❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Haru ___

      Keisuke hatte das Bedürfnis dem Venom an den Kopf zu werfen, dass er sich seine altklugen Kommentare sonst wo hinschieben konnte, aber er sagte darauf nichts. Das Problem an der Sache war, das Naoya leider nicht ganz Unrecht hatte und es Keisuke demnach auch nicht zustand daraufhin irgendetwas zu seiner Verteidigung zu äußern. Er hatte als Vize versagt und das war amtlich und sich der Ältere auch durchaus bewusst. Er wusste genau wie Haru tickte, wie sehr er sich für die Gruppe aufopferte und trotzdem hatte er nichts gesagt. In gewisser Weise waren die nächsten Worte ja sogar ein kleines Lob an Haru und eine Kritik an Keisuke bzw. den Velvets, die nicht gut genug auf ihren Anführer achteten und damit hatte Naoya recht. Für sie erschien Haruka immer allmächtig, unbezwingbar und als könnte ihm nichts anhaben, aber er war auch nur ein Mensch und auch er konnte verletzt werden. Das waren Fakten, die sich auch Keisuke immer wieder ins Gedächtnis rufen musste. "Du klingst wie Hiroto....Herrje, ich gebe mich ja schon geschlagen.", seufzte Keisuke leise, lächelte aber leicht und blickte kurz zu Naoya. "Wir werden wahrscheinlich nie wirklich befreundete Gangs werden, aber ich bin inzwischen doch ganz froh euch hier zu haben." Das war wahrscheinlich das größte Kompliment, dass man einem anderen Gangmitglied machen konnte und Keisuke würde sich sicherlich nicht wiederholen. Da sich die beiden Krankenpfleger gerade auch bewusst wurden, dass man einem Bewusstlosen keine Tabletten einflößen konnte, mussten sie auf alt herkömmliche Weise versuchen das Fieber herunter zu bekommen. Naoya begab sich also ins Badezimmer, während Keisuke noch einmal die Verbände überprüfte und Naoya zurückkehrte mit einem Handtuch für die Stirn des Velvets. Als plötzlich das Handy von Keisuke klingelte, grummelte er unglücklich darüber jetzt telefonieren zu müssen, aber das war ein Anruf, den er nicht ablehnen konnte. "Kannst du bitte auf ihn aufpassen? Ich beeile mich." daraufhin verließ Keisuke den Raum, in der Hoffnung das Naoya ja nichts Dummes anstellte.
      Haru währenddessen kam langsam wieder zu sich und blinzelte verwirrt gegen das Licht der Lagerhalle und ertastete ein nasses Etwas auf seiner Stirn. Was hatte er verpasst?


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    • Naoya
      Es folgte einige Ruhe nach Naoyas kleiner Ansprache, ehe Keisuke sich erstaunlich ruhig äußerte und Naoya mit dem ehemaligen Anführer der Velvets verglich. Der Venomn war sich nicht zu hundert Prozent sicher, welche Beziehung Tadashi und Hiroto seiner Zeit zueinander hatten, aber die Tatsache, dass diese Worte wohl von beiden kommen könnte, sagte doch durchaus ein wenig über die beiden ehemaligen Anführer aus. Dass Keisuke sich nun Schuldgefühle einredete entging Naoya auch nicht unbedingt, aber dies würde nun wahrscheinlich einen Teufelskreis darstellen, würde er Keisuke erklären, dass für ihn das gleiche galt und er auch nicht die Schuld auf sich ziehen sollte. Sie mussten eine Balance finden in der die Schwäche des einen nicht zu Schuldgefühlen des anderen führte, sondern sie lernten sich ohne Probleme gegenseitig zu unterstützen. Aber das würde Naoya ein andermal ansprechen. "Wir müssen keine Freunde werden, aber die Velvets und die Venoms haben sich schon vor Haru und mir einen gewissen rivalisierenden Respekt geschenkt und das ist vermutlich auch nicht ganz unwichtig... aber es freut mich, dass Minako nicht der einzige Grund für dich ist mit den Venoms zu sympathisieren." Letzteren Teil fügte Naoya doch nicht mehr ganz so ernst mit einem kleinen wissenden Grinsen hinzu, ehe auch schon Keisukes Handy begann zu klingeln und der Vize der Velvets sich kurz entschuldigte, um das Telefonat entgegen zu nehmen. Kaum hatte besagter Velvet den Raum verlassen, regte sich Haruka langsam und blinzelte langsam mit den Augen, was Naoya ein wenig beruhigt ausatmen ließ, während er sich vorbeugte und vorsichtig seine Hand Harukas Wange und Stirn zu legen, um zu schauen, ob die Temperatur bereits ein wenig herunter gegangen ist. "Ich denke wir sind alle bei dem Vortrag deines kleinen Velvets fast eingeschlafen und haben gehofft, dass die Besprechung bald zu Ende ist, aber du Dramaqueen übertreibst es direkt. Es hätte auch gereicht, wenn du einfach die Besprechung für heute beendet hättest und den Rest auf morgen verschiebst. Ohnmächtig umzukippen ist selbst für meinen Geschmack zu dramatisch."
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    • ___ Haru ___

      Gott er fühlte sich wie gegessen und wieder ausgespuckt, anders konnte er es nicht bezeichnen und ehrlich gesagt fiel ihm auch keine passendere Beschreibung ein. Als er langsam aufwachte, fragte er sich was passiert war und versuchte irgendwie wieder zu rekonstruierten, was er verpasst hatte, allerdings fehlte ihm jegliche Erinnerung daran. Haru erinnerte sich an den zähen Vortrag seines jüngsten Velvets und danach ist alles dunkel. Sein Kopf dröhnte und es dauerte einen Moment bis er sich an das starre Licht ihrer Lagerhalle gewöhnt hatte. Wollte Keisuke die nicht auswechseln? Er sollte ihn nochmal daran erinnern. Als Haru seinen Kopf zur Seite drehte, spürte er die kühle Hand von jemanden an seiner Wange und an der Stirn. Moment was war hier eigentlich los? Als Haru realisierte wer ihn da berührte, riss er die Augen geschockt auf und versuchte die Worte des Venom zuzuordnen. "Umgekippt....ich stehe wohl auf dramatische Abgänge...", murmelte Haru belustigt und fasste sich an den Kopf. "Ich erinnere mich nicht, was ist passiert? Bin ich vor allen umgekippt? Scheiße....sie machen sich sicher Sorgen..." Haru versuchte sich aufzurichten, bemerkte die Bandage und blickte sich in der leeren Halle um. Wo waren alle hin? Hatte ihn Naoya verarztet? Irgendwie erinnerte ihn die Szene ein wenig zu sehr an seinen Krankenhausaufenthalt. Naoya war überraschend oft an seiner Seite gewesen. Irgendwann hatte sich Haruka tatsächlich daran gewöhnt, weshalb wahrscheinlich auch jetzt der Anblick von Naoya neben ihm schneller verdaut war als gedacht. "Wo sind alle hin?", hakte er nach. Sich aufzurichten war schmerzhafter als gedacht, aber machbar und so war es mehr eine halb liegende Position, die er eingenommen hatte, ehe er Naoya ansah. "Lass mich raten, das wirst du mir ewig vorwerfen?"


