[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Seine Kiefer schmerzte, so stark presste er ihn zusammen. Er konnte nicht anders. Selbst nach all diesen Tagen, nach all den Wochen, konnte er es nicht einfach so hinnehmen. Er hatte sich natürlich immer wieder gesagt, es konnte nicht seine Schuld sein, er hat alles gemacht, um sie zu retten und nun war sie doch gerettet. Sie saß neben ihm, wie eingeschüchtert durch seinen kurzen Anfall und das hatte sie ihm zu verdanken. Sie sagte es ja auch. Unterstrich die Tatsache, dass sie gemeinsam an der Situation Schuld haben.
      Trotzdem. Wenn sie gestorben wäre, wäre es seine Schuld gewesen.
      Victor zuckte leicht zusammen, als sie sich zu ihm setzte, so dass sich die Schultern berührten. Ihre Nähe war eine heilende Berührung. Sanft und nicht aufdringlich. Sie heilte seine Seele für einen kurzen Moment und ließ ihn vergessen, dass sie nichts miteinander haben sollten. Nur diese eine Nacht, die sie beide so nötig gehabt haben.
      Victor atmete aus und schloss die Augen, vergrub das Gesicht in seinen Händen und versuchte an etwas anderes zu denken. Er war erschöpft und müde. Der bloße Gedanke an die letzten Wochen machte ihn fertig. Er war derjenige der wach gewesen war. Der sich zusammengerissen hatte und Wochenlang nichts getrunken hatte, auch wenn ein brennendes Verlangen ihn von innen zerfraß.
      Nach einigen ruhigen Minuten, in denen sich seine Faust lockerte, sah er zu ihr auf und musterte ihr Gesicht, wich jedoch ihrem Blick aus und lehnte sich mit dem Kopf langsam an ihre Schulter, um ein wenig Halt zu finden. Dabei war nicht er es, der den Halt brauchen sollte. War nicht sie diejenige, die erst aufgestanden war aus dem Koma? War nicht sie, die von dem Mörder fast getötet wurde und war nicht sie es, die sich anschießen ließ?
      Er hielt nicht ihre Hand, legte nur den Kopf an ihre Schulter und atmete noch einmal tief durch. Die Nähe zu einem Menschen hatte er vermisst. All die Zeit. Selbst wenn er so tat, als ob er sie alle hasste und immer den genervten spielte. "Tut mir leid...", flüsterte er kaum hörbar.
    • Naira O‘Connor

      Die Dunkelhaarige würde lügen, wenn sie nicht sagen würde, dass sie überrascht von seiner plötzlichen Nähe war, aber sie würde auch lügen, wenn sie nicht zugeben würde, dass es ihr gefiel. Auch wenn Victor nur seinen Kopf auf ihre Schulter gelegt hatte, es fühlte sich gut an und es fühlte sich nach dem richtigen an. Leise hatte Naira ausgeatmet und ihre recht Hand erhob sich, um Victor sanft durch die roten Haare zu fahren. „Dir muss nichts leid tun“, flüsterte sie und schloss ihre Augen, während sie die Hand wieder runter nahm. Er hat seine Gefühle viel zu lange zurück gehalten und jeder hatte Mal einen Moment der Schwäche. Wenn Victor es vor seinem Partner nicht machen konnte, wo sollte er sonst den Druck ablassen? Naira war ihm definitiv bei nichts böse, er hatte nichts falsch machen und sie war gerne für ihn da, damit er sich nicht so alleine fühlte.
      Lange konnte sie ihrem Drang jedoch nicht wiederstehen und drehte den Kopf leicht in seine Richtung, um mit ihren Lippen einen Kuss auf seinen Kopf zu geben, doch schnell hatte sie sich wieder zusammengerissen und schloss die Augen, um einfach nur ruhig weiter zu sitzen. Selbst das Bein tat ihr nicht mehr so weh, wie vorher.. die beiden waren einfach füreinander geschaffen,auch wenn es beide noch nicht zugeben wollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das war der Moment um gerührt zu sein.
      Sein ehemaliger Partner in Brooklyn, den er verloren hatte, aufgrund seines Fehlers, war der einzige bis dato gewesen, der seine Schwächen gekannt hatte und der es akzeptierte ihn hin und wieder in die Arme zu nehmen. Es fiel ihm nicht schwer sich dem besten Freund hinzugeben. Doch neuen Partnern und neuen Umständen war Victor nicht mehr so offen gegenüber. Jetzt jedoch, wo er einfach nicht mehr konnte und spürte, wie ihm die Luft mal wieder abgeschnürt wurde, musste er sich an jemandem stützen, dem er wenigstens ein wenig näher gekommen war. Jemandem um den er getrauert hätte, wenn er wirklich gestorben wäre. Schwer schluckte Victor, als er merkte, wie ihm doch ein Druck hinter den Augen sagte, dass er kurz davor war zu weinen. Er, ein ausgewachsener Mann, dem schon lange die Tränen eigentlich ausgegangen waren.
