❣ Red Thread of Fate ❣ [Rheira & Sanjadi]

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    • ___ Shin ___

      Als sich Taejin auf seine Empfehlung auf dem Sofa platzierte, nahm sich der Dunkelhaarige einen Moment um seinen Auftraggeber genauer anzusehen. Shin musste gestehen, dass es sich bei Taejin Hwang um einen sehr attraktiven Mann handelte. Das war im Untergrund kein Geheimnis, aber diese Schönheit war tödlich und jeder verglich einen Abend mit dem Mann mit einer harten Droge. Sie machte süchtig, brachte einen aber früher oder später um und trotzdem konnten die Leute nicht die Finger von ihm lassen. Taejin war sein Ruf sicherlich mehr als nur bekannt und entweder machte er sich einen Spaß daraus oder es interessierte ihn einfach nicht. Shin tippte auf eine Mischung aus beidem. Jedenfalls kam es dann doch ziemlich schnell zum geschäftlichen und Shin behielt mit seiner Aussage recht, dass es seinem Auftraggeber ganz und gar nicht gefiel, was er da hörte. Nicht weil er Angst vor einer kleinen Straßengang hatte, aber solche Leute waren unberechenbar und opferten ihre eigenen Kameraden wie Schachfiguren, wenn es darauf ankam. Sie waren kein beständiger Haufen und die Leute dort wurden gewechselt wie Socken, dass man nie wusste, wer genau dazu gehörte und wer nicht. Man musste also die Stammbelegschaft ausfindig machen. Der Koreaner war sich dem bewusst, weshalb sein Blick auch förmlich Bände sprach. Als ihn Tae bat weiterzusprechen, nickte Shin und fuhr fort. "Sie sind noch nicht lange in Tokyo, offenbar neu aber ihr Auftauchen hat immense Wellen geschlagen. Sie machen kein Geheimnis aus ihren Taten und hinterlassen bei jeder Aktion ein V." Shin fischte sein Handy aus der Tasche und hielt es Taejin entgegen. "Ich war auch an dem Ort des Überfalls auf deine Leute und hab mir die Gegend genauer angesehen und tatsächlich ein V entdeckt." Das Foto zeigte vom eingetrockneten Blut ein V auf der Straße, welches einem beim ersten Mal gar nicht auffallen würde. Shin nahm sein Handy wieder an sich. "Sie rekrutieren wohl alle mögliche Leute. Die Menge scheint es zu machen, statt die Qualität und wer seine Arbeit versaut wird aus dem Weg geräumt. Allerdings wählen sie keine Leute vom Fach oder Leute die bekannt sind, lediglich Kriminelle, die nichts zu verlieren haben und die ersetzbar sind. Außerdem scheinen sie einen ziemlichen Hass auf die Yakuza zu haben, was auch ihre mangelnde Angst erklären könnte. Sie wollen wohl die ganz große Nummer bringen und machen sich selbst die beheimateten Straßenbanden zum Feind, welche in der Regel ein Abkommen miteinander haben, dass niemand umgebracht oder verpfiffen wird. Sie brechen jedes Tabu. So unorganisiert sie wirken, muss aber irgendetwas an ihnen sein, dass die Leute magisch anzieht. Die Leute stehen förmlich Schlange um bei ihnen mitzumachen." Shin verschränkte nachdenklich die Arme. "Ich habe noch nicht herausgefunden was es genau ist, aber ich tippe auf einen verdammt charismatischen Anführer. Charisma und Manipulation sind psychologisch gesehen zumindest der Schlüssel um sich hirnloses Gefolge, dass einen Sinn sucht gefügig zu machen." Shin lehnte sich am Sofa zurück. "Das ist aktuell leider alles, was ich herausgefunden habe, vorerst. Allerdings werde ich einen alten Freund kontaktieren. Der Name Hawks sollte dir ein Begriff sein, oder? Er ist mir noch was schuldig. Keine Sorge ich werde keine Spuren zu dir laufen lassen. Falls du aber dagegen bist, akzeptiere ich das und mache anders weiter."


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    • Taejin
      Die weiteren Informationen, die Shin ihm vermittelte machten es leider absolut nicht besser und Taejin war wieder nah daran nach irgendeinem Tier aus Kristall zu greifen und es gegen eine Wand zu befördern. Das baute zuweilen wirklich ganz gut Stress ab. Nur zu schade, dass die Kristallfiguren sich eher in seinem Büro als im Illusion befanden... Andernfalls... vielleicht war es wirklich besser so. Er seufzte innerlich, ballte eine Hand zu einer Faust und lauschte Shin aufmerksam, während er gedanklich bereits weitere Schritte plante und sich einredete dass das alles nicht unbedingt Grund zur Sorge war. Er wusste es aber besser und die bisherigen Aktionen dieser Straßenbande untermalten diesen Fakt förmlich noch einmal. Frustriert fuhr der Weißblonde sich mit einer Hand über die Stirn und nachdem Shin mit dem Teilen seiner Informationen fertig war, folgte erst einmal ein langes Schweigen. Taejin begann instinktiv auf seiner Unterlippe ein wenig herumzukauen, eine Eigenheit die der Chaebol seit frühester Kindheit entwickelt hatte und sich immer zeigte, wann immer er fieberhaft nachdachte und versuchte alle Informationenin einen positiven Kontext zu setzen. Es war in gewissermaßen eine Art Stressreaktion, wenn er solche Reaktionen nicht zwingend nach außen tragen durfte. Eine Weile herrschte Ruhe und schließlich fuhr er mit seinem Daumen vorsichtig über seine Unterlippe und er räusperte sich leicht. "Na gut... ich bin absolut kein Fan von Hawks, aber ich denke er ist gerade eine der besten Optionen um schnell weitere Informationen über die Gruppe herauszubekommen. Lass bloß unseren Namen aus dem Spiel. Ich bin weit davon entfernt dem Kerl zu vertrauen und ich will nicht, dass er auf die Idee kommt ich bräuchte seine Informationen..." Vielleicht klang Taejin gerade ein klein wenig wie ein bockiges Kind, aber Hawks war ganz eindeutig niemand mit dem man Spielen sollte und deutlich gefährlicher, als es den meisten bewusst zu sein schien. Denn im Endeffekt war einem Informanten nur seine eigene Haut wichtig und er könnte schnell alles ins Verderben stürzen.
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    • ___ Shin ___

      Shin beobachtete den Koreaner eine Weile, wie dieser auf seiner Unterlippe herum kaute, wohl eine Angewohnheit um Stress abzubauen, aber Shin konnte nur schwer den Drang unterdrücken, ihn nicht dafür zu tadeln. Allerdings war der Kerl immer noch sein Boss und welches Recht hatte Shin bitte mit ihm so zu sprechen? Nur weil sie beide im ähnlichen Alter waren, bedeutete das nicht das er deshalb weniger Respekt vor Taejin hatte. Gerade Shin wusste, wie ärgerlich es war aufgrund seines Alters nicht für voll genommen zu werden und Shin respektierte diesen Mann neben sich durchaus. Solang man ihm genug Respekt entgegenbrachte, war Shin niemand der dies nicht erwiderte. Also ließ der Dunkelhaarige es bleiben, ebenso wie wie ihm weiter auf die Lippen zu starren. Hübsche Lippen hatte der Kerl, musste er ihm zugestehen, wenn sie auch deutlich malträtiert waren und Shin sich gedanklich ermahnte ihm keinen Labello zu schenken. Schade um die schönen Lippen war es ja dennoch. Sag mal, war irgendetwas in diesem verfluchten Cocktail gewesen? Schmeckte er so etwas nicht normalerweise raus? Er hätte es wissen sollen, als ihn der Barkeeper die ganze Zeit so angegrinst hatte. Garantiert brachte ihn das Zeug auf dumme Gedanken. Schöne Lippen, also echt mal.
      Jedenfalls hatte Shin dem Koreaner seine Informationen kund getan und auch direkt einen Vorschlag gemacht, wie sie weiter vorgehen konnten. Natürlich war der Hellhaarige alles andere als begeistert von der Idee, konnte er ihm nicht verübeln. Shin war auch ein Gegner von Informanten. Für jemanden der im Schatten lebte, waren Informanten vor allem wenn sie so professionell und extrem gut waren wie Hawks der natürliche Feind. "Glaub mir, ich kann Informanten noch weniger leiden als du, aber wie bereits erwähnt ist mir Hawks einen Gefallen schuldig und selbst er hütet sich aufgrund dessen mich zum Feind zu haben", antwortete Shin ruhig und schmunzelte ein wenig aufgrund des Tonfalls des Älteren. "Ich verspreche dir, dass ich deinen Namen nicht erwähnen werde." lächelte er amüsiert. "Okay Hübscher, das war alles. Lass deinen süßen Freund nicht so lange warten, er wirkt nicht gerade wie ein Clubgänger." damit erhob sich Shin, streckte die langen Beine und sah nochmal zu ihm.



