Cabriel Valentine & Clio de Carvalho & Connor Kyle Miller
"Ohhh Heey~! Was für ein Zufall, lang nicht gesehen!"
Connor überkam sofort eine starke Gänsehaut, nachdem er die viel zu liebliche Stimme des einstigen Kindheitsschauspieler hören musste. Er erinnerte sich noch ganz genau wie ihr letztes Treffen ausgegangen war, obwohl es einige Jahre her war. Es war der graue Tag, an dem ihn dieser olle 'Rich Man' nicht mehr bezahlen wollte und Connor deswegen kein Geld mehr für seine damaligen Yugioh-Karten hatte, mit denen er alle beeindrucken konnte. Er wusste noch genau wie er es Wyatt heimzahlen lassen wollte...sein Taschengeld gestrichen zu haben. Es war nämlich harte Arbeit gewesen mit solch' einem Egozentriker wie diesem Lyons-Schnösel klar zu kommen. In seinen Augen war Wyatt immer jemand, der nur dank seines Geldes geschützt wurde. Schon als kleiner Junge faselte er wirres Zeug von irgendwelchen Fantasiewesen, glaubte nur an die Macht der Liebe und Freundschaft und kannte absolut keine Sendungen, die zur früherer Zeit im Trend waren, weil seine Mutter angeblich ihm bestimmte Programme sperrte. Er war so naiv und im Geiste komplett verblödet, dass es Connor glaubte wegen ihm zu verdummen. Durch Wyatt hatte er sogar einige gute Freunde verloren, da sie sich mit ihm gar nicht abgeben wollten, denn war es bei diesem Schauspieler üblich, dass er für ein wenig Aufmerksamkeit ziemlich giftig sein konnte. Gegen Ende hatte er mehr Geld verloren, als dazugewonnen, da Wyatt einmal seine heißgeliebte Videospielkonsole zerstört hatte.
Doch...Mit dieser Vergangenheit hatte er schon lange abgeschlossen. Niemals würde er mehr für einen Schnösel arbeiten oder sich von diesen ausnutzen lassen. Zugleich erhoffte er aber, dass er durch den Beziehungsabbruch mit Wyatt ein wenig sein naives Lachen entnommen hatte. Nicht, weil er ihn so sehr hasste - er empfand gar keine Gefühle gegenüber dem Schauspieler...Er wollte eher eine Genugtuung für seine frühere Pein, denn hatte er durch Wyatt seine 'Schmerzgrenze' kennengelernt. Umso unerfreulicher überkam ihn das schmierige Lächeln, was ihn Wyatt ernsthaft schenkte. Lang nicht mehr gesehen...huh...Er tat ja so, als wären sie im Guten auseinandergegangen. Als Freunde...Was für ein Idiot.
"Urgh..."
Er hörte genau wie dieser Silberhaarige angewidert stöhnte, während er Connor von Kopf bis Fuß musterte. Connor runzelte beleidigt die Stirn, was fiel denn dem ein? Er fragte seinen Pseudo-Kindheitsfreund aus wer Connor war, dabei konnte er den abfälligen Ton gar nicht überhören. Beim genaueren Hinsehen wurde ihm endlich klar um wen es sich hier handelte: Dylan Baillairgé. Natürlich kannte er ihn, besser als er eigentlich wollte. Er war ein weiterer Möchtegernschauspieler, der seine Nase viel zu weit nach oben erhob. Früher sah Connor gerne seine Filme an, peinlich berührt würde er sogar zugeben, dass er von Dylan damals ein kleiner Fan war. Der frühere Grund wieso er sich damals auf Wyatt eingelassen hatte, immerhin hatte er dank ihres Drehs damals eine stärkere Verbindung...geblieben war Connor jedoch wegen des Geldes und den coolen Yugioh-Karten. Früher hatte ihn Connor für ein Mädchen gehalten, aufgrund seiner langen Haare...wegen ihn erfuhr er was Bisexuell sein bedeutete.
Bis er den wahren Kern seines miesen Charakters erkannte. So ein Arschloch, der immer wieder Connors Namen und Existenz vergaß, obwohl sie beide auf der gleichen Schule waren! Connor bereute es so sehr zur Krankenstation gegangen zu sein, andererseits wollte er sich nicht von solchen Schnöseln vertreiben lassen. Er achtete konzentriert darauf möglichst gerade zu stehen, ganz klar würde er sich hier nicht unterbuttern lassen. Weder von Dylan noch von Wyatt. Er wusste es wie er mit reichen Bastarden umgehen musste.
"Oh? Das ist ein ...Ein Alter Freund von mir."
...Alter Freund. Connor musste sich ein lautes Auflachen verkneifen, weshalb er seinen Mund stark zusammenpresste. Gemieteter Freund traf es wohl eher, sagte das Wyatt nur, um bei Dylan gut dazustehen? Die Schnösel mussten ja immer ihr Image bewahren...
"Mhm mhm, nett nett! Er kann sich ja dann später Autogramme von dir abholen...Wir haben wirklich keine Zeit für alte Bekanntschaften!"
Mit steigender Wut ballte Connor seine Fäuste, sein Gesicht verkrampfte zu einem Schmunzeln. Eigentlich hätte er die zwei Möchtegernschauspieler ignoriert, er wollte auf keinen Fall mehr etwas mit diesem Freak zu tuen haben. Doch konnte er es nicht zulassen, dass sie sich einfach über ihn lustig machten. Ach, langsam verstand er es. War das etwa Wyatts Rache ihn eine auszuwischen, da er ihm die gemietete Freundschaft kündigte? Was für ein nachtragender Bastard!

"Wirklich süß das du dich an so jemand unbedeutendes erinnerst."
Damit wurde sein Geduldsfaden endgültig durchschnitten. Bevor Dylan auch mit Wyatt herausmarschieren konnte, überholte er die zwei in Windeseile und stellte sich einfach zwischen die Tür. Mit seinen hundertfünfundsiebzig Zentimeter stemmte er sich auf, als wäre er ein Bodyguard, der die beiden nicht so schnell gehen ließ. Nicht, wenn er auch einmal seinen Senf dazugeben konnte. Wer sich nicht gegen so Banausen wehrte, wurde von ihnen zertrampelt. Obwohl er innerlich kochte vor Wut, schmückte auch er sich mit einem gefakten Lächeln, genauso wie es sein Pseudo-Freund vor ihm tat. Selbstbewusst verschränkte er seine Arme, er war bereit die Zeit von Dylan mit Vergnügen zu verschwenden.
"Hey~, hey~. Das geht ja Mal freundlicher, Silbermähne. Denkst du wirklich, dass du so mit jemanden sprechen kannst, nur weil du als Kind einmal beliebt warst? Oh - oder bist du so eingebildet, weil du dich mit dem Geld deiner Eltern schmückst, sowie es Wyatt immer machte? Wow, kein Wunder also...das ihr Freunde seid. Oh-- obwohl...sowie ich Wyatt kenne ist eure Beziehung bestimmt nur vertraglich mit seinem Vater abgeklärt, nicht das es mich interessieren würde."

Er tat so als wäre Dylan ihn ebenfalls so fremd, wie er es für den Schauspieler war. Niemand besonderes. Niemand, von dem er sich früher eine blöde Zeitschrift gekauft hatte, um sein Gesicht herauszuschneiden und es in sein 'Dylan-Album' hineinzukleben. Solch' eine Obsession existierte schon lange nicht mehr gegenüber Schnöseln, lieber war er dafür verantwortlich ihr Leben zu zerstören. Nachdem er von Mr. Lyons gefeuert wurde, schwor er sich nicht mehr von irgendwelchen Pfeifen auszunutzen zu lassen. Eher wollte er ihnen zeigen, dass sie nur in Reichtum und Ruhm feiern konnten, weil sie treue Fans besaßen. Doch was passierte, wenn ein Fan sich gegen seinem Idol verschwor?
"Ihr solltet lernen anderen Mitschülern Respekt zu zollen. Immerhin entscheidet so jemand Unwichtiges wie ich...auf welchem Platz ihr in einer Beliebtheitsskala stehen könntet. Ich zum Beispiel bin ein guter Freund des Erfinders der Beliebtheitsliste und beschäftige mich gerne aus Spaß damit heftige Artikel gegen Schnösel wie euch zu verbreiten, dessen Gerüchte euren Rang komplett rauben könnten. Und solche Vintage - Schauspieler sollten ja mindestens auch auf der TOP 10 platziert sein, wenn sie sich für etwas besseres halten, oder? Wirkt doch peinlich, wenn man von einem Niemand überholt wird... Wollen wir Mal sehen, wo ihr genau platziert seid?"
Vergnügt zückte Connor sein Smartphone hinaus und tippte seinen Geheimcode ein. Es dauerte nicht lange, bis das Lächeln von dem Studenten schärfer wurde. Er fing an zu kichern, als hätte er etwas Witziges entdeckt. Seufzend schüttelte er den Kopf, bis er den zwei Wartenden endlich den Bildschirm zeigte.
"Boah, das tut ja weh. Ihr beide seid nicht in der Top 10! Wusstet ihr das?! Ganz bestimmt!"
Auf seinem Display erschien die Beliebtheitsskala von Zwittar, die wöchentlich aktualisiert wurde. Von den Studenten und auch Dozenten so stark geliebt, dass es kaum eine Person in der Schule gab, die sich nicht dafür interessierte. Selbst der Direktor votete mit, der angeblich sehr viel Connection zu Berühmtheiten hatte. Wer hier beliebt war, der würde in der Zukunft kein Problem haben etwas Großes erreichen zu können. Jedoch musste man es schon in die TOP 10 schaffen, um interessant zu wirken. Mit Absicht scrollte Connor nach unten, den wusste er genau wo er Dylan finden würde. Er klickte auf die neusten News, die auf den Schauspieler bezogen waren.
"Aww, wie es aussieht verbreitete sich ein Gerücht in unserem Zwittar, dass unser toller Dylan seinen berühmten Boyfriend Kilian mehrfach betrogen hatte. Bei dem Verfassen des Artikels auf Zwittar habe ich im Übrigen mitgeholfen, aber wer bin ich schon~. Damn, schau dir Mal diesen rasanten Absturz an!...Ich wette mit dir, dass du bald nicht einmal den 11. Platz halten kannst!"

