Boros Krend
Das war also der Bürgermeister von Tunsey. Klein, rundlich, und die Frau bot einem wenigstens noch Saft an, der wohl nicht mit Wasser gestreckt war. Ja, wenn man einen Soldaten oder Hausherren im eigenem Hause begrüßte, bot man wohl das Beste vom Besten.
"Ja, gepriesen sei Aranis. Vorallen seien auch die Wege ihrer Soldaten gepriesen, die offenkundig besonders häufig von unsinnigen Straßensperren versperrt werden, ohne das man darin Sinn findet. Das Bier in den Gasthäusern scheint auch rar zu werden. Man streckt es mit Wasser, was die Stimmung etwas verdunkellt, und für Ärger sorgt. Ich selbst habe Abhilfe geschaffen. Es gibt wohl Lieferungen, die direkt an die Truppen gehen, zu erhöhten Preisen. Seis drum. Damit ist schluss. Jetzt liefern wir selbst das gelieferte an die Schenken. Denn auch dort speisen die Soldaten. Und auch wir Hausherren!", letzteres betonte er strenger und erhob einen Finger.
"Ich erinnere sie an eure Pflichten, Bürgermeister. Sie wollen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestallten, tun aber offenbar gern Dinge, die das Gegenteil bewerkstelligen."
Boros gab zu, das einige Soldaten sich auch nicht gerade pfleglich benommen hatten. Man möge es ihnen vergeben. Sie zogen in eine Schlacht gegen Lanzleute. Noch nie in der Geschichte Mehyves gab es einen solchen Bürgerkrieg, das das ganze Land teilte. Die Soldaten waren der Faden, und Aranis die Nadel, die in die Wunde stach - erbarmungslos. Gemeinsam würden sie sie schließen und versiegeln.
"Ich weise darauf hin, das Aranis selbst an der Schlacht teil nimmt. Auch sie wird Tunsey bald erreichen. Ich erwarte daher, das man unsere Herrscherin gebührend empfängt. Schließlich wollen wir beide nicht, das man in den gloreichen Geschichten Tunseys, dem Treffpunkt der Befreiungsarmee, von einem kleinem fetten Mann spricht, der Aranis Soldaten beleidigte. Soetwas könnte äußerst fatal enden."
Manchmal sprach Krend etwas viel. Er löcherte den Bürgermeister mit weiteren Gräultaten, die offenbar stattfanden.
Zufrieden verließ er das Haus, als er fertig war, und erwartete morgen eine völlig andere Stadt vorzufinden. Es würde sicher wieder mehr gelacht werden.
Der nächste Tag aber belehrte ihn eines besseren. Es gab überhaupt kein Bier mehr innerhalb der Stadtmauern. Die Wirte waren verärgert, verzweifelt. Soldaten wurden beschimpft. Angeblich hatte man alles konfisziert. Jeder Weinkeller, jeder Wagen mit Bierfässern, alles wurde von Truppen Mehyves zu den Lagern verschleppt und ausgeschnkt. Und man hatte NICHTS bezahlt. Irgendein Offizier meinte, das es zum Wohle der Armee und als Tribut an Aranis zu sehen wäre. Schon in einer Woche wäre die Rebellion vorüber, und das sollte auch den Handel wieder ankurbeln. Dankbar sollten die Bewohner Tunseys sein.
Krend war sauer. Er hatte so eine Ahnung. Sicher war Akkar darin verwickelt. War es nicht sein Haus gewesen, das Zaina zuflucht gewährt hatte? Folgte er Aranis etwas nicht mit ganzem Herzen? Vielleicht sollte er das der Herrscherin mitteilen, nach dem der Sieg eingefahren wurde. Wenn Haus Akkar an Gunst verlor, würde seine steigen. Nun gut, sollte es noch eine Schlacht geben. Er würde seinen Soldaten befehlen, die Fässer zurückzuholen. Undim Glauben an Aranis selbst auf Alkohol zu verzichten. Es gab hier auch schmackhaften Saft. Er würde den Soldaten halt mehr Alkohol nach dem Sieg versprechen.