      Doch er riss sich zusammen. Ihr kurzer Kuss auf den Kopf, hatte ihn fast mit sich gerissen. Er wollte sie umarmen, doch er wich zurück und rieb sich noch einmal durch das Gesicht, um einen neuen Ausdruck auflegen zu können, der nichts davon verriet, was in ihm vorging. Es war keine gute Maske und er hatte Schwierigkeiten sie jetzt aufrechtzuerhalten nachdem Moment.
      "Wir...werden uns für den Fehler verantworten müssen...", er wechselte von den Selbstanschuldigungen zu einem Wir und sah dabei in ihre Augen, suchte nach der Bestätigung, die ihm sagen wird, dass sie da gemeinsam drin waren und gemeinsam raus konnten.
      "Und nun...iss was. Die wird sonst zu kalt.", er fuhr sich mit dem Handrücken über den Mund und raffte sich zusammen, bevor er aufstand und kurz in die Küche ging, um eine Flasche Wasser hervor zu holen, "Wie sehr wünscht eich mir, dass das ein guter Wein wäre...", nuschelte er noch für sich, als er die Flasche betrachtete. Dann brachte er sie aber rüber und schenkte ihnen beiden etwas Wasser nach.
    • Naira O‘Connor

      Sie spürte, dass seine Fassade und seine Mauer langsam bröckelte, er kämpfte mit sich und mit der Situation. Es war keine Sache, mit der man einfach loswerden konnte,das musste man verarbeiten und am besten nicht alleine. Naira kämpfte innerlich mit der ganzen Sache, mit ihrem Bein und ihrem Koma, aber nun musste die stark sein und für die beiden da sein. Schon immer wurde sie in die Rolle der starken geworfen, aber inzwischen wusste sie damit zu leben und umzugehen. Gerne stellte sich die Dunkelhaarige damit in den Hintergrund.
      „Wir kriegen das hin.. wirklich..“,sagte sie ruhig, als Victor nach einer Bestätigung suchte und kämpfte mit den Gefühlen, die in ihr hoch kamen. Ruhig atmete Naira durch, als Victor sich erhob und kurz verschwand, die ganzen Gefühle schob die Frau einfach auf die Medikamente, die sie einnehmen musste. Bevor er zurückgekommen war hatte sich Naira wieder auf ihren ursprünglichen Platz ersetzt und zu der Pizza gesessen. Ihr war der Appetit vergangen, aber der Magen sehnte sich immer noch nach der Pizza, die sie kurzerhand aus dem Karton nahm, um in sie zu beißen. Gleich danach kam auch Victor wieder.
      „Ich habe morgen den Termin erst zu Nachmittag.. damit ich endlich ausschlafen kann“,sagte sie und sah zu dem Wasser. „Auch wenn ich weiß,dass Ich es ganz sicher nicht kann“. Ein wenig verlegen musste sie lächeln, aber biss wieder in das Stück Pizza und lehnte den Kopf an die Rückenlehne des Sofas.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Auch wenn der Moment zerreißend und zermürbend war. Victor hatte sich zusammenzureißen. Was war er für ein Mann, was für ein Partner, der sich selbst nach einem Monat, ja geschweige denn nach einem Jahr nicht zusammenreißen konnte. Er musste es hinbekommen. Das sagte man in den vielen Hilfegruppen nie, doch so war es. Wer es nicht versuchte und nicht die Zähne zusammen biss, der konnte es auch gleich seien lassen. Irgendwo hatten also all die Menschen doch recht, die es satt hatten jemanden ständig am Heulen zu sehen.
      Der Gang in die Küche war tatsächlich nicht nur um die Flasche Wasser zu holen, sondern um durchatmen zu können und Naira noch einmal mit festerem Blick in die Augen zu sehen. Sie gab ihm Kraft und ihre Worte halfen ihm wirklich wieder aufatmen zu können. Doch jetzt war es nicht an ihm zu Heulen. Naira hatte Grund genug, mehr als er in diesem Moment.
      Als er sich wieder gesetzt hatte und sie lächelnd über ihren Reha-Termin morgen sprach, musste Victor den Kopf schief legen. Einen Moment überlegte er, ob sie mit dem Nicht bewältigen eher das Schlafen oder den Reha-Termin meinte, entschied dann aber fürs erstere und verzog leicht das Gesicht.
