"Mh-hm. Bester Sex überhaupt. Mir tut alles weh."
Santi lachte leise in sich hinein. Normalerweise gehörten diese beiden Tatsachen nicht zusammen.
"Dann hab ich ja alles richtig gemacht," antwortete er.
Danach herrschte Schweigen, während die drei Männer einfach nur im warmen Wasser saßen und einander festhielten, während sich ihre Körper wieder auf die Realität einstellten. Lewis' Idee, hier zu schlafen, war eine gute und Santi würde sie auch umsetzen - egal was Diego davon hielt. Und noch viel wichtiger: Santi und Lewis würden morgen gehen, ohne auf ein weiteres von Diegos Spielchen einzugehen. Sie hatten seinen Preis bezahlt, sie hatten ihre Ware bekommen. Damit war das hier vorbei. Endgültig.
Als das Wasser seine Temperatur verlor, machte sich Santi vorsichtig daran, erst Diego, dann Lewis zu waschen. Da Lewis schon eingenickt war, übernahm Diego die Aufgabe, Santi von den Spuren ihres kleinen Spielchens zu befreien. Die Berührungen des Mannes waren wie Balsam auf Santis Haut.
Eingewickelt in Handtücher wanderten sie hinüber zum zweiten Schlafzimmer - niemand sollte in dem Bett schlafen, dass sie so vollständig ruiniert hatten. Diego kuschelte sich an Santis linke Seite, auf der anderen ruhte Lewis, den er eng an sich gezogen hatte. Diego spielte an der frischen Narbe an Santis Oberarm herum.
"Die ist neu," murmelte er. "Was ist passiert?"
"Erinnerst du dich an das Kopfgeld, dass ich gesetzt habe?"
Diego brummte bestätigend.
"Das war der Grund dafür."
Diego lehnte sich über ihn und drückte seine Lippen gegen die Narbe.
"Ich bin ja unparteiisch, aber ich hoffe, ein paar der Top-Leute kriegen ihn," meinte er und ließ sich wieder gegen Santis Körper sinken.
Er ging dazu über, die Konturen von Santis Muskeln nachzufahren, wie er so oft schon getan hatte.
"Ich nehme an, das hier war das letzte Mal?" fragte er nach einer Weile.
Nun war es Santi, der zustimmend brummte. Nachdem er aufgehört hatte, für Diego zu arbeiten, hatte es ein paar dieser Ausrutscher gegeben. Alte Gewohnheiten und so weiter. Aber dieses Mal fühlte es sich irgendwie... finaler an.
"Hm. Du kennst nicht zufällig jemanden mit deinen Talenten? Ein Mann hat Bedürfnisse."
"Du kennst mehr Leute als ich, corbata. Du findest schon jemanden."
"Den Versuch wars Wert."
Stille kehrte ein, eine entspannte, friedlich Stille, die man nur hatte, nachdem alles getan war und nichts weiter anstand. Alles war einfach nur ruhig. Diego schlief ein, das wusste Santi. In diesem Augenblick wurde ihm klar, dass ja, er hatte nichts dagegen, jemand anderen mit ins Schlafzimmer zu nehmen, aber am Ende des Tages war es ausschließlich Lewis, den er dort nicht missen wollte. Hier liegend mit Lewis und Diego in seinen Armen, da wurde ihm klar, dass sich das, was er mit Lewis hatte, ganz anders anfühlte als das, was zwischen ihm und Diego gewesen war. Er hatte überhaupt kein Problem damit, das mit Diego in der Vergangenheit zu betrachten. Während Lewis sehr wohl seine Gedanken an die Zukunft beherrschte.
Santi betrachtete den Streuner, wie er da zusammengerollt an seiner Seite lag und sich ganz natürlich an ihn klammerte, als wäre es die einzige Option. Er presste einen sanften, hauchzarten Kuss gegen Lewis' Stirn.
"Te amo, callejero," murmelte er, bevor er sich auf die Seite rollte und ausschließlich Lewis in seine Arme schloss.
Diego schloss die Tür zum Gästezimmer so leise er konnte hinter sich. Er hatte gestern Nacht etwas beweisen wollen und das hatte er auch geschafft. Leider hatte er das Gegenteil von dem erreicht, was er hatte erreichen wollen. Er war sich so sicher gewesen, dass dieser Lewis nur ein neuer Fling war, nichts besonderes. Dass sich sein Santi kurz mit dieser Straßenratte vergnügte und dann wieder ernsthafteren Dingen nachging. Aber nein. Das, was Diego gestern gesehen hatte... Er hatte keine Chance, Santi jemals wieder als sein zu betrachten. Was für ein Verlust.