Mehrere Häuser halfen Krend dann, die Transportwagen zusammenzuziehen. Haus Akkar und einige weitere behielten ihre Waren. Roman merkte schnell, was dort vor sich ging. Jeder der Bier oder Wein und andere Getränke dieser Art verkaufte, bekam Wachposten gestellt. Der Befehl lautete: Sichert die Fässer vor Konfiszierung und Raub!
Zufrieden ritt er auf seinem Pferd eine Straße außerhalb der Stadtmauer entlang, und begutachtete die Lagerplätze. Man feierte auf beiden Seiten, auf einer jedoch ohne Alkohol. Ein paar Soldaten Akkars unterhielten sich am Straßenrand, sprachen von der Angelegenheit, lachten sogar darüber. Krend ignorierte es, das man es als Streit zwischen den Hausherren betitelte. Für ihn war es eine Schlacht, und er würde sie gewinnen.
Eine Woche später in der Zentrale Ebene von Mehyve
Drei Tagesmärsche westlich vor Tunsey - Armee von Mehyve
Aranis
Es war soweit. Heute marschierten die großen Armeen beider Seiten, Mehyve und der Rebellion, in der Zentralebene auf um den Krieg, hier und heute zu entscheiden. Aranis rechnete fest mit einem Sieg. Die letzten Tagen waren äußerst interessant gewesen. Im Körper von Flora konnte sie nicht viel Wissen nutzen, weshalb sie sich weiteres von der Elfen Kasli erzählen ließ. Dennoch erwähnte Aranis, das sie selbst alte Schriften studiert hätte, die auch noch in Goldfield lagerten. Ein Schatz, den sie sich einiestages holen werden. Aranis überlegte, für Kasli in Goldfield einen Tempel zu errichten. Eine hohe Mondpriesterin, oder eine Chaospriesterin für sie als Titel und Stand.
Uzin war natürlich auch nicht begeistert. Ebensowenig war Merena glücklich darüber, das diese Elfe mal eben so einen hohen Stand und das Interesse von Aranis erwarb. Dennoch musdten sie Aranis treu dienen. Uzin würde im Palast bleiben, und seine Aufgaben erfüllen. merena begleitete Aranis als Leibpriesterin. Sie stünde ihrer Herrin selbstverständlich noch intensiver zur Verfügung als zuvor, schon um Kasli auszustechen.
Aranis thronte in ihrem Zelt, an dem auch kleinere Zelte angebaut und verbunden waren, jenes von Kasli und Merena, eine eigene Dienerschaft und verschiedene Räumlichkeiten für eine private Rückzugsmöglichkeit.
Erst gestern abend stand sie vor einem Spiegel und begutachtete sich, eine Hand lag auf ihrem Bauch, strich über diesen, die andere glitt über ihren Hals, während sie ihrer Schönheit huldigte. Es war einiges geschehen, seit der Krönung. Der König selbst war auch im Palast geblieben und bereitete bereits die vollständige Regierung vor. Er war zwar der König, aber zu Aranis hinzugewählt, und da sie auch noch Göttin war, war er ihr zweimal untergeben. Er regierte lediglich als zweite Macht und folgte daher Aranis, auch wenn er selbst Dinge ansetzen konnte. Natürlich auch in Absprache.
Er sollte sich glücklich schätzen, das er das Schlafgemacht mit einer Göttin teilen durfte, und diese Nächte niemals vergessen. Ein Fehler und sie würde ihn beseitigen lassen.
Innerlich lachte sie. Flora wäre wohl auch inn 50 Jahren noch eine Jungfer geblieben. Lächerlich dieses rumgedruckse der körperlichen Lust. Flora wurde hiermit vollständig zerstört und besiegt. Jetzt musste sie nur noch Codren erwischen. Irgendwo dadraußen lauerte sie, suchte sicher verzweifelt nach einer Lösung, aber sie würde keine finden. Die Zeit war abgelaufen, den Berserker zu bändigen, diesen auszutreiben. Aber sie würde Codrens Seele austreiben, ganz langsam und genussvoll.
