[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Es klang fast schon so, als hätte sie nichts dagegen, wenn sie weitere Wochen aufeinander hocken musste. Sie klang eher zufrieden und auch wenn sie abgelenkt war von ihren Schmerzen deutete er ein kurzes Lächeln in ihrem gesicht, als positiv. Für eine Weile sah er sie nur an und überlegte stumm. Sie wären zu zweit stärker und sicherer, gleichzeitig wären sie auch ausgeliefert und keiner würde den anderen schützen, wenn sie mit einem Mal beide getötet wurden.
      Victor rieb sich die Stirn und seufzte genervt, bevor er den Blick wieder nach draußen aus dem Fenster wandte.
      "Wir haben ihn gestört. Seine letzten zwei...gehen wir davon aus sie gehören ihm, oder hat er es dir gestanden?", Victor drehte sich wieder um und fing an in der Küche langsam auf und ab zu laufen. Sein Gehirn hatte wieder eine Spur und Aktivität, er brauchte diesen Freilauf, brauchte nun die Anspannung, um sich abzulenken. Wenn er der Mörder der letzten zwei Opfer war, dann war er am Ende gezielt hinter den beiden her und sie haben ihren Plan durchbrochen.
      "Wir können Pech haben... Er wird aus seiner Routine ausbrechen, weil wir seinen Plan durchkreuzt haben.", fing an Victor laut nachzudenken. Es machte Sinn, wenn sie auf alles gemeinsam gefasst waren.
      "Mhh...", er brach den Gedanken ab und wandte sich an Naira zurück, die ihr Bein auf den Tisch gelegt hatte und sich ausruhte von den paar Schritten, die sie der Verletzung aufgezwungen hatte.
      "Ob bei mir oder bei dir...Wenn er wusste, wo er uns im Schneesturm findet...und deine Wohnung hat...An mein Haus zu kommen ist wohl eine leichte Aufgabe für ihn. Er muss seine Quellen haben und das werden wohl keine einfachen Wanzen sein...Die Entscheidung überlasse ich dir. Treppen hast du hier und auch in meinem Haus, wenn du nach einem gemütlicherem Schlafplatz suchst."
      Victor zuckte daraufhin mit den Schultern, ihm kam es vorerst nicht so vor, als würde sich etwas intimes zwischen ihnen anbahnen.
    • Naira O‘Connor