Spöttisch drückte er Dylan den Bildschirm geradezu in seine hübsche Visage hinein. Das tat echt gut, er wollte schon seit langer Zeit diesen zwei Idioten eine auswischen. Deswegen wollte er seine Aufmerksamkeit auch den Grünhaarigen schenken, weshalb er sich ein wenig näher zu Wyatt neigte und ihn ein Arm um die Schulter legte. Summend scrollte er vor ihm weiter, während er ihm im Schwitzkasten hatte.
"Wooo biiist duu nuuur....Haaa...So weit unten...? Bist du überhaupt auf der Liste? Hach.. Wyatt...Sorry aber ab Top 20 lohnt es sich ja gar nicht mehr herunter zu scrollen. Keine Agenten würden dich mehr wahrnehmen. Echt traurig...Aber jetzt checke ich es endlich. Hat dein Vater mich etwa nicht mehr bezahlt, weil er dich als Versager abgestempelt hatte? Hoffnungsvoller Fall? Tja - Die Liste beweist es...Wie lächerlich...Er hätte mir mehr Geld geben sollen, damit ich positive Gerüchte für dich verbreite...Voll verblödet."
Spiel, Satz und Sieg. Wie froh er doch war mit einem Journalisten befreundet zu sein, der gerne über Klatsch und Tratsch postete. Xaiden kannte keine Gnade und schaffte es durch viele Quellen an die absurdesten Informationen zu kommen. Durch ihn erkannte er nur noch mehr wie verlogen doch die Celebrity-Welt war. Zufrieden entfernte er sich wieder von Wyatt und Dylan, die Tür war frei um zu gehen. Ohne sie anzusehen sprach er weiter:
"Aber hey - Kopf hoch, Leute! Die meisten Kindheitsschauspieler können ihren Weg weiter fortsetzen, wenn sie dem Regisseur einen netten Gefallen erweisen~. Falls ihr das nicht schon versucht habt...was ich mir bei eurem Ego gut vorstellen kann! fast jeder zweite Schauspieler wurde ja in jungen Jahren sexuell missbraucht, ohne dass er oder sie es überhaupt verstanden hat... Total tragisch, falls ihr sowas durchmachen musstet - da es euch null in eure Karriere weiter gebracht hat. Aber ihr solltet auf jeden Fall euren kleinen Funken an Ruhm noch genießen, so viele Schauspieler gibt es auf der Uni ja nicht. Doch sobald Kilian von seinem Trip wieder zurück ist werdet ihr wie Staub vom Winde verwehen, da bin ich mir ganz sicher...Denn... dann kommt ein echter Schauspieler in das Zentrum der Schule, der ohne elterliche Hilfe es nach oben schaffte."
Kilian war wohl der einzige Schauspieler, den Connor ernsthaft akzeptierte und respektierte. Anders als die beiden Vollpfosten hier, hatte er seine Karriere mit Blut, Schweiß und Tränen aufgebaut. Er war immer ehrlich mit seinen Fans, zeigte sich nicht nur in seinem Hochgefühl, sondern auch wenn er sich niedergeschlagen fühlte...und bewies allen, dass jeder etwas erreichen konnte, wenn man sich nur gut genug anstrengte. Gerüchten zufolge gehörten seinen Eltern eins ein Bauernhof, den sie verkauften, nur damit Kilian eine Chance bekam in die Schauspielwelt zu landen! Eine vollkommend rührende Geschichte, weshalb Connor sich erlaubte wenigstens ihn zu hypen. Er ersetzte all' seine 'Dylan'-Bettwäsche schon seit Jahren gegen die von Kilian und noch nie hatte er so weich und warm geschlafen.
Triumphierend ließ er sich auf ein Krankenbett sinken, es war endlich Zeit zu faulenzen. Schmunzelnd rieb er sich übers Kinn, da weder Dylan noch Wyatt abhauten. Einen kleinen Kommentar konnte er sich einfach nicht verkneifen.
"Hmm...Jetzt habe ich echt Bock drauf einen weiteren Artikel zu verfassen. Ob ich das Gerücht "Dylan als Mitglied auf der Walpurgisnacht entdeckt" aufrollen sollte oder doch lieber eine Lüge aufsetzen sollte wie "Wyatt äußert sich ziemlich vulgär gegenüber Ineb, der neuen TOP 3 der Beliebtheitsskala und droht ihn mit Gewalt". Mein Kumpel hätte bestimmt nichts dagegen, wenn wir den Inhalt morgen posten."
Genau in diesem Moment öffnete sich der Vorhang vom Krankenbett, in dem Cabriel 'hingerichtet' wurde. Jedenfalls würde es Cabriel so beurteilen, nachdem ihm eine lange Spritze in seinen Arm hineingeführt wurde. Heraus trat Clio, die zufrieden ein Reagenzglas mit Blut und ein Büschel Haar - was definitiv Cabriels war - in den Händen hielt. Auch sie wirkte genauso zufrieden wie Connor, bevor sie Wyatt und Dylan sah. Verwirrt verstrich ihr Lächeln.
"Warum seid ihr denn noch hier? Das ist doch kein Ort um herumzulungern!", fauchte sie beschuldigend, während sie die zwei Gegenstände auf den Tisch platzierte und sie dann mit ihren Rücken bedeckte, damit bloß keiner fragte, was sie damit vorhatte.

"Jede Minute als einfacher Besucher kostet hier 10 Dollar. Ihr schuldet mir also schon pro Person 30 Dollar."
Daraufhin erhob sich Connor schlagartig. "10 Dollar?! Du sagtest vorhin, dass nur eine Behandlung 20 kostet!"
Empört legte Clio ihre Hände auf ihre Hüfte und schmollte.
"Hast du zu viel Schmalz in den Ohren? Ich sagte 100 Dollar pro Behandlung. Nur bei normalen Schultagen kostet es 10 Dollar, Dummerchen! Also her mit den Geld, Leute! Sonst schicke ich die Mafia auf euch.~", warnte sie zwar mit einer verspielten aber dennoch viel zu ernsten Tonlage. Es konnte doch nicht sein, dass Clio - eine richtig gute Krankenschwester - ihre Zeit mit irgendwelchen Studenten verschwendete. Vor allem, wenn sie hier auch noch den 'Feind' behandeln musste. Von Cabriel hatte sie sich aber schon die Rechnung beglichen lassen...Nur bei ihm verlangte sie kein Geld.
Schwer stöhnte Connor auf, dann versteckte er sich halt weiter auf dem Dachboden, bis seine Schicht vorbei war und er endlich ins Maidcafe konnte, ohne das jemand nach ihn suchte! "Ich verzieh mich...Schick mir bloß keine Rechnung!"
Clio verschmälerte scharf ihre Augen und sah Connor beim stampfenden Abgang zu. Und wie sie ihm eine Rechnung stellen würde, sie kam immer auf ihr Gehalt! Erwartungsvoll sah sie deswegen zu Wyatt und Dylan und streckte ihnen wartend die Hand aus. Die Reichen hatten sicher ein wenig Geld über!
Stöhnend schälte sich Cabriel aus dem Bett, so quälend langsam wie ein Untoter. Er riss die Decke von sich Weg, als wäre sie mit Brennnesseln gefüllt, ihm war einfach zu heiß! War er vielleicht endlich umgekommen? War er im Fegefeuer? Seine Nase hatte zwar aufgehört zu bluten, doch er sah noch kränker aus als zuvor. Glühende Hitze staute sich in seinem Gesicht. Unfokussiert irrte sein Blick durch den Raum, bis er an Wyatt hängen blieb. Überrascht weiteten sich seine Augen. Er war tatsächlich noch da? Hatte er ihn bis in die Hölle begleitet? Seit Clio ihm diese Spritze verpasst hatte, verschwamm alles in seinem Kopf. In seiner Wahrnehmung mussten Stunden vergangen sein – und Wyatt war gewiss niemand, der so lange warten würde...Wer würde denn bitte auf einen Niemand wie ihn warten? Der Luftwächter bekam direkt ein schlechtes Gewissen, er wollte Wyatts Zeit nicht stehlen. Cabriel ahnte nicht, dass in Wahrheit nur eine knappe halbe Stunde verstrichen war, da er glaubte, nach dem Einstich sofort weggetreten zu sein. Seine Sinne schlugen Alarm: Sein eigener Körper wog plötzlich tonnenschwer, während seine Haut bei der kleinsten Berührung geradezu schmerzhaft übersensibel reagierte. Er wollte gar nicht wissen...was für ein Mittel ihn Clio verabreichte...auch wenn es tatsächlich gegen sein Nasenblut half - oder aber...es hörte vor Minuten vor alleine auf...
Je länger er Wyatt ansah, desto schwummriger wurde ihm vor Augen. Es war wirklich an der Zeit, dass der Schauspieler sich auf den Weg machte – schließlich stand seine Aufführung kurz bevor. Zwar nichts, was wohl total besonders für Wyatt war, da er auch Filme drehte...aber dennoch etwas, was ein starkes Publikum besaß. Allein bei diesem Gedanken pochte Cabriels Kopf nur noch heftiger. Doch plötzlich durchfuhr es ihn. Er hatte beinahe etwas vergessen! Er hatte doch noch eine Kleinigkeit für ihn.
„Wyatt … Bevor … Bevor du gehst … Komm kurz zu mir … Bitte...“, bat er seinen Freund und die Stimmlage klang vollkommend zweideutig. Ein Anflug von Scham überkam ihn, weil er ihn immer noch aufhielt. Eigentlich hatte er bereits mehr als genug von Wyatts Zeit beansprucht, doch er musste ihm das hier einfach noch geben.
Als Wyatt an sein Bett trat, griff Cabriel schwach nach seiner Hand. Die angenehme Kühle von Wyatts Haut löste ein elektrisierendes Schaudern in ihm aus. Er fühlte sich an wie ein rettendes Kühlpack an einem flirrend heißen Sommertag.Am liebsten hätte er sich an ihm gerieben. Mühsam kramte Cabriel ein Geschenk aus seiner Jackentasche und legte es behutsam in Wyatts geöffnete Handfläche. Es war eine kleine Taube – genauer gesagt Kofi, den Wyatt aus dem Videospiel Animal Crossing kannte. Das Spiel, weshalb er seine Konsole nicht mehr wiederhaben durfte, weil Wyatt tagein, tagaus draufspielte...was ihn nicht wirklich etwas ausmachte.
„In letzter Zeit kam es mir so vor, als würde dich irgendetwas stressen … Ich respektiere es, dass du nicht darüber sprechen möchtest …Will ich ja auch nie... Aber falls dir alles zu viel wird, lenkt dich dieser Stressball hier vielleicht ein wenig ab. Es ist Kofi, bei dem du im Spiel so gerne Kaffee trinkst …“
Kaum hatte er das Geschenk überreicht und die Worte ausgesprochen, wurde Cabriel schlagartig bewusst, wie unfassbar peinlich und kindisch das alles war. Er kam sich vor wie Harvey mit seinen bescheuerten Anhängern. Was sollte jemand wie Wyatt bitteschön mit einem Stressball anfangen? Er war der Inbegriff der inneren Ruhe, der Pazifist schlechthin … jedenfalls tat er immer so als ob.
„… Du kannst ihn später auch einfach wegschmeißen“, schob er hastig hinterher. „Ich wollte ihn dir nur unbedingt vor deinem Theaterauftritt geben. Falls du irgendwie nervös wirst oder dich unwohl fühlst …“

