Between Fangs and Claws [Kürbis vs Dämon]

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    • Cal lachte leise, ertappt.
      "War nicht unbedingt geplant, das mit dem Blut. Wie gesagt, ich war wütend. Ich hoffe, ich hab nicht die ganze Bar für euch zugemieft?"
      Seine Stimme war rau, ein Hauch von Selbstironie schwang darin mit, doch seine Augen verrieten, dass der Zorn noch immer unter der Oberfläche brodelte, auch wenn er sich mittlerweile wieder besser im Griff hatte. Die Erinnerung an Embers leblosen Körper, an das Blut, das den Boden tränkte, ließ seine Muskeln erneut anspannen; er konnte es einfach nicht abschütteln. Wollte er auch nicht. Einer der Seinen war gefallen, weil er nicht aufgepasst hatte, weil er gedacht hatte, er wisse es besser. Dafür gab es keine Entschuldigung. Aber er konnte die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Und genau das würde er auch tun.
      Er ließ seine Halskette los und nahm noch eine Nase von der Stadt. Noch immer keine Spur von der alten Magie, die er wohl nie wieder vergessen würde.


    • Ilya

      “Wie man’s nimmt.” Ilya bog zwei mal ab, bevor sie sich an einem der südlichen Treffpunkten befanden. Durch die enge Bebauung und Ilya’s Kenntnis über das Layout waren sie in knapp einer halben Stunde ganz schön weit gekommen. Dies war zwar nicht der Punkt, wo June oder Sigma operierten, aber es war nah dran. Ausserdem gingen hier Vampire ein und aus, die auch in dem anderen Lager unterwegs waren.
      Als sie an dem Lagerhaus stoppte zog sie ihr Haarband ein wenig enger. Es war unscheinbar, zwischen anderen eher kleineren Gebäuden, aber seine Gänge reichten tief. Sehr tief. Von hier kam man sogar bis zum südlichsten Ende der Stadt, wenn man unbedingt wollte.
      “Was aufgenommen? Wenn du mit wem reden willst lass mich das am besten machen. Die Vampire hier sind nicht gut auf euch Wölfe zu reden.” Noch einmal wandte sie sich ihm zu, unterdrückte ihren Hunger ein weiteres Mal. Hauptsache sie musste nicht alle Vampire um sich herum hypnotisieren. Dann ging sie lieber gleich voran. Oder ihr Vater musste ein paar Blutkonserven mehr besorgen. Viele mehr.


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    • Irgendwie war es seltsam, dass ausgerechnet Ilya hier diejenige war, die so kurz angebunden war. Normalerweise schmiss sie doch nur so um sich mit ihren Worten.
      Er folgte ihr auch weiterhin, bis sie schließlich vor einem Gebäude stehen blieb, das aussah wie alles, nur nicht wie ein Lagerhaus. Perfekt also, um eine größere Ladung Drogen zu verstecken.
      "Was aufgenommen? Wenn du mit wem reden willst lass mich das am besten machen. Die Vampire hier sind nicht gut auf euch Wölfe zu reden."
      Natürlich waren sie das nicht. Kein Vampir war das je. Außer vielleicht Ilya, die sich aus irgendeinem Grund nie wirklich dafür interessiert hatte, dass er ein Wolf war. Hm.
      Cal hielt die Nase in die Luft und schloss die Augen. Da war Abwasser, Kippenstummel, ein paar Menschen, eine Menge Vampire, der erste Hinweis auf die Drogen, die sie hier lagerten...
      "Wird bald regnen. Aber ansonsten kann ich nichts ungewöhnliches riechen."
      Nichts, außer Ilya. In der Bar eben war es ein bisschen untergegangen, aber jetzt, ohne große Ablenkungen, da roch er es. Er konnte es gar nicht richtig benennen, aber Ilya roch gut. Nicht im Sinne von sie hatte ein gutes Parfum aufgetragen. Mehr im Sinne von eine lange vergessene Erinnerung, die von dem Geruch wieder zutage gefördert wurde. Im Sinne von einem scheinbar unbedeutenden Moment, in dem einfach alles in Ordnung war. Ilya roch wie Frieden. Und das verwirrte Cal immens.
      "Nach dir," meinte er und deutete auf die Tür.