      Erinnerungen blitzten bei Naira auf und sie gab sich dem einfach hin. Schon wieder saß sie da und sah den Mann, der alles in ihr kochen ließ. Er mit seinem Glas Whiskey in der Hand und dem dreckigen siegessicheren Lächeln auf den Lippen. Sie wollte nicht wieder dort hin zurück, aber wie sonst konnte sie Antworten auf alle Fragen ihres Partners finden?
      "Naira...Ich habe meine Hausaufgaben gemacht. Auch was Victor angeht. Ich weiß woher er ist und warum er hier ist. Du hast dir nicht die Mühe gemacht in seinen Akten zu stöbern? Er ist definitiv niemand der eine Beziehung eingehen wird. Nicht mit dir."
      Sie seufzte wieder,ließ die Erinnerungen aber zu und wartete auf etwas anderes. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten und am liebsten würde sie den Kerl weich prügeln. Doch leider war es nur eine Erinnerung.
      “Was glauben sie was die letzten zwei Opfer gemacht haben? ... Natürlich neben sich selbst einscheißen.“
      Als sie ihre Augen wieder öffnete zitterten ihre Hände, während die Wunde schmerzte. Ihr Herz nahm ein erstaunliches Tempo ein, auch wenn sie es nach außen hin eher verdeckt hielt. „Es war nicht geplant..“, sagte Naira und starrte ihr Bein an,während sie sich sammelte. „Es war nur ein Zufall.. ein dünner Zufall..und er hat mehr als nur zwei Opfer auf dem Gewissen.. das hatte er mir zugegeben..er sagte mir nur nicht, wer es war..“. Während Naira sich wirklich versuchte zu beruhigen tauchte das Gesicht des Mannes wieder vor ihr auf. Ihre Wut stieg, aber sie beherrschte sich noch. Ihr Hass war groß. „Er hat unsere Akten gelesen gehabt.. meine jedenfalls, denn es stimmte alles und er sagte er hat auch deine gelesen..“. Sie machte eine kurze Pause und seufzte wieder,ehe sie hoch zu Victor sah. „Ich denke, dass es egal ist, wo wir sein werden.. es ist nur wichtig,vorbereitet zu sein.. und er wird mir diese Zeit geben, mich zu erholen.. es machte ihn schon regelrecht an, dass ich mich wehrte..“.
      Während ihre rechte Hand ihr Bein ein wenig massierte überlegte sie aber schon weiter: „wir können uns abwechseln.. paar Tage hier und paar Tage da.. ich muss so oder so Treppen steigen und von daher macht es nicht aus, wo wir die Zeit verbringen..“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Victor konnte ihren kurzen Wandel der Emotionen nur von außen mitbekommen und selbst der Anblick, ließ ihn besorgt dreinblicken. Er war nicht derjenige, der unverletzt hier rumstehen durfte. Psychische Verletzungen waren zwar sein Steckenpferd geworden, jedoch gab er sich immer noch die Schuld daran, dass Naira das Laufen noch einmal lernen muss.
      Erschöpft und kraftlos gegenüber dem Gedanken ausgeliefert zu sein und das egal an welchem Ort, fuhr er sich durch die roten Haare, die er seit den Wochen weder geschnitten noch wirklich zu recht gelegt hatte. Er überlegte sogar bald ein Haargummi zu kaufen; auch wenn es definitiv nichts helfen würde, weil sie auch dafür noch zu kurz waren.
      Er hätte sich am liebsten entschuldigt, doch er ließ den Mund geschlossen, verstummte bei ihren Worten, die sie nach einem moment dann von sich gab. Und diese Worte trugen eine tonnenschwere Bedeutung mit sich. Victor sah sie genau an, versuchte jede kleine Emotion in ihr zu lesen, als sie sagte, dass der Mörder ihre Akten gelesen hatte. Ihre und seine. Dass er mehr als zwei Opfer gekostet hatte und auf jeden Fall hinter ihr her sein würde. Das sah nicht gut aus und für die Sekunde wusste Victor auch nicht wie er zu reagieren hatte. Es war viel, was sie aufzuarbeiten hatten und sie waren nicht im Stande dazu. Trotzdem schnaufte Victor nach einer Pause und schüttelte den Kopf. Sein folgendes Grinsen mochte aber mehr aus Verzweiflung kommen, "Dann...ist das ja gut, das wir sehr viel Zeit haben Akten und Hinweise noch einmal durchzugehen und vielleicht sogar nationalweit zu gehen, wenn nicht so breiter...Das klingt nach einem Haufen an Arbeit..."
      Die kurze Zusammenfassung und der lächerliche Versuch es irgendwie lustig hinzudrehen, zeigte aber auch, dass er Naira nicht weiter antun mochte, was sie gerade in ihrem Kopf durch machte.
      Victor trat an sie heran und legte eine Hand auf ihre Schulter: "Wir packen das hast du mir gesagt...Dann halte dich dran und...wir reden mit Captain Ramirez noch, wegen unserem Aufenthaltsort."
    • Naira O‘Connor