Die Generäle waren alle eingetroffen, mit ihnen die Armeen. Bis auf notdürftige Verteidiger für die innere Sicherheit gab es keinen Soldaten weit und breit, der nicht hier aufmarschiert wäre.
Auch die anderen Häuser, die bekanntesten, mächtigsten und größten, so wie eine Vielzahl kleinerer Häuser, Adelsleute und jene, die sich versuchten irgendwo einen Namen zu machen und einem der Häuser beitreten zu dürfen. Sie alle waren da. Tausende Reiter, Schützen, Infanterie und auch Magiekundige.
Gerüstet erhob sich Aranis und trat vor das Zelt auf ein Podest. Sie überblickte ein Meer aus schillernden roten Rüstungen, darunter auch Weiße und gewöhnliche Materialien. Flaggen mit ihren Symbol und dem von Mehyve. Symbole der eigenen Häuser, über dessen Banner das ihre im Wind wehte. Sehr schön, genau so sollte es sein. Sie stand über allen.
Sie hob ihr Schwert und sofort wehte ihr die Euphorie der Soldaten entgegen, die ebenfalls ihre WAffen hoben, jubelten, brüllte, ihren Namen riefen, und dann wurde es still, damit sie nochmals eine letzte ansprache halten konnte.
Dann setzten sich alle Truppen in Bewegung. Sogar schweres Belagerunggerät war dabei. Die Schlacht würde etwa drei Kilometer weiter vor dem Lager stattfinden. Ihre Position war ein sanfter Hügel, der sich einige Kilometer weit erstreckte. Einige Bpsche boten Schutz für Material. Es gab kaum Felsen oder Gestrübb, das irgendwen behindern würde. Der ideale Boden einer Steppe mit Gras das bis zum oberen Stiefelschaft reichte.
Der Boden bebte mit den Schritten. Metall klimperte, schepperte. Das Rumpeln der Räder der Katapulte und Ballisten vermischte sich mit jenem der Kavallerie.
Aranis selbst saß nun auf einem pechschwarzem Hengst. Sie selbst war ebenfalls in ihrem schwarzen Kleid aufmarschiert, jenes, welches einst im strahlendem Weiß leuchtete. Ihr Blick finster und gierig, nach dem Sieg. Links und recht ritten Merena und Kasli. Sie sollten zunächst an ihrer Seite bleiben. Boten waren ebenfalls dabei, um Befehle schnell weiterzureichen. Persönlich oder mit Signalflaggen und anderen Methoden.
Es würde zunächst noch einige Stunden dauern, die Aufstellung zu perfektionnieren. Und dann sollte Vermell sein schwarzes Wunder erleben ....
Rebellionsarmee
Vermell - Vultjag
Scarlett hatte bereits angefangen am ausgemachten Zielort ihre Truppen in Stellung gehen zu lassen. Sie selbst war vom Pferd gestiegen und würde selbst zu Fuß in das Schlachtfeld stürmen. Sie würde alles gnadenlos niedermetzeln was in die Reichweite ihrer Axt käme, und sie wollte Aranis damit spalten. Es gab nur diesen einen Befehl an alle - Aranis gehörte IHR! Man sollte ihr einen Weg zu ihr freischlagen. Je eher sie Aranis bezwingen konnte, desto weniger Soldaten würden fallen. Soldaten die sich dann auch Vermell unterrwerfen sollten.
Nur eine Sache ärgerrtte sie. Es gab seit neustem auch einen König. Ein guter Schachzug von Aranis. Würde er aber ihren Prinzipchen treu bleiben, oder sich Scarletts Vorschlag anschließen? Der König war sicher kein unansehnlicher Mann, und sie würde sich als neue Königin anbieten. So bekam sie den Titel und die Herrschaft. Man musste das Schachspiel nur zu seinen Gunsten setzen.
