❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Kazuya ___

      Er war ja so verdammt uncool, ehrlich. Er brauchte seine Nerdverkleidung gar nicht, Kazuya schaffte es auch ganz von allein sich vor Daiki bis auf die Knochen zu blamieren. Wieso musste er sich vor dem Hellhaarigen nur immer so peinlich verhalten? Wie ein kleiner pubertärer Junge, der seinen ersten Schwarm hat. Nun eigentlich war Daiki auch sein erster Schwarm, nur über die Sache mit der Pubertät ließ sich streiten. Wobei diese bei Männern ja bekanntlich bis 21 ging. Oh Gott, er war ein pubertärer verknallter Jugendlicher! Warum erschießt ihn bitte niemand? Seufzend beobachtete er seinen Mitbewohner wie dieser in die Küche lief. Ja, zwischen ihnen war noch nicht alles geklärt, aber der größte Schritt war getan und allein die Tatsache, das er endlich Daiki in ihren vier Wänden wieder bei sich hatte war alles was im Augenblick für Kazuya zählte. Er hatte Daiki schrecklich vermisst und der Gedanke ihn für immer verlieren zu können, hatte ihm sprichwörtlich das Herz gebrochen. Kazuya liebte ihn und der Fakt das Daiki in sein Schul-Alterego verliebt war, schwebte weiterhin über ihnen. Das hatte aber im Augenblick nicht Priorität. Wichtig war, dass sie beide sich wieder annäherten. Auch wenn Kazuya Daiki vielleicht nie so haben könnte, wie er es sich erträumt, war er schon glücklich ihn einfach nur an seiner Seite zu haben. Das herzliche Lachen des Älteren löste ein verliebtes Kribbeln in seiner Magengegend aus, welches er versuchte gewissenhaft zu ignorieren. Gar nicht so einfach, fühlte sich eher an als würden seine Schmetterlinge mit Raketenwerfern um sich schmeißen. "Pudding war immer unsere Mahlzeit, wenn es Probleme gab.", murmelte Kazuya leise. "Vanille...."
      Als Daiki aber eine Frage bezüglich seiner Haare an ihn richtete, hörte zwar das Kribbeln auf aber ein Unwohlsein setzte dafür ein. Er wusste aber auch, dass sie darüber sprechen mussten und es auch Daikis Recht war es zu erfahren. Dieses Geheimnis hätte ihnen fast eine kostbare Freundschaft gekostet und das würde Kazuya nicht ein zweites Mal zu lassen. "Es ist eine Perücke, zusammen mit einer Brille ohne Stärke und einer Schuluniform, welche mir 3 Nummern zu groß ist."


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    • Daiki
      Ein kleines Lächeln schlich sich auf seine Lippen als Kazuya beinahe kleinlaut erwähnte, dass Pudding ihre Mahlzeit für Probleme wäre und so nickte der Blonde schließlich nur leicht amüsiert und setzte besagten Vanillepudding an, bereitete noch etwas Tee zu und nach einigen Überlegungen füllte er noch etwas Reis mit Wasser in ihren Reiskocher und ließ das Gerät arbeiten, während er aus ihrem Frostfach im Kühlschrank eine Dose mit eingefrorenem japanischen Curry, welches er in ein Wasserbad mit kochendem Wasser legte, damit dieses zügig auftaute. Normalerweise hätte er natürlich direkt ordentlich etwas frisches für sie beide gekocht, aber nach einem kurzen prüfenden Blick in ihren Kühlschrank, musste er feststellen, dass er Kazuya lediglich simples Omelett hätte anbieten können und schließlich war ihr Frostfach gut gefüllt mit eingefrorenen Mahlzeiten, die von Daikis vielem Kochen übrig geblieben waren. "Du bekommst dein Pudding, ich mach aber auch ein wenig Curry warm, du musst mir also auch versprechen etwas ordentliches zu essen. So wie ich dich kenne, hast du dich das Wochenende sicherlich kaum gesund und ausgewogen ernährt und heute ist das Essen bei dir vermutlich auch eher auf der Strecke geblieben...", murmelte der Größere und füllte den Vanillepudding in zwei Schälchen, sobald dieser fertig war, zauberte zwei Löffel aus ihrem Besteckfach hervor und kam dann zu Kazuya hinüber ins Wohnzimmer, wo er dem Jüngeren eines der Schälchen zusammen mit einem Löffel reichte und sich dann neben ihm niederließ. Die Frage die er anschließend stellte, störtenatürlich ein wenig die Unbekümmertheit und den 'Frieden' doch es hatte keinen Sinn die Wahrheit zu verleugnen, wenn sie beide doch ganz genau wussten, wer sie waren. "So ist das also...", meinte der Größere eher an sich selbst gerichtet und grübelnd, während einen Löffel seines Puddings aß und gedanklich sich vorstellte wie der Kleinere jeden Morgen ebenfalls sich hatte verschleiern müssen, während Daiki im Badezimmer stand und seine Haare ansprühte. Es grenzte an ein wahres Wunder, dass sie sich nie zuhause so in die Arme gelaufen waren.
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    • ___ Kazuya ____

      Daiki war einfach ein Magier in der Küche, anders konnte er ihn gar nicht bezeichnen. Der Hellhaarige bereitete jede seiner Speisen mit solch einer Leidenschaft zu, dass es ein wahrer Augenschmaus war ihm dabei zuzusehen. Nicht nur optisch versteht sich. Kazuya fragte sich ja, ob für Daiki nicht eine gastronomische Karriere die richtige Wahl war. So ein süßes kleines Restaurant würde ihm tatsächlich gut stehen. Nur ob es so eine gute Idee war Hobby und Beruf miteinander zu mischen? Am Ende hat man vielleicht an seinem Hobby dann keinen Spaß mehr und verbindet es nur mit Arbeit? Da aber der Abschluss immer näher kam, fragte sich Kazuya ja was Daiki geplant hatte. "Schon mal daran gedacht Koch zu werden?", fragte er ihn dann doch mit einem sanften Lächeln, während er den Älteren dabei beobachtete wie er förmlich durch die Küche schwebte und es nicht nur beim leckeren Pudding beließ, dessen Duft den ganzen Raum erfüllte und bei dem Kazuya schon das Wasser im Mund verlief, Daiki setzte auch noch etwas für ihr gemeinsames Mittagessen auf. Es war so schön dieses Bild, das er so lieben gelernt hatte, wieder vor sich zu haben. Sie waren nur ein Wochenende getrennt, aber es hatte sich wie eine Ewigkeit angefühlt. Bei der Aussage bezüglich des Essens schmunzelte er nicht leicht und sparte sich die Antwort. Es wäre wohl nicht klug zu erwähnen, dass ihn sein geliebter Mitbewohner kalt erwischt hatte. Wohl eher noch schlimmer, denn Kazuya hatte die Zeit über gar nichts herunter bekommen. Wobei er sich mal das ein oder andere Onigiri aus einem Konbini geholt hatte und einmal in der Schule einen Salat gegessen hatte, von dem er lieber nicht wissen wollte wie viele Bestandteile aus dem Periodensystem sich in diesem Dressing befanden. Er nahm also den Löffel entgegen "Danke. Ich freue mich darauf." Um von dem Thema etwas abzulenken, auch wenn das nächste Thema nicht besser war, beantwortete er die Frage des Älteren ehrlich."Möchtest....du sonst noch etwas wissen?", fragte er vorsichtig nach. Diese Geheimnistuerei tat ihnen einfach nicht gut und Kazuya konnte nicht zulassen, dass sie nochmal Gefahr liefen sich zu trennen. Nun sie waren nie zusammen aber....Gott er sollte lieber den Pudding essen. So nahm er also einen Löffel der noch warmen vanilligen Konsistenz und seufzte zufrieden. "Göttlich...."


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    • Daiki
      Während der Blonde sich dem Zubereiten des Puddings und des Currys widmete, erkundigte Kazuya sich währendessen bei dem Älteren, ob er als Karriere durchaus Koch erwogen hätte und ein wenig schmeichelte es dem Größeren ja durchaus, dass sein Mitbewohner ihm eine kulinarische Berufung zutraute. "Jetzt fängst du schon wie meine Mama an...", schmunzelte er amüsiert und legte den Kopf leicht schief, während er den Pudding in zwei Schüsseln füllte und diese schließlich mit hinüber zu Kazuya nahm. "Ich hab die Option noch nicht ganz ausgeschlossen, bisher habe ich mich aber auch noch auf keinen Berufszweig festgelegt. Ehrlich gesagt ist es seltsam darüber nachzudenken, dass ich bald schon einen Berufszweig wählen muss, dem ich dann die nächsten fünfzig Jahre folgen werde... Wie soll ich nach gerade einmal achtzehn Lebensjahren wissen, was ich das restliche Leben machen will?" Er nahm einen Löffel seines Puddings und mutmaßte währendessen, dass Kazuya sich nicht gerade gesund und ausgewogen die letzten Tage ernährt hatte und dass der Jüngere es vorzug, darauf lieber nicht zu antworten, war Daiki beinahe Antwort genug. Doch er beließ es lieber dabei und fragte nicht weiter nach, entschied sich stattdessen ein eher unangenehmes Thema anzuschneiden, um es nicht todschweigen zu müssen. Je länger sie vermieden darüber zu reden, umso schwieriger würde es definitiv werden. "Hm... ich war erst sehr verwirrt, was es mit deinem optischen und charakterlichen Wandel in der Schule auf sich hat, aber ich denke ich verstehe es so langsam... nachdem ich schließlich weiß, was mit deinen Brüdern geschehen ist... ich frage mich viel mehr, wie wir es ernsthaft jeden Morgen und jeden Nachmittag nach der Schule es geschafft haben uns nicht einander in die Arme zu laufen, obwohl wir zusammen wohnen und es doch eigentlich so leicht hätte sein müssen das ganze aufzudecken..." Daiki nahm nachdenklich einen weiteren Löffel des Puddings und musterte schließlich seinen Mitbewohner neben sich aus den Augenwinkeln. "Du musst dich sehr betrogen gefühlt haben, als du die Wahrheit erfahren ist... und selbst wenn es keine Rechtfertigung ist und nur ein sehr kleiner Trost... ich hatte an dem Tag nicht wirklich vor dich zu küssen. Nun... vielleicht nur einen kleinen Moment, aber ich hätte es nie und nimmer durchgezogen. Ich war selbst mehr als genug entsetzt darüber, dass ich dich überhaupt ohne deine Erlaubnis küssen wollte, weil ich dachte, du könntest dann sehen wie ernst ich es meine... aber Tatsache ist, ich habe dich sexuell belästigt und das ist egal unter welchem Umstand nicht entschuldbar..." Daiki schluckte schwer, legte den Löffel für seinen Pudding nieder und sah dann langsam wieder zu Kazuya. "Das musste ich noch los werden... tut mir leid..."
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    • ___ Kazuya ___

      Der Blonde musste bei dem Vergleich leise lachen. "Nun wenn ich nicht die einzige Person bin, die dir das sagt, solltest du es dir vielleicht überlegen.", schmunzelte Kazuya sanft. Es war immerhin auch als Kompliment an seine Kochkunst gedacht. Kazuya fragte sich ja, wie er jemals ohne die kulinarischen Fähigkeiten seines Mitbewohners überleben konnte. Er hatte sich inzwischen so an das Essen von Daiki gewöhnt, das alles andere nur noch nach etwas schmeckte, dass einen eben am Leben erhielt aber das war es auch schon. "Du hast mich eben mit deinem Essen verwöhnt. Ich werde deinetwegen total wählerisch, also musst du ein Restaurant aufmachen oder mich auf ewig bekochen." scherzte Kazuya amüsiert und futterte genüsslich den Vanillepudding. Bei jedem Bissen fühlte es sich an wie ein Stück Himmel und er schmunzelte glücklich vor sich hin. Amüsant, wenn man bedenkt das Kazuya bevor er Daiki kannte gar kein Süßigkeitenntyp war. Was Daiki aber ansprach bezüglich der Berufswahl und der Entscheidung dies für sein Leben treffen zu müssen, ließen den Blonden nur zustimmen. Ihm ging es ja nicht viel anders. "Damit hast du recht. Ehrlich gesagt hab ich keinen Schimmer was ich machen möchte." gestand ihm der Blonde dann nachdenklich. Tatsächlich hatte er echt keine Ahnung wohin es ihn in der Zukunft verschlagen würde. Vielleicht sollte er etwas mit PCs machen, aber da wäre er wieder beim Thema Hobby und Beruf zu mischen. Als das Thema dann doch wieder ernster wurde und Daiki erwähnte, dass es erstaunlich war, das sie sich nie in ihrer Aufmachung über den Weg liefen, ließen Kazuya das erste Mal darüber nachdenken. "Stimmt, aber vielleicht weil wir beide so kleinlich darauf geachtet haben, dass es nicht herauskommt?" überlegte er laut. Das Daiki aber den Kuss ansprach hätte er nicht erwartet und sich fast an seinem Pudding verschluckt. Nun eigentlich hatte er sich an diesem verschluckt und hustete kräftig. Sowas besprach man doch nicht bei Pudding! Es gibt Regeln! Jedenfalls blickte er mit leicht geröteten Wangen, sei es wegen seiner typischen Verlegenheit oder dem Husten der weiterhin im Hals kratzte, auf den er die Röte natürlich schob. Ehrlich gesagt brannten in Kazuya so viele Fragen, die er einfach nicht stellte, weil er eben ein absoluter Feigling war. Wie gern würde er wissen, ob Daiki ihn immer noch küssen wollte oder wie er für ihn empfand jetzt wo er wusste das Kazuya und Kisaragi die gleiche Person waren. "Ich....hätte dir vielleicht nicht direkt fast die Nase deswegen brechen müssen...." murmelte Kazuya leise. Seine Fragen überwogen den Fakt der Entschuldigung viel mehr, weshalb er gar nicht wusste was er darauf überhaupt sagen sollte. Nervös wackelte er unter dem Tisch mit dem Bein.


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    • Daiki
      "Ich soll allein für dich ein Restaurant eröffnen?", murmelte der Blonde leise lachend und hob dabei belustigt eine Augenbraue, während er eine Hand in seine Hüfte stemmte. "Wenn du darauf bestehst wirst du aber Kellner in dem Restaurant. Und vielleicht übernimmst du gleich noch mit die Buchführung, das Management, die Personalplanung und das Marketing... na? Klingt das gut?", entgegnete er daraufhin lachend und kuschelte sich etwas mehr in das Sofa neben Kazuya, während er seinen Pudding löffelte und das Thema langsam aber sicher zu etwas ernsterem wechselte.Es war dennoch wichtig weitestgehend erwachsen mit der Situation umzugehen, da sie nur mehr leiden würden, würden sie das Thema umgehen und jegliche Konversation darüber vermeiden. "Du hast zwar einen ganz schön Schlag drauf, aber meine Nase hast du ganz sicher nicht gebrochen. Die Sorge... oder den Stolz... je nachdem... kann ich dir auf jeden Fall nehmen. Ohne Frage hat es dennoch ganz schön weh getan. Aber nichts, was ein wenig Eis und ein paar Tage Ruhe... und Concealer nicht wieder wett machen können." Tatsächlich erkannte man bei Daiki wenn er ungeschminkt war immer noch einen lilanen Halbmond um sein Auge an jener Stelle, wo Kazuya ihn erwischt hatte, doch zum Glück hatte Daiki einen wirklich fantastischen Full Coverage Concealer mit dem er sogar Tattoos abdecken könnte. Nur zu schade, dass dieser unfassbar teuer war. Ein weiteres Geschenk seines Cousins, welches dieser ihm aus dem Ausland mitgebracht hatte. Woher auch immer der Blauhaarige exakt wusste, welchen Hautton Daiki hatte.
      Langsam blickte der Größere zu seinem Mitbewohner, welcher förmlich mit sich zu ringen schien und welchem man regelrecht ansehen konnte, dass ihm tausend Dinge durch den Kopf schwirrten. "Na frag schon... Wenn du die Fragen für dich behältst und unbeantwortet lässt, während du versuchst dir deine eigene Antwort dazu zu denken, wird es definitiv nicht besser und ich sitze gerade einmal hier und bin bereit alle Fragen zu beantworten, egal wie hart oder schmerzhaft sie sind."
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    • ___ Kazuya ___

      Diese dramatische Pose seines Mitbewohners lieferte ein fantastisches Bild ab, was ihn leicht zum Lachen brachte. Dann aber räusperte er sich und salutierte gespielt ernst. "Jawohl mein Kommandant, Sir Koch." er grinste Daiki amüsiert an. Kazuya hoffte inständig, sie konnten zu diesem kostbaren Teil ihres Lebens zurückkehren. Ihre eigene kleine heile Seifenblase die sie sich geschaffen hatten. Sie waren für einander da, sie teilen Freude und Leid und wurde alles zu viel kuschelten sie sich mit Pudding ein und schauten alberne Filme auf Netflix und Co. Ja, Kazuya hatte diese kostbare kleine Welt die sie sich geschaffen hatten geliebt und er würde alles dafür tun, konnten sie zu der Zeit zurückkehren. Allerdings war es verdammt wichtig, dass das was zwischen ihnen vorgefallen geklärt wurde und vor allem so geklärt wurde, dass sie weiter machen konnten. Dieser Zwischenfall würde immer zwischen ihnen stehen, aber vielleicht konnte sich daraus auch noch etwas viel Kostbareres entwickeln. Kazuya brauchte keine Beziehung, aber er brauchte ihre Freundschaft. Daiki war sein Halt geworden und ihn zu verlieren konnte er kaum ertragen. Schon der Gedanke daran ließ ihn schaudern und er hatte das Bedürfnis sich in die Arme des Hellhaarigen zu werfen. Als sie beide über den Schlag sprachen und sich Kazuya die Nase genauer besaß, die er schön demoliert hatte, verkniff er sich anzumerken, dass er sich eigentlich zurückgehalten hatte. Das würde die Sache nicht besser machen. "Es tut mir dennoch Leid.", antwortete er ihm ehrlich. Allerdings änderte es nichts an der Tatsache, dass in Kazuyas Kopf quasi ein Tornado an Fragen durchgefegte und das musste man ihm natürlich direkt ansehen. Darum war die Frage von Daiki verständlich, vor allem berechtigt und doch entwaffnete sie Kazuya vollkommen. Er starrte den armen Blondschopf hochrot einfach nur an. "Ich...also....ich glaube nicht, dass ich das fragen sollte. Es würde alles nur wieder komisch machen.....komischer als jetzt schon...."


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    • Daiki
      Kurze Zeit umspielte noch ein amüsiertes Lächeln seines Lippen, ehe Daiki sich zu Kazuya gesellte und einen deutlich ernsteren Tonfall einschlug, während er durchaus nicht zögerte ein Thema anzusprechen, was ihnen beiden vermutlich gerade ziemliche Magenschmerzen bereitete und dennoch wichtig war zu diskutieren. So oder so mussten sie gemeinsam darüber reden und es brachte absolut nichts das alles totzuschweigen. Damit würden sie höchstwahrscheinlich deutlich mehr Schaden anrichten als erhofft und sich so womöglich auseinanderleben. Ein Risiko das Daiki nicht wirklich eingehen wollte und die Tatsache, dass seine Taten in der Vergangenheit nicht gerade von Erwachsenheit gezeugt hatten, wollte er hiermit langsam aber sicher wieder gut machen... oder es wenigstens versuchen. Natürlich konnte er nicht vorhersehen, wie sich das ganze wohl entwickeln würde, aber hoffen und optimistisch sein war doch zumindestens immer ein recht guter Anfang. Als Daiki Kazuya aufforderte ruhig seine Fragen zu stellen, zögerte dieser vehement und warf ein, dass dies wohl nicht unbedingt eine gute Idee war. Einige Momente blickte Daiki den Jüngeren nur an, dann glitt sein Blick zur Uhr, er sprang wortlos auf und ging noch einmal in die Küche. Mit einer Tasse mit Tee kehrte er schließlich in das Wohnzimmer zurück und hielt jene Tasse dann dem Kleineren hin, während er ihm fast schon ein beruhigendes Lächeln schenkte. "Nimm einen Schluck, atme tief durch... und dann überlege noch einmal, ob du nicht lieber einfach deine Fragen los werden willst. Ich werde dich nicht dazu zwingen, aber du weißt auch nicht wie ich antworten werde. Die Antworten, die du dir gedanklich ausmalst könnten ganz anders sein als die, die ich tatsächlich geben werde. Ich verspreche jegliche Fragen zu beantworten, egal wie persönlich oder unangenehm sie sind und versuche dabei so neutral und sachlich wie möglich zu bleiben. Du musst dir also absolut keine Sorgen machen, egal welche Fragen dir im Kopf herumschwirren und welche Antworten du brennend wissen möchtest."
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    • ___ Kazuya ___
      Natürlich war die Reaktion von Kazuya alles andere als sinnvoll und zeugte von großer Feigheit, das gab er ja ehrlich zu. Er konnte aber einfach nicht unterdrücken das ihm der Gedanke Daiki nochmal verlieren zu können unglaubliche Angst machte. Das war es eigentlich, was der Blonde immer vermeiden wollte. Sich schon wieder jemanden annähern, verletzt und verlassen zu werden. Er mied Menschen ja nicht ohne Grund. Die misanthropische Einstellung des Blonden lag zwar zum einen daran, das er Menschen wirklich nicht sonderlich mochte und in Wahrheit sehr schüchtern war bzw. geworden war, sondern auch daran das er Angst vor ihnen hatte. Angst sich anzunähern. Er schämte sich für diesen erbärmlichen Charakterzug, aber als er allein gelassen wurde hatte er lernen müssen sich selbst zu beschützen. Kazuya wusste aber natürlich auch wie wichtig dieses Gespräch war und das er es irgendwann mit Daiki führen musste, aber verkraftete der Jüngere das jetzt schon? Das seine Beine unkontrolliert zitterten und er das Bedürfnis hatte jetzt ganz dringend Sport zu machen, waren extrem hinderlich und er verfluchte seinen Körper, diesen Verräter, der Daiki ganz klar zeigte, welche Sorge Kazuya hatte. Grummelnd versuchte er seine eigenen Beine festzuhalten - kläglicher Versuch, das nur mal am Rande. Als Daiki plötzlich aufsprang, vergaß er sogar einen Moment nervös zu sein, sondern sah ihm eher perplex hinter. Glücklicherweise hatte der Ältere nur Tee geholt und Kazuya schaffte es sogar wieder zu lächeln und dankbar den Tee anzunehmen. "Du hast recht, das weiß ich ja." seufzte er leise und nippte an dem frisch aufgebrühten Tee. "Aber ich möchte, das auch du alle Fragen stellst, die du wissen möchtest. Das Gleiche soll auch für dich gelten und nicht nur für mich", bat ihn der Blonde dann, ganz gleich wie schwer es ihm vielleicht auch fallen würde. Kazuya atmete tief durch, stellte die Tasse ab und sah Daiki an. "Ich....wie stehst du jetzt zu mir? Ich meine ich weiß was du für Kisaragi gefühlt hast, aber....wie denkst du über mich?" Ja er sagte zwar, das er sich mit einer Freundschaft zufrieden gab, aber er musste es wissen. Er musste wissen wie Daiki von ihm dachte. Mit einer Absage konnte er tatsächlich besser leben, als mit dieser ewigen Ungewissheit, solange Daiki nur bei ihm blieb.


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    • Daiki
      Nachdem der Blonde noch einmal aufgestanden und in die Küche gegangen war, um Kazuya einen Tee zu holen, schien der Jüngere tatsächlich etwas mehr bereit mit Daiki zu reden und ihm tatsächlich seine Fragen zu stellen, selbst wenn es ihn wirklich viel Überwindung zu kosten schien. Vorher versprach der Ältere noch ebenfalls Fragen offen zu stellen, damit sie so ehrlich wie möglich miteinander umgehen konnten, ohne weiterhin alles in Situationen hinein zu interpretieren. Als Kazuya dann aber sehr vorsichtig jene Frage stellte, die ihn offenbar am meisten zu beschäftigen schien, nickte Daiki langsam und atmete dann vage aus.
      "Ich kann dir leider jetzt noch keine klare Antwort dazu geben. Solange ich mir selbst nicht ganz sicher bin, wäre es unfair, dir entweder falsche Hoffnungen zu machen oder dich zu unrecht zu enttäuschen. Es fällt mir noch ein wenig schwer zu fassen, dass du ein und dieselbe Person bist. Für Kisaragi... wusste ich ziemlich klar, dass ich verknallt bin und mich von ihm angezogen fühle, weil da vorher nichts anderes war. Für Kazuya wiederum hat alles mit Freundschaft begonnen. Ich war mir sehr sicher, dass ich für ihn nur eine Art geschwisterliche Liebe empfinde, dann denke ich aber eben auch an die letzten Wochen zurück und bei manchen meiner Reaktionen und Aktionen ihm gegenüber bin ich mir nicht so sicher, ob hinter ihnen nicht sogar vielleicht noch mehr steckte. Vielleicht hat mein Unterbewusstsein ja irgendwie verstanden, dass ihr die gleiche Person seid... es ist wirklich noch zu früh das zu sagen... ich brauche wirklich ein wenig mehr Zeit um das alles einzuordnen... das ist die ehrlichste Antwort die ich dir geben kann.", beendete Daiki schließlich seine kleine Ausführung der Gefühle räuspernd, ehe er die Chance nutzt um selbst eine Frage zu stellen... eine Frage, die seine Verwirrtheit zumindest ein wenig beruhigen könnte.
      "Kisaragi... und Kazuya... ich hoffe du weißt, dass Daiki hundert Prozent die Person ist, die ich bin und der Ayaka aus der Schule mein Wesen hoffentlich nicht wirklich repräsentiert. Wie steht es mit dir? Sind sie beide zu gleichwertigen Prozenten Teile von dir oder wer ist der Kazuya Kisaragi, der mir hier gegenüber sitzt?"
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    • ___ Kazuya ___

      Es war eine ehrliche und freundliche Antwort gewesen, die ihm Daiki gegeben hatte. Er versuchte ihn nicht zu verletzten, aber auch nicht belügen und darum traf es den Blonden auch nicht wirklich tief. Er hatte nicht erwartet, dass ihm Daiki plötzlich seine Liebe gestand. Kazuya war viel mehr überrascht, dass der Hellhaarige es nicht ausschloss, aber einfach Zeit zum Nachdenken brauchte. Die brauchten sie beide und Kazuya war mehr als nur bereit ihm die zu geben. Solang er diese kostbare und wertvolle Freundschaft nicht verlor, war ihm selbst eine Absage egal. Das war auch etwas, dass ihm Daiki versprechen musste. Der Jüngere lächelte also sanft "Das ist vollkommen in Ordnung. Ich habe auch nicht erwartet, dass du die Antwort sofort parat hast, aber bitte versprich mir das diese Freundschaft erhalten bleibt. Diese Freundschaft bedeutet mir mehr als du dir vorstellen kannst und ich will dich unter keinen Umständen verlieren, ganz gleich wie deine Entscheidung ausfällt.", bat ihn der Blonde dann und stellte somit seine eigentliche Bitte, die ihn in Wahrheit so nervös machte. Kazuya hoffte, dass er damit nicht zu viel verlangte, aber er brauchte die Gewissheit, dass Daiki sich nicht von ihm abwendete. Das würde Kazuya nicht noch einmal verkraften, dann wäre er nämlich wirklich allein... Zwar näherte er sich endlich wieder Hajime an, aber das war etwas vollkommen anderes. In Wahrheit war Kazuya schrecklich einsam. Als ihm dann auch Daiki eine Frage stellte, legte Kazuya ein wenig schmunzelnd den Kopf schief. "Ich fühle mich jetzt ein wenig Schizophren." Dann aber schüttelte er den Kopf. "Ich habe nie einen Charakter vorgespielt, der ich nicht bin Daiki. Das bin alles ich, ich habe mich kein einziges Mal verstellt. Weder in der Schule noch hier, alles was du von mir kennengelernt hast, ist echt und ich. Das Einzige worin ich gelogen habe war die Verkleidung. Ich...Nein, das Ich, das du in der Schule kennengelernt hast, ist wie ich eigentlich immer bin. Dieser Aufzug ist so etwas wie eine Rüstung mein Schutzschild." Nein, er musste wahrscheinlich weiter ausholen, sonst würde man ihn nicht verstehen und er war Daiki diese Erklärung schuldig. "Es ist nicht so das ich mein Äußeres nicht mag, im Gegenteil. Ich finde mich ganz in Ordnung und jeder Mensch hört es gerne, wenn man jemanden gefällt oder für jemanden hübsch ist, aber mir hat das immer nur Ärger eingebracht. Es waren nicht nur meine Brüder, in der Schule war es nie anders. Meine sogenannten Freunde konnten mir nicht einmal sagen, welche Musik ich gerne höre oder welchen Filmgeschmack ich habe. Ich habe mir eingebildet ich hätte Freunde, aber sie hatten nie Interesse daran wie ich war. Ich habe einmal ein Gespräch mitbekommen, in dem sie von einem Mädchen, das mich mochte, gefragt wurden, was ich gerne mag. Sie konnten es nicht beantworten. Das Mädchen wollte wissen, wie sie nichts über mich wissen konnten wo wir doch befreundet sind und ständig zusammen abhingen. Die Antwort war, er sieht gut aus und ich beliebt, das reicht doch. Dann hatte ich später einen wirklich guten Freund, der unsterblich in ein Mädchen eine Klassenstufe über uns verliebt war. Er hat sie so sehr geliebt, dass es schon weh tat und mir pausenlos von ihr erzählt. Eine Woche später hat sie mir ihre Liebe gestanden. Als ich sie gefragt habe, warum sie meinen Freund nicht nimmt und mich doch nicht einmal kennt, sagte sie mir, dass ich besser aussehe. Mein Freund war am Boden zerstört und hat sich zwar Mühe gegeben mit mir befreundet zu sein, es aber einfach nicht mehr ausgehalten. Ich hab mir geschworen in der weiterführenden Schule, also auf der wir uns begegnet sind alles anderes zu machen. Ich wollte, das man mich für meinen Charakter mag und nicht für mein Aussehen. Ich war all die Aufmerksamkeit so Leid. Gott, ich hasse es im Mittelpunkt zu stehen, angestarrt zu werden oder sonstiges. Das ist aber nach hinten los gegangen, weil man mich statt in Ruhe zu lassen plötzlich versucht hat zu mobben. Dennoch war mir all das lieber, als das was ich davor erlebt habe...."
      Er fühlte sich bei seiner Offenbarung ziemlich nackt. Kazuya hatte das Innere seiner Seele komplett offen gelegt und hoffte, das ihn Daiki wenigstens etwas verstehen konnte.


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    • Daiki
      Ein kleines Lächeln umspielte Daikis Lippen, als Kazuya betonte, ihm wäre allem voran wichtig, dass sie beide ihre Freundschaft weiter aufrecht erhielten und mit allem anderen käme er durchaus klar. Aus der Sicht des Größeren stellte dies natürlich ganz und gar kein Problem dar, schließlich hatte er mit Kazuya bereits eine enge Freundschaft verbunden, bevor er die Wahrheit herausgefunden hatte und mit Kisaragi hatte er ja sogar noch tiefgehendere Gefühle verbunden, wenngleich er auch bei dieser Seite von Kazuya sehr glücklich gewesen wäre, lediglich eine Freundschaft aufzubauen. Es würde also ganz sicher nicht an Daiki in diesem Sinne scheitern. Stattdessen stellte sich beidem Blonden aber die umgekehrte Frage viel eher... "Kazuya... du bist mir hier zu Hause sehr ans Herz gewachsen und wie du ja mittlerweile weißt konnte ich dich in der Schule ebenfalls verdammt gut leiden... Aus meiner Sicht ist Freundschaft also definitiv mindestens drinnen. Ich sollte viel mehr derjenige sein, der dich fragt, ob du eine Freundschaft denn überhaupt mit mir möchtest, wenn du weißt, dass ich dir in der Schule das Leben zur Hölle gemacht habe und du mich gehasst hast.",murmelte der Größere sich räuspernd, ehe er sich in den Polstern des Sofas ein wenig mehr zurücklehnte und sich damit erlaubte nicht mehr ganz so steif Kazuya gegenüber zu sitzen, während der Kleinere mit seiner Ausführung begann, weshalb er sich in der Schule so verkleidete und was es genau mit seiner eher schroffen Art zu tun hatte. Zugegeben, Daiki hatte sich durchaus bereits etwas in dieser Richtung gedacht, schließlich hatte Kazuya schon mehrfach erwähnt, dass seine hübsche Optik ihm nicht gerade oft das Leben erleichterte und es schließlich einer der Gründe für die Auseinandersetzung mit seinen Brüdern war. Dennoch war es durchaus heftig diese Wahrheit so aus dem Mund des Jüngeren zu hören. Als Kazuya fertig war, nickte Daiki langsam und schente dem Kleineren ein vages Lächeln. "In Ordnung. Mehr Fragen habe ich erstmal nicht... wenn du auf keine weiteren Fragen hast, was hältst du von Curry? Das Essen dürfte so gut wie fertig sein."
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    • ___ Kazuya ___
      Ehrlich gesagt war der Blonde viel mehr überrascht, weshalb ihm Daiki nicht eher die Frage stellte, ob Kazuya überhaupt mit ihm befreundet sein konnte, wenn er doch Gefühle für ihn hatte und Daiki sich über seine nicht sicher war. Hatte sein Mitbewohner überhaupt verstanden, dass Kazuya Hals über Kopf in ihn verknallt war und vor lauter Gefühlen fast platzte? Das er jedes Mal, wenn er in der Nähe des Älteren war so lautes Herzklopfen hatte, als würden seine Schmetterlinge da drin kein Feuerwerk, sondern einen Staatsangriff durchführen? Bemerkte Daiki all das nicht? Vielleicht tat er das, aber versuchte es zu verdrängen, was es irgendwie verdammt schmerzhaft werden ließ. Allerdings hatte Kazuya sich bereits damit abgefunden, dass er Daiki niemals haben kann und diese Freundschaft das Kostbarste für ihn auf der Welt war. Darum war die Antwort, die er ihm stellte gar nicht so schwer zu beantworten. Ja, Ayaka hatte ihm eine beschissene Schulzeit bereitet, aber es war ja nicht so als hätte Kazuya davon einen Moralschaden davon getragen, schließlich hatte er sich gewehrt und dem Kerl sogar eine rein gehauen. Ja, er hatte ihn gehasst und einige Wörter hatten ihn mehr getroffen als er jemals vor Daiki zugeben würde, aber er hatte an diesem einsamen Wochenende beschlossen es gut sein zu lassen. Kazuya gehörte nicht zur nachtragenden Sorte Mensch, er war viel mehr aufopfernd und sanftmütig. Wie könnte er also den Menschen von sich stoßen, der sich so sehr für eine Entschuldigung ins Zeug legte, diesen Brief geschrieben und sogar in der Schule geoutet hatte? Er sah Daiki an das es ihm Leid tat und er sich ändern wollte. Kazuya war niemand, der jemanden keine zweite Chance gab. Darum schenkte er dem Älteren ein sanftes Lächeln. "Möchte ich."
      Ein anderes Gesprächsthema war der Grund für Kazuyas schulischen Auftritt. Von Daiki wusste er ja den Grund, aber Kazuya hatte bislang nicht unbedingt erzählt, weshalb er sich die Mühe einer zweiten Identität gab, wenn sich hinter der dicken Brille und den übergroßen Klamotten ein hübscher junger Mann befand. Er war es Daiki schuldig, auch wenn sich diese Art von Outing extrem entblößend anfühlte und bei Kazuya für einen Schauer sorgte. Glücklicherweise nahm es Daiki zur Kenntnis und fragte ihn nicht weiter aus. Das Gesprächsthema Curry war ihm da deutlich lieber. Lachend nickte er also. "Ja, ich möchte Curry."

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    • Naoya
      Ungeduldig kippelte der der brünette Venom auf seinem Stuhl, während einer von Harukas Leuten einen kleinen Vortrag darüber hielt, welche Beobachtungen er in der letzten Woche bezüglich Virus' gemacht hatte. Die meisten Mitglieder ihrer beider Gangs hatten sich für eine Besprechung in der Lagerhalle getroffen, welche die Velvets schon seit längerer Zeit als Hauptquartier nutzten. Im Gegensatz zum Stammpub der Venoms hatten sie hier wenigstens auch genügend Platz für doppelt so viel Leute und der Pub machte wohl kaum wirklich Umsatz, würden sie diesen ständig für Besprechungen schließen. Die Stühle hier waren aber definitiv deutlich unangenehmer und Naoya hasste die Neonröhren, welche die Halle beleuchteten. In dem Licht wirkte ausnahmslos jeder einzelne von ihnen unfassbar blass und kränklich. Ganz und gar nicht vorteilhaft. Gähnend hielt sich der Brünette die Hand vor seinen Mund, mittlerweile wirklich verdammt müde und gedanklich betend, das der kleine Velvet bald mal seinen Vortrag beendet hatte, wenngleich ihm noch drei Tage bei seiner Erzählung fehlten. Ohne Frage übertrieb es dieser ein wenig mit der Genauigkeit, schließlich hatte er es warum auch immer für wichtig erachtet fünf Minuten lang zu erläutern, dass er im Supermarkt der Meinung war einen von Virus' Leuten entdeckt zu haben, der sich aber zum Schluss nur als Verwechslung entpuppte. Mit seiner Müdigkeit kämpfend blickte Naoya in der Halle ein wenig umher, musterte sowohl seine Leute, von denen sogar Akio und Seiko die Augen geschlossen hatten und vermutlich eingeschlafen waren, so ruhig wie sie atmeten. Anko machte sich währendessen einen Spaß daraus von beiden unvorteilhafte Bilder zu machen. Naoya lenkte den Blick von seinen Leuten hinüber zu den Velvets und schließlich zu Haruka, der seit einigen Tagen tatsächlich wieder aktiv an ihren Besprechungen, Untersuchungen und Missionen teilnahm, nachdem er mit Nachdruck verständlich gemacht hatte, dass er wieder fit war und keine Ruhe mehr brauchte. Das Licht der Leuchtstoffröhren ließ zwar jeden kränklich wirken, aber Naoya war sich ziemlich sicher, dass der Velvet deutlich blasser als normalerweise war.
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    • ___ Haru ___

      Nachdem sie bei ihren letzten 2 Besprechungen seit letzter Woche festgestellt hatten, dass sich das Pub der Venoms für Besprechung aufgrund der Größe nicht sonderlich gut eignete und auch meistens darin endete, das mindestens einer betrunken war, hatten sie die heutige Besprechung auf die Lagerhalle der Velvets verlagert. Vom Platz her eindeutig sinnvoller und man lief weniger Gefahr nach der ein oder anderen Alkoholflasche zu greifen, auch wenn hier genug herumstand und Haruka sich seinen Traum einer ziemlich hübschen Bar in ihrer Lagerhalle endlich erfüllt hatte. Inzwischen gifteten sich die Velvets und die Venoms nicht mehr so sehr an wie es zuvor der Fall war und Haruka könnte schwören, dass sich bei dem ein oder anderen sogar eine Freundschaft entwickelt hatte. Allerdings bekam er davon nicht sonderlich viel mit. Seit er aus dem Krankenhaus entlassen worden war, hatte er sich alle Mühe gegeben die verpasste Zeit als Anführer, wieder aufzuholen. Er stellte nicht nur für die Velvets Nachforschungen an, sondern auch für die Venoms, versorgte sie mit Informationen, ließ seine Kontakte spielen und tat sein Möglichstes damit sie endlich voran kamen und er ebenso seinen Beitrag dazu leistete. Das Haruka dazu neigte sich chronisch zu überarbeiten war allzeit bekannt und natürlich appellierte sein Vize konstant an seine Gesundheit, was Haru wie er es immer tat gekonnt ignorierte und belächelte. Er war härter als er aussah und so schnell brachte man ihn nicht unter die Erde, auch wenn sich das genug Leute sicherlich wünschten, sein Vater mal mit eingeschlossen. Dieser hatte sich seit Wochen das erste Mal bei ihm aufgrund der Krankenhausrechnung gemeldet - ein echtes Herzchen. Einer seiner jüngsten Schützlinge hielt gerade einen Vortrag über seine neusten Informationen, was jeder in den Besprechungen tun durfte, wenn es etwas zu erzählen gab. So sehr er auch den Eifer und Ehrgeiz des Kleinen schätzte, langsam ging es selbst ihm an die Substanz. Haruka hatte die letzte Nacht mal wieder kaum geschlafen, dafür aber Naoya einige Fotos zukommen lassen, von dem er ein neues Versteck von Virus vermutete, ebenso die Information, welche er von Hawks hatte, dass sie wohl nun zu Waffen gekommen waren. Verdammt beschissene Neuigkeiten, aber verflucht wichtig. Inzwischen war tatsächlich so etwas ein gemeinsames Teamgefühl entstanden, zumindest teilte Haruka tatsächlich grundsätzlich seine Informationen mit Naoya sobald er welche hatte und bislang war es auch umgekehrt der Fall. Der Dunkelhaarige hoffte jedenfalls, dass ihm der Venoms nichts verschwieg. Seufzend griff er sich in den Nasenrücken, er hatte grässliche Kopfschmerzen und eine seiner Wunden vom Unfall war aufgegangen auf den Weg hier her, welche er sich lediglich provisorisch verarztete hatte. Er war ja nicht davon ausgegangen, dass der Kleine hier bereits seit 2 Stunden einen Vortrag hielt. Okay, wurde Zeit in zu unterbrechen.
      "Danke Ken, aber mach mal Platz."
      "Aber Chef, ich habe noch ein weiteres Indiz dafür, das der Kassierer ein Virus sein könnte!"
      "...wunderbar...bitte besprich das mit Keisuke. Es gibt etwas das ich euch sagen muss."
      Seit wann hatten sie eigentlich zwei Tische? Vorsichtig schritt Haruka an den Tisch und hielt sich einfach vorsorglich an der Tischkante fest. Oh...er sah inzwischen sogar Naoya doppelt. Als würde ihm nicht einer vollkommen reichen....
      "Ich habe es bereits Naoya mitgeteilt, aber offenbar ist Virus in Besitz von Waffen." Es herrschte fast panisches Gemurmel und von beiden Banden, teilweise wurde sogar die Luft scharf angezogen.
      Sein Kopf fühlte sich an wie ein fucking Karussell.
      "Wir sollten unbedingt...." weiter kam er allerdings nicht, da seine Beine daraufhin nachgaben und alles plötzlich schwarz wurde.


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    • Naoya
      Der Venom war Haru regelrecht dafür dankbar, dass er den kleinen Velvet unterbrach und ihnen allen damit wohl eine weitere Stunde voller ermüdender Langweile ersparte, in der Naoya höchstwahrscheinlich wirklich innerhalb kürzester Zeit tief und fest eingeschlafen wäre. Der Kleine musste definitiv daran arbeiten sich kurz zu fassen und Dinge auf das wichtigste herunterbrechen zu können... oder aber er könnte in Zukunft keine Ausspähmissionen mehr machen, weil jeder bei seinen Schilderungen der aufregenden Erlebnisse komplett wegnickte. Wenn der Junge für den Unterricht eine Zusammenfassung einer Geschichte schreiben musste, war besagte Zusammenfassung wohl dann auch länger als das Ausgangsmaterial. Naoya nahm sich fest vor Haru später darauf hin zu weisen, den Kleinen mal beiseite zu nehmen und ihm genauer zu erläutern, wie er seine aufregenden Erlebnisse besser zusammenfasste. Jetzt allerdings galt Naoyas Aufmerksamkeit aber viel mehr dem Anführer der Velvets, welcher selbst das Wort ergriffen hatte und die knappe Information mit den anderen teilte, welche er dem Venom bereits hatte zukommen lassen. Nun so im 'Rampenlicht' ihres Meetings wirkte Haru noch deutlich blasser als schon zuvor und die Erschöpfung stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben. Dieser Kerl hatte sich seit seiner Krankenhausentlassung mit Sicherheit maßlos überarbeitet und bekam dies nun zu spüren. Innerlich seufzend erhob Naoya sich langsam, bereit die Besprechung jetzt zügig zu beenden, damit sie alle Ruhe finden konnten, da rollten die Augen des dunkelhaarigen Velvets förmlich im Kopf nach hinten und die Spannung seines Körpers gab nach. Er sackte förmlich bewusstlos zu Boden und die Tatsache, dass Naoya in diesem Moment bereits gestanden hatte, war wohl der absolut einzige Grund, weshalb der Venom gerade noch so schnell genug bei Haru war, um wenigstens den Kopf des anderen beim Sturz zu beschützen, sodass die Gefahr sich zu verletzen am geringsten war. Alle Augen lagen schockgeweitet auf dem Velvet, während Naoya ernsthaft verfluchte, dass Minako gerade heute nicht anwesend war, da sie ihre Großeltern auf Kyushu besuchte. Also könnte sie nicht mal eben schnell herkommen, um Haruka zu untersuchen. So ein Mist!
      Mit angespanntem Kiefer und knirschenden Zähnen legte Nao erst einmal seine Hand auf die Stirn des anderen. Sie war leicht warm, aber nicht extrem heiß und obwohl einige Schweißperlen darauf lagen, schien Haru nur geringes Fieber zu haben. Zügig suchte der Venom ihn mit den Augen weiter ab und dabei entging ihm natürlich nicht der dunklere, feuchte Fleck, welcher sich über Harus Verletzung auf seinem Oberteil gebildet hatte und Naoya fast laut fluchen ließ. So ein verdammter Idiot aber auch! Dennoch würde es nichts bringen die anderen Velvets und Venoms jetzt unnötig aufzuregen oder ihnen Sorge zu bereiten, als setzte Naoya sein bestes Pokerface auf, während eine seiner Hände zu Harus Wunde glitt, um den Anblick des Blutes von den anderen abzuschirmen.
      Gespielt genervt verdrehte er die Augen und blickte schließlich zu den anderen auf. "Und das meine Lieben passiert, wenn ihr euch überarbeitet und viel zu wenig schlaft. Haru ist taff, aber eben auch kein verdammter Superheld... Das ist dann wohl unser Zeichen die Besprechung zu beenden. Lasst uns morgen weiter reden und tut mir einen Gefallen... geht jetzt bitte Heim und schlaft mal ordentlich. Ich habe keine Lust bald den nächsten vom Boden zu kratzen... Dann bin ich nicht mehr so sanft."
      Damit ging Naoya vorsichtig in die Hocke, legte Harukas Arme behutsam um seine Schultern, ehe er einen Arm unter den Rücken des Velvets gleiten ließ und einen unter seinen Knien positionierte und so schließlich Haruka hochhob. Der Kerl war definitiv schwerer als gedacht, zumal sie wahrscheinlich nicht nur gleich groß, sondern eben auch gleich schwer waren, aber das hieß nicht, dass der Venom es nicht schaffen würde ihn fort zu tragen. Noch immer darauf bedacht die kleine Blutlache auf Harus Kleidung abzudecken, lief Naoya langsam in Richtung Keisukes, blickte aber noch einmal über seine Schulter zurück zu den anderen, welche noch immer geschockt schienen. "Na jetzt geht schon, verdammt!", brummte der Brünette zu ihnen zurück, worauf sich die ersten langsam in Bewegung setzten. Dann wieder zu Keisuke blickend, wurde sein Gesicht langsam wieder ernster. Zuerst machte er den Eindruck nur an dem Vize der Velvets vorbeigehen zu wollen, während er Haru trug, blieb dann aber sehr knapp neben dem anderen stehen und murmelte so leise und bedeckt wie möglich. "Ich brauche eine Liege, auf der ich Haru ablegen kann, Verbandszeug und eventuell noch Medikamente..."
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    • ___ Haru ___

      Keisuke wollte sich gerade bereit machen zu seinem Chef zu rennen, da ihm nicht entgangen war wie unglaublich blass der Dunkelhaarige heute aussah und das definitiv etwas hier nicht stimmte und das lag eindeutig nicht an ihrem furchtbaren Licht in der Lagerhalle, welches Keisuke schon hundertmal austauschen wollte, da kam ihm der Venom zuvor. Ein wenig verärgert biss sich der Vize der Velvets ja schon auf die Unterlippe. Nicht wegen Naoya, sondern wegen sich selbst. Ihm hätte das Wohlergehen von Haru deutlich präsenter sein müssen, er hätte viel schneller eingreifen sollen, wo er doch Zeuge war wie sehr sich Haruka seit er das Krankenhaus verlassen hatte überarbeitet hatte. Nein, jetzt bemerkte es der Chef der rivalisierenden Gang vor ihm, es war peinlich. Keisuke machte Naoya selbstverständlich keinen Vorwurf, sondern war ihm dankbar. Keisuke wurde zwar oft genug gesagt, er klebt viel zu sehr an Haru und bemuttert ihn - so viel dazu. Wäre dem der Fall wäre ihm das aufgefallen, verflucht nochmal. Sein aufmerksamer Blick glitt natürlich sofort am Körper von Haruka entlang, besorgt das sich das bewahrheiten könnte, was er befürchtete und bevor Naoya die Wunde abschirmen konnte, erspähte der Velvet bereits den Blutfleck. Scheiße verdammt! Keiksuke blieb nach Außen hin ruhig, nickte seinen Leuten zu, dass sie gefälligst tun sollten, was Naoya sagte, auch wenn es seitens der Velvets einige Proteste gab, weil sie bei ihrem Anführer bleiben wollten. Nachdem Kei aber dann auch den letzten Velvet ermahnt hatte, er solle seine Autorität als Vize nicht infrage stellen, konnte er endlich der Forderung von Naoya nach kommen. Es war nicht so, dass sich Keisuke von einem Venom etwas vorschreiben ließ, aber er war vernünftig und erwachsen genug zu differenzieren, wann etwas angebracht war und wann nicht. Es wäre äußerst kindisch jetzt mit irgendwelchen Argumenten zu kommen, dass er ihm gar nichts zu sagen hatte, weshalb Keisuke es auch unterließ. So besorgte er also einen Erste Hilfe Koffer und auch einige Medikamente die sie hier lagerten. "Leg ihn lieber aufs Sofa. Haru bekommt einen Vogel, wenn er auf einer Liege am Boden aufwacht. Glaub mir, ich kenne ihn lang genug." Er half also Naoya den Dunkelhaarigen auf ihr Sofa in der Lagerhalle zu verfrachten. Zu zweit ging das Transportieren deutlich schneller und einfacher. Seufzend beugte sich Keisuke über seinen Chef. "Mir hätte das viel früher auffallen müssen...." murmelte er und knöpfte das dunkelgraue Hemd das Haru unter seiner roten Lederjacke trug auf, nachdem er ihn auch der Jacke entledigt hatte. "Danke für deine Diskretion." bedankte sich Keiksuke höflich wie er nun einmal war, fragte sich aber doch weshalb die Augen des Venom eigentlich konstant auf Haru lagen, äußerte sich hierzu aber nicht. Als Keisuke das Hemd aufgeknöpft hatte, erkannte er den komplett Blut durchtränkten Verband und schnalzte verärgert mit der Zunge. "Herr Gott nochmal Haru...."


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    • Naoya
      Kaum war Haru umgekippt, gab es eine klare Veränderung der Stimmung aller Anwesenden, doch zum Glück waren sowohl Naoyas Worte, als auf Keisukes eindringliche Forderung für die anderen zu gehen gut genug, damit die Velvets und Venoms langsam aber sicher die Halle verließen und schließlich nur noch Haruka, Naoya und Keisuke zurückblieben, wobei die beiden letzteren ihrer Sorge nun doch deutlich mehr Ausdruck verliehen. Nach Keisuke Anweisung, hatte Naoya den Anführer der Velvets vorsichtig auf das Sofa gelegt. Während der Venom selbst den Erste Hilfe Koffer entgegennahm, diesen öffnete und bereits nach dem nötigen Verbandszeug suchte, um Haruka neu zu verbinden, kümmerte Keisuke sich darum den Velvet seiner blutigen Klamotten zu entledigen, sodass sie einen wunderbaren Blick auf den blutigen Verband hatten. "Ernsthaft... du bist echt ein absoluter Vollidiot... und du willst der Anführer der Velvets sein...", grummelte Naoya nicht wirklich an irgendwen bestimmten gerichtet, sondern viel mehr als Verbalisierung seiner frustrierten Gedanken. Wenngleich die Worte recht harsch klangen, lag keinerlei Härte in seiner Stimme und er schüttelte vage den Kopf, um sich wieder zu konzentrieren und langsam zu Keisuke zu blicken, welcher sich bei ihm für die Diskretion bedankte. "Außer einder deutlich schlechteren Moral gewinnen wir nichts davon, wenn wir jetzt Panik verbreiten, nur weil der Dickkopf nicht auf sich selbst aufpassen kann. Das heißt aber nicht, dass ich diese Karte nicht irgendwann mal gegen euch ausspielen werde, wenn unsere Vereinbarung und Zusammenarbeit vorbei ist..." Eine eigenarte Art und Weise um zu sagen, dass Keisuke ihm nicht danken sollte, aber das kümmerte Daiki gerade an sich wenig.
      "Ich wünschte Minako wäre hier... bei ihr wäre haru wenigstens in guten Händen...", kommentierte Naoya, während er sich langsam daran machte vorsichtig den schmutzigen Verband von Harukas Haut zu lösen, ohne ihm dabei groß Schmerzen zuzufügen oder die Wunde noch mehr zum Bluten zu bringen.Warum musste auch gerade dann soetwas geschehen wenn der Doc auf Reisen war? Frustrierend.
      Langsam atmete Naoya ruhig aus, als sich auch der letzte Rest des Verbands von Harukas Wunde löste und die wieder aufgerissene Wunde freilegte. Sie blutete nicht sehr stark, aber die Kombination aus Überarbeitung, Müdigkeit, Vernachlässigung der Gesundheit und einer aufgerissenen Wunde konnte schnell unangenehmer werden als gedacht. Den dreckigen Verband warf der brünette Venom erst einmal vorerst beiseite und griff dann zu einer Kompresse welche er anschließend auf die blutende Wunde drückte und mit Verbänden auf dem Oberkörper des Velvets fixierte. "Er scheint leichtes Fieber zu haben... Habt ihr einen Fiebersenker oder Schmerzmittel bei euren Medikamenten dabei? Ich denke das könnte bereits etwas helfen..."
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    • ___ Haru ___

      Keisuke schenkte den Venom bei diesen Worten einen verärgerten Blick. "Er ist der beste Anführer den wir uns wünschen können. Ja, er mag leichtsinnig ein, aber wir lieben ihn alle. Er kümmert sich besser um uns als du dir vorstellen kannst..." In der Stimme von Naoya lag keine Aggressivität, aber Keisuke hatte das dringende Bedürfnis seinen Chef dennoch zu verteidigen, schließlich lag ihm Haru unglaublich am Herzen. Viele wussten nicht was Haru für ihn alles getan hatte und Keisuke war niemand der etwas vergaß, schon gar nicht, wen jemand gut zu ihm war. Sanft strich er dem Anführer der Velvets durch das Haar und seufzte leicht. "Er ist ein bisschen wie ein Kind, aber er hat ein großes Herz. Was deine Karte angeht, nur zu. Wir Velvets begleichen immer unsere Schuld und ich würde lügen, wäre ich dir im Augenblick nicht dankbar." Keisuke machte sich also daran das Hemd von Haru zu öffnen und die offene Wunde Preis zu geben, während der Venom irgendeinen Monolog bezüglich der fehlenden Ärztin führte. Zugegeben hätte Keisuke sie im Augenblick auch gerne hier. Er hatte zwar minimale Grundkenntnisse was Wundversorgung anging, aber das war nun wirklich kein Vergleich zu einer Ärztin und er konnte nur das Nötigste tun, falls das überhaupt half. Ein Schulsanitäterkurs war wohl kaum etwas mit dem er hier angeben konnte. Als sie beide die Wunde versorgten, fragte ihn Naoya nach fiebersenkendem Mittel, woraufhin Keisuke nickte. "Ich müsste hier etwas haben." Kei durchforstete die Medikamente und fand glücklicherweise ziemlich schnell was er suchte und holte schnell eine Wasserflasche, damit Haru die Tablette auch schlucken konnte. Apropos schlucken. "Uhm...wie geben wir sie ihm?", hakte Keisuke nach. "Soll ich sie klein machen?" Haruka konnte im bewusstlosen Zustand ja wohl kaum eine ganze Tablette schlucken. Zumindest wüsste Keisuke nicht wie das gehen sollte.


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    • Naoya
      Die verärgerten Worte von Keisuke nahm Naoya sich nicht wirklich zu Herzen. Er wusste der Vize machte sich einfach nur Sorgen um Haruka und verband mit ihm eine längere Freundschaft und enge Verbindung. Zumal Keisuke auch im Gegensatz zum Anführer der Velvets eher ein ernsterer Mensch zu sein schien und sich wohl weniger sarakastisch äußerte. Vielleicht wusste der Vize auch, dass Naoya seine Worte nicht ganz so ernst meinte... "Was hilft es, wenn er sich fantastisch um alle anderen kümmert, aber nicht um sich selbst? Ein Anführer sollte lernen, dass auch sein eigenes Wohlergehen zum Wohle der anderen ist. Wenn er sich vernachlässigt, passiert soetwas und ich denke dir ist ebenfalls bewusst dass die Velvets darunter leiden, wenn Haruka leidet." Vorsichtig drückte Naoya den Verband sicherheitshalber noch einmal ein wenig an, damit dieser auch wirklich gut hielt. Er war nicht schön, würde aber erst einmal passen und einmal mehr war Naoya glücklich, dass Minako darauf bestand zumindestens den engeren Kreis der Venoms regelmäßig mit simplen Informationen über Verarztung und Wundheilung zu unterrichten. Eben für solch einen Fall, dass sie eben mal nicht anwesend war.
      "Ich bin weit davon entfernt ein perfekter Anführer für die Venoms zu sein, aber das woran es mir mangelt, wird durch meine engsten Vertrauten wieder wett gemacht. Mir war bewusst, dass Haruka nach dem Krankenhausaufenthalt sich vernachlässigen würde. So ist er nun einmal... so war er schon immer... Selbst wenn wir nie Freunde waren, kennen wir uns doch schon recht lange und das ist einfach sein Charakter. Diese Schuldgefühle, die er für euch empfindet, dieses strenge Pflichtbewusstsein, das er hat und dieser Drang die verlorene Zeit wieder aufzuholen sind Seiten an ihm, die er immer haben wird. So ist er einfach... ich denke so ist jeder gute Anführer in gewisser Maßen. Eure Aufgabe ist es, auf ihn aufzupassen. Ihn nach Hause zu schicken, wenn er sich überarbeitet, ihn zum schlafen zu zwingen, wenn er maßlos übermüdet ist... Ihr seid eine Familie und es ist vollkommen in Ordnung ihm strenge, mahnende Worte zu sagen und ihm zu seinem Wohlergehen zu zwingen. Das hat nichts damit zu tun den Anführer der Velvets zu diskreditieren und es hat schon gar nichts mit Respektlosigkeit zu tun... Damit zeigt ihr ihm, dass er ihn genauso liebt, wie er euch liebt und dass kleine Schwächen eines Einzelnen auch zu der Stärke der Gruppe führen kann." Womöglich wollte Keisuke solch eine Ansprache jetzt absolut nicht vom Anführer der Venoms, ihrer Rivalen, hören, aber Naoya wollte es zumindest gesagt haben. Es waren Worte, die Tadashi ihm seinerzeit mitgegeben hatte, als er die Venoms verließ und sie in Naoyas Obhut gab und er hatte schnell gelernt wie schwer es in dieser Position war Hilfe anzunehmen, wenngleich man wusste, dass man sie nötig hatte. Keisuke sollte sich diese Worte zumindest einmal durch den Kopf gehen lassen... mehr erwartete Naoya ja gar nicht.
      Als der Venom sich dann nach dem Fiebermittel erkundigte, seufzte er leise und nickte dann. "Du hast recht, daran habe ich nicht gedacht. Dann müssen wir wohl erstmal auf Medikamente verzichten." Langsam stand der Venom von der Seite des Sofas auf und lief zum nächstgelegenen Badezimmer, welches er schon beim ersten Eintreten hier ausgemacht hatte, wo er sich eines der Handtücher schnappte, dieses in kaltem Wasser einweichte, ordentlich ausdrückte und dieses schließlich vorsichtig auf die Stirn des Velvets legte, nachdem er zu dem Sofa zurückgekehrt hatte. Das ganze erinnerte ihn sehr daran als er vor zwei Jahren tagelang an Amaris Bett gesessen hatte, um sich um seine jüngste Schwester zu kümmern, welche damals an einer schweren Angina gelitten hatte.
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