❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

    • ___ Hayato ____
      Als sie beide in der Tiefgarage des Luxuswohnkomplexes ankamen in dem Hayato selbstverständlich seine eigene Tiefgarage besaß, betrachtete er stolz seine heißgeliebte Autosammlung und bot seinem Cousin an sich einen Wagen für seinen Auftritt auszusuchen. Als ihm Daiki zwar vollkommen plausibel und verständlich erklärte, dass er nicht wollte, das man ihn mit all dem Luxus in Verbindung brachte, konnte es der Blauhaarige nicht ganz unterdrücken betrübt drein zu schauen. Erst hatte er Sherazade für ihren halbjährlichen Check-up bei seiner Privatierärztin über Nacht nicht bei sich gehabt, jetzt konnte er nicht einmal Daiki beistehen, die Welt war ungerecht. Einen leichten Schmollmund machte er dann doch als er zu dem Kleineren blickte. Einen Anblick den eben nur Tae und Daiki von ihm kannten und niemals an die Öffentlichkeit gelangen durfte, auch wenn die Leute wahrscheinlich reihenweise vor Entzückung umfallen würden. "Aber......" er seufzte leicht. "Ist gut, ich verstehe dich ja. Allerdings habe ich eine Bedingung." daraufhin wandte er sich an den Jüngeren. "Sollte irgendjemand es wagen dir blöd zu kommen, dann möchte ich darüber in Kenntnis gesetzt werden. Kein Verschweigen mehr, verstanden?" Als sich Daiki den wahrscheinlich unauffälligsten Wagen seiner Sammlung ausgesucht hatte, stieg er mit ihm in den saphirblauen Audi A9 dessen Marktwert immer noch ziemlich böse Aua im Geldbeutel jedes Normalsterblichen verursachte und setzte diesen in Bewegung. Während er mit Daiki in Richtung der Schule fuhr, erhielt er einen Anruf, welchen er natürlich auf sein Autotelefon leitete, Vorbildfunktion und so, und erfuhr, dass er seine geliebte Prinzessin auch gleich abholen konnte. Das hob die Laune eindeutig. Wenn er jetzt noch Jun sehen könnte....
      Als er Daiki dann trotz einem erneuten Gespräch zwei Straßen vor der Schule absetzte, ihm viel Erfolg wünschte und versicherte jeden das Leben zur Hölle zu machen, der ihn auch nur schief ansah, fischte er sein Handy aus der Hosentasche und machte ein Bild von sich, welches er einmal an Tae schickte mit den Worten ´Meinst du darauf springt Jun an´? und Jun mit den Worten ´Nimm dir für Freitag nichts vor, ich entführe dich´ versendete.
      Grinsend blickte er noch kurz auf sein Handy ehe er den Weg zum Tierarzt antrat.

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    • Daiki&Jun
      Das Schmollen Hayatos kommentierte Daiki lediglich mit einem Augenrollen, da er nur zu gut wusste, dass er diese Aktion seines Cousins nicht allzu ernst nehmen musste. Hayato meinte es gut, aber es wäre definitiv nicht der richtige Weg, würden Daikis Mitschüler ihn nur noch mit seinem reichen und erfolgreichen Cousin assoziieren. Dann brauchte der Blonde auch gar nicht zu hoffen, dass ihn irgendwer wegen seiner selbst ins Herz schließen würde. "Ich gebe dir Bescheid, sollte es wirklich maßlos eskalieren, aber solange ich es selbst klären kann, gibt es keinen Grund, dass du ganze Leben und Karrieren nur mit einem Fingerschnippen ruinierst.", stellte der Jüngere leicht lächelnd klar, während sie gemeinsam langsam zur Schule fuhren und Hayato Daiki schließlich wirklich zwei Straßen vorher absetzte. Daiki schnappte sich seine Schultasche vom Rücksitz und umarmte dann Hayato kurz, ehe er auch schon die Beifahrertür öffnete und ausstieg. "Wir telefonieren heute Abend, ja?", erkundigte sich der Blonde noch einmal kurz und setzte sich schließlich in Bewegung, wobei sein Herz immer stärker zu klopfen begann. Bereits jetzt erkannte er einige wenige Schüler, die die gleiche Uniform wie er trugen und ihn fast schon neugierig beäugten, aber bisher traf er auf keine direkten Klassenkameraden aus seinem Jahrgang. Nach außen versuchte er ernsthaft gelassen und cool zu wirken, während er innerlich förmlich Panik schob und am liebsten auf dem Absatz umgedreht wäre, um sich in Hayatos Wohnung einfach zu verstecken. Allerdings war das absolut keine Option und er wusste nur zu gut, dass es deutlich besser wäre jetzt mutig zu sein und sich seiner größten Angst zu stellen.
      Schneller als erhofft erreichte der Blonde die Schultore, durch welche er trat und beinahe wie freie Beute auf den Hof trat, gefühlt alle Blicke verurteilend auf ihn gerichtet, wenngleich das höchstwahrscheinlich nicht unbedingt der Wahrheit entsprach. Sowohl die Tatsache, dass ihn alle ansahen, als auch dass ihre Blicke verurteilend waren. Natürlich zog er die Blicke mit seinem gebleichten Haar, dem Makeup, dem Schmuck und allgemein mit diesem Stil auf sich, aber so krass ausgefallen, sah er nun auch wieder nicht aus... oder doch?
      ~
      Ein leicht verlegenes Lächeln schlich sich auf Juns Lippen, während er das Bild von Hayato auf seinem Smartphone zusammen mit der Einladung zu einem weiteren Date betrachtete. Der Brünette bahnte sich gerade einen Weg über den Schulhof, während sein Handy vibriert hatte und über diese Nachricht war er sicher nicht böse gewesen. "Klingt gut. Gibt es einen Dresscode?", schickte er dem Älteren als Textnachricht schmunzelnd zurück und blickte dann langsam auf, um nicht gegen ein Schild oder eine Wand zu laufen. Seine Aufmerksamkeit wurde aber sehr schnell auf jemand anderen gelenkt, der durchaus ein wenig das Gesprächsthema der anwesenden Schüler zu sein schien und als Jun selbst, zu dem blonden Kerl hinüber blickte, stockte er ein wenig. Für einen Moment hatte er noch gedacht, es müsse sich um einen neuen Schüler handeln oder jemanden, den Jun kaum kannte, aber ein zweiter Blick erfüllte ihn in gewissermaßen mit Schock und sofort zückte er erneut sein Smartphone, um Hayato auch schon die nächste Nachricht zu schicken. "Was ist mit Daiki passiert?"
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    • ___ Hayato ___

      Am liebsten hätte Hayato seinen Cousin überhaupt nicht losgelassen, schließlich drehte sein Beschützerinstinkt gerade völlig durch und alles in ihm schrie danach den Kampf für den Jüngeren auszutragen. Der Gedanke daran den Kleinen noch einmal weinen zu sehen brach ihm das Herz und er würde wortwörtlich jeden vernichten, der es wagen sollte ihm auch nur ein Haar zu krümmen oder auch nur schief anzusehen! So wahr er Hayato Sakurai war! Sanft strich er dem Hellhaarigen über die Wange. "Wenn es um dich geht ist mir das Grund genug, aber einverstanden. Solange du es mich wissen lässt, versuche ich einen Gang runter zu schalten." antwortete Hayato geduldig, wartete dann bis Daiki aus seinem Blickfeld verschwunden war, um sowohl Tae als auch Jun ein Foto von sich zu schicken. Von Jun bekam er schneller eine Nachricht als gedacht, was dafür sorgte, dass er verliebt lächelnd auf sein Handy starrte, während die rote Ampel nun eine grüne Ampel war und hinter ihm ein Hubkonzert startete, dass der junge Geschäftsmann gekonnt ignorierte und stattdessen dem Brünetten antwortete. "Kein Dresscode. Du siehst ohnehin in allem toll aus Hübscher." als er die Nachricht abschickte, blickte er auf und erkannte, dass er vielleicht mal losfahren sollte. Als hätte er nicht mal eben den halben Verkehr Tokyos lahmgelegt fuhr er gemütlich weiter in Richtung Praxis. An ihm fuhr zwar der ein oder andere mies gelaunte Autofahrer vorbei die ihm den Vogel zeigten, aber durch die Antwort von Jun war er so gut gelaunt, dass ihn das nur mäßig interessierte. Jetzt musste noch Daikis Tag perfekt laufen und dann wäre das der perfekte Start in den Tag. Gerade als am Parkplatz der Praxis anhielt, vibrierte sein Handy erneut. Schmunzelnd las er die Zeilen von Jun. "Mein bester Freund hat sich ausgetobt, damit Daiki sein wahres Ich in der Schule zeigt. Steht ihm, oder? Wenn es dir möglich ist, wäre ich dir dankbar, wenn du ab und zu ein Auge auf ihn hast. Ich mache mir Sorgen um ihn. Ich zeige mich natürlich erkenntlich ;)"
      Grinsend schickte er die Worte ab und konnte endlich wieder seine Prinzessin in die Arme schließen, welche glücklicherweise kerngesund war aber ihm die Nacht Trennung nicht so ganz verzeihen wollte. Das bedurfte einige Streicheleinheiten und Leckerlis um das wieder gut zu machen.


