Between Light & Sin [Sakura & Kitty]

    • Between Light & Sin [Sakura & Kitty]

      @Sakura10

      *Vorstellung*

      Ausnahmsweise war es einmal ruhig.
      Keine Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Dämonenfamilien. Keine Beschwerden aus den Reihen der Pride-Familie. Keine Idioten, die glaubten, sie könnten sich gegen eines der sieben großen Häuser auflehnen.
      Alle waren satt.
      Erst am Vorabend hatte die Familie eine besonders erfolgreiche Operation abgeschlossen. Ein einflussreicher Kreis aus Richtern, Anwälten und Politikern hatte sich in einem exklusiven Wohltätigkeitsclub versammelt, um sich gegenseitig für ihre vermeintlichen Verdienste auf die Schulter zu klopfen. Stundenlang hatten sie ihre Titel, Erfolge und Kontakte zur Schau gestellt, bis die Luft beinahe greifbar vor Stolz und Selbstgefälligkeit gewesen war.
      Ein wahres Festmahl.
      Und ein sattes Dämonenrudel war in der Regel ein erstaunlich friedliches Dämonenrudel.
      Was bedeutete, dass Cain heute endlich seine Ruhe hatte.
      Oder zumindest hoffte er das.
      Wie so oft hatte er sich in die hintere Ecke seines privaten Büros zurückgezogen. Dort, abgeschirmt vom Rest der Welt, befand sich sein eigentlicher Lieblingsort: eine kleine Bibliothek, die er im Laufe der Jahre selbst eingerichtet hatte.
      Dunkle Holzregale bedeckten die Wände vom Boden bis zur Decke und bogen sich unter dem Gewicht zahlloser Bücher. Dazwischen stand eine gemütliche Couchecke, bezogen mit tiefrotem Samt, deren Polster schon längst die Form ihres häufigsten Nutzers angenommen hatten.
      Neben ihm spendete eine antike Lampe warmes Licht, während auf einem kleinen Beistelltisch eine bereits halb geleerte Flasche französischen Cidres stand.
      Ein nahezu perfekter Abend.
      Ruhig.
      Friedlich.
      Genau so, wie Cain ihn mochte.
      Zumindest bis die schweren Doppeltüren seines Büros mit einem lauten Knall aufgerissen wurden.
      Er schloss kurz die Augen.
      Natürlich.
      Schwere Schritte näherten sich.
      „Was willst du?“, knurrte er, ohne den Blick von seinem Buch zu lösen.
      „Darf ich meinem Lieblingsbruder nicht einmal einen Besuch abstatten?“
      Die melodische Stimme ließ ihn innerlich seufzen.
      Die Couch senkte sich neben ihm merklich.
      „Ich bin dein einziger Bruder, Hyla.“
      „Details.“
      Erst jetzt klappte Cain sein Buch zu.
      Nicht, weil er wollte.
      Sondern weil er wusste, dass jede Hoffnung auf ungestörtes Lesen soeben gestorben war.
      „Sei kein Spielverderber.“
      Mit der Geschicklichkeit einer Taschendiebin angelte Hyla ihm den Roman aus den Händen und betrachtete kritisch den Einband.
      „Dostojewski? Im Ernst, Cain? Wenn du schon den Intellektuellen spielst, könntest du zur Abwechslung wenigstens etwas lesen, das in diesem Jahrhundert geschrieben wurde.“
      Amüsiert schüttelte sie den Kopf und warf ihm das Buch zurück.
      Cain fing es mühelos mit einer Hand auf.
      „Was willst du?“
      Dieses Mal ignorierte er ihre Stichelei vollständig.
      Hyla ließ sich tiefer in die Polster sinken und streckte sich genüsslich aus. Ihre weißen Locken breiteten sich über den roten Samt aus wie flüssiges Silber.
      „Ich hab da was gehört~“, begann sie singend.
      Cain hob eine Augenbraue.
      Immer wenn Hyla diesen Tonfall anschlug, bedeutete das entweder Ärger oder interessante Neuigkeiten.
      Meistens beides.
      Offiziell war Cain das Oberhaupt der Pride-Familie.
      Inoffiziell waren Hylas Ohren und ihre Kontakte in der Unterwelt mindestens genauso wertvoll wie seine Autorität.
      „Anscheinend machen die Engel mobil.“
      Cain wartete.
      Als nichts weiter kam, blickte er sie schließlich doch an.
      „Und weiter?“
      Die Engel machten ständig irgendetwas.
      Dämonen jagen war schließlich ihr gesamter Lebenszweck.
      Hyla zuckte mit den Schultern.
      „Mehr gibt es bislang nicht. Aber mehrere Dämonen haben unabhängig voneinander Aktivitäten der Tauben gemeldet.“
      Bei ihrem Spitznamen für die Engel musste Cain unwillkürlich schmunzeln.
      „Wenn mehrere Leute dasselbe berichten, könnte dieses Mal tatsächlich etwas Größeres dahinterstecken. Ich wollte nur, dass du Bescheid weißt.“
      „Zur Kenntnis genommen.“
      „Wunderbar.“
      Mit einem zufriedenen Klatschen sprang Hyla wieder auf.
      „Dann bin ich auch schon wieder weg.“
      Cain ahnte bereits, was jetzt kommen würde.
      „Ich habe gehört, eine Gruppe Jurastudenten feiert heute ihren Abschluss in diesem schicken Nachtclub nahe dem College. Diesen Festschmaus lasse ich mir bestimmt nicht entgehen.“
      Nun musste selbst Cain lachen.
      Natürlich Jurastudenten.
      Frisch gebackene Akademiker waren oft die reinste Delikatesse. Kaum hatten sie ihren Abschluss in der Tasche, hielten sie sich bereits für die zukünftigen Herrscher der Welt.
      Der Stolz solcher Menschen war beinahe berauschend.
      „Ich würde dich ja fragen, ob du mitkommst“, fuhr Hyla fort, „aber ich kenne die Antwort bereits.“
      Cain schüttelte den Kopf.
      „Nein. Ich bin raus.“
      Er hatte ohnehin schon am Vormittag gespeist.
      Ein korrupter Politiker hatte versucht, ihn mit Bestechungsgeldern zu beeindrucken.
      Das Geld hatte Cain selbstverständlich genommen.
      Genauso wie einen Großteil seiner rechten Gesichtshälfte.
      Und eine beachtliche Menge Stolz.
      „Aber danke für die Einladung. Viel Spaß und guten Appetit.“
      „Wie großzügig von dir.“
      Hyla grinste.
      Dann verschwand sie mit derselben geschmeidigen Eleganz wie eine Raubkatze durch die Tür.
      Natürlich ohne sie hinter sich zu schließen.
      „Mach die Tür zu!“
      Aus dem Flur erklang nur noch ihre entfernte Stimme.
      „Hab dich lieb, Brüderchen! Byyyyye!“
      Die Schritte verklangen. Und die Tür blieb offen.
      Stille kehrte zurück.
      Cain ließ den Kopf gegen die Rückenlehne sinken und stieß ein tiefes Seufzen aus.
      Wenn sie nicht seine Schwester wäre, hätte er an ihr schon längst ein Exempel statuiert.
      Wahrscheinlich.
      Vielleicht.
      Zumindest redete er sich das gerne ein.
    • Luna hatte gestern Abend eine Dämon besucht. Und hatte interessante Infos über den, Arschloch die den Auftrag erteilt hat. Und selbst verständlich hatte sie jetzt ein Klares Ziel. Vor Augen. Und jetzt war sie auf den Weg. Als sie angekommen ist, folg sie durch das Fenster das Hause von diesem Dämon. Und sofort tauchte andere auf.
      „Was willst du Taube?“
      Luna beschwört das Schwert und griff mit einem Schnitt an. Und der erste war töt. „Ihr seid nicht meine Ziel wo ist euer Boss.? “ Knurrt sie wütend. Und ihre Augen leuchten blau auf. Ein Zeichen das sie Wütend war. Sehr Wütend.
      „Das-.“ Wollte einer sagen doch da schwang sie ihre Schwert und tötet den Nächsten.
      Sie spürte es plötzlich eine Starke Aura. Und Töt jeden einzelnen Dämon. Und geht hoch in den Flur. Und geht auf eine Offene Tür zur. „Bist du Cain? Der Anführer. ?“ Knurrt sie. Und stand jetzt vor ihm. Und griff noch nicht an. Und machte sich bereit.
    • Hyla hatte ihn zwar gewarnt, doch wirklich ernst genommen hatte Cain ihre Warnung nicht.
      Engel waren lästig, keine Frage. Sie mischten sich ständig in Angelegenheiten ein, die sie nichts angingen, und hielten sich dabei auch noch für moralisch überlegen. Aber so töricht, direkt in den Hauptsitz der Pride-Familie einzudringen, war bisher keiner von ihnen gewesen.
      Zumindest keiner, der lange genug gelebt hatte, um davon zu erzählen.
      Umso überraschter war Cain, als etwa eine Stunde nach Hylas Abgang Kampfgeräusche durch die Flure hallten.
      Er hatte seine Leseecke inzwischen verlassen und sich widerwillig an den Schreibtisch gesetzt, um sich einem Stapel Papierkram zu widmen, den er bereits seit Tagen erfolgreich ignoriert hatte.
      Kampfgeräusche, ein dumpfer Aufprall, Stille
      Cain hob den Blick von den Unterlagen.
      Wenige Augenblicke später öffnete sich die Tür seines Büros.
      Eine einzelne Frau trat ein.
      Und sie wirkte ausgesprochen wütend.
      Ihre Augen leuchteten in einem beinahe unnatürlichen Licht, das selbst auf diese Entfernung nicht menschlich wirkte. In ihrer Hand hielt sie ein Schwert, von dessen Klinge schwarzes Blut tropfte.
      Dämonenblut.
      Cain verzog missmutig die Lippen.
      Da würde er sich wohl neues Personal suchen müssen.
      Wie lästig.
      Einen Moment lang wanderte sein Blick an ihr vorbei zur geöffneten Tür. Er wartete darauf, dass weitere Engel auftauchten.
      Niemand kam.
      Seltsam.
      War sie allein?
      Soweit Cain wusste, bewegten sich Engel normalerweise in Gruppen. Wie ein Schwarm Tauben, die sich gegenseitig in ihrem Sendungsbewusstsein bestärkten.
