Antithese zur strahlenden Serena. Ohne den Blickkontakt zu seinem Vater auch nur für eine Sekunde abzubrechen, zog er sie sich über das Gesicht.

      „SCHAU GENAU HIN, ACHIM! ICH WERDE DIESES SCHAUSPIEL NUN BEENDEN! DU WIRST FALLEN, DRECKSKERL! DENN MEIN LEBEN BESTIMME NUR ICH! BEHALTE DEINE LIEBE FÜR DICH!“




      Dann stürmte er los. Das Mikrofon fest umklammert, zertrümmerte er mit einem einzigen, brutalen Schlag den Bildschirm, auf dem die Mädchen sich eben noch zuckersüß angelächelt hatten. Das Display zersplitterte krachend, das Bild begann wild zu glitchen und sprühte knisternd Funken. Für Beni war das ein klares Startsignal.



      „Oscar, ich glaube, Janon meint damit: LASS DIE SAU RAUS!... Oder etwa nicht?“, rief er hastig. Innerlich fragte er sich, was genau hier eigentlich in Schutt und Asche gelegt werden sollte. Das Set? Die Zuschauer? Oder war Janon das mittlerweile völlig egal? Doch die Situation war weitaus komplizierter. Aus der Ferne hallte urplötzlich ein bestialisches Lachen durch den Saal. Ein Lachen, das klang, als würden tausend Achims gleichzeitig aus der Dunkelheit brüllen.
      Tatsächlich strömten plötzlich unzählige Kopien von Achim aus dem VIP-Bereich. Aus ihren Masken sickerte ein dicker, grüner Schleim – exakt jene widerliche Substanz, mit der sie bereits damals auf der Insel Bekanntschaft gemacht hatten. Sie kicherten auf eine abgrundtief ekelerregende Art und flüsterten grausame Dinge in die Dunkelheit. Wo immer diese Monster näher kamen, zersprang das Licht der Scheinwerfer buchstäblich in tausend Einzelteile. Mit starren Blicken fixierten sie die Jungs, bereit, sie auf der Stelle in Stücke zu reißen.

      S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢
    • Oscar Bell & Stan L. & Liam Petrow

      "BOAH, JA! DER LUFTWÄCHTER MISCHT JETZT AUCH MIT!"
      Benis völlig deplatzierte, idiotische Stimme drang aus dem Hintergrund und zerriss die tödliche Spannung für ein kurzen Moment.
      Stan konnte sich ein kurzen verurteilenden Seiten Blick nicht ersparen. Die Luft war wirklich erstickend, aber das lag wohl eher daran das hier kaum Fenster waren!
      Wichtiger war jedoch das Stan kaum glauben konnte das Liam wirklich in diesem Mann steckte, der eine so erdrückende Aura ausstrahlte...Und auch unglaublich brutal war selbst einem wehrlosen Kind gegenüber!
      Sie konnten von Glück sprechen das sie selbst noch beim klaren Verstand ware.
      Doch Benis eben noch so idiotischen Worte erlangten neues Gewicht als er mit ansah wie sich wo aus Magie die dicke Ranken vom dem Baum um Achims Handgelenke schlangen wie Seile und ihn von Janon zurück zerrten.
      Aber nicht nur das...
      Es formte sich auch ein längliche Spitze Form in seinen Händen. Was...Passierte denn hier? Lag daran das Janon überhaupt Kontrolle über das ganze hatte? Wenn Janon das vorher gekonnt hätte...Wären sie längst von der Insel runter gekommen.

      "Willst du... wirklich den Platz von Achim in meinem Herzen einnehmen?"
      Liams Herzschlag, der noch eben vor blanker Zerstörungswut von Achim gerast hatte, geriet ins Stocken....
      Wollte er wirklich Achims Platz einehmen?
      Zwar erwartete Janon von ihm keine Wörtliche Antwort aber im ersten Moment der Egotischen gier in Liams Herzen, hätte ein bahne ihm ein Ja entgegen gebrüllt.
      Wäre es denn nicht VIEL besser wenn er seinen Platz einnahm, dann konnte Janon doch alles hier vergessen und ganz Neu mit ihm anfangen. Die neue...Bessere Version von ihm würde Janon noch Gründlicher verstehen. Mit Achim zusammen wäre er ein Unschlagbares Team!



