About gods and demons (Nimue & Kiba)

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    • "Huh? Das meinte ich doch gar nicht, ich- Ach, vergiss es. Es bringt eh nichts.", antwortete ich und ging einfach weiter. Es hatte keinen Sinn. So ein Mist. Wenn sie nicht kämpfen wollte, wusste ich nicht, was ich hier sollte. Ich war eine Waffe. Damit kämpfte man. Ganz einfach. Wieso weigerte sie sich da so? Ich war mir nicht sicher, ob das eine gute Idee bei uns beiden war. Aber ich wurde ja nicht gefragt. Mein Bündnis wurde einfach beschlossen.
      "Ich bin dazu da, um Anomalien zu bekämpfen. Und du scheinst ja auch gar nicht kämpfen zu wollen." Ich fühlte mich nutzlos. Ihr komisches Einsammeln half mir nicht. Und das Schlimmste: Ich konnte nichts dagegen tun.
      Unweigerlich folgte ich ihr also weiter und sah mir die Gegend an. Ich hörte ihr nur halbwegs zu. Irgendwas mit Göttin der Liebe und das sie Menschen helfen wollte oder so. Ich war doch da nur nebensächlich. Castor hätte mir ruhig mehr erhalten bleiben können. Blödmann.
      Doch dann spürte ich, wie sie ihren Finger in meinen Bauch bohrte und ich sah sie überrascht an. Irgendwas außer Kämpfen? Warum fragte sie mich das? War ja nicht so, dass es sonst groß jemanden interessiert hatte.
      "Was sollte es schon groß geben? Wir waren viel am Kämpfen. Die Gegner waren alle ziemlich groß und stark. Und wir haben bis auf einmal immer gewonnen.", antwortete ich. Ich konnte nichts anderes antworten, denn es ist nichts großartiges passiert.
      Ich sah verlegen zur Seite, als meine Augen ein Ziel erfassten. Wir waren an ein paar einzelne Häuser vorbeigekommen und dort spielten ein paar Menschen? oder was auch immer das war ein Spiel mit einem Ball. Fasziniert blieb ich stehen und beobachtete das Spektakel. Sie ringten fast darum, wer den Ball endlich hat, nur um ihn dann in einen Ring zu werfen, an dem ein Netz befestigt war. Das sah schon irgendwie interessant aus. Es war spannend da, zuzusehen und erweckte in mir die Lust, da selbst mitzumachen.
    • Wieder entlockte der Stuss den er so von sich gab einen tiefen Seufzer. "Nur weil du ein Ayakashi bist heißt es noch lange nicht, dass du nicht einmal den Hauch einer Persönlichkeit haben darfst." Mal ehrlich da musste es doch noch irgendetwas Anderes geben als das Kämpfen. Nun gut, wenn sein voriger Meister ihn auch nur zum Kämpfen verwendet und auch nur darauf reduziert hatte - woher sollte Daiki dann wissen, das es noch etwas Anderes gab? Für's Erste musste ich es wohl dabei beruhen lassen. Andernfalls würden wir uns nur weiter im Kreis drehen. Ehrlich gesagt hatte ich da heute nicht den Atem für. Andererseits war es richtig lustig ihn damit etwas zu triezen. Immerhin schien den großen und stolzen Ayakashi diese ungewohnte wohlwollende Aufmerksamkeit irgendwie verlegen zu machen. Kichernd wand ich mich ab un schlenderte weiter meines Weges. Ich war so auf mein Ziel fokussiert, dass ich erst nach zwei oder drei Schritten bemerkt, wie Daiki gestoppt wurde. Dieses Korbspiel der Menschen hatte es tatsächlich geschafft sein Intresse zu wecken? Meine Lippen formten sich zu einen breiten Grinsen, was gar nicht mehr verschwinden wollte. "Ohhh..." säuselte ich leise. Wie er mit einer Art kindlicher Neugierde das Geschehen verfolgte, dieser faszinierte Blick in seinen Augen und das gespannte Inne halten seinerset war fast schon niedlich. Kichernd nährte ich mich ihm wieder etwas an. "Frag sie doch ob du mit machen darfst." Die Kräuter für den Heiltrank konnte ich auch allein verarbeiten und abgeben. Da brauchte ich so einen Großkotz nicht. "Na komm schoooon, trau dich." nekeckend stieß ich ihn mit der Seite an. Wohlmöglich brauchte dieser stolze Klinge einfach nur eine kleine Ermutigung, pardon ... einen kleinen Anstupser. "Da ist doch nichts dabei." Vielleicht sollte ich die Sache auch gleich in die Hand nehmen, es einfach für den großen Brummbären einfädeln... Also schritt ich zur Tat. Vorfreudig hob ich meinen Finger und fokusierte mich auf den Ball. Komm schon Philomena... Manipulation von nahen und kleineren Objekten hast du geübt....! Ja ... jetzt...Mit einen Male ließ ich meinen Finger hart nach rechts schnellen und der Ball - der Ball schnellte direkt in das Gesicht meines Begleiters. "Oh nein!!! Daiki!" Rief ich so überrascht und aufgebracht ich konnte. Während die ersten Menschen schon geschockt nähr kam um für dieses Malör gerade zu stehen und sich zu vergewissern das nicht noch mehr Unheil geschehen war, machte ich schadenfroh grinsend einen Schritt zur Seite. "Tja Leute... wenn ihr ihn schon abwerft - müsst ihr ihn wohl mitspielen lassen. Das ist nur fair." Warf ich überbetont sowie energisch nickend ein. Erst dann wand ich mich meinen neuen Ayakashi zu. Zwar tat ich so als würde ich mich vergewissern ob ihn nichts Ernstes geschehen war, wusste aber dass er so etwas aushalten könnte. Immerhin war er eine göttliche Waffe. "Gern geschehen." flüsterte ich ihm dabei zu. Und ja, es hatte ein bisschen Spaß gemacht ihn den Ball entgegen zu schleudern.
    • Ich beobachtete weiter interessiert das Spjel, als Phila mich ansprach, dass jch doch da mitmachen sollte. Ja. Lust hätte ich schon. Doch eigentlich stand mir das nicht zu. Ich war nur eine Waffe. Dementsprechend verwarf ich den Gedanken auch und winkte ab.
