[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • "Ein Kaffee für die Wiedergekehrte.", Ramirez lachte und ging. Sie würde sich länger Zeit lassen, als man eigentlich für das holen eines Kaffees brauchte.

      Victor sah ihr noch einen Moment nach, dann konnte er sich wieder an seine Partnerin wenden, die er in dieser Zeit nicht wegwünschen wollte. nicht mehr so sehr, wie er es bei ihrem ersten Treffen sich gewünscht hatte. Er wollte wieder lebendig sein und bei ihr, um sie beim nächsten Mal beschützen zu können.
      Gleichzeitig merkte man schnell, dass es ihr wohl aber besser ging als ihm. Sie war bereit zum Scherzen und das obwohl sie anscheinend erst seit ein paar Stunden wieder wach war und man sie unter den Lebenden wusste. Als sie auf ihre Flucht zu sprechen kam, nickte er kurz. Sie hatten Glück entkommen zu sein und er schämte sich noch immer, dass er nicht wusste, was genau geschehen war. "Ich hoffe du wirst mir irgendwann einmal erklären, was...genau passiert ist. Ich erinnere mich nicht an viel.", gab er zu und wusste, dass sie ihn deswegen nicht verurteilen würde.
      Der Versuch die Stimmung aufzuhellen traf ins Schwarze. Victor richtete sich etwas auf und versuchte nicht zu überrascht oder peinlich berührt auszusehen. Er hätte dem Drang nicht nachgeben sollen, sondern noch ein Wochenende überleben müssen.
      Unsicher kratzte er sich über den wuchernden Bart, den er sich nicht mehr gestutzt hatte: "Das liegt nur daran, dass ich mich nicht rasiert habe heute früh...", meinte er stumpf, natürlich war das nicht die Wahrheit und er wusste es genau so sehr, wie Naira es auch sehen würde, dass dies nicht der Fall war.
      "Na ja...und die vielen Nächte die man wach blieb...", sprach er leise aus und beugte sich vor, stützte sich mit den Ellenbogen auf den Knien ab. "Ich bin so erleichtert, dass du lebst...Wie...lange musst du noch hierbleiben? Bis die Reha vorbei ist oder kannst du früher nach Hause?", fragte er sie mit der minimalen Hoffnung man müsste ihr helfen, wenn sie wieder nach Hause ging und er derjenige sei der es könnte. Er war sich sogar sicher, den Hund noch heute zu holen. Für sie.
    • Naira O‘Connor

      Natürlich wusste sie, dass Victor nicht wissen konnte was letztendlich passiert war. Es war nicht seine Schuld, dass er bewusstlos im Schrank gelegen hatte und das aufgrund starker Medikamente. „Ich möchte dich bei der Vernehmung dabei haben“, sagte sie und lächelte sanft. „Ich weiß, dass ich mir Zeit dabei lassen kann, aber die Erinnerungen sind noch so frisch und können jetzt noch etwas bringen.. da ich nicht denke das er Kerl geschnappt wurde..“.
      Doch viel Zeit blieb ihr nicht darüber nachzudenken, denn Victor scherzte langsam genauso wie sie. Sie musste breit grinsen und stieß ihm gegen die Schulter. „Ich kann mir schon vorstellen, dass so ein Bart im Weg steht“, entgegnete sie auf den Spaß hin und sah wieder zu ihren Händen, vor allem weil er ihr näher gekommen war. Wenn die beiden wüssten, was in ihnen vorging.. Naira fand, dass ihn der Bart sogar noch attraktiver machte..und so lenkte sie sich ein wenig ab, indem sie die Fusseln von seiner Hose zupfte.
      „Ich will nicht lange hier bleiben.. ich möchte nach Hause und endlich zu Kräften kommen, hier werde ich es sicherlich nicht.. weiß du, was mich überhaupt aus dem Koma rausgeholt hat? Irgend so ein komisches Piepen.. ich dachte, mein Wecker würde klingeln..“. Sie machte eine kleine Pause, um kurz zu lachen, bevor sie zu ihm hoch sah und ihre Augen direkt auf seine trafen. „Ich habe schon mit dem Arzt gesprochen, dass ich schnell raus möchte.. aber wenn ich niemanden habe, der mir Unterstützung bieten kann, dann sieht es nicht so gut aus.. und meine Mutter kann sich sicherlich nicht um mich kümmern, ich würde sie auch nicht fragen“, gab sie letztendlich zu. „Ich habe versucht ihn davon zu überzeugen, dass Spike mich unterstützen wird, aber er wollte lieber jemanden menschlichen haben, denn mit dem Bein kann ich noch nicht sonderlich viel“. Ein Seufzen entwich ihr und Naira war mit allen Kräften dabei, gegen sämtliche Dränge anzukämpfen, er war immer noch nur ihr Partner, aber sie erhoffte sich irgendwo tief in ihr drin seine Unterstützung.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor sah zu Boden und seufzte leise. Sie beide würden noch einmal durch all die Vernehmungen und Anhörungen durch müssen. Sie zum ersten Mal, er bereits zum zweiten. Auch wenn seine nicht vollends ablaufen konnten, weil Naira als Zeugin fehlte, so hatte man ihn nicht sehr weit laufen lassen und alles aus den Erinnerungen geholt, was er zu bieten hatte. Es war eben nur nicht sehr viel, weil er nicht bei Bewusstsein gewesen war. So nickte er angedeutet, er würde auf jeden Fall bei ihrer Vernehmung dabei sein und ihr helfen, soweit er eben konnte.
      Schmunzelnd erwiderte er ihren Blick. Fast schon ganz die alte. Das gefiel ihm. Sie hatte schon immer ein Händchen dafür ernste Situationen gewissermaßen ins humorvolle zu drängen ohne es groß zu versuchen. Dass sie ihm imaginäre Fusel von der Hose zupfte ließ ihn wieder rum runter schauen auf den Boden. Das tat man nur, wenn man der Person nahe stand und das taten sie. Das war der Beweis. Victor widerstand dem Drang ihre Hand auch hier zu nehmen, auch wenn es sehr verlockend und nahe liegend in diesem Moment wäre.
      "Das klingt fast schon so, als bräuchtest du jemanden der dir helfen muss...Jemand der nah genug ist.", Victor räusperte sich und im nächsten Moment ging die Tür des Raumes auf. Dadurch, dass mehr Leute hierdrin sitzen konnten und ihre Verwandten antrafen, hatte sich Victor nichts dabei gedacht, doch wie durch einen Wink des Schicksals, rannte ein Husky auf Naira zu und bellte laut, freudig drehte er sich um sie herum und versuchte nicht einmal seine Aufregung im Zaum zu halten. Spike freute sich.
      Dahinter kam Alex an. Der Polizist, der gerne in der Nähe von Nairas Büro sich tümmelte.
      "Was für eine Erleichterung. Sie ist wieder bei uns!", rief er mit offenen Armen aus, um sie zu begrüßen.
      Victor richtete sich auf und lehnte sich im Stuhl zurück, verschränkte die Arme. Der Moment der Zweisamkeit war damit wohl vorüber. Das gefiel ihm nicht. Leise murrend nahm er den Kaffee an, den Ramirez kurz darauf für 4 Leute gebracht hatte.
    • Naira O‘Connor