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    • Taejin
      In ihrer Abneigung gegenüber Informanten und ganz besonders Hawks schienen die beiden sich ziemlich einig zu sein und das bedeutete für den Weißblonden nur, dass Shin aus diesem Grund mit Sicherheit vorsichtig genug bleiben würde. Er hatte schließlich nicht den besten angeheuert, nur um wegen einer Fahrlässigkeit irgendwelche Fehler zu machen und wichtige Informationen zu verlieren. "In Ordnung. Dann bleib vorsichtig und halte dich weitestgehend bedeckt. Je mehr Informationen du beschaffen kannst, ohne selbst etwas preisgeben zu müssen, desto besser, aber geh kein Risiko ein. Und falls jemand zu viele Fragen stellt, gib mir Bescheid. Ich kümmere mich dann darum, wenn nötig.", brachte der Chaebol ziemlich recht entschlossen vor und entschied sich ebenfalls später noch die ein oder andere Person aus seinem Vertrautenkreis in die Informationsbeschaffung mit einzubeziehen. Wenngleich auf deutlich subtilere Art. Solange er seinen Feind noch nicht so genau kannte, blieb er erstmal zurückhaltend und würde so wenig Leute wie möglich in diese Sache mit ziehen. Aber weniger als einer Hand voll von seinen Vertrauten würde er sein Leben anvertrauen, so wie sein Vater ihnen und deren Eltern sein Leben anvertraut hatte. Nicht umsonst war eine Mafia Familie in allererster Linie immer noch eine Familie. Das hieß nicht zwingend, dass alle Mitglieder des engsten Kreises miteinander blutsverwandt waren. Den Sinn für Familie gab es in dem Sinne aber eben doch.
      Ein wenig holte Shin Taejin aus seinen Gedanken als dieser die Besprechung mehr oder minder beendete und vorschlug in die VIP Lounge zu Hayato zurück zu kehren. "Wenn du wüsstest... allerdings ist süß nicht unbedingt das Wort, das ich verwenden würde um ihn zu beschreiben.", meinte der Chaebol leicht lachend, wenngleich seine Gedanken immer noch leicht bei dem eben Besprochenen waren. Und doch nickte er vage und erhob sich langsam. "Lass uns zur Lounge zurückkehren. Ich habe Angst selbst Yusei könnte den Sturkopf nicht aufhalten, sollte er wirklich aus dem Club flüchten wollen."
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    • ___ Shin ___

      "Keine Sorge, Leute zum Schweigen zu bringen ist mein Metier.", antwortete Shin grinsend, wollte damit aber Taejin lediglich verdeutlichen, dass er wusste was er tat und er sich keine Sorgen machen musste. Shin war sich der Verantwortung, die er trug bewusst und vor allem, wer sein Arbeitgeber für diesen Auftrag war. Er mochte der beste Auftragsmörder Tokyos sein, gehörte auch zu den Bestens Japans, aber nicht einmal er war so größenwahnsinnig um sich die Mafia zum Feind zu machen. Bei diesem Auftrag würde er also noch vorsichtiger sein, als er es ohnehin war. Taejin sollte es nicht bereuen ihn eingestellt zu haben und umgekehrt ebenso. Da seine Arbeit für heute allerdings mehr oder weniger erledigt war, beendete er das Gespräch und schickte den Koreaner wieder zu seinem Freund zurück, musste aber bei der Antwort lachen. "Wäre dir heiß lieber? Allerdings habe ich diese Flirtklausel dir gegenüber unterschrieben, also sind meine Komplimente für dich gepachtet." er grinste Taejin frech an, zwinkerte ihm zu und verließ dann langsam die VIP-Lounge, davon ausgehend das ihm Taejin schon folgen würde. Hayato schien es tatsächlich nicht geschafft zu haben zu flüchten, vielleicht lag es aber auch an Gewissensbissen würde er einfach die Fliege machen oder an der attraktiven Gesellschaft, die er im Augenblick hatte, immerhin gab es deutlich schlechtere Kandidaten als diesen Yusei. Jedenfalls schien der Blauhaarige seinen Spaß zu haben und unterhielt sich angeregt, ehe er in ihre Richtung sah und offenbar Taejin hinter ihm entdeckte und ihm ein Lächeln schenkte. Verdammt hübsches Lächeln, musste Shin zugegeben. Kein Wunder, dass der Kerl dafür bekannt war jeden Geschäftsdeal allein mit einem Lächeln abzuschließen. An Charisma und Charme mangelte es dem Hotelerben jedenfalls nicht. Shin drehte sich noch einmal zu Taejin. "Meine Arbeit für heute ist erledigt nehme ich an? Ich würde verschwinden, auf mich wartet noch jemand." setzte Shin zur Verabschiedung an. Ein ruhiger Abend wäre zur seltenen Abwechslung auch mal ganz nett und sicherlich würde sich Ram auch freuen ihn endlich wiederzusehen.


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    • Taejin
      Ein Schmunzeln schlich sich auf seine Lippen, als Shin ihm zusicherte, er würde durchaus mit der Situation klarkommen und wüsste, wie er sich mit besagtem Informanten zu verhalten hatte. Daran hielt Taejin kaum Zweifel und er entschied sich mehrauf die Fähigkeiten seines neuesten Angestellten mehr zu vertrauen. Mit Sicherheit würde der Dunkelhaarige mit diesen überwältigenden Katzenaugen ihn noch überraschen.
      Sie entschieden sich zu Hayato zurückzukehren und die Worte, die Shins Mund verließen, bevor sie aus dem privaten Raum traten, ließen Tae nur vage die Augen verdrehen, während er aber leise lachte. Bisher war kaum jemand so gut mit Taejins Flirtereien klargekommen und ohne Frage war es ebenso erfrischend, dass der Dunkelhaarige nicht zögerte ebenso mit dem Weißblonden zu flirten. Das machte die gesamte Situation angenehmer und er wusste, dass Shin durchaus mit seiner Art umgehen kann. "Wenn man mit Hayato von klein auf aufwächst, sind weder 'heiß' noch 'süß' die Worte, die man benutzen würde um ihn zu beschreiben. Allerdings zerstöre ich auch nicht das Image, dass mein anscheinend perfekter Liebling zu haben scheint. Er ist wohl nur der letzte Mensch, mit dem ich tatsächlich im Bett landen würde.", entgegnete Taejin amüsiert und erreichte schließlich mit Shin wieder die Tanzfläche in der VIP Lounge, wo Hayato zum Glück noch immer anzutreffen war. Als der Hwang-Erbe sich also seinem besten Freund näherte, verabschiedete Yusei sich knapp und widmete sich wieder seiner Arbeit, während Shin ankündigte, dass er sich nun auch verabschieden würde. "Dann lass sie oder ihn nicht lange warten. Wir telefonieren morgen und besprechen dann weiteres...", nickte Taejin dem Katzenäugigen zum Abschied zu und wandte sich dann Hayato zu, ehe er leicht an ihm vorbei blickte, um Yusei noch einmal hinterherzuschauen. "Ihr beiden seht ja eigentlich gut zusammen aus. Ich hätte längst versucht euch beide zu verkuppeln, wenn du nicht mit deiner Arbeit verheiratet wärst und Yusei nicht eher eine Vorliebe für ruhigere, schweigsame Leute hätte.", lachte Taejin und schlang schließlich seine Arme um den Größeren. "Lass uns den Rest der Nacht tanzen! Ich brauch Ablebnkung von der Arbeit."
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    • ___ Shin ___

