☀ DRAGON AGE - DARK ARISEN ☀ [Sanjadi & Rheira ]

    • Chronos

      Chronos hatte nicht erwartet, dass seine doch ein wenig impulsive Vorgehensweise unbemerkt blieb. Man musste schon komplett taub sein oder genug alkoholischen Intus haben, um dies nicht zu bemerken und selbst jeder beschränkte Idiot hätte den wackelnden Boden bemerkt. Allerdings war es nun einmal das Wichtigste gewesen diese verfluchten Phiolen zu vernichten. Lange sah der Magier dem anderen in die Augen. Er wusste nicht, ob ihm der Mann glaubte, aber das war auch nicht wichtig. Der junge Mann aus Tevinter hatte gesagt, was er zu sagen hatte und alles andere oblag nun dem Wächter. Das ihn aber ausgerechnet er gefunden hatte spielte ihm nicht unbedingt in die Karte. Chronos mochte hier zwar einige Leute problemlos aus dem Weg räumen können, aber mal ehrlich, wer war so dumm und legte sich mit einem Wächter an? Chronos hatte im Gegensatz zu diesen hirnverbrannten Templern genug Menschenverstand, auch wenn alle hier behaupteten, er würde sich bald in eine Abscheulichkeit verwandeln. Du meine Güte, als wäre jeder Magier gleich ein Monstrum und Chronos hatte sich bereits mit Dämonen unterhalten. Klar, Sympathieträger waren sie keine, aber so schlimm nun auch wieder nicht, so lange man sich nicht von ihnen einwickeln ließ. Es half alles nichts, er würde sich vorläufig fügen müssen. Würde der Wächter irgendeine Unachtsamkeit begehen und sei es nur, weil ihm Gregoir das Ohr abkaute, würde Chronos die Chance nutzen und verschwinden. So folgte er dem Wächter also beinahe erschreckend folgsam. Sein Blick ruhte aber dennoch auf dem Fremden. Dieser sah wirklich nicht sonderlich fit aus und damit meinte er nicht unbedingt seine Kondition, er sah aus als litt er unter schrecklichen Kopfschmerzen. Chronos hatte einmal gelesen, dass die Grauen Wächter die Dunkle Brut spüren konnten und dies sich in Albträumen und Kopfschmerzen zeigte.
      Aber das konnte doch nicht sein oder?
      Vielleicht litt der Kerl auch einfach nur an Schlafmangel. Müde sah er nämlich tatsächlich aus. Konnte ihm Chronos nicht verübeln. Wer konnte in diesem matschigen Ferelden auch schon ein Auge zu machen?
      Plötzlich ertönte eine so laute Stimme, das sie nur einem Templer gehören konnte und spätestens jetzt hatte auch der Magier Kopfschmerzen. Die Templer-Armee die sich vor ihnen auf der steinigen Treppe aufbaute, war entbrannt vor Wut und noch ein wenig mehr und die Röte würde dafür sorgen, dass sie aus den Ohren pfiffen. Falls das biologisch möglich war, war der Forscher in Chronos durchaus interessiert das in Erfahrung zu bringen. Sicherlich war es ein äußerst amüsanter Anblick. Der junge Mann aus Tevinter war schließlich der Grund, dass die meisten Templer hier sicher unter massivem Bluthochdruck litten. Nun...es war ja nicht so als hätte Chronos gebeten hier zu sein.
      Die Beleidigung allerdings war etwas das der Magier nicht überhören konnte. "Hütet eure Zunge." Seine Stimme war nicht laut, sie war ruhig wie sie immer war, allerdings lag so viel Kälte darin, dass unweigerlich der Raum eine äußerst kühle Temperatur annahm. So kalt, dass die Templer begriffen, dass Chronos Magie wirkte und das ohne jegliche Bewegung oder einem Stab. Sie zückten direkt die Schwerter. "Scheusal!"
      Weiter kamen sie aber nicht, da der Wächter zwischen sie schritt. Perplex sah er zu dem anderen.
      Moment...Schutz der Wächter?
      Meinte er das ernst?
      Das wäre sein Freifahrtschein! Naja ein Weg den Chronos nicht beschreiten wollte, aber er würde damit hier herauskommen und...
      Es krachte...
      Das war nicht der Keller.
      Chronos blickte nach oben. Irgendjemand machte oben einen höllischen Lärm und hatte offenbar so ein Gewicht, dass die Decke anfing zu bröckeln.
      Das war dann wohl der Grund für die Kopfschmerzen des Wächters.
      "Ich unterbreche diesen für mich durchaus positiven Moment ungern, aber ich glaube wir haben Besuch." Chronos deutete nach oben. "Wollt ihr nicht brave Templer sein und nachsehen?"


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    • NERO
      Die Überraschung war nicht nur den Templern, sondern auch Chronos ins Gesicht geschrieben, als Nero verdeutlichte, auf wessen Seite er stand und dass er durchaus vorhatte das Konskriptionsrecht auf den Magier anzuwenden, wenn sie die beiden nicht passieren lassen würden. Er musste in diesem Moment praktisch denken, denn ein Turm voller Templer und Magier könnte womöglich in dieser Situation ihr geringstes Problem sein, so ironisch es eben auch klang. Nero war sich eben sehr sicher, dass die anwesenden Templer nur wenig gegen dunkle Brut bewirken konnten, zumal die Templer die er bisher hier gesehen hatte in der Regel nicht wirklich kampferprobt schienen... Sie unterdrückten Magier und spielten Karten... viel mehr bot der Alltag hier im Tempel auch nicht wirklich... Sie waren mehr als leichte Opfer.
      Noch bevor alle Anwesenden das Krachen oberhalb der Treppe vernahmen, gefror Neros Blut komplett und ihm dämmerte die bittere Erkenntnis, dass die dunkle Brut offenbar doch nicht mehr so weit entfernt war und Ostagar womöglich ihr geringstes Problem war, wenn sie bereits hier unweit des Herzens von Ferelden bereits auf diese Monster stießen. Sein Kopf schnellte zu dem Magier hinter sich herum.
      "Ich hoffe ihr habt noch einiges auf Lager und nicht wenig Tricks im Ärmel... der Kampf beginnt nämlich erst."
      Der graue Wächter zog sein zweites Schwert und balancierte diese in der jeweiligen Hand, während die Templer ihnen gegenüber noch immer zwiegespalten wirkten, ob sie dem Lärm weiter oben nachgehen sollten oder ein Angriff auf Nero und Chronos sinnvoller war. Ihre Strategie? Sie teilten sich auf, sodass zwei Templer sich wohl um die Rebellen kümmern sollten, während der Rest seinem Schicksal oben entgegentrat. Nero verengte die Augenbrauen, als die beiden übrigen Templer ihr Waffen ebenfalls zogen. Waren sie dumm oder taten sie nur so?
      "Ich glaube ihr versteht nicht, was ich gesagt habe... der Orden möchte den Magier rekrutieren... ihr seid also verpflichtet ihn gehen zu lassen.", versuchte Nero es erneut und erntete dafür ein unsicheres Lachen des Jüngeren von beiden. "Wir haben Anweisung erhalten, dass Chronos den Turm nicht verlassen darf, komme was wolle..."
      Okay, sie waren also wirklich so dumm. Sein Respekt für den Templerorden sank somit ein weiteres Stück, während sich Nero fragte, ob er nun wirklich Konskriptionsrecht buchstabieren und erläutern sollte oder ob das auf das gleiche Ergebnis hinauslaufen würde und sie nur Zeit verschwendeten. Verdammt... sie hatten wirklich nicht die Zeit dafür.
      "Na gut... dann halt anders..." Und damit machte sich Nero bereit die beiden aus dem Weg zu räumen.
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    • Chronos