      Und wie nahe sich die beiden standen.. Unterbewusst hatte sie angefangen ihm die Fussel von der Hose zu sammeln, um ihm doch noch näher zu sein, während ihr Herz immer noch am rasen war. Sie wollte zu gerne zu Ende hören, was Victor zu sagen hatte, doch die Tür ging auf und Naira blickte kurz hin. Einen Moment lang war sie ein wenig enttäuscht, dass der Moment jetzt zerstört war, aber als sie ihren Hund erblickte, der freudig bellend auf sie zu rannte musste sie sofort breit Lächeln und ihre Freude war ihr im Gesicht deutlich anzusehen. „Spike!“,rief sie laut und öffnete ihre Arme, um ihren Husky zu empfangen. Er sprang gerne auf sein Frauchen, die ihn in ihre Arme nahm und leckte ihr Gesicht ab. „Ich habe dich auch vermisst“,sagte sie lachend, während ihr Hund sich deutlich darüber freute,dass sie lebte. Zu gerne kraulte sie seinen Kopf und sah zu Alex, der sie begrüßte. „Wer kann sonst von sich behaupten, mit dem Teufel gesprochen zu haben?“,fragte Naira auf die Begrüßung hin und ließ sich umarmen.
      „Ich dachte, du wärst der Teufel“,hatte Alex noch gesagt, bevor er sich auf einen der Stühle hingesetzt hatte. Naira lächelte kurz sanft und griff gerne zu einem Kaffee, doch ihre andere Hand war mit dem Kraulen beschäftigt. Ihr Hund hatte sich wirklich auf sein Frauchen gefreut. So kraulte sie auch seinen Bauch, wofür Naira sich ein wenig näher zu Victor lehnen musste. „Wir kommen zu dem Thema nachher zurück“, flüsterte sie zu ihm rüber und sah kurz hoch, kümmerte sich dann aber wieder um den Bauch des Hundes. „Wer ist der tollste Hund der Welt?“,fragte die Dunkelhaarige voller Freude und musste breit Lächeln. „Wenn ich zurück komme koche ich dir das Beste überhaupt“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es konnte nicht einfach nur ein Besuch eines verliebten Möchtegerns sein, dachte sich Victor und überzeugte sich stumm und leise selbst davon, dass Alex nur aufgetaucht war, um die beiden zu stören. Bei was genau er störte, konnte er zwar nicht sagen, doch er mochte es nicht und das reichte aus, um wieder unfreundlich drein zu schauen. Nun, war er sogar wütend auf Alex, dass der den Hund angenommen hatte. Es hätte er sein sollen, der mit Spike auftauchte und damit Naira glücklich machen konnte.
      Leicht schüttelte er den Kopf, horchte auf, als Naira sich zu ihm beugte. Ja, das Thema war nicht gegessen, er würde ihr seine Hilfe anbieten. Stumm lehnte er sich jedoch zurück und schlürfte an dem Kaffee.