      Es ist nicht so, dass Naira sich mehr erhofft hatte aber.. sie hat sich schon eine andere Reaktion gewünscht, doch die Dunkelhaarige war es schon gewohnt, dass ihr Partner nicht sonderlich viele Emotionen zeigte. Normalerweise war es auch nichts, was sie störte, aber in letzter Zeit waren ihre Gefühle sowieso ganz aufgebracht und durcheinander und so langsam war ihr auch nicht bewusst, was sie richtig fühlen sollte.
      „Arbeit klingt immer gut..“,sagte Naira letztendlich und zog ihr gesundes Bein auf die Couch, um den Fuß abzustellen und ihre Arme um das Bein zu schlingen. Leicht zuckte sie bei Victors Berührung zusammen, ging aber nicht weiter dran. „Ich denke, es ist besser sie wird davon nichts erfahren.. nachher dürfen wir nicht einmal das Haus verlassen ohne ihre Erlaubnis.. ich denke, wir sind alt genug um uns darum zu kümmern..“. Sie hatte zu Victor hoch gesehen und für einen Moment seinen Blick gesucht. „Wir werden es auch hinkriegen“. Das Lächeln auf ihren Lippen war sanft und nur für einen Moment sah sie zu ihm, ehe sie den Kopf wieder runter nahm und ihr gesundes Bein ausstreckte. So schnell war ihre Fassade auch wieder aufgebaut und standhaft. Sie hatte einfach nur einen Moment der Schwäche gehabt.. „Ich räume hier nachher noch auf.. ich würde vorschlagen wir holen Spike und fahren einkaufen.. dann kann ich und etwas zu Abendessen kochen.. vorausgesetzt du möchtest hier bleiben“. Wieder einmal ging ihr Blick zu Victor. „Und vorausgesetzt du hast auch Hunger“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war schwer nicht in die Schemen eines Detectives zu verfallen, der definitiv wusste was los war oder zu mindestens erahnen konnte, was in dem gegenüber vor sich gehen mochte. Trotzdem spielte er so gut es ging mit und ging wie auch Naira nicht weiter auf das Thema ein. Lediglich die Lippen presste er zusammen und kämpfte so etwas wie ein Lächeln hervor, welches er ihr schenken konnte.
      "Schon gut...", ein leichtes Tätscheln mit der Hand und dann wich er zurück, als er ihren Blick sah. Suchte sie nach etwas anderem? Victor wusste, dass er nicht bereit war für diese Antwort und sie auch hier und jetzt nicht hören wollte.
      "Du bleibst einfach sitzen, ich werde nachher aufräumen. DU hattest es genug belastet für den Tag, wenn wir jetzt auch noch einlaugen gehen. Also...Auf geht's. Gib mir nur einen Moment..."
      Bevor sie los konnten, wollte Victor noch für einen kurzen Moment auf die Toilette, an die er sich noch recht gut erinnern konnte. Sobald die Tür zu war, konnte er tief einatmen und noch einmal seine Mauer aufbauen, die er so dringend in diesem Fall brauchte. Es wurde alles nur noch schlimmer. Jetzt musste er auch noch mit der Information klar kommen, dass der Mörder Naira möglicherweise von dem Inhalt seiner Akte erzählt hatte. Ein beunruhigender Gedanke, der er wollte sie nicht wissen, was in seiner Vergangenheit war und was für ein nervliches Wrack er fast ein ganzes Jahr lang dargestellt hatte. Damit wäre er keine Hilfe. Auch nicht, wenn man bedachte das manche der Gründe dafür mehr als ausreichend waren.
      Ohne auf der Toilette gewesen zu sein, betätigte er die Spülung, wusch sich die Hände und das Gesicht und kam dann wieder raus, wo er sich seine Jacke richtete und nach den Schlüssel für den Wagen sah.
      "Dann...wollen wir einkaufen fahren?"
    • Naira O‘Connor

      Sie seufzte, als ihr Partner die Tür hinter sich geschlossen hatte und atmete mehrmals tief durch. Sie ging ihre Atemübungen durch, die sie schon damals von dem Psychologen gesagt bekommen hatte. Es sollte ihr helfen wieder die Mauer um sich herum zu verstärken und zu sich zu kommen, immerhin war sie wieder einmal kurz davor gewesen ihre Fassung zu verlieren. Etwas, was sie immer vermeiden wollte.. sie war eigentlich die freche Frau, mit viel Temperament und nicht die, die sich von so einem Kerl auf der Fassung bringen ließ. Es passte Naira nicht, sich selbst nicht fest in der Hand zu halten und die Oberhand zu haben, sie musste immer die Führung haben. Das hatte ihr Vater ihr immer beigebracht und daran hielt sie fest.
      Ein wenig erschreckte sich die Dunkelhaarige, als sie die Spülung hörte und realisierte schnell, dass sie wieder ihre Fassung aufbauen musste. Sie setzte sich schon einmal auf, als sie die Schritte hörte und sah zu ihrem Partner, sie sahen beide nicht wirklich gut aus, die Vorfälle haben sie einfach mitgenommen gehabt.
      „Wir können“,sagte Naira kurz und stand langsam auf, während sie nach ihren Krücken suchte. Sie fand sie in einer Ecke und lief gerne hin, um das Bein dann zu entlasten. „Ich werde uns ein köstliches Essen vorbereiten.. wir haben uns das verdient!“,sagte sie mit einem breiten Lächeln und nahm den Weg zu der Tür, vergaß aber nicht die neuen Schlüssel, um nachher auch wieder reinzukommen. Die Vorfreude war groß und die Erinnerungen wieder vergessen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor nickte ihr entgegen, als sie all ihre Sachen zusammengesucht hatte und sie an der Tür, noch einmal über alles gehen konnten, um es an Ort und Stelle zu wissen, bevor die Wohnungstür geschlossen wurde.
      "Es gefällt mir mehr, wenn du Anweisungen gibst und nicht immer nach meiner Meinung fragst.", sagte er ruhig, als sie in Nairas Tempo die Treppen herunter gingen und dabei logischer weise auch eine halbe Ewigkeiten verbrachten. Victor sah immer wieder nach ihr, so dass sie nicht stolperte oder sonst etwas derartiges geschah. Sie sollte sich nicht weh tun können. Eine weitere Verletzung des Beins und man würde die junge Detective wohl nicht mehr aus einem Rollstuhl bekommen, was Victor sich definitiv nicht verzeihen würde. Das würde das Ende seiner Karriere bedeuten, nicht nur das Ende von ihrer Karriere.