      "Aahahahaha ... Wieso ... eigentlich nicht?“
      Plötzlich schien der Triumph nahe zu sein. Es fühlte sich an als hätte Liam ewig gegen eine Wand geschlagen, nur damit sie vor ihm endlich brach....
      "Also gut ... dann werde ich dir meine Liebe jetzt zeigen, Liam! Genieß sie in vollen Zügen, denn sie kommt von ganzem Herzen! Es ist die ultimative Liebe. Genau die, die ich auch meinem Vater als Gegenleistung geschenkt habe.“
      Die trügerische Süße in Janons Worten und dieser betörende Blick... Für den Bruchteil einer Sekunde hielt Liam die Luft an. Ein flackernder Funke von kranker, verdrehter Hoffnung keimte in ihm auf. War es das? Hatte er es endlich geschafft? Brach Janon nun endgültig unter dieser mörderischen Dominanz zusammen, um ihm die Liebe zu geben, nach der sich Liam so verzweifelt, so abgrundtief sehnte? Die rohe Gewalt, die in Achims Adern pumpte, war in diesem Moment blind vor Triebhaftigkeit. Er wollte ihn. Sein Eigentum endlich fest an sich drücken und am liebsten nie wieder los lassen.
      Dann würde Janon ihn bestimmt niemals mehr verlassen....

      Und dann....Zeigte ihm Janon genau die Liebe die er ihm versprochen hatte.
      Zum ersten mal löste sich sein Blick von Janons neuer Gestalt und Blickte starr an sich hinunter...Dunkles Blut floß aus der tief zugezogenen Wunde.

      "Schmeckt sie dir, Liam? So tief war ich jedenfalls noch nie in dir drin ...“
      Liam taumelte keuchend zurück. Er war wie gelähmt..... Das war er nicht das war er so sehr gewollt hatte!



      ... Liam wurde gerade förmlich von der Liebe, die er so besessen eingefordert hatte, erstochen. Ein eiskalter, giftiger Schock warf seine gesamte Psyche aus der Bahn. Die mörderische Wut, die ihn eben noch befeuert hatte, zerfiel zu Staub. Er starrte mit aufgerissenen Augen auf den massiven Holzspeer, aus dem das dunkle Blut quoll.
      Es hörte nicht auf....Janon musste etwas Lebenswichtiges getroffen haben...Er ...Er würde Sterben! Janon...Hatte ihn getötet ohne das kleinste zögern...!

      "Du verlierst eine Menge Blut ... Ist das wirklich das, was du wolltest? Wer auch immer mein Herz erobert ... wird am Ende nämlich genau so behandelt! Ich bin nun Mal vom gleichen Fleisch wie mein Vater! Nur ein Monster, dem jedes Mittel recht ist!“

      Oscar, der eben noch wie unnützer Abfall Boden gelegen hatte, starrte fassungslos zu Janon und der Szene hinauf. Sein Körper zitterte, doch durch eine irre, perverse Erregung. Genau diese abgründige, unberechenbare Grausamkeit war es, die Oscar an seinem Bad Boy so vergötterte! Janon hatte diesen Riesen einfach so abgestochen! Oscar war in diesem Moment wie ein tollwütiger Köter, der den Schmerz, das Blut und die Dramatik kaum verstand, sondern sich einfach nur dem Erotischen Punkt zu wandte. Am liebsten hätte er sich als Nächstes von Janons Speer durchbohren lassen, nur um diese sadistische Aufmerksamkeit zu spüren.
      "Da werde ja total Neidisch, ey!"



      Liam hatte es echt gut! Auch wenn dessen Gesichtsausdruck nicht besonderes Glücklich wirkte...Spürte er den schmerz überhaupt? Wenn nicht, konnte er total verstehen warum er nicht vor Erregung sich auf die Unterlippe biss.
      Doch das Schauspiel in der Dunkelheit entging auch Stan nicht, schließlich taumelte der große Kerl zurück und Präsentierte das Resultat von Janons mörderischen Rettung...

      ".... Ich hätte dir von Anfang an mein Gift zeigen müssen, damit du dich abwendest. Aber ... verdammt, ich hatte so große Angst, dich zu verlieren.“

      Er beobachtete die Szene mit kalter, angewiderter Klarheit. Dieser Angriff... er bestätigte jeden einzelnen seiner Verdachte. Janon war kein Opfer. Er war das rücksichtslose Monster, das Stan von Anfang an in ihm gesehen hatte. Ein Mörder, dem jedes Mittel recht war. Es schnürte Stan die Kehle zu, dass er Liam nicht vor diesem psychopathischen Boxer gerettet hatte. Wie oft hatte er Liam gewarnt? Und nun verreckte dieser naive Junge in der Hülle eines anderen Monsters, abgestochen von der Person, die er geliebt hatte. Stan spürte, wie sich in ihm eine abgrundtiefe, kalte Abneigung gegen diese Gruppe formte...