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    • Daiki&Jun
      Ein leicht verknalltes Lächeln umspielte Juns Lippen, als er das süße Kompliment von Hayato las, als er allerdings aufblickte und einen komplett anderen Daiki entdeckte, als er ihn jemals gesehen hatte, vergaß er beinahe die süßen Worte des Blauhaarigen von zuvor und erkundigte sich sogleich bei Hayato was es denn mit Daikis nicht gerade dezenten Verwandlung auf sich hatte. Die Antwort des Älteren überraschte ihn dann doch durchaus sehr und während er für einen Moment einfach nur perplex zwischen der Nachricht und dem blonden Daiki mit Makeup, Schmuck und nicht ganz so ordentlicher Schuluniform hin und herblickte, begann Jun schließlich eine an Hayato gerichtete Textnachricht zu tippen, nicht sicher, wie er seinen Schock in Text fassen sollte. "Klar... ich behalte ihn im Auge, aber was meinst du mit 'sein wahres Ich'?"
      Nachdem er allerdings die Nachricht abgeschickt hatte, löste er seinen Blick von Daiki und musterte stattdessen die umstehenden Schüler auf dem Hof, die zu großen Teilen zu tuscheln und miteinander zu flüstern schienen. Ohne Frage war der Blonde jetzt gerade Gesprächsthema Nummer eins auf dem Schulhof und sicherheitshalber behielt Jun jene lästernden Schüler im Auge, bei denen er am meisten Sorge hatte, sie könnten Daiki gegenüber beleidigend oder handgreiflich werden. Selbst wenn Daiki und er nicht in der gleichen Klasse waren, würde Jun wohl heute ein wenig mehr Zeit in der Nähe des Blonden verbringen.
      ~
      All das Getuschel und die Blicke machten es für Daiki wirklich nicht einfach und selbst wenn er sich nach außen recht selbstsicher und ruhig gab, herrschte in ihm absolutes Chaos und ihm war dezent schlecht. Doch er würde heute alles daran geben, keine Schwäche zu zeigen und sich keine Blöße zu geben, selbst wenn er gerade am liebsten nur auf Toilette gerannt wäre, um sich in einer der Kabinen einzuschließen und erst nach Schulschluss wieder herauszukommen. Was würde er jetzt nicht dafür geben hier nicht alleine stehen zu müssen? Es half nichts herumzuheulen und sich selbst zu bemitleiden... Er war fast erwachsen... es war Zeit sich seinen Dämonen zu stellen. Zügig bahnte er sich also seinen Weg über den Schulhof und betrat wenig später das Schulhaus, wo sich das gesamte Szenario auf den Gängen förmlich wiederholte. Viele Blicke, noch mehr Getuschel aber mehr erst einmal nicht... nun, solange niemand handgreiflich oder beleidigend wurde, würde er durchaus damit umgehen können. Erstmal zumindest...
      Er bog im nächsten Gang links ab, auf dem Weg zu seinem Klassenzimmer, geradewegs vorbei an den zwei immerzu zankenden Quälgeistern zwischen denen er im Unterricht saß, welche ihm ebenfalls misstrauische Blicke zuwarfen, aber selbst die beiden Möchtegerngangster behielten erstmal jegliche Kommentare für sich und Daiki wollte sich gerade im Klassenzimmer auf seinem platz niederlassen, sich der Blicke sehr wohl bewusst, da trat Arisa mitsamt der beiden Vollidioten deren Namen er sich nicht merken konnte an den Tisch heran und musterten ihn förmlich geschockt. Sich wohl nicht sicher, ob dies ein Traum war oder doch die Realität. "Was zur...?", murmelte die Blondine leise, während sie noch immer versuchte das Erscheinungsbild Daikis einzuordnen, während Vollidiot Nummer eins tatsächlich deutlich mehr Abneigung in seinem Blick andeutete. "Sag mal... trägst du da Makeup? Und Ohrringe? Was soll der Mist? Wie siehst du denn aus?"
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    • ___ Hayato & Kazuya ___


      "Hallo meine wunderschöne Prinzessin!" strahlte Hayato überglücklich seine geliebte Hündin an, die endlich wieder in seiner Nähe war und nun schmollend auf der Rückbank des Wagens lag und ihn keines Blickes würdigte. Er hatte den Hund ziemlich verwöhnt, das gab er ja zu. Das sich die Samojedendame aber mehr wie eine Katze als wie ein Hund benahm gab ihm schon ein wenig zu denken, aber nur ein wenig. Schließlich war ihr Herrchen ebenso eigen. "Schau mal, der hübsche Kerl hier ist Jun. Ist er nicht unglaublich niedlich?" er hielt Sherazade sein Handy entgegen, die tatsächlich für einen Moment aufblickte, aber danach weiter schmollte. Seufzend lächelte er sie an und strich mit der Hand durch ihr weiches Fell. Als sein Handy vibrierte warf er ihr einen Blick zu, als würde er erwartet das Sherazade genau wusste, dass Jun geschrieben hatte und öffnete die Textnachricht seines Schwarms. Schmunzelnd antwortete er ihm zügig. "Danke Süßer. Das erkläre ich dir sobald wir uns sehen, sagen wir einfach Daiki hat sich in der Schule nie so verhalten, wie er in Wahrheit ist." Da er aber langsam los musste fuhr er gemeinsam mit Sherazade zu seinem Büro.