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    • Naoya
      Langsam schien Haru wieder zu Bewusstsein zu kommen und für einen Moment überlegte Naoya Keisuke zu rufen, damit dieser eilig zurückkehrte, aber der Anruf schien wichtig zu sein und womöglich schadete es auch nicht, wenn der Velvet erstmal langsam aufwachen und etwas durchatmen konnte, ehe der übermäßig besorgte Vize zurückkehrte. Naoya sah zu, wie sich Haru stöhnend langsam aufrichtete und reichte dem Velvet erst einmal ein Glas Wasser, ehe er den anderen ein wenig skeptisch, ein wenig besorgt aber allem voran resignierend musterte. "Wenn du nicht angeschlagen wärst, würde ich dir jetzt in den Hintern treten, aber das spare ich mir wohl auf, bis deine Wunde nicht mehr blutet und du kein Fieber mehr hast...", grummelte der Brünette und hielt dem Anderen dann das Fiebermedikament hin, während er auf das Wasserglas deutete. "Nimm das... dann geht deine Temperatur wenigstens etwas herunter." Ehe Naoya dem Velvet seine Fragen beantworten würde, bestand er erst einmal darauf, dass dieser das Medikament einnahm und kaum war Haruka seiner Aufforderung Folge geleistet, setzte Nao sich ein bisschen entspannter hin und ließ dann langsam seinen Blick umhergleiten. "Du hast euren kleinen Velvet unterbrochen, wolltest gerade eine Ansprache halten und plötzlich bist du vor aller Augen umgekippt. Ich habe es auf deine Überarbeitung und Übermüdung geschoben, aber wir beide wissen, das ist nur die halbe Wahrheit und ich denke, dass das dem ein oder anderen von deinen Leuten auch bewusst ist. Keisuke und ich haben daraufhin alle nach Hause geschickt, damit wir uns um dich kümmern konnten... Ich habe Keisuke vorhin schon eine kleine Ansprache gehalten, aber ich habe das Gefühl du hast sie auch irgendwie nötig... Haru, achte verdammt nochmal auf dich selbst! Mir ist bewusst, dass du verlorene Zeit aufholen möchtest und aus diesem Grund nicht schläfst und umso mehr arbeitest, aber das ist schon eine unfassbar beschissene Idee für gesunde Menschen und du bist ganz und gar nicht fit und gesund. Ganz im Gegenteil... behalte deine Gesundheit im Blick und nimm Hilfe an wenn nötig. Du hast viele Leute um dich, die dich ehrlich lieben und respektieren und diese Leute können vielleicht nicht immer riechen, wenn es dir scheiße geht, aber sie würde mit Sicherheit sofort alles für dich tun, wenn du nur mit ihnen redest. Wir beide sind keine Freunde... ich bin dein Rivale, der Anführer eurer gegnerischen Gang und trotzdem kann ich dir sagen, dass Leute in unserer Position nicht perfekt sein müssen und alles Schultern, was sich der Gang in den Weg stellt. Wir sind auch nur Menschen und wir sind im Endeffekt immernoch ziemlich jung... Tadashi meinte mal, dass ich als Anführer der Venoms zwar mehr Verantwortung übernehme und die Augen der anderen immer auf mich gerichtet sein werden, wir aber noch immer eine große Familie sind und eine Familie hilft sich gegenseitig und unterstützt einander. Wenn du deinen Leuten - und wenn es auch nur wenige Auserwählte sind - mitteilst, mit welchen Sorgen du gerade kämpfst und was diese Schuldgefühle mit dir machen, könnt ihr vielleicht sogar alle gemeinsam stärker werden, als wenn du alles nur in dich hineinfrisst, deine Grenzen missachtest und wie heute plötzlich ohnmächtig wirst. Deine Leute machen sich sicher Sorgen und sind verunsichert, was mit dir geschieht... das schadet eurer gesamten Familie... verstehst du?"
      Es musste seltsam sein für die Velvets... erst hatte Naoya Keisuke solch einen Vortrag gehalten, nun auch noch Haru und er würde es ihnen nicht mal übel nehmen, wenn sie es nicht ganz ernst nehmen könnten. Schließlich kannten sie Naoya nicht unbedingt normalerweise ernst. Ernst war Nao, wenn er sich Sorgen machte, ansonsten war er zynisch und hatte immer einen blöden Spruch auf den Lippen... aber diese Situation und Harus gewissermaßen Leichtsinn hatte diese Ernsthaftigkeit nun einmal jetzt erfordert.
      "Und mal ernsthaft... solltest du nochmal umkippen, fang ich dich nicht auf. Dann ist mir egal, ob du deinen Kopf an einer Tischkante aufschlägst."
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    • ___ Haru ___

      Das Gemotze nahm Haru eher am Rande war, so merkwürdig es auch klang war er das inzwischen von Naoya gewohnt. Jedes Mal im Krankenhaus, kaum war er mal wach, hatte er sich eine Moralpredigt des anderen anhören müssen und irgendwann nimmt man das wohl einfach zur Kenntnis. Haru wusste damals nicht was ihn mehr verwirren sollte, das Naoya tatsächlich jeden Tag bei ihm auf der Matte gestanden war oder das er ihm ewige Vorträge hielt, dass er auf sich achten sollte, obwohl sie Rivalen waren. Wenn man das ein paar Mal mit macht und Haru lag eine Weile im Krankenhaus, gewöhnt man sich daran tatsächlich und irgendwas würde beinahe fehlen, wäre es anders. Darum reagierte Haru auch nicht mit einem schnippischen Kommentar, sondern nahm die Tablette ohne Murren entgegen und schluckte diese zusammen mit einem kräftigen Schluck Wasser. Er konnte aus der Entfernung Keisuke hören, der wohl telefonierte. Die Gegenwart seines Vizes erleichterte ihn tatsächlich ungemein. Natürlich war Naoya noch lange nicht fertig ihm die nächste Moralpredigt zu halten, die es echt in sich hatte. Dafür musste er wohl lange geübt haben. Jedenfalls sah ihn der Dunkelhaarige eine ganze Weile lang schweigend an. Er unterdrückte den Drang irgendetwas Blödes darauf zu erwidern, er war reif genug zu verstehen das Naoya damit recht hatte und auch wenn der Typ sich gerade aufspielte, als wüsste er alles Besser und wäre absolut fehlerfrei, wusste der Velvet das dem nicht so war und sich Naoya diese Worte garantiert auch oft genug selbst sagte oder in seinem Fall rein prügelte, schließlich hatte der Venom einen echten Dickschädel. Da brauchte man wahrlich einen Presslufthammer. Er würde aber den Teufel tun und Naoya jetzt unter die Nase reiben, dass das was er sagte gar nicht so verkehrt war und Haruka dies selbst ja auch wusste, schließlich hatte ihm auch Hiroto versucht das einzuprügeln. Da aber Naoya eine Antwort von ihm erwartete, seufzte er leise. "Zurechtweisung angekommen. Du klingst fast wie Hiroto, das ist echt unheimlich." Aber auch nur fast! Er würde seinen geliebten Hiroto niemals mit Naoya vergleichen, soweit kommt es noch. Er reagierte erst wieder weniger handzahm bei den nächsten Worten des Venoms und grinste amüsiert. "Würdest du nicht, das wissen wir beide. Sonst würdest du nicht so besorgt klingen du kleine Tsundere."