      Freudig war Alex auf einen der Stühlen gelandet und war drunter und drüber sich um Naira zu kümmern: "Wie geht es dir? Schon wach genug?" Er löcherte sie mit Fragen, die wohl erheiternd oder besorgt sein sollten.
      Victor konnte nicht anders und schnaufte hier und da mal auf, zwang sich dazu aber keine abfällige Bemerkung von sich zu geben. Es war Nairas Moment und die Leute durften sich um sie Sorgen und ebenfalls so viel Aufmerksamkeit geben, wie es Victor getan hat.
      Nur Ramirez hielt sich zurück und stellte sich neben Victor.
      "Vor euch steht noch eine harte Zeit an. Das Gericht wird euch beide noch einmal vernehmen wollen und...dadurch das euch der Mörder entkommen ist...Es sieht nicht rosig aus. Aber...", sie klatschte in die Hände, um die schlechte Nachricht wieder abzuschütteln: "Kein Grund zu trauern. Sobald du wieder auf den Beinen bist, heben wir einen auf dich gemeinsam, Naira. Auf euch beide. Das habt ihr verdient."
    • Naira O‘Connor

      Sie erzählte ein wenig, wie es ihr ging, während sie immer noch dran war, sich um ihren Hund zu kümmern. Er hatte wohl mit am meisten gelitten, immerhin war es ihm nicht bewusst, was eigentlich los gewesen sei, deshalb nahm sich Naira zu gerne ein wenig Zeit für ihren liebsten. Immer wieder war ihr Blick zu Victor gegangen, um ihn anzusehen, aber sie konzentrierte sich auch auf Alex, der sich scheinbar genauso Sorgen gemacht hatte. Als ihr Captain sprach seufze Naira leise und machte sich in ihren Kopf deutlich, wie anstrengend das alles sein würde. Natürlich hatte sie den Mörder laufen lassen,aber sie wäre beinahe drauf gegangen und da war ihr ihr eigenes Leben und das ihres Partners deutlich wichtiger, als der Mörder selbst. Sie sah zu ihrem Captain hoch und nickte einfach kurz. „Ich komme schnell auf die Beine und dann sehen wir“,sagte sie grinsend, bevor ich Blick zu Victor ging. „Habt ihr eigentlich, mein Auto gefunden?“,fragte sie hoffnungsvoll und sah in die Runde. Wäre schade um das Ding gewesen.

      „Ich glaube, Sie hatten genug Besuch für heute“,hieß es dann hinter Naira und die erblickte den älteren Arzt mit dem Schnurbart. Sie seufzte wieder einmal leise und sah zu ihrem Hund runter. „Ich werde dich ganz schnell wieder zu mir nehmen“,sagte Naira zu ihrem Husky und lächelte breit, denn der Hund verstand schon, worum es ging. „Ich Danke euch, dass ihr da wart..“, sagte Naira und sah mit einem Lächeln zu den Besuchern. „Ich würde mich freuen öfter besucht zu werden!“. Damit erhoffte sich sich eigentlich nur, Victor wieder zu sehen, ihre Chefin musste sie nicht so oft sehen und Alex.. der war einfach eine Sache für sich gewesen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie hatten eine gute Zeit und ihre Gespräche waren locker gewesen, doch es ging vorbei und die Ärzte erklärten den Besuch für vorbei. Victor würde es wohl auch nicht gelingen sie davon abzuhalten ihn rauszuschmeißen. Wobei ihm selbst eine Kochsalzlösung gerade sehr viel Gutes tun könnte. Aber nicht vor der Chefin, nicht wahr?
      Stöhnend schwang sich Victor auf die Beine und legte kurz eine Hand auf Naira's Schulter. Ein kleines Zeichen als Verabschiedung, nicht Ausdruck genug, dessen was in ihm vorging, aber mehr, als er vor den anderen getan hätte. "Ich komm die Tage vorbei.", sagte er leise und brach schließlich auf. Ramirez sollte ihn wieder nach Hause fahren, zu mindest hatte er vor sie das zu fragen. Heute wollte er sich noch frei nehmen und er glaubte auch nicht, dass man ihn so schnell wieder in den Dienst ließ nach so einem Vorfall. Sie würde den Urlaub bewilligen, den er nun nehmen wollte, um Naira eine Stütze zu sein.
      Alex verabschiedete sich noch einmal mit einer Umarmung und nahm Spike wieder mit sich, der zwar ungerne ging, jedoch nun einmal gehorchen musste. "Wir sehen uns, Teufelsbraut und dein Wagen wartet auch auf dich. Frisch aus der Reparatur.", rief er winkend über die Schulter. Dann verschwanden sie alle vier gemeinsam hinter der Tür und die Ärzte wandten sich wieder ihr zu, um sie auf ihr Zimmer zu bringen.
      Victor blieb einen Moment stehen: "Soll ich den Hund abnehmen?", fragte er stumpf in Alex Richtung ohne großartige Einleitung, doch der winkte ab und meinte, das wäre schon kein Problem und er kümmere sich gerne um den Hund.
      Victor beließ es dabei. Er hatte keine Lust mit dem Mann zu diskutieren und nicht zu so einer Zeit. Wenn er den Hund haben wollte, konnte er das tun. So sehr Victor mal einen Hund auch haben wollte, so sehr war er sich auch unsicher, ob er überhaupt einen haben sollte.

      Ramirez fuhr Detective Parker an sein Haus und ließ ihn noch einen Moment im Wagen sitzen. Sie klärten seinen Urlaub ab und wie es in den nächsten Tagen verlaufen wird. Sie sprach nicht einmal seinen Versuch an, die Marke abzugeben. Sie hatte es wohl nicht zum ersten Mal, dass jemand durch einen tragischen Unfall aufhören wollte, dann seine Meinung aber doch noch änderte.
      "Dann sehen wir uns die Tage."