Damit rückte er wieder zur Bettkante, um Abstand von Wyatt zu pflegen. Nicht, dass er sich einen Virus eingefangen hatte und Wyatt auch noch ansteckte, auch wenn er noch nicht von einer Krankheit gehört hatte, die sich binnen Sekunden ausbreitete. Er hoffte einfach nur, dass er sich lange genug ausruhen konnte, dass er fit genug war für Wyatts Auftritt. Auch wenn er sich gar nicht schläfrig fühlte, sondern eher...hippelig...wie ein Hase, der plötzlich von seinen Trieben gesteuert werden wollte. Am liebsten sollte er einfach sterben...
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Ineb Chevrier & Bradford Timo Torres & Elias
"Jay.....Wie oft hab ich dir gesagt das ist hier kein Tisch zum essen ist?! Diese Karten hat dem Kochkurs eine menge Arbeit gekostet, die sind total beschmutzt...! Das gleiche gilt auch für euch ihr Abartigen Mainstream-Opfer, dass ist hier kein Café...."
Während alle drei Feinschmecker sich im Land der Kuchenköstlichkeit befanden, betrat eine düstere Aura die Wahrsager-Area. Ineb schluckte schwer die Schlagsahne hinunter, die ihm fest im Hals stecken blieb. Mondieu, beim ersten Anblick dachte er schon, dass Cabriel gewachsen war. Dieser Mann lief ebenfalls so stark gebeugt, mit so wenig Lebensenergie, dass sich der Herzträger ernsthaft fragte, ob das nicht sein großer Bruder sein könnte? Doch je mehr er darüber nachdachte, desto schneller bemerkte er, wie absurd doch der Gedanke war. Der Luftwächter erwähnte doch, dass er gar keine Familie mehr hatte und...außerdem wirkten sie nur von ihrem Pessimismus ähnlich. Er hörte schon Wyatt einen dummen Kommentar zurufen, dass er nicht Persönlichkeiten in die gleiche Schublade stecken sollte. Mehr versuchte er sich auf die Süße zu konzentrieren, dieser Kerl war sowieso wegen dem Wahrsager genervt. Obwohl er sie genauso sehr anschnauzte, doch nahm es Ineb erstmal nicht so ernst. War wohl einfach die Art eines Emos, ihm stinkte es bestimmt schon heute morgen aus dem Bett aufstehen zu müssen. Hoffentlich bekamen sie ihre Frage noch beantwortet. Es wäre zu schade, wenn sie keine Prophezeiung erhielten...Was war das dann bitte für ein Date? Amy hatte sich das bestimmt nicht so chaotisch vorgestellt. Erst die kleckernde Prügelei im Maidcafe und dann auch noch die missglückte Wahrsagerei. Dabei hatte der Herzträger sich jede einzelne Minute perfekt ausgemalt.
"Darf ich euch vorstellen? Das ist Gideon, der beste Student in unseren Kochkurs er hat die Karten selbst skizziert, ein wahrliches Naturtalent! Lasst euch von seiner groben Art nicht abschrecken der ist ein ganz lieber! Er ist nur angefressen weil der Sportclub die Idee mit dem Maidcafé zuerst hatte!"
Freundlich begrüßte Lio die Graumaus:
"Hey, Ich bin Lio und das ist Amy, freut uns!" An der Seite stand Brad, der nur irritiert seine Augen verschmähte und sich ernsthaft fragte, ob dieser Lio glaubte, dass es in der Schule eine einzige Menschenseele gab, die dieses Pärchen nicht kannte? Kannte er die Beliebtheitsskala etwa nicht? Seit seinem Pornofilmchens war er Platz drei, während Amy schon seit Wochen niemand von dem zweiten Platz werfen konnte. Da dieses Ranking von der gesamten Universität benutzt wurde, war es auch eine goldene Regel, dass vor allem die TOP 10 das Gesicht der Uni repräsentiert.
"Die Torte ist super!", kommentierte er ehrlich und lächelte kurz Brad zu, der ihn genauso freundlich angrinste. Was für ein schlechtes Timing die Torte des Sportclubs zu loben, während der Klassenbeste des Kochkurs gerade über sie abhetzte. Lio hatte wohl gar kein Feingefühl...

...was Brad total witzig empfand, weshalb er mitmischte: "Ohja, unsere Hände sind alle extreeem geschickt...~. Unsere Desserts sind so beliebt und genießbar, dass manche Leute sogar glaubten, dass wir der eigentliche Kochkurs sind!"
Neugierig sah Brad auf Gideon, um zu sehen, ob er auf solche Worte allergisch reagierte. Zu seiner Überraschung stellte er jedoch fest, dass er bereits mega angepisst war. Er sprach sich selbst in Rage und stellte den Sportclub als den Sündenbock seiner Probleme dar.
"Es ist einfach nur total bescheuert das der Sportclub uns die Idee geklaut hat!! Diese Kerle haben doch bis auf Muskel überhaupt kein Grips in ihren Schädel! Die haben doch gar keine Ahnung was für eine wichtige Kultur ein Maid-Café hat! Bestimmt machen sie nicht einmal Moe-Zaubersprüche!! Eine Maid begrüßt die Gäste als wäre sie gerade nach Hause gekommen....Das einzige was die sie machen ist da Eier-Zu schaukeln ! Das ist eine Beleidigung!! "
Der Kerl konnte froh sein, dass gerade Janon nicht in der Nähe war. Der wäre auf diese absurden Beleidigungen direkt angesprungen und hätte diesen großen Kerl wie ein Raubtier mit seinen Zähnen zerrissen. Aber Brad ließ sich nicht so schnell auf die Palme bringen, er hatte schon damit gerechnet, dass der Kochkurs sich getriggert fühlte. Alle...bisauf Jay, dem es egal war wer das Essen servierte, solange es einfach Nahrung gab. Gideon schimpfte jedoch so, als hätte der Sportclub ihm sein neugeborenes Baby entrissen. Wie sauer er wohl wurde, wenn er wüsste, dass die Idee mit dem Maidcafe von Brad stammte? Jay hatte vor einigen Tagen erwähnt, dass der Kochkurs ihrem Lehrer vorschlagen wollten ein Maidcafe zu gestalten. Um den Kochkurs zu necken hatte er direkt am nächsten Morgen ihre Idee gestohlen, auch wenn es eine harte Nuss war, Leute vom Sportclub zu überreden Kleider anzuziehen. Weshalb er emotional eine Rede gehalten hatte, dass sie doch durch die gesammelten Spenden - was ein Maidcafe definitiv erbringen könnte- doch eine Klassenfahrt veranstalten könnten. Wegen dem Vorschlag waren natürlich die hirnlosen Spinner Feuer und Flamme, sodass sogar Brad nur noch weiter in seinen Rang aufstieg, weil er ein solch' sozialer Mensch war. Es war echt witzig, wenn Brad darüber nachdachte, dass er dadurch den Stress des Kochkurs nur vergrößert hatte.
"Ekelhafte Macho-Sportler! Verreck doch...."
Deswegen nahm er die bescheuerte Beleidigung einfach an, hatte er wohl mehr als verdient~. Höflich lächelte er weiter Gideon zu, während er sich ungefragt an dem Wahrsagertisch lehnte, als wollte er ihn doch weiter heimlich provozieren. Netterweise verteidigte ihn sogar sein Freund, der ganz klar den wahren Glanz einer Maid erkannte. Es war im Club Douchess nicht unüblich süße Outfits zu tragen, obwohl es gar nicht zu seinem Charakter - Foxxy - passte. Leute hatten nun Mal die verschiedensten Fetische, weshalb Brad auch schon lange vertraut war, was Moe überhaupt bedeutete oder kawaii.
"Wenn du ganz lieb darum bittest wird Brad für dich sicher auch ein Moe- Spruch raushauen, er ist eine nicht zu unterschätzende hübsche Maid!"
Mit Schwung hüpfte er vom Tisch weg, nur um sich genau vor Gideon zu stellen. Er zwinkerte ihm zu, als sah er seine Ablehnung als starke Einladung mit ihm ein wenig weiter zu spielen. Er beugte sich zu Gideon vor und grinste über beide Ohren: "Keine Sorge, du musst gar nicht darum bitten. Eine hübsche Maid weiß nämlich auch schüchterne und introvertierte Jungs zu dienen!"
Ohne, dass Gideon wirklich darum bat stellte sich Brad in Pose und überkreuzte seine Arme. Selbst Ineb konnte seine Augen nicht von der Aufführung wenden, da diese süße Haltung von der Maid den Magical Girls im TV ähnelte, wenn sie einen starken Spruch bringen wollten. Verführerisch mit einer kleinen Portion von Niedlichkeit zwinkerte die Maid Gideon erneut zu, ehe er in unschuldigeren Ton ihm ein Moe-Spruch herbeizauberte:
„Willkommen zuhause, Ōji-sama! Ich habe zwar nur kleine Fähigkeiten im Backen und Gerichte zubereiten, aber dafür ist mein Herz umso größer – und es schlägt nur für dich. Darf ich es dir mit einem kleinen Zauber beweisen? Moe Moe Kyun! ✨“

