Ezra
So viel zu der kleinen, offenbar extrem kurzlebigen, Freude Richard zu sehen. “Anders herum. Du bist eher derjenige, der mich behindert. Alleine einzusteigen ist einfach - für jemanden mitzuplanen, der ziemlich viel Ego für so wenig Meinung-”
“Ladies, reißt euch zusammen.” Niamh verdrehte seufzend die Augen. “Es bringt nichts, wenn ihr euch jetzt schon gegenseitig an die Gurgel geht. Obwohl…”
“Richard hat Recht.” Caleb sah von seinem Tablet auf. “Du schickst zwei Leute rein, die sich aktiv gegenseitig hassen. Es muss nur eine einzige Kleinigkeit schief gehen und wir sind alle geliefert.”
“Und deine Lösung ist es, uns einen Babysitter an die Seite zu stellen?” Ezra sah seinen Bruder an, als ob dieser gerade behauptet hätte, dass es den Weihnachtsmann tatsächlich gab. Er fand es schon erstaunlich genug, dass Caleb überhaupt so ruhig bei dem Gedanken blieb, Richard in ihren Plan zu involvieren. Andersherum hätte Ezra alles daran gesetzt, Andrew so weit wie möglich von hier fernzuhalten, wenn seine Eltern Richard gekidnappt hätten. Sein Blick huschte immer wieder zurück zu seinem Handy. Der Bildschirm war mittlerweile aus, aber das Bild von Andrew hatte sich in seinen Kopf eingebrannt. Sie saßen schon viel zu lange hier. Sie mussten los. Sein Vater würde jeden dieser Schnitte, jeden Schlag zurückbekommen, egal, wie sehr Niamh versuchte, sie voneinander fernzuhalten.
“Ihr bräuchtet keinen, wenn du dich im Griff hättest.” Caleb zuckte kurz mit den Schultern.
“Ich?! Er hat angefangen!” Ezra hätte das alles hier überspringen und direkt zu seinen Eltern fahren sollen. Er wäre schon irgendwie reingekommen, er hätte es irgendwie zu Andrew geschafft. Sie wären jetzt wahrscheinlich schon auf dem Rückflug.
“Von mir aus könnt ihr eine komplette Polonaise in das Haus führen. Ich wage nur zu bezweifeln, dass ihr das schafft, ohne gesehen zu werden und mein letzter Stand war, dass wir so wenig Leute wie möglich opfern wollen. Idealerweise niemanden. Wir wissen nicht mal, ob wir es hinbekommen die Kameras so lange auszustellen, dass ihr beide rein kommt. Noch mehr Personen in den Mix zu werfen kommt mir sinnlos vor.” Niamh überging den Streit nahtlos. “Holt Andrew raus. Was danach passiert, ist mir egal, solange ich nicht mit reingezogen werde.”
“Es gibt nicht viel, was danach passieren kann. Wir müssen Mom und Dad irgendwie aus dem Verkehr ziehen, sonst wird das immer wieder passieren.” Sie hätten das schon viel früher machen sollen. Ezra hatte als Kind oft mit dem Gedanken gespielt, sich zu stellen, aber es war ihm immer unrealistisch vorgekommen. Es war unmöglich zu wissen, welche Helden auf den Gehaltslisten seiner Eltern standen. Sie hatten Geld und er war ein Kind - niemand hätte ihm geglaubt. In den letzten Jahren war es irgendwann einfacher gewesen, sie zu vergessen, als sich dem ganzen zu stellen und jetzt musste Andrew die Konsequenzen für ihn spüren. Es war nicht fair.
“MLO dürfte durch das Kidnapping genug Grundlage haben, um sie wegsperren”, erklärte er, während er wieder zu Richard sah. “Ich steuere liebend gerne genug weitere Informationen bei, um sie bis an ihr Lebensende nicht mehr sehen zu müssen.” Noch lieber wäre es ihm, die beiden eigenhändig zu erwürgen.