      Vielleicht war sie besonders mutig.
      Oder besonders dumm.
      Die Grenze zwischen beidem war oft erstaunlich schmal.
      Die Frau blieb vor seinem Schreibtisch stehen und musterte ihn mit unverhohlenem Hass.
      „Bist du Cain? Der Anführer?“
      Ihre Stimme klang wie ein Knurren.
      Cain lehnte sich in seinem Stuhl zurück.
      „Wie unhöflich.“
      Sein Tonfall blieb vollkommen ruhig.
      „Normalerweise stellt man sich erst selbst vor, bevor man nach dem Namen anderer fragt.“
      Er machte keinerlei Anstalten aufzustehen.
      Stattdessen deutete er mit einer beiläufigen Handbewegung auf den freien Stuhl auf der gegenüberliegenden Seite seines Schreibtisches.
      „Wo bleiben denn meine Manieren? Setz dich doch.“
      Als wäre sie ein Geschäftspartner und nicht eine bewaffnete Eindringlingin.
      „Wenn du schon gezielt nach mir suchst, wird das vermutlich einen Grund haben. Allerdings kommt mir dein Gesicht nicht bekannt vor.“
      Sein Blick glitt kurz über sie.
      „Also? Womit habe ich mir die Ehre verdient? Was genau habe ich getan, um dich derart zu verärgern?“
      Natürlich wusste er, dass die Antwort vermutlich irgendetwas mit Dämonen, Gerechtigkeit oder Vergeltung zu tun haben würde.
      Engel waren in dieser Hinsicht bemerkenswert vorhersehbar.
      Und wie alle Engel, denen er bisher begegnet war, strahlte auch sie dieses ganz besondere Gefühl aus.
      Diese unerschütterliche Gewissheit, im Recht zu sein.
      Diese selbstgefällige Überzeugung, die Richtige zu sein.
      Die Guten.
      Die Helden.
      Die Retter.
      Die Gefiederten nannten es Rechtschaffenheit.
      Cain nannte es Stolz.
      Und als Dämon der Pride-Familie war er qualifiziert genug, den Unterschied zu erkennen.
      Die Ironie daran war beinahe köstlich.
      Während Engel sich einredeten, frei von Sünde zu sein, trugen viele von ihnen mehr Stolz in sich als die Menschen, die sie zu beschützen versuchten.
      Und Stolz...
      ...war nun einmal seine Leibspeise.
      Vielleicht würde er ein wenig mit ihr spielen, bevor er sie tötete.
    • Luna konnte es nicht Fassen. Ihr Hand Zittert heftig. Und ihr Augen Leuchtet immer mehr auf. „Dein Ernst? Du hast keine Ahnung. Wie sehr ich dich Töten will. Was du mir vor 10 Jahren Angetan hast. Und endlich habe ich dich gefunden. Und glaube mir Dämon das es mir Freude macht dich leiden zu sehen. Wie du damals meine Eltern getötet hast. Und ich es mit ansehen musste.“ Knurrt sie.
      Und schwang das Schwert. Und zerteilt den Stuhl in zwei. „Willst du mich komplett verarschen?“ Fragte sie ihn. Und plötzlich Meldete sich jemand in ihrem Kopf.
      /Soll ich übernehmen? Lu?/ Sagte die Dunkle Seite von Ihnen heraus. /Nein Halt dich zurück er gehört mir!/ Sagte Luna in Gedanken.
      „Aber wenn du darauf bestehst. Ich bin Luna Kingston. Du hast vor 10 Jahre meine Eltern getötet und deine Männer habe es mich ansehen lassen. Deswegen bin ich hier deswegen werde ich dich töten.“ Fauchte sie.
      Luna blickte ihn an. Und warte gespannt.
      „und bitte unterschätzt mich nicht Dämon. Ich bin ausgebildet wurden. Und habe gestern schon jemand getötet. Und die Infos von ihm bekommen wo du bist. Also sollte du lieber aufpassen was du sagst!“ Meinte sie. Und war bereit.
    • Es war ja beinahe zu einfach, den kleinen Engel in Rage zu bringen.
      Wäre Cain Mitglied der Wrath-Familie gewesen, die sich vom Zorn anderer ernährte, wäre diese Unterhaltung ein regelrechtes Festmahl geworden.
      Doch neben ihrer Wut nahm er noch etwas anderes wahr: Diesen süßlichen Geschmack von Rechtschaffenheit.
      Diese fanatische Überzeugung, dass jede ihrer Taten gerechtfertigt war, Dass sie die Heldin ihrer eigenen Geschichte war.
      “Und glaube mir Dämon das es mir Freude macht dich leiden zu sehen. Wie du damals meine Eltern getötet hast. Und ich es mit ansehen musste!“
      Ah, Da lag also der Ursprung ihrer Feindseligkeit.
      Rache.
      Wie vorhersehbar.
      Cain beobachtete sie schweigend, während sie ihrem Zorn freien Lauf ließ.
      Mit einem wütenden Hieb ihres Schwertes zerschnitt sie den Stuhl, den er ihr angeboten hatte.
      Die beiden Hälften krachten scheppernd zu Boden.
      „Tsk.“ Der Dämon schnalzte missbilligend mit der Zunge. „Das war gutes Mahagoni.“
      Mitten in ihrer Tirade hielt die Frau plötzlich inne. Für einen kurzen Moment huschte ein seltsamer Ausdruck über ihr Gesicht. Ihre Augen wirkten abwesend, als würde sie etwas hören, das für niemanden sonst wahrnehmbar war.
      Cain hob fragend eine Augenbraue, doch ehe er etwas sagen konnte, hatte sie sich bereits wieder gefangen.
      „Aber wenn du darauf bestehst.“ Ihre Finger umklammerten den Schwertgriff noch fester. „Ich bin Luna Kingston. Du hast vor 10 Jahre meine Eltern getötet und deine Männer habe es mich ansehen lassen. “
      Ihre Stimme bebte.
      Vor Wut und Schmerz.
      „Deswegen bin ich hier deswegen werde ich dich töten.“
      Kingston? Der Name sagte ihm nichts. Gar nichts.
      “Und bitte unterschätzt mich nicht Dämon.” fuhr sie fort. „Ich bin ausgebildet wurden. Und habe gestern schon jemand getötet. Und die Infos von ihm bekommen wo du bist. Also sollte du lieber aufpassen was du sagst!“
      Dieses Mal konnte Cain sich nicht mehr beherrschen. Ein leises Lachen entkam ihm. Dann noch eines, dieses Mal lauter.
      Und schließlich schüttelte er amüsiert den Kopf. „Also gut.“ Er verschränkte die Arme „Ich verstehe, warum du auf Rache aus bist, Kleines. Aber wenn du von mir erwartest, mich an irgendeinen Vorfall von vor zehn Jahren zu erinnern, musst du schon etwas präziser werden.“
      Sein Grinsen wurde breiter.
      „War es Sommer oder Winter? Hat es geregnet? Waren wir drinnen oder draußen?“
      Er breitete die Hände aus.
      „Ehrlich, Täubchen. Deine Geschichte ist so generisch, dass sie auf die Hälfte aller Dämonen dieser Stadt zutreffen könnte. Der Name Kingston sagt mir jedenfalls nichts.“
      Langsam erhob er sich aus seinem Sessel.
      „Und außerdem...“
      Mit ruhigen Schritten begann er um sie herumzugehen.
      Wie ein Raubtier, das seine Beute musterte.
      „...selbst wenn ich es gewesen sein sollte, werden deine Eltern vermutlich einen Grund dafür geliefert haben.“
      Er musterte sie und ihre energisch pulsierenden Augen eingehend. Was ein ungewöhnlicher Anblick.
      „Menschen und Engel, ja sogar manche Dämonen, werden von uns selten grundlos getötet.“
      Er zuckte gleichgültig mit den Schultern.
      „Vielleicht haben sie mich bestohlen. Vielleicht einen Vertrag gebrochen. Vielleicht jemanden ermordet, für dessen Familie ich Vergeltung geübt habe.“
      Sein Blick glitt kurz zu ihr, Kalt und desinteressiert.
      „Was auch immer passiert ist… ich werde meine Gründe gehabt haben.“
      Ohne jede Vorwarnung hob er die Hand und sofort schossen blutrote Ketten aus der Luft hervor.
      Wie lebendige Schlangen wanden sie sich durch den Raum und schlossen sich blitzschnell um Lunas Schwertarm.
      Mit einer beiläufigen Bewegung seiner Klauen zog Cain die Ketten an.
      Nicht fest genug, um sie zu verletzen, nur genug, um ihre Hand näher zu sich zu holen.
      Neugierig betrachtete er die Klinge, an dessen Stahl noch immer Schwarzes Blut herab tropfte
      „Hm.“ Er neigte den Kopf. „Ein hübsches Stück.“
      Seine roten Augen glitzerten interessiert.
      „Ich glaube, das nehme ich später in meine Sammlung auf.“
      Lunas Blick versprach Mord.
      Amüsiert löste Cain die Ketten wieder.
      Sie fielen klirrend auseinander und verschwanden ebenso plötzlich, wie sie erschienen waren.
      „Aber vorher...“ Er trat einen Schritt zurück.
      „...würde ich zu gerne sehen, was du mit diesem Ding tatsächlich anstellen kannst, nachdem du eine so großartige Rede darüber geschwungen hast, wie du mich leiden lassen wirst.“ Sein Lächeln wurde breiter, dabei blitzten seine langen, raubtierhaften Fangzähne hervor, die selbst seine menschliche Tarnung niemals vollständig verbergen konnte.
      Zwischen seinen silberweißen Haaren schimmerten die schwarzen Hörner der Pride-Familie hervor, die sich wie eine Dornenkrone um seinen Kopf legten.
      „Allerdings möchte ich dich der Fairness halber vorwarnen.“
      Seine Stimme wurde leiser nahm einen gefährlicheren Ton an.
      „Du solltest mich keinesfalls mit den kleinen Dämonen vergleichen, die du bisher bekämpft hast.“
      Die roten Augen des Dämons funkelten belustigt.
      „Sonst endet das hier womöglich deutlich kürzer, als du gehofft hast, Täubchen~“
    • Luna lächelt.