    • Ilya

      Sie nickte nur, als er sie voran ließ. Er konnte also Regen riechen. Warum überraschte sie das so? Vampire konnten kommende Kälte oder Hitze ja auch in ihren Knochen spüren. Naja, sie wusste es nicht so wirklich. Genauso wenig wusste sie, wie sie das hier über mehrere Tage aushalten sollte, wenn er niemanden fand. Denn wenn er hier noch nichts roch? Dann hatte Ilya wenig Hoffnungen, dass er mit Sigma mehr Glück hatte.
      Trotzdem öffnete sie die schwere metallene Tür mit einem Ruck. Sie ignorierte die duzenden roten Augen, die sich auf sie konzentrieren. Man erwartete die Eisprinzessin in diesen Teilen der Stadt nicht. Aber man wusste auch, was los war, also wurde zumindest nicht rum gemeckert. Also nickte sie den Guards nur zu und stieß weiter nach innen. Der vordere Teil war nicht mal wirklich eine Front. Einfach nur voller Autos und ein paar Vampiren, die irgendwelchen Bürokram machten. Aber dahinter? War es direkt eine ganz andere Welt. Ein paar Kilo Kokain warteten auf die Abnahme, allesamt abgepackt in passenden Tüten. Es roch aber mehr nach Marihuana, welches nebenan angebaut wurde. Das Lilane Licht, welches die Pflanzen zum Wachsen brauchten, stieß leicht durch den unteren Türspalt. “Wir gehen von hier bis zum anderen Lager. Bitte sag Bescheid, wenn du was merkst. Es gibt nicht so viele Ausstiegs Punkte.” Murmelte sie, als sie eine der versteckteren Treppen hinunter ging.


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    • Cal folgte der Eisprinzessin ins Innere des Lagerhauses. Alles in allem sah es hier so aus, wie es aussehen sollte: Ein paar Autos, ein Haufen Leute. Das hier hätte alles sein können: Ein Lieferzentrum für irgendein Autohaus, eine Werkstatt, Pausenraum von Uber. Jemand, der nicht wusste, wonach es zu suchen galt, würde hier auch nichts finden. Cal zog trotzdem eine Nase. Vampire noch und nöcher, Autodreck, Beton, irgendjemand rauchte hier Zigarillos. Im Hintergrund roch er auch Plastik, Kokain und...
      "Ihr baut Gras an? Ha! Und ich dachte, wir haben da ein Monopol drauf."
      Es war keine Anfeindung, das war alles geregelt in den vielen Verträgen, die zwischen ihren beiden Seiten bestanden. Cal wusste, dass sich das Rudel genug mit dem Verkauf von verschiedenen Marihuana-Sorten ein goldenes Näschen oder zwei verdiente. Sie kontrollierten den legalen Verkauf in der Stadt (für den sie über Jahre hinweg ordentlich bezahlt hatten, damit er überhaupt legal wurde) und vertrieben auch genug von dem nicht so legalen Zeug, um den Vampiren ein bisschen Platz einzuräumen. Er hatte nur nicht gewusst, dass die Vampire auch anbauten. Er hatte immer gedacht, dass sie einkauften, da sie sonst hauptsächlich in den synthetischen Drogen unterwegs waren.
      Ilya nahm ihn mit in noch mehr Hinterräume und tatsächlich: die Vampire bauten ihr eigenes Gras an. Cal wandte sich der Tür zu und schnupperte. Standard, nichts besonderes.
      "Eure Luftfeuchtigkeit ist zu niedrig," kommentierte er, als sie weitergingen.
      Ilya führte ihn zu einer Treppe, die sie nach unten und nicht wie erwartet nach oben führen würde. Cal runzelte die Stirn. Er hatte nicht direkt Platzangst, so war das nicht. Aber zu wissen, dass ein riesiges, tonnenschweres Gebäude direkt über ihm war und jederzeit zusammenbrechen konnte, das machte ihn dann doch ein bisschen nervös.
      "Wir gehen von hier bis zum anderen Lager. Bitte sag Bescheid, wenn du was merkst. Es gibt nicht so viele Ausstiegs Punkte."
      Na toll.
      "Ist das nur ein langer Gang oder sind da unten noch mehr Lagerräume?" fragte er.
      Er betrachtete die Höhe der Decke, während er über eine richtig dumme Idee nachdachte. Aber war sie wirklich so dumm, wenn es ihn schneller wieder hier raus und zurück an die halbwegs frische Luft brachte?


    • Ilya

      "Hauptsächlich für die, die nicht auf eure Seite wollen." Ilya stoppte nicht, als sie ihm zunickte. "Für uns Vampire ist das relativ uninteressant. Oder eher gefährlich. Wie nennt man das? Munchies? Schon mal n Vampir high und auf Blut aus gesehen? Seitdem lassen wir die Finger davon." Das war wirklich ein witzige Situation gewesen. Es war Ruman, einer der jüngeren Vampire, gerade um die 170, der gerne mal neue Dinge ausprobierte. Nicht selten hielt er sich selbst als "Versuchskaninchen" hin für neue Drogen oder so. Meistens kam da nicht viel bei raus. Ein Rausch hier, eine blutige Nase da. Aber Marihuana? Das grüne Zeug hatte Ruman sehr entspannt gemacht. Ja, aber auch ziemlich hungrig. Und während Menschen und Wölfe (vermutlich) dann Hunger auf menschliches Essen hatten, hatten Vampire eben Hunger auf Blut. Auf sehr viel Blut.
      Ob er sich damals auch so gefühlt hat wie sie jetzt gerade? Fuck. Man. "Ich werd's weiter leiten, mit der Luftfeuchtigkeit." murmelte sie und setzte weiter einen Fuß vor den anderen.
      "Geh besser nicht verloren. Hier unten ist es wie ein Labyrinth." Letztendlich standen sie vor einem unscheinbarem Tor. Warum das überhaupt da war? Würde wohl keiner so wirklich wissen. Ilya tippte kurz auf dem elektronischen Pad hin und her, bevor sich jenes Tor öffnete. Dahinter? Dunkelheit. Hier waren nur Vampire unterwegs und Vampire brauchten kein Licht um zu sehen. Wölfe aber, soweit sie das wusste, wohl auch nicht. Oder?