So viel zu der kleinen, offenbar extrem kurzlebigen, Freude Richard zu sehen. “Anders herum. Du bist eher derjenige, der mich behindert. Alleine einzusteigen ist einfach - für jemanden mitzuplanen, der ziemlich viel Ego für so wenig Meinung-”
“Ladies, reißt euch zusammen.” Niamh verdrehte seufzend die Augen. “Es bringt nichts, wenn ihr euch jetzt schon gegenseitig an die Gurgel geht. Obwohl…”
“Richard hat Recht.” Caleb sah von seinem Tablet auf. “Du schickst zwei Leute rein, die sich aktiv gegenseitig hassen. Es muss nur eine einzige Kleinigkeit schief gehen und wir sind alle geliefert.”
“Und deine Lösung ist es, uns einen Babysitter an die Seite zu stellen?” Ezra sah seinen Bruder an, als ob dieser gerade behauptet hätte, dass es den Weihnachtsmann tatsächlich gab. Er fand es schon erstaunlich genug, dass Caleb überhaupt so ruhig bei dem Gedanken blieb, Richard in ihren Plan zu involvieren. Andersherum hätte Ezra alles daran gesetzt, Andrew so weit wie möglich von hier fernzuhalten, wenn seine Eltern Richard gekidnappt hätten. Sein Blick huschte immer wieder zurück zu seinem Handy. Der Bildschirm war mittlerweile aus, aber das Bild von Andrew hatte sich in seinen Kopf eingebrannt. Sie saßen schon viel zu lange hier. Sie mussten los. Sein Vater würde jeden dieser Schnitte, jeden Schlag zurückbekommen, egal, wie sehr Niamh versuchte, sie voneinander fernzuhalten.
“Ihr bräuchtet keinen, wenn du dich im Griff hättest.” Caleb zuckte kurz mit den Schultern.
“Ich?! Er hat angefangen!” Ezra hätte das alles hier überspringen und direkt zu seinen Eltern fahren sollen. Er wäre schon irgendwie reingekommen, er hätte es irgendwie zu Andrew geschafft. Sie wären jetzt wahrscheinlich schon auf dem Rückflug.
“Von mir aus könnt ihr eine komplette Polonaise in das Haus führen. Ich wage nur zu bezweifeln, dass ihr das schafft, ohne gesehen zu werden und mein letzter Stand war, dass wir so wenig Leute wie möglich opfern wollen. Idealerweise niemanden. Wir wissen nicht mal, ob wir es hinbekommen die Kameras so lange auszustellen, dass ihr beide rein kommt. Noch mehr Personen in den Mix zu werfen kommt mir sinnlos vor.” Niamh überging den Streit nahtlos. “Holt Andrew raus. Was danach passiert, ist mir egal, solange ich nicht mit reingezogen werde.”
“Es gibt nicht viel, was danach passieren kann. Wir müssen Mom und Dad irgendwie aus dem Verkehr ziehen, sonst wird das immer wieder passieren.” Sie hätten das schon viel früher machen sollen. Ezra hatte als Kind oft mit dem Gedanken gespielt, sich zu stellen, aber es war ihm immer unrealistisch vorgekommen. Es war unmöglich zu wissen, welche Helden auf den Gehaltslisten seiner Eltern standen. Sie hatten Geld und er war ein Kind - niemand hätte ihm geglaubt. In den letzten Jahren war es irgendwann einfacher gewesen, sie zu vergessen, als sich dem ganzen zu stellen und jetzt musste Andrew die Konsequenzen für ihn spüren. Es war nicht fair.
“MLO dürfte durch das Kidnapping genug Grundlage haben, um sie wegsperren”, erklärte er, während er wieder zu Richard sah. “Ich steuere liebend gerne genug weitere Informationen bei, um sie bis an ihr Lebensende nicht mehr sehen zu müssen.” Noch lieber wäre es ihm, die beiden eigenhändig zu erwürgen.