      „nur zu Information. Dämon. Diese Schwert kannst du nicht führen. Es kann nur eine Person Führen das bin ich. Es ist kein Normales Schwert. Und das werde ich dir Beweisen. Weil es ein Himmlischer Schwert ist. Das es nur durch Engel Führen kann. Also bin ich es die das Schwert fuhren kann! Ich dachte es wäre Klug es dich wissen zu lassen.“ Jedes Wort war ernsthaft gemeint.
      „Es war Nacht du hast dich mit 5 Dämon in unsere Wohnung begeben. Hast meine Eltern mit diese Roten Ketten getroffen. Und ich habe dich angebrüllt das ich mich Opfer wurde. Doch du hast mich nicht mal angeschaut. Sondern nur meine Eltern!
      und dann hat einer deiner Dämon. Mich gefesselt. Und mich zu Boden gedrückt. Und da hast du mit deiner Kette. Du hast gesagt das die Ketten dich nicht töten kann sondern nur die die Sie umschlug hat das es nicht deine Schmerzen sind sondern alle Schmerzen die du aufgenommen hast auf die Opfer gebracht werden die in deine Ketten sind.“ erzählt sie ihm.
      /Bitte Lu pass auf dich, auf. Du hast zwar einige Dämon getötet. Doch lass mich kämpfen./mischte sich die Stimme wieder ein.
      /Lena lass es bitte, das ist mein Rache./ Sagte sie.
      Luna machte sich bereit. Und ihr Schwert schmierte in eine Blau auf. Und sie meinte. „Blau Schnitt!“ rief sie und eine Blaue Schnitt flog auf Cain zur. Und Rannte los und griff mit dem Schwert an.
    • „Natürlich. Ich hatte ja nie vor, das Schwert selbst zu schwingen.“ Der Dämon zwinkerte dem wütenden Engel amüsiert zu. „Ich finde nur, dass es sich ausgesprochen gut in meiner Sammlung machen würde.“
      Sein Grinsen wurde breiter.
      „Und da du meine Fähigkeiten offenbar schon so gut zu kennen glaubst, muss ich dich wohl auch nicht mehr vorwarnen.“
      Elegant wich er dem ersten Angriff aus.
      Der blaue Lichtstrahl, der eigentlich für ihn bestimmt gewesen war, traf stattdessen den massiven Schreibtisch.
      Mit einem ohrenbetäubenden Krachen zerbarst das Möbelstück in mehrere Teile. Holz splitterte, Schubladen wurden herausgerissen und Dutzende Dokumente segelten wie Konfetti durch den Raum.
      Cain beobachtete das Schauspiel einen Augenblick lang.
      „Du scheinst wirklich etwas gegen meine Inneneinrichtung zu haben, oder?“
      Der zweite Angriff folgte unmittelbar.
      Mit einer geschmeidigen Bewegung duckte er sich unter der Klinge hinweg.
      Sie war nicht schlecht.
      Tatsächlich war ihre Technik deutlich besser, als er zunächst angenommen hatte.
      Das naiv wirkende Engelchen besaß durchaus Talent.
      Nur nicht genug, um ihm ernsthaft Sorgen zu bereiten.
      „Weißt du...“
      Blutrote Ketten schossen erneut aus dem Nichts hervor.
      Sie schlangen sich um Lunas Schwertarm und stoppten die Bewegung abrupt, als die Klinge nur noch wenige Zentimeter von seinem Gesicht entfernt war.
      „...ihr Engel seid immer die moralisch Überlegenen, nicht wahr?“
      Mit den Händen in den Hosentaschen begann Cain gemächlich um sie herumzuspazieren.
      Als würden sie ein völlig gewöhnliches Gespräch führen.
      „Egal, wie viele Dämonen ihr tötet – es ist immer gerechtfertigt.“
      Er nickte nachdenklich.
      „Dämonen sind schließlich die Bösen. Ganz einfach.“
      Mit einer beiläufigen Handbewegung lösten sich die Ketten wieder.
      Luna stolperte beinahe einen Schritt nach vorne, als die plötzlich freigegebene Bewegung ihr Schwert erneut durch die Luft rasen ließ.
      Dort, wo Cain eben noch gestanden hatte.
      „Wenn du tatsächlich alle meine Angestellten in den Vorräumen getötet hast, wie du eben so stolz erzählt hast, dann wirst du vermutlich auch Bajun umgebracht haben.“
      Seine Stimme blieb ruhig.
      Fast beiläufig.
      „Großer Dämon. Schwarzes Haar. Rote Hörner. Lächerliche Schlangentätowierungen im Gesicht.“
      Cain verzog missbilligend den Mund.
      „Ich habe ihm mehrfach gesagt, dass die Dinger geschmacklos aussehen. Aber er bestand darauf, dass seine Partnerin sie attraktiv findet.“
      Er schüttelte den Kopf.
      „Manche Leute sind einfach nicht mehr zu retten.“
      Für einen Moment entstand Stille.
      Dann sah er Luna direkt an.
      „Er hatte übrigens zwei Töchter.“
      Die Worte trafen deutlich härter als alles zuvor.
      „Wusstest du das, als du ihn getötet hast?“
      Cain musterte Lunas gesicht eingehen, las jede Bewegung darin.
      Und machte weiter.
      „Deiner Logik nach wäre es für diese beiden Mädchen jetzt völlig gerechtfertigt, dich zu jagen und umzubringen, um ihren Vater zu rächen.“
      Er neigte leicht den Kopf.
      „Oder steht ihnen das nicht zu, weil sie Dämonen sind?“
      Noch bevor Luna antworten konnte, schossen neue Ketten hervor.
      Dieses Mal umschlangen sie ihre Kehle.
      Nicht fest genug, um ihr die Luft vollständig abzuschneiden.
      Aber mehr als genug, um jeden Atemzug unangenehm werden zu lassen.
      „Wie viele Familien hast du bereits zerstört, hm?“
      Langsam zog er an den Ketten.
      „Wie viele Kinder haben ihre Eltern verloren, weil du beschlossen hast, dass deren Tod gerechtfertigt war?“
      Seine roten Augen ruhten unverwandt auf ihr.
      „Weißt du das überhaupt?“
      Ein weiteres Ziehen.
      „Oder interessiert es dich einfach nicht?“
      Die Ketten rasselten leise.
      „Ich bin immerhin ehrlich, ich weiß, das meine Taten Konsequenzen haben. Ich töte nur diejenigen, auf die ich es abgesehen habe, und nicht gleich ihr ganzes umfeld. Alleine dem Umstand ist es wohl auch geschuldet, dass du noch lebst, findest du nicht? Und falls es dir tatsächlich gelingen sollte, mich zu töten, kann ich dir eines versprechen.“
      Zum ersten Mal verschwand das spöttische Lächeln aus seinem Gesicht.
      „Es wird genügend Leute geben, die Jagd auf dich machen werden, um mich zu rächen.“
      Seine Stimme wurde ruhiger.
      Und dadurch irgendwie bedrohlicher.
      „Allein meine Schwester wird dafür sorgen, dass du dir wünschst, du wärst gestorben.“
      Mit einem kräftigen Ruck zog er Luna näher. Immer näher.
      Bis kaum noch Abstand zwischen ihnen blieb.
      Ihre Nasenspitzen trennten nur wenige Zentimeter.
      Trotzdem behielt Cain ihr Schwert aus dem Augenwinkel aufmerksam im Blick.
      Man musste nicht leichtsinnig werden, nur weil man gewann.
      Dann schenkte er ihr ein beinahe freundliches Lächeln.
      Ein Lächeln, das auf einem Dämonengesicht deutlich beunruhigender wirkte, als jede Drohung.
      „Nun sag mir, Kleines...“
      Seine Stimme sank zu einem beinahe vertraulichen Flüstern.
      „Wer wäre noch übrig, um dich zu rächen...“
      Seine roten Augen funkelten.
      „...wenn ich dich genau hier und jetzt töten würde?“
    • Luna dachte in diese Moment nach. Fuck er ist besser als Sie gedacht hat. /Lu, soll ich dich da raus holen?/ Sie seufzte. Kurz. Und schloss die Augen. Plötzlich meinte sie. „Niemand. Wurde mich Rächen. Und ja vielleicht hast du da auch recht mit diesem Dämon. Aber wer sich mir in den Weg Stellt. Wird getötet. Weil ganz Ehrlich. Nicht meine Eltern sind Gefährlich. Sonder ich. Du hast recht ich habe dich vielleicht unterschätzt. Aber dachte du das ich nur das Schwert habe in meine Körper befinden sich etwas Naja Gefährliches. Und wenn ich es rauslassen würde du keine Chance mehr haben. Das schwöre ich dir. Weil Lena ist nicht so nett wie ich es noch bin. Aber noch nicht. noch bin ich nicht an meine Grenz!“ Ihr Körper Leuchtet blau auf. Und hell. „/Luna nicht diese Angriff! Das konnte dir schaden. Und wenn dich Heilung machst bist du Schutzlos! Ist dir Rache wirklich wichtig als deine Leben!/ Mischte sich Lena ein. Luna zuckte zusammen. Und beruhigte sich. /Ja hast recht Diese Angriff ist nur für Notfall gedacht./ Sie hasst diese Blöden Ketten. Sie lies das Schwert Verschwinden und auch ihre Augen sind nicht mehr blau. Sondern Grün.“Sag mir eins Cain. Warum hast du uns damals nicht alle umgebracht. Dir hatte doch klar sein müssen das ich dich irgendwann Finde und dich vielleicht töte konnte. Warum hast du mich verschont?“ Fragte sie zum Ersten Mal neugierig. Das Schwert löste sich auf. War aber noch in der Nahe. „Und wegen dem Schwert. Ich sage dir doch bereits das es ein Magisches Schwert ist. Wenn Ich qausi aufgebe. Weil es aussieht als verliere ich. Verschwinde es automatisch.“ Erklärt sie ihm.
      „also sag mir denn Grund und dann kannst du mich ja dann Töten.“
      „Und für die Tochter von diesem Mann. Ich kann verstehen wenn sie Rachen wollen. Aber nur um dich zu Beruhigen. Ihn habe ich verschont. Er lebt ist aber Bewusstlos. Wie gesagt ich Töt nur wenn es nicht anders geht. Er konnte aber rissige Kopfschmerzen bekommen wenn er aufwacht.“ Meinte sie. Und spüre es sie geht auf die Knie. Diese verdammen Ketten!.
