About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • Überrascht sah ich auf. So schnell hatte ich nicht damit gerechnet angesprochen zu werden. Ich schluckte gerade mein Bissen herunter da beugte sich Daiki nach vorne. "Ähm....ja?" Als seine Hand für einige Sekunden auf meiner Stirn ruhte, begann ich mich zu fragen ob ich halluzinierte. Unsicher was Das hier sollte, versuchte ich seinen Blick zu deuten und verdank einmal mehr in den Blau seiner Augen. Klüger wurde ich dadurch nur leider nicht. "Warum sollte es mir denn nicht- Oh!" Eilig sprang ich auf. Ich Dummerchen hatte meine Schürze ganz vergessen. Nachdem ich den Knoten gelöst und sie über die Lehne meines Stuhls gelegt hatte, setzte ich mich wieder um weiter zu frühstücken. Hieß das gerade dass er jetzt gesprächsbereit war? Hmmm, nein. Lieber nicht zu viel wollen. Also trank ich ruhig meinen Kaffee und aß still weiter mein Frühstück. Zumindest bis ich den großen Ayakashi nickend zustimmte. Mir war selbst bewusst, dass es gestern ein guter Anfang war aber es im Ernstfall nicht reichte. "Wie praktisch dann können wir vorher einkaufen gehen." Jetzt kamen ja keine Menschen mit Opfergaben mehr her. Also musste ich mir selber etwas besorgen. Das Haus konnte es zwar auch irgendwie aber ich fragte mich machmal ob es auf dauer gesund war. "Früh's sind nicht so viele Menschen unterwegs. Und wenn du.... also wenn du willst könnten wir auch nach ein paar Klamotten für dich suchen. Dann könnte ich das was du die ganze Zeit an hast mal waschen." Jetzt wo ich so drüber nachdachte, kam ich auf die Lösung. Jetzt wusste ich was das sollte. Lächelnd schenkte ich mir noch etwas Kaffee nach. "Magst du ... magst du auch noch was?"
    • Plötzlich sprang sie auf und machte ihre Schürze ab, um sie dann über die Stuhllehne zu hängen. Okay. Was war hier los? Gestern war noch alles anders. Doch nun benahm sie sich hier, als wären wir ein Ehepaar. Irgendwas war hier oberfaul. Doch sie ließ mich dann auch weiter essen und alles war normal. So weit so gut. Hoffte ich zumindest.
      "Hm? Ähm ja, andere Klamotten hab ich wohl nötig.... Hab schon überlegt, einfach mit Klamotten duschen zu gehen. Aber so gehts auch.", murmelte ich und aß auf. Ich musste wohl in den sauren Apfel beißen und mich in die Menschenmenge tummeln. Aber Phila hatte schon recht. Morgens würden wohl nocht so viele unterwegs sein wie nachmittags und dann würde ich das schon aushalten. Um ehrlich zu sein, könnte ich mich ja auch mal ein bisschen am Riemen reißen. Ich musste zugeben, dass ich es ihr nicht wirklich einfach gemacht habe und sie gab sich alle Mühe, um mich zufrieden zu stellen. Auch wenn es immer noch komisch war. Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen und horchte auf, als sie mich fragte, ob ich noch was wollte.
      "Hm? Äh ja. Es... war sehr lecker. Von allem bitte noch etwas."
    • Merkwürdig. Ich hatte mich eigentlich auf eine hitzige Diskussion eingestellt. Jetzt wo sie aus blieb war es beinah etwas ernüchternd. Dennoch klatschte ich einmal zufrieden in die Hände. "Na super. Dann steht unser Tagesplan also." Es wäre am Einfachsten erst Klamotten zu kaufen, dann Vorräte einzuholen und dann entweder zu kochen und zu trainieren. Oder erst zu trainieren und dann zu kochen. Als er um Nachschlag bad nickte ich eifig. Anscheind wusste Daiki mein Einsatz zu schätzen. Ich hatte auch drauf geachtet mit viel Protein zu kochen. Das war glaub ich gut da er ständig trainieren wollte. Nachdem ich Kaffee nachgeschenkt hatte, nahm ich den Teller und machte mich in die Küche wo ich mit ebensolch einer Hingabe den Teller anrichtete.