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    • Mehrere Gänge also. Sollte kein zu großes Hindernis sein, wenn er jemanden dabei hatte, der sich auskannte.
      Ilya öffnete ein Sicherheitstor und offenbarte einen Gang gähnender Leere und nicht endender Dunkelheit. Auch eine Möglichkeit, Stromkosten zu sparen und sich vor irgendwelchen Behörden zu verstecken, die sich nicht bezahlen ließen. Clever. Nicht weniger einschüchternd, wenn man es zu der ganzen 'unter einem riesigen Gebäude feststecken'-Sache dazurechnete.
      "Wir haben nur ein festes Ziel, richtig? Wir müssen nicht jeden Gang absuchen?"
      Cal musterte noch einmal die Deckenhöhe. Es sollte eigentlich passen, hier unten war ordentlich Platz. Der Gang war auch breit genug, um kein Problem darzustellen, selbst wenn ihnen Gegenverkehr begegnen sollte. Oh, das war so eine dumme Idee!
      "Wie wär's, wenn wir das ganze ein bisschen beschleunigen. Hier unten kann ich mich ja nicht aus Versehen vor einem Menschen outen. Auf vier Beinen bin ich um einiges schneller. Und hier unten haben wir genug Platz, dass ich dich mitnehmen kann. Du musst mir nur sagen, wo ich lang muss."


    • Ilya

      Sie drehte sich zu ihm um, die gähnende Leere hinter ihr fast vergessen, als sie seinem Vorschlag zu hörte. "Du meinst ich soll mich auf dich drauf setzen wie auf ein übergroßes Pferd? Moment, wie groß bist du überhaupt?" Kurz war der Hunger vergessen, so sehr hatte der Mann sie aus der Bahn gebracht. Die Vampirin hatte nun wirklich nicht erwartet ihn überhaupt jemals in seiner Wolfsgestalt zu sehen, geschweige denn sich auf ihn drauf zu setzen.
      Andererseits...war das keine so schlechte Idee. Er würde ja schon wissen was er da vor schlug und die wenigen Vampire, die momentan in den Gängen waren würden sie sehen, bevor sie noch auf das fellige Vieh unter ihr eingehen würden. Warum also nicht? Stimmt. Warum eigentlich nicht? Also zuckte sie nur die Schultern hoch, bevor sie nickte.
      "Solang du nicht zu schnell für mich bist und wir dauernd zurück rennen müssen. Wenn ich meine Beine nicht bewegen muss nehm' ich das gerne an." Schließlich wurde ihr Hunger immer schlimmer, je mehr sie sich physisch betätigte.


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    • Cal grinste breit, seine Fangzähne offen sichtbar in der Dunkelheit.
      "Schulterhöhe ist Schulterhöhe," antwortete er.
      Das galt für die meisten Wölfe, plus minus ein paar Zentimeter. Sein Onkel war eine der wenigen Ausnahmen: er war kleiner, dafür aber um einiges kräftiger. In einem bloßen Kräftemessen hatte sogar Cal Probleme, gegen ihn zu bestehen.
      Cal beobachtete, wie sich die Zahnräder in Ilyas Kopf drehten. Und dann:
      "Solang du nicht zu schnell für mich bist und wir dauernd zurück rennen müssen. Wenn ich meine Beine nicht bewegen muss nehm' ich das gerne an."
      Er hatte nicht wirklich mit irgendeiner Antwort gerechnet, aber jetzt bemerkte er, dass er mit einem Ja wohl am wenigsten gerechnet hatte. Aber gut, besser für sie beide.
      "Da ich keine Ersatzklamotten dabei habe und nicht unbedingt nackt durch die Straßen der Stadt wandern will, musst du auf meine Klamotten aufpassen," erklärte er, während er sich seinen Hoodie über den Kopf zog, gefolgt von seinem T-Shirt. Einzig der Fangzahn seiner Mutter blieb um seinen Hals baumeln - der Lederriemen war groß genug, dass er ihn anbehalten konnte, wenn er sich verwandelte.
      Er reichte beide Kleidungsstücke an Ilya weiter, dann schlüpfte er aus seinen Hosen. Er hatte schon vor langer Zeit für sich beschlossen, dass es einfacher war, Kommando zu gehen - er trug keine Unterwäsche, außer an heißen Tagen, an denen er sonst nichts anzog. Wölfe waren alles andere als prüde. Nackt zu sein gehörte zu ihrer Existenz dazu. Er hatte also keinerlei Scham, sich vor Ilya zu entblößen, nachdem sie zugestimmt hatte. Ein Teil von ihm hoffte, dass es sie störte. Ein kleiner Teil.
      Cal wandte sich der Dunkelheit zu, machte ein paar Schritte weg von Ilya, und rollte mit den Schultern.
      "Ich kann dich verstehen, kann aber nicht sprechen, wenn ich mich erstmal verwandelt habe. Setz dich direkt hinter meine Schultern und halt dich an meinem Nackenfell fest. Richtig fest, ich bin nicht aus Zucker. Hab keine Lust, dich vom Boden aufwischen zu müssen."
      Er schenkte ihr noch ein Lächeln über seine Schulter, dann ließ er seine innere Natur nach außen kommen. Er sank auf alle Viere, als seine Knochen laut knackten und seine Muskeln sich verschoben. Es dauerte nur ein paar Sekunden und schon stand ein riesiger Wolf vor Ilya. Er schüttelte sich kurz, dann legte er sich hin, damit sie aufsteigen konnte.


