[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Irritiert sah Victor zu ihr und wie sie das Handschuhfach aufmachte und dort nach Ersatzschlüsseln suchte. Hatte sie etwa ihre Hausschlüssel bei sich, als sie von dem Mörder gefangen genommen wurden? Er selbst hatte das Glück gehabt, dass er sie an dem Tag im Revier liegen gelassen hatte. Das hatte es vereinfacht. Bis jetzt dachte er aber nicht daran, wo Nairas Schlüssel von der Wohnung waren. Wenn sie sie verloren hatte, kamen sie vorerst nicht an ihre Sachen.
      "Alles was du bei dir hattest, wurde für dich ins Krankenhaus gebracht. Weder Marke, Dienstwaffe noch Schlüssel waren darunter, soweit ich mich erinnere. Aber dafür lege ich meine Hand auch nicht ins Feuer...", sagte er ruhig und beobachtete sie weiterhin, wie sie alles durchsuchte. Er selbst konnte nicht viel machen. Ihre Schlüssel hatte er sicherlich nicht.
      "Bist du sicher, dass du sie dabei hattest? Vielleicht im Revier verlegt oder ein zweites Paar jemandem gegeben, so dass wir vorerst mal diese holen?", schlug Victor vor und öffnete die eigene Tür, um auszusteigen. Es war müde, trotz des nicht sehr langen Tages. Noch war es später Nachmittag. Draußen war es sehr kalt. Wenn sie den Schlüssel nicht fanden mussten sie vielleicht sogar zu ihm ins Haus wechseln, worauf er nicht besonders erpicht war, nachdem er Alex' Wohnung gesehen hatte.
    • Naira O‘Connor

      Tief holte Naira Luft und schüttelte den Kopf, als Victor sie ausfragte. „Dieses Drecksschwein!“,rief sie laut,als sie zum vierten Mal das Handschuhfach durch ging. Ihr Bein schmerzte und Naira musste sich setzen, um zu sich zu kommen. Mehrmals versuchte sie den Schmerz wegzuatmen und dachte nach, um darauf zu kommen, wo sie die Schlüssel zu aller letzt gesehen hatte. „Ich hatte sie mit.. hundert pro.. ich hatte sie in die Jackentasche gesteckt“,erklärte sie und atmete wieder einmal tief durch. „Ich hatte hier drinnen die Ersatzschlüssel, weil ich sie bisher nicht zu meiner Mutter bringen konnte.. da Alex meinen Wagen in die Werkstatt gefahren hatte bin ich mir fast schon sicher, dass er sie hat“.
      Naira war sichtlich überfordert mit der Situation und griff zu dem Handy, um nach einer Nummer des einzigen Schlüsseldienstes in der Nähe zu suchen. „Ich lasse mir die Tür einfach öffnen..“,sagte sie seufzend und rief die angegebene Nummer an, aber es meldete sich nur die Mailbox. Zwei weitere Male hatte sie es versucht, doch letztendlich gab sie es auf. „Oder auch nicht..“,murmelte sie. Alles ging wirklich den Bach runter.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hob eine Augenbraue, als er Naira fluchen hörte. Er konnte sich nun auch langsam vorstellen, dass das Abhandenkommen der Schlüssel wohl schlimmeres bedeutete, als nur das ein paar Schlüssel weg waren und irgendwo auf der Straße gefunden wurden, wenn überhaupt. Meistens konnte niemand damit was anfangen. Doch in diesem Fall schmeckte die Wahrheit bitter. Zu sehr war es auch Victor klar, dass ihr vermeintlicher Mörder diese Schlüssel haben konnte.
      Victor seufzte schwer und schüttelte leicht den Kopf. Nach mehrmaligem Versuchen den Schlüsseldienst zu bekommen, sah er zurück zu Spike und tätschelte diesen kurz bevor er Naira bedeutete den Türe des Wagens zu schließen.
      "Wir fahren einfach zu mir...", sagte er ruhig und versuchte derjenige zu sein in dem Moment, der das ganze ruhig angehen konnte.
      "Bei mir ist es zwar nicht sonderlich aufgeräumt und es sieht nicht hübsch aus...aber lass uns dahin. Du kannst dich ausruhen. Morgen klären wir das alles. Vielleicht hast du sie auch einfach nur verlegt."