    • „Niemand. Würde mich Rächen.“
      Ihre Worte kamen überraschend leise, fast wie ein Seufzen.
      Und für einen kurzen Moment glaubte Cain sogar, so etwas wie Resignation darin zu hören.
      Wenn er nicht selbst der Grund dafür wäre, hätte er beinahe Mitleid empfunden. Beinahe.
      „Nicht meine Eltern sind gefährlich.“ fuhr sie fort „Sondern ich.“
      Oh? Nun wurde es interessant.
      Cain hob eine Augenbraue.
      Wollte sie ihm jetzt endlich zeigen, was hinter all ihrer Wut steckte?
      „Du hast recht ich habe dich vielleicht unterschätzt.“ Ihre Finger ballten sich zu Fäusten. „Aber dachte du das ich nur das Schwert habe“
      Ein bläuliches Leuchten begann unter ihrer Haut zu pulsieren.
      „in meine Körper befinden sich etwas Naja Gefährliches.“ Das Licht wurde heller.
      „Und wenn ich es rauslassen würde du keine Chance mehr haben. Das schwöre ich dir.“
      Ihre Stimme bebte. Vor Angst? Vor Anspannung? Oder Vorfreude?
      „Weil Lena ist nicht so nett wie ich es noch bin.”
      Für einen Augenblick huschte ein seltsamer Ausdruck über ihr Gesicht.
      Cain lächelte interessiert.
      Lena?
      Wer auch immer Lena war, sie schien ausgesprochen spannend zu sein.
      Eine zweite Persönlichkeit vielleicht?
      Eine versiegelte Macht?
      Etwas anderes?
      Wie auch immer die Antwort lautete, er wollte sie wissen!
      Zum ersten Mal an diesem Abend verspürte er echte Neugier.
      Das blaue Licht flammte auf.
      Instinktiv spannte sich sein Körper an, Adrenalin schoss durch seine Adern.
      Endlich!
      Gerade wollte er weitere Ketten beschwören—
      Da erlosch das Leuchten genauso plötzlich wie es begonnen hatte.
      Cain blinzelte.
      Was? Auch er hielt in der Bewegung inne.
      Das konnte unmöglich ihr Ernst sein, oder?
      Sie hatte ihn gerade auf einen ordentlichen Kampf vorbereitet...
      ...und dann sagte sie ihn einfach ab.
      Das Schwert löste sich in Lichtpartikeln auf und verschwand.
      Empört verschränkte Cain die Arme vor der Brust.
      Was für eine Frechheit.
      „Sag mir eins, Cain.“
      Zum ersten Mal klang Luna nicht wütend oder hasserfüllt, sondern ehrlich neugierig.
      „Warum hast du uns damals nicht alle umgebracht. Dir hatte doch klar sein müssen das ich dich irgendwann Finde und dich vielleicht töte konnte. Warum hast du mich verschont?“
      Der Dämon musterte sie schweigend.
      Noch vor wenigen Minuten hatte sie versucht, ihn zu enthaupten.
      Jetzt wirkte sie wie ein Ballon, aus dem langsam die Luft entwich.
      Cain seufzte.
      Also wirklich…
      Erst machte sie ihn neugierig.
      Dann versprach sie einen interessanten Kampf.
      Und jetzt wollte sie plötzlich reden.
      Unverschämt.
      „Um ehrlich zu sein...“
      Er sah sich in seinem verwüsteten Büro um.
      Sein Schreibtisch war zerstört.
      Sein Papierkram lag überall verstreut.
      Die Hälfte seiner Möbel hatte den Abend ebenfalls nicht überlebt.
      Mit einem missbilligenden Blick ließ er sich auf dem letzten verbliebenen Stuhl nieder.
      „...kann ich mich nicht einmal an deine Eltern erinnern.“
      Cain zuckte lediglich mit den Schultern.
      „Vermutlich habe ich damals einfach keinen Grund gesehen, dich für die Fehler deiner Eltern zu bestrafen.“
      Sein Blick wanderte kurz zu ihr.
      „Was auch immer sie getan haben mögen.“
      Ein schiefes Grinsen erschien auf seinem Gesicht.
      „Aber hey.“
      Seine roten Augen funkelten.
      „Wenn du mir einen anständigen Kampf lieferst und mir endlich zeigst, was es mit dieser mysteriösen kleinen Lena auf sich hat...“
      Er deutete mit einer Handbewegung in ihre Richtung.
      „...dann verspreche ich, die Geschäftsarchive zu durchforsten und meinem Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge zu helfen.“
      Wenn er sich schon die Mühe machte, Jahre alter Akten durchzusehen, wollte er schließlich auch etwas dafür bekommen.
      Und Lena hatte seine Neugier inzwischen mehr als geweckt.
      Bedauernd glitt sein Blick zu der Stelle, an der sich ihr Schwert aufgelöst hatte.
      Schade.
      Es wäre wirklich ein schönes Sammlerstück gewesen.
      Nachdenklich legte er den Kopf schief und musterde die Engelskriegerin vor sich genauer.
      Ein Flügel wäre allerdings auch nicht schlecht.
      Etwas altmodisch vielleicht, aber noch immer ein beliebtes Trophäenstück unter Dämonen.
      Ein ehrlicher Beweis für einen gewonnenen Kampf.
      „sag mir denn Grund und dann kannst du mich ja dann Töten.“
      Luna blieb hartnäckig.
      Cain starrte sie einen Moment lang an.
      Dann rieb er sich die Schläfen.
      „Meine Güte.“
      Er schüttelte den Kopf.
      „Langsam glaube ich wirklich, du hast einen ernsthaften Todeswunsch.“
      Die Ketten um ihren Körper lockerten sich ein wenig.
      Nicht aus Vertrauen.
      Lediglich weil die Kampfstimmung inzwischen vollkommen ruiniert war.
      „Wie gesagt: Wenn du unbedingt wissen willst, warum deine Eltern gestorben sind, muss ich erst nachsehen.“
      Er machte eine wegwerfende Handbewegung.
      „Glaubst du ernsthaft, ich erinnere mich an jede Kleinigkeit, die vor zehn Jahren passiert ist?“
      Eine kurze Pause.
      Dann grinste er.
      „Kannst du mir sagen, was du vor fünf Monaten um exakt diese Uhrzeit gemacht hast?“
      Er wartete keine Antwort ab.
      „Falls du allerdings immer noch auf einen Kampf auf Leben und Tod bestehst...“
      Seine Fangzähne blitzten auf.
      „Den kann ich dir selbstverständlich liefern.“
      Zum ersten Mal seit einigen Minuten wirkte er wieder ehrlich interessiert.
      Fast begeistert.
      „Und wie bereits erwähnt...“
      Seine roten Augen verengten sich neugierig.
      „Du hast mich wirklich verdammt neugierig auf deine kleine Freundin Lena gemacht.“

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    • Luna konzentriert sich. Erneut. Und um sie herum bildet sich blaue Flammen. Und ihr Aussehen verändert sich ihre Gesamte Körper scheint zu Brennen in blau.
      Und ihr Fingernagel wird lang. „Diese Wunsch kann ich dir erfüllen.“ knurrt eine Tiefe Stimme. „Willkommen Cain. Noch niemand der uns beide gesehen hat hat überlebt. Und in diese From nutze auch deine Kette nix! Solange ich in diese From bin ich geschützt. Vor deine ketten. Also brauche ich auch kein Schwert. Du wirst es sehen.“ knurrt sie bösartig. Und verschwindet kurz und tauchte hinter ihm auf und trete zu. Und verschwand nochmals kurz. Und drückte ihn zu Boden. „Na Merkt du jetzt den Unterschied zwischen uns beide.?“ Drucke leicht zu. „Ich bin Lunas Dunkel Seite. Eine Seite die sie schützt.“ Erklärt Lena ihm. Und drückt ihn gegen die Wand. „Also was soll ich jetzt machen“ Hauchte sie. Und drückte ihn noch mehr gegen die Wand.
      Und meinte „Also Dämon was ist dein Wunsch wie willst du sterben?“ Fragte sie. „Versuch erst garnicht deine Kette zu beschwören. Das hilft dir nur bei Luna nicht bei mir.“ Doch leider spüre sie es selbst. Sie kann nicht länger mehr hier sein. Somit werfe Lena Cain weg und Luna kam zurück. „das ist der Nachteil. Ich kann Lena nur für einige Minute aufrechthalten. Und die zweite Sache ist das ich-„
      Wollte sie sagen und verliert das Bewusstsein. Und lag auf den Boden. Ihr Körper war wieder normal. Und Luna war wieder da.
    • Endlich wurde es mal spannend!
      Die Flammen, die Lunas Körper umhüllten, waren anders als alles, was Cain jemals gesehen hatte.
      Er war der Sohn einer der mächtigsten Adelsfamilien der Unterwelt. Eine infernale Bestie, geboren aus den tiefsten Schlünden des Fegefeuers. Feuer war kein Fremdkörper für ihn, es war seine Natur. Seine Herkunft. Seine Lebensader.
      Und doch...
      ...brannten diese Flammen anders.
      Ein fremdes, himmlisches Feuer, das sich jeder Erfahrung entzog, die er in Jahrhunderten gesammelt hatte.
      „Großartig!“
      Ein lautes Lachen entfuhr ihm, als Lena ihn mit erschreckender Leichtigkeit zu Boden drückte.
      „Endlich kommst du mal aus dir heraus, Täubchen!“
      Sofort schossen seine blutroten Ketten hervor.
      Wie Peitschen jagten sie auf die Gestalt aus blauen Flammen zu.
      Und verfehlten ihre Wirkung vollständig.
      Nicht einmal eine Reaktion, kaum ein Zucken.
      Die Ketten glitten über sie hinweg, als hätte sie recht gehabt.
      Als wäre sie tatsächlich immun.
      Jeder gewöhnliche Dämon hätte spätestens jetzt begriffen, dass die Situation gefährlich wurde.
      Cain hingegen lachte nur noch lauter.
      Endlich!
      Zum ersten Mal seit langer Zeit stand ihm jemand gegenüber, der ihn tatsächlich forderte.
      Kein einseitiger Kampf und kein gelangweilter Sieg.
      Kein Gegner, der nach wenigen Minuten zusammenbrach.
