Teals Anblick zog Zoras nur noch weiter hinab, als dass es ihn aufmunterte. Der Junge stand schief, machte sich keine Mühe um einen festen Stand und sah Zoras mit einem Blick entgegen, mit dem er vielleicht seinen Henker gemustert hätte. Zoras versuchte die Emotionen zu ignorieren, die sich bei seinem Anblick aufstauten und nach Freiraum suchten. Irgendjemand würde dafür büßen, das beschloss er in der kurzen Zeit, als er den Trainingsplatz betrat. Irgendjemand würde noch dafür bezahlen, den Jungen so zugerichtet zu haben.
"Na, Kumpel?" Er bemühte sich um eine dennoch fröhliche Stimmung. "Wie läuft es mit deinem Rückhandschlag?"
Selbst dessen Worte kamen eher gezogen hervor und Zoras überlegte ernsthaft, was die langsamste Art war, einen Gott umzubringen. Gift? Aber selbst das ging ihm noch zu schnell, wenn er Teal so ansah.
"Ultroff wird auch ein alter Mann, es ist kein Wunder, dass er irgendwann Rückenleiden bekommt. Er hat schließlich schon deinen Vater und mich damals unterrichtet und davor ist er mit deinem Großvater ausgezogen."
Er lächelte aufrichtig, was ihm sogar recht gut gelang. Wenigstens hatten sich alle schon Ausreden einfallen lassen, auch wenn er von Ryoran bereits erfahren hatte, dass sie schon wussten, dass etwas nicht ganz richtig war. Jetzt hatten sie nur einen Namen dafür, den Zoras verfluchen konnte.
Er lächelte ein Stück breiter, nur damit der Junge sich keine Sorgen machen musste.
"Nichts hätte passieren können, ich war in Begleitung des mächtigsten Wesens in Theriss. Du musst dir keine Sorgen um mich machen, Teal - kümmere dich lieber darum, dass Ultroff nicht böse auf dich wird, dann wird er nämlich ganz ungemütlich."
Als der Junge dann mit einer Frage fortfuhr, wie Zoras schlief, war es diesmal an dem Herzog, sein Schwert zu senken und dann auf ihn zuzukommen. Das war eine schwierige Frage und Teal sollte noch nicht so weit sein, sich mit seinem zukünftigen Amt zu beschäftigen. Er sollte kämpfen und reiten und seine Freiheit genießen, bis er eines Tages alt genug war selbst Truppführer zu werden und dann sollte er sich mit dem beschäftigen, was hinter solchen Fragen lag. Aber dieser Tag war noch weit entfernt.
"Ich schlafe mal besser und mal schlechter, das ist nichts besonderes. Ich bin fit genug einen Aufstand zu führen, das ist alles, was zählt."
Er hatte vermutlich sogar besser geschlafen als der ganze Herzogssitz zusammengenommen, was seine Laune nicht unbedingt besserte.
Er klopfte Teal auf die Schulter und beugte sich zu ihm hinab, als würde er ihn in ein Geheimnis einweihen.
"Aber weißt du, was mir immer hilft, um besser zu schlafen? Ich suche mir die hübscheste, netteste, heißeste Frau, die es auf der Welt nur geben kann und lade sie dazu ein, das Bett mit mir zu teilen. Und wenn ich dann in der Nacht aufwachen sollte, habe ich gleich eine attraktive, bezaubernde Frau bei mir, mit der ich kuscheln kann."
Er zwinkerte ihm zu.
"Wäre das nicht auch was für dich, Teal? Ich bin mir sicher, es gibt da draußen ganz viele hübsche, süße Mädchen, die nur zu gern mit einem starken, jungen Mann wie dir ein bisschen Zeit verbringen würden. Du kannst ihnen ja mal deinen Hengst zeigen, hm?"
Teals Blick driftete von ihm ab und da wandte auch Zoras sich um, als der Junge winkte. Die hübscheste, netteste, heißeste Frau, die es auf der Welt nur geben kann, kam anmarschiert und für einen Moment verspürte er sowas wie Erleichterung, nicht wieder ein Katze-Maus-Spiel mit ihr anzufangen. Sie war wohl einfach nur irgendwo anders gewesen.
Er richtete sich auf und tätschelte Teals Kopf, bevor er zu seiner ursprünglichen Position und damit in Kassandras Nähe zurückkehrte.