      Seine Worten mochten ein Versuch der Beschwichtigung sein, doch auch er wusste genau, dass es nichts gutes heißen konnte. Der vorletzte der von ihrem Wagen wusste, war er gewesen. Der Typ der sich Thomas genannt hatte. Doch Victor war einige Karteien und Akten durchgegangen. Kein einziger Thomas würde zu seinem Aussehen passen. Kein einziger in sein Alter fallen. Doch darum musste sich vorerst jemand anderes kümmern. Der Fall wurde ihnen offiziell nicht mehr überlassen. Es kümmerte sich Alex und ein vorläufiger Partner darum.
    • Naira O‘Connor

      Vielleicht hatte Victor recht und sie musste es ein wenig lockerer sehen, aber Naira wusste zu gut, was es hieß. Sie wusste auch genau, wer ihre Schlüssel hatte und was alles passieren konnte. Sie hatte Angst, was passieren würde, wenn Thomas wirklich mal in ihrer Wohnung stehen würde. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken, doch Victors Worte verdrängten das.
      „Victor..“,sagte sie ruhig und sah zu ihrem Partner, der sie mit zu sich nehmen wollte. „Ich bin dir schon dankbar, dass du überhaupt so viel für mich machst, da musst du mich jetzt nicht mit zu dir schleppen..“,sagte sie seufzend und kämpfte mit sich. Zu ihrer Mutter wollte und konnte sie überhaupt nicht, es kam nicht einmal in Frage.. seufzend schloss Naira doch die Tür und schnallte sich wieder an, und sah zu ihrem Hund, bevor sie auch zu ihrem Partner sah. „Danke“, flüsterte sie und ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, bevor sie nach vorne sah und sich innerlich wie ein kleines Kind freute. Irgendwie fing ihr Herz auch an zu rasen und die Wut über die Schlüssel und Thomas war schon fast verflogen und vergessen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Alles bis du wieder gesund bist...Das schulde ich dir...", erwiderte Victor leiser und eher in sich hinein murmelnd, als er zum dritten Mal an diesem Tag den Wagen aus der Parklücke fuhr und dann zu sich aufbrach. Dort würden sie zu mindest für den Zeitpunkt sicherer sein und sie konnten sich beide ausruhe.

      Ein lautes Gähnen entwich ihm, als sie dann da waren und er den Wagen auf dem leeren Carport abstellte. Selbst hatte er sich ja noch immer kein Auto geleistet und das Geld hatte er auch nicht wirklich dafür. Das Gehalt war gut, aber er hatte einiges an Rechnungen noch abzubezahlen und das Haus schluckte nun einmal mehr als gewollt. Sein Trotzkauf war eben nicht besonders klug gewesen.
      Seufzend stieg er aus und schlug die Türe zu. Er umrundete das Auto, öffnete die Beifahrertür und auch die Tür für den Hund und half Naira dann raus.
      "Du ruhst dich heute aus und wir werden uns um alles morgen kümmern. Wir sollten vor allem langsam etwas essen. Da ich nichts daheim habe...bestellen wir am besten etwas.", schlug er vor und brachte sie rüber an die Haustür, öffnete diese und ließ nach vielen Tagen wieder Licht in den Flur. Wie immer erstreckte sich eine gähnende Leere in dem Haus. Ein Umzugskarton im Flur war noch immer der Vorbote von schlechter Angewohnheit der Männer, nie wirklich einzuziehen.
    • Naira O‘Connor

      Es dauerte nicht lang, bis die beiden vor dem Haus von Victor anhielten und Naira sich es von außen ansah. Sie erinnerte sich daran, wie sie schon einmal vor seiner Haustür gestanden hatte, aber bisher hatte die Dunkelhaarige keine Möglichkeit das Haus von außen zu betrachten. Lange blieb ihr keine Zeit, denn Victor war schon rüber gekommen um ihr die Tür aufzumachen. Noch immer schwebten ihr seine Worte im Kopf, die er gemurmelt hatte aber sie war nicht darauf eingegangen, auch wenn sie es gerne wollte. Es ließ ihr Herz mal wieder schneller schlagen und ihre Handflächen schwitzen.