      Draußen vor dem Wagen sah sich Victor noch einmal in der Gegend um. Es war still und idyllisch fast schon. Die Menschen die vorbei kamen kümmerten sich um ihr Leben. Sie hatten ihre Probleme und ihre Bedenken. Sie interessierte es nicht, dass ein Mörder frei herum lief, denn noch wusste es auch keiner. Wobei Victor nun mit einem entnervten Stöhnen sich an den jungen und aufdringlichen Journalisten erinnerte, der den Tatort beschädigt hatte. Mit Nairas Krankenhausaufenthalt und dem Aufruhr durch die zwei verschwundenen Leute, konnte es gut möglich sein, dass die Presse sich nicht mehr lange zurückhalten ließe. Es waren versuche in der Zeitung zu finden, doch Ramirez hatte viel feilschen können, so dass nur wenige Informationen durch kommen konnten. "So viel Scheiße kann man nicht mehr alleine regeln...", grummelte Victor in sich hinein und setzte sich hinters Lenkrad, um schließlich zum Einkaufen zu fahren.
    • Naira O‘Connor

      Auch als die beiden im Wagen saßen ging Naira nicht der Satz aus dem Kopf, den Victor auf der Treppe gesagt hatte. Immer wieder hörte sie es Victor in ihrem Kopf sagen: “Es gefällt mir mehr, wenn du Anweisungen gibst und nicht immer nach meiner Meinung fragst..“. Er erwartete also auch die starke Frau, die Naira seit dem ersten Tag an präsentiert hatte, dadurch wuchs ihr eigner Druck ein wenig mehr, auch wenn sie es nie zugeben würde, denn sie war ja die starke Frau.. nach außen hin jedenfalls, denn innerlich sah es bei Naira ganz anders aus, aber wer konnte es ihr verübeln, dass ihre Psyche mit dem ganzen Vorfall nicht klar kam? Mit wem sollte sie überhaupt darüber reden, wenn ihr Vertrauen zu Fremden inzwischen bei null gelandet war. So schnell würde sie niemandem mehr richtig trauen, um so etwas nicht noch einmal passieren zu lassen.
      Ihr Handy gab ein laut von sich und sie fischte es aus der Hosentasche, um draufzuschauen. „Ich darf morgen aussagen..“,warf sie dann in den Raum, als sie die Nachricht des Captain las. „Wenn ich mich dafür bereit fühle..“. Naira hatte selbst darum gebeten, so schnell es möglich war auszusagen, damit alle Erinnerungen die sie hatte so frisch wie möglich waren. Das würde den anderen vielleicht die Arbeit noch ein wenig erleichtern, auch wenn sie eher der Meinung war, dass Thomas -oder wie er auch immer mit echten Namen hieß- schon über alle Berge war, aber er würde zurück kommen.. dessen war sie sich sicher.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Seine Worte mochten nicht weise gewählt worden sein, denn eigentlich hätte er sich die Mühe machen sollen und sie aufbauen, er hätte für sie da sein sollen und nicht noch mehr Druck auflasten. Doch er hatte nicht das Gefühl, dass es sich mit ihrem Charakter ins bessere wandte. Gut, es war ja auch erst eine Woche her und sie mussten sich zusammenraffen. Mehr denn zu vor, denn Naira offenbarte, dass sie morgen auf das Revier musste, um ihre Aussage zu treffen. Victor sah kurz zu ihr, bevor er sich wieder der Straße zu wandte, an deren Seiten sich große Berge an Schnee sammelten.
      "Dann werden wir morgen mit dir dorthin fahren und schauen zu, dass alles rauskommt..."
      Victor steuerte den Wagen auf den nächstbesten Supermarkt zu und ließ den Wagen dort auf dem Parkplatz stehen. Auch wenn es hieß, dass Naira aussagen musste, dazu gehörte auch Victor, der seine Version der Geschichte noch einmal vorkauen musste und den anderen hinlegte. Er musste ebenfalls noch einmal durch all die Gedanken und Bilder, die ihnen da seither im Kopf herumschwirrten und immer noch nicht gehen durften. Sie mussten es noch einmal in ihrem Kopf durchleben...
      "Du fühlst dich bereit dazu, es ihnen zu erzählen? Du weißt, dass du Recht darauf hast, es nach hinten zu schieben. Wobei ich verstehen kann...je schneller und je öfter man darüber redet...desto unwirklicher erscheinen einem diese 2 Tage"
    • Naira O‘Connor