    • Ilya

      Hätte sie wegsehen sollen? Vermutlich. Hatte sie genügend Körper nackt gesehen? Vermutlich auch. Ilya dankte dem kalten Blut in ihren Adern, dass sie nicht so, wie andere menschliche Frauen, rot werden konnte. So wurde das ja immer in den Büchern beschrieben. Schließlich sah er gut aus. Verdammt gut. Und verbergen musste er auch nichts. Nicht bei dem Körper. Zum vernaschen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Naja. Also sah sie nicht weg, während ihre Hände seine Klamotten zu einem kleinen Paket zusammenlegten. Interessant. So sah also eine Verwandlung von den Wölfen aus. Irgendwie hatte sie erwartet, dass es ein bisschen schmerzhafter war. Oder imposanter. Nicht, dass sie es wagte überhaupt eine Meinung über die Verwandlung zu haben. So viel Arroganz hatte sie nun auch wieder nicht.
      Allerdings hatte sie auch nicht erwartet, dass sein Geruch dadurch noch stärker wurde. Machte irgendwie Sinn. Aber irgendwie auch nicht. Ilya drängte den Instinkt, sich abzuwenden oder zu versuchen durch das dicke Fell zu beißen, mit aller Macht zurück. Und jetzt sollte sie auch noch aufsitzen? Dann würde sein Gestank ewig an ihr kleben und sie nie zu Ruhe kommen. Vor Frust knirschte sie ein weiteres Mal mit den Zähnen. Das Geräusch war eher wie Porzellan, welches an einander rieb. Wenn das hier vorbei war würde sie vielleicht einfach eine Blutbank überfallen.
      Nachdem seine Kleidung ordentlich zusammen gelegt war stopfte sie diese unter ihr T-Shirt. Ein anderer Ort fiel ihr nicht ein, immerhin musste sie beide Hände benutzen und an einen Rucksack oder so hatte sie auch nicht gedacht. "Whoah, hast du irgendeine bestimmte Fellpflege oder so?" rutschte ihr raus, als sie sein Fell unter ihre Finger bekam. Sie hatte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Er war warm und weich. Echt weich. Viel weicher als ihre eigenen Haare, die mehr wie Strähnen aus Stahl waren, als alles andere. Da wurde man ja echt neidisch. Natürlich erwartete sie keine Antwort. Er hatte ja schon gesagt, dass er sie verstand aber nicht antworten konnte. Zumindest keine menschlichen Worte.
      Ilya saß auf, verfluchte schon innerlich, dass sie überhaupt Ja gesagt hatte und hielt sich fest. Ihre Beine pressten sich an ihn, auch wenn sie sich nicht ganz sicher war, wie fest sie das durfte ohne ihm weh zu tun. Ihre Hände griffen das viel zu weiche braune Fell unter sich, bevor sie letztendlich nickte. "Die Gänge sind lang, aber verschachtelt. Die dritte rechts, danach die zweite Links."