Lio quietsche vergnügt auf, wie gerne er es im Maidcafe gehört hätte, während jemand ein Herzchen auf ihr Omelette mit Ketchup zauberte! Warum musste es nur Tyler und Janon ihnen so versauen? Amy hätte es bestimmt gefallen, wenn ein paar hübsche Männer ihr Essen mit Moe-Sprüchen verzauberten!
Fassungslos starrte Ineb jedoch auf Gideon, der nach der kleinen Aufführung zu ihm starrte...Irgendwie kam es ihn so vor, als hätte gerade der Kerl das Wort 'Hure' geformt? Hm? Meinte er Lio?
Er hatte es also auch gesehen...
Die Ohren von Ineb erröteten, weshalb er kurz auf Abstand ging um sich zu beruhigen. Hätte ihn Gideon noch ein wenig lauter beleidigt wäre bestimmt sein Herz in die Luft gesprungen aus Schock...! Ein Glück...hatte er seinen Ekel ihn gegenüber zurückgehalten. Er wollte nicht, dass Amy noch weitere, gruselige Seiten von Lio kennenlernen musste. Er war doch gerade erst von seinem Fluch befreit, er wollte nicht erneut in das tiefe Loch der Abnormalität hineinfallen.
Gideon erklärte, dass sie auf keinen Fall dem 'Fresssack' vertrauen sollten, woraufhin Lios Laune sich nur verschlechterte. Sie bekamen ernsthaft kein Liebesorakel mehr? Enttäuscht starrte er zu den Glückskeksen und seufzte. Es war zwar besser als nichts, doch war es nur eine kleine Form von Zauberei. Er bezweifelte, dass auf einem Keks irgendetwas wahres dran sein konnte. Trotzdem nahm er sich einen und brach ihn auf, die Kekshälften übergab er Amy. Neugierig las er den Text vom Zettel laut vor.
"Die bitterste Enttäuschung deines Tages steht unmittelbar bevor. Dieser Keks schmeckt nämlich nach Pappe..."
...Das große Leid war ganz klar in Lios Augen zu erkennen, die beim Vorlesen immer glasiger wurden. Keine Liebeszukunft, nur Pappe. Entschuldigend sah er zu Amy hinüber und hielt zittrig ihre Hand fest. Der Sänger sah so aufgebracht aus, als würde er gleich einen Wasserfall aus Tränen mit seinen Augen zaubern - sein eigner Zaubertrick.
"...Urgh...Amy, lass uns gehen!...W-wir werden noch ein schönes Date haben, versprochen.", schluchzte er bekümmert und fühlte sich so, als würde er alles in seinem Liebesleben einfach falsch machen. Er war so nervös und hoffte, dass er all' seine Abnormalität durch das Date wieder geradebiegen konnte. Das Date schmeckte jedoch genauso wie der Keks wohl schmecken würde, PAPPE!

"Lass uns doch zum Horrorraum gehen...o-oder zur Imbissbude. Obwohl...gegessen haben wir ja schon...Oder willst du einfach nur frische Luft schnappen? Wir können uns auch für das Stück vorbereiten oder...", fing er an Vorschläge aufzudrücken, sodass Brad cringe das Gesicht verzog. Ein Glück gingen die zwei ohne ein weiteres Wort, sonst hätte Brad sich wohl über das Pärchen lustig gemacht. Hoffentlich begegnete er ihnen später erneut, am besten in der Situation, wo diese Amy mit dem Versager Schluss machte.
"Da steckst du also, Gideon!"
Von Weitem ertönte eine Stimme, die Brad irgendwie bekannt vorkam. Doch als er die Person anstarrte, die da auf sie zukam, merkte er, dass sie ihm völlig fremd war. Der Typ sah aus wie das reinste Klischee eines Nerds, beinahe verloren in seiner viel zu groß geratenen Kleidung.
Mit einem strahlenden Lächeln steuerte der Kerl direkt auf Gideon zu. Brad hätte eigentlich sofort klar sein müssen, dass diese beiden Nerds miteinander befreundet waren. Jay und Brad ignorierte der Mann völlig. Hmm... Wenn er Glück hatte, kam der Kerl ebenfalls aus dem Kochkurs und würde gleich genauso sauer auf den Sportclub sein – dann hätte Brad definitiv noch ein bisschen mehr zu lachen. Jedoch verstand die Maid, dass der Spaß vorbei war, als er flüchtig das fixierte was dieser Typ mitgebracht hatte.
Schwer schnaufend, als wäre er in wilder Eile herumgerannt - oder als hätte er jemandem ganz schnell aus dem Weg gehen wollen, mit dem er erst Mal kein Weiteres Wort wechseln wollte - kam Elias zum Stehen. Er baute sich direkt vor Gideon auf, blickte zu ihm hoch und präsentierte ihm stolz eine kleine Verpackung, in der unverkennbar Yu-Gi-Oh!-Karten steckten.
"Schau mal! Ich habe das letzte Pack der OG-Version noch rechtzeitig auf eBay ersteigern können.", verkündete er stolz. Die goldene Folie glänzte und strahlte in seinen Händen, als hätte sie ein halbes Vermögen gekostet. Das hatte sie natürlich auch, doch das würde er Gideon niemals verraten, lieber sollte sein Freund denken, dass er voll der Glückspilz war.