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    • Naoya
      Nach seiner kleinen Moralpredigt, welche er in ähnlicher Form Keisuke zuvor bereits gehalten hatte, folgte ein Moment der Stille und Haruka verzog leicht das Gesicht, was nicht unbedingt schwierig für Naoya zu deuten war. "Schau nicht so, ich weiß, dass du wenig davon hältst wenn ich dir so eine Ansprache halte. Keisuke schien auch alles andere als begeistert, aber sonst gibt es ja niemanden der euch gerade ein wenig in den Arsch treten kann. Und offenbar sind Hiroto und Tadashi sich in der Hinsicht sehr ähnlich...", murrte der Brünette die Augen verdrehend and Haru gerichtet, während er die Thematik für sich soweit abhakte. Die Chancen standen zu gut, dass der Velvet sich nur noch überihn lustig machen würde und darauf hatte Naoya weder Lust, noch den Stolz. Als Haru ihn dann zudem noch als Tsundere bezeichnete, seufzte der Venom mehr als nur genervt, erhob sich von der Seite des Velvetanführers und schnappte sich das nasse Handtuch von dessen Stirn. "Offenbar scheint es dir schon wieder fantastisch zu gehen, wenn du solch einen Blödsinn reden kannst, also bin ich hier überflüssig." Innerlich verfluchte Naoya sich ja durchaus selbst, dass er sich in letzter Zeit offenbar so viele Sorgen um Haru gemacht hatte, wenngleich das wohl niemand zu schätzen wusste und er dafür stattdessen nur dämliche Kommentare an den Kopf geworfen bekam. Er war sich selbst nicht einmal ganz sicher, warum er Haru so oft im Krankenhaus besucht hatte, wenngleich er dieses Gebäude so sehr verabscheute und noch weniger wusste er, warum er sich regelmäßig nach seinem Genesungsfortschritt erkundigt hatte. Vielleicht hatte er auch eine Art Großer-Bruder-Syndrom entwickelt und seine normalen Umgangsformen mit seinen Geschwistern auf einen verletzten Haruka projiziert. Besser er hörte damit auf. Das könnte nicht nur ein ziemlich beschissenes Bild darstellen, wenn man plötzlich glaubte, der Anführer der Venoms sympathisierte mit den Velvets... Zudem gab es auch absolut keinen Grund für ihn über die begrenzte Zeit ihrer Zusammenarbeit zwingend netter zu Haruka zu sein. "Da du wieder wach bist, sag ich Keisuke Bescheid, dass er sich um dich kümmern soll. Ich werde hier wohl nicht länger benötigt.", verabschiedete der Venom sich fast schon knapp und zückte sein Handy, um die Nummer seines Bruders zu wählen.
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    • ___ Haru ___

      Der Dunkelhaarige schmunzelte leicht, als sich Naoya nun patzig wieder erhob und ein wenig beleidigt spielte. "Schmollst du?", murmelte Haruka fast leicht kichernd. Haru war zwar nach wie vor ziemlich erstaunt, dass sich Naoya offenbar wirklich Sorgen gemacht hatte, aber es war ja nicht so, als hätte er den Anführer der Venoms darum gebeten. Alles in allem war der Kerl tatsächlich eine Tsundere, was er wiederum genauso wenig erwartet hatte, aber es doch zu dem Typen passte. "Nun sei nicht beleidigt, ich weiß deine Hilfe zu schätzen. Ich bin erstaunt, aber es ist süß." Um zu verdeutlichen, das es ihm wieder besser ging, erhob sich der stolze Velvet, nur um festzustellen, dass das eine verdammt dumme Idee war. Er wankte leicht und stützte sich mit der Hand kurz an der Sofalehne. Hoffentlich hatte das jetzt keiner gesehen. Er hatte seinen Leuten schon genug Sorgen bereitet. So wie er Keisuke kannte, gab er sich garantiert die Schuld daran und eine erneute Moralpredigt von Naoya würde er jetzt echt nicht verkraften. Verdammt nochmal, wenn er dieses verfluchte Miststück von Virus in die Finger bekam, würde er sie eigenhändig in Stücke reißen. Ob das eine Frau war oder nicht, interessierte ihn gerade nicht die Bohne. Fakt war, dass diese Schlampe jede Berechtigung für irgendwelche Gentlemen-Allüren verspielt hatte und Haru ihr den Arsch aufreißen würde. Sobald der Raum aufhört sich zu drehen versteht sich. Seufzend fasste er sich an den Kopf und vermisste direkt den kühlenden Effekt von vorhin. Er sollte es für heute wohl wirklich ein wenig ruhiger angehen lassen und er musste zustehen, das er irgendwie nach Hause kam.