      Sie seufzte, als er ihr die Frage stellte, ob sie denn bereit dazu war auszusagen, sie konnte ihm die Frage nämlich gar nicht beantworten. Doch Naira wusste nicht, ob sie jemals bereit dazu wäre, wieder in diese Hütte zurück zu kehren und alles noch einmal von vorne durchzugehen, deshalb hatte sie es lieber hinter sich und könnte es versuchen, langsam damit abzuschließen.
      „Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee ist, es immer weiter nach hinten zu schieben...“,sagte sie letztendlich und sah zu ihrem Partner am Steuer. „Ich glaube, wenn ich es hinter mir habe wird es besser“. Auch wenn es eher Hoffnung als richtiges Wissen war, sie wollte es versuchen und dem eine Chance geben.

      Nachdem beide ausgestiegen waren konnte Naira den Einkauf machen, den sie unbedingt für ihre Wohnung brauchte. Sie ließ Victor den Wagen schieben, denn ohne Krücken war es noch viel zu schwierig für sie durch den Laden zu laufen. Einiges packte sie rein und so langsam füllte sich auch ihr Wagen. Eine gute halbe Stunde später war sie auch zufrieden und fertig. „Das ist furchtbar anstrengend..“,gab sie lachend zu und stellte sich mit dem Wagen in die nächste Schlange. „Als wäre ich Marathon gelaufen oder so“. Ihr Lächeln war ehrlich und so langsam war das Thema mit der Aussage am nächsten Tag wieder vergessen, so konnte sie einfach ein wenig den Alltag genießen, der sonst durch die Arbeit zu kurz kam.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Wenn es sich Victor so überlegte machten sie gerade Dinge, die keiner platonischen Freundschaft mehr nahe kamen. Sie waren gemeinsam im Bett, haben sich gemeinsam betrunken, erlebten gemeinsam etwas tragisches und nun gingen sie alltäglichen Dingen gemeinsam nach. So viele gemeinsame Aktionen mit einer weiblichen Person hatte er schon lange nicht mehr gemacht und auch wenn es ihn nicht störte, dass er Naira half, so störte ihn doch der Gedanke, dass er ihr damit vielleicht zu nahe trat und schon bald das eine vom anderen nicht unterscheiden konnte. Auch Männer hatten schließlich ein Herz und Gefühle. Selbst Victor, der hier und da eigentlich nur Grummeln und Murren konnte was das Zeug hielt, hatte eine sanfte Ader. Meistens durfte sie Auslauf haben, wenn seine Hemmschwellen durch einen Liter Hochprozentigen Alkohol runtergedreht waren.

      Ihre Antwort auf die Aussage morgen, ließ er so gelten. Er hatte auch nicht das Gefühl, dass man jemals bereit dafür war. Selbst wenn man es bereits durchlebt hatte. Es war nicht einmal einfach, wenn man es bereits hinter sich hatte. Brav schob er ihr den Einkaufswagen hinterher und verfolgte ihren Einkauf stumm. Was sie einkaufte und wie sie aß war nicht sein Fall, auch wenn man sagen musste, dass wohl jeder gesünder und besser einkaufen konnte, als Victor. An der Kasse erwiderte er ihr Lächeln mit einem angedeuteten Nicken: "Und du wolltest noch kochen. Kannst es ja mir überlassen und die Wohnung aufräumen...Wie schon gesagt, dein Bein solltest du nicht überbelasten."
      Er fing damit an, die Produkte auf das Laufband zulegen, sobald Platz frei geworden ist.
    • Naira O‘Connor

      Ein Außenstehender würde diese Art von Beziehung sicherlich kompliziert nennen, oder etwas in der Art ‚Freundschaft mit gewissen Vorzügen‘, aber sie waren beide erwachsen und damit musste keiner darüber urteilen, was zwischen ihnen war. Naira selbst wollte keine Gedanken daran verlieren, sie wäre sowieso auf die Antwort nicht gekommen, sie genoss es einfach, dass sie einander hatten um ein wenig halt zu kriegen.

