Die Jahre waren vergangen – doch den Schmerz der Vergangenheit hat Ayumi nie vergessen. Wie hätte sie auch?
Nicht nach dem Verlust ihrer Eltern. Ihrer Freunde. Ihres ganzen Dorfes. Und vor allem: ihres besten Freundes.
Damals, an jenem schicksalhaften Tag, war sie gelaufen. Immer weiter. Bis zum Sonnenaufgang - wie sie es sich geschworen hatte.
Und dann, völlig erschöpft, war sie auf einem verlassenen Wanderpfad zusammengebrochen. Sie hatte geglaubt, dass es ihr Ende war.
Ihr Herz hatte so wild und rasend in ihrer Brust geschlagen, dass sie sicher war, es würde jeden Moment versagen – oder einfach explodieren.
Doch so weit kam es nicht. Denn sie wurde gefunden. Und nicht von irgendwem, sondern von einem Mitglied der Dämonenjäger-Organisation – einer der stärksten Säulen überhaupt. Ein Krieger, der mehr gesehen hatte, als sie je begreifen konnte. Und der Mann, der ihr nicht nur das Leben rettete, sondern ihr ein neues schenkte. Ihr Lehrmeister, ihr Mentor, und die Säule des Feuers: Daigo Akeboshi.
Heute ist Ayumi selbst Teil der Dämonenjäger – als Schülerin in den Reihen der Organisation, geführt von Kagura Shirakawa, der Anführerin. In den Jahren hat sie sich verändert. Sie ist ruhiger geworden, reifer, erwachsener. Doch hin und wieder glitzert er noch immer – dieser schelmische Funke in ihren Augen, genau wie früher.
Als einfache Besucherin getarnt bewegte sich Ayumi durch die festlich geschmückten Straßen. Das Katana an ihrem Rücken und das kleine Messer, mit dem sie einst ihren ersten Dämon verletzt hatte, waren geschickt verborgen unter ihrem Kimono.
Ihr Blick glitt über die Verkaufsstände, an denen die verschiedensten Köstlichkeiten dampften und brutzelten – süßer Reiskuchen, gegrillter Fisch, warmer Sake. Doch so gut es auch roch: jetzt war nicht die Zeit, um ans Essen zu denken. Sie waren aus einem Grund hier – um das Dorf während des Lichterjubiläums zu beschützen.
Wie viele andere trug auch Ayumi eine traditionelle Maske – weiß, mit feinen roten Linien, geformt wie das Gesicht eines Schneefuchses.
Sie bewegte sich weiter durch das Fest, langsam, scheinbar ziellos. Ihre Schritte waren leicht, fast ein wenig schüchtern – wie die einer jungen Frau, die allein unterwegs war. Eine Fremde. Unbewaffnet. Abgelenkt vom Lichterglanz.
In Wahrheit jedoch war Ayumi ganz bei sich. Jeder Muskel in ihrem Körper war angespannt, jeder Sinn geschärft. Sie lauschte auf jedes Geräusch, beobachtete jede Bewegung in ihrer Umgebung. Die Art, wie sich Schatten unter Laternen verzogen. Die kurzen Blicke, die manche ihr zuwarfen.
Sie wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war. Wenn sich tatsächlich ein Dämon unter die Menge gemischt hatte, würde er auf genau so etwas anspringen. Eine einsame, junge Frau. Schwach und abgelenkt.
Sie trat aus dem bunten Licht der Laternen in eine ruhigere Seitengasse – nicht zu abgelegen, aber weit genug, um glaubhaft unvorsichtig zu wirken. Sie ließ ihre Schultern leicht sinken, atmete etwas schneller, senkte den Blick und wartete...
Nicht nach dem Verlust ihrer Eltern. Ihrer Freunde. Ihres ganzen Dorfes. Und vor allem: ihres besten Freundes.
Damals, an jenem schicksalhaften Tag, war sie gelaufen. Immer weiter. Bis zum Sonnenaufgang - wie sie es sich geschworen hatte.
Und dann, völlig erschöpft, war sie auf einem verlassenen Wanderpfad zusammengebrochen. Sie hatte geglaubt, dass es ihr Ende war.
Ihr Herz hatte so wild und rasend in ihrer Brust geschlagen, dass sie sicher war, es würde jeden Moment versagen – oder einfach explodieren.
Doch so weit kam es nicht. Denn sie wurde gefunden. Und nicht von irgendwem, sondern von einem Mitglied der Dämonenjäger-Organisation – einer der stärksten Säulen überhaupt. Ein Krieger, der mehr gesehen hatte, als sie je begreifen konnte. Und der Mann, der ihr nicht nur das Leben rettete, sondern ihr ein neues schenkte. Ihr Lehrmeister, ihr Mentor, und die Säule des Feuers: Daigo Akeboshi.
Heute ist Ayumi selbst Teil der Dämonenjäger – als Schülerin in den Reihen der Organisation, geführt von Kagura Shirakawa, der Anführerin. In den Jahren hat sie sich verändert. Sie ist ruhiger geworden, reifer, erwachsener. Doch hin und wieder glitzert er noch immer – dieser schelmische Funke in ihren Augen, genau wie früher.
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Aufmerksam ließ Ayumi ihren Blick über die Umgebung wandern – wie eine Katze, die nur darauf wartete, dass sich ihre Beute zeigte. Von Daigo fehlte jede Spur. Er hatte seine Anwesenheit so vollständig verschleiert, dass selbst sie nicht sagen konnte, wo er sich gerade aufhielt. Aber sie wusste: er war da. Und er würde dafür sorgen, dass weder ihr noch einem der Dorfbewohner etwas zustieß.Als einfache Besucherin getarnt bewegte sich Ayumi durch die festlich geschmückten Straßen. Das Katana an ihrem Rücken und das kleine Messer, mit dem sie einst ihren ersten Dämon verletzt hatte, waren geschickt verborgen unter ihrem Kimono.
Ihr Blick glitt über die Verkaufsstände, an denen die verschiedensten Köstlichkeiten dampften und brutzelten – süßer Reiskuchen, gegrillter Fisch, warmer Sake. Doch so gut es auch roch: jetzt war nicht die Zeit, um ans Essen zu denken. Sie waren aus einem Grund hier – um das Dorf während des Lichterjubiläums zu beschützen.
Wie viele andere trug auch Ayumi eine traditionelle Maske – weiß, mit feinen roten Linien, geformt wie das Gesicht eines Schneefuchses.
Sie bewegte sich weiter durch das Fest, langsam, scheinbar ziellos. Ihre Schritte waren leicht, fast ein wenig schüchtern – wie die einer jungen Frau, die allein unterwegs war. Eine Fremde. Unbewaffnet. Abgelenkt vom Lichterglanz.
In Wahrheit jedoch war Ayumi ganz bei sich. Jeder Muskel in ihrem Körper war angespannt, jeder Sinn geschärft. Sie lauschte auf jedes Geräusch, beobachtete jede Bewegung in ihrer Umgebung. Die Art, wie sich Schatten unter Laternen verzogen. Die kurzen Blicke, die manche ihr zuwarfen.
Sie wusste, dass es nur eine Frage der Zeit war. Wenn sich tatsächlich ein Dämon unter die Menge gemischt hatte, würde er auf genau so etwas anspringen. Eine einsame, junge Frau. Schwach und abgelenkt.
Sie trat aus dem bunten Licht der Laternen in eine ruhigere Seitengasse – nicht zu abgelegen, aber weit genug, um glaubhaft unvorsichtig zu wirken. Sie ließ ihre Schultern leicht sinken, atmete etwas schneller, senkte den Blick und wartete...