      "Falls...du Hilfe brauchst dabei. Zwei Optionen...", er hielt zwei Finger hoch, um es zu unterstreichen.
      "Entweder ich gebe dir meine Schlaftabletten...Eine halbe...oder...wir bleiben die Nacht wach.", bot er an, ruhig und gelassen wieder, auch wenn seine Stimme weiterhin leiser war, als zu vor.
      Ihre Worte über das was geschehen war und was mit ihr geschehen war, das ließ er sich für Stunden der Einsamkeit in denen er darüber nachdenken konnte.
    • Naira O‘Connor

      Ihr Lächeln war wieder da, als Victor ihr die beiden Optionen zur Verfügung stellte und sie seine Hilfe wieder einmal zu spüren bekam. Auch wenn es kurz zuvor ein wirklich schlimmes Gefühl tief in ihr war und das Thema nicht gerade das angenehmste gewesen, es fühlte sich nun deutlich besser an. Sie musste nicht lange überlegen, um zu wissen welche der Möglichkeiten sie haben wollte, aber sie war sich nicht sicher, ob es auch die richtige war. „Wenn wir die Schlaftablette teilen, wird es vielleicht keinen von uns beiden richtig helfen..“,sagte Naira und zuckte mit den Schultern. Sie griff gerne zu einem weiteren Stück der Pizza und sah zu ihrem Partner. In diesem Moment waren sie etwas anderes.. für Naira fühlten sie sich eher wie gute Freunde an. „Wenn ich somit wählen sollte.. würde ich dann die zweite Möglichkeit nehmen.. lieber gar nicht schlafen, als schlecht und nicht genug..“. Mit einem breiten Grinsen biss sie in die Pizza und kaute das Stück in Ruhe. „Wir könnten uns etwas ansehen.. ich kenne ein paar gute Filme ..“. Wieder einmal biss sie in die Pizza und lehnte sich wieder zurück, während ihre Augen Victor nicht los ließen. Sie wollte gerne wissen, was er dazu zu sagen hatte und was er fühlte, auch wenn ihr die Wahl stand. Sie konnte nicht einfach egoistisch sein.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Dass sie sein Angebot annahm und eher die zweite Wahl akzeptierte, ließ ihn ein schmales Lächeln zeigen, bevor er ruhig nach seinem angebissenen Stück Pizza griff und doch versuchte ein zwei Bisse davon runterzubekommen. Einen ganzen Tag ohne zu essen, konnte er zwar definitiv aushalten, angenehm war es dennoch nicht.
      "Ich muss dazu sagen, es sind verdammt gute Tabletten...Deswegen sehe ich ja nicht beschissen aus.", erwähnte er noch dazu, musste aber selbst darüber ein Grinsen verlieren. Auch wenn er damit ein wenig mehr über sich erzählte und damit die ein oder andere Sache von sich preisgab, so zeigte es auch nur, dass er ihr auf einer gewissen Länge vertraute und wenn sie es wöllte, konnte sie es noch selbst herausfinden. Aber heute war nicht der Tag für die ganze Wahrheit. Sie brauchten beide Ruhe und gegen einen Fernsehabend und eine Fernsehnacht hatte er nichts einzuwenden. Trotz der Müdigkeit, die ihn vielleicht noch dahinraffen würde.
      "Aber Filme klingen gut. Ich muss nirgends hin und du wirst mich wohl kaum aus meinem eigenen Haus verjagen können.", also stimmte er den Filmen damit zu und sah zu dem schwarzen Bildschirm der vor dem Sofa stand, jedoch bereits eine Staubschicht angesetzt hatte und nie wirklich an war in den letzten Wochen oder überhaupt seit dem er eingezogen war.
      "Damit entjungferst du das Ding.", er nickte zu dem Fernseher und suchte nach der Fernbedienung, die irgendwo zufinden sein müsste.
    • Naira O‘Connor

      Ihr Herz erwärmte sich, als sie Victor grinsen sah und es beschleunigte seine Arbeit um einiges. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen und für einen Moment genoss Naira es wirklich. Sie war sich zwar langsam nicht mehr sicher, was sie wirklich fühlen sollte, aber es war nicht heute Abend die Zeit, darüber nachzudenken.