      Als die Ranke um Liams Handgelenk nach ließen sackte er schwerfällig auf die Knie. Das Blut rann an seiner Anzugjacke hinab. Die Kälte des Todes breitete sich in seinem massiven Körper aus. Und doch... als er aufsah und Janons vertrautes, wunderschönes Gesicht betrachtete, das ihm in diesem Albtraum ein letztes, Lächeln schenkte, entwich ein schwaches, dunkles Schmunzeln seinen Lippen. Ein absolut selbstironisches, bitteres Lachen krächzte aus seiner verblutenden Kehle. Tief in seinem naiven, gebrochenen Herzen hatte er es doch von Anfang an gewusst. Er hatte gewusst, was dabei herauskommt, wenn man sich in jemanden wie Janon verliebt. Man bekommt nicht nur das Herz gebrochen. Man wird wortwörtlich in Stücke gerissen. Es war so furchtbar absehbar gewesen....

      "... Es tut mir so leid, dass ich dich in all das hier hineingezogen habe, Babe ... Dass ich dich in diesem Moment opfere ... Aber ... ich schwöre dir, ich werde dich von mir und meinem Vater befreien ... Für dich ... werde ich versuchen, der Held dieser Geschichte zu sein. Wenigstens dieses eine Mal ... und nicht nur für mich selbst.“



      Es wäre wirklich schön...Wenn diese Worte stimmten. Liam hörte Achims Stimme nicht mehr, als hätte Janon diesen Teil schon getötet...Fehlte nur noch Liam der spürte wie die Welt vor ihm verblasste. Er konnte sehen wie er sich abwendete und sich dem kleineren Janon Version widmete...Dieses Ende hatte Liam wohl verdient.

      "Komm, Ochse, halt dich an mir fest!“
      Erneut spitze sich die Situation zu, sie würden wohl wieder Fallen...Das ganze nahm einfach kein Ende!
      Oscar hielt sich widerwillig an Janon fest, auch wenn er lieber gerade zu heiß gelaufen war und sich lieber auf etwas härtes von ihm gefreut hätte.
      Doch stand Libo-lei gab plötzlich von dem hässlichen Normalo irgend eine Erzählung. Das er Beni war...Die Info war bei Oscar noch nicht durchgekommen.

      "Hey, bis wir gleich auf dem Boden der Tatsachen aufklatschen, kann ich euch ja kurz eure Elementarkräfte erklären! Mann, wir werden ein so viel krasseres Team als diese aufgeblasenen W.I.T.C.H.! Wir sind nämlich die... B.I.T.C.H.!“
      "Hääh...? Ist das irgend so Verein ? Ich hab keine Kohle...Wenn das Geld kostet!"



      Was soll das überhaupt sein irgend ein neuer Kink??
      Doch bevor er was fragen konnte fielen sie alle, währenddessen erzählte Beni Munter weiter. Was für eine Abgedrehte scheiße!
      Stan hörte zwar zu empfand das ganze aber auch viel zu weit her geholt auch wenn Oscar meinte das ergäbe voll Sinn weil er Raucher ist....
      Am liebsten hätte sich Stan an die Stirn geschlagen....Jetzt wäre Izarra Anwesenheit gut gewesen das diesen Hobbuck widersprach...Er fühlte sich gerade wie der einzige Erwachsende mit eine Bande von Kindern die irgendwas verrücktes Spielen wollten. Während von gerade zwei Sekunden noch einer seiner engsten Freunde abgestochen wurden ist!!

