[2er RPG] 365 days. [Sohira & Lu-Chan]

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    • Christopher Carter

      "Tierärztin? Das ist ein schöner Beruf...außer das einschläfern natürlich", sprach er ehrlich darüber. Chris konnte sich Luana sehr gut als Tierärztin vorstellen. Sie ist eine einfühlsame, freundliche und liebevolle Person. Da wären die Tiere bei ihr sicher in guten Händen. Dass sie aber den Job ablehnte, nachdem sie erfuhr, dass man die Tiere auch einschläfern lassen muss, wenn es Zeit dafür war oder es gesundheitlich keinen anderen Weg mehr gab, war verständlich. Es war wie bei den Menschen: man sieht nie jemanden gerne beim Sterben zu. "Und welchen Beruf würdest du statt Tierärztin jetzt machen wollen?", wenn er ehrlich war hatten sie sich noch nie über die anderen wichtigen Dinge unterhalten. Er wusste nur von ihren Problemen, über ihren Vater, Mutter und den anderen Verwandten sowie Hannah, ihr Alter, Job als Poltänzerin und ihr Alter. Aber wer ist Luana Young wirklich?
      Dass ihr die Idee gefiel mit in den Baumarkt zu kommen, war ihm schon fast bewusst. Nur zu Hause zu bleiben und nichts machen zu können, war nicht mal ihr Ding. Soweit konnte er die blondhaarige einschätzen. Man lernte nicht nur über eine Person von dem was sie einem erzählte, sondern wie sie sich auch den ganzen Tag verhielt oder tat und auch wenn Luana es sich vielleicht nicht bewusst war, war sie in gewissen Dingen schon ein offenes Buch. Kurz schloss er die Augen um den Moment zu genießen wo sie ihm über den Bauch strich. Es kribbelte an jeder einzelnen Stelle und fühlte sich einfach nur gut an. Es war schön....niemals dachte Christopher, dass es eine Frau noch gäbe die ihm das Gefühl eines zu Hauses geben konnte und Luana war wie lange bei ihm? Ein paar Wochen? Sie schaffte vieles für was andere ein paar Monate oder Jahre bei ihm brauchen würden. Wie machte sie das bloß? Wenn er nicht aufpasste, würde die Wand von ihm immer mehr und mehr einreißen, als was Chris selbst wollte. Doch vielleicht war es bei ihr ja wert die Wand abreißen zu lassen? Chris war trotzdem über ihre kleine Bemerkung überrascht gewesen auf welche er nicht gleich eine Antwort wusste. Sie würde bei ihm Schutz suchen. Hieß doch, dass sie ihm vertraute, oder? C! Er versicherte ihr immer auf sie aufzupassen, woraufhin sie zustimmte einen Horrorfilm mit ihm anzusehen. "Gut. Gib mir dann aber nicht schuld, wenn du danach nicht schlafen kannst", lächelte er leicht vor sich her.
      Nachdem beide ihre Aufmerksamkeit wieder dem Fernseher zuwandten und sich das Pärchen küsste, legte er Luana die Hand vor ihre Augen um sie vor der nicht jugendfreien Szenen zu schützen. Er mochte es sie zu ärgern, da sie stets drauf einging anstatt sich darüber aufzuregen. "Bist du dir sicher? Was wenn sie noch einen Schritt weiter gehen? Dafür kann ich nicht garantieren", ärgerte er sie weiter, ließ aber nicht zu, dass die Hand vor ihren Augen verschwand nur um zu sehen ob sie es doch irgendwie schaffte. Luana drohte ihm woanders schlafen zu müssen wenn sie durch ihm nicht mehr ganz mitkam um was es bei dem Film überhaupt ging. "Ich kann dir gerne die Zusammenfassung liefern. Damit erspare ich dir knappe 2h des Films", lächelte er vor sich her. Sie wollte, dass er die ganze Nacht bei ihr blieb. Es war nicht das erste Mal, dass er die Nacht über bei ihr bleiben würde. Es war zwar noch etwas fragwürdig was es zu bedeuten hatte, dass sie sich geküsst haben und jedes Mal aneinander gekuschelt im Bett oder am Sofa lagen aber Chris wollte sich keine Gedanken darüber machen. In gewissen Dingen musste man lernen den Moment zu genießen anstatt alles zu hinterfragen. "wenn ich hier bleibe, kann es passieren, dass ich dich morgen früh wecke und das will ich nicht. Du sollst ausschlafen können", sprach er sanft als er ihr einen sanften Kuss auf den Kopf gab. Chris musste morgen früh raus aufgrund der Arbeit weswegen er in seinem Schlafzimmer schlafen wollte gerade um Luana nicht aufzuwecken.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Sie nickte. "Es ist ein schöner Beruf, aber das ist nichts für mich.. Ich hänge zu sehr an den kleinen Geschöpfen, um sie einzuschläfern.. Außerdem braucht man dafür einen guten Abschluss und genügend Geld für eine gute Uni", seufzte Luana. "Allein an dem Ersteren scheitert es". Die Frage danach, was sie jetzt gerne machen würde statt der Tierärztin war eine gute Frage, nur wusste sie nicht direkt, was sie darauf antworten sollte. Ihr Herz schlug für eine ganz bestimmte Sache und das war Tanzen. "Wenn ich die Möglichkeit hätte würde ich eine eigene Tanzschule eröffnen und Tanzlehrerin sein.. Ballett unterrichten und lateinamerikanische Tänze", erzählte sie Chris. Es fehlte an einigem: An einer Tanzlehrerausbildung, an dem Geld für eine Tanzschule, an einem Gebäude und vielleicht interessierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Das war nur eine Idee, ein Traum, der ein Traum bleiben würde. "Aber das ist nur ein Traum", betonte sie dazu.
      Sie würden gemeinsam einen Horrorfilm schauen, wie es aussah und Chris würde sie in den Arm nehmen, wenn es zu gruselig wurde. Am liebsten konnte er sie auch so die ganze Zeit im Arm halten, wie jetzt gerade, aber das traute sie sich nicht ihm zu sagen. Stattdessen streichelten ihre Finger weiter über den Bauch, blieben dabei über dem Oberteil. "Dann wirst du mich halt in der Nacht kuscheln müssen, wenn ich nicht schlafen kann", grinste sie dennoch frech. Ihren Vorteil wollte sie aus der Situation heraus ziehen.
      Die Hand vor ihrem Auge ließ sie wirklich kurz auflachen. Chris wollte sie nur ärgern und sie machte da vollkommen mit. Ihre Bemerkung er würde zur Strafe wo anders schlafen und nicht bei ihr blieb nicht unkommentiert. Leicht biss sich Luana auf die Lippe, sie wollte ihn hier haben, der Schlaf war so viel angenehmer, im Vergleich zu den anderen Tagen. "Es ist mir egal, ob du mich morgen früh weckst, oder nicht", ließ sie Chris wissen. "Ich kann mich einfach auf die andere Seite drehen und weiter schlafen". Sie wollte ihm keinen Druck machen, aber sie wollte ihm verdeutlichen, dass es okay war, wenn er hier blieb. "Also.. wenn du willst kannst du gerne hier bleiben". Er sollte es entscheiden, ob er es wollte, oder nicht wollte.
      Ihr Herz schlug wie verrückt, es war riskant so etwas zu sagen, aber sie sagte es, sie bot es ihm an. Das sollte ihm verdeutlichen, dass sie ihn gerne bei sich hatte. Doch den Kuss auf den Kopf nahm sie wirklich gerne an, es ließ ihr Herz noch deutlich schneller schlagen und es kribbelte in ihrer Brust.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Christopher Carter

      Am Liebsten hätte er wieder mit den Worten gekontert, was sie dabei aufhielt sich das Ganze zu finanzieren? Er könnte es ihr ohne Probleme zahlen oder sie sich das Geld von ihm nehmen um den Beruf zu erlernen, doch wenn er zurückdachte wie das Gespräch vorhin beim Essen damit geendet hatte, verkniff er sich dieses Argument. Luana würde so oder so keine Tierärztin werden, wenn sie die kleinen Tiere einschläfern musste. "Das gehört nun mal zum Lauf des Lebens, Luana. Jeder von uns muss irgendwann diese Welt verlassen. Die einen früher und die anderen später", damit wollte er natürlich das Vorgehen, die Tiere zu töten, jetzt nicht unterstützen sondern ihr nur regelrecht damit klar machen, dass es was vollkommen normales war. Nichts desto trotz stellte sich damit aber auch eine weitere Frage, welche er von ihr beantwortet habe wollte. Wenn sie die Möglichkeit gehabt hätte, welchen Weg wäre die blondhaarige gegangen statt Tierärztin? Lange ließ sie mit der Erklärung nicht auf sich warten. Eine Ballett-Tanzlehrerin und auch lateinamerikanische Tänze mit einer eigenen Tanzschule.....in seinen Augen eine schöne Vorstellung. Gefiel ihm sogar ein klein wenig besser als Tierärztin. Jedes kleine Mädchen wünschte sich Tierärztin zu werden aber Ballett und lateinamerikanische Tänze waren doch etwas was nicht jeder werden wollte. "Tanzlehrerin also, hmm? Das gefällt mir", gab er offen zu. Luana jedoch meinte, dass es nur ein Traum von ihr sei. Wie immer schrieb sie es jedoch gleich auf die schwarze Liste wie alle anderen Dinge genauso, welche sie gerne machen wollen würde. Wie Urlaub zum Beispiel. Daran glaubte sie auch nicht wirklich. Aber Christopher würde ihr das Gegenteil beweisen...er würde ihr zeigen, dass alles machbar ist wenn man es nur wollte.
      Wie er jetzt eingefahren war mit ihr einen Horrorfilm ansehen zu müssen, wusste er nicht aber würde es alleine für sie tun. Dennoch garantierte er für nichts, wenn sie in der Nacht nicht schlafen konnte. Luana ließ dieses Argument nicht unkommentiert, weshalb er bei ihren Worten wieder lächeln musste. "soll also heißen, dass du mir den Schlaf raubst, weil du nicht schlafen kannst? Ich glaube das ist keine gute Idee. Ohne Schlaf bin ich unausstehlich", dabei strich er kurz mit seiner freien Hand ihr übers Haar bevor er sie dann schon seine anderen Hand, welche er über sie gelegt hatte, die Augen verdeckte sodass sie nicht sehen konnte, dass sich das Pärchen im Film küssten. Luana ging auf das kleine Spielchen ein und drohte ihm damit woanders als bei ihr schlafen zu müssen wenn sie den Zusammenhang des Films durch gewisse Szenen verpasste. Eigentlich hatte er sowieso vorgehabt zurück in sein Schlafzimmer zu gehen um sie morgen in der Früh nicht zu wecken aber Luana schien zu wollen, dass er blieb. Im Notfall würde sie sich einfach auf die andere Seite legen und weiterschlafen. Konnte sie das überhaupt? Wenn er mal wach war, war ein erneutes Einschlafen nicht möglich....naja außer Alkohol war am Vortag im Spiel. Dann war es was anderes. Da bestimmte der innere Kater wann es Zeit wurde aus dem Bett zu steigen. "dann nehme ich dein Angebot gerne an", das tat er wirklich. Es war deutlich angenehmer und schöner gewesen neben jemanden einzuschlafen sowie am nächsten Tag wieder aufzuwachen als wenn man sich alleine hinlegte. Ganz besonders wenn es jemand war, die man gern hat.
      Chris nahm anschließend wieder die Hand vor ihren Augen weg um diesen zurück um sie herum zu legen, sodass sich beide wieder den Film widmen konnten. Schließlich hatte er diesen ausgesucht, weil sie sich mit ihm einen anschauen wollte und nicht um alles zu verpassen und mit ihm umherblödeln kann. Das konnten sie später auch noch tun. Er genoss es sogar mit ihr über banale Dinge, wie jedes normale Pärchen vermutlich, reden und scherzen zu können. Es tat gut, denn damit vergaß man für einen kurzen Augenblick alle Sorgen und Probleme welche einem auf den Schultern lasteten. Morgen würde die Welt sowieso wieder anders aussehen.


