Ganz langsam nahm Emiko wieder die Hand von ihren Augen – erleichtert, dass Kaoru tatsächlich bereits angezogen war.
„Oh, ich… entschuldige bitte, ich wollte nicht einfach so hereinplatzen. Tut mir leid.“, nuschelte sie etwas verlegen und kaum verständlich.
Dann fiel ihr Blick auf die gefaltete Blume in seinen Händen, die er gerade in den äußeren Rahmen seiner Tür steckte. Wie so oft war Emiko nicht besonders gut darin, ihre Gedanken zu verbergen – ihre Augen weiteten sich überrascht. „Du kannst Origami? Beeindruckend! Ich wollte das auch immer lernen, aber ich hab dafür zwei linke Hände.“
Zur Bekräftigung hob sie ihre Hände – die aber vollkommen normal waren. Sie senkte sie wieder und hörte ihm aufmerksam zu, als er erklärte, dass sie jederzeit eintreten dürfe, solange die Origami-Blume sichtbar am Türrahmen hängt.
Emiko nickte leicht – doch bei seinem darauffolgenden Satz lief sie sichtlich rot an:
Bevor sie überhaupt nachdenken konnte, platzte es schon aus ihr heraus: „W-Woher willst du denn wissen, ob meine Augen unschuldig sind?!“
Und im selben Moment bereute sie ihre Worte bereits zutiefst. Hastig drehte sie sich weg, damit er ihr Gesicht nicht sehen konnte.
„I-ich bring dich jetzt zu Ayumi. Beeil dich bitte, Kaoru-kun!“
Ohne auf eine Antwort zu warten, setzte sie sich schon in Bewegung und machte sich hastig auf den Weg zum Trainingsplatz, wo Ayumi bereits auf die beiden am Wasserfall wartete.
Die Säule saß bereits im Schneidersitz im weichen Gras, die Augen geschlossen. Sie nutzte den Moment der Ruhe, um ihre Gedanken zu ordnen und über den wiederkehrenden Traum nachzudenken.
Ein Albtraum – einer, der sie Nacht für Nacht quälte, als wolle er sie absichtlich brechen. Und doch weigerte sich Ayumi, ihn als Albtraum zu bezeichnen. Denn immerhin… konnte sie in ihm Haruto wiedersehen...
~~~
„AUAAA!“ jammerte Kohane laut auf, als sie plötzlich von den harten Holzkugeln getroffen wurde. Mit schmerzverzerrtem Gesicht drehte sich die junge Dämonin zu ihrem Lehrmeister um. „Wofür war das denn jetzt?! Du blöder Penn—“, keifte sie, hielt aber rechtzeitig inne und ersparte sich – zu ihrer eigenen Sicherheit, versteht sich – den Rest des Satzes.Erneut verzog sie das Gesicht, als eine falsche Bewegung schmerzte, und ein trotziger Ausdruck legte sich auf ihre Züge.
„Ich hab doch heute schon was gelernt! Schau dich doch mal um – oder hast du das schon wieder vergessen?! Für einen Lehrmeister hast du aber wirklich das Gedächtnis von seinem Sieb!“
Sie schnaubte und schien sich kaum um seine donnernde Stimme zu kümmern. Vielmehr schien sie sie eher zu ermutigen, noch eine Schippe draufzulegen.
Also streckte sie ihm für einen kurzen Moment frech die Zunge heraus und wühlte weiter im Gerümpel herum. „Oder hast du etwa Angst, dass ich etwas finde, das ich nicht finden soll?“
Ein breites Grinsen legte sich auf ihr Gesicht, während ihre Fantasie bereits auf Hochtouren lief, was das wohl alles sein könnte.
„Mhmm… ein Tagebuch?“
Sie zog eine Augenbraue hoch und kicherte leise. „Nein, ich bezweifle, dass du überhaupt schreiben kannst…“
Ihre Finger wühlten weiter im Gerümpel. „Dann vielleicht verbotene Schriftrollen?… oder ein altes Stofftier?… eine geheime Waffe?… oh!"
Ihre Augen funkelten nun richtig. „Oder vielleicht … das Porträt deiner Geliebten?“
Das letzte Wort hauchte sie mit übertriebenem Ernst und einem breiten Grinsen – gerade so, als hätte sie ein uraltes Geheimnis aufgedeckt.
