Emiko hatte sich tief und so gut wie möglich im ihr vertrauten Wald versteckt. Sie wusste nicht wirklich, was sie von dieser Aufgabe halten sollte… und warum ausgerechnet sie dafür auserkoren worden war. Vor allem, nachdem Ayumi ihren Ausbruch beim Frühstück heute Morgen miterlebt hatte... die Säule hatte manchmal wirklich einen seltsamen Sinn für Humor.
Ein leises Seufzen entwich ihren Lippen, während ihr Blick langsam zum Himmel wanderte. Es mussten bereits einige Stunden vergangen sein – die Mittagssonne wich langsam dem sanften Glanz des Sonnenuntergangs.
Ob sie sich einfach freiwillig finden lassen sollte? Damit das hier ein schnelles Ende fand und sie sich endlich ums Abendessen kümmern konnte?
Sie schnaubte leise und schüttelte dann den Kopf.
Nein! – Diese Genugtuung wollte sie Kaoru-kun nicht geben. Er sollte nicht glauben, dass es einfach wäre, sie zu finden. Sie wollte ihm zeigen, dass sie durchaus eine echte Herausforderung sein konnte!
Und so blieb sie weiter in ihrem Versteck – einer Mischung aus dicken Baumwurzeln und niedrigen Sträuchern –, bis sie plötzlich… leise Schritte hörte. Erst kaum hörbar, doch mit jedem Moment wurden sie ein wenig deutlicher.
Emikos Augen weiteten sich. Vorsichtig lugte sie aus ihrem Versteck hervor. Doch anstatt – wie gedacht – Kaoru zu erblicken, ließ das, was sie sah, ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Es war nicht Kaoru.
Kaoru war nicht pelzig.
Er hatte keine scharfen Klauen.
Und auch keine riesigen Zähne.
Das war ein Bär. Ein Raubtier, das… scheinbar… auf der Suche nach seinem Abendessen war und bereits etwas in der Luft witterte.
Langsam presste sich Emiko eine Hand vor den Mund.
"Was soll ich tun? Was soll ich tun?!", dachte sie panisch. Weglaufen? Oder einfach im Versteck bleiben?
Sie war niemals schneller als diese ausgewachsene Bestie… aber im Versteck zu bleiben und abzuwarten, bis das Vieh sie fand? Das war mindestens genauso töricht.
Vielleicht konnte sie es schaffen, auf einen Baum mit niedrigen Ästen zu klettern…? Aber – Bären konnten doch auch klettern?
Dann wäre sie nur ein noch leichteres Ziel.
Als sie mit den Augen erneut nach dem Bären suchte, war er bereits viel näher als zuvor und starrte ihr direkt in die Augen.
Emiko riss erschrocken die Augen auf, und ein unkontrollierter Schrei entfuhr ihrer Kehle.
Er hallte gellend durch den gesamten Wald, ehe sie auch schon die Beine in die Hand nahm und um ihr Leben rannte.
Das laute Brüllen des Bären hinter ihr ließ sie zusammenzucken, doch sie wagte es nicht, sich umzudrehen.
Sie rannte einfach weiter – so schnell sie nur konnte.
~~~
Kohane blickte ihren Meister unter der Maske verständnislos an.
„Du hattest eben einen Hirsch.“ ???
Es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, was er gerade dachte – aber so hatte sie das doch gar nicht gemeint!
Sie hatte den Wachhund lediglich streicheln wollen. Und doch nicht fressen! Sie war zwar ein Dämon, aber auch sie hatte ihre Prinzipien!
Doch was dann mehr ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, waren die Worte des Wachmanns.
„Hat der uns gerade… dreckig genannt?“, dachte sie, während sich ihr Gesicht unter der Maske zu einer genervten Grimasse verzog.
Am liebsten hätte sie etwas erwidert, aber das wäre in Anbetracht der Mission vermutlich nicht besonders schlau gewesen.
Außerdem wurde sie von Jakuji bereits weitergezogen – damit hatte sich die Sache sowieso erledigt.
„Blöder Fettsack…“, grummelte sie – so leise wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.
Bis sie schließlich sicher auf dem Luftschiff angekommen waren, entschied sich die junge Dämonin, vorsichtshalber einfach die Klappe zu halten.
An ihrem Platz angekommen, ließ sie ihren Blick aufmerksam umherschweifen – zumindest so lange, bis sie die Frage und gleich darauf die Anweisung ihres Meisters hörte. Angewidert verzog sie das Gesicht. Sie sollte es einfach wieder runterschlucken? Vielleicht hätte sie nicht so viel von dem Hirsch fressen sollen...
Sie schnaubte leise und lehnte sich dann in ihrem Sitz zurück.
„Ich meinte übrigens nicht, dass ich den Hund fressen wollte…“, stellte sie schließlich klar und wandte ihren Blick ab.
„Vielleicht bin ich ein Dämon… aber kein Monster, weißt du?“, murmelte sie – leise genug, dass nur er sie hören konnte.