      Als sie beide die VIP-Lounge verließen, schmunzelte Shin bei der Antwort von Taejin. Der Dunkelhaarige ging durchaus davon aus, dass es für seinen aktuellen Chef eine angenehme Abwechslung war, dass mal jemand nicht vor ihm einknickte und den ´Spaß´mitmachte, statt sich blöd anzustellen, nur weil Taejin eine lockere Zunge besaß, was seine Flirtereien betraf. Shin störte es nicht, eigentlich war es auch für ihn eine nette Abwechslung. Klar wurde er oft bei der Arbeit angeflirtet, aber meistens waren das alte Säcke und Shin war oft genug kurz davor seine Auftraggeber mal eben mit aus dem Weg zu räumen und wenn es in seltenen Fällen mal jüngere Klienten waren, waren diese ziemlich gewöhnungsbedürftig. In der Tat war Taejin eine willkommene Abwechslung und der junge Mafiaboss machte seinem Ruf alle Ehre. "Es ist eine schöne Freundschaft Taejin.", antwortete Shin mit einem sogar sehr freundlichen Lächeln, er hatte ja im Augenblick keinen Grund finster aus der Wäsche zu schauen und so ein düsterer Zeitgenosse war er eigentlich gar nicht. Machte nur sein Ruf aus ihm und Shin hatte nicht vor diesen zu ändern, verschaffte ihm Ruhe und eine etwas fragwürdige Form von Respekt. Sie beide gesellten sich dann zurück zu Hayato, der sich zuvor wohl noch angeregt mit Yusei unterhalten hatte. Das war auch das Stichwort für Shin zu verschwinden, seine Aufgabe für heute war schließlich erfüllt und zur Abwechslung mal Schlaf zu finden, klang extrem verlockend. Der Blauhaarige verdrehte amüsiert die Augen. "Liegt wohl daran, dass Yusei sogar noch mehr redet als ich und nur jemanden braucht der ihm zuhört, ohne selbst zu reden." lachte Hayato amüsiert. "Stell dir vor Honey, es gibt auch Leute, mit denen man sich unterhalten kann ohne das man verkuppelt werden muss.", stichelte der junge Geschäftsmann seinen besten Freund, zog ihn aber dann an sich als Taejin die Arme um ihn schlang. "Du kannst so süß sein." Shin beobachtete die Szenerie mit einem amüsierten Kopfschütteln, zwinkerte dann seinem Chef zu und wollte sich gerade endlich dran machen seinen Heimweg anzutreten, da erkannte er etwas an der Seite blitzen. "Taejin! Hayato! Runter!" Soviel zu seinem Feierabend. Da Shin aus Reflex schon nach Taejin griff um diesen zu sich zu ziehen, schaltete Yusei ziemlich schnell und hatte Hayato in Sicherheit hinter den Bartresen gezogen. Shin würde später beeindruckt sein, wie schnell der Kerl wieder zur Stelle war. Mit einem Arm um Taejin, den er an sich gedrückt hatte, hatte er blitzschnell mit der anderen Hand nach seiner Waffe an der Hose gegriffen und schoss genau in die Richtung, aus der der Schuss gekommen war, welcher glücklicherweise nur eine überteuerte Champagnerflasche getroffen hatte. Es herrschte lautes Geschrei im Club und viele rannten panisch zum Ausgang, während die Leute von Taejin alle die Waffe gezogen hatten und diese in dieselbe Richtung hielten, wohin Shin gefeuert hatte. Shin hatte aber nicht vor den Kerl umzubringen, noch nicht. "Nicht schießen!" er ließ Taejin los und ging in die Richtung, aus der der Schuss gekommen war. Die Leute von Taejin waren wohl ziemlich unsicher was sie tun sollten, blickten zu ihrem Chef, senkten aber die Waffen, weil sie wohl kaum den Auftragskiller ihres Bosses abknallen konnten, der sich den Angreifer geschnappt hatte. Vielleicht gingen sie auch davon aus, dass das was Shin dem Kerl antat deutlich schlimmer war. Shin wiederum musste erst einmal wissen, wer der Angreifer war, danach konnte er ihm immer noch das Licht ausknipsen. Blitzschnell hatte er den Typen am Hals gepackt, drückte ihn gegen die Wand und sah finster in ein Gesicht, dass ihm so rein gar nichts sagte. Niemand bekanntes, auch niemand aus dem Poison der ihn hätte verfolgen können. "Du hast ja echt Eier hier aufzutauchen.", grinste ihn Shin an und drückte noch deutlich fester zu, sodass der Kerl hustete. "Wer zur Hölle bist du? Antworte schnell, dann wird dein Tod nicht ganz so qualvoll." Als sich Shin den Kerl aber genauer ansah, erkannte er das der Typ komplett zugedröhnt war. Seine Augen, die wohl mal grün waren, zeigten förmlich in alle Richtungen. Kein Wunder das er nicht auf Shin reagierte. Es war eher erstaunlich, dass der Typ überhaupt in der Lage war eine Waffe zu halten. Aus dem bekam er nichts. Shin schnalzte verächtlich mit der Zunge. "Beschissener Junkie, wer zur Hölle hat dich geschickt." Keine Antwort, lediglich ein Husten und dummes Gegrinse. Nope, der Typ war absolut unbrauchbar. Wenn ihn Shin nicht umbrachte, dann würde ihn was auch immer er schluckte in den nächsten 2-3 Tagen dahinraffen. Shins Blick wanderte zu Taejin. "Der ist komplett drauf, aus dem kriegen wir nichts. Ich schaffe ihn raus, ich glaube nicht das du vor Hayato möchtest das ich ihn erledige."