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    • "Whoah, hast du irgendeine bestimmte Fellpflege oder so?"
      Cal schnaubte. Eine bestimmte Fellpflege hatte er nicht, aber die Wölfe achteten nun einmal aufeinander und Beziehungen zwischen Wölfen wurden oft durch gegenseitige Fellpflege verbessert. Vielleicht sollte er Robin und Silas dieses Kompliment weiterreichen?
      Ilya war kalt, als sie auf seinen Rücken kletterte. Hätte er eine Gänsehaut kriegen können, wäre das jetzt wahrscheinlich passiert. Sie war nicht eisig, aber irgendwie hatte er sowas ähnliches wie eine eigene Körpertemperatur erwartet.
      Sie packte ihn im Nacken, wie er es ihr erklärt hatte und presste ihre Beine gegen seine Rippen. Hatte sie Angst oder warum klammerte sie sich so fest an ihn?
      "Die Gänge sind lang, aber verschachtelt. Die dritte rechts, danach die zweite Links."
      Cal nickte mit seinem großen Kopf. Dritte rechts, zweite links, das bekam er hin. Er setzte sich in Bewegung, aber lief erstmal nur langsam, damit sich Ilya an das Gefühl gewöhnen konnte, auf einem riesigen Wolf zu sitzen. Dann fiel er in einen leichten Trab, dann beschleunigte er bis er durch den dunklen Gang fetzte, als verfolge er seine Beute. In gewisser Weise tat er das ja auch. Es war bei weitem nicht seine Höchstgeschwindigkeit. Einerseits, weil er darauf achten musste, dass Ilya nicht verloren ging, andererseits, weil er wusste, dass er gleich ein paar Kurven nehmen musste.
      Er zählte die Gänge, and denen sie im Dunkeln vorbeirauschten. Eins... zwei... drei! Er bog ab, ohne langsamer zu werden. Der Gang war erfüllt von seinem Atem und dem Kratzen seiner Krallen über den Betonboden. Rennen fühlte sich verdammt gut an, auch wenn er nicht draußen im Wald mit seinem Rudel war. Rennen fühlte sich immer gut an, egal wo. Der Vollmond war erst gestern gewesen, das hier war also eine Wohltat für seine animalischen Instinkte.
      Eins.. zwei! Er nahm die Kurve eng, nutzte die Wände, um nicht abbremsen zu müssen. Der Drang, zu heulen überkam ihn. Hier unten würde es wohl unendlich weit schallen... Er hob den Kopf und heulte los. Sein Ruf war laut in dem kleinen Gang und hallte von den Wänden wieder. Er grinste, während er rannte. Wer hätte gedacht, dass Rennen mit einer Vampirin so viel Spaß machen konnte?


    • Ilya

      Da hatte wohl jemand Spaß. Anders konnte man das wohl kaum nennen. Denn sobald Calder seinen Rhythmus gefunden hatte und sich sicher war, dass sie nicht einfach von seinem Rücken runterfiel, rannte er los. Instinktiv presste sie ihre Beine etwas fester um seinen Körper, griff ein wenig sicherer in das Fell. Er war schnell. Aber von der länge der Schritte die er machte konnte sie schon ablesen, dass der Wolf in freiem Gelände noch um einiges schneller sein musste. Wie sich das wohl anfühlen würde? Auf ihm durch die Natur zu reiten? Bestimmt freier, als alles was sie bis lang erlebt hatte. Und sie musste sich nicht selber bewegen. Praktisch.
      "Die nächste Rechts und dann erstmal ein bisschen gerade aus." informierte sie ihn, sobald das heulen verklungen war, dass in ihren Ohren rang. "Ich hab kein Problem, wenn du das machst, aber ich kann auch nicht versprechen, dass wir gleich auf einmal ein paar Vampire vor uns haben, die sich fragen, was ein Wolf in unseren Gängen macht." Ilya schmunzelte etwas während sie sich allmählich auch an die Geschwindigkeit gewöhnte. Vampire waren auch schnell, wenn sie es wollten. Je älter man wurde, desto einfacher wurde es, die richtigen Muskelgruppen zu beanspruchen, sodass es nicht kräftezehrend war. Nur war Ilya eben nur noch keine 3 Dekaden alt. Selbst ein Trip vom einem Ende der Stadt zum anderen würde sie nur machen, wenn sie danach auch eine Blutkonserve oder so bekam.
      "Zwei mal rechts, dann nochmal gerade aus. Wenn die, die wir suchen, irgendwo noch im südlichen Depot sind müsstest du sie bald riechen können."


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    • Cal nahm die nächste Kurve mit Leichtigkeit. Und dann erstmal nur geradeaus? Perfekt! Er senkte den Kopf und legte die Ohren an, dann gab er so richtig Gas. Klar, hier unten konnte er schlicht nicht auf Maximum gehen, aber schneller war immer besser. Und je schneller er lief, desto ruhiger wurde die Fahrt für Ilya, da sich seine Form immer weiter perfektionierte.
      Ihnen traten tatsächlich ein paar Vampire in den Weg, doch Cal war so schnell und so groß, dass sie alle ihrem natürlichen Reflex, aus dem Weg zu springen, folgten. Und wenn sie es nicht taten... er würde jedenfalls nicht bremsen. Musste er aber auch nicht; niemand stellte sich ihm in den Weg.
      "Zwei mal rechts, dann nochmal gerade aus. Wenn die, die wir suchen, irgendwo noch im südlichen Depot sind müsstest du sie bald riechen können."
      Ach ja, richtig. Sie waren ja eigentlich auf der Suche nach jemandem. Cal wurde langsamer, um die Kurven nehmen zu können, dann beschleunigte er wieder, aber nur ein bisschen. Seine Nase funktionierte besser, wenn er nur seine Nase benutzte.
      Da!
      Er wurde wieder langsamer, bis er schließlich nur noch trottete wie ein Pferd. Er lief ein bisschen hin und her, versuchte, den Geruch festzunageln. Er fand ihn und folgte ihm, bis sich ihm eine Tür in den Weg stellte. Er kratzte leicht daran, dann legte er sich wieder hin - blockierte dabei den ganzen Gang - und ließ Ilya von seinem Rücken klettern. Er hechelte ein bisschen, weil die Luft hier unten so stickig war aber ansonsten ging es ihm nach diesem Ritt gut. Es war kaum anstrengend gewesen, so durch die halbe Stadt zu hetzen.


    • Ilya

      "Scheint als werde ich nur zum Türen öffnen gebraucht. Die Eisprinzessin zu Ihren Diensten." spottete Ilya, als sie sich von seinem Rücken gleiten ließ. Fast schon bedauerte sie es, nicht weiter auf ihm sitzen zu können. Seine Wärme war angenehm und der Ritt war überraschend befreiend gewesen. Zugeben würde sie das jetzt aber auch nicht einfach so. Stattdessen griff sie direkt zum Türgriff. Schnell hatte sie den Code unterhalb des Griffes eingegeben. Dass der Türgriff überhaupt noch einmal mit einem Zahlencode verschlossen war, war eigentlich unnötig. Vampire und Wölfe könnten die Tür einfach sprengen und Menschen, die sich hier her verirrten würden nicht lang überleben. Jetzt, wo aber andere Wesen im Spiel waren... war es vielleicht gar keine schlechte Idee. Irgendwer hatte vorausschauend gedacht.
      Als sie zu ihm sah schmunzelte sie ein wenig. Er war groß, ja. Aber wenn er so hechelte, könnte man ihn fast kraulen. Fast. "Willst du so bleiben? Die Lagerhallen sind jetzt nicht soo eng, aber wenn du was umschmeißt wird's teuer."


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    • Cal drückte seine Schnauze gegen Ilyas Oberkörper, wo sie seine Klamotten noch immer unter ihrem T-Shirt aufbewahrte. Eine stumme Antwort auf ihre Frage, ob er auf vier oder zwei Beinen unterwegs sein wollte.
      Er trat ein paar Schritte zurück und zwang sein pelziges Ich wieder hinunter, um seine humanoide Form anzunehmen. Ähnlich wie vorhin, schüttelte er sich, auch wenn jetzt hauptsächlich seine langen Haare flogen. Dann schlüpfte er schnell in seine Hosen, zerrte sich sein Shirt über den Kopf, gefolgt von seinem Hoodie.
      "Das verunreinigte Zeug kommt von hier," erklärte er, als er seine Haare zusammennahm und sie schnell in einen chaotischen Manbun zwang. "Zumindest stinkt es hier ordentlich danach."
      Zum Schluss schob er noch seine Halskette unter seinen Hoodie, damit er damit nicht irgendwo hängen blieb.
      Er fühlte sich gut nach dem Bisschen Auslauf und er spielte jetzt schon mit dem Gedanken, den Rückweg genauso anzugehen. Sparte ihnen auf jeden Fall einiges an Zeit, mal ganz davon abgesehen, dass es seine Laune anhob.
      "Nach Euch, Eure Hoheit," meinte Cal mit einem schiefen Lächeln und einer viel zu tiefen Verbeugung.


    • Ilya

      "Na immerhin haben wir dann eine Fährte." Ilya verdrehte die Augen, als er sich auch noch verbeugte. Sie zwang sich dazu ihm nicht einen Schlag gegen die Schulter zu geben. So dicke alte Freunde waren sie dann nun auch wieder nicht. Obwohl es sich fast so anfühlte. Bei ihm musste sie sich nicht verstellen. Konnte offen und ehrlich reden, ohne dass man ihr die Worte drei mal im Munde umdrehte. Konnte ausnahmsweise mal durchatmen. Okay, das vielleicht gerade nicht so sehr.
      Aber sie musste diese dumme Maske nicht aufsetzen, die sie gar nicht repräsentierte. Diese blöde Maske, die sie ihr Leben getragen hatte und vermutlich ihr gesamtes verflucht langes Leben tragen durfte. Ilya's Blick wurde kälter als sie ihre Schultern straffte und den Aufstieg der Treppen nach oben begann. Als sie oben angekommen waren blinzelte sie kurz. Das kühle, wenn auch gar nicht so helle Licht war trotzdem genug, um eine gewisse Umstellung zu erfordern, nachdem die beiden in völliger Dunkelheit gewandert waren.
      Zu keiner Überraschung wurden sie von vielen blutroten Augen begrüßt, als sie schließlich direkt im Verteilzentrum auftauchten. "Wo ist Sigma. Oder Roman." fragte Ilya in die Runde, wohl wissen, dass sie damit vermutlich keine Antwort bekommen würde. So viel zum Thema Hoheit und Respekt. Ilya's eh schon dunkelrote Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Jetzt, wo sie hier waren und Calder eindeutig eine Spur hatte, hatte sie wirklich keine Geduld für dieses Geziere, nur weil sie noch keine Zenturie lebte.