      „Ich gehe mich umziehen.. dann hast du genug Zeit die Fernbedienung zu finden und das Sofa auszuklappen..“,kam es über ihre Lippen und mit einem weiteren Lächeln griff Naira zu ihren Krücken. Ganz langsam versuchte sie sich zu erheben und auch wenn sie die Zähne zusammenbeißen musste,am Ende stand sie und konnte in Ruhe die Klamotten mit in das Badezimmer nehmen. Es war nicht schwer zu finden gewesen,aber Naira brauchte bei allem mehr Zeit und vor allem mehr Anstrengung. Bevor sie sich wirklich umziehen konnte hatte sie sich auf den Toilettendeckel hingesetzt, um durchzuatmen und vor allem zu sich zu kommen. Ihre Gefühle kamen wieder hoch, das Bein machte nur Probleme und zu all dem sah sie wahrscheinlich nicht gerade gut aus,doch den Blick in den Spiegel hatte sie noch nicht gewagt.
      Langsam flogen die Klamotten runter und Naira entschied sich für die kurze Variante, die auch über den Verband gezogen werden konnte. Mehrere Minuten saß sie da und starrte auf ihr Verband und das angeschossene Bein. Noch hatte die Dunkelhaarige nicht genug Mumm gehabt, um einfach darunter zu gucken, aber sie wollte es unbedingt. Sie wollte den neuen Teil von sich akzeptieren, auch wenn es dauern würde.
      Als sie aufstand und sich im Spiegel ansah drückte sich ihre Kehle für einen Moment zu. Sie sah nicht gerade gut aus, das Wort ‚beschissen‘ wollte sie nicht in den Mund nehmen.. „was hat er bloß mit dir gemacht?“,murmelte sie zu sich selbst und ließ letztendlich ab. Das einzig gute war, dass ihr Oberteil lang genug war und selbst die kurze Hose verdeckte, die sie bekommen hatte. Die restlichen Sachen ließ sie auf einer Ablage liegen, sie würde sich morgen früh ja wieder anziehen müssen.
      Mit der letzten Kraft, die sie für heute aufbringen konnte nahm Naira den Weg zurück in das Wohnzimmer und traf ihren Hund auf dem Weg, den sie mitnahm.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor nickte und ließ sie gehen. Hin und wieder musste er ihr auch die Eigenständigkeit geben mit eigener Kraft auf die Beine zu kommen, auch wenn das zusehen ihm selbst schmerzte. Er konnte sich aber gut vorstellen, dass sich Naira nicht immer helfen lassen wollte. Sobald sie dann im Bad verschwunden war, stand er auf, schob den Tisch bei Seite und zog das Sofa aus. Darauf konnten locker, wenn man sich nah aneinander legte 3 oder 4 Personen schlafen. Er selbst hatte es nie ausgezogen gehabt. Doch für die heutigen Zwecke und auch für Naira wollte er sich die Mühe machen. Auch wenn das Bett besser gewesen wäre für ihr Bein und für den Schlaf.
      Er legte erst eine Decke über das Sofa, dann das Laken und zu letzt warf er das Kissen und ihre Decke für heute Nacht darauf. Kalt und ungemütlich würde es für sie hoffentlich nicht werden. Zufrieden mit seinem Werk, blickte er auf, als die Tür und ein kalter Luftzug auftauchten. Spike hatte wirklich den Weg wieder ins Haus gefunden und warf direkt zu seinem Frauchen gerannt, dessen Geruch er wohl gefolgt war. Ihm schenkte er dabei nur wenig Beachtung. Sollte es eben so sein. Victor war nicht unbedingt gekränkt dadurch. Das einzige was er noch machte, war die Türe abzuschließen, die nach hinten in den Garten führte und die Fernbedienung suchen. Diese fand er letztlich in der Kommode unter dem Tisch. Er hatte sie noch nicht einmal ausgepackt, doch das geschah nun. Seit Wochen steckte der Fernseher am Strom und als er ihn machte begrüßte ihn ein frisches und helles Bild des Herstellers.
      Als Naira wieder kam, sah er sie kontrollierend an. Sein Blick schweifte über ihren Körper, die nackten Beine die unter einem viel zu langen und weiten Shirt hervorsahen. Der Verband der darunter sich blicken ließ. Victor schluckte, wandte den Blick aber ab.
      "Ich hoffe es wird so halbwegs angenehm sein zum Liegen.", meinte er und verwies dabei auf das Bett, dem er noch einen Kontrollblick schenkte und schließlich sich so darauf setzte, dass er nicht auf den frischen Bettsachen saß. Er selbst zog sich nicht um. Er blieb in seiner Jeans und dem Hemd. Gerademal die Schuhe hatte er fallen gelassen, doch alles andere würde er anbehalten. Er wollte nicht hoch und sich umziehen. Nicht jetzt.