      "Aber wenn das wahr ist, brauche ich gleich eure verdammte Hilfe! Oscar, vor allem dich und dein Feuer! Du musst gleich alles in Schutt und Asche legen, genau wie damals bei Liams Club. Zerstöre einfach—!“
      Doch bevor Janon weitere sprach schien sie unten angekommen zu sein.....
      ..............
      ..........................................
      .......................................................................
      Anderes als zuvor empfing sie keine tiefste Dunkelheit.
      Helle, bunte brennende Lichter von Scheinwerfern und einer Kulisse...
      Stan erkannte das Set sofort.
      Die scheinheiligen Lichter, die ekelhaften Zuschauer....
      Er hatte jeden Film und Serie in die Wyatt spielte gesehen.
      Genau so kannte Wyatts tragische, zerstörte Karriere die gerade erst begonnen hatte.
      Stan selbst war zu dieser Zeit in der die Serie lief in einer militärischen Ausbildung gewesen , die Lyons Familie forderte Perfektion von ihrem Butler, nicht nur im Service, sondern auch im Nahkampf.
      Als er von dem schrecklichen Unfall hörte der sich zugetragen hatte war seine Sorge um Wyatt groß gewesen...Aber wie immer hatte der Schauspieler ein Lächeln auf sein Lippen gehabt und schien zwar traurig darüber aber das schien ihn nicht zu beschäftigen.
      Stan hatte immer das Gefühl das sich irgendwas an Wyatt verändert hatte...Auch benahm er sich manchmal merkwürdig. Sophia und Matt schien das Thema jedoch todschweigen zu wollen weswegen es auch Stan untersagt war darüber zu reden...
      Stan brauchte nur ein kurzen Blick auf seine Hände und seine Kleidung zu werfen um zu bemerken das er Anderes als Oscar und Beni nicht in seinem alten Körper war.
      Aber was zur Hölle suchte sie hier hier an Wyatts alten Set?
      Janon, dieser barbarische Boxer, zog hier gerade den völlig unschuldigen Wyatt in seinen persönlichen Krieg hinein!?
      Stan verstand das endlose Gerede von "Elementen" und "Wächtern" nicht. Er war hier durch einen Irrtum gelandet. Das musste es sein....Aber er konnte nicht zu lassen das es sich noch weiter ausbreitet...



      "Stan ... du steckst jetzt in Wyatt, richtig? So ein Gesicht hat Wyatt nämlich nie gezogen ... Nicht einmal dann, wenn mein Vater mit ihm fertig war. Mein Beileid, dass du deinen echten Körper nicht zurückbekommen hast.“
      Stans Gesichtszüge verhärteten sich zu einer eisernen Maske. Janons Andeutungen... sie waren wie mehre Dolchstöße....



      Woher kannte Janon jetzt Wyatt so gut, um sein Gesichtszüge zu beurteilen...?!
      Auf den Bildschirm konnte er eine weit aus freundlichere Version von Serena erblicken aber er konnte sich nicht erinnern sie in der Serie von Wyatt gesehen zu haben.
      War das überhaupt ein Reale Darstellung oder würde es wie im Club enden...?
      Es gefiel ihm überhaupt nicht das Janon ihn so betrachtete, er hatte viele Fragen und in Moment war Janon auf seiner Liste an Personen die er verbscheute weit nach oben gestiegen....
      Alles in Stan hatte das Gefühl Wyatts Körper in diesen Moment beschützten zu müssen....Satdessen machte ihn Janon auf etwas aufmerksam das er auch direkt spürte.
      Es war wie mit Sophias blauen Flecken...Er konnte die Bisspuren spüren...Jeden Einzeln Abdruck der Zähne auf Wyatts doch viel zu weichen Haut.
      Der Gedanke war so ekelerregend, dass Stan sich zwingen musste, ruhig zu atmen.
      "Wusstest du ... wie gefährlich nah Monster dir kommen können? Sobald sie wissen was der Schlüssel zu deinem Herzen ist...“
      ....
      Stan schaute Janon direkt an...
      Er begriff sofort was er hier andeutet aber akzeptieren wollte es der Butler nicht.
      Wyatt...Soll Opfer eines solchen Monster gewesen sein...?!



      "Niemand ... wirklich niemand hat ihm je geholfen. Aber durch ihn habe ich eine Lektion gelernt: Um einem Monster zu entkommen, musst du selbst zu einem werden. Auch wenn das hieß, dass ich die Gefühle dieses zarten Blümchens in der Luft zerreißen, ihn mit nichts zurücklassen und seine Karriere zerstören musste.“
      ....Es klang wie ein erbärmliches Geständnis in Stans Ohren, dass Janon etwas mit dem Unfall und Serien Ende von Wyatts größten Erfolg zu tun hatte.
      Zutrauen würde er es ihm...
      Aber verdammt...Wyatt hatte NIE ihm gegenüber etwas geäußert oder hatte er die subtilen Andeutungen von Wyatt nie bemerkt?
      Wenn er nur damals...Bei ihm gewesen wäre....