      Fast so merkwürdig wie den Ayakashi ohne Diskussion in so ein Kaufhaus zu bekommen, war es dort mit ihm in einem zu sein. Ich fühlte mich in der Männerabteilung irgendwie fehl am Platz. Serafin hatte solche Sachen immer allein besorgt doch da Daiki kein Geld von mir annahm musste ich für die Bezahlung ja mit. Da stand ich also, Philomena.... die Göttin der Freundschaft und Liebe inmitten von abertausend T-Shirts und Unterhosen. Großartig. Irgendwie hatte ich mir das einfacher vorgestellt. Natürlich, bei Daikis Größe passte ihm nicht alles von der Stange aber er war so ein Pragmat dass ich hoffte wir kamen schnell wieder raus. Jedoch schien meine sichtbare Überforderung bald einige Verkäufer anzuziehen. Da wir Beide praktischer Weise so früh los gezogen waren, hatte Die alle nichts Besseres zu tun als uns wie Aasgeier zu umkreisen. Verdammt, Phila bleib ruhig! Wie soll dass sonst mit der Zündschnur deines Ayakashi werden? "Na junges Fräulein, suchen Sie ein passendes Geschenk für Ihren Freund?" Abermals grinste mich Einer von ihnen mit professionellen Händlercharme an. Ich schüttelte nur den Kopf. "Nein danke, ich brauche Nicht für mein Freund, Bruder, Vater oder Großvater, überhaupt keine Unterstützung. Und nein, ich habe mich auch nicht verlaufen. Danke." Wobei die weiblichen Mitarbeiterinnen, vor allem Eine, was Daiki betraf wohl andere Motivationshintergründe hatten.

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    • Da standen wir also.... im Kaufhaus. Nichtwissend, was ich jetzt machen sollte, stand ich im Laden und kratzte mich am Kopf. Meine Herrin wurde sofort angesprochen, ob man ihr helfen könne und sofort stellten sich meine Nackenhaare auf. Jetzt waren hier schon wieder Leute und starrten uns an. Allerdings lehnte Phila auch sofort ab, was mich etwas beruhigte. Ich fühlte mich sofort unter Druck, wenn hier auch noch welche ankamen und uns helfen wollten. Allerdings gab es da eine Frau, die es wohl auf mich abgesehen hatte. Sie fragte scheinheilig und steckte mir ihren Ausschnitt nur so ins Blickfeld.
      "Kann ich Ihnen helfen? Sie sind so ein stattlicher junger Mann, da haben Sie doch sicher auch eine genaue Vorstellung von Mode. Ihre kleine Schwester kann sich getrost zurück lehnen. Ich werde mich vollstens um Sie kümmern.", eigentlich hatte ich mir vorgenommen, sie zu ignorieren. Nur leider war dies überhaupt nicht möglich.
      "Sie ist nicht meine Schwester. Und ich brauche Ihre Hilfe nicht."
      Schon wieder rückte mir jemand auf die Pelle. Nur leider war es auch nicht einfach, ihr zu entkommen. Ich will doch bloß ein paar T-Shirts.
    • Jungen Fräulein? Pff! Das ich nicht lache, ich war älter als alle Menschen in diesen Kaufhaus zusammen! ... Daiki wahrscheinlich eingeschlossen. Junges Fräulein. Sterbliche und ihr kurze Lebenspanne. Ich hatte das nicht festgelegt. Allerdings war es von Zeit zu Zeit auch nicht gerade einfach eine Gefangene der Ewigkeit zu sein. Ich fragte mich gerade ob es anderen Göttern auch so ging, da kam die Verkäuferin schon wieder. Beleidigt blähte ich meine Wangen auf. "Ich auch bin nicht seine-" doch mein Ayakashi stellte das schon richtig. Offensichtlich hatte diese Menschenfrau gerade entschieden dass er ein guter Partner zur Fortpflanzung wäre. Liebe auf den ersten Blick war es jedenfalls nicht. Das würde ich als zuständige Göttin mitbekommen. Oder war es die göttliche Aura? Serafin meinte da Ayakashis göttliche Waffen waren, hatten sie auch eine. Wenn nicht ganz so stark wie die einer Gottheit aber immerhin. Allerdings würden sonst alle Sterblichen um uns herum schwirren und auch darf hören wenn ich sie fort schickte. Da es nur eine bestimmte Dame war die hartnäckig versuchte sich Daiki in allen nur erdenklich vorteilhaften Winkeln zu präsentieren, tippe ich mehr auf die bloßen Arterhaltungstriebe. "Okaaaay ~" begann ich enthusiastisch und schob mich zwischen die Beiden. Ich griff nach seinen T-shirt und zog den Großen zu mir runter. Mit etwas Glück glaubte diese Frau ich würde ihn gerade küssen... oder es zumindest beabsichtigten. In Wahrheit wollte ich ihm eigentlich nur etwas ins Ohr flüstern. "Wenn sie nicht nach lässt ist der Notfallplan in einen Stoffladen zu gehen. Der wird von einen netten alten Ehepaar geführt. Da macht dir niemand Avancen. Ich nehm einfach deine Sachen als Schnittvorlage und näh dir deine Sachen."