      „Danke“,brachte sie heraus, als ihr Partner ihr beim aussteigen geholfen hatte. Sie folgte ihm zu gerne in das hoffentlich warme Haus, denn draußen war es wirklich kalt geworden. „Ich würde sterben für eine Pizza“, sagte sie lachend und schüttelte den Kopf, als sie reingegangen war. Kurz betrachtete Naira den Flur, ging aber in das Wohnzimmer, um sich auf die Couch zu setzen. Naira war wirklich erschöpft und fertig, aber ihr Hund war nicht der Meinung, dass sie eine Pause brachte. Natürlich fing Naira an, ihren Hund zu kraulen, aber bewegen war erst einmal nicht mehr für sie drin, schließlich musste sie sich schonen. „Bestellst du mir bitte eine Pizza?“,fragte sie und sah zu ihrem Partner.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Unangenehm. Mehr konnte Victor in dem Moment nicht sagen. Es war ihm sehr unangenehm Naira in dieses Haus zu lassen. Die Vorhänge waren zu gezogenen, die Kisten nicht ausgepackt, auch wenn er es versucht hatte. Trotzdem blieb es eine halber Baustelle und von Einrichtungsgeschmack musste man gar nicht erst anfangen zu reden. Viel hatte sich nicht gemacht in dem Haus und es würde auch so bleiben. So war er nun einmal gewesen. Sein verstorbener Freund sagte auch immer, er sei unverbesserlich bis ihm mal eine Frau zeigt wie es gemacht werden sollte. Aber finde mal eine Frau, wenn man ein Trinker war.
      Als sich Naira auf die Couch setzte, schnappte sich Victor die leere Flasche daneben und wollte sie in die Küche bringen, bevor Naira sich wieder ihren Part dazu denken konnte.
      "Eine Pizza für die Dame.", er nickte und verschwand schließlich. Viel zu tun gab es nicht in dem Wohnzimmer. Hauptsächlich hatte er dort seine Nächte darauf verbracht, um irgendwie schlafen zu können. Das Bett war unberührt. Fast schon jungfräulich.

      In der Küche füllte er zwei große Gläser mit Wasser und auch für Spike eine Schüssel, damit er nicht verdurstete. Diese brachte er nach einem knappen Anruf bei der nächstbesten Pizzeria rüber in das Wohnzimmer und stellte die Gläser auf den kleinen Zeitungstisch.
      Dem Hund verwies er in die Küche. Im Wohnzimmer brauchte er keine Wasserlachen.
      "Nun...Mh...Willkommen? Viel gibt es hier nicht zu sehen und...das obere Geschoss kann ich dir vorerst nicht zeigen.", meinte er und kratzte sich dabei am Hinterkopf, als er die Treppe besah.
      "Am besten ich bringe die Bettwäsche für dich gleich runter und richte das Sofa her. "
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte nur einen kurzen Blick über das Wohnzimmer und die Einrichtung geworfen, denn eigentlich war Naira mehr darauf aus, sich endlich ein wenig entspannen zu können,denn ihr Bein tat weh und sie hatte es deutlich überangestrengt, was wohl der Arzt dazu sagen würde? Viel Zeit darüber nachzudenken blieb ihr nicht übrig,denn Victor kam wieder zurück und sie sah zu ihm. „Ich finde es einfach gut, dass ich nicht im Krankenhaus bin.. und die Treppe könnte ich sowieso nicht wirklich nehmen“,sagte sie mit einem sanften Lächeln und ergriff eines der Gläser, um einen Schluck daraus trinken zu können. „Ich würde auch einfach nur das Sofa nehmen,mehr brauche ich nun wirklich nicht, du machst schon genug für mich“. Ein wenig verlegen war Naira schon geworden und musste auch von Victor absehen, um es ihm nicht direkt zu zeigen. „Ich müsste dich nur um ein paar Klamotten bitten.. ich hätte nichts da,worin ich schlafen könnte.. ich denke, ein großes T-Shirt würde schon reichen“. Natürlich war es der Dunkelhaarigen unangenehm, auch noch danach zu fragen, aber nackt würde sie wohl eher nicht schlafen, es reichte ihr der unzufriedene Blick von Victor in der Hütte, noch einmal wollte sie ihn nicht kassieren. „Und es wäre nett zu wissen,wo das Badezimmer wäre.. damit ich nicht zu viel Krach mache,wenn du schläfst“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor nippte am eigenen Glas Wasser und sah sie aufmerksam an, während die Gedanken alles abhakten und er darin seine Wohnung checkte, ob auch alles in Ordnung war.
      Leicht nickte er ihr entgegen. Das Schlafzimmer würde sie so nicht erreichen, das stimmte und tragen kam nicht mehr in Frage. Sie war eine erwachsene Frau und im wachen Zustand. Da war das sicherlich nicht förderlich. Die Kleidung und die Bettwäsche waren selbstverständlich, auch das Sofa ausklappen würde er noch für sie erledigen. Sobald sie gegessen hatten, konnte sie sich dann auch ruhig hinlegen.
