Malleus ignorierte die Tür, die langsam mit einem Klicken ins Schloss fiel. In diesem Moment rückte das Problem des fehlenden Fluchtweges in den Hintergrund. Sein Fokus lag ganz allein auf dem Ordensritter, der sich wenig beeindruckt zeigte und damit seine Vermutung noch einmal bestätigte, dass Malleus keinem Narren gegenüber stand. Den Gesichtsausdruck hinter dem geschlossenen Visier benötigte er nicht, um die Entschlossenheit in der Körperhaltung des Mannes zu erahnen.
Ruhm und Ansehen waren dem Mann zweifellos gewiss, sollte er es fertig bringen, dem Epsisimos den Kopf der Signa Ignius als verschnürtes Bündel vor die Füße zu werfen. Wenn er dann Tava vor dem Haus noch in die Finger bekam und Devon, der allein im Gasthaus auf die Rückkehr seiner Freunde wartete, hatte er drei ganz besondere Geschenke für das Oberhaupt seines Ordens beisammen.
Etwas zuckte bedrohlich um die Mundwinkel des Kultisten, der die Beleidigungen gegenüber Devon entschieden an die Seite schob. Der Lacerta benötigte weder einen Beschützer noch eine Person, die für ihn das Wort ergriff. Am Wichtigsten war jedoch gerade, dass sein Gegenüber keinerlei Schlüsse über die persönliche Beziehung zwischen Kultist und Gefangenem zog. Sollte er nur glauben, dass blinder Fanatismus den Mann zum Äußersten trieb. Malleus rührte sich nicht. Weder machte er einen weiteren Schritt auf den Hauptmann zu, noch wich er zurück.
„Du bestätigst also hiermit, dass diese Rasse von Drachen abstammen und nicht anders behandelt werden sollten“, raunte der Mann
Der Ton in seiner Stimme, blechern unter seinem Helm, triefte mit etwas, das Malleus absolut nicht gut hieß. Welche Gewissheit, der Mann auch aus der Situation zog, machte ihn taub für die Argumente seines unerwünschten Eindringlings. Über dieses neue Problem musste er sich Gedanken machen, sobald er wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte, denn in diesem Augenblick schoss der Ritter wuchtig aber mit überraschender Schnelligkeit trotz der massiven Rüstung nach vorn. Geschickt drehte sich Malleus über die Schulter weg und das Heft seines Dolches glitt in seine Hand. Die Malachitklinge sirrte erneut durch die Luft, ein grüner Schlieren in seinem Augenwinkel. Wieder duckte sich Malleus behände unter dem mächtigen Schlag weg, der ihm wohlmöglich den Schädel gespalten hätte.
Als der Ritter mit dem gestohlenen Schwert zum dritten Angriff ausholte, drückte Malleus die Fersen in die Holzdielen und preschte mit einem einzigen Satz nach vorn. Sein Dolch schnellte hervor und beinahe sah es ganz so aus, als würde der Kultist tatsächlich versuchen die Malachitklinge mit der viel kleineren Waffe frontal parieren zu wollen. Nur leicht schrappte die grüne Klinge über den die Schneide seines Dolches, dessen Metall von einem dumpfe und schwärzlichen Schleier überzogen war, als hätte er zu lange in einer ätzenden Lösung verweilt. Das Geräusch von Eisen, das über Metall glitt, klingelte unangenehm in den Ohren.
Eine Parade war jedoch nicht Malleus' Ziel gewesen. Der Vorstoß lenkte die Malachitklinge lediglich ein paar wenige Zentimeter von Malleus weg, was ihm ermöglichte dem Hauptmann seitlich auszuweichen. Dabei zog er den Dolch nach und nahm dabei die Lücke in den Rüstungsplatten ins Visier, die in Höhe der Achsel genügend Freiraum für einen Schnitt ließen. Mehr brauchte Malleus nicht. Als die Klinge des Dolches sein Ziel streifte, spürte Malleus einen unerwarteten Widerstand. Der Hauptmann hatte die Schachstellen der Plattenrüstungen ausgemerzt.
Malleus wirbelte im Rücken des Ritters herum, um ihn nicht all zu lange aus den Augen zu verlieren. Wenn er nicht durch die Rüstung kam, waren alle seine Waffen nutzlos. Dennoch blieb sein Gesicht eine neutrale und ruhige Maske. Er ließ sich den Frust über die Fehleinschätzung nicht anmerken. Die Wucht des Schwertstreiches vibrierte noch durch sein Handgelenk und selbst bei diesem indirekten Manöver waren durch den Aufprall kleine Splitter aus der Klinge des Dolches gebrochen. Ein frontaler Hieb hätte den Dolch schwerer beschädigt, wenn nicht sogar zerbrochen.
"Du stellst die falschen Fragen", antwortete Malleus mit einer der Situation nicht angemessenen Gelassenheit. Die regungslose Maske öffnete sich einen Spalt und zeigte den Anflug eines kühlen Lächelns. "Frag dich lieber, wie es um meinen Einfluss und meine Gunst bestellt ist, die Adrastus mir gewährt, wenn ich das Ziel seines Unmutes bestimmen kann. Frag dich, wie gefährlich und entschlossen ein Mann ist, der die Macht einer göttlichen Bestie zu lenken vermag. Wenn du auch nur das Geringste über mich weißt, dann auch, dass ich immer mein Wort halte."
Malleus ließ sich tiefer in die Rolle des Mannes sinken, der ganz Oratis in seinen Bann geschlagen hatte. Es mochte nicht Adrastus sein, dessen Feuer Malleus' Worte untermauern würde, aber Tavas Künste mit explosiven Substanzen würden dieselbe zerstörerische Kraft entfalten.