      Chronos hielt sich durchaus für einen sehr weitsichtigen Menschen. In der Regel erkannte er ziemlich gut, wo er bei einem Menschen stand und wie gut seine Chancen standen. Seinen neuen unverhofften Verbündeten hatte er allerdings bei ihrer Begegnung im Raum der Phylakterein abgeschrieben. Es mochte ja sein, dass sein bärtiger Partner ihn offenbar interessant fand, was aber nicht bedeutete, dass der junge Wächter seine Meinung teilte. Das Chronos sich geirrt hatte und es sich bei dem Wächter um einen offenbar sehr analytischen Menschen handelte, der sehr gut abschätzen konnte, dass ein gefürchteter Magier ihm eine bessere Unterstützung war, als diese verschlafenen Templer, das war eine absolut positive Überraschung. Natürlich waren die Templer dennoch sehr wohl in der Lage aufgrund ihrer Fähigkeiten einen Magier zu unterdrücken und Chronos wollte sich nicht ausmalen welche Foltermethoden so ein Templer bei der Kirche lernte, um magiebewanderte Wesen zu quälen. Allerdings musste der Tevinteraner nur dafür sorgen, dass er eben schneller war als die Templer und das würde er durchaus hinbekommen. Der Lärm über ihnen, welcher den Boden bröckeln ließ beunruhigte den Wächter offenbar sehr. Nun, es war sicherlich kein übergewichtiger Templer der ihnen da oben gerade die Decke fast schon zum einstürzen brachte und dem bleich gewordenen Gesicht des jungen Mannes nach zu urteilen, witterte er Gefahr und diese ging nicht von einem ihrer Bewohner des Turm aus.
      Dunkle Brut....
      Etwas anderes konnte einen Wächter sicherlich nicht beunruhigen. Vielleicht sollte Chronos verängstigt sein. Er kannte die Brut nur aus Büchern und hatte nie eines dieser scheußlichen Wesen zu Gesicht bekommen. Allerdings war er es nicht. Chronos angeborener nicht vorhandener Sinn für Gefahr meldete sich mal wieder und ein anderes Gefühl machte sich in ihm breit: Neugier.
      Eine Charaktereigenschaft welche Fluch und Segen war. Die Dunkle Brut wurde den Magiern in die Schuhe geschoben und Chronos hatte sich schon immer gefragt, was an ihnen noch auf einen Magier schließen lies. Der Schwarzhaarige konnte es sich beim besten Willen nicht erklären.
      Der Kopf des Wächters schnellte zu ihm und Chronos sah ihm direkt in die Augen.
      "Ich denke ihr werdet nicht enttäuscht sein.", antwortete Chronos ruhig wie seine Stimme nun einmal immer war ohne ein Anzeichen von Furcht. Mal ehrlich der Wächter hatte ihm gerade einen Freifahrtschein für seine Magie eingeräumt und er würde aus diesem Gefängnis verschwinden. Die Dunkle Brut war zwar weniger positiv, aber es wäre gelogen wäre Chronos gerade schlecht gelaunt. Nach über einem Jahr kam er seinem Ziel endlich näher nach draußen zu gelangen.
      Die Templer schienen eher weniger erfreut zu sein. Chronos schien mehr Zentrum des Hasses zu sein, als es irgendein Monster je sein könnte. Für sie war Chronos das schlimmere Unheil und aktuell greifbar. Diese Männer waren so einfach gestrickt, dass Chronos davon Kopfschmerzen bekam.
      Der Wächter schien seinen Augen vor all der Dummheit nicht trauen zu können. Der Magier konnte es ihm nicht verübeln. Der junge Mann aus Tevinter war selbst irritiert wie oft ihn die Reaktion der Templer immer noch überraschte und dabei sollte er es gewohnt sein.
      Gerade als der Wächter sich bereit machen wollte die Templer, sei es auch mit Gewalt zur Vernnunft zu bringen, ertönte ein lautes Brüllen von oben, was alles andere als menschlich klang.
      Die Templer blickten geschockt an die Decke.
      "Sicher, dass ich noch immer euer größtes Problem bin, meine Herren? Ich glaube das Wesen hat Hunger und wird euren Hauptmann verspeisen, wenn ihr ihm nicht zur Hilfe kommt."
      "Bei den Göttern......sei verflucht Abscheulichkeit!" daraufhin machten die Templer auf Absatz kehrt und stolperten die Treppen nach oben.
      Chronos wendete sich dem Wächter zu. "Na dann, sollen wir?"


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    • NERO
      Er hatte sehr pragmatisch eine Entscheidung getroffen und in diesem Moment wirkte tatsächlich der rebellische Magier deutlich nützlicher für ihn gegen eine Horde dunkle Brut, als diese fragwürdig lahmen Templer, die vermutlich das letzte mal in ihrer Ausbildung einen richtigen Kampf geführt hatten. Natürlich war das absolut keine Garantie, dass Nero zusammen mit... Chronos hieß er, wenn er das richtig mitbekommen hatte... eine Chance aufs Überleben gegen dunkle Brut hatte, aber zumindest waren die Überlebenschancen nicht gleich Null und sie könnten diese idiotischen Templer als Kanonenfutter verwenden...
      Nero wusste genau, dass Duncan ihn für diesen Gedanken massiv tadeln würde, aber einerseits konnte hier keiner der Anwesenden Gedanken lesen und zweitens war Duncan nicht hier um ihn zu ermahnen.
      In der Zwischenzeit hatte Nero seinen zweiten Einhänder gezogen, kam aber nicht wirklich dazu die Templer anzugreifen oder sich gegen sie zu verteidigen, denn da ertönte bereits ein markerschüttender Schrei von den Etagen über ihnen und während die Männer in Rüstungen vor ihm mit blankem Horror die Treppe hinaufblickten und kurze Zeit später genau diese hinaufstürmten, um ihrem Kommandanten zu Hilfe zu eilen, atmete Nero flach aus, da er ganz genau wusste, welches Wesen einen solchen Schrei von sich gab...
      Die Situation wurde gerade tatsächlich immer heikler und da hörten sie die Kämpfe bisher nur und waren noch nicht selbst in welche verwickelt.
      "Wir sollten schleunigst den Turm verlassen. Wenn ich richtig liege, wird uns dort oben nicht wenig dunkle Brut begegnen... und ich möchte ungern wissen, wie weit sie bereits nach oben in den Turm vorgedrungen sind.", erwiderte Nero an den Magier und übernahm schließlich die Führung die Treppe hinauf, wodurch der Kampflärm von oben nur immer lauter wurde. Sie hatten beinahe das Kopfende der Treppe erreicht, da machte sich erneut dieses besonders stark aufflackernde Unbehagen in ihm breit, welches ihn instinktiv einige Schritte zur Seite treten ließen, ehe ein Pfeil an ihm vorbeischnellte und an der steinernen Wand hinter ihm zerbarst, bevor der Antivaner einige Meter entfernt einem Hurlock direkt in sein überaus hässliches Antlitz blickte. Na ganz fantastisch... Er würde definitiv nie wieder an diesen ätzenden Ort zuückkehren.
      Und damit schnellte Nero nach vorne und rammte eine seiner Klingen in die Kehle dieses Monsters und trennte mit einer geschmeidigen Bewegung den verfaulten Kopf dieser Missgeburt ab, welcher die Treppe an Chronos und Nero vorbei hinabrollte, geradewegs hinunter in das Flammenmeer, welches sich weiter auszubreiten schien.
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    • Chronos

      Der abscheuliche Lärm der von oben bis hinab in den Keller drang, ließ keine Zweifel mehr offen, dass es sich tatsächlich um das Eindringen von dunkler Brut in dem Magierzirkel handelte. Kein Mensch konnte einen solchen Laut von sich geben, nicht einmal ein Templer. Falls doch ein Mensch dazu in der Lage sein sollte, wäre das deutlich beunruhigender als ein Monster, zu dem ein solches Geräusch passte. Die Templer hatten sich glücklicherweise doch dazu entschlossen ihren Kameraden zur Seite zu stehen, oder zu fliehen, wer wusste das schon. Somit war die Treppe frei für den Wächter und für Chronos. Der Magier würde sich nicht beschweren. Er hatte zwar nicht damit gerechnet, dass seine Freiheit von dunkler Brut versperrt wurde, aber irgendetwas schien ihm wohl wirklich immer in die Quere zu kommen. Vielleicht hätte er dieser Wahrsagerin in Tevinter doch glauben sollen.
      ´Deine Welt wird in Chaos versinken. Ein attraktiver Fremder weist dir den Weg durch ein dir fremden Antlitz aus Verdammnis. Davor musst du zahlreiche Hürden überwinden. Erst zuletzt wird dir das Glück hold sein.´Dicht gefolgt von ´das macht dann 50 Sovereign´.
      Nun die Interpretation ist wohl Ansichtssache. Sie schien aufgrund des Alkoholgeruchs und des Dolchs im Stiefel nicht ganz glaubwürdig. Vielleicht lag sie aber auch gar nicht so verkehrt.
      Die Geräusche über ihnen wurden immer grausiger und ein scheußlicher Geruch stieg Chronos in die Nase. Er zog direkt seinen Mantel ein wenig höher in sein Gesicht.
      Der Stoff fing den Geruch allerdings nicht ab...
      Er sollte vielleicht einen Zauber gegen schlechte Gerüchte lernen. Gab es so etwas? Der Wächter wandte das Wort wieder an ihn.
      Nun Chronos würde ihm nicht widersprechen. Warum auch? Die dunkle Brut war das Fachgebiet der Wächter und nicht seines. Solange er hier irgendwie herauskam und das ohne einen Hurlock am Umhang war er dankbar genug.
      "Gewiss. Allerdings würde ich gerne euren Namen erfahren, wenn wir schon dem Schrecken, welcher mit Verlaub furchtbar stinkt, entgegentreten. Man nennt mich Chronos. Chronos Zinovia, Magier aus Tevinter." Ein wenig Würde durften sie sich in Anbetracht der Situation hoffentlich noch bewahren. Zudem hatte der Magier wenig Lust einem namenlosen Fremden hinterherzulaufen. Soviel Interesse zeigte er dann doch an seinem neuen Gefährten. Würde ihm der Wächter seinen Namen nicht nennen wollen, musste er sich damit abfinden, aber fragen erschien Chronos dennoch angebracht.
      Sie liefen gemeinsam die Treppe hinauf, ehe ein Pfeil an ihnen vorbei sauste und direkt an der steinernen Wand in alle Einzelteile zerfiel. Vor ihnen offenbar ein Hurlock, welche Chronos aus Büchern kannte.
      Die Realität ließ ihn aber eindeutig erkennen, dass die Bücher stark untertrieben. Das Vieh war dermaßen hässlich, dass ihm regelrecht schlecht wurde.
      Es wurde nicht besser als dessen Kopf an ihm vorbeirollte. Mit stoischen Gesichtsausdruck verfolgte Chronos mit den Augen wie dieser immer weiter hinunterkullerte und in den Flammen endete.
      Das war definitiv heute nicht auf seiner Agenda gestanden.
      Chronos lief die restlichen Treppen hinauf, darauf bedacht nicht auf die Blutspur zu treten und war neben dem Wächter herangetreten.
      Der Magier sah sich um und überblickte keinen Kampf vor sich, welchen die Templer gegen die Dunkle Brut führte. Es war ein Massaker.
      Die Magier schienen sich am Kampf zu beteiligen, aber die meisten hatten keinerlei Chance.
      "Folgt mir! Ich habe eine sichere Barriere errichtet. Wir können den Kampf nicht gewinnen, aber wir werden auf Hilfe warten." Das war die Stimme von Irving aus der Ferne, welcher wohl seine Magier beschützte. Offenbar sich durchaus bewusst, dass die Templer keine Hilfe waren. Einige hatten sich bereit ebenfalls in sichere magische Barrieren geflüchtet.
      Die Mutigen waren inzwischen zu Blutlachen verkommen.
      Ein Hurlock rannte auf ihn und den Wächter zu. Chronos streckte die Hand in dessen Richtung aus, während seine Tätowierungen auf dem Arm leuchteten und der Hurlock blieb stehen, zuckte und zerbarst in alle Einzelteile.
      Gut zu wissen, das Blut der dunklen Brut war also nicht tot. Damit konnte er arbeiten und ihnen hier eventuell heraushelfen.
      Feuer war natürlich auch sehr effektiv, aber gegen einen riesigen Oger würde eine ganze Feuersäule benötigt werden und das kostete Zeit.
      Zeit, welche sie nicht hatten.