      "Das Haus hat glücklicherweise zwei Badezimmer. Eins befindet sich hier im Erdgeschoss. Wenn du den Gang zur Treppe nimmst, in der Nähe der Eingangstür ist es. Es hat auch eine Dusche und eine Badewanne. Du kannst es dir also aussuchen, was für dich einfacher sein wird.", erklärte Victor knapp, trank das Wasser dann aus und stellte das leere Glas auf den Tisch.
      Weder Unterlage noch sonst etwas war für den Mann von Nöten. Wenn da Wasserflecken entstanden, dann war es ihm egal und er kaufte sich einen neuen Tisch.
      "Ich schau mal was ich für dich zum anziehen finde...", damit ging er dann nach oben in sein Schlafzimmer. Das Bett war ungemacht und die Decke lag halb auf dem Boden. Die Vorhänge waren zugeschoben und seit Wochen nicht bewegt worden.
      Victor durchsuchte seinen Schrank und fand noch ein einfaches graues Shirt und überlegte ob er ihr eine lange oder kurze Hose gab. Unweigerlich musste er an ihren Körper denken, denn dieser war ein echter Hingucker.
      Unsicher nahm er dann beides mit. Eine Pyjamahose und eine Boxer.

      Wieder unten angekommen mit allem legte er es vorerst bei Seite.
      "Was weibliches habe ich nicht...Wenig Frauenbesuch, die was hinterlassen...", sagte er und wollte damit wohl einen Witz machen, der aber nicht sehr elegant gelungen war, was er dann auch bemerkte. Die Bettwäsche, ein frischbezogenes und nie genutztes zweites Paar an Decke und Kissen, ließ er auf dem Boden vorerst und das Schlafzeug oben drauf.
      "Ich habe hinten so etwas wie einen Garten...wenn du willst, kannst du Spike dort raus lassen."
    • Naira O‘Connor

      Wie gerne Naira wieder duschen würde? Sehr gerne. Seit mindestens vier Wochen hatte sie nicht geduscht, aber die Krankenschwester hatten sie scheinbar gepflegt, denn nicht einmal ihre Haare waren fettig gewesen, da war ihre Begeisterung sehr groß für, aber an dem Tag war Duschen definitiv nicht drin. Morgen auf jeden Fall, dass hatte sie sich versprochen.
      Spike hatte Victor nachgesehen, als er nach oben gegangen war und wollte ihm am liebsten folgen, doch Nairas stimme ließ ihn wieder setzen und sie ansehen. „Wir sind hier nur zu Besuch“,flüsterte sie zu ihrem Hund und kraulte seinen Kopf, den er auf ihr gesundes Bein abgelegt hatte. Erst jetzt nahm sich die Dunkelhaarige die Zeit, ihre Umgebung ein wenig anzusehen und zu bewerten. Natürlich berücksichtigte sie alle Gegebenheiten, aber so recht war es ihr egal, wie ihr Partner lebte, Hauptsache sie hatte es warm hier und das Dach würde nicht undicht sein, mehr brauchte sie da überhaupt nicht und Victor machte sich unnötig Gedanken darüber.

      Kaum hatte sie an ihn gedacht schon war er wieder unten aufgetaucht und Naira lächelte sanft, als sie die Sachen in seiner Hand sah, nackt würde sie sicherlich nicht schlafen müssen. Seinen Witz kommentierte sie nur mit einem Schmunzeln, es reichte auch vollkommen aus, denn Victor hatte das Thema wechselt. „Ich glaube, er wird dich über alles lieben, wenn du ihn in den Garten lässt“,antwortete Naira lachend und sah zu ihrem Hund,der wach und hell auf war, er hatte es wohl verstanden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor nickte zustimmend und sah zu Spike runter, dem er schließlich bedeutete mit ihm zu kommen. Eine Tür in der Küche führte nach draußen in einen angemessen großen Garten, wo es Victor herzlichst egal war was dort vor sich hin vegetierte, denn der Garten ähnelte eher einem Wald, als einem Stück Erde zugehörig einem Haus.
      "Dann Viel Spaß dir...schiebst die Tür aber selbst auf...", sprach Victor mit dem Hund, auch wenn er nicht recht wusste, ob er ihn verstehen konnte. Sobald Spike draußen war, ließ er die Tür angelehnt, damit keine Kälte reinkam, aber auch damit Spike wieder ins Haus kam, wenn er seinen Spaß draußen hatte.