"Hast du gerade Pause? Lass uns einen ruhigen Ort finden, wo wir es zusammen öffnen können!", sprudelte es aus Elias heraus. Ein richtig süßes, allerliebstes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und man sah ihm an, wie unbändig er sich darauf freute, diesen Moment mit Gideon zu teilen. Die anderen Leute um sie herum schaltete er dabei völlig aus, als Elias konnte er sich völlige Ignoranz gegenüber Anderen erlauben. Diese verpeilte und zugleich Art kam außerdem bei Gideon gut an, dessen Freundschaft seiner überarbeiteten Seele tatsächlich gut tat. Gideon war ein guter Kumpel, der nicht einmal hinterfragte was für eine Krankheit er hatte, weshalb er die Universität nur als Austauschschüler besuchen konnte, da er sonst ein Leben als Fernstudent teilen durfte. Alles zur Absicherung, damit Gideon ihn niemals misstraute und er sein Doppelleben nicht vermixen musste. Immerhin war Elias nur zum Stressabbau da.
"Vielleicht schaffen wir es diesmal endlich, Tyler the Great Warrior zu ergattern, wenn wir ganz fest an das Herz der Karten glauben! Ich kann die Karte schon ganz klar spüren, diesmal erhalten wir ihn ganz bestimmt."
"Ohhh Heey~! Was für ein Zufall, lang nicht gesehen!"
Connor überkam sofort eine starke Gänsehaut, nachdem er die viel zu liebliche Stimme des einstigen Kindheitsschauspieler hören musste. Er erinnerte sich noch ganz genau wie ihr letztes Treffen ausgegangen war, obwohl es einige Jahre her war. Es war der graue Tag, an dem ihn dieser olle 'Rich Man' nicht mehr bezahlen wollte und Connor deswegen kein Geld mehr für seine damaligen Yugioh-Karten hatte, mit denen er alle beeindrucken konnte. Er wusste noch genau wie er es Wyatt heimzahlen lassen wollte...sein Taschengeld gestrichen zu haben. Es war nämlich harte Arbeit gewesen mit solch' einem Egozentriker wie diesem Lyons-Schnösel klar zu kommen. In seinen Augen war Wyatt immer jemand, der nur dank seines Geldes geschützt wurde. Schon als kleiner Junge faselte er wirres Zeug von irgendwelchen Fantasiewesen, glaubte nur an die Macht der Liebe und Freundschaft und kannte absolut keine Sendungen, die zur früherer Zeit im Trend waren, weil seine Mutter angeblich ihm bestimmte Programme sperrte. Er war so naiv und im Geiste komplett verblödet, dass es Connor glaubte wegen ihm zu verdummen. Durch Wyatt hatte er sogar einige gute Freunde verloren, da sie sich mit ihm gar nicht abgeben wollten, denn war es bei diesem Schauspieler üblich, dass er für ein wenig Aufmerksamkeit ziemlich giftig sein konnte. Gegen Ende hatte er mehr Geld verloren, als dazugewonnen, da Wyatt einmal seine heißgeliebte Videospielkonsole zerstört hatte.
Doch...Mit dieser Vergangenheit hatte er schon lange abgeschlossen. Niemals würde er mehr für einen Schnösel arbeiten oder sich von diesen ausnutzen lassen. Zugleich erhoffte er aber, dass er durch den Beziehungsabbruch mit Wyatt ein wenig sein naives Lachen entnommen hatte. Nicht, weil er ihn so sehr hasste - er empfand gar keine Gefühle gegenüber dem Schauspieler...Er wollte eher eine Genugtuung für seine frühere Pein, denn hatte er durch Wyatt seine 'Schmerzgrenze' kennengelernt. Umso unerfreulicher überkam ihn das schmierige Lächeln, was ihn Wyatt ernsthaft schenkte. Lang nicht mehr gesehen...huh...Er tat ja so, als wären sie im Guten auseinandergegangen. Als Freunde...Was für ein Idiot.
"Urgh..."
Er hörte genau wie dieser Silberhaarige angewidert stöhnte, während er Connor von Kopf bis Fuß musterte. Connor runzelte beleidigt die Stirn, was fiel denn dem ein? Er fragte seinen Pseudo-Kindheitsfreund aus wer Connor war, dabei konnte er den abfälligen Ton gar nicht überhören. Beim genaueren Hinsehen wurde ihm endlich klar um wen es sich hier handelte: Dylan Baillairgé. Natürlich kannte er ihn, besser als er eigentlich wollte. Er war ein weiterer Möchtegernschauspieler, der seine Nase viel zu weit nach oben erhob. Früher sah Connor gerne seine Filme an, peinlich berührt würde er sogar zugeben, dass er von Dylan damals ein kleiner Fan war. Der frühere Grund wieso er sich damals auf Wyatt eingelassen hatte, immerhin hatte er dank ihres Drehs damals eine stärkere Verbindung...geblieben war Connor jedoch wegen des Geldes und den coolen Yugioh-Karten. Früher hatte ihn Connor für ein Mädchen gehalten, aufgrund seiner langen Haare...wegen ihn erfuhr er was Bisexuell sein bedeutete.
Bis er den wahren Kern seines miesen Charakters erkannte. So ein Arschloch, der immer wieder Connors Namen und Existenz vergaß, obwohl sie beide auf der gleichen Schule waren! Connor bereute es so sehr zur Krankenstation gegangen zu sein, andererseits wollte er sich nicht von solchen Schnöseln vertreiben lassen. Er achtete konzentriert darauf möglichst gerade zu stehen, ganz klar würde er sich hier nicht unterbuttern lassen. Weder von Dylan noch von Wyatt. Er wusste es wie er mit reichen Bastarden umgehen musste.
"Oh? Das ist ein ...Ein Alter Freund von mir."
...Alter Freund. Connor musste sich ein lautes Auflachen verkneifen, weshalb er seinen Mund stark zusammenpresste. Gemieteter Freund traf es wohl eher, sagte das Wyatt nur, um bei Dylan gut dazustehen? Die Schnösel mussten ja immer ihr Image bewahren...
"Mhm mhm, nett nett! Er kann sich ja dann später Autogramme von dir abholen...Wir haben wirklich keine Zeit für alte Bekanntschaften!"
Mit steigender Wut ballte Connor seine Fäuste, sein Gesicht verkrampfte zu einem Schmunzeln. Eigentlich hätte er die zwei Möchtegernschauspieler ignoriert, er wollte auf keinen Fall mehr etwas mit diesem Freak zu tuen haben. Doch konnte er es nicht zulassen, dass sie sich einfach über ihn lustig machten. Ach, langsam verstand er es. War das etwa Wyatts Rache ihn eine auszuwischen, da er ihm die gemietete Freundschaft kündigte? Was für ein nachtragender Bastard!

"Wirklich süß das du dich an so jemand unbedeutendes erinnerst."
Damit wurde sein Geduldsfaden endgültig durchschnitten. Bevor Dylan auch mit Wyatt herausmarschieren konnte, überholte er die zwei in Windeseile und stellte sich einfach zwischen die Tür. Mit seinen hundertfünfundsiebzig Zentimeter stemmte er sich auf, als wäre er ein Bodyguard, der die beiden nicht so schnell gehen ließ. Nicht, wenn er auch einmal seinen Senf dazugeben konnte. Wer sich nicht gegen so Banausen wehrte, wurde von ihnen zertrampelt. Obwohl er innerlich kochte vor Wut, schmückte auch er sich mit einem gefakten Lächeln, genauso wie es sein Pseudo-Freund vor ihm tat. Selbstbewusst verschränkte er seine Arme, er war bereit die Zeit von Dylan mit Vergnügen zu verschwenden.
"Hey~, hey~. Das geht ja Mal freundlicher, Silbermähne. Denkst du wirklich, dass du so mit jemanden sprechen kannst, nur weil du als Kind einmal beliebt warst? Oh - oder bist du so eingebildet, weil du dich mit dem Geld deiner Eltern schmückst, sowie es Wyatt immer machte? Wow, kein Wunder also...das ihr Freunde seid. Oh-- obwohl...sowie ich Wyatt kenne ist eure Beziehung bestimmt nur vertraglich mit seinem Vater abgeklärt, nicht das es mich interessieren würde."

Er tat so als wäre Dylan ihn ebenfalls so fremd, wie er es für den Schauspieler war. Niemand besonderes. Niemand, von dem er sich früher eine blöde Zeitschrift gekauft hatte, um sein Gesicht herauszuschneiden und es in sein 'Dylan-Album' hineinzukleben. Solch' eine Obsession existierte schon lange nicht mehr gegenüber Schnöseln, lieber war er dafür verantwortlich ihr Leben zu zerstören. Nachdem er von Mr. Lyons gefeuert wurde, schwor er sich nicht mehr von irgendwelchen Pfeifen auszunutzen zu lassen. Eher wollte er ihnen zeigen, dass sie nur in Reichtum und Ruhm feiern konnten, weil sie treue Fans besaßen. Doch was passierte, wenn ein Fan sich gegen seinem Idol verschwor?
"Ihr solltet lernen anderen Mitschülern Respekt zu zollen. Immerhin entscheidet so jemand Unwichtiges wie ich...auf welchem Platz ihr in einer Beliebtheitsskala stehen könntet. Ich zum Beispiel bin ein guter Freund des Erfinders der Beliebtheitsliste und beschäftige mich gerne aus Spaß damit heftige Artikel gegen Schnösel wie euch zu verbreiten, dessen Gerüchte euren Rang komplett rauben könnten. Und solche Vintage - Schauspieler sollten ja mindestens auch auf der TOP 10 platziert sein, wenn sie sich für etwas besseres halten, oder? Wirkt doch peinlich, wenn man von einem Niemand überholt wird... Wollen wir Mal sehen, wo ihr genau platziert seid?"
Vergnügt zückte Connor sein Smartphone hinaus und tippte seinen Geheimcode ein. Es dauerte nicht lange, bis das Lächeln von dem Studenten schärfer wurde. Er fing an zu kichern, als hätte er etwas Witziges entdeckt. Seufzend schüttelte er den Kopf, bis er den zwei Wartenden endlich den Bildschirm zeigte.
"Boah, das tut ja weh. Ihr beide seid nicht in der Top 10! Wusstet ihr das?! Ganz bestimmt!"
Auf seinem Display erschien die Beliebtheitsskala von Zwittar, die wöchentlich aktualisiert wurde. Von den Studenten und auch Dozenten so stark geliebt, dass es kaum eine Person in der Schule gab, die sich nicht dafür interessierte. Selbst der Direktor votete mit, der angeblich sehr viel Connection zu Berühmtheiten hatte. Wer hier beliebt war, der würde in der Zukunft kein Problem haben etwas Großes erreichen zu können. Jedoch musste man es schon in die TOP 10 schaffen, um interessant zu wirken. Mit Absicht scrollte Connor nach unten, den wusste er genau wo er Dylan finden würde. Er klickte auf die neusten News, die auf den Schauspieler bezogen waren.
"Aww, wie es aussieht verbreitete sich ein Gerücht in unserem Zwittar, dass unser toller Dylan seinen berühmten Boyfriend Kilian mehrfach betrogen hatte. Bei dem Verfassen des Artikels auf Zwittar habe ich im Übrigen mitgeholfen, aber wer bin ich schon~. Damn, schau dir Mal diesen rasanten Absturz an!...Ich wette mit dir, dass du bald nicht einmal den 11. Platz halten kannst!"