      "Ich habe kein anderes Szenario im Kopf gehabt, in dem ich mich befreiter von meiner Vater gefühlt hatte. Alles...wegen diesem verkümmerten Gesicht eines Jungen, der beinahe das gesamte Schicksal von mir aufgenommen hatte. Gefangen in einem Zimmer ohne Fenster, nur die Wärme von diesem Bastard spürend...Wegen ihm...Hatte ich endlich begriffen was ich tuen musste!"
      Janon Worte...Sein ganzes Selbstbewusstes auftreten....Könnten gerade nicht weniger kalt lassen.
      Er verspürte eine enorme Verachtung....Das Schicksal war mit Wyatt verknüpft?
      Allein die Vorstellung wie Wyatt das selbige Leid durchfahren hätte können wegen eines Mannes...Der seine gierigen klauen nicht bei sich behalten konnte.
      Und dessen...Sohn. Spielte sich jetzt ein Held auf? Der es als seine Hoffnungsvollen wende Punkt sah....



      Er sah wie Janon das Feuer der Rebellion anschürte. Wie Beni und Oscar mit großer sicherheit ihn Tatkräftig unterstützten würden. Baute sich für Stan nur ein größere Distanz auf...Für ihn war dieses Theater spiel vorbei.
      Keine Regeln würde er mehr hier befolgen. Stan weigerte sich, Teil dieses asozialen Chaos zu sein und Wyatt tiefer in diese Lage zu bringen.

      "SCHNAUZE HALTEN, IHR VERDAMMTEN WICHSER!!“
      Stans Blick folgte dem ausgestreckten Zeigefinger von Janon auf das Publikum....
      Achim. Er lebte!
      Das bedeutet das auch...Liam...?!
      "SCHAU GENAU HIN, ACHIM! ICH WERDE DIESES SCHAUSPIEL NUN BEENDEN! DU WIRST FALLEN, DRECKSKERL! DENN MEIN LEBEN BESTIMME NUR ICH! BEHALTE DEINE LIEBE FÜR DICH!“

      Das eiskalte, grelle Licht der Scheinwerfer schlug Liam wie ein Peitschenhieb ins Gesicht. Er atmete keuchend ein, die Lungen brannten. Er dachte das es jetzt sein Ende gekommen war...Seine Erinnerung war nach dem der Boden eingebrochen war, so schwömmen...Er könnte schwören eine weitere verzerrte Person gesehen zu haben und...Einen Aufzug?
      Vielleicht bildete er sich das auch nur ein....
      Er war immer noch Achim. Doch das Blut, der Speer, das Blut... alles war fort. Sie befanden sich mitten in einer riesigen, johlenden Menge aus alten Männern. Vor ihnen eine Bühne. Ein Filmset.
      Auf ihn zeigte auch jemand...Janon?
      Er fühlte sich ganz benommen...Mittlerweile hatte komplett die Kontrolle über denn Körper verloren. Achim übernahm alles...Er war eher wie ein Beifahrersitzer der beim fahren gelegentlich weg döste...



      Was passierte hier gerade überhaupt...?
      ...
      Naja...War wohl auch egal...Achim wusste bestimmt was zu tun war. Er konnte spüren wie sich die Muskel anspannten und sein Blick direkt vernichtend auf Janon Provokation haftete. Doch war keine Unsicherheit spürbar. Er wusste tief in seinen inneres egal was Janon tat, es gab kein Ausgang...Sie dieses Katz und Maus spiel würde ewig gehen. Achims Augen waren überall und er würde ihn nicht entkommen lassen. Selbst wenn er ihm das Herz mehrfach durchstach.

      Janon demolierte den Bildschirm, das gejauhle wurde lauter und auch Oscar jubelte begeistert, endlich wurde es hier wieder Lustig!
      Dinge kaputt machen oder sich Prügeln konnte er doch am besten.

      "Oscar, ich glaube, Janon meint damit: LASS DIE SAU RAUS!... Oder etwa nicht?“

      Begeistert streckte Oscar sofort den Daumen in die höhe:
      "Kein Ding, ich lass alles raus!!", rief Oscar bester Laune.