      "So ein Quatsch. Nun komm schon. Lass uns weitergehen.", murmelte ich und wollte weitergehen. Vielleicht kam ich dann auch von dem Verlangen weg. Irgendwie war diese Phila komisch. Sie wollte mich retten, will aber nicht kämpfen. Sie ärgerte mich, wo sie nur konnte und nun wollte sie, dass ich da mitspielte. Was mach ich eigentlich hier?
      Ich war so in meinen Gedanken vertieft, dass ich nicht merkte, wie der orangene Ball in eine rasanten Geschwindigkeit auf mich zu kam. Erst im letzten Moment sah ich ihn auf mich zukommen. Kurz bevor er mein Gesicht traf, hob ich meine Hand, um den Ball von weiteren Schädigungen abzuhalten. Jedoch hatte der ganz schön Bumms drauf, so dass ich ein paar Schritte nach hinten gedrückt wurde.
      Sofort wurde Philomena panisch.
      "Schon gut, nichts passiert", murmelte ich und auch die Jungen kamen sofort auf mich zu, um sich zu entschuldigen. Meine Herrin fädelte alles so ein, dass ich jetzt da doch mitspielen konnte. Dezent verwirrt sah ich sie an. Warum tat sie das? Wieso bestand sie darauf, dass ich mitspielen konnte?
      Als sie mich dann so grinsend ansah, entstand eine Denkerfalte auf meine Stirn und ich ging mit den anderen mit, die natürlich sofort bejaht hatten, als es hieß, ich soll mitspielen. Das Ganze hätte wahrscheinlich auch so funktioniert, ohne fast mein Gesicht zu zerschmettern.
      Noch immer hielt ich den Ball in der Hand, während die anderen mir die Regeln erklärten. Ich dribbelte ein paar Mal den Ball auf den Asphalt, ehe ich dann grinste. Den Ball ins gegnerische Korb werfen. War ja einfach.
      Nochmals dribbelte ich, diesmal schneller, und schlängelte mich an den anderen vorbei um dann gleich den Ball in den Korb zu befördern. Keiner der anderen war in der Lage, mir den Ball abzunehmen. Etwas verblüfft sahen sie mich an und waren erstaunt, wie gut ich eigentlich war. Und ich musste dagen, ich hatte wirklich Spaß.
    • Ich beobachtete weiter interessiert das Spjel, als Phila mich ansprach, dass jch doch da mitmachen sollte. Ja. Lust hätte ich schon. Doch eigentlich stand mir das nicht zu. Ich war nur eine Waffe. Dementsprechend verwarf ich den Gedanken auch und winkte ab.
      "So ein Quatsch. Nun komm schon. Lass uns weitergehen.", murmelte ich und wollte weitergehen. Vielleicht kam ich dann auch von dem Verlangen weg. Irgendwie war diese Phila komisch. Sie wollte mich retten, will aber nicht kämpfen. Sie ärgerte mich, wo sie nur konnte und nun wollte sie, dass ich da mitspielte. Was mach ich eigentlich hier?
      Ich war so in meinen Gedanken vertieft, dass ich nicht merkte, wie der orangene Ball in eine rasanten Geschwindigkeit auf mich zu kam. Erst im letzten Moment sah ich ihn auf mich zukommen. Kurz bevor er mein Gesicht traf, hob ich meine Hand, um den Ball von weiteren Schädigungen abzuhalten. Jedoch hatte der ganz schön Bumms drauf, so dass ich ein paar Schritte nach hinten gedrückt wurde.
      Sofort wurde Philomena panisch.
      "Schon gut, nichts passiert", murmelte ich und auch die Jungen kamen sofort auf mich zu, um sich zu entschuldigen. Meine Herrin fädelte alles so ein, dass ich jetzt da doch mitspielen konnte. Dezent verwirrt sah ich sie an. Warum tat sie das? Wieso bestand sie darauf, dass ich mitspielen konnte?
      Als sie mich dann so grinsend ansah, entstand eine Denkerfalte auf meine Stirn und ich ging mit den anderen mit, die natürlich sofort bejaht hatten, als es hieß, ich soll mitspielen. Das Ganze hätte wahrscheinlich auch so funktioniert, ohne fast mein Gesicht zu zerschmettern.
      Noch immer hielt ich den Ball in der Hand, während die anderen mir die Regeln erklärten. Ich dribbelte ein paar Mal den Ball auf den Asphalt, ehe ich dann grinste. Den Ball ins gegnerische Korb werfen. War ja einfach.
      Nochmals dribbelte ich, diesmal schneller, und schlängelte mich an den anderen vorbei um dann gleich den Ball in den Korb zu befördern. Keiner der anderen war in der Lage, mir den Ball abzunehmen. Etwas verblüfft sahen sie mich an und waren erstaunt, wie gut ich eigentlich war. Und ich musste dagen, ich hatte wirklich Spaß.
    • Das beseelte Grinsen wollte gar nicht mehr aus meinen Gesicht verschwinden. Da waren wir tatsächlich zufällig auf Etwas gestoßen, was Daiki Spaß bereitete. Stumm ließ ich mich neben den Spielfeld nieder. Eigentlich wollte ich längst damit begonnen haben den Heiltrank herzustellen, doch ich kam nicht drumherum das Geschehen auf den Spielfeld zu verfolgen. Dieser Lulatsch schien ganz gut zu sein. Als ich nach ein paar Minuten endlich in der Lage war mich abzuwenden um meinen Vorhaben nach zu gehen kam ich ins Grübeln. Sein voriger Meister war längst nicht mehr und doch wirkte er seine Macht auf den eigentlich so stolzen Ayakashi aus. Woher sollte er denn sonst den Glauben haben als göttliche Waffe nichts mehr haben zu dürfen als seinen Zweck. Der Kampf. Nichts als den Kampf. Keine Freuden, keine Meinungen ... wohlmöglich auch keinen wirklichen Charakter? Das machte mich traurig. Schon seit dem ich eine kleine Göttin gewesen war, hatte ich Serafin am Rockzipfel gehangen. Nun gut, genauer gesagt hatte ich mich immer um sein Bein geschlungen und mich von ihm überall mit hin tragen gelassen. Er war für mich wie eine großer Bruder gewesen. Daher war mein Umgang mit Ayakashis ganz anders als die von diesem Castor. Ich weigere mich sogar bestimmt dagegen sie nur als Waffe zu gebrauchen. Offensichtlich sorgte dies bei Daiki aber für eine Menge Verwirrung doch ich war mir sicher wir gewöhnten uns schon irgendwann an die Sichtweisen des oder der Anderen.