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    • Cal folgte Ilya die Treppen hinauf. Hier und da blinzelte er in das plötzlich auftauchende Licht, aber alles in allem fing er sich recht schnell. Am anderen Ende der Treppenstufen lag ein weiterer Lagerraum, aber der war anders aufgeteilt. Das hier war eindeutig der Ort, and dem Zeug verteilt wurde. Das hier war ein Herz der Operation, die die Vampire in der Stadt am Laufen hatten. Cal stellte fest, dass Drogengeschäfte gar nicht so anders aussahen als Waffengeschäfte.
      "Wo ist Sigma? Oder Roman?"
      Dutzende Augen waren auf sie gerichtet, aber niemand antwortete Ilya. Sowas hätte es bei den Wölfen nicht gegeben. Ilya hatte ihm erklärt, dass sie zu jung war, um wirklich Autorität zu haben. Sowas konnte sich Cal gar nicht vorstellen. Rang war Rang, wenn du einen neuen wolltest, dann erkämpfst du ihn dir.
      Cal entschied sich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Am Ende konnte Ilya ja einfach den sich daneben benehmenden Wolf beschuldigen.
      Er stapfte durch das Lagerhaus, ignorierte die Einsprüche der Vampire um ihn herum, und suchte sich mit seiner Nase einen Weg zur Quelle des Gestanks. Da war ein Regal, hoch und breit, komplett gefüllt mit Paketen voller Drogen. Sie waren gut versiegelt, aber nicht gut genug, um seine Nase zu blockieren. Er lief das Regal ab, hin und her, schließlich fand er, wonach er suchte.
      "Hier," rief er zu Ilya rüber. "Das ganze Regal."
      Er deutete vom Boden bis ans obere Ende.
      "Das alles stinkt nach eurem verunreinigten Zeug."
      Noch etwas anderes erregte seine Aufmerksamkeit. Er schloss die Augen, verließ sich ausschließlich auf seinen Geruchssinn.
      Cal begann zu knurren und packte eines der Päckchen bitten auf einem Regalbrett. Es war umgeben von dutzenden anderer Päckchen, ein paar fielen zu Boden. Das interessierte ihn aber nicht.
      Mit einem deftigen Fluch warf er das Päckchen zu Boden; es hatte ihm die Hand verbrannt.
      "Und das Scheißding da stinkt nach alter Magie," knurrte er.
      Er betrachtete seine Hand: keine Spur von irgendwelchen Verbrennungen. Er konnte diese Magie nicht anfassen. Ein Schutzzauber vielleicht, vielleicht die Magie selbst.
      Er betrachtete das Regal, dann das Päckchen.
      "Dummer Gedanke," meinte er. "Was wenn die Magie langsam aber sicher euren Stoff schlecht macht? Wie ein Schimmelpilz oder sowas?"
      Er schüttelte seine Hand aus, um das Gefühl loszuwerden. Seine Finger kribbelten.


    • Ilya

      Sie kommentierte die Herangehensweise von Calder nicht. Wenn ihr hier niemand antworten wollte, dann würden sie halt mit den Konsequenzen leben müssen. Hinter ihm aufräumen würde die junge Vampirin auf jeden Fall nicht. So viel Würde hatte sie dann doch noch. Das konnten andere machen.
      Sie selber verzog die Nase, als sie ihm dabei zusah wie er das Päckchen herauszog, nur um es gleich wieder fallen zu lassen. Er roch vielleicht besser als sie, aber selbst Ilya spürte, dass da was nicht richtig war. Wie war das den anderen Vampiren nicht aufgefallen? Sie trat voran, hob das Päckchen selber auf. Keine Reaktion auf ihrer Haut. Nichts ungewöhnliches, außer ein leichtes Kribbeln, das eher von der Erkenntnis kam, dass hier was gehörig schief lief.
      "Gar kein so dummer Gedanke." schob sie ein, bevor sie sich den nächstbesten Vampir schnappte. Er war jung, vielleicht um die 200. Und er schien absolut keinen Respekt vor ihr zu haben. Sein Pech.
      "Hinsetzen." befahl sie. Der Faden ihrer Geduld war schon seit Calders kleinem blutigem Unfall gestern dünn gewesen, doch jetzt war er eindeutig gerissen. Sie hatte keine Zeit und keine Lust auf diese Herumdruckserei. Am Ende zwang sie ihn, an der Schulter gedrückt in die Knie, ihre Augen bohrten sich in die seinen, leuchteten leicht unter der Hypnosetechnik.
      Sie kramte in seinem Kopf herum. Normalerweise war sie da etwas vorsichtiger, bevor sie nachher zu viele fehlerhafte Erinnerungen hinterließ, aber bei 200 Jahren an Erfahrungen war das einfach nicht sinnvoll wenn man was suchte. Und sie suchte viel. Es vergingen mehrere Minuten, bis sie schließlich von ihm abließ, in dem sie den Kopf zur Seite riss. "Schweinehunde." knurrte sie. Das war gar nicht gut. Ganz und gar nicht gut. Seit wann gab es bitte andere Wesen, die Vampire unter Kontrolle bringen konnten? Ihre mentalen Barrieren waren normalerweise mehr als ausreichend. Und selbst wenn es jemanden gab, der es versuchte, so konnte nur ein Reinblüter wie sie tatsächlich Schaden anrichten. Eigentlich.
      Ilya's Fangzähne wuchsen mittlerweile so lang, dass sie aus ihren Lippen leicht hinausstachen. Natürlich. Hypnose machte sie hungrig und sie hatte sich vorher schon gefühlt wie als hätte sie wochenlang in einer Wüste gestanden. Aber sie ignorierte den nicht sehr eleganten Vampirlook. Das hier war jetzt wichtiger. "Scheiße man wo ist Roman. Ich dreh euch allen die Köpfe um wenn er nicht in 2 Minuten hier ist."