      Endlich jemand, an dem er sich die Zähne ausbeißen konnte.
      Der Gedanke ließ sein Blut schneller fließen und sein Herz schlug schneller.
      Nicht aus Angst, oh nein, Aus purer Begeisterung.
      Wenn seine Ketten wirkungslos waren...
      Wie sah es dann mit seinen Klauen aus? Wie immun war ihr Fleisch vor diesen?
      Mit einem wilden Grinsen ließ er die Krallen ausfahren.
      Infernal rote Energie sammelte sich entlang ihrer Klingen.
      Die Hitze in seinen Adern loderte auf.
      Himmlisches Feuer gegen infernale Flammen.
      Welche Macht würde obsiegen?
      Er brannte darauf, es herauszufinden.
      Gerade wirbelte er herum.
      Die Klaue zum Schlag erhoben.
      Bereit, seine gesamte Kraft in diesen Angriff zu legen.
      Da brach Lena zusammen.
      Einfach so.
      Mitten im Kampf.
      Mitten in dem ersten wirklich interessanten Kampf seit Jahren.
      Ohnmächtig.
      Cain starrte sie an.
      Einen Moment lang.
      Dann noch einen.
      „Das kann doch nicht dein Ernst sein!“
      Seine Stimme hallte durch das zerstörte Büro.
      Zweimal.
      Zweimal hatte sie ihn neugierig gemacht.
      Zweimal hatte sie ihm einen spannenden Kampf versprochen.
      Und zweimal hatte sie ihn genau dann sitzen lassen, als es interessant wurde.
      Erzürnt ließ er die Energie frei, die sich in seinen Klauen gesammelt hatte.
      Nicht gegen sie.
      Sondern gegen die gegenüberliegende Wand.
      Mit einem infernalen Kreischen zerriss die Druckwelle Beton und Stahl.
      Glühende Kratzspuren fraßen sich durch die Wand.
      Der Beton zerbröselte wie trockener Sand.
      Selbst die verborgenen Stahlträger schmolzen unter der Hitze dahin wie Wachs.
      Ein Fluch in uralter dämonischer Sprache verließ seine Lippen.
      Ein Fluch, so kreativ und obszön, dass selbst erfahrene Seeleute vermutlich errötet wären.
      Danach trat Stille ein.
      Cain atmete tief durch, strich sich einige silberne Haarsträhnen aus dem Gesicht und fing sich überraschend schnell wieder.
      „Du stürmst allein in die Hauptzentrale einer der gefährlichsten Dämonenorganisationen der Stadt...“
      Er stieß die bewusstlose Luna leicht mit der Schuhspitze an, als wollte er prüfen lb sie auch wirklich bewusstlos war.
      „...schlägst dich bis ins Büro des Familienoberhaupts durch...“
      Keine Reaktion.
      „...und beschließt dann, mitten in unserem Kampf ohnmächtig zu werden.“
      Ein weiteres Seufzen.
      „Du hast wirklich einen Todeswunsch, Täubchen.“
      Er sah sich um.
      Sein Büro war ein Trümmerfeld.
      Der letzte heile Stuhl war soeben ebenfalls seinem Wutanfall zum Opfer gefallen.
      Na toll.
      Irgendjemand würde das alles aufräumen müssen.
      Und der selbstmordgefährdete Engel lag auch noch mitten im Weg.
      Sein Blick wanderte zu seiner kleinen Privatbibliothek.
      Sofort verzog er das Gesicht.
      Nein.
      Absolut nicht.
      Dort ließ er niemanden hinein.
      Nicht einmal die meisten Mitglieder seiner eigenen Familie, mit Ausnahme von Hyla.
      Aber… Die Couch dort war bequem.
      Und sie auf dem Boden schlafen zu lassen wäre irgendwie unhöflich.
      Er war schließlich kein Monster...Nun gut, technisch gesehen war er genau das.
      Aber selbst Monster hatten ein gewisses Maß an Gastfreundschaft.
      Murrend beugte er sich hinunter und hob die bewusstlose Engelin hoch.
      Erstaunlich leicht.
      Vorsichtig bettete er sie auf dem roten Samt seiner Couch.
      „Ich mache das nicht, weil ich dich mag.“
      Er wusste selbst nicht, warum er das sagte.
      Sie konnte ihn ohnehin nicht hören.
      „Und wehe, du stellst hier irgendetwas an.“
      Er zog die Decke etwas zurecht.
      „Dann pflücke ich dir beide Flügel aus.“
      Wieder Stille.
      Cain schüttelte den Kopf.
      Warum redete er überhaupt mit einer Bewusstlosen?
      Kopfschüttelnd verließ Cain sein Büro und trat auf den Flur hinaus.
      Seine nutzlosen Angestellten lagen noch immer kreuz und quer verteilt auf dem Boden, genau dort, wo Luna sie zurückgelassen hatte.
      Einige stöhnten leise, andere waren noch bewusstlos.
      „Unfassbar.“ Cain verschränkte die Arme.
      “Ich bezahle euch nicht für euren Schönheitsschlaf.“
      Mit der Schuhspitze verpasste er dem nächstgelegenen Dämon einen unsanften Tritt gegen den Oberschenkel.
      Ein rothaariger Chaosdämon namens Fias fuhr mit einem schmerzhaften Keuchen hoch.
      „Boss?!“
      Verschlafen blinzelte er einige Male.
      Dann kehrte die Erinnerung zurück.
      Seine Augen weiteten sich.
      „Boss! Wir haben einen Eindringling! Sie hat—“
      Cain unterbrach ihn mit einer genervten Handbewegung. „Ist bereits erledigt.“
      Fias verstummte augenblicklich.
      „Du musst etwas für mich erledigen.“
      Der Dämon richtete sich hastig auf.
      „Natürlich, Boss.“
      „Geh ins Zentralarchiv.“
      Fias nickte.
      „Und bring mir sämtliche Akten von vor zehn Jahren.“
      Das Nicken stoppte.
      „...alle?”
      „Alle.“
      Verwirrung breitete sich auf seinem Gesicht aus.
      „Aber wofür—“
      „Sofort.“
      Die Temperatur im Flur schien schlagartig zu sinken.
      Fias schluckte hörbar. „Natürlich, Boss.“ Er senkte hastig den Blick.
      „Wird sofort erledigt, Boss.“
      Ohne ein weiteres Wort rappelte er sich auf und verschwand beinahe rennend den Korridor hinunter.
      Cain beobachtete ihn kurz.
      Dann setzte er seinen Weg fort.
      Nach und nach erwachten auch die übrigen Dämonen.
      Keiner wagte es jedoch, ihn anzusprechen, Vermutlich sprach die zerstörte Hälfte seines Büros bereits für sich.

      Etwas abseits der Hauptgänge befand sich ein unscheinbarer Lagerraum.
      Auf den ersten Blick wirkte er vollkommen gewöhnlich.
      Doch tief im Inneren stand ein massiver, alterTresor.
      Und durch mehr magische Schutzmechanismen gesichert, als die meisten Menschen in ihrem ganzen Leben sehen würden.
      Nur Mitglieder der Pride-Familie kannten die Kombination.
      Mit einem leisen Klicken sprang die schwere Tür auf.
      Im Inneren lagen zahlreiche Artefakte und Relikte vergangener Jahrhunderte.
      Manche wertvoll, gefährlich oder eine Mischung aus beide.
      Cains Blick glitt über die Sammlung, bis er fand, wonach er suchte.
      Zwei schlichte schwarze Armreifen.
      Unscheinbar und fast enttäuschend gewöhnlich.
      Und gerade deshalb so gefährlich.
      Bevor er sie berührte, zog Cain ein Paar Handschuhe über.
      Erst dann hob er die Artefakte vorsichtig aus dem Tresor.
      Nephilim-Stahl.
      Ein Material, das längst hätte verloren gehen sollen.
      Geschmiedet von den Nephilim , jener uralten Rasse, die weder Engel noch Dämon gewesen war.
      Noch heute galt ihre Existenz in vielen Kreisen als Mythos.
      Doch die Artefakte aus ihrem Stahl waren real und gefürchtet.
      Denn wer Nephilim-Stahl mit bloßer Haut berührte, verlor den Zugang zu seinen übernatürlichen Kräften.
      Ganz gleich, ob Engel oder Dämon.
      Besitz solcher Artefakte war auf beiden Seiten streng verboten.
      Offiziell zumindest. Aber aus Regeln hatten sich die Mitglieder seiner Familie nie viel gemacht.
      Cain schloss den Tresor wieder.
      Dann machte er sich auf den Rückweg.
      Als er sein Büro erneut betrat, schlief sein ungebetener Gast noch immer friedlich.
      Fast schon irritierend friedlich.
      Cain blieb einen Moment in der Tür stehen.
      Die Frau, die vor weniger als einer Stunde noch versucht hatte, ihn zu enthaupten, wirkte nun beinahe harmlos.
      Ihre Gesichtszüge waren entspannt, die Stirn nicht länger von Wut gezeichnet.
      Und ohne das Schwert in der Hand wirkte sie plötzlich erstaunlich jung.
      Er betrachtete sie schweigend.
      Merkwürdig, es fiel schwer, dieselbe Person in ihr zu erkennen.
      Wahrscheinlich würde sie wieder augenblicklich versuchen, ihn umzubringen, sobald sie aufwachte.
      Der Gedanke ließ ihn schmunzeln.
      „Dann versuch mal dein Glück.“
      Vorsichtig trat er näher.
      Mit Bedacht darauf, den dunklen Stahl nicht selbst zu berühren, legte er ihr den ersten Armreif an.
      Dann den zweiten.
      Kaum schlossen sie sich um ihre Handgelenke, begannen die Artefakte schwach zu leuchten.
      Ein warmes, goldenes Licht flackerte über die Oberfläche.
      Für einen Augenblick schienen feine Runen sichtbar zu werden.
      Dann zogen sich die Armreifen zusammen.
      Nicht schmerzhaft oder gewaltsam, sondern präzise.
      Als wären sie eigens für sie angefertigt worden.
      Das Licht erlosch und Cain beobachtete die Handschellen noch einige Sekunden.
      Dann nickte er zufrieden.
      „So.“
      Ein schmales Grinsen erschien auf seinem Gesicht.
