Between Fangs and Claws [Kürbis vs Dämon]

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Ein leises Knurren drang aus Cals Kehle, doch er stoppte sich, bevor es zu laut wurde. Er schloss die Augen, packte die Theke mit beiden Händen und zwang sich dazu, einmal tief durchzuatmen. Er drückte seine Wut so tief runter, wie er konnte - was nicht viel war, aber Kleinvieh machte ja bekanntlich auch Mist. Ihm war trotzdem nicht nach reden zumute.
      "Informationen? Schön. Unbekannte Akteure schleichen sich in unsere Geschäfte, obwohl wir extra Maßnahmen ergriffen haben. Kommt dir bekannt vor, hm? Okay, hier hast du was Neues: wer immer diese Leute sind, sie stinken nach alter Magie."
      Cal bekam den Geruch gar nicht mehr richtig aus der Nase, seitdem er in diese Bar gelaufen war. Embers blutüberströmtes Gesicht zuckte durch seinen Verstand. Er ballte die Hand zur Faust, seine Krallen bohrten sich in seine Handfläche, bis er blutete.
      "Ich kann sie finden. Aber jedes Mal, wenn wir ihren Spuren folgen, verziehen sie sich auf eure Seite und ich kann ihnen nicht mehr folgen. Was mich zu meinem ersten Punkt zurückbringt: ich brauch Zugang. Mir egal, was ich dafür tun muss. Du willst ein Team? Okay, geregelt."


    • Ilya

      Normalerweise hätte sie vielleicht sogar Respekt gehabt, schließlich waren Wölfe den Vampiren in Stärke durchaus überlegen. Aber nicht hier. Nicht in ihrem Gebiet. Sie verstand warum er schlecht gelaunt war, warum er nicht ganz klar reden konnte. Aber das bedeutete nicht, dass er sie nicht zu respektieren hatte.
      Ilya’s Augen verhärteten sich ein wenig, wurden ein wenig roter als sie sprach. “Zugang kannst du haben. Aber nur du. Wenn du mehr Wölfe mitnehmen willst geben wir dir Vampire in der gleichen Anzahl mit.” Sie lehnte sich ein wenig vor. Ihre Stimme änderte sich nicht, doch ihr Blick wurde eisiger. “Wir wollen eure Routen prüfen. Das heißt wir wollen Zugang zu euren Docks.”
      Das mit der alten Magie? Das war nicht neu, aber trotzdem interessant bestätigt zu bekommen. Das hieß, dass es Wesen sein mussten, die mindestens so alt wie der Vatikan waren. Hmpf. Das war nicht gut. Gar nicht gut. Vielleicht konnte ihre Mutter ja mal ein bisschen die Fühler ausstrecken.


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    • "Zugang kannst du haben. Aber nur du. Wenn du mehr Wölfe mitnehmen willst geben wir dir Vampire in der gleichen Anzahl mit."
      Cal war drauf und dran, von seinem Barhocker aufzuspringen und loszulegen. Aber er wusste, dass es nicht so einfach war. Es gefiel ihm zwar nicht, aber er musste bleiben, musste verhandeln. Und irgendwie musste er dabei einen klaren Kopf behalten.
      "Unsere Routen? Als ob wir die nicht selbst überprüfen können."
      So viel zum klaren Kopf.
      Er atmete noch einmal tief durch, nahm noch einen langen Schluck von seinem Bier. Vampire hatten Jahrhunderte zur Verfügung, um ihre Spielchen zu spielen. Es half nicht, dass er mit dem Kopf durch die Wand wollte, dass er ungebremst nach vorne preschte. Er musste sich nicht nur beruhigen, er musste langsamer werden. Zurückhaltung war während eines Vollmonds nicht unbedingt seine Stärke, aber für das Rudel musste er es zumindest versuchen.
      "Na schön. Gleiche Bedingung: du willst Blutsauger zu uns schicken, dann werden sie in gleicher Stärke begleitet," seufzte er. "Ihr kriegt die Routen und die Leute, die damit zusammenhängen, aber unsere Bücher und Warenhäuser bleiben geschlossen. Im Gegenzug will ich mit eurem Verteilernetzwerk reden. Bei euch hat's mit Drogen angefangen und die müssen ja irgendwo herkommen. Ich muss in die Clubs, in denen das Zeug verteilt wird. Sobald ich die Spur aufgenommen habe, sollte ich uns direkt zum Ziel führen können. Ob das dann der Kopf der Schlange ist, sei jetzt mal dahingestellt."
      Er drehte seine Bierflasche hin und her, kratze am Label herum. Ember, leblos aufgebahrt, dominierte seine Gedanken.
      "Und ich will ein Anrecht auf den Tod desjenigen, der die Angriffe auf unserer Seite geführt hat," knurrte er. "Egal, wer das sein sollte. Dieser Takedown gehört mir."
      Er begegnete Ilyas Blick, seine Augen tiefschwarz. Der Wolf lauerte direkt unter der Oberfläche. Er wollte jagen. Er wollte töten.