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    • Luana Young

      Sie seufzte leise. „Ich weiß, ich bin kein Kind“, murmelte Luana. Sie fühlte sich mich der Aussage ein wenig wie ein Kind behandelt, welches keine Ahnung vom Leben hat, das störte sie in dem Moment. „Aber ich weiß auch, dass ich nicht die Person sein will, die den Tieren das Licht ausknipst, deshalb kommt es nicht in Frage“. Dafür war sie nicht gemacht und viel zu emotional, mit Tieren hatte sie viel zu viel Mitleid, mehr als mit Menschen. Tierärztin war aber auch nichts mehr, womit sie sich auseinandersetzen wollte, Luana hatte mit dem Erwachsensein auch andere Träume bekommen. Tanzlehrerin zu sein gefiel Chris wohl, das gab er auch offen zu, was die Frau zum schmunzeln brachte. Es war ihr nicht möglich diesen Traum nachzugehen, allein aus dem finanziellen heraus. Außerdem sollte sie für Chris arbeiten und da gab es keine Zeit einem anderen Job nachzugehen. Und alleine die Kosten.. ganz gleich wie oft ihr Chris meinte er hätte das Geld, sein Geld dafür zu nutzen fühlte sich einfach falsch an. Es war sein Geld, nicht ihres. Luana hatte einfach kein Recht darauf es zu nehmen und damit zu tun, was auch immer sie wollte.
      Sie grinste bei dem Thema des Horrorfilmes. „Du bist nicht unausstehlich“, versicherte die Frau. Es gefiel ihr, wenn Chris ihr durch das Haar strich, wenn er ihr den Kopf streichelte. Sie mochte es auch irgendwie geärgert zu werden, von ihm jedenfalls. Was sie am liebsten hatte war Chris bei sich, vor allem in der Nacht. Es schlief sich entspannter, wenn jemand anderes dabei war und Luana fühlte sich deutlich sicherer. Ihr Herz freute sich auch darüber, dass Chris zustimmte, dass er bei ihr bleiben würde. Darüber freute sie sich vielleicht mehr, als sie sollte, aber das war okay, die Gedanken daran verbannte sie einfach aus ihrem Kopf. Sie wollte nicht darüber nachdenken, was es jetzt war, es brauchte einfach keinen Namen, es reichte aus es zu genießen.

      Es brauchte seine Zeit, bis Luana eingeschlafen war, aber irgendwann fielen ihr die Augen zu. Sie blieb die Nacht über bei Chris und blieb an ihn gekuschelt, genoss die Wärme und Nähe sehr. Es war eine deutlich ruhigere Nacht, als die zuvor, es suchten sie keine Alpträume heim und Luana konnte bis zum Wecker ganz entspannt durchschlafen. So etwas gab es für sie schon länger nicht mehr, aber umso mehr genoss sie es.
      „Guten Morgen“, murmelte sie, kaum wurde der Wecker ausgeschaltet. Widerwillig gab sie Chris frei, ließ ihn los, damit er zur Arbeit konnte. „Fahr vorsichtig“, murmelte sie noch im Halbschlaf, bevor sie die Decke über den Kopf zog und einfach weiter schlief.
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    • Christopher Carter

      Wie lange Chris bereits wach im Bett lag war schwer zu sagen. Der Film war schon lange aus und Luana, so merkte er nach einiger Zeit, war ebenfalls bereits eingeschlafen. Bei ihm wollte es nur nicht so wirklich funktionieren. Egal wie oft er die Augen schloss und versuchte all die Gedanken, welche ihm durch den Kopf schossen, nur für einen kurzen Augenblick zu verbannen, so fanden sie immer wieder den Weg zurück. Einer seiner Gedankengänge betraf Luana. Mit seiner Erklärung vorhin, dass jeder mal sterben müsste, und Luana's Bemerkung kein kleines Kind mehr zu sein, war für ihn deutlich genug gewesen um zu wissen, dass er es ja nicht böse gemeint hatte. Das war gar nicht seine Absicht. Das Letzte was er in diesen Moment wollte, war sie zu belehren. Luana wusste ganz sicher wie das Leben ablief. Das brauchte ihr keiner zu erklären. Er wollte ihr einfach nur sagen, dass nichts Schlimmes dabei gewesen wäre, wenn sie die Tiere hätte einschläfern lassen müssen. Niemand würde es ihr übel nehmen, gerade, weil es einfach zum Leben gehörte. Dennoch konnte er sie gut verstehen. Es war und wird niemals einfach sein jemanden das Leben zu nehmen. Egal ob es nun ein Tier oder einen Menschen betraf und wie alt man war. Sie gehörten zu einer Familie und war es nicht das was am Wichtigsten eines jeden sein sollte?
      Leicht hob er seine freie Hand um mit zwei Fingern über seine Augen zu streichen. Ein weiterer Versuch stand an noch etwas Schlaf zu finden bevor der Wecker neben ihm zu läuten anfangen würde. In seinem als auch im Gästezimmer hatte er jeweils einen platziert gehabt, sollte mal der Fall eintreffen, dass ein Freund, Bekannter oder was auch immer hier mal schlief, zu einer gewissen Zeit aufstehen müssen. Am Anfang dachte er eher daran, dass es unnötig sei. Heute wiederum war er dankbar dafür, denn so hat er nicht nochmals aufstehen und in sein Schlafzimmer gehen müssen um einen der kleinen Geräte zu holen. Es zeigte bereits 4.30 Uhr an. 2 Stunden blieben ihm noch übrig bevor die Nacht vorbei sein würde weshalb Christopher nochmals seine Augen schloss.
      Ob er nun wirklich geschlafen oder doch nur gedöst hatte konnte er nicht sagen aber diese 2 Stunden waren gefühlt schneller um gewesen als die restliche Nacht die er wach neben der blondhaarigen gelegen hatte. Mit seiner Hand tappste er noch schlaftrunken am Nachtkasten umher bis er den Wecker endlich erwischte und diesen ausschaltete. Sanft kuschelte er sich wieder etwas mehr an Luana, da es gerade wirklich warm und angenehm war ihre Wärme auf sich zu spüren und diese wollte er um jeden Preis gerade nicht hergeben müssen. Noch 5 Minuten, dachte er sich, konnte er neben ihr liegen bleiben doch sah es sie ein wenig anders als ein 'Guten Morgen' von ihr kam und Luana sich von ihm dadurch etwas trennte. Am Liebsten hätte er gerade protestiert und sie mit seinen beiden Armen bei sich festgehalten aber erstens musste er arbeiten fahren, was er so gar nicht machen wollte, und zweitens hatte er Angst sie dabei zu verletzen. "Guten Morgen", murmelte er vor sich hin und nahm anschließend den Arm um sie herum weg sodass sie sich wieder hinlegen konnte. Kurz sah er zu ihr rüber, als sie meinte, dass er vorsichtig fahren soll, und die Decke gleich über ihren Kopf zog. Ein sanftes Lächeln glitt ihm dabei über die Lippen. Er fuhr doch heute gar nicht selber. Sie hatten noch gar keinen neuen Wagen? Chris hatte ihn zwar bestellt aber dieser würde erst noch zur Abholung bereit gemacht werden. Nachdem er aufgestanden war, zog er noch die restlichen Vorhänge zu, sodass es schön dunkel im Zimmer wurde, und begab sich anschließend nach draußen wobei er noch die Türe hinter sich schloss. Er wollte auf keinen Fall Luana ein weiteres Mal mit irgendwelchen Geräusche wecken.


