spellbound. (earinor & akira)

    • "Eben. Du musst dich vor mir wirklich nicht rechtfertigen", entgegnete er Rain. Wenn einer von ihnen beiden dem jeweils anderen etwas zu sagen hatte, dann war es schlussendlich er, der nicht mehr konnte, außer um Vergebung zu winseln, nachdem er einen Fehler begangen hatte. Allerdings war auch das hier nicht so, wie im Palast des Königs. Während man sich dort gar nicht in seine Nähe traute, außer man hatte den Befehl ihn auszupeitschen, zu schlagen, oder zu brechen, war all das hier anders - selbst, wenn Rains Bedienstete wohl oder übel nicht wussten, was sie mit ihm anzufangen hatten, wie sie sich in seiner Nähe benehmen sollten und was am Besten wäre, damit er nicht schlussendlich über sie herfiel, war ihm auch das egal. Solange er bei seinem Lamm bleiben konnte war der Rest der Welt vollkommen egal - genau genommen kümmerte es ihn auch gar nicht, was alle anderen darüber dachten, wenn er Rain näher kam als er sollte, oder wenn schlussendlich doch jemand herausfinden würde, dass sie sich ein Bett teilten. Womöglich sollte er dem Blonden doch etwas Privatsphäre ermöglichen, aber allein der Gedanke, in einem Raum eingesperrt zu sein, widerte Nayantai an - auch, wenn es dieses Trauma zu überwinden galt, konnte er das überhaupt? "Können wir später ... etwas versuchen?" Mehr, als eine Panikattacke wäre wohl auch nicht der Fall, oder?

      "Das freut mich, wirklich", versicherte der Wolf dem Schaf. Schlussendlich waren sie noch immer Feinde, die sich eigentlich nicht umeinander zu kümmern hatten, aber aus irgendeinem Grund war all das nun einmal so, wie es nun war - sie verstanden sich, zu gut, um wahr zu sein und irgendwann - egal wie - würde auch das wieder vorübergehen. Würde Nayantai sich seinen Weg zurück nach Thria bahnen, dann wäre Rain eine verblassende Erinnerung, die für immer eben das bleiben würde. Entweder, der Blonde hätte sein Leben bereits gelassen, wenn der Wolf seinen Weg zurück nach Fhaergus fand, oder aber, er war derjenige der ihn alleine ließ und nie wieder zu ihm zurückkehrte. "Es gefällt dir? Nur der Blick, oder meine Aufmerksamkeit?", fragte er, belustigt darüber, das Rain anscheinend auch etwas von ihm wollte. Wäre es nicht bequemer, säße er auf seinem Schoß? Vielleicht in seinem Zimmer, aber nicht in einem Speisesaal, in dem Privatsphäre unmöglich war. "Guten Appetit", sprach der Wolf, der all das ihm vorgesetzte Essen in moderatem Tempo einnahm - er wollte einigermaßen zivilisiert wirken, aber der Hunger machte ihn irgendwo verrückt. "Weißt du, ich mag es, wenn du mir Aufmerksamkeit schenkst. Etwas zu sehr."
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Rain verstand nicht gänzlich was er nun nicht musste, aber es war auch egal, es hatte bestimmt damit zu tun, dass er sich gerade erklärt hatte, was die Lügen betraf. Er lächelte einfach nur und nickte, fragte sich aber auf einmal, ob sein Lächeln immer echt war. Wenn er in Nayantais Nähe war, dann war es das Meistens schon, er überspielte höchstens seine Unsicherheit mit einem Lächeln, das dann nicht mehr ganz so ehrlich war. Wenn man ihn allerdings fragte wie es ihm ging, dann bewegten sich seine Mundwinkel schon ganz automatisch nach oben, um niemanden zu alarmieren. Wie ein normales Leben wohl gewesen wäre? Wie sein Vater ihn wohl behandelt hätte, wenn er nicht so schwach und nutzlos wäre? Wie oft hatte er sich das schon gefragt, ohne je eine Antwort erwarten zu können? Aber genug davon, er ließ sich lieber von Nayantai von all dem ablenken. "Natürlich.", erwiderte Rain auf Nayantais Frage, ohne zu wissen worum es eigentlich ging. "Willst du mir sagen was?" Er erwartete keinen Argwohn, also warum sollte er auch ablehnen?

      Rain sah auf seinen Teller, auch wenn er gute Laune hatte, ließ sein Appetit zu wünschen übrig und ihm fehlte die Motivation zu kauen, was an sich ein sehr seltsames Gefühl war. Er hatte nach einem Bissen genug von dem Fleisch und widmete sich stattdessen den Kartoffeln. Er zerteilte sie vermutlich unnötig klein, bevor er ein paar Bissen davon aß, er konnte sein Versprechen genau so viel zu essen wie der Wolf wohl nicht halten. Bei ihm schien der Appetit zu wachsen, seit er sich körperlich betätigte, das war gut und irgendwo auch Rains Ziel gewesen. Der Blonde legte seine Gabel auf seinen Teller und sah erneut zu Nayantai auf, die Wangen immer noch gerötet. Er hatte wohl nicht aussprechen müssen, was er sich gedacht hatte, der Wolf wusste es dennoch und jetzt wo er es laut hörte, war es ihm noch peinlicher. "Also ich... Beides... schätze ich...", stammelte er vor sich her und wollte dann doch lieber damit beschäftigt sein zu Kauen, als in peinlichem Schweigen neben dem Wolf zu sitzen. Erneut blickte er mit einem leichten Lächeln zu dem Wolf auf, der das Essen in sich hinein schaufelte. "Tut mir Leid, dass das in letzter Zeit etwas kürzer ausgefallen ist."
    • Was genau war Rain für ihn? Liebte er ihn, oder liebte er lediglich die Dinge, die er für ihn tat? Gab es etwas, das Nayantai vergaß, gab es etwas, das er nicht verstand oder war all das lediglich seine eigene Einbildung, seine Vergesslichkeit und ein Haufen von Fragen, den er sich ohne triftigen Grund stellte? Wonach sehnte er sich, wenn nicht der Wahrheit über sich selbst und was war es, wenn nicht die Fragen, die er sich immer öfter stellte, die ihn langsam aber sich zerfraßen und in seine Einzelteile zerlegten? Nayantai wusste, dass nichts für die Ewigkeit hielt, aber genau so gut wusste er, dass er nicht für immer leben konnte - dass die Wahrheit nicht mehr als Schmerz mit sich brachte, Schmerz den er nicht ganz verstand und doch ergründen wollte. War es denn so schwer verstehen zu wollen, oder war es - egal was er versuchte - einfach nur ein Desaster, das nicht verstanden werden konnte? "Ich zeige es dir später", gab der Wolf von sich, der beinahe schon bestimmt darüber wirkte, dass er etwas ausprobieren wollte, wovon Rain nichts wissen durfte - zumindest noch nicht. Wieso zwang er sich auch selbst zu solchen Dingen? Einfach, weil er sie ausprobieren wollte - weil er glaubte, über seinen eigenen Schatten springen zu können oder weil er sich und Rain etwas zu beweisen hatte?

      Schmeckte Rain sein eigenes Essen nicht? Nayantai traute sich nicht, nachzufragen, aber schließlich machte all das irgendwo Sinn - nicht umsonst war der blonde eine zierliche, zerbrechliche Gestalt mit wenig Fleisch auf den Knochen und nicht umsonst fühlte Nayantai sich, jetzt wo er sich körperlich betätigte, so an, als wäre er wirklich hungrig - als bräuchte er die Energie, die er vor wenigen Tagen noch nicht aufzuwenden hatte. Kein Wunder, dass Rain - der sich gar nicht erst so anstrengen sollte - keinen weiteren Hunger oder ähnliche Dinge verspürte. Schlussendlich hatten sie sich beide damit abzufinden, auch, wenn der Wolf dem Lamm nicht unbedingt dabei zusehen wollte, wie es sich allein in seine eigene Verderbnis stürzte. "Beides?", fragte er, um seine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, bevor er den beinahe leeren Teller von sich selbst schob - auch er konnte nicht all das Essen zu sich nehmen, das ihm aufgetischt wurde. Nayantai streckte sich, stand schließlich auf und schüttelte den Kopf. "Mach dir keine Sorgen ... um. Ich würde gerne ein Bad nehmen, bevor ich irgendetwas anderes tue. Möchtest du mitkommen?" So, wie er sich jetzt fühlte, konnte er sich kaum in ein Bett fallen lassen, vor allem nicht in das von Rain, nachdem dieser wohl oder übel lieber einen nach Veilchen duftenden Wolf hatte. "Ich will dich nicht schon wieder alleine lassen."
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    • "Okay in Ordnung.", erklärte Rain lächelnd, er war auch nicht allzu neugierig und würde früh genug erfahren, was Nayantai vor hatte. Für den Moment stocherte er noch ein wenig in seinem Essen herum und gab sich sogar noch einmal einen Ruck, als er beobachtete wie Nayantai den Teller kritisch musterte, der beinahe noch voll war. Der Wolf hatte selbst nicht ganz aufgegessen, aber er aß wesentlich mehr als noch Tage zuvor und das reichte Rain, wenn er nun selbst noch sein Versprechen halten konnte... Er zwang sich zumindest das Gemüse aufzuessen und schob den Rest auf dem Teller so herum, dass es so aussah als hätte er mehr gegessen. Was sich gerade in seinem Magen befand war schon mehr als üblich, das musste reichen, auch wenn Rain sich fragte, warum es ihm so schwer fiel zu essen, das war immerhin eine ganz natürliche Sache, die jeder Mensch tat und tun musste. Verglich er allerdings die Menge an Essen die er zu sich genommen hatte, als Nayantai noch nicht hier war, dann stellte er sich gerade gar nicht so schlecht an, es hatte Tage gegeben, an denen er sich mit ein wenig Wasser und ein paar Bissen Brot begnügt hatte, an dem er auch nur geknabbert hatte, damit man ihn in Ruhe ließ.