    • Ilya

      “Deal.” Ilya nickte, hielt den Blickkontakt, auch wenn es nicht gerade in ihrer Natur lag, sich mit ihm Anlegen zu wollen. Aber wer wäre sie gewesen, wenn sie jetzt zurück weichen würde?
      “Du kannst allein agieren. Wir halten dich nur auf. Aber denk dran, dass ich nicht die Unabhängigen kontrollieren kann. Wir werden Informationen rausgeben, aber das ist alles was ich versprechen kann.” Sie stand schon auf, wusste, dass hier nichts mehr zu besprechen war, bis er sich nicht mal ein bisschen entspannte. “Mir ist egal ob du sie umbringst, aber denk dran, dass wir diesmal nicht für deine Misere verantwortlich sind.” Ihr Blick glitt einmal hinab bevor sie ihm nochmal in die Augen sah. “Zu deinem Glück sind wir nicht so rachsüchtig. Nimm dir wen du willst, aber wenn da mehr Informationen raus zu bekommen sind Versuch wenigstens die zu bekommen bevor du ihn auseinander reißt, okay?”


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    • Cal lächelte bitter.
      "Ich krieg keinen Babysitter?"
      Er leerte sein Bier und glitt von seinem Backhocker. Er bemerkte das Blut an seiner anderen hand und schnappte sich eine dieser kleinen Cocktailservietten, um es schnell abzutupfen. Gut, dass er zu Hause so viel zerschlagen konnte, sonst wären seine Handflächen in den letzten paar Tagen noch mehr in Mitleidenschaft gezogen worden.
      "Ich dachte, wir arbeiten ab jetzt zusammen?"
      Er ließ die Serviette auf der Theke liegen und schob die Hände in die Hosentaschen. Der Mond rief nach ihm, aber irgendwie schaffte er es nicht, sich aus Ilyas Orbit zu ziehen. Sie war so ruhig, so kontrolliert. Wie konnte sie so entspannt bleiben, während ihr Land, ihre Leute bedroht wurden? Getötet wurden?!
      Nein, entspannt war nicht das richtige Wort. Sie war nicht entspannt. Ihre gesamte Körperhaltung war erzwungen. Aber der Blick, mit dem sie ihn bedachte... Shit.
      "Morgen Abend dann," grummelte er. "Wir seh'n uns."
      Er stapfte aus der bar und sammelte seine Leute ein, die sich mit ihm in den SUV setzten. Sie waren genauso angespannt wie er selbst. Vampire und Vollmond waren eben kein guter Mix.


    • Ilya

      Sie roch es, bevor sie es sah. Und hatte wirklich Schwierigkeiten sich zusammenzureißen. Selten so leckeres Blut gerochen. Dabei wusste sie ja noch gar nicht wie er schmeckte. Wusste generell nicht wie Wolfsblut schmeckte. Es roch anders als Menschenblut. Seines zumindest. Sie zwang sich gerade stehen zu bleiben, nicht ihm hinterher zu rennen und ihre Zähne in den Hals zu rammen. Normalerweise war sie echt besser darin, sich zu beherrschen. Reinblüter konnten dem Geruch von Blut meist wesentlich besser widerstehen, als verwandelte. Aber eben auch nur meist. Ilya spürte wie ihre Fangzähne nach Blut lechzten. Ihre Augen momentan sicherlich dunkelrot waren und nicht wie gewöhnlich Silber.
      Gott, so einen Effekt hatte nicht mal ein frisch blutender Mensch auf sie gehabt. Schnell drehte sie sich um, konnte aber den Blick nicht von der Serviette nehmen. Bastard. Das hatte er eindeutig extra gemacht.