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    • Naoya
      Die folgenden Worte Harukas machten es definitiv nicht besser, denn weder wollte der Venom die Frage beantworten, ob er schmollte, noch mochte er es von dem Velvet als 'süß' betitelt zu werden. Seine Laune hatte in diesem Moment ganz offiziell ihren Tiefpunkt erreicht und ziemlich angepisst schnalzte der Brünette mit seiner Zunge, ehe er sein Handy aus seiner Hosentasche fischte. "Halt einfach deine verdammte Klappe...", murrte er regelrecht als Antwort an den anderen, ehe er sich daran machte die Nummer seines Bruders zu wählen und zu warten, während das Freizeichen ertönte. Dabei entging Naoya durchaus nicht die Unsicherheit und das Schwanken des Velvets, als sich dieser vom Sofa erhob und erst einmal wieder festhalten musste, um das Gleichgewicht zu erlangen. Zwar beobachtete Naoya das aus dem Augenwinkel, entschied sich aber dagegen einzugreifen. Der Kerl war groß genug sich um sich selbst zu kümmern und wenn er jetzt fiel, würde er ohnehin zum größten Teil wieder auf dem Sofa landen. Wäre also absolut kein Verlust.
      Naoya lenkte seine Aufmerksamkeit auf das Telefonat, als Masahiro endlich doch an das Handy ging und sich knapp meldete. "Na endlich...", grummelte der Ältere in den Hörer, ersparte seinem kleinen Bruder aber eine kleine Ansprache, sondern kam stattdessen schnell zum Punkt, während er mit seiner freien Hand nach seinen Motorradschlüsseln in der Tasche seiner Lederjacke kramte. "Ich mache mich jetzt auf den Heimweg und werde in etwa einer halben Stunde zu Hause sein. Dann koche ich Abendessen. Sind Shino und Amari schon daheim?" Er nickte leicht auf Masahiros bestätigender Antwort, während er endlich den Schlüssel fand und aus der Jackentasche hervorholte. "Alles klar. Wenn Amari bereits ihre Hausaufgaben fertig hat soll sie bitte mit Shino zusammen das Gemüse klein schneiden. Stellst du währendessen wieder ein wenig Katzenfutter raus? Ich besorge auf dem Heimweg noch ein paar Getränke und bringe neues Futter mit." Nachdem Naoya auch auf diese Fragen die Bestätigung seines kleinen Bruders bekam, legte der Venom schließlich auf und packte sein Handy weg. Über die Schulter blickte er noch einmal zu dem angeschlagenen Haru zurück. "Na dann... bis morgen..." Noch immer ein wenig genervt stapfte Naoya damit aus dem Versteck der Velvets, informierte Keisuke draußen, dass Haruka wach war und machte sich selbst auf den Heimweg.
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    • ___ Haru ___

      Natürlich gefiel es Naoya überhaupt nicht, das ihn Haruka gerade ein wenig stichelte. Aber mal ehrlich, ihre merkwürdige Beziehung bestand doch nur aus solchen Konversationen und Naoya ärgerte ihn ja wohl deutlich mehr als genug. Diesen verfluchten Kuss auf die Wange im Krankenhaus oder diese bescheuerten Anspielungen hatte Haru ihm nicht verziehen! Da durfte er den Kerl wohl als süß bezeichnen, wenn er doch genau wusste, dass er ihn damit gehörig ärgern konnte. Die pampige Antwort war zumindest eine echte Genugtuung, weshalb Haru trotz des Schwindels leicht lachte. "Ist gut Süßer, nicht weiter schmollen." neckte er ihn weiterhin, ehe er sich dann doch entschied, dass es klüger war sich auf das Sofa zu setzen. Wenigstens hatte ihm Naoya eine weitere Predigt erspart und überließ ihm sich selbst. Das der Kerl aber so ein Telefonat vor ihm führte, hatte er nicht erwartet. Ein wenig perplex sah er den großkotzigen Anführer der Venoms ja schon an, als dieser solch eine süße Tonlage anschlug. Da hatte wohl jemand einen Geschwisterkomplex. Schmunzelnd schüttelte er mit dem Kopf. Nein, er würde Naoya jetzt definitiv nicht als niedlich bezeichnen, erst recht nicht deshalb, weil das Kopfschütteln eine scheiß Idee gewesen war und er sich nun den dröhnenden Schädel hob. Als sich Naoya von ihm verabschiedete, rief ihm Haru ein "Vergiss das Katzenfutter nicht Süßer.", hinterher. Er konnte einfach nicht anders. Verdammt ja das Telefonat war wirklich niedlich gewesen. Dafür erntete er aber einen extrem verwirrten Blick von Keisuke und die Frage, was zur Hölle er da gerade verpasst hatte und ob er es wirklich wissen wollte. Darauf hatte ihm Haru zwar keine Antwort gegeben, aber seine Laune war trotz dieses unangenehmen Zwischenfalls bei ihrem Meeting überraschend gut.


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    • Jun
      Wenngleich Jun Daiki die restliche Woche in der Schule im Blick behalten hatte, hatte es nicht wirklich Grund zur Sorge gegeben. Die wenigen Momente in denen tatsächlich jemand den Blonden blöd angemacht hatte, war Daiki alleine gut klargekommen und dann war da noch dieser jüngere Schüler, der wohl irgendwie häufiger mit ihm abhing. Jun hatte also tatsächlich nicht viel zu tun gehabt und konnte sich so deutlich mehr auf sich selbst, sein Training... und vielleicht auch auf das Date am Freitag konzentrieren.
      Freitag war schnell gekommen und Jun hatte sicherheitshalber mit Hayato ausgemacht, der Ältere würde ihn an der Schule abholen. Tatsächlich war die Sorge des Brünetten, dass man sie beide zusammen sah in der Schule deutlich geringer als daheim. Nicht nur, weil die meisten mittlerweile wussten, dass die beiden wegen des Vereins geschäftlich miteinander zu tun hatten, sondern auch weil Jun es ganz und gar nicht kümmerte, dass einer seiner Mitschüler erfuhr, er hatte mit Hayato Dates... Wenn seine Mutter allerdings davon erfuhr, würde er wohl höchstwahrscheinlich nie wieder das Haus verlassen dürfen und müsste vielleicht sogar sämtliche Kontakte zu dem Blauhaarigen abbrechen. Dazu war Jun wiederum ganz und gar nicht bereit und dementsprechend hatte es ihn auch gar nicht so viel Mut gekostet seine Mutter anzulügen und zu behaupten er würde länger in der Schule bleiben, um noch einige jüngere Schüler zu trainieren, die noch einige Probleme hatten. Wann war er tatsächlich dazu übergegangen seine Mutter ohne zu zögern anzulügen, nur um auf Dates gehen zu können? Noch vor einem Monat wäre das definitiv nicht denkbar gewesen... erstaunlich wie eine Person so viel im Leben verändern konnte.
      Geduldig wartete Jun also vor der Schule, umgezogen in eher legerer Kleidung wie einem schwarzen T-Shirt und einer simplen ausgewaschenen Jeans, während sein Blick immer wieder auf sein Handy fiel und er vorfreudig hoffte, dass Hayato ihn bald abholen würde. Er freute sich ehrlich sehr darauf den Älteren nach über einer Woche wiederzusehen, nachdem ihnen nur Telefonate und Textnachrichten die restliche Woche geblieben waren...
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    • ___ Hayato ___