      Dann kam er wieder zurück in das Wohnzimmer, lehnte sich aber vorerst in den Türrahmen und sah zu Naira rüber, die mit dem Rücken zu ihm auf dem Sofa saß. Ob das eine so großartige Idee war, sie hier her zu bringen? Aber besser als nichts...Jetzt wurde sein Haus wenigstens benutzt und der Geruch des Unbelebten würde vielleicht aus der Tapete ziehen. Es roch noch immer so, als würde niemand hierdrin wohnen.
      Leise gähnte er auf und ging zu den Heizungen, um diese aufzudrehen. Sehr warm, hatte er es sich hier in der Wohnung nie gemacht.
      "Wenn du etwas heute Nacht brauchen wirst oder allgemein auch jetzt...du sagst mir bescheid. Schließlich bist du a Gast und b bist du ein Krüppel noch.", er hockte sich neben sie auf das Sofa und raufte sich ein wenig die Haare. Er fühlte sich unruhig und aufgebracht, doch auf keine unangenehme Art. Es mochte sehr sogar an Naira liegen.
    • Naira O'Connor

      Sie hatte den beiden nachgesehen und musste unwillkürlich lächeln, als sie Victors Umgang mit ihrem Hund sah und wenn sie ehrlich war, es gefiel ihr wirklich sehr, dass die beiden sich verstanden. Als ihr Hund nach draußen getreten war hatte sie wieder nach vorne gesehen und ihr Blick auf das Telefon in ihrer rechten Hand, doch ihre Mutter hatte sich bisher immer noch nicht gemeldet. Ein wenig hatte es wehgetan und im Herzen gezogen, doch sie steckte das Handy wieder weg und sah zu ihrem Partner, als sich dieser neben sie setzte. "Der Krüppel wird dich mitten in der Nacht wach klingeln, wenn er was braucht.. und wenn du nicht dran gehst, wachst du spätestens auf, wenn ich die Treppe runter knalle..",sagte sie mit einem breiten Grinse.
      Ein wenig nervös wurde Naira schon, als ihr Partner ihr so nah auf der Couch saß und sie wieder einmal alleine waren. Ihre Gefühle spielten verrückt, genau wie vor drei Tagen, als sie Victor im Krankenhaus wiedergesehen hatte. Während das Herz raste und ihre Gefühle durcheinander waren, versuchte sie sich ein wenig mehrin den Griff zu kriegen. "Du hattest mir noch etwas zu sagen, als wir uns im Krankenhaus wiedergesehen haben..",sagte Naira und presste kurz die Lippen aufeinander, während sie schluckte. "Bevor Captain wiedergekommen war..".
      Sie spielte ein gefährliches Spiel, aber ihre Neugierde war zu groß, um das einfach unter den Teppich zu kehren.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Erschöpft lehnte sich der junge Mann nach hinten und legte den Kopf in den Nacken. Die Augen geschlossen konnte er ein wenig nach Luft schnappen, bevor es den Abend weiter gehen würde. Sie hatten noch eine Pizza vor sich, auf die er sich ungemein freute. Denn viel gegessen hatte er nicht und da Naira eh hungrig genug war, konnte er sie dazu auch einladen. Essen für Geld und Alkohol hatte Victor schon immer gehabt und nie zurückgehalten.
      Ein zufriedenes Schnauben entwich ihm, als Naira ihm drohte ihn aus dem Schlaf zu wecken. Damit hatte er sicherlich kein Problem.
      "Du wirst die Hilfe vorerst wohl noch suchen und brauchen.", ein müdes Lächeln tauchte auf seinem Gesicht auf, dann beugte er sich vor und sah sie fragend an, jedoch konnte er den Blick nicht lange auf ihr halten und wandte ihn zu Boden.
      Er wollte ihr an diesem Tag etwas sagen, doch so recht konnte er sich auch nicht mehr daran erinnern. Vielleicht wollte er an dem Tag auch zu viel sagen und das hereinkommen des Captains hatte ihn davor bewahrt etwas Falsches zu tun in dem Moment.
      Für einen Moment blinzelte er hoch und schüttelte den Kopf.
      "Nein...ich denke es war einfach nur...dass ich froh bin dass du wieder unter uns weilst. Ist nicht einfach einen Partner zu verlieren..."brummte er leiser als sonst und so unangenehm er das Thema fand, konnte er es doch ansprechen. Wenigstens für den Moment.