Lange konnte er sich darum aber nicht kümmern - er hatte Termine einzuhalten.
Olivia händigte ihm ein Tablet aus, schaltete den Fernseher ein, sodass er Nachrichten gucken konnte, und machte sich dann daran, sein Frühstück zu servieren. Olivia war sein Lebensretter, ohne sie wüsste er oft nicht, wo sein Kopf stand. Sie hatte Santis Job mit einer Leichtigkeit übernommen, die ihresgleichen suchte. Vielleicht...
"Was macht unsere kleine Suche?" fragte er, als Olivia ihm seinen Kaffee reichte.
"Ich hab da jemanden im Auge. Neu bei White Collar, Golden Retriever Typ, will sich unbedingt beweisen. Buschfunk sagt, er ist allergisch gegen Schreibtische."
"Und da arbeitet er freiwillig bei White Collar? Der Arme scheint ein paar Hirnzellen zu vermissen."
"Sind ihm vielleicht bei einem der Schädelbrüche abhanden gekommen."
"Bitte was?"
Olivia reichte ihm eine Akte - Papier, nicht digital. Nichts, was wirklich wichtig war, war digital in Diegos Umgebung.
Er betrachtete das dicke Profil des FBI Agenten. Hübsch sah er ja aus, auch wenn seine Nase ein bisschen schief war. Er hatte sich schon so ziemlich jeden Knochen im Leib gebrochen? Was für ein Sesselfurzer war das denn bitte?
"Oh. Das ist interessant."
"Dachte mir schon, dass er dir gefällt."
"Sicher, dass wir ihn kriegen können? Er wirkt so... rechtschaffen."
"Auf direkte Weise wahrscheinlich nicht. Aber mit ein bisschen tricksen könnten wir ihn dazu kriegen, für uns zu arbeiten, ohne dass er es merkt. Fehlende Hirnzellen und so."
"Olivia, meine Liebe, ich bin ein großer Fan deiner Denkweise."
Santi lachte leise in sich hinein. Normalerweise gehörten diese beiden Tatsachen nicht zusammen.
"Dann hab ich ja alles richtig gemacht," antwortete er.
Danach herrschte Schweigen, während die drei Männer einfach nur im warmen Wasser saßen und einander festhielten, während sich ihre Körper wieder auf die Realität einstellten. Lewis' Idee, hier zu schlafen, war eine gute und Santi würde sie auch umsetzen - egal was Diego davon hielt. Und noch viel wichtiger: Santi und Lewis würden morgen gehen, ohne auf ein weiteres von Diegos Spielchen einzugehen. Sie hatten seinen Preis bezahlt, sie hatten ihre Ware bekommen. Damit war das hier vorbei. Endgültig.
Als das Wasser seine Temperatur verlor, machte sich Santi vorsichtig daran, erst Diego, dann Lewis zu waschen. Da Lewis schon eingenickt war, übernahm Diego die Aufgabe, Santi von den Spuren ihres kleinen Spielchens zu befreien. Die Berührungen des Mannes waren wie Balsam auf Santis Haut.
Eingewickelt in Handtücher wanderten sie hinüber zum zweiten Schlafzimmer - niemand sollte in dem Bett schlafen, dass sie so vollständig ruiniert hatten. Diego kuschelte sich an Santis linke Seite, auf der anderen ruhte Lewis, den er eng an sich gezogen hatte. Diego spielte an der frischen Narbe an Santis Oberarm herum.
"Die ist neu," murmelte er. "Was ist passiert?"
"Erinnerst du dich an das Kopfgeld, dass ich gesetzt habe?"
Diego brummte bestätigend.
"Das war der Grund dafür."
Diego lehnte sich über ihn und drückte seine Lippen gegen die Narbe.
"Ich bin ja unparteiisch, aber ich hoffe, ein paar der Top-Leute kriegen ihn," meinte er und ließ sich wieder gegen Santis Körper sinken.
Er ging dazu über, die Konturen von Santis Muskeln nachzufahren, wie er so oft schon getan hatte.
"Ich nehme an, das hier war das letzte Mal?" fragte er nach einer Weile.
Nun war es Santi, der zustimmend brummte. Nachdem er aufgehört hatte, für Diego zu arbeiten, hatte es ein paar dieser Ausrutscher gegeben. Alte Gewohnheiten und so weiter. Aber dieses Mal fühlte es sich irgendwie... finaler an.
"Hm. Du kennst nicht zufällig jemanden mit deinen Talenten? Ein Mann hat Bedürfnisse."
"Du kennst mehr Leute als ich, corbata. Du findest schon jemanden."
"Den Versuch wars Wert."
Stille kehrte ein, eine entspannte, friedlich Stille, die man nur hatte, nachdem alles getan war und nichts weiter anstand. Alles war einfach nur ruhig. Diego schlief ein, das wusste Santi. In diesem Augenblick wurde ihm klar, dass ja, er hatte nichts dagegen, jemand anderen mit ins Schlafzimmer zu nehmen, aber am Ende des Tages war es ausschließlich Lewis, den er dort nicht missen wollte. Hier liegend mit Lewis und Diego in seinen Armen, da wurde ihm klar, dass sich das, was er mit Lewis hatte, ganz anders anfühlte als das, was zwischen ihm und Diego gewesen war. Er hatte überhaupt kein Problem damit, das mit Diego in der Vergangenheit zu betrachten. Während Lewis sehr wohl seine Gedanken an die Zukunft beherrschte.
Santi betrachtete den Streuner, wie er da zusammengerollt an seiner Seite lag und sich ganz natürlich an ihn klammerte, als wäre es die einzige Option. Er presste einen sanften, hauchzarten Kuss gegen Lewis' Stirn.
"Te amo, callejero," murmelte er, bevor er sich auf die Seite rollte und ausschließlich Lewis in seine Arme schloss.
Diego schloss die Tür zum Gästezimmer so leise er konnte hinter sich. Er hatte gestern Nacht etwas beweisen wollen und das hatte er auch geschafft. Leider hatte er das Gegenteil von dem erreicht, was er hatte erreichen wollen. Er war sich so sicher gewesen, dass dieser Lewis nur ein neuer Fling war, nichts besonderes. Dass sich sein Santi kurz mit dieser Straßenratte vergnügte und dann wieder ernsthafteren Dingen nachging. Aber nein. Das, was Diego gestern gesehen hatte... Er hatte keine Chance, Santi jemals wieder als sein zu betrachten. Was für ein Verlust.
Lange konnte er sich darum aber nicht kümmern - er hatte Termine einzuhalten.
Olivia händigte ihm ein Tablet aus, schaltete den Fernseher ein, sodass er Nachrichten gucken konnte, und machte sich dann daran, sein Frühstück zu servieren. Olivia war sein Lebensretter, ohne sie wüsste er oft nicht, wo sein Kopf stand. Sie hatte Santis Job mit einer Leichtigkeit übernommen, die ihresgleichen suchte. Vielleicht...
"Was macht unsere kleine Suche?" fragte er, als Olivia ihm seinen Kaffee reichte.
"Ich hab da jemanden im Auge. Neu bei White Collar, Golden Retriever Typ, will sich unbedingt beweisen. Buschfunk sagt, er ist allergisch gegen Schreibtische."
"Und da arbeitet er freiwillig bei White Collar? Der Arme scheint ein paar Hirnzellen zu vermissen."
"Sind ihm vielleicht bei einem der Schädelbrüche abhanden gekommen."
"Bitte was?"
Olivia reichte ihm eine Akte - Papier, nicht digital. Nichts, was wirklich wichtig war, war digital in Diegos Umgebung.
Er betrachtete das dicke Profil des FBI Agenten. Hübsch sah er ja aus, auch wenn seine Nase ein bisschen schief war. Er hatte sich schon so ziemlich jeden Knochen im Leib gebrochen? Was für ein Sesselfurzer war das denn bitte?
"Oh. Das ist interessant."
"Dachte mir schon, dass er dir gefällt."
"Sicher, dass wir ihn kriegen können? Er wirkt so... rechtschaffen."
"Auf direkte Weise wahrscheinlich nicht. Aber mit ein bisschen tricksen könnten wir ihn dazu kriegen, für uns zu arbeiten, ohne dass er es merkt. Fehlende Hirnzellen und so."
"Olivia, meine Liebe, ich bin ein großer Fan deiner Denkweise."