      Frustsaufen. So nannte man das. Ilya hatte schon die dritte Blutkonserve geleert. 0 Negativ. Normalerweise ihre Lieblingssorte. Aber es reichte nicht. Reichte nicht aus um den Hunger, den SEIN Blut hinterlassen hatte, zu stillen. Und sie hasste es. Hasste das Kratzen in ihrer Kehle und das Durstgefühl, dass sich nicht stillen ließ. Und Wenn sie sich morgen mit ihm traf? Ilya war sich nicht sicher, ob sie sich zusammenreißen konnte. Er würde es in ihren Augen sehen, selbst wenn sie ihren Körper kontrollieren konnte. So ein Scheiß.


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    • Kaum erreichten sie das Naturschutzrevier, da riss Cal schon die Tür seines SUVs auf und stürzte sich nach draußen. Seine Knochen brachen, seine Muskeln rissen entzwei. Es war nicht unangenehm, es passierte einfach. Und dann, nur einen Augenblick später, stand ein riesiger Wolf, wo vorher noch ein junger Mann gestanden hatte. Und dann rannte er los. Er rannte und rannte, heulte in die Nacht hinein und sein Ruf wurde vom Rest des Rudels erwidert. Heute Nacht waren mehr Wölfe unterwegs, mehr Leute, die einen Auslass für ihre Emotionen brauchten. Sie rannten zusammen. Und morgen Nacht, da würden sie jagen.

      Sie ließen Cal schlafen. Er war die ganze Nacht lang wach gewesen, war gerannt, hatte sogar einen Hirsch erlegt. Erst am Morgen hatte er genug Ruhe gefunden, um sich ins Gras zu legen, sich zusammenzurollen und ein kleines Nickerchen zu machen. Sein Onkel lag bei ihm, seine drei Cousins ebenfalls. Ihr Blut war stark genug, um sie ähnlich an den Mond zu binden wie ihn.
      Cora weckte sie alle mit Frühstück zum Mittagessen. Bei dem Geruch von frischen Eiern mit Bacon verwandelten sich die Zwillinge sofort zurück. Ihr älterer Bruder Flint folgte ihnen auf dem Fuße. Linden ließ sich ein bisschen mehr Zeit, weil er sich erst noch ausgiebig streckte. Der alte Mann kam nicht mehr so häufig dazu, einfach mal er selbst zu sein. Und Cal? Cal beäugte das Frühstück, ohne sich groß zu rühren, bis Cora es ihm hinstellte und er es so essen konnte. Sie kraulte ihn hinterm Ohr.
      "Wir werden sie finden," meinte sie. "Jetzt, wo wir Zugang haben, werden wir sie finden."

      Am Abend stand er dann am vereinbarten Treffpunkt, an seinen SUV gelehnt. Seine beiden Bodyguards war er nicht losgeworden, egal wie viel er mit Linden darüber diskutiert hatten. Das hieß, Ilya musste zwei ihrer Blutsauger mitbringen, die ihn die ganze Zeit anstarren würden. Wie nervig. Vielleicht waren es ja die beiden, denen er letztens erst mit ihr entwischt war?
      Cal spielte mit seiner Halskette herum, während sie warteten. Das Revier der Vampire war gleich da, auf der anderen Straßenseite. Da war nichts, was ihn davon abhielt, einfach da rüber zu marschieren. Und doch stand er hier, ganz brav, und wartete, während Embers Mörder sich irgendwo da drüben versteckte.