      Es war für Hayato extrem ungewohnt sich nicht im Anzug zu präsentieren und er war ehrlich gesagt extrem erstaunt, dass er sogar normale Kleidung in seinem Kleiderschrank besaß. Es hatte eine einstündige Debatte mit Tae benötigt, um zwar zur Erkenntnis zu kommen, dass er im Anzug verboten gut aussah, sich das aber für legere Dates nicht eignete und vielleicht auch etwas einschüchternd auf Jun wirken könnte. Schließlich vermittelte er mit seinen Armani, Gucci und weiß der Teufel welchen Marken mit zu vielen Nullen am Ende chronisch den Eindruck eines Bonzen. War er zwar, musste man aber nicht immer nach außen präsentieren. Seine normalen Klamotten waren zwar nur für ihn normal und die Kosten konnten so manche Miete decken, aber wenigstens schlugen sie einem nicht gerade Milliardär ins Gesicht. Er wollte Jun nicht mit seinem Geld für sich gewinnen oder beeindrucken, sondern mit seiner Art und das wichtigste, seine Flamme sollte sich wohlfühlen! Hayato hatte schließlich gelernt, dass Jun nicht wollte, dass ihn Hayato mit allem möglich beschenkte, eindeckte oder nur teuer ausführte. Jun wollte einfach nur eine schöne Zeit verbringen und das konnte man auch ohne Milliarden von Yen springen zu lassen. Ehrlich gesagt war der Gedanke für Hayato extrem schön und nachdem er sich nur in Form von Textnachrichten und Telefonate seine Portion Jun täglich holen konnte, was eindeutig nicht genug war, freute er sich heute extrem darauf, dass endlich Freitag war. Die Woche war vollgepackt mit Terminen gewesen und er hatte ein Fotoshooting gehabt, für das er absolut gar keine Nerven hatte und trotzdem zog sich die Zeit bis es endlich Freitag war wie Kaugummi. Nachdem er mit einer lässigen Lederjacke, welche ihm sogar Tae aus Korea mitgebracht hatte und einem Shirt, von wo auch immer er das hatte, ein Selfie an Taejin geschickt hatte und endlich das Okay bekam, konnte er los. Für heute war ein Ausflug im Uenozoo geplant und für dieses Date musste Jun auch die wichtigste Frau in Hayatos Leben kennenlernen. Sherazade schien sich jedenfalls zu freuen und so hatte er sich für den gleichen eher unauffälligen Wagen, nun für Hayato jedenfalls unauffällig, entschieden mit dem er Daiki zur Schule gefahren hatte. Sherazade hatte es sich zufrieden auf dem Rücksitz, dort hatte sie mehr Platz für ihre hübschen Pfoten bequem gemacht und blieb die Fahrt über ruhig, wie er es von ihr gewohnt war. Gott, sie war so ein Vorzeigehund! Seine Prinzessin war perfekt! Hayato war sich sicher, das Jun sie lieben würde und so ein Spaziergang im Zoo gefiel seiner Prinzessin auch. Mit einer extrem guten Laune fuhr Hayato also zur Schule von Daiki und Jun. Lächelnd schrieb er Jun eine kurze Nachricht, für den Fall, dass der Brünette vielleicht noch nicht fertig war.
      ´Warte bei den Parkplätzen Hübscher ;)´


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      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Jun
      Kaum war Jun auf dem Parkplatz gekommen, ertönte auch schon sein Handy, welches ihn über eine neue Nachricht informierte. Lächelnd entriegelte er die Bildschirmsperre und lasdie kurze Nachricht von Hayato. Sein Blick glitt von seinem Handy wieder nach oben und tatsächlich entdeckte der Brünette den Blauhaarigen nicht allzu weit entfernt in seinem Wagen. Weshalb Jun ihn nicht vorher gesehen hatte? Bisher hatte Hayato Jun immer mit eher auffälligeren Luxuswagen abgeholt, weshalb der Jüngere nicht wirklich damit gerechnet hatte den Millionär in einem eher für seine Verhältnisse unauffälligem Auto zu sehen. Aber Jun sollte es durchaus Recht sein... wenngleich er gerade mit einem verdammt reichen Geschäftsmann ausging, hielt er nicht unbedingt viel davon mit dem eigenem Reichtum anzugeben. Natürlich störte es ihn absolut nicht, was Hayato mit seinem Geld tat und der Ältere hatte jedes Recht dazu stolz auf sein Vermögen zu sein... nur Jun würde eben nicht zwingend selbst so mit seinem Reichtum angeben wollen und noch weniger mit dem von jemand anderem... zumal sie bei ihrem Date sicher auch nicht sämtliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten.
      "Hey... wartest du schon lange?", erkundigte Jun sich schließlich, während er die Beifahrertür öffnete und einstieg, als wäre es das normalste der Welt für einen Schüler zu einem der reichsten Männer Japans ins Auto zu steigen. Es war beinahe schon seltsam, wie sich ein Date mit Hayato geradezu normal anfühlte, wenngleich Jun weder richtige Erfahrung mit Dates hatte, noch wirklich sagen konnte was der Maßstab 'normal' denn genau zu bedeuten hatte. So oder so fühlte sich der Brünette bei Hayato wohl und das war doch erstmal das wichtigste, oder nicht?
      Sobald Jun sich hineingesetzt und die Beifahrertür geschlossen hatte, glitt sein Blick langsam nach hinten auf den Rücksitz, wo eine hübsche Samojedendame sich hingelegt hatte. "Du bist aber eine Hübsche...", murmelte Jun lächelnd und blickte dann kurz zu dem Blauhaarigen. "Darf ich sie streicheln oder mag sie das eher nicht?"
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    • ___ Hayato ___