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    • Spannend. Calder stand da und betrachtete Ilya, die... auch einfach nur dastand? Sie hielt einen der andern Vampire fest, okay. Er hob den Blick und wurde von allen anderen im Raum angestarrt. Nein, nicht allen. Ein paar von ihnen betrachteten Ilya mit weit aufgerissenen, unmenschlichen Augen. Cal schnupperte. Neben dem Gestank der alten Magie und der ganzen Drogen im Raum konnte er vor allem eins riechen: Angst. Diese Vampire hatten Angst vor Ilya. Was, beim Mond, machte sie da, dass die solches Muffensausen vor ihr hatten?
      Schließlich sah Ilya wieder auf und fluchte. Und sie... sah heiß aus. Auf eine gefährliche, lass-dich-nicht-auf-sie-ein Weise, die Cal schon immer viel zu attraktiv gefunden hatte. Er biss sich auf die Zunge, um nicht zu grinsen.
      "Scheiße man wo ist Roman?! Ich dreh euch allen die Köpfe um wenn er nicht in 2 Minuten hier ist."
      Sie hatte also doch was von einem Rudelführer in sich. Oder Clansführer? Wie lief das bei Vampiren? Ach, egal. Sie sah gut aus, wenn sie angepisst war. Verdammt, Calder, das war nicht der Zeitpunkt dafür!
      Er widerstand dem Drang, sich neben ihr aufzubauen und loszuknurren. Sie brauchte keine Rückendeckung. Nicht von einem Wolf, jedenfalls. Aber die Tatsache dass er diesen Drang überhaupt hatte, hätte ihm Sorgen bereiten sollen.


    • Ilya

      Die Vampire in der Halle wussten zumindest eines. Sie würde das wirklich machen. Würde ihnen den Kopf umdrehen, ihn abreißen und sie irgendwem zum Fraß vorwerfen. Einen riesigen Vorteil das Kind des Ratsführer und der Senatsführerin zu sein war nämlich eines. Konsequenzen würden an ihr vorüber gehen, wie ein Tag nach dem anderen. Schnell hatte sich der Verantwortliche gefunden, war aus irgendeiner Ecke gekrochen wie das nutzlose Tier was er war. Warum hatte man ihm überhaupt so viel Verantwortung übertragen, wenn er es mit seinen knapp 400 Jahre nicht mal schaffte sein eigenes Lager unter Kontrolle zu halten.
      Ilya ließ den älter aussehenden Mann nicht mal den Mund öffnen. Ignorierte jegliche Etikette, als sie ihn an seinem Kragen zog, ihn vor sich in die Knie zwang. "Spar dir die ausreden." knurrte sie, als sie sich ein weiteres Mal in seinen Kopf drang. Das würde sie später bereuen. Aber dazu hatte sie einfach keine Zeit.
      Sich durch die Erinnerungen von so alten Vampiren zu wühlen war nie witzig. Ilya spürte, wie ihr Blut brodelte, wie ihr Kopf protestierte, dass sie ihn so überstrapazierte, aber sie unterdrückte den metallischen Geschmack auf ihrer Zunge während sie weiter grub. Tage und Wochen voller unnötiger Gedanken. Szenen, die normalerweise privat blieben, Menschen, die definitiv nicht auf natürliche Weise unter die Erde gekommen waren, all das schob sie zur Seite, bis sie endlich am Ziel angelangt war. Da.
      "Wie kann man so alt sein und so wenig Erfahrung haben?" Wieder riss sie sich weg, den Kopf zur Seite gedreht um den Blickkontakt endlich zu brechen. Ihr ganzer Kopf dröhnte, sie hatte Hunger, aber sie zwang sich zumindest Informationen weiter zu geben, bevor sie zur nächsten Blutkonserve stapfte. Wenn sie es überhaupt soweit schaffen würde.
      "Sie geben sich als eine von unsern aus. Roman und vermutlich die halbe Mannschaft hier steht unter Gehirnwäsche."


      ♪♫•*¨*•.¸¸사랑햡니다¸¸.•*¨*•♫♪

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