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    • NERO
      Es war unverkennbar, dass weiter oben im Turm gerade ein Blutbad veranstaltet wurde und Nero bezweifelte durchaus ein wenig dass besonders viel Blut der dunklen Brut vergossen wurde. Viele der Magier die er weiter oben gesehen hatte, waren teilweise noch recht jung und ganz sicher nicht stark genug um gegen diese Monster anzukommen... und er vermutete, dass der einzige Ausgang aus dem Zirkel der Magi eben jenes Tor war, durch das die dunkle Brut vermutlich in den Turm eingebrochen war. Kurz gesagt, die Magier waren hier gefangen und würden vermutlich nicht den Zirkel verlassen können, ohne diese Geschöpfe vollständig besiegen zu müssen... und die Wahrscheinlichkeit war verdammt gering. Der graue Wächter in Nero hatte tatsächlich den Hauch eines schlechten Gewissens die Magier sich hier ihrem Schicksal komplett alleine zu überlassen, aber auf der anderen Seite sah er auch absolut keine realistische Chance diesen Ansturm als einziger anwesender grauer Wächter zu bewältigen. Und die Krähe in ihm war sich mehr als sicher, dass er sich selbst retten sollte und den Rest der Anwesenden ihrem Schicksal überlassen sollte. Er könnte Chronos mitnehmen und mit ihm nach Ostagar reisen, um die Wächter dort über den Ansturm zu informieren und den Magier zu rekrutieren. Dann wäre er soweit aus der Sache heraus und die Kommendanten konnten sich um das Chaos hier kümmern... oder vielleicht hatte ja Alistair Lust den Helden zu spielen. So oder so war ihm alles andere lieber, als sich hier einem aussichtslosen Kampf hinzugeben.
      "Nero... della Fonte.", antwortete der Antivaner lediglich knapp auf die Frage seiner neuen Begleitung ohne seine Herkunft hinzuzufügen, wenngleich Chronos sich womöglich anhand von Neros Nachnamen herleiten könnte, woher dieser stammte. Aus seiner Sicht war das aber genug an Vorstellung und widmete sich eher dem Treppenaufstieg, auf welchem er recht schnell einem Hurlock begegnete und diesen wenige Sekunden später bereits geköpft hatte. Mittlerweile näherten sie sich dem Kampf immer mehr und der Lärm wurde nicht nur lauter, sondern der Gestank nach Tod nach auch zu... ein Geruch, den die dunkle Brut stets mit sich zog.
      Einige weitere Genlocks und Hurlocks griffen sie an und während Nero mithilfe seiner Klingen sich dem ein oder anderen Gegner entledigte schien sein neuer Gefährte sich mithilfe seiner Magie zu verteidigen. Aus dem Augenwinkel beobachtete der Antivaner die aufleuchtenden Tattoos des anderen, ehe ein Hurlock vor ihm förmlich in tausend Teile zerrissen wurde und Nero konnte sich nicht erinnern, wann er jemals einen Magier gesehen hatte, der Magie ohne einen Stab oder ähnliches wirkte... und diese Magie schien alles andere als schwach zu sein.
      Ein weiterer lauter, dröhnender Schrei durchzog die Mauern und lenkte Neros Aufmerksamkeit wieder komplett auf das was vor ihnen lag. Mittlerweile hatten sie das Kopfende der Treppe erreicht und befanden sich unweit der Eingangshalle, aus welcher die meisten Schreie zu hören waren und das Beben des Bodens auf etwas sehr großes und sehr gefährliches deutete... Nero war sich verdammt sicher, dass sie nicht da herumkamen einen Oger hier zu bekämpfen... Wäre er doch wirklich einfach in Ostagar geblieben.
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    • Chronos

      Nero della Fonte. Ein melodischer Name. Chronos hatte die Namen aus Antiva, immer als sehr schön empfunden. Er erinnerte sich an ein paar Magister aus Antiva, welche in ihrem Hause einmal zu Gast gewesen waren und auch an ein paar Antivaner, welche sich in Tevinter haben niedergelassen. In Anbetracht dessen, dass sich sowohl die Tevinteraner als auch die Antivaner sehr starken Heimatstolz als Charaktereigenschaft ihr Eigenen nennen durften, war das doch überraschend gewesen. Allerdings gab es immer wieder ein paar Entdeckerseelen. So verschlug es auch Chronos immer wieder in gruselige Grüfte oder Höhlen, was aber auch einfach nur seiner fanatischen Neugier geschuldet war. Auf seinen Ausflug hier her hätte er aber gerne verzichtet. Sicherlich verfluchte auch der graue Wächter gerade jemals sein sonniges Heimatland verlassen zu haben. Plötzlich sehnte auch Chronos sich nach ein wenig aristokratischer Langeweile. Aber tatsächlich nur ein wenig. Der Schwarzhaarige wusste genau, dass er es ohnehin nicht lange aushalten würde. Natürlich war ein Kampf gegen die Dunkle Brut nicht unbedingt das gewesen, was er sich unter einer Freizeitbeschäftigung vorstellte. Er war ja kein Wächter und auch absolut nicht heroisch genug um einer zu sein. Der Gedanke sich für irgendwelche Fremden aufzuopfern, war nicht gerade in der Charakterbeschreibung von Chronos verankert. Das Wissen der Wächter wiederum, dass würde er gerne ergründen.
      Chronos Konzentration.
      Er wollte nicht unbedingt als Mahlzeit einer dieser Monstren enden. Wobei aß die Dunkle Brut Menschen? Darüber stand nichts in den Büchern des Zirkels, die er in der verbotenen Abteilung entdeckt hatte. Während um sie herum wahrlich ein einziges Massaker wütete, blieb Chronos erschreckend ruhig und beobachtete das Geschehen fast teilnahmslos.
      Es würde nichts bringen in Panik zu versinken oder wild irgendwelche hirnlosen Angriffe zu starten. Damit half er weder sich, dem Wächter - oh Nero hieß er, richtig - noch sonst irgendjemanden. Während Nero sich also um die Monster mutig mit seinem Schwert kümmerte, was Chronos ehrlich gesagt beeindruckt fand, da er sich diesen Wesen niemals so näher könnte, hatte Chronos beschlossen herauszufinden, wie es um das Blut dieser Kreaturen bestellt war.
      Das sich der Wächter nicht zum Einsatz von Blutmagie äußerte, ließ entweder darauf schließen das der Wächter es nicht erkannt hatte oder aber er einfach pragmatisch genug war um zu erkennen, dass ihm Chronos half.
      Weniger pragmatisch war der Templer der ihn entdeckt hatte und mit dem Finger auf ihn zeigte.
      "Blutmagier! Ein Maleficar, ich wusste es!"
      Danach landete er mit dem Gesicht voraus auf einer Steinplatte, während ein Hurlock auf ihn trampelte und offenbar einen Siegestanz aufführte.
      Nun....Chronos Mitleid hielt sich stark in Grenzen.
      "Chronos! Wächter! Kommt zu uns!" Das war die Stimme von Irving, welcher einen Schutzwall aus hellblauer leuchtender Magie geformt hatte, während hinter ihm die Schüler vor Angst kauerten.
      Er versuchte sie mit allem was er hatte vor der Brut zu beschützen. Irving wäre stark genug es hier herauszuschaffen, aber er konnte seine Schüler und Novizen nicht alleine lassen, die sich nicht verteidigen konnten.
      Dieses Verhalten ehrte ihn.
      ...
      Bei den Göttern, Chronos hasste sich dafür jetzt schon. Wollten besagte Leute ihn nicht vor kurzem noch Läutern lassen? Eigentlich verdankte er gerade eher der Dunklen Brut, dass er kein Besänftigter geworden war und doch konnte er Irving hier nicht einfach zurücklassen.
      Die Tätowierungen auf Chronos Armen leuchteten, reines Lyrium das sich regelrecht in sein Fleisch brannte. Chronos hob die Arme und die Brut welche noch versuchte den Schutzwall zu zerbrechen und darauf mit blanken Fäusten oder provisorischen Waffen einschlug erstarrten zu Eissäulen. Der Raum füllte sich in eisige Kälte.
      Plötzlich aber bebte der Boden. Chronos konnte neben sich einige lose Steine auf dem Boden wackeln sehen.
      In einem großen Loch in den harten Steinwänden ragte ein riesiges Ungetürm auf, welches er nicht einfach mal eben einfrieren konnte.
      Seine Augen weiteten sich.
      Wenn er hier lebend herauskommen sollte, würde er sich nie wieder über das Essen seiner Mutter beschweren, wenn sie glaubte sie könne besser kochen als ihr Dienstpersonal. Das passierte immer dann, wenn sie etwas zu viel Wein hatte.
      Er vermisste plötzlich das absolut nach nichts schmeckende Brot am Morgen, nach einer Nacht des betrunkenen Backens seiner Mutter.