    • Naira O‘Connor

      Sein Blick hinterließ einen Schauer auf ihrem Rücken und als er sich wieder abwandt seufzte sie leise. Mit Spike an ihrer Seite nahm Naira den Weg zu dem Sofa und setzte sich in Ruhe hin, um durchzuatmen. Es war ein komisches Gefühl so angesehen zu werden, vor allem da sie die Reaktion nicht deuten konnte. „Es ist weich, ich habe eine Decke und ein Kissen, mehr brauche ich nicht“,sagte sie und blickte kurz zu Victor. Anschließend legte sie das gesunde Bein normal hin und hob das rechte vorsichtig an, um es auf der weichen Matratze abzulegen. Sie seufzte noch einmal, aber dieses Mal, weil es deutlich angenehmer war, als zuvor. „Das tut gut..“,murmelte sie, bevor sie sich ein wenig höher zog und sich gemütlich hinlegte. Naira fand eine halb liegende halb sitzende Position, in der das Bein nicht schmerzte es aber trotzdem gemütlich war. Spike hatte sich auf den Boden hingelegt und wagte es nicht, von ihrer Seite zu weichen. Der Hund wusste genau bescheid.. er würde nie wieder von ihrer Seite weichen, das wusste sie.
      „hast du irgendetwas gutes zum sehen gefunden?“,fragte Naira und sah zu ihrem Partner, bevor ihr Blick zu dem Fernseher glitt.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor versuchte es sich selbst irgendwie gemütlich zu machen, während Naira eine gute Position fand, um ihr Bein zu schonen. Währenddessen versuchte er den Automatische Suche für die Sender durchlaufen zu lassen, die noch immer verhinderte, dass der Bildschirm in bunten Farben aufleuchtete und ihnen erlaubte teilzuhaben an einer Welt, die er schon lange nicht mehr wahrgenommen hatte. Für ihn gab es nur noch Fälle, Mörder und schlimme Nachrichten. Vielleicht war das nun der richtige Moment und die richtige Art abschalten zu können, sich von der Arbeit endgültig für Stunden abzulenken. Ihr Handy würde schließlich in den nächsten Tagen sicherlich nicht klingeln. Bis auf Nairas möglicherweise, die entweder von der Chefin oder vom Gericht oder von Alex angerufen wird. Alex...Der Gedanke an ihn ließ Victor unzufrieden sein. Der Mann wollte anscheinend sehr lange etwas von ihr, doch Victor wagte nicht zu denken, dass es Eifersucht war, die ihm da im Weg stand mit dem Mann anzubändeln oder gar eine Männerfreundschaft einzugehen.
      Sowas kannte Victor so oder so nicht mehr.
      "Mh...Ich sehe selten fern, wie du siehst.", verwies Victor auf den Fernseher der selbst nach 3 Minuten erst bei 74% war. Erst nach 5 Minuten gab der Fernseher das Zeichen bereit zu sein, mehr aus sich holen zu lassen.
      "Du meintest du hättest ein paar Filme im Kopf. Dann...überlasse ich einfach dir die Führung.", Victor reichte ihr die Fernbedienung rüber. Sie saßen nicht weitauseinander, auch wenn es das Sofa erlaubt hätte. Doch unterbewusst hatte sich Victor näher zu ihr gesetzt gehabt. Trotzdem befand sich eine kleine Lücke zwischen ihnen. Sie mussten nicht aufeinander sitzen. Dafür waren sie nicht geschaffen und definitiv nicht bereit.
      Victor lehnte sich zurück, legte einen Arm über die Lehne und stützte so den Kopf ab.
      "Such was aus."
    • Naira O‘Connor

      Es war still zwischen ihnen und Naira wagte es schon kaum zu atmen, um die Spannung nicht zu reizen. Es fühlte sich nach einer Ruhe vor dem Sturm, sie so schwer in der Luft lag, dass sie es kaum aushalten konnte. Erinnerungen stiegen vor ihr geistiges Auge und sie sah die Situation in der Hütte wieder vor sich, in der sie angeschossen wurde. Ihre Hand griff zu dem rechten Bein und stieß auf den Verband. Naira hatte das Gefühl, ihre Kehle würde dicht machen und keine Luft mehr zulassen, aber Victors Worte holten sie wieder in die richtige Situation zurück und sie sah zu der Fernbedienung, ehe die Dunkelhaarige merkte, was Victor von ihr wollte. Mit einem Nicken nahm sie die Fernbedienung an sich und sah zu dem Fernseher, um zu überlegen, was sie eigentlich vorschlagen wollte. „Magst du Filme mit Action?“,fragte sie und öffnete die Videothek auf dem Fernseher,während ihre andere Hand wieder über den Verband fuhr. Ihr Bein schmerzte wieder, aber für die Medikamente war es noch deutlich zu früh.