      Er hatte Daiki vermisst. Ganz gleich wie sehr er versuchte auf ihn wütend zu sein, so konnte er nicht vergessen wie Daiki zu ihm außerschulisch gewesen war. Sein gütiger Mitbewohner, sein Freund und Beschützer auf der Hochzeit seines Bruders. Der süße Kerl der sich in seine Arme kuschelte, wenn er Albträume hatte, ihm Pudding kochte, wenn sie beide einen schlechten Tag hatten. Natürlich hatte Kazuya auch nicht vergessen was Daiki ihm in der Schule alles angetan hatte, aber er konnte nun mal auch sein Herz nicht belügen und dieses Herz sehnte sich nach dem Chaoten Zuhause, der ihn mit einem warmen Lächeln willkommen heißt. Die Wohnung war schrecklich kalt und leer ohne Daiki und Kazuya wusste, dass das nicht so weitergehen konnte. Würde er ewig vor dieser Konfrontation davon laufen, würde er ihn für immer verlieren und das war deutlich schlimmer als die Tatsache wer Daiki all die Jahre gewesen war. Die Situation war bescheuert und gern hätte der Blonde mit jemanden darüber gesprochen, wenn er den der Typ wäre der seine Gedankenwelt Preis gab. In einem schwachen Moment hätte er fast Hajime und Miyako geschrieben, konnte sich aber noch bremsen. Jetzt lief er nach diesem schrecklich einsamen Wochenende in seiner eigenen Scharade über den Schulhof, der deutlich belebter war als sonst. Das lag nicht an der Anzahl der Schüler, sondern das sie alle merklich aufgekratzt waren. War Hayato etwa an der Schule und die Leute hechelten dem attraktiven Hotelerben hinterher? Immerhin hinterließ der Kerl überall wo er war Eindruck. Allerdings wirkte der Haufen weniger wie plötzlich auf den ersten Blick verliebt, sondern ....schockiert? Ja, das konnte man so bezeichnen. Als sich Kazuya das Stockwerk der älteren Klassen betrat, verstand er auch warum. Zwar hatte er als jüngerer Schüler dort nicht unbedingt etwas zu suchen und ihn interessierte der Trubel herzlich wenig, aber seine Beine hatten ihn fast automatisch zu Daiki geführt. Als würde sein Unterbewusstsein danach verlangen ihn zu sehen, was wahrscheinlich auch einfach Fakt war. Um Daikis Tisch tummelten sich die Leute förmlich und wenn man im ersten Moment glaubte, dass es daran lag, weil der Kerl eben so beliebt war, hatte man sich geirrt. Daiki war....nicht der Daiki der Schule, sondern sein Daiki. Das Styling glich dem eines Kpop-Idols und in den Augen von Kazuya sah er absolut zum niederknie aus. Allerdings schien das nicht jeder so zu sehen ...


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    • Daiki
      Wenn Daiki ehrlich war, verwunderten ihn die Worte von Vollidiot Nummer eins kein bisschen und tatsächlich hatte er irgendwie sogar bereits damit gerechnet. Wenngleich er sich die Namen seiner nicht allzu intelligenten 'Gefolgsleute' nicht merken konnte, hieß das wohl kaum, dass er nicht wusste, wie die Kerle drauf waren und welche Ansichten sie teilten. Einmal mehr schämte Daiki sich überhaupt mit ihnen verkehrt zu haben und allein dieser Gedanke, diese Scham und diese Reaktion des Kerls bestätigte Daiki einmal mehr in dem Entschluss nun mehr zu sich selbst zu stehen. Was brachte es ihm einen 'Gefolgsmann' zu haben, wenn dieser sein wahres Ich förmlich abartig zu finden schien. Schweigend glitt Daikis Blick von besagtem Kerl zu Arisa, welche bisher nur weiter geschockt aussah, aber weder eine negative Bemerkung von sich gab, noch angeekelt wirkte. Stattdessen schien sie ihn nur immer und immer wieder zu mustern, als könnte sie seine optische Veränderung gar nicht wirklich fassen. Daikis Blick glitt weiter zu Vollidiot Nummer zwei, der ebenfalls keine Bemerkung von sich gab, aber viel mehr den Anschein erweckte, als hätte sich sein Betriebssystem gerade aufgehangen und er bräuchte erst einmal einen kompletten Neustart. Na gut... dann widmete sich Daiki als erst einmal dem Großmaul mit der Intelligenz einer Paranuss.
      Vage zuckte Daiki mit den Schultern auf die Worte des anderen hin und strich sich dabei ein paar seiner blonden Strähnen hinter sein mit Piercings besetztes Ohr, während er fast schon ein zuckersüßes Lächeln aufsetzte. Ein Lächeln, dass er bisher in der Schule kaum verwendet hatte. "Meinst du? Ich finde, ich seh verdammt gut aus, wenn du mich fragst. Ich wollte mich mal meiner rebellischen Phase hingeben und mich so stylen, wie es mir gefällt. Ich bin eigentlich ziemlich stolz auf das Endergebnis.", entgegnete er regelrecht grinsend, wobei er einen fast schon gleichgültigen Tonfall einschlug, der den Vollidioten nur noch mehr zu entsetzen schien.
      "Was für einen Scheiß redest du da? Das bist doch nicht du! Alter... du siehst verdammt schwul aus...", murrte er angewidert, woraufhin Daiki einen gespielt überraschten Gesichtsausdruck aufsetzte. Innerlich schlug ihm das Herz bis zum Hals und er war froh, dass gerade niemand seine Hand hielt, denn er schwitzte vor Nervosität und Angst. Doch sein Mantra, sich nichts anmerken zu lassen, zeigte sich erfolgreich, denn offenbar machte er nicht den Eindruck gerade innerlich fast zu sterben. "Oh wirklich? Perfekt! Dann habe ich ja genau mein Ziel erreicht! Erspart mir ehrlich gesagt das Outing... also... surprise! Ich steh auf Kerle!"
      Einen kurzen Moment herrschte Stille... nicht nur in der kleinen Gruppe sondern im gesamten Klassenzimmer. Ohne Frage verfolgten auch die anderen Mitschüler das gesamte Szenario und die Tatsache, dass Daiki sich gerade förmlich geoutet hatte schien jeder mitbekommen zu haben. "Ich fasse es nicht, dass ich zu dir aufgesehen habe. Du bist absolut widerwärtig..." Beinahe um seine Worte zu untermalen, spuckte der Idiot Daiki auf den Tisch.
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    • ____ Kazuya ____
      Kazuya fühlte sich gerade ein wenig schizophren, so schräg es auch klang. Einerseits hatte er das Bedürfnis einfach auf Absatz kehrt zu machen, weil er für eine Konfrontation mit Daiki einfach noch nicht bereit war, anderseits hatte er dieses Szenario verfolgt und er liebte Daiki zu sehr, um ihn allein zu lassen. Seine Gefühle zu ihm trotz all der Verärgerung waren nicht abgeklungen, kein bisschen. All diesen Hass den Kazuya für Ayaka verspürte, war zweitrangig für diese riesige Sintflut an Gefühlen die er für Daiki hegte. Natürlich hatte er ihm nicht verziehen, aber er hatte garantiert auch nicht all die schönen Momente vergessen und es war Fakt, dass er Daiki unglaublich vermisste. Er sehnte sich mehr nach dessen Nähe, als das er verärgert sein konnte. All das Chaos bedarf eines ordentlichen Gesprächs und nicht das Kazuya direkt wieder wegrannte. Es war auch keine Lösung, wenn Daiki nun zu Mr. Sexy Voice...uhm Hayato zog. Aber damit würde er sich später beschäftigen, denn auch wenn er im Klassenzimmer seiner ´Senpais´nicht zu suchen hatte, ging es hier immer noch um Daiki und auch um den Fakt, dass Kazuya Mobbing hasste wie die Pest. Darum schob er sich einfach an den älteren Schülern vorbei, die nicht wussten, wenn sie nun perplexer anstarren sollten: Daiki oder ihn. "Ich begrüße es sehr, dass du dich sowohl von deinen Zementhaaren als auch von dumm, dümmer und Barbie verabschiedet hast. Bedeutet aber nicht, dass ich dir vergeben habe, verstanden?" begrüßte Kazuya seit einer für ihn viel zu langen Zeit der Trennung endlich wieder seinen geliebten Mitbewohner. "Hah?! Was willst du Nerd jetzt eigentlich hier? Das geht dich einen scheiß an!" pflaumte ihn Idiot Nr. 1 an, ehe Idiot Nr. 2 geschockt die Augen aufriss. "Oh Gott, Daiki hat das ernst gemeint mit diesem Versager, wenn er tatsächlich auf Männer steht...ich glaube ich übergebe mich gleich." Idiot Nr. 2 gab nun auch seinen Senf dazu und Barbie bekam ihr Maul immer noch nicht auf. "Welch Wortgewalt...beeindruckend.", antwortete Kazuya ihnen gelangweilt. "Ich kann Mobber einfach nicht ausstehen und ihr zieht gerade die Aufmerksamkeit der ganzen Schule auf euch, was meine persönliche Ruhe stört. Lasst ihn einfach in Ruhe und kümmert euch um euren eigenen Scheiß. Ihr seid doch talentierte Egoisten, dann zeigt was ihr könnt und kümmert euch um euch selbst." Idiot Nr. 1 schien das wohl ziemlich persönlich zu nehmen, denn er packte Kazuya grob am Kragen. Der Fakebrünette grinste ihn aber nur amüsiert an. "Nur zu, aber überleg dir genau was du machst. Ich bin Schulbester und halte den Schnitt von euch Versagern nach oben. Was glaubst du wohl, wenn der Direktor eher von der Schule schmeißt. Dich oder mich?" Wütend ließ Idiot Nr.1 wieder von ihm ab. "Das geht dich hier absolut nichts an." fauchte sein Freund. Kazuya rollte lediglich mit den Augen, was man leider hinter den dicken Brillengläsern nicht sehen konnte. "Mhhhh...was der Direktor wohl sagt, wenn ich ihm erzähle, dass ihr mich angefasst habt und auch noch andere Schüler bedroht? Ob er euch suspendiert? Vielleicht werdet ihr nie wieder eine andere Schule besuchen können? Och, was wird aus euch armen Jungs nur? Nun mir ist es egal." Schmunzelnd legte Kazuya den Kopf schief, was bei den Kerlen für ein verächtliches Schnalzen der Zunge sorgte und sie nun sowohl von ihm als auch Daiki abließen. Der Blonde bzw. Brünette dank Perücke, blickte zu Daiki. "Wie bereits erwähnt ich habe nicht vergessen was passiert ist...." dennoch blickte er mit leicht geröteten Wangen zur Seite. "Aber......komm wieder Heim okay?" daraufhin machte er sich sehr schnell wieder auf den Weg dieses Klassenzimmer zu verlassen.