Spöttisch drückte er Dylan den Bildschirm geradezu in seine hübsche Visage hinein. Das tat echt gut, er wollte schon seit langer Zeit diesen zwei Idioten eine auswischen. Deswegen wollte er seine Aufmerksamkeit auch den Grünhaarigen schenken, weshalb er sich ein wenig näher zu Wyatt neigte und ihn ein Arm um die Schulter legte. Summend scrollte er vor ihm weiter, während er ihm im Schwitzkasten hatte.
"Wooo biiist duu nuuur....Haaa...So weit unten...? Bist du überhaupt auf der Liste? Hach.. Wyatt...Sorry aber ab Top 20 lohnt es sich ja gar nicht mehr herunter zu scrollen. Keine Agenten würden dich mehr wahrnehmen. Echt traurig...Aber jetzt checke ich es endlich. Hat dein Vater mich etwa nicht mehr bezahlt, weil er dich als Versager abgestempelt hatte? Hoffnungsvoller Fall? Tja - Die Liste beweist es...Wie lächerlich...Er hätte mir mehr Geld geben sollen, damit ich positive Gerüchte für dich verbreite...Voll verblödet."
Spiel, Satz und Sieg. Wie froh er doch war mit einem Journalisten befreundet zu sein, der gerne über Klatsch und Tratsch postete. Xaiden kannte keine Gnade und schaffte es durch viele Quellen an die absurdesten Informationen zu kommen. Durch ihn erkannte er nur noch mehr wie verlogen doch die Celebrity-Welt war. Zufrieden entfernte er sich wieder von Wyatt und Dylan, die Tür war frei um zu gehen. Ohne sie anzusehen sprach er weiter:
"Aber hey - Kopf hoch, Leute! Die meisten Kindheitsschauspieler können ihren Weg weiter fortsetzen, wenn sie dem Regisseur einen netten Gefallen erweisen~. Falls ihr das nicht schon versucht habt...was ich mir bei eurem Ego gut vorstellen kann! fast jeder zweite Schauspieler wurde ja in jungen Jahren sexuell missbraucht, ohne dass er oder sie es überhaupt verstanden hat... Total tragisch, falls ihr sowas durchmachen musstet - da es euch null in eure Karriere weiter gebracht hat. Aber ihr solltet auf jeden Fall euren kleinen Funken an Ruhm noch genießen, so viele Schauspieler gibt es auf der Uni ja nicht. Doch sobald Kilian von seinem Trip wieder zurück ist werdet ihr wie Staub vom Winde verwehen, da bin ich mir ganz sicher...Denn... dann kommt ein echter Schauspieler in das Zentrum der Schule, der ohne elterliche Hilfe es nach oben schaffte."
Kilian war wohl der einzige Schauspieler, den Connor ernsthaft akzeptierte und respektierte. Anders als die beiden Vollpfosten hier, hatte er seine Karriere mit Blut, Schweiß und Tränen aufgebaut. Er war immer ehrlich mit seinen Fans, zeigte sich nicht nur in seinem Hochgefühl, sondern auch wenn er sich niedergeschlagen fühlte...und bewies allen, dass jeder etwas erreichen konnte, wenn man sich nur gut genug anstrengte. Gerüchten zufolge gehörten seinen Eltern eins ein Bauernhof, den sie verkauften, nur damit Kilian eine Chance bekam in die Schauspielwelt zu landen! Eine vollkommend rührende Geschichte, weshalb Connor sich erlaubte wenigstens ihn zu hypen. Er ersetzte all' seine 'Dylan'-Bettwäsche schon seit Jahren gegen die von Kilian und noch nie hatte er so weich und warm geschlafen.
Triumphierend ließ er sich auf ein Krankenbett sinken, es war endlich Zeit zu faulenzen. Schmunzelnd rieb er sich übers Kinn, da weder Dylan noch Wyatt abhauten. Einen kleinen Kommentar konnte er sich einfach nicht verkneifen.
"Hmm...Jetzt habe ich echt Bock drauf einen weiteren Artikel zu verfassen. Ob ich das Gerücht "Dylan als Mitglied auf der Walpurgisnacht entdeckt" aufrollen sollte oder doch lieber eine Lüge aufsetzen sollte wie "Wyatt äußert sich ziemlich vulgär gegenüber Ineb, der neuen TOP 3 der Beliebtheitsskala und droht ihn mit Gewalt". Mein Kumpel hätte bestimmt nichts dagegen, wenn wir den Inhalt morgen posten."
Genau in diesem Moment öffnete sich der Vorhang vom Krankenbett, in dem Cabriel 'hingerichtet' wurde. Jedenfalls würde es Cabriel so beurteilen, nachdem ihm eine lange Spritze in seinen Arm hineingeführt wurde. Heraus trat Clio, die zufrieden ein Reagenzglas mit Blut und ein Büschel Haar - was definitiv Cabriels war - in den Händen hielt. Auch sie wirkte genauso zufrieden wie Connor, bevor sie Wyatt und Dylan sah. Verwirrt verstrich ihr Lächeln.
"Warum seid ihr denn noch hier? Das ist doch kein Ort um herumzulungern!", fauchte sie beschuldigend, während sie die zwei Gegenstände auf den Tisch platzierte und sie dann mit ihren Rücken bedeckte, damit bloß keiner fragte, was sie damit vorhatte.

"Jede Minute als einfacher Besucher kostet hier 10 Dollar. Ihr schuldet mir also schon pro Person 30 Dollar."
Daraufhin erhob sich Connor schlagartig. "10 Dollar?! Du sagtest vorhin, dass nur eine Behandlung 20 kostet!"
Empört legte Clio ihre Hände auf ihre Hüfte und schmollte.
"Hast du zu viel Schmalz in den Ohren? Ich sagte 100 Dollar pro Behandlung. Nur bei normalen Schultagen kostet es 10 Dollar, Dummerchen! Also her mit den Geld, Leute! Sonst schicke ich die Mafia auf euch.~", warnte sie zwar mit einer verspielten aber dennoch viel zu ernsten Tonlage. Es konnte doch nicht sein, dass Clio - eine richtig gute Krankenschwester - ihre Zeit mit irgendwelchen Studenten verschwendete. Vor allem, wenn sie hier auch noch den 'Feind' behandeln musste. Von Cabriel hatte sie sich aber schon die Rechnung beglichen lassen...Nur bei ihm verlangte sie kein Geld.
Schwer stöhnte Connor auf, dann versteckte er sich halt weiter auf dem Dachboden, bis seine Schicht vorbei war und er endlich ins Maidcafe konnte, ohne das jemand nach ihn suchte! "Ich verzieh mich...Schick mir bloß keine Rechnung!"
Clio verschmälerte scharf ihre Augen und sah Connor beim stampfenden Abgang zu. Und wie sie ihm eine Rechnung stellen würde, sie kam immer auf ihr Gehalt! Erwartungsvoll sah sie deswegen zu Wyatt und Dylan und streckte ihnen wartend die Hand aus. Die Reichen hatten sicher ein wenig Geld über!
Stöhnend schälte sich Cabriel aus dem Bett, so quälend langsam wie ein Untoter. Er riss die Decke von sich Weg, als wäre sie mit Brennnesseln gefüllt, ihm war einfach zu heiß! War er vielleicht endlich umgekommen? War er im Fegefeuer? Seine Nase hatte zwar aufgehört zu bluten, doch er sah noch kränker aus als zuvor. Glühende Hitze staute sich in seinem Gesicht. Unfokussiert irrte sein Blick durch den Raum, bis er an Wyatt hängen blieb. Überrascht weiteten sich seine Augen. Er war tatsächlich noch da? Hatte er ihn bis in die Hölle begleitet? Seit Clio ihm diese Spritze verpasst hatte, verschwamm alles in seinem Kopf. In seiner Wahrnehmung mussten Stunden vergangen sein – und Wyatt war gewiss niemand, der so lange warten würde...Wer würde denn bitte auf einen Niemand wie ihn warten? Der Luftwächter bekam direkt ein schlechtes Gewissen, er wollte Wyatts Zeit nicht stehlen. Cabriel ahnte nicht, dass in Wahrheit nur eine knappe halbe Stunde verstrichen war, da er glaubte, nach dem Einstich sofort weggetreten zu sein. Seine Sinne schlugen Alarm: Sein eigener Körper wog plötzlich tonnenschwer, während seine Haut bei der kleinsten Berührung geradezu schmerzhaft übersensibel reagierte. Er wollte gar nicht wissen...was für ein Mittel ihn Clio verabreichte...auch wenn es tatsächlich gegen sein Nasenblut half - oder aber...es hörte vor Minuten vor alleine auf...
Je länger er Wyatt ansah, desto schwummriger wurde ihm vor Augen. Es war wirklich an der Zeit, dass der Schauspieler sich auf den Weg machte – schließlich stand seine Aufführung kurz bevor. Zwar nichts, was wohl total besonders für Wyatt war, da er auch Filme drehte...aber dennoch etwas, was ein starkes Publikum besaß. Allein bei diesem Gedanken pochte Cabriels Kopf nur noch heftiger. Doch plötzlich durchfuhr es ihn. Er hatte beinahe etwas vergessen! Er hatte doch noch eine Kleinigkeit für ihn.
„Wyatt … Bevor … Bevor du gehst … Komm kurz zu mir … Bitte...“, bat er seinen Freund und die Stimmlage klang vollkommend zweideutig. Ein Anflug von Scham überkam ihn, weil er ihn immer noch aufhielt. Eigentlich hatte er bereits mehr als genug von Wyatts Zeit beansprucht, doch er musste ihm das hier einfach noch geben.
Als Wyatt an sein Bett trat, griff Cabriel schwach nach seiner Hand. Die angenehme Kühle von Wyatts Haut löste ein elektrisierendes Schaudern in ihm aus. Er fühlte sich an wie ein rettendes Kühlpack an einem flirrend heißen Sommertag.
„In letzter Zeit kam es mir so vor, als würde dich irgendetwas stressen … Ich respektiere es, dass du nicht darüber sprechen möchtest …Will ich ja auch nie... Aber falls dir alles zu viel wird, lenkt dich dieser Stressball hier vielleicht ein wenig ab. Es ist Kofi, bei dem du im Spiel so gerne Kaffee trinkst …“
Kaum hatte er das Geschenk überreicht und die Worte ausgesprochen, wurde Cabriel schlagartig bewusst, wie unfassbar peinlich und kindisch das alles war. Er kam sich vor wie Harvey mit seinen bescheuerten Anhängern. Was sollte jemand wie Wyatt bitteschön mit einem Stressball anfangen? Er war der Inbegriff der inneren Ruhe, der Pazifist schlechthin … jedenfalls tat er immer so als ob.
„… Du kannst ihn später auch einfach wegschmeißen“, schob er hastig hinterher. „Ich wollte ihn dir nur unbedingt vor deinem Theaterauftritt geben. Falls du irgendwie nervös wirst oder dich unwohl fühlst …“