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    • Taejin
      In einem Moment war der Weißblonde noch erstaunt gewesen, was für ein hübsches Lächeln der gefährliche Mann mit den attraktiven Katzenaugen hatte und tanzte mit seinem besten Freund zur Musik in der VIP Lounge.
      Im nächsten Moment hörte er auch schon Shins Rufe und wurde von dem Dunkelhaarigen mehr oder weniger in Sicherheit gezerrt. Taejins Herz setzte einen Schlag kurz aus und panisch glitt sein Blick zu Hayato, doch zu seiner großen Erleichterung hatte Yusei sehr schnell reagiert und den Blauhaarigen hinter die Bar gezogen, während er instinktiv nach seiner Waffe griff. So wie jedes Mitglied der Hwang Mafia in diesem Raum, einschließlich der Sicherheitsleute des Illusions. Nachdem Taejin sich versichert hatte, dass Hayato vorerst in Sicherheit und unverletzt war, glitt sein eigentlicher Fokus auf den Eindringling. Während Shin sich auf besagten Kerl zubewegte, zückte nun auch schließlich Taejin seine Waffe, die meist an seinem Knöchel unter der Hose befestigt war und richtete sich langsam aus dem Schutz eines Tisches auf. Der Mann war ohne Frage gerade in einem Rausch, nichtsdestotrotz schiener nicht nur zufällig mit gezogener Waffe hier hereingestolpert zu sein. Taejin spannte seinen Kiefer an und lief langsamen Schrittes auf Shin zu, ehe er sich neben diesem platzierte und ihm fast schon streng eine Hand auf die Schulter legte. Auf die Frage des Dunkelhaarigen hin, lehnte Tae sich ein wenig zu Shins Ohr vor. "Bring ihn in das Privatzimmer von vorhin. Ab da übernehme ich.", war das Einzige, das der Weißblonde von sich gab, bevor er seine Hand auf Shins Schulter wieder sinken ließ und seinen nervösen Angestellten klare Anweisungen gab, die Gäste herauszugeleiten, während die Sicherheitsleute überprüften, ob der Kerl alleine gekommen war oder ob noch eine Nachhut folgen würde.
      "Und ihr findet gefälligst heraus wie dieser Kerl mit einer Waffe in die VIP Lounge kam. Sollte ich erfahren, dass es euer Verschulden ist, werden Köpfe rollen.", brüllte er wutentbrannt seinen Securities hinterher, ehe er seine Waffe wieder sicherte und zurück in ihr Holster an seinem Knöchel verstaute. Allgemein würden nach diesem Abend so einige Köpfe definitiv rollen, aber nun galt einer ganz anderen Person Priorität. Einer Person, die wusste dass Taejins Geschäfte nicht ganz ungefährlich waren, aber bisher definitiv noch nie diese Seite gesehen hatte. "Hayato?", erkundigte der Weißblonde sich sanft, während er sich langsam auf die Bar zubewegte. Er wollte nicht ausschließen, dass der Blauhaarige unfassbar verängstigt sein musste.
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    • ___ Shin ___

      Wenn es nach Shin ging, hätte er am liebsten dieses Trauerspiel beendet. Mal ehrlich der Typ war im Eimer und brauchbar würde er nicht einmal werden, sobald er halbwegs wieder runter war von was auch immer er da eingeworfen hatte. Sie würden keine Informationen bekommen und vielleicht konnte er wenigstens etwas von dem leblosen Körper in Erfahrung bringen. Allerdings war er aktuell bei Taejin angestellt und Aktionen ohne dessen Erlaubnis, wenn sie nicht gerade nötig waren, war nicht gerade förderlich für ihre vertragliche Beziehung. Schließlich galt der Schuss nicht Shin, sondern Taejin und demnach blieb es ihm überlassen, was mit dem Sack passiert. Wäre natürlich etwas anderes, hätte dieser Junkie auf ihn geschossen, dann wäre er binnen einer Sekunde schon nicht mehr ganz so lebendig gewesen. Lag nicht daran, dass er für Taejin den Kerl nicht ebenso schnell aus dem Weg geräumt hätte, sondern viel mehr daran, dass er vielleicht noch etwas mit ihm vorhatte oder es selbst in die Hand nehmen wollte. Mit Letzterem schien er Recht zu behalten, als er die Worte des Hellhaarigen vernahm und eine Hand auf seiner Schulter spürte. Diese Wut in den Augen des jungen Mafiabosses war mehr als nur nachvollziehbar, zumal Hayato als sein bester Freund und unschuldiger Zivilist da mit hineingezogen wurde. Shin war erleichtert, dass er rechtzeitig reagiert hatte. Nicht auszudenken was Taejin getan hätte, wäre Hayato verletzt worden. Die Wut jetzt schon würde sich gegen verdammt viele Leute hier richten, allein weil sie ihn ins Illusion hinein gelassen hatten. Verständlich, so etwas durfte nicht passieren und an Taejins Stelle wäre er nicht weniger verärgert. "Verstanden", antwortete er daher knapp auf die Worte seines aktuellen Chefs und zog den Eindringling grob am Kragen seines Oberteils hinter sich her. Die Mitglieder aus der Mafiafamilie des Koreaners machten schlagartig für ihn Platz, während Shin in der VIP-Lounge verschwand.

      ___ Hayato ___

      Hayato war nicht dumm, er wusste schon immer das Taejin in illegale Aktivitäten verwickelt war und er hatte allein von seinem Verhalten und wie sich die Angestellten des Hwangs-Imperiums ihm gegenüber verhielten schon darauf geschlossen, dass Taejin mit der Mafia im Bund war. Wenn auch nicht ganz in welchem Zusammenhang. Dennoch war es ein stilles Abkommen zwischen Ihnen das Hayato diesbezüglich nie Fragen stellte und daran hatte er sich immer gehalten. Der Blauhaarige wusste, dass das Leben seines besten Freundes deutlich düsterer und gefährlicher war als sein eigenes jemals hätte sein können, aber bislang hatte ihn Taejin vor solchen Aktionen immer perfekt geschützt und spätestens jetzt war er dafür unendlich dankbar. Ganz gleich wie gefasst und gelassen Hayato in jeglicher Lebenslage war, dass hier war keine normale Standardsituation die man mal eben nach dem Aufstehen erlebte. Das hier war ein versuchter Mordanschlag, ein Attentat auf seinen besten Freund. Überall waren Waffen, Schreie und es fielen Schüsse. Kein Actionfilm oder ein lächerlicher Abklatsch von der Pate, das hier war echt. Hayato konnte nicht verhindern, dass sein Körper zitterte und als sich Taejin ihm näherte und dieses besorgte liebevolle Gesicht aufsetzte, welches er immer hatte, wenn es um Hayato ging, versuchte er mit aller Kraft das Zittern seiner Hände zu beruhigen. Natürlich hatte er Angst, es wäre gelogen würde er das abstreiten, aber er hatte keine Angst vor Tae, das würde er nie haben und darum zog er ihn auch direkt an sich. "Bitte sag mir, dass du nicht verletzt bist."