      Ein Klingeln an der Tür verhieß schließlich Erlösung für ihn und er sprang auf. Der Pizzabote war da und drückte ihm eine große Pizza in die Hand, die er auch bezahlte.
      "Jetzt gibt es erst einmal was richtiges zu essen für dich."
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte laut ausgeatmet,als Victor aufgestanden war, um zu der Tür zu gehen, an der es geklingelt hatte. Jemanden anderen als den Boten hatte niemand erwartet, doch nicht so früh, das war wirklich flott gegangen.
      Während Victor wohl gerne die Gelegenheit nutzte abzuatmen und kurz zu entfliehen blieben Nairas Gedanken noch gut bei dem Thema. In ihrem Kopf kreisten zu viele Gedanken, aber sie konnte es nicht abschalten.
      “Ich weiß woher er ist und warum er hier ist. Du hast dir nicht die Mühe gemacht in seinen Akten zu stöbern? Er ist definitiv niemand der eine Beziehung eingehen wird. Nicht mit dir.“
      Seine Stimme war so klar in dem Augenblick, dass es schon fast wehtat. Angestrengt kämpfte Naira damit nicht zu schreien, denn sie fühlte sich gefesselt und hilflos. Im selben Moment war Victor gekommen und ihr Blick glitt so panisch zu ihm, dass sie es kaum unterdrücken konnte. Misstrauen baute sich tief in ihr auf, diese Stimme wollte sie überzeugen, dass es falsch war ihm zu trauen, aber sie wusste genau, wie falsch dieses Gefühl lag und beschloss, sich die Akte zu holen.
      Ein Lächeln bildete sich auf Nairas Lippen, als sie die Pizza sah. „Ich habe auch wirklich Hunger.. Danke“,entgegnete sie und alles, was vorhin hochgekommen war, war wieder vergessen. Daran würde sie irgendwann zerbrechen, aber noch nicht jetzt. Jetzt gab es erst einmal Pizza für die beiden. „Du bist echt viel zu gut zu mir“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor gab ein schüchternes Lächeln von sich, als sie ihn als zu gut betitelte. Das mochte sein, doch er hielt sich für alles andere als zu gut. Er war der Grund warum fast ein zweiter Partner von ihm gestorben war und der Gedanke fraß ihn auf. Auch wenn es bereits mehr als einen Monat her war, dass sie den Fängen entkommen waren. So saß er trotzdem da und dachte darüber nach, wie es ihn herunter gezogen hat und dass er schon wieder in das Loch gefallen war.
      "Keine Angst...das wird nicht immer so sein.", kommentierte er trocken. Ein wenig zu ernst und zu trocken, konnte man meinen. Doch so war er. So war seine Persönlichkeit, die selten ein Lächeln erlaubte und selten humorvoll sein konnte. Er war anders geworden und keiner vermochte ihn hervorzuholen. Er blieb in seiner Welt.
      Victor schüttelte die Gedanken ab, bevor er sich wieder neben sie setzen konnte und einen Blick in die Küche warf. Die Tür schien immer noch zu zu sein und auch wenn Spike nicht sein Hund war, verwarf einen kurzen Gedanken an den Hund, der möglicherweise nicht mehr die Tür alleine öffnen könnte.
      "mh...Sag, dein Hund kann Türen öffnen, oder?", eine gute Frage, die wichtig war für Naira und die noch einmal bestätigte, dass Victo das Thema wechseln und nicht weiter sich mit seinen unausgesprochenen Gedanken beschäftigen wollte.
    • Naira O'Connor

      Eine Stille breitete sich zwischen den Beiden aus, während Naira in ihr Stück gebissen hatte und die Pizza betrachtete. Noch konnte sie sich nicht festlegen, ob sie die Stille für unangenehm oder eher angenehm empfand, weshalb sie darüber grübelte und ihre Pizza genoss. Was sollte sie großartiges Sagen? Victor war scheinbar nicht mehr in der richtigen Laune.. Doch seine Frage ließ Naira wieder zu ihm auf schauen. "Wenn er die Türen nicht öffnen könnte, würdenwir jetzt beide nicht her sitzen..",sagte sie mit einem sanften, aber eher erzwungenen Lächeln und sank ihren Blick. Sie vergaß, dass Victor nicht wusste, was richtig passiert war..