      Oscar warf sich direkt ins Getümmel, drosch auf die heranstürmenden, schleimigen Achim-Kopien ein und steckte selbst einen satten Haken direkt ins Gesicht ein. Er spuckte Blut und grinste. Beni hatte etwas von Feuerkräften gesagt.Und dann gingen die Scheinwerfer knallend einer nach dem anderen aus.
      Die hereinbrechende Dunkelheit weckte in Oscar sofort die klaustrophobische Panik der Fensterlosen Zimmers. Ein eiskalter Schauer jagte über seinen Rücken.
      "Schluss mit dem Licht-Aus-Scheiß!", brüllte Oscar genervt, getrieben von einem plötzlichen, unbändigen Instinkt. Er riss die Hand nach vorne und plötzlich setzte bei ihm dem Wunsch getrieben dieser beschissenden Dunkelheit den Kampf anzusagen eine Verwandlung ein die sein Körper zum leuchten brachte, wie ein beknacktes Glühwümrchen!





      Die Luft um ihn knisterte, aber das war nicht alles Oscar konnte richtig spüren als hätte Benis Worte irgendwas krasses in ihm geweckt.
      Seine Kleidung und auch Haarfarbe änderte sich aber das schärfste war das Gefühl das gerade Oscar durch strömte, wie bei einen brodelnden Vulkan oder eher
      "Oha...Ich glaub ich komme gleich!~", lachte Oscar übergehype bei dem berauschenden Gefühl. Das war besser als jeder Drogenrausch!

      Von seiner Kapuze stiegen blaue flammen auf, die deutlich heißer waren als normale rötlich/orange Flammen. Wie bei einem Schweißbrenner, tanzen die Flammen an seiner Kleidung .
      Er war der Inbegriff der absolute Überladung!



      Oscar wischte sich verwirrt, aber absolut begeistert das Blut von der Wange. Er fühlte sich wie auf ein Adrenalin hoch Tour! Ein kochendes, reißendes Inferno pumpte durch seine Adern. Er lächelte wahnhaft, es brannte bestialisch...Kein Plan ob seine eigenen Flammen ihn schmerzen zufügen sollten aber sein Masochistische Neigung fand das absolut geil!
      Die blauen Flammen sind so unvorstellbar heiß, dass sie die Luft um ihn herum buchstäblich zerreißen!
      Statt flammen zuckten um ihn kleine Blitze...
      "Gebe ich einen coolen Feuerwächter ab??", fragte er total selbst überzeugt, auch wenn er nicht wirklich das widerspiegelt woran als erstes bei dem Wort Feuer gedacht wurde.



      Oscar riss die Hände nach oben, direkt in Richtung der erloschenen, zerstörten Scheinwerfer. Er wollte sie verbrennen und diesen Achim-Kopien ein schreck einjagen.
      Doch seine Flammen waren zu heiß, zu dicht. Die Luft um ihn herum begann aggressiv zu knistern. Statt eines Feuerstoßes zerriss plötzlich ein ohrenbetäubender Knall alles.... Ein blauer, wild zuckender Blitz schoss aus seinen Fäusten, chaotisch, unkontrolliert und von brutaler Zerstörungskraft. Er schlug in die Scheinwerfer ein und sprengte sie in einem Regen aus Funken und flüssigem Metall komplett in die Luft!!

      Ein paar Meter entfernt stand Stan, der ihre Action verurteilend mit ansah.
      Er zuckte nicht einmal zusammen.
      Sein Gesicht blieb eine unbewegte, steinerne Maske, während sich das grelle blaue Licht in seinen Pupillen spiegelte. Sein Verstand klammerte sich sofort an die Fakten, filterte das Chaos und sezierte das Unmögliche.
      "Blaue Flammen...", dachte Stan kühl, während sein Blick über Oscars Verwandlung wanderte...Er kontrolliert das Feuer nicht. Er vergewaltigt es mit roher Gewalt.
      Stans Augen verengten sich, als er die verbrannter Luft wahrnahm. Die Blitze ergaben plötzlich einen erschreckenden, logischen Sinn.
      "Er pumpt so viel Hitze in den Raum, dass er die Moleküle zerreißt. Seine Energie ist derart instabil und chaotisch, dass die Reibung eine massive statische Ladung erzeugt...", murmelte er nachdenklich...Es war erschreckend. Als würde man einem Hyperaktiven Kind ein Streichholz oder sogar ein ganzes Rakette zum selbst anzünden in die Hände drücken.
      Sie konnten von Glück sprechen, wenn sowas NICHT in der Realität passierte in der sie eigentlich Lebten.