    • Noch immer wurde ich dieses Mädel nicht los und ich musste sagen, mir ging sie gehörig auf den Sack. Wie konnte man so jemanden hier überhaupt einstellen, wenn sie hier jeden Kunden direkt an die Krawatte ging.
      Ich wollte gerade zum gefühlt fünfzigsten Mal verschwinden, da kam auch schon Philomena und drängte sich zwischen uns. Sie zog mich am Shirt zu sich runter und unsere Gesichter waren uns näher als jemals zuvor. Ich konnte ihren Atem an meiner Haut spüren und ihr Duft zog sich in meine Nase. Sie roch nach Blumen. Es war angenehm, aber auf der anderen Weise verrückt. Noch nie war ich jemanden überhaupt so nah gewesen. Ich spürte, wie sich alles in mir anspannte.
      Doch so schnell, wie es gekommen war, verschwand es auch wieder, als mir Phila erzählte, dass da noch ein Stoffladen war. Sofort richtete ich mich wieder auf und hob die Hand, um mich zu verabschieden.
      "Bin dafür. Lass uns gehen.", sagte ich nur und sah nur zu, dass ich diesen höllischen Laden verließ. Es war eh mehr als nervig gewesen.
      "Ich will dich was fragen....", fing ich an, als wir weit genug weg waren, "Wieso sind wir nicht gleich dahin gegangen? Ich denke, es hätte uns und vorallem mich einiges erspart."
    • Ich war schon ein paar Schritte Richtung Ausgang gelaufen aber ich wurde ziemlich schnell von Daikis Riesenschritten ein- und überholt. Er hatte es echt verdammt eilig was mich leise kichern ließ. Innerlich hoffte ich, er hätte es nicht gehört allerdings war ich mir ziemlich sicher, dass ein so aufmerksamer Ayakashi es mitbekam. Doch jetzt schien die Flucht nach Vorn wohl wichtiger zu sein. Also schob ich mich fröhlich hinter ihm durch die Menschen auf den Gehweg. "Hm?" Verwundert blickte ich auf. Dabei konnte ich mir ein schmunzelndes Lächeln nicht verkneifen als sich unsere Blicke trafen. "Ganz einfach. Dir ist es schon schwer gefallen ein warmes Bettchen und Essen von mir anzunehmen. Ich dachte wenn ich auch noch deine Sachen nähen wollte gibt es wieder eine unangenehme Diskussion für dich. So ist es nur das kleinere Übel." Ich seufzte tief. "Das ist auch schon alles. Nur... also deine Unterhosen näh ich nicht, die müssen wir irgendwo kaufen." Das würde ja bedeuten ich brauch seine als Schnittvorrlage und dann müsste er seine ja.... nein nein... das musste echt nicht sein. Vorsichtig holte ich auf. "Weißt du, deine Statur ist für sterbliche Frauen einfach anziehend. Daran wirst du nicht viel ändern können... aber... hat dir noch nie jemand gezeigt wie man seine göttliche Aura unterdrückt? Dann würden nicht ganz so viele Sterbliche an dir kleben und sich auf Krampf bemühen dir irgendwie dienlich zu sein." Wenn er mit diesen Castor nur von Kampfgeschehen zu Kampfgeschehen gehetzt ist, brauchte Daiki das wohl nie. Sich dieser Aura bewusst zu sein half ja auch schon sie etwas einzudämmen. Ich blieb plötzlich stehen und sah mich um, erst nach rechts dann nach links... diese Stadt hatte sich schon wieder so verändert. "Ich... ich glaube da vorne müssten wir rechts."
    • Als sie mir erklärte, warum wir den Stoffladen nicht gleich antraten, war ich doch ziemlich überrascht, wie aufmerksam sie war. Versuchte sie ernsthaft, unsere Beziehung zu bessern? Es fühlte sich irgendwie so an, als wolle sie mir wirklich das Leben erleichtern. Beschämt sah ich zur Seite. Ich spürte, wie meine Wangen einen ganz leichten Rosaton annahmen. Da sie sie es nicht sehen sollte, versteckte ich mein Gesicht etwas hinter meiner Hand. Mir war es unangenehm, dass so auf mich geachtet wurde. Ich war nur ein Schwert. Eine Waffe. Und trotzdem behandelt sie mich nicht so. Mir fiel gerade ein, dass sie ziemlich am Anfang mal sowas gesagt hatte. Dass ich ihr Partner und ihr Wegbegleiter war. Sie hatte es also ernst gemeint. Dann kam sie auf die Unterhosen und ich räusperte mich.
      "Du... musst dich nicht um meine Unterhosen kümmern....", murmelte ich. So langsam müsste ich mal wieder runterkommen.