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    • Daiki
      Daiki hatte sicher nicht damit gerechnet, dass Kazuya ihm mehr oder minder zur Rettung kam und förmlich in einer Tirade gegen die Vollidioten den Größeren in Schutz nahm. Bei der gesamten Auseinandersetzung konnte Daiki seine Augen einfach nicht von Kazuya nehmen und ihn förmlich mit einer gewissen Bewunderung ansehen. Er war dem Kleinen nicht egal und Kazuya hatte nicht tatenlos dabei zusehen können. Das war definitiv mehr, als Daiki sich je für diesen Tag erhofft hatte und umso weniger interessierten ihn nun irgendwelche haltlosen Beleidigungen von Dumm und Dümmer.
      "Weißt du eigentlich, wie heiß du bist, wenn du so drauf bist, Kazu?", schnurrte der Blonde fast schon ausgeblendet, das sie beide eben nicht alleine waren, sondern förmlich von Daikis gesamter Klasse und seiner ehemaligen Clique umgeben waren. Aber gut... was schadete es dem Blonden nun noch soetwas für sich zu behalten, wenn er ja ohnehin gerade mehr oder weniger sein gesamtes wahres Ich geoutet hatte. Dennoch nickte Daiki vage und gestand seinem Mitbewohner und Schwarm zu, dass dies nicht auslöschte, was Daiki in der Vergangenheit getan hatte und sie beide mussten ohne Zweifel miteinander reden. Leise seufzend blickte Daiki dem Jüngeren in seiner Verkleidung nach, ehe er sich mit einer Hand durch sein blondes Haar fuhr und und vage den Kopf schüttelte. Das würde sicher kein einfaches Gespräch werden, aber es half nichts dem weiter aus dem Weg zu gehen. Und Daiki konnte wohl kaum nun für immer bei Hayato wohnen. Sicher würde sein Cousin nichts dagegen sagen, aber abgesehen davon dass Daiki immer auf eigenen Beinen stehen wollte, machte das neu gewonnene Wissen, dass Hayato wohl mit Jun irgendwie etwas hatte, es absolut nicht besser und Daiki wollte alles verhindern die beiden irgendwie mal in flagranti zu erwischen. Dann würde er Jun definitiv nie wieder mit den gleichen Augen sehen können.
      Durch Kazuyas Worte hatten sich vorerst die beiden Vollidioten grummelnd verpisst, aber natürlich nicht, ohne noch ein paar Beleidigungen umherzuwerfen. So blieb nur noch Arisa übrig, welche noch immer wortlos Daiki gegenüber stand und damit die einzige Person war, die noch als Gesprächspartner übrig blieb. Daiki rechnete mit verletzten Worten, dass sie gedacht hätte sie beide hätten etwas miteinander oder Verwirrung, dass sie nicht glauben konnte er war schwul und hatte es all die Zeit verschwiegen. Die Worte die aber tatsächlich ihren Mund verließen, hätte Daiki niemals erwartet und dementsprechend überrumpelte die Blondine ihn damit. "Woher hast du diesen Ear Cuff? Der ist ja mal unfassbar cool. Den brauche ich auch!"
      Für einen Moment starrte der Blonde sie noch überrascht an, ehe er perplex anfing zu lachen und einfach nur amüsiert den Kopf schüttelte.
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    • ___ Kazuya ___
      Er war zufrieden mit sich und wusste, dass er gerade das richtige getan hatte. Natürlich war es falsch so eine Situation zu benutzen, damit er sich traute wieder mit Daiki zu sprechen, aber jetzt war es nun mal so gelaufen und der erste Schritt war gemacht. Natürlich würde das eine wahre Mount Everest Besteigung werden, aber jeder Berg wurde mit dem ersten Schritt erklommen, selbst der hier. Gerade als sich Kazuya für seine Aktion sogar richtig cool fühlte, musste Daiki die nächste Bombe platzen lassen. Er sah heiß aus, wenn er so drauf war.... heilige Scheiße! Wieder einmal mehr war der Jüngere für die dicken Brillengläser dankbar, aber sie konnten nicht die knallroten Wangen verstecken. "Hei....verflucht nochmal behalte deine Fetische bei dir.", fauchte er Daiki eher wie ein beleidigtes Kätzchen an, schließlich war jemand mit rot angelaufenen Wangen alles andere als einschüchternd und stampfte eilig davon. Eine kleine Stimme in ihm konnte aber nicht leugnen, dass ihm gerade ein riesiger Stein vom Herzen fiel. Er wollte Daiki nicht verlieren und auch wenn dieses Gespräch verdammt schwer werden würde, so war es die beste Möglichkeit all das wieder in Ordnung zu bringen. Seine Gefühle für den Blonden konnte er nämlich nicht leugnen und das wollte er auch nicht. Die Tatsache das er Ayaka hasste bedeutete immerhin nicht, dass er Daiki deshalb nicht mehr liebte. So einfach war das auch wieder nicht. Auch wenn sich Kazuya einen Schalter für Gefühle an seinem Hinterkopf doch als sehr praktisch vorstellte. Jetzt wo er nicht mehr im Klassenraum von Daiki war, konnte er seine Gedankengänge endlich zu diesem abnormal attraktiven Anblick, welcher ihm Daiki geboten hatte, wandern lassen. Gott, wenn das auf dem Mist vom Hayato gewachsen war, dann sollte man ihm eindeutig einen Schrein errichten und als Gottheit preisen. Daiki sah aus wie ein fucking Kpop-Star!