      „Jetzt können wir uns morgen in Ruhe unterhalten.“
      Er war sich ziemlich sicher, dass Luna diesen Optimismus nicht teilen würde.
    • Luna Traum wirklich mal was naja verbotenes. Sie wachte erschrocken auf. Sie schaute an ihren Handgelenk herunter. Na toll. Diese Dinger sind also echt noch am Start. Was soll sie denn jetzt tut?
      Und wieso hat er sie nicht getötet? Sie versucht aufzustehen. Und doch schafft sie es nicht. Sie stoß ein Wimmer aus. „Wieso tötet du mich nicht. ?“ Meinte sie. An sich selbst. Sie geht ins Büro. Was wohl wieder in Takt gesetzt wurde. Neue Möbel stand im Raum. Und ein Dämon stand im Büro. „Du kleine Maus. Na warte. Ich werde dir Respekt einprügeln!“ knurrt jemand und parkte sie und drückt sie gegen die Wand. Sie konzentriert sich und wollte sich verteidigen. Doch es klappt nicht. „Hihi solang die Handreife dran ist kannst du keine Kräfte beschwören!“ Lachte er und ohrfeigte die Brutale. Er lachte nur Laut. Und druckte sie auf den Boden. „Sei froh das ich es nur bin denn Cain ist noch schlimmer!“ knurrt ein Diener. Und hebe die Hand. Und ohrfeige sie erneut. Luna stöhnt schmerzt haft auf und der Diener lachte nur und geht dann. Luna zittert heftig.
    • Cain musste zugeben, dass er ein wenig beeindruckt war.
      Luna hatte es tatsächlich geschafft, die komplette Renovierung seines Büros zu verschlafen.
      Und das, obwohl um sie herum gehämmert, geschleppt, geflucht und gebaut worden war.
      Mit kritischem Blick überwachte er die Arbeiten persönlich, um sicherzugehen, dass niemand auf die Idee kam, kreativ zu werden. Wenn sein Büro schon wieder aufgebaut wurde, dann gefälligst genauso, wie er es haben wollte.
      Nun ja oder zumindest Fast genauso.
      Zur Abwechslung hatte er dieses Mal Ebenholz statt Mahagoni gewählt.
      Das dunkle Holz verlieh dem Raum eine deutlich elegantere Ausstrahlung. Weniger pompös, Mehr Stil, Zumindest seiner Meinung nach.
      Gegen frühen Nachmittag des nächsten Tages waren die Arbeiten schließlich abgeschlossen.
      Vermutlich hätte alles deutlich schneller gehen können, wenn die Handwerker nicht ständig verstohlene Blicke in die Ecke geworfen hätten, in der Luna auf seiner Couch schlief.
      Mehr als einmal drang neugieriges Gemurmel an seine Ohren und Jedes Mal bellte Cain den Verantwortlichen an, sich gefälligst wieder ihrer Arbeit zu widmen.
      Die Spekulationen verstummten zwar augenblicklich, aber nur bis zum nächsten neugierigen Blick.
      Cain ignorierte es gekonnt. Solange niemand seine Finger verlor, war es nicht sein Problem.
      Nachdem die letzten Schäden beseitigt und zumindest ein Teil seiner Dokumente gerettet worden war, stellte sich allerdings heraus, dass er ein anderes Problem hatte.
      Ein Blick in seinen wiederhergestellten Terminkalender genügte. Ach verdammt. Ein Treffen.
      Und leider eines, das sich nicht verschieben ließ.
      Es ging um die aktuelle Lage an den Grenzen zwischen mehreren Territorien der großen Familien.
      Wenn er fernblieb, würde das als Vernachlässigung seiner Pflichten ausgelegt werden.
      Und die anderen Häuser würden keine Woche warten, bevor sie begannen, Stück für Stück in das Gebiet der Pride-Familie vorzudringen.
      Wie Lästig.
      Bevor er sein Quartier verließ, packte er einen seiner Untergebenen am Kragen. „Ich will sofort informiert werden, sobald mein Gast aufwacht. Verstanden?“
      Der Dämon nickte hastig und senkte ehrfürchtig den Blick. „Natürlich, Boss.“
      „Gut.“
      Cain schnappte sich seinen Mantel und verließ das Gebäude.

      Wie erwartet verlief das Treffen sterbenslangweilig.
      Die meiste Zeit bestand aus politischen Spielchen, passiv-aggressiven Drohungen und dem Austausch schlecht versteckter Beleidigungen.
      „Ihr wirkt heute ungewöhnlich abwesend, Lord Pride.“
      Die spitze Stimme neben ihm riss ihn aus seinen Gedanken.
      Cain hob den Blick.
      „Ich sehe lediglich keinen Grund darin, mich auf euer infantiles Niveau herabzulassen, Lady Psamanthe.“
      Ein amüsiertes Kichern erklang.
      Die aktuelle Matriarchin der Envy-Familie lächelte ihn mit ihren schlangenartigen Gesichtszügen unverhohlen an.
      „Ihr haltet euch immer noch für etwas Besseres als den Rest von uns, nicht wahr?“
      Eine scharfe Antwort lag ihm bereits auf der Zunge, doch da vibrierte sein Handy.
      Sein Blick glitt auf das Display.
      ‘Das Vögelchen singt’ war alles was in der Nachricht stand.
      Na endlich, Wurde auch langsam Zeit.
      Sofort erhob er sich. „Da offenbar alle relevanten Themen bereits besprochen wurden und der verbleibende Teil dieser Versammlung lediglich aus belanglosen Sticheleien besteht, schlage ich vor, das heutige Treffen zu beenden.“
      Ohne die Reaktionen der übrigen Familienoberhäupter abzuwarten, griff er nach seinem Mantel.
      „Bis bald, Lord Pride~“
      Psamanthes Stimme folgte ihm noch bis zur Tür.
      Cain antwortete nicht.

      Kaum zurück in seinem Quartier, steuerte er zielstrebig auf sein Büro zu.
      Die Dämonen, die das Pech hatten, seinen Weg zu kreuzen, machten eilig Platz, Niemand wollte einen schlecht gelaunten Cain aufhalten.
      Als er schließlich die Tür öffnete, fand er Luna bereits wach vor.
      Natürlich saß sie auf dem Boden.
      Cain stieß ein genervtes Seufzen aus.
      „Da biete ich dir großzügigerweise eine gepolsterte Schlafmöglichkeit an, und trotzdem ziehst du den Boden vor?“
      Er verschränkte die Arme.
      „Du hast wirklich bemerkenswerte Prioritäten.“
      Erst als Luna zu ihm aufsah, bemerkte er die Kratzer.
      Mehrere frische Spuren zogen sich über ihr Gesicht.
      Nicht tief, aber deutlich sichtbar.
      Cain verzog die Lippen.
      Da hatte sich jemand ordentlich ausgetobt, ohne die Klauen einzufahren.
      „Ich sehe schon.“ Sein Blick verengte sich.
      „Einer meiner Männer hat sich offenbar bereits für deine freundliche Begrüßung von gestern bedankt.“
      Er schüttelte missbilligend den Kopf.
      Rückblickend hätte er es wohl besser wissen müssen, einen wehrlosen Engel allein inmitten eines Nestes voller frustrierter Dämonen zurückzulassen.
      Vor allem nach dem Chaos, das sie hier angerichtet hatte.
      Mit einem leisen Seufzen ging er vor ihr in die Hocke, bis sich ihre Blicke auf gleicher Höhe begegneten.
      Dann griff er nach ihrem Kinn und drehte ihren Kopf zur Seite und wieder zurück, als würde er ein beschädigtes Kunstwerk begutachten.
      „Hm.“ Seine roten Augen wanderten über die Kratzer.
      „Das sieht nach Algernons Handschrift aus.“
      Er klang beinahe amüsiert.
      „Dieser Idiot hat einfach keine Selbstbeherrschung.“
    • Luna sah auf als Cain herein kam. Und doch war es anders. Und sie wich auch nicht zurück als er ihr Näher kam. „Ja ist dir doch nur recht. Also los mach schön jetzt ist es ein leichtes mich zu Töten oder zur foltern wäre ja nicht das erste Mal. Das ich in Gefangenschaft war. Von daher fang ruhig an.“ Meinte sie. Und war echt ein bisschen traurig.
      doch wieso schlug ihr Herz so wild als er sie berührt hat? Verdammt konzentriere dich.
      Sie sah auf. „Das ist es doch was ihr Dämonen macht mit Engel die ihr Gefangen habt foltern bis sie keine Kraft mehr hat und dann erst Töt man Engel. Und die Armreife sind eigentlich verboten. Doch vielleicht ist es mein Schicksal zu sterben.“ Meinte sie traurig.
      und sah ihn an. „Oder geilt dich das auf mich leiden zu sehen?“ fragte Luna ihn.
    • Wow.
      Die Kleine legte ja direkt los.
      Als Luna dann noch beiläufig erwähnte, dass dies nicht das erste Mal war, dass sie gefangen genommen oder gefoltert worden war, hob Cain eine Augenbraue.
      Interessant.
      Der kleine Engel schien eine deutlich kompliziertere Vergangenheit zu haben, als er ursprünglich angenommen hatte.
      Das vermerkte er gedanklich für später.
      Als sie allerdings erneut damit anfing, dass er sie doch endlich töten solle, stöhnte er hörbar auf und rieb sich mit zwei Fingern die Schläfen.
      „Täubchen...“ Seine Stimme klang, als würde ihm allein diese Unterhaltung Kopfschmerzen bereiten.
      „Wenn ich dich tot sehen wollte, hätte ich mir kaum die Mühe gemacht, dich hier unterzubringen, mein Büro neu einzurichten und dir sogar meine Couch zu überlassen.“
      Er schüttelte den Kopf.
      „Fahr deine depressive Ader bitte ein wenig zurück.“
      Fast abrupt ließ er ihr Gesicht los, als hätte er sich an etwas verbrannt und erhob sich wieder.
      „Erst willst du unbedingt wissen, was vor zehn Jahren passiert ist.“
      Während er sprach, strich er die Falten aus seinem Anzug und richtete die Manschetten.
      „Dann einigen wir uns auf einen Deal, damit ich genau das herausfinde.“
      Er warf ihr einen missbilligenden Blick zu.
      „Und jetzt, während ich tatsächlich dabei bin, meinen Teil der Abmachung einzuhalten, willst du plötzlich unbedingt sterben.“
      Ein genervtes Murren entkam ihm.
      „Ehrlich, Kleines. Entscheide dich doch mal.“
      Dann kam ihr nächster Kommentar.
      „Oder geilt dich das auf, mich leiden zu sehen?“
      Für einen Augenblick herrschte Stille.
      Dann brach Cain in schallendes Gelächter aus.
      Ehrliches Gelächter.
      Nicht das spöttische, kalte Lachen, das seine Untergebenen fürchteten.
      Sondern echte Belustigung.
      „Weißt du...“
      Er musste sich tatsächlich kurz sammeln.
      „Du hast mir deutlich besser gefallen, als du noch versucht hast, mich umzubringen.“
      Ein schiefes Grinsen erschien auf seinem Gesicht.
      Während er darauf wartete, dass Luna endlich vom Boden aufstand, musterte er sie nachdenklich.
      „Und nur unter uns gesagt...“
      Sein Blick funkelte belustigt.
      „Ich hoffe wirklich, dass ich irgendwann noch einmal das Vergnügen habe, mich anständig mit Lena zu messen.“
      Für einen kurzen Moment wirkte er beinahe begeistert.
      Wie ein Sammler, der einen seltenen Schatz entdeckt hatte.
      „Die meisten Gegner schaffen es nicht einmal, mich zum Schwitzen zu bringen.“
      Er verschränkte die Arme hinter dem Rücken.
      „Sie dagegen hat mich tatsächlich neugierig gemacht.“
      Ein weiteres Grinsen huschte über sein Gesicht.
      „Das kommt erschreckend selten vor.“
    • War das sein Ernst? Ja war es vielleicht. Komisch er ist echt der erste Dämon der mich fast schön Nett behandelt. „Bei deine Stimmungsschwankungen bekomme ich Kopfschmerzen. Und unter uns Du weißt schon das du gestern nur gegen mich gekämpft hast Lena ist wie soll ich es formulieren eine Persönlichkeit. Die dann einspringen wenn ich es für Notwendig empfinde. Wobei ich die From Ehe nicht lange halten kann. Und die Nebenwirkung dann einsetzen die ich nicht brauche oder nicht sofort brauche.“
      Meinte sie. „Wobei die zweite Fähigkeit noch schlimmer ist. Als nur die Persönliche keit.
      „Erklärt sie.
      und stand auf. Und sah ihn an. „Wenn du die Zweite Fähigkeit sehen willst. Verletzt dich so das du davor bist zu sterben. Dann kann ich sie einsetzen natürlich kann ich auch kleine Wunden heilen. Doch die Ware macht kann ich nur einsetzen wenn ein Dämon kurz vor dem Ende ist.“ erklärt sie ihm. „Und nur noch mal zum Mitschreiben. Lena bin ich und Lena ist ich.“ Meinte sie. Und sah ihn neugierig an. „Aber ich muss zugeben das du echt der erste Dämon bist der mich in Rage gebracht hat. Ob du es glaubst aber es fühlt sich gut an.“ Meinte sie zu ihm.
      „Darf ich fragen ob du was herausgefunden hast? Was meine Eltern angeht?“ Meinte sie neugierig. Und sah ihn an. „Und danke für die Couch. Das war sehr Nett.“ meinte sie.
    • „Bei deinen Stimmungsschwankungen bekomme ich Kopfschmerzen.“
      Lunas trockene Erwiderung entlockte Cain unwillkürlich ein Lachen.
      Als wäre ER derjenige, der innerhalb weniger Minuten zwischen Mordlust, Todessehnsucht und Existenzkrise hin und her schwankte.
      Aber nun gut, langweilig konnte man ihn immerhin nicht nennen.
      Geduldig wartete er, bis sie sich wieder aufgerappelt hatte, und hörte ihr zu, während sie weitere Details über ihre ominöse „Lena“ preisgab.
      Mit jedem Satz wurde er neugieriger.
      Je mehr sie erklärte, desto mehr freute er sich beinahe auf ihre nächste Auseinandersetzung.
      Vor allem faszinierte ihn, wie bereitwillig sie ihm all diese Informationen gab… noch vor wenigen Stunden hatte sie versucht, ihn umzubringen.
      Nun erklärte sie ihm freiwillig die Funktionsweise ihrer Fähigkeiten.
      Und behauptete dann auch noch, er sei derjenige mit Stimmungsschwankungen.
      Unglaublich.
      Sogar von einer zweiten Fähigkeit erzählte sie ihm.
      Etwas, das offenbar mit Heilung zu tun hatte, doch dafür müsste er sich allerdings zuerst verletzen.
      „Nein danke.“
      Cain hob abwehrend eine Hand.
      „Selbstverletzung steht heute nicht auf meinem Terminplan.“
      Ein amüsiertes Zwinkern folgte.
      Innerlich musste er schmunzeln.
      Wenn sie bloß wüsste, wie seine Fähigkeit tatsächlich funktionierte.
      Aber ganz so großzügig verteilte er seine eigenen Geheimnisse nicht.
      „Und nur noch mal zum Mitschreiben: Lena bin ich, und ich bin Lena.“
      „Aha.“ Cain nickte knapp.
      Das Kommentar, das ihm zu diesem Thema auf der Zunge lag, behielt er ausnahmsweise für sich.
      Gerade eben.
      „Aber ich muss zugeben das du echt der erste Dämon bist der mich in Rage gebracht hat. Ob du es glaubst aber es fühlt sich gut an.” fuhr Luna fort und unwillkürlich lachte Cain erneut.
      „So etwas solltest du vielleicht nicht in Gegenwart deiner geflügelten Kollegen sagen.“
      Sein Grinsen wurde breiter.
      „Sonst hält man dich am Ende noch für eine Dämonensympathisantin.“
      Für einen kurzen Moment herrschte Stille.
      Dann wurde sein Lächeln etwas schärfer.
      Ein ticken gefährlicher.
      „Und um das klarzustellen: mit Nettigkeit hat das hier nichts zu tun.“
      Seine roten Augen musterten sie aufmerksam. „Du bist faszinierend. Mehr nicht.“ Er zuckte mit den Schultern.
      „Wie ein Hund, dem man ein besonders beeindruckendes Kunststück beigebracht hat.“
      Eine kurze Pause.
      “Und mich interessiert schlicht, welche Tricks du sonst noch beherrschst.“
      Das gefährliche Funkeln verschwand wieder.
      Fast augenblicklich wirkte er wieder entspannt.
      „Was deine Eltern betrifft, bin ich weiterhin dabei, Nachforschungen anzustellen.“
      Er nickte in Richtung seines Schreibtisches.
      „Sobald ich etwas herausfinde, erfährst du es.“
      Wie auf Kommando wurde in diesem Moment die Tür zu seinem Büro aufgerissen.
      Zum dritten Mal innerhalb von vierundzwanzig Stunden.
      Ein infernalisches Fluchen kündigte die Ankunft eines völlig überladenen Rollwagens voller Akten an.
      Unzählige Akten.
      Ordner über Ordner stapelten sich darauf und schwankten bedrohlich bei jeder Bewegung.
      Es grenzte an ein Wunder, dass der Turm noch nicht zusammengebrochen war.
      Hinter der Papierlawine wurden zwei Köpfe sichtbar.
      Offensichtlich war die Ladung selbst für einen Dämon zu schwer gewesen.
      „Hat aber auch lange genug gedauert.“ Cain verschränkte die Arme.
      „Sorry, Boss.“ Fias duckte schuldbewusst den Kopf.
      „Das Archiv hat sich quer gestellt. Irgendwas von Sicherheitsfreigaben und bürokratischem Unsinn.“
      „Mhm.“
      „Ich musste sie erst davon überzeugen, dass es für alle Beteiligten deutlich angenehmer wäre, wenn Sie nicht persönlich im Archiv auftauchen würden, Boss.“
      Ausnahmsweise hatte der Chaosdämon damit sogar recht.
      „Stellt es dort hin.“ Cain deutete neben seinen Schreibtisch.
      Die beiden Dämonen beeilten sich, der Anweisung Folge zu leisten.
      Dann wandte er sich wieder an Luna.
      „So.“ Er machte eine ausladende Geste zu dem gewaltigen Aktenberg.
      „Da wären die versprochenen Nachforschungen.“
      Der zweite Dämon richtete sich nun ebenfalls vollständig auf.
      Bajun.
      Kaum fiel sein Blick auf Luna, verdüsterte sich seine Miene.
      „Moment mal.“ Seine Augen verengten sich.
      „Das ist doch die verrückte Bitch, die mich gestern ausgeknockt hat!“
      „Ja.“ Cain nickte gelassen. „Und sie ist mein Haustier.“
      Betretenes Schweigen.
      „Also sei so freundlich und mach nicht denselben Fehler wie Algernon, mein Spielzeug kaputt zu machen, bevor ich herausgefunden habe, welche weiteren Tricks es beherrscht.“
      Seine Stimme blieb ruhig, doch der Unterton war eindeutig.
      Bajun blinzelte.
      Fias blinzelte ebenfalls.
      Beide tauschten einen verwirrten Blick aus.
      Dann sahen sie zu Luna.
      Dann wieder zu Cain.
      Und entschieden kollektiv, keine weiteren Fragen zu stellen.
      „Natürlich, Boss.“
      „Ausgezeichnet.“
      Cain ließ sich auf seinen Stuhl sinken.
      „Und jetzt macht die Fliege.“
      Er griff nach dem obersten Aktenordner.
      „Ich habe Arbeit zu erledigen.“
    • Die Beiden Dämon sah Luna an. Und verschwand. Nicht ohne eine Drohende Worte auszusprechen.
      „Das von gestern Abend werde wir nicht vergessen Schlampe.“ Und verschwand dann und schloss die Tür.
      Luna setzte sich dann auf eine Bank. Und meinte. „Nett das ein Dämon mich als Haustier bezeichnet. Ich hatte dich einfach… Aber gut beim Nächsten Mal.“ meinte sie. Und sah auf ihre Armreif. „Wie lange soll ich mit den Dinger rauflaufen?“ Murrte sie verständlicherweise auf. Weil sie diese Dinger echt zum Kotzen findet.
      Sie starrt die ganz Zeit auf Cain. Bist nach einigen Stunden. Die Tür geöffnet wird und diese mal ein Dämonin auftaucht. „Hier bist du also Cain. Einfach so gehen. Bei eine Wichtige Sache. Ts du hattest schön mal bessere Manieren. Nicht war Darling.“ kicherte sie laut. Und taucht auf. Hinter ihm. Und meine „ Ich konnte es so hinnehmen aber vielleicht konnte wir Spaß haben. Ich habe die eine Nacht sehr genossen mit dir.“ sie schmiegt sich an ihn und legte ihr Hand auf sein Bein.
      Luna Augen Leuchten gefährlich auf. Zumindest wollte sie das gerade tun. Doch es klappt nicht am liebsten wurde sie….
      Was zum Teufel macht Luna da sie ist doch nicht etwa. Doch da schaute die Damöni auf. „Ach was macht ein Engel denn hier!“ knurrt sie und druckt Luna gegen die Nächste Wand.
    • Die weitere Unterhaltung verlief erwartungsgemäß damit, dass Luna sich lautstark über ihren unfreiwilligen Armschmuck beschwerte.
      „Du musst verstehen, das ist lediglich eine Sicherheitsmaßnahme“, erklärte Cain nüchtern, während er begann, sich die ersten Akten aus dem gewaltigen Stapel zu ziehen.
      „So kannst du weder einen meiner Untergebenen töten noch ihnen eine Gehirnerschütterung verpassen. Gutes Personal ist heutzutage schwer zu finden, und ich habe wenig Interesse daran, dass du ihnen die letzten verbliebenen Hirnzellen ausprügelst.“
      Er zuckte beiläufig mit den Schultern, als wäre das die selbstverständlichste Erklärung der Welt.
      „Außerdem sehen sie dich so nicht mehr als unmittelbare Bedrohung. Feindselig sind sie zwar immer noch, aber wenigstens halbwegs entspannt.“
      Mit einem amüsierten Zwinkern fügte er hinzu: „Die Fesseln können übrigens nur von der Person entfernt werden, die sie angelegt hat, c'est moi, oder von einem Nephilim.“
      Da seit Jahrhunderten kein lebender Nephilim mehr gesichtet worden war, reduzierte sich dieser Personenkreis auf genau eine Person. Cain.
      Eine Weile arbeitete er schweigend die Akten durch.
      Leider mit überschaubarem Erfolg.
      Einzelne Mordaufträge an Einzelpersonen, geschäftliche Streitigkeiten, vergeltungsaktionen gegen rivalisierende Gruppierungen.
      An einige Fälle erinnerte er sich noch vage, andere waren so belanglos gewesen, dass sich nur noch das Papier daran zu erinnern schien.
      „Der ganze Mist wäre deutlich einfacher, wenn endlich jemand auf die Idee käme, das zu digitalisieren.“
      Genervt rieb er sich die Schläfe.
      Ja, er las gerne, sehr gerne sogar, aber in seiner Freizeit.
      Und wenn es eine Sache gab, in der die Menschen der alten Welt von Engeln und Dämonen eindeutig voraus waren, dann war es technischer Fortschritt.
      Immerhin hatten die meisten seiner Art inzwischen gelernt, Mobiltelefone zu benutzen. Ein Anfang.
      Seine Gedanken wurden jäh unterbrochen, als die Tür seines Büros zum vierten Mal innerhalb von vierundzwanzig Stunden aufgestoßen wurde.
      „Hat die Welt kollektiv vergessen, wie man anklopft?“
      Genervt blickte er auf.
      Noch bevor er die Besucherin sah, erkannte er sie am aufdringliche, penetranten Geruch.
      Tollkirsche. Unverwechselbar.
      Lay Maria.
      „Hier bist du also, Cain.“
      Ihre Stimme triefte vor Belustigung.
      „Einfach so verschwinden, mitten in einer wichtigen Besprechung. Ts. Du hattest auch schon einmal bessere Manieren, Darling.“
      Wie eine Katze, die beschlossen hatte, dass ihr das Haus gehörte, umrundete sie seinen Schreibtisch.
      Cain musste sich beherrschen, nicht mit den Augen zu rollen.
      Lay Maria gehörte zu seinen ältesten Bekanntschaften.
      Und wie Hyla sie besonders liebevoll bezeichnete: „Die verrückte Stalker-Ex.“
      Unglücklicherweise war diese Beschreibung erschreckend treffend.
      Vor vielen Jahren hatte sein jüngeres Ich den Fehler begangen, einem Moment geistiger Umnachtung nachzugeben und eine Nacht mit ihr zu verbringen.
      Eine Entscheidung, die ihn bis heute verfolgte.
      Seitdem klebte sie an ihm wie ein Fluch. Oder wie Herpes.
      Selbst wenn man sie eine Weile nicht sah, tauchte sie früher oder später wieder auf.
      Noch schlimmer war allerdings ihre Eifersucht.
      Jedes weibliche Wesen in seiner Nähe wurde automatisch zur Rivalin erklärt, sogar Hyla.
      Ein Fehler, den Lay genau ein einziges Mal begangen hatte.
      Und nie wieder wiederholte.
      „Du weißt doch, wie sehr mich Ineffizienz langweilt.“
      Cain machte eine wegwerfende Handbewegung.
      „Dieses Treffen war längst zu einer infantilen Farce verkommen.“
      “Ich konnte es so hinnehmen, aber vielleicht könnten wir noch Spaß haben.“
      Lay läche und ihre Hand glitt auf sein Bein.
      „Ich habe unsere gemeinsame Nacht jedenfalls sehr genossen~“
      Vor Jahren hätte diese Geste vielleicht noch Wirkung gehabt.
      Heute wirkte sie beinahe traurig.
      Wie der verzweifelte Versuch, sich an einer Vergangenheit festzuklammern, die nie mehr zurückkehren würde.
      Gelassen lehnte Cain sich zurück und schlug die Beine übereinander.
      Ihre Hand rutschte von selbst wieder von ihm herunter.
      Dann musterte er sie aufmerksam.
      So unerquicklich ihre Anwesenheit auch war:
      Lay Maria gehörte zu einem der reichsten und einflussreichsten Nebenhäuser der Unterwelt.
      Ein offener Konflikt mit ihr würde politisch mehr Probleme verursachen, als es wert war.
      Also schenkte er ihr eines seiner höflichsten Lächeln.
      „Lay, du bist der lebende Beweis dafür, dass Ausdauer und gutes Urteilsvermögen leider nicht immer gemeinsam auftreten.“
      Das Lächeln blieb.
      Die Beleidigung ebenso.
      Bevor Lay darauf reagieren konnte, schweifte ihr Blick an ihm vorbei.
      Direkt zu Luna.
      Augenblicklich verfinsterte sich ihre Miene.
      „Ach?“ Ihre Stimme wurde gefährlich leise.
      „Und was macht ein Engel hier?“
      Im nächsten Moment entfalteten sich ihre Kräfte.
      Luna wurde gegen die nächstgelegene Wand geschleudert und dort festgehalten.
      „Mein neues Haustier.“
      Cain klang dabei bemerkenswert unbeeindruckt.
      „Und ich würde es sehr begrüßen, wenn du es nicht kaputt machst, bevor ich meinen Spaß daran hatte.“
      Unter der Gelassenheit seiner Stimme lag ein tiefes, warnendes Knurren.
      Eigentlich sollte ihm egal sein, was Lay mit Luna anstellte.
      Schließlich war der Engel freiwillig hier aufgetaucht.
      Andererseits war es auch seiner Entscheidung zu verdanken, dass Luna sich momentan nicht verteidigen konnte.
      Ein schlechtes Gewissen?
      Nicht wirklich.
      Aber er würde es bedauern.
      Denn die wenigen Minuten, die er gegen Lena gekämpft hatte, waren das reinste Vergnügen gewesen.
      Etwas, das er seit Jahren nicht mehr gespürt hatte.
      Es war berauschender gewesen als jede Droge, die die Unterwelt hervorbringen konnte.
      Und Cain war inzwischen süchtig nach diesem Gefühl.
      Die Quelle dieses Rausches einfach sterben zu lassen, wäre ausgesprochen unerquicklich.
      Mit einer fließenden Bewegung erhob er sich also.
      Seine Hand legte sich auf Lays Schulter. Noch nicht schmerzhaft, aber bestimmt genug, um ihre volle Aufmerksamkeit zurückzugewinnen.
      Wie erwartet genügte die kleinste Berührung bereits, um sie wieder völlig auf ihn zu fokussieren.
      „Weißt du...“ Seine Stimme wurde samtweich.
      Gefährlich weich.
      „Wenn du so verzweifelt nach meiner Aufmerksamkeit suchst, solltest du dir etwas Kreativeres einfallen lassen, als mein Eigentum zu beschädigen.“
      Langsam beugte er sich näher.
      Nah genug, dass sie seinen Atem an ihrem Ohr spüren konnte.
      „Lass dir etwas Besseres einfallen, Darling.“
      Er sprach das Wort exakt in demselben Tonfall aus wie sie zuvor.
      Und dennoch klang es aus seinem Mund nicht flirtend, sondern wie eine Warnung.
    • Maria lass Luna nähr kommen. „Okay Engelchen du hast Glück das ich heute gute Laune habe. An eine Andere Tag hatte ich dich vielleicht getötet. Doch merke dir eins. Lass deine Dreckigen Finger von meine Cain ansonsten kann er sich ein neues Spielzeug suchen.“ Knurrt sie. Und lass Luna unsanft zu Boden plumpsen. Und wendet sich an Cain. „Natürlich werde ich mir was besseres einfallen lassen. Aber ein Wort von dir reicht und ich töte diese Frau. Mit Vergnügen. Ich lass mir was besonderes einfallen. Darling.“ Sie geht dann auf Luna zu und meinte. „Die einzige Warnung für dich lass deine Finger von Cain.“ Meinte Lady Maria. Und geht dann wieder und machte die Tür zu.
      Und verschwand.
      „Deine Freundin hat ne Dachschaden. Wäre ich frei gewesen wäre sie töt gewesen.“ Knurrt sie. Und stand auf.
      Das Luna eifersüchtig war das behält sie für sich.
      Sie meinte „ich frage mich immer noch warum es dich interessiert das ich am Leben bleibe. Was hast du davon?“ Fragte sie ihn.
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