      „Vergiss es..“,sagte Naira, nachdem ihr Partner ihr vorschlug, sie könne sich ja ausruhen. „Ich habe verdammt Hunger und du sicherlich auch.. wir haben seit Tagen nichts richtiges gegessen und heute setze ich mich ok die verdammte Küche und werde uns einen leckeren Braten machen..“. Aus dem Lächeln wurde ein Schmunzeln und schon bald waren die beiden an der Kasse dran. „Und wehe du meckerst über das Essen..ich kann immer noch gemein werden..“,hauchte Naira ihrem Partner noch zu, während sie ihm beim Auspacken der Ware auf das Kassenband näher kam. Da war sie wieder.. die starke Frau, die die Welt retten wollte und das um jeden Preis. Sie würde das Abendessen vorbereiten, egal wie viele Schmerzen sie dafür haben würde. Es war einfach Zeit, wieder zur Normalität zurück zu kommen und nur mit einem starken Willen konnte sie es am besten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hätte gelogen, hätte er gesagt, dass ihm kein wohliger Schauer über den Rücken ging, als sie ihm so nah gekommen war und sagte wo es lang ging. So stark er sich immer tat, liebte er eine starke Frau an seiner Seite zu haben. Es hatte etwas gutes nicht immer ansagen zu müssen und dem typischen Familienbild folgte er ja sowieso nicht. Ihn interessierte es nicht was andere über ihn dachten. Nur ausgewählte Personen bekamen das Privileg, dass er Gedanken an sie verlor.
      Leicht zuckte er mit den Schultern und wusste nicht recht wie er darauf hätte antworten sollen, denn die gemeine Naira war ihm fast schon lieber, als eine traurige. Solange sie alles andere war, als traurig, konnte Victor mit sich selbst ja zufrieden sein.
      Selbst die Tatsache, dass er bei sich daheim sie mehr mit dem Lieferservice durchgefuttert hatte, als mit richtigen Kochfertigkeiten durfte eigentlich nicht gerade für Victors Künste in der Küche sprechen.
      "Du hast keine Lust auf eine Fortsetzung, der letzten Woche? Mit...Pizza und Lasagne vom Lieferdienst?", fragte er mit einer gespielten Naivität in der Stimme und schob den Wagen an ihr vorbei, als sie durch waren. Am anderen Ende, konnte er die gescannte Ware wieder in den Einkaufswagen legen und schüttelte dabei leicht den Kopf.
      "Aber Braten klingt sehr gut...Und ich werde neben her etwas aufräumen. Dann hast du wieder eine ordentliche Wohnung. GIbt's ja nicht, dass deine schlimmer aussieht, als meine."
      Ob sich Victor jemals dazu bewegen wird mit jemandem eine normale Beziehung zu führen? Er konnte es nicht sehen, doch vielleicht waren es andere Personen, die es für ihn aufdecken würden.
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte gerne den teuren Einkauf bezahlt und nachdem Victor den Einkauf zurück in den Wagen gepackt hatte konnten die beiden auch wieder zurück in den Wagen. Naira war nicht davon begeistert, dass ihr Partner ihre Wohnung aufräumen würde, aber sie selbst würde es wohl kaum hinkriegen und aus diesem Grund ließ sie es auch zu.