"Bevor die Sonne untergeht, ist hier alles zu Asche verbrannt...und das ist ein Versprechen."
Ruhm und Ansehen waren dem Mann zweifellos gewiss, sollte er es fertig bringen, dem Epsisimos den Kopf der Signa Ignius als verschnürtes Bündel vor die Füße zu werfen. Wenn er dann Tava vor dem Haus noch in die Finger bekam und Devon, der allein im Gasthaus auf die Rückkehr seiner Freunde wartete, hatte er drei ganz besondere Geschenke für das Oberhaupt seines Ordens beisammen.
Etwas zuckte bedrohlich um die Mundwinkel des Kultisten, der die Beleidigungen gegenüber Devon entschieden an die Seite schob. Der Lacerta benötigte weder einen Beschützer noch eine Person, die für ihn das Wort ergriff. Am Wichtigsten war jedoch gerade, dass sein Gegenüber keinerlei Schlüsse über die persönliche Beziehung zwischen Kultist und Gefangenem zog. Sollte er nur glauben, dass blinder Fanatismus den Mann zum Äußersten trieb. Malleus rührte sich nicht. Weder machte er einen weiteren Schritt auf den Hauptmann zu, noch wich er zurück.
„Du bestätigst also hiermit, dass diese Rasse von Drachen abstammen und nicht anders behandelt werden sollten“, raunte der Mann
Der Ton in seiner Stimme, blechern unter seinem Helm, triefte mit etwas, das Malleus absolut nicht gut hieß. Welche Gewissheit, der Mann auch aus der Situation zog, machte ihn taub für die Argumente seines unerwünschten Eindringlings. Über dieses neue Problem musste er sich Gedanken machen, sobald er wieder sicheren Boden unter den Füßen hatte, denn in diesem Augenblick schoss der Ritter wuchtig aber mit überraschender Schnelligkeit trotz der massiven Rüstung nach vorn. Geschickt drehte sich Malleus über die Schulter weg und das Heft seines Dolches glitt in seine Hand. Die Malachitklinge sirrte erneut durch die Luft, ein grüner Schlieren in seinem Augenwinkel. Wieder duckte sich Malleus behände unter dem mächtigen Schlag weg, der ihm wohlmöglich den Schädel gespalten hätte.
Als der Ritter mit dem gestohlenen Schwert zum dritten Angriff ausholte, drückte Malleus die Fersen in die Holzdielen und preschte mit einem einzigen Satz nach vorn. Sein Dolch schnellte hervor und beinahe sah es ganz so aus, als würde der Kultist tatsächlich versuchen die Malachitklinge mit der viel kleineren Waffe frontal parieren zu wollen. Nur leicht schrappte die grüne Klinge über den die Schneide seines Dolches, dessen Metall von einem dumpfe und schwärzlichen Schleier überzogen war, als hätte er zu lange in einer ätzenden Lösung verweilt. Das Geräusch von Eisen, das über Metall glitt, klingelte unangenehm in den Ohren.
Eine Parade war jedoch nicht Malleus' Ziel gewesen. Der Vorstoß lenkte die Malachitklinge lediglich ein paar wenige Zentimeter von Malleus weg, was ihm ermöglichte dem Hauptmann seitlich auszuweichen. Dabei zog er den Dolch nach und nahm dabei die Lücke in den Rüstungsplatten ins Visier, die in Höhe der Achsel genügend Freiraum für einen Schnitt ließen. Mehr brauchte Malleus nicht. Als die Klinge des Dolches sein Ziel streifte, spürte Malleus einen unerwarteten Widerstand. Der Hauptmann hatte die Schachstellen der Plattenrüstungen ausgemerzt.
Malleus wirbelte im Rücken des Ritters herum, um ihn nicht all zu lange aus den Augen zu verlieren. Wenn er nicht durch die Rüstung kam, waren alle seine Waffen nutzlos. Dennoch blieb sein Gesicht eine neutrale und ruhige Maske. Er ließ sich den Frust über die Fehleinschätzung nicht anmerken. Die Wucht des Schwertstreiches vibrierte noch durch sein Handgelenk und selbst bei diesem indirekten Manöver waren durch den Aufprall kleine Splitter aus der Klinge des Dolches gebrochen. Ein frontaler Hieb hätte den Dolch schwerer beschädigt, wenn nicht sogar zerbrochen.
"Du stellst die falschen Fragen", antwortete Malleus mit einer der Situation nicht angemessenen Gelassenheit. Die regungslose Maske öffnete sich einen Spalt und zeigte den Anflug eines kühlen Lächelns. "Frag dich lieber, wie es um meinen Einfluss und meine Gunst bestellt ist, die Adrastus mir gewährt, wenn ich das Ziel seines Unmutes bestimmen kann. Frag dich, wie gefährlich und entschlossen ein Mann ist, der die Macht einer göttlichen Bestie zu lenken vermag. Wenn du auch nur das Geringste über mich weißt, dann auch, dass ich immer mein Wort halte."
Malleus ließ sich tiefer in die Rolle des Mannes sinken, der ganz Oratis in seinen Bann geschlagen hatte. Es mochte nicht Adrastus sein, dessen Feuer Malleus' Worte untermauern würde, aber Tavas Künste mit explosiven Substanzen würden dieselbe zerstörerische Kraft entfalten.
"Bevor die Sonne untergeht, ist hier alles zu Asche verbrannt...und das ist ein Versprechen."
“We all change, when you think about it.
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
We’re all different people all through our lives.
And that’s OK, that’s good, you gotta keep moving,
so long as you remember all the people that you used to be.”
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