"Mein Bruder hält drastische Maßnahmen für notwendig und ich werde nicht monatelange Planung draufgehen lassen, um einen temporären Erfolg zu erzielen."
Er richtete einen Blick auf Kassandra und ohne, dass dafür Worte notwendig gewesen wären, übermittelte er ihr, dass er eigentlich genau das tun wollte: Drastische Maßnahmen ergreifen, einen temporären Erfolg erzielen und seine Familie - und damit besonders Teal - vor dem Einfluss des Traumgottes retten. Aber er konnte es nicht. Bisher gab es keine Möglichkeit, Morpheus auszuschalten, ohne dabei nicht einen größeren Krieg zu riskieren. Sie mussten sich an den Plan halten und Zoras wusste jetzt schon, dass er das niemals aushalten würde.
Er wandte sich von Kassandra ab und Teal zu.
"Zeig mir ein paar Aufwärtshiebe, okay? Und danach bin ich mir sicher, hat die Küche noch ein bisschen Schokolade im Vorratsraum versteckt."
Er lächelte und zerbrach dabei, dass sein Lächeln nicht erwidert wurde. Dann stellte er sich dem Jungen in einem halbherzigen Übungskampf, der kaum einen Fortschritt beibrachte und nur dafür sorgte, dass Teal frustriert und erschöpft wurde. Schließlich beendete er den Kampf daher in einem gutgemeinten Nicken und lächelte Teal noch immer zu, wenngleich sein eigenes Lächeln schon an Überzeugungskraft nachgelassen hatte.
"Geh und hol dir die Schokolade. Wenn du willst, können wir später noch ausreiten, sofern du deinem Vater nichts davon erzählst."
Sein Neffe zog mit hängenden Schultern und schleifendem Schwert ab und Zoras fühlte sich für einen Moment so machtlos, dass es ihn schmerzte. Er drehte sich zu Kassandra um, die glücklicherweise noch nicht gegangen war.
"Bitte sag mir, dass du deine Aura über das gesamte Anwesen spannen kannst, nur für eine Nacht, der Junge muss mal wieder richtig schlafen. Hast du gesehen, wie schepp er sein Schwert hält? So schlecht ist er gar nicht, nichtmal an seinen schlechtesten Tagen."
Er fuhr sich grob durch den Bart.
"Wo warst du überhaupt? Ich dachte, du würdest mitkommen zu Ryoran."
"Na, Kumpel?" Er bemühte sich um eine dennoch fröhliche Stimmung. "Wie läuft es mit deinem Rückhandschlag?"
Selbst dessen Worte kamen eher gezogen hervor und Zoras überlegte ernsthaft, was die langsamste Art war, einen Gott umzubringen. Gift? Aber selbst das ging ihm noch zu schnell, wenn er Teal so ansah.
"Ultroff wird auch ein alter Mann, es ist kein Wunder, dass er irgendwann Rückenleiden bekommt. Er hat schließlich schon deinen Vater und mich damals unterrichtet und davor ist er mit deinem Großvater ausgezogen."
Er lächelte aufrichtig, was ihm sogar recht gut gelang. Wenigstens hatten sich alle schon Ausreden einfallen lassen, auch wenn er von Ryoran bereits erfahren hatte, dass sie schon wussten, dass etwas nicht ganz richtig war. Jetzt hatten sie nur einen Namen dafür, den Zoras verfluchen konnte.
Er lächelte ein Stück breiter, nur damit der Junge sich keine Sorgen machen musste.
"Nichts hätte passieren können, ich war in Begleitung des mächtigsten Wesens in Theriss. Du musst dir keine Sorgen um mich machen, Teal - kümmere dich lieber darum, dass Ultroff nicht böse auf dich wird, dann wird er nämlich ganz ungemütlich."
Als der Junge dann mit einer Frage fortfuhr, wie Zoras schlief, war es diesmal an dem Herzog, sein Schwert zu senken und dann auf ihn zuzukommen. Das war eine schwierige Frage und Teal sollte noch nicht so weit sein, sich mit seinem zukünftigen Amt zu beschäftigen. Er sollte kämpfen und reiten und seine Freiheit genießen, bis er eines Tages alt genug war selbst Truppführer zu werden und dann sollte er sich mit dem beschäftigen, was hinter solchen Fragen lag. Aber dieser Tag war noch weit entfernt.
"Ich schlafe mal besser und mal schlechter, das ist nichts besonderes. Ich bin fit genug einen Aufstand zu führen, das ist alles, was zählt."
Er hatte vermutlich sogar besser geschlafen als der ganze Herzogssitz zusammengenommen, was seine Laune nicht unbedingt besserte.
Er klopfte Teal auf die Schulter und beugte sich zu ihm hinab, als würde er ihn in ein Geheimnis einweihen.
"Aber weißt du, was mir immer hilft, um besser zu schlafen? Ich suche mir die hübscheste, netteste, heißeste Frau, die es auf der Welt nur geben kann und lade sie dazu ein, das Bett mit mir zu teilen. Und wenn ich dann in der Nacht aufwachen sollte, habe ich gleich eine attraktive, bezaubernde Frau bei mir, mit der ich kuscheln kann."
Er zwinkerte ihm zu.
"Wäre das nicht auch was für dich, Teal? Ich bin mir sicher, es gibt da draußen ganz viele hübsche, süße Mädchen, die nur zu gern mit einem starken, jungen Mann wie dir ein bisschen Zeit verbringen würden. Du kannst ihnen ja mal deinen Hengst zeigen, hm?"
Teals Blick driftete von ihm ab und da wandte auch Zoras sich um, als der Junge winkte. Die hübscheste, netteste, heißeste Frau, die es auf der Welt nur geben kann, kam anmarschiert und für einen Moment verspürte er sowas wie Erleichterung, nicht wieder ein Katze-Maus-Spiel mit ihr anzufangen. Sie war wohl einfach nur irgendwo anders gewesen.
Er richtete sich auf und tätschelte Teals Kopf, bevor er zu seiner ursprünglichen Position und damit in Kassandras Nähe zurückkehrte.
"Mein Bruder hält drastische Maßnahmen für notwendig und ich werde nicht monatelange Planung draufgehen lassen, um einen temporären Erfolg zu erzielen."
Er richtete einen Blick auf Kassandra und ohne, dass dafür Worte notwendig gewesen wären, übermittelte er ihr, dass er eigentlich genau das tun wollte: Drastische Maßnahmen ergreifen, einen temporären Erfolg erzielen und seine Familie - und damit besonders Teal - vor dem Einfluss des Traumgottes retten. Aber er konnte es nicht. Bisher gab es keine Möglichkeit, Morpheus auszuschalten, ohne dabei nicht einen größeren Krieg zu riskieren. Sie mussten sich an den Plan halten und Zoras wusste jetzt schon, dass er das niemals aushalten würde.
Er wandte sich von Kassandra ab und Teal zu.
"Zeig mir ein paar Aufwärtshiebe, okay? Und danach bin ich mir sicher, hat die Küche noch ein bisschen Schokolade im Vorratsraum versteckt."
Er lächelte und zerbrach dabei, dass sein Lächeln nicht erwidert wurde. Dann stellte er sich dem Jungen in einem halbherzigen Übungskampf, der kaum einen Fortschritt beibrachte und nur dafür sorgte, dass Teal frustriert und erschöpft wurde. Schließlich beendete er den Kampf daher in einem gutgemeinten Nicken und lächelte Teal noch immer zu, wenngleich sein eigenes Lächeln schon an Überzeugungskraft nachgelassen hatte.
"Geh und hol dir die Schokolade. Wenn du willst, können wir später noch ausreiten, sofern du deinem Vater nichts davon erzählst."
Sein Neffe zog mit hängenden Schultern und schleifendem Schwert ab und Zoras fühlte sich für einen Moment so machtlos, dass es ihn schmerzte. Er drehte sich zu Kassandra um, die glücklicherweise noch nicht gegangen war.
"Bitte sag mir, dass du deine Aura über das gesamte Anwesen spannen kannst, nur für eine Nacht, der Junge muss mal wieder richtig schlafen. Hast du gesehen, wie schepp er sein Schwert hält? So schlecht ist er gar nicht, nichtmal an seinen schlechtesten Tagen."
Er fuhr sich grob durch den Bart.
"Wo warst du überhaupt? Ich dachte, du würdest mitkommen zu Ryoran."

