Ezra
“Dann gratuliere ich lieber nicht. Ich hoffe, dass du dich trotzdem geliebt fühlst und weißt, dass du absolut umwerfend aussiehst”, erklärte Ezra mit gesenkter Stimme, damit Nachbartische das Gespräch nicht mitbekamen. Das Pärchen links von ihnen war über ein Handy gebäugt, während die junge Frau rechts von ihnen aussah, als würde sie gleich mit einem Brötchen in der Hand einschlafen, aber man wusste ja nie, wer so lauschte und heute konnten sie sich keinen zusätzlichen Stress erlauben. Dafür gab sich Ezra Mühe, den Kommentar zu seinem Frühstück zu überhören. Er war sich absolut sicher, dass er nichts drin behalten würde, was er essen würde. Zum Glück hatte Andrew mit ihrer Mission bereits das nächste Thema gefunden. Zwar kein schöneres Thema, aber immerhin.
“Ich weiß nicht, was du meinst. Ich habe den Eindruck, dass Nadia unsere humorvollen Unterhaltungen absolut wertschätzt. Sie wollte mich immerhin so dringend bei sich behalten, dass sie mich am Sessel festgetackert hat”, merkte er sarkastisch an, während er kurz die Hand hob, die Nadia ihm so großzügig durchstochen hatte. Es war absolut keine Frage, dass sie sich zuerst auf ihn stürzen würde. Was Fluch und Segen zugleich war. Einerseits war er froh, dass Andrew damit vorerst aus der Schusslinie war, andererseits hing er mittlerweile wirklich an dem Leben, das sie sich aufgebaut hatten. Trotzdem musste er auf Andrews abschließenden Rat hin etwas lächeln. “Keine Panik. Du weißt ja selbst, wie schwer man mich fangen kann. Wie oft hast du es in den letzten neun Jahren geschafft? Vier mal? Höchstens fünf? Wird schon schief gehen.” Er hob die Tasse erneut an und zwang den nächsten Schluck Kaffee herunter.
Der restliche Morgen verging wie im Flug. Ezra bekam von der Fahrt kaum etwas mit Sie wurden von Mikhail, einem jungen Kollegen begrüßt, der ihnen nochmals erklärte, wie genau der Ablauf geplant war, fast Wort für Wort so, wie Andrew es eben noch am Frühstückstisch getan hatte, nur mit einem leichten russischen Akzent und weniger Nervosität, was Ezra überraschenderweise tatsächlich half, seine eigene Nervosität ein wenig runter zu schlucken. Sie selbst würden den Köder spielen, die anderen MLO Agenten, die in zivil in der Nähe waren, oder als Scharfschützen auf drei der umliegenden Dächer verteilt waren, würden eingreifen, sobald Nadia abgelenkt genug war. Auf dem Papier war es ein verdammt einfacher Plan.
"Also", schloss Mikhail, während er ihnen beiden je einen dezenten in-ear Kopfhörer entgegen hielt, damit sie in Verbindung bleiben konnten, "Augen offen halten, nichts Dummes tun und keine Alleingänge." Er schenkte ihnen ein strahlendes Lächeln. "Wir sind geprobt in sowas. Das wird problemlos über die Bühne gehen." Er hielt ihnen kurz eine Hand zu einem High Five entgegen, was so absurd war, dass Ezra automatisch einschlug. Mikhail nickte ihnen nochmal zu, bevor er sich von ihnen wegdrehte und im Strom der anderen Touristen und Passanten verschwand.
"Warum können wir nicht immer so optimistische Kollegen haben?", fragte Ezra, während er Mikhail hinterher sah, bis er ihn in der Menge verlohr. "Warum müssen wir uns mit Richard rumschlagen? Denkst du, wir könne die beiden austauschen?" Er hatte selbst keine Ahnung, wovon genau er redete. Er war zu nervös, um noch ordentlich zu denken. "Wir sollten ein Austauschprogramm vorschlagen, wenn wir wieder in London sind."
“Dann gratuliere ich lieber nicht. Ich hoffe, dass du dich trotzdem geliebt fühlst und weißt, dass du absolut umwerfend aussiehst”, erklärte Ezra mit gesenkter Stimme, damit Nachbartische das Gespräch nicht mitbekamen. Das Pärchen links von ihnen war über ein Handy gebäugt, während die junge Frau rechts von ihnen aussah, als würde sie gleich mit einem Brötchen in der Hand einschlafen, aber man wusste ja nie, wer so lauschte und heute konnten sie sich keinen zusätzlichen Stress erlauben. Dafür gab sich Ezra Mühe, den Kommentar zu seinem Frühstück zu überhören. Er war sich absolut sicher, dass er nichts drin behalten würde, was er essen würde. Zum Glück hatte Andrew mit ihrer Mission bereits das nächste Thema gefunden. Zwar kein schöneres Thema, aber immerhin.
“Ich weiß nicht, was du meinst. Ich habe den Eindruck, dass Nadia unsere humorvollen Unterhaltungen absolut wertschätzt. Sie wollte mich immerhin so dringend bei sich behalten, dass sie mich am Sessel festgetackert hat”, merkte er sarkastisch an, während er kurz die Hand hob, die Nadia ihm so großzügig durchstochen hatte. Es war absolut keine Frage, dass sie sich zuerst auf ihn stürzen würde. Was Fluch und Segen zugleich war. Einerseits war er froh, dass Andrew damit vorerst aus der Schusslinie war, andererseits hing er mittlerweile wirklich an dem Leben, das sie sich aufgebaut hatten. Trotzdem musste er auf Andrews abschließenden Rat hin etwas lächeln. “Keine Panik. Du weißt ja selbst, wie schwer man mich fangen kann. Wie oft hast du es in den letzten neun Jahren geschafft? Vier mal? Höchstens fünf? Wird schon schief gehen.” Er hob die Tasse erneut an und zwang den nächsten Schluck Kaffee herunter.
Der restliche Morgen verging wie im Flug. Ezra bekam von der Fahrt kaum etwas mit Sie wurden von Mikhail, einem jungen Kollegen begrüßt, der ihnen nochmals erklärte, wie genau der Ablauf geplant war, fast Wort für Wort so, wie Andrew es eben noch am Frühstückstisch getan hatte, nur mit einem leichten russischen Akzent und weniger Nervosität, was Ezra überraschenderweise tatsächlich half, seine eigene Nervosität ein wenig runter zu schlucken. Sie selbst würden den Köder spielen, die anderen MLO Agenten, die in zivil in der Nähe waren, oder als Scharfschützen auf drei der umliegenden Dächer verteilt waren, würden eingreifen, sobald Nadia abgelenkt genug war. Auf dem Papier war es ein verdammt einfacher Plan.
"Also", schloss Mikhail, während er ihnen beiden je einen dezenten in-ear Kopfhörer entgegen hielt, damit sie in Verbindung bleiben konnten, "Augen offen halten, nichts Dummes tun und keine Alleingänge." Er schenkte ihnen ein strahlendes Lächeln. "Wir sind geprobt in sowas. Das wird problemlos über die Bühne gehen." Er hielt ihnen kurz eine Hand zu einem High Five entgegen, was so absurd war, dass Ezra automatisch einschlug. Mikhail nickte ihnen nochmal zu, bevor er sich von ihnen wegdrehte und im Strom der anderen Touristen und Passanten verschwand.
"Warum können wir nicht immer so optimistische Kollegen haben?", fragte Ezra, während er Mikhail hinterher sah, bis er ihn in der Menge verlohr. "Warum müssen wir uns mit Richard rumschlagen? Denkst du, wir könne die beiden austauschen?" Er hatte selbst keine Ahnung, wovon genau er redete. Er war zu nervös, um noch ordentlich zu denken. "Wir sollten ein Austauschprogramm vorschlagen, wenn wir wieder in London sind."