Ein leises Seufzen entwich ihren Lippen, während ihr Blick langsam zum Himmel wanderte. Es mussten bereits einige Stunden vergangen sein – die Mittagssonne wich langsam dem sanften Glanz des Sonnenuntergangs.
Ob sie sich einfach freiwillig finden lassen sollte? Damit das hier ein schnelles Ende fand und sie sich endlich ums Abendessen kümmern konnte?
Sie schnaubte leise und schüttelte dann den Kopf.
Nein! – Diese Genugtuung wollte sie Kaoru-kun nicht geben. Er sollte nicht glauben, dass es einfach wäre, sie zu finden. Sie wollte ihm zeigen, dass sie durchaus eine echte Herausforderung sein konnte!
Und so blieb sie weiter in ihrem Versteck – einer Mischung aus dicken Baumwurzeln und niedrigen Sträuchern –, bis sie plötzlich… leise Schritte hörte. Erst kaum hörbar, doch mit jedem Moment wurden sie ein wenig deutlicher.
Emikos Augen weiteten sich. Vorsichtig lugte sie aus ihrem Versteck hervor. Doch anstatt – wie gedacht – Kaoru zu erblicken, ließ das, was sie sah, ihr das Blut in den Adern gefrieren.
Es war nicht Kaoru.
Kaoru war nicht pelzig.
Er hatte keine scharfen Klauen.
Und auch keine riesigen Zähne.
Das war ein Bär. Ein Raubtier, das… scheinbar… auf der Suche nach seinem Abendessen war und bereits etwas in der Luft witterte.
Langsam presste sich Emiko eine Hand vor den Mund.
"Was soll ich tun? Was soll ich tun?!", dachte sie panisch. Weglaufen? Oder einfach im Versteck bleiben?
Sie war niemals schneller als diese ausgewachsene Bestie… aber im Versteck zu bleiben und abzuwarten, bis das Vieh sie fand? Das war mindestens genauso töricht.
Vielleicht konnte sie es schaffen, auf einen Baum mit niedrigen Ästen zu klettern…? Aber – Bären konnten doch auch klettern?
Dann wäre sie nur ein noch leichteres Ziel.
Als sie mit den Augen erneut nach dem Bären suchte, war er bereits viel näher als zuvor und starrte ihr direkt in die Augen.
Emiko riss erschrocken die Augen auf, und ein unkontrollierter Schrei entfuhr ihrer Kehle.
Er hallte gellend durch den gesamten Wald, ehe sie auch schon die Beine in die Hand nahm und um ihr Leben rannte.
Das laute Brüllen des Bären hinter ihr ließ sie zusammenzucken, doch sie wagte es nicht, sich umzudrehen.
Sie rannte einfach weiter – so schnell sie nur konnte.
~~~
Kohane blickte ihren Meister unter der Maske verständnislos an.
„Du hattest eben einen Hirsch.“ ???
Es dauerte einen Moment, bis sie realisierte, was er gerade dachte – aber so hatte sie das doch gar nicht gemeint!
Sie hatte den Wachhund lediglich streicheln wollen. Und doch nicht fressen! Sie war zwar ein Dämon, aber auch sie hatte ihre Prinzipien!
Doch was dann mehr ihre Aufmerksamkeit auf sich zog, waren die Worte des Wachmanns.
„Hat der uns gerade… dreckig genannt?“, dachte sie, während sich ihr Gesicht unter der Maske zu einer genervten Grimasse verzog.
Am liebsten hätte sie etwas erwidert, aber das wäre in Anbetracht der Mission vermutlich nicht besonders schlau gewesen.
Außerdem wurde sie von Jakuji bereits weitergezogen – damit hatte sich die Sache sowieso erledigt.
„Blöder Fettsack…“, grummelte sie – so leise wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.
Bis sie schließlich sicher auf dem Luftschiff angekommen waren, entschied sich die junge Dämonin, vorsichtshalber einfach die Klappe zu halten.
An ihrem Platz angekommen, ließ sie ihren Blick aufmerksam umherschweifen – zumindest so lange, bis sie die Frage und gleich darauf die Anweisung ihres Meisters hörte. Angewidert verzog sie das Gesicht. Sie sollte es einfach wieder runterschlucken? Vielleicht hätte sie nicht so viel von dem Hirsch fressen sollen...
Sie schnaubte leise und lehnte sich dann in ihrem Sitz zurück.
„Ich meinte übrigens nicht, dass ich den Hund fressen wollte…“, stellte sie schließlich klar und wandte ihren Blick ab.
„Vielleicht bin ich ein Dämon… aber kein Monster, weißt du?“, murmelte sie – leise genug, dass nur er sie hören konnte.

Für einen einzigen Herzschlag schien die Welt zwischen den zwei Teenagern stehen zu bleiben. Nur der Wind flüsterte sacht in den Bäumen und der Wasserfall rauschte im Hintergrund.