      Als ob Victor lange auf einen weiteren Besuch hatte warten können. Gleich am nächsten Morgen, so früh es eben möglich war, ging er raus und ließ sich erst zu einem kleinen Laden per Taxi fahren und kaufte eine kleine Schachtel Pralinen, die er mindestens 20 Minuten lang fragwürdig begutachtet hatte. Die Wahl war schwer, Pralinen oder Blumen, aber Blumen war nicht essbar und nicht süß.
      Damit konnte er dann wieder zurück ins Krankenhaus. Nun, da er wusste, wo Naira lag und dass es ihr gut ging, war auch er sogar ein wenig ausgeschlafener und tatsächlich wieder nüchtern. Sogar sein äußeres hatte er wieder in Ordnung gebracht.
    • Naira O‘Connor

      Es war ein merkwürdiges Gefühl, als sie die anderen gehen sah und sie selbst bleiben musste. Selbstverständlich konnte sie schon bald raus, aber eben noch nicht jetzt, ein wenig musste sie sich noch gedulden.
      Naira wurde nach ihrem Besuch von den Krankenschwestern ein wenig verwöhnt, sie hatten ihr gutes Essen gebracht und gern immer wieder reingeschaut,um zu sehen, ob es ihr denn gut ging. Sie selbst konnte sich kaum rühren, auch wenn das Sitzen im Bett schon wieder besser funktionierte. Immer wieder musste sich die Dunkelhaarige ermahnen, dass sie erst wenige Stunden wieder bei sich war und eigentlich nicht übertreiben sollte. Doch ihr Ergeiz und ihr Wille waren groß, vielleicht ein wenig zu groß.

      Morgens früh wurde sie von den Krankenschwestern geweckt, die im Flur etwas zu Boden fallen ließen. Ihre Angst war riesig, sie könnte vielleicht das alles geträumt haben und immer noch im Haus gegangen sein, aber es stellte sich alles als einfache Panik heraus. Zu gerne ließ sie sich das Frühstück früher bringen und warf nur einen sehr kurzen Blick in die Zeitung, die Angst vor den möglichen Artikeln war groß.
      Ein kurzer Blick auf ihr Handy, welches sie wieder fand, machte deutlich, dass ihre Mutter sich wohl nicht gemeldet hatte, aber der Tag war ja noch lang und es konnte einiges passieren, da war die Verwunderung groß,als sie im Flur Victor erblickte, der erst die Tage vorbei kommen wollte. Auf ihren Lippen bildete sich ein Lächeln und auch wenn sie es sich selbst nicht zugeben wollte, sie freute sich auf den Besuch wie ein kleines Kind zu Weihnachten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Auch wenn ihm das Gehirn sagte, dass er zu schnell und zu voreilig handelte, dass die Pralinen seinem Charakter zuwider waren, so sagte ihm sein Gefühl, dass er genau das nun machen sollte. Er sollte ihr Aufmerksamkeit schenken. Nicht so wie in der Hütte. Nicht wo er sie verabscheut hatte, dafür dass sie erwachsener sein konnte und klüger mit der Situation zwischen ihnen umging. Sie war besser und gewiefter in manchen Situationen und sie hatte ihn und sich gerettet. Nicht er war der Held, sondern sie. Sie, die eine kleine süße Aufmerksamkeit verdient hatte.
      An den Schwestern vorbei, die ihn nur mit einem kurzen Blick quittierten und einen guten Morgen wünschten, kam er an ihr Zimmer und sah, dass sie gerade erst ihr Frühstück bekommen hatte. Die Tür stand noch offen und die junge Schwester huschte noch raus. "So früh Besuch von einem jungen Herren. Miss, Sie haben vielleicht ein Glück.", kicherte die Schwester und hüpfte vorbei zum nächsten Raum. Victor sah ihr fragend nach, trat dann aber ein und schloss die Türe hinter sich. Nairas Lächeln war Einladung genug eintreten zu dürfen.
      "Morgen...", brummelte er und sah sich in dem Zimmer um. Wie in jedem fand man auch hier einen kleinen Tisch und zwei Stühle, so dass man sich auch hier bei ihr ein wenig hinsetzen konnte und bleiben durfte ohne die ganze Zeit im Weg stehen zu müssen.
      "Du bist zum Glück schon wach. Es ist früh.", nuschelte er und legte die Packung Pralinen, sie war nicht groß, auf den Beistelltisch neben sie. Noch war sie ja mit dem Frühstück beschäftigt.
      Was auch immer er hier tat...Er wusste nicht recht wohin mit sich und so trat er an das Fenster heran und sah hinaus. Der Ausblick offenbarte die ewige weiße Landschaft. Ein Berg direkt vor der Nase und etwas Gestrüpp, weiter vorne ein Parkplatz, der nur wenig besucht war.
    • Naira O‘Connor