      Nach einem Anruf bei Frank, dass er ihn abholen soll, einer heißen Dusche, frischen Klamotten und einem vorbereiteten Frühstück, frischen Kaffee aber auch Teewasser in zwei unterschiedlichen Kannen, sollte Luana sich nach unten begeben, Medikamente mit einer kleinen Zettel dabei,
      Spoiler anzeigen

      Guten Morgen Luana,

      Frühstück steht für dich bereit. Kaffee als auch das Teewasser sind frisch zubereitet. Vergiss nicht auf die Medikamente, auch wenn du diese nicht unbedingt gerne nimmst. Sie helfen. Wirklich.
      Frank's Nummer hinterlasse ich dir zur Sicherheit. Er steht für dich heute den ganzen Tag bereit, solltest du doch wohin fahren müssen.
      Sollte sonst etwas sein, ruf mich an.


      Christopher

      schnappte er sich seine Unterlagen und begab sich nach draußen als sein Chauffeur ankam und ordnete ihm an ihn ins Büro zu fahren. Hätte er vielleicht zum Schluss seiner Nachricht, Liebe Grüße oder sowas dazu schreiben sollen? Chris war schon immer mies wenn es darum ging eine Nachricht zu hinterlassen.
      Es war bereits mehr als eine Woche vergangen seit er das letzte Mal dort gewesen war. Dass sein Vater oder Brian ihm dadurch einen Vortrag halten würden, war nicht ausgeschlossen, weshalb er sich innerlich schon darauf vorbereitete. In Wahrheit war es ihm aber egal. Es interessierte ihn nicht, was seine Familie von ihm hielt. Beim letzten Treffen war alles auf den Punkt gebracht worden. Wieso sich also noch irgendwelche Gedanken darüber machen? Andererseits.....Familie war Familie, oder?
      Dort angekommen, stieg er aus dem Wagen, beugte sich aber nochmals zu Frank's Fenster runter, welches er öffnete "Halten Sie sich bitte für Luana heute bereit, sollte sie wohin fahren müssen. Ich melde mich sobald ich hier fertig bin"..."verstanden, Sir", mit diesen Worten winkte er seinem Fahrer zur Verabschiedung, blickte ihm noch hinterher als dieser wieder wegfuhr und wandte sich anschließend dem Gebäude zu. Mit einem Seufzen betrat er dieses und fuhr mit dem Aufzug in sein Stockwerk um erstmal alles in sein Büro zu schaffen. "Bruderherz", kam es gut gelaunt aus Brian heraus der wohl schon erwartungsvoll vor dessen Türe stand und nur darauf wartete, dass der Jüngere endlich erschien. "Kein Interesse", wimmelte er ihn gleich ab, ging an dem Größeren vorbei um in sein Büro zu kommen und begab sich rüber zu seinem Schreibtisch. Brian dachte keine Sekunde daran ihn alleine zu lassen weshalb er selbst eintrat "Wir haben dich schon vermisst. Ich wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben aber Dad hielt mich davon ab", kam es sarkastisch aus ihm heraus "Ich hatte zu tun", kam es kühl und abweisend aus ihm heraus. Chris hatte wirklich zu tun. Und zwar sich um Luana kümmern. Während er seine Jacke über den Sessel legte und sich die Dokumente schnappte, welche er zum Meeting benötigte, merkte er nicht wie Brian immer näher zu ihm trat bis er schließlich vor ihm zum Stehen kam "zu tun, hmm?", dabei glitt ihm ein amüsantes Lächeln über die Lippen "mit deiner neuen Freundin?", lachte er "in Gegensatz zu dir, läuft bei mir wenigstens noch etwas", konterte er ihm entgegen woraufhin Brian das Lachen verging, Chris nicht weiter darauf einging, sich an ihm vorbei schlich um sich auf den Weg in den Konferenzraum zu machen wo das Meeting gleich anfangen soll.


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    • Luana Young

      Sie schlief noch ein wenig, nachdem Chris aus dem Zimmer raus war, auch wenn sie ihn gerne bei sich behalten würde. Es war schön warm, wenn er mit unter der Decke lag, doch er musste arbeiten und Luana musste dafür sorgen wieder gesund zu sein, um schnell auf die eigenen Beine zu kommen. Das lange Schlafen hatte sie noch aus ihrer Jugend übrig. Natürlich, wenn es sein musste konnte sie auch früh aufstehen, aber vor allem durch den gestörten Schlafrhythmus aufgrund der Arbeit im Club schlief sie einfach gerne etwas länger. Dazu kam es noch, dass es so still und dunkel im Haus war, da blieb ihr nur Schlafen übrig.
      Als sie irgendwann wieder die Augen öffnete war es schon früher Mittag. Durch die Schmerzen in den Rippen wurde die Frau wach, zog sich soweit hoch, wie es nur möglich war, um sich mental darauf vorzubereiten gleich aufzustehen. Es wird wehtun und dessen war sich Luana gut bewusst, deshalb nahm sie sich auch die Zeit, um letztendlich aus dem Bett zu steigen und als erstes runter zu gehen. Sie brauchte ihre Medikamente, bevor sie sich umziehen und frisch machen würde. Die Treppe war ein großes Problem, es dauerte auch mit Sicherheit gut eine Viertelstunde, bis diese erklommen war, aber dann kam Luana sich unten an und konnte sich in der Küche anlehnen, um durchzuatmen. Zu ihrer Überraschung stand schon alles bereit, Chris hatte dafür gesorgt, dass die Medikamente da waren, dass das Frühstück stand.. und er ließ ihr sogar eine kleine Nachricht zurück. Die Frau lächelte leicht in sich hinein, sie hatte nicht damit gerechnet, aber es war wirklich schön. Er musste das alles nicht tun, Chris könnte sie sich selbst überlassen und dann einfach zur Arbeit fahren, stattdessen hatte er sich viel Mühe gegeben und das schätzte Luana sehr.
      Sie fand ihr Handy und wollte dem man kurz dafür danken, dass er das für sie getan hat. ‚Danke Chris <3 ‘,schrieb sie ihm und schickte ab, noch bevor sie realisierte, dass sie das rote Herz ebenfalls dran hing. Es war nicht so, dass sie ihm das nicht schicken wollte, aber vielleicht war das ein wenig zu viel? Sie haben noch nicht darüber gesprochen, was das jetzt zwischen ihnen war und der ganze Kram.. vielleicht würde das jetzt zu viel sein. Aber es war abgeschickt und Luana konnte es nicht mehr ändern. Sie seufzte, nahm die Medikamente, um sich dem Frühstück zu widmen und einfach nicht zu sehr darüber nachzudenken, was sie da geschrieben hatte.
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    • Christopher Carter

      Chris stand schon gefühlte 5 Minuten vor der geschlossenen Türe vom Konferenzraum. Er brauchte diese nur zu öffnen, hineinzugehen, das Meeting hinter sich bringen und danach wieder nach Hause zu fahren. Mehr nicht. Mehr wurde von ihm nicht verlangt. Es klang so einfach und doch wusste der blondhaarige, dass sein Vater dahinter für die nächsten Stunden auf einen der Stühle saß und auf die weiteren Mitglieder wartete. Wenn er Glück hatte, saßen bereits andere mit ihm im Raum, somit wäre ihm ein Gespräch unter vier Augen erspart. Was aber wenn genau das nicht der Fall war? Wenn Dwayne Carter alleine da drinnen saß und nur darauf wartete, dass Chris durch diese Türe den Raum betrat? Ehrlich gesagt, war er auf jeden einzelnen Satz von ihm vorbereitet aber auch irgendwie nicht. Er wusste nichtmal ansatzweise was er sagen soll was ausreichen würde die nächsten Stunden seiner Anwesenheit zu überleben. Leicht griff er sich mit der freien Hand auf den Bauch, da ihm, umso länger er darüber nachdachte, umso schlechter wurde. Was gäbe er jetzt dafür die Entscheidung getroffen zu haben weiterhin im Bett liegen zu bleiben und sich all das hier zu ersparen? "Komm schon. Es ist dir doch vollkommen gleichgültig", sprach er zu sich selber um sich zu motivieren bevor er tief durchatmete und schließlich beschloss in den Raum zu gehen.Zu seinem Glück saßen mit seinem Vater bereits 3 weitere Männer mit am Tisch, welche er mit einem Kopfnicken begrüßte während er sich selbst auf einer der freien Plätze setzte. Seinen Vater selbst würdigte er keines Blickes. Genauso wenig wie er seinem Sohn. In den Augen andere war es sicher ein kindisches Verhalten. Ihr seid erwachsene Männer, ist das jetzt euer Ernst?, hätte man sie beide vermutlich gefragt aber Chris und sein Vater waren einfach so. Einer sturer als der andere. Für ihn gab es aber nichts mehr zu sagen was die ganze Situation verbessern würde. Seine Familie wünschte ihm den Tod und Sarah wieder zurück. Wie soll man sowas denn nicht persönlich nehmen? Das Meeting begann als die restlichen Mitglieder, einschließlich Brian, erschienen. Es dauerte geschlagene 5 Stunden. Dazwischen wurden immer wieder Pausen gemacht in denen sich Chris eine Zigarette gönnte. Eigentlich war er kein Raucher gewesen aber wenn er innerlich komplett unruhig war, dann half ihm das manchmal. Selbst als er Luana zum ersten Mal bei den Club über den Weg lief bzw. mehr auf sie wartete, hatte er sich eine angezündet. Sein Handy lag oben im Büro, da er es kaum überall mit sich schleppte somit bekam er ihre Nachricht nicht mit und so hatte er nicht mal die Möglichkeit sich bei ihr zu melden wie es ihr heute ging oder ob sie bereits wach war. Musste er das überhaupt tun? Sie waren schließlich inoffiziell kein Paar gewesen?
      Gerade als er dabei war seine Unterlagen zusammen zu räumen, welche er präsentiert hatte, und alle anderen den Raum bereits verlassen hatten, trat sein Vater an seine Seite "Christopher? Hast du eine Minute?", seine Stimme klang anders als sonst, bemerkte der blondhaarige. Eigentlich war er stets distanziert und gefühllos ihm gegenüber getreten aber heute war sie, was? Einfühlsam? Traurig? "Ich habe keine Zeit. Ich muss los", versuchte er ihn damit abzuwimmeln und als er aufstand spürte er dessen Hand auf seiner Schulter die ihn wieder zurück auf den Stuhl drückte während er neben ihm Platz nahm "Christopher, bitte", kam es schmerzhaft aus ihm heraus. Was sollte das jetzt bitte werden? Dachte er wirklich, dass Chris ihm sein Verhalten abnahm? "Was willst du, Dad?", versuchte er sein Verhalten nicht an sich ran zu lassen. Er konnte von seiner Seite aus auch gerne vor ihm weinen. Es war ihm egal. Es war ihm die letzten Jahre egal geworden. Chris hatte gelernt alleine zurecht zu kommen und das schaffte er auch. "Ich.....Ich wollte mich....", er bemerkte, dass ihm die Worte nicht einfach fielen. Während er seinen Vater im Blick behielt, sah er, wie dieser seinen Blick von seinem Sohn abwandte und sich stattdessen auf seine Finger konzentrierte. "Lass gut sein", mit diesen Worten stand er auf und begab sich rüber zur Türe um ihn alleine sitzen zu lassen, hielt aber doch inne als er seine Worte horchte "Das was ich gesagt habe oder nicht gesagt habe", verbesserte er sich "es tut mir leid. Das wollte ich nicht. Das war nicht in Ordnung", dabei sah er zu ihm hoch "Du bist mein Sohn, Christopher. Daran wird sich nichts ändern. Ich liebe dich genauso wie Brian. Ich hasse es wie es zwischen uns ist und ich weiß, dass ich nicht ganz unschuldig daran bin. Aber ich kann..."...."nicht ganz unschuldig?", kam es nun trocken und kalt aus Chris raus, welcher zu seinem alten Herren geblickt hat "nicht ganz unschuldig?", wiederholte er nochmals die Worte "soweit ich sehen kann, seid ihr alle komplett schuld daran. Ihr seid nur nicht bereit diese auf euch zu nehmen. Stattdessen ist es einfacher es von sich weg oder es jemand anderen unterzuschieben. Und da kamt ihr einfach auf mich. Derjenige der ohne Widerworte zustimmte sie abzuholen und nach Hause zu bringen. Warum hast du sie nicht damals von ihrer Freundin geholt? Warum habt ihr stattdessen mich angerufen? Wo wart ihr als eure Tochter euch gebraucht hat?", hielt er kurz inne als er dann noch eines von ihm wissen wollte "Würdet ihr mit Brian auch so umgehen, wenn er sie geholt hätte und ihm dieser Unfall passiert wäre?", für einen kurzen Moment ließ er die Worte auf ihn wirken und als er keine Antwort darauf bekam, ließ er ihn alleine im Konferenzraum sitzen, hörte aber ihn aber noch" Chris!" nachrufen und begab sich rauf in sein eigenes wo er sich auf seinem Schreibtischstuhl fallen ließ und für einen kleinen Augenblick die Augen schloss. Würde es jetzt immer so ablaufen? "Es ist dir komplett gleichgültig", sprach er erneut zu sich, öffnete wieder die Augen und nahm sein Handy in die Hand als er sah, dass es ständig aufleuchtete was auf eine Nachricht hindeutete. Luana hatte ihm eine geschickt und als er diese öffnete und las, war er doch etwas überrascht. Nicht über das 'Danke' sondern eher darüber, dass sie ihm ein....Herz geschickt hat? Luana hatte ihm wirklich ein Herz in einer SMS geschickt? Was hatte das denn jetzt zu bedeuten? Erwartete sie auch ein Herz von ihm oder ein Kusssmiley? Irgendwie wusste er gerade nicht was er darauf erwiedern soll aber innerlich wurde ihm irgendwie ganz warm ums Herz. Sie schickte ihm wirklich solch eine Nachricht. Ein sanftes Lächeln glitt wieder über seine Lippen. Vielleicht gab es ja doch jemanden dem er nicht egal war? Daher schloss er die Nachricht ohne darauf etwas zu erwiedern, ging auf seine Anrufliste und wählte Luana's Nummer um sie anzurufen. Ein paar Mal pippte es auf der anderen Leitung und als er dachte, dass er vielleicht gerade störte und auflegen wollte, hörte er das klicken "Hey", begrüßte er sie "wie geht es dir heute? Hast du gefrühstückt?". War es überhaupt richtig sie zu kontaktieren? Vielleicht wollte sie gar keine Rückmeldung von ihm?


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    • Luana Young

      Sie schaffte es irgendwie die Sachen auf die Terrasse zu bringen, um dort in Ruhe ihr Frühstück zu genießen, kaum hatte sie die Tabletten genommen. Es war toll von Chris gewesen, dass er ihr etwas vorbereitet und an sie gedacht hatte, denn sonst hätte Luana nicht gewusst, wie sie sich versorgen sollte. Sie genoss das Frühstück sehr, vor allem hatte sie sich in die Sonne gesetzt und gewartet, bis die Tabletten endlich anfingen zu wirken. Es wurde schon besser, jedenfalls besser als am Tag zuvor, aber gut war es noch nicht. Es war langsam Zeit, dass der Gips abkam.
      Als ihr Handy klingelte realisierte es Luana nicht sofort. Sie hätte nicht erwartet angerufen zu werden, doch als sie es merkte blickte sie gleich drauf, um festzustellen, dass es Chris war. Chris rief sie an? Vielleicht war das Herz doch viel zu viel?
      „Hey“, begrüßte die Frau ihn dennoch, kaum hatte sie abgehoben. Sie lächelte warm, was man an ihrer Stimme hören konnte, wollte vor allem ihre Unsicherheit verbergen. „Ich habe bis gerade eben geschlafen.. und es wird schon besser.. ich habe die Medikamente genommen.. und das Frühstück ist sehr lecker, vielen Dank dafür“, erzählte sie ihm und bedankte sich auch gleich. „Wie geht es dir? Wie war das Meeting?“. Chris war schon gestern sehr angespannt, wenn es um dieses Meeting ging und Luana interessierte es sehr, ob denn alles soweit in Ordnung war.
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    • Christopher Carter

      Chris wusste nicht ob es gerade wirklich in Ordnung war Luana anzurufen nachdem sie ihm solch eine Nachricht hinterlassen hatte. Wer weiß, vielleicht war ihr rotes Herz in dieser SMS auch nur ein Versehen gewesen? Aber wenn er so darüber nachdachte, konnte dies eigentlich nicht der Fall sein. Schließlich musste man auf die Emojis gehen um es auszuwählen also musste sie es mit Absicht gemacht haben? Aber warum sollte sie das machen? Chris hatte ihr zwar das Frühstück sowie die Medikamente hergerichtet aber für ihn war das jetzt keine große Sache gewesen. Einerseits half es ihr, sich nicht allzu sehr anstrengend zu müssen und andererseits wollte er ihr damit auch eine Freude machen. Luana hatte es mal verdient gehabt es sich gut gehen zu lassen.
      Gerade als er dachte zu stören und auflegen wollte, hörte er auf der anderen Leitung ihre Stimme als sie ihn begrüßte. Es hörte sich an als würde sie sich darüber freuen was sein Lächeln nur mehr verstärkte. Es war Irrsinn wie sehr er sich selbst freute alleine nur ihre Stimme zu hören. Hatte sie solch einen Einfluss auf ihn? Während sie weitersprach bis jetzt geschlafen zu haben, wie es ihr heute ging und, dass sie bereits gefrühstückt hatte, wofür sie sich bei ihm nochmals bedankte, merkte er wie er gefühlsmäßig etwas runterkam. Ob es nur daran lag, dass er mit ihr telefonierte und ihre Stimme hörte, wusste er nicht. Aber es half definitiv. Er war froh, dass sie es alleine runter ins Erdgeschoss schaffte. Er befürchtete schon, dass es Schwierigkeiten geben würde aber es war für sie ein gutes Training. Der Körper musste langsam wieder belastet werden um Kräfte zu sammeln. Chris warf einen kurzen Blick auf die Armbanduhr um zu sehen wie spät es bereits war. Nicht, weil er noch ein weiteres Meeting hatte sondern um zu sehen wie lange sie geschlafen hatte. Na da hat jemand den Schlaf gebraucht, schoss es ihm durch den Kopf. Aber das war gut. Er hatte sowieso ein schlechtes Gewissen gehabt, dass sie durch seinen Wecker aufgewacht war. Dennoch war es schön gewesen neben ihr aufzuwachen, auch wenn er nur 2 Stunden in etwa geschlafen hatte. Aber er war nicht alleine.
      Luana hatte ihn mit ihren nächsten Fragen wieder aus den Gedanken geholt als sie wissen wollte wie es ihm ging und wie das Meeting ablief. Danke, fantastisch. Gerade mit meinem Dad gesprochen. Es war ein voller Erfolg.....die Worte lagen ihm schon auf der Zunge doch wollte Chris sie nicht mit seinen Problemen nerven. Sie hatte schon selbst genug auf ihren Schultern zu tragen. Da brauchte sie nicht noch seine mitschleppen. "Mir geht es gut", log er stattdessen "das Meeting war gut. Wir haben den Vertrag mit Mr. Williams abschließen können", wenigstens war eines gut gelaufen heute. In seinem jetzigen Zustand wäre er gleich danach in eine Bar oder nach Hause gefahren um sich vollsaufen zu lassen und die Gefühle innerlich damit sterben zu lassen aber er hatte eine Verantwortung Luana gegenüber. Da konnte er es sich nicht leisten sich zu besaufen bis sein Kopf entweder mitteilte sich hinzulegen oder Freundschaft mit der Kloschüssel zu schließen. "Was denkst du? Fühlst du dich fit genug um ein kleinen Spaziergang zu machen?", fragte er sie anschließend wieder. Schließlich hatten sie es schon mal besprochen gehabt klein anzufangen aber nachdem es ihr gestern eher weniger gut ging als sie am Sofa erwachte, war er sich nicht sicher wie es heute war.


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      Dead but alive at the same time!"
    • Luana Young

      Es war schön, dass Chris sie anrief und wissen wollte, wie es ihr ging. So etwas hätte Luana nicht erwartet, sie war der Meinung gewesen, dass so etwas dem Mann vielleicht nicht wichtig sei, dass er sich nicht so weit für sie interessierte, umso mehr erfreute sie, dass es wohl anders zu sein schien. Es ließ ihr Herz ein wenig schneller schlagen, es ließ ihr Lächeln auf den Lippen deutlich größer werden. An so etwas könnte sie sich gerne gewöhnen, aber sie wollte es ja langsam angehen lassen, sie wusste ja nicht einmal, was das hier zwischen ihnen war.
      Chris ging es gut, wie er es sagte. Doch er brauchte ein wenig länger für seine Antwort und Luana war sich nicht so ganz sicher, ob das wirklich stimmte. Sie wollte nicht nachfragen, vor allem nicht während er noch bei der Arbeit war. Wenn er nicht darüber sprechen wollte, dann respektierte sie es einfach. "Freut mich sehr", gab sie ehrlich zu. "Also ein voller Erfolg?", fragte sie noch einmal nach und wollte Chris noch eine Möglichkeit geben mit ihm darüber zu sprechen, wenn er es wollte. Wenn nicht, dann würde sie keinen Druck ausüben, er war erwachsen und konnte selbst bestimmen, worüber er wann sprechen wollte. Doch Luana wollte ihm das Gefühl geben, dass sie da war, dass sie ihm zuhören würde, wenn er es wollte.
      Über seine Frage schmunzelte sie. "Ich wäre sowas von fit dafür mit dir spazieren zu gehen", antwortete sie direkt. "Wann wärst du zuhause?". Sie könnte sich in der Zeit frisch machen und umziehen, damit sie zusammen spazieren gehen könnten. Darüber freute sie sich schon, vor allem weil sie mit Chris etwas Zeit verbringen kann.
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    • Christopher Carter

      Eigentlich hätte er ihr die Wahrheit sagen sollen, dass es genau das Gegenteil von 'mir geht es gut' der Fall war. Es ging ihm nicht gut. Gar nicht gut und genau solch ein Zustand brachte ihn nur dazu zum Alkohol zu greifen. Chris war knapp davor es auch durchzuziehen aber Luana war der Grund es nicht zu tun. Er hatte eine gewisse Verantwortung ihr gegenüber. Sie brauchte Hilfe und war bei ihm eingezogen. Da konnte er nicht einfach betrunken zu Hause auftauchen. Zusätzlich wollte er ihr aber nicht noch mehr Probleme auf ihre Schultern legen als was sowieso schon vorhanden waren, daher zog er es vor lieber zu lügen. Ob sie es durchschaute wusste er nicht. Dafür hatte er vermutlich zu lange für seine Antwort gebraucht. Das Meeting war gut gelaufen, was er ihr ebenfalls mitteilte. Es war wirklich gut gelaufen. Chris hatte wohl die richtigen Unterlagen zur Präsentation gebracht und als sich die restlichen Mitglieder mit ihm besprachen und auch Mr. Williams alles boten, stimmte er schließlich zu. Somit war der Deal vollbracht und der blondhaarige konnte sich beruhigt zurücklehnen. Jetzt den Deal platzen zu lassen war ihm nicht mehr möglich, somit brauchte auch er keine Angst mehr haben, dass es zu einem erneuten Rücktritt kam. "Ja, zum Glück. Zuerst dachten wir, dass er uns abspringen wird aber wir hatten wohl die richtigen Argumente geliefert", dabei lächelte er selbst ein wenig. Er liebte zwar seine Arbeit und war stets stolz auf sich selbst was er immer wieder vollbrachte aber er hasste es mit den Leuten zusammen zu arbeiten mit denen er sich umgeben musste. Darunter sein Vater und sein Bruder. Sollte er sich überlegen in einem anderen Büro zu arbeiten? Er konnte so nicht weiter machen. Am Ende war es vermutlich Luana noch die die leidtragende dafür war.
      Chris wollte sich ein wenig ablenken indem er sie fragte wie es heute mit einem Spaziergang aussah. Schließlich war das doch besprochen gewesen aber wenn es ihr heute nicht gut ging, würde er es verschieben. Ihr Wohlergehen war ihm wichtiger als einmal um den Pool herum zu gehen. Luana schien dies Willkommen zu heißen weshalb sie erfreulich zustimmte fit genug dafür zu sein und wann er glaubte nach Hause zu kommen. "Ich kann mich gleich auf dem Weg machen. Von zu Hause aus kann ich die restlichen Dokumente fertig schreiben", dafür brauchte er nicht im Büro zu bleiben und umso eher hier verschwunden war, umso besser für sie alle. "Ich rufe gleich Frank an. Soll ich dir von unterwegs noch was mitnehmen?", konnte ja sein, dass sie etwas brauchte. Sie war seit längerer Zeit nicht nach draußen gekommen und irgendwann ging ja jedem mal was aus. Chris konnte nur hoffen, dass es keine Frauendinge waren, denn dann wäre er wirklich aufgeschmissen.
      Nachdem dies besprochen war, verabschiedete er sich mit "Alles klar, dann sehen wir uns gleich", bevor er auflegte und Frank's Nummer eintippte. "Frank? Sie können mich abholen kommen", gab er diesem Bescheid. "Machen Sie sich keinen Stress", teilte er ihm noch mit als dieser meinte noch etwas machen zu müssen. Chris hatte durchaus Verständnis für dessen Leben gehabt und da er sowieso nicht auf der Flucht war, konnte er dies auch ruhig erledigen. "Was ist mit deinem Wagen?", hörte er plötzlich Brian's Stimme, als dieser erneut bei ihm erschien, was ihn zu seiner Bürotüre blicken ließ "Luana brauchte ihn heute", benutzte er eine Ausrede um ihn so schnell wie möglich abzuschütteln. Dabei stand er auf und packte seine Sachen "Achja? Muss ja schwierig sein mit einem gebrochenen Arm ein verschrottentes Auto zu fahren", sprach dieser weiter was Chris Bewegungen inne hielt. "Sophie hat es mir erzählt", sprach er weiter bevor der blondhaarige seinen Blick auf ihn wandte "du meinst, du hast sie gezwungen zu erzählen wo sie war", kam es gefühllos aus ihm heraus. Und vermutlich hast du es auch bereits Mum und Dad erzählt, ging es ihm durch den Kopf. Kein Wunder, dass sein Dad dann versuchte sich zu entschuldigen. Es brachte bei allem wieder diese Erinnerungen hoch als Chris das letzte Mal einen Unfall hatte. Vermutlich sollte er sich gar nicht mehr hinters Steuer setzen wenn er mit jemanden unterwegs war um damit zu verhindern, dass die Person starb. "also wenn du jemanden umbringen willst...."..."schicke ich die Person zu dir. Denn mit dem Schwachsinn, was du ständig von dir gibst, kannst du sie ja zu Tode schwaffeln", mit diesen Worten kam Chris zu Brian um an diesen vorbei zu gehen, doch hielt der Ältere ihm am Arm fest um damit zu verhindern, dass Chris zum Aufzug gehen konnte "Sophie macht sich Sorgen um dich. Ich mache mir Sorgen um dich. Deswegen hat sie mir davon erzählt. Sie weiß was es in dir wachruft und ich genauso. Rede mit uns", kam es plötzlich einfühlsam aus ihm heraus. Verdammt nochmal, sie waren Brüder. Früher hat der Kleine doch immer mit ihm über alles gesprochen. Über seine erste Freundin, das erste Date, über die Sorgen in der Schule und was weiß er noch über was nicht alles. Doch heute konnten sie sich sozusagen nicht mal mehr riechen ohne das einem übel wurde. "Es gibt nichts zu bereden"..."Es gibt einiges zu besprechen. Die ganze Sache mit dem Unfall und Luana. Chris....bitte. Das kann nicht mal einem wie dich kalt lassen", versuchte er seinen Bruder klar zu machen. Er machte sich wirklich Sorgen um ihn. Der letzte Unfall fiel unglücklich aus und nun war ihm wieder das selbe passiert. Mit dem Unterschied, dass Luana noch lebte. Vielleicht sollte er selbst mal mit ihr reden? Chris wusste was Brian vor hatte weshalb er diese Nähe zwischen ihnen nicht aushielt. Er musste weg. Er musste hier sofort verschwinden weshalb er sich aus seinem Griff losrieß und das Treppenhaus benutzte anstatt auf den Aufzug zu warten.


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    • Luana Young

      Sie lächelte weiterhin in sich hinein, als Chris ihr davon erzählte, dass das ein wirklich gutes Meeting war. "Kannst stolz auf dich sein!", merkte Luana direkt an. Sie glaubte nicht so ganz daran, dass alles in Ordnung war, aber sie beschloss einfach gleich noch einmal zu fragen, wenn sie sich dem Spaziergang widmen werden. Dann wären sie alleine und da könnte Chris darüber sprechen ohne, dass jemand zuhörte, die Möglichkeit wollte sie ihm geben.
      "Mach in Ruhe, ich muss mich noch fertig machen", entgegnete Luana und blieb noch sitzen, weil sie den gesunden Arm brauchte, um aufzustehen. Sie wollte noch nach oben, um sich umzuziehen und frisch zu machen, soweit es mit einem Arm möglich war. "Ich brauche nichts, danke.. Ich glaube wir sollten alles da haben". Es fiel ihr jedenfalls nicht ein, was sie gebrauchen konnten, aber wenn sie ehrlich war wollte sie jetzt auch nicht die Schränke durchsuchen, das würde sie körperlich einfach nicht schaffen "Bis gleich", verabschiedete sie sich von Chris, um dann aufzulegen und kurz zu seufzen. Irgendwie rief es verschiedene Gefühle in ihr auf, aber sie beschloss wie bisher die ganze Zeit schon diese einfach nach Hinten zu drängen und sich anderen Sachen zu widmen. Sie wollte herausfinden was es nun war und das brauchte wirklich Zeit, das ging nicht einfach so.
      Luana erhob sich und brachte die Sachen in die Küche zurück, um sie in die Spüle zu stellen. Es tat ihr leid, aber sie schaffte es in ihrer Verfassung nicht das Geschirr in die Spülmaschine einzuräumen. Langsam wirkten die Medikamente, weshalb ihr das Laufen einfacher fiel, aber die Treppe war noch immer der Endgegner. So wie sie eine Viertelstunde nach unten gebraucht hatte, so brauchte sie mit Sicherheit deutlich länger, bis sie da oben ankam, aber sie kam an und stützte sich, um durchzuatmen. Nach einem Moment der Pause widmete sie sich im Bad den wichtigsten Sachen: Sie putzte ihre Zähne, bürstete die Haare und wusch ihr Gesicht. In ihrem Schlafzimmer konnte sie sich sogar irgendwie umziehen. Wie sie das geschafft hatte konnte Luana nicht wirklich sagen, aber sie war stolz auf sich, als sie es hinter sich brachte und einen Moment einfach auf dem Bett durchatmen konnte.
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    • Christopher Carter

      Eigentlich hätte er auf Frank warten sollen, welcher ihn zu Luana nach Hause fahren sollte, aber ehrlich gesagt konnte er nicht mal gerade ihr unter die Augen treten. Denn alleine ihr Aussehen mit dem Gips am Arm, ihren Verletzungen und ihrem gesamten Zustand, für was er verantwortlich war, erinnerten ihn alles. An Sarah, den Unfall und sein komplettes Leben was seither in Trümmern lag. Andere würden es nicht so sehen, weil er alles besaß: ein Haus, ein Auto, ein Job und nun eine fast Verlobte. Aber das war nicht das was Chris sich wünschte. Er wünschte sich nichts von all dem. Es zeigte ihm alles was er so sehr hasste, auch wenn er vorher meinte seinen Job zu lieben. Das hielt er nicht aus. Er konnte einfach nicht mehr, was eigentlich schwachsinnig war. Schließlich schaffte er es auch die letzten Tage und Wochen aber heute war es einfach soweit gewesen, dass er an dem Punkt ankam. Daher beschloss der blondhaarige sich selbst auf den Weg zu machen ohne auf seinen Fahrer zu warten. Aber nicht um zur Busstation zu gehen, der in sein Dorf fuhr, sondern in Richtung Stadt. Wohin ihn der Weg führen würde, wusste er nicht aber das war ihm in diesen Moment auch vollkommen egal. Es war ihm alles egal. Seine Familie, sein Job, sein eigenes Leben, Lua....Da stoppte Chris mit seinen Schritten. Luana. War sie ihm wirklich so egal? Ihre blonden Haare, ihre blauen Augen, ihr Lächeln....gerade ihr Lächeln. Das liebte er an ihr. Es zeigte ihm stets, dass es in diesen Augenblick nichts gab über was er sich Gedanken machen musste. Nur dieser einer Moment zählte. Es brachte in sein Leben ein klein klein wenig Sonnenschein.


      Brian wusste, dass es falsch war seinen Bruder in dieser Stimmung alleine gehen zu lassen. Seit langer Zeit war er nicht mehr an ihn ran gekommen, egal wie sehr er es versuchte. Chris stieß alle Menschen von sich aber nur eine Person schien wirklich zu ihm durchzudringen und zu dieser hatte er sich nun aufgemacht. Dass sein Bruder zu Hause sein würde, bezweifelte er stark. Seit er das letzte Mal auf die Uhr gesehen hatte, waren bereits 2 Stunden vergangen gewesen. Sein Bruder bevorzugte es immer nach solch einem Gespräch für eine zeitlang zu verschwinden, weshalb es seine Chance war mit Luana unter vier Augen zu sprechen. Daher parkte er den Wagen vor Chris Haus, stieg aus diesem aus und begab sich rüber zur Haustüre um die Klingel zu betätigen. Dass sie wenig erfreut über sein Erscheinen sein würde, war ihm bewusst aber in diesen Moment für ihn nicht von Bedeutung. Er war hier um mit ihr über seinen Bruder zu sprechen und
      nicht ihretwegen um einen weiteren Krieg anzuzetteln. Schließlich liefen die letzten Treffen mit ihr nicht gerade freundschaftlich ab. Aber heute war es anders. Er war der Brian, in welchen sich Sophie so verliebt hatte.


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    • Luana Young

      Chris kam nicht direkt, auch noch in der nächsten halben Stunde, oder Stunde. Er tauchte einfach nicht auf. Luana hatte ihm zwar gesagt, dass er sich nicht beeilen musste, aber er hatte ihr gesagt, dass er sich gleich auf den Weg machen wird und so langsam machte sie sich Sorgen, ob alles in Ordnung war. Vielleicht hatte er noch ein spontanes Meeting gehabt? Oder es war bei der Arbeit etwas los? Sie wusste es nicht, wollte aber auch nicht nerven, weil sie nicht wusste wie Chris es aufnehmen wird, wenn nichts los war. Die Sorge machte sich in ihrer Brust breit, unruhig empfand sich die Frau, aber sie versuchte sich abzulenken und versuchte die Treppe zum zweiten Mal hinunter zu gehen, ganz ohne Hilfe. Es klappte, auch wenn es mühselig war und auch wenn es eine Menge Kraft von Luana forderte. Dafür setzte sie sich im Wohnzimmer auf die Couch hin, atmete paar mal tief durch und blickte auf ihr Handy. Zwei Stunden waren seit dem Telefonat schon rum.
      ‚Ist alles okay, Chris?‘, schrieb sie dem Mann letztendlich, weil ihre Sorge nicht abnahm. Er würde sich doch melden, wenn er doch nicht zurück konnte, oder nicht? Er hätte ihr doch geschrieben, weil er wusste, dass sie wartet, oder nicht? ‚Ich mache mir so langsam Sorgen..‘, schrieb sie ihm noch, dann klingelte es an der Tür. Luana wirkte im ersten Moment etwas verwirrt, wer klingelte hier? Wer kam überhaupt hier her? Vielleicht hatte Chris seine Schlüssel liegen gelassen? Oder es kam schlimmer? An diesen Gedanken wollte sie gar nicht denken, weshalb sich die Frau erhob und in ihrem Tempo zu der Haustür ging, um diese zu öffnen. Es war Brian? Sofort hob Luana eine ihrer Augenbrauen an. Sie war nicht erfreut ihn hier zu sehen, weil sie ihn nicht mochte. Er sprach ständig schlecht über Chris und wollte ihm das Leben vermiesen.
      „Wir haben kein Interesse daran Bettlern zu helfen“, murmelte die Blondine und schüttelte ihren Kopf, bevor sie die Tür wieder zumachen wollte. „Verpiss Dich Brian, du bist hier nicht willkommen“, schob sie noch nach. Er war selbst an diesen wirklich herzlichen Worten schuld, seine Taten forderten genau diese Worte.
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    • Christopher Carter

      Genau wie er es sich erwartet hatte, war Luana über sein Erscheinen nicht wirklich erfreut gewesen als sie die Türe öffnete und ihn davor stehen sah. Aber das war für ihn in diesen Augenblick auch vollkommen egal. Er war wegen seines Bruders gekommen und nicht um entweder über ihn oder sie herzuziehen. Daran hatte er nun wirklich keine Interesse aber das würde sie vermutlich noch früh genug erfahren. "Danke für die Information aber zufälligerweise besitze ich ein zu Hause", kam es sarkastisch aus ihm heraus. Ihr Kommentar nahm er weder persönlich noch ließ er sich davon provozieren. Gerade als sie wieder dabei war die Türe zu schließen, legte er seine Handfläche auf diese um Luana daran zu hindern. Was das Kräftemessen betraf unterlag sie ihm eindeutig. Alleine schon wegen dem Gips, welchen sie immer noch um den anderen Arm trug. Somit würde sie oder so den Kampf verlieren. Daher war es in seinen Augen besser, wenn sie gleich nachgab. "Ich bin wegen Christopher gekommen. Ich muss mit dir sprechen, Luana", war seine Stimme immer noch ruhig aber auch jetzt ernster geworden. Wenn ihr sein Bruder wirklich wichtig war, würde sie ihm diese Bitte nicht ausschlagen, oder? Schließlich könnte sie ja meinen, dass sie es auch ohne ihn hinbekommen würde, egal um was es ginge aber das glaubte er nicht. Niemand konnte Chris alleine helfen wenn er sich in solch einen Zustand befand "Er ist von der Arbeit noch nicht nach Hause gekommen, habe ich Recht?", warum sollte sie sonst die Türe öffnen? Wenn Chris wusste wie es ihr ging, würde er sie nicht an die Türe gehen lassen. Auch wenn er meistens eine arschige Seite an den Tag legte, wusste er, dass sein Bruder nichts desto trotz auch ein kleiner Gentleman sein konnte und so wie sich beide beim Essen der Eltern unterstützt hatten, lag ihm definitiv auch etwas an ihr. Trotzdem....sich jetzt zu verhalten war einfach nicht in Ordnung. Nicht wenn er eine Verantwortung zu tragen hatte. Nach dem Tod ihrer Schwester war es ihm egal wie er sich verhielt. Er lebte alleine, daher konnte er sich seinetwegen auch ins Koma saufen, wenn es ihm danach besser ging. Aber jetzt war Luana in seinem Leben. Eine Frau und dazu auch noch welche durch den Unfall verletzt war.
      "Bitte, es dauert auch keine 5 Minuten. Danach kannst du mich immer noch vor die Türe setzen und den Müll über den Kopf schütten", Brian war der letzte Mensch auf Erden der sich flehend auf den Boden hinknien würde sodass sie seiner Bitte nachkam. Aber wenn ihm nichts anderes übrig lieb, würde er selbst das tun, sodass sie ihm zuhörte. Und er schätze sie mittlerweile so ein, dass sie ihm mit Vergnügen den Müll über den Kopf schütten wollen würde.


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    • Luana Young

      Sie wollte Brian nicht hinein lassen, wollte sich nicht mit ihm auseinander setzen, weil er es nicht verdiente. Er war bisher immer nur fies gegenüber Chris, riss dumme Sprüche und wollte ihn bei Luana schlecht reden. "Wenn du deine scheiß Hand nicht weg nimmst rufe ich die Cops und zeige dich wegen Belästigung an!", verkündete sie wütend, weil sie mit ihrem gebrochenen Arm ganz sicher nicht dagegen ankommen konnte. Doch sie hörte sich auf zu wehren, als Brian von Chris sprach. Er war wegen Chris gekommen? War mit Chris was passiert? War er deshalb hier? Ihre Sorge meldete sich wieder bei ihr, es war so ein schlimmes Gefühl in der Brust, weil sie einfach nicht wusste, was los ist.
      "Ist was passiert?", fragte die Blondine und nahm deutlich mit ihrer Energie ab. Sie gab klein bei, weil es hier um was wichtigeres ging, als darum Brian irgendwie schlecht zu reden. Es könnte immer freundlich mit ihm laufen, aber er hat anfänglich beschlossen einen Krieg anzuzetteln. Sanft schüttelte Luana ihren Kopf. "Er meinte vorhin sich auf den Weg zu machen, um nach Hause zu kommen", murmelte sie. Aber bisher war er hier nicht aufgetaucht und das bereitete ihr große Sorgen. Wenn es nach ihr ginge würde sie los fahren und ihn suchen, aber sie war nicht in der körperlichen Verfassung, um das hinzubekommen.
      Seufzend öffnete sie die Tür und ließ Brian rein. Sie wollte nicht mit ihm reden, sie hatte vor allem Angst, was er ihr sagen wird, aber diese Ungewissheit machte es auch nicht besser. Es war einfach alles doof gerade.
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    • Christopher Carter

      Jackpot! Als Brian auf den Punkt zu seinem plötzlichen Erscheinen kam, spürte er merklich wie Luana den Druck bei der Türe verringerte, welche sie ihm vor den Augen zuknallen wollte, und gleich danach fragte ob etwas passiert sei. Sozusagen, hätte er am Liebsten gleich geantwortet aber ehrlich gesagt wollte er das Alles nicht bei der Haustüre besprechen. Hier gab es zwar keine nervigen Nachbarn die mit deren Haus an Chris grenzten und mithören hätten können aber trotzdem war es nicht seine Art dies vor Haus und Riegel zu besprechen. Luana bestätigte ihm, dass sein Bruder bis jetzt nicht aufgetaucht war obwohl es wohl so besprochen wurde. "So ein Idiot", murmelte er vor sich her bevor er seufzte und sich mit der Hand durch die Haare strich. Was trieb der Kerl denn nur? Merkte er nicht welche Sorgen er damit nicht nur ihm sondern auch Luana bescherte? Selbst sein Vater hatte im Konferenzraum versucht mit ihm zu sprechen aber dabei erfuhr Brian, dass selbst da Chris die Flucht ergriffen hatte. Wieso ließ er nicht mit sich reden?
      Luana gab zu seinem Glück klein bei und ließ ihn schließlich ins Haus, was wohl erstmal Waffenstillstand zwischen ihnen heißen soll. Brian hatte nicht vor das zu missbrauchen weshalb er mit einem Nicken eintrat und sich die Schuhe auszog. Die Jacke ließ er dabei an. Schließlich versprach er nicht lange zu bleiben und dies wollte er auch einhalten. Das Haus war immer noch so sauber wie immer, wenn er dem Kleineren einen Besuch abstattete. Als er in das Wohnzimmer ging, war der einzige Unterschied zum sonstigen Erscheinungsbild, dass das Sofa zu einem Bett ausgezogen war. Wahrscheinlich für Luana, dass sie unten schlafen und sich nicht ständig nach oben quälen musste. Sophie erzählte ihm von den Verletzungen, welche Luana von dem Unfall davon getragen hatte und da Chris fast das selbe bei seinem Unfall erlitt, Sophie sich zu dieser Zeit um ihn kümmerte, hatte er in etwa eine Vorstellung davon was für Schmerzen bei jeder kleinsten Bewegung die blondhaarige wohl haben musste. "Es ist unsere Schuld, dass er nicht nach Hause gekommen ist", fing er schließlich zu sprechen an während sein Blick nach draußen auf die Terrasse gerichtet war. "Als mir Sophie von eurem Unfall erzählte und was passiert war, haben Dad und ich versucht mit Chris im Büro darüber zu sprechen aber statt das zu tun, verschwand er", dabei entglitt ihm ein erneuter Seufzer. "Uns ist durchaus bewusst, dass wir an seinem Verhalten und wie er heute ist nicht ganz unschuldig sind und deswegen habe ich versucht ihn davon abzuhalten und mir zuzuhören aber keine Chance. Obwohl wir helfen wollen, will er davon nichts wissen und das Schlimmste daran ist, dass wir es ihm nicht mal übel nehmen können", bei diesen Worten entglitt ihm ein Lacher, welcher aber eher verzweifelt aus ihm kam bevor sich Brian zu Luana umdrehte. "Chris neigt dazu seine Sorgen und Probleme mit Alkohol zu ertränken. Genau deswegen bin ich zu dir gekommen. Ich will nicht mitansehen müssen, dass er noch einmal so abstürzt aber mir sind die Hände gebunden. Du scheinst jedoch die erste Person seit langem zu sein, welche irgendwie zu ihm durchdringt. Ich weiß nicht wie du das geschafft hast aber irgendetwas scheint er in dir zu sehen um dir zu vertrauen", war er immer noch ruhig geblieben. "hat Christopher dir gegenüber denn mal irgendwas mal erwähnt? Egal was, was ihn beschäftigt?", wollte er dann schließlich von ihr wissen da er sich wirklich Sorgen um Chris machte. Wenn er schon nicht mit seiner Familie sprach, dann doch wenigstens mit Luana, oder? Schließlich waren sie ein Paar und da sie auch bereits zusammen wohnten war es doch eine ernste Sache zwischen ihnen? Und bevor er sie um Hilfe bitten konnte, musste er selbst in Erfahrung bringen wieviel sie überhaupt von allem wusste


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    • Luana Young

      Sie ließ ihn ins Haus, wenn auch nicht ganz freiwillig, aber es ging um Chris und irgendetwas schien los zu sein, weshalb Luana es wissen wollte. Sie war sich nicht ganz sicher, ob sie hören wollte, was hier los war, weil sie Angst hatte es war Chris was passiert, aber gleichzeitig wollte sie endlich ihre Sorgen beseitigen. Brian gab zu, dass es auch seine Schuld war, dass Chris nicht nach Hause kam, aber da verstand die Frau noch nicht ganz warum. Sophie hatte von dem Unfall erzählt, was nicht gut war, weil Chris ihr vertraut hatte. Leicht lehnte sich Luana gegen den Türrahmen an, ihr ging es nicht gut, aber sie ließ es sich nicht anmerken, darin war sie richtig gut geworden über die Jahre. Doch es überraschte sie, dass Chris ihr nichts davon erzählt hatte, was im Büro passiert war. Es war also doch was los, sie hatte es richtig gedeutet gehabt. „Nicht ganz unschuldig ist noch deutlich untertrieben“, merkte sie an. Sie wusste nur kleine Teile des ganzen Dramas, aber Chris beschwere sich oft genug über seine Familie und Luana war nicht blind, sie konnte den gegenseitigen Umgang deutlich sehen.
      Die nächste Information war nichts Neues für die Frau. Sie erinnerte sich noch genau an den einen Tag, an welchem sie nicht hier her kommen sollte, an welchem Chris sie betrunken geküsst hatte. Doch es war nicht ihre Angelegenheit ihm den Alkohol schlecht zu reden, er war alt genug. Doch Brian irrte sich.. Luana war nicht das, was er gerade in ihr sah, sie wurde anscheinend von Chris versetzt, er wollte nicht mit ihr über seine Probleme sprechen, sie waren zwei fremde Menschen, die hier zusammen wohnten, so wie geplant.
      Sie schwieg die komplette Zeit über, in der Brian sprach. Bei seiner Frage seufzte sie. „Er.. redet nicht viel über das, was ihn beschäftigt“, gab sie ehrlich zu. „Aber ich kann eins und eins zusammenzählen und vieles ist offensichtlich.. ich weiß auch, dass es nicht sein erster Autounfall ist, nur dass der erste tödlich verlief“. Sie senkte ihren Blick ein wenig. „Er macht sich große Vorwürfe, weil er mich nicht fahren lassen hat, wie ich es eigentlich gefordert hatte.. das war auch so abgemacht gewesen.. und ich versuche ihm deutlich zu machen, dass er für den Fehler des LKW-Fahrers nichts kann.. es hätte genauso passieren können, wenn ich am Steuer gesessen hätte“. Das hätte es wirklich und Luana sah in Chris nicht die Schuld. „Dann wäre er jetzt an meiner Stelle, aber viel würde das auch nicht ändern“. Weil es nicht seine Schuld war!
      „Aber er ignoriert mich.. ignoriert meine Nachrichten, ich bezweifle leide, dass ich an seinem jetzigen Zustand etwas ändern kann“.
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    • Christopher Carter

      Nicht ganz unschuldig ist noch deutlich untertrieben.....diese Worte waren doch etwas zu direkt und hart gewesen in seinen Augen. Er war nicht hergekommen um mit ihr über die Lebenssituation zwischen ihm und seiner Familie zu diskutieren. Daher ließ er die Meldung fürs Erste gelten. 1:0 für Luana. Deshalb erklärte er eine Situation weiter. Auch wenn er es vielleicht falsch anging oder die ganze Situation gerade ein falscher Weg war, so wusste er nicht mehr an wen er sich sonst wenden soll. Er hätte vielleicht Sophie noch um Rat fragen können oder, dass sie mit ihm sprach. Schließlich war sie auch beim letzten Unfall dabei gewesen bzw. wusste ganz genau wie es damals ablief aber seine Frau hatte schon zu genüge für ihn getan und da er der Ältere von ihnen beiden war, war es auch seine Pflicht gewesen es in die Hand zu nehmen. Da Luana mit Christopher zusammenlebte und ihm anscheinend auch einiges an ihr lag, sah er es als wichtig an auch mit ihr darüber zu reden. Brian wollte sich ein Bild davon machen wieviel Luana von Chris bis jetzt erfuhr.
      Zuerst glaubte er, dass sie abspringen und die Sache seine Sorge bleiben lassen würde aber kurz darauf ging sie doch darauf ein und erklärte, dass selbst der blondhaarige nicht mit ihr wirklich sprach was ihn beschäftigte. Einerseits war er darüber nicht wirklich überrascht gewesen. Chris war all dem ein geschlossenes Buch für alle geworden aber andererseits erhofft er sich doch, dass er wenigstens mit seiner Freundin darüber sprach. Sie waren schließlich zusammen und wie funktionierte eine Beziehung wenn man nicht offen und ehrlich war? Chris schien ihr aber etwas über den ersten Unfall erzählt zu haben. Dass dieser tödlich ausging und sie eigentlich hätte fahren sollen. Luana versuchte ihm auch gut zuzusprechen, dass es nicht seine Schuld war, was er sich trotzdem vorwarf. Dies wunderte Brian natürlich gar nicht. "Es wäre ihm vermutlich sogar lieber wenn er an deiner Stelle oder es gar vorbei wäre", sprach er leise vor sich her als sie fertig erklärte, dass Chris nicht einmal auf keinerlei ihrer Nachrichten reagierte. Dies war genauso wenig eine Überraschung. Wenn er verschwand, dann wollte er auch nicht gefunden oder kontaktiert werden. Wenn Luana's nahmen aber schon auf dem Display erschien, könne er zumindest schreiben, dass er lebte, oder?
      Brian wandte seinen Blick auf die Wohnwand zu, welche für ein Singlemann wie es Chris damals war, recht schlicht und gemütlich eingerichtet war. Dabei bewegte er sich zu einen der Glasvitrinen zu und entdeckte dabei ein Bilderrahmen, welches er ganz nach hinten gestellt hatte sodass es durch die Gläser und Dekoration verdeckt wurde. Aber er erkannte sofort um welches es sich dabei handelte. "Ihr Name war Sarah", sprach er nach einer kurzen Pause die sich zwischen ihnen aufgebaut hatte "sie war erst 14 Jahre als der Unfall geschah. Sie wurden überrascht, so wie es bei euch beiden der Fall war. Chris hatte, laut polizeilichen Bericht und der von Zeugen, keinen einzigen Fehler gemacht. Etliche Menschen auf den Straßen halfen und auch ein Krankenwagen war schnell gerufen gewesen. Doch für Sarah.....", dabei musste er selbst kurz stoppen und die Gefühle, welche hochkamen, runterschlucken. Ihr Tod nagte selbst heute noch an ihm "für sie kam jede Hilfe zu spät. Sie verstarb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Sophie erzählte mir damals, dass er und Sarah im Wagen einen Streit hatten bevor es geschah. Er sei der Meinung, wenn er sich mehr auf den Verkehr konzentriert hätte und nicht auf seine Schwester, wäre der Unfall vielleicht gar nicht zustande gekommen und sie würde heute immer noch am Leben sein", dabei drehte er sich wieder zu ihr "Sarah hat einige Zeit mit ihm hier im Haus gewohnt. Mich wundert es, dass er es noch nicht auseinander genommen hat", versuchte er die Stimmung etwas zu lockern doch wusste er, dass es keinen Sinn machte "der Gedanke alleine ein Menschenleben und das auch noch von seiner Schwester auf dem Gewissen zu haben, trieb ihn in den Abgrund. Seitdem trinkt er regelmäßig wenn er es nicht aushält. Euer Unfall dürfte die Erinnerung daran wieder verstärkt haben. Gerade als ich dachte, dass er sich halbwegs im Griff hat", dabei blickte er wieder zur Seite. "Seit dem Unfall ist unser Verhältnis auch nicht mehr das, was es einmal war. Wir gaben ihm die Schuld um mit dem Verlust nur ansatzweise klar zu kommen und bemerkten nicht was wir ihm damit eigentlich angetan haben. Wir wussten, dass er es nicht war aber"......"aber ihr habt euch damit das Leben einfacher gemacht", wurden sie von Christopher unterbrochen als dieser plötzlich hinter Luana erschien und seinen Blick auf Brian richtete. Dieser war über das Erscheinen seines Bruders komplett überrascht gewesen. Er hätte nicht gehört, dass eine Türe auf und zugemacht wurde. "Verschwinde sofort aus meinem Haus", kam es gefühllos aus ihm heraus als sein Blick weiterhin auf dem Älteren gerichtet war.

      Nachdem Chris das Büro verlassen hatte und Richtung Stadt ging, wollte er sich zuerst in einer der Bars setzen und sich volllaufen lassen, wie er es sonst immer tat um alles runter zu spülen und für einen Moment Gott und die Welt zu vergessen. Dies tat er auch, bestellte sich aber was alkoholfreies zu trinken während er an der Bar Platz nahm und die nächsten Gäste beobachtete, die hineinschneiten. Als dann sein Handy nach einer Weile anfing zu vibrieren und sie ihm 2 Nachrichten hinterließ, bekam er ein schlechtes Gewissen, wollte aber auch jetzt nicht darauf reagieren weshalb er sein Handy mit dem Display nach unten auf den Tisch zurücklegte. "Versetzt zu werden ist nie schön, was?", stand eine schlanke junge Frau mit braunen Haaren und grünen Augen im nächsten Moment neben ihm und lächelte ihn sanft zu. Chris sah zu ihr als er deren Worte horchte. Für einen kurzen Moment ließ er seine Augen über ihren Körper gleiten bevor diese zurück in ihre Augen fielen. Sich ansaufen und eine kleine Nummer. Rein und raus. Das wäre gerade der richtige Moment dafür um all seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen aber Chris wusste, dass es falsch sein würde. Erstens der Frau gegenüber die er schamlos dafür ausnutzen würde und Luana gegenüber. Auch wenn die beiden nicht wirklich zusammen waren geschweige denn er nicht genau wusste was es zwischen ihnen war, hatte er trotzdem das Gefühl gehabt sie betrügen zu würden. "Eher habe ich jemanden versetzt", mit diesen Worten holte er sein Portemonnaie raus, zahlte sein Getränk und machte sich auf den Weg nach Hause. Es dauerte zwar eine Weile, da der Bus an jeder einzelnen Station anhalten musste aber als er dann bei seinem Haus ankam und Brian's Wagen davor stehen sah, hatte er ein ganz mieses Gefühl. Was wollte sein Bruder hier? Als er die Türe aufsperrte, Luana beim Türrahmen zum Wohnzimmer lehnen stehen sah und die Stimme von Brian hörte, horchte er dessen Worte. Zuerst wusste er nicht wirklich über was sie sprachen aber bald konnte er eins und eins zusammenzählen weshalb er schließlich hinter ihr erschien und dem Älteren ins Wort fiel.


      "We are only small chess pieces in a big game.
      Dead but alive at the same time!"

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    • Luana Young

      Vermutlich hatte Brian Recht und es wäre Chris nur recht, wenn er an Luanas Stelle wäre, aber sie wollte das nicht zu sehr an sich ran lassen, weil sie darüber gar nicht nachdenken wollte. Sie hatte mit ihrer Mutter diesen Kram schon durch gemacht und es hatte ihr nichts gebracht, sie gar in einen noch schlimmeren Zustand versetzt, als sowieso schon. Luana war nicht bereit noch einer Person dabei zuzusehen, sie wollte sich deshalb nicht mit diesem Problem auseinandersetzen, sie wollte gar nicht erst daran denken. Doch Brian erzählte weiter, er erzählte ihr davon, was wirklich bei dem Unfall passiert war und wie das Chris' Leben beeinflusst hat. Dass es für den Mann der zweite solch schlimme Unfall im Leben war wusste die Blondine schon, aber es tat ihr sehr leid, als sie hörte, dass es sich um die Schwester handelte, die dabei umgekommen war. Das erklärte sehr vieles, was sie zu sehen und zu hören bekommen hatte und das es Chris mit dem zweiten Unfall natürlich sehr belastete.
      "Das tut mir sehr leid", sprach Luana ihr Mitgefühl aus. Sie hatte keine Geschwister, konnte einen solchen Verlust nicht nachvollziehen, aber sie wusste was es hieß jemanden geliebten gehen zu lassen, jemanden aus der Familie zu verlieren. Diese Leere, die hinterlassen wurde konnte keiner füllen, das war einfach unmöglich. Nur hatte sie trotz dessen kein Verständnis für das, was Chris' Familie getan hatte. Sie haben ihm die Schuld gegeben und ihm eine Last aufgedrückt, die er nicht verdient hatte. Luana merkte, dass sie beide sich deutlich ähnlicher waren, als sie meinen könnten, vielleicht zogen sie sich deshalb so an? Mit Chris hatte sie jedenfalls nicht gerechnet und zuckte zusammen, kaum war er hinter ihr aufgetaucht. Er lebte, das war schon einmal eine sehr gute Tatsache, die sie wirklich gerne zur Kenntnis nahm. "Wie ich schon sagte.. Nicht ganz unschuldig ist noch deutlich untertrieben", wiederholte Luana ihre Worte. Brian wurde aus dem Haus geschmissen, daran würde sie nichts ändern, sie würde sich ganz sicher nicht dazwischen stellen, um Chris in den Rücken zu fallen. Es war ja sehr vorbildlich von dem Älteren Chris helfen zu wollen, aber ganz unvergessen war damit nicht das, was vorher geherrscht hatte. "Ich glaube, dass die fünf Minuten um sind", merkte die Blondine noch ruhig an und musterte Brian. Es war vielleicht jetzt besser, wenn er wirklich ging. Sie musste erstmal mit diesen Worten irgendwie umgehen, sich einen Reim darauf machen, was sie jetzt tun sollte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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