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    • NERO
      Warum genau ein Templer es als wichtiger empfand Chronos zu beleidigen und anzuschreien, statt sich gegen die dunkle Brut zu wehren war Nero ein absolutes Rätsel, allerdings schien es besagter Templer ohnehin im direkten Anschluss zu bereuen, als sich ein Hurlock wohl das gleiche dachte und ihn kurzerhand umwarf und erledigte. Die Namen, die der Mann den Magier genannt hatten sagten dem grauen Wächter zwar grob etwas, aber ganz ehrlich... in der aktuellen Situation konnte es ihn nicht weniger interessieren, ob der Mann Blutmagier wirkte, sich in einen Inkubus verwandeln konnte oder Andraste höchstpersönlich war. Priorität war gerade überleben und dunkle Brut bekämpfen und jeder, der diese Priorität aktuell nicht hatte, musste sich auch nicht lange um andere Sorgen kümmern.
      Ein Beben und Schreie hallten durch den Turm und während die geschockten Gesichter der umliegenden Templer darauf deuteten, dass sie sich nicht komplett sicher waren, was sie erwarten würde... wusste Nero ganz genau, welches Geschöpf ihnen das Leben noch deutlich schwerer machen würde.
      Seine Aufmerksamkeit wurde hinüber zu dem ersten Verzauberer Irving gezogen, welcher eine Art Schutzzauber gewirkt hatte und damit wohl sich und einige verängstigte Schüler abschirmte, während er versuchte Nero und Chronos zu sich herüberzurufen... wenngleich Neros Interesse sich hinter einer riesigen Zielscheibe zu verstecken doch eher gering war. Und Auch Chronos linste zwar zu dem ersten Verzauberer hinüber, machte aber wenig Anstalten sich zu ihm und dessen Schutzbarriere zu gesellen und stattdessen schien sich der Magier erneut auf seine ganz eigene Magie zu konzentrieren, wodurch die Tattoos an seinen Armen ein weiteres Mal aufleuchteten und Sekunden später Eissäulen aus dem Nichts zu erscheinen schienen und förmlich die dunkle Brut aufspießten... Nun... einen Hurlock und einen Genlock konnte man damit tatsächlich recht schnell beseitigen... allerdings war nicht jedes Geschöpf der dunklen Brut so leicht zu erledigen.
      Neros Blut wallte auf und er wusste noch bevor die riesige Axt die Mauern vor ihnen zerträummerten und ein gehörntes, riesiges Monster durch die eben entstandene Öffnung trat... was sie da erwartete. Das Monster schrie, scharfe Zähne gebleckt, während es die Hand mit der Axt erneut anhob und mit dieser fast schon rasend herumwirbelte und dabei zahlreiche Templer und Magier erwischte und diese zugleich meterweit nach hinten schleuderte.
      "Ich hasse Oger...", seufzte Nero viel mehr zu sich selbst, während er seine Klingen fester umfasste und sich schließlich zügig in Bewegung setzte, geradewegs aus der Schußbahn dieses wirbelnden Monsters. Das würde ein harter Kampf werden.
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    • Chronos

      Chronos hatte noch nie in seinem Leben Dunkle Brut zu Gesicht bekommen - nicht das er dies je gewollt hätte, über den Umstand sie nie gesehen zu haben, war er ziemlich glücklich - aber er hatte viel über sie gelesen. Er kannte sie von den Bildern und Aufzeichnungen und wusste ungefähr, welche Unterarten es gab, zumindest in der Theorie. Oft wurde erwähnt wie abscheulich diese Wesen waren und die gezeichneten Bilder waren tatsächlich maßlos untertrieben, wenn man diese Kreaturen in echt erblickte. Er konnte jetzt nachvollziehen, weshalb Wächter Albträume hatten und viele Leute den Anblick der Brut nicht ertragen konnten und später noch Traumata erlagen. Sie waren fürchterlich und auch Chronos Magengegend fühlte sich nicht ganz wohl. In diesem Moment war es ganz gut, dass Chronos den Angst-Überlebens-Mechanismus offenbar nicht besaß, denn vor so einem Wesen zu erstarren, bedeutete den sicheren Tod und irrationale Gedanken waren fatal. Der Anblick des Ogers ließ ihn zwar aufschrecken, aber er war bei Verstand und das musste er auch, um der riesigen Axt auszuweichen, mit der dieses Vieh um sich schlug. Viele Magier und Templer hatten weniger Glück.
      "Templer! Formation!" Diese Stimme gehörte Gregoir, welcher sich offenbar durchgekämpft hatte und nun auch am Ort des Geschehens eingetroffen war. Mit ihrem Kommandanten an der Seite, reagierten die anderen Templer wenigstens nicht mehr wie aufgescheuchte Hühner.
      Sie nahmen Position ein, bewahrten Haltung und gaben ihr Bestes das Wesen einzukreisen. Der Oger schien nicht sehr beeindruckt zu sein und schrie so laut, dass allein von seiner Stimme förmlich die Wände zu wackeln schien.
      Der Magier wusste, dass er sich diesem Vieh nicht nähern durfte. Zum einen war er kein Kampfmagier für den Nahkampf und zum anderen konnte er sich aus der Nähe nicht so gut verteidigen wie aus der Entfernung.
      Sein Blick wanderte zu Nero, welcher zwar alles andere als begeistert war, aber gefasst dem Feind entgegenblickte.
      Die Wächter waren wirklich ein beeindruckender Orden. Wenn alle ansatzweise waren wie Nero und der Bärtige dann sollte man den Wächtern deutlich mehr Anerkennung zukommen lassen, als sie nur zu bewundern.
      "Ich werde euch im Nahkampf keine Hilfe sein, aber...." sein Blick wanderte zu dem zerstückelten Hurlock von vorhin, ehe er wieder zu Nero blickte. "Schafft ihr es ihm Fleischwunden zuzufügen, sodass er Blut verliert?"
      Die Templer hatten Ohren, besser wie jeder Elf. Mal ehrlich wie konnten sie im Geschrei diese Unterhaltung mitbekommen und während dieser Situation noch genug Zeit finden, sich über irgendwelche unheilige Dinge zu beschweren?
      "Ihr werdet keine Blutmagie wirken, elende Abscheulichkeit"
      Chronos blickte unbeeindruckt zu Gregoir.
      "Dann tut euch keinen Zwang an und werdet Futter für den Oger. Ich werde euch nicht aufhalten." Chronos deutete zu dem Oger. "Ihr schmeckt sicherlich vorzüglich Kommandant Gregoir."
      "Verdammte Missgeburt!"
      Chronos blickte zu Nero und zuckte mit den Schultern. "Ich bin nicht Schuld, wenn sie gefressen werden."


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    • NERO
      Ein Oger... ganz große Klasse... Nero hatte bisher nur zwei Mal gegen einen gekämpft, seit er sich den grauen Wächtern angeschlossen hatte und jedes Mal waren noch andere erfahrene Wächter dabei gewesen. Der Kampf war nie einfach gewesen, aber die anderen Wächter wussten wie man Oger erledigte und hatten selbst bereits unzählige erledigt, wodurch die Szenarien nicht ganz so aussichtslos ausfielen. Hier wiederum schien Nero der einzige der Anwesenden zu sein, der einen Oger bisher überhaupt gesehen, geschweige denn bekämpft und überlebt hatte. Die anderen Templer und Magier musterten stattdessen das Geschöpf nur komplett voller Furcht und schienen nicht einmal ansatzweise zu wissen, was sie zu erwarten hatte... was wohl auch der Grund für die ersten Opfer waren, als der Oger plötzlich komplett in Raserei verfiel und zahlreiche der Anwesenden mit seinen wilden und unkontrollierten Hieben und Schlägen durch die Gegend schleuderte. Nero sah einen Templer geradewegs in die steinernen Gemäuer fliegen, wobei der Aufprall von einem lauten Knacken und Krachen untermalt wurde und der Mann schließlich regungslos zusammensackte, sobald er den Boden erreichte. Das würde mit Sicherheit nicht das letzte Opfer bleiben.
      Nero hatte seinen Griff um seine Klingen gefestigt und war dem Geschöpf zügig ausgewichen, während dieser weiterhin in blinder Wut um sich schlug und den ein oder anderen unvorsichtigen Templer oder Magier mit sich riss. Als der Wächter dann für einen Moment in sicherer Entfernung kurz inne hielt, vernahm er unweit von sich Chronos' Stimme, welcher wohl direkt an ihn gewandt sprach und Neros Aufmerksamkeit damit auf sich zog. Fleischwunden, huh? Das würde wahrscheinlich nicht einfach werden... könnte aber durchaus machbar sein, wenn Nero es eben richtig anstellte. Er versuchte sich daran zu erinnern, was die potentiellen Schwachstellen eines Ogers waren, wurde aber durch einen weiteren Hieb abgelenkt, der dann doch gefährlich nahe bei Nero landete und ihn wieder in Bewegung setzte.
      "Ich versuch's.", war lediglich seine Antwort an den Magier gerichtet, der wohl bereits wieder von Kommandant Gregoir unterbrochen wurde, welcher wohl noch immer es als wichtiger empfand mit einem Magier zu streiten, als dunkle Brut zu erledigen. Da wären wir erneut bei schlechten Prioritäten.
      Nun gut... der Oger konnte nicht ewig so herumwüten, sondern würde auch irgendwann anhalten müssen, um Kraft zu tanken. Das könnte ein guter Moment für einen Angriff sein.
      Nero beobachtete ihn also ein wenig und tatsächlich wurde er schließlich langsamer, ehe er fast schon benommen innehielt, vermutlich um Luft zu holen und erneut einen Sinn für Orientierung zu entwickeln. Bingo... das war Neros Zeichen. Damit sprintete der Wächter mit gezückten Klingen auf den Oger zu und begann förmlich von verschiedensten Seiten auf ihn einzuschlagen, nur um sich sofort wieder wegzuducken, sollte er einen Gegenangriff befürchten müssen. Die ersten Angriffe schienen gar keine Wirkung zu zeigen und seine Klingen prallten förmlich von der dicken, ledernen Haut ab, ohne auch nur einen Kratzer zu hinterlassen. Nero fluchte gedanklich, versuchte aber erneut eine Reihe von Angriffen, während der Oger sich langsam wieder zu besinnen schien und sein Blick sich langsam klärte. Gerade als der graue Wächter erwog erstmal wieder auf der Schußbahn zu flüchten, traf eine seiner Klingen das Wesen am Nacken und während der Oger nun definitiv wieder komplett bei Sinnen war, hatte der Stahl tatsächlich sogar die Barriere der Haut durchbrochen und eine Wunde... wenn auch nur eine kleine... hinterlassen. Das war die positive Nachricht... die negative Nachricht wiederum war, dass der wuterfüllte Oger sich nun komplett auf Nero konzentrierte und seine riesige Hand ausstreckte, um nach dem Wächter zu greifen.
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    • Chronos