      Naira suchte die Filme durch und fand schließlich etwas, was den beiden vielleicht gefallen könnte. „Ich habe den empfohlen gekriegt.. Agenten, die aber gegen Außerirdische kämpfen.. mit Will Smith“,erklärte sie und legte die Fernbedienung zur Seite, während auf dem Bilddchirm der Anfang von ‚Man in Black‘ lief.

      //ich finde, der Film ist der beste um deren suspekte Situation aufzulockern...xD//
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Was wäre er für ein Detective, wenn er nicht gesehen hätte, da sie Schmerzen hatte. Er merkte ihre versteifte Haltung trotz des Kissens und der Decke, die er ihr gegen hatte, die um einiges dicker war, als seine eigene. Er wusste nicht einmal warum er eine so dicke und schwere Decke hatte, aber wahrscheinlich war das ein Impulseinkauf, wo er sich selbst dazu überredet hat, dass es in Alaska so kalt werden wird, dass er so eine Decke braucht. Bis jetzt hatte ihn der Alkohol und seine Gedanken von der Kälte ablenken können.
      Dass sie also einen Moment brauchte, um die Fernbedienung zu nehmen, nahm er ihr nicht übel und kommentierte ihre Haltung auch nicht. Wenn sie ihre Tabletten brauchte oder nehmen müsste, würde sie es ihm bestimmt mitteilen. Er zuckte mit der Schulter, als man ihn fragte, ob er Actionfilme mochte. Mochte er diese? Er wusste es nicht. Es konnte lustig sein und ihn davon ablenken, wie ungemein dumm man sich doch eigentlich bei solchen Jobs in Filmen aufführte. Seine Gedanken schweiften also Richtung typischen Cop-Film, mit viel Ballerei und einer nervenaufreibenden Verfolgungsjagd. Doch sie lieferte ihm ein seltsames Duo von zwei Männern in schwarzen Anzügen mit dubiosen Instrument in der Hand, dass mehr einem Kugelschreiber ähnelte, als einer tödlichen Waffe. Noch schräger wurde es, als sie ihm erklärte, dass es um Agenten ging, die gegen Außerirdische kämpften.
      Skeptisch warf er einen Blick zu ihr rüber und signalisierte mehr oder minder damit, dass er nicht ganz den realistischen Zusammenhang sah. Man würde ihn jedoch eines besseren belehren und so zuckte er mit den Schultern.
      "Vielleicht kann der ja was...", warf er noch mit ein und rutschte etwas tiefer auf dem Sofa, verschränkte die Arme auf dem Bauch und überschlug in halb liegender Pose die Beine.
      "Allein die Vorstellung in einem ganzen Anzug kämpfen zu müssen...das ist unrealistisch...", grummelte Victor wieder, doch nicht wegen der Auswahl des Films, er kommentierte ihn lediglich in seiner typisch mürrischen Art und Weise.
    • Naira O‘Connor

      „Lass es auf dich wirken“,sagte Naira und machte es sich ein wenig gemütlicher,während der Film anfing. „Das wäre doch auch lustig, in Anzügen zu kämpfen“. Die Vorstellung alleine war wirklich lustig, auch wenn es unbequem wie sonst was sein würde. Da waren die Klamotten, die sie normalerweise trugen deutlich angenehmer.
      Naira hatte sich besser hingelegt und widmete ihre Aufmerksamkeit dem Film, der auf dem Fernseher lief. Sie fand ihn gar nicht so schlecht und das ein oder andere Mal musste sie auch schmunzeln, wobei sie auch das ein oder andere mal leise mitlachte. Noch immer war sie innerlich ein wenig angespannt, aber sie gab ihr bestes um es nach außen hin nicht zu zeigen. Es war ein Abend der Entspannung und der erste Abend in ihrer ‚Freiheit‘.. das wollte sie genießen.
      Der Film baute eine große Spannung auf und die Müdigkeit, die sie zuvor gespürt hatte war verschwunden. Nach fast zwei Stunden war der Film dann letztendlich auf vorbei und der Abspann war zu sehen. „Wie fandest du ihn?“,fragte die Dunkelhaarige und sah zu ihrem Partner rüber, um seine Reaktion zu sehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Zwar war er kritisch und skeptisch gegenüber dem Genre, doch hier und da musste sogar er ein wenig aufschnauben, was bei ihm wohl das höchste der Gefühle war, wenn kein Alkohol dies beeinflussen konnte. Also war der Film doch ganz gut, selbst nach dem sie die Hälfte im Film waren. Problem war dann gegen Ende, dass Victor trotz dem in einen kurzen Schlaf gefallen war und darin versank.