      Ich atmete einmal durch, um auf andere Gedanken zu kommen, als ich bemerkte, wie Phila mal wieder aufholen wollte. Ich ging wohl etwas zu schnell...
      "Göttliche Aura? Was soll das sein?", fragte ich ahnungslos und sah an mir runter. Ich verstand nicht wirklich, wie das alles gemeint sein könnte. Und wie ich diese merkwürdige Aura unterdrücken sollte schon gar nicht. Ich bin einfach nur da. Ich wollte nicht mal irgendwie auffallen.
      Wir blieben an der Straße stehen und sahen uns um. Jedoch war ich mir nicht sicher, ob wir wirklich richtig waren. So ganz überzeugend hörte sich das alles nämlich nicht an.
      "Du glaubst?"
    • Ich musste abermals schmunzeln. Es gefiel mir zugegeben schon diesen stolzen Ayakashi etwas beibringen zu können. So viele Gelegenheiten schien ich dafür zur Zeit nicht zu haben. "Die göttliche Aura, das ist Etwas was von allen Göttern und gottähnlichen Wesen ausgestrahlt wird. Sie unterscheidet uns von den Sterblichen. Außerdem ist es der Hauptgund weshalb diese zerbrechlichen Wesen uns dankbar sind und daher versuchen uns irgendwie zu dienen. So eine Art merkwürdige Dankbarkeit dafür dass du im Kampf gegen die Anomalien dein Leben für sie aufs Spiel setzt." Wieder musste ich mich umsehen ob wir wirklich richtig waren. "Du bist ein Ayakashi, eine göttliche Waffe. Damit besitzt du in einen gewissen Maße auch die göttliche Aura." Es gab Wesen welche sich über diese Aura freuten und die Eigenschaften von ihr bis zum Letzten ausreizten. Und dann gab es Wesen wie Daiki die einfach nur mit sich in Ruhe gelassen wurde. "Wenn man weiß, dass man sie hat ist sie schon schwächer und leichter zu steuern." Er war ja nicht auf den Kopf gefallen, also war ich guter Dinge dass er den Dreh schnell raus hatte. Zunächst musste ich den richtigen Weg finden. Wenn wir ein paar Mal falsch waren, wäre der Große wohl wieder schnell genervt. "Ja, ich glaube. Also... ich bin mir zumindest sicher. Die Sterblichen sind viel zu kurzlebig. Die Stadt verändert sich daher auch so schnell." Aber zu meinen Glück war meine Vermutung richtig. Dort ging es zum Stoffladen. "Du musst dir nur die Stoffe aussuchen, es wäre natürlich auch von Vorteil wenn du sie zum Tempel tragen könntest. Den Rest übernehme ich."
    • Ich hob eine Augenbraue, als Phila mir erklärte, was diese Aura sein sollte. Hmm... etwas, was man ausstrahlte, wofür die Sterblichen dankbar waren. Nachdenklich kratzte ich mich am Kopf. Es war etwas verwirrend. Denn die Sterblichen wussten ja nicht, was ich für sie getan hatte. Wieso also begehrten sie etwas, was man nicht sehen konnte? Sie unterdrücken.... konnte man das denn überhaupt so einfach? Wenn man ihr Glauben schenkte, schon. Innerlich seufzte ich. Ich würde es schon irgendwie rauskriegen. Ich wollte Philomena jetzt nicht auch noch fragen, wie das funktionierte. Sie amüsierte sich sowieso schon auf meine Kosten. Ich ärgerte mich über mich selbst. Wenn man das so sah, war ich zwar stark. Aber irgendwie wusste ich überhaupt nichts über das Leben. Castor und ich sind immer bloß wie zwei Junggesellen durch die Gegend gestriffen, haben unser Essen jagen müssen und über Feuer gekocht und ansonsten Anomalien gejagt. Ich schämte mich etwas, dass ich nicht mehr wusste und kam mir vor wie ein kleines Kind. Selbst jetzt mussten mir Klamotten gekauft werden..... Doch das würde ich dem Zwerg niemals verraten. Diese Genugtuung.... gönnte ich ihr irgendwie nicht....
      Wenig später kamen wir an dem Laden an, der die Stoffe verkaufte und ich sollte mir welche aussuchen. Skeptisch sah ich mir die Stoffe an und war tatsächlich etwas überfordert. Es gab echt verdammt viele Farben mit Formen, Stfeifen, Mustern und und und.
      "Also.... mir reicht Dunkelblau und Schwarz. Die anderen sind ganz schön bunt."