      Als der Trank fertig war erhob ich mich langsam. Noch einmal nahm ich mir einen Augenblick Zeit um den Brummbär beim Spielen zu zusehen. Dann aber, schlich ich mich davon. Nur um den Trank weg zu bringen und die Dankbarkeit einzuheimsen wollte ich Daiki nicht aus seinen Spiel zerren in welches ich den großen Ayakashi gedrängt hatte. Schon gar nicht wenn es ihn so viel Freude machte. Immerhin dauerte es sicher nicht lang und ich wusste ja wo er war. Es würde doch sicherlich nichts weiter schief gehen... oder?
    • Ich bekam weder mit, wie ich von meiner neuen Herrin beobachtet noch, wie ich von ihr verlassen wurde. Ich war ziemlich in mein Spiel vertieft und ich hatte wirklich Spaß dabei. Ich fühlte mich genauso, als würde ich kämpfen. Immer und immer wieder schaffte ich es, einen Korb zu werfen und die Jungs waren ziemlich am verlieren.
      Nach einiger Zeit machten wir eine Pause und die anderen grinsten mich an.
      "Wow, du bist ziemlich gut. Sicher, dass du das zum ersten Mal spielst?", fragte einer der anderen. Ich ließ mich fallen und landete auf dem Rücken. Meine Lunge brannte und ich spürte jeden Muskel in meinem Körper. Aber irgendwie.... war ich glücklich.
      "Ich kannte das vorher nicht. Aber es macht wirklich Spaß.", antwortete ich und sah zum Rand des Spielfeldes, wo ich.... wie hieß sie noch? Phila? Zurück gelassen hatte. Doch sie war nicht da. Ich setzte mich auf und meine Laune sank wieder in den Keller. War sie jetzt schon total genervt von mir, dass sie einfach verschwand ohne was zu sagen? Irgendwie fühlte mich wie ein ausgesetzter Hund an der Autobahn. Ich könnte kotzen.
      Ich stand auf und klopfte mir den imaginären Staub von den Klamotten, als die anderen mich überrascht ansahen.
      "Ich bin raus. Hab keinen Bock mehr. Ciao.", ich drehte mich um, ohne noch etwas dazu zu sagen und verließ den Platz. Scheiße....
      Ich fühlte mich allein gelassen. Also irrte ich weiter im Dorf herrum, um eventuell einen Platz zum Schlafen finden zu können. Ich bin stark. Also hatte ich auch keine Angst mich zu wehren, wenn was passieren sollte. Aber ich wollte wettergeschützt sein. Also musste ich schon etwas gucken, wo ich schlafen konnte. Naja, immerhin konnte ich so erstmal nicht sterben mit meinem Mal auf dem Hals. Automatisch legte ich meinen Hand auf das eben genannte Körperteil und brummte. Manchmal hasse ich mein Leben und wäre lieber gern doch gestorben.
    • Es war immernoch verdammt erstaunlich mit wie Wenig die Sterblichen so zu beeindrucken waren. Ein wenig Heilmittel hier, ein wegen Brimborium, Tischfeuerwerk und Lichtershow hier und Schwups! - sie sind begeistert. Dabei waren all diese Mätzchen Teil des kleinen Einmaleins der Zauberkunst. Nun, zumindest war es einmal leicht die gewünschte Dankbarkeit zu erhalten. Mein Leben war echt schon lästig genug. Länger als nötig konnte und wollte ich nicht bei den sterblichen Einfallspinseln bleiben. Immerhin hatte ich mich um einen zu großgeratenen Ayakashi zu kümmern. Nichts ahnend und immer noch vergnügt kichernd kam ich wieder an den Spielfeld am Stadtrand an, an welchen ich Daiki zurückgelassen hatte. Dabei stellte ich ziemlich schnell fest das dieser Lulatsch verschwunden war. Schlimmer noch - außer einer groben Richtung wusste keiner der Menschen wo er hin gegangen war. "Na großartig!" rief ich verärgert. Jetzt war guter Rat teuer. Meine Verbindung zu den Brummbären war noch nicht gefestigt genug um ihn einfach so ausmachen zu können. Mir blieb also nur ihn auf altmodische Weise zu suchen. Man sollte ja meinen, dies wäre bei diesen Großkotz einfach aber nö. War es nicht! "Man!!" brüllte ich während ich meinen Ärger Luft machte und gegen eine Regentonne trat was das Wasser im inneren in Bewegung versetzte. Kaum hatte ich dies getan bereute ich es auch wieder. Ein pulsierender Schmerz zog sich in einen gleichbleibenden Rhythmus durch meinen Fuß. "Daiki??? Hey Daiki, wo bist du?" Mit der Zeit schwand meine Geduld. Dennoch rief ich noch immer seinen Namen durch die Gasse. Wo zu Teufel war er nur hin gegangen. "Daikiii, komm raus und hör auf zu schmollen." Ich wollte ihn doch nur etwas Gutes tun. Das Spiel machte ihm sicher mehr Spaß als das Abliefern des Heiltranks. "Na kleinen Mädchen. Suchst du dein Haustier?" Genervt blickt ich den Fremden an. Das war schon der Dritte der dumm fragte. Oder mich kleines Mädchen nannte. Dennoch musste ich schnauben. "Kann man so sagen." Misstrauisch beäugte ich den Fremden. Meine Größe und das unschuldige Aussehen lockte in manch einen zwielichtigen Viertel unangenehme Typen an. Ein perverser Lüstling hatte mir heute schon greicht. Hoffentlich war das nicht noch so ein Vogel. "Jedenfalls halten sie mich auf, ich muss weiter. Auf Wiedersehen." Ich and mich ab, nahm die Hände an meinen Mund und brüllte weiter aus lauter Kehle. "DAI-KIIIIIII!!!!! Komm endlich her verdammt!"
    • Immernoch spazierte ich durch die Stadt. Ich wusste schon gar nicht mehr, wo ich war. Aber eigentlich war mir das egal. Denn ich suchte immernoch einen Schlafplatz. Doch dann hielt ich inne. Was war das? Irgendein komisches Gefühl machte sich in mir breit. Ich konnte das nicht beschreiben. Als ob irgendwer in Gefahr war. Etwa Phila? Nochmals legte ich meine Hand an die Stelle, wo das Mal war.