      "Mhm. Ich schätze ich hätte nie gedacht, dass mich jemals jemand so ansieht...", murmelte Rain und schob sein Essen von einer Seite des Tellers zur anderen, ohne den Wolf dabei anzusehen. Das Gespräch war ihm bereits peinlich genug. Auch wenn all das was sie taten aus so vielen Gründen falsch war, wie oft würde Rain noch jemanden treffen, der mehr in ihm sah, als einen kranken Jungen, der nichts auf die Reihe brachte? Er war sich schon lange bewusst, dass er niemals heiraten würde, dass er seinen Namen verraten würde und die Linie seines Vaters mit Rain endete, er war eine Enttäuschung und selbst jemanden wie Nayantai gefunden zu haben konnte daran nichts ändern. Ihre Bekanntschaft war flüchtig, wenn auch schön, so lange er hier blieb, aber mehr war es nicht. Ein verrücktes letztes und einziges Abenteuer für den sterbenden Sohn des Fürsten von Fhaergus, nutzte er ihn nur aus? Rain legte die Gabel weg und sah Nayantai an, als dieser erneut das Wort ergriff. Er wusste gar nicht, wie er die Frage beantworten sollte, aber wie jeden Abend stand bereits ein Bad für Nayantai bereit, sollte er sich nach der Arbeit waschen wollen. "Mich alleine lassen?", wiederholte Rain verwirrt, wenn hier irgendjemand den anderen alleine gelassen hatte, dann war das Rain gewesen. Er hatte Nayantai fort geschickt zu all den Arbeiten und um in seinem eigenen Zimmer zu schlafen. Da sich das aber nun erledigt hatte, sprach wohl nicht viel dagegen Nayantai zu begleiten und doch war Rain auf einmal wieder nervös, als hätten sie nicht schon einmal zusammen in der Badewanne gesessen, allein bei dem Gedanken wurde er rot. Er legte seinen Kopf schief und nickte mit einem leichten Lächeln, zu mehr fühlte er sich gerade nicht im Stande. War das denn überhaupt so eine gute Idee? Nayantai schien sich immer etwas seltsam zu fühlen, wenn die warme Luft seinen Kreislauf durcheinander brachte und das letzte Mal hatten sie sich danach gestritten, weil Rain nichts versprechen wollte, das er nicht halten konnte und in Wahrheit auch gar nicht wollte. Er wollte hier nicht weg, er hatte Angst es zu versuchen und im Endefekt war Fhaergus seine Heimat, die er nicht im Stich lassen wollte.
    • Gespenster der Vergangenheit holten einen früher oder später ein - es war ja ohnehin nicht so, dass man sich in seinem Leben nichts aussuchen konnte, nein. Nayantai wusste zu gut, dass all das hier keinen tieferen Sinn hatte - es war passiert, weil es irgendwem passieren musste und schlussendlich war es egal, wer es war oder wer es später noch sein würde, die Wölfe hatten diesen endlosen, sinnlosen Krieg verloren und es war gar nicht mehr wichtig, wieso oder weswegen es passiert war, so lange man es irgendwo, irgendwie begründen konnte. Nun saß er hier, ohne grundsätzliche Erinnerungen an das Geschehene, an einem Tisch mit einem Lamm, das gar nicht wusste, wie die Welt dort draußen war - das keinerlei Ahnung davon hatte, dass es auf dieser Welt so viel mehr als die Geborgenheit gab, die einem die eigenen vier Wände spendeten. Nayantai wusste, dass er nicht hierbleiben konnte, aber jeder Blick den er in Rains Richtung gleiten ließ machte es so absurd schwer, seine Augen wieder abzuwenden und sich einzugestehen, dass er noch immer der Kronprinz eines sterbenden Volkes war, das alsbald nicht mehr als Asche wäre. Was würde Rain tun, wenn er erst nur mehr eine Erinnerung an vergessene Zeiten war? War es denn wirklich wichtig, ob sie sich beide in zehn oder zwanzig Jahren noch aneinander erinnern konnten?

      "Wieso nicht? Auch mich nicht? Ich kann dir garantieren, dass ich dich kaum anders ansehen kann", lachte der Wolf erfreut. Wieso versuchte er so zwanghaft, sich an den Blonden zu binden, der eigentlich gar keine Verbindung zu einem wilden Monster wie ihm aufbauen sollte? War es denn überhaupt rechtens, sich erst in Rains Nähe aufzuhalten, oder war all das lediglich das Ende einer Geschichte, die Nayantai gar nicht kennen wollte, obwohl es seine eigene war? Rain würde zerfallen, zu Asche und Staub, ineinander sinken und nur mehr eine ferne Erinnerung sein, kaum verließ er diesen Ort - und er, er wäre nicht mehr als einer von tausenden Leichen, die den sonst so weißen Schnee in ein kräftiges Rot färbten. "Ja, ich ... war immer nur mit arbeiten beschäftigt und du warst krank. Ich ... möchte dich nicht wieder irgendwie herumsitzen lassen, weißt du? Mir wäre es lieber, wenn ich Zeit mit dir verbringen kann, egal wie." Ehrlichkeit zeichnete ihn noch immer aus, auch, wenn er anfangs gar nicht geglaubt hatte, dass er Rain in einem Stück lassen würde - dass er dafür zu schwach war, war allerdings von vorne herein klar gewesen. Beinahe, als hätte er Angst davor, von einem der Bediensteten gesehen zu werden, griff er nach Rains Hand und drückte diese leicht, bevor er sie wiederum losließ und mit seinem Kopf in Richtung Tür deutete. "Du musst nicht, wenn du nicht möchtest." Ob ihm die heiße Luft wieder zu Kopf steigen würde, war eine ganz andere Frage - und Nayantai hoffte lediglich, dass sie ihn ermüden ließ.
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    • "Ich... ähm... naja, sagen wir einfach, ich habe eigentlich schon mit so einem Leben... abgeschlossen. Du bist ja aber auch der erste Besucher seit... mh... bestimmt vier Jahren, wenn nicht länger.", erklärte Rain mit einem schwachen Lächeln. Niemand wurde mehr hier her eingeladen, aber Rain konnte auch nicht behaupten, jemals gute Kontakte zu den Lords und Ladies seines Alters gehabt zu haben, mit Ausnahme des Fürsten von Wezette, aber ob er mit ihm ein Gespräch unter vier Augen gewagt hätte, war eine andere Frage. Es war nicht so, dass er zu schüchtern war, das war er eigentlich gar nicht so sehr, viel mehr war es so, dass er mit gleichaltrigen noch nie wirklich viel anfangen konnte. Vielleicht lag es daran, dass er als Kind nicht herum laufen konnte und nicht in der Lage war mit ihnen zu spielen, auch wenn er es früher versucht hatte, aber auch später gab es einfach keine Themen, die auch die anderen interessierten und irgendwie hatte er sich ohnehin von ihnen fern gehalten. Große Feste gab es ohnehin schon lange nicht mehr, aber auch bei diesen hatte Rain sich eher mit den älteren Herrschaften unterhalten, nur um am nächsten Tag mit Fieber im Bett zu liegen. Irgendwann kamen nur noch vereinzelt Leute, irgendwann empfingen nur noch Rains Eltern Besuch und letzenendes kam überhaupt niemand mehr nach Fhaergus. Rains Leben konnte man nur als traurig bezeichnen und zwar als die Art traurig, für die man eigentlich gar kein Mitleid haben wollte. War es denn dann ein Wunder, warum Rain dabei war aufzugeben? Warum er keinen Sinn mehr darin sah seinen schwachen Körper durch diese Welt zu zerren? Nayantai nahm ihm diese Gedanken, aber auch nur bis er hier verschwinden würde.

      Rain blickte auf die Hand die für einen Moment von dem Wolf gewärmt wurde und immer noch kribbelte. Würde Rain für jeden nach so langer Zeit in Einsamkeit empfinden, oder war da doch mehr hinter seinen Gefühlen für den Wolf? Im Gegenzug fragte er sich auch, ob Nayantai Dankbarkeit nicht einfach nur mit etwas anderem verwechselte, vor allem nach einer Zeit in diesem Kerker, die ihn sicher einige Jahre altern gelassen hatte. Wie viel von all dem hier war echt? War es überhaupt wichtig, wenn sich ihre Wege ohnehin bald wieder trennten? Lächelnd schüttelte Rain den Kopf. "Ich hab dich doch arbeiten geschickt.", schmunzelte er, Nayantai brauchte sich deswegen wirklich keine Vorwürfe machen. "Ich komme gerne mit dir." Nachdem sie ihre Mahlzeit ohnehin beide schon beendet hatten, stand Rain nun auf und schob anschließend den Stuhl auf dem er gesessen hatte zurück zu dem Tisch. "Gehen wir.", lächelte er, wartete noch einen Moment auf Nayantai und machte sich dann auf den Weg. Die Tür zum Badezimmer war vermutlich offen, so wie Rain es verlangt hatte, weil er wusste, dass die angestaute, dampfige Luft nichts für Nayantai war. Das Wasser war bestimmt auch schon etwas kühler als Rain das gewohnt war, wenn er ein Bad nahm, er war also nicht sicher, ob er ihm nicht nur außerhalb der Wanne Gesellschaft leistete und sich mit ihm unterhielt.
    • "Rain, du bist ungefähr so alt wie ich - wieso willst du mit deinem Leben abschließen?" Eben deswegen könnte sich Nayantai die komplett gleiche Frage stellen. Dass Rain zu schwach war um zu überleben, zu schwach um dieses Gemäuer jemals verlassen zu können, das kam dem Wolf gar nicht erst in den Sinn - gleich wenig, wie er daran dachte, dass nicht alle von ihnen kerngesund auf diese Welt kamen. Viele von ihnen lebten lediglich in den Tag hinein, versuchten das Beste aus dem zu machen, das ihnen geboten wurde und Andere - so wie Rain - konnte eben das nicht. Egal, welche Ziele er sich steckte, sie rückten mit einem Mal in unerreichbare Ferne, befanden sich in einer anderen Sphäre und es gab nichts, das man dagegen tun konnte. Wie es wohl war, so ein eintöniges, trauriges Leben zu leben? "Jetzt hast du ja mich!", entkam es dem Wolf sogleich, der nicht mehr Trübsal blasen wollte, auch, wenn er wusste, dass die seine Kindheit nicht unbedingt die Schönste war. Normalerweise gab es keinen Grund für ihn, einfach so in seiner eigenen Trauer zu versinken, aber gerade hier und jetzt fühlte es sich so an, als wäre es noch unwichtiger, was er fühlte - immerhin galt es, Rain bei Laune zu halten. Würde er sich weiterhin über sein eigenes Ableben Gedanken machen, so glaubte Nayantai, sie beide wären schon am Boden eben jenes Brunnens angekommen, in den sie gar nicht erst hätten fallen sollen. Beinahe schon ohne nachzudenken, wuschelte er durch das blonde Haar - ob das Rain aufmuntern würde, war ihm nicht ganz klar.

      Das hier war, schlussendlich, noch immer Fhaergus und nicht Thria - dieser Ort glich seiner Heimat nicht gänzlich und damit hatte er sich abzufinden. Würde er die wärmeren Temperaturen an diesem Ort überhaupt überleben können? Gab es denn überhaupt eine Chance, sich hier zu verschanzen und für immer den Schoßhund eines Adeligen zu mimen, der selbst nicht mehr viele Jahre hatte, die er auf dieser Welt verbringen konnte? Nayantai konnte sich solche Fragen gar nicht erst stellen, zumindest sollte er eben das nicht - schließlich würde auch er seinen Weg in ein loderndes Grab finden, ob er es nun an der Seite des Blonden oder irgendwo auf einem Schlachtfeld tat, war egal. Verbrennen würden ihn beide - die Schafe, weil sie glaubten, er wäre das Kind des Teufels, betucht mit dem Ruß und der Asche der Toten oder die Wölfe, die der Meinung waren, seine Seele, gefangen in einem Käfig aus Fleisch und Knochen, wäre erst dann frei, wenn sein eigentlicher Körper nicht mehr existierte. "Und? Trotzdem habe ich dich alleine gelassen, damit ich überhaupt erst arbeiten kann!" Ein Wolf war er nicht mehr, das wusste er, aber ob er schon zu Rains Schoßhund geworden war, das konnte er nicht sagen - ehrlich gesagt hatte er auch gar keine Ahnung, ob er das sein wollte. "Na dann!" Ein kurzes Grinsen zierte seine Lippen - bekam er gerade wirklich das, was er wollte? Freute er sich darüber? Vermutlich sogar mehr als er sollte. Lange dauerte es nicht, kaum hatten sie den Speisesaal verlassen, bis sie sich ihren Weg zum Badezimmer gebahnt hatten - wieso war diese Tür eigentlich jedes Mal geöffnet, wenn er allein ein Bad nahm? Nun, wirklich weiter wollte er darauf nicht eingehen, weswegen er Rain mit in das Badezimmer zog und die Tür hinter ihnen beiden schloss, nur um einen verräterischen Blick durch das Gemäuer zu werfen, keinen zu finden, und den Blonden schlussendlich - doch etwas unsanft - gegen die Tür zu drücken, um ihm einen Kuss aufzuzwängen. "Uhm ...", kam es danach beschämt von seinen Lippen. "Hätte ich dich vorher fragen sollen?"
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    • "Ich meinte nicht, dass ich mit meinem Leben an sich abgeschlossen habe... obwohl es eine Lüge wäre, würde ich mir vorstellen lange zu leben, ich und auch alle anderen um mich, sind eigentlich froh über jedes weitere Jahr. Ich schätze ich bin nicht so schwach wie ich aussehe, immerhin hat man mir bei meiner Geburt nur ein paar Jahre gegeben, wenn überhaupt und jetzt bin ich erwachsen, aber schwach ist mein Körper trotzdem.", erklärte er, redete er schon wieder zu viel? Zu schnell? Mit Nayantai zu sprechen war schon fast therapeutisch, wobei er mehr mit sich selbst sprach und über sich selbst reflektierte, als Unterstützung von Nayantai zu suchen, der ihm zustimmen, oder das Gegenteil sagen sollte. "Was ich meinte ist, dass selbst wenn ich noch einige Jahre lebe... ich dachte nie, dass ich heirate, oder mich überhaupt jemand auf... so eine Weise... sehen könnte. Ich habe nicht viele Besucher, weißt du? Und ich habe auch nicht viel zu bieten." Er war oft krank und dann war er nicht da, um einen Gast zu unterhalten, Nayantai hatte das auch erlebt. Er war außerdem nicht stark genug, um den ganzen Tag herum zu laufen, er konnte auch niemanden auf einen Spaziergang begleiten, oder die Stadt besuchen, es gab nicht viel womit er dienen konnte. "Du hast recht.", lächelte Rain, auch wenn er wusste, dass dieser Trost nicht ewig hielt. Ja jetzt hatte er Nayantai, aber dabei lag die Betonung auf jetzt und nicht in Zukunft. Nayantai würde auf die ein oder andere Weise aus seinem Leben verschwinden und das eher früher als später. Als Nayantai ihm plötzlich seine Haare durcheinander brachte, sah er ihn etwas verwirrt an, kicherte dann aber leise, er wusste was Nayantai erreichen wollte und Rain war froh darüber, dass es ihn interessierte wie es Rain ging.

      "Wessen Schuld auch immer es ist, immerhin hast du wieder Appetit und du siehst auch ein wenig kräftiger aus.", lächelte Rain. Nayantai brauchte sich nichts vorzuwerfen, weil er nicht rund um die Uhr da war, immerhin arbeitete Rain ebenfalls und hatte keine Zeit für Nayantai. Er hatte all die Arbeit zu erledigen, die sein Vater normalerweise zu dieser Zeit erledigte, ohne zu wissen, wo er überhaupt war, oder wann er zurück kam. Rain machte sich, wenn er ganz ehrlich war, Sorgen und seit einigen Tagen hatte er ein mulmiges Gefühl im Magen, wenn er an den Fürst von Fhaergus und seine Abwesenheit dachte, sowie an die seltsame Begegnung, wie er Nayantai hier abgesetzt hatte, nur um nach ein paar Worten wieder zu verschwinden, ohne sich auszuruhen, oder etwas zu erklären. Rain und sein Vater hatten nicht viel Kontakt zueinander, aber so ganz ohne Erklärung wieder zu verschwinden war schon komisch. Rain merkte gar nicht, dass sie schon am Badezimmer angekommen waren, erst als er schon gepackt wurde, um in den Raum gezogen zu werden, kam er zurück in der Realität an. Sein Rücken traf kurz darauf auf das Holz der Badezimmertür und sein ganzer Körper wärmte sich auf, als Nayantai ihn nach so vielen Tagen das erste Mal wieder küsste. Es war Rain peinlich, aber seine Wangen färbten sich rot, seine Knie fühlten sich weich an und er schien zu vergessen, was ihn eigentlich den ganzen Tag beschäftigte. Sich darüber Gedanken zu machen hatte ohnehin Zeit, wenn er alleine war, wenn er einmal ein paar Minuten, oder auch Stunden mit Nayantai hatte, dann wollte er diese auch genießen, ohne an all seine Probleme zu denken, das konnte er den restlichen Tag tun. "Ich... uhm... nein, ich... das war in Ordnung.", stotterte er mit einem leichten Lächeln, nicht weil was er sagte nicht der Wahrheit entsprach, sondern weil ihn die Situation und die Gefühle die dadurch entstanden ein wenig überwältigten. Er hatte sich absichtlich von Nayantai fern gehalten, weil er ihn nicht anstecken wollte und weil er sich selbst nicht wohl gefühlt hatte. Fast hatte er schon Angst gehabt, dass Nayantai die Zeit nutzte um zu realisieren, dass er ein Wolf war und Rain immer noch ein Schaf, ein Lamm, dass sie nicht zusammen passten, aber das war wohl unbegründet gewesen. Rain fühlte sich besser, weniger müde, ihm war warm, nicht nur weil der Raum sich durch das warme Wasser ohnehin aufgewärmt hatte. Die Tatsache, dass Nayantai die Erlaubnis Rain zu küssen fast eine Woche nicht hatte, ließ den Wolf wohl auch etwas übermütig werden und Rain fragte sich, wie Nayantai einst war, als er noch in Thria gelebt hatte. Ohne es zu wollen breitete sich ein Lächeln auf Rains Gesicht aus und seine dürren Finger suchten ihren Weg zu Nayantais Hand, die er zögerlich ergriff. "Ich habe das... ein wenig vermisst..."
    • "Rain, du machst dir zu viele Sorgen." Nayantai verstand nicht alle der gesagten Worte, aber all das wurde in sekundenschnelle so viel klarer, als es zuvor noch gewesen war. Wieso konnte er jetzt erst recht durch die dünnen Risse sehen, die irgendwelche Sätze hatten, nur, damit er eine zufriedenstellende Antwort bekam? Nur, weil er mehr verstand und versuchte, sich all dieses Wissen anzueignen, als wäre es Futter für ein verhungerndes Tier, das gar nicht wusste, wie ihm geschah? "Selbst wenn er das ist, dann sehe ich das Problem nicht", gab der Wolf zurück, der darüber eigentlich gar nichts hören wollte. Was auch immer geschah, Rain wäre an seiner Seite und er an der des Lammes, mehr wollte er doch gar nicht - mehr wollten sie beide gar nicht, oder bildete er sich das ein? Was, wenn das Lamm nicht für ihn empfand, was er glaubte, dass es tat? War das hier alles nur ein verzweifelter Akt eines sterbenden Wolfes, der grundsätzlich keine Ahnung von den meisten Dingen hatte, die er predigte? Zu viel hatte er vergessen und vieles davon, wenn auch gleich noch in seinem Kopf, machte schon lange keinen Sinn mehr. "Du musst mir nichts bieten. Es reicht, dass du, du bist - mehr brauche ich nicht", sprach er sogleich. Wollte er denn auch nur irgendetwas anderes? Brauchte er denn irgendetwas anderes? Nayantai wusste doch genau, dass e nicht mehr als Rain wollte - und daran änderte sich so schnell auch gar nichts. "Ich will von dir nicht mehr als dich selbst - egal wie viele Fehler du in deinen eigenen Augen aufweist!"

      Hatte er sich denn wirklich in ein vermaledeites Schaf verliebt, das von mehr als dieser Welt selbst gehasst wurde? Suchte er denn nur einen flüchtigen Ausweg aus dieser Hölle, oder war es wirklich so, dass er glaubte, mehr als nur eine von vielen Ideen über all das hier zu haben - eine Erklärung dafür, warum er sich selbst und seine ehemaligen Werte verriet, nur, weil ein krankes Lamm sein Herz dazu brachte, aus seiner Brust zu schlagen? "Das liegt aber auch daran, dass ich mich anstrenge!", ließ der Wolf verlauten. Würde er noch immer nur mit dem Lamm irgendwo herumliegen, so wusste er, dass auch all das gar nicht erst passiert wäre - sein Körper war noch immer mager und schwach, allerdings änderte sich mittlerweile einiges, wenn auch gleich die neu getankte Energie alsbald wieder verbraucht war. So, als wäre er wieder in seine Jugend zurückversetzt worden und versuchte nun inständig, sein ehemaliges Ich einzuholen, das ihm immer zwei Schritte voraus war - etwas, das schlussendlich unmöglich war. Dementsprechend wäre es klug, aufzugeben und endlich jemand zu werden, von dem er glaubte, er war es auch wirklich - jemand, der Schafe nicht zwangsweise hasste. Aber konnte er das denn? Ein zufriedenes Schmunzeln breitete sich auf seinen Lippen aus, kaum erspähte er die Röte, die sich bereits auf das Gesicht seines Lammes gelegt hatte. "In Ordnung?", lachte er - natürlich wollte er Rain zu nichts zwingen, aber wenn es für in nur in Ordnung war, dann war das auch ... nun ja, in Ordnung. Seine Hand, die wohl eher einer Pranke glich, legte er sie auf den spindeldürren Körper des Blonden, machte sich - erneut ungefragt - an den Knöpfen des Hemdes zu schaffen, das Rain trug. "Was, das?", erneut verließ ein kurzes Lachen seine Lippen, bevor er den Kopf schüttelte, bevor er Rains Hand sanft drückte, kaum hielt er die seine. "Ich auch, du weißt nicht wie sehr", nuschelte er, als er sich etwas krümmte um dem Blonden näherzukommen, um seine freie Hand zu nutzen um das - nun teilweise aufgeknöpfte Hemd - beiseite zu schieben und sich unerlaubten Zugang zu Rains Schlüsselbein zu verschaffen, auf welches er einen Kuss drückte, bevor er kurzerhand zubiss. "So sehr ... zu sehr."
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    • Nayantai hatte wohl recht, wenn er sagte, dass Rain ihm nichts bieten wollte, aber er war auch keine Adrestische Lady, die Rain eventuell heiraten wollte, nicht dass er das überhaupt anstrebte. Er wollte nie eine Frau, oder eine Familie, selbst die Tatsache, dass er der Letzte seiner Erblinie war ließ ihn seine Meinung kaum ändern, er schob eine Heirat schon lange vor sich her. Sein Vater drängte ihn nicht, absolut nicht, was Rain ein wenig stutzig machte, aber auch seine Mutter hatte das nie getan und er glaubte es lag daran, dass sein Vater als er jünger war ähnlich gedacht hatte und seine Mutter nur zufällig kennen gelernt hatte, ohne sie von Anfang an zur Frau nehmen zu wollen. Sie hatten zusammen gepasst und sich verliebt und sie wünschten sich wohl dasselbe für Rain, aber wie sollte das funktionieren, wenn er gar niemanden traf? Konnte er wirklich zulassen, dass sein name mit ihm starb? Anstatt sich also eine Frau zu suchen, hatte er sich in einen Wolf verknallt, einen männlichen Wolf. Brauchte Rain denn mehr? Verantwortung... er sollte welche übernehmen, aber solange Nayantai hier war, brauchte er das vielleicht gar nicht. "Ich will einfach niemanden den ich heirate alleine lassen...", erklärte er, lächelte jedoch. "Aber du hast Recht, ich weiß, dass du keine Forderungen, oder große Erwartungen an mich stellst." Der Wolf war auch kein Adliger und er brauchte sich keine Sorgen zu machen seine Linie fortzuführen wie es schien, abgesehen davon, war eine Verbindung mit einem Mann etwas ganz normales in seiner Heimat, nur nicht unbedingt mit einem Schaf. Rain legte seine Hand auf Nayantais Wange und lächelte, er schaffte es ihm das Gefühl zu geben, dass er vollkommen war. Wie oft wurde Rain gesagt, dass er nicht stark sein musste, dass man ihn liebte und akzeptierte und dennoch war da immer dieser Gedanke, dass er nicht das war, was er sein sollte, als Erbe von Fhaergus, aber bei Nayantai war das alles egal. Er glaubte ihm, wenn er sagte Rain brauchte nicht mehr zu sein als er selbst. "Danke."

      Rain kicherte leise und streichelte dem Wolf über den dunklen Schopf, weil er sich tatsächlich anstrengte und hier mithalf und weil er sich auch um seinetwegen bemühte, damit er zu seiner alten Form zurückfand und etwas kräftiger wurde. Auch wenn er Rain mit dem mageren Körper immer noch mit Leichtigkeit durch die Gänge getragen hatte. Nayantais Hand fand ihren Weg einstweilen zu Rains Hemd und knöpfte es auf, während Rain noch am überlegen war, ob ihm hier drinnen überhaupt warm genug war und ob das Wasser nicht kühler war, als er es gewohnt war. "Das? Uhm... deine Nähe...", murmelte Rain verlegen, er wusste Nayantai brachte ihn absichtlich in Verlegenheit, wenn er so nachfragte, er kannte die Antwort und Rain war nun mal unsicher in solchen Situationen. Er beobachtete den Wolf wie er näher kam, wusste was er tun wollte und dennoch zuckte Rain ein wenig zusammen als die warmen Lippen und der heiße Atem auf seine Haut trafen. Es war eigentlich egal wie kalt es war, solange Nayantai da war um ihn zu wärmen, oder? Erneut zuckte er zusammen als er das zwicken spürte, alle Flecken die Nayantai an ihm hinterlassen hatte, waren längst verblasst, vielleicht empfand der Wolf es als seine Pflicht ein paar neue Male zu hinterlassen, damit jeder wusste, dass er das Lamm bereits für sich beansprucht hatte. Ein Kribbeln durchfuhr Rains Körper bereits jetzt und seine Hand glitt in das dunkle Haar. Sein Blick glitt indes an Nayantai vorbei, auf nicht mehr als den tanzenden Dampf über der Wanne. "Du bist... übermütig!", stellte Rain schließlich mit einem Lächeln fest, wollte Nayantai nicht eigentlich ein Bad nehmen? Nicht dass Rain etwas gegen die jetzige Situation hatte, ganz und gar nicht.
    • War es denn so verwerflich, nichts von seinem Gegenüber zu wollen? Rain musste ihm nichts bieten, einfach aus Prinzip - allein deswegen, weil Nayantai wusste, dass er nie etwas von ihm verlangen würde, dass er ihm gar nicht geben konnte. Ihm war es egal, wer der Blonde war, so lange es ihm egal war, dass er ein Wolf war. All diese Dinge, die vor wenigen Wochen noch so wichtig waren, hatte er selbst vergessen, einfach aus eben jenem Grund, dass er sich nicht vor den Schafen zu fürchten hatte, die hier hausten - auch, wenn sie sich vor ihm fürchteten, so hieß ebendas noch lange nicht, dass er auch dasselbe für sie empfinden musste. Ob man ihn hassen würde, wenn er zurückkäme, nur, damit ihm alsbald über die Lippen rutschte, dass er die letzten Wochen, ja eigentlich Monate, in Vorfreude darüber verbracht hatte, dass es doch noch Schafe gab, die ihren Verstand nicht verloren hatten? Während Nayantai hier war, konnte er sich ausruhen - konnte die Gedanken an den Krieg abschütteln und sich ausruhen, wieder zur Kräften kommen, aber die Meisten seiner Leidensgenossen konnten ebendas nicht, ihnen schien es absolut nicht vergönnt zu sein. "Hm, du könntest mich heiraten!", rief der Wolf aus, ohne dass er das Wort komplett verstanden hatte. "Ich meine, den Talisman hast du mir sowieso schon geschenkt, wenn auch unabsichtlich." Schlussendlich hatte er noch immer ein Stück Holz in seinem Zimmer liegen, das er kaum bis gar nicht angefasst hatte - konnte er sich wirklich dazu bringen, Rain einen vermaledeiten Talisman zu schnitzen? Danach gefragt hatte er, so oder so. "Du musst dich nicht bedanken."

      All die Berührungen, die er von dem blonden Lamm aus über sich ergehen ließ, erfreuten ihn - es löste ein wohliges Gefühl in seiner Magengegend aus und ein Verlangen nach mehr. Würde Rain weiterhin so zärtlich mit ihm umgehen, so hatte Nayantai beinahe Angst davor, dass er eben jene Berührungen gewohnt wurde und schon bald nicht mehr dafür geeignet schien, sich auf dem Schlachtfeld mehrmals fast erstechen zu lassen. "Weiß ich", lachte der Wolf zufrieden. Manchmal, und das wusste er selbst, konnte er fast schon aufdringlich werden und sich jemandem andrehen, der gar nichts von ihm wollte - aber Rain war eben das Gegenteil davon. Zuckersüß, so sehr, dass Nayantai irgendetwas tun musste, um über all das hinwegzukommen, dass ihn plagte - auch, wenn es nur eine Übergangslösung war, die schlussendlich nicht viel für ihn tun würde, außer ihn noch verrückter zu machen. "Übermütig?", fragte der Wolf, der das Wort nicht gänzlich verstanden haben zu schien, aber das störte ihn nicht weiter. Nein, stattdessen malträtierte er die Stelle noch etwas weiter, erpicht darauf, Rain in seinen Armen zerfallen zu sehen, ihn irgendwie in die Knie zu zwingen - egal wie. "Soll ich aufhören?", fragte er, tat aber genau das Gegenteil davon und suchte sich eine neue Stelle - schlussendlich wollte er wohl doch Spuren auf dem Lamm hinterlassen, wenn er es denn schon für sich selbst beanspruchte.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • "Ich... was? Bist du sicher, dass du weißt was das heißt?", brach es aus Rain heraus. Zu sagen er war überrascht war eine Untertreibung und sein Herz schlug schneller, nur weil Nayantai diese Worte so unbedacht ausgesprochen hatte. Mal davon abgesehen, dass er Nayantai genau so alleine lassen würde, wenn er ihn tatsächlich heiraten könnte. Er würde eines Tages sterben und das war womöglich der Fall, bevor Nayantais Zeit gekommen war. Der Wolf hatte zwar schon einmal betont, dass er nicht alleine bleiben würde, weil er Rain einfach in den Tod folgte, aber da war es dem jungen angehenden Fürsten weitaus lieber Nayantai fort zu schicken, so dass er gar nicht merkte, wenn Rain plötzlich verstarb. Er glaubte aber nun dennoch, dass Nayantai zumindest eine Ahnung davon hatte, was er da nachgeplappert hatte und dass es eben nicht nur das war, zumal er nun von dem kleinen Geschenk sprach, das Rain so unbedacht gemacht hatte. "Ich... das... Nayantai..." Was sollte er auch groß darauf sagen? Was er wollte und was er tun konnte war selten im Einklang, so gut wie nie eigentlich, selbst wenn er sich freuen würde sein Leben in die Hände des Wolfes zu geben, in Adrestia konnte er Nayantai aus so vielen Gründen ohnehin nicht heiraten und was brachte alles andere? Er musste hier bleiben und der Wolf konnte das nicht. "D-das mit dem Talisman war... ein Unfall...", stotterte er vor sich hin. "Aber wenn ich könnte... dann würde ich dich vielleicht tatsächlich heiraten... auch wenn ich nicht weiß, wie das dann mit Kindern funktionieren soll... und... was wäre dann unser Kind? König von Thria und Fürst in Adrestia?" All das war Unsinn, er plapperte Unsinn und von Dingen, die niemals sein konnten.

      "Ich weiß... dass du das weißt...", murmelte Rain und plusterte seine Wangen für einen Moment ein wenig auf, aber Rain war nicht gut darin beleidigt zu sein und noch weniger beleidigt zu spielen. Stattdessen ließ er seine Finger durch die dunklen Strähnen gleiten die durch das häufige Waschen auch gar nicht mehr so zerzaust waren wie noch vor ein paar Wochen. Da wäre Rain schon eintausend Mal hängen geblieben und hätte Nayantai unabsichtlich ein paar Haare ausgerissen. "D-Du... bist schnell...", versuchte Rain das Wort zu erklären, auch wenn es bestimmt nicht ganz gelang. Er zuckte erneut zusammen und drückte die Hand des Wolfes die noch in seiner lag ein wenig fester. Seine Knie fühlten sich weich an wie Pudding, dabei passierte doch nichts, was nicht schon zuvor passiert wäre. Die Frage die Nayantai stellte schien rein obligatorisch, denn erneut wurde er gebissen, wenn auch an einer anderen Stelle. Aber hier so an der Tür zu stehen, war das überhaupt gemütlich? Vor Allem für Nayantai der sich immer so nach unten krümmen musste wie eine Trauerweide, weil Rain so viel kleiner war als er. "Wolltest du nicht ein Bad nehmen?", fragte Rain statt eine Antwort zu geben und in einem Versuch genau das zu erreichen, ließ er Nayantais Hand los und streckte seine eigene Hand stattdessen aus um Nayantais Hemd aufzuknöpfen und es langsam von seinen Schultern zu schieben. Nahm er sich selbst jetzt zu viel heraus? Zögernd nahm er seine Hände von Nayantai und ließ das Hemd dort wo es war. "T-tut mir leid..."
    • "Ja, ich weiß was das heißt! Nämlich, dass ich dich so lieb habe, dass ich dich behalten will!", lachte der Wolf, der es in der Schafssprache nicht besser auszudrücken wusste - vermutlich hörte er sich an wie ein kleines Kind, das gerade ein neues Wort gelernt hatte und versuchte, es mit eigenen Worten wiederzugeben. Hätte er Rain all das wirklich sagen sollten? Nun, schlussendlich war er schon ein toter Mann und wenn er noch etwas länger an der Seite des Blonden blieb, vielleicht konnte er dann zusammen mit ihm über die Schwelle des Todes streiten, damit er sich in dieser verlorenen Welt nicht so einsam fühlen musste, oder sich in Tei's toten Armen zu wiegen hatte. All das war jedoch nicht mehr als Trübsal blasen, all das war nicht mehr als sein eigenes Ende, das er sich selbst vorbereitete, damit er sich später nicht selbst hinterfragte - Nayantai hatte mit all den Dingen in dieser lebenden Welt abgeschlossen, so dumm es auch klang. "Du? Ich? Was ist? Habe ich etwas Falsches gesagt?", fragte der Wolf, der sich nicht sonderlich sicher darüber war, was all das nun zu bedeuten hatte. Gab es denn etwas, das er tun konnte, tun sollte oder war es egal, was auch immer er versuchen würde? Eventuell fiel er auch gerade in ein tiefes Loch. "Ich weiß, dass du keine Intentionen hattest, mir einen Heiratsantrag zu machen", lachte der Wolf, der sein gefundenes Fressen einfach nur in seine Arme nehmen wollte.

      Sanft strich er dem Blonden über die Wange, lächelte ihn an - machte Rain ihn nicht etwas zu glücklich? "Kinder? Du denkst zu weit!" Rain belustigte ihn, etwas zu sehr. "Mach dir keine Gedanken darüber - wenn du mich heiraten möchtest, dann kannst du das!" Wer würde solch eine Ehe überhaupt bezeugen? Nun, irgendein Wolf ließe sich schon finden und wenn nicht, dann würde Nayantai das alles selbst in die Hand nehmen. "Eben!" Rain aufzuziehen war zwar auch lustig, aber könnte er es dem Lamm weiterhin antun, wenn er jetzt schon darüber redete, dass er ihn heiraten wollte? Wie kamen sie auch auf solche Themen? "Schnell? Ich ... soll ich ... brauchst du eine Pause?", fragte der Wolf nach, der seine Antwort dadurch erhielt - oder zumindest glaubte, dass er das tat - indem Rain all das einfach über sich ergehen ließ. Wie süß. "Ja, wollte ich - aber ich habe gerade wichtigere Dinge zu tun", log er dem Lamm vor, das offensichtlich sehen konnte, dass er selbst die "wichtigeren Dinge" war, die Nayantai so sehr abzulenken schienen, dass er auch ein Bad verschmähte. "Wieso tut es dir leid?", fragte er, kaum erlaubte sich Rain, ihn anzutatschen und sein eigenes, lästiges Hemd endlich aufzuknöpfen. "Mach weiter", gab Nayantai von sich, als er das Lamm nochmals biss, dieses Mal allerdings nach oben wanderte und es weitaus sanfter an seinem Hals tat. "Wir können auch gemeinsam baden, dann müssen wir nicht aufhören."
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    • Nun musste Rain ein wenig lachen, auch wenn er nicht so klingen wollte, als würde er Nayantai auslachen, dennoch klang er wie ein Kind, das etwas zu erklären versuchte, das es nicht verstand. Nayantai war jedoch kein Kind, er war schon einmal verheiratet gewesen und er wusste was das bedeutete, selbst wenn seine Ehe nicht gerade das war, was er sich damals vorgestellt hatte und selbst wenn er noch lebte, obwohl seine Frau das nicht tat, er jedoch mit Rain liebend gerne in den Tod ging. "Du bist süß...", schmunzelte Rain schließlich, aber Nayantai meinte das irgendwo ernst, oder etwa nicht? Verrannte er sich hier in etwas, nur weil Rain in behandelte wie einen Menschen und nicht wie ein Tier? "Nein, nein hast du nicht. Ich... weiß nur nicht, was ich sagen soll. Ich sollte in solchen Situationen wohl besser den Mund halten.", erklärte der Blonde lächelnd und strich Nayantai erneut sanft durch sein Haar. "Ich... naja ich weiß... trotzdem. Übrigens hab ich noch ein paar mehr Dinge von den Wölfen... falls sie dich interessieren..." Rains Vater hatte ihm vieles mitgebracht, vieles von dem er gar nicht wusste was es war und eine Sache, die Rain Nayantai gerne schenken wollte, aber das hatte noch Zeit.

      Für einen Moment schloss Rain seine Augen und lehnte sich gegen Nayantais Hand, nur um die Augen wieder aufzureißen und knallrot zu werden. "Ich ähm...! Es tut mir Leid... es ist nur... das war für mich immer der Sinn einer Heirat! Kinder...", versuchte er zu erklären, natürlich würden sie beide keine Kinder bekommen, das war ja schwachsinnig, was redete er da schon wieder? "Kann ich das? Hier... braucht man einen Priester dafür...", murmelte Rain nachdenklich, nahm er das doch alles zu ernst? Und ging das nicht alles viel zu schnell? Er wach sich nicht sicher, andererseits sollte man ja eigentlich erst heiraten, bevor man jemanden küsste, aber... bei einem Wolf und einem Mann noch dazu, brauchte er es wohl nicht mehr so genau zu nehmen. "N-Nein! Keine Pause.", erklärte Rain, wenn er mit Nayantai einfach nur beim Essen saß, dann stotterte er nie so viel, was machte er nur mit ihm? Nayantai hatte das hier wirklich vermisst, oder etwa nicht? Rain ebenfalls... er freute sich darauf mit Nayantai ein Bett zu teilen und sich an seinen warmen Körper zu kuscheln. "Ich... hab nicht um Erlaubnis gefragt...", murmelte Rain als Antwort aber bekam ja bereits gesagt, dass er weiter machen sollte. Er streckte seine Hände also wieder auf und fragte sich, warum er so gerne Nayantais Anweisungen folgte und warum der Ton in dem er diese gab, Rains Herz aussetzen ließ. Das Hemd war gänzlich geöffnet und Rain schob es so weit von Nayantais Körper wie er konnte, irgendwann musste der Wolf aber selbst aus den Ärmeln schlüpfen. All das machte er, während der Wolf an seinem Hals knabberte, an dem Hals eines Lammes, an dem man einen Wolf eigentlich besser nicht knabbern lassen sollte, wenn man nicht wollte, dass das Lamm gefressen wurde. "Gemeinsam? Ich... ich hatte irgendwie angenommen, dass... dass das ohnehin dein Plan war.", gab Rain verwirrt zu. Wieso sagte er das überhaupt und was sollte er jetzt tun? Sein eigenes Hemd aufknöpfen? Damit Nayantai sich nicht über die Knöpfe ärgern musste?
    • Sprach er wirklich so gebrochen, dass man darüber lachen musste? Wenigstens war es ansteckend und Nayantai freute sich schon fast darüber, ein Lachen darüber loszulassen, einfach weil Rain es auch getan hatte und er keinerlei Ahnung hatte, was er in solchen Situationen zu unternehmen hatte. Freundlichkeit war wohl eine Sache, Übermut eine Andere. Fragen über Fragen türmten sich in seinem Kopf auf, auch, wenn er das nicht tun sollte - oder zulassen sollte. Nayantai wusste genau, dass er hier nichts zu hinterfragen hatte, in dieser Welt, die so fremd war, wenn er sie mit der seinen verglich. "Süß? Ich?", fragte er, konnte sich schon bald nicht mehr zurückhalten und ließ schallendes Gelächter über seine Lippen kommen, auch, wenn er glaubte, er würde sich alsbald an kühler Luft verschlucken, auch, wenn alles, was dieser Raum zu bieten hatte angestaute Hitze war. "Nein, nein! Ich will alles hören, alles!" Wie ein kleines Kind schien er darum zu bitten und genau so neugierig war Nayantai nun einmal, so verhielt er sich momentan auch. Ginge es nach ihm, so glaubte er, würde er seine eigene Neugier nie ganz stillen können - stattdessen, um zu vergessen, lehnte er seinen Kopf gegen Rains Berührung. "Dafür haben wir später Zeit, Wölfe sind jetzt nicht wichtig!"

      Die rote Farbe im Gesicht des blassen Schafes gefiel ihm - er konnte nicht anders, als darüber zu lachen und ihm einen kurzen Kuss auf die Wange zu drücken. "Nur Kinder? Sei nicht albern! Du heiratest jemanden, den du magst - und lässt dich nicht mit jemandem verloben, mit dem du nur befreundet bist. Aber dir geht es vermutlich gleich wie mir", seufzte der Wolfs alsbald, der genau wusste, dass es wohl auch für Rain keinen Ausweg aus dem Schlamassel gab, das sich diese Welt nannte. War es denn überhaupt noch wichtig, irgendetwas über all diese Dinge herauszufinden, oder war es auch schon egal, wenn er die Vergangenheit ruhen ließ. "Ja, ich habe zwar keine Ahnung was ein Priester sein soll, aber ... wir können das trotzdem, und wenn ich dich nach Thria mitnehmen muss!" Übereifrig war er durchaus und Rain hatte recht, er tat so vieles, viel zu schnell und pflanzte Flausen in den Kopf eines jungen Mannes, der die Welt dort draußen noch nie sehen konnte. "Dachte ich mir!", fast schon triumphant klang er Ton in seiner Stimme, als er dem Blonden seine Zunge kurz herausstreckte - seit wann war er wieder so kindlich und so liebesbedürftig? Wenn das so weiterging, dann würde er sich wohl kaum zurückhalten können, oder? Andererseits, konnte er sich Rain aufzwängen? Schlussendlich ließ er das Lamm tun, was es wollte, nur, um sich schlussendlich selbst aus seinem eigenen Hemd zu befreien und ihn etwas schief anzulächeln. "War es, aber ich zwinge dich zu nichts! ... Außer dazu", ließ er verlauten, bevor er schließlich auch Hand anlegte und begann, mit den Knöpfen zu fummeln - wie nervig sie doch sein konnten, wenn man sie gerade nicht brauchte. Der Geistesblitz, der Nayantai danach kam, war vermutlich verwerflich - und der kurze Ruck, dem er Rains Hemd gab, sorgte zwar dafür, dass sich das Hemd öffnete, die übrigen Knöpfe aber entweder ziemlich lose daherhingen oder zu Boden fielen. "Oh ... um. Das war nicht geplant!" Allerdings nahm er das Lamm im nächsten Moment auch schon hoch, ohne ihm die Hose auszuziehen und ihn in die Nähe der Wanne zu tragen.
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    • Nayanhtai stimmte in das Lachen mit ein und jedes Mal, wenn Rain ihn so sehen und hören konnte, erwärmte es ihm das Herz und er hatte das Gefühl etwas in seinem Leben richtig gemacht zu haben. Egal was andere sagten, den Wolf hier aufzunehmen und einen Freund in ihm zu finden konnte nicht falsch sein, nein das war es nicht. Sie waren beide gequälte Seelen auf ihre eigene Art und Weise und wer sie dafür verdammte ihre Seelen heilen zu wollen, der sollte selbst verdammt sein für seine Ignoranz und sein mangelndes Mitgefühl. "Du bist sehr süß.", kicherte Rain weiter und übersetzte es noch einmal. "Sehr sehr süß." Nayantai wusste das vermutlich gar nicht und er sollte ja auch der große böse Wolf sein, nicht wahr? Naja nicht hier. "Alles? Aber ich habe gerade gar nichts zu sagen... wenn ich nicht weiß was ich sagen soll, dann weiß ich es tatsächlich nicht.", kicherte Rain. Es war nicht so, dass er sich nicht traute, ihm fehlten einfach die Worte, er wusste nicht einmal was er denken sollte und wenn er Nayantais Berührungen spürte, schien ohnehin so vieles unwichtig, allem voran der Schmerz in seinen Gliedern der auf einmal wie weggeblasen schien. "Ich wollte dir auch nicht jetzt irgendetwas davon zeigen, vielleicht morgen!" Als ob er den Wolf jetzt noch davon überzeugen konnte etwas anderes zu unternehmen als das was sie hier taten.

      Der Kuss den Rain erhielt ließ seine Nackenhaare in die Höhe schnellen und seine Wangen färbten sich noch ein wenig röter. "Das also... hier funktioniert das nicht so.", versuchte Rain zu erklären, dass sich jemand vor einer Heirat schon liebte war wohl mehr als unwahrscheinlich, auch wenn es scheinbar auf seine Eltern zutraf. "Ein Priester... macht eine Heirat.", versuchte Rain zu erklären, aber es war ja auch völlig egal, sein Blick trübte sich jedoch ein wenig, bei dem Gedanken an Thria und alles was damit zusammen hing. Er konnte nie dort hin, Nayantai gehörte dort hin, und sie lagen ihm Krieg mit Thria, wieso war das Universum so grausam? Rain kicherte erneut als Nayantai ihm die Zunge herrausstreckte, hatte er ihn so sehr vermisst, dass er alles nachholen musste, was er die letzten Tage verpasst hatte? Er war hier der Welpe! "Wozu? Oh...", murmelte Rain und sah an sich herab, sah den tollpatschigen Fingern zu wie sie mit den Knlpfen kämpften, aber das ging Nayantai wohl erneut nicht schnell genug. Der Ruck überraschte rain und das Geräusch eines oder zweier Knöpfe die au den Boden aufschlugen, ließen ihn erst einmal daran denken, wie er das erklären sollte. Sowas passierte, oder? Sie mussten nur die Knöpfe aufsammeln, bevor sie gingen und... "Oh...", entwich es Rain als er hochgehoben wurde und erneut musste er kichern. "Macht nichts.", erklärte er und verfolgte was Nayantai nun mit ihm vor hatte. Wollte er ihn so in die Wanne setzen? "Aber ich hab noch etwas an!", lachte er und eigentlich war es hier in Nayantais Armen auch viel zu bequem. Es störte ihn nicht, dass der Wolf noch ungewaschen war, er genoss viel lieber seine Wärme ein bisschen, ihm war aber auch etwas mulmig zumute, als er daran dachte, dass er seine Hose wohl oder übel auch los wurde und es war ihm immer noch peinlich, auch wenn sie schon mehrmals zusammen in der Wanne gesessen hatten. "Mhh... drehst du dich um, während ich mich ausziehe...?", fragte er zögerlich.
    • Rain gab ihm irgendwo das Gefühl, er würde gebraucht werden - er erinnerte ihn daran, dass selbst jetzt, als er eigentlich ein toter Mann war, nichts wichtiger war, als darüber lachen zu können, dass er noch immer er war - dass er noch lebte und sich von nichts anderem in seinem Leben zu Dingen verleiten ließ. War es denn richtig so, er selbst zu sein? War das die Wahrheit, die er hören wollte oder war es die Wahrheit, die er komplett verschmähte? Wonach sehnte er sich, wenn nicht einem Leben das er wirklich hatte und nicht einer Existenz, die er lediglich dahinfristete? Nun war er allerdings an der Reihe, sich einigermaßen beschämt zu fühlen. Leichte Röte legte sich auf seine Wangen - Rain nannte ihn, eine wilde Bestie, süß - und beschrieb ihn als solches. "Du ... machst mich noch verrückt!", lachte Nayantai, der gar nicht wusste, wohin er seine ganzen Gefühle stecken sollte. Ihm wurde beinahe schon wohlig warm um sein Herz und schließlich drückte er Rain fest an sich, wenn auch nur für wenige Sekunden. Er fühlte sich wohl, vor allem in seiner Gegenwart. "Hm, das ist schade, aber ... kommt vor!", gab der Wolf zurück, der selbst nicht ganz sagen konnte, was er glaubte, dass die Wahrheit war. Ob es irgendeine Möglichkeit gab, Antworten aus Rain zu kitzeln? "Morgen hört sich gut an! Morgen nach dem Essen?" Besser, sie einigten jetzt auf eine Zeit, als später, wenn sie sich in anderen Sphären befanden.

      Wie lange er seine Zeit wohl noch mit Rain verbringen konnte, bis auch diese Traumblase platzte und er sich eingestehen musste, dass er wieder nach Thria gehen sollte, wo er eher willkommen war als im Land der Schafe? Noch immer wollte er nicht wahrhaben, dass er Rain nicht bei sich haben konnte, dass er ihn nicht mitnehmen konnte und dass es für ihn so unmöglich war, die schützenden Wände des Anwesens hinter sich zu lassen. "Ich weiß, leider", seufzte er. Nayantai war nicht dumm und er wusste das ein oder andere über die Schafe, aber das, was er gerade gesagt hatte, war leider eine Lüge - genau genommen wusste er nicht wieso all das so war, wie es zu sein schien. "Ah, das macht ... das, nein, um. Es ergibt Sinn? So?" Noch immer stellte Sprache eine Barriere zwischen ihnen beiden da, aber es war keine meterhohe Wand mehr, sondern ein Zaun, der teilweise noch immer hoch genug war, aber zeitweise nicht. Dafür war sein Akzent vermutlich grauenhaft. "Oh, ja", lachte Nayantai plötzlich, der sich beinahe schon dafür schämte, das Hemd zerstört zu haben - und für einen Moment glaubte, Rain würde etwas derartiges belasten. Dass das eben nicht der Fall war, überraschte ihn einerseits nicht sonderlich, andererseits war er wohl doch etwas verwundert darüber. "Macht es wirklich nichts? Ich kann das Hemd nähen!", bot er sogleich an, als er Rain in Richtung Wanne beförderte. "Das weiß ich, mach dir keine Sorgen, Liebster", hatte er das ... ja, hatte er. Nayantai lachte, peinlich berührt und drückte Rain dann einen Kuss auf die Stirn, bevor er ihn wieder vor der Wanne absetzte. "Willst du nicht, dass ich dich ansehe?", fragte er etwas verwirrt, drehte sich dann allerdings wie gewünscht um und begann, sich selbst auszuziehen.
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    • Schon wieder lachte der Wolf und Rain kicherte ein wenig mit, auch wenn er nicht ganz verstanden hatte. Trotz der Sprachbarriere musste Rain sagen, dass Nayantai die Sprache der Schafe schon sehr gut beherrschte, so gut, dass er ganze Sätze formuliren konnte, die manchmal klangen wie die eines Kindes, aber dennoch vollständig und richtig. Nayantai hatte es sich fast zur Gewohnheit gemacht viel in Rains Sprache zu sprechen, was zur Folge hatte, dass Rain nur langsam auch die Sprache der Wölfe lernte. Würde er all das vergessen, wenn Nayantai erst fort war? Rain konnte die Wärme des Mannes für einen Moment genießen, als er fest gedrückt wurde, Nayantai schine seine Hände heute nicht bei sich lassen zu können, Rain begrüßte das allerdings, auch wenn ihm gerade zu wenig Zeit blieb, um auf alles zu reagieren. "Gut, nach dem Essen.", bestätigte Rain mit einem Lächeln und nickte.

      "Habt ihr keine Priester?", wollte Rain wissen, eigentlich wusste er nicht viel über den Glauben der Wölfe. Nayantai hatte ihm kurz etwas erzählt, aber nicht viel, kaum etwas und auch nicht, ob sie überhaupt beteten oder so etwas in der Art taten. Religion war aber gar kein so großes Thema in Adrestia, zwar gab es Götter und Tempel, sowie die kleine Kapelle auf dem Anwesen hier, aber der Glaube bestimmte nicht das Leben der Schafe. Es gab Regeln und Gesetzte die daher rührten, wie das Verbot das Bett mit jemand gleichgeschlechtigen zu teilen, aber dass es im Gesetz verankert war, war wohl das wichtigere, nicht die Angst vor einer göttlichen Strafe. Rain war nicht sehr religiös und vielen Schafen ging es ähnlich. "Nein, das musst du nicht, ich erkläre es irgendwie.", lächelte Rain, sofern man seine Knöpfe nicht hier fand, wenn er doch gar nichts hier verloren hatte, war alles in Ordnung. "Weißt du, es ist komisch, bei den Schafen lernen Männer normalerweise nicht zu nähen, oder zu kochen..." Selbst welche nicht, die nicht so reich waren wie er. Rain selbst konnte so etwas sowieso nicht, dabei wäre es etwas, das er tatsächlich tun konnte, ohne nach Luft schnappen zu müssen. "Liebster?", fragte Rain als seine Füße den Boden wieder berührten und machte sich dann daran seine Hose zu öffnen, als Nayantai sich umgedreht hatte. Er schlüpfte hinaus und beeilte sich in das warme Wasser, das zum Glück noch warm genug für ihn war. In der Wanne zog er die Beine an und schlang seine Arme um seine Knie. "Mh... es ist mir ein wenig peinlich... ich kann weder mit dir, noch mit irgendjemandem den du kennst mithalten...", murmelte Rain eine Erklärung. Er war dürr und schwach, noch dazu klein und allgemein kam er sich nicht besonders hübsch vor. Er hatte keine Narben, seine Haut war eben und blass und seine Haare ungewohnt hell für den Wolf, aber sein Körper, die fehlenden Muskeln, all das machte ihn unsicher. Nayantai war kein unbeschriebenes Blatt, er hatte Beziehungen gehabt und da hatte es bestimmt mehr zu sehen gegeben. "Du kannst dich wieder umdrehen.", teilte er ihm mit und wandte anstandshalber den Blick ab, stellte aber vorher noch fest, dass die Wunden auf Nayantais Rücken zugeheilt waren und nur noch Narben zurück ließen. Das war gut, nicht war?
    • Sie hatten allebeide bereits den Verstand verloren. Was war die Wahrheit auch wert, wenn nicht nur ein paar wenige Münzen die man für andere Dinge ausgeben konnte, die einem weitaus wichtiger erschienen als sie waren? Nayantai fühlte sich schon fast schlecht, weil er sich Rain nicht vollkommen öffnen konnte, alleine deswegen, weil er seine Sprache nicht sonderlich gut beherrschte - aber er versuchte sein bestes, damit der Blondschopf schlussendlich nicht der Einzige war, der eine neue Sprache erlernte - etwas unversucht zu lassen kam, vor allem für den Kronprinzen der Wölfe, absolut nicht infrage. "Mhm", stimmte Nayantai zu - dann würden sie die nächsten Tage wohl auch wieder an der Seite des jeweils anderen verbringen, selbst wenn sie es nicht vorhatten, oder? Störte es ihn denn? Eher weniger, immerhin konnte er sich die Zeit mit so vielen Dingen vertreiben und musste sich nicht darum kümmern, was er als nächstes tun sollte - diese Entscheidung wurde ihm, faktisch, fast abgenommen. "Um ... schon, aber ... die sind ... anders?" Wie sollte er Rain auch verdammt nochmal erklären, dass es ohnehin keine Rolle spielte, ob jemand die Ehe für offiziell erklärte oder nicht? Schlussendlich waren sie alle die Kinder des gleichen Gottes und hatten die Qual der Wahl, in welchen der - gefühlten hundert Göttern - sie ihren Glauben legen wollten. Nayantai hingegen hatte alledem abgeschworen, er brauchte keine heuchlerischen Götter mehr, von denen er glaubte, sie existierten.

      "Irgendwie? Ich kann dein Hemd auch nähen!" Was wäre er auch für ein Prinz, wenn er die einfachsten Sachen nicht beherrschte? Nayantais Aufgabe war es, in alldem zu brillieren, das jeder von ihnen konnte - der Drang dazu, der Beste von ihnen zu sein, existierte durchaus, aber schlussendlich war auch all das nur eine Fassade, damit man seine Autorität nicht hinterfragte. "Ich habe keine Wahl, so dumm das klingt. Auch, wenn ich es nicht wollen würde, dann müsste ich es können, aber es sind ziemlich nützliche Fähigkeiten! Außerdem sind sie nicht sonderlich schwer", erklärte der große, böse Wolf der vermutlich eher etwas von einem überfürsorglichen, älteren Bruder an sich hatte, als einer mordenden Bestie, die nicht mehr wollte, als Blut. "Mh, das habe ich vorhin irgendwo aufgeschnappt!", erklärte der Wolf bald schon, wie ein Kind, das stolz darauf war, ein neues Wort gelernt zu haben. Rain wusste vermutlich, dass er wirklich nicht wusste, was er da daher plapperte, zumindest die meiste Zeit nicht. Beinahe schon verwünschen wollte er sie alle, aber ... das konnte er nicht. "Na und? Du bist du, ich bin ich - wir haben darüber geredet. Du musst nicht so sein wie jemand, von dem du glaubst, ich würde ihn mögen - sei einfach du, ich mag dich so, wie du bist!" Kam er sich gerade sehr redfreudiger vor, als vor einigen Wochen noch oder war das alles Einbildung? Immerhin schien der Heilungsprozess seines Körpers auch zur Folge zu tragen, dass er seine Unsicherheit hinter Worten versteckte. "Mhm", entgegnete er Rain und schritt selbst zur Wanne, damit er in dieser Platz nehmen konnte - er zog vorsichtshalber seine zu lang geratenen Beine an sich, damit Rain auch noch etwas Platz hatte und ließ das dunkle Haar auf der Oberfläche treiben, bis es sich selbst mit Wasser vollsog und er es, schlussendlich, zu waschen hatte. "Rain, du machst dir zu viele Gedanken. Wenn ich dich nicht attraktiv finden würde, dann käme ich dir gar nicht erst so nah."
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • "Hm... am Ende ist es wohl egal. Ich glaube nicht an unsere Götter und selbst wenn es sie gibt, dann... ich schätze sie mochten mich nie, also ist es auch egal was ich tue. Warum sollte ich vor ihnen, oder ihren Dienern heiraten, wenn es nur ein Versprechen ist, das niemanden etwas angeht, außer die zwei Personen, die es geben?" Rain fragte Nayantai nicht nach einer Antwort, oder seiner Meinung, er fragte sich diese Fragen eher selbst, wusste aber, dass er schon wieder zu viel redete, nichts davon machte für den Wolf viel Sinn. Das alles hieß aber nicht unbedingt, dass er Nayantai etwas versprechen wollte, weil er nicht wusste, ob er es halten konnte und was würde eine Vermählung bedeuten, wenn sie sich beide nicht einmal im selben Land befanden? Der Wolf konnte nicht hier bleiben und Rain konnte nicht hier weg, das waren Fakten, die auch eine Heirat nicht ändern konnten. Abgesehen davon war Rain sich immer noch nicht sicher, ob Nayantai sich nicht nur an ihn klammerte, weil er nun Mal da war und sobald er wieder bei seinem Volk war, würde er Rain vergessen und sich einen Wolf suchen, der zu ihm passte, der mit ihm kämpfen konnte.

      "Und woher bekommst du Nadel und Faden? Dann muss ich erst etwas erklären!", kicherte Rain. Nachdem Nayantai außerdem noch nie einen Knopf gesehen hatte, bis er hier ankam, bezweifelte Rain, dass er wusste wie man einen annähte. "Hm, im Gegensatz dazu, darf ich sowas gar nicht lernen. Weil es sich nicht gehört. Also kann ich nichts weiter tun als zu lesen, zu schreiben und Musik machen." Nur dass er das nie tat, es hatte ihn verwundert, dass er noch so gut hatte spielen können, als er Nayantai etwas vorgespielt hatte. Normalerweise tat er es nicht, weil er keinen Sinn darin sah und weil das Musikzimmer ihn an seine Mutter erinnerte, deren Tod ihn immer noch traurig zurückließ, sobald er an sie dachte, wütend auch, wenn er an die Reaktion seines Vaters dachte. Abgesehen davon fühlten sich seine Hände und Finger zunehmend steifer an, jeden Tag mehr, vielleicht half das Klavier spielen aber genau dann? Nun lächelte Rain. "Aufgeschnappt? Wen hast du denn da belauscht?" Rain war sogar ziemlich neugierig, wer sagte denn sowas hier in diesem Anwesen? Naja, was die Dienstboten miteinander trieben wusste er sowieso nicht und es ging ihn auch nichts an. "Hm... ich bin ich, ich habe nicht viel gegen mich als Mensch, aber... mein Körper hat mich immer aufgehalten das zu tun, was ich will, ich würde ihn gerne ändern.", erklärte er mit einem schwachen Lächeln und bettete seinen Kopf auf seine Knie, nachdem der Wolf sich gesetzt hatte und Rain ihm wieder ins Gesicht sehen konnte. Auch seinen Charakter wollte er vielleicht ein wenig ändern, der Wolf hatte ihm auch schon vorgeworfen, dass er sich nichts zutraute, aber in dem Moment vor einer Woche hatte der Wolf vielleicht gar nicht wirklich mit Rain geschimpft. Vielleicht war er frustriert gewesen, dass er Rain nicht mitnehmen konnte, obwohl er wusste, dass Rains Argumente begründet waren, vielleicht war er auf sich selbst sauer gewesen, weil er hier fest saß, weil er sich nichts mehr zutraute und schwächer war als sein früheres Ich. "Attraktiv...?", fragte Rain und wunderte sich, ob Nayantai eigentlich je viel von ihm gesehen hatte, meistens hatte Rain ihm den Rücken zugekehrt. "Mein Körper gleicht eher dem einer Frau... bis auf die offensichtlichen Dinge. Oder dann doch eher dem eines Kindes..."