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    • Taejin
      Der Weißblonde würde später dem unerwünschten Gast im Privatraum einen kleinen Besuch abstatten, aber jetzt in diesem Moment hatte Hayatos Wohlergehen allerhöchste Priorität. Und die Tatsache, dass der Blauhaarige zum Glück in Sicherheit war und keinerlei Verletzungen hatte, war für Tae ganz klar mehr wert als alles andere. Er würde sich später darum kümmern Yusei einen hübschen Bonus für diese kleine Rettungsaktion zu zahlen. Andernfalls hätte er den Manager des Illusions zwar umgebracht, hätte er Hayato nicht beschützt, aber das war eine ganz andere Sache. Beruhigend lächelnd schloss Taejin seine Arme um Hayato als dieser ihn plötzlich zitternd an sich zog und sich versicherte, dass der Hwang-Erbe unverletzt wäre. Sanft und beruhigend begann der Ältere über den Rücken seines besten Freundes zu streicheln und nahm dann eine von Hayatos zitternden Händen in seine eigene, während er sich ganz leicht von dem Blauhaarigen löste und ihm direkt in die Augen sah. "Es tut mir leid, dass du das mit erleben musstest, aber mir geht's gut und ich hoffe du bist ebenso unversehrt." Sorge und Reue nagte an dem Älteren, dass Hayato dies nur hatte miterleben müssen, weil Taejin so darauf gedrängt hatte, er müsse mit ihm ins Illusion kommen. Ohne Frage hatte er soetwas nicht vorhersehen können, nichtsdestotrotz eröffnete ihm dieser Vorfall eine gewisse Wahrheit... er wusste, dass dies kein Zufall sein konnte und während Taejin schon immer sehr gefährlich gelebt hatte, musste er zugeben dass es zurzeit deutlich gefährlicher war und er leider nicht ausschließen konnte, dass der berauschte Kerl von jemandem hier hereingelassen wurde. Einmal mehr verdeutlichte es ihm, dass er niemanden zurzeit genug trauen konnte und erst sichergehen müsste, wer für ihn sterben würde und wer wiederum nur seine Spiele spielte.
      "Ich bestelle einen Fahrer, der dich Heim bringt, in Ordnung? Ich würde in einer Stunde zu dir fahren, aber vorher habe ich noch etwas sehr wichtiges zu erledigen, was gerade leider nicht warten kann. Meinst du, du hältst eine Stunde alleine in deinem Apartment aus? Ich würde dich ungerne hier warten lassen..."
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    • ___ Hayato ___
      Seine Reaktion war verständlich, dennoch verfluchte sich Hayato gerade selbst dafür das er vor Taejin einen so erbärmlichen Anblick lieferte. Er wollte nicht, dass sich sein bester Freund seinetwegen ein schlechtes Gewissen machte und sich schuldig fühlte. Mal ehrlich, das hätte niemand kommen sehen können. Taejin war ohnehin jemand, auf den der Blauhaarige niemals sauer sein könnte und das würde sich auch nicht nach solch einer Aktion ändern. Da die Sorge um Taejin in diesem Augenblick wenigstens deutlich mehr überwog, als seine eigene Angst erkundigte er sich direkt bei dem Hellhaarigen nach dessen Wohlergehen, ehe er sich in seine Arme sinken ließ und ihn an sich drückte. Als sein bester Freund ihm antwortete und erklärte, dass es ihm gut ging seufzte er erleichtert und blickte auf ihre Hände. "Entschuldige dich nicht, das hätte keiner ahnen können." erklärte Hayato und drückte leicht die Hände des anderen. Er erkannte die Gewissensbisse in den Augen von Tae sofort, nach all den Jahren Freundschaft wäre es verwerflich, würde er solche Gefühle nicht an seinen Augen ablesen können. "Tae, das ist nicht deine Schuld okay?", versicherte er ihm sanft und versuchte trotz der zitternden Hände ein sanftes Lächeln auf die Lippen zu bekommen, was ihm glücklicherweise gelang. Auf seine Frage hin nickte er. "Natürlich. Erledige was du erledigen musst, ich komme klar. Mach dir keine Sorgen, in Ordnung?" sein Blick wanderte kurz zu Yusei. "Danke, ich bin dir wirklich was schuldig." daraufhin sah er wieder zu Taejin mit einer Sorge, die er einfach nicht unterdrücken konnte und auch einem gewissen Schuldbewusstsein, weil er gerne in der Lage wäre auf Taejin aufzupassen, so wie sie es all die Jahre gegenseitig getan hatten. Leider wurde ihm spätestens jetzt bewusst, dass er in diesem Teil von Taejins Leben absolut keine Macht besaß. "Bitte richte auch Shin meinen Dank aus. Ich bin erleichtert, dass er ein Auge auf dich hat, wenn ich es schon nicht kann."


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    • Taejin
      Wenngleich dies tatsächlich das allererste Mal war, dass Hayato die dreckigen Geschäfte seines besten Freundes so hautnah erlebte, schien er sich weder vor Taejin zu fürchten, noch wirklich auf ihn hinabzusehen. Überhaupt schien nur die Sorge füreinander der wichtigste Aspekt in diesem Moment zu sein und die Tatsache, dass sie beide glücklicherweise unversehrt waren war das einzige, was den Hwang-Erben gerade noch halbwegs beruhigte. Hätte Hayato auch nur einen Kratzer von dieser gesamten Aktion mit sich getragen, hätte Tae den Kerl eigenhändig zerstückelt und dafür gesorgt, dass er einen äußerst schmerzhaften und langsamen Tod stirbt. Doch so könnte er sich tatsächlich später noch in gewisser Weise einige Informationen von diesem Arschloch erfoltern... so oder so stand außer Frage ihn einfach gehen zu lassen. Das wäre nicht nur die komplett falsche Nachricht, sondern ebenso eine komplett vergebene Chance. "Trotzdem... ich muss dir das wahrscheinlich nicht extra sagen, aber halte dich bitte vorerst weitestgehend von meinen Clubs und von meinem Büro fern. Einfach für den Fall der Fälle. Sollte es erneut jemand auf mich abgesehen haben fühle ich mich wohler, wenn du irgendwo in Sicherheit bist und ich mich nicht um dein Wohlergehen sorgen muss. Ansonsten mach dir erstmal keine zu großen Sorgen wegen mir... ich mag nicht so aussehen, aber ich bin kampferprobter als du denkst.", entgegnete der Weißblonde seine besten Freund grinsend, wenngleich er genau wusste, dass Hayato diese Aussage definitiv nicht so locker sehen würde. Vorsichtig half der Chaebol Hayato auf und nickte ebenfalls Yusei kurz zu, der förmlich abwinkte, als wäre das eben eine Kleinigkeit gewesen, während er selbst seine Waffe wieder sicherte und an seiner Hüfte beschäftigte... sollten sie doch nochmal Besuch bekommen. Und dann fing der Dunkelhaarige an seelenruhig mit einem Besen die Glasscherben auf dem Boden zusammenzufegen.
      "Ich richte ihm deinen Dank aus... und jetzt geh bitte. Ich fühl mich deutlich wohler, wenn ich weiß, dass du in deinem Apartment bist. Schreib mir sobald du sicher angekommen bist und schick mir ein Bestätigungsselfie. Ich komme dann so schnell wie möglich nach." Er drückte Hayato noch einmal, ehe er ihn hinaus zu einem bereitstehenden Fahrzeug führte, in dem bereits der angeforderte Fahrer saß, um Hayato heim zu bringen. Als der Wagen losfuhr, blickte er diesem noch kurz nach, ehe er den Club mit harter Miene erneut betrat und während er zum Privatraum lief bereits sein Handy zückte und einen Anruf tätigte. Als er sein Ziel erreichte, legte er gerade auf und musterte langsam den berauschten Mann mit dem wirren Blick und einer Fresse in die Taejin im Moment am liebsten einige Kugeln versenkt hätte.
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    • ___ Hayato ___

      Dieser schuldbewusste Blick in den Augen von Taejin brach Hayato förmlich das Herz und auch wenn sein Körper leider nicht aufhören konnte zu zittern, war die Sorge um seinen besten Freund im Augenblick größer als seine Angst vor irgendetwas anderem. "Nichts trotzdem, dich trifft keine Schuld." lächelte er erneut und nickte auf die Bitte des Hellhaarigen hin. Taejin wusste mit dieser Situation deutlich besser umzugehen als er und darum wäre es bescheuert, würde er nicht auf ihn hören. Der Koreaner wollte wie immer nur sein Bestes und es war irgendwie rührend, welch Sorge er um ihn hatte. Ganz gleich was Taejin auch im Untergrund für eine Position innehatte, änderte es nichts an dem Fakt das er sein bester Freund war, er ihm nach wie vor blind vertraute und alles für ihn tun würde. Das würde sich niemals ändern, dessen war sich Hayato sicher. "Verstanden, in diesen Belangen wäre ich dir ohne nur ein Klotz am Bein, so sehr mich dieser Fakt auch ankotzt.", murmelte Hayato betrübt ehe er seinem besten Freund in die Augen sah. "Bitte versprich mir das du auf dich aufpasst. Shin und Yusei sollen ebenfalls ein Auge auf dich haben. Ich will, das du sicher bist." bat er ihn dann eindringlich und er wusste, dass ihm Tae noch nie eine Bitte abschlagen konnte und er hoffte, dass es auch dieses Mal der Fall war. Würde ihn jemand anderes bitten vorsichtig zu sein, würde sein bester Freund dies mit einem Wink abtun, er kannte Tae dafür einfach zu gut. Würde Hayato aber eindringlich darum bitten, würde es einen anderen Effekt haben, dessen war sich Hayato bewusst und er bat sehr selten um etwas. In diesem Augenblick brauchte er aber die Gewissheit das der Koreaner auf sich Acht gab. "Ist gut, ich gehe und gebe dir Bescheid, sobald ich Zuhause bin versprochen." Hayato stieg in den nachtschwarzen Wagen welchen Tae für ihn organisiert hatte und ließ sich dort in den Sitz fallen. Erst als Taejin außer Sichtweite war, seufzte er schwer und fuhr sich mit der Hand über das Gesicht. Mit solch einem Verlauf des Abends hatte er eindeutig nicht gerechnet.

      ___ Shin ___

      Shin hatte den Kerl ziemlich grob in den VIP-Room eskortiert. Nun er hatte ihn wenigstens nicht umgebracht, der Typ konnte sich also mit der blutenden Fresse und dem blauen Auge ziemlich glücklich schätzen. Mit wachsamem Blick hatte sich Shin mit verschränkten Armen an die Wand gelehnt, während der Typ kniend mitten im Raum auf dem Boden saß. Der Blick des Dunkelhaarigen wandte sich erst von ihm ab, als Taejin den Raum betrat.


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    • Taejin
      "Versprochen. Ich passe auf mich auf." Taejin schenkte seinem besten Freund ein Lächeln, von dem er inständig hoffte dass es sehr beruhigend wirkte, da er aber noch immer innerlich ziemlich aufgewühlt war, konnte er das leider nicht versichern. Er verabschiedete sich von Hayato und machte sich dann wieder deutlich aufgebrachter auf den Weg zu dem Privatraum, in welchem der uneingeladene Gast und Shin bereits auf ihn warteten. Er musste sich ehrlich zusammenreißen den Kerl jetzt nicht als Sandsack zu benutzen und so sehr dieser Gedanke seinem Unterbewusstsein auch gefiel, musste sein Gehirn einschreiten und ihn daran erinnern, dass sie auf Informationen angewiesen waren. Angepisst hockte der Weißblonde sich vor dem Berauschten hin und griff grob nach dessen Kinn, um sein Gesicht und seine Augen näher zu betrachten. So bekamen sie wirklich keine Informationen aus ihm heraus. Selbst wenn der Kerl etwas wusste, schien er gerade nicht einmal imstande zu sein richtige Sätze zu formulieren und noch weniger erweckte er den Anschein, dass er Angst hatte. Das war das ätzende an diesen Junkies, waren sie in ihrem vollen Rausch waren Foltermethoden im klassischen Sinne nutzlos. In diesem Zustand könnte man dem Kerl auch Organe rausschneiden und er würde wahrscheinlich noch lachen. Frustriert ließ Taejin wieder von ihm ab, erhob sich und kickte ihm einmal mit ganzer Kraft in die Magengegend. Scheißegal, dass der Junkie daraufhin Blut auf Taejins Designerschuhe spuckte. "Ich habe vorhin eine Freundin angerufen... die wird sich um die Ausnüchterung unseres kleinen Freundes hier in den nächsten Tage kümmern.", brachte Tae schließlich an Shin gerichtet hervor, während seine Füße ihn fort von dem Eindringling und hin zu dem katzenäugigen Attentäter führten. "Sie ist eine Spezialistin im Umgang mit... schwierigen Fällen. Und sie besitzt ganz zufällig Räumlichkeiten bei denen niemand hinterfragen würden, wenn Schreie darauf hallen." Besagte Freundin, war viel mehr eine Vertraute der Familie und eine ältere Dame in ihren Sechzigern, die eine Nervenheilanstalt außerhalb der Stadt leitete. Eine Dame... die zuweilen noch recht alte Methoden bevorzugte und in der Tat ihre Einrichtung nicht selten im Dienste der Hwang Familie gestellt hatte. Umso schneller waren ihre Leute beim Illusion. Sie betraten diskret den Hintereingang des Etablissements, bahnten sich zielstrebig einen Weg zum Privatraum und als die beiden muskulösen Männer den Raum betraten, stellten sie nicht einmal groß Fragen, sondern sedierten den Junkie direkt, ehe sie ihn hinaus in ihren Transporter brachten. Sie arbeiteten schnell, ohne Frage. "Meine Freundin hat ein Talent dafür ganz besonders Junkies zu quälen. Und nur zu gut, dass es ihr nicht an Geldmitteln mangelt." Indirekt sprach er zu Shin, war aber innerlich zu erschöpft, um den anderen anzusehen. "Wir sollten den Abend beenden und du solltest zu deiner Verabredung..."
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    • ___ Shin ___

      Der Dunkelhaarige betrachtete ziemlich nüchtern das Szenario zwischen Taejin und ihrem berauschten Kollegen und war ehrlich gesagt fast schon beeindruckt, dass sein Chef dem Typen nicht einfach direkt das Licht ausknipste, sondern sich lediglich mit ein wenig Gewalt begnügte. Shin war davon ausgegangen, dass er den Junkie nach der Sache mit Hayato vierteilen würde. Da hatte er sich wohl geirrt. Schweigend wartete Shin also ab bis Taejin bereit war das Wort an ihn zu richten. "Meinst du er überlebt das überhaupt? Die meisten in dem Zustand überleben eine Ausnüchterung nicht und sind nach maximal 3 Tagen vollkommen hinüber." fragte ihn Shin nachdenklich. Wollte der Koreaner diese Arbeit aber seiner Freundin überlassen, würde Shin das natürlich dulden. Ihm war es so ziemlich gleich was mit diesem Junkie passierte, allerdings....Shin betrachtete den Typen noch einen Augenblick. "Lass mich die Leiche untersuchen, wenn er ins Gras beißt, ja? Tote sprechen ab und an mehr als Lebende." schlug er Taejin vor, woraufhin es nicht lange dauerte und ein paar Schränke von Männer, sprich genauso breit wie hoch, ihren benebelten neuen Freund nicht weniger grob ab wie es Shin zuvor getan hatte, abführten. Ohne große Worte schweigend und zielgerichtet. Vielleicht würde Shin irgendwann anfragen, ob er besagte Freundin kennenlernen durfte. Die Mittel, die sie anwendete würden ihn ja brennend interessieren und Shin war ohnehin ein Freund der Weiterbildung. Vielleicht nicht gerade das, was Leute gängig so studierten, aber praktisch war es alle mal. Aktuell überließ er aber Taejin das sprechen, es war ein harter Tag bzw. Abend für den Hellhaarigen und auch wenn er solche Szenarien sicherlich gewöhnt war, sah man ihm an das ihm die Sache mit Hayato schwer im Magen lag. "Schon gut, ich hab ihn zuvor ausreichend gefüttert und vermutlich schläft er jetzt ohnehin. Glücklicherweise ist er nicht so nachtragend mit vollem Magen.", antwortete Shin mehr zu sich selbst, ehe er Taejin eine Hand auf die Schulter legte. "Du willst entweder zu Hayato oder nach Hause, oder? Lass mich dich absetzen. Wenn dich dein ganzes Gefolge begleitet bist du ungefähr so unauffällig wie eine beleuchtete Werbetafel." er klopfte ihm leicht auf den Rücken und steuerte den Ausgang an.


