❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Haru ___

      Es musste ein verdammt merkwürdiges Bild abgeben, wie sie beide hier an dem kleinen Holztisch saßen, zusammen Instantramen futterten und fast schon ein wenig wie alte Freunde wirkten. Nun sie waren zwar tatsächlich alte Bekannte und gefühlt kannten sich Naoya und Haru ihr ganzes Leben, aber von Freundschaft konnte keine Rede sein. Das sie beide sich noch nicht gegenseitig den Kopf abgerissen hatten, grenzte an ein Wunder. Umso fragwürdiger war der Anblick, welchen sie hier gerade bieten mussten. Nun sobald der Quatsch mit Virus erledigt war, hatten sie wieder genug Zeit sich zu hassen und auch der Fakt, dass sie beide dem Alkohol geschuldet ein etwas intimeres Aufeinandertreffen hatten, würde auch weit in Vergessenheit geraten. Ja Haru wollte optimistisch an die Sache herangehen. "Eine Yakuzakette, welche Lawson verwaltet. Mit den Kerlen gehts auch langsam bergab.", murmelte Haruka amüsiert und aß weiterhin seine Nudelsuppe. Im Gegensatz zu Naoya allerdings doch deutlich leiser und weniger nun chaotisch? Haru fragte sich ja, ob diese mangelnden Tischmanieren bei Naoya Zuhause kritisiert wurden. Vielleicht war das aber auch weitestgehend normal. Nicht jedem wurde die Etikette von klein auf eingeprügelt und selbst jetzt wo Haru frei war, konnte er alte Gewohnheiten nicht ablegen. Nicht das Tischmanieren etwas Schlechtes waren, nur vertrat er den kindischen Gedanken alles gegen den Willen seiner Familie zu tun. Vielleicht sollte er Naoya mal zum Essen einladen - ein Bild für die Götter. Bei dem Gedanken musste er fast lachen. Als sie auf Hawks zu sprechen kamen, nickte Haruka nachdenklich. "Garantiert, wenn man bedenkt wie schnell er die Informationen hat. Allerdings, selbst wenn wir das Programm hätten, würde keiner damit umgehen können. Ich glaube ich sollte meine Jungs darauf ansetzen, dass wir mal einen Hacker aufnehmen." überlegte der Velvet laut, ehe er fertig mit seiner Suppe diese ordentlich zur Seit stellte und Naoya eine Frage stellte. "Mhhh...beneidenswert", antwortete er leise und bereute direkt, dass er die Frage gestellt hatte. Was hatte er erwartet? Das jedes Gangmitglied ein chaotisches Zuhause hatte? Kindisch. "Sie halten nichts davon. Solange ich sie nicht mit mir in Verbindung bringe, kann ich tun und lassen, was ich will." antwortete er dem anderen dennoch, schließlich hatte er ihm ebenso seine Frage beantwortet. Haruka schnappte sich seinen Kaffee und schlenderte dann wieder zu seinem Laptop. "Zeit für mehr Spannung....." Ironie aus.


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    • Naoya
      Ein Schmunzeln legte sich auf seine Lippen als Haru einen ähnlichen Gedanken äußerte, den Naoya zuvor ebenfalls hatte. Offenbar mangelte es den Velvets in dem Sinne ebenfalls an einem Mitglied, welches IT versiert genug war, um sich um solche Dinge zu kümmern. Wenn Naoya jetzt so darüber nachdachte könnte es sogar ein verdammt großer Nachteil im Vergleich zu anderen Gangs sein. Es würde Naoya ehrlich gesagt nicht wundern, wenn man sie und ihre Gruppenmeetings zuweilen sehr gut hacken und belauschen könnte. Ob das Virus womöglich bereits tat? Dieser Gedanke gefiel ihm überhaupt nicht... Fuck, sie brauchten ganz dringend einen spitzenmäßigen IT-Profi!!! Das sollte Naoya beim nächsten Treffen der Venoms ansprechen, wenn die Velvets nicht anwesend waren.
      Sie beide hatten ihr Gesprächsthema geändert und eher knapp ihre Familienverhältnisse angerissen, wobei Haru recht deutlich machte, dass er sicher kaum mehr über seine Eltern reden würde, da er wohl auch keine sonderlich gute Beziehung zu ihnen hatte. Das würde Naoya durchaus respektieren, schließlich ging es ihn absolut nichts an, was der Velvet tat und wie seine Familie dazu stand. Naoya und Haru hatten zwar ein Problem miteinander, was von ihren rivalisierenden Gangs herrührte, aber unbeteiligte Familien waren in dem Sinne ein ganz großes Tabu. Eine unausgesprochene goldene Regel unter den Gangs wenn man so wollte. Vermutlich gehörte Virus nicht unbedingt zu jenen Gangs, die sich an diese Regel hielten, aber Velvet und Venom waren große Verfechter davon!
      "Klingt nicht gerade liebevoll...", murmelte Naoya lediglich leise bezüglich Harukas Aussage zu seiner Familie, ehe auch der Brünette sich langsam wieder mit dem Kaffee in seine Ecke begab, wo er den Laptop aufklappte und sich den weiteren Videoaufnahmen der letzten Monate widmete. Das war echt ganz und gar keine spaßige Arbeit.
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    • ___ Haru ___

      Gedanklich hatte sich der Velvet eine Notiz geschrieben, dass er ganz dringend nach einem Hacker oder zumindest IT-Profi Ausschau halten und rekrutieren musste. Wahrscheinlich würde auch Naoya für die Venoms nach einem suchen und der Blick des Älteren ließ darauf schließen, dass er dies garantiert nicht in der Anwesenheit der Velvets tun würde. Verständlich, er würde seine Suche auch nicht gemeinsam mit seiner rivalisierenden Gang antreten. Sie lagen zwar seit Ewigkeiten im Clinch miteinander, aber gerade weil das so war, kannten sich die beiden besser als ihnen lieb war. Teilweise konnten sie Beweggründe und Taktiken des Anderen nachvollziehen, oder wussten wie der jeweils andere Anführer reagieren würde. Es war schrecklich, aber nach all der Zeit gar nicht so abwegig. Im Gegensatz zu Virus wussten sie beide auch voneinander, dass sie niemals die goldenen Regeln der Gangs brechen würden. Familie war tabu, anschwärzen bei den Bullen war tabu und niemand wird so schwer verletzt, dass er nicht mehr in der Lage ist vernünftig leben zu können. Das waren Regel, welche ihnen schon ihre Anführer zuvor rein geprügelt hatten und welche sie beide hüteten. Was solche Dinge anging, hatten die Velvets und Venoms nie Probleme miteinander. Ja, sie machten sich das Leben schwer, aber nie in solch einem Ausmaß. Wer diese Regel allerdings gebrochen hatte, war Virus und das mehr als nur einmal. Als Naoya verlauten ließ, wie liebevoll das Familienverhältnis von Haruka doch klang, schenkte er dem anderen ein seichtes Lächeln. Er war dankbar, das Naoya nicht weiter nachfragte. Manieren hatte der Velvet und Anstand hatte Naoya wenigstens was solche Themen anging. So machten sie sich beide also wieder an die Arbeit, starrten ihre Bildschirme an, fluchten gelegentlich oder gähnten. Ab und an ging Haruka rauchen und sie wechselten sich ab mit Kaffee holen. Wie viele Kaffeebecher hier inzwischen herumstanden, wollte Haru lieber nicht so genau wissen.


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    • Naoya
      Nach ihrer kleinen Essenspause hatten sich beide Kerle wieder zu ihren Ecken begeben und sich ihren Laptops ubnd den Überwachungsaufnahmen gewidmet. Schrecklicher Weise war Naoyas Kaffee zu schnell alle und nach etwa einer weiteren Stunde des unglaublich langweiligen Ansehens von diesen Videoaufnahmen, musste der Venom sehr mit seiner Müdigkeit kämpfen. So sehr er sich auch bemühte, fielen ihm immer wieder beinahe die Augen zu und er musste sogar zwei Mal das Video zurückspulen, da ihn die Müdigkeit zu sehr übermannte. Scheiße... wenn das so weiter ging schlief er wirklich noch vor dem Laptop ein. Stöhnend pausierte er das Video und klappte den Laptop zusammen, um ihn beiseite zu stellen. Er erhob sich von seinem Stuhl und streckte sich ausgiebig, ehe er kurzerhand eine Entscheidung fällte. Mehr Kaffee würde ihm wahrscheinlich nur in geringem Maße wacher machen und da gab es durchaus bessere Möglichkeiten um wieder ganz munter zu werden. Zum Beispiel Sport... oder kaltes Wasser...
      "Sag mal... habt ihr hier in dem Lagerhaus auch zufällig eine Dusche und Handtücher?", erkundigte sich Naoya fast schon beiläufig, während er sich weiterhin streckend Haru näherte und dabei seinen Blick in der Lagerhalle umhergleiten ließ. Er hatte mitbekommen, dass die Velvets sich diese Lagerhalle ohnehin ein wenig gemütlicher eingerichtet hatten wie üblich und eine kleine Küche, wie sie sie besaßen, nun auch nicht unbedingt üblich war für ein Lagerhaus an einem Hafen. Ein Badezimmer und insbesondere eine Dusche waren vielleicht also gar nicht mal so abwegig und würde Haru ihm diese Annahme bestätigen, wusste Naoya auch schon die perfekte Art und Weise, um wieder putzmunter und arbeitstüchtig zu werden.
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    • ___ Haru ___

      Eigentlich war es für Haru nicht wirklich ein Problem eine Nacht durchzumachen, da beschäftigte er sich aber auch mit durchaus Spannenderem. Dazu zählte sicherlich nicht das Sichten stinklangweiliger Filmmaterialien. Haru hatte es irgendwann aufgegeben eine explodierende Mülltonne bei den Aufnahmen zu erwarten und so saß er hier und kämpfte mehr und mehr mit der Müdigkeit. Der Dunkelhaarige erwischte sich auch dabei wie er immer mal wieder in Sekundenschlaf fiel und dann aufschreckte, weil er Sorge hatte komplett alles verschlafen zu haben. Wenn er ab und an zu Naoya linste, schien es ihm nicht anders zu gehen. Haru würde es nur ungern zugeben, aber er war tatsächlich froh, dass er gerade nicht alleine war. Ein genervtes Stöhnen verließ die Lippen des Velvets, während er den Kopf in den Nacken legte und an die Decke starrte. Vielleicht sollte er einmal um die Lagerhalle rennen, um wach zu werden? Erst als er die Frage von Naoya vernahm, sah er wieder nach vorn. Der Venom hatte sich ihm dabei genähert und stand nun plötzlich vor ihm. Duschen wäre tatsächlich keine schlechte Idee. "Haben wir", bestätigte er dem Älteren die Frage und erhob sich aus dem Sitzkissen. Die Lagerhalle war allgemein nicht typisch wie man sich solch eine Halle mitten an einem Hafenteil Tokyos vorstellte. Haru hatte extrem viel Arbeit und Kohle darin investiert die Räume auszubauen und auszustatten. Immerhin war das das Zuhause der Velvets und Haru wollte, dass sie einen Rückzugsort hatten. Hiroto hatte damit angefangen und Haru hatte mit genügend Mitteln dafür gesorgt, dass die Halle noch mehr zu bieten hatte. "Komm." er führte Naoya aus dem Raum. Tatsächlich war das hier schon mehr ein Loft als nur noch eine einfache Lagerhalle. Nun Lofts waren ja nichts anderes, wenn man es mal so betrachtete. Das Lagerhaus hatte zwei Etagen und so mussten sie eine typische Metalltreppe nach oben steigen, welche in den zweiten Stock führte, allerdings waren dort oben tatsächlich nur zwei Räume, ihr Badezimmer und ein abgeschlossener Raum, der mal als Pokerzimmer von Hiroto fungiert hatte. "Handtücher sind in dem Korb an der Seite.", erklärte er gähnend.

      Loft (Aufenthaltsraum, wo die beiden auch arbeiten)


      Badezimmer


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    • Naoya
      Sobald der Venom seine Frage geäußert hatte, zögerte Haru nicht ihn zum Badezimmer zu führen, wenngleich Naoya nicht unbedingt darauf beharrt hatte sofort das Badezimmer sehen zu wollen. Ihm hätte eine einfache Bestätigung seiner Frage gereicht, denn jetzt nur ein einfaches Bad in solch einem doch eher luxuriösen Bad zu nehmen, würde erst recht dazu führen, dass Naoya sofort einschlief und das war nun ganz und gar nicht was er bezwecken wollte. Leise lachend legte Naoya nur eine Hand auf Harus Schulter und schüttelte vage den Kopf. "Danke, aber ich würde das Angebot annehmen, wenn ich draußen fertig bin. Ich will ja schließlich nicht die restliche Nacht nach Hafenwasser riechen.", murmelte Naoya daraufhin grinsend und drehte sich auf dem Absatz um, um wieder in den Hauptteil der Lagerhalle zurückzukehren. Die Tatsache, dass das Hafenbecken von dem Lagerhaus wirklich nicht weit entfernt war, war in diesem Moment aus Naoyas Sicht wirklich von Vorteil, weshalb er zügig seine Wertgegenstände, Handy und Geldbeutel aus den Hosentaschen sammelte, auf dem Tisch hinlegte und schließlich den Ausgang der Lagerhalle ansteuerte. "Ich bin in spätestens einer halben Stunde wieder da, dann würde ich das Angebot mit dem Bad durchaus annehmen... außer du möchtest mitkommen?", murmelte der Venom belustigt und blickte mit einer erhobenen Augenbraue noch einmal zu Haru zurück und musterte ihn. So wirklich konnte Naoya sich ja nicht vorstellen, dass Haru freiwillig in einem Hafenbecken schwimmen gehen würde. Der Venom wusste sicher nicht in welchen Verhältnissen genau Haru aufgewachsen war, aber Naoya war sich sehr sicher, dass der Jüngere nie unbedingt Geldprobleme gehabt zu haben schien. Es würde Naoya also nicht verwundern, wenn der Velvet einem Bad im Hafenbecken eher mit weniger Begeisterung entgegenkam.
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    • ___ Haru ___

      Er war davon ausgegangen, dass Naoya ein kaltes Bad nehmen wollte, weshalb er dem anderen auch direkt das Badezimmer zeigte, aber offenbar war das gar nicht der Plan des Älteren gewesen. Haruka war eindeutig zu müde um nachzuvollziehen zu können, was in dem Kopf des Venoms vorging. Zumal das ja selbst im wachen Zustand eine Kunst war. Etwas verwirrt sah er den Älteren dann also schon an, aber auch wenn er Naoya die meiste Zeit zum Kotzen fand und er ihm tierisch auf die Eier ging, hatte er schon immer gefunden, dass dieser Bastard ein verdammt schönes Lachen hatte. Gott ein Glück konnten die Menschen keine Gedanken lesen. Er würde das jedenfalls sein Leben lang verleugnen. Er wollte an dem Typen nichts Positives finden, wobei das der Zusammenarbeit wohl durchaus gut tat. Alles in allem waren sie beide heute verdächtig friedlich, vielleicht lag das auch einfach an der Übermüdung oder dem Fakt, dass sie beide eben Virus mehr hassten als einander. Der Feind meines Feindes ist mein Freund sagt man ja bekanntlich. Verwundert folgte Haruka also Naoya zurück in den Aufenthaltsraum und war noch verwirrter als der Andere plötzlich begann seine Wertsachen abzulegen. "Fängst du jetzt an vor mir zu strippen?", hakte er belustigt nach, ehe Naoya meinte er würde eine halbe Stunde verschwinden und ob er vielleicht sogar mitkommen würde. Okay jetzt war er noch verwirrter. "Was genau hast du vor?", fragte er also erstaunt nach. Als seinem armen übermüdeten Hirn aber dämmerte, was Naoya vorhatte, sah er ihn perplex an. "Du willst am Hafen schwimmen gehen?"


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    • Naoya
      Es war witzig, wie Haru einige Minuten brauchte, um zu verarbeiten, was Naoya da gesagt hatte und was der Brünette vorhatte und der entgeisterte Gesichtsausdruck während er die Frage stellte machte es sogar noch besser. Gut möglich, dass der Velvet ihn gerade für absolut verrückt hielt, aber das konnte Naoya in diesem Moment nicht gleichgültiger sein. Hauptsache war, dass der Venom nach einer kleinen Schwimmrunde im eiskalten Wasser deutlich wacher sein würde und dann sicher auch wieder mehr Energie hatte, um weiterhin sich sterbenslangweilige Überwachungsaufnahmen einen seelenverlassenen Gasse anzusehen, durch die wahrscheinlich noch nie ein Mitglied von Virus überhaupt gegangen war. "Bingo! Ob du mitkommen willst oder nicht, ist deine Sache...", meinte Naoya daraufhin schulternzuckend und setzte seinen Weg fort. Zügig verließ er die Lagerhalle der Velvets und fand sich wenige Minuten später an besagtem Hafenbecken wider, wo er ohne zu zögern sich daran machte sich seiner Kleidung zu entledigen. Lediglich seine Boxershorts behielt er an. Nachdem der Venom also seine Klamotten in Sicherheit an den Beckenrand gelegt hatte, nahm er ein wenig Anlauf und sprang mit Schwung in das eiskalte Wasser. Er war durchaus darauf bedacht nichts von dem dreckigen Wasser zu schlucken und er war sich auch ziemlich sicher, dass dies nicht unbedingt die gesündeste Idee war, die er jemals in seinem Leben hatte, aber augenblicklich spürte der Venom, wie sein Körper von diesem Kälteschock wieder erwachte und seine Müdigkeit langsam verschwand.
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    • ___ Haru ___

      "Bei deinem Glück springst du gegen ein Boot.", murmelte Haru belustigt von der Vorstellung. Er war zwar nach wie vor immer noch ein wenig perplex, aber irgendwie war das so eine typische Idee, die einfach nur Naoya haben konnte. Ehrlich hatte Haruka nie in Erwägung gezogen in das dreckige Hafenwasser zu springen, schon gar nicht, wenn er hier eine doch sehr nette Badewanne hatte. Seine Eltern würden durchdrehen....
      Kaum hatte er diesen Gedanken aber im Hinterkopf, zog er sich automatisch schon die schicke rote Lederjacke und die Armbanduhr aus, verstaute ebenfalls das Handy neben dem von Naoya und war dem Velvet gefolgt. Ein wenig verspätet, denn der andere war schon ins Wasser gesprungen und dachte wahrscheinlich nicht im Traum daran, dass Haruka das durchziehen würde. Grinsend zog er sich also im Schutz der Dunkelheit bis auf die Unterwäsche aus, nahm Anlauf und sprang direkt neben den anderen, dessen Silhouette er glücklicherweise erkannt hatte ohne Vorankündigung ins Wasser. Als er wider auftauchte, zog er scharf die Luft an. "Fuck ist das Kalt!" fluchte er lautstark. Das war eine unfassbar beschissene und massiv ungesunde Idee, zumal er vor einigen Wochen noch im Krankenhaus gelegen war, aber seit er bei den Velvets war, lebte er endlich und auch diese Raufereien mit Naoya brauchte er in seinem Leben. Jetzt wo alles einen Sinn hatte und er sich freute in den Tag zu starten, selbst wenn es mit langweiligen Überwachungsvideos verbunden war. Er liebte jeden einzelnen Moment. Diese Idee war verrückt und dennoch konnte er nicht anders, als anzufangen zu lachen. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass er vor Naoya in all der Zeit jemals so ehrlich gelacht hatte.


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    • Naoya
      Zugegeben war Naoya doch sehr überrascht gewesen, als Haru doch plötzlich am Hafenbecken auftauchte und wenige Momente später neben dem Venom ins eiskalte Wasser sprang. Sein lautes Fluchen über besagte Temperaturen ließen Naoya nur noch mehr lachen, wobei er das gut nachvollziehen konnte. Es war echt unfassbar kalt und Naoya war sehr gut bewusst, dass sie beide nicht so lange hier schwimmen könnten, sonst würden sie auf jeden Fall krank werden. Ganz besonders Haru, der ja vor gar nicht so langer Zeit aus dem Krankenhaus entlassen wurde. "Ich hätte nicht gedacht, dass du tatsächlich auch mit hereinspringst. Okay... um genau zu sein hätte ich nicht einmal gedacht, dass du mir überhaupt hierher folgst.", murmelte Naoya grinsend und schwamm etwas näher zu Haru, während er den frierenden Velvet in dieser Dunkelheit musterte. "Sag mir nicht, ihr habt euer Hauptquartier schon so lange hier und trotzdem bist du noch nie im Hafenbecken schwimmen gewesen?" Naoya hielt einen Moment seine Luft an, um kurz unterzutauchen, ehe er langsam wieder zur Wasseroberfläche zurückkehrte, sich die nassen Haare aus dem Gesicht strich und begann ein wenig gemütlicher um den Velvet herum zu schwimmen. Was Naoya nicht alles dafür tun würde, dass in der Nähe des Venom-Hauptquartiers ein geeignetes Gewässer wäre zum Schwimmen. Und der Gedanke nach diesem kleinen Ausflug ins Hafenbecken sich heiß abzuduschen, war sogar noch viel verlockender. Selbst wenn es im ersten Moment nicht so wirkte, aber aus Naoyas Sicht war diese Idee die beste die er seit langem hatte. Und wenn er ehrlich war stieg Haru sogar ein wenig bei ihm im Ansehen, dadurch, dass er nicht wirklich gezögert hatte und sich auch in das eiskalte Wasser geworfen hatte. Der Velvet fluchte zwar, aber sein Lachen war eindeutig lauter und er schien das sogar irgendwie zu genießen.
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    • ___ Haru ___

      Natürlich war das eine absolut bescheuerte und leichtsinnige Idee, aber Haru hatte nie zu der vernünftigen Sorte Mensch gehört. Sein Temperament war immer schwer zu bändigen gewesen, er war feurig, leidenschaftlich und das zeigte er nach außen. Mit seiner frechen Klappe machte er sich entweder Freunde oder Feinde, etwas dazwischen gab es nicht. Jetzt aber in diesem Augenblick, hier mit Naoya mitten in der Nacht in diesem eiskalten Wasser, wollte er nirgendwo lieber sein. Er wusste selbst nicht so genau woher dieser schräge Gedanke kam, aber hier waren sie beide nun und lachten, als wären sie jahrelang die besten Freunde. Die Aussage des Venoms war verständlich, weshalb Haru auch nicht böse darüber war und zitternd trotzdem schräg grinste. "Ganz ehrlich? Ich auch nicht.", er rieb sich fröstelnd die Arme. "Nun zumindest hab ich daran nicht mitten in der Nacht gedacht und am Tag sind hier Hafenarbeiter. Die fänden es sicher nicht ganz so cool, wenn jemand gegen ihre Boote springen." entgegnete der Velvet amüsiert. Natürlich könnten sie beide allein deshalb wieder einen Streit anfangen, einen sinnlosen Streit wie sie es immer taten, aber gerade musste er einfach nur lachen. Lachen über diesen abnormal bescheuerten und leichtsinnigen Einfall. Die nassen Haare hingen ihm ins Gesicht, weshalb er sich diese immer wieder nach hinten streichen musste, nur blieben sie dort einfach nicht, weshalb er dann aufgegeben hatte.


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    • Naoya
      "Ich muss gestehen... ich bin eigentlich ziemlich erleichtert wie gut unsere Zusammenarbeit läuft. Ich wusste, dass nicht alle Mitglieder sonderlich begeistert sein werden, aber zum Glück kommen die meisten mit der Situation gut klar. Es scheinen sich einige Freundschaften sogar gebildet zu haben und selbst diejenigen, die keine Fans dieser Kooperation sind, schieben ihren Stolz beiseite und sehen ein, dass es für uns alle das beste vorerst ist.", seufzte Naoya schließlich in die Stille des finsteren Hafens, während nur gelegentlich das Schreien von einzelnen Möwen und das Rauschen des Wassers zu hören waren. Der Umstand, dass diese doch seit Jahren rivalisierten Gangs so gut miteinander klar kamen und so gut kooperierten, grenzte nahezu an ein Wunder und Naoya fiel einmal mehr auf, dass sie sich gar nicht mal so unähnlich waren. Weder aufgrund ihrer Moral noch wie sie Probleme lösten. Abgesehen des ungeschrieben Kodex' der Gangs in Tokyo war das nun einmal auch nicht selbstverständlich, schließlich waren sie immer noch mehr oder weniger gesetzlose Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nicht alles entsprechend des Gesetzes regelten. Wie lange diese Zusammenarbeit anhalten würde, würden sie abwarten müssen und Naoya konnte nur hoffen, dass es weiterhin so gut lief, aber ein gemeinsamer Feind schweißte eben doch deutlich mehr zusammen als eine jahrelange Fehde, dessen Ursprung vermutlich keiner der beiden Gangchefs überhaupt noch kannte.
      "Warte..." Naoya setzte sich in Bewegung und schwamm näher an Haru heran, welcher genervt versuchte seine nassen Haare nach hinten zu streichen, während sie sich störrisch seinem Willen widersetzten. Kaum war Naoya dem Velvet direkt gegenüber, streckte er seine Hand aus und machte sich selbst daran Harus Haare nach hinten zu streichen, was zumindest bei ihm deutlich besser funktionierte als noch zuvor, als Harus es selbst verzweifelt versucht hatte. "So... jetzt müssten sie halten, solange du deine Haare in Ruhe lässt."
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    • ___ Haru ___

      "Ja, ich bin erstaunt das mein Kopf noch auf meinem Hals sitzt und ich dich auch noch nicht umgebracht habe", entgegnete Haru amüsiert, verstand aber was Naoya ihm damit sagen wollte und man hörte ihn dabei sogar hörbar lächeln. "Ich bin ehrlich gesagt erleichtert darüber. Ich gebe es ungern zu, aber die Zusammenarbeit ist das klügste, was wir hätten tun können und ich bin froh, dass sich unsere Gangs darüber im Klaren sind. Natürlich sind nicht alle begeistert, aber das war zu erwarten und es sind weniger als ich befürchtet hatte. Wir haben allerdings einen deutlich höheren Alkoholverschleiß." antwortete Haruka während er beim letzten Teil seines Satzes leicht lachte. Naoya hatte schon recht mit dem was er da sagte. Diese Kooperation hätte auch ziemlich in die Hose gehen können, schließlich hatten das die beiden Anführer mehr oder weniger über die Köpfe beider Gangs hinweg entschieden und auch nicht nach der Meinung der anderen gefragt, es war aber das Beste, was sie hätten tun können und glücklicherweise waren ihre Leute tatsächlich bereit ihr Ego hinten anzustellen. Es hörten zwar nicht alle auf die gegnerischen Chefs, aber im Großen und Ganzen funktionierte es. Haruka war auch unglaublich froh, dass er Kei an seiner Seite hatte, der sehr oft zwischen den einzelnen Parteien schlichtete. Irgendwie hatte er sich sogar schon zur Mama der Venoms entwickelt. Haru liebte diesen Kerl und ohne ihn wäre er eindeutig sehr aufgeschmissen. Selbst Naoya und Keisuke verstanden sich, soweit der Velvet das beurteilen konnte, ganz gut. Es war aber auch sehr schwer Keisuke nicht zu mögen. Während er so über ihren Zusammenschluss nachdachte, schob er sich immer wieder die Haare aus dem Gesicht, fluchte dabei leise, etwas das Haruka eben auch mit Leidenschaft tat ehe er es doch aufgab. Seine Haare waren eben wie ihr Besitzer, sie machten, was sie wollten. Als ihn Naoya aber plötzlich dabei unterbrach und ihm durch das Haar strich, konnte er gar nicht anders als geschockt dazustehen, ein Glück bewegte er wenigstens die Beine sonst würde er jämmerlich absaufen, und starrte den Venom an. Früher hätte er ihn dafür eine reingehauen, das wussten sie beide. "Uhm.....danke...", murmelte er aber stattdessen vor sich hin. Als plötzlich eine Weile Stille eintrat und Haruka sich weiterhin fröstelnd über die Arme strich, fügte er noch etwas leise hinzu. "....ich....hab dir auch wegen der Sache mit dem Unfall nicht richtig gedankt.....oder das du so oft bei mir im Krankenhaus warst.......danke..."


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    • Naoya
      "Jeder scheint zu sehen, dass wir gegen Virus zusammen deutlich stärker sind und sie sind erwachsen genug, um zu verstehen, dass eine Kopperation deshalb das Klügste ist.", meinte Naoya langsam nickend und deutlich ernster, als er es normalerweise war. Vielleicht war es das kalte Wasser, die späte Uhrzeit oder die Müdigkeit, aber heute war Naoya weder danach zu streiten, noch danach Haru auf die Palme zu bringen. Naoya war einfach... ruhig und entspannt. Es war gerade einfach ziemlich angenehm und vielleicht war dies sogar die erste Interaktion von Naoya mit Haru, wo der Venom nicht ohnehin schon gereizt war. Daran könnte er sich durchaus gewöhnen, denn zuweilen waren die ständigen Streitereien und Diskussionen zwischen ihnen wirklich kräftezehrend und verdammt nochmal ermüdend. Gut möglich, dass sie zur allgemeinen Belustigung in den Gangs dienten, aber Naoya stressten diese Situationen manchmal deutlich mehr, als er zugeben wollte. Als Gangchef hatte man selten wirklich seine Ruhe und zuhause konnte er sich auch nicht zwingend erholen... irgendetwas war schließlich immer los. Er liebte seine Familie und seine Gang sehr... aber manchmal kam in dem Achtzehnjährigen auch einfach nur die Sehnsucht auf, sich in einer Ecke zusammenzurollen und einfach nur Ruhe und Stille zu genießen.
      "Schon gut... Ich hatte ein wenig Mitleid, dich allein in einem Bonzenkrankenhaus zu lassen, ohne Aussicht auf Kontakt zu jemandem, der in der Realität lebt und nicht in dieser fucking rosaroten Traumwelt.", schnaubte der Brünette belustigt, nachdem er Harus Haare etwas gerichtet hatte und dieser sich bei ihm für die Besuche im Krankenhaus bedankte. Naoya hatte eine leise Ahnung, dass Haru aus einem Haushalt stammte, der eben in jener rosaroten Traumwelt zuhause war, denn andernfalls, hätte er es sich nicht leisten können dort auch nur einen Tag behandelt zu werden. Aber das war voll und ganz Harus Sache und die Tatsache, dass er ohnehin so wenig wie möglich über seine Familie und seine Lebensumstände sprach, machten es sehr offensichtlich, dass es ihm gewissermaßen unangenehm war.
      "Wollen wir langsam wieder aus dem Wasser heraus? Ansonsten muss ich dich schon wieder ins Krankenhaus fahren... und das ist ganz sicher nicht mein Hobby."
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    • ___ Haru ___

      Wahrscheinlich war er unterkühlt oder müde, jedenfalls war es äußert merkwürdig, dass diese Hand in seinen Haaren den jungen Velvet nicht störte. Es fühlte sich erschreckend angenehm an, was das Ganze nur noch merkwürdiger machte und sich Haruka unweigerlich fragte, ob er nicht doch gegen ein Boot bei dem Sprung gekracht war. Die Aussage bezüglich der Sache mit dem Krankenhaus, musste Naoya natürlich auf diese Art kommentieren, aber so ganz Unrecht hatte er damit nicht. Das war eine Welt in der Haruka hinein geboren wurde, dieses rosarot aber er hasste es. Er hasste alles daran. Ein Grund mehr weshalb er darüber nicht sprach. Er sprach darüber ja nicht einmal mit Kei. Dieser wusste grob um die Verhältnisse des Anführers der Velvet Bescheid, aber auch nur das nötigste. Der einzige der tatsächlich wusste wie es um Haruka stand, war Hiroto. "Ich würde lügen, wäre ich für dein Mitleid nicht ausnahmsweise dankbar. Es war schrecklich dort und hätte mich niemand abgelenkt, hätte ich wahrscheinlich irgendjemanden erschlagen, da war deine nervige Art sogar willkommen", brummte Haruka ein wenig spöttisch, allerdings nicht wie sonst über den Venom, sondern tatsächlich über das Krankenhaus und den Umstand. "Ist das ein indirektes ´ich mache mir sonst Sorgen um dich´?" schnurrte der Anführer der Velvet amüsiert über die nächsten Worte des Älteren. Für gewöhnlich wäre eine patzige Antwort seitens Haruka gekommen, dieses Mal war es eine kokette. Nun für alles gab es ein erstes Mal und Haruka hatte heute Abend wirklich nicht die Nerven sich zu streiten. Da er wirklich aus dem kalten Loch hier wollte, schwamm er zurück an den Rand und hievte sich aus dem Wasser, saß kurz auf dem im Verhältnis zu dem kalten Wasser warmen Rand, ehe dann doch aufstand und sich schüttelte. Es war wirklich kalt und ein ekliges Gefühl von nasser Unterwäsche und Hafengeruch. Wurde Zeit für eine heiße Badewanne. Grinsend drehte er sich zu Naoya im Wasser und reichte ihm die Hand. "Na komm schon, ich hab keine Lust das du mir den kompletten Abend rum rotzt."


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    • Naoya
      "Du kannst mich mal.", schnaubte Naoya amüsiert aufgrund der doch eher zweifelhaften Art und Weise, wie sich Haru bei ihm bedankte, aber der Venom verstand durchaus den Gedanken dahinter. Er war nicht blind und wenngleich Harus Familienverhältnisse irgendetwas mit dieser beschissenen Bonzenwelt zu tun hatte, fühlte sich der Velvet genauso wenig darin zugehörig oder wohl. "Tss... du hast so etwas wie Sorge gar nicht verdient. Wer auch immer mal dein Partner wird, ich habe jetzt schon Mitleid mit der Person. Eine Beziehung mit dir kostet mit Sicherheit jedem auch den letzten Nerv.", entgegnete der Brünette daraufhin augenrollend, schwamm aber ebenfalls langsam zurück zum Beckenrand, wo Haru bereits sich selbst aus dem Wasser gehoben hatte und nun sogar dem Venom seine Hand reichte, um ihm höchstwahrscheinlich aus dem Wasser helfen zu wollen. Diese Nacht war wirklich äußerst ungewöhnlich für sie beide, aber Naoya beschwerte sich ganz sicher nicht. Er genoss es in gewissermaßen, dass sie sich mal nicht an die Gurgel sprangen und sogar verhältnismäßig normale Gespräche miteinander führten.
      Zögerlich griff Naoya nach der entgegengestreckten Hand von Haru und hievte sich ebenfalls aus dem eiskalten Wasser, wobei die kalte Luft und der zusätzliche Wind ihn beinahe noch mehr frieren ließen. Wenn sie sich nicht schleunigst in der Badewanne aufwärmten, würden sie wirklich noch krank werden, aber eines war sicher: sie beide waren jetzt definitiv putzmunter. Eher beiläufig musterte Naoya den halbnackten Velvet neben sich, während er nach seinem kleinen Klamottenhaufen und seinen Schuhen griff und sich dann innerlich darauf vorbereitete gleich halbnackt, nass, barfuß und frierend über das Hafengelände zurück zum Lagerhaus der Velvets zu rennen. Er betete einfach nur, dass hier nirgends Glassplitter, Nägel oder Schrauben auf dem Weg verteilt lagen.
      "Wer zuerst zurück im Lagerhaus ist.", murmelte Naoya daraufhin grinsend an Haru gerichtet, streckte ihm die Zunge leicht raus und rannte kurz darauf auch schon los.
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    • ___ Haru ___

      "Das Kompliment gebe ich zurück Honey. Wer dich erträgt, hat meinen tiefen Respekt." neckte er den Venom amüsiert zurück. "Schmollst du wieder?" Haruka grinste amüsiert von sich hin. In seiner Stimme lag keine Aggressivität, eigentlich war es liebevolles necken. Ziemlich ungewohnt und Haru glaubte tatsächlich daran, dass es einfach an der Kälte lag und darum sein Hirn nicht richtig funktionierte. Mal ehrlich, warum sollte er sonst zu Naoya ´so´nett sein. Netter ist eine Sache, aber doch nicht so. Aber auch der Venom war durchaus weniger bissig als sonst und wenn Haru ehrlich war, war ihm diese Seite deutlich lieber. Natürlich machte es ihm Spaß sich mit dem Älteren zu zanken, aber es gab auch Momente in denen es ihn einfach schrecklich ermüdete. Er konnte für seine Gang nicht nachgeben, aber am liebsten hätte er bei ihren ewigen Zickereien abgewunken und wäre seiner Wege gegangen. Mal sehen wie lang dieser Frieden andauern würde, aber fürs Erste nahm Haruka das einfach mal so hin. Er könnte sich auch später noch dafür verfluchen. So zeigte er also auch guten Willen und reichte Naoya die Hand. Er unterdrückte den Drang sich den Spaß zu erlauben ihn einfach direkt wieder ins Wasser zu schubsen und zog ihn aus dem Wasser. Haru war ja schon ein wenig stolz auf sich. "Fuck ist das kalt...." fluchte er erneut, rieb sich die Arme und suchte seine Kleidung zusammen, ehe der Ältere plötzlich zu einem Wettrennen ansetzte. Zuerst blinzelte er verwirrt, bis Naoya auch schon losrannte. "Ey! Das ist fucking unfair, warte!" und doch rannte er dem anderen lachend hinterher. Was zur Hölle war nur gerade los? Da Naoya einen Vorsprung hatte, kam er natürlich vor ihm an, woraufhin Haru einen gespielten Schmollmund aufsetzte. "Scheiß Cheater." Aber es lag erneut keine Bosheit in seinen Worten. Irgendwie war er erschreckend gut gelaunt...


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    • Naoya
      "Du weißt gar nicht, wie ich drauf bin, wenn ich schmolle.", schnaubte der Venom amüsiert und schüttelte nur langsam den Kopf, während er sich von Haru aus dem Wasser helfen ließ und sich anschließend zitternd daranmachte seine Kleidung und Schuhe zusammen zu suchen. Dass er weder ein Handtuch dabei hatte, noch dass er den ganzen Weg barfuß wieder zurück gehen müsste, hatte der Brünette natürlich nicht bedacht, als er in das eiskalte Hafenwasser gesprungen war und nun konnte er gar nicht schnell genug zurück kommen um sich schleunigst im heißen Badewasser auf zu wärmen und schließend mit einer Kuscheldecke weiter Überwachungsaufnahmen anzusehen... soetwas hatten die Velvets doch sicher auch, oder? Kuscheldecken... Und so endete der Rückweg irgendwie in einem nicht ganz fairen Wettrennen zwischen den beiden halbnackten Gangchefs.
      Zu seinem Glück schien er auf dem Weg weder in Glasscherben, noch in Nägel zu laufen und die Steine auf der Strecke waren zwar auf der nackten Fußsohle unangenehm, aber bei weitem nicht so scharf, dass er sich verletzen konnte. Und zum Glück begegnete ihm auf dem Weg auch keine Person, die irgendwie in Frage stellen könnte, weshalb zwei halbnackte, pitschnasse Kerle nachts über das Hafengelände rannten. Naoya erreichte natürlich aufgrund seines Vorsprungs als erster das Lagerhaus, musste aber grimmig feststellen, dass ihm das doch wenig nützte, wenn die Lagerhalle nun mal abgeschlossen war und er eben doch auf Haru mit dem Schlüssel warten müsste.
      "Cheater? Von wegen? Ich habe nur meinen Vorteil genutzt. Und jetzt schließ endlich auf, damit ich mich endlich in der Badewanne aufwärmen kann! Gott... ist das scheiße kalt!", murrte Naoya zitternd aufgrund der Kälte, während er von einem Fuß auf den anderen trat, in der Hoffnung ihm würde dadurch ein klein wenig wärmer werden. Leider war das nicht wirklich der Fall. Die Sehnsucht nach einem heißen Bad war in diesem Moment größer als alles andere.
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    • ___ Haru ___

      "Ach die Schnute ist noch kein Schmollen?", antwortete er ihm grinsend und streckte ihm amüsiert die Zunge heraus. Er wusste nicht ob der andere das in der Dunkelheit überhaupt sehen konnte, aber das machte nichts. Er erkannte ja auch keine Schnute, also von daher, verstand man ja den Sinn dahinter. Als sie beide aus dem Wasser heraus waren, durchzog wahrscheinlich nicht nur Haru ein Frostschauer des Jahrhunderts. Scheiße war das kalt! Tokyo gehörte zwar garantiert nicht zu den kältesten Städten, aber das hier gerade war nicht förderlich für ihre Gesundheit und die Kälte zog sich durch alle Knochen. Unweigerlich merkte auch Haru seine Wunde, bzw. die Knochen die gebrochen waren. Ein widerliches Gefühl! Es wurde Zeit sich aufzuwärmen und das dringend! Zwar war es durchaus angebracht sich zu beeilen, aber irgendwie war das Ganze in einem Wettrennen ausgeartet, weshalb sie beide zurückrannten und dabei sicherlich mehr als nur dämlich aussahen. Klatsch nass und mit Kleidung in der Hand über den Hafen, ein Glück war es dunkel und sie bei ihrem Talent nicht irgendwo reingetreten. Haruka hätte niemals zu träumen gewagt, so etwas einmal mit Naoya zu tun. Naoya sein Lieblingsfeind. Wobei man den Venom nicht wirklich als Feind bezeichnen konnte, konkurrierender Rivale. Ihr Feind war immer noch Virus und um die mussten sie sich schleunigst kümmern. Allerdings nach der Badewanne. So waren sie also schnell zur Lagerhalle zurückgerannt, wo Naoya wohl endlich feststellte, dass er ohne Haru nicht hereinkam. Auch wenn ihm scheiße kalt war, konnte er sich ein triumphierendes Grinsen nicht verkneifen. "Oh, stellt der große Naoya nun doch fest, dass er ohne mich aufgeschmissen ist?", stichelte er ihn, schloss aber dennoch zügig auf. Glücklicherweise hieß sie direkt eine angenehme Wärme willkommen. "Badewanne", seufzte Haru schon sehnsüchtig.


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    • Naoya
      "Schnute... von wegen...", murrte Naoya mehr an sich selbst gerichtet und startete auch kurz daraufhin schon ihr kleines, nicht ganz faires Wettrennen, welches der Venom zwar gewann, dennoch auf Haru warten musste, da er natürlich keinen Schlüssel besaß, um sich selbst in das Hauptquartier der Velvets herein zu lassen. Wäre wohl auch seltsam, wenn der Anführer der Venoms einen Schlüssel für das Lagerhaus der Velvets hätte, um hier einfach hinein und heraus zu spazieren, wie es ihm gefiel. Sie arbeiteten zwar mittlerweile zusammen, aber so nah war die Kooperation nun doch nicht und schließlich würde Naoya Haru genauso wenig einen Schlüssel zu ihrer Bar geben. Also fror sich Naoya fast einige Körperteile ab, während er auf den Velvet wartete und stöhnte erleichtert auf, als dieser die Tür für sie öffnete und der Venom schließlich in die Wärme eintreten konnte. Schon allein das war ein echter Segen, aber das heiße Bad würde ohne Frage noch viel besser sein und diese ganze Aktion es wert machen. Zügig lief der halbnackte Brünette hinein, legte seine Kleidung und seine Schuhe bei seinen Sachen ab, ehe er auch schon zu dem Badezimmer eilte, welches ihm Haru kurz zuvor gezeigt hatte. Ehrlich gesagt war es ihm im Moment echt ziemlich egal, ob er alleine in die Badewanne steigen würde oder mit dem Velvet zusammen. Sein Körper sehnte sich gerade nur nach dem heißen Wasser und es war ja nun nicht so, als hätte Naoya Haru nicht schon nackt gesehen. Und diesmal waren sie beide schließlich auch nüchtern, da war es wenigstens ausgeschlossen, dass sie beide noch einmal zusammen im Bett landeten. So entledigte Naoya sich also noch seinem letzten Kleidungsstück und drehte den Wasserhahn mit dem heißen Wasser in der Badewanne auf, während er ungeduldig wartete, dass sie sich mit Badewasser füllte und er hineinsteigen konnte.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