      Es wäre blanker Selbstmord jemand wie Oscar so eine Fähigkeit zu geben. Wenn Oscar so weiter machte gingen sie gleich hier alle drauf...Schlimmer noch sogar er selbst. Er sah genau er bei denn Hitze zuckte und er sichtliche schmerzen hatte...
      Sollte jemand mit Feuerkräften nicht Immun gegen seine eigenen Kräfte sein...?
      Stattdessen lachte Oscar immer weiter während einige der Achim-Kopien mit seiner Kraft zurück schleuderte, dass die Grüne Substanz wie Regen sich verteilte.
      "Wohhaa, Wohaaa, scheiße! Das tut weh ! Aber MANN Ich LIEB es hahh! Fuck!!~~♥", lachte Oscar als sich die Flammen weiter um in bildeten und die blitze extremer um ihn zuckten.



      Es brach das blanke Chaos aus, das Publikum aus, die Leute begann zu merken das ihr Leben hier auf dem Spiel stand und dieses Gebäude gewiss es nicht lange aushielt.
      Aber auch Stan erkannte das dies womöglich erneut dazu diente Achim zu beseitigen damit Janon endlich frei kam...
      Stan hatte genug, es war ihm egal wie Janons Plan aussah...Die Perücke von Wyatt Rolle drückte er fester in seinen Händen.
      Abgesehen von Oscar heftigen Auftritt und diesen Achim-Kopien war es fast genau so wie es in denn Zeitungen gestanden hatte...
      Ein unkontrollierter Brannt zerstörte das ganze Set und da so viele Menschen in Lebensgefahr bracht wurden, hatte die Film Leute keine Chance mehr für einen Neu dreh...
      Dies war das Ende der Serie und Wyatt kurzen Ruhm....



      Doch wenn Achim hier war bedeutete das LIam ebenfalls darin steckte, selbst wenn die kleinste Chance bestand...Er MUSSTE Liam retten.
      Ohne ein weiteres Wort eilte Stan los und drängte sich an denn in panisch vorbei rennenden Leuten vorbei.
      "Sieh an wer da zu mir kommt...~" , dröhnte die Stimme von Achim wieder in Liams Kopf.
      Obwohl überall die Hektik ausgebrochen war, blieb Achim auf seinen Platz sitzen wie ein lauerndes Raubtier, dass wusste das ihm keine Gefahr drohte.



      "Liam!", rief Stan, als er das Monster seinen Freund erreichte. Er griff fest nach Achims großer Hand.
      "Wir müssen hier weg! Sofort! Oscar wird diesen Filmset mit sicherheit in die Luft jagen!"
      Doch Achim rührte sich nicht....
      Selbst Liam verwirrte diese Reaktion im ersten Augenblick.
      Stattdessen zog sich ein breites grinsen auf Achims Lippen als wäre alles genau so gekommen wie er es gewollt hatte.
      "Wyatt du bist und bleibst ein so braves Kind."



      "Immer denkst du als erstes an deinen aller besten Freund!~"
      Der griff wurde schmerzhaft fester wie ein eiserner griff um den Handgelenk des Grünhaarigen. Langsam erhob sich der Mann und verunsicherte Stan für ein Augenblick...Das...War doch noch Liam darin oder nicht?!
      "Liam...?", fragte Stan heiser nach.
      Plötzlich schossen Liam die Gefühle von Achim in sich hinein....Das war keine Liebe...Keine Freundschaft....Als würde er in diesen Jungen das gleiche sehen wie diese Frau die in der Küche war und Stan vorherige Rolle war...
      Als wäre der Junge vor ihm ein abgenutztes Spielzeug das Achim begann zu Langweilen weil es Janon nicht ersetzten konnte....
      ....
      ....Aber...Liam....wollte ihm gar nicht weh tun....



      Es hatte doch ausgesehen als würde sich der Grünhaarige gut mit Serena verstehen....Warum....Sollte er jemand ihm...Auf so Grausame Art wegnehmen? Dafür würde Janon ihn doch Hassen....Das war nicht ein Fünkchen von vergnügen....Das war...reine...Brutale...Gefühllose Handeln, als wäre die Person vor ihm ein Objekt....
      Liam versuchte, dieser aufsteigenden, ekelhaften Boshaftigkeit zu widersprechen, dass....War nicht was Liam denken würde.
      Er half immer gern Anderen, er schloss sehr gerne Freundschaften...Darum hatte er doch seinen Club...!
      ...Dieser Junge würde doch unter seiner Kraft zerbrechen...Das war doch....