    • Ilya

      “Fass mich nicht an.” Knurrte sie gegenüber dem armen Miklas, der sie nur eskortieren wollte. Ilya war angespannt. Mehr als angespannt. Sie war frustriert. 5 Blutbeutel waren normalerweise genug, um sie fast eine ganze Woche zu versorgen. Rein theoretisch sogar zwei bis drei, je nachdem wie sie schlief. Aber heute? Sie hatte kein Auge zu gemacht. Ihr ganzer Körper brannte vor Frust, wie Lava unter ihrer sonst so kalten Haut und sie war immer noch hungrig. Immer noch ausgedurstet, als hätte sie seit einem Jahr nichts mehr zu schlucken bekommen.
      Das schlimmste daran? Sie musste genau jetzt, wo sie sich immer noch nicht unter Kontrolle hatte, die Augen tiefrot, die Fangzähne viel spitzer und schärfer als sonst, genau jenen Übeltäter treffen, den sie das zu verdanken hatte. Zusätzlich durfte sie ihn auch noch beschatten, da er zwei weitere Wölfe mitnehmen wollte.
      “Altair, wenn ich einen blöden Kommentar von dir höre, sorge ich dafür dass du den Rest deines Lebens Tierblut trinkst.” Wieß sie den relativ jungen Vampir zurecht. Er war erst 150. Dunkelbraune Haare, dunkelrote Augen. Verwandelt mit Ende 20. Stark genug um es mit einem Wolf aufzunehmen, aber definitiv noch so jung im Kopf, dass er sicherlich ein paar dumme Kommentare auf den Lippen hatte.
      Normalerweise war sie nicht so zickig. Das wussten auch die beiden auch, denn Ilya hob selten überhaupt ihre Stimme. Umso mehr wussten sie auch, dass sie heute keine Widerworte dulden würde.
      Daher folgten die beiden ihr wie zwei bestellte Bodyguards, als Ilya, heute mal in praktischer Kleidung, aus dem Gefährt trat. Schwarze Jeans, schwarzes Shirt, welche einen starken Kontrast zu ihrer blassen Haut und zu ihren weißen Haaren machten. Schnell übergeworfen, nachdem sie sich aus ihrer Schockstarte gekämpft hatte. Und gott. Sie hatte ihn noch nicht mal gesehen, da konnte sie ihn schon riechen. Toll.


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    • Cal starrte in den Nachthimmel. Sterne waren hier keine zu sehen. Aber der Mond war stark genug, um der Lichtverschmutzung zu widerstehen. Er war nicht mehr ganz voll, das war letzte Nacht gewesen, aber sein Einfluss war noch immer stark. Nach Vollmond war es einfacher, mit allem umzugehen, als direkt davor, aber der Wolf war immer noch da, direkt unter der Oberfläche. Das Versprechen einer Jagd war alles, was ihn in Schach hielt.
      "Benehmt euch, klar?" wies Cal die beiden Wölfe - Briar und Daisy - an, die zu seinem Schutz abgestellt worden waren. Als ob er das nötig hätte.
      "Wenn die sich auch benehmen," grummelte Daisy.
      Cal warf ihr einen vielsagenden Blick zu und sie verstummte. Im nächsten Moment tauchten die Vampire auf, Ilya an ihrer Spitze. Und sie sah... verdammt gut aus. Wer hätte gedacht, dass sie Hosen besaß? Sie standen ihr auf jeden Fall.
      "Ilya," grüßte er sie heute Nacht, hielt ihr sogar die Hand hin. "Das sind Briar und Daisy. Beide gehören zu unseren besten Trackern. Wenn wir das hier richtig angehen wollen, schlage ich vor, dass wir uns aufteilen. Jeder von uns kann einen Teil eures Reviers abdecken. Es sei denn, das passt euch nicht."
      Cal wusste genau, dass es Daisy und vor allem Briar nicht passte, denn sie hatten strickte Order von Linden bekommen, Cal nicht von der Seite zu weichen. Aber das war ihm egal. Er wollte diese Mistkerle finden und das ging nun einmal schneller, wenn sie mehr Boden abdecken konnten. Gerade Daisy sollte das zu schätzen wissen, da ihr Partner Ash immer noch nicht zu sich selbst zurückgefunden hatte, nachdem Ember unter deren Aufsicht getötet worden war.


    • Ilya

      “Calder. Scheint als hätte der Mond heute nicht mehr ganz so viel Einfluss.” Ilya ließ es sich nicht nehmen, ihm den Seitenhieb zu geben, nachdem er sie gestern ziemlich aufgekratzt hatte. Ihr Atem ging flach, als sie seine Hand schüttelte und sie vielleicht sogar ein wenig zu schnell weg zog. Ihn jetzt auch noch die ganze Zeit riechen zu müssen? Nicht gerade ihre liebste Abendbeschäftigung. Sie nahm schnell einen Schritt zurück, verschränkte die Hände vor den Armen und hörte ihm zu. Als sie antwortete, konnte man die langen Zähne sehen, die sie sonst gekonnt unter Kontrolle hatte.
      “Miklas kennst du schon, das ist Altair. Sucht euch eure Partner aus. Ich begleite Calder. Bevor ihr abgehängt werdet.” War das gut? Nein. Hatte sie Lust dazu? Auch nein, denn alleine in seiner Gegenwart zu sein sorgte gerade dafür dass ihr Hals sich viel zu trocken anfühlte. Aber hier ging es nicht um sie. Es ging um mehr und das würde sie nicht versauen.
      “Benehmt euch. Alle. Ich hab keine Lust hinter euch aufzuräumen.” Knurrte sie dann nochmal in Richtung der beiden Vampire, die eindeutig keine Lust hatten.
      “Briar und Daisy. Wenn ihr erwischt werdet, dann haltet bitte alle Beteiligten fest. Ich kümmere mich dann um den Rest.”