      Wie von selbst bewegte sich mein Körper in eine andere Richtung. Ich wusste nicht wieso, aber irgendwie wusste ich, wo ich hin musste. Erst ging ich nur. Doch dann wurde meine Schritte schneller und ich rannte über die Straßen der Stadt. Wusste, dass ich meinem Ziel immer näher kam. Und da war sie. Phila. Ich hab sie gefunden. Bedroht von irgendeinen dahergelaufenen Wichser, der nach allem anderen aussah, aber nicht danach, dass er ihr helfen wollte. Scheinbar hatte sie mich tatsächlich gesucht. Also war mein Gefühl doch nicht merkwürdig.
      Angespannt ging ich langsam auf die beiden zu. Ich sagte nichts, sondern griff mit meiner Hand um seinen Hals und meine Augen hatten einen mörderischen eiskalten Blick angenommen. Leicht drückte ich zu. Der sollte ruhig merken, dass ich nicht zum Spaß hier war.
      "Fass sie noch einmal an und ich bring dich eigenhändig um.", sprach ich leise, aber mit tiefer Stimme. Er wehrte sich. Doch ich war stärker als er. Niemals sollte man sich mit einem Ayakashi anlegen. Er konnte mich nie und nimmer besiegen. Also sollte er sich schön fernhalten. Der Geruch von Angstschweiß stieg in meine Nase und nocheinmal blickte ich dem Typen in die Augen, ehe ich losließ und er schnell das Weite suchte. Meine Hände fanden wieder ihren Weg in meine Hosentaschen, ehe ich zu meiner Herrin runtersah.
      Ic wusste nicht, was ich ihr sagen sollte, also blieb ich still. Immerhin war sie es, die einfach abgehauen war.
    • Großartig. Natürlich ließ sich dieser Sterblicher nicht gleich wieder abwimmeln. Wenn ich jetzt meine Kräfte einsetzen würde, wären meine guten Karmapunkte wahrscheinlich wieder weg. Noch dazu der Ärger welcher entstehen würde wenn ich als Göttin der Liebe und Freundschaft anfing nach Lust und Laune Sterbliche zu richten. Ich sollte sie doch unterstützen und beschützen, nicht abmurksen! Das bedeutete jedoch nicht, dass ich mir alles gefallen lassen musste. So ein Mist! Daiki... wo war er nur? Langsam mischte sich Frust mit Verzweiflung. "Ohhh..." wimmerte ich leise, was der Fremde offensichtlich als eine Art Einladung missverstand. "Vielleicht kann ich dir doch helfen." Spinn ich oder betatscht er gerade ungefragt meine Schulter? Der Kraftaufwand, den er dabei an den Tag legte löste Unbehagen in mir aus. Genervt murrend wollte ich mich aus seinen Griff heraus drehen, doch dies gestaltete sich nur äußerst schwierig. "Hören Sie, Sie können mir nicht helfen und ich will Ihre Hilfe gar nicht!" Wenn er jetzt sagte mein Haustier sitzet bei ihm daheim oder er hat was in den Busch dort hinten Rascheln gehört ich schwöre ich- All die Wut verflog als ich ihn sah, ihn den zu groß geratenen Brummbären.... Unbewusst atmete ich erleichtert auf. Es war merkwürdig denn ich kannte den stolzen Großkotz kaum aber ich war in diesem Augenblick wirklich erleichtert ihn zu sehen. "Daiki!" Mit breiten Lächeln klatschte ich zufrieden in die Hände. "Ich bin so froh dich zu sehen. Wie war dein Spiel?" Ich war nicht mehr allein, ich hatte jetzt einen Ayakashi. Einen Ayakashi der ganz anders war als Serafin. Vielleicht, aber nur vielleicht, war ich ja ein ganz kleines Mini-Bisschen Schuld an dieser Situation. "Tut mir leid." gab ich leise zu und kratzte verlegen meine Nasenspitze. "Ich hab gedacht es macht dir mehr Spaß dort weiter zu spielen während ich den langweiligen Teil der Übergabe erledige. Ich wollte dich nicht einfach zurück lassen." Langsam sah ich mich um. "Ähm... also... wie wäre es wenn wir uns eine nette Herberge suchen. Ich hab genug von der menschlichen Währung für uns Zwei? Was meinst du?" Hoffentlich konnte er mir verzeihen.
    • Sie schien sichtlich glücklich darüber, dass ich wieder bei ihr war. Ich verstand es nicht so ganz, denn sie war ja weggelaufen, aber ich wollte es auch nicht weiter hinterfragen. Mich interessierte das nicht. Ich wollte doch nur eines. Gebraucht werden. Und eben habe ich ganz genau gespürt, dass ich gebraucht wurde. Ich hab sie rufen gehört. Allerdings war das anders als bei Castor. Klar, ich war immer bei ihm. In seiner Nähe. Deswegen musste er mich wohl auch nie so rufen. Aber dieses Mal..... dieses Mal war Verzweiflung und und Wut im Gefühl. Ich wusste also dass ich mich beeilen musste.
      Als sie mich ansprach, kratzte ich mich gelangweilt am Kopf.
      "Ich.... denke, ich hab ein paar Mal gewonnen.", antwortete ich und trat gegen eine Dose, die herrenlos und anscheinend innen leer auf der Straße rumkullerte.
      "Vergiss es einfach. Ich hab nicht dran gedacht, dass du dein Zeugs noch machen wolltest. Da du plötzlich weg warst, war mein erster Gedanke, dass du mich loswerden wolltest.", erklärte ich auf ihre Entschuldigung hin. Ahnungslos zuckte ich mit der Schulter.
      "Wenn du meinst, gehen wir in sowas. Ich hab kein Recht, was zu bestimmen."
      Woher sollte ich denn wissen, wo wir schlafen sollen? Ich hab ja selbst irgendwo an den Straßen einen Platz gesucht. Wie ein streunender Hund bin ich rumgelaufen. Unauffällig sah ich mich um, um nach weiteren Streunern zu suchen, die uns nähern könnten. Schließlich hatte ich irgendwie die Aufgabe, Phila zu beschützen. Ich war eine Waffe. Ein Breitschwert, hinter dem sie sich sogar verstecken könnte. Mit einem kleinen Messer könnte sie sich nicht wehren.
      "Also los, lass uns gehen. Hier stinkts. Wie konntest du überhaupt auf die Idee kommen, mich hier zu suchen?"
    • Nüchtern blinzeln folgte mein Blick der Dose, welche nach seinen Tritt durch die Gasse flog. "Und wie war es für dich? Hat es dir gefallen?" Ließ ich nicht locker. Immerhin schienen wir tatsächlich Irgendetwas gefunden zu haben was ihn Spaß machte. Irgendetwas anderes als Kämpfen. "Es tut mir trotzdem leid. Ich bin es einfach nicht mehr gewöhnt.... also nicht allein zu sein. Da habe ich nicht dran gedacht das du dich zurück gelassen fühlen könntest." Nicht nur Daiki war also an die alten Gepflogenheiten seines ehemaligen Partners gewöhnt. Daiki war nicht Serafin... wann wollte das endlich in meinen Kopf rein?! Noch ein letztes Mal blickte ich mich in den Gassen und Straßen um. Dann nickte ich zustimmend. "Ja. Du hast recht, wird wohl besser sein." Seine Frage aber ließ mich kurz stocken. "Die Menschen meinten du wärst in diese Richtung verschwunden." Das ich mich mit hoher Wahrscheinlichkeit danach recht zügig verlaufen hatte und hier gelandet war, ließ ich lieber weg. Es wäre zu peinlich das zuzugeben. "Jetzt hast du mich ja wieder gefunden. Und ob du es glaubst oder nicht, ich bin wirklich froh darüber." Hoffentlich fragte er nicht weiter nach. Bitte, bitte!
      Als wir aus den doch sehr fragwürdigen Teil der Stadt heraus gekommen waren, erkannte ich auch endlich einige Straßen wieder. Na bitte - geht doch! "Da lang war es glaube ich." Als ich den Trank abgelifert hatte war ich an einer vorbei gekommen. Die Herberge hatte... sagen wir mal rustikalen Charme aber sie war sauber und ordentlich eingerichtet. Wenn auch zeitweise etwas altbackend. Sollte mir recht sein, war nur eine Nacht. Auf der alten Eichentresen stand eine kleine goldene Klingel welche ich betätigte. "Hallo? Entschuldigung? Wir hätten gerne jeder ein Zimmer und etwas zu Essen von der Tageskarte." Was auch immer das war.... Es rumpelte im hinteren Bereich und schließlich kam ein rundlicher Wirt angewackelt. "So?" Seine kleinen Runden Augen bedachten uns genau, wahrscheinlich fragte er ob wir auch zahlende Kundschaft waren. Lächelnd griff ich nach meinen Geldbeutel, hielt ihn hoch und schüttelte. Als er das Geräusch hörte welches daraufhin entstand drehte er sich nickend zu einer Schlüsselwand um. Seine dicken Finger fischten erst einen und dann einen zweiten Schlüssel ehe er zu uns herüber schwankte.
    • Wieso pochte sie so sehr darauf, wie es war? Irgendwie war alles merkwürdig. Es ist ein ganz anderes Leben als vorher. Ich wusste noch nicht, ob mir das gefiel. Vielleicht musste ich mich aber auch erst daran gewöhnen.
      "Ja war ganz cool. Mann, was zur Hölle willst du von mir?!" Irgendwie war sie gruselig. Es war schon irgendwie eigenartig, wie sie sich um mich kümmerte. Castor war da nicht so. Wir waren eben zwei Männer. Ein Gott und sein Schwert. Eigentlich wie füreinander gemacht. Wir hatten beide unsere Aufgaben und haben sie erledigt.
      "Du hast ja auch nach mir gerufen und mir gesagt, dass du in Gefahr bist. Wie soll ich dass denn bitte ignorieren?"

      Ich folgte Phila aus den Gossen zur Stadt, zu einem nicht allzugroßen Gebäude, was ziemlich alt aussah. Hier wollte sie schlafen? Na was solls. Besser als das, was ich vorhatte.
      Wir gingen rein und der Wirt, der nach dem Klingeln irgendwann erschien, beäugte uns. Skeptisch sah ich zu ihm rüber. Was dachte er denn? Dass wir hier umsonst schlafen wollten? Etwas länger als nötig starrte ich den Typen an, wie er uns zwei Schlüssel hinhielt. Erst dann nahm ich ihm die Schlüssel ab und drehte mich zu meiner Herrin um.
      "Hier. Unsere Zimmer scheinen nebeneinander zu sein.", ich überreichte ihr den Schlüssel. Warum wollte sie zwei Zimmer? Castor wollte nie, dass wir getrennt schliefen. Es war immer ein Sofa mit drin, worauf ich schlief, falls wir angreifen konnten, wenn was war. Schließlich musste ich griffbereit sein. Deshalb war ich ziemlich verwirrt, dass wir nun getrennt schliefen. Doch wollte ich sie auch nicht fragen. Sie wird sich was dabei gedacht haben.
      Ich ging los und suchte das passende Zimmer zum Schlüssel und fand es nach nicht allzulangem Suchen auch. War ja nicht groß hier.
      "Ich bin müde. Ich leg mich hin."
    • Ja wir mussten schon ein sehr lustiges Bild abgeben. Vor allem wenn wir so nah nebeneinander standen. Trozdem war es kein Grund uns so lang zu beäugen. Zumindest war er sehr zugänglich als er uns als zahlende Kundschaft identifizierte. Es kam mir jedoch noch wie eine halbe Ewigkeit vor, bis wir endlich unsere Schlüssel bekamen. Lächelnd nahm ich meinen Schlüssel von Daiki entgegen. "Na das ist doch toll, oder ist es dir lieber am anderen Ende der Herberge zu schlafen?" Eigentlich hatte ich geglaubt... oder zumindest gehofft er würde sich so langsam an mich gewöhnen. Aber das war wohl Wunschendenken gewesen. Nun gut da musste ich mich wohl in Geduld üben. Ich blickte mich noch einmal um ehe ich den Ayakashi auf die Zimmer folgte. Dabei musste ich immer wieder feststellen wie viel sich bei den Sterblichen in den letzten Jahren so verändert hatte. Als Göttin hatte ich einfach eine ganz andere Wahrnehmung was Zeit betraf. Aus diesem Grund kam es immer mal wieder zu sehr merkwürdigen Situationen mit den neuen Dingen, Redensarten und Geflogenheiten der Menschen. So schnelllebig sie waren, so fragil waren sie auch... Ob es Daiki als Ayakashi auch so ging? Als göttliche Waffe musste er doch die Zeit doch auch ganz anders wahrnehmen. Bis jetzt schien er sich allerdings immer gut ins Bild einfügen zu können. Ich war so in meine Gedanken vertieft, das ich kaum merkte wie er stehen blieb. Die Folge war das ihn quasi in ihn hinein lief, was ich jedoch mit einen verlegen Lächeln abtat. "Tut mir leid. Ich hab beim Suchen nicht richtig aufgepasst." Zumindest war es sanfter als bei unserer ersten Begegnung. "Du hast dein Zimmer wohl gefunden?" Dann würde meins wohl auch hier sein. Ich wollte gerade etwas sagen, da verkündete Daiki sofort das er sich schlafen legen wollte. Verwundert blinzelte ich den großen Ayakashi an. "Ja dann.... dann willst du Nichts essen?" Na großartig. Geld war für mich zwar kein Problem doch da hatte ich ja ein Essen zu viel bezahlt! Was für ein Mist! "Nun gut, dann... gute Nacht." Für einen Moment war ich still, bevor er jedoch seine Tür ganz schloss stellte ich ein Fuß in den Türrahmen. "Warte, eins noch. Dankeschön Daiki. Für vorhin mein ich." Ich hatte wirklich nicht vor immer mit sehr übergriffigen Männern konfrontiert zu werden aber es war gut zu wissen dass ich mich auf den Brummbären verlassen konnte. "N-naja das war es auch. Schlaf gut." Murmelte ich hastig, irgendwie war mir dieser Augenblick so peinlich dass ich gar nicht schnell genug in mein eigenes Zimmer kommen konnte.

      Nach den Essen war ich so unglaublich müde. So träge und schwerfällig war ich lange nicht mehr. Dabei war heute doch kaum etwas passiert. Und doch fiel ich wie ein Stein ins Bett. Ich glaub ich bin gewachsen... meine Macht müsste also auch wieder etwas stärker geworden sein. Morgen musste ich es unbedingt nachprüfen! Wohlmöglich würde es nicht reichen mit Daiki kämpfen zu können. Aber das wollte ich ja gar nicht. Ich würde nicht noch einen Ayakashi das Leben kosten... schon gar nicht nachdem ich das stolze Breitschwert vor den Tod bewart hatte.
    • Achja... Essen. Da war ja was. Aber sonderlich Appetit hatte ich nicht. Ich war einfach zu müde.
      "Sorry, ich... will einfach nur noch schlafen.", murmelte ich. Es war irgendwie zu viel passiert heute. Und das musste ich wohl noch verarbeiten. Ja, ich war eine Waffe. Aber ich auch immernoch ein selbstdenkendes Wesen mit Gefühlen. Oder eher Bedürfnissen. Ich wusste nicht, ob ich von Gefühlen sprechen konnte. Denn ich war immernoch zum Kämpfen da. Nun, so langsam sah ich ein, dass Phila mich nicht zum Kämpfen da haben wollte. Sie redete von Begleiter? Ne... das war so ähnlich.... Weggefährte! Das war das.
      Jedenfalls war mein Bedürfniss gerade nur zu schlafen. Das Bett rief nach mir. Doch bevor ich die Tür überhaupt schließen konnte, stellte sich ein Fuß sperrig in den Weg. Verwundert sah ich dem Besitzer dieses Fußes ins Gesicht. Nun war ich zusätzlich auch noch überrascht, was der Zwerg mir da sagte.
      Hatte... sie sich gerade wirklich bei mir bedankt?
      "Schon gut.... du bist mein Meister. Und wenn du rufst, hab ich da zu sein.", sagte ich leise und senkte meinen Blick. Zwar glaubte ich immer noch nicht daran, dass wir im Kampf zusammen passten, aber bis jetzt hatte sie mir ohne zu murren geholfen. Immer.
      "Nacht.", murmelte ich noch, ehe ich dann ins Zimmer ging. Ich sah mich gar nicht großartig um, sondern statzte sofort Richtung Bett. Ich ließ mich einfach bäuchlings fallen und atmete durch. Es tat gut, einfach kurz allein zu sein. Ich musste erstmal verarbeiten, was heute alles passiert ist. Es war komisch, nun mit wem anders weiter zu reisen. Und aus irgendeinen Grund half sie mir in so vielen Sachen. Klar, zum einen hatte auch ich Gefühle. Aber andererseits war ich immernoch nur ne Waffe. Ich habe gelernt, damit umzugehen, dass Wünsche und Sehnsüchte bei mir nichts zu suchen hatten. Wieso war es plötzlich okay? Vielleicht sollte ich besser meine Gefühle weiterhin versteckt lassen. So wurde ich immerhin nicht angreifbar.
      Ich seufzte leise, ehe mich aufrichtete, mich bis auf meine Boxershorts auszog und mich nun unter die Bettdecke legte. Ich war hundemüde. Doch einschlafen konnte ich irgendwie trotzdem nicht. Vielleicht hätte ich doch etwas mitessen sollen. Jetzt war es zu spät. Ich schloss die Augen, in der Hoffnung, bald im Land der Träume landen zu können.
    • Leise brummend und murrend vergrub ich mich unter den Kissen des fremden Bettes. Es ging mir viel zu viel im Kopf herum. Eine geschlagene halbe Stunde fragte ich mich ob Daiki mit seiner Größe überhaupt in irgendein Bett passte? Jetzt wo ich so ins Grübeln gekommen war, musste ich mir wohl oder übel zugeben das ich keine Ahnung hatte was ich da getan hatte... oder wie es jetzt weiter gehen sollte. So schnell wollte ich mir keinen neuen Ayakashi suchen, noch dazu nicht so einen mürrischen Brummbären. Daiki war ein übergroßes sowie extrem stolzes Breitschwert und ich hatte ein eben so großes Problem. Ich war daran gewöhnt eine Lanze zu führen ... von Schwertern kannte ich keinen Schimmer. Selbst wenn es sich dabei um eine normale Klinge handeln würde und nicht um eine göttliche Waffe. "Ohhh.... was hab ich nur angestellt..." Völlig ratlos wälzte ich mich im Bett herum. Selbst wenn ich üben wollen würde, bräuchte ich einen Lehrer oder zumindest ein Buch mit Schwertkampfübungen. In dieser Stadt wollte ich nicht lang bleiben. Ich wusste auch nicht wohin mich mein Weg führen würde. Einfach los ziehen und mir einen Lehrmeister suchen konnte ich nicht, am Ende glaubte Daiki noch ich hätte ihn fallen lassen. Das wollte ich nicht noch einmal.

      In dieser Nacht wechselten sich kurz Schlaf- und Wachphasen sich ständig ab. An und für sich war das nicht weiter tragisch, als Göttin war Schlaf nicht existenziell für mich. Jedoch blieben auch Götter nicht von dunklen Augenringen verschont. "Scheiße...." murrend richtete ich mich auf. Konnte allerdings nicht gleich aus den Bett aufstehen. Meine Haare waren total verheddert. ".....als hätten Vögel versucht ihr Nest damit zu bauen...." Ich musste mich waschen und unbedingt versuchen meine Haare zu entknoten. Lästig aber nicht zu umgehen. Nicht auszudenken was passierte wenn mich so jemand sehen würde. Da gab es nur ein Problem. Mein Bad.... war offensichtlich auch das meiner göttlichen Waffe... die Zimmer waren anscheinend mit den Bad miteinander verbunden. Großartig! Aber was muss, das muss! Apropos muss.... messen wollte ich mich ja auch noch!
    • In der Nacht schlief ich nicht sonderlich gut. Naja, was hieß gut? Erst mal konnte ich aus irgendeinen Grund nicht einschlafen. Unbehagen machte sich in mir breit. Ich wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Würde es so bleiben, dass ich mit meinem neuen Meister nur durch die Gegend lief und irgendwelche Dankbarkeit einsammelte? Und was passierte, wenn sie genug hatte?
      Irgendwann überkam mich aber doch der Schlaf und ich wachte erst am nächsten Morgen wieder auf. Allerdings so gerädert, dass wirklich gar nichts mehr ging. Ich fühlte mich, wie vom Laster überfahren. Meine Augenlider waren schwer wie Blei. Trotzdem musste ich ganz dringend pinkeln. Ich quälte mich also aus dem Bett und schlurfte halbnackt wie ich war schlaftrunken ins Bad, um mich dort zu erleichtern. Gosh, tat das gut. Nur halbwegs konnte ich mich konzentrieren, nicht daneben zu pinkeln.
      Der Druck verschwand und ich zog mich immernoch fast blind wieder an. Neben dem Klo war das Waschbecken mit Spiegel, wo ich mir dann gleich die Hände wusch. Und erst als ich dann endlich mal die Augen öffnete, sah ich hinter mir im Spiegel, wie dort Phila stand. Ich zuckte erschrocken zusammen, denn ich war mir ganz sicher, dass sie da eben noch nicht stand. Ganz ganz sicher.
      "Himmelswillen, was erschreckst mich denn so? Kannst du nicht was sagen, dass du reinkommst?", motzte ich ihr Spiegelbild an, ehe ich mich dann umdrehte, um die echte Phila anzusehen. Wieso war sie überhaupt hier drin? War dieses blöde Bad echt mit beiden Schlafzimmern verbunden? Ich glaubs einfach nicht. Mich störte es ja nicht, dass ich mich hier fertig machte, während sie noch drin war. Aber dass sie sich einfach so an mich anschleichen konnte. Man konnte nie wissen, wann was wirklich Schlimmes passieren würde.
      "Was zum Henker machst du denn hier drin?"
    • Na toll, womit hatte ich das nur verdient? Natürlich war Daiki bereits wach und wie immer bestens gelaunt. "Ich wünsche dir auch einen guten Morgen. Ich hoffe du hast besser geschlafen als ich." Entgegete ich so ruhig ich konnte. Meine Laune war selbst nicht die beste, allein schon wegen der kurzen Nacht und meinen störrischen Haaren. Wenn ich nun aber gleich zurück maulen würde befänden wir uns wohl den ganzen Tag in einer Abwärtsspirale. Jetzt war es vor allem wichtig das Band zwischen uns zu festigen. Auch wenn dies eines der Dinge war, wo ich noch immer keinen Schimmer hatte wie ich es anstellen sollte. Wahrscheinlich war in diesen Punkt einfach nur Geduld gefragt. Eine Tugend die ich leider nicht ohne Weiteres vorweisen konnte. Aber gut... kommt Zeit, kommt Rat heißt es ja. Nun griff ich wieder nach den Kamm in meinen Haaren und versuchte weiter mit ihn meinen wilden Haare zu bändigen. "Ganz einfach. Ich bin aufgestanden und hab beschlossen mich fertig zu machen. Warum sollte ich denn sonst hier sein?" Endlich war ich durch eine Haarsträhne durch gekommen. Nun wand ich mich schließlich ganz zu den Ayakashi. Überrascht, vielleicht auch etwas entgeistert, blickte ich ihn an. Ich hatte nicht damit gerechnet ihn so zu sehen. "Ähm... a-also..." Serafin war für mich wie ein großer Bruder gewesen, wir hatten sogar zusammen gebadet aber Daiki war ein fremder Ayakashi und noch dazu fast nackt. Allerdings... ich wollte mich ja messen. Ich machte noch ein paar letzte Schritte auf ihn zu um meine Annahme zu überprüfen. "Ja! Haha, ich hatte recht gehabt." Überglücklich klatschte ich in die Hände ehe ich wieder etwas zurück wich. Gestern hatte ich noch auf deinen Bauchnabel geblickt, heute konnte ich bereits ein kleines Stück darüber schauen. "Sag mal Daiki, du als göttliches Breitschwert und Kampfexperte... weißt du... weißt du zufällig wie der Schwertkampf funktioniert?" Fragte ich schließlich kleinlaut als ich abermals begann Ordnung in meine Haare bringen zu wollen.
    • Ich beobachtete den Zwerg, wie sie versuchte, mit einem Kamm durch ihre Haare zu kommen. Ähm ja, sie sah schon etwas komisch aus. Nachdem die erste Strähne durch war, wendete sie sich dann mir zu. Ich hob eine Augenbraue und beobachtete, wie auf mich zu kam und meinen Bauch anglotzte.
      "Mach ein Foto, dann hast du mehr was von und kannst ihn jederzeit ansehen.", murmelte ich und fing dann an, mein Gesicht zu waschen. Eiskaltes Wasser peitschte mir ins Gesicht und meine Hände sorgten dafür, dass der Dreck und Schweiß auch abgewaschen wurde. Und was sollte ich sagen? Es tat echt gut und vielleicht sollte ich dann jetzt auch besser gehen. Wir redeten doch eh nicht mehr miteinander. Was sollste man im Bad auch großartig bequatschen? Doch ich wurde eines besseren belehrt, als ich gerade mit einem Handtuch mein Gesicht abtrocknete. Ich hielt kurz inne und sah sie an. Ich musste kontrollieren, ob sie das wirklich gesagt hat und ich mich nicht vielleicht verhört habe. Doch, so beschämt wie sie da stand, hatte sie das wirklich gefragt. Ich hob eine Augenbraue, ehe ich kaum hörbar seufzte. Ich wollte ihr wenigstens die Chance geben. Auch wenn ich mir sicher war, dass mich mit dieser Statur und den dünnen Ärmchen nicht halten konnte. Ich bin ein riesengroßes Schwert. Was erwartete sie denn?
      Ich stellte mich hinter sie, entnahm ihr den Kamm und fing an, ihre Strähnen von unten nach oben vorsichtig durchzukämmen.
      "Dazu brauchst du erstmal ein normales Schwert. Mit deiner Größe und so wenig Erfahrung wirst mich nicht halten können. Du musst dir vorstellen, dass ein Schwert wie ein verlängerter extrem scharfer Arm ist. Ist dein Arm zu schwer, schleift er auf dem Boden und wird stumpf. Dann ist es unbrauchbar. Mit dem Arm kannst du deine Gegner von dir fernhalten oder deine Umwelt verändern, wie es dir beliebt. Und bei mir ist es noch so, dass du mich als Schutzschild benutzen kannst. Ich halte alles von dir fern, was dich verletzen kann. Solange die Klinge noch scharf ist.", erklärte ich dann, während ich den Kamm wieder beiseite legte. Das Schlimmste ist entknotet und sie müsste nun ziemlich leicht durchkommen.
      "Leg dir ein Schwert zu und üb damit. Dann können wir weiter machen.", sagte ich noch, ehe ich das Bad verließ. Irgendwann musste man sich ja mal anziehen.
    • Ich konnte mir einen tiefen Seufzer nicht verkneifen. Natürlich konnte er mir meine Freunde nicht einfach lassen und gleich so einen völlig bescheuerten Spruch drücken. Aber gut, was wusste ein Ayakashi auch schon von Göttersachen und selbst wenn interessierte es Daiki sicherlich nicht.
      Dabei war es nicht mein einziges Problem, erst einmal musste ich eine Lösung für- M-Moment mal! Spinne ich oder? Ungläubig blinzelnd beobachtete ich aus den Augenwinkel wie Daiki dieses Porblem für mich löste. So viel Feingefühl hatte ich den riesigen Brummbären gar nicht zugetraut. Ich hatte schon viel gesehen aber damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. "D-danke...?" Mist, die Verwunderung schwang deutlich hörbar in meiner Stimme mit. "Wie ein verlängerter Arm...." wiederholte ich leise. Damit konnte ich etwas anfangen. Mit einer Lanze verhielt es sich ähnlich, dennoch machte das Verhalten eines Schwerts sicher einen riesigen Unterschied. Unangeachtet von der Breite sowie Länge der Klinge. Als Daiki das Bad verließ blieb ich zunächst nachdenklich zurück. Seine Worte hallten in mir nach. "Gegner fernhalten oder Umwelt verändern... solange die Klinge scharf ist...." Fragend blickte ich auf den Kamm auf den Waschbecken. Dann lief ich völlig schmerz befreit einfach in das Zimmer meines Ayakashi. "Was meinst du damit das deine Klinge scharf bleibt? Wie soll ich das anstellen?" Noch dazu war mir nicht klar wo ich ein vernünftiges Schwert hernehmen sollte. Verdammt... in meinen Kopf schwirrten so viele Fragen, das ich keine weitere heraus bekam. Doch selbst wenn ich es konnte war es wohl einfach zu viel und zu schnell. "Ich... ich seh zu das ich ein geeignetes Schwert auftreibe. Irgendwie jedenfalls." Huuiii.... vielleicht... hatte ich da gerade wirklich etwas... zu viel... zu schnell ... "Jaaaa, ja gut. Ich komm... in ein paar Minuten nochmal wieder. Mach weiter so. Ich mach mich dann auch mal fertig. Also bis gleich!" Ich drehte augenblicklich auf den Fuße um und begab mich ins Bad. Danach zog ich mich ebenfalls um. Ehe ich noch einmal an Daikis Tür klopfte. "Und? Wie sieht es aus mit Frühstück? Also bevor wir weiter ziehen."
    • Ich zog mir gerade meine Unterhose über meinen Arsch, als Phila einfach in mein Zimmer gestürzt kam. Scheinbar völlig egal, dass ich doch gerade irgendwie nackt war. Aber da ich eben auch in Boxershorts vor ihr stand, hatte ich keinerlei Probleme damit. Ich schnappte mir meine Hose und stieg rein, als mich erneut etwas zum Schwertkampf fragte. Ich konnte nicht anders, als dreckig zu grinsen.
      "Oh, mir fällt vieles ein, wie du mich scharf kriegst. Aber besser wäre es, wenn du es einfach ausprobierst und selbst rausfindest. Ist ja sonst langweilig.", antwortete ich ihr und machte meinen Hosenknopf zu. Das Shirt musste noch warten. Sie, stattdessen, fing an, rumzudrucksen.
      "Hab doch erstmal das Gefühl ein Schwert in der Hand zu halten. Ich sagte dir doch schon, du kannst mich nicht halten. Deine dünnen Ärmchen brechen ab. Vergiss, dass du mit mir kämpfen willst. Es hat keinen Sinn.", brummte ich.
      Sie verschwand wieder im Bad und ich seufzte erneut. Was hatte ich bloß getan, dass ich nun in dieser Lage war? Waffe eines kleinen Mädchens, was nicht mit mir kämpfen konnte. Irgendwann würde ich wirklich unbrauchbar und stumpf werden.....
      Ich schüttelte langsam den Kopf und zog mir das Shirt noch über, ehe es schon an der Tür klopfte. Phila schien schon fertig zu sein.
      "Ich komme....", brummte ich noch einmal, ehe ich kontrollierte, ob noch was fehlte und ich dann Richtung Tür ging. Ich öffnete sie und unschildig stand sie da und wartete auf mich.
      "Wir können."
      Ich hatte tatsächlich Hunger. Ich hatte ja gestern abend auf das Essen verzichtet. Ich könnte nen ganzen Bären verdrücken. Ob daher das Sprichwort kam?
      "Wie geht es denn nun weiter? Was machen wir?"
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