Damit rückte er wieder zur Bettkante, um Abstand von Wyatt zu pflegen. Nicht, dass er sich einen Virus eingefangen hatte und Wyatt auch noch ansteckte, auch wenn er noch nicht von einer Krankheit gehört hatte, die sich binnen Sekunden ausbreitete. Er hoffte einfach nur, dass er sich lange genug ausruhen konnte, dass er fit genug war für Wyatts Auftritt. Auch wenn er sich gar nicht schläfrig fühlte, sondern eher...hippelig...wie ein Hase, der plötzlich von seinen Trieben gesteuert werden wollte. Am liebsten sollte er einfach sterben...
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Ineb Chevrier & Bradford Timo Torres & Elias
"Jay.....Wie oft hab ich dir gesagt das ist hier kein Tisch zum essen ist?! Diese Karten hat dem Kochkurs eine menge Arbeit gekostet, die sind total beschmutzt...! Das gleiche gilt auch für euch ihr Abartigen Mainstream-Opfer, dass ist hier kein Café...."
Während alle drei Feinschmecker sich im Land der Kuchenköstlichkeit befanden, betrat eine düstere Aura die Wahrsager-Area. Ineb schluckte schwer die Schlagsahne hinunter, die ihm fest im Hals stecken blieb. Mondieu, beim ersten Anblick dachte er schon, dass Cabriel gewachsen war. Dieser Mann lief ebenfalls so stark gebeugt, mit so wenig Lebensenergie, dass sich der Herzträger ernsthaft fragte, ob das nicht sein großer Bruder sein könnte? Doch je mehr er darüber nachdachte, desto schneller bemerkte er, wie absurd doch der Gedanke war. Der Luftwächter erwähnte doch, dass er gar keine Familie mehr hatte und...außerdem wirkten sie nur von ihrem Pessimismus ähnlich. Er hörte schon Wyatt einen dummen Kommentar zurufen, dass er nicht Persönlichkeiten in die gleiche Schublade stecken sollte. Mehr versuchte er sich auf die Süße zu konzentrieren, dieser Kerl war sowieso wegen dem Wahrsager genervt. Obwohl er sie genauso sehr anschnauzte, doch nahm es Ineb erstmal nicht so ernst. War wohl einfach die Art eines Emos, ihm stinkte es bestimmt schon heute morgen aus dem Bett aufstehen zu müssen. Hoffentlich bekamen sie ihre Frage noch beantwortet. Es wäre zu schade, wenn sie keine Prophezeiung erhielten...Was war das dann bitte für ein Date? Amy hatte sich das bestimmt nicht so chaotisch vorgestellt. Erst die kleckernde Prügelei im Maidcafe und dann auch noch die missglückte Wahrsagerei. Dabei hatte der Herzträger sich jede einzelne Minute perfekt ausgemalt.
"Darf ich euch vorstellen? Das ist Gideon, der beste Student in unseren Kochkurs er hat die Karten selbst skizziert, ein wahrliches Naturtalent! Lasst euch von seiner groben Art nicht abschrecken der ist ein ganz lieber! Er ist nur angefressen weil der Sportclub die Idee mit dem Maidcafé zuerst hatte!"
Freundlich begrüßte Lio die Graumaus:
"Hey, Ich bin Lio und das ist Amy, freut uns!" An der Seite stand Brad, der nur irritiert seine Augen verschmähte und sich ernsthaft fragte, ob dieser Lio glaubte, dass es in der Schule eine einzige Menschenseele gab, die dieses Pärchen nicht kannte? Kannte er die Beliebtheitsskala etwa nicht? Seit seinem Pornofilmchens war er Platz drei, während Amy schon seit Wochen niemand von dem zweiten Platz werfen konnte. Da dieses Ranking von der gesamten Universität benutzt wurde, war es auch eine goldene Regel, dass vor allem die TOP 10 das Gesicht der Uni repräsentiert.
"Die Torte ist super!", kommentierte er ehrlich und lächelte kurz Brad zu, der ihn genauso freundlich angrinste. Was für ein schlechtes Timing die Torte des Sportclubs zu loben, während der Klassenbeste des Kochkurs gerade über sie abhetzte. Lio hatte wohl gar kein Feingefühl...

...was Brad total witzig empfand, weshalb er mitmischte: "Ohja, unsere Hände sind alle extreeem geschickt...~. Unsere Desserts sind so beliebt und genießbar, dass manche Leute sogar glaubten, dass wir der eigentliche Kochkurs sind!"
Neugierig sah Brad auf Gideon, um zu sehen, ob er auf solche Worte allergisch reagierte. Zu seiner Überraschung stellte er jedoch fest, dass er bereits mega angepisst war. Er sprach sich selbst in Rage und stellte den Sportclub als den Sündenbock seiner Probleme dar.
"Es ist einfach nur total bescheuert das der Sportclub uns die Idee geklaut hat!! Diese Kerle haben doch bis auf Muskel überhaupt kein Grips in ihren Schädel! Die haben doch gar keine Ahnung was für eine wichtige Kultur ein Maid-Café hat! Bestimmt machen sie nicht einmal Moe-Zaubersprüche!! Eine Maid begrüßt die Gäste als wäre sie gerade nach Hause gekommen....Das einzige was die sie machen ist da Eier-Zu schaukeln ! Das ist eine Beleidigung!! "
Der Kerl konnte froh sein, dass gerade Janon nicht in der Nähe war. Der wäre auf diese absurden Beleidigungen direkt angesprungen und hätte diesen großen Kerl wie ein Raubtier mit seinen Zähnen zerrissen. Aber Brad ließ sich nicht so schnell auf die Palme bringen, er hatte schon damit gerechnet, dass der Kochkurs sich getriggert fühlte. Alle...bisauf Jay, dem es egal war wer das Essen servierte, solange es einfach Nahrung gab. Gideon schimpfte jedoch so, als hätte der Sportclub ihm sein neugeborenes Baby entrissen. Wie sauer er wohl wurde, wenn er wüsste, dass die Idee mit dem Maidcafe von Brad stammte? Jay hatte vor einigen Tagen erwähnt, dass der Kochkurs ihrem Lehrer vorschlagen wollten ein Maidcafe zu gestalten. Um den Kochkurs zu necken hatte er direkt am nächsten Morgen ihre Idee gestohlen, auch wenn es eine harte Nuss war, Leute vom Sportclub zu überreden Kleider anzuziehen. Weshalb er emotional eine Rede gehalten hatte, dass sie doch durch die gesammelten Spenden - was ein Maidcafe definitiv erbringen könnte- doch eine Klassenfahrt veranstalten könnten. Wegen dem Vorschlag waren natürlich die hirnlosen Spinner Feuer und Flamme, sodass sogar Brad nur noch weiter in seinen Rang aufstieg, weil er ein solch' sozialer Mensch war. Es war echt witzig, wenn Brad darüber nachdachte, dass er dadurch den Stress des Kochkurs nur vergrößert hatte.
"Ekelhafte Macho-Sportler! Verreck doch...."
Deswegen nahm er die bescheuerte Beleidigung einfach an, hatte er wohl mehr als verdient~. Höflich lächelte er weiter Gideon zu, während er sich ungefragt an dem Wahrsagertisch lehnte, als wollte er ihn doch weiter heimlich provozieren. Netterweise verteidigte ihn sogar sein Freund, der ganz klar den wahren Glanz einer Maid erkannte. Es war im Club Douchess nicht unüblich süße Outfits zu tragen, obwohl es gar nicht zu seinem Charakter - Foxxy - passte. Leute hatten nun Mal die verschiedensten Fetische, weshalb Brad auch schon lange vertraut war, was Moe überhaupt bedeutete oder kawaii.
"Wenn du ganz lieb darum bittest wird Brad für dich sicher auch ein Moe- Spruch raushauen, er ist eine nicht zu unterschätzende hübsche Maid!"
Mit Schwung hüpfte er vom Tisch weg, nur um sich genau vor Gideon zu stellen. Er zwinkerte ihm zu, als sah er seine Ablehnung als starke Einladung mit ihm ein wenig weiter zu spielen. Er beugte sich zu Gideon vor und grinste über beide Ohren: "Keine Sorge, du musst gar nicht darum bitten. Eine hübsche Maid weiß nämlich auch schüchterne und introvertierte Jungs zu dienen!"
Ohne, dass Gideon wirklich darum bat stellte sich Brad in Pose und überkreuzte seine Arme. Selbst Ineb konnte seine Augen nicht von der Aufführung wenden, da diese süße Haltung von der Maid den Magical Girls im TV ähnelte, wenn sie einen starken Spruch bringen wollten. Verführerisch mit einer kleinen Portion von Niedlichkeit zwinkerte die Maid Gideon erneut zu, ehe er in unschuldigeren Ton ihm ein Moe-Spruch herbeizauberte:
„Willkommen zuhause, Ōji-sama! Ich habe zwar nur kleine Fähigkeiten im Backen und Gerichte zubereiten, aber dafür ist mein Herz umso größer – und es schlägt nur für dich. Darf ich es dir mit einem kleinen Zauber beweisen? Moe Moe Kyun! ✨“