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    • Briar und Daisy sahen zu Cal, anstatt direkt zu antworten. Cal nickte ihnen zu, daraufhin nickten auch die beiden. Briar schloss sich mit Miklas zusamen, Daisy musterte Altair unverhohlen von oben bis unten. Cal knurrte sie kurz an, die machte einen halben Satz zurück, den Kopf leicht gesenkt. Sie würde sich benehmen.
      "Meldet euch, wenn ihr was findet," befahl Cal. "Jagen ja - erlegen nein. Verstanden?!"
      Wieder nickten seine beiden Wölfe.
      Die beiden Vampire nahmen seine Wölfe mit zu Orten, wo diese seltsamen Drogendeals passiert waren. Cal musste einfach darauf vertrauen, dass der Hass auf ihren gemeinsamen Feind größer war als die Chance, einen Wolf zu erlegen. Sollte sich das als Fehleinschätzung herausstellen... Cal war gerade sehr in der Stimmung, einen Krieg zu führen.
      "Also. Wo gehen wir hin?" fragte er Ilya.
      Er war noch nie in diesem Stadtteil gewesen. Klar, er hatte Karten gesehen, konnte sich an den markantesten Plätzen auch orientieren, aber er hatte keine Ahnung, wo hier die Bars, Clubs, und Drogenumschlagplätze waren. Er musste sich darauf verlassen, dass Ilya ihn führte. Wie ein verdammter Hund and der Leine...


    • Ilya

      Hoffentlich benahmen sich alle. Ilya hatte absolut keine Lust auf Eskalation. Vor allem, weil sie dann sich mehr drum kümmern musste. Alleine der Gedanke daran, Postbotin spielen zu dürfen, ließ ihre trockene Kehle brennen. Meh. Garantiert nicht.
      Als die vier zu den kleineren Drogendeals abhauten, drehte sie sich zu Calder um.
      “Wir gehen als erstes in eine der normalen Bars. Wenn du da nichts findest, dann graben wir tiefer.” Erklärte sie, während sie die Beine in Bewegung setzte. Mit einer geübten Hand nahm sie ihre Haare zusammen und band sie zu einem hohen Zopf zusammen. Die Nacht war noch jung, aber Calder hatte sicherlich ein Tempo drauf, bei dem sie sich anstrengen musste. Hmpf.

      Sie waren schnell an der Bar angekommen. High Society. Dunkel, voller Techno Sounds die, die die Ohren direkt wegdröhnten. Wenig Menschen, aber genug von denen, die das Zeug schon öfter gesehen hatten. Vampire die direkt zur Seite wichen, als sie die Bar betrat. Ilya ignorierte sie, machte sich auf direkt auf den Weg in die hinteren Teile in die sich niemand ohne Daseinsberechtigung traute. Selbst Ilya kam hier selten hin. Nur, um das Geld ihres Vaters auf den Kopf zu hauen. Drogen hatte sie nie genommen. Die brachten noch weniger als Alkohol.
      “Und? Riechst du was?” Fragte sie, während sie den Drang unterdrückte sich selber die Nase zu zu halten. Er stand zu nah. Viel zu nah.