      Mord...?



      Krampfhaft versuchte sich der Grünhaarige auf seinem Griff zu befreien.
      Als erkannte er seinen Fehler ihn retten zu wollen.
      "Lass...los...", zischte Stan leise aber mit bestimmenden Tonfall.
      Hatte er sich in ihm getäuscht...?! War Liam komplett verschwunden...? Vielleicht wie Izarra...???
      Das Gefühl vollkommender Wehrlosigkeit überkam Stan, der Gedanke das Wyatt eine solche Situation wirklich passiert sein könnte....
      Und...Niemand...Hat ihm Geholfen...!


      Krampfhaft versuchte Liam die Kontrolle wieder zu bekommen.
      "Achim...Lass ihn doch los! Was bringt es...Ihn zu verletzten und vielleicht zu töten?!"
      ...
      ................
      "Hörst du...?! Ich...Will das nicht!!"



      Aber er ließ ihn nicht los sondern zerrte ihn mit sich, zwar liefen sie in richtung der dunklen Ausgänge zu denen auch das Publikum stürmte aber erkannte er deutlich...Das dort kein Ausgang war. Es sah aus wie ein offener Mund, aus der die Grünen Substanz über den Boden hinaus lief.....Als würde der Traum ihn endgültig verschlingen wenn man hindurch laufen würde...Es fühlte sich für den Videospiel Liebhaber an, wie ein Death-End...
      Achim sagte irgendwas zu ihm aber aus irgend ein Grund verstand Liam kein Wort mehr...Es war wie ein dumpfes brummen...
      Doch es kam ihn vor als würde egal was er sagte nur davon handeln ihn von seinen Taten zu überzeugen....
      Liam begriff schlagartig die furchtbare Wahrheit. Sie dachten nicht wie eine einzige Person! Achim fraß sich förmlich in ihn hinein. Er wollte Liam komplett verschlingen. Er wollte ihm Janon wegnehmen, wollte Liams Existenz ausradieren, um dessen Platz einzunehmen!



      Liam kam sich unsagbar Dumm vor das er es nicht sofort bemerkt hatte...Jetzt wo er die Kontrolle vollkommen abgeben hatte und er in Janons Augen bestimmt für alle Ewigkeit es verschissen hatte...
      Aber er konnte nicht...Zulassen das Achim einfach weiter machte!
      Für einen winzigen, übermenschlichen Bruchteil einer Sekunde bäumte sich Liams Seele mit der gesamten Kraft seiner Verzweiflung auf. Er riss die Kontrolle über Achims Stimmbänder :

      "LAUF WEG!!"




      Mit einem brutalen Ruck zwang Liam die Finger das Handgelenk los zu lassen.
      "Lauf weg... von mir!", presste Liam hervor, während Achims Verstand bereits wieder wütend gegen Liams winzige Rebellion ankämpfte.
      Stan stolperte rückwärts, als der Druck schlagartig nachließ. Er rieb sich über das schmerzende, rot angelaufene Handgelenk....Eigentlich ein Witz gegenüber denn Anderen Abdrücken auf seiner Haut.... Sein analytischer Verstand erkannte sofort was los war, dass war Liam! Er war noch da! Doch schien es Probleme zu geben....



      Bevor Stan jedoch überhaupt reagieren oder sich in die vermeintlich sichere Richtung der Bühne wenden konnte, traf ihn etwas von der Seite.
      Die hereinbrechende Dunkelheit und Oscars chaotische Blitze hatten den Raum in ein absolutes Horrorszenario verwandelt. Aus den dunklen Mündern der Ausgänge strömten nicht nur grüne Pfützen, sondern weitere, schleimbedeckte Kopien von Achim.
      Eine dieser abscheulichen Kopien hatte Stan im Visier. Eine glitschige, eiskalte Hand packte Stan erbarmungslos an der Schulter, eine andere schloss sich fest um seinen Nacken. Die Kreatur stank nach faulem Fleisch und dieser widerlichen toxischen Substanz.
      "Wo willst du denn hin, mein süßes Blümchen?~", flüsterte die Kopie mit Achims kranker, samtweicher Stimme direkt an Stans Ohr, während sie begann, ihn mit unaufhaltsamer Kraft in Richtung des dunklen, triefenden Schlunds zu zerren.
      Believe Me ~