      Das Ende bekam er also gar nicht mit und wie es dann schließlich doch noch ins gute gedreht worden war. Erst beim Abspann und auch nur, weil Naira ihn ansprach, wachte er wieder langsam auf. Blinzelte müde und verwirrt, als seine Augen versuchten den langsam laufenden Text auf dem Fernseher zu fokussieren. Noch schlaftrunken und aus dem Schlaf herausgerissen, murrte er unzufrieden und sah kurz zu Naira, dann wieder zum Fernseher: "Mhh, war...besser als gedacht...", nuschelte er und setzte sich dabei etwas gerade auf, kratzte sich dann am Bart und räusperte sich, bevor er sie wieder mit angehobenen Augenbrauen ansah, damit ihm die Augen nicht noch einmal zu fielen.
      "Mh...Ich bin wohl...doch müde gewesen."
      Dass er einfach neben ihr eingeschlafen bedeutete nichts Gutes. Abgesehen von der Höflichkeitsrate, die abgrundtief niedrig war, war es im Allgemeinen nicht sehr aufbauend und verwirrend für ihn. Es gab nur selten Momente in denen er in der Nähe anderer einfach einschlafen konnte und es hatte sich nicht einmal wie ein schlechter Schlaf angefühlt. Nur sehr kurz.
      "Tut mir leid..."
    • Naira O‘Connor

      Erst im Nachhinein hatte Naira gemerkt, dass Victor eingeschlafen war und ein sanftes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. Sie wollte ihn nicht wirklich wecken, aber sie hatte es nicht gewusst, als sie zu ihm gesprochen hatte. Schuldgefühle kamen in ihr hoch..
      „Ich wollte dich nicht wecken.. entschuldige..“,sagte sie und schaltete mit der Fernbedienung den Fernseher aus, bevor sie diese irgendwo ablegte. „Los, leg dich wieder hin.. wir können die Tage noch genug Fernsehen gucken“. Naira hatte ihn sogar ein wenig mit der Decke zugedeckt, um ihre Worte zu unterstützen. Es wäre ja nicht das erste Mal, dass sie nebeneinander im selben Bett schliefen und sie fühlte sich so deutlich sicherer, als würde sie alleine schlafen. Ihre Angst bestand darin, Alpträume zu haben.. oder noch schlimmer: in Erinnerungen eingesperrt zu werden. Sie wusste genau, wie sehr sie die Situation belastete, wusste aber nicht, wie sie damit umgehen sollte. Langsam legte sich Naira auch anders hin, um gemütlicher schlafen zu können und nachdem sie die Augen schloss, war es gar nicht so schlimm, wie sie es sich vorgestellt hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wie ein unzufriedenes Kind murrte Victor. Noch halb am Schlafen, konnte es sein, dass die Hemmschwelle nicht vollständig hochgefahren war und so, versuchte Victor zwar grimmig zu sein, endete aber damit, dass er mehr wie ein Kind und damit niedlich rüber kam. Naira schaltete für ihn sogar den Fernseher aus und ließ das Wohnzimmer in Dunkelheit tauchen. Er verzog das Gesicht, als man ihm die Decke überlegte und im nächsten Moment spürte er dieses angenehme Ziehen in der Brust und wie er doch diesem Gefühl nachgehen wollte und sich so gerne ergeben hätte. Doch stattdessen wehrte er sich immer noch mit unbeschreiblichen Lauten, die etwas von Unzufriedenheit versuchte auszudrücken.
      "Du kannst immer noch gucken...mich stört es nicht, wenn er läuft...ein wenig Geräuschkullisse würde das Haus lebendig machen und meine Nachbarn würden nicht denken, dass das Haus immer noch frei zum Verkauf steht.", nuschelte er leise in sich hinein. Er hatte sich zwar akustisch gewehrt, doch die Decke ließ er auf sich und auch die Augen hatte er wieder geschlossen. Die Arme ließ er verschränkt vor der Brust, rutschte aber ab und kam ihr somit näher. Die Decke war letztlich nicht unendlich groß, war dabei seine Rechtfertigung.
      "Ich sollte eigentlich derjenige sein der wachbleibt und auf dich Acht gibt...", sprach er weiter, um nicht einzuschlafen und somit auch zu zeigen, dass er für sie da war.
      "Wirklich...ich bin hier und du bist...hier weil ich helfen will. Es ist meine Art von ... Dank?"