      Es war schon durchaus befremdlich für jeden der Hayato auch nur ansatzweise kannte, dass er über das komplette Gesicht strahlte als Jun in seinen Wagen stieg. Für gewöhnlich war der junge Geschäftsmann eher kühl, sachlich und vor allem, was Liebesangelegenheiten anging, die er eigentlich nicht einmal pflegte, sehr resigniert und bedeckt. Wie sehr er in Jun verknallt war, erkannte aber wahrscheinlich der noch so inkompetenteste Vollidiot auf dem Planeten. "Hey Süßer." strahlte Hayato ihm entgegen, beugte sich nach vorn und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. "Ich habe nicht lang gewartet. Ich bin selbst eben erst angekommen.", beantwortete er die Frage seines Schwarms wahrheitsgemäß, ehe sein Blick auf seine Rückbank wanderte und Jun seine geliebte Prinzessin entdeckte. "Darf ich vorstellen? Die wichtigste Frau in meinem Leben. Ihr Name ist Sherazade und du darfst sie gern streicheln. Sie ist eine sehr verschmuste Prinzessin, stell dich nur darauf ein, dass sie sehr viel Aufmerksamkeit braucht." dabei grinste er Jun amüsiert an. "Wie ihr Herrchen, wenn es um dich geht." er zwinkerte Jun zu, wartete darauf bis sich dieser zuerst mit Sherazade bekannt machte, welche immer noch entspannt da lag, allerdings kurz ihren anmutigen Kopf hob und Juns Hand beschnüffelte. Als der Brünette dann auch angeschnallt war, startete Hayato den Wagen und fuhr mit los. "Ich habe heute eher entspannte Pläne mit dir, weshalb ich hoffe das es in Ordnung ist, dass ich Sherazade dabei habe. Ich wollte, dass du sie kennenlernst und nicht überrascht bist, wenn ich dich mit zu dir nehme und die sie dort erst kennenlernst", erklärte er Jun. Beim Klang seiner Stimme, hob seine Hündin noch einmal den Kopf und blickte nach vorn, woraufhin Hayato schmunzelte. "Sie ist ein echter Engel. Du lernst meine Prinzessin vor Daiki kennen, das verzeiht er mir wahrscheinlich niemals. Darum erwähne es besser nicht." lachte er und griff nach der Hand von Juns, als sie an einer roten Ampel zum Stehen kamen und küsste dessen Handrücken. "Wie war dein Tag?"


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    • Jun
      Zugegeben fühlte Jun sich noch immer überrumpelt, wenn Hayato ihm ohne zu zögern diese kleinen zärtlichen Gesten schenkte, die der Brünette bisher überhaupt nicht gewöhnt war und noch weniger erwartete. Egal ob ein kleiner Kuss auf die Stirn oder auf den Handrücken, Jun hatte noch immer Probleme diese Zärtlichkeiten zu verarbeiten, was aber nicht hieß, dass er sie nicht genoss. Und dann der Kosename... "Ich bin immer wieder erstaunt wie leicht es dir über die Lippen geht, mich 'Süßer' zu nennen.", schmunzelte der Jüngere leicht, meinte es aber absolut nicht negativ. Er selbst tat sich noch recht schwer solche kleinen Gesten, die man ganz klar romantischer Natur einordnen konnte, von sich aus zu zeigen. Das hieß aber nicht, dass er es nicht wollte und er hoffte ehrlich, dass Hayato nicht schlecht darüber dachte und infrage stellte, wie Jun dazu stand. Es war nur... noch alles so neu und vielleicht würde sich Jun erst einmal daran gewöhnen müssen.
      Nachdem der Brünette die Samojedendame erblickt hatte, erkundigte er sich, ob er sie streicheln dürfe und lächelte sanft, als Hayato die beiden miteinander bekannt machte und betonte wieviel ihm diese Hündin bedeutete. Jun wollte nicht ganz ausschließen, dass diese Prinzessin alles bekam, was sie sich jemals wünschte... oder was Hayato dachte, dass sie sich wünschte. Und wahrscheinlich war sie in gewissermaßen auch ebenso verwöhnt. Aber Jun mochte Hunde sehr gerne und er lächelte umso glücklicher als seine Hand durch das weiche, weiße Fell der Hündin glitt und es ihr zumindest nicht zu missfallen schien. "Freut mich deine Bekanntschaft zu machen... ich bin Jun."
      Damit wandte er sich langsam wieder Hayato zu und schnallte sich an, während der Ältere den Wagen langsam in Bewegung setzte. "Ich bin nicht mein eigener Feind. Wenn Daiki darauf wirklich empfindlich reagieren könnte, dass ich sie vor ihm kennengelernt, würde ich mir ja mein eigenes Grab schaufeln... schon gut. Von mir erfährt er nichts."
      Und da war es wieder! Hayato hatte an der roten Ampel nach seiner Hand gegriffen und ihm einen Kuss auf den Handrücken gegeben, wodurch sein Herz ein wenig schneller begann zu schlagen. Oh man... wie würde sich Jun daran überhaupt jemals gewöhnen können?
      Er schluckte schwer, ehe er es schaffte leicht zu nicken. "Der Tag war... in Ordnung. Wie war deiner?"
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    • ___ Hayato ___

      Natürlich war Hayato durchaus bewusst, dass er mit ihren romantischen Gefühlen füreinander deutlich offener und teilweise auch zu selbstbewusst umging. Er war aber nun einmal ein Mensch, der sich nahm was er wollte und Jun wollte er eben ganz besonders. Das er den armen Kerl damit ein wenig überforderte, tat ihm schon etwas Leid, aber es war doch ein entzückender Anblick, wenn er dann die leicht geröteten Wangen entdeckte und auch das schüchterne und glückliche Lächeln. Hayato wusste, auch wenn Jun es nicht so deutlich ausdrückte wie er, dass Jun Interesse an ihm hatte und für jemanden wie den Blauhaarigen, der mit Menschen sehr gut umgehen konnte, war es sogar ziemlich offensichtlich, dass Jun Gefühle für ihn hegte und der Brünette zeigte das in seinen Augen auch deutlich und vor allem auf eine unfassbar niedliche Weise. "Nun bei jemanden der so süß ist wie du, fällt mir das nicht schwer. Ich möchte dir schließlich verdeutlichen wie gern ich dich habe.", antwortete ihm Hayato mit samtweicher Stimme. Hatte Kazuya ihn nicht mal versehentlich Mr. sexy Voice genannt? Das war dem Blonden zwar herausgerutscht und Hayato hatte Angst, das sich der Kleine vor Scham irgendwo hinunter stützte, aber das Kompliment war dennoch schön gewesen, nachdem Hayato erst einmal laut losgelacht hatte. Ob Jun wohl seine Stimme auch gefiel? Als Juns Aufmerksamkeit dann bei Sherazade lag, die es liebte im Mittelpunkt zu sein, schmunzelte er liebevoll. Sehr gut, die Hündin schien Jun zu mögen. Als sie beide dann los fuhren und sich Hayato die Hand des Brünetten klaute, kaum waren sie an einer roten Ampel zum Stehen gekommen, war das rot gewordene Gesicht einfach zum niederknien. "Du bist so süß, wenn du rot wirst. Weißt du eigentlich, dass du mich echt in der Hand hast? Das ist gefährlich." er grinste dem Brünetten zu, ließ dann wieder die Hand los, da die Ampel grün schaltete und setzte die Fahrt fort. Um den armen Jun nicht schon zum Anfang des Dates an einen Nervenzusammenbruch zu treiben, entschied er sich auf die Frage einzugehen. "Ich hatte ein absolut ätzendes Shooting, das ich nicht absagen konnte. Der Rest des Tages war in Ordnung", antwortete Hayato ehrlich.