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    • Daiki
      Der Tag überraschte Daiki doch deutlich mehr, als er es sich jemals hätte erträumen können und es schockte den Blonden noch immer sehr. Nach der Auseinandersetzung mit den beiden Idioten und einer eher komischen Diskussion mit seinem Lehrer, der nicht glauben wollte, dass Daiki tatsächlich Teil dieser Klasse war, verlief der restliche Tag mehr positiv. Arisa schien zwar noch immer zu verarbeiten, dass Daiki eine komplette Veränderung durchgemacht hatte, hatte ihm aber zumindest keine Beleidigungen an den Kopf geworfen und ihm sogar Komplimente für seinen Schmuck und sein Makeup gemacht. Wahrscheinlich wusste sie nicht wirklich mit der Situation umzugehen, aber Daiki war es deutlich lieber, wenn sie so reagierte, als wenn sie plötzlich versuchte ihn vorzuführen. Weiterhin hatten einige Schülerinnen aus den unteren Jahrgangsstufen ihn in der Mittagspause angehalten, um mit ihm gemeinsam Fotos zu machen, was ihn wiederum so verwundert hatte, dass er eher perplex zustimmte, unsicher was das ganze sollte und warum genau sie Fotos mit ihm wollten. Die Tatsache, dass eine der Gören ihn auch noch ernsthaft 'Oppa' genannt hatte, machte es absolut nicht besser und langsam aber sicher wurde ihm bewusst, dass Taejin ihn in ein K-Pop Idol Look-a-like verwandelt hatte. Natürlich war es erstmal schmeichelhaft so von den Jüngeren behandelt zu werden, das könnte auf längere Zeit aber durchaus unangenehm werden und er hoffte nur inständig, dass schnell wieder Normalität einkehren würde. Alles in allem waren die Reaktionen des Tages deutlich positiver und selbst das Training am Nachmittag verlief dank Jun entspannter, als gedacht. Daiki hatte keinerlei Zweifel daran, dass Jun von seinem Liebsten über Daiki eingeweiht worden war, denn der Kapitän des Bogenschützenvereins duldete keinerlei Getuschel und Getratsche, sondern achtete mehr denn je auf ihren strengen Trainingsplan. Dabei entging dem Blonden nicht, dass Jun gerade diejenigen besonders hart herannahm, die eher blöde Bemerkungen über Daikis Aussehen verlauten ließen.
      Nach Ende des Trainings hatte Daiki Jun ein dankbares Lächeln geschenkt und ihm in einer ruhigen Minute gesagt, er würde ein gutes Wort bei Hayato für Jun einlegen, was nur zur Folge hatte, dass der Brünette rot anlief und sich eilig seinem Einzeltraining widmete.
      Nachdem Daiki das erste Mal wirklich nach dem Training die Duschen in den Umkleiden verwendet hatte und es genoss kein Versteckspiel mehr mit seiner eigenen Identität spielen zu müssen, machte er sich schließlich auf den Heimweg... um genau zu sein auf den Weg zu seinem und Kazuyas Apartment, was ihn nun doch wieder mit Nervosität erfüllte... wenngleich er sich bei weitem nicht mehr so schrecklich fühlte wie noch am Morgen zuvor.
      Natürlich dauerte es nicht lange, ehe er die Wohnung erreichte und zögerlich zückte er seinen Wohnungsschlüssel, ehe er die Tür aufschloss und langsam eintrat. "Kazu? Ich bin... zu Hause..."
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    • ___ Kazuya ___
      Er und Daiki waren nun wirklich nicht lange voneinander getrennt gewesen, aber es reichte, um Kazuyas Sorgen in einem Aufräumwahn zu ertränken. Der Blonde hatte sich in der Nacht, in der Daiki bei Hayato gewesen war, der Wohnung gewidmet und nun blitzte sie heller als der Nordstern. Nun wenigstens war es etwas Produktives gewesen, wenn er ohnehin nicht schlafen konnte und Ablenkung brauchte, weil sein Hirn sich fast selbst auffraß. Jetzt wo er in der Schule mit Daiki gesprochen hatte und wusste das sein liebster Mitbewohner wieder nach Hause kam, saß er fast so nervös wie bei einem Bewerbungsgespräch auf ihrem überteuerten Sofa und hatte leider dieses Mal nichts mehr zum Aufräumen, damit er sich halbwegs ablenken konnte. Gerade als er mit dem Gedanken spielte irgendeinen Blumentopf umzuwerfen, damit er wenigstens irgendetwas in der Wohnung besaß, dass nicht ordentlich war, ging die Haustür auf und die Stimme des Blonden erklang.Er atmete einmal tief ein und aus, ehe er seinen Mitbewohner begrüßte. "Willkommen Zuhause.", murmelte er leise und wartete darauf, dass Daiki das Wohnzimmer betrat und sich zu ihm gesellte. Die Situation war äußerst merkwürdig. Merkwürdiger als der heutige Schultag. Durch Daiki hatte man zwar ihn in Ruhe gelassen, aber das war ja wohl kaum der Sinn und Zweck des Ganzen. Zudem hatte er am Rande mitbekommen, wie irgendwelche Gören von einem Idol an ihrer Schule sprachen, was er dann doch wieder ziemlich verstörend empfand. Wären Daiki und Kazuya aktuell nicht in einem etwas angespannten Verhältnis, hätte er ihn damit nur zu gern aufgezogen. Vielleicht würde es ja wieder so werden?


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    • Daiki
      Vorsichtig trat der Blonde in die extrem saubere und ordentliche Wohnung ein, wobei Daiki sich sehr sicher war, dass er sie nicht so sauber verlassen hatte. Sie beide waren nicht unbedingt unordentlich, aber die Tatsache, dass die Schuhe im Eingang alle im exakten Abstand zueinander gerade dastanden und der Fußboden aussah, als könnte man davon essen, sprach wohl schon für sich. Natürlich hatte Kazuya ihre Auseinandersetzung absolut nicht kalt gelassen und offenbar gehörte der Kleinere zu der Art Mensch, die sich in dem Falle mit etwas beschäftigen musste, um sich irgendwie ablenken zu können. Als Daiki seine Schuhe auszog und verlauten ließ, dass er daheim war, überraschte es ihn sogar ein wenig von Kazuya tatsächlich Willkommen geheißen zu werden, doch es war ein gutes Zeichen und Daiki nahm in dem Moment ganz klar was er kriegen konnte, wenn man so wollte. Zügig legte er seine Schultasche am Eingang ab und lief zum Wohnzimmer hinüber, wo er seinen Mitbewohner ziemlich angespannt auf dem Sofa entdeckte, vermutlich sich nicht ganz sicher wie er jetzt die Situation handhaben sollte oder wie sie ihr wirklich dringend notwendiges Gespräch beginnen sollten. Dennoch den Mut gefasst, durch seine heutige halbwegs positive Interaktion mit Kazuya, setzte Daiki sich auf dem Boden vor dem Kleineren im Schneidersitz hin, da sie einander kaum bei dem Gespräch in die Augen blicken könnten, wenn sie nebeneinander auf dem Sofa saßen. Daiki versuchte also Kazuyas Blick einzufangen und räusperte sich leise. "So sehr mir die Frage auf der Zunge liegt, ob du das Wochenende gut überstanden hast, werde ich sie überspringen, da Smalltalk wohl gerade absolut nicht der richtige Anfang für dieses Gespräch ist.", murmelte der Blonde vorsichtig, ehe er in seiner Hosentasche herumkramte und einen kleinen mehrfach gefalteten Notizzettel hervorholte, den er bei Hayato geschrieben hatte, als er nicht schlafen konnte. Er hatte sich lange Zeit überlegt wie er dieses Gespräch führen könnte und sich dementsprechend Notizen gemacht, als er aber jetzt die Notizen durchlas, fühlte er sich absolut erbärmlich dafür und knüllte besagten Zettel eilig wieder zusammen, um ihn schnell hinter seinem Rücken zu verstecken... also doch improvisieren...
      "Ich weiß, dass eine Entschuldigung absolut nichts an der Vergangenheit ändert und jede Rechtfertigung für meine Taten nur eine dumme Ausrede ist... aber es tut mir unfassbar Leid Kazu... nicht, weil ich nun weiß das hinter meinem 'Opfer' in der Schule mein Mitbewohner und bester Freund steckt... auch nicht weil ich mich in diesen mutigen, selbstgerechten und vorlauten Kerl in der Schule verliebt habe, weil er all das getan hatte, zudem ich mich mein ganzes Leben lang nicht getraut habe... sondern es tut mir allem voran deshalb Leid, weil ich das gesamte letzte Jahr eine Seite entwickelt habe, die all das vereint, was ich in einem Menschen eigentlich verabscheue und ich nicht nur dir... sondern auch anderen Dinge angetan habe, aus Angst und Feigheit selbst in eine Opferrolle zu fallen. Ich bin so gut wie erwachsen... und benehme mich doch wie ein Kind... ein unfassbar grausames Kind. Ich weiß, dass sowohl meine Eltern, als auch Hayato unfassbar enttäuscht von mir sein müssen, selbst wenn sie es niemals so sagen würden, aber allem voran bin ich selbst von mir enttäuscht und angewidert. Der Gedanke, dass ich anderen die gleiche Hölle bereitet habe, wie ich selbst einmal erfahren habe, macht mich krank... und ich erwarte nicht, dass du mir so schnell vergibst. Ganz im Gegenteil... ich will nicht, dass du mir sofort vergibst und über das hinwegsiehst, was in der Schule geschehen ist, nur weil ich daheim jemand anderer war. Ich möchte mir deine Vergebung langsam Schritt für Schritt verdienen, in der Hoffnung, dass du mich eines Tages wieder so siehst, wie noch vor einer Woche. Ich werde versuchen mich auch bei anderen zu entschuldigen und Wiedergutmachung zu leisten und bis dahin hoffe ich einfach nur, dass du zumindest offen dafür bist, mich irgendwann wieder in einem guten Licht zu sehen."
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • ___ Kazuya ___

      Es war absolut wichtig und richtig, das sie beide dieses Gespräch führten, das wusste Kazuya und schließlich war er derjenige der Daiki gebeten hatte wieder nach Hause zu kommen. Dennoch konnte er sich beim besten Willen nicht daran erinnern, wann er das letzte Mal so nervös war wie in diesem Augenblick. Eine Prüfung oder ein Parkour-Turnier waren ein Witz im Vergleich zu der aktuellen Situation und ehrlich gesagt wusste Kazuya nicht wie er dieses Gespräch beginnen sollte. Was genau sollte er Daiki sagen? All das was geschehen war, war sicherlich nicht mal eben geschehen und vergessen, dazu war Kazuya erstens zu nachtragend und zweitens hatte ihn das wirklich schwer getroffen. Er hatte sich das erste Mal in einen Menschen verliebt, nur um herauszufinden, dass es sich bei seinem Auserwählten, der ohne zu perfekt schien um wahr zu sein, um seinen Mobber handelte. Ganz ehrlich? Kazuya hatte ein echt beschissenes Karma, anders konnte man das wohl kaum bezeichnen. Wenigstens hatte er es geschafft ihn anständig zu begrüßen, was Kazuya einfach mal als Erfolg verbuchte. Ein Gespräch konnte ja wohl kaum beginnen, wenn er ihn schon direkt an der Tür anschrie. Dem Blonden fiel durch aus auf, wie perplex Daiki über die aufgeräumte Wohnung schien. Nun sie beide waren nun wirklich nicht unordentlich, aber Kazuya hatte so akribisch geputzt, dass man sich langsam Sorgen machen musste, ob er nicht bald mit einem Lineal durch die Gegend rannte um alles noch akkurater hinzubekommen. Es hätte sicherlich nicht mehr gefehlt bis es dazu kam. Dann hätte er sich aber sicherlich freiwillig mit einer Hab-Mich-Lieb-Jacke einweisen lassen. Als sich Daiki ihm näherte, erschien ihm der Ältere so nervös, dass es beinahe niedlich war. Daiki war nicht unbedingt der Typ, der sich schwer tat die richtigen Worte zu finden oder sich im Allgemeinen zu unterhalten, aber gerade erschien ihm sein Mitbewohner nicht weniger nervös als er selbst. Dankbar das Daiki selbst erkannte, dass Smalltalk gerade unangebracht war, aber um so verwirrter, dass er tatsächlich zuerst einen Zettel herausfischte um seine Ansprache zu halten, lauschte er den Worten des Älteren schweigend. Daiki hatte sich extreme Gedanken gemacht, das wusste Kazuya natürlich und er wusste auch, dass es dem Anderen aufrichtig und vom ganzen Herzen Leid tat. Wüsste er all diese Dinge nicht, hätte dieses Gespräch nie stattgefunden, aber gerade weil er es wusste, wollte Daiki eine Chance geben. Allein aus dem Grund, weil Kazuya ihn nach wie vor liebte. Das wurde ihn am Wochenende nur noch mehr bewusst, als er erkannte wie schmerzlich er ihn vermisste, ganz gleich was passiert war. "Ich will den Zettel lesen.", antwortete Kazuya nachdem er Daiki hatte komplett aussprechen lassen und streckte erwartungsvoll die Hand entgegen. Während er die Hand ausstreckte, blickte er zu dem Älteren. "Ich weiß, dass es dir Leid tut, das sehe ich und es erleichtert mich, weil ich weiß, dass du kein schlechter Mensch bist und ich mich nicht in die getäuscht habe. Du hast recht damit, dass ich all das was zwischen uns beiden passiert ist nicht einfach vergessen kann. Ich bin immer noch perplex wie ein so herzensguter Mensch es schafft zu so einem Arschloch zu mutieren. Allerdings will ich nicht, dass das so zwischen uns bleibt, dazu bedeutest du mir zu viel und ich möchte wieder lernen dir näher zu kommen." antwortete Kazuya ihm ehrlich. "Ich finde es im Übrigen toll. Du stehst endlich zu dir....Danke, dass du diesen Schritt gegangen bist."


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    • Daiki
      Unweigerlich weiteten sich Daikis Augen, als Kazuya das erste Mal richtig das Wort an ihn wandte und den zusammengeknüllten Zettel einforderte, den Daiki sich eigentlich zum sortieren seiner Gedanken und als Hilfe geschrieben hatte, der ihm aber nun bei weiterem Drüberschauen absolut erbärmlich erschien und regelrecht lächerlich klingen musste, wenn ein anderer ihn las. Fast schon widerstrebend hielt Daiki den Zettel weiter hinter seinem Rücken, konnte aber kaum dem Blick seines Mitbewohners standhalten. Er senkte den Blick und holte langsam den zusammengeknüllten Papierball hervor, ehe er diesen Kazuya in die Hand legte und resignierend ausatmete. Während der Jüngere besagten Zettel auseinanderfaltete, räusperte Daiki sich leicht. "Das war nur eine kleine Gedankenstütze um mich ein wenig zu sortieren und zu überlegen, wie ich das Gespräch besser angehen sollte... mehr nicht...", versuchte er sein Wirrwarr und Gekritzel beinahe zu verteidigen, während er begann nervös mit seinen Fingern zu spielen, als Kazuya eben jenen Zettel begann zu lesen.
      Als Daiki den weiteren Worten des Kleineren lauschte, schüttelte der Größere vage den Kopf und blickte dann langsam wieder auf, um Kazuyas Blick einfangen zu können. "Das hier...", dabei deutete der Blonde auf sein gesamtes Erscheinungsbild. "... bin nicht wirklich Ich. Das ist auch nur eine verschönerte, idolisierte Variante meiner selbst. Es ging nicht darum in der Schule die Person zu sein, die ich wirklich bin... es ging darum das Ich zu verkörpern, welches ich gerne sein möchte. Ich glaube niemand ist in der Schule so wirklich zu hundert Prozent er selbst... das weißt du wahrscheinlich auch deutlich besser als jeder andere. Fakt ist aber, dass ich das Ich ablegen möchte, welches ich ganz und gar nicht verkörpern will. Ich dachte.. ich sollte das tun um dir etwas zu beweisen, um dir zu zeigen welches Ich Priorität hat, aber ich denke es hat nicht einmal wirklich etwas mit dir zu tun, egal wieviel du mir bedeutest. Ich habe heute das erste Mal in der Schule wieder richtig in einen Spiegel sehen können und das konnte ich weder zuvor mit meinem ätzenden Look und dem abartigen Charakter... aber ich konnte ebenso wenig an meiner alten Schule in den Spiegel sehen, weil ich mich für das gehasst habe was ich bin und was ich unbewusst darstelle."

      Zettel:
      Spoiler anzeigen

      - aus Angst wieder wegen meines Aussehens, meiner Art und meines Charakters gemobbt zu werden, habe ich versucht mich einfach anzupassen
      (dumme, erbärmliche Ausrede... wem versuche ich hier etwas einzureden?)
      - ich habe mich in Kazuya verliebt und gleichzeitig ist er in so kurzer Zeit mein bester Freund geworden, der mir so viel bedeutet
      (ich sollte erst einmal seine Vergebung verdienen, ehe ich meine Gefühle deutlich mache, sonst setze ich ihn zu Unrecht unter Druck
      - ich erwarte keine sofortige Vergebung -> das wäre absolut nicht ehrlich und ein Teil-Zweifel würde in Kazu immer zurück bleiben
      - Möchte er überhaupt noch, dass wir zusammen leben?
      - Wieviel Freiraum braucht er?
      - Darf ich noch mit ihm in der Schule interagieren?/ Möchte er, dass ich von nun an besser so tue, als kennen wir uns nicht weiter?
      - ich weiß, warum ich mich optisch + charakterlich 'verkleidet' habe in der Schule... warum aber ist er in der Schule jemand anderes?
      (ich habe kein Recht das zu fragen... es ist absolut seine Sache und damit lenke ich nur von meiner Schuld ab)
      - er ist nicht mein einziges 'Opfer' -> wenn ich seine Vergebung verdienen will, sollte ich mir auch die Vergebung der anderen ehrlich verdienen
      - Wie kann ich Wiedergutmachung leisten? Wie kann ich meinen 'Opfern' überhaupt jemals wieder in die Augen sehen?
      - ich habe andere Schüler nie körperlich drangsaliert
      (mentale Mobbingattacken sind zuweilen schlimmer... ich hatte nie eine böse Intention, habe es nur getan um dazu zu gehören -> wieder erbärmliche Ausreden)
      - meine Eltern haben mich so nicht erzogen... wenn sie mich so in der Schule gesehen hätten wären sie enttäuscht und würden sich wohl selbst die Schuld geben
      -> das ist der schmerzhafteste Gedanke von allen
      - Sollte ich mit ihnen darüber reden? Ich sollte definitiv mit ihnen und Hayato darüber reden...
      - ein Teil von mir wünscht sich nie nach Tokyo gekommen zu sein...
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • ___ Kazuya ___

      Erwartungsvoll hatte Kazuya die Hand ausgestreckt und Daiki in die Augen gesehen. Er wollte diesen Zettel lesen, seine Gedankengänge verstehen. Das was er versucht zu verstecken, er wollte all dies erfahren. Kazuya wollte wissen wer Daiki wirklich ist. Er wollte den Menschen verstehen in den er sich verliebt hatte, denn dieses Gefühl war trotz der Erkenntnis, das Ayaka und Daiki dieselbe Person waren, nicht verschwunden. So einfach verschwanden Gefühle nicht und schon gar nicht bei Kazuya. Daiki war der wichtigste Mensch in seinem Leben geworden und der Blonde war ohnehin nicht gerade talentiert darin, Leute aus seinem Leben zu verbannen, ganz gleich was sie ihm antaten. Schließlich hatte er bis zu letzte daran geglaubt, dass Natsuo zurückkehren würde. Kazuya konnte Menschen zwar nicht ausstehen, aber wenn er mal jemanden mochte, dann gingen diese Gefühle tiefer als gut für ihn war. Als ihm Daiki den Zettel überließ, faltete er das Papier auf und erkannte einige durchgestrichene Sätze. Glücklicherweise nicht durchgestrichen genug, dass er es nicht mehr entziffern konnte. Die kleine Verteidigung von Daiki bezüglich dieser Offenlegung auf Papier ignorierte er gekonnt und begann zu lesen. Kurz unterbrach er seinen Lesefluss um den Hellhaarigen ansehen zu können als ihm dieser erklärte, dass er das hier auch nicht wirklich war. Sanft schüttelte der Jüngere den Kopf. "Das meine ich nicht. Ich spreche nicht von deiner Optik." antwortete er ihm und hoffte das Daiki verstand was er ihm damit sagen wollte, ehe er den Blick wieder senkte und den Zettel weiter zu Ende las. Eigentlich wollte er Daiki nicht sofort verdeutlichen, dass er ihm verziehen hatte. Obwohl er das spätestens nach der ersten Zeile bereits hatte, aber er konnte sich ein kleines Lächeln dann doch nicht verkneifen. Darum legte er auch den Zettel zur Seite, beugte sich nach vorne und schlang die Arme um den Älteren der vor ihm auf dem Boden saß.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Daiki
      "Ich rede auch nicht von der Optik...", murmelte Daiki fast schon kleinlaut, als Kazuya sich beim Lesen kurz unterbrach und kopfschüttelnd diese Worte von sich gab, nichtsdestotrotz ließ der Blonde den Kleineren in Ruhe weiterlesen und wartete geduldig ab bis Kazuya schließlich den Zettel wieder beiseite legte. Daiki versuchte aus dem Gesichtsausdruck des anderen zu deuten, wie dieser besagte Informationen auffasste und was in seinem hübschen Kopf vorging...aber ehe er es sich versah schlang Kazuya plötzlich seine Arme um ihn. Perplex und absolut sprachlos verharrte Daiki für einige Momente gerade nur so, nicht wirklich dazu in der Lage zu verarbeiten, was gerade geschah und was diese Umarmung vielleicht bedeuten könnte. Er traute sich nichtsdort hinein zu deuten und zu mutmaßen, schließlich rechnete er nicht damit, dass ihm so leicht vergeben würde. Dennoch erwiderte er langsam die Umarmung und streichelte langsam Kazuyas Rücken, ehe er sich vorsichtig löste und tief durchatmete. Den Zettel, den Kazuya zuvor beiseite gelegt hatte, nahm Daiki dabei zügig wieder an sich und steckte ihn eilig wieder in seine Hosentasche, damit Kazuya keine zweite Chance bekam sich den Zettel noch einmal genauer und öfter durchzulesen... selbst wenn es ja nun eigentlich ohnehin zu spät war. Schließlich blickte der Blonde langsam wieder zu Kazuya auf und legte dabei seinen Kopf leicht schief. "Also was sagst du zu meinem überaus chaotischen Zettel und den wirren Gedankengängen die in meinem Kopf umherspuken?", wagte er schließlich direkt die Frage zu stellen in der Hoffnung, dass Kazuya nun nicht allzu schlecht von ihm dachte und vielleicht sogar tatsächlich erwog ihm vergeben zu können. Viel mehr wollte Daiki erst einmal nicht und viel mehr konnte und durfte der Blonde vorerst nicht erwarten, denn wie er bereits erwähnt hatte, wäre es absolut unfair von ihm sofortige Vergebung und Rehabilitierung zu erwarten. Davon war er vermutlich erst einmal noch weit entfernt.
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    • ___ Kazuya ___
      Als sie sich wieder voneinander lösten, hämmerte Kazuyas Herz in der Brust wie verrückt und erinnerte ziemlich stark an einen Presslufthammer auf einem ziemlich üblen Asphalt. Hoffentlich konnte der Hellhaarige das nicht hören, denn das wäre in Anbetracht dessen das es hier eigentlich darum ging ob Kazuya ihm verzieh oder nicht, echt unpassend. Zumal ihm sein eigenes Herz ja wie ein elender Verräter vorkam. Allerdings konnte man seine Gefühle nicht so einfach abstellen. Als ihm Daiki diese Frage stellte, hob er skeptisch eine Augenbraue. Wahrscheinlich war der Blonde gerade noch ein wenig zu sehr in seinem Kisaragi-Schmulmodus, was vermutlich auch besser war, sonst würde er sich vor Verlegenheit sicherlich aus dem Fenster werfen und bei seinem Glück im Rosenbusch ihrer Untermieterin landen. Diese würde dann sicherlich darauf brennen Hayato davon zu berichten. "Ich hab dich gerade umarmt oder nicht? Wäre ich noch wütend hätte ich dir den Kopf abgerissen." antwortete er trocken und seufzte leicht. "Du hast leider den unfairen Bonus, das ich Gefühle für dich habe und es schwer ist böse auf dich Idioten zu sein. Außerdem hast du verdammte Puppyeyes, es ist zum Kotzen." Als Kazuya sich aber bewusst wurde, was er da gerade in seinem falschen Modus, Gott fühlte er sich schizophren, von sich gab lief er knallrot an. "Oh Gott, was rede ich da.......", stammelte er und versuchte sein knallrotes Gesicht hinter seinen Händen zu verstecken. "Erschieß mich." Um der Peinlichkeit zu entfliehen, räusperte er sich und versuchte irgendwie von der Situation abzulenken. "Hast du Hunger? Also ich habe Hunger. Ja, wir haben wir Hunger. Wir sollten Essen." schnell war er aufgesprungen und wollte den Weg in die Küche antreten.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Daiki
      Kurz nachdem Daiki die Umarmung gelöst hatte, erkundigte er sich bei dem Kleineren, was dieser über Daikis Worte und seinen Zettel dachte, hätte aber absolut niemals mit dieser Antwort gerechnet. Mit geweiteten Augen und fast schon geschockt blickte der Größere Kazuya an, der zwar in diesem Moment die Optik seines süßen und unschuldigen Mitbewohners hatte, die Worte die aber seinen Mund verließen, waren aber definitiv das gesamte Gegenteil zu dem, wie Daiki Kazuya in dieser Aufmachung jemals erlebt hatte. Jetzt musste der Kleinere nur noch Daiki in seiner Schulaufmachung gegenübertreten und übermäßig lieb, zuckersüß und total verlegen agieren... dann hatte der Blonde definitiv alles in seinem Leben gesehen und so ganz konnte der Blonde ja noch immer nicht fassen, dass Kisaragi und Kazuya ein und dieselbe Person sein sollten... selbst wenn Daiki gewusst hätte, dass Kazuya mit Nachnamen Kisaragi hieß, hätte er wohl nie auch nur erwogen, dass die beiden überhaupt miteinander zu tun haben könnten. Das Schicksal war wahrlich seltsam und hatte zwei Kerle mit Dopelleben irgendwie zusammengeführt. Leise lachend erhob Daiki sich langsam, als seinem Mitbewohner langsam bewusst wurde, was er gerade gesagt hatte und leicht nickend ging der Größere an Kazuya vorbei, direkt in Richtung Küche. "Alles gut. Ich koche! Wünsch dir etwas und ich bereite es zu... sagen wir das ist Teil meiner Wiedergutmachung." Damit betrat er die Küche, wusch erstmal kurz seine Hände und löste dann den unfassbar teuren Ear Cuff von Taejin von seinem Ohr, nur um diesen in Sicherheit zu verwahren. Er hatte schon den ganzen Tag in der Schule genug Sorgen gehabt, dass das Ding kaputt ging, besser er ging nicht mehr Risiko ein als nötig.
      "Aber mal ehrlich... ich bin schockiert, dass ich bei der Unterzeichnung des Vertrages nicht bemerkt habe, dass du Kisaragi mit Nachnamen heißt... um genau zu sein, hab ich mir irgendwie bisher nie die Frage gestellt wie du mit Nachnamen heißen könntest... obwohl ich wohl auch nie und nimmer darauf gekommen wäre, dass du der gleiche Kisaragi in der Schule bist."
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    • ___ Kazuya ___

      Wenigstens schien Daiki gekonnt überhört zu haben, dass Kazuya ihm quasi gestanden hatte, dass er Gefühle für ihn hatte oder aber Daiki wollte es ignorieren. Vielleicht waren seine Gefühle für Kisaragi abgeklungen, weil er nun wusste das Kazuya hinter der dicken Brille, der Perücke und den übergroßen Klamotten steckte. Gott hatte er Kopfschmerzen. Würde Daiki darauf nicht reagieren, würde er es auch nicht. Vielleicht sollte es auch einfach nicht sein und wenn der Blonde weiterhin so grübelte, würde sein hübscher Schädel explodieren und das wäre verdammt unschön, vor allem in Anbetracht dessen was für ein verflucht teures Sofa ihnen Hayato da geschenkt hatte. Kazuya hatte es aus Neugier gegoggelt und wäre beim Anblick der vielen Zahlen fast ohnmächtig geworden. In was für Dimensionen lebte der Kerl nur? Gedanklich seufzend sah Kazuya seinem Schwarm nach, der glücklicherweise außer zu lachen nicht weiter reagierte und sich nach seinem Essenswunsch erkundigte. "Pudding!"platzte es förmlich aus dem Blonden, ehe er erneut knallrot anlief und seinen Kopf dann endgültig im Sofa vergrub. Mehr konnte er Daiki ja gar nicht ins Gesicht brüllen, wie sehr er ihn vermisst hatte. Wieso musste er sich vor Daiki immer so blamieren, vor allem wenn er er selbst war? Vielleicht sollte er sich umziehen ...
      Erst als Daiki wieder das Wort an ihn richtete, blickte er mit zerzausten Haaren vom Sofakissen zu ihm. "Was soll ich sagen? Ging mir doch mit dir genauso...."
      Was den Blonden aber durchaus beschäftigte war der Fakt, warum sich Daiki ausgerechnet in sein anderes Ich verliebt hatte, das unschöne Ich sozusagen. Waren die Worte als Ayaka wahr gewesen? Aber was war der Auslöser gewesen? Schließlich war es zuvor nur reines Mobbing gewesen. Wann kamen denn bitte Gefühle dazu? Gab es irgendeinen Zeitpunkt oder Moment? Falls ja erinnerte sich Kazuya beim besten Willen nicht daran, schließlich hatte er sich alle Mühe gegeben Ayaka bislang aus dem Weg zu gehen.


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Daiki
      Er spürte Kazuyas Blick auf sich, schenkte dem Jüngeren ein Lächeln, sprach aber nicht das an, was Kazuya vermutlich gerade allem voran dachte. Daiki wusste, er müsste erst einmal seine Gefühle für beide Seiten von Kazuya für sich sortieren und analysieren, ehe es überhaupt Sinn machte ins Detail darüber zu gehen, was Kazuya von ihm halten könnte. Er konnte den Kleineren jetzt wohl kaum noch mehr verwirren, nur weil er sich selbst noch nicht so zu hundert Prozent verstand. Aber Frieden und Freundschaft war definitiv erstmal eine gute Basis für sie beide, auf die sie nun erstmal aufbauen konnten, ehe sie genauer über ihr Gefühlschaos reden konnten.
      "Pudding? Ich hatte eher an eine richtige Mahlzeit gedacht...", murmelte der Blonde lachend, schüttelte dann aber schulterzuckend den Kopf und öffnete den Unterschrank der Küche, in dem er eher Backzutaten lagerte, nur um die Zutaten für Pudding hervorzuholen. "Vanille? Oder hast du spezielle Wünsche?" Während Daiki sich also daran machte den Pudding nach Kazuyas Wünschen zuzubereiten und sich tatsächlich selbst nebenher einen Tee zu kochen, hatte er selbst erwähnt, dass er nie darauf gekommen wäre, Kisaragi und Kazuya könnten ein und dieselbe Person sein... offenbar schien das aber auch für ihn zu gelten und einmal mehr fragte sich der Größere, wie es nur dazu gekommen war, dass sie beide nicht nur Doppelleben führten, sondern sich bis dahin so unterschiedlich privat und in der Schule gegeben hatten. Für Daiki hatte dies nun ein Ende, doch Kazuya schien andere Beweggründe für seine Veränderung zu haben und wenigstens hasste er seine Schulpersönlichkeit nicht. Es war nur... ungewohnt dass diese beiden Seiten zu dem Kleineren wirklich zu gehören schienen und ihn wohl charakterlich ausmachten. Eine Tatsache... die es definitiv erstmal zu verdauen und verarbeiten galt.
      "Ich weiß ja was du meinst... Deine Haare in der Schule... ist das eine Perücke? Ich wüsste nicht, wie du sonst mit deinen Haaren solch eine Frisur hinbekommen solltest."
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