      Chronos als Blutmagier oder wie es die Fereldener schimpften ´Maleficar´war eine absolute Übertreibung. Chronos war schlicht und ergreifend ein Magier und er hatte eine fast fanatische Obsession zur Magie selbst. Es ging ihm nicht darum Blutmagie zu wirken, sondern darum sie zu erlernen, da er sich so viele Formen der Magie aneignen möchte, wie es ihm möglich ist. Der Schwarzhaarige liebt die Magie, das Gefühl dahinter, das Knistern in den Fingerspitzen und das Zucken des Geistes, wenn er zauberte. Er wusste das seine Wissbegierde für viele unverständlich war und selbst in seiner Heimat Tevinter wurde darüber geschmunzelt. Während er außerhalb seines Zuhauses als Abscheulichkeit betrachtet wurde, war er in seiner Heimat jemand der trotz seines Status gerne lernte und auch wenn die Aristokratie faul war, es doch Gleichgesinnte gab. Chronos vertrat die Meinung nach wie vor, dass es so etwas wie ´böse´ Magie nicht gibt, sondern es ganz allein auf den Anwender ankommt und wie er die Magie einsetzte. Ein Schwert ist zum Töten da, während Magie Heilen konnte, warum also wurde das Schwert nicht verboten, die Magie aber schon?
      Blutmagie war etwas das Chronos von einem anderen Magier in Tevinter erlernt hatte, aber selten einsetzte. Ihm war durchaus bewusst wie gefährlich diese Kunst war, da sie konstant einen Riss ins Nichts entstehen ließ und dies Dämonen anlockte. Man musste sie mit Bedacht und vor allem erheblich viel Konzentration und Willensstärke einsetzen. Ein schwacher Geist erlag und wurde besessen.
      Das hier allerdings war ein Notfall und ihn nun als Abscheulichkeit zu bezeichnet, weil er versuchte zu überleben und möglichst auch anderen das Überleben zu sichern, ließ Chronos erneut zweifeln, ob es überhaupt wert war, diesen Turm, der sein Gefängnis für ein Jahr gewesen war zu retten.
      Ein Zirkel weniger würde dem Land nicht schaden ...
      Allerdings besaß der Magier trotz allem ein Gewissen und das verfluchte er ungemein.
      Er bat also den Wächter darum ihm eine Chance und Möglichkeit zu geben ihm in diesem Kampf zu unterstützen.
      Nero war sich sehr wohl bewusst, worum ihn Chronos bat und doch gab er ihm keine verächtliche Antwort, schimpfte ihn nicht als Blutmagier, sondern würde es versuchen.
      Der Magier nickte ihm anerkennend zu und hoffte auf das Beste. Heroisch und mutig wie es wohl nur ein Grauer Wächter sein konnte, stellte sich Nero dem Ungetüm. Die Art wie er sich bewegte und trotz der Rüstung der Wächter so flexibel war, war ungemein beeindruckend. Die Templer, bis auf ein paar wenige Ausnahmen, wirkten in ihrer Bewegung im Vergleich zu Nero wie ungelenke Bauklötze und man musste sich fast fremdschämen.
      Nero war ein Kämpfer, ein echter Kämpfer. Niemand der Geschichten zum Angeben präsentieren musste, damit der Ego gestreichelt wurde.
      Auch einige Templer starrten den Wächter ehrfürchtig an. Idioten! Sie sollten ihm lieber helfen!
      Auch wenn Chronos Gregair mit jeder Faser seines Daseins verabscheute, war dieser wenigstens kompetent genug, dass er dem Wächter versuchte zu helfen.
      Er erhob das Schwert "Helft dem Wächter!"
      Nero wiederum hatte es offenbar geschafft den Oger zu verletzen, weshalb dieser die Templer nicht wirklich ernst nahm und sich nur auf den Wächter konzentrierte.
      Er streckte die Arme nach Nero aus...
      Verdammt, Chronos musste sich beeilen. Der Oger war minimal verletzt, wenn er wenigstens nur ein bisschen blutete, dann...
      Chronos schnappte sich aus seinem schwarzen Mantel einen kleinen Dolch. Dieser diente nicht zum Kampf, mal ehrlich Chronos war absolut untalentiert mit Waffen, aber zur Selbstverteidigung, wenn ihm Magie nicht mehr weiterhalf. Bislang hatten die verfluchten Templer jeden Dolch gefunden, zum Glück hatte er vor seinem Ausbruch daran gedacht, noch einmal einen Dolch einzustecken.
      Er schnitt sich in die Handfläche und konzentrierte sich auf die Wunde des riesigen Ogers. Ein roter Strahl schoss an die Wunde und suchte nach Blut, mit dem er sich verbinden konnte.
      Komm schon....
      Gefunden!
      Der Oger hielt in seiner Bewegung plötzlich inne, kurz bevor er Nero greifen konnte.
      Die Kunst der Blutmagie auf diesem Niveau, der Blutkontrolle aufrecht zu erhalten, war ungemein anstrengend und der Schleier hier war ohnehin so schrecklich dünn, dass er es nicht lange ausreizen durfte. Zu dem Brut-Problem noch ein Dämonen-Problem, konnten sie wirklich nicht gebrauchen.
      Der kontrollierte Oger schnappte sich seine Axt, auch wenn er sich versuchte zu wehren hatte er gegen die Blutkontrolle keine Chance und Chronos verleitete ihn dazu, sich der mit der Axt selbst zu verletzten.
      Die eigene Waffe in ihrer Wucht und Stärke sorgte dafür, dass nun tatsächlich eine gewaltige Wunde im Bauchraum entstand und der Oger zu Boden ging.
      Chronos löste die Kontrolle und sank schwer atmend auf den Boden. Ein so riesiges Wesen zu kontrollieren, riss förmlich an seiner Kraft.
      "Greift ihn an! Er kann sich im Moment nicht bewegen!" rief Chronos den anderen zu, nun ja eher Nero. Da er ihm als einziger als vernünftig erschien.


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    • NERO
      Nero sah seine Chance in dem Moment, in dem der Oger seine Raserei stoppte und taumelnd zum Halten kam, um so langsam wieder Herr seiner Sinne zu werden. Und diese Chance nutzte der Antivaner nach bestem Gewissen. Präzise holte er mit seinen Klingen aus und versuchte an verschiedensten Stellen des Körpers des Ogers Wunden zu hinterlassen und prallte jeweils nur ab. Nach einigen Momenten der Starre und einem verbalen Arschtritt von Hauptmann Gregoir an die Templer gerichtet, schlossen sich nun auch diese dem grauen Wächter an und gaben ihr vermutlich bestes, um dem Oger ebenfalls irgendeine Art von Verletzung zuzufügen, wobei sie dabei ähnlich scheiterten, wie Nero, während dieses Geschöpf der dunklen Brut nun langsam wieder zu sich zu kommen schien und seinen Blick zu fokussieren versuchte. Genau in diesem Moment erwischte Nero die Halsgegend mit seiner Klinge und prallte das allererste mal nicht von der Haut ab, sondern schnitt tatsächlich ein kleines bisschen hinein. Es war nicht viel.... es blutete ja kaum, aber es reichte womöglich für Chronos Magie aus, wenn sie Glück hatten... schließlich war diese Wunde genug, um den Oger komplett wieder zu seinen Sinnen kommen zu lassen und sich nun vollends auf Nero zu stürzen. Der graue Wächter wusste, dass er nicht ausreichend Zeit haben würde, um dem Oger auszuweichen... seine Hand schnellte zu schnell vor und während sich Nero bereit machte dagegen anzukämpfen, hielt das Geschöpf plötzlich in seiner Bewegung inne... sichtlich angestrengt, um gegen einen äußeren Einfluss anzukämpfen. Überrascht folgte Neros Blick dem Hauch einer roten Spur, die sich von der eben zugefügten Wunde hinüber zu Chronos zog, welcher sich wohl selbst verletzt hatte, um seine Magie stärker wirken zu können. Zuerst war sich der Wächter unsicher, ob der Magier den Oger nur versuchte festzuhalten, um ihn für weitere Angriffe der Templer und des Wächters wehrlos zu machen, doch stattdessen richtete der Oger plötzlich die Axt gegen sich und rammte diese mit voller Kraft in seinen Bauch, aus welchem beinahe explosiv sich Blut ergoss und das Wesen wenig später kraftlos und leblos zu Boden ging. Beinahe alle der umliegenden Kämpfer hatten eine nicht geringe Menge des Blutes abbekommen und starrten sich gegenseitig in purem Schock an, während Nero selbst eine seiner Klingen wieder weggesteckte, die andere allerdings noch gezückt hielt, da hier schließlich immernoch nicht wenig Genlocks und Hurlocks Unfug im Turm trieben.
      Nero trat näher an den Oger und durchsuchte ihn zügig, um sich erschließen zu können, woher er und die anderen der dunklen Brut gekommen waren. Die tiefen Wege waren immernoch nicht komplett ausgeschlossen, allerdings erkannte der Wächter einige Spuren von Gräsern und Sträuchern aus der Korcari Wildnis... was ein unfassbar schlechtes Zeichen war... diese dunkle Brut kam aus der Richtung von Ostagar... war hatten die Wächter sie also nicht aufgehalten und wie konnten sie so weit in das Zentrum von Ferelden durchbrechen?
      Nero erinnerte sich wieder an die Nachricht für Duncan in der letzten Nacht und an die Dringlichkeit seines Aufbruchs. Ein ungutes Gefühl machte sich in Nero breit und jegliches Blut wich ihm aus dem Gesicht. Das war gar kein gutes Zeichen... er mochte nicht genauer darüber nachdenken, was das bedeuten sollte... aber seine Vorahnung war alles andere als gut.
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    • Chronos