Lio quietsche vergnügt auf, wie gerne er es im Maidcafe gehört hätte, während jemand ein Herzchen auf ihr Omelette mit Ketchup zauberte! Warum musste es nur Tyler und Janon ihnen so versauen? Amy hätte es bestimmt gefallen, wenn ein paar hübsche Männer ihr Essen mit Moe-Sprüchen verzauberten!
Fassungslos starrte Ineb jedoch auf Gideon, der nach der kleinen Aufführung zu ihm starrte...Irgendwie kam es ihn so vor, als hätte gerade der Kerl das Wort 'Hure' geformt? Hm? Meinte er Lio?
Er hatte es also auch gesehen...
Die Ohren von Ineb erröteten, weshalb er kurz auf Abstand ging um sich zu beruhigen. Hätte ihn Gideon noch ein wenig lauter beleidigt wäre bestimmt sein Herz in die Luft gesprungen aus Schock...! Ein Glück...hatte er seinen Ekel ihn gegenüber zurückgehalten. Er wollte nicht, dass Amy noch weitere, gruselige Seiten von Lio kennenlernen musste. Er war doch gerade erst von seinem Fluch befreit, er wollte nicht erneut in das tiefe Loch der Abnormalität hineinfallen.
Gideon erklärte, dass sie auf keinen Fall dem 'Fresssack' vertrauen sollten, woraufhin Lios Laune sich nur verschlechterte. Sie bekamen ernsthaft kein Liebesorakel mehr? Enttäuscht starrte er zu den Glückskeksen und seufzte. Es war zwar besser als nichts, doch war es nur eine kleine Form von Zauberei. Er bezweifelte, dass auf einem Keks irgendetwas wahres dran sein konnte. Trotzdem nahm er sich einen und brach ihn auf, die Kekshälften übergab er Amy. Neugierig las er den Text vom Zettel laut vor.
"Die bitterste Enttäuschung deines Tages steht unmittelbar bevor. Dieser Keks schmeckt nämlich nach Pappe..."
...Das große Leid war ganz klar in Lios Augen zu erkennen, die beim Vorlesen immer glasiger wurden. Keine Liebeszukunft, nur Pappe. Entschuldigend sah er zu Amy hinüber und hielt zittrig ihre Hand fest. Der Sänger sah so aufgebracht aus, als würde er gleich einen Wasserfall aus Tränen mit seinen Augen zaubern - sein eigner Zaubertrick.
"...Urgh...Amy, lass uns gehen!...W-wir werden noch ein schönes Date haben, versprochen.", schluchzte er bekümmert und fühlte sich so, als würde er alles in seinem Liebesleben einfach falsch machen. Er war so nervös und hoffte, dass er all' seine Abnormalität durch das Date wieder geradebiegen konnte. Das Date schmeckte jedoch genauso wie der Keks wohl schmecken würde, PAPPE!

"Lass uns doch zum Horrorraum gehen...o-oder zur Imbissbude. Obwohl...gegessen haben wir ja schon...Oder willst du einfach nur frische Luft schnappen? Wir können uns auch für das Stück vorbereiten oder...", fing er an Vorschläge aufzudrücken, sodass Brad cringe das Gesicht verzog. Ein Glück gingen die zwei ohne ein weiteres Wort, sonst hätte Brad sich wohl über das Pärchen lustig gemacht. Hoffentlich begegnete er ihnen später erneut, am besten in der Situation, wo diese Amy mit dem Versager Schluss machte.
"Da steckst du also, Gideon!"
Von Weitem ertönte eine Stimme, die Brad irgendwie bekannt vorkam. Doch als er die Person anstarrte, die da auf sie zukam, merkte er, dass sie ihm völlig fremd war. Der Typ sah aus wie das reinste Klischee eines Nerds, beinahe verloren in seiner viel zu groß geratenen Kleidung.
Mit einem strahlenden Lächeln steuerte der Kerl direkt auf Gideon zu. Brad hätte eigentlich sofort klar sein müssen, dass diese beiden Nerds miteinander befreundet waren. Jay und Brad ignorierte der Mann völlig. Hmm... Wenn er Glück hatte, kam der Kerl ebenfalls aus dem Kochkurs und würde gleich genauso sauer auf den Sportclub sein – dann hätte Brad definitiv noch ein bisschen mehr zu lachen. Jedoch verstand die Maid, dass der Spaß vorbei war, als er flüchtig das fixierte was dieser Typ mitgebracht hatte.
Schwer schnaufend, als wäre er in wilder Eile herumgerannt - oder als hätte er jemandem ganz schnell aus dem Weg gehen wollen, mit dem er erst Mal kein Weiteres Wort wechseln wollte - kam Elias zum Stehen. Er baute sich direkt vor Gideon auf, blickte zu ihm hoch und präsentierte ihm stolz eine kleine Verpackung, in der unverkennbar Yu-Gi-Oh!-Karten steckten.
"Schau mal! Ich habe das letzte Pack der OG-Version noch rechtzeitig auf eBay ersteigern können.", verkündete er stolz. Die goldene Folie glänzte und strahlte in seinen Händen, als hätte sie ein halbes Vermögen gekostet. Das hatte sie natürlich auch, doch das würde er Gideon niemals verraten, lieber sollte sein Freund denken, dass er voll der Glückspilz war.

"Hast du gerade Pause? Lass uns einen ruhigen Ort finden, wo wir es zusammen öffnen können!", sprudelte es aus Elias heraus. Ein richtig süßes, allerliebstes Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und man sah ihm an, wie unbändig er sich darauf freute, diesen Moment mit Gideon zu teilen. Die anderen Leute um sie herum schaltete er dabei völlig aus, als Elias konnte er sich völlige Ignoranz gegenüber Anderen erlauben. Diese verpeilte und zugleich Art kam außerdem bei Gideon gut an, dessen Freundschaft seiner überarbeiteten Seele tatsächlich gut tat. Gideon war ein guter Kumpel, der nicht einmal hinterfragte was für eine Krankheit er hatte, weshalb er die Universität nur als Austauschschüler besuchen konnte, da er sonst ein Leben als Fernstudent teilen durfte. Alles zur Absicherung, damit Gideon ihn niemals misstraute und er sein Doppelleben nicht vermixen musste. Immerhin war Elias nur zum Stressabbau da.
"Vielleicht schaffen wir es diesmal endlich, Tyler the Great Warrior zu ergattern, wenn wir ganz fest an das Herz der Karten glauben! Ich kann die Karte schon ganz klar spüren, diesmal erhalten wir ihn ganz bestimmt."
S̶͙̽m̷͔̑ḭ̸̸̸̸̸̶̵̴̵̞͖̝͔̖̝͕͆̈́ͤ͛ͪ͊ͭ̒ͦͫ̊ͮ͆̚͢͜͢͝l̵̵͓͕̋ͮ͂ê̷̸̷̴̵̲̼̰̭̞ͤ̽ͧ̋ͦ͂ͫ̃ ̶̳̃l̴͇̇_̷̶̷̷̴̴̝͕̲̣̭̾ͩͥͤ̎ͧ͂ͧ̒̕͝ͅí̶̙_̷̴̵̷̷̴̖͎̱̲͉͐ͭ͌ͣͬ͋ͫ̕̚͢͝ͅk̵̸̴̷̸͉̜̠̙̮̍ͧ͛ͥ̔ͬͭ̋͠ě̴̷̷̸̷͍͎͇̲ͭͯ̓ͥ͑ͮ̀͜͠ ̸̳͐y̶̶̶̸̻͍̱͖ͦ̀̓ͪ̇͢͝o̴̴̶̶̵̸̵̶̧̡̦̠̝͔͕̎ͧͨ͐ͪ̈́ͧͮ͊ͩ̍ͭ̓͝͝ͅu̷̶̴̜̤̩̔ͮ̀ͭ͝ ̴̖̌ṁ̴̷̷͚͉͇ͧͤ̾͘_̸̟̈́ę̸̵̸̢̭́̋ͥ͊͢ȧ̵̴̖̝ͬ̍ṋ̸̵̸̶̢̙͍̂ͤͦ̃ͪ̀͝ ̶̥̉i̴̳͛t̴̴̶̛̪̬̖ͪ͛̍͢!̸̶̵̶̘͚̰̪̊ͯ̏ͥ̉̍͢Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Kaischiro ()























































































































