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    • Calder folgte Ilya durch die Straßen und sah sich dabei um wie ein Welpe, der zum ersten Mal einen Garten sah. Diese Seite der Stadt war ihm nicht nur fremd, weil er noch nie hier gewesen war, sondern auch, weil die Stadt eine gänzlich andere war. Chrom, Stahl, und beton beherrschten die Umgebung, Hochhäuser dominierten den Himmel, anstatt der Baumkronen, die Cal gewohnt war. Und die Leute erst: alle in Eile, alle den Boden oder ihr Smartphone anstarrend, alle so... uninteressiert. Unzusammenhängend. Einsam. Hier wollte Cal nicht leben müssen.
      Ilya nahm ihn mit in einen furchtbaren Club. Nicht, weil die Musik zu laut hämmerte, oder ihm das Klientel nicht gefiel. Der Club war furchtbar, weil er nach High Society Egos stank. Hier kamen die Leute hin, die sich besser als alle anderen fühlen wollten. Ekelhaft.
      Dankenderweise nahm Ilya ihn mit in ein Hinterzimmer, das ein bisschen weniger furchtbar war. Es stank immer noch, aber seine Wolfsnase sagte selten Nein zu Gerüchen. Stattdessen filterte er einfach nur sehr gut und konzentrierte sich auf den Geruch, der am wenigsten beleidigend war. Nette kleine Fähigkeit.
      "Und? Riechst du was?" fragte Ilya, scheinbar genauso kurz angebunden, wie er es war.
      "Bekommt Euch der Mond nicht, Eure Hoheit?" fragte Cal zurück, ein schiefes Grinsen im Gesicht.
      Genau wie Ilya, zeigten sich auch bei ihm scharfe Eckzähne. Sekunde mal... das war doch vorher nicht so gewesen? Gingen Vampire tatsächlich mit dem Mond wie die Wölfe?
      Cal trat weiter in den Raum hinein und schloss die Augen. Er atmete tief ein, nahm alles wahr, was ihm seine Nase zeigte. Da waren die üblichen Verdächtigen: Alkohol, ein ganzes Menü an Drogen, Vampire, Menschen... da!
      Er öffnete die Augen und sein Blick bohrte sich in eine Schale mit kleinen Plastiktüten. Er griff sie sich, auch wenn einer der Vampire, die sie gerade sortiert hatte, protestierte, und drückte Ilya in die Hand.
      "Keine alte Magie, aber diese Kokain-Päckchen riechen nicht so wie der Rest. Ich wette, da sind zumindest ein paar euer dreckigen Päckchen drin."
      Er wandte sich wieder zu dem Vampir um, dem er die Schüssel abgenommen hatte.
      "Wo hast du das Zeug her, hm? Du verpackst es doch?"
      In seinem Revier würde man ihm sofort antworten. Man hielt nichts vor dem Rudelführer zurück, erst recht nicht, wenn er offensichtlich angepisst war und der Vollmond keinen ganzen Tag zurücklag. Doch der Vampir schwieg. Cal knurrte.


    • Ilya

      Sie ließ ihn glauben, dass die Reisszähne dem Mond geschuldet waren. Nicht seiner bloßen Existenz neben ihr. Das war einfacher. Weniger peinlich. Sie beobachtete ihn eine Weile, bevor sie dazwischen trat. Den Größenunterschie zwischen ihnen ignorierte sie dabei gekonnt. Bei Wölfen funktionierte imponierung vielleicht. Aber hier?
      Er hatte es versucht. Aber bei Vampiren kam man eben nicht weit, außer man hatte Alter oder Rang. Und sie hatte zumindest eines davon.
      “June. Raus damit, bevor ich ungemütlich werde.” Befahl sie, eisig. Sie hatte ebenso wenig Zeit wie Calder hier. Nicht für sowas. Nicht für das hier.
      Der Vampir sah sie an, schien sich noch unsicher, doch Ilya ließ sich nicht beirren. “Das ist ein Befehl.” Kurz blitzten ihre Augen. Die letzte Warnung, bevor sie ihn dazu zwingen würde. Immerhin schien das Wirkung gezeigt zu haben. Wer einmal unter Einfluss von ihr gestanden hatte wusste, wie unangenehm das war. Wie scheiße man sich fühlte, wenn einem der gesamte Kopf umgedreht wurde.
      “Die Ware kommt vom südlichen Lager. Ich hab’s von Sigma, aber ob das direkt aus dem Lager kommt oder verunreinigt wurde weiß ich doch nicht.” June hatte sich immerhin dagegen entschieden. Gottseidank. Denn wenn sie ihre Kräfte hier einsetzte, dann würde sie noch weniger den Blick von Calder’s pulsierenden Halsschlagader nehmen können.


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    • Calders Knurren verstummte in dem Augenblick, in dem sich Ilya vor ihn schob. Sowas war ihm noch nie passiert. Noch nie hatte jemand einschreiten müssen, um ihn zu unterstützen. Die meisten taten es einfach, so lief das eben im Rudel, aber normalerweise war sein Wort Gesetz. Das hier war so seltsam.
      "Südliches Lager," wiederholte er leise für sich. "Sigma."
      Der Wolf hatte ein Ziel. Aber, wie er eben gelernt hatte, war er nicht derjenige, der hier sagte, wo es lang ging. Eine interessante Erfahrung. Selbst als Welpe hatte man sich ihm mehr gefügt als alles andere. Erst recht nachdem er bewiesen hatte, dass sein Blut sehr wohl stark war, dass er sehr wohl der Sohn seiner Mutter war. Er war noch nie wirklich ein Mitläufer gewesen, das lag einfach nicht in seiner Natur.