      Blutmagie war eine äußerst kräftezerrende Form der Magie, welche ein unglaubliches Maß an Konzentration und vor allem Kontrolle verlangte. Es war einfach der Versuchung zu erliegen und es war leider auch erschreckend einfach den Schleier einreißen zu lassen, weshalb Chronos ganz gleich wie sehr ihn diese Form von Magie auch reizte sehr sparsam mit ihr umging. Gerade aber war es die einzige Chance dem Grauen Wächter zu helfen. Dieser hatte es nämlich geschafft dieses riesige Ungetüm irgendwie zu verletzen, wodurch der Magier eine Chance hatte und den Oger lenken konnte. Glücklicherweise schien der Oger keine sonderlich mentale Stärke zu besitzen, was die Kontrolle einfacher machte. Bei Wesen mit großer geistiger Stärke war dies alles andere als einfach, aber jetzt reichte es vollkommen aus und der Oger richtete seine große massive Axt gegen sich selbst. Es war ein blutiger und barbarischer Angriff, das gab Chronos zu. Es war alles andere als etwas das der Kämpferehre entsprach oder der Form eines fairen Kampfes. Der Kampf war nicht fair, aber der Tevinteraner hatte vor zu überleben und da der Wächter ihn nicht tadelte, schien es ihm ähnlich zu gehen. Überleben erschien dem Magier schon immer deutlich wichtiger als ein sinnloser Moralkompass. Was brachte einem Moral, wenn man unter der Erde lag? Herzlich wenig. Wenn man Dinge verändern wollte, ging das nur lebendig. Chronos ging dafür nicht über Leichen....nun dunkle Brut mal abgesehen, aber er scheute sich auch nicht davor. Chronos versuchte wieder zu Atem zu kommen und verschloss mit seiner Magie seine eigenen Wunden, welche ihm bei seiner Magie geholfen hatten. Chronos war kein Heilmagier, aber da er förmlich besessen von jeglicher Magie war, konnte er sich auch hier helfen. Ein Heiler hätte die Verarztung allerdings sichtlich schneller hinbekommen. Heilmagie war leider kein Zweig der Chronos sonderlich lag, was ihn persönlich ungemein ärgerte. War sie doch eine der wichtigsten Formen der Magie. Der Schwarzhaarige hatte Nero angewiesen dem Oger den Rest zu geben, da er sich nicht sicher war, ob der Angriff mit der Axt gereicht hatte, aber offenbar schien es ausgereicht zu haben. Der Wächter kontrollierte das abartige Wesen und erklärte es offensichtlich für hinüber.
      Chronos würde lügen, wäre er nicht ungemein stolz.
      Die Templer, überseht von Ogerblut, sahen das allerdings ganz anders. Sie fixierten ihn mit einem Blick welcher mehr Abscheu innehatte, als sämtliche Dunkle Brut. Chronos entschied das es vernünftiger war an der Seite des Wächters zu bleiben, weshalb er sich diesem doch etwas mehr näherte.


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    • Nero
      Während die Templer Chronos weiterhin angewiderte Blicke zuwarfen und der Magier selbst sich ungewöhnlich nah bei Nero und dem Oger Leichnam aufhielt (vermutlich wegen Nero und nicht dem Oger), schenkte der Wächter seiner Umgebung nun doch weniger Beachtung und untersuchte stattdessen eingehender die tote dunkle Brut die blutend vor ihm lag und sich ganz offensichtlich seinen Weg durch die Korcari Wildnis geschlagen hatte. Langsam wich die Farbe aus Neros Gesicht und er eilte zu einem erlegten Hurlock, anschließend zu einem Genlock und einem weiteren geköpften Hurlock, die allesamt offensichtlich nicht aus den tiefen Wegen stammten, sondern bereits Tage auf der Oberfläche zugebracht hatten und sich wohl ebenfalls durch den Süden Fereldens geschlagen hatten. Nero wurde langsam schlecht und er blickte zu Chronos auf, wusste seine Sorgen aber nicht wirklich in Worte zu fassen... geschweige glaubte er dass irgendeiner der Anwesenden auch nur ansatzweise Begriff was sie hier vor sich hatten und was das für sie alle bedeutete. Ein Oger war eine Sache... ja, Oger waren ein Anzeichen für eine Verderbnis und tauchten außerhalb so gut wie nie auf... aber das war keine neue Information. Schließlich waren sie in Ostagar genau deshalb... um die aktuelle Verderbnis zu stoppen, bevor sie überhaupt eskalieren konnte. Dass nun allerdings bereits dunkle Brut bis zum Zentrum von Ferelden vorgedrungen war, hieß dass die grauen Wächter und König Cailan entweder überrannt wurden oder in der Korcari Wildnis dunkle Brut durchgebrochen war, ohne dass man es in Ostagar bemerkt hatte. So oder so... musste Nero nach Ostagar um sicherzugehen...
      Nero erhob sich und trat einige Schritte auf den ersten Verzauberer Irving zu, welcher noch immer seinen Schutzzauber aufrecht erhielt, hinter welchem sich zahlreiche verängstigte Schüler versteckten. Sie waren bei weitem nicht so weit, um gegen dunkle Brut zu kämpfen und Nero hatte eine leise Vermutung, dass sie nie bereit dafür wären...
      "Ich muss zu den Wächtern zurückkehren. Ihr solltet euch allerdings überlegen, ob ihr den Turm nicht verlassen und vorerst weiter gen Norden ziehen wollt." Nero hielt inne und betrachtete die Schäden an den Mauern, die durch den Oger verursacht wurden, sowie die zahlreichen toten Templer, Magier und dunkle Brut, welche hier um sie herum verstreut lagen. Und dann war schließlich immernoch der Keller aktuell in Flammen... das könnte früh genug auch noch ein Problem darstellen, wenngleich das nichts mit der dunklen Brut und dem Angriff zu tun hatte. Einem weiteren Angriff würden sie wohl kaum standhalten und da wusste Nero noch nicht einmal wie es in den oberen Etagen aussah. War die dunkle Brut dort ebenfalls durchgedrungen? Lebte dort noch jemand?
      "Ein gut gemeinter Tipp meinerseits... meidet den Süden. Ich befürchte dort werdet ihr aktuell nur noch mehr dunkle Brut antreffen und ich denke nicht, dass ihr weitere Angriffe hier standhalten könntet... ihr habt hier wenig Fluchtmöglichkeiten, solltet ihr erneut angegriffen werden und Hilfe schafft es hier ebenfalls kaum her... "
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    • Chronos

