Emiko schwieg, während sie nach einem Waschlappen griff, diesen in das warme Wasser tauchte und erstmal damit begann, vorsichtig den Schlamm und Dreck zu entfernen, damit dieser nicht gleich in die offenen Verletzungen gerät.
Erst dann griff sie nach einer Pinzette und blickte etwas besorgt zu Kaoru hinauf. "Kaoru-kun... das könnte jetzt vielleicht ein bisschen picksen... bleib einfach entspannt und atme tief durch, okay?", sprach sie ruhig und griff dann vorsichtshalber an seine Wade um sein Bein mit überraschend viel Kraft ruhig zu halten.
Während er sprach, begann sie sich etwas auf ihrer Unterlippe herum zu kauen. Zum einem aus Konzentration und zum anderen, weil sie über seine Worte nachdachte.
"Aber wenn es sich nicht falsch anfühlt meine Hilfe anzunehmen?...warum...warum verstehe ich ihn einfach nicht so gut, wie ich ihn gerne verstehen möchte?", dachte sie, ließ ihn aber weiter sprechen, als sie nach und nach vorsichtig jede einzelne Dorne erstmal aus seinem linken Bein zog.
Das Kauen auf der Unterlippe wurde nur noch schlimmer desto mehr Kaoru weiter sprach. Nicht das sie es nicht hören wollte, was er zu sagen hatte - im Gegenteil! Sie wurde nur gerade von seinen Worten und von ihren eigenen Gefühlen, die sich unaufhaltsam immer weiter in ihr aufbauten - ziemlich überrumpelt.
"Aber...aber warum hast du denn versagt?...du hast mir das Leben gerettet... und ich-...", begann sie als, ihr plötzlich etwas bewusst wurde und sie leicht zusammen zuckte. "Und ich...habe mich nicht einmal richtig bei dir bedankt...oh nein, ich blöde Pute...", sprach sie, pausierte in ihrer Arbeit und blickte zu Kaoru hoch um ihm direkt in die Augen blicken zu können. "Ich danke dir vom ganzen Herzen, dass du mir das Leben geredet hast, Kaoru-kun.", sprach sie - diesmal nicht genuschelt sondern mit klarer Stimme - und verbeugte sich in ihrer bereits sitztenden Haltung.
"Und ich mag es...wenn du redest...", sprach sie, aber diesmal wieder genuschelt und deutlicher Röte im Gesicht.
~~~
Noch immer kaute Kohane auf dem süßen Teig herum und schenkte der Stimme neben ihnen zunächst kaum Beachtung, da ihr Blick noch immer durch die Menschenmenge glitt.
Dass Jakuji schon wieder „vergessen“ hatte, worüber sie eigentlich gerade gesprochen hatten, erleichterte sie allerdings zunehmend.
Erst, als ihr Lehrmeister sich plötzlich tief vor dem blonden Mann verneigte und diesen dann auch noch als „Meister“ bezeichnete, richtete sie ihre Augen auf das Geschehen.
Kaum hatte sie es getan, spürte sie auch schon den leichten, aber nicht wirklich schmerzhaften Tritt gegen ihren Knöchel, den Jakuji ihr versetzt hatte.
Unter ihrer Maske hatte sie ihre Augenbrauen noch einen Moment verwirrt zusammengezogen, bevor sie plötzlich verstand, was vor sich ging, und es hastig ihrem Lehrmeister gleich tat. Sie verbeugte sich ebenfalls – und gerade, oder vielleicht besonders wegen des gewaltigen Rangunterschiedes, noch etwas tiefer als Jakuji vor dem blonden Mann.
Kaum zu glauben, dass Kohane tatsächlich gewisse Anstandsregeln besaß, oder?
"Ist das wirklich… Meister Madou? Wo kommt er nur so plötzlich her? Warum konnte ich nicht spüren, dass er sich nähert? Und was macht er hier?", schoss es Kohane durch den Kopf.
Selbst ihre Gedanken waren kaum mehr als ein leises Flüstern im Wind – vielleicht aus der Angst heraus, der Meister könnte sie lesen.
Kohane war wirklich froh, dass ihr Gesichtsausdruck unter der Maske verborgen war und sie nicht zum Sprechen aufgefordert wurde. Ihre sonst so große Klappe wäre in diesem Moment wohl ungewohnt kleinlaut gewesen.
Erst, als sich der Meister – dessen Namen sie in dieser Situation niemals laut aussprechen würde – verabschiedete und mit seiner Begleitung verschwand, richtete sich Kohane aus ihrer Verbeugung wieder auf.
Da sie ihn nicht mehr sehen konnte, wanderte ihr Blick zurück zu Jakuji. Unweigerlich dachte sie an seine Worte:
„Werkzeug… Kanonenfeuer..."
Und obwohl sie sich eigentlich über den bestätigenden Blick des Meisters hätte freuen sollen, tat sie es nicht.
Stattdessen trat sie einen Schritt näher an Jakuji heran und zog sachte an dem Ärmel seines Kimonos.