      Ihre Laune war sofort gestiegen, als Victor eintrat und die Krankenschwester ihre Bemerkung sagte. Ja, sie hatte wirklich Glück, weil Victor vorbei kam und niemand anderes, Alex war ihre größere Angst gewesen. Kurz wartete die Dunkelhaarige, bis die Schwester raus und die Tür zu war, bevor sie Victor genau musterte. Er sah anders aus, er hatte wahrscheinlich geschlafen und er sah auch deutlich erholter aus. „Ich bin wach geworden, weil die draußen laut waren“,sagte sie und betrachtete die Pralinen kurz, sagte aber nichts, um den Moment nicht zu zerstören.
      „Ich wäre dir eigentlich wieder um den Hals gefallen, aber ich komme nicht so einfach aus dem Bett raus, und deshalb musst du die mangelnde Begrüßung entschuldigen“,hatte sie lächelnd gesagt und das Essen zur Seite gestellt, um ein wenig mehr Platz zu schaffen. Kurz folgten ihre Augen seinen aus dem Fenster, aber sie fokussierte sich lieber auf den Herren. „Du siehst etwas verloren aus.. setze dich doch“, bot sie ihm an und deutete auf den Platz auf dem Bett und auf einen der Stühle. Er konnte es sich gerne aussuchen, wo er sitzen wollte, schließlich wollte sie sich ihm nicht aufzwingen. „Wie ich sehe, bist du wieder besser in Form, als ich es bin.. das ist schon ein wenig.. unfair.. findest du nicht?“,fragte Naira mit einem breiten Lächeln und wollte die Stimmung zwischen den beiden wieder etwas auflockern und um ihm etwas indirekt ein Kompliment zu machen. „Ich darf aber heute mit Reha anfangen und ich wette, ich hole dich noch schnell genug ein!“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor beobachtete wie die Wolken am Himmel vorbei zogen. So ruhig und gelassen. So wollte er immer sein. So hatte er sein können, wenn er mit seinem Partner unterwegs war. Stumm wünschte er ihm alles gute und dass er noch immer an ihn denken wird, egal wie viel Zeit vergangen sein mochte. Er war sein Freund gewesen, sein Bruder, eine Familie, die niemand ersetzen würde. Fast hätte Naira dasselbe Schicksal geteilt und Victor wieder in die Dunkelheit gestoßen. Doch sie blieb und freute sich auch noch darüber seine Visage zu sehen. Sie machte ihm sogar ein Kompliment, über welches er nur fragend zu ihr sah und sich dann einen Stuhl schnappte, um ihn an das Bett zu ziehen und sich daneben zu setzen.
      "Ich habe ja gesagt, es lag alles am Bart.", griff er den Witz von letzten Mal wieder auf und untermalte ihn mit einem schwachen und schiefen Lächeln, dass er ihr an diesem Morgen schenken konnte. Doch seine Besorgnis wallte noch immer zwischen ihnen.
      "Du musst dir vielleicht auch einen Bart stehen lassen. Das wird bestimmt helfen.", scherzte er ungewohnt, verschränkte dabei aber wieder die Arme vor der Brust, wie er es sonst auch tat, wenn er nicht wusste wohin mit seinen Händen.
      Wieder glitt sein Blick durch das Zimmer und er besah sich akribisch die Einrichtung. Dabei sollte er sich bloß nichts vormachen. Eine Meinung bilden durfte er sich nicht. Sein Haus sah immer noch aus wie halb eingezogen oder ausgezogen. Man konnte es nicht definieren. Damit bediente er wohl oder übel ein Klischee der Männer. Er würde bis an sein lebensende aus der Kiste leben.
      "Heute ist Reha? ...Mhm...", er musterte sie von oben bis unten, bevor er mit einer Hand auf das Bett tippte, die Decke zurecht zog und noch nach passenden Worten suchte: "Darf man dich heute schon nach Hause mitnehmen?", es war eine indirekte Darbietung seiner Hilfe.
    • Naira O‘Connor