      Als Chronos wieder zu Atem gekommen und genug Kräfte gesammelt hatte, um sich wieder auf den Beinen zu halten, war er deutlich näher an den Wächter herangetreten. Zwar hatte er noch genug Energie um sich zu verteidigen, aber gegen eine ganze Meute schlecht gelaunter Templer? Nein, danke. Durch das Ogerblut wurde die Dramatik noch einmal deutlich mehr untermalt und sie funkelten ihn so bitter böse an, als hätte er gerade irgendeinen Tempel von Andraste in die Luft gejagt. Es schien wohl nebensächlich, dass der Magier ihnen gerade den Allerwertesten gerettet hatte. Templer waren ein unglaublich undankbares Pack. Der Wächter wiederum war deutlich stiller geworden, nicht das er allgemein kommunikativ wäre, aber gerade huschte er von einem Fleck zum nächsten, komplett aufgelöst und mit erschreckend bleichem Gesicht. In Anbetracht des sonst typisch malerischen Hauttons der Menschen aus Antiva sehr auffällig. Chronos hatte nicht die Zeit den anderen zu fragen, was ihm durch den Kopf ging, denn Nero war direkt auf den ersten Verzauberer zugegangen, welcher weiterhin seine Schüler beschützte. Eins musste Chronos dem alten Mann schon lassen, er hatte Mut und Rückgrat. Offenbar lag ihm wohl wirklich etwas an seinen Schülern. Nur konnte der Tevinteraner beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum er sie dann hier einsperrte. Um sie zu beschützen? War der Hass außerhalb dieses Turm gegen die Magier etwa noch schlimmer als der der Templer? Bei dem Gedanken wurde es Chronos regelrecht mulmig. Nun er hatte zwar nicht vor irgendwelche Freundschaften in diesem Hinterwäldler-Fleckchen zu schließen, aber sich hassen lassen stand nun auch nicht gerade auf seiner Agenda.
      Bei den Worten des Wächters starrte ihn Irving an, als wäre dieser nun komplett verrückt geworden.
      "Ihr wollt uns mit der Dunklen Brut hier alleine lassen? Ihr seid ein Wächter! Ihr könnt uns hier nicht zurücklassen. Der Zirkel ist unser Zuhause, wo sollen wir eurer Meinung nach hin?" Irving blickte zu seinen zitternden Schülern. "Der Schleier ist dünn. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch Dämonen hier auftauchen wir...."
      "Dämonen! Und wem verdanken wir das?" Das war die Stimme von Kommandant Gregoir, der nun an sie alle herantrat.
      "Die Dunkle Brut ist eingefallen. Eure Magier haben die Situation nicht im Griff und werden sicherlich zur Blutmagie greifen und einen Blutmagier habt ihr ja bereits!" er zeigte daraufhin auf Chronos. "Irving, ich wollte dies vermeiden, weil ich euch respektiere. Wenn die Lage aber nicht bald unter Kontrolle gerät, muss ich vom Recht der Auflösung Gebrauch machen."
      Irvings Gesicht wurde aschfahl. "Gregoir! Das könnt ihr nicht tun Wir werden einen Weg finden, gebt uns Zeit Zauber vorzubereiten." Sein Blick wanderte zu Chronos. "Ich bin mir bewusst, dass ihr uns beschützt habt Chronos und dafür habt ihr meinen Dank, aber Blutmagie ist etwas zu dem man niemals greifen sollte. Ihr werdet der Läuterung unterzogen, sobald all das vorbei ist."
      "Ich hätte den Oger einfach zu euch rennen lassen sollen.", Chronos seufzte. Die kalten blauen Augen wanderten durch den Turm, welcher bald das Zeitliche segnen würde, das war seine Chance zu entkommen. Die anderen würden genug mit der Brut zu tun haben und keine Zeit um ihm hinterherzujagen. Chronos war bereit ihnen zu helfen und das war der Dank? Das war sein Stichwort zu verschwinden.
      "Ich denke ich verabschiede mich nun.", er blickte zu dem Wächter. "Ich würde euch gern begleiten. Ich bin mir sicher, dass ich euch eine große Hilfe wäre. Falls ihr dies aber nicht in Erwägung ziehen solltet, werde ich mich nun dennoch verabschieden. Für diesen Zirkel werde ich nicht mein Leben lassen."
      "Ihr geht nirgendwohin!" kam es vom Kommandanten, welcher bereits sein Schwert zückte. Im Hintergrund kämpften seine Templer mit den Hurlocks.
      "Sicher das ihr Zeit habt euch um mich zu kümmern?" Die Tätowierungen auf dem Arm des Magiers leuchteten.


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    • NERO
      Nero blinzelte mehrmals verwirrt und für einen Moment hätte er beinahe vergessen, in welch bescheidener Situation sie gerade waren, allerdings war es absolut absurd, wie sowohl der erste Verzauberer als auch der Templer Kommandant gerade reagierten und Nero zweifelte ehrliche an den gesunden Verstand der beiden. War das ihrer beider Ernst? Waren das jetzt die Prioritäten?
      "Ihr wollt hier bleiben?", fragte Nero nach, als könnte er nicht ganz glauben, was er da hörte, während er perplex zu dem riesigen Loch in der Mauer des Gebäudes blickte... und dann wieder zu Irving zurücksah, der nicht zu verstehen schien, was das Problem sei.
      "Ein riesiges Loch klafft in euren Mauern... es kann jeder Zeit ein neuer Ansturm von dunkler Brut kommen... und allein bis jetzt sind zahlreiche Magier und Templer gefallen und ebenso viele sind verletzt. Ich möchte an dieser Stelle realisitisch sein... selbst wenn ich hier mit euch bleibe... wird der Zirkel nicht lange der dunklen Brut standhalten können, wenn Ostagar fällt." Eigentlich kam Nero gar nicht erst dazu mehr zu sagen, da begannen bereits Gregoir und Irving miteinander zu diskutieren, ob Chronos nicht geläutert werden sollte, man den Zirkel auflösen sollte und ob nicht womöglich Dämonen hier bald auftauchen könnten... Nero verstand ehrlich nicht, warum das gerade ihre größten Probleme waren, wenn sie gerade so gegen einen Oger überlebt hatten und wahrscheinlich mittlerweile der gesamte Keller des Zirkels in Flammen stand... obwohl... letzteres wusste Irving womöglich noch gar nicht und vielleicht war es besser diese Information erst einmal für sich zu behalten.
      Und dann gingen die Anschuldigungen gegen Chronos direkt weiter, wobei Nero sich ganz ehrlich fragte, ob diese Streithähne überhaupt noch am Leben wären, wenn Chronos und er nicht hier gewesen wären. Aber das war für diese Fereldener vermutlich nicht Priorität. Es war lächerlich, wie sie sich in ihrem Hass verloren, während eine Verderbnis auf der Türschwelle stand.
      "Das habt ihr nicht zu entscheiden.", blaffte Nero scharf an Gregoir zurück, welcher nun entschieden hatte sein Schwert zu zücken und Chronos zu bedrohen, um ihn daran zu hindern den Turm zu verlassen und zu gehen. Nero selbst hatte wieder eine seine Klingen gezogen und trat zwischen den Templer Hauptmann und den Magier, dessen Tattoos bereits wieder begannen zu leuchten.
      "Bewahrt euch eure Energie... ich kümmere mich darum.", meinte er schließlich ruhiger an den Magier gerichtet, bevor er auch seine zweite Klinge zog und den Templer-Hauptmann musterte.
      "Wenn mir dieser Angriff etwas gezeigt hat, dann dass dieser Magier hier der wahrscheinlich beste Kandidat für die grauen Wächter ist... Ser Duncan hatte nicht umsonst Interesse gezeigt. Dementsprechend rufe ich das Konskriptionsrecht aus... versucht gerne dennoch gegen mich zu kämpfen, aber ich bin mir sicher, dass die Folgen einer Missachtung des Konskriptionsrechtes sowohl gegenüber der grauen Wächter als auch König Cailan gar nicht schön sind..."
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    • Chronos

      Wenn Chronos es recht bedachte war es eine blöde Idee gewesen nicht direkt zu verschwinden. Die Ablenkung durch den Oger wäre die perfekte Gelegenheit gewesen. Es wäre zwar nicht unbedingt die feine Art, aber offensichtlich galten die Tevinteraner ohnehin als Monster, also warum nicht dem Ruf gerecht werden? Was hatte ihn aufgehalten? Vielleicht war es seinem Gewissen gegenüber dem Wächter gewesen. Dieser hatte ihm schließlich nichts getan. Vielleicht aber auch sein Mitleid gegenüber den bibbernden Magierschülern, welche sich hinter ihrem ersten Verzauberer verstecken wie panische kleine Welpen. Was auch immer es gewesen war, er bereute seine Emotionen in diesem Augenblick zutiefst. Seine sonst so pragmatische Natur hatte sich von Gefühlen leiten lassen und was hatte er nun davon? Einen undankbaren alten Mann der ihn läutern wollte - okay, er hatte sich bedanken und trotzdem wollte er ihn läutern - und noch ein alter Mann der ihm mit einem Schwert droht und sämtliche gotteslästernde Beleidigungen an den Kopf war, die ihm gerade einfielen.
      Er hätte diesen Oger hier wirklich alles in Schutt und Asche legen lassen sollen. Wenn es nach Chronos ging, würde er diese Leute ohnehin nie wiedersehen. Er war ein Jahr hier gewesen und er hatte jeden Moment davon gehasst. Es war also nicht so als würde er diesen Menschen etwas schulden oder als hätte er auch nur ansatzweise Sympathie für diese übrig. Sollten sie sich doch mit der Brut und den Dämonen herumschlagen. Chronos würde sich jetzt verabschieden.
      Der Magier blickte also sowohl Irving als auch den Templer-Hauptmann mit eisigen Augen an, während die Lyrium-Tätowierung auf seinen Armen leuchtete und sich weiter in sein Fleisch brannte. Wenn Sie einen Maleficar wollten, konnten sie ihn haben.
      Aber Chronos kam nicht dazu, da sich Nero tatsächlich vor ihn stellte, mit gezückter Klinge und bereit war für ihn - einen Fremden - zu kämpfen. Konskriptionsrecht? Moment, davon hatte er gelesen. In Tevinter verkehrten Wächter in der Regel nicht wirklich, weshalb dort vom Recht nie Gebrauch gemacht wurde, aber Chronos welcher chronisch seine Nase in Bücher steckte, hatte davon gehört.
      Das Konskriptionsrecht basierte auf alten Schriften vergangener Zeiten, welche den Helden über die Dunkle Brut, oder auch den Grauen Wächtern das Recht erteilte über sämtlichen Gesetzen zu stehen und einzuberufen, wenn die Verderbnis naht, wenn sie als würdig erachten. Ungeachtet von dessen Herkunft und Verbrechen. Naja oder so ähnlich jedenfalls.
      Dieser Wächter wollte dieses Recht für ihn? Einerseits war das ja irgendwie schmeichelhaft und es würde Chronos vor diesem Hinterwäldler-Land beschützen, anderseits hatte er eigentlich nicht die Absicht ein Wächter zu werden.
      Gregoir starte den Wächter an als wäre dieser komplett übergeschnappt.
      "Ihr wollt einen Blutmagier rekrutieren? Er wird euch in den Rücken fallen und Dämonen werden über euch anheimfallen. Magier sind die Schuld an der Verderbnis!"
      Die Tätowierungen des Magiers erloschen, während er zu dem Oger blickte. "Sind wir das? Ich kann mich an keine Freundschaft mit einem Oger erinnern."
      "Wenn König Cailan erfährt, dass ihr eine Abscheulichkeit in eure Reihen lässt...ihr..ihr könnt das nicht ernst meinen." Gregoir rang förmlich mit sich, bis ihm Irving eine Hand auf die Schulter legte und sacht mit dem Kopf schüttelte. Sein schütterndes Haar zerzaust und sein Gesicht müde.
      "Streckt die Waffen nieder mein Freund. Der Wächter hat sich bereits entschieden."
      Der Templer seufzte schwer und steckte murrend die Waffen ein. "Er wird euer Untergang werden. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt Wächter."
      Chronos klopfte sich nicht sonderlich beindruckt den Staub von der schwarzen Robe, setzte sich die Kapuze auf und blickte zu dem riesigen Loch in der Wand, durch welches weitere Brut hereinstürmte.