„Oh, ich… entschuldige bitte, ich wollte nicht einfach so hereinplatzen. Tut mir leid.“, nuschelte sie etwas verlegen und kaum verständlich.
Dann fiel ihr Blick auf die gefaltete Blume in seinen Händen, die er gerade in den äußeren Rahmen seiner Tür steckte. Wie so oft war Emiko nicht besonders gut darin, ihre Gedanken zu verbergen – ihre Augen weiteten sich überrascht. „Du kannst Origami? Beeindruckend! Ich wollte das auch immer lernen, aber ich hab dafür zwei linke Hände.“
Zur Bekräftigung hob sie ihre Hände – die aber vollkommen normal waren. Sie senkte sie wieder und hörte ihm aufmerksam zu, als er erklärte, dass sie jederzeit eintreten dürfe, solange die Origami-Blume sichtbar am Türrahmen hängt.
Emiko nickte leicht – doch bei seinem darauffolgenden Satz lief sie sichtlich rot an:
„Im Gegenzug garantiere ich für die Unschuld deiner Augen.“
Bevor sie überhaupt nachdenken konnte, platzte es schon aus ihr heraus: „W-Woher willst du denn wissen, ob meine Augen unschuldig sind?!“
Und im selben Moment bereute sie ihre Worte bereits zutiefst. Hastig drehte sie sich weg, damit er ihr Gesicht nicht sehen konnte.
„I-ich bring dich jetzt zu Ayumi. Beeil dich bitte, Kaoru-kun!“
Ohne auf eine Antwort zu warten, setzte sie sich schon in Bewegung und machte sich hastig auf den Weg zum Trainingsplatz, wo Ayumi bereits auf die beiden am Wasserfall wartete.
Die Säule saß bereits im Schneidersitz im weichen Gras, die Augen geschlossen. Sie nutzte den Moment der Ruhe, um ihre Gedanken zu ordnen und über den wiederkehrenden Traum nachzudenken.
Ein Albtraum – einer, der sie Nacht für Nacht quälte, als wolle er sie absichtlich brechen. Und doch weigerte sich Ayumi, ihn als Albtraum zu bezeichnen. Denn immerhin… konnte sie in ihm Haruto wiedersehen...
~~~
„AUAAA!“ jammerte Kohane laut auf, als sie plötzlich von den harten Holzkugeln getroffen wurde. Mit schmerzverzerrtem Gesicht drehte sich die junge Dämonin zu ihrem Lehrmeister um. „Wofür war das denn jetzt?! Du blöder Penn—“, keifte sie, hielt aber rechtzeitig inne und ersparte sich – zu ihrer eigenen Sicherheit, versteht sich – den Rest des Satzes.Erneut verzog sie das Gesicht, als eine falsche Bewegung schmerzte, und ein trotziger Ausdruck legte sich auf ihre Züge.
„Ich hab doch heute schon was gelernt! Schau dich doch mal um – oder hast du das schon wieder vergessen?! Für einen Lehrmeister hast du aber wirklich das Gedächtnis von seinem Sieb!“
Sie schnaubte und schien sich kaum um seine donnernde Stimme zu kümmern. Vielmehr schien sie sie eher zu ermutigen, noch eine Schippe draufzulegen.
Also streckte sie ihm für einen kurzen Moment frech die Zunge heraus und wühlte weiter im Gerümpel herum. „Oder hast du etwa Angst, dass ich etwas finde, das ich nicht finden soll?“
Ein breites Grinsen legte sich auf ihr Gesicht, während ihre Fantasie bereits auf Hochtouren lief, was das wohl alles sein könnte.
„Mhmm… ein Tagebuch?“
Sie zog eine Augenbraue hoch und kicherte leise. „Nein, ich bezweifle, dass du überhaupt schreiben kannst…“
Ihre Finger wühlten weiter im Gerümpel. „Dann vielleicht verbotene Schriftrollen?… oder ein altes Stofftier?… eine geheime Waffe?… oh!"
Ihre Augen funkelten nun richtig. „Oder vielleicht … das Porträt deiner Geliebten?“
Das letzte Wort hauchte sie mit übertriebenem Ernst und einem breiten Grinsen – gerade so, als hätte sie ein uraltes Geheimnis aufgedeckt.