      Sie konnte sich selbst nicht erklären, was sie besser an Victor fand, seine fast schon merkwürdige zwischenmenschliche Beziehungen oder eher seine Launen, die er jetzt hervorragend im Griff hatte. Naira fand ihn interessant und tief irgendwo drinnen sicherlich nicht nur das, aber sie genoss wahrlich die Zeit, in der Victor gerade so ruhig war.
      Sein Kommentar zu dem Bart ließ sie Lächeln, doch erst sein Lächeln brachte ihre Hände zum schwitzen und ihr Herz zum rasen. Das war viel zu verrückt was der Kerl mit einem einfachen Lächeln bei ihr anstellen konnte, aber die Momente waren rar. „Ich lasse mir zu gerne einen Bart wachsen.. dann wirst du dich wundern, wenn ich morgens auftauche“, kam es von ihr lächelnd, während sie innerlich versuchte sich in den Griff zu kriegen. Naira hasste es, sich nicht in der Hand zu haben, dabei klappte es sonst auch immer super, nur nicht mit Victor in einem Raum.
      Ihr Blick glitt zu seiner Hand auf ihrem Betr, doch er ruhte dort nicht lange, denn seine Worte ließen sie wieder aufsehen. „Heute schon?“,fragte sie ein wenig verwirrt, musste daraufhin aber breit lächeln. „Schön wäre es..“,antwortete sie und sah wieder zu seiner Hand. „Ich habe mir schon überlegt, freiwillig zu gehen.. aber solange nicht jemand alles auf sich nimmt und der Arzt es schriftlich hat, wird er sich dagegen wehren.. er will irgendwelche Untersuchungen meines Kopfes machen, dabei habe ich mir den Kopf nicht gestoßen, nirgends..“. Sie machte eine kurze Pause, während ihr Erinnerungen an den Vorfall wieder vors geistige Auge sprangen. Er hatte sie ins Gesicht geschlagen..
      Schnell war sie wieder bei Victor und sah zu ihm mit einem Lächeln hoch. „Ich habe ihm gesagt, dass ich jeden Tag zurück kann, aber die Nächte würde ich doch lieber zuhause schlafen.. das würde angenehmer sein, doch er wehrt sich, solange ich keine Aufsicht habe.. als wäre ich ein Kind“. Bei den letzten Worten hatte sie den Kopf geschüttelt und musste kurz schmunzeln. „Ich weiß nicht einmal, ob er mich hier halten darf..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seit diesem einen Abend in der Bar und bei ihr zu Hause konnte Victor nicht recht sagen, wo ihm sein Kopf stand, wenn er in ihrer Nähe war. Sie konnte sich so verdammt gut halten und würde wohl niemals als erste etwas peinliches zu geben. Victor sah sie an und musterte ihre Gesichtszüge. Sie sah besser aus als gestern, doch noch immer machte der Schein des Krankenhaus sie blass. Höchstwahrscheinlich war sie auch noch schwach auf den Beinen. Jemand der aus dem Koma aufwachte, nach so langer Zeit, konnte nicht einfach wieder auf beiden Beinen stehen. Sie wohl erst recht nicht, mit ihrer Verletzung.
      Dass sie auf seine Frage so verwirrt reagierte, ließ ihn von der Idee ablassen und er lehnte sich wieder zurück, die Arme zu sich nehmend und wieder vor der Brust verschränken.
      "Du solltest nicht einfach gehen.", widersprach er ihr ebenfalls genau so wie der Arzt, doch mehr mit einem freundschaftlichen Ton in der Stimme. Sollte sie einfach alleine aufbrechen könnte sonst etwas passieren und das noch Tests angeordnet waren, unterstrich seine Aussage nur noch mehr.
      "Wenn sie das machen wollen, lass sie. Sie sollen bestätigen, dass du gesund bist.", Victor ließ den Blick wieder schweifen und schließlich zu Boden schauen. So war es angenehmer. Ständig den Blick zu halten mit ihr, war zwar angenehm und er würde es wie letztens nicht gerne sein lassen, doch es war wahrscheinlich nicht sehr höflich.
      "Solange deine Versicherung das hier zahlt, wirst du bleiben können und die wird das zahlen.", schließlich stand auf, strich sich die Hose zurecht und auch den Mantel, den er noch immer nicht mit einer guten Winterjacke ersetzt hatte, und ging dann an die Tür.
      "Frühstücke erstmal...Ich bin gleich wieder da."
      Ohne groß auf ihre Ansage zu warten, verließ er das Zimmer wieder und wandte sich an die nächstbeste Schwester, die ihm sagen würde wo er Nairas Arzt fand.
    • Naira O‘Connor

      Naira wollte eigentlich etwas sagen, es passte ihr nicht, dass Victor die Idee zu gehen ebenfalls nicht gut fand, aber lange konnte sie ihm nicht böse sein. „Ich weiß nicht einmal,Ob die Versicherung das hier zahlen wird“,sagte sie ehrlich und musterte Victor noch einen Moment, während er den Blick von ihr runter genommen hatte. Sie musste sich leicht auf die Lippe beißen, während ihre Gedanken abschweiften, aber sein plötzliches aufstehen ließ sie wieder wach und aufmerksam werden. Er war raus gegangen und hatte sie allein gelassen, ein wenig verwirrt sah sie ihm hinterher. „Mutter sagte immer, ich würde die Männer verscheuchen..“,murmelte sie kopfschüttelnd und griff zu ihrem Frühstück, um in Ruhe weiter zu essen. Vier Wochen hatte Naira nichts richtiges zu essen gehabt und sie genoss es richtig, die Brötchen zu essen. Sie wusste nicht genau, welchen Wochentag und welches Datum es war, aber noch riskierte sie keinen Blick, die Dunkelhaarige wollte nur ungern wieder vors Augen geführt haben, dass sie so lange weg war. Weihnachten stand bald an der Tür, aber das war auch eine der Sachen, die sie lieber ganz tief in ihrem Gehirn vergrub. Dafür hatte sie eine Kiste, die schon über quoll..
      Ein wenig neugierig war sie aber schon, sie konnte es sich kaum denken, warum Victor rausgegangen war. Kaffee holen wäre eine gute Entschuldigung, ihr Kaffee war schon wieder leer, aber bei Victor konnte sie nie wissen, woran er auch wirklich dachte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Die Suche hatte gedauert. Vor allem weil Victor nicht sofort zu dem Arzt gehen durfte, da dieser einem Patienten noch einen Besuch abstattete. Doch als er draußen war und ihm der junge Detective entgegen kam, sah er verwirrt drein. Als Victor ihm erklärte, dass es um Naira ging und er diese aus dem Krankenhaus mitnehmen wollte, um dann zu Hause bei ihr ihr zu helfen, war die Verwirrung noch größer. Der Arzt, älterer Mann mit dichtem grauen Schnauzer auf der Lippe, grummelte leise: "Sie hätten auch auf mich warten können, bis ich bei ihr wäre."
      Victor brummte seinerseits auf und sah kurz den Gang entlang und wandte sich wieder an den Arzt. "Ich sehe nicht, dass es ihr gut tun wird, länger zu bleiben. Ich habe Zeit und bin ihr Partner. Ich kann auf sie aufpassen."
      "Ach, sie hat mir nichts erzählt von einem Freund."
      "Ehm...", Victor stockte und kratzte sich verlegen am Hinterkopf, "Nicht ihr Lebenspartner. Wir sind Kollegen von der Arbeit, aber als Detectives müssen wir jeden Tag miteinander verbringen..."
      "Ach...ich erinnere mich. Sie sind sehr neu bei uns in Anchorage, nicht wahr?"
      Victor nickte. Das Gespräch schweifte hier und da ab, doch das konnte Victor dem Mann nicht verübeln, schließlich arbeitete dieser schon Jahrzehnte als Arzt und für ihn waren solche Geschichten wohl Alltag.
      "Nun, ich kann ihnen eins sagen. Wenn sie nicht alleine zu Hause ist, können wir das so machen. Aber heute wird sie noch nicht gehen. Geben sie ihr noch ein, zwei Tage bis sie sich stabilisiert hat."
      Victor grummelte wieder, jedoch konnte er damit zufriedener sein. So konnte er eine halbwegse erfreuliche Nachricht der anderen bringen.