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    • NERO
      Nero verdrehte seine Augen leicht, bei den Beleidigungen und Anschuldigungen, die hervorgebracht wurde... genauso aber, weil Gregoir wohl der Meinung schien, dass sein Orden nur Unschuldige und rein ehrenvolle Mitglieder hatte. Vermutlich würde der Hauptmann in Schockstarre verfallen, wenn er wüsste genau wieviele der Mitglieder Kriminelle... und Mörder waren. Nero inbegriffen.
      Er verkniff sich eine bissige Bemerkung, dass die grauen Wächter eigentlich nicht kümmern musste, was König Cailan störte, da sie ihm schließlich auch nicht unterstellt waren, sondern eine Thedas-übergreifende Institution waren... aber auf der anderen Seite schien Gregoir eben die typische Art Fereldener zu sein, der wahrscheinlich der Meinung war, dass kein anderes Reich so wundervoll und mächtig war, wie seine Heimat und vermutlich alle seinem König unterstehen sollten. Vermutlich würde dieser Templerhauptmann in Ohnmacht fallen, würde er Antiva, Rivain oder Tevinter erleben... Diese engstirnigen Menschen schienen immer nur in ihrer eigenen Welt gefangen ohne überhaupt außerhalb ihrer Komfortzone agieren zu wollen. Manchmal glaubte Nero ja beinahe, dass ignorante Menschen wie er glücklicher sein sollten, da sie sich nicht mit globalen Problemen beschäftigen mussten... aber dann sah er in Gregoirs Gesicht und dieser Mann wirkte, als hätte er keinen einzigen glücklichen Tag in seinem Leben erlebt....
      Nero entschied sich also stattdessen zu schweigen und leicht den Kopf zu schütteln. Es machte keinen Sinn mit dem Templerhauptmann und dem ersten Verzauberer herumzudiskutieren, wenn die beiden ohnehin nichts an ihrer Sichtweise ändern würden. Er war lediglich froh, dass Iriving recht schnell nachgegeben hatte und Gregoir dementsprechend ein wenig bremste.
      "Gehen wir." Es war kein direkter Befehl, aber eine kurzgehaltene Aussage, die Nero an den Magier neben sich richtete, bevor er seine Klingen wieder verstaute, den Magiern und Templern den Rücken zuwandte und ohne noch einmal zurückzublicken aus dem Turm der Magi hinaustrat, um von einigen zwitschernden Vögeln begrüßt zu werden, die den kommenden Morgen besangen, während in der Ferne die Sonne immer weiter emporkletterte und sich die dunklen Wolken zumindest temporär ein wenig lichteten. der Calenhad See erstreckte sich vor ihnen, während Nero nun doch verfluchte weder ein Bootsfahrer kontaktiert zu haben, noch zu überprüfen, wie er hier wieder einfach so wegkäme. Sein Blick glitt umher... zu der anderen Seite des Ufers von welchem die Bruchstücke der unvollständigen Brücke sich ihren lückenhaften Weg auf das Festland bahnte. Warum musste dieser hässliche Turm auch inmitten eines Sees gebaut werden... und wie war die dunkle Brut hier herüber gekommen... Aus dem Wasser? Ein noch unangenehmerer Gedanke, den Nero vorerst nicht weiter verfolgen wollte...
      "Ihr kennt nicht zufällig einen Zauber, um Wasser zu überqueren?", versuchte es der graue Wächter also bei seiner Begleitung, obwohl er das Gefühl hatte, dass seine Frage alles andere als intelligent klingen musste. Wenn Nero jetzt einen Falken rief und ihn mit einer Nachricht losschickte, würde sie mit Sicherheit kein Bootsmann vor Sonnenuntergang abholen können... falls am Hafen überhaupt noch jemand am Leben war.
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    • Chronos

      ´Gehen wir´
      Das waren die schönsten Worte in diesem ganzen Jahr, welche Chronos gehört hatte! Seine sonst so kalten Augen leuchteten regelrecht auf. Ganz gleich wie beiläufig Nero diese Worte auch erwähnt hatte, für den Magier bedeuteten sie gerade sprichwörtlich die Welt. Er konnte aus dem Turm laufen ohne das er einen Berg Leichen zurücklassen musste. Nun zumindest keine die auf sein Konto gingen und er musste sich auch nicht sorgen, dass er seine Macht doch überschätzte und dem Kampf erliegen würde. Er konnte nun einfach aus diesem Turm marschieren und das einfach nur weil ein Wächter hier reinspaziert war und ihn als nützlich erachtete. Ganz gleich was der Wächter sich von ihm erhoffte, Chronos würde lügen, würde er behaupten noch nie Dinge getan zu haben die moralisch verwerflich waren, nur weil er daraus einen Nutzen gezogen hatte. Bei den Göttern, er hatte ja selbst mit einem Templer geschlafen, nur damit ihn die anderen Templer in Ruhe ließen. Was war aus dem Hauptmann eigentlich geworden? Mh, vielleicht wurde er von dem Oger zermatscht. Tragisch. Während hinter ihnen Kampfschreie ertönten und der Zirkel seinem Untergang entgegenblickte, hatte Chronos eine so gute Laune wie schon lange nicht mehr. Das mochte makaber wirken, aber das war das erste Mal seit einem Jahr, dass er wieder frische Luft atmete und die Sonnenstrahlen in seinem Gesicht spürte. Chronos erlaubte sich einen Moment als er aus dem Zirkel trat und schloss die Augen, während er tief Luft holte. Er würde nie wieder den Gang vor eine Haustür unterschätzen. Ein neuer Morgen war angebrochen und somit ein neuer Tag und eine neue Chance. Natürlich schrie in dem Magier alles daran jetzt einfach nach Tevinter aufzubrechen, aber erstens wusste er nur von einer Karte die er sich gemerkt hatte, wo ungefähr sich dieser Zirkel befand, zweitens würde er offenbar in diesem komisch Fleckchen Thedas als Abtrünniger gelten, wenn er ohne den Wächter umherspazierte und in den nächsten Turm wandern und drittens wusste er auch nicht ob Ferelden nicht von Dunkler Brut überrannt worden war. Es wäre also dumm den Wächter einfach zu verraten und das Weite zu suchen. Er würde dem anderen also noch ein Weilchen folgen müssen. Der Zirkel befand sich mitten umringt vom Calenhad-See, welcher vom morgendlichen Sonnenlicht glitzerte wie von Diamantstaub umzogen. Es wehte ein kühler Wind und die Vögel zogen nervöse Kreise am Himmel. Nero sprach ihn an, woraufhin ihn Chronos unter seiner Kapuze anblickte.
      "Nun, ich glaube euch heroisch über das Wasser laufen zu lassen, liegt dann doch außerhalb meiner Fähigkeiten, wobei....." er schritt an Nero vorbei und legte seine Hand auf die Wasseroberfläche. Seine Fingerspitzen glühten eisblau, während die Luft um sie herum deutlich kühler wurde und das Wasser begann zu kristallisieren und sich plötzlich in eine glitzernde Eisdecke auszubreiten. "Ich kann euch Eis anbieten. "


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • NERO
      Er hatte voller Überzeugung den Magier Chronos mit sich aus dem Zirkel der Magi hinausgenommen, ohne auf die Widerworte des Templerhauptmanns sowie des ersten Verzauberers weiter einzugehen... aber jetzt wo sie hier draußen am Ufer des Calenhad Sees standen, wurde dem Antivaner erst einmal bewusst, wie schlecht sie von hier wieder wegkommen würden. Der Zirkel der Magi Fereldens war bewusst inmitten eines Sees ohne einfache Möglichkeit auf das Festland zu gelangen. Natürlich wollte der Zirkel damit sämtliche Fluchtversuche im Keim ersticken, auf der anderen Seite erschwerte das aber eben auch allgemein den einfachen Hin- und Rückweg der dementsprechend immer nur durch Boote möglich war. Wenn man also keinen Bootsfahrer hier erreichte... dann saß man hier fest.
      Grübelnd betrachtete Nero also den See, der sich vor ihnen erstreckte und erkundigte sich fast nebenbei, ob Chronos nicht zufällig irgendwelche Tricks auf Lager hätte, die ihnen bei der Überquerung helfen könnten. Der Antivaner hatte eigentlich wenig Hoffnung, dass es Magier gab, mit welcher man über das Wasser gehen konnte und tatsächlich schien sein neuer Reisegefährte sich noch unsicher, bevor er einen Teil der Wasseroberfläche vor ihnen gefrieren ließ und damit zumindest eine Option für sie erschuf. Misstrauisch und einem unguten Bauchgefühl streckte Nero seinen Fuß aus, um vorsichtig auf die vereiste Fläche zu treten und erwartete fast schon unter sich knacken zu hören, bevor der Boden unter ihm nachgeben würde... doch vorerst hielt die Eisfläche tatsächlich. Ein wenig sicherer trat Nero mit seinem zweiten Fuß nach und machte schließlich noch einen weiteren Schritt voran... "Es scheint zu funktionieren... aber schafft ihr es unseren gesamten Weg über den See vereisen...? Der Weg ist schließlich nicht gerade kurz ..."
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