      "Er kann Türen aufmachen.. Er hat es sich irgendwann Mal selbst beigebracht um aus dem SWchlafzimmer in die Küche gehen zu können.. Weil ich aus Gewohnheit die Tür vor dem Schlafengehen zu mache",erklärte sie letztendlich und setzte sich ein wenig auf. Ihr Bein schmerzte wieder einmal, vor allem aufgrund der Erinnerungen, die sie hatte. "Victor..",sagte sie letztendlich und sah hoch zu ihrem Partner. während sie schluckte und das Stück Pizza wieder ablegte. Sie traute es sich nicht ganz, ihre Gedanken auszusprechen, aber es musste auch mal raus. "Möchtest du darüber reden?",fragte sie ihn ehrlich und betrachtete ihn genau. "Ich bin bereit dir alles zu sagen..".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor griff als zweiter nach einem warmen Stück Pizza und biss direkt hinein, womit er sich prompt die Zunge verbrannte und von dem Stück zurückweichen musste. Das Gesicht verziehend grummelte er leise. Dann musste er eben warten, auch wenn er Hunger hatte und am liebsten die Pizza schneller in seinen Magen befördern wollte.
      Naira bestätigte ihm, dass Spike die Türe von alleine aufbekam und das war natürlich ein Zeichen dafür, dass der Hund ein wenig mehr IQ hatte, als so die üblichen Pudel, die man auf der Straße in Brooklyn hatte sehen können. Gar nicht erst nennenswert waren die ganzen Chihuahuas, denen er bis heute nichts abgewinnen konnte. Denn wieso sollte man sich eine kleine Ratte ins Haus holen und keinen richtigen Hund? Sie kläfften noch nicht einmal richtig.
      Nach einem Moment wandte sich Victor wieder an seine Pizza und versuchte wieder reinzubeißen. Diesmal ohne sich dabei etwas zu verbrennen. Fragend sah er zu ihr, noch mit dem Stück Pizza im Mund, als sie sagte, dass sie bereit war ihm alles zu erzählen. Für einen Moment war er verwirrt wovon sie sprach, doch dann verschluckte er sich bei der Erkenntnis und schüttelte abermals den Kopf darüber. Räuspernd versuchte er wieder durchatmen zu können.
      "...Ist es nicht ein wenig zu früh für dich...du wirst es bestimmt oft genug erzählen müssen.", wandte er mit ein und sah zurück auf die Pizza. Da verging einem fast schon wieder der Appetit, wenn man an die Tage zurück dachte und wie ihm einfach alles von einem Tag fehlte und er nur noch das Bild vor sich hatte, wie Naira blutverschmiert neben ihm lag. Er hatte oft über diese Situation nachgedacht und ob er anders reagiert haben sollte. Aber er war kein Arzt, er konnte sie nicht an Ort und Stelle zusammenflicken. Er war niemand gewesen, der es einfach so hinbekommen hätte.
      Seufzend lehnte er sich wieder zurück und hatte das angebissene Stück Pizza liegen gelassen in dem Karton.
      "Für mich war es einfacher darüber zu reden. Ich habe anscheinend ja rein gar nichts mitbekommen..."
    • Naira O‘Connor

      Sie seufzte und sah auf ihr Bein runter, welches bei den Erinnerungen angefangen hat zu schmerzen. Natürlich war Naira nicht bereit darüber zu reden, aber wäre sie es jemals? Würde sie es jemals verdauen und nicht mehr von Alpträumen geplagt werden? Sie war sich sicher, dass sie ihren Partner etwas schuldig war und irgendwie musste sie ihm auch deutlich machen, dass er an nichts schuld war.
      „Er hatte uns beide mit der Suppe betäubt“,sagte sie und sah auf ihre Finger, die mit den losen Fasern des Verbandes spielten. „Als ich aufgewacht bin, warst du weg und ich befand mich gefesselt auf einem Stuhl in dem selben Wohnzimmer, in dem wir auch die Stunden zuvor Karten gespielt hatten“. Mehrmals spielte Naira mit dem Gedanken, ob es richtig gewesen war, damit anzufangen. „Du hättest nichts tun können.. es war ja auch nicht so, dass er absichtlich geschossen hatte.. aber er wollte uns töten .. beide.. und ich wusste in dem Moment, als er verschwunden war, dass wenn ich mich stelle wenigstens einer von uns beiden heil da rauskommen würde.. deshalb habe ich nicht gezögert und wollte dich und Spike da raus haben“. Sie hatte ihren Blick wieder hoch gehoben und betrachtete ihren Partner ausgiebig. „Ich würde mir an deiner Stelle wahnsinnige Schuldgefühle machen, dass ich nicht eingegriffen hatte, aber die Wahrheit besteht darin, dass wäre Spike nicht gewesen säßen wir jetzt nicht beide hier.. du hättest nichts tun können, er hatte uns in eine Falle tappen lassen und ich sage es dir, weil du die Wahrheit verdienst.. und nicht nur irgendwelche Bruchstücke der Erinnerungen“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sehr zufrieden stimmte ihn die Wahrheit nicht unbedingt. Es war zumindest fast so, wie er es sich in seinem Kopf ausgemalt hatte. Sie beide waren bewusstlos, doch man trennte sie und statt die Frau aus dem Verkehr zu ziehen für später, entschied sich der Mörder für Victor, dessen männlicher Körperbau wohl weniger erregend sein musste, als der einer jungen und sportlichen Frau.