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    • Taejin
      "Es wäre nicht gerade intelligent einfach blind davon auszugehen, dass er sterben wird. Kakerlaken überleben deutlich mehr als man erwarten würde und mir ist es lieber er stirbt, bei unserem Versuch Informationen zu beschaffen, als wenn wir es gar nicht erst versuchen und ihn umbringen, obwohl er für uns wertvolle Informationen gehabt hätte. Sterben wird der Bastard wahrscheinlich ohnehin, die Frage ist nur, ob wir vorher etwas aus ihm herausbekommen.", meinte der Blonde vage mit den Schultern zuckend, während er zusah, wie besagter Junkie heraustransportiert wurde. Und plötzlich machte sich die Erschöpfung bei Taejin bemerkbar. Er hatte definitiv nicht geplant, dass sein Abend sich so entwickelte und umso mehr sehnte er sich jetzt nur noch danach zu Hayato zu fahren und sich neben ihm ins Bett zu kuscheln. Würde Hayato Fragen stellen über das heutige Geschehen? Unwahrscheinlich. Würde Hayato ihm einen Blick schenken, der Bände sprach und ihm zeigte, dass der Blauhaarige sich nun viel mehr bewusst war in welcher Gefahr Taejin steckte? Vielleicht. "Du kannst seine Leiche haben. Sollte es soweit sein, sorge ich dafür, dass du ihn ordentlich untersuchen kannst.", gestand Tae ihm schließlich zu und schlug schlussendlich vor, dass sie endlich Heim sollten. Wirklich! Er brauchte Ruhe und vielleicht mal einen Tag ohne schlechte Neuigkeiten... letzteres würde er aber wahrscheinlich nicht so schnell in naher Zukunft haben, wie er vermutete. Ein kleiner Teil von ihm wünschte sich fast nach Seoul zurückzukehren.
      Tae bekam nicht wirklich mit, was der Dunkelhaarige zu sich selbst murmelte, als Shin aber vorschlug ihn zu fahren, nickte der Chaebol zögerlich, wenngleich er Shin ganz sicher nicht Hayatos Adresse geben würde. Zum Glück wohnte der Blauhaarige ziemlich im Zentrum, sodass es reichte, wenn Shin Tae an einer nahegelegenen Kreuzung absetzte. "Klingt gut... Hayato ist mein Ziel und ich werde dich navigieren." Seufzend fuhr der Weißblonde sich mit einer Hand über sein Gesicht, um seine Erschöpfung ein wenig abzuschirmen, ehe er noch einmal zu Shin sah. "Danke für deine schnellen Reflexe vorhin. Sollte solch eine Situation aber noch einmal auftreten und Hayato oder jemand anderes der mir nahesteht ist ebenfalls dabei, dann hat nicht meine Sicherheit Priorität. Ich kann mich selbst recht gut schützen und war bereits einige Male in solchen Situationen... Hayato hingegen war dem heute das allererste Mal ausgesetzt." Wieso schaffte es Tae bei einem 'Dankeschön' gleich solch einen tadelnden Ton anzubringen? Andernfalls... war es ebenso wichtig, dass Shin Taejins Prioritäten kannte. Tae starb nicht so leicht und war taffer als er aussah.
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    • ___ Shin ___

      "Nun, da gebe ich dir recht.", gab Shin sachlich zu. Das was Taejin sagte, ergab durchaus Sinn und es war selbstverständlich ratsamer erst einmal alles zu versuchen, bevor man direkt die Flinte ins Korn warf. Aus rationaler Sicht war es logisch, dass der Typ das nicht überstand und wahrscheinlich schon nach der ersten Nacht abkratze, aber aus arbeitstechnischer Sicht hatte Taejin damit recht und Shin ließ sich gerne eines Besseren belehren, wenn Begründungen nachvollziehbar und einleuchtend waren. Hier ging es schließlich nicht um irgendeine kindische Stolzfrage. Sein Chef war allerdings im Augenblick mehr als nur erledigt. Man sah dem Hellhaarigen die Erschöpfung an und lange Unterhaltungen würden wahrscheinlich eher in einem Streit enden, selbst wenn das gar nicht der Hintergrund war. Also beließ es Shin bei knappen und sachlichen Antworten. Taejin brauchte Ruhe und Shin wäre der letzte der jetzt zu einem warmen Bett nein sagen würde. Er war auch froh, wenn dieser Abend endlich sein Ende fand. Das der Koreaner ihm allerdings die spätere Untersuchung zugestand, betrachtete Shin jetzt einfach mal als ein gutes Zeichen und daher nickte er ihm diesbezüglich zu, ehe er vorschlug den Hellhaarigen nun entweder nach Hause oder zu Hayato zu fahren. Eigentlich war es nicht unbedingt Shins Art seine Auftraggeber zu beschützen oder zu umsorgen, er war schließlich Auftragsmörder und kein Bodyguard. Allerdings hatte er bezüglich Tae damit merkwürdig wenig Probleme. "Ich bin mit dem Motorrad hier, ich hoffe damit kannst du im Augenblick leben.", meinte Shin dann und machte sich mit ihm langsam auf Weg die VIP-Lounge zu verlassen. Bezüglich der nächsten Worte und dem etwas nun tadelnden Dankeschön sah er den Koreaner einen Augenblick lang schweigend an. Natürlich hatte Shin rein aus Instinkt gehandelt und in diesem Augenblick hatte sein Auftraggeber vor einem ´Fremden´für ihn deutlich mehr Vorrang. Wie gesagt war er kein Beschützer und demnach setzte er seine Prioritäten nicht nach nahe stehenden Personen oder nicht. Es war für Shin schon erstaunlich genug, dass er sich überhaupt so sehr um Taejin sorgte. Nun sorgen war vielleicht das falsche Wort, interessieren. Ja, das traf es ganz gut. Allerdings würde er jetzt wohl kaum eine Diskussion mit Taejin anfangen. "Verstanden."


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    • Daiki
      Seit der eher unschönen Hochzeitsfeier von Kazuyas großem Bruder mit dem beschissenen Charakter war einige Zeit vergangen und während Daiki sich außerhalb der Schule sehr mit seinen neuen blonden Haaren angefreundet hatte, hatte der Besuch auf dieser Hochzeit auch noch einige andere positive Aspekte mit sich gebracht... positive und gleichermaßen verwirrende Aspekte. Positiv war auf jeden Fall, dass Hajime wenige Tage nach dem Vorfall Kazuya von sich aus angerufen hatte und die beiden hatten ein wirklich langes und intensives Gespräch miteinander geführt, welches damit endete, dass Kazuya förmlich von Daiki gezwungen werden musste aufzulegen, da er wohl ansonsten gar nicht zum Essen gekommen wäre. Das Lächeln auf seinen Lippen und die Erleichterung in seinem Gesicht waren aber ein unfassbar schöner Anblick und Daiki konnte kaum ausdrücken wie glücklich es ihn machte, dass sein kleiner Kazuya zumindest Hajime langsam wieder näher kam und mit ihm ein besseres Verhältnis aufbauen konnte. Verwirrend wiederum war die Tatsache, dass Daiki nach der Hochzeit einen fast schon übertriebenen Beschützerinstinkt für den Kleineren entwickelt hatte und es förmlich hasste, wann immer jemand mit seinem Mitbewohner flirtete oder ihn nur anschwärmte. Kazuya war ohne Frage ein unfassbar beliebter Kerl, dem sehr oft die Blicke folgten, aber während es Daiki vorher nicht gekümmert hatte, ging es ihm nun mehr als gegen den Strich. Nur zu gut, dass Kazuya normalerweise nicht auf solche billigen Flirtereien hereinfiel. Vielleicht war dies ja soetwas wie ein brüderlicher Instinkt, den er entwickelt hatte? Wenn seine eigentlichen Brüder schon den Jüngsten nicht beschützten, dann war es nun halt Daikis Aufgabe, oder etwa nicht? Nicht selten waren doch auch größere Brüder ihren jüngeren Schwestern gegenüber sehr schützend, inwiefern sollte dies also etwas anderes sein?
      Abgesehen davon hatte der Vorfall auf der Hochzeit aber eben auch etwas in Daiki ausgelöst. Der nun mehr Blonde wollte sich nicht mehr ganz so sehr verstecken und lernen ein wenig mutiger zu sein was Herzenssachen angingen. Er hatte in der vergangenen Woche sich oft von Hayato beraten lassen und auch Kazuya hatte ihn mehr oder weniger ermutigt, selbst wenn er nicht ganz so Feuer und Flamme zu sein schien, wie sein blauhaariger Cousin. Fakt war aber, Daiki hatte begonnen mittlerweile recht regelmäßig mit Kisaragi in der Schule zu flirten. Erst recht verhalten und vorsichtig, aber das zeigte leider keine Wirkung. Entweder ignorierte Kisaragi die Flirtversuche oder er kapierte sie nicht. So oder so entschied Daiki sich nun deutlich härtere Geschütze aufzufahren und nun stand er hier, direkt vor Kisaragis Klassenzimmer darauf wartend, dass die Schulklingel ertönte und der jüngere Streber sein Klassenzimmer verließ, um Daiki geradewegs in die Arme zu laufen. Ohne Frage erntete er dafür bereits von Kisaragis Mitschülern dezent verwirrte Blicke.
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    • ___ Kazuya ___

      Es gab da so einen Spruch der behauptete, dass das Leben wie eine Achterbahn sei. Es gibt Höhen und Tiefen. Im Fall von Kazuya waren das aber viel mehr Dauer-Loopings und er fragte sich wirklich, wann er davon irgendwann brechen musste. Die Hochzeit seines Bruders war wie ein fester Faustschlag in den Magen gewesen, aber auch ein wenig als hätte man ihm einen kalten Eimer Wasser über den Kopf gekippt - ernüchternd. Dieser kleine Funke Hoffnung den er bislang bezüglich Natsuo immer in sich aufs neue entfacht hatte, aus Angst dieser könnte jemals erlöschen, war erloschen und so sehr es ihn auch schmerzte, gleichzeitig war es erleichternd. Der Blonde hatte begriffen das manche Türen besser verschlossen blieben. Es hatte sich aber eindeutig etwas im Verhältnis von ihm und Hajime verändert und auch wenn Kazuya noch unsicher und skeptisch war, konnte er die Freude, welche ihn überkam weil sein mittlerer Bruder wieder Kontakt zu ihm aufbauen wollte, kaum unterdrücken. Tatsächlich rief ihn Hajime einmal die Woche an und schrieb auch durchaus öfter in Line. Hin und wieder kam sogar ein Foto, was aber eindeutig Miyako zuzuschreiben war, die ihn sicherlich dazu nötigte. Schließlich hatte Hajime Fotos schon immer gehasst. Seine Freundschaft mit Daiki hatte sich seit der Hochzeit sogar noch mehr gefestigt und Kazuya könnte platzen vor Glück. Sie verbrachten privat noch viel mehr Zeit auch außerhalb ihrer 4 Wände zusammen und hin und wieder begleitete ihn der Blonde sogar zum Parkourtraining! Kazuyas könnte es sich zwar auch nur einbilden, aber er hatte das Gefühl das ihn sein Mitbewohner sogar ein wenig bewachte, wann immer jemand beim Supermarkteinkauf auch nur zu nah an ihn rückte, wurde förmlich mit den Blicken von Daiki erdolcht. Nun er wusste ja wie sehr sein schüchterner Mitbewohner Menschenmassen hasste, es war also irgendwie richtig rührend das er ihn versuchte davor zu schützen. Warum Kazuya es allerdings eine Loopingbahn bezeichnete war die Tatsache, dass sich in Daiki selbst etwas geändert hatte. Vielleicht lag es am Einfluss von Hayato, aber offenbar wollte sein Mitbewohner was seinen Schwarm anging mehr in die Offensive gehen und jedes abendliche Gespräch drehte sich nur noch um diesen mysteriösen Mitschüler von Daiki. Der Blonde lächelte, versuchte Ratschläge zu geben konnte aber jeden Messerstich in seinem Herz dabei spüren. Die Sache wurde nur noch schlimmer, da jemand anderes ebenfalls vorhatte auf Konfrontationskurs zu gehen. Warum zur Hölle ihm Ayaka chronisch nachlief oder irgendwelche blöden Sprüche abließ, war Kazuya ein echtes Rätsel. War jemanden an zu machen nun eine neue Form von Schulmobbing? Falls ja funktionierte es, denn Kazuya drehte langsam aber sicher durch mit dem Kerl. Inzwischen verlagerte er schon seine Pausen ins Klassenzimmer, was bis zum heutigen Tag sogar funktioniert hatte. Aber offenbar war Ayaka nicht ganz so dumm wie er aussah, denn nach binnen 2 Tagen schien er das wohl herausgefunden zu haben und nun hörte Kazuya seine Mitschüler tuscheln, dass irgendein heißer Typ aus einer höheren Klasse hier wäre und Kazuya konnte 1 und 1 zusammen zählen. "Warum erschießt mich keiner?", seufzte er gequält und lief zur Tür um dem Idioten ordentlich die Meinung zu geigen. Was fiel ihm ein jetzt selbst vor seinem Klassenzimmer aufzutauchen? Als stünde der Teufel persönlich vor ihm starrte Kazuya ihn an und verschränkte die Arme. "Was stimmt nur nicht mit dir?"


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    • Daiki
      Er nickte den Mitschülern seines Zielobjektes freundlich zu, als diese nacheinander den Klassenraum verließen und kam natürlich nicht ganz umhin, das Getuschel nebenher mitzubekommen. Nicht, dass es ihn unbedingt kümmerte. Seit er den Entschluss gefasst hatte, Kisaragi ein wenig stärker zu umwerben und dadurch weniger auf die Meinung anderer Menschen gab, ging es ihm innerlich erstaunlich gut und bei weitem nicht mehr ganz so verunsichert. Er wusste, dass es genug Leute gab an der Schule, die ihn vorher sehr respektiert hatten und seine Veränderung nun mit höchster Skepsis beobachteten, aber bisher waren die meisten noch der Meinung, dass es nur eine Phase war und ließen ihn in Ruhe. Er wollte nicht ausschließen, dass sich dies irgendwann ändern würde und man dann direkt auf ihn zukäme und vielleicht sogar konfrontierte, aber ersteinmal genoss er dies soweit wie er konnte. Die ständigen Zurückweisungen von Kisaragi fühlten sich zwar immer wieder, wie ein kleiner Rückschlag an, aber bisher schien der Kleinere ihn auch weder ernst zu nehmen, noch zu beachten. Nicht ganz unwahrscheinlich, dass der Jüngere hinter all dem nur einen fiesen Spaß erwartete und keine ernsthafte Zuneigung, aber das motivierte Daiki nur noch mehr ihm zu verdeutlichen, wie sehr er ihn mochte und wie sehr er mit ihm ausgehen wollte. Als also endlich das Objekt seiner Begierde an der Tür erschien und ihn förmlich anblaffte, hellte sich die Miene des Größeren sofort auf und grinsend beugte er sich ein wenig vor. "Was nicht mit mir stimmt? Ich versuche bereits drei Tage in Folge dich zu einem Abendessen einzuladen, aber du scheinst meine Einladung zu einem Date ja nicht einmal ernst zu nehmen. Ich bin ungeduldig und mir gehen langsam die Ideen aus, um dir zu zeigen, dass ich es ernst meine. Was sagst du? Wir zwei, heute Abend bei einem romantischen Candlelight Dinner? Ich koche auch! Ich bin ein verdammt guter Koch!... wenn du nicht so auf romantisch stehst, können wir auch normal essen gehen."
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