Von der anfänglichen Runde waren nach Stunden des gemütlichen Gesprächs lediglich Aradan, Renera, Araja, Valterri und Reshli übrig, während letzterer kaum zählte, weil er die meiste Zeit schwieg und finster dreinblickte. Erst als Araja sich offenherzig von ihnen verabschiedete und eine gute Weiterreise wünschte, im Falle, dass sie sich nicht mehr begegnen würden, zeigte er immerhin eine Regung, indem er ihr grimmig hinterherstarrte.
Der Rest wünschte sich eine gute Nacht, ehe sie die restlichen Flammen löschten und sich nacheinander in ihre Zelte verzogen. Renera folgte ihnen, ehe sie sich vor ihrem Zelt noch einmal umdrehte und beobachtete, wie Aradan zurück zur Kuhle schlenderte.
Sie könnte sich zu Khil legen, die den ganzen Abend ihren unergründlichen Gedanken nachgehangen hatte und schon seit zwei Stunden fest am schlafen war und sie könnte sich auch schlafen legen. Sie fühlte sich müde, erschöpft sogar von einem irrsinnig langen Tag, der kaum enden gewollt hatte und sie brauchte den Schlaf - aber sie waren allesamt eh schon viel zu lange aufgeblieben. Der Sonnenaufgang war nur ein paar Stunden entfernt und sie wäre am nächsten Tag sowieso müde. Sie konnte auch noch ein wenig mit Aradan plaudern.
Sie dachte etwa zwei Sekunden über beide Optionen nach, ehe sie wieder vom Zelt wegging und ihm nachschlenderte. Er hatte sich in die Kuhle gesetzt und blickte in den Himmel hinauf. Sie machte extra ein paar Geräusche, als sie sich ihm näherte.
"Hey, Ara."
Sie grinste. Es war merkwürdig, ihn so zu nennen, aber es fühlte sich in dieser Umgebung richtig an, als würde der Geist von Melora sie umgeben.
Aber mehr sagte sie nicht. Sie konnte das Mondlicht in seinen blauen Augen glitzern sehen, als sie sich ihm näherte und sie lehnte sich auf den Zaun, den die Kuhle umgab. Ihr Blick schweifte von seinen Augen weg zu den schemenhaften Gestalten an den Palisaden und wenn sie sich konzentrierte - sehr kräftig konzentrierte - konnte sie fast den Fluss von Melora rauschen und die Eulen im Wald rufen hören. Dann glaubte sie ein tief verankertes Gefühl heraufzurufen, ein Gefühl von Ruhelosigkeit, als hätte sie zu jeder Zeit noch einen unerledigten Auftrag oder eine Aufgabe, um die sie vergessen hatte sich zu kümmern. Als sie wieder auf Aradan blickte, glaubte sie für den Bruchteil einer Sekunde, dass er um 20 Jahre jünger geworden war.
"Du spürst es auch, oder?", wisperte sie gerade so laut, dass es lauter als das Rauschen der entfernten Bäume war. "Den Geist von Melora? Das Dorf mag vielleicht zerstört sein, aber der Geist kann auch woanders weiterleben."
Der Rest wünschte sich eine gute Nacht, ehe sie die restlichen Flammen löschten und sich nacheinander in ihre Zelte verzogen. Renera folgte ihnen, ehe sie sich vor ihrem Zelt noch einmal umdrehte und beobachtete, wie Aradan zurück zur Kuhle schlenderte.
Sie könnte sich zu Khil legen, die den ganzen Abend ihren unergründlichen Gedanken nachgehangen hatte und schon seit zwei Stunden fest am schlafen war und sie könnte sich auch schlafen legen. Sie fühlte sich müde, erschöpft sogar von einem irrsinnig langen Tag, der kaum enden gewollt hatte und sie brauchte den Schlaf - aber sie waren allesamt eh schon viel zu lange aufgeblieben. Der Sonnenaufgang war nur ein paar Stunden entfernt und sie wäre am nächsten Tag sowieso müde. Sie konnte auch noch ein wenig mit Aradan plaudern.
Sie dachte etwa zwei Sekunden über beide Optionen nach, ehe sie wieder vom Zelt wegging und ihm nachschlenderte. Er hatte sich in die Kuhle gesetzt und blickte in den Himmel hinauf. Sie machte extra ein paar Geräusche, als sie sich ihm näherte.
"Hey, Ara."
Sie grinste. Es war merkwürdig, ihn so zu nennen, aber es fühlte sich in dieser Umgebung richtig an, als würde der Geist von Melora sie umgeben.
Aber mehr sagte sie nicht. Sie konnte das Mondlicht in seinen blauen Augen glitzern sehen, als sie sich ihm näherte und sie lehnte sich auf den Zaun, den die Kuhle umgab. Ihr Blick schweifte von seinen Augen weg zu den schemenhaften Gestalten an den Palisaden und wenn sie sich konzentrierte - sehr kräftig konzentrierte - konnte sie fast den Fluss von Melora rauschen und die Eulen im Wald rufen hören. Dann glaubte sie ein tief verankertes Gefühl heraufzurufen, ein Gefühl von Ruhelosigkeit, als hätte sie zu jeder Zeit noch einen unerledigten Auftrag oder eine Aufgabe, um die sie vergessen hatte sich zu kümmern. Als sie wieder auf Aradan blickte, glaubte sie für den Bruchteil einer Sekunde, dass er um 20 Jahre jünger geworden war.
"Du spürst es auch, oder?", wisperte sie gerade so laut, dass es lauter als das Rauschen der entfernten Bäume war. "Den Geist von Melora? Das Dorf mag vielleicht zerstört sein, aber der Geist kann auch woanders weiterleben."