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    • Jun
      Amüsiert schüttelte der Jüngere nur leicht mit dem Kopf, als Hayato ihn einmal mehr als 'Süßer' betitelte und erklärte, warum er ihn denn so nannte. "Glaub mir, da du absolut kein Geheimnis daraus machst, wie gern du mich hast, käme ich wahrscheinlich niemals darauf das anzuzweifeln, aber trotzdem danke..." Ein leises Lachen verließ seine Lippen, während er Hayato anlächelte und natürlich waren seine Wangen auch leicht gerötet, was der Größere auch noch kommentieren musste. Es war nach so kurzer Zeit komplett normal für sie beide geworden so miteinander zu reden, egal ob sie nur telefonierten, miteinander schrieben oder sich wie jetzt wirklich trafen. Man könnte meinen mit einem Millionär als normalsterblicher Schüler auszugehen wäre eine Situation, an die man sich nie ganz gewöhnen würde, aber entweder war Jun in dieser Hinsicht einfach etwas anders oder Hayato machte seinen Job verdammt gut so weit wie möglich Normalität hier herein zu bringen. Vielleicht war es ja auch beides. "So viele Menschen würden dich sicher gerne beeinflussen können... aber du willst mir erzählen, dass ein einfacher Schüler dich in der Hand hat... und dieser ist nicht Daiki?!", murmelte der Brünette dann lachend wenngleich er diese Aussage immer noch nicht ganz fassen konnte. Es war eigentlich nur absurd und mit Sicherheit wäre jeder ziemlich geschockt, würde eines Tages ans Licht kommen, dass nicht eine sexy Frau mit krassen Kurven oder ein extrem heißer Mann Hayato um den kleinen Finger gewickelt hatte... sondern eben Jun. Während der Fahrt drehte Jun sich immer mal wieder zu Sherazade um und streichelte die Hündin, während er sich mit dem Älteren unterhielt und als er sich nach dessen Tag erkundigte, entging ihm nicht der leicht genervte Blick beim ersten Teil seiner Antwort. "Ich verstehe schon. Es muss unfassbar nervig sein ein attraktives Model zu sein, welches von halb Tokyo angeschmachtet wird. Du hast mein Mitleid und ich bin froh, dir wenigstens ein bisschen Ablenkung heute zu schaffen.", murmelte der Brünette daraufhin amüsiert und mit einem Hauch Sarkasmus in der Stimme.
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    • ___ Hayato ___

      "Sehr gut. Ich hatte auch nie vor ein Geheimnis daraus zu machen. Gewöhne dich dran, dass ich dich eben gerne umwerbe", schnurrte er Jun amüsiert zu. Gott er war echt verknallt in den Kerl. Ein Glück sah ihn gerade weder Tae noch Daiki. Die beiden würden ihren Augen nicht trauen, weil keiner von beiden Hayato je so erlebt hatte. Er hatte sich ja nicht einmal selbst so erlebt und war demnach geschockt wie viele Emotionen in ihm plötzlich steckten. Vielleicht war das aber auch normal zur Anfangszeit und später wurde man dann wieder normal im Kopf und konnte einander Zuneigung schenken, ohne direkt vor Verliebtheit zu platzen, auch wenn die Gefühle natürlich dabei nicht nachließen. Für jemanden der seine Gefühle perfekt kontrollieren konnte war das hier gerade eine absolute Ausnahmesituation und würde er es nicht so sehr genießen, wäre Hayato wahrscheinlich schon durchgedreht oder hätte seinen Arzt gefragt, ob er nun endgültig übergeschnappt war. Das Lachen seiner Begleitung war wie Musik für seine Ohren und er hoffte, dass er davon noch viel mehr zu hören bekam und Jun heute viel Spaß haben würde. Als er Jun gestand, dass ihn der Kleine echt ganz schön an der Angel hatte, war die Antwort darauf typisch Jun, weshalb nun Hayato an der Reihe war leise zu lachen. "Ist das so überraschend? Würde Daiki solche Gefühle in mir wecken, würde ich mir Sorgen machen. Ich empfinde für dich schließlich auf romantische Art, das kann man also nicht vergleichen. Außerdem hat mir bisher noch keiner so den Kopf verdreht." Nichts was man mal eben einfach so raus haute, aber Hayato war nun mal eine äußerst direkte Persönlichkeit und das konnte er nicht mal eben einfach ablegen und ehrlich gesagt wollte er das auch nicht. Warum musste man denn immer ein Geheimnis aus seinen Gefühlen machen? Das war kindisch und Hayato war echt aus dem Alter heraus. Schmunzelnd beobachtete er immer wieder wie Jun ab und an durch das weiche Fell seiner geliebten Sherazade strich. Seine Prinzessin schien es jedenfalls zu genießen und Pluspunkte bei der Hündin, bedeuteten immer Pluspunkte bei Hayato. Als sie beide sich von ihrem Tag erzählten, rollte Hayato grinsend mit den Augen. "Mobbst du mich etwa Süßer?" Als Hayato dann endlich durch den Verkehr kam, steuerte er die riesigen Parkplätze des Uenozoos an und stellte dort seinen Wagen auf ein schattiges Plätzchen. "Ich hoffe du hast nichts gegen einen Zoobesuch."


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    • Jun
      Es würde für Jun wohl ein Rätsel bleiben inwiefern er so anders war und was genau er gemacht hatte, dass Hayato so für ihn empfand, was wohl bisher kein anderer in dem Blauhaarigen ausgelöst hatte. Gut möglich, dass aber nicht wirklich eine Tat von ihm der Auslöser für all das gewesen war. Schließlich erweckte auch der Größere in Jun diese wohligen und schönen Gefühle, die er vorher nicht wirklich in diesem Ausmaß gekannt hatte und ebenso wenig konnte er sagen, was genau der Auslöser für all das gewesen war. Hauptsächlich wusste er eben nur, dass er Hayato sehr mochte und es ihm ganz und gar nicht missfiel, dass der Ältere ihm nicht nur viel seiner Aufmerksamkeit schenkte, sondern ihm zudem auch oft verdeutlichte wie sehr er ihn mochte. Die Momente mit Hayato waren die wenigen in Juns Leben, die nicht komplett durchgeplant waren und wo er sich einfach nur... treiben lassen konnte. Keine Regeln, kein Zeitplan, kein Trainingspensum, keine hohen Erwartungen... einfach nur sie beide, wie sie die Zeit miteinander genossen. "Du sagst das so, aber um genau zu sein habe ich nichts getan um dir den Kopf zu verdrehen und du bist selbst Schuld wenn du in meiner Gegenwart offenbar so schwach wirst.", meinte der Jüngere lachend und zog Hayato anschließend ein wenig wegen des Shootings auf, was der Größere durchaus wieder locker nahm. "Mobbing? So würde ich das nicht nennen... Liebevolles necken? Vielleicht schon eher. Aber ich habe online gelesen, dass du auch Student bist. Stimmt das? Wie kriegst du das mit dem Unternehmen und deinen Modeljobs unter einen Hut? Ich finde das Training und die Schule schon zuweilen zusammen sehr anstrengend, aber du scheinst dir dein Leben ja beinahe noch voller gepackt zu haben..." Es war ehrliches Interesse seinerseits, schließlich wollte er den Mann mit dem er ausging so gut es ging eben kennenlernen und da war sein vollgepacktes Berufsleben natürlich keine Ausnahme. Umso überraschter war der Jüngere, dass er kaum bemerkt hatte, dass sie ihr Ziel endlich erreicht hatten und nun vor dem Uenozoo parkten, den Jun seit seiner früheren Kindheit nicht mehr besucht hatte. "Es ist auf jeden Fall lange her und könnte schön werden... ich meine ein Date im Zoo klingt auf jeden Fall gut!"
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    • ___ Hayato ___

      Als sie beide am Parkplatz anhielten, hatten sich Sherazade schon voller Vorfreude aufgesetzt. Während der kompletten Fahrt war sie brav auf der Rückbank gelegen, aber der Fakt das sie bald das Auto mit ihrem Herrschen verlassen durfte, weckte in der schönen schneeweißen Hündin und Hayato achtete peinlich genau, dass dieses wunderschöne Fell immer perfekt weiß war, immer eine gewisse Vorfreude. Hayato lächelte als er in den Rückspiegel blickte. Einen Moment nahm er sich aber noch die Zeit, als ihm Jun verdeutlichte, dass er doch nichts Großartiges getan hatte, um Hayato zu verzaubern. Mit einem verführerischen Blick, den Hayato eigentlich meistens unbewusst aufsetzte, war wohl eine Charaktereigenschaft, hob er liebevoll das Kinn des Brünetten an. "Du existierst, das ist Grund genug das ich verrückt nach dir bin. Bevor ich dich kennengelernt habe, wusste ich nicht Mal, dass ich Vorlieben bei einem Menschen habe." ein amüsiertes Grinsen schlich sich auf seine Lippen. "Du hast keine Ahnung wie sehr ich mich beherrschen muss, wenn ich dich sehe." er drückte dem Jüngeren daraufhin einen kleinen Kuss auf die Lippen, zwinkerte ihm zu und stieg aus dem Wagen, um endlich Sherazade hinauszulassen, welche freudig aus dem Wagen sprang und fröhlich um ihr Herrchen herum rannte. Lachend kniete sich Hayato zu ihr und kraulte sie zärtlich. Ihm fiel allerdings auf das er Juns Frage gar nicht beantwortet hatte, weshalb er lächelnd zu ihm nach oben sah, da er immer noch neben Sherazade kniete. "Das Modeln hatte ich nicht auf den Schirm und ich würde mich niemals als Model bezeichnen. Irgendwann wurden aus den Interviews, in denen es eigentlich um meine Hotelkette ging, Einladungen zu Fotoshootings, weil man den Wert des Unternehmens wohl an meinem Aussehen misst." Hayato seufzte genervt. "Ich hatte eigentlich vor abzulehnen, aber nachdem sowohl mein Vater als auch mein bester Freund auf mich eingeredet haben, dass es eben auch verdammt gute PR für uns ist, habe ich mich überreden lassen, gelegentlich zu modeln. Und mit auf mich einreden meine ich, dass sie mich echt penetriert, genervt und gequält haben. Mein bester Freund und mein Vater sind ein erschreckend gutes Team, es ist immer wieder unfassbar gruselig. Aber um deine Frage zu beantworten, ich bin tatsächlich Student. Ich komme leider aber nicht so oft zur Uni wie ich es gerne hätte, aber die Praxiserfahrung gleicht viel aus und ich halte meinen Notenschnitt." erklärte der Blauhaarige und richtete sich auf, nachdem er Sherzade angeleint hatte. Glücklicherweise schien Jun die Idee mit dem Zoo zu gefallen, weshalb er ihn sanft anlächelte und ihm seine Hand entgegen streckte. "Wollen wir?"


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    • Jun
      Wieso erstaunten Jun die unfassbar kitschigen, aber irgendwie auch romantischen Worte aus Hayatos Mund nicht wirklich? In der kurzen Zeit in der sie beide ausgingen und teilweise auch schon vorher hatte der Ältere immer direkt gesagt was er dachte und absolut kein Geheimnis daraus gemacht wie sehr er auf Jun stand. Es war dem Jüngeren zwar immer noch ein absolutes Rätsel warum gerade er und die Erklärungen des Blauhaarigen machten es auch nicht gerade plausibler, aber so langsam arrangierte er sich damit. Wäre er ein Mädchen, wäre er wohl schon hundert Mal vor Verlegenheit gestorben, weil Hayato eben so direkt war, aber als Kerl war es ehrlich gesagt auch nicht unbedingt besser. Er kämpfte schon so seinen Puls ruhig zu halten und der anschließende Kuss machte das nicht gerade leichter. Nachdem Hayato bereits aus dem Wagen gestiegen war, um sich um seine Hundedame zu kümmern, brauchte der Brünette noch etwa eine Minute um sich langsam wieder zu beruhigen, seinen Herzschlag zu einem angemessenen Tempo zu bewegen und seine Wangen nicht mehr so glühen zu lassen. Ein Mal atmete er noch tief aus und ein, ehe auch er den Wagen verließ und sich zu Hayato und Sherazade begab. Während der Ältere ihm sein Verhältnis an Arbeit und Studium erläuterte, hockte Jun sich ebenfalls vorsichtig neben die Hündin streichelte sie nun ausgiebig durch ihr extrem flauschiges, weißes Fell, was die Prinzessin durchaus zu genießen schien. Und wahrscheinlich war der Begriff Prinzessin wirklich nicht weit hergeholt. Jun entging dabei keines Falls, dass die Hündin ein unfassbar teures Halsband und eine ebenso hochwertige Leine trug, die viele kleine Verzierungen beinhalteten, welche höchstwahrscheinlich Handarbeit entstammten. "Alles klar, dann merke ich mir, dass wir dich niemals als Fotomodel für unseren Verein buchen werden. Dabei hätten wir dir sicher sehr viel bieten können... zum Beispiel einen 2000 Yen Gutschein für UNIQLO, zwei Probetrainingseinheiten und ein Date mit dem Kapitän des Vereins.", murmelte Jun daraufhin lachend und erhob sich wieder um schließlich ohne zu zögern nach Hayatos hand zu greifen. "Los geht's."
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