„Meister Jakuji?… Habe ich uns Ärger bereitet?“, fragte sie mit einer unsicheren Stimme, die wieder einmal völlig untypisch für sie war.
Erst dann griff sie nach einer Pinzette und blickte etwas besorgt zu Kaoru hinauf. "Kaoru-kun... das könnte jetzt vielleicht ein bisschen picksen... bleib einfach entspannt und atme tief durch, okay?", sprach sie ruhig und griff dann vorsichtshalber an seine Wade um sein Bein mit überraschend viel Kraft ruhig zu halten.
Während er sprach, begann sie sich etwas auf ihrer Unterlippe herum zu kauen. Zum einem aus Konzentration und zum anderen, weil sie über seine Worte nachdachte.
"Aber wenn es sich nicht falsch anfühlt meine Hilfe anzunehmen?...warum...warum verstehe ich ihn einfach nicht so gut, wie ich ihn gerne verstehen möchte?", dachte sie, ließ ihn aber weiter sprechen, als sie nach und nach vorsichtig jede einzelne Dorne erstmal aus seinem linken Bein zog.
Das Kauen auf der Unterlippe wurde nur noch schlimmer desto mehr Kaoru weiter sprach. Nicht das sie es nicht hören wollte, was er zu sagen hatte - im Gegenteil! Sie wurde nur gerade von seinen Worten und von ihren eigenen Gefühlen, die sich unaufhaltsam immer weiter in ihr aufbauten - ziemlich überrumpelt.
"Aber...aber warum hast du denn versagt?...du hast mir das Leben gerettet... und ich-...", begann sie als, ihr plötzlich etwas bewusst wurde und sie leicht zusammen zuckte. "Und ich...habe mich nicht einmal richtig bei dir bedankt...oh nein, ich blöde Pute...", sprach sie, pausierte in ihrer Arbeit und blickte zu Kaoru hoch um ihm direkt in die Augen blicken zu können. "Ich danke dir vom ganzen Herzen, dass du mir das Leben geredet hast, Kaoru-kun.", sprach sie - diesmal nicht genuschelt sondern mit klarer Stimme - und verbeugte sich in ihrer bereits sitztenden Haltung.
"Und ich mag es...wenn du redest...", sprach sie, aber diesmal wieder genuschelt und deutlicher Röte im Gesicht.
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Noch immer kaute Kohane auf dem süßen Teig herum und schenkte der Stimme neben ihnen zunächst kaum Beachtung, da ihr Blick noch immer durch die Menschenmenge glitt.
Dass Jakuji schon wieder „vergessen“ hatte, worüber sie eigentlich gerade gesprochen hatten, erleichterte sie allerdings zunehmend.
Erst, als ihr Lehrmeister sich plötzlich tief vor dem blonden Mann verneigte und diesen dann auch noch als „Meister“ bezeichnete, richtete sie ihre Augen auf das Geschehen.
Kaum hatte sie es getan, spürte sie auch schon den leichten, aber nicht wirklich schmerzhaften Tritt gegen ihren Knöchel, den Jakuji ihr versetzt hatte.
Unter ihrer Maske hatte sie ihre Augenbrauen noch einen Moment verwirrt zusammengezogen, bevor sie plötzlich verstand, was vor sich ging, und es hastig ihrem Lehrmeister gleich tat. Sie verbeugte sich ebenfalls – und gerade, oder vielleicht besonders wegen des gewaltigen Rangunterschiedes, noch etwas tiefer als Jakuji vor dem blonden Mann.
Kaum zu glauben, dass Kohane tatsächlich gewisse Anstandsregeln besaß, oder?
"Ist das wirklich… Meister Madou? Wo kommt er nur so plötzlich her? Warum konnte ich nicht spüren, dass er sich nähert? Und was macht er hier?", schoss es Kohane durch den Kopf.
Selbst ihre Gedanken waren kaum mehr als ein leises Flüstern im Wind – vielleicht aus der Angst heraus, der Meister könnte sie lesen.
Kohane war wirklich froh, dass ihr Gesichtsausdruck unter der Maske verborgen war und sie nicht zum Sprechen aufgefordert wurde. Ihre sonst so große Klappe wäre in diesem Moment wohl ungewohnt kleinlaut gewesen.
Erst, als sich der Meister – dessen Namen sie in dieser Situation niemals laut aussprechen würde – verabschiedete und mit seiner Begleitung verschwand, richtete sich Kohane aus ihrer Verbeugung wieder auf.
Da sie ihn nicht mehr sehen konnte, wanderte ihr Blick zurück zu Jakuji. Unweigerlich dachte sie an seine Worte:
„Werkzeug… Kanonenfeuer..."
Und obwohl sie sich eigentlich über den bestätigenden Blick des Meisters hätte freuen sollen, tat sie es nicht.
Stattdessen trat sie einen Schritt näher an Jakuji heran und zog sachte an dem Ärmel seines Kimonos.
„Meister Jakuji?… Habe ich uns Ärger bereitet?“, fragte sie mit einer unsicheren Stimme, die wieder einmal völlig untypisch für sie war.