Vultjag hatte natürlich Verstärkung geschickt. Seinen Plänen durfte die Niederlage von Vermell nicht im Wege stehen. Eine ganze Armee Reiter und eine gut ausgebildete Infanterie und einen 5000 Krieger starken Söldnertrupp, der auch nach der Schlacht noch in Mehyve für Vermell Wachhund spielen würde, unterstützten das Haus nach besten Kräften.
Somit war die zahlenmäßig unterlegene Rebellion wieder gleichauf mit Mehyve. Es war ein gewaltiger Aufmarsch. Selbst für ein Inselvolk eine riesige Ansammlung an Truppen. Beide Seite überschritten zusammen die Zweihunderttausen. Wieviele davon würden sich hier wohl als Leichen stapeln?
Vermell hätte noch weitaus bessere Chancen gehabt, wären dort nicht zwei Häuser gewesen, die Hochverrat begangen haben. Valgreesias Armee war plötzlich verschwunden. Viel Hab und Gut ebenfalls. Die Schätze. Auch Goss Truppen waren zum Großteil verschwunden. Berichte besagten, das sie in die Berge flohen, irgendwo in Camisse.
Scarlett würde sie jagen lassen. Sie würde die Camisser auffordern, alle Hölen und Stollen zu durchsuchen, den Feind rauszutreiben, wenn sie selbst nicht noch zusätzlich leiden wollten, sobald sie Mehyve beherrschte.
Und dann würde sie sich ein oder zwei Jahre neu rüsten. Junge Soldaten ausbilden lassen, um Verluste auszugleichen. Diese würden Mehyve dann intern sichern, während die richtigen Krieger an den Grenzen stehen würden. Oh ja.
Gefechtsstand Negrell
Oriel
Die Schwestern aus Haus Negrell waren ebenfalls voller Vorfreude auf jene Ereignisse, die nun geschehen würden. Ihre Truppen standen an der rechten Flanke, so wie sie es sich gewünscht hatten. Vultjag übernahm die Linke.
Haus Negrell stand Haus Krend und weiteren gegenüber. Außerdem war da noch Elosia und Barazet, und viele kleinere. Ihre Aufgabe war es, sich seitlich eine Bresche bis zu Aranis zu schlagen. Vermell stand natürlich Mittig, und Scarlett würde an forderster Front stehen, während Aranis sicher irgendwo in den hinteren Reihen lauerte.
Aber, Negrell war vorsichtig. Ihre eigenen Pläne dürften niemals in Gefahr geraten. Letzte Nacht, als beide umschlungen in iheer Schlafstelle lagen, berieten sie erneutr darüber, im geeigneten Moment die Seiten zu wechseln, sollte sich herausstellen, das Aranis den Sieg erringen kann. Dann werden sie sich zwar links durchgeschlagen haben, aber nur, um Scarlett selbst zu stellen. Vielleicht sie sogar zu Aranis zu führen. Vielleicht brächten sich beide dann gegenseitig um. Sie würden sich ergeben und auf Seiten Mehyves wechseln. Und dann werden sie den König aufsuchen. Wer würde es schon ablehnen, wenn man statt einer zwei Königinnen haben kann? Und wäre der Titel erst der ihre, und das Opfer der Zeugung getan, so könnten sie den König verschwinden lassen, und sich den Thron teilen.
Lachend waren sie eingeschlafen, friedlich, als gäbe es nichts besonderes.
Sie saßen auf Pferden und spähten zum Feind, der sich soeben daran machte, seine Stellungen auszubauen.
"Ariel, ist es nicht aufregend? Wir ziehen in eine Schlacht, an dessen Ende wir auf der Siegerseite stehen, ganz gleich, was geschehen mag. Haus Negrell ist und bleibt das Mächtigste in Meyhve. Das werden sie bald alle anerkennen müssen."
In der ferne des Ostens konnte man Bergspitzen erkennen. Dort lagerten die begehrten Schätze. Eisenrot ... Eisenweiß. Nie waren sie in den letzten acht Jahren näher an ihnen als heute. Und im Westen die Berge von Camisse. Auch ihre Schätze rückten in greifbare Nähe.
Ihre Herzen schlugen wild, ihre Blicke verträumt, und doch wachsam und klar.
