[2er RPG] Taranokes Schlacht

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    • Flora

      Sie bemerkte, das Codren schon die Zunge schliff, aber sie hielt ihre Freundin zurück. "Nun, dann wird die Bäuerin dem Holzfäller gern berichten.", stichelte sie zurück, und straffte sich. Sie erzählte zunächst von ihrem Reisebeginn, das es dabei zunächst um das Aufspüren der Elfenkönigin ging, die seit kurzem verschwunden war. Vielleicht hatte es auch etwas mit den Aufständen zu tun. Von Rawan berichtete sie jedoch nicht. Von Codren wusste sie ja einiges darüber, auch das diese dann womöglich die Aufstände verursacht haben, und einen Streitpunkt für einen Krieg ausgegraben haben könnten. Da einige davon offenbar in Layxaxu gastierten, hätte das nur Misstrauen über das Haus gebracht. Nein, Flora lenkte die Informationen bewusst so, das allein Vultjag der Hauptübeltäter war. Das Mehyve natürlich mit Waffen daraus Profit schlagen will, brauchte man wohl kaum erwähnen. Vultjag hatte sich im Kernland breit gemacht, und unterbindete den Handel an Land. Ein Großteil davon fand über Land statt. Einige Waren würden wohl ausbleiben, oder nur noch sehr teuer geliefert werden, sofern Vultjag nicht jeden Reisenden abschlachtete, und alles für sich selbst beanspruchte.
      Orin sprach davon, das man auch an der Westküstevon Camisse mit dem Haus Handel betreiben könnte. Selbst wenn man dabei durch Lyxaxu fahren müsste, und sie dafür Wegzoll verlangen würde.
      Flora musste ihm dann jedoch erklären, das Mehyve Camisse über Nacht erobert hatte, und das Land nun abriegelte. Wichtige Erze, Reittiere für die Armee und andere Dinge, wurden nun durch Mehyve kontrolliert, und an Höchstbietende verkauft. Bald würden die Preise für nahezu alle Handelsgüter steigen, und das konnte sich nicht jeder leisten. Sicher würde man Holz aus den Rabonewäldern als Tauschmittel einsetzen, aber für wie lange? Und nicht jeder benötigte Holz ais diesem Wald.
      Vultjag würde dieses Holz vermutlich gern geschenkt bekommen, damit er Brerandt nicht angreift. Ein reines Verlustgeschäft.
      Oder er nimmt es sich einfach, und transportiert es durch die Kernpassage.

      Flora erzäglte ihm, das Lyxaxu die Gefahr erkannt hat, und eine Armee aufstellt, diese in Kernland marschieren lässt. Brerandt sollte dies nun auch tun. Flora selbst fürchtete um ihre Heimat, und auch der Elf Corin gab kurz - hilfsbedingt - an, das später auch die Waldelfen darunter zu leiden hätten, wenn die Raufbolde im Unterholz wüten. Das könnte auch zu politischen Spannungen führen.
      Flora bot zudem an, das sie die Armee ihres Vaters mobilisieren würde. Garlingen war zwar nur mit einer kleinen Wacharmee bestückt, aber sie waren direkt vorort, und Burg Bearhold könnte auch ein wichtiger Rückzugs und Versorgungspunkt werden. Verletzte Krieger aus Kämpfen könnten vorerst dort untergebracht werden.
      Daher bat sie Brerandt, ebenfalls seine Armee zu mobilisieren, und Vultjag zurück in seine staubige Wüste zu treiben.
      Allerdings wirkte Orin nicht so, als ob er das Interesse hätte, Soldaten zu schicken. Zudem hatte sein Spähtrupp noch keine Nachrichten zurückgeschickt. Die Lage könnte ja inzwischen auch schon wieder ganz anders aussehen.

      Noch ahnte Orin nicht, das bereits ein Bote vom Grenzland unterwegs war, um die Kunde über einen grausamen Überfall der dortigen Gemeinden anzukündigen.
      "Ich bitte euch, tretet in eine Allianz mit mir und Lyxaxu ein. Lasst uns gemeinsam gegen Vultjag vorgehen, und das Problem lösen. Ansonsten wird es sicher bald recht ungemütlich werden."
      In den Wäldern hatte Brerandt eigentlich alles was er benötigte. Nahrung, Holz, Kräuter. Sogar am Meer konnte er fischen und Handel mit fernen Ländern betreiben. Schiffe Vultjags und jene der Piraten, aber auch Leyxaxus Schiffe machten gern mal Ärger. Vielleicht könnte er ja ihre Schiffe dadurch abwehren, aber mehr würde nicht geschehen. Und wenn wenn sie Holz wollte, um ihre Flotte Seetauglich zu machen, gab es vermutlich auch nicht immer den friedlichen Weg über den Handel.
      Es wäre ein verflucht großes Wagnis.
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    • Brerandt ließ sich Zeit mit seiner Antwort, aber auf seinem Gesicht konnte man dunkle Wolken aufziehen sehen. Der Schreiberling neben ihm, dessen Minenspiel besser unter Kontrolle war als die seines Herrn, hatte damit aufgehört abwechselnd Orin und Flora anzusehen und beobachtete nun stattdessen Brerandt aus den Augenwinkeln, während sein Blick auf Flora zu haften schien. Das Schweigen in dem kleinen Raum wirkte wie die Ruhe vor dem Sturm.
      "Habe ich es also richtig verstanden", begann Brerandt langsam, drohend, "dass du, Flora Goldfield, aus dem Hause Goldfield, das um seine Weizen berüchtigt ist, dich aufgemacht hast, die Elfenkönigin zu retten, wo auch immer sie sein mag, und nebenher die wirtschaftliche und politische Lage Taranokes zu studieren? Und nun kommst du zu mir, nachdem du bei Tain warst, die du - Gott weiß wie - um deine kleinen, schmutzigen Finger gewickelt hast und versuchst bei mir dasselbe, weil du dir dafür Macht erhoffst? Oder Anerkennung? Will das Haus Goldfield sich etwa als Berater wichtig machen?"
      Seine Stimme wurde lauter.
      "Denkst du etwa, ich wüsste nicht, was in meinem eigenen Land vorgeht? Bist du der Meinung, ich übersehe es einfach so, dass Vultjag seine Armee aus seinem Land scheucht? Dass die Barbaren verrückt werden? Dass Tain auf glühenden Kohlen sitzt? Dass Camisse längst nicht mehr unter eigener Herrschaft regiert? Glaubst du etwa, ich bin so blind, dass ich nicht mitkriege, wie der Krieg ausbricht?"
      Letzteres schrie er schon fast und schlug mit der geballten Faust auf die Armlehne.
      "Du schmuggelst dich hier ein, in meiner Burg, unter falschen Angaben, nennst mich einen Holzfäller, erzählst mir von Dingen, die ich eh schon weiß und erwartest, dass ich nach deiner Pfeife tanze?! Dass du dafür auch noch eine Belohnung bekommst?! Soll ich dich etwa dafür belohnen, dass du, eine kleine Bauerin, mit nicht mehr als ein paar Schwertkünsten und unschuldigen Augen, es auch nur wagst hier hereinzuplatzen, als wärst du die wichtigste Person in diesem Land?! Glaubst du allen ernstes, ich würde deine unverschämten Trickserein wortlos so hinnehmen?! Der Krieg bricht aus, wie du ja so wunderbar erkannt hast, und ich werde beim besten Willen keine Schnüffler dulden, die meinen, sich in die Vorhaben der Regenten einmischen zu müssen, weil ihr Vater ein gewisses Ansehen in diesem Land genießt! Du bist nicht mehr als ein Kind, ein kleines, unerfahrenes, dummes Kind, dem man keine Manieren beigebracht hat, und du willst etwas von Politik wissen! HA! Sei froh, dass dein Vater dir lesen und schreiben beigebracht hat, denn davon, dass du das kannst gehe ich aus, wenn du hier wie eine stolze Kuh reinspazierst! Der Krieg läuft nicht so ab, wie du in deinen Kinderbüchern gelesen hast, und du hast nichtmal ansatzweise eine Ahnung von Strategie und Kriegsführung, dennoch meinst du, mehr zu wissen, als jeder andere hier! Wer regiert hier über die Rabone-Wälder, etwa du oder ich?! Wer von uns beiden hat eine Armee?! Wer von uns beiden hat schon Krieg geführt, wer?! Dass ich die Frage überhaupt stellen muss, damit du sie begreifst!"
      Er schlug erneut auf die Armlehne, diesmal so fest, dass es laut klatschte. Sein Gesicht war rot angelaufen vor Zorn, seine Augen traten hervor und lagen mit stechendem Blick auf Flora, seine Arme waren so fest auf die Lehnen gedrückt, dass sie zitterten. In der kurzen Pause die er einlegte, und nach der er mit leiserer Stimme fortfuhr, versuchte er Flora mit seinem Blick in den Boden versinken zu lassen.
      "Ich werde dir jetzt eine Kutsche besorgen lassen, in die du steigen wirst und die dich auf deinen Hof bringen wird, und dann werde ich von dir erwarten, dass du deine Abenteuerlust hinter dir lässt und nie - NIE WIEDER hier aufkreuzt, in dem irrsinnigen Glauben, dass sich irgendjemand in dieser Burg um die Worte einer dummen Bäuerin schert. Hast du das verstanden, Flora Goldfield?"
    • Corin war die ganze Zeit dabei und war auch aufmerksam. Doch der Weg wie sie sich hier reinkamen gefiel dem Elfen so überhaupt nicht. Er kannte Brerandt mit ihm war nicht so gut Kirschen essen. Ihm war von Anfang an klar das Flora bei ihm mehr zu kämpfen haben würde als bei denen zuvor. Als sie dann in der Burg waren, wirkte es so, als wären die beiden Damen so fasziniert, das sie gefühlt vergessen hatten warum diese überhaupt hergekommen waren.
      Doch sie gingen weiter und man kam recht schnell bei ihm an.
      Zunächst schien er noch freundlich mit Flora zu reden, doch nachdem diese ihm ihr anliegen erklärt hatte, konnte Corin nicht anders als sich an die Stirn zu fassen. Sie war wirklich nicht gut, darin mit andern zu verhandeln. Jedenfalls soviel wie der Elf bis jetzt mitbekommen hatte. Auch in Lyxaxu hatte sie schon viel zu viel gezahlt. Das hätte man auch weitaus billiger hinbekommen können, wenn man richtig verhandelt hätte. Informationen waren sehr Kostbar und wenn man diese hatte konnte man meist auch sehr weit kommen. Die ganze Zeit über stand der Elf nur an der Wand und beobachtete alles. Ihm war zwar aufgefallen das dieser Mitschreiber, den Elf bei dem Namen angesehen hatte. Das war natürlich kein Wunder, aber dennoch wusste wie man mit Brerandt reden konnte. Er hatte auch schon einige Male mit ihm geredet, da er sowohl mit der Königin als auch mit Tae schon einmal bei ihm war.
      Als dieser dann seinen Wutausbruch beendet hatte, ging Corin ein paar schritte nach Vorne und stellte sich zu den beiden Mädchen dazu.
      Lange nicht mehr gesehen Brerandt. Bevor du was sagst, warum ich dabei bin. Es ist nützlich. Man kommt so leichter durch die Gegend. Außerdem hab ich einiges an Informationen. Ich weiß wer die Armeen von Vultjag trainiert und außerdem ist mittlerweile auch bekannt das die Königin tot zu sein scheint. Tae wird also als König die Elfen in den Krieg führen und er wird bei ihnen mitkämpfen. Ich denke es wäre nicht gerade hilfreich, wenn ein keil dazwischen geraten würde. Oder? Und du kennst mich. Ich bin was so etwas angeht immer ehrlich und was Informationen angeht, sind die von mir immer richtig. Aber mehr sag ich im Moment noch nicht. Nur das es bei dir auch ein paar.. schwarze Scharfe gibt und die sind nicht so weit entfernt,“ meinte er und ging dann wieder zurück.
      Er war noch nie jemand gewesen, der gerne im Mittelpunkt stand, aber in dem Moment, war das wohl nicht anders möglich gewesen. Auch hier war sein Nachname nicht unbekannt. Vor allem aber auch wegen dem Verrat an den Elfen, die er vor einiger Zeit begann. Jedoch hatte er da keine Kontrolle über seine Kräfte und wenn er die verliert, erkennt er weder Freund noch Feind. Daher war er wie geschaffen für den Kampf im Krieg. Allein deshalb wollte Tae auch das er aufjedenfall mit kämpft.
    • Flora

      Obwohl Orins Antwort in einem Sturm aus Wutanfall und Arroganz endete, zuckte Floras nicht wirklich unter seinen Worten zusammen. Tja, wer einen Vater hatte, der schon kläglich mit seinen Winden an einer sturen Mauer abprallte, war gegen solche verbalen Angriffe bestens gerüstet. Endlich etwas, wobei sie ihrem Vater wirklich dankbar sein konnte. Auch wenn sie natürlich etwas schwitzte, aber, das war wohl normal. Sie hörte aufmerksam zu, und natürlich wurde sie wieder als Bäuerin beschimpft, während er wohl nicht damit einverstanden war, als Holzfäller angesehen zu werden.
      Bevor sie jedoch etwas erwiedern konnte, mischte sich Corin ein, und trat vor.
      Flora nahm es wohlwollend zur Kenntnis, das die Waldelfen wohl an ihrer Seite kämpfen würden. Ohne, das sie Tae schon um den Gefallen bitten müsste.
      Dennoch, sie wollte nicht, das die Elfen notfalls Brerandt als Feind ansehen, oder Neutralität aufbauen. Brerandt könnte diese Situation später auf Goldfield schieben, und Schadensansprüche stellen, oder ähnliches.
      Sie nickte Corin kurz zu, hob die Hand, um ihm zu signalisieren, das sie es auch alleine schaffen könnte, hier eine Einigung zu erzielen.
      Sie räusperte sich, und ging nochmal seine Sätze im Geiste durch.

      "Das Haus Goldfield, Mylord, will sich sicher nicht als Berater wichtig machen. Aber, dieses kleine, dumme Kind, hat schnell bemerkt, das man mit Tain Lyxaxu offenbar besser reden kann, als mit einem Orin Brerandt, von dem ich bisher mehr gehalten habe, als ich heute persönlich von ihm selbst erfahren durfte. Und wenn ich schon von Politik keine Ahnung habe, so weiß ich doch eines. Ich werde bald Erbin des Besitzes von Goldfield sein. Und ich werde sicher nicht die Namen der Herrscher jener Häuser vergessen, die sich gegen Vultjag gestellt haben, oder lieber feige in tiefen Wäldern verkrochen haben, um abzuwarten, was passiert. Das könnte später durchaus Nachteile für Letztere bedeuten. Auch auf dem Markpreis gesehen natürlich. Dennoch, ... bin ich nicht hier, um zu drohen. Ich kann euch nicht zwingen, sondern nur eure Hilfe erbitten. Wenn das Grund genug ist, eine junge Dame anzubrüllen, dann ist das eben die Vorm von Hilfe und Gastfreundlichkeit, die dieses Haus, dieser König, zu bieten hat. Trotzdem benötige ich, alle die sich zusammengeschlossen haben, die Hilfe Brerandts."
      Flora sah zu dem Schreiber hinüber, der nahezu perfekt geplant, Anwesend schien.

      "Möge der Schreiber es schrifftlich festhalten, so das am Ende nur noch ein Siegel vonnöten ist. Ich biete dir Orin Brerand, und dem Hause, einen vorteilhaften Vertrag an. Damit könnt ihr Sogar Lyxaxu etwas Gold aus der Tasche ziehen.
      Der Vertrag wird gültig, sobald ich Erbe. Von allen bis zu dem Tag in meinem Besitz befindlichen Feldern des Hauses, werden zweidrittel ihrer Zahl von euch selbst ausgewählt, und deren gesamter Ertrag an das Haus Brerandt geliefert. Die Verwaltung jedoch bleibt weiterhin bei meinem Hause Goldfield. So kann ich mit den restlichen Erträgen wie gewohnt weiterarbeiten. Und zum Schein werde ich mich selbst dafür entscheiden, eurem Hause den Handel mit dem Weizen abzuhalten. Damit kontrolliert ihr einen Teil des Weizenhandels, und ihr erhaltet so auch Besitzt in Garlingen. Das würde euer Haus noch größer machen. Und euch stärker mit den Waldelfen binden. Natürlich bleibt der Vertrag geheim unter unseren Häusern, und niemand wird sich deshalb bei Brerandt beschweren, oder Handelsgüter verweigern.
      Alles was dafür von Nöten ist, ist ein Waffenstillstand und eine Allianz mit Lyxaxu und auch mit Garlingen. Schickt eure Armee und helft uns Vultjag aus dem Kernland zu vertreiben. Mehr nicht."

      Das war die Offensive, die Flora jetzt noch durchführen würde, bevor man sie rauswerfen würde. Siie bot Brerandt einfach einen Vorteil über Lyxaxu an, um an das Gold ihrer Schatzkisten zu gelangen. Somit hätte er nicht nur gutes Holz für ihre Schiffe, sondern auch noch den größten Teil des Goldweizens in Händen, der an ihr Volk verkauft werden wollte. Das würde seine Kassen füllen. Und mehr Gold würde auch andere Handelsmöglichkeiten bieten - Dinge zu kaufen, die man selbst womöglich nicht herstellen konnte. Wie Waffen aus Mehyve zum Beispiel. Damit wäre es ein leichte, die Barbaren fern zu halten.
      Flora fügte noch etwas hinzu.
      "Wie ich es ja schon erwähnte, werde ich Hilfe nicht vergessen, und später auch auf dem Handelsmarkt belohnen. Aber ... ich werde auch Strafen, was die Belieferungen unseres Weizen angehen wird. Vielleicht genießt ihr bald etwas weniger hochwertige Mahlzeiten. Mein Haus hingegen, wird weiterhin hochwertiges Holz aus den Wäldern bekommen. Schließlich sind uns die Elfen auch noch etwas schuldig. Ich könnte natürlich auch Rabone Holz benutzen ......"

      Die ein oder andere Drohung schien sicher darin verborgen zu sein. Ob Orin sie dafür erneut beleidigen würde, war ihr inzwischen egal. Sie konnte ihm nur das bieten, mehr nicht. Und ob sie nun selbst zurückreiten würde, oder sogar noch die Kutsche Brerandt ausnutzen würde, war ihr egal. Sie würde ja so oder so Heim kehren.

      Da gab es plötzlich etwas Tumult vor dem Saal, und ein aufgebrachter Bote presste sich an den Wachen vorbei, die nicht schnell genug eingegriffen hatten, den Mann aufzuhalten. Aber es war eben zu wichtig. Alle drehten sich zum dem Mann, der sichtlich erschöpft war.
      "V-verzeiht, mein Herr, das ich hier so reinplatze, aber ... etwas Schreckliches ist geschehen. Herr, Vultjag hat Dörfer an den Grenzen unseres Reiches angegriffen, und verwüpstet. Es sind furchtbare Dinge mit den Bewohnern gemacht worden, welche ich sicher nicht erzählen wollen würde, selbst wenn ihr es mir befehlen würdet. Die Bevölkerungen weiterer Ortschaften fürchten weitere Angriffe. Wir erbitten um Hilfe, Herr."
      Würden alle ihre Habseligkeiten zurück lassen, gäbe es größe Verluste. Zudem waren viele Ortschaften mit den Handelsstraßen verbunden. Der Südliche Teil Brerendts betrieb regen Handel, beherbergte viele Sägewerke, die für den Landhandel gutes Holz an die anderen Häuser herstellte. Sein es edle Möbel, oder Material für Karren oder Waffen und Bauten. Es war ein wichtiger Umschlagsbereich des Landes.

      Flora saß zwischen zwei Felswänden. Die eine Wand bot Wut und Trauer über das, was Vultjag in Taranoke trieb. Die andere bot jedoch eine helfende Hand, um Brerandt in den Kampf ziehen zu lassen. Sie sah wieder zu Orin hinüber, und wartete ab, was er zu all dem zu sagen hatte.
      Heute wurde er selbst förmlich überfallen. Zuerst das Volk, das königlichen Rat benötigte, dann Flora, die einfach so hereinplatze und um Hilfe bat, dann ein Vertrag, der ihn umstimmen sollte, und zu guter Letzt auch noch ein Bote, der davon berichtete, das Vultjag bereits offen einen Angriff auf Brerandts südlichee Ortschaften ausführt, und das Volk grausam dahinschlachtet.
      Was wir er tun?
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    • Orin's gestochen scharfer Blick huschte zu Corin herüber, den er mit nicht weniger erzürntem Blick durchbohrte. Was Corin jemals mit Brerandt zu schaffen hatte, das vermochte Codren nicht zu erraten, aber sie vermutete, dass es nicht wenig mit seiner Vergangenheit zu tun hatte, die er so angestrengt vor ihnen zu verheimlichen suchte. Ein weiteres Geheimnis also in dem mysteriösen Elfen, der fast schon ihre beiden Leben zusätzlich auf dem Gewissen hatte. Ein weiterer Grund, ihm zu misstrauen.
      "Mit dir hatte ich hier am wenigsten gerechnet, Corin. Dass du es überhaupt noch wagst, dich in die Rabone-Wälder zu begeben, zeugt entweder von großer Dummheit oder Fahrlässigkeit. Dass man dich noch nicht auf dem Meeresgrund versenkt hat, ist mir wahrscheinlich ein größeres Rätsel als dir selbst. Deswegen, Corin", er sprach seinen stets wie ein Schimpfwort aus, "bist du wohl der letzte, der für die Elfen sprechen könnte. Solange du also nicht mit dem neuen König selbst hier auftauchst, rate ich dir, dich nicht in größere Schwierigkeiten zu begeben, als du nicht eh schon bist. Wenn das überhaupt möglich ist."
      Seine Stimme war nun leiser, er war entweder des Schreiens müde, oder er empfand es nicht für nötig noch einmal laut zu werden, aber seine Stimme war so drohend wie bei einem Raubtier. Er richtete ein sich ein wenig auf, glättete sein dunkles Hemd und bedeutete dann mit einer fast lässigen Geste dem Schreiber innezuhalten, der nach Flora's Ansprache seinen Papierhaufen durchwühlte. Er verharrte sofort in der Bewegung, sah aber wieder zu Flora, für die er eine eigenartige Neugier entwickelt hatte.
      "Was hast du von alledem, Mädchen? Weiß dein Vater davon, was für Geschäfte du hier treibst? Wie du dein Erbe um dich wirfst? Wer sagt mir, dass du nicht direkt von Vultjag kommst und jetzt versuchst, uns alle in eine Falle zu führen? Vielleicht habe ich mehr davon, dich in den Kerker wegzusperren."
      Er nahm sich eine kurze Pause, in der seine Worte ihre Wirkung finden sollten.
      "Sag mir Flora, hast du jemals in einem richtigen Krieg gekämpft? Gegen die Barbaren, zum Beispiel? In einer richtigen Kompanie mit deinen Waffenbrüdern und Schwestern um dich herum? Hast du jemals eine Schlachtkarte gesehen? Hast du jemals eine Belagerung mitbekommen? Oder eine Verteidigung? Einen Frontalangriff? Hast du irgendeine Ahnung, was Krieg bedeutet?"
      Seine Stimme wurde wieder etwas lauter.
      "Wir sind hier in keinem Spiel, in dem zum Schluss ein Gewinner und ein Verlierer hervorgeht! Lyxaxu ist mindestens eine genauso große Gefahr wie Vultjag und mindestens so gefährlich ist auch Mehyve und ich werde mich sicher nicht mit der Hexe verbünden, damit sie mir hinterher in den Rücken fallen kann! Mein Reich ist stark genug für sich, meine Armee umfasst mehr als 20.000 Mann, die Elfen stehen auf meiner Seite, welcher König sie auch anführt", sein Blick wanderte kurz zu Corin, "und wir haben in unseren Wäldern einen taktisch gelegenen Vorteil! Also, junge Goldfield, ich kann dir versichern, dass Vultjag hier nicht mehr bekommen wird als einen Sarg für sein Grab, wenn er durch den Gebirgspass durchkommen wird, aber sicherlich nicht werde ich mich auf die Seite von einer Piratin stellen, die am liebsten das ganze Land und den ganzen Ozean beherrschen würde! Da kannst du mir noch so viele Felder anbieten, wie du willst."

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    • Flora

      Sie hörte Orin zu, der hier offenbar mit jedem Streit suchte, und seine Energie dafür besser für Vultjags Truppen einsetzen sollte, anstatt gegen jene, die auch Brerandt vor dem Schleifen zu bewahren versuchten.
      Jetzt aber schmunzelte Flora.
      "Ob ich jemals einen Kampf miterlebt habe? Oh ja. Ich verlor dabei meine Mutter. Sie selbst zog es vor, nicht zu kämpfen. Weigerte sich, an einer Waffe belehrt zu werden, folgte meinen Vater als blinde gehorsame Dame, die sich nur um Geschäftsbücher und den Haushalt kümmerte. Das Goldene Massaker, euer Hoheit, sollte euch nicht unbekannt sein. Und ja, es mag sein, das mein Vater mich deshalb davor zu bewahren versuchte, eine Klinge in die Hand zu nehmen, aber er hatte keinen Erfolg. Er sitzt daheim, und studiert seine Geschäftsbücher, die bald wohl kleinere Zahlen ausspucken werden, als üblicherweise. Ich jedoch zog durch Taranoke, um den Waldelfen zu helfen, und lernte vorort so einiges, auch zu Kämpfen und auch über Vultjag ... und so manch andere Gefahr, über die selbst ihr nichts wisst. Selbst Tain wiss nichts darüber .... noch nicht. Auch das wird ihr Vorteil sein, das ich sie darüber zur gegebenen Zeit informieren werde. Und falls ihr euch fragt, ob ich töten kann, so muss ich euch sagen, das an meinen Händen bereits sehr viel Blut klebt. Es gab sogar mal einen Waldelf, der für uns starb, und für sein Volk. Das wird nicht vergessen werden. Auch deshalb zog ich weiter, um weiteren Elfen das Schicksal zu erspaen. Die Elfen haben eh einen Pakt mit Goldfield, und sie werden uns helfen. Brerandt jedoch will tatenlos zusehen, fein vom sichreren Thron, wie die Waldelfen gegen Vultjag kämpfen, und womöglich durch eine Übermacht zugrunde gehen. Und ihr wollt euch danach immer noch als das größte und stärkste Haus von Taranoke nennen? Ihr kennt mein Angebot. Nehmt es an, helft uns gegen Vultjag, und ich garantiere dafür, das Lyxaxu euch nicht in den Rücken fällt. Es würde ihren Handelseinnahmen sicher nicht gut tun. Außerdem steht Mehyve vor ihrer Tür. Sie hätte kaum die Möglichkeit, einen Zweifrontenkrieg zu führen. Denkt darüber nach, euer Majestät."
      Flora schmunzelte innerlich. Brerandt pries seine lächerliche Armee von 2000 Mann an. Flora glaubte zu wissen, das allein ihr Vater schon über Tausen Soldaten in der Burg beherbergte. Und ein Händler erzählte mal von Mehyve, das dieses Haus über 100.000 Soldaten hatte. Ganz zu schweigen von Vultjag, der schon tausende Söldner quer in Taranoke hatte, die seine Schatzkisten füllten. Bloß, weil Brerandt sicher in den Wälder hauste, und nur verstärkt an den Küsten auf Barbaren und Piraten achten musste, war das Haus sicher nicht unbezwingbar.
      Orin würde sich umgucken, wenn Vultjag eine Festung im Wald errichten, und selbst sein Holz schlägt. Und vielleicht wird er sich auch noch die Weizenfelder aneignen, sofern er sie nicht abfackelt.
      Für Flora stand fest. Entweder Brerandt hilft, oder sie wird in Brerandt selbst einen Feind sehen.
      Ihr Vater ist noch der Verwalter ihres Erbes, aber wenn sie erbt, dann steht es ihr frei, dieses nach belieben zu verteilen. Wenn die Sache hier vorbei ist, wird sie sich freiwillig mit seinen Geschäften und Wünschen abgeben. So kann sie früher das Erbe beanspruchen, und ihn in den Ruhestand schicken. Flora wird jedenfalls ihr Wort nicht brechen, und alle Verträge ordnungsgemäß einhalten.
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    • Orin's Augenbrauen beschrieben eine gekräuselte Linie auf der Stirn, in perfekter Harmonie mit seinen Falten, so als hätte er sein ganzes Leben nichts anderes getan als grimmig dreinzublicken. Aber diesmal lag auch etwas anderes in seinem Blick, etwas konzentriertes.
      "Du willst also, dass ich gegen Vultjag ziehe?", fragte er, prüfend, als wolle er sich vergewissern, dass Flora nicht scherzte. "Und im Gegenzug versprichst du mir zwei Drittel eurer Felder, sobald du dein Erbe antrittst? Wie viele Felder besitzt ihr?"
      Er wartete ihre Antwort ab, schien abzuwägen.
      "Dir ist so wichtig, dass Vultjag ins Gras beißt, sodass du dein eigenes Erbe hergibst, um das zu erreichen? Das ist sehr nobel von dir. Sehr nobel. In Ordnung, ich willige ein."
      Er drehte sich zu seinem Schreiber, der sich mit aufmerksamem Blick aufrichtete.
      "Notier folgendes: 'Ich, Flora Goldfield, zukünftige und alleinige Erbin des Hauses Goldfield mitsamt seinem Besitz, willige ein dem Haus Brerandt in den Rabone-Wäldern zwei Drittel der zum Tag meiner Erbschaft vorhandenen Felder zu überlassen, mit der Voraussetzung, der Hausherr Orin Brerandt zieht gegen das Haus Vultjag in den Krieg. Im Falle eines Todes geht die Verpflichtung auf den nächsten Angehörigen über. Das Haus Goldfield kann weiterhin ohne Einschränkungen über das restliche Grundstück verfügen.' Vorlesen."
      Der Schreiber kritzelte noch eine ganze Weile, dann richtete er sich auf, hob das Blatt empor und las mit geschmeidiger Stimme vor. Brerandt und Flora starrten sich dabei unentwegt an und als er geendet hatte, nickte Orin kurz. Der Schreiber stand auf, ging um den Tisch herum und legte das Blatt auf die Armlehne des Stuhls, woraufhin Orin die Feder entgegennahm und eine schnörkelige Unterschrift unter den Text setzte. Der Schreiber tat dasselbe mit Flora und drückte zum Schluss ein rotes Siegel drauf. Dann kopierte er den Text auf ein zweites Blatt und ließ erneut beide unterschreiben, bevor er dieses zusammenrollte und einfach verschnürte. Orin, recht starr in seinem Stuhl und auch sonst trotz der Umstände nicht gerade in bester Laune, fixierte Flora weiter eindringlich.
      "Gibt es noch etwas?"
    • Flora

      Orin willigte also ein. Er selbst verfasste ein Schriftstück in Floras Namen. Er und sie sahen sich dabei an, beobachteten ganz genau die Regungen des anderen, die Blicke und das Zucken der Augen.
      "Das ich mein Erbe dafür hergeben würde, macht vermutlich mehr sinn, als es vollständig an ein anderes Haus zu verlieren. Und wenn die Felder, mehr als 20 an der Zahl, in Flammen stehen, hätte ich auch nichts von ihnen. Und alle Felder, die bis zum Tage meines Erbantritts noch hinzu kommen sollten, werden natürlich in die Berechnung mit einbezogen. Garlingen wächst, und damit auch euer Anteil."
      Flora unterschrieb mit Name und Siegel, nahm die Kopie, die im Grunde ja auch nur ein zweites Orginal war, entgegen, und steckte es in eine der kleineren Taschen an ihrem Gürtel.
      Orin fragte hinterher, ob es noch etwas zu beachten gäbe. Flora schüttelte leicht verneinent den Kopf. "Nichts weiter, Mylord. Ihr und Lyxaxu haltet nur Frieden, und ihr werdet nicht gegeneinander kämpfen, oder euch durch Feindeslist aufhetzen lassen, was durchaus durch eine Intriege geschehen könnte. Schickt einfach so schnell es geht eure Truppen ins Kernland. Vereint mit Lyxaxu, den Waldelfen, und der Armee meines Vaters, welche ich nun rekrutieren werde, können wir den Wüstenhund zurückdrängen, und wieder Ordnung in den Handelsverkehr bringen. Sollte Mehyve eine Schadtat planen, so werden wir uns auch dort gegenseitig Deckung geben. Ist der Krieg erst vorbei, so dürfte das mächtiges Haus Brerandt noch höheres Ansehen genießen. Insbesondere vom Haus Goldfield."
      Sie nickte anerkennnt, und wandte sich dann ab. Es gab nichts mehr zu besprechen. Brerandt, Lyxaxu, die Waldelfen und Goldfield hatten nun eine Allianz gegen Vultjag. Das dürfte auch den wiederlichen Sandsack in die Knie zwingen, und Floras Rache wäre gestillt. Der Elf Fenris ebenfalls gerächt.
      Codren und Corin folgten Flora nach draußen. Die Wachen führten sie zurück zum Tor und sie holten sich wieder ihre Pferde, und machten sich unjverzüglich auf den Weg. Ein paar Tage würden sie sich reiten müssen, um zunächst bei den Waldelfen anzukommen, und dann schließlich ihre Heimat zu erreichen. Bei den Elfen könnten sie noch kurz mit dem König sprechen. Er sollte auch wissen, was nun mit Brerandt geschehen ist, und seine Leute in Bewegung setzen. Schließlich ging es auch um das Elfenreich. Vultjag würde die Wälder sicher gern niederbrennen und sie in eine Aschewüste verwandeln, die er dann seinen feindlichen Herrschern in den Hals stopfen könnte, nachdem er dessen Kopfte vom Hals trennen würde.

      Flora ansich lächelte zufrieden. Im Gegensatz zu Tain, hatte Orin sogar dafür gesorgt, das bei Floras Tod der nächste Angehörige den Vertrag erfüllen musste. Würde sie sterben, gäbe es für Lyxaxu nichts, für Brerandt alles. Und beide wussten nicht, das Flora einunddenselben Vertrag mit denselben Feldern abgschlossen hatte. Beides warn Geheimverträge, die niemals als Vorteil gegenüber andere Häuser ausgesprochen werden sollten, während man mit nacktem Finger auf das Haus Goldfield zeigte.
      Tja, wenn sie sarb, gab es nur noch ihren Vater. Ansonsten Niemanden mehr. Kinder hatte sie noch keine, und auch keinen Ehemann. Und sowas hatte noch viel Zeit. Zeit genug, das Problem mit den Feldern elegant zu lösen, ohne den Vertrag zu brechen. Und Flora wusste auch schon, wie. Fast hätte sie laut los gelacht, aber sie verkniff es sich. Sie musste sich jetzt noch etwas für Mehyve einfallen lassen. Sollte sie dem dortigen Herrscher auch zweidrittel der Felder andrehen? Das wäre zu komisch. Nein, für Mehyve gab es eine andere Lösung. Eine, die Garlingen in Zukunft sogar absichern könnte. Dazu musste sie aber erstmal wieder nachhause.

      Nach einem langen, eher schweigsamen Ritt, erreichten sie am Abend ein Gasthaus, das am Wegesrand lag. Ein paar hundert Meter weiter lag ein Fluss. Es war eher eine Taverne, aber sie bot Übernachtungsmöglichkeiten. Es gab noch eine Handvoll weitere Gebäude, darunter ein Stall für Tiere. Zudem gab es eine Art Apotheke, wo Kräuter des Waldes angeboten wurden. Zwei Bauernhäuser und noch ein Lagerhaus. Dieser Ort bot Reisenden zumindestens ein Dach über dem Kopf. Man konnte den Fluss sehen, da die Felder den Weg zu ihm ebneten, welche die Bauern hier angelegt hatten. Korn wuchs hier jedenfalls nicht. Es waren wohl auch Kräuter oder sowas. Bestimmt arbeiteten sie für den Apotheker. Und der verkaufte oder tausche die Ware auch mit den fahrenden Händlern. Das Lagerhaus war sicher gut gefüllt mit Kisten und Fässern.
      Sie übergaben die Pferde an einen Knecht, der sich gut um sie sorgen sollte. Flora drücke ihm dafür sogar Gold in die Hand, was seine Augen aufblitzen ließen.
      Dann betraten sie die Tarverne. Musik dudelte schon zuvor dumpf aus der Tür. Es roch nach Qualm von Feuer aus einem Kamin, und von Pfeifen. Flora hatte einige Wagen bemerkt, auch andere Reittiere. Sicher waren Händler hier zu Gast.
      Tatsächlich. Einer saß an der Theke und durfte sich das Gejammer vom Wirt anhören. Lachend ließ er die Hände auf die Theke krachen.
      "HAHAHA, Wirt, dieser Wein ist NICHTS mehr wert. Ihr habt euch übers Ohr hauen lassen. Habt ihr ihn denn nicht probiert?"
      "Doch ... doch, aber, er schmeckte gut, fruchtig und süß, während der Alkohol sanft die Kehle wärmte. Er schmeckte wie immer."
      "Haha, ja, vermutlich die eine Flasche zur Verkostigung. Ich hörte es auf meinen Reisen auch aus anderen Gaststätten, das einem dort wohl Wein verkauft wird, der mit Darabeeren gestreckt wurde. Sei froh, das der Alkohol den Saft konserviert. Ansonsten wäre dir das Fass schon beim Transport hierher verschimmelt, hahaha."

      Ein interessantes Gespräch. Irgendwer verkaufte wohl schlechten Wein zu Höchstpreisen, und kassierte kräftig ab. Wenn der Wirt ihn nicht los wurde, konnte er auch keine Steuern mehr an das Haus entrichten, dem er diente. Der Verkäufer jedoch kassierte die ganze Prämie. Die Frage war nur, nutzte er einen eigenen Händler, oder die Handelsgilde?
      Flora sah sich um, mehrere freie Tische. Nur 4 Leute waren hier zu Gast. Der Mann an der Theke, zwei ältere Herren, die in einer Ecke saßen, etwas tranken und an ihren Pfeiffen pafften, und eine Elfenfrau, die zu abend aß. Eine Jägern. Flora würde sie nicht stören. Ob Corin mit ihr reden wollte, blieb ihm überlassen. Die Elfe aber interessierte sich nicht für die drei, und konzentrierte sich auf ihr Mahl.

      Sie setzten sich an einen der freien Tische auf der anderen Seite des Gastraumes, und der Wirt ließ den lachenden Mann kurz alleine, um nach der Bestellung zu fragen.
      "Guten Abend, die Damen, der Herr. Was darf ich euch bringen?", grüßte er sie, und wischte sich den Schweiß mit einem Tuch von der Stirn.
      "Guten abend, wir sich auf der Durchreise. Nach dem Essen hätten wir gern noch Zimmer für eine Übernachtung." Der Wirt nickte.
      "Gut. Verzeiht die Frage, aber ich bekam eben mit, das ihr schlechten Wein habt. Könnt ihr mir sgen, von wem ihr den habt?"
      Der Wirt nickte. "Ja, so ist es. Leider kann ich euch auch keinen anderen anbieten. Die nächste Lieferung lässt auf sich warten. Es kommt kaum noch etwas pünktlich an, und die Preise sind gestiegen. Und jetzt der Ärger mit dem Wein. Ich kann euch später das Siegel auf dem Fass zeigen."
      Flora nickte. Sie ließ sich trotzdem eine Karaffe davon bringen. Hasenbraten mit Gemüse und Waldkräutern sollten ihr den Magen füllen.
      Später würde sie noch einen Tee trinken.
      Die anderen bestellten ebenfalls, und kurz darauf standen dampfende Teller auf dem Tisch. Was das Essen betraf, so konnte der Wirt im Wald jagen lassen. Wasser bekam er noch am Fluss, aber weitere Dinge musste er sich bestellen. Vultjags Blockade, welcher den Handel einschränkte, machte sich bemerkbar. Es fehlten den Händler Kunden und Anlaufpunkte, um genügend zu verdienen. Deshalb stieg der Preis. Vorallem für Produkte die aus Mehyve oder Vultjag stammten, oder aus Camisse kamen. Und dort blockierte auch noch Mehyve. Überfälle auf Händler stiegen. Teurer Begleitschutz war nötig. Aber dank Vultjag gab es keine Söldner aus dessen Kreisen. Nur die üblichen Bastarde, und davon viel zu wenig.
      Flora begutachtete den Wein, kippte ihn in den Becher und roch daran.
      "Hmmm, ich kenne den Geruch ..... ich glaube, ich habe ihn schon mal zusammen mit Vater getrunken. Das ist aber sicher schon ein paar Jahre her."
      Sie nippte daran und verzog das Gesicht. "Der Mann da drüben hat recht. Wein, der so schmeckt, ist nichts mehr wert. Entweder ist das ein Fehler, oder jemand betreibt einen Steuerbetrug und kassiert trotz schlechter Umstände weiter kräftig ab. Sicher behält er auch die Abgaben für sich. Er erzeugt wenig Wein, drei Fass voll, zahlt dafür ans Haus, vermischt diesen mit Beerensäften, und verkauft dann 10 Fässer zum vollen Preis, und gewinnt sieben Fässer für die eigene Tasche. Wir sollten die Augen offen halten."
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    • Corin war die ganze Zeit dabei gewesen bei der Verhandlung und verdrehte nur die Augen. Er wusste wie Ber war und ihm war klar, das dieser nie einfach so einwilligen würde. Er hatte sicher noch etwas in der Hinterhand und Flora, auch wenn diese vermutlich auch ihre Pläne hatte, war nicht so erfahren wie es der andere war. Da hatte Ber auf jedenfall recht.
      Als es dann aber darum ging ob sie schon einmal einen Krieg mit erlebt hatte, horchte er auf. Er hörte ihre aussage und dachte kurz über sich selbst nach. Er hatte auch schon seine Kämpfe mit erlebt und vor allem auch begonnen.

      Die Verhandlung ging noch eine weile, doch als dann der Vertrag unterzeichnet war, kam es Corin so vor, als wären Stunden vergangen. Er hatte das Gefühl über die Zeit komplett verloren. Ihm war klar, das viel davon vergangen war, aber wie viel genau war dem Elf nicht bekannt. Dennoch war noch etwas klar. Denn es würde jetzt zu den Elfen gehen. Dessen war sich Corin sicher. Immerhin hatte Flora etwas angedeutet.
      Dann würden die beiden Damen wieder sehen wie unbeliebt er eigentlich bei den anderen Elfen war. Vermutlich würde dort auch aufkommen weshalb dem so war. Immerhin war SIE dort und das würde früher oder später sicherlich noch zum Problem werden. Corin wurde dann aus seinen Gedanken gerissen, als er merkte das Flora und Codren den Raum verließen. Aus diesem Grund folgte er den Beiden. Er sah noch einmal mit strengen Blick zu Ber und war dann aus dem Raum verschwunden. Anders als in Lyxaxu wollte er hier nichts mehr sagen.
      Er ging wie die beiden Damen den Wachen hinterher und als sie draußen waren ging die Reise weiter. Die Richtung in welche sie sich begaben zeigte schon das er mit seiner Vermutung recht hatte. Flora wollte wirklich zu dem Dorf der Elfen. Er würde dort vermutlch auch wieder auf Tae treffen, aber die anderen Elfen bereiteten ihn sorgen.
      Die Zeit verstrich werend sie so dahin ritten und dem Weg folgten. Je näher sie kamen desto unangenehmer wurde es ihm wieder. Er war erst letztens hier gewesen und da schon schlecht behandelt worden. Was aber auch kein Wunder war.

      Dann aber blieben die beiden Damen bei einem Gasthaus stehen. Es war auch immerhin schon Abend und man war lange unterwegs gewesen. Er kannte dieses Gasthaus. Er war hier schon einmal gewesen. Was aber auch kein Wunder war, da es nicht gerade weit weg von Dorf der Elfen war.
      Auch der Elf stieg vom Pferd und betrat mit den anderen das Gasthaus. Er hatte sich zuvor noch eine Kapuze aufgezogen. Er war sich unsicher und mochte hier nicht sofort raus fliegen. Es war nicht gerade viel los, aber das war hier noch nie der Fall gewesen. Aber vor allem jetzt würden vermutlich noch weniger als ohnehin hier vorbei kommen. Daher war es kein Wunder, das hier nicht viele Personen im Haus waren. Nachdem sie sich gesetzt hatten, sah Corin zu der Elfe. Er kannte sie. Sie war eine von denen die ihm nie verzeihen würden, was er damals getan hatte. Kein Wunder, eine ihrer besten Freundinnen war dabei gewesen. Corin verhielt sich ruhig und hoffte das sie nicht auf ihn aufmerksam werden würde.
      Das Gespräch welches wohl auch Flora mit bekommen hatte, hatte auch Corin vernommen. Es war schwierig, vor allem zu dieser Zeit. Es gab schon immer viele Schwindler, aber jetzt dürfte das noch schlimmer geworden sein. Die Leute die in der Unterwelt arbeiteten wie es auch Corin tat, kannten sich da aus. Er wusste wie oft das gemacht wird und es war erschreckend. Meist bekommt man das nicht so mit, aber jetzt. Jetzt, da es so schwierig geworden ist an gute Ware zu kommen, werden diese vermutlich sehr Aktiv werden. Da war sich Corin sicher.

      Alle bestellten sich was. Auch Corin. Zwar nur etwas zu Essen, da er im Moment keinen Hunger hatte und er schnell wieder von hier raus wollte. Zwar bestellte Flora noch Zimmer und bekam diese auch. Doch er war sich sicher, das sich das für Corin ändern würde, wenn er seine Kapuze abziehen würde. Darum lehnte er ab und machte Flora klar, das er nicht hier bleiben würde. Morgen würde er wieder draußen vor der Türe sein, aber hier übernachten wollte er nicht. Vor allem, da man ihn nicht hier lassen würde. Wenn sie bemerken würden wer er war.
      Nachdem das Essen kam, aß er und bemerkte das die Elfin nun wohl fertig war. Diese wollte gerade das Gasthaus verlassen und begab sich aber davor zu dem Tisch von Corin, Flora und Codren.
      "Gute Tag. Ich habe mitbekommen wie gut sie sich mit Wein auskennen. Darf ich fragen woher das kommt," fragte diese und sah dann in Corins Richtung.
      Sie beobachtete ihn kurz und erkannte an den Händen, da er keine Handschuhe trug wer er war.
      "Das glaub ich jetzt nicht... Was macht denn der Massenmörder hier?"
      Sie drehte sich zu Flora und Codren und sah die beiden fragen an.
      "Warum seid ihr denn mit dem unterwegs? Das könnte euer Tod sein. Vor allem wenn ihr mit ihm befreundet seid. Oder Corin," meinte sie und sah dann wieder zu dem Elf.
      Dieser zog seine Kapuze ab und sah mit emotionslosen Blick zu der Elfin.
      "Ich hab doch schon oft erklärt, das ich dafür nichts konnte. Es war einfach ein Verlust meiner Kontrolle Celeste. Mehr als entschuldigen kann ich mich doch nicht. Tote zum Leben erwecken liegt leider nicht in meiner Macht und bevor du Fragst. Nein, meinen Wolf hab ich nicht getötet. Er stab bei einem Angriff von Piraten. Aber das ist nicht so wichtig. Aber wie gesagt. Mehr als mich Entschuldigen kann ich leider nicht und es tut mir leid was damals passiert ist. Auch wenn ihr das nicht glaubt," meinte er und sie sah mit wütenden Blick zu ihm.
      Wenn Blicke töten könnten, würde Corin wohl jetzt gerade Tod umfallen. Sie schüttelte den Kopf und sah dann zu den Beiden Damen welche Corin begleiteten.
      "Corin.. Sag was du willst. Aber das was du unserem Dorf angetan hast kannst du nicht mehr gut machen. Soviel ist sicher... Nur deine Liebschaft hält dich am leben. Auch das sollte dir bewusst sein und ihr zwei. Passt bitte gut auf euch auf und nehmt euch von seiner Fähigkeit in acht... Er hat keine Kontrolle über diese.. Das ist das einzige was ich euch sagen kann," meinte sie und verließ dann das Gasthaus.

      Es dauerte nicht gerade lange, bis auch Corin aus dem Gasthaus geworfen wurde. Da er hier kein unbeschriebenes Blatt war. Er meinte noch zu den Beiden er warte für Fragen draußen und verließ das Gasthaus.
    • Flora

      Flora genoss den Hasenbraten. Das Fleisch war saftig und zart, gut gewürzt, und man hatte sogar eine feine Soße dazu serviert, die auch gut zu dem Gemüsen und den Kräutern passten, die als Beilage zum Fleisch dienten. Wenigstens damit konnte der Wirt und dieses Gasthaus punkten. Ein weiterer Pluspunkt für das Gebiet von Brerandt. Nur der gepanschte Wein vermießte das Essen, so das Flora letztenendes eben doch bei Tee und Wasser blieb.
      Kurz darauf wurden sie von einer Elfenfrau angesprochen. Sie fragte Flora direkt nach den Weinkenntnissen.
      "Ich stamme aus gutem Hause, und bin es schon länger gewohnt, derartige Getränke zu kosten."
      Die Elfe nickte, aber dann verlagerte sich ihr Interesse auf Corin, und das endete ersteinmal in Vorwürfen und einigen Erkenntnissen über ihn, sofern sie nicht ohnehin schon bekannt waren.
      Sie betitelte Corin als Massenmörder, und meinte, das sie und ihre Begleiterin mit dem Tode reisen würden. War dem so? Tja, Flora dachte daran, der der Tod sicher auch ein Gast ihrer eigenen Reise war. Blut klebte an ihren Händen, und bald würde es mit reichlich frischem Blut erneuert werden.
      Flora kam aber nicht dazu, sich zu äußern, weil Corin sich schon zu rechtfertigen versuchte, aber bei der Dame wohl nur auf taube Ohren stieß. Tja, wer nur akzeptiert, was er akzeptieren will, der hört bei allen anderen Dingen eh nicht hin.

      Flora tupfte sich mit einem Tuch den Mund ab, und räusperte sich. "Nun, die Dame scheint wie der Wein ein wenig säuerlich zu sein. Vielleicht hätte ich ihr einen Becher anbieten sollen?"
      Sie nahm ihre Teetasse hoch und trank einen Schluck. Waldminze. Passte hervorragend zum Hasenteller. "Vielleicht auch etwas Tee."
      Flora machte keine Anstallten, jetzt groß auf gefallene Worte und Anschuldigungen einzugehen. Entweder würde Codren noch etwas dazu sagen, oder man beließ es dabei. Corin reiste jetzt schon eine Weile mit ihnen, und eine Standpauke für sein Verschwinden, inklusiver einer dürftigen Erklärung seiner Seite, hatte es ja schon gegeben.
      Wobei er seine Fähigkeit sicher mal genauer erklären könnte. Vielleicht war es etwas ähnliches, wie ein Berserkerzauber. Immerhin, so wusste Flora es bereits, würde sie auch bald diesen Spruch erlernen wollen. Auch in der Stellarmagie gab es diesen Spruch, mit seinen ganz individuellen Eigenschaften. Auch da galt bereits der Gedanke, das sie ihrer Kontrolle entzogen werden könnte. Jedoch würde sie nicht wie ein willenloser und wilder Barbar wild um sich fuchteln. Nein, diese Form von Berserker war anders. Als würde man ihre Persönlichkeit austauschen. Bisher hatte Flora sich selbst davon fern gehalten. Aber spätestens nach der Schlacht, sollte sie diese übrleben, will sie sich dieser Technik widmen.
      Sie sah zu Corin.
      "Du kennst die Dame also schon länger? Was geschah damals, in dem Dorf der Elfenfrau?"
      Sie fragte auch aus Neugier.
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    • Corin war klar das von Flora oder von Codren irgendwas kommen würde und er hatte recht. Das er gerade auf sie treffen musste war wirklich dumm gelaufen. Jetzt musste er rede und Antwort stehen. Klar, er könnte eventuell wieder versuchen sich raus zureden, aber irgendwann würden sie sowieso alles erfahren und da war es besser wenn es er erzählte als wenn sie es von anderen erfuhren.
      Mit einem leichten nickten, bestätigte er die Fragen welche er von Flora bekommen hatte. Natürlich kannte er die Elfin und das auch noch sehr gut. Sie hatte eine weile auch neben ihm gewohnt und jetzt konnte ihn niemand mehr leiden.
      Doch nun überlegte er wie er es so kurz und dennoch so ausführlich wie möglich erklären konnte. So das er nichts ausließ aber dennoch nicht so weit ausholen musste, das es Stunden zum erzählen dauerte.
      "Was passiert ist? Ich bin Amok gelaufen."
      Das war der erste Satz des Elfs welcher aus seinem Mund kam. Dann seufzte er und überlegte noch einmal etwas. Da er versuchte sich die Sätze etwas zurecht zu legen.
      "Naja... Es war ungefähr vor ca. 4 Jahren. Kurz nachdem ich von meiner Isolation raus gelassen wurde. Ähm... Die Königin war auf mich aufmerksam geworden und meinte da ich so begabt im Kampf wäre, würde sie auf mich zählen wenn ihr etwas passieren würde. Ich freute mich darüber, da mich niemand wegen meiner Art mochte. Noch nicht einmal meine Eltern, welche mich ja Isoliert hatten. Ähm.. Als aber dann ein paar Tage vergangen waren, meinte mein Trainer, ich sollte ihm meine Fähigkeit zeigen. Viele von uns, haben eine besondere Fähigkeit von Geburt an. Zwar nicht alle aber Elfen wie jetzt zum Beispiel ich, schon. Da diese entweder von einem höheren Rang sind, oder eine andere Art waren. Doch hatte ich die Fähigkeit so überhaupt nicht unter Kontrolle und ich lief mit dieser Amok. Ich habe sie bis heute nicht unter Kontrolle bringen können. Ich habe mein halbes Dorf ausgerottet und die Person die es geschafft hatte mich aufzuhalten war Tae gewesen. Der Sohn der Königin und jetzige König. Bei meinem Kontrollverlust, hatte ich unter anderem meine Eltern, die beste Freundin der Elfin von vorher und viele Wachen der Königin getötet. Naja... Das ist es was so im Großen und Ganzen passiert war," erklärte er und sah während des Gesprächs über fast die ganze Zeit über auf den Boden.
      Es war wirklich nicht leicht für den jungen Elf darüber zu reden. Aber so war es nun mal. Die Fähigkeit war nicht leicht unter Kontrolle zu halten und darum wehrte er sich auch so strickt dagegen diese zu benutzen.
    • Flora

      Sie hörte aufmerksam zu, aß dabei weiter. Als Corin fertig war, überlegte sie kurz, und dachte an die Situation im Wald, als er in diesen floh, und die beiden Frauen quasi zurück gelassen hatte. Glücklich waren sie sicher nicht über diesen Umstand gewesen, aber was wäre geschehen, wenn Corin nicht geflohen wäre? Dann wären sie vermutlich tot.
      "Dir sein vergeben ... die Sache mit dem Wald.", sagte sie kurz und knapp, blickte auch in Codrens Richtung, die sicher nicht so einfach einlenken würde, hielt sie aber mit ihrem Blick im Zaun.
      Sie sah wieder zu Corin. "Wir Menschen experimentieren mit Magie und Zauberei. Nicht immer klappt alles so, wie man es sich wünscht. Viele Sprüche, oder Sphären der Magie, beinhalten für den Anwender oder jene die drum herum stehen, große Risiken. Das ist mir selbst sogar bewusst. Euch Elfen wird Magie im gewissen Grad schon in die Wiege gelegt. Und ich weiß, das es in eurem Volke Vertreter gibt, die durch andere Hautfarben, ähnlich wie bei Menschen, hervorstechen, und ggf. einen einzigartigen Magiezweig beherrschen. Während ihr Elfen derartige Gegebenheiten wohl eher meidet, würden wir Menschen dies wohl ausnutzen, und gerade solche Leute wie Vultjag oder Mehyve, vielleicht sogar der eingebildete Brerandt. Auf beiden Seiten jedoch würde man den Verlust Angehöriger der Familie oder der gleichen Art, durch Fehlnutzungen oder mangelndes Wissen über die Zauberkontrolle, sicher mit Hass und Abscheu entgegenwirken."
      Flora grinste, denn etwas ähnliches fand in ihrer Vergangenheit statt. "Meine Mutter war unfähig sich zu verteidigen, schwach, was ihr letztenendes das Leben kostete, und meines hier an diesen Tisch in einer von Brerandts Waldtavernen führte. Ich verachte sie deswegen, und versuche alles, um zu verhindern, das es mir ebenso ergehen könnte. Würde meine Mutter symbolisch für deine unkontrollierte Fähigkeit stehen, hätte ich vollstes Verständnis für die Elfenfrau, und jene eures Volkes. Bei dir war es umgekehrt. Jemand, der zu stark war, und deshalb verachtet wird. Abgesehen von Tae, ... mir vielleicht. Ich begrüße es sogar, einen Krieger an meiner Seite zu wissen, der in Vultjags Reihen ein Blutmeer erschaffen könnte. Einzig dein Kontrollverlust würde mich daran hindern, dich zu bitten, durch dieses Meer zu schwimmen. Doch ..."
      Flora dachte nach. Sie selbst will einen Berserker erlernen. Auch sie könnte die Kontrolle verlieren, könnte aber selbige erst erlernen, wenn sie den Berserker erlernt hätte, um ihn danach auch vollständig zu beherrschen.
      "Wenn wir trainieren, dann solltest auch du einestages damit umgehen können. Und wenn du deine Fähigkeiten Meisters, dann wärst du womöglich ein Ansprechpartner, ein Lhrmeister für zukünftige Elfen, um weiteres Unheil zu verhindern."
      Trotzdem bliebe das Blut an seinen Händen.
      Flora jedoch wollte nicht auf Corins Hilfe verzichten. Die Tatsache, das Tae ihn daran hindern konnte, weiter wie ein versoffener Barbar willenlos auf alles einzudreschen, das in Reichweite lag, brachte Hofnung. Sie würde mit Tae darüber reden, wie er es geschafft hatte. Vielleicht konnte sie Corin überreden, es nochmals zu versuchen. Irgendwo in der Wildnis, wo sie niemanden in Gefahr bringen könnten.
      Flora hatte womöglich ebenfalls eine Möglichkeit, Corin aufzuhalten. Sie würde ihn bitten, morgen ein paar Versuche mit ihrem Aqua Zauber, zu testen. Gerade hier am Fluss wäre es ggf. von Vorteil.
      Zufrieden beendete sie ihr Mahl. Sie würde Corin jedenfalls nicht mit Hass davonjagen, auch wenn Codren vermutlich weiterhin mit ihm auf glühenden Kohlen tanzen wird. Vielleicht war das ja auch eine Art Zuneigung und Freundschaft. Hauptsache, er bliebe bei der Gruppe und fände sich alsbald als gnadenlose Waffe zwischen Vultjags Kriegern wieder, um möglichst viele davon zu erledigen. Oder Trakur selbst. Selbst wenn er dafür Amok laufen müsste .....
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    • Codren, die bis dahin nicht einmal einen Kommentar zu dem wirklich furchtbaren Wein abgelassen hatte, musterte Corin während seiner Erzählung mit höchster Alarmbereitschaft, aber auch mit einer gewissen Neugier, die ihr sehr viel mehr zu schaffen machte als die offensichtliche Gefahr, die von dem Elfen ausging. Sie überließ Flora das Reden, so hätte sie wohl nichts wertvolles dazu beitragen können, aber doch wurde sie neugierig. Und das passte ihr ganz und gar nicht.
      Drüben in Rawan, in ihrem Heimatsland, hatte es seit dem Moment keine Elfen mehr gegeben, als die Spitzohren sich zusammengerottet hatten und allesamt nach Taranoke geflohen waren, was jetzt schon so viele Jahrhunderte lang her war, dass man sich nicht einmal mehr die Mühe machte, Geschichten über sie zu erzählen. Als Codren vor etwa zehn Jahren den ersten Elfen erblickt hatte, war sie ganz aufgeregt darüber gewesen, mehr von dieser Rasse zu erfahren, die doch eigentlich dem Menschen so überlegen sein sollte. Aber ihre Erfahrungen waren ernüchternd gewesen. Langweilige, naturbesessene Einwohner, deren höchste Kampfkunst in dem Bewachen von Wäldern lag - so viel hatte sie zumindest vom Hof Goldfield aus mitgekriegt. Fenris hatte dieses Bild voll und ganz bestätigt, sogar noch verdeutlicht. Codren wollte ihnen nicht unterstellen, dass sie nicht kämpfen konnten, aber sie wollte ihnen durchaus unterstellen, dass diese zarten Wesen keine Ahnung davon hatten, einen Krieg zu kämpfen. Das Bündnis mit den Menschen musste sie verweichlicht haben.
      Aber hier saß nun einer, der nicht nur ein völliges Gegenteil zu seinen Artgenossen darstellte, sondern auch noch wusste, was ein Krieg bedeutete - auch wenn er das nur von seiner eigenen Hetzerei her kannte. Er konnte nicht so weichlich sein, denn sonst wäre er sicher nicht mehr am Leben. Dieser Corin, den sie vor sich hatten, hatte wirklich etwas drauf.
      "Ich geh mir etwas anderes zu trinken holen", brummte sie kurz, den Blick immer noch auf den Elfen geheftet. Sie vertraute ihm noch immer nicht, wie konnte sie auch, jetzt, da sie wusste, dass er wohl einer der wenigen war, der wirklich kämpfen konnte, aber immer hin glaubte sie, ihm etwas ähnliches wie Vertrauen geben zu können. In Rawan hatten sie ein eigenes Wort dafür: "Kuchh". Es bedeutete die Hilfsbereitschaft gegenüber einem Kameraden, den man nicht leiden konnte, zum Wohle der Allgemeinheit. Auf taranokisch kannte sie kein solches Wort, aber selbst wenn, wollte sie es nicht aussprechen, geschweige denn darüber nachdenken. Sie ging, nicht ohne sich noch einmal zu dem Elfen umzudrehen.


      An der Bar vergnügte sich der stämmige Gast noch immer über die Naivität des Wirtes, einen solchen Wein angenommen zu haben, was diesem sichtlich die Nerven zerreißen ließ. Codren hatte nicht vor, sich an der Neckerei zu beteiligen, auch wenn sie den zusammengebissenen Gesichtsausdruck des Wirtes schon ein wenig komisch fand. Sie bestellte bei ihm ein Bier und als dieser kleinlaut zugab, dass er das Bier vom gleich Händler bekam wie den Wein, wurde das von gröhlendem Gelächter untermahlt. Sie versicherte ihm, dass ihr das nichts ausmachte, und schließlich einer das ganze Zeug trinken musste, wenn es nicht weggeschüttet werden sollte. Das schien ihn etwas zu ermuntern und er zapfte das Fass an. Codren's Blick wanderte derweil durch ein Fenster nach draußen.
      Sie entdeckte die drei Elfen in dem Moment, in dem die Frau auf das Gebäude zeigte. Sie musste zweimal hinsehen, die Scheibe war verdreckt und die Gruppe stand weit entfernt auf der Wegkreuzung, aber sie erkannte die Frau als diejenige wieder, die noch vor wenigen Minuten selbst hier im Gasthaus gesessen hatte und Corin so angefahren hatte. Sie war anscheinend nicht allein und es war zweifelhaft, dass die anderen beiden Corin gegenüber freundlich gesinnt waren. Der größere von ihnen war ein schlanker Elf mit zierlichen Ohringen, die sein linkes Ohr zu einem kleinen Kunstwerk machten, welches zur gleichen Zeit dafür sorgte, dass seine glatten Haare hinter den glänzenden Ringen stecken blieben und nicht nach vorne in sein Gesicht vielen. Dafür hatte er auf der anderen Seite mindestens doppelt so viele Haare, die bei jeder kleinsten Bewegung hin und her wippten. Sein Begleiter, ein kleinerer Elf mit einem Haarband um die Stirn, das eine einzelne Feder schmückte, sah mindestens genauso makellos aus wie der andere, hatte aber dafür nur schulterlanges Haar, das sich an den Enden leicht kräuselte. Die beiden starrten mit grimmigem Blick auf das Gasthaus, was stark darauf schließen ließ, dass sie nicht beabsichtigten untätig zu bleiben. Codren sah schnell weg, bevor sie fürchtete, dass sie sie erblickten.
      "Da sind Elfen draußen", zischte sie, als sie ohne ihr Bier an den Tisch zurückkehrte und ihr Schwert einsteckte, das sie für das Essen ausgezogen hatte. Das billige Übungsschild, das man ihr in Vaisyl zur Abreise überlassen hatte, behielt sie auf ihrem Rücken. Ihr Blick fixierte sich erst auf Corin und wanderte dann zu Flora rüber.
      "Wir sollten besser den Hinterausgang benutzen."
    • Flora

      Codren schien der ganzen Sache noch nicht so wohlgesonnen zu sein. Sie ahnte ja auch nicht, das Flora bereits die ganze Zeit im Hintergrund Pläne schmiedete, und Corin seit dem espräch bereits einen weiteren Teil davon einnahm. Ein Amok laufender Elf inmitten Vultjags Kriegern, das wäre mal was brauchbares. Und wenn sie Corin stoppen könnte, ehe er Verbündete oder Freunde angriff, wäre er die perfekte Waffe, die keinen Zentimeter zurückweichen würde. Er würde Vultjags Schergen das Fürchten lehren, und sie würden die Elfen vielleicht meiden.
      Codren verließ den Tisch und begab sich zur Bar. Kurz darauf Gelächter, das durch den ganzen Schankraum schallte. Aber nur eine Minute später, tauchte Codren wieder am Tisch auf, und warnte beide, vor weiteren Elfen. Und die schienen wohl ein bestimmtes Ziel zu haben.
      Flora horchte auf, blickte ebenfalls in Richtung Fenster, erspähte die Elfendame von eben, und zwei weitere ihres Volkes. Corin sah ebenso in deren Richtung. Ob er die anderen auch kannte? Waren es auch jene Elfen aus dem Dorf, wo er Blut vergossen hatte, ohne es zu wollen?
      Sie nickte und erhob sich ebenfalls. Der Wirt blickte zu ihnen, und Flora hob demonstrativ ihren Geldbeutel, und ließ eine Goldmünze auf dem Tisch nieder. Mehr als genug, um all das auf dem Tisch zu bezahlen. Sollte der Wirt ruhig den Rest behalten. Flora hatte ja genug Reserven. Zudem konnte sie ja quasi auf Händlerkasse einkaufen, wenn es drauf an käme.
      "Los, verschwinden wir aus der Hintertür."
      Zunächst unauffällig, aber jeder wusste, wenn Gäste nicht den üblichen Durchgang nahmen, dann lag Ärger in der Luft. Der Händler an der Theka jedoch sah nur neugierig über die Schulter, kümmerte sich dann wieder seiner Sache. Auch die zwei anderen Gäste, und der Musiker ließen sich nicht beirren.
      Der Wirt ließ sie gewähren. Es wäre besser, wenn sie das Gaszhaus verlassen hätten, ehe ein ,öglicher Kampf hier für demolierte Möbel sorgte.
      Hinten war soweit alles ruhig. Dennoch mussten sie erst ihre Pferde holen, sollten sie fliehen müssen. Flora aber hatte nicht vor, zu verschwinden.
      "Wir stellen uns, wenn sie kämpfen wollen. Aber wir werden nicht der Aggressor sein. Sie werden den ersten Schritt machen, und wir verteidigen. Niemand muss sterben, aber teilt ihnen gern unsanft mit, was mit jenen geschieht, der sich uns in den Weg stellen."
      Vielleicht konnte Flora schon eine der Übungsversuche an einem der Elfen ausführen. Sie bereitete sich innerlich bereits darauf vor, Aqua zu benutzen, und zwar so, wie es für den Zauber eigentlich unüblich war. Ihr Schwert blieb vorerst auf dem Rücken befestigt.
      Die Elfen werden sicher erstmal in den Schankraum gehen, und wenn sie sie dort nicht sehen, blieb eben nur der Hinterausgang, oder oben die Zimmer.
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    • Nachdem er einen Teil seiner Vergangenheit erzählt hatte, waren die Reaktionen unterschiedlich. Er hatte schon einige Reaktionen gesehen, aber die von Flora war sogar für den Elf eher neu.
      Den Vergleich den dieser hörte, hatte er so nicht erwartet. Seine Fähigkeit mit so etwas gleichstellen zu wollen, war schon sehr gewagt. Aber wenn sie meinte, das sie es so besser verstand, das sollte sie es so machen. Doch das Flora meinte mit etwas Training könnte er seine Fähigkeit eher noch kontrollieren lernen, schüttelte er den Kopf. Da diese Fähigkeit von zwei verschiedenen Dingen lebt. Zum einen von dem Wasser, welches er aus der Natur nehmen kann und von Verletzungen. Den Teil mit den Verletzungen konnte er schon recht angenehm kontrollieren, doch der Rest der Fähigkeit war für ihn das Problem.
      Doch zum Antworten kam der junge Elf nicht, da Codren mit der Nachricht zurück kam das draußen zwei weitere Elfen warten sollten. Er erhob sich und blickte genau wie Flora aus dem Fenster.
      Nachdem er die beiden sah, nickte er. Klar waren die beiden bei ihr. Ein leichtes seufzen folgte daraufhin und er ging Flora und Codren zwar hinterher, aber erfreut war er nicht wirklich. Sie gingen alle durch den Hinterausgang und als sie draußen waren, kam von Flora noch ein Satz den sie lieber wieder zurück nehmen sollte. Sie wusste nicht wie stark wir Elfen sind. Denn auch wenn sie schon mit einem oder zwei Elfen zu tun hatten, war es dennoch recht wenig Erfahrung mit unserer Art.
      "Wenn ihr kämpft, kann ich nicht mit machen. Nicht bei Elfen... Es gibt nur besondere Elfen gegen die ich auch kämpfen dürfte und dazu gehören die drei sicherlich nicht. Soviel schon einmal dazu. Klar, ich kann n bisschen was machen, aber dennoch," meinte er und stoppte dann.
      Denn da kamen die Elfen schon auf die drei zu. Sofort packte Elf Corin am Kragen und schlug ihm eine ins Gesicht. Corin sah nur auf und wehrte sich nicht. Denn das durfte er auch nicht. Darin bestand der Vertrag mit dem Dorf. Elfen in seinem Dorf durfte er nicht schaden. Es sei denn, sein Leben sei in Gefahr und soweit würde kein Elf gehen das wusste er und darum lies er dies auch mit sich machen.
      "Was wollt ihr denn noch? Ihr könnt mich nicht töten und ich nicht euch... Das das passiert ist ist nun mal so und mehr kann ich doch auch nicht machen.. Das hab ich zu ihr auch schon gesagt... Ihr wisst genau was Tae dazu sagt, wenn ihr so auf mich los geht," meinte Corin noch zu den anderen Elfen.
      Da konnte sich Celeste ein lächeln nicht zurück halten.
      "Hör mal Corin.. Ich hab dir doch schon gesagt, das nur deine Liebschaft dich am Leben hält und dessen bin ich mir auch nur zu gut bewusst, das Tae uns zum Abschuss frei geben würde, wenn wir dich töten und dennoch... Das was du getan hast... Du hast keine Ahnung wie es uns geht und dann dürfen wir uns nicht einmal rächen weil du so eng mit dem König bist... Das kotzt einen an... Ich weiß das du dich wehren darfst wenn du in Lebensgefahr bist, aber wer außer dem König würde dir glauben? Ist nicht Wut auch eine deiner Schwächen? Du musst doch schon kochen vor Wut?"
      Da stoppte sie und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit stach sie Corin mit einem Dolch in die Schulter.
      "Das wäre schon mal ein Anfang... Du darfst dich nicht wehren und wir werden jetzt wieder gehen.. Bye," meinte sie und machte sich mit den anderen dazu zu gehen.
      Nachdem Corin von dem Elf losgelassen wurde legte er seine Hand auf die Wunde. Doch nicht lange, da er angst hatte, seine Fähigkeit bei sich selbst anzuwenden.
      Er sah dann zu Flora und Codren, welche immer noch Reagieren könnten. Ob sie dies taten blieb abzuwarten.
    • Flora

      Corin redete sich mal wieder heraus. Offenbar gab es da wohl eine Art Vertrag, dessen Sinn Flora noch herausfinden wollte, ihr aber keine Idee dazu einfallen ließ. Elfen, die sich lieber misshandeln, als mal etwas direkt zu klären? Drei gegen einen, die davon sprechen, das Corin etwas Schlimmes tat, sie selbst aber nicht besser waren?
      Lächerlich.
      "Und mit diesen Waldelfen hat mein Haus einen Pakt?", knirschte sie zwischen den Zähnen hervor, aber nur leise. Sie hatte vor, der Dame dort eine zu verpassen. Corin gehörte zu ihren Freunden, und war eine wichtige Begleitung. Weshalb sollte sie zusehen, wenn er verletzt wurde, sich selbst dabei wegen irgendwelcher Absprachen daran hinderte, sich zu verteidigen? Nur wenn sein Leben in gefahr war, ansonsten kommt und schlagt zu? Nicheinmal eine Waffe einfach nur abwehren? Zeit für eine Strafe.
      Zeit, der Elfendame mal auf die Finger zu klopfen.
      "DIRACTO", kam es von Flora, die ihre Waffe nicht im Anschlag hielt, aber trotzdem mit ihrem Körper ein paar Meter mit hoher Geschwindigkeit überbrückte, und seitlich mit der Schulter die Elfenfrau von hinten umrammte. "VELORIS"
      Ihre Geschwindigkeit stieg stark an, nur für einen Moment, aber sie packte die Elfenfrau schon wieder, als sie gerade erst zu Boden krachte, und zog sie mit beiden Händen, die fest ihren Kragen packten, ein Stück näher an ihr Gesicht.
      "Hass, Zorn und Trauer, können in einem Topf eine verflucht bittere Suppe brodeln lassen. Und wer dann auch noch fleissig Salz hinzufügt, muss auch damit rechnen, diese Suppe am Ende selbst auslöffeln zu müssen. Aber... manchmal hilft ein Blick in ein Kochbuch, um einen vernebelten Geist zu klären. Ihr nennt euch Waldelfen? Ich sehe hier nur drei Wüstenratten von Vultjag. Er würde sich freuen, euch als Söhne und Töchter in seinen Reihen zu wissen. Schließlich hacken die auch gern auf anderen Leuten herum, und stechen ihnen ins Fleich!"
      Flora ließ die Elfe los, und richtete sich auf. Die beiden anderen wollten schon handgreiflich werden, aber Flora hob beschwichtigend die Hände, blickte aber ernst zu der Frau hinab, die sich auch langsam wieder daran machte, vom Boden aufzustehen. Flora hielt ihr sogar die Hand hin, und half ihr hoch.
      "Ihr verurteilt einen Mann, der unkontrolliert handelte. Dabei überseht ihr den Hass in euch, der offenbar ebenfalls außer Kontrolle geraten ist. Ich frage mich, ob ihr ach so edlen Elfen, euren Zorn bändigen könnt. Wenn ihr es geschafft habt, dann kommt zum Kernland, und schließt euch der Waldelfenarmee an. Wenn nicht, bleibt im Wald. Umkraut hat auf einem Feld der blühenden Freiheit nicht zu suchen!"
      Flora wusste selbst nicht so recht, was sie da eigentlich laberte. Blühende Freiheit ... ja, die Freiheit, mal eben dafür aufgeschlitzt zu werden, oder jemand anderen vorher aufzuschlitzen. Sie ging an den Elfen vorbei, machte ein Zeichen, das Corin und Codren ihr folgen sollten. Über die Schulter warf sie den Elfen noch eine Warnung zu. "Sprecht es schnell herum, in euren Kreisen. Ein jeder von euch, der Corin angreift, um sich zu rächen, wird danach von mir - Flora Goldfield - angegriffen. Selbst wenn ich denjenigen durch alle Wälder Taranokes jagen muss!"
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    • Von Flora's Attacke völlig überrumpelt, kamen die Elfen nicht einmal dazu, ihre Waffen zu ziehen, bevor alles auch schon wieder vorbei war. Codren, die eigentlich selbst nur zu gern mitgemacht hätte, hatte ihren Schild bereits gezogen und stand in Kampfhaltung bereit, rührte sich dann aber nicht vom Fleck, als Flora ihren ersten Zauberspruch rief. Sie wusste die Gefahren der Magie einzuschätzen und eine davon war ganz sicher, dass sich Zaubersprüche nur zu einem gewissen Grad kontrollieren ließen - nichts also, wo Codren dazwischen geraten wollte. Als die beiden Frauen sich allerdings trennten, trat sie dazu, um den beiden Männern klar zu machen, dass sie auf der Seite ihrer Freundin stehen würde. Aber diese taten nichts bedrohliches. Stattdessen starrten sie Flora lediglich fassungslos und entsetzt an, während die Frau sich darum bemühte, ihre Würde wieder zu erlangen. Es gelang ihr nicht. Der größere der Männer hatte seine Hand um den Knauf seines Schwertes verkrampft, aber der andere hielt ihn zurück. Es war nicht schwierig deren Gedanken zu erraten: Ein Mensch, der Magie beherrschte. Sie fragten sich sicherlich, ob Flora's Künste sich auf die Grundlagen beschränkten, oder ob es weitaus höher als das ging, aber riskieren wollte es wohl keiner der beiden. Nicht mit Corin in der Nähe, der eine Gefahr für sich darstellte.
      Als die Gruppen sich kurz darauf trennten und den Platz verließen, steckte Codren zwar ihr Schild weg, nicht aber das Schwert.
      "Das war nicht klug", brummte sie, als die drei sich zu den Pferden aufmachten. "Die werden uns sicher nicht so einfach damit davonkommen lassen."
      Aber das wusste Flora. Das wusste sie ganz sicher.

      Da das Gasthaus sich somit als zu riskant herausstellte, verzichteten sie auf ihre Zimmer und führten ihre Reise fort, durch ein Meer von Bäumen und Unterholz, das ihnen den Weg vorgab. Als die Nacht hereinbrach übernachteten sie in einem alten Bau, in dem vielleicht mal ein Bär seinen Winterschlaf abgehalten hatte, und zogen erst am späten Vormittag weiter, nachdem ein nahes Wolfsgeheul sie zur Vorsicht gezwungen hatte. Es dauerte keinen ganzen Tag, bis sie einem Elfendorf aus dem Weg gehen mussten, zum Wohle von Corin, wie einstimmig entschlossen wurde. Dafür hatte Codren seit dem Moment, an dem sie das hohe Tor mit den Ranken in der Ferne gesehen hatten, das Gefühl, beobachtet zu werden. Das Gefühl hielt an, als es dunkel wurde und begleitete sie bis zu einem Punkt, an dem der Wald sich wieder etwas lichtete und sie an einem Händler vorbeikamen, der dort seinen Stand aufgebaut hatte und alltägliche Waren verkaufte. Zwei Tage waren sie noch vom Hof entfernt.
    • Flora

      Die Aktion gegen die drei Elfen lag nun schon gut einen Tag zurück, und Corin selbst hatte sich noch nicht groß zu Floras Handels geäußert. Vermutlich versuchte er herauszufinden, was Flora vor hatte. Ein Mensch, der sich mehr für einen Elfen einsetzte, als einer von der gleichen Art? Man konnte meinen, das sie sich wie ein goldener Schild verhielt, der versuchte, jeden Feind mit den Strahlen der Sonne zu blenden. Doch wirkte er auch bei Dunkelheit? Mit Magie, könnte er sogar des Nachts erleuchten, und finstere Gestallten vertreiben.
      Den Weg erleuchten, oder ein Signal setzen, um jemanden selbst den Weg zu weisen.
      Flora hatte auf der Reise auch nicht viel gesprochen. Nur die üblichen Dinge, die bei Lagerungen und Übernaxhtungen anfielen.
      Es war bereits wieder früher Abend, und von möglichen Verfolgern fehlte bislang jedes Anzeichen. Vielleicht hatten sie ja Floras Worte beherzigt, und sind einfach nur abgezogen.
      Allerdings bestand immer eine Chance, das die Waldelfen sich in ihrer Ehre beschmutzt fühlten, und diese gern wieder säubern würden. Würden sie Flora auch mit einer Klinge stechen?

      Nach einer Weile erreichten sie einen übersichtlicheren Waldbereich, der trotz anfänglicher Dunkelheit noch gut zu erkennen war. Fakeln und Öllampen erleuchteten den Stand von innen, boten aber auch Licht für Gäste. Der Händler der hier Waren anbot, schien länger hier gewesen zu sein. Eine Lagerstätte gleich hinter dem Stand, dazu ein großer Wagen, und zwei kräftige bullen, die diesen zogen, grasen ebenfalls etwas Abseits, waren mit langen Seilen an einen Baum gebunden, damit sie nicht flüchteten. Der Wald war ohnehin kein Ort für sie, und beim Händler bekamen sie alles, was sie brauchten. Aber dennoch gab es wilde Tiere, die auch mal einen großen Bullen scheuchen könnten. Und sei es nur vor Schreck.
      Die Gruppe entschloss sich, die nacht hier zu verbringen.
      Zunächst ließen sie erstmal die Pferde grasen, nahmen Sattel und Zaumzeug ab, und richteten so ihre Schlafplätze damit her. Sie deponierten das Zeug beim Lagerfeuerplatz, wo auch der Händler schlief.
      Corin sollte sich um das Feuer kümmern und etwas jagen. Flora begab sich mit Codren erstmal zum Händler, um zu schauen, mit wem sie es zu tun hatten.
      Dem Siegel nach, war es ein Händler der Handelsnation. Sehr gut. Dann kannte er Tamas ohnehin, und Flora besaß Brief und Siegel, einen Vertrag, der ihr unbegrenzen Kredit erlaubte. Sie würde später ein wenig Geld abzwacken, und bei allen drei die Beutel füllen.
      Der Stand war ein Aufklappzelt, mit einem Tisch, der Händler und Kunde trennte, so wie bei einem Marktstand. Er war noch geöffnet, als konnten sie hier erstmal auch gleich schauen, was der Händler anbot. Vielleicht was gutes zu trinken.
      Oder doch nicht? Der Händler saß auf einem Schemel und hatte einen Arm auf dem Knie getützt, und in der Hand widerum den Kopf. Müde sah er auf, als er die beiden Frauen erblickte.
      "Seid gegrüßt, werter Händler. Wir sind Reisende, und würden uns freuen, heute hier zu Gast sein zu dürfen."
      Das Lager war schon vorher aufgeschlagen, aber notfalls könnte man ja noch ein paar Meter weiter umsetzen.
      "Sagt, habt ihr etwas um unsere Kehlen zu befeuchtetn?"
      Der Händler seufzte und erhob sich. "Ich grüße euch euch, werte Wandersleute. Hachhh, ja, ich hätte da etwas, aber... ich würde euch lieber einen Tee aus Waldkräutern anbieten, als das Gesöff dort."
      Er zeigte auf ein Fass. Floras Augen weiteten sich. Beim Gasthaus wollte sie noch nach dem Siegel schauen, aber wegen der Elfen kam sie nicht mehr dazu.
      "So? Und was ist in dem Fass?", fragte sie neugierig, glaubte es aber schon zu wissen.
      Der Händler rümpfte den Schnauzbart. "Wein. Ist vorgestern erst geliefert worden, und die Qualität schein auf dem Weg hierher verloren gegangen zu sein. Er schmeckt wiederlich. Als wäre da etwas drinnen, was ich nicht leiden könnte."
      "Gebt mir einen Schluck. Vielleicht kann ich euer Problem lösen."
      Der Händler folgte der Bitte, und gab Flora einen Becher voll davon, stellte auch einen für Codren hin. Flora roch zunächst, und nippte dann daran. Wie eine Könnerin, ließ sie den Wein auf der Zunge tanzen, spuckte kurz darauf aus, und verzog das Gesicht.
      "Hmmm, Darabeeren. Vor kurzem erst haben wir ein Gasthaus aufgesucht, wo der Wein ähnlich schmeckte. Er ist gestreckt, und zwaer so sehr, das kaum noch richtiger Wein darunter ist, dessen Alkoholgehalt den Saft länger konservieren könnte. Dein Fass jedoch scheint bereits zu schimmeln. Du solltest ihn einfach in den Wald kippen. Der ist nichts mehr wert."
      Flora erkannte das Siegel auf dem Fass. Und das ließ sie innerlich erschaudern. Es stammt von einem Mann namens Tobyn Fane. Auf seiner Grafschaft baute er Obst an, darunter aber auch Beerenobst, wie die Darabeere. Zudem hatte er einen Weinstock, und verkaufte auch Wein. Selbst ihr Vater, der ein alter bekannter, wenn nicht gar auch ein alter Freund von Tobyn Fane war, hatte oft guten Wein von ihm erhalten. Flora hatte ihn gern getrunken. Fruchtig, lieblich süß. Aber das, was hier im Becher schwamm, war gnadenlos verdorben. Nicht einmal ein Viertel der Qualität war geblieben. Der Graf verkaufte diese gestreckten Fässer an die freien Händler, und belieferte so nicht nur Brerandts Gasthöfe, und vermutlich auch Brerandt selbst, sondern ein Großteil der Ware ging auch immer nach Lyxaxu. Bisher wurde er dadurch teuer verkauft, gewinnbringend. Und mit der Methode, die der Graf inzwischen anwendete, schien sein Gewinn dabei der Höchste zu sein. Er zog den Leuten bei gleichem Preis förmlich das Geld aus der Tasche, ohne das sie es merkten. Aber, wie lange würde das gut gehen? Und wie lange machte er das schon? Er musste immer wieder gute Fässer darunter gemischt haben, damit die Händler sich gegenseitig mit ihren Aussagen, ausspielten. Wieso wäre der Wein schlecht? Er schmeckt hervorragend. Selbst Orin und Tain genießen ihh gelegentlich - vermutlich auch nur die guten Fässer - direkt geliefert, damit auch nichts schief ging. Und außerhalb der Städte, irgendwo in den Tavernen, wo sich weder Orin noch Tain blicken lassen würden, gab es immer wieder eine, die nur Rotz und Dreck anbieten konnte. Schlechte Kunde widerum wurde mit guter Kunde der anderen Gasthöfe ausgeglichen. Womöglich erhielt Fane sogar Briefe, und schrieb mit angeblichen Rufmord zurück, und forderte Schadensersatz und Unterlassung. Dann betrog er sie gleich noch mal.
      Der Händler schien nicht glücjklich über die Information zu sein. Aber zum Glück war er kein Weinhändler. Er hatte anderes zu bieten.
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    • Der Händler, bei dem sie den Wein kosteten, machte sich nicht einmal die Mühe, etwas für die paar Schluck Wein zu verlangen, die sie ihm gerade weg getrunken hatten. Stattdessen setzte er sich wieder auf seinen kleinen Schemel und sah müde aus - oder vielleicht ein bisschen betrunken?
      "Warum habt Ihr den Stand hier draußen aufgebaut?"
      "Warum nicht?"
      Er verzog die Miene.
      "Wenn ich den Bergpass überquere, muss ich fürchten aufgespießt zu werden. Und wenn ich zur Küste gehe, muss ich damit rechnen, dass mir bei den ganzen Einbüßungen die Handelslizenz entzogen wird. Hier im Wald muss ich mir nur darum Gedanken machen, dass mich keine Wölfe auffressen. Das ist mir bei weitem lieber."
      "Wieso geht Ihr dann nicht gleich in eines der Elfendörfer?"
      Der Händler schnaubte und bettete sein Kinn in seine Handfläche, womit er die gleiche Position einnahm, wie am Anfang.
      "Dort ist die Hölle los, seitdem der König zurück ist."
      Die drei tauschten einen bedeutungsvollen Blick aus.
      "Wo ist der König, wenn ich fragen darf?"
      Der Kopf des Händlers nickte in die Richtung, in die sie unterwegs waren.
      "In dem Walddorf Yfenore. Die stehen dort alle Kopf."
      "Danke."
      Die drei gingen, ohne einen weiteren Blick auf die Waren zu werfen. Sie zahlten auch nicht für den Wein und der Händler ließ im Gegenzug die benutzten Kelche dort stehen.

      In stummer Einvernehmlichkeit folgten sie dem Weg und den darauffolgenden Schildern nach Yfenore. Da es sowieso auf dem Weg nachhause zu liegen schien, gab es keine Unstimmigkeiten darüber, dass sie dem König, oder zumindest den Elfen, noch einen kleinen Besuch abstatten sollten, auch wenn Codren sich dagegen am liebsten gewehrt hätte. Sie erinnerte sich an die schlanke Gestalt, die vor einigen Wochen versucht hatte Flora umzubringen, und dieses Bild von dem König Tae würde sie wahrscheinlich nicht mehr los werden. Auf der anderen Seite wusste sie, dass es wahrscheinlich essentiell für ihre Reise war, auch etwas von der elfischen Seite dieses Krieges zu erfahren, bevor das Land im Chaos versinken würde. Bis auf Corin waren sie bisher herzlich wenigen Elfen begegnet, die ihnen bei dieser Unternehmung eine Hilfe gewesen wären. Nun, womöglich würde sich das jetzt ändern.

      Yfenore erreichten sie nach einer kleinen Senke, die sie vorbei an einem trockengelegten Bach führte, der sich weiter ausbreitete und unter hohen Holzpfählen verschwand, hinter denen sich das Dorf verbarg. Von weitem erschien es ruhig, aber als sie näher kamen, erhöhte sich auch das Stimmengewirr, das hinter den Pfählen hervordrang. Die Wachen ließen sie problemlos passieren, schließlich gab es unter den Elfen noch keinen Beschluss Menschen auszusperren. Dafür konnten sie drinnen aber auch erkennen, was für ein Chaos herrschte.

      Das Dorf selbst war schlicht gehalten, kleine Häuser, genauso kleine Ställe, in denen die Pferde meist mehr Platz hatten, als ein Mensch in Walces. Zu beiden Seiten des Eingangs gab es kleine Felder, die aber leer waren. Sämtliche Elfen befanden sich bei dem größten Gebäude, das das Dorf zu bieten hatte.
      Als die drei näher kamen bekamen sie mehr mit, Rufe, Anträge, manch einer wollte wohl persönlich mit dem König sprechen, ein anderer nur die Menge überzeugen, dass dieser König nicht der richtige sei und die wahre Königin noch immer am Leben war. Sie umgingen die Elfen so gut es ging und drängten sich nach vorne durch, um dann zu erkennen, dass das Gebäude bewacht und abgeschlossen war, man ließ niemanden rein. Um sie herum schwillte der Lärm in unregelmäßigen Wellen ab und nahm wieder zu.
      "Wie kommen wir da rein?"
    • Die Zeit verging wie immer etwas schneller als manch einer dachte und Corin konnte noch ein paar Gesprächsfetzen von dem Händler und Flora aufschnappen.
      Denn so wie es schien war Tae wieder zurück und da wurde er hellhörig. So wie es schien, hatten sich immer noch nicht viele Elfen daran gewöhnt das Tae jetzt der neue König war. Doch so war das bis jetzt immer gewesen. Immer wenn es einen neuen König oder Königin gab, gab es für längere Zeit einen Aufstand. Dazu stand jetzt auch noch ein Krieg vor dem Haus und das machte die Sache vermutlich nicht gerade besser oder einfacher. Jedoch werden viele Elfen auch wissen, das Tae ein hervorragender Kämpfer ist und für den Krieg gut gewappnet war. Aber wer weiß was die Elfen noch alles auf geschnappt hatten. Denn immerhin gab es immer etwas was man bemängeln könnte, wenn man es denn unbedingt wollte.
      Er sah zu Flora und zu Codren. So wie es schien wollten beide, wenn auch eher mehr Flora dort vorbei sehen. Mit langsamen schritten, ging er den beiden hinterher. Er wusste das das Dorf nicht gerade weit entfernt war und er war mehr oder weniger gespannt was dort los war.

      Als man an einer kleinen Senke vorbei kam, welcher an einem trockengelegten Bach vorbeiführte. Da wusste Corin das sie so gut wie da waren.
      Lange musste man auch nicht mehr warten, da hörte man schon viele verschiedene Stimmen aus dem Dorf.
      Als er das vernahm konnte Corin nur den Kopf schütteln. Warum machten die immer solch einen Aufstand? Er konnte es einfach nicht verstehen und würde es vermutlich auch nie.
      Flora und Codren schlängelten sich durch die Masse an Elfen. Zwar folgte Corin ihnen, hatte aber einen leichten Abstand. Doch nur weil er so leichter an der Masse der Elfen vorbei kam. Als alle dann durch waren, standen sie vor verschlossenen Türen.
      Als er dann von Codren jene Fragen hörte, sah er sie verwirrt an. Hatte sie die letzten Gespräche mit der Elfin geschlafen oder warum stellte sie solch eine Frage?
      Mit einem einfachen zucken seiner Schultern, ging Corin zu der Wache.
      Hey! Ich will zu Tae..“
      Er sprach recht ruppig mit der Wache, welche ihn sofort ansah.
      Was hast du für einen Grund, das ich dich durchlassen darf? Wenn nicht, dann verschwinde,“kam es von der Wache und Corin konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
      Tae, würde dich kaltblütig killen, wenn du mich nicht durch lässt. Corin Finges,“
      Da stoppte er kurz und sah zu Boden.
      Der feste Freund von Tae und ist das Grund genug für sie uns rein zulassen,“ fragte Corin ihn und sah die Wache finster an.
      Sofort entschuldigte sich diese bei Corin und lies die Drei passieren.
      Mit einem schmunzeln auf seinen Lippen ging Corin voraus und sofort in die Richtung in welcher er Tae vermutete. Als er dort ankam, sah er einen seufzenden Tae, welcher mit seinem Kopf in seinen Armen versank.
      Tae? Was denn los? So schlimm... Kann ich dir irgendwie helfen,“ kam es von Corin ohne groß zu überlegen.
      Sofort sah der König auf und schüttelte den Kopf. Jedoch konnte man sehen, das dieser froh war, das Corin da war.
      Hallo Corin, ich freue mich das du da bist und wie ich sehe, immer noch in Begleitung der beiden Damen. Ich hoffe immer noch das du nur für Informationen bei ihnen mit läufst, aber egal... Was führt euch drei hier her? Bestimmt nicht nur, um mal kurz, hallo zu sagen,“ meinte er und stand schon mal auf.
      Anschließend ging er zu den Dreien und blieb vor ihnen stehen.
      Nun war er gespannt was von vor allem den beiden Damen der Gruppe kam. Das Corin vorbei kam um ihn zu sehen, war für Tae natürlich verständlich, aber bei Flora und ihrer Dienerin konnte er das nicht glauben.