      Victor schluckte schwer und atmete tief ein, um sich zu beruhigen. Eine heiße Welle an Adrenalin nahm ihn wieder ein und sein Puls wurde schneller. Er konnte es nicht recht erklären, aber es gefiel ihm trotzdem nicht und auch wenn sie ihm zusprach und sagte, es sei nie seine Schuld gewesen, so konnte er es nicht akzeptieren.
      Abermals schüttelte er den Kopf und versuchte die Gedanken zu sortieren, die ihm durch den Kopf spukten.
      "Ich hätte etwas tun sollen...Davor. Ich hätte es wissen müssen, dass wir nicht so leichtgläubig da saßen. Nicht so leichtgläubig einfach etwas aßen, dass wir nicht selbst gemacht haben."
      Victor biss die Zähne zusammen und beugte sich vor. Seine rechte Hand ballte sich zur Faust und im nächsten Moment knallte er sie laut auf den Tisch ohne dabei locker zu lassen. Die Fingerknöchel traten weiß hervor.
      "Es kann nicht sein, dass es schon wieder passiert! Scheiße verdammt!", er fluchte laut. Wahrscheinlich hatte er keinen Grund nun sauer zu sein, doch die Wahrheit hatte ihn nicht besänftigt. Es regte ihn nur noch mehr auf.
      "Das alles hätte nicht passieren dürfen. Wie ein Anfänger...Polizisten sind nicht umsonst zu zweit unterwegs...Und egal wie oft du es mir auch sagen würdest Naira...Aber...die Schuldgefühle werden nicht gehen. Es wird immer dasselbe bleiben. Ich habe versagt."
      Victor verlor sich in seinen Schuldgefühlen im Moment seiner Rage und starrte auf den Tisch vor ihnen.
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte innerlich geseufzt, als sie Victors Reaktion sah und sagte zunächst nichts. In diesem Moment merkte sie wieder einmal, wie ähnlich sich die beiden waren und ihr Herz tat schon ein wenig weh. Naira wollte nicht, dass Victor Schuldgefühle hat, sie wollte nicht, dass er sich quält. Sein Schrei erfüllte den Raum und im nächsten Moment hielt alles im Haus den Atem an, während Naira ihn weiter beobachtete. Als nichts mehr von ihm kam nahm sie ihren Mut zusammen und holte tief Luft, um auf der Couch näher zu Victor zu kommen. Dafür hatte sie ihre Fäuste in die Couch gestemmt und ihr Bein vorsichtig bewegt. Ihre Schulter berührte letztendlich seine Schulter und sie positionierte ihr Bein so,dass es weniger weh tat. „Hör mal..“,sagte sie und sah selbst auf den Tisch, bevor ihr Blick zu Victor glitt. „Du hast mir mein Leben gerettet.. indem du einfach gehandelt hast und mich zurück gebracht hast..“, fing sie an und ein leichtes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. „Du hast nicht versagt.. wenn, dann haben wir nur beide zusammen versagt.. wir sind beide ausgebildete Polizisten und haben genau alles ignoriert, was wir ignorieren konnten.. aber jeder andere hätte in dieser Situation sicherlich nichts anderes gemacht.. und wenn jemand hier versagt hat, dann wir beide .. niemand allein..“. Ihr Herz schlug so laut und so schnell, dass sie Angst hatte gleich taub zu werden. Naira wollte ihm zeigen, dass er sich nicht kaputt machen musste, sie wollte ihn erlösen und ihm helfen.. aber so sehr sie seine Hand nehmen wollte, so sehr war auch die Angst da, es würde ihn nur noch mehr in Rage bringen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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