      Nach gut einer halben Stunde, vielleicht sogar länger, kam er wieder zurück und klopfte an der Zimmertür, bevor er eintrat.
      "Erledigt."
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte brav aufgegessen und gewartet,aber Victor erschien nicht und langsam machte sich Naira Gedanken, was sich Victor einfallen lassen hat. Zwischenzeitlich war eine der Schwestern gekommen und hatte das Geschirr mitgenommen, während sie hier und da noch einen Kommentar abgelassen hatte. „Ist ein netter junger Mann.. Sie können sich glücklich schätzen, dass sie besucht werden!“,hatte die Schwester gesagt, während sie Nairas Kissen ausschüttete. „Wir sind Arbeitskollegen.. man wächst da ein wenig zusammen“,hatte Naira geantwortet und ein wenig zur Seite gedchaut, während ihre Wangen eine leicht rosige Farbe angenommen hatten. „Aber Sie passen trotzdem gut zueinander“,hatte die Schwester mit einem Zwinkern beim rausgehen gesagt. Naira versuchte sich die Zeit noch ein wenig abzulenken und blätterte in einer typisch weiblichen Zeitschrift rum, die ihr eine der Schwestern ausgeliehen hatte. Es gab nichts, was ihr wirklich zusagte, aber mit irgendetwas musste sie sich beschäftigen.
      Ihr Blick ging sofort hoch, als ihr Partner wieder rein kam und eigentlich wollte sich auf ihren Lippen ein Lächeln bilden, aber es machte sie stutzig, was er gesagt hatte. „Erledigt?“,fragte sie verwirrt und folgte ihm mit den Augen. „Was hast du erledigt?“. Langsam ratterte es in ihrem Kopf und sie verstand, worauf er hinaus wollte. „Das hättest du nicht machen müssen“,sagte sie ruhig und lächelte fast schon in sich hinein. „und ich hatte die Sorge, am Ende würde ich hier nicht raus kommen oder Alex würde mich sofort zu sich nehmen..“, gab sie ehrlich zu und nahm den Blick zu ihrer Zeitschrift,während das Lächeln groß wurde. Erwartet hatte sie es sicherlich nicht.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor schnappte sich wieder seinen Stuhl und setzte sich hin.
      Dass Naira es nicht erwartet hätte war ihm klar. Es war doch eine kleine gelungene Überraschung gewesen, die er zwar nicht mit großem Theater bespielte, aber dafür war er auch nicht der Typ. Nicht mehr. Sie verstand es auch ohne, dass er es groß erklärte, was ihm ersparte seine Beweggründe darzulegen oder überhaupt zu erklären was passiert war.
      "Ich kann dich immer noch von Alex abholen lassen.", sagte er dann stumpf und sah zu ihr hoch auf dem Bett. Sie sah zufrieden aus und das machte es ihm einfacher. Er fühlte sich gut, seit langem mal wieder.
      "Er hat schließlich auch deinen Hund und...würde dir die Wünsche von den Lippen lesen, so wie er drauf ist.", spottete Victor leise in sich hinein. Das wollte er zwar nicht, aber es bliebe ja dennoch ihre Entscheidung. Wie oft der Typ nach ihr gefragt hatte, wenn er mal im Revier war. Alex war mit unter der erste auch, der etwas über Naira erfahren wollte.
      "Aber ein oder zwei Tage musst du noch aushalten. Hör lieber auf die Ärzte und...sei brav."
    • Naira O‘Connor

      Der Kopf erhob sich bei dem, was Victor gesagt hatte und ihr Gesicht verzog sich. „Dein ernst?“,fragte sie und musste den Kopf schütteln. „ich würde lieber freiwillig länger hier bleiben als mit dem Kerl für ein paar Wochen zusammen zu leben..“. Sie schüttelte wieder einmal den Kopf und die Gedanken, die sich in ihren Kopf bildeten bereiteten Ihr Angst. „Ich bin schon nicht mit dem Gedanken zufrieden, dass Spike bei ihm ist..wahrscheinlich heult sich Alex bei ihm aus und sucht nach Rat.. habe ich dir erzählt, dass er und ich mal Partner waren? Als er angefangen hat etwas von mir zu wollen habe ich mich fast schon versetzen lassen“. Sie musste lachen und ihr Blick glitt zu ihrem Partner, der wohl nicht begeistert aussah. Doch ihre Aufregung war riesig..
      „Danke dir Victor“, sagte Naira letztendlich und lächelte ein wenig schüchtern. „Ich werde brav sein und warten, bis ich raus darf..“. Um das Versprechen glaubwürdig zu machen, legte sie ihre rechte Hand auf das Herz. „Du kannst gerne meinen Wagen von der Werkstatt abholen, damit du hier her kommen kannst.. ich werd ja erst einmal nicht fahren können“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • "Heh...Ich kann den Typen nicht ausstehen...", war sein einziger Kommentar noch dazu, als Naira ihm erzählte, dass sie einmal Partner gewesen sind. Die Vorstellung, dass sie wirklich zusammen gearbeitet haben, lag zwar nahe, jedoch war es auch sehr fragwürdig. Er hielt Alex nicht gerade für den klügsten, doch das mochte einfach nur daran liegen, dass der Mann ihm wie ein Dorn im Auge saß. Jemand, der Naira umwarb und das schon länger. Aber in diese Richtung wollte Victor nicht denken. Er umwarb Naira ja nicht. Er war nur...beschützerisch. Er wollte sie beschützen vor jemandem wie ihm.
      Er würde ihr nicht gut tun und da war er sich sehr sicher.
      "Spike geht es gut und die anderen Hunde wurden einem Heim übergeben, so wie ich das mitbekommen habe...", damit stand Victor wieder auf und schob die Hände in die Hosentaschen, sah noch einmal zum Fenster und seufzte leise.
      "Ich sollte gehen...Wenn du etwas brauchst...rufst du mich an und..ansonsten...ruh dich aus. Ja."
      Etwas unvorbereitet widerstand er dem Drang sie zu umarmen und hob einfach nur die Hand, winkte leicht und machte sich dann auf den Weg hinaus. Doch bevor er ging, drehte er sich noch einmal um, sah sie an und nickte zufrieden: "Gut, dass er dich nicht vertreiben konnte, dann werde ich es definitiv auch nicht schaffen."
      Damit ging er dann auch wieder hinaus. Mehr als zufrieden konnte er sich heute von der guten Seite zeigen, Naira in wenigen Sachen helfen und auch wenn er nervös wie sonst was war, ebbte nun alles wieder ab. Er hat den Schritt gemacht den er machen wollte. Er wird für sie da sein, weil sie ihn braucht und weil er ihr das schuldig ist.
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte breit gelächelt, als Victor rausgegangen war und ihr Lächeln war zunächst auch nicht mehr wegzukriegen. Sie konnte sehr vieles in diese Aussage interpretieren, aber zunächst beließ sie es dabei und genoss einfach das Gefühl, welches sich in ihren Körper breit machte. Sie war zufrieden und sie war wirklich glücklich darüber, dass Victor sie mit nahm und niemand anderes, auch wenn irgendwo eine gewisse Sorge zu finden war.

      „Fuck!“, hatte sie durch den Raum geschrien, während ihr Versuch langsam an dem Balken zu gehen gescheitert war. Sie hatte sich bemüht und ihre Kraft nur darin investiert, aber es war deutlich schwerer, als sie es sich vorgestellt hatte. „Gestern habe ich es doch auch hingekriegt!“,rief sie durch den Raum und war eher wütend auf sich selbst, als auf ihre Therapeutin. „Das wird etwas dauern“,hatte sie ihr erklärt, aber Naira warnte ehrgeizig um einfach nur kleine Fortschritte zu machen. „wir machen eine kleine Pause“.
      Während die Therapeutin ihr geholfen hatte sich in den Rollstuhl zu setzen musste Naira damit kämpfen, nicht einfach loszuheulen. Sie wollte es so sehr, aber konnte es nicht. Die Konsequenzen des Schusses waren noch ziemlich gering, denn während sie vermutlich nie wieder die Zehen bewegen konnte sollte sie eigentlich wieder laufen können, nachdem sich die Muskeln ein wenig wieder aufgewärmt haben. Aber das würde nicht sofort klappen.

      Zum Abend hin lag sie in ihrem Bett und wartete auf ein Wunder, vermutlich. So war demotiviert und wollte am liebsten die Zeit schneller laufen lassen, aber möglich war es nicht. Der Arzt war ein wenig unzufrieden mit dem, was das Bein machte, aber die Wunde verheilte sich gut, wenigstens etwas positives. Die andere positive Nachricht war, dass sie morgen Nachmittag raus durfte, wenn der Kopf und die Untersuchung des Kopfes auch in Ordnung war, darauf hoffte sie auch.
      „Wenn der Kopf ok ist, darf ich morgen Nachmittag raus.. drück mir die Daumen“, hatte sie Victor als SMS geschrieben und lächelte ihr Handy an, ihre Motivation stieg dennoch nicht. Es wartete ein langer Weg auf sie..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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