      Er folgte Ilya wieder aus dem Club, dankbar über die frische Luft. Naja, frisch konnte man das nicht unbedingt nennen, aber es war besser als die abgestandene, vollgemiefte Luft im Club.
      Cal checkte sein Smartphone: keine neuen Nachrichten von Briar oder Daisy. Er schrieb ihnen trotzdem über seinen Fortschritt. Offener Informationenaustausch war das, was das Rudel so stark machte.
      Sein Blick glitt zurück hinauf zum Himmel, hinauf zum Mond. Der Mond war den Wölfen heilig. Cal konnte nur hoffen, dass er den Segen des Mondes hatte, mit den Vampiren zusammenzuarbeiten. Ob er wirklich Einfluss auf Vampire hatte? Unwahrscheinlich.
      "Hunger?" fragte er Ilya, während sie sich auf den Weg zu diesem südlichen Lager machten. "Oder warum trägst du deine Beißerchen so offen. Ich dachte, das macht man unter Vampiren nicht? Zumindest hab ich noch nie einen so gesehen, wenn ihr nicht gerade am Essen seid."


    • Ilya

      Ah. Endlich raus da. Es war schon so kaum auszuhalten gewesen. Mit ihm hinter sich wusste Ilya gar nicht genau, wie sie da ohne ihren Atem anzuhalten, überleben sollte.
      Also nahm sie einen tiefen Atemzug sobald sie aus dem Club raus waren. Und bereute es sofort, denn jetzt war ihre Nase nicht mehr von muffigem Club und Calder gefüllt, sondern nur Calder.
      “Hunger?” Kaum merklich zuckte sie zusammen, die blutroten Augen irgendwo hingerichtet, Hauptsache nicht auf den Wolf.
      Nun, wirklich verneinen konnte sie das auch nicht. Hunger hatte sie allemal. So sehr, dass sich ihre Kehle bei jedem Atemzug schmerzhaft zusammenzog und sie am liebsten ihre Zähne in seinem Hals versank. Aber sowas machte man nicht. Nicht als Vampir der zumindest ein bisschen Anstand hatte. Und garantiert nicht bei einem Wolf.
      “Keinen, den wir jetzt stillen können, also find dich damit ab.” Knurrte sie, aggressiver als sie eigentlich wollte. Am liebsten würde sie gar nicht weiter darüber nachdenken, aber das würde ihr sicherlich weiterhin verwehrt bleiben. So wie er sie jetzt ansah.


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    • Calder hob eine Braue.
      "Okay, hab mich damit abgefunden. Hatte nie ein Problem damit, ehrlich gesagt."
      Er zuckte mit den Schultern. Nahm eine Nase seiner Umgebung. Keine alte Magie.
      "Hast du's eigentlich mittlerweile mal ausprobiert? Das mit dem Trinken von einem Betrunkenen, um zu gucken, ob du doch betrunken werden kannst?"
      Smalltalk war einfach. Smalltalk war etwas, was Calder gut konnte. Und jetzt gerade brauchte er es ein bisschen, um sich von der Jagd abzulenken. Man sollte meinen, dass das kontraproduktiv war, aber Fakt war: Cal konnte hier nicht jagen, wie er es wollte, wie er es sonst tat. Er konnte sich nicht mitten im Territorium der Vampire verwandeln und einfach lospreschen. Wäre es effektiver? Alle mal. Aber er konnte seine Aufpasserin ja nicht einfach zurücklassen. Also musste er Smalltalk machen, während er immer mal wieder die Nase in den Wind hielt, um ihre Beute aufzuspüren.