Das war also der Bürgermeister von Tunsey. Klein, rundlich, und die Frau bot einem wenigstens noch Saft an, der wohl nicht mit Wasser gestreckt war. Ja, wenn man einen Soldaten oder Hausherren im eigenem Hause begrüßte, bot man wohl das Beste vom Besten.
"Ja, gepriesen sei Aranis. Vorallen seien auch die Wege ihrer Soldaten gepriesen, die offenkundig besonders häufig von unsinnigen Straßensperren versperrt werden, ohne das man darin Sinn findet. Das Bier in den Gasthäusern scheint auch rar zu werden. Man streckt es mit Wasser, was die Stimmung etwas verdunkellt, und für Ärger sorgt. Ich selbst habe Abhilfe geschaffen. Es gibt wohl Lieferungen, die direkt an die Truppen gehen, zu erhöhten Preisen. Seis drum. Damit ist schluss. Jetzt liefern wir selbst das gelieferte an die Schenken. Denn auch dort speisen die Soldaten. Und auch wir Hausherren!", letzteres betonte er strenger und erhob einen Finger.
"Ich erinnere sie an eure Pflichten, Bürgermeister. Sie wollen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gestallten, tun aber offenbar gern Dinge, die das Gegenteil bewerkstelligen."
Boros gab zu, das einige Soldaten sich auch nicht gerade pfleglich benommen hatten. Man möge es ihnen vergeben. Sie zogen in eine Schlacht gegen Lanzleute. Noch nie in der Geschichte Mehyves gab es einen solchen Bürgerkrieg, das das ganze Land teilte. Die Soldaten waren der Faden, und Aranis die Nadel, die in die Wunde stach - erbarmungslos. Gemeinsam würden sie sie schließen und versiegeln.
"Ich weise darauf hin, das Aranis selbst an der Schlacht teil nimmt. Auch sie wird Tunsey bald erreichen. Ich erwarte daher, das man unsere Herrscherin gebührend empfängt. Schließlich wollen wir beide nicht, das man in den gloreichen Geschichten Tunseys, dem Treffpunkt der Befreiungsarmee, von einem kleinem fetten Mann spricht, der Aranis Soldaten beleidigte. Soetwas könnte äußerst fatal enden."
Manchmal sprach Krend etwas viel. Er löcherte den Bürgermeister mit weiteren Gräultaten, die offenbar stattfanden.
Zufrieden verließ er das Haus, als er fertig war, und erwartete morgen eine völlig andere Stadt vorzufinden. Es würde sicher wieder mehr gelacht werden.
Der nächste Tag aber belehrte ihn eines besseren. Es gab überhaupt kein Bier mehr innerhalb der Stadtmauern. Die Wirte waren verärgert, verzweifelt. Soldaten wurden beschimpft. Angeblich hatte man alles konfisziert. Jeder Weinkeller, jeder Wagen mit Bierfässern, alles wurde von Truppen Mehyves zu den Lagern verschleppt und ausgeschnkt. Und man hatte NICHTS bezahlt. Irgendein Offizier meinte, das es zum Wohle der Armee und als Tribut an Aranis zu sehen wäre. Schon in einer Woche wäre die Rebellion vorüber, und das sollte auch den Handel wieder ankurbeln. Dankbar sollten die Bewohner Tunseys sein.
Krend war sauer. Er hatte so eine Ahnung. Sicher war Akkar darin verwickelt. War es nicht sein Haus gewesen, das Zaina zuflucht gewährt hatte? Folgte er Aranis etwas nicht mit ganzem Herzen? Vielleicht sollte er das der Herrscherin mitteilen, nach dem der Sieg eingefahren wurde. Wenn Haus Akkar an Gunst verlor, würde seine steigen. Nun gut, sollte es noch eine Schlacht geben. Er würde seinen Soldaten befehlen, die Fässer zurückzuholen. Undim Glauben an Aranis selbst auf Alkohol zu verzichten. Es gab hier auch schmackhaften Saft. Er würde den Soldaten halt mehr Alkohol nach dem Sieg versprechen.
