"Verglichen mit gestern? Sehr viel besser," antwortete Vincent auf die Frage des Arztes.
Viel besser fühlte er sich allerdings gar nicht, das würde auch noch für eine kleine Weile so bleiben. Aber allein die Tatsache, dass er nicht mehr aktiv starb war wohl die beste Verbesserung, die er sich nur wünschen konnte.
Auf das Angebot von Hilfe kam Vincent dankend zurück. Allein hätte er es wohl erst gegen Ende der Nacht zurück zum Bett geschafft. So musste es sich wohl anfühlen, ein alter Tattergreis zu sein. Einen Fuß vor den anderen zu setzen kam unter größter Anstrengung, man brauchte Hilfe dabei, aufzustehen, und eine Strecke von nur wenigen Metern brachte einen außer Atem als sei man vor einem ausgehungerten Wolf davongelaufen. Vincent hasste es.
Er gab sich Mühe, Thomas Sicherheit zu geben, indem er auf seine eigenen Füße starrte und seinen Kopf hoch erhoben hielt - weit weg von Thomas' Hals oder Handgelenk. Mit noch größerer Dankbarkeit ließ sich Vincent dann in seine Kissen sinken.
Thomas, ganz der unnachgiebige Arzt, ließ keine Gnade walten und fing direkt an, an der noch immer offenliegenden Wunde herumzutasten. Vincent atmete zischend ein, versuchte dann aber, stillzuhalten, damit der Mann seine Arbeit erledigen konnte. Wäre Vincent ein Mensch, würde er sich nach dieser Behandlung noch einmal überlegen, ob er Thomas als seinen Leibarzt wollte. Er tat es ja sogar jetzt, als Thomas ihn mit seinem Desinfektionsmittel folterte.
Zu sehen, wie der Arzt seine Instrumente wegpackte, war eine Erleichterung.
"Zu aller erst müsste ich nach Cambridge. Ich habe zwar so etwas wie einen Kontakt vor Ort, aber ich weiß nicht wie zuverlässig der ist. Und ich werde dich nicht mit potenziell falschen Informationen losschicken. Sobald ich da bin, kann ich mir einen Überblick verschaffen und das Nest finden. Eine Horde Jungvampire kann sich nicht so leicht verstecken. Sie sind wie wilde Tiere, sie brauchen Anleitung und selbst mit einem Meister sind sie schwer zu handhaben. Nester sind selten, weil ein Jungvampir schon eine Dekade an Arbeit bedeuten kann. Die Tatsache, dass sie sich so lange unter deiner Nase bewegen konnten sagt mir, dass sie sehr wohl einen Meister haben. Einen guten. Vielleicht sogar mehrere. In Cambridge kann ich mir einen Jungvampir schnappen, mein Alter ausspielen und mich zu dem Meister vorarbeiten. Sobald ich weiß, wo das Nest ist, sage ich dir Bescheid. Und wenn ich dir einen der Meister auf dem Silbertablett," Vincent hielt inne, dann schüttelte er lächelnd den Kopf, "Wenn ich dir einen der Meister liefern kann, dann tue ich das natürlich auch. Aber die Jungvampire sind für den Augenblick gefährlicher. Wenn sie außer Kontrolle geraten, dann ist es um Cambridge geschehen."
Er seufzte.
"Es... es würde mir helfen, wenn ich Beths Leichnam sehen könnte. Ihr Verletzungen... man kann das Alter eines Vampirs anhand seines Angriffsmusters feststellen, gerade bei Jungvampiren. Wenn ich weiß, wie alt sie sind, kann ich dir besser helfen, dich auf sie vorzubereiten. Die Lernkurve von Jungvampiren sieht immer ziemlich gleich aus, ich weiß also, was sie können und was sie noch nicht können, wenn ich ihr Alter kenne."
Viel besser fühlte er sich allerdings gar nicht, das würde auch noch für eine kleine Weile so bleiben. Aber allein die Tatsache, dass er nicht mehr aktiv starb war wohl die beste Verbesserung, die er sich nur wünschen konnte.
Auf das Angebot von Hilfe kam Vincent dankend zurück. Allein hätte er es wohl erst gegen Ende der Nacht zurück zum Bett geschafft. So musste es sich wohl anfühlen, ein alter Tattergreis zu sein. Einen Fuß vor den anderen zu setzen kam unter größter Anstrengung, man brauchte Hilfe dabei, aufzustehen, und eine Strecke von nur wenigen Metern brachte einen außer Atem als sei man vor einem ausgehungerten Wolf davongelaufen. Vincent hasste es.
Er gab sich Mühe, Thomas Sicherheit zu geben, indem er auf seine eigenen Füße starrte und seinen Kopf hoch erhoben hielt - weit weg von Thomas' Hals oder Handgelenk. Mit noch größerer Dankbarkeit ließ sich Vincent dann in seine Kissen sinken.
Thomas, ganz der unnachgiebige Arzt, ließ keine Gnade walten und fing direkt an, an der noch immer offenliegenden Wunde herumzutasten. Vincent atmete zischend ein, versuchte dann aber, stillzuhalten, damit der Mann seine Arbeit erledigen konnte. Wäre Vincent ein Mensch, würde er sich nach dieser Behandlung noch einmal überlegen, ob er Thomas als seinen Leibarzt wollte. Er tat es ja sogar jetzt, als Thomas ihn mit seinem Desinfektionsmittel folterte.
Zu sehen, wie der Arzt seine Instrumente wegpackte, war eine Erleichterung.
"Zu aller erst müsste ich nach Cambridge. Ich habe zwar so etwas wie einen Kontakt vor Ort, aber ich weiß nicht wie zuverlässig der ist. Und ich werde dich nicht mit potenziell falschen Informationen losschicken. Sobald ich da bin, kann ich mir einen Überblick verschaffen und das Nest finden. Eine Horde Jungvampire kann sich nicht so leicht verstecken. Sie sind wie wilde Tiere, sie brauchen Anleitung und selbst mit einem Meister sind sie schwer zu handhaben. Nester sind selten, weil ein Jungvampir schon eine Dekade an Arbeit bedeuten kann. Die Tatsache, dass sie sich so lange unter deiner Nase bewegen konnten sagt mir, dass sie sehr wohl einen Meister haben. Einen guten. Vielleicht sogar mehrere. In Cambridge kann ich mir einen Jungvampir schnappen, mein Alter ausspielen und mich zu dem Meister vorarbeiten. Sobald ich weiß, wo das Nest ist, sage ich dir Bescheid. Und wenn ich dir einen der Meister auf dem Silbertablett," Vincent hielt inne, dann schüttelte er lächelnd den Kopf, "Wenn ich dir einen der Meister liefern kann, dann tue ich das natürlich auch. Aber die Jungvampire sind für den Augenblick gefährlicher. Wenn sie außer Kontrolle geraten, dann ist es um Cambridge geschehen."
Er seufzte.
"Es... es würde mir helfen, wenn ich Beths Leichnam sehen könnte. Ihr Verletzungen... man kann das Alter eines Vampirs anhand seines Angriffsmusters feststellen, gerade bei Jungvampiren. Wenn ich weiß, wie alt sie sind, kann ich dir besser helfen, dich auf sie vorzubereiten. Die Lernkurve von Jungvampiren sieht immer ziemlich gleich aus, ich weiß also, was sie können und was sie noch nicht können, wenn ich ihr Alter kenne."