    • Naira O‘Connor

      Das Lächeln war wieder zurück und Naira hätte zu gerne gesehen, wie grimmig Victor wirklich guckte, denn es hörte sich eher bockig an, als wirklich grimmig. Damit beide mit der Decke zugedeckt werden konnten hatte sich Naira noch ein wenig näher an ihren Partner gelegt und so trennten nur wenige Millimeter die beiden voneinander. „Victor..“,murmelte Naira und öffnete ihre Augen. Ihr Kopf drehte sich leicht in seine Richtung und das Lächeln war wahrscheinlich kaum zu überhören. Das Herz schlug ihr bis zum Hals, sie war sich sicher, er konnte es hören. „Ich denke nicht, dass du mir ohne Schlaf viel helfen kannst.. du hast heute schon so viel getan..“, fing sie an und hob ihren Arm, um über seinen Arm zu streichen, eine einfache Geste. „Ich werde dich aufwecken, wenn etwas sein sollte..versprochen.. und nun halt deinen Mund und schlafe.. damit zeigst du mir genug Dank.. oder wie du es auch immer nennen möchtest..“.
      Das Lächeln wurde noch breiter und sie nahm die Hand wieder runter, um Victor nicht ganz auf den Keks zu geben. „Und du hältst mich warm, wenn du schläfst und nicht deine Energie in dieses komische grimmige Du steckst..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Da er die Augen bereits geschlossen hatte, konnte und wollte er niemanden mehr ansehen. In der Dunkelheit, die Alaska so mit sich brachte und dank den kurzen Tagen, war es sowieso als würde man gerade mal für 2 Stunden arbeiten können und dann wäre man auch schon zu müde für egal was. Er hing wohl noch an Brooklyn. Brooklyn und den Staaten, die es erlaubten manchmal einfach ständig wach zu sein. Die Sonne ging nicht, nur wenn es wirklich spät war und selbst dann, hatte er Stunden lang weiter arbeiten können.
      Als sie ihn wie aus dem Nichts berührte, war er kurz zusammengezuckt, doch dann ließ er sie gewähren, akzeptierte es und fand es nicht schlimm, ja er mochte es sogar, dass sie so sanft zu ihm war und ihn berührte. Waren sie noch Freunde? Freunde mit Vorteilen vielleicht? Hätte er also darauf eingehen können? Aber wie konnte er bloß! Verdammt...Naira war erst aus dem Krankenhaus und ja er freute sich, aber schon wieder auf diese Harke zu treten und damit sich selbst zu ohrfeigen, musste er nicht noch einmal machen. So blieb er also liegen, murrte nicht bis zu ihrem letzten Kommentar.
      "Grimmiges Du?...Was soll das denn heißen...Ich bin nicht...grimmig..Das sagt nur jeder...und nun...fängst du auch damit an..."
      Unweigerlich legte er seinen Kopf zu ihr und lehnte sich damit an sie. So war es gemütlicher. So wusste er auch wann sie verschwand und wann nicht. Er würde sie nicht noch einmal so eine Gefahr aussetzen. Er musste aufpassen. Vorsichtig öffnete er wieder die Augen und suchte die Dunkelheit zu ihren Füßen ab. Nichts. Niemand war da, es konnte niemand kommen.
    • Naira O'Connor

      Ihr Herz beschleunigte noch ein wenig die Arbeit, als sich Victor an sie lehnte und damit die restlichen Millimeter Abstand zwischen Ihnen überwand. Naira fühlte sich ein wenig wie ein Teenager, der sich gerade frisch verliebt hatte, aber das war keine Liebe, die da zwischen ihnen herrschte.. Eher etwas, was sie nicht in Worte fassen konnte, aber auch etwas, was sie nur sehr ungern vor sich selber zu gab.
      "Du bist auch nicht grimmig..",sagte sie und das Lächeln war wieder auf ihren Lippen vorhanden.. "Nur manchmal.. Wie zum Beispiel gerade eben..Da hast du doch auch versucht grimmig zu sein, oder nicht?". Sie hatte den Kopf ein wenig zu ihm gedreht und so berührten sich ihre Stirnen, wobei Naira die Luft anhalten musste, für einen Moment wenigstens. "Du bist sehr speziell und das sehen die anderen nicht.. Ein Mann der sicherlich viel durchgemacht hat... Aber wenn die anderen sagen, dass du grimmig bist, dann will ich nicht wissen, was sie über mich sagen..", flüsterte Naira und schloss die Augen wieder, denn auch wenn es dunkel war, sie konnte deutlich die Umrisse seines Gesichts sehen und das war gerade nicht das Richtige. Ihr Verlangen nach anderen Sachen war zu präsent und sie durfte nicht jetzt einfach daran denken.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."