    • Ilya

      Musste er unbedingt weiter über’s Blut trinken reden? Ilya knirschte ein wenig mit den Zähnen, während sie sich zügig Richtung Süden bewegten. Ob Sigma dort immer noch war wusste sie nicht, aber eine andere Richtung einschlagen machte jetzt auch nicht so viel Sinn.
      Sie lief also weiter, vertraute auf Calders Nase und Verstand. Ihr war bewusst, dass er vermutlich wesentlich schneller alleine agierte. Am besten gar nicht in seiner menschlichen Form. Aber es war durchaus besser, dass er bei ihr blieb. Denn selbst wenn er jemanden finden würde, würden die Vampire wohl eher im Kampf sterben, bevor sie mit dem Wolf redeten. Klassisch Vampir eben. Aber dafür hatte sie eben ihre eigenen kleinen Tricks.
      “Ich kam bis lang leider nicht in den Genuss. Es ziert sich nicht von Lebenden zu trinken, wenn diese nicht einverstanden sind.” Wie gerne sie jetzt ihre Zähne in seinen Hals senken würde. Ilya’s Augen sahen , ohne dass sie es verhindern konnte, zu ihm und seinem Hals. Fuck. Sie sah einen Moment zu spät weg, die Kehle brennend und die Zähne spitz. Fuck fuck fuck. So hatte sie das jetzt nicht geplant.


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    • Calder hatte ihren Blick gesehen. Natürlich hatte er ihn gesehen. Wölfe kommunizierten ohne Worte, alles über Körpersprache - entsprechend gut war er darin, andere Leute zu lesen. Und Ilya konnte er manchmal lesen wie ein Buch. Immer wenn ihre hübsche Porzellanmaske verrutschte, schrie sie ihre Gedanken geradezu in die Nacht hinein.
      "Warum so angespannt? Ich weiß, dass ich einen schicken Hals hab."
      Er zuckte mit den Schultern, wandte den Blick wieder von ihr ab, um ihr das bisschen Raum zu geben, das er ihr hier geben konnte.
      "Aber ich bin wahrscheinlich nicht derjenige, mit dem du diese kleine Theorie ausprobieren willst. Bin nicht gern betrunken."
      Instinktiv ging eine Hand an seine Halskette. Seine Mutter hatte ihn nicht erzogen, natürlich nicht, aber sein Onkel war wie sie aufgewachsen und Cal stellte sich gern vor, dass er ihn so erzogen hatte, wie es seine Mutter getan hätte. Und beide hatten ihn dazu erzogen, seine Fehler einzugestehen, sein Ego runterzuschlucken.
      "Hey ähm... sorry. Wegen gestern, meine ich. Ich war... wütend. Hab mich da eine Woche lang reingesteigert. War nicht so 'ne Glanzleistung von mir. Ich hätte das nicht an dir auslassen sollen. Vor allen nicht an dir. Du hast mich gewarnt und ich dachte, ich hätte es auch ohne deine Hilfe im Griff. Und jetzt..."
      Ember's gebrochener Körper tauchte vor seinem inneren Auge auf. Sie hatte gekämpft, aber nicht die geringste Chance gehabt.
      Er drehte den großen Fangzahn zwischen seinen Fingern hin und her.


    • Ilya

      Sie schnaubte, nicht aus Spott sondern aus Frust. Natürlich hatte er einen schönen Hals. Er sah insgesamt viel zu gut aus. Aber er roch eben noch ein bisschen besser. Ein bisschen zu gut. Als er das mit der Theorie nochmal ansprach, reagierte sie nicht darauf. Schluckte die Worte runter, die ihr auf den Lippen brannten.

      Ich will dein Blut nicht nur, weil Alkohol drin fließt.

      Als er sich schließlich entschuldigte, stoppte Ilya kurz, etwas überrascht. Das war eher der Mann, den sie in der Bar kennen gelernt hatte. Oder seine andere Seite. Die Vernünftige zwischen Instinkt und was auch immer sonst in ihm brodelte.
      Eigentlich hätte sie ihm vergeben. Oder zumindest die Entschuldigung angenommen, denn genau genommen hatte er nicht wirklich etwas gemacht, wofür er sich überhaupt so demütig entschuldigen musste. Aber Ilya’s eigener Kopf war gerade auf alles andere konzentriert. Scratch that. Auf nichts außer das Blut, was in seinen Adern rauschte.
      “…” Gott, wie gern sie jetzt einen Bissen als Entschädigung einfordern würde. Ilya biss sich auf die eigene Lippe und sah zur Seite. So konnte das nicht weiter gehen. “Schon okay.” Presste sie schließlich hervor. Ihre Beine wurden ein wenig schneller, wie als könnte sie vor dem Geruch weglaufen. Nur, dass jene Versuchung ihr folgte wie ein treuer Freund und Helfer. “Beim nächsten Mal lass vielleicht nicht dein Blut in meiner Gegenwart fließen. Oder in der Gegenwart von irgendeinem Vampir.”


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