    • Die Besitzer des Stoffladens freuten sich jedes Mal wenn ich dort einkaufte. Kein Wunder immerhin war ich wahrscheinlich die Kaufkraft stärkste Kundin. Freundlicherweise bat mir das alte Pärchen freudig einen Tee an. Meinen Begleiter ließen sie nach der begrüßung im Gegensatz zu den anderen Verkäufer größtenteils in Ruhe... was wohl im seinen Intresse war. Hier war es wirklich besser auszuhalten. "Mir ist schon klar, dass du kaum in knalligen Orange tragen wirst. Aber es gibt ja verschiedene Stoffe für -" Ich stoppte. "Oh! Pelz und Füllmasse brauchen wir auch noch!" Die Besitzerin nickte und eilite ins Lager. Ach, es war so schön hier. "Nicht das du dich im Winter erkältest, das wäre echt schlecht für uns Beide." So schön wie es war, so schnell war unser Besuch dort auch wieder vorbei. Dank Daikis Muskelkraft musste ich dort auch nicht drei Mal einkaufen und wir konnten gleich alle benötigten Materialien auf einmal mit nehmen. Zufrieden lächelnd schlenderte ich aus den Laden. Die kleine Klingel an der Tür ertönte zum letzten Mal und bereits jetzt hoffte ich sie bald wieder zu hören. "So, jetzt nur noch die Vorräte und dann können wir geradewegs zurück zum Tempel." Das müsste den großen Ayakashi doch freuen oder? Dann war der Tagesplan nämlich weiter für den Kampf zu üben.
    • Ich seufzte vergebens. Wenn ihr schon vorher alles klar war dann soll sie doch die stoffe nehmen, die sie brauchte.
      "Ja.... dann eben welche von dem dünnen und welche vom dicken Stoff. Herr im Himmel.", fluchte ich. Die alte Frau schmunzelte. Sie erinnerte sich daran, wie sie früher mit ihrem Mann immer stritt. Damals konnten sie sich echt nicht leiden, doch mit der Zeit ist daraus Liebe geworden und sie war mehr als glücklich.
      "Sie scheinen sich sehr gut zu verstehen. Er ist ein wirklich starker und loyaler junger Mann, Kleines. Wenn ich dir als alte Frau einen Rat geben darf: Er kann dir viel Glück und Freude bereiten. Lass ihn ja niemals gehen.", flüsterte sie Philomena zu und lächelte herzlich. Sie steckte alle gewünschten Stoffe in eine Tüte und ich nahm sie dann an mich. Dankbar verbeugte ich mich kurz.
      "Danke für ihre Hilfe.", murmelte ich und wir verließen den Laden wieder. Wir mussten also nur noch das Essen besorgen. Tatsächlich war ich froh, dass wir bald wieder zurück waren. Die Stadt war einfach anstrengend und mit den Leuten echt beengend.
      "Na zum Glück.", murmelte ich und wenig später waren wir auch schon im Laden. Dort gab es allmöglichen Zeugs an Lebensmittel, wovon wir hier und da etwas aus den Regalen nahmen. Manches sah ziemlich lecker aus. Anderes eher weniger. Was der Zwerg also mit anstellen wollte, blieb mir ein Rätsel. Sowas konnte doch nicht schmecken. Also wieso kauften wir es dann? Ich beschloss es aber auch nicht weiter zu hinterfragen. Bis jetzt war es lecker, was sie gemacht hatte. Auch an dieser Kasse war alles in Tüten gesteckt und ohne ein Wort nahm ich auch Diese an mich und ging damit wieder nach draußen. Mehr konnte ich jetzt aber auch nicht mehr tragen. Dazu reichte der Platz in und an meinen Armen einfach nicht mehr.
      "Sind wir jetzt fertig?"
    • Diese Sterbliche hatte gut reden, ich bezweiflte stark dass sie etwas von dem heiligen Bund zwischen Gottheit und göttliher Waffe verstand. Ich wusste nur dass es einfach irgendwie mit Daiki und mir klappen musste. Im Ernstfall verdankten wir einander unser Leben. Ich wusste nicht ob wir uns wirklich so gut verstanden wie die alte Dame meinte, aber ich hoffte dass was auch immer es war im Notfall ausreichte.
      Der restliche Einkauf war nicht ganz so angenehm aber zumindest waren nicht all zu viele gestresste oder anhängliche Sterbliche in Sicht. Das mit dem Unterdrücken der göttlichen Aura schien also auch langsam bei Daiki zu funktionieren. "Ja, ja. Jetzt gehen wir wieder zurück zum Tempel. Gleich hast du wieder deine Ruhe." versicherte ich den Ayakashi, welcher sofort die Einkäufe geschnappt und nach draußen geschritten war. "Ähm...soll ich? ...Brauchst du.. also..?" Es war eine verdammte Gradwanderung auf hochexplosiven Glatteis wenn es darum ging den großen Sturkopf meine Hilfe anzubieten. Aber auch wenn er sicher stark und taff genug war, fiel es mir wirklich schwer ihn die ganzen Sachen tragen zu sehen. Ich wusste nicht einmal ob ich ihm einen Schlüssel geben konnte ohne das er empört aus der Haut fuhr... Alles was auch nur im entferntesten Hauch nach Nähe roch wurde kategorisch und besonders ausdauend von ihm abgelehnt. Manchmal hatte Daiki echt mehr von einen scheuen Reh als einer göttlichen Waffe, zumindest was das Miteinander betraf.