Mehrere Häuser halfen Krend dann, die Transportwagen zusammenzuziehen. Haus Akkar und einige weitere behielten ihre Waren. Roman merkte schnell, was dort vor sich ging. Jeder der Bier oder Wein und andere Getränke dieser Art verkaufte, bekam Wachposten gestellt. Der Befehl lautete: Sichert die Fässer vor Konfiszierung und Raub!
Zufrieden ritt er auf seinem Pferd eine Straße außerhalb der Stadtmauer entlang, und begutachtete die Lagerplätze. Man feierte auf beiden Seiten, auf einer jedoch ohne Alkohol. Ein paar Soldaten Akkars unterhielten sich am Straßenrand, sprachen von der Angelegenheit, lachten sogar darüber. Krend ignorierte es, das man es als Streit zwischen den Hausherren betitelte. Für ihn war es eine Schlacht, und er würde sie gewinnen.
Eine Woche später in der Zentrale Ebene von Mehyve
Drei Tagesmärsche westlich vor Tunsey - Armee von Mehyve
Aranis
Es war soweit. Heute marschierten die großen Armeen beider Seiten, Mehyve und der Rebellion, in der Zentralebene auf um den Krieg, hier und heute zu entscheiden. Aranis rechnete fest mit einem Sieg. Die letzten Tagen waren äußerst interessant gewesen. Im Körper von Flora konnte sie nicht viel Wissen nutzen, weshalb sie sich weiteres von der Elfen Kasli erzählen ließ. Dennoch erwähnte Aranis, das sie selbst alte Schriften studiert hätte, die auch noch in Goldfield lagerten. Ein Schatz, den sie sich einiestages holen werden. Aranis überlegte, für Kasli in Goldfield einen Tempel zu errichten. Eine hohe Mondpriesterin, oder eine Chaospriesterin für sie als Titel und Stand.
Uzin war natürlich auch nicht begeistert. Ebensowenig war Merena glücklich darüber, das diese Elfe mal eben so einen hohen Stand und das Interesse von Aranis erwarb. Dennoch musdten sie Aranis treu dienen. Uzin würde im Palast bleiben, und seine Aufgaben erfüllen. merena begleitete Aranis als Leibpriesterin. Sie stünde ihrer Herrin selbstverständlich noch intensiver zur Verfügung als zuvor, schon um Kasli auszustechen.
Aranis thronte in ihrem Zelt, an dem auch kleinere Zelte angebaut und verbunden waren, jenes von Kasli und Merena, eine eigene Dienerschaft und verschiedene Räumlichkeiten für eine private Rückzugsmöglichkeit.
Erst gestern abend stand sie vor einem Spiegel und begutachtete sich, eine Hand lag auf ihrem Bauch, strich über diesen, die andere glitt über ihren Hals, während sie ihrer Schönheit huldigte. Es war einiges geschehen, seit der Krönung. Der König selbst war auch im Palast geblieben und bereitete bereits die vollständige Regierung vor. Er war zwar der König, aber zu Aranis hinzugewählt, und da sie auch noch Göttin war, war er ihr zweimal untergeben. Er regierte lediglich als zweite Macht und folgte daher Aranis, auch wenn er selbst Dinge ansetzen konnte. Natürlich auch in Absprache.
Er sollte sich glücklich schätzen, das er das Schlafgemacht mit einer Göttin teilen durfte, und diese Nächte niemals vergessen. Ein Fehler und sie würde ihn beseitigen lassen.
Innerlich lachte sie. Flora wäre wohl auch inn 50 Jahren noch eine Jungfer geblieben. Lächerlich dieses rumgedruckse der körperlichen Lust. Flora wurde hiermit vollständig zerstört und besiegt. Jetzt musste sie nur noch Codren erwischen. Irgendwo dadraußen lauerte sie, suchte sicher verzweifelt nach einer Lösung, aber sie würde keine finden. Die Zeit war abgelaufen, den Berserker zu bändigen, diesen auszutreiben. Aber sie würde Codrens Seele austreiben, ganz langsam und genussvoll.
Die Generäle waren alle eingetroffen, mit ihnen die Armeen. Bis auf notdürftige Verteidiger für die innere Sicherheit gab es keinen Soldaten weit und breit, der nicht hier aufmarschiert wäre.
Auch die anderen Häuser, die bekanntesten, mächtigsten und größten, so wie eine Vielzahl kleinerer Häuser, Adelsleute und jene, die sich versuchten irgendwo einen Namen zu machen und einem der Häuser beitreten zu dürfen. Sie alle waren da. Tausende Reiter, Schützen, Infanterie und auch Magiekundige.
Gerüstet erhob sich Aranis und trat vor das Zelt auf ein Podest. Sie überblickte ein Meer aus schillernden roten Rüstungen, darunter auch Weiße und gewöhnliche Materialien. Flaggen mit ihren Symbol und dem von Mehyve. Symbole der eigenen Häuser, über dessen Banner das ihre im Wind wehte. Sehr schön, genau so sollte es sein. Sie stand über allen.
Sie hob ihr Schwert und sofort wehte ihr die Euphorie der Soldaten entgegen, die ebenfalls ihre WAffen hoben, jubelten, brüllte, ihren Namen riefen, und dann wurde es still, damit sie nochmals eine letzte ansprache halten konnte.
Dann setzten sich alle Truppen in Bewegung. Sogar schweres Belagerunggerät war dabei. Die Schlacht würde etwa drei Kilometer weiter vor dem Lager stattfinden. Ihre Position war ein sanfter Hügel, der sich einige Kilometer weit erstreckte. Einige Bpsche boten Schutz für Material. Es gab kaum Felsen oder Gestrübb, das irgendwen behindern würde. Der ideale Boden einer Steppe mit Gras das bis zum oberen Stiefelschaft reichte.
Der Boden bebte mit den Schritten. Metall klimperte, schepperte. Das Rumpeln der Räder der Katapulte und Ballisten vermischte sich mit jenem der Kavallerie.
Aranis selbst saß nun auf einem pechschwarzem Hengst. Sie selbst war ebenfalls in ihrem schwarzen Kleid aufmarschiert, jenes, welches einst im strahlendem Weiß leuchtete. Ihr Blick finster und gierig, nach dem Sieg. Links und recht ritten Merena und Kasli. Sie sollten zunächst an ihrer Seite bleiben. Boten waren ebenfalls dabei, um Befehle schnell weiterzureichen. Persönlich oder mit Signalflaggen und anderen Methoden.
Es würde zunächst noch einige Stunden dauern, die Aufstellung zu perfektionnieren. Und dann sollte Vermell sein schwarzes Wunder erleben ....
Rebellionsarmee
Vermell - Vultjag
Scarlett hatte bereits angefangen am ausgemachten Zielort ihre Truppen in Stellung gehen zu lassen. Sie selbst war vom Pferd gestiegen und würde selbst zu Fuß in das Schlachtfeld stürmen. Sie würde alles gnadenlos niedermetzeln was in die Reichweite ihrer Axt käme, und sie wollte Aranis damit spalten. Es gab nur diesen einen Befehl an alle - Aranis gehörte IHR! Man sollte ihr einen Weg zu ihr freischlagen. Je eher sie Aranis bezwingen konnte, desto weniger Soldaten würden fallen. Soldaten die sich dann auch Vermell unterrwerfen sollten.
Nur eine Sache ärgerrtte sie. Es gab seit neustem auch einen König. Ein guter Schachzug von Aranis. Würde er aber ihren Prinzipchen treu bleiben, oder sich Scarletts Vorschlag anschließen? Der König war sicher kein unansehnlicher Mann, und sie würde sich als neue Königin anbieten. So bekam sie den Titel und die Herrschaft. Man musste das Schachspiel nur zu seinen Gunsten setzen.
Vultjag hatte natürlich Verstärkung geschickt. Seinen Plänen durfte die Niederlage von Vermell nicht im Wege stehen. Eine ganze Armee Reiter und eine gut ausgebildete Infanterie und einen 5000 Krieger starken Söldnertrupp, der auch nach der Schlacht noch in Mehyve für Vermell Wachhund spielen würde, unterstützten das Haus nach besten Kräften.
Somit war die zahlenmäßig unterlegene Rebellion wieder gleichauf mit Mehyve. Es war ein gewaltiger Aufmarsch. Selbst für ein Inselvolk eine riesige Ansammlung an Truppen. Beide Seite überschritten zusammen die Zweihunderttausen. Wieviele davon würden sich hier wohl als Leichen stapeln?
Vermell hätte noch weitaus bessere Chancen gehabt, wären dort nicht zwei Häuser gewesen, die Hochverrat begangen haben. Valgreesias Armee war plötzlich verschwunden. Viel Hab und Gut ebenfalls. Die Schätze. Auch Goss Truppen waren zum Großteil verschwunden. Berichte besagten, das sie in die Berge flohen, irgendwo in Camisse.
Scarlett würde sie jagen lassen. Sie würde die Camisser auffordern, alle Hölen und Stollen zu durchsuchen, den Feind rauszutreiben, wenn sie selbst nicht noch zusätzlich leiden wollten, sobald sie Mehyve beherrschte.
Und dann würde sie sich ein oder zwei Jahre neu rüsten. Junge Soldaten ausbilden lassen, um Verluste auszugleichen. Diese würden Mehyve dann intern sichern, während die richtigen Krieger an den Grenzen stehen würden. Oh ja.
Gefechtsstand Negrell
Oriel
Die Schwestern aus Haus Negrell waren ebenfalls voller Vorfreude auf jene Ereignisse, die nun geschehen würden. Ihre Truppen standen an der rechten Flanke, so wie sie es sich gewünscht hatten. Vultjag übernahm die Linke.
Haus Negrell stand Haus Krend und weiteren gegenüber. Außerdem war da noch Elosia und Barazet, und viele kleinere. Ihre Aufgabe war es, sich seitlich eine Bresche bis zu Aranis zu schlagen. Vermell stand natürlich Mittig, und Scarlett würde an forderster Front stehen, während Aranis sicher irgendwo in den hinteren Reihen lauerte.
Aber, Negrell war vorsichtig. Ihre eigenen Pläne dürften niemals in Gefahr geraten. Letzte Nacht, als beide umschlungen in iheer Schlafstelle lagen, berieten sie erneutr darüber, im geeigneten Moment die Seiten zu wechseln, sollte sich herausstellen, das Aranis den Sieg erringen kann. Dann werden sie sich zwar links durchgeschlagen haben, aber nur, um Scarlett selbst zu stellen. Vielleicht sie sogar zu Aranis zu führen. Vielleicht brächten sich beide dann gegenseitig um. Sie würden sich ergeben und auf Seiten Mehyves wechseln. Und dann werden sie den König aufsuchen. Wer würde es schon ablehnen, wenn man statt einer zwei Königinnen haben kann? Und wäre der Titel erst der ihre, und das Opfer der Zeugung getan, so könnten sie den König verschwinden lassen, und sich den Thron teilen.
Lachend waren sie eingeschlafen, friedlich, als gäbe es nichts besonderes.
Sie saßen auf Pferden und spähten zum Feind, der sich soeben daran machte, seine Stellungen auszubauen.
"Ariel, ist es nicht aufregend? Wir ziehen in eine Schlacht, an dessen Ende wir auf der Siegerseite stehen, ganz gleich, was geschehen mag. Haus Negrell ist und bleibt das Mächtigste in Meyhve. Das werden sie bald alle anerkennen müssen."
In der ferne des Ostens konnte man Bergspitzen erkennen. Dort lagerten die begehrten Schätze. Eisenrot ... Eisenweiß. Nie waren sie in den letzten acht Jahren näher an ihnen als heute. Und im Westen die Berge von Camisse. Auch ihre Schätze rückten in greifbare Nähe.
Ihre Herzen schlugen wild, ihre Blicke verträumt, und doch wachsam und klar.
Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück
