Der letzte, verbliebene Kopfgeldjäger stemmte sich, ein ganzes Stück von Flora entfernt, benommen nach oben. Der Stoß hatte ihn doch tatsächlich kurzzeitig außer Gefecht gesetzt, was ihn viel mehr ärgerte, als der Blick auf seine toten Kameraden. Aber zumindest war er selbst noch so bei Sinnen, dass er das ferne Hufgeklapper hörte, das aus den Tiefen des Waldes zu ihnen durchdrang und sich schnell näherte.
Sein Blick schoss zu Flora hinab, die mit ihrem Bein deutlich länger zu kämpfen hatte und ihm bereits mörderische Blicke zuwarf, dann sah er zu Codren hinüber, die bereits auf die Knie gesunken war und ihn gar nicht mehr beachtete. Der Elf war spurlos verschwunden. Er könnte Flora noch erwischen, sie lag nur zwei Schwertlängen von ihm entfemt‚ ein Sprung, ein gezielter Schlag und das Licht würde aus ihren Augen erlischen. Aber dann musste er noch ihren Kopf abtrennen, denn ohne dem würde er kein Gold bekommen, und es war doch stark zu bezweifeln, dass sich die nahende Reiterguppe ihm anschließen würde. Nein, beschloss er kurzerhand, das Vergnügen würde er an einem anderen Tag erleben. Und dann würde er sich gebührend für seine gefallenen Mitstreiter rächen.
Also spurtete er an Flora vorbei, stopfte sich das Schwert hastig unter den Gürtel und schwang sich auf das nächstbeste Pferd, das er finden konnte. Ein Blick noch zurück zu den beiden Frauen, eine unausgesprochene Prophezeiung, die sie bis zum letzten Tag verfolgen sollte, dann gab er dem Tier die Sporen und galloppierte auf das freie Feld hinaus. Wenige Sekunden dauerte es nur, dann tauchte auf dem Weg zwischen den Bäumen die Reiter auf, die sich ihnen im hohen Gallopp näherten.
Man konnte auf den ersten Blick schon erkennen dass es sich um Soldaten handelte. Die vordersten beiden, ein Mann in voller Montur und daneben ein Elf, der wegen seinen Ohren eine etwas speziellere Art von Helm tragen musste‚ preschten bereits voran, über die Leichen hinweg, die verstreut auf dem Weg lagen, begleitet von dem schallenden Ruf des Elfen: "Da vorne!" Sie machten nicht Halt und steigerten sogar die Geschwindigkeit, als sie den Flüchtenden auf dem offenen Feld entdeckten. Der eine Soldat zog unter dem Reiten einen Jagdbogen aus der Satteltasche.
Ihre Begleitung, drei weitere Soldaten, die lediglich leichte Rüstung trugen, wurden allerdings langsamer und die erste sprang schon bei Flora hinab, eine Frau mit blonden Haaren und ebenmäßigem Gesicht.
"Geht es dir gut?", fragte sie, unnötigerweise, doch mit einem mütterlichen Klang in der Stimme. "Bleib liegen, ich helfe dir."
Die anderen beiden, eine Frau und ein Mann, stiegen, ein Stück weiter weg, selbst ab und die Frau eilte zu Codren, die schwankte. Ein entsetztes Luftschnappen, gefolgt von dem widerlichen Geräusch, mit dem man sich übergab, war daraufhin das einzige Geräusch und lockte den Mann herbei, der wohl mehr Nerven mit Anblicken dieser Art hatte. Codren selbst bekam davon nur am Rande mit. Sie hatte schon vor ewigen Minuten ihren Schmerz herausschreien wollen, aber dazu hatte sie jetzt keine Kraft mehr. Vor ihren Augen tanzten sich verdichtende, schwarze Flecken umher, während ihr Leben mit jedem Tropfen Blut herausfloss.
"Auf den Rücken mit ihr", bellte der Mann in Befehlston, obwohl von der Frau keine Hilfe zu erwarten war. Deren flüssiges Mittagessen verdünnte sich schon mit der Blutpfütze, in der Codren schon seit geraumer Zeit saß und sich jetzt von selbst zur Seite fallen ließ. Die Flecken vor ihren Augen zogen sie in ihre Dunkelheit hinein.
"Hey! Aufwachen!" Eine gezielte Ohrfeige und ihre Augenlider flatterten nach oben. Sie wollte was sagen, etwas sinnvolles, aber heraus kam nur ein schmerzerfülltes Stöhnen, das nicht ansatzweise seinen Zweck erfüllte. Die Gestalten vor ihren Augen zogen sich wieder allmählich zu einer schwarzen Masse zusammen. Sie war schon bleich im Gesicht.
"Herrgott", murmelte der Soldat und zückte sein Messer, mit dem er ihr einen Streifen ihres Hemdes abschnitt.
"Hol Rhyge zurück, Kana! Er soll sie mit irgendeinem Zauberspruch heilen!"
Die angesprochene, die wohl Kana hieß, erhob sich mit bebenden Knien und fuhr sich mit dem Handrücken über die feuchten Lippen, ehe sie zu ihrem Pferd stolperte.
"Beeil dich!", bellte er und schnürte mit dem Streifen Stoff Codren's Arm ab. Eine Ohrfeige folgte und Codren öffnete die Augen wieder halb. Eine zweite und sie fing erneut das Stöhnen an.
Sein Blick schoss zu Flora hinab, die mit ihrem Bein deutlich länger zu kämpfen hatte und ihm bereits mörderische Blicke zuwarf, dann sah er zu Codren hinüber, die bereits auf die Knie gesunken war und ihn gar nicht mehr beachtete. Der Elf war spurlos verschwunden. Er könnte Flora noch erwischen, sie lag nur zwei Schwertlängen von ihm entfemt‚ ein Sprung, ein gezielter Schlag und das Licht würde aus ihren Augen erlischen. Aber dann musste er noch ihren Kopf abtrennen, denn ohne dem würde er kein Gold bekommen, und es war doch stark zu bezweifeln, dass sich die nahende Reiterguppe ihm anschließen würde. Nein, beschloss er kurzerhand, das Vergnügen würde er an einem anderen Tag erleben. Und dann würde er sich gebührend für seine gefallenen Mitstreiter rächen.
Also spurtete er an Flora vorbei, stopfte sich das Schwert hastig unter den Gürtel und schwang sich auf das nächstbeste Pferd, das er finden konnte. Ein Blick noch zurück zu den beiden Frauen, eine unausgesprochene Prophezeiung, die sie bis zum letzten Tag verfolgen sollte, dann gab er dem Tier die Sporen und galloppierte auf das freie Feld hinaus. Wenige Sekunden dauerte es nur, dann tauchte auf dem Weg zwischen den Bäumen die Reiter auf, die sich ihnen im hohen Gallopp näherten.
Man konnte auf den ersten Blick schon erkennen dass es sich um Soldaten handelte. Die vordersten beiden, ein Mann in voller Montur und daneben ein Elf, der wegen seinen Ohren eine etwas speziellere Art von Helm tragen musste‚ preschten bereits voran, über die Leichen hinweg, die verstreut auf dem Weg lagen, begleitet von dem schallenden Ruf des Elfen: "Da vorne!" Sie machten nicht Halt und steigerten sogar die Geschwindigkeit, als sie den Flüchtenden auf dem offenen Feld entdeckten. Der eine Soldat zog unter dem Reiten einen Jagdbogen aus der Satteltasche.
Ihre Begleitung, drei weitere Soldaten, die lediglich leichte Rüstung trugen, wurden allerdings langsamer und die erste sprang schon bei Flora hinab, eine Frau mit blonden Haaren und ebenmäßigem Gesicht.
"Geht es dir gut?", fragte sie, unnötigerweise, doch mit einem mütterlichen Klang in der Stimme. "Bleib liegen, ich helfe dir."
Die anderen beiden, eine Frau und ein Mann, stiegen, ein Stück weiter weg, selbst ab und die Frau eilte zu Codren, die schwankte. Ein entsetztes Luftschnappen, gefolgt von dem widerlichen Geräusch, mit dem man sich übergab, war daraufhin das einzige Geräusch und lockte den Mann herbei, der wohl mehr Nerven mit Anblicken dieser Art hatte. Codren selbst bekam davon nur am Rande mit. Sie hatte schon vor ewigen Minuten ihren Schmerz herausschreien wollen, aber dazu hatte sie jetzt keine Kraft mehr. Vor ihren Augen tanzten sich verdichtende, schwarze Flecken umher, während ihr Leben mit jedem Tropfen Blut herausfloss.
"Auf den Rücken mit ihr", bellte der Mann in Befehlston, obwohl von der Frau keine Hilfe zu erwarten war. Deren flüssiges Mittagessen verdünnte sich schon mit der Blutpfütze, in der Codren schon seit geraumer Zeit saß und sich jetzt von selbst zur Seite fallen ließ. Die Flecken vor ihren Augen zogen sie in ihre Dunkelheit hinein.
"Hey! Aufwachen!" Eine gezielte Ohrfeige und ihre Augenlider flatterten nach oben. Sie wollte was sagen, etwas sinnvolles, aber heraus kam nur ein schmerzerfülltes Stöhnen, das nicht ansatzweise seinen Zweck erfüllte. Die Gestalten vor ihren Augen zogen sich wieder allmählich zu einer schwarzen Masse zusammen. Sie war schon bleich im Gesicht.
"Herrgott", murmelte der Soldat und zückte sein Messer, mit dem er ihr einen Streifen ihres Hemdes abschnitt.
"Hol Rhyge zurück, Kana! Er soll sie mit irgendeinem Zauberspruch heilen!"
Die angesprochene, die wohl Kana hieß, erhob sich mit bebenden Knien und fuhr sich mit dem Handrücken über die feuchten Lippen, ehe sie zu ihrem Pferd stolperte.
"Beeil dich!", bellte er und schnürte mit dem Streifen Stoff Codren's Arm ab. Eine Ohrfeige folgte und Codren öffnete die Augen wieder halb. Eine zweite und sie fing erneut das Stöhnen an.