    • Ich sah zu meiner Herrin runter und fragte mich, wie sie mit dieser Größe die Tüte tragen wollte.
      "Wie willst du Zwerg denn das tragen? Lass mich nur machen, ich tu ja sonst nichts.", antwortete ich und ging weiter. Mir machte das nichts aus. Ich fand für mich war es auch ein bisschen Training. Und ich hasste es, wenn jemand alles tat und ich gar nichts. Ich war nicht dafür gemacht, anderen auf der Tasche zu liegen. Also wollte ich auch was für die Bemühungen tun. Und da ich nichts für den Einkauf getan habe, wollte ich ihn wenigstens nach Hause tragen. Dabei wollte und brauchte ich auch keine Hilfe.

      Im Tempel angekommen, legte ich alle Tüten ab und räumte das Essen auch unaufgefordert in den Kühlschrank. Auch wenn es ein wenig durcheinander sein mochte. Allerdings wusste ich nicht, ob wir jetzt sofort trainieren wollten oder erst später. Unsicher sah ich zu Philomena.
      "Also ähm.... brauchst du eine Pause, bevor wir weiter machen? Ich.... kann auch noch warten. Dann geh ich nach Draußen und wenn du so weit bist, komm einfach.", sagte ich noch und sah zu. Ja, ich hatte riesige Lust, zu trainieren. Nur brauchte Philomena auch Kraft. Ohne die brachte es gar nichts und sie brauchte es gar nicht zu versuchen. Letztes Mal hatte sie es gerade so geschafft, mich anzuheben. Und danach war sie kaputt und müde. Wenn es hart auf hart kommt, musste sie mehr leisten. Also musste sie sich auch ausruhen.
    • Ja sonst nichts?! Aber dieser Hornochse hatte als göttliche Waffe doch eine Art rund-um-die-Uhr-Job! Das war viel mehr als Nichts, noch dazu dieses Trauerspiel von gestern Abend... das ... N-Naja jedenfalls war das garantiert nicht Nichts. Doch es wäre dumm wegen dieser offensichtlichen Meinungsverschiedenheit einen Krieg vom Zaun zu brechen. Also ließ ich Daiki machen. So waren wir sicherlich schneller. Doch da endete es ja nicht. Zuhause angekommen ging es noch viel weiter. "H-hey!" doch es brachte da kein Wiederwort. Unverschämtheit, dabei war ich doch die Göttin .... aber das war jetzt halt so und es war schon okay. Irgendwie jedenfalls. Dann würde ich mich einfach so lange um die Stoffe kümmern. Still beim Einräumem zuschauen konnte ich den Großen allerdings nicht. "Hm? Ja, ich ... ich komme gleich nach." Für einen Augenblick sah ich Daiki nachdenklich nach. Ich war mir noch immer ziemlich unsicher. Ich wusste nicht was kommen würden und auch nicht wie es weiter gehen sollte. Zumindest in diesem Punkt nicht. Ich war ratlos und hilflos zugleich, eine Mischung die ich nicht mochte. Ganz und gar nicht, aber daran trug Daiki keine Schuld. Seufzend wand ich mich ab um die Ordnung in dem Kühlschrank sowie der Speisekammer wiederherzustellen. Ob ich vorher schon etwas kochen sollte? Es wäre gut möglich, dass ich danach nicht mehr im Stande dazu war. Doch wenn ich mich jetzt hinter den Herd stellte würde ich den Ayakashi draußen nur warten lassen. Schlussendlich konnte ich den Training so oder so nicht entgehen. Also ging ich mit klopfenden Herzen nach draußen. "Ähm... also... ich wäre dann so weit. Wenn du noch magst."
    • Ich setzte mich nach draußen unter einen Baum und lehnte mich an den Stamm. Mein Blick glitt in den Himmel und meine Gedanken wanderten zu Philomena. Ich war mir nicht sicher, ob das alles richtig war, was hier passierte. Wir kamen nicht auf einen Nenner und ich hatte nicht das Gefühl, dass ich alles richtig gemacht habe. Immer war irgendwas falsch oder sie verstand es falsch. Ich habe gemerkt, dass sie nicht glücklich darüber war, dass ich alles getragen habe. Es war okay für mich. Und jetzt gerade hatte ich nicht wirklich einen anstrengenden Job, außer ihr das Kämpfen beizubringen.... Wenn sie weiterhin mit ihrer vorherigen Waffe da geblieben wäre, wäre sie wohl glücklicher geworden als mit mir. Eigentlich hatte ich mich damit abgefunden, nun hier zu leben. Zwar war mir immer noch nicht klar, wie sie mit mir kämpfen wollte, aber trotzdem akzeptierte ich, dass sie nun mein Leben war. Und dass ich ihre Gefühle spüren konnte, war auch nicht besser.
      Und genau in diesem Moment kam sie mit Unbehagen zu mir und meinte, dass sie bereit zum Training war. Ich stand ebenfalls auf und sah sie an.
      "Bist du dir sicher? Ich kann spüren, dass dein Herz klopft. Wir können trainieren, wenn du voll und ganz bei mir bist und mir vertraust. Erst dann wirst du meine und auch deine volle Kraft auschöpfen können."
    • Mist, ich hatte diese Verbindung beinah vergessen. "Äh?! Was aber... aber ich vertraue dir doch." In Wahrheit baute ich vielleicht sogar schon viel zu sehr auf den hitzköpfigen Brummbären. Meine Augen verfingen sich fast in Daikis Blick und für einen Moment der sich beinah nach einen Hauch von Ewigkeit anfühlte. "Ich..." Die Worte der alten Dame im Stoffladen hallten noch einmal durch mein Gedächtnis. Warum nur genau jetzt? "Ich hab nur Angst. Immerhin hab ich...." Verdammt, reiß dich zusammen Phila!! Jetzt bloß nicht schon wieder heulen! "Es- Es musste schon mal ein Ayakashi für meine Fehler zahlen, ich will nicht das du es auch musst." Dafür mochte ich den Lulatsch viel zu sehr. Er war launisch, emotional verdammt unsicher und stur aber er war auch verdammt zuverlässig, stark und.... auch irgendwie ganz liebenswert. Vielleicht war es ja auch wegen dieser Verbindung doch es war beinah als würden wir uns länger kennen als nur ein paar Tage. Wie konnte ich dann keine Angst um Daiki haben? Ohne ihn würde ich es nicht einmal hier aushalten und Serafin hatte ich ohne seine Hilfe auch nicht begraben können. Ich weiß das es als Göttin meine Pflicht war die Sterblichen mit einer göttlichen Waffe vor den Anomalien zu schützen. Aber ich war einfach noch nicht soweit. Klar ich hatte Fortschritte gemacht seitdem Daiki in mein Leben getreten war doch genau aus diesem Grund hatte ich panische Angst davor wenn alles auf einen Schlag enden könnte. Ich kam mir wirklich dumm vor fast wieder aus diesem Grund los zu heulen. Dabei war es noch nicht mal Mittag. Normalerweise wurde ich von solchen Gefühlen und Ängsten erst am Abend überannt.

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    • Das Vertrauen unter uns war nur leider nicht sehr stark. Zumindest hatte ich diesen Eindruck. Oder es war irgendwas anderes. Hatte ich schonmal erwähnt, dass ich sie nicht verstand? Nun stand sie da vor mir und stammelte vor sich hin. Doch als sie dann den Grund nannte, war ich doch ein wenig geplättet. Mir war nicht klar, dass in den wenigen Tagen in ihr schon so viel passiert war. Nur wusste ich auch nicht, wie ich ihr die Angst nehmen sollte. Ich war ein Schwert verdammt. Ich bin für das Kämpfen erschaffen worden. Doch dann fiel mir etwas ein. Ich war mir nur nicht sicher, ob ich ihre Angst eventuell verschlimmern würde. Nur was anderes fiel mir auch nicht ein. Ich musste sonst noch niemanden irgendwelche Ängste nehmen. Ich durfte nie Ängste zeigen, geschweige denn haben. Hast du Angst, zeigst du Schwäche..... Vielleicht sollte ich ihr genau das so zeigen. Vielleicht wurde es dann besser.
      Ich zog mir mein T-Shirt über den Kopf und kam auf sie zu. Dann drehte ich mich etwas zur linken Seite und eine riesige Narbe zeigte sich, die ziemlich weit links an meinem Schulterblatt anfing und sich nach unten fast zu meiner Hüfte zog. Auch andere kleine Narben waren zu sehen, aber in Gegensatz zur Großen unscheinbar wirkten. Aus den Augenwinkeln her sah ich sie an.
      "Diese Narbe ist entstanden, als ich Castor einmal das Leben rettete. Uns hat eine Anomalie angegriffen. Sie kam aus dem Nichts, doch konnten wir uns irgendwie verteidigen. Doch dann traf ihn etwas am Kopf und er wurde kurzzeitig bewusstlos. Mir blieb in dem Moment nichts anderes übrig, als mich vor ihm zu stellen. Hätte ich es nicht gemacht, hätte sie ihn wohl zerstückelt. Verstehst du, was ich dir damit sagen will? Einen Gott hätte sie damit getötet. Er wäre in zwei Teile geschnitten worden. Doch da ich auch die Fähigkeit habe zu schützen, hab ich es überlebt. Ich bin sehr stolz auf diese Narbe. Sie zeigt, dass ich nicht schwach bin. Sie lässt mich diese Fähigkeit nicht vergessen. Und ich wäre auch stolz drauf, wenn eine hinzukommt um dich zu schützen.", erklärte ich und drehte mich wieder zu ihr. Ich hoffte einfach nur.... dass es ihr damit vielleicht besser ging. Auch auf die Gefahr hin, dass es dadurch schlimmer wurde. Sie sagte zwar, dass sie mir vertraute. Doch war ich mir nicht sicher, ob es der Wahrheit entsprach. Denn dazu gehörte es auch, Vertrauen in meinen Fähigkeiten zu haben.

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    • W-was zum?! Starr vor Schreck sah ich mit an wie mein Gegenüber sich das Shirt auszog. Wie in aller Götter Namen passt das denn zusammen?! "W-warte mal! Halt, halt, halt!!" Beschämt wand ich meinen Blick ab. Das war zu viel. Ich lebte jetzt schon Jahrtausende aber sowas war mir noch nie passiert. Warum konnten wir nicht einfach drei Sätze miteinander sprechen ohne dass irgendwelche Missverständnisse- ...Hm? Als ich Daikis erste Worte hörte schon ich verwundert zunächst nur Zeige- und Mittelfinger auseinander um vorsichtig durch die dadurch entstanden Lücke wieder rüber zu sehen. N-naja... wenn es nur das war... Langsam nahm ich meine Hände wieder runter und beschloss den Großen erst einmal nur zu zuhören. Diese Narbe war mir noch nie aufgefallen. Stolz... Er war einfach so ein verdammtes Breitschwert. "Bist du dir da wirklich sicher? Immerhin wäre es ganz schön heuchlerisch nach allem immernoch daran zu zweifeln ob wir das zusammen hinbekommen, obwohl ich mich so bemühe und dann solche Reden zu schwingen. Vor allem nachdem ich gestern Abend so großzügig war, bereit dich frei zu geben." Vielleicht war es ja nicht nur meine Angst davor noch weitere unschuldige Ayakashis zu verheizen. "Aber wenn du dir wirklich - WIRKLICH sicher bist dann können wir ja anfangen." Still hielt ich mich bereit. Auch wenn ich mir nicht sicher war ob ich dafür bereit war, nicht für das Training, aber für die gefestigte Bindung die sich dadurch aufbaute. Allerdings würde ich es nur herausfinden wenn es soweit war. Zumal es diese Bindung zwischen göttlicher Waffe und Gottheit war, welche uns in Zukunft das Leben retten würde.
    • Stumm und perplex sah ich sie an. Mein Hirn brauchte einen Moment, bis es verarbeitet hatte, was gerade aus Philas Mund rauskam.
      Erst später kam ich wieder zu mir. Mein Ader an der Schläfe pochte und wütend sah ich sie an.
      "Echt jetzt?! Du warst gerade diejenige, die noch Angst hatte, wieder allein zu sein. Du hattest eben noch zu mir gesagt, dass du keine Waffe nochmals auf dem Gewissen haben willst. Jetzt kratze ich all meinen Mut zusammen, um dir von meiner Narbe und der Geschichte zu erzählen und dann kommt das! Wann habe ich seit wir hier sind, was davon gesagt, dass du es nicht packst? Hätte ich sonst das Training angeboten?! Ich glaubs einfach nicht.", rasend vor Wut boxte ich in einen daherstehenden Baum, wo gleich ein Loch entstand. Dass meine Fingerknöchel nun leicht bluteten, merkte ich nicht. War mir auch egal. Ich schnappte mir mein T-Shirt, zog es mir wieder über und ging Richtung Garten. Ich musste erstmal wieder runterkommen, bevor ich noch mehr schlimme Sachen sagte. Ich war nicht stolz auf meine Reaktion.... aber ich wusste auch nicht weiter, was ich machen sollte. Ich verstand die Frauen einfach nicht. Keine von denen, die mir begegnet waren.
      Seufzend lehnte ich mich an einen Baum. Mein Herz klopfte aufgeregt in meiner Brust. Der Wind wehte mir durchs Haar. Und ich fragte mich, ob ich mich hier noch einleben konnte.

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