      Eine viertel Stunde später hatten die beiden den Hund von Victor abgeholt und konnten vor dem Wohnblock in dem Naira wohnte parken. Sie konnte den Einkauf nicht tragen, weshalb sie mit Spike vor ging und die Tür für Victor offen ließ, immerhin brauchte sie für die Treppe deutlich länger, als der Herr.
      In der Wohnung kam sie gut an, aber wieder einmal vollkommen aus der Puste. „Ich gehe mich kurz umziehen“, sagte sie zu ihrem Partner und marschierte in ihr Schlafzimmer, in welchem sich das Chaos noch weiter verbreitete. Einen Moment ließ sie den Blick durch das Zimmer wandern, ehe die Tür von ihr geschlossen wurde. Naira wollte sich auf das Bett setzen, um die Sachen auszuziehen, aber ein Zettel auf ihrem Bett brachte sie wieder zurück in ihre Erinnerungen.
      Nett hast du es hier..
      Sie hielt den Zettel in ihren Händen, die wie wild zitterten und ihr Herz fing an deutlich schneller zu schlagen. Es konnte doch nicht sein.. anfangs war es nur ein Verdacht gewesen, aber letztendlich gab der Zettel ihr die Bestätigung, wer wirklich in ihrer Wohnung gewesen war.
      Einen Moment hatte Naira gebraucht, ehe sie den Zettel gut in ihrer Hosentasche versteckte und sich langsam umziehen konnte. Sie hatte keine Zeit um darüber nachzudenken, nicht solange Victor noch zu viel sehen könnte. Mit einer Leggins und einem größeren Pullover verschwand Naira aus dem Schlafzimmer in die Küche, setzte sich aber kurz um das Bein ein wenig zu schonen. Schnell fand sie aber eine Aufgabe und griff zu den Möhren, um sie zu schälen um zu schneiden, ehe sie langsam aber sicher das Essen in der Küche vorbereitete.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ihr Einkauf verlief ohne großartige Probleme. Sie kamen auch normal durch den Verkehr, bis zu ihm, wo sie Spike einsammeln konnte, der wie gehabt seinen Platz im Wagen einnahm. Auch wenn das Treppensteigen weiterhin anstrengend war für Naira, so konnte er ihr doch nachsehen, als sie mit dem Hund voran ging und die Türen für ihn offen ließ. Bevor er nachkam, ließ er sich jedoch Zeit und stellte sich angelehnt an den Wagen hin, um sein Handy zu checken. Einige der Emails, die eingegangen waren, waren alt, fast ein Monat alt. Er hatte sie nicht aufgemacht und hatte es auch jetzt nicht vor. Seine sozialen Kontakte tendierten gegen null, also hatte er nicht viel zu checken. Einen Vorwand zum alleine sein war es trotzdem. Schnaufend senkte er den Kopf und schloss die Augen. Der alltägliche Lärm ging komplett an ihm vorbei.

      Victor kam nachträglich mit all dem Einkauf hoch und schloss die Türe hinter sich ab. Gerade noch rechtzeitig, als Naira sagte, sie würde sich umziehen gehen. Verstohlen sah ihr nach, als könnte er einen Blick hinterher werfen und etwas sehen, doch sie schloss die Türe. Wie ertappt sah er zu Spike, der ihn wiederum ansah.
      "Was?...", bellte Victor ihm leise entgegen. Dann machte er sich daran, den Einkauf auszupacken und zu raten, wohin das alles hingehörte. Lediglich war für ihn zum Braten gehörte, behielt er draußen auf der Arbeitsfläche. Als sie wiederkam, musterte er sie und wie sie erschöpft auf einen der Stühle Platz nahm. Man sah ihr deutlich an, dass das Bein Probleme machte. Doch es war alles gesagt und er konnte sich nicht mehr wiederholen. Es würde sie nur nerven, da war er sich sicher.
      "Du sagst, wenn du was brauchst.", gab er noch von sich, dann ging er die paar Meter rüber ins Wohnzimmer und fing an dort die herausgerissenen Schubladen wieder einzusetzen und die rausgefallenen Sachen einzusammeln.
      "Ist dir aufgefallen, ob etwas fehlt?"
    • Naira O‘Connor

      Während ihr Hund sich brav in der Küche hingelegt hatte, verschwand ihr Partner aus dieser, als sie rein kam. Naira sah ihm gerne nach und seufzte kurz, auch wenn sie wusste das es nicht das richtige war. Doch sie hatten die Aufgaben geteilt und dementsprechend war es auch vollkommen in Ordnung gewesen, dass er nicht bei ihr blieb, irgendwie..
      Naira schälte die Karotten zu Ende und machte sich auch anschließend an die Kartoffeln dran, die geschält werden mussten. „Mit fällt es bestimmt erst auf, wenn ich etwas suchen werde“,antwortete sie und schmiss die Kartoffeln in einen der Töpfe. Immer wieder sah sie in das Wohnzimmer rein, ob Victor denn auch voran kam, vertraute aber darauf, dass er es alles gut machen würde. Währenddessen fertigte die Dunkelhaarige das Essen für den Vierbeiner und für die beiden.

      Eine Stunde später piepste der von Naira gestellte Wecker und sie bewegte sich zum Ofen, um nach dem Fleisch zu sehen. Den Tisch hatte sie schon gedeckt und auch der Rest war fast fertig, es fehlte nur noch das Fleisch. Mehrmals überlegte sie, wie sie das Fleisch am besten aus dem Ofen kriegen würde mit dem schmerzenden Bein,aber es war ihr sehr unangenehm nach Hilfe zu fragen. Letztendlich mit verbrannten Fingern hatte die Form Platz auf der Arbeitsfläche gefunden und auch wenn Naira gerne geflucht hätte, sie blieb ruhig. Sie lenkte sich mit dem Anrichten auf den Tellern ab und konnte schnell Victor rufen, damit er sich setzen konnte. Auch Spike hatte ein Festmahl gekriegt, immerhin war es ein ganz besonderer Tag gewesen, der Anfang von hoffentlich etwas Neuem.. „Ich habe zu dem Braten eine Soße gemacht..“,verkündete die Dunkelhaarige noch, ehe sie den Soßier hinstellte und sich setzen konnte. „Ich wünsche dir einen guten Appetit“.
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    • Man hätte Victor kontrollieren müssen, denn nicht immer war er jemand, der gut aufräumen konnte. Hier und da schalteten sich seine Detective-Instinkte ein, die unbedingt in die hinterste Schublade schauen und etwas finden wollten. Er hielt sich zurück so gut es ging und räumte das Wohnzimmer in einer Stunde tatsächlich auf. Ein wenig stolz auf sich stemmte er die Hände in die Seiten und puste sich eine imaginäre Locke von der Stirn. Es war anstrengend genug gewesen und doch hatte er es vollbracht, das Wohnzimmer eines anderen, wie versprochen wieder herzurichten. Bei einigen Dingen hatte er nachfragen müssen, doch das ließ sich schnell klären. Die Dinge, die beim Durchstöbern des Mörders kaputt gegangen waren, hatte er im Müll entsorgt. Jetzt konnte man quer durch das Wohnzimmer gehen und würde über nichts stolpern, das man nicht sah. Ihm war bereits klar, dass auch wahrscheinlich das Schlafzimmer vollkommen durchwühlt war, doch er ließ die Finger von diesem Ort, denn so nah standen sie sich nicht. Auch wenn sie schon intimer miteinander waren, dennoch hatte Victor seinen Abstand gern und nahm es als Respekt vor der Frau hin.
      Den Pieper hatte er zwar gehört gehabt, doch das was seine Aufmerksamkeit auf sich zog, war das laute Scheppern, welches sogar dazu führte, dass er zusammen zuckte.
      Gerade als er zum Tisch kam, von dem man alles in der Küche sehen konnte, hatte Naira die Form mit dem Braten alleine aus dem Ofen geholt und brachte es gerade zum Tisch. Victor biss die Zähne zusammen. Sein erster Gedanke war, dass er ihr helfen könnte, sein zweiter, dass sie ihm nicht bescheid gegeben hatte.

      Victor nahm stumm am Tisch Platz und nahm sich etwas vom Essen.
      "...Ja, guten Appetit. Für heute ist für dich aber Schluss, was das Rumhampeln angeht.", sagte er zwischen dem ersten und dem zweiten Bisschen. Seine Stimme klang dabei wenig zufrieden, aber er sagte nichts weiter, denn er selbst versuchte noch zu wissen, ob es richtig wäre so beschützend zu sein.
    • Naira O’Connor

      Naira hatte mehrere negative Eigenschaften, mit denen sie selbst oft zu kämpfen hatte: sie war stur, rechthaberisch und sie war nicht in der Lage nach Hilfe zu fragen. Allein das letzte würde ihr noch mehrmals einen Strick durch die Rechnung machen, aber die Dunkelhaarige war froh, dass Victor nichts zu der Form sagte,die sie alleine rausgebracht hat, sondern sich zurück hielt. Sie war ihm innerlich dankbar, denn mit den Schmerzen war sie schon reizbar und wenn sie dann einmal in Fahrt war, dann ging es auch wirklich ab, noch eine negative Eigenschaft an ihr.
      Während Spike ordentlich reingehauen hat, fing Naira mit dem Essen an und sie genoss es wirklich. Lange hatte sie nichts mehr gutes bekommen, immerhin war sie sonst nicht sonderlich der Fan vom bestellten Essen, aber sie hatte sich kein einziges Mal beschwert, immerhin machte Victor schon genug für sie und das schätzte sie auch. „Ich beziehe dir nicht das Sofa“,sagte sie letztendlich und ignoriere das, was Victor ihr zum guten Appetit noch gesagt hatte. „Ich habe nur schlechