[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Victor hatte sich tatsächlich soweit in Ordnung gebracht, dass er am nächsten Morgen sogar sein Haus aufgeräumt hatte und den Wagen seiner Partnerin aus der Werkstatt geholt hatte. Er hatte das fahren fast schon verlernt, doch das klappte nach ein paar Anläufen schon besser. So konnte er diesen auch ruhig in seiner Einfahrt stehen lassen.
      Auch wenn er der Meinung war sein Haus aufgeräumt zu haben, großartig sah es nicht aus. Seine Kisten ließ er immer noch im Weg stehen, hatte manche davon höchstens in die Zimmer bewegt für die sie vorbestimmt waren. Dann setzte er sich auf sein Sofa und holte sogar seine Akten hervor, die er wegen des Falls bei sich im Haus hatte. Auch wenn er sich die Zeit freinahm, so konnte er weiterhin sich etwas überlegen und noch einmal die Tage in der Hütte vor Augen rufen. Angenehm war anders und schmerzhaft blieb es, wenn er versuchte sich an ihre Flucht zu erinnern. Es war nun vorbei. Einen ganzen Monat war es her nun und er hatte alles wieder unter Kontrolle, zu mindest fühlte es sich noch so an. Er war glücklich. Das hatte er gebraucht.
      Auf ihre SMS antwortete er mit einem Daumen-hoch Emoticon. Das hatte er oft benutzt, weil es einem auch um die zwei Buchstaben erleichterte, die er statt diesem schreiben musste.

      Am nächsten Nachmittag stand er mit dem Wagen auf dem Parkplatz und nahm sich noch die Zeit eine Zigarette zu rauchen, was er schon eine Weile lang nicht mehr getan hat. Dann lief er rein und ließ sich von den Schwestern wieder zu Naira bringen.
      "Und...alles soweit klar mit dem Kopf?", tauschte er seine Begrüßung mit einer fürsorglichen Frage, als er durch die Tür ins Zimmer kam.
    • Naira O‘Connor

      Eine halbe Stunde ,gefühlt eine halbe Ewigkeit, hatte sie in der Röhre gelegen und die verschiedenen Sachen gemacht, die ihr die Ärzte angewiesen hatten. Ihrer Meinung nach machten sich alle einfach viel zu viele Sorgen und waren viel zu sehr damit beschäftigt, nach etwas zu suchen, dass es nicht gab. Letztendlich hatten sie auch nichts gefunden und konnten die Suche endlich beenden, damit stand der Entlassung auch nichts mehr im Wege. Mehrmals hatte ihr Arzt ihr die Idee ausreden wollen, hier war sie sicherer und hier konnte sie sofort behandelt werden, im Notfall, doch ihr war es recht egal. Naira wollte endlich raus und auch endlich wieder mit Spike raus gehen.
      Für die Entlassung hatte sie sogar mit ihrer Therapeutin das Laufen mit Krücken geübt, es klappte deutlich besser, als das Laufen an sich. Die Zeit bis zu der Entlassung und bis Victor da sein würde dauerte auch ihre Ewigkeit, denn Naira wusste nicht, wann ihr Partner da sein würde. Als er endlich in das Zimmer rein sah konnte sie ihre Aufregung kaum zurück halten.
      „Ich sagte doch, es ist nichts!“,kam es von ihr und sie lächelte ihn sofort breit zur Begrüßung an. „Ich habe sämtliche Verbände und so mitbekommen, aber ich werde ja auch wieder zurück kommen, mindestens für die Therapie! Die behandeln mich, als würde ich auswandern wollen.. bin sowieso froh, dass ich wenigstens etwas zum Anziehen habe, denn meine Uniform ist hin.. ich müsste ne neue beantragen“. Sie seufzte ein Mal und schüttelte kurz darauf leicht den Kopf. Wenn sie aufgeregt war, sprach sie zu gerne viel zu viel. „Krücken habe ich auch“, entgegnete sie letztendlich und musterte ihren Partner für einen Augenblick.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Entwicklung nach wenigen Tagen konnte man förmlich spüren. Naira sprudelte über vor Energie. Energie zum Quatschen. Die junge Frau war bereit aus ihrem Krankenzimmer auszubrechen und wieder nach Hause zu gehen. Dort wo sie auch erwartet Spike wiederzusehen, doch diesen müssten sie noch abholen und da kamen sie nicht dran vorbei bei Alex vorbei zu gehen, der den Hund bei sich daheim ließ und nicht mit auf das Revier nahm. Dem Husky musste es unglaublich langweilig sein, wenn an bedachte, wie viel Auslauf der Hund eigentlich sonst immer hatte. Ein wenig hatte Victor doch ein schlechtes Gewissen gegenüber ihr, dass er Spike nicht zu sich genommen hatte, um sich um ihn zu kümmern. Er war sich sicher gewesen, dass es Spike bei ihm nicht unbedingt sehr gut gegangen wäre. Aber die zeit war vorbei und er konnte sie nicht zurück holen.
      "Langsam. Das lässt sich alles nach und nach erledigen...", sagte Victor und trat vollends ins Zimmer ein, ließ die Türe jedoch offen, denn sie sollten gleich gehen. Länger musste keiner von ihnen hierher kommen.
      "Hast du die Zeiten ausgemacht für deine Therapie?...Dann weiß ich wann ich dich her fahren muss.", war nicht so als hätte er viel zu tun gehabt, denn den Dienst konnte er getrost bei Seite lassen. Dafür hatte er auch den Segen ihres Captains.
      Sein Blick fiel auf die Krücken an der Seite des Bettes und er legte leicht den Kopf schief, "Schnapp sie dir und wir verschwinden von hier. Sollten deinen Hund noch von dem...Blonden abholen."
    • Naira O‘Connor

      „Ja Mutti, ich habe Zettel mit Terminen..“,murmelte Naira belustigt und musste breit grinsen, während sie ihren Partner ansah. Sie hatte wirklich an alles gedacht, damit es keinen Grund gab, sie nicht nach Hause zu lassen,selbst alle Unterlagen waren bereit. „Das da muss ich mitnehmen“,sagte sie und deutete auf den Berg auf dem Nachttisch. Medikamente und Papiere befanden sich hauptsächlich auf diesem, aber alles konnte Naira nicht mitnehmen und ein wenig ärgerte sie ihre Hilflosigkeit schon..
      Langsam hatte sie sich hingesetzt und zog das Bein mit sich mit, bevor ihre Füße den Boden berührten. Ganz so warm würde sie nicht angezogen sein,aber sie würde ja nur kurz draußen sein, nichts wildes. Sie bekam mit, dass sie eigentlich noch bei Alex vorbei mussten und sie wollte seufzen, doch beließ es lieber. Sie schnappte sich viel lieber ihre Krücken und stellte sich mit ihrer Hilfe langsam hin. Es klappte genauso gut,wie es bei der Therapie geklappt hatte und Naira war froh, dass ihr wenigstens das gelingen konnte. Ihre Jacke musste sie noch mitnehmen und anziehen, aber ihr war es wichtig langsam zur Selbstständigkeit zu kommen. „Ich hoffe mein kleiner will überhaupt mit mir mitkommen“,sagte sie ein wenig ironisch und nahm langsam den Weg zu ihrer Jacke, während sie versuchte nicht an die Schmerzen im Bein zu denken.
      Als die Jacke mühsam angezogen war, sah sie gerne zu ihrem Partner. „Wir können“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hatte keinen Grund Naira zu hetzen und so wartete er geduldig bis sie sich bereit machen konnte und sich die Jacke übergezogen hatte. Noch einmal so eine Kälte auf nackter Haut mussten sie beide nicht spüren. Er musste sich auch selbst endlich einmal eine dicke und angenehme Jacke kaufen, damit er nicht mehr frieren musste, sobald er draußen war.
      "Die Papiere nehme ich mit. Du hast dich selbst zu tragen."
      Er schnappte sich den Berg an Medikamenten und Papierkram und besah sich die wackeligen Schritte seiner Partnerin, wie sie auf die Beine kam. Das war ein seltsamer Anblick und es schmerzte auch ihm. Jeder Schritt von ihm schmerzte ihm.
      Das hätte nicht dazu kommen dürfen, dachte sich Victor und senkte den Blick. Sich bei ihr zu entschuldigen war aber mindestens genau so schwierig, deswegen blieb er still und lief voraus, als sie das Zimmer und auch das Krankenhaus hinter sich ließen. Naira war durch die Krücken nicht sonderlich schnell.
      "Ich denke nicht, dass dein Hund gerne bei dem Kerl ist. Er weiß ja, wie sehr du ihn magst.", kommentierte Victor und öffnete den Wagen, den er frisch für Naira aus der Werkstatt geholt hatte und der auch voll getankt war dank ihm.
      Er war sogar noch warm, weil er es nicht lassen konnte die Heizung auf dem Weg von sich zu Hause aufzudrehen.
      "Soll ich dir...helfen, irgendwie?", fragte er, während er ihren Kram hinten im Wagen verstaute.
    • Naira O‘Connor

      Langsam war sie aus dem Zimmer gekommen und strengte sich an, um so schnell es ihr möglich war voran zu kommen. Die Schwestern hatten sie im Flur noch verabschiedet, die fanden es alle schon traurig,dass sie gehen wollte, aber Naira hatte es schon beschlossen und daran gab es nichts zu ändern. Sie musste sich immer wieder auf die Zähne beißen und war froh, dass die beiden den Aufzug runter nahmen, denn mit der Treppe hätte sie sicherlich Schwierigkeiten bekommen.
      Draußen war es immer noch so kalt, wie es Naira in Erinnerungen hatte, aber die Luft war eine deutlich andere, als im Krankenhaus und gerne machte Naira eine Pause um ihre Lungen mit dem frischen Sauerstoff zu füllen. „Wenn ich nicht wüsste,dass ich nicht wieder aufstehen könnte würde ich mich zu gerne in den Schnee werfen und es genießen“,sagte die Dunkelhaarige zu ihrem Partner und lächelte breit, bevor sie sich langsam auf dem Weg zum Auto machte. Während Victor deutlich schneller am Wagen war, hatte Naira ihre Probleme mit der Puste und machte zunächst eine Pause, bevor sie die Wagentür aufmachte und den Sitz betrachtete. „Ich melde mich, wenn ich Hilfe brauche“,antwortete sie und versuchte sich in den Wagen zu setzen, was erstaunlich gut klappte. Nachdem das rechte Bein auch seinen Weg in das Auto fand, konnte Naira auch die Krücken rein nehmen und die Tür zu machen. Sie musste mehrmals tief Luft holen, es war ein viel zu großer Kraftakt gewesen, doch so schnell konnte sie sich nicht beruhigen. Während sie im Auto saß kamen Erinnerungen vor ihrem geistigen Auge hoch und sie sah sich und ihren Partner wieder im Wagen sitzen, während draußen der Sturm unterwegs war. Es klopfte wieder an der Scheibe und Naira wollte wieder zu ihrer Waffe greifen, bis aber ihr klar wurde, wo sie sich befand.
      Mehrmals blinzelte die Dunkelhaarige, bevor sie zu dem Gurt griff und sich abschnallte. „Komisch als Beifahrer hier zu sitzen“,murmelte sie und sah aus dem Fenster, um sich wieder zu beruhigen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sofern alles verstaut war und sie nichts mehr daran hindern konnte loszufahren, nahm sich Victor noch ein wenig Zeit für sich und sie und beobachtete Naira dabei, wie sie trotz Schwierigkeiten auch alleine in den Wagen kam. Das war tatsächlich ein Kraftaufwand, da es schließlich auch erhöht war, denn ihr Wagen war ein Geländewagen nach dem klassischen Sinne. Es fehlte nur noch, dass man ihn wieder genau so dreckig machte, dann würde er den Wägen alle Ehre machen.
      "Wir lassen dich beim nächsten Mal in den Schnee fallen...", sagte Victor leise im Hintergrund, bevor er um den Wagen herum trat und sich dann selbst hinter das Steuer setzte. Er fuhr selten. Auch damals, war er nur wenig mit dem Dienstwagen umher gefahren, auch wenn er es gekonnt hätte. Es war angenehmer auf der Beifahrerseite zu sitzen, meistens. Aber heute war es das wert. Er konnte jemandem helfen, dem er es schuldete.
      Schließlich startete er den Motor und blickte verwirrt zu Nairas Seite, da sich jemand erdreistete an die Scheibe auf ihrer Seite zu klopfen. Zu sehr hatte es den bitteren Nachgeschmack von ihrem Ausflug und auch er war fast gewillt dazu gewesen nach seiner Waffe zu greifen, bis es sich herausstellte, dass es nur eine Schwester war, die ein kleines Päckchen in der Hand hielt und es Naira geben wollte. Was darin war, konnte Victor nicht ausmachen, doch er tippte auf irgendein Medikament, dass ihr helfen sollte und dass sie vergessen hatten mitzunehmen.
    • Naira O‘Connor

      Ihr Herz schlug wie verrückt und der Körper pumpte noch immer Adrenalin, damit sie hier wegkommen konnte, aber bei einer Schwester war es sicherlich nicht nötig. Nur zörgerlich ließ Naira die Scheibe runter und schenkte der Schwester ein breites Lächeln, als sie ihr das kleine Paket in die Hand drückte. „Noch eine gute Besserung!“,hatte die Frau gesagt, bevor sie wieder rein eilte, denn sie hatte keine Jacke getragen und dementsprechend war es natürlich auch kalt. Als sie drinnen verschwand ließ Naira das Fenster wieder hoch und legte das Paket auf ihren Schoß ab, bevor sie zu Victor sah. In ihrem Blick spiegelte sich noch die Panik ein wenig, die sich durch die Krankenschwester breit gemacht hatte, aber Naira versuchte das zu schlucken und drehte sich einfach wieder nach rechts zurück, um aus dem Fenster zu sehen. Sie sagte zu der Situation nichts, ließ es lieber unkommentiert und konzentrierte sich eher auf das Beruhigen ihres Herzens, welches bald wahrscheinlich den Geist aufgeben würde, wenn es dauernd so raste.
      Naira musste die Erinnerungen los werden und das so schnell es ging, sie musste die Vernehmung ein wenig vor ziehen. Dann würde sich sicherlich alles ändern.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Krankenschwester war nur für einen kurzen Moment da und doch hätte man sie verfluchen können, für ihr Auftreten. Dabei konnte sie rein gar nichts dafür, denn niemand hatte den Ärzten erzählt, wie sie von dem Mann aus dem Wagen gelockt worden sind und wie sie überhaupt darauf kamen in einer Hütte den Sturm verbringen zu wollen. Victor schnaufte leise, als die junge Frau wieder von dannen eilte, um sich nicht noch länger der Kälte aussetzen zu müssen. Naira schluckte dabei die Panik für sie beide runter. Victor konnte sie mit einem Kinnkratzen von sich streifen, hoffte er. Dann verließ er per Rückwärtsgang den Parkplatz und fuhr hinaus auf die offene Straße, die wie sonst auch immer, nur mit wenigen Leuten befahren wurde.
      Der Boden war noch immer glatt und mit Frost bedeckt nach so einem Sturm und an den Seiten türmten sich Massen an Schnee, die man so früh wie möglich von den Straßen gegraben hatte.
      Er fuhr sie gemeinsam erst einmal zum Revier, denn wo anders konnte er sich nicht vorstellen Alex anzutreffen.
      "Die anderen freuen sich bestimmt dich auf beiden Beinen wieder zu sehen...", sagte er und parkte den Wagen in einem freigeräumten Parkplatz neben einem Polizeiwagen. Dann ließ er den Motor verstummen und sah zu Naira rüber. Es lag natürlich an ihr, ob sie ins Revier mitkommen wollte oder nicht.
      "Wir müssen Alex hier abholen, damit er Spike aus seiner Wohnung lässt...", erklärte Victor zusätzlich, warum sie hier waren.
    • Naira O‘Connor

      Als Victor vor dem Revier parkte musste Naira seufzen und versuchte nicht allzu deprimiert zu wirken. „Ich glaube wohl eher nicht, dass die sich freuen.. ich kann gern eine Hexe sein.. laut Alex“,sagte sie kopfschüttelnd. „Seit der Abfuhr von mir denken viele anders von mir.. Gott weiß, was er ihnen erzählt hatte“. Naira überlegte einen Moment, ob sie wirklich mitkommen sollte,aber wieder aus dem Wagen auszusteigen, um dann wieder einzusteigen...das würde sehr mühsam sein, vor allem in den dünnen Klamotten.
      „Moment mal.. du sagtest Wohnung?! Hat er Spike gar nicht mitgenommen?!“,fragte Naira sehr aufgewühlt und sah zu Victor rüber. „Der braucht Auslauf!“. Sie konnte es sich schon vorstellen, wie viel Langeweile ihr Hund hatte und langsam tat es ihr wirklich Leid für das, was passiert war. „Dem werde ich was sagen“,murmelte die Dunkelhaarige wütend und öffnete die Tür, um dann langsam und mühsam aus dem Wagen zu steigen. Ganze fünf Minuten hatte es gedauert, aber sie war stolz als sie es geschafft hatte und marschierte sofort auf den Krücken zum Revier, um Alex die Meinung an den Kopf zu werfen.
      Die Dame am Empfang sah verwundert zu Naira rüber, als sie sie erkannte und wollte etwas sagen, aber sie marschierte stur in das Büro ihres Kollegen. Dieser hatte Besuch von einem anderen, aber er verstummte, als er Naira sah. „Wo ist Spike?“,fragte sie mit einem genervten Unterton und ließ die Tür gegen die Wand knallen. Alex war bei ihrer Stimme fast aus dem Stuhl gefallen, er hatte sie gar nicht erwartet. „Naira?“,fragte er verwundert und suchte schon nach einer Ausrede. „Wo..ist..Spike?“,fragte sie noch ein Mal. „Zuhause.. ihm ging es nicht gut..“,kam es dann von Alex zögerlich und wenn Blicke hätten töten können, dann wäre der Blonde schon längst im Grab. „Nimmt man ihn dann nicht mit zum Arzt oder passt besser auf ihn auf?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Zuerst wollte er ihr ja vorschlagen, dass er alleine reingeht und sich um den Schlüssel kümmert oder Alex mit in den Wagen schleppte, damit er sie zu seiner Wohnung brachte. Doch es reichte nur einmal zu sagen, dass der Hund sich alleine in der Wohnung befand und damit verbunden nicht den Auslauf bekam, den ein Husky bekommen sollte, war genug gesagt.
      Naira zögerte nicht, sondern stieg sofort aus dem Wagen, auch wenn sie ihre Zeit brauchte. Victor wartete das ganze ab und ließ sie auch voraus stürmen in das Revier, beobachtete ihre Szene und zuckte mit den Schultern, als die Empfangsdame irritiert zu ihm sah. Kurz und bündig erklärte er dieser dann, dass es wirklich die totgeglaubte Detective war, die nun auf dem Weg war jemandem ganz weit den Hintern aufzureißen.
      Auf eine eigenartige Art und Weise freute sich Victor und kämpfte damit ein schelmisches Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen, als er ebenfalls in das kleine Büro kam und es somit auch überfüllt war. Alex war nicht sonderlich glücklich über den Überraschungsbesuch, denn Victor hatte sich auch nicht die Mühe gemacht mit ihm darüber zu reden, dass er den Hund demnächst abholen wollte. Damit lief der junge Polizist in eine Falle. Sie war nicht mit dieser Intention aufgebaut worden, doch sie erfüllte ihren Dienst.
      Alex versuchte sich heraus zu reden und es misslang ihm. Victor sah zufrieden drein, lehnte mit verschränkten Armen an der Tür und ließ es Naira erledigen, dass sie ihren Hund sofort abholen durfte.
      Zu wissen, dass dieser Kerl mal etwas von ihr wollte und nun zu sehen, dass er von Naira eine verbale Ohrfeige kassierte, war Balsam für den Rotschopf.
    • Naira O‘Connor

      Eigentlich sollte sie sich nicht aufregen und die sollte sich auch ganz sicher nicht überanstrengen, aber die Wut, die sie ans Tageslicht brachte war wie eine Schmerztablette, denn für einen Moment hatte Naira vergessen, dass sie eigentlich für tot erklärt wurde, was sie vielleicht auch gar nicht wusste, und das das Bein schmerzte. Es hatten sich so ziemlich alle auf dem Flur versammelt und konnten nicht aufhören die Dunkelhaarige anzustarren, während sie sich aber eher auf den Blonden konzentrierte. „Spike ist nie krank.. ich will ihn zurück haben..“,sagte Naira letztendlich und ballte die Hände auf den Krücken zu Fäusten. Alex sah ein wenig ungläubig zu ihr, sie wusste was in seinem Kopf vor ging. „Ich bin aus dem Krankenhaus raus und würde gerne meinen Hund zurück haben“,betonte sie wieder und wie aus der Trance erwachte Alex, um nach seinen Schlüsseln zu greifen. „Geht doch..“,murmelte sie, während sie sich umdrehte und langsam aber sicher aus dem Büro raus ging. Es starrten sie alle an und Naira musste breit grinsen, aber anstatt irgendetwas zu sagen marschierte sie weiter mit ihren Krücken zum Ausgang hin, um schnellstmöglich da rauszukommen und ihren Hund aus der Gefangenschaft zu befreien. Währenddessen hatte sich ihr Captain in der Tür angelehnt und lachend den Kopf geschüttelt. Die Frau hatte schon immer eine Schwäche für Naira gehabt, erinnerte sie sie doch an ihr Temperament, als sie jünger war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schmunzelte noch, als er sah wie gehorsam doch der Blonde ihr gegenüber reagierte. Zwar mit einer angezogenen Bremse, doch er machte sich daran nach dem Schlüssel für seine Wohnung zu suchen. Auch Victor kommentierte es nicht, drehte sich aber um und sah noch Naira nach, bevor er die anderen musterte, die sich im Gang versammelt hatten. Er musste das dumme Grinsen aus dem Gesicht bekommen. Es imponierte ihm, dass Naira eine starke Frau war, gleichzeitig musste er sich selbst davor warnen, dass gerade solche Frauen ihn sicherlich in Grund und Boden stampfen würden. Doch was dachte er da...Sie waren weder zusammen, noch bändelten sie an. Weder er noch sie waren doch interessiert an einer Beziehung. Sie waren Kollegen, die gemeinsam auf Streife gingen, gemeinsam Fälle lösten. Das hatte nichts zu bedeuten.
      Den Schlüssel und einen Zettel mit der Adresse nahm er von Alex entgegen und sah ihn einen Moment an:"Ich schmeiße ihn in den Briefkasten...den Schlüssel für den hast du, ja?", fragte er noch, um nicht ncoh einmal hierher zurückkommen zu müssen. Dann bedankte er sich stumpf und aus Höflichkeit ging aus dem Büro. Captain Ramirez stand ebenfalls in der Nähe, nahm dann Victor bei Seite, als er rauskam und trichterte ihm ein, dass er sich gut um sie zu kümmern hat, solange sie diese Hilfe auch brauchte.
      Victor nickte leicht, wusste jedoch nicht was er von ihrer Wortwahl halten sollte: "Sie wird auf die Beine kommen.", erwiderte er und ging schließlich nach, damit Naira nicht lange im kalten Wagen warten musste.
      Hinter das Lenkrad gesetzt, wartete er bis auch Naira ihren Platz gefunden hatte.
      "Ich denke Alex hat mehr einen Strauß Blumen erwartet..."
    • Naira O‘Connor

      Victor hatte Glück gehabt, dass der Wagen auf war, denn Naira hätte sicherlich ihre Wut auch auf ihm ausgelassen, wenn sie jetzt in der Kälte stehen musste. Zugegeben, es wäre nicht ganz berechtigt, aber in dieser Situation in der ihr Bein dazu noch ganz schön schmerzte konnte sie nun wirklich nicht anders, auch wenn sie sich bei ihm entschuldigen würde, im Gegensatz zu Alex, der nicht mit kam, wie es sich herausstellte. Langsam hatte Naira den Weg in den Wagen überwinden können und setzte sich zu gerne in den Sitz, um durchzuatmen. In der selben Zeit war Victor auch schon wieder zurück und hatte sich hinters Steuer gesetzt, sie musste unbedingt schneller werden.
      „Er hat Glück, dass ich die Krücken nicht nach ihm geworfen hatte“,sagte die Dunkelhaarige und lehnte ihren Kopf nach hinten, um den Schmerz wegzuatmen. Erinnerungen kamen ihr wieder hoch, als sie den dumpfen Schmerz spürte und sie wurde glatt wieder in die Hütte geworfen, in der sie neben Victor auf den Boden saß und das Blut überall war. Schnell waren ihre Augen wieder offen und sie versicherte sich, wo sie sich eigentlich befand. Das Herz raste und die Panik in inneren war groß ,auch wenn sie wusste, dass sie im Wagen saß. „Vielleicht hätte ich es wirklich machen sollen..“,sagte sie letztendlich zu ihrem Vorschlag und schnallte sich an, damit Victor fahren konnte. Sie musste die Erinnerungen dringend loswerden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Naira würde nun die Zeit brauchen, die die Victor schon durchleben musste und immer noch an ihr hing, muss Naira nun durchleben. Victor musterte sie, erkannte, dass sie schmerzen hatte, wollte darauf aber nicht eingehen. Denn in so einem Moment, wo sie wohl jeden hätte in der Luft zerreißen können, wenn ihre Kraft es ihr erlaubt hätte, wollte er den Drachen nicht auch noch kitzeln. Stattdessen warf er einen Blick zum Eingang des Präsidiums und warte einen Moment, bis sie angeschnallt war und sich beruhigt hatte.
      "Wenn du es getan hättest, wäre ich der erste der es lustig gefunden hätte.", sprach er noch während er den Motor anließ und dann den Parkplatz verließ. Die Straße war ihm nicht gänzlich bekannt, aber mit dem Navi war sie schnell gefunden.
      Es war ein Mehrfamilienhaus mit 3 Etagen und in einer der Nummern wohnte ihre blonder Kollege, der den armen Hund nicht mit sich genommen hatte, trotz des Wissens, dass er diesen Auslauf brauchte und auch nur so kannte.
      Victor brummte leise und holte ließ den Motor an: "Willst du hier bleiben, ich hole ihn für dich.", erklärte er und sah zu ihr rüber.
      Die Erinnerungen an die Tage plagten sie beide und keiner von ihnen konnte sagen, wann es aufzuhören vermochte.
      "Er wird sich sehr groß bei dir entschuldigen dafür."
    • Naira O‘Connor

      Ein Lächeln drang sich auf ihre Lippen und sie konnte es nicht unterdrücken. Victor hatte ihr seine Unterstützung zugesichert und dadurch erwärmte sich die Herzregion in ihrer Brust. „Können wir nicht zurück fahren, damit ich es nachträglich tun kann?“,fragte sie und sah zu ihrem Partner, bevor sie den Blick wieder nahm. Ihre Laune war glatt besser geworden.. Victor war eine Art Ablenkung oder Beruhigung, warum es auch immer so sein mochte. Es gab viele Sachen, die die Dunkelhaarige nicht verstand, dadrunter die Reaktionen ihres Körpers auf Victor, aber sie versuchte es möglichst zu verdrängen.
      Es dauerte nicht lange, bis Victor vor dem Haus parkte, in welchem sich die Wohnung von Alex befand. „Ich bleibe gerne hier.. er wohnt im letzten Stock und das könnte etwas viel werden“,sagte sie und seufzte leise, es gefiel ihr nicht wirklich aber daran waren leider höhere Kräfte beteiligt und der dritte Stock.. das würde ein Kraftakt werden.
      Der letzte Satz von ihrem Partner ließ Naira fast schon lachen. „Er kann mich mal“,sagte sie mit einem breiten Grinsen. „Und das werde ich ihm auch deutlich machen, wenn er es nicht jetzt schon weiß“. Naira konnte sehr fies werden,wenn man die enttäuschte und Alex würde es deutlich zu spüren bekommen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie zum Lachen zu bringen war ein großer Erfolg. Nach all dem Schlaf, den Schmerzen und dem Terror, den sie durchlitten hatte und den er größenteils wahrscheinlich auch noch einfach verschlafen hatte, konnte so ein Witz wohl auch die temperamentvolle Naira heilen. Zufrieden mit sich nickte er nur ruhig, als sie ihn alleine hochschickte. Das würde er überleben. Ehrlich gesagt, war es ihm wohl auch viel lieber, dass sie im Wagen blieb und ihr Bein schonte. Den Hund würde er irgendwie raus bekommen, auch wenn er seit dem Vorfall nicht besser auf ihn zusprechen war, wie zuvor.
      Mit einem belustigten Schnauben sah er auf und ließ das Radio und den Motor laufen, damit es nicht zu kalt wurde. Er hatte aber auch nicht vor länger als ein paar Minuten in der Wohnung des anderen zu verbringen. Viel wollte nach wie vor nicht mit Alex zu tun haben. Er war der Grund seiner ersten Panikattacke, als er in dem Revier war und er war jemand, der ihm missfiel im allgemeinen.
      "Na...dich mal können würde er bestimmt...", brummte Viktor noch mit gehobener Augenbraue und verließ schließlich den Wagen.

      Das Mehrfamilienhaus war ordentlich und nicht vom letzten Jahrhundert. Als Polizist und Detective konnte man doch recht gut verdienen. Das zeigte sich auch bei Alex, als Victor bei ihm oben war in der Wohnung. Sie war hell und modern eingerichtet. Der Mann hatte eine Nase für gute Möbel. Es war sogar Dekoriert in einigen Ecken. Eine Wohnung, die um einiges mehr ausstrahlte, dass er ein funktionstüchtiger Mann war.
      Ob sie besser mit ihm an seiner Seite dran gewesen wäre, fragte sich Victor und pfiff schließlich nach dem Hund, was kaum nötig war, denn dieser kam um die Ecke gerannt und hatte wohl vor denjenigen der rein kam anzuspringen. Doch Victor machte ihm wohl mit seiner bloßen Anwesenheit einen Strich durch die Rechnung. Mit schief gelegtem Kopf schien Spike entscheiden zu müssen, ob er Victor anbellte und ihn warnte, oder ob dieser doch ein Freund war und hier sein durfte in der Wohnung.
      "Schau mich nicht so an. Frauchen wartet unten auf dich. Komm...", kurzerhand entdeckte er auch die Leine, die auf einem Haken an der Wand zwischen einigen Jacken hing und leinte den Hund an, nachdem er ihn mit ein wenig tätscheln begrüßen durfte.
      "Sie wird sich freuen.", nuschelte Victor und kam dann mit dem Hund runter, den Schlüssel warf er wie vorgesehen in den Briefkasten und damit hatte sich die Sache auch für ihn erledigt. Viel wollte er mit den Kollegen nach wie vor nicht zu tun haben.
      Doch kaum waren sie unten, zerrte Spike an der Leine, denn er wollte in den Wagen. "Hast sie wohl schon von weitem gesehen, mh?"
      Statt die Tür bei Naira aufzumachen, öffnete er aber die Tür zu der Rückbank, damit sich der Hund dorthin legen konnte und so nah bei seinem Frauchen sein konnte, aber nicht über ihr verletztes Bein stolperte.
    • Naira O'Connor


      Lange hatte sie Victor nachgesehen, als er nach seinem letzten Kommentar aus dem Wagen gestiegen war, um in dem Mehrfamilienhaus zu verschwinden. Sie wollte ihn am liebsten schlagen für den letzten Kommentar, den er abgelassen hatte, aber eher aus Spaß und nicht aus Wut. Naira gab sich die größte Mühe, um die Gedanken nicht an sich zu lassen und um wieder zu dem Leben zurück zu kommen, welches sie vorher gelebt hat, aber so einfach war es nicht und sie wusste, dass es wirklich scher werden würde.
      Es hatte nicht lange gedauert, bis sich die Tür unten öffnete und dass Lächeln auf ihrem Gesicht breit wurde. Zwar hatte Naira ihren Husky im Krankenhaus gesehen, doch jetzt konnte sie ihn mitnehmen und bei sich haben.
      "Mein Baby..",sagte sie freudig, als ihr Hund hinten auf die Sitze sprang und sofort die Schnauze zu seinem Frauchen hin hielt. Die Dunkelhaarige griff mit ihrer Hand dahin und kraulte den Hund sofort. "Ich werde dich nie wieder alleine lassen.. und auch nie wieder bei dem bösen blonden Kerl..",sagte sie zu ihrem Hund und ließ sich das Gesicht ablecken. "Nie nie nie wieder.. und ich koche dir auch was leckeres, damit du wieder fit wirst.. und dem Kerl zeige ich..".
      Spike beruhigte sich langsam und nahm seinen Platz an der gewohnten Stelle. "Danke, dass du ihn geholt hast",sagte sie letztendlich und wandt sich an ihren Partner.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Er ließ ihnen Zeit, ließ jedoch weniger die Umgebung aus dem Auge, statt den beiden zuzusehen, wie sie ihre Liebe einander zeigten. Das verhätscheln eines Hundes war nicht sein Fall gewesen, egal wie sehr er sich einen Hund damals und heute auch noch wünschen mochte. Er wollte einen abgerichteten, ruhig und gehorsamen Schäferhund. Denen sagte man wenigstens nach, dass sie aufs Wort gehorchten und nicht so überdreht waren. Außerdem sollen sie intelligente Hunde sein. All das konnte er bei Spike aber auch nicht verneinen.
      Aus den Gedanken kommend, sah er erst fragend zu Naira, dann nickte er nur ruhig und legte den Rückwärtsgang ein. Langsam wurde alles normal und wie davor. Das einzige das fehlte war, dass er wieder grimmig und schlecht gelaunt war und Naira den Wagen fuhr. Sie wären auf dem Weg zu einem kleinen Vorfall, der an sich keinen Detective benötigte, aber sie einsetzte, weil diese ansonsten nichts zu arbeiten hatten.
      Victor seufzte leise, lauschte der leisen Radiomusik, während er dem Navigator zu Naira nach Hause folgte. Er war zwar bereits hier gewesen, doch seine Erinnerungen waren sehr schwammig an diese Nacht gewesen und wo genau er am Ende gelandet war, konnte er letztlich auch nicht sagen. Und er wollte Naira die Zeit mit Spike lassen, die sie wohl nötig hatte. Den Weg fand er schließlich auch, parkte den Wagen halber auf dem Gehweg und ließ den Motor verstummen wieder.
      "Hm...Du bist wieder da."
    • Naira O'Connor

      Als der Motor verstummte musste Naira leise seufzen und sah nach oben, wo sich ihre Wohnung befand. Es war zwar nur der erste Stock, aber Naira sah es jetzt schon kommen, es würde das anstrengenste überhaupt werden, dort jeden Tag nach oben und nach unten zu laufen. Sie musste täglich mindestens ein Mal hoch und ein Mal runter, aber dennoch freute sie sich, dass sie wieder zuhause war.
      "Das wird mein Untergang",murmelte sie leise und holte noch einmal Luft, bevor sie die Tür öffnete und ihre Krücken nahm, damit sie aus dem Wagen steigen konnte. Wie es oben aussah konnte sie nicht sagen, aber da sich sicherlich niemand in ihre Wohnung gewagt hatte, würde alles an seinem alten Platz sein. Doch gerade, als Naira aus dem Wagen gestiegen war fiel ihr ein, dass sie gar nicht wusste, wo sich ihre Schlüssel befanden. Ein Wenig verwirrt sah sie in den Wagen rein und sah dann zu ihrem Partner. "Wo sind eigentlich meine Sachen, von dem Tag?",fragte sie Victor und lehnte sich nach vorne, um das Fach auf der Beifahrerseite durchzusuchen. "Ich habe mein Handy wieder, aber ich habe keine Ahnung wo meine Schlüssel, meine Dienstwaffe und der Rest sind..",erklärte sie und durchsuchte das Fach nach ihren Ersatzschlüsseln. Panik baute sich tief in ihrem Körper auf, aber Naira versuchte ganz normal und ruhig zu reagieren. Ihre Ersatzschlüssel waren immer dort gewesen.. Und sie hatte eine Vermutung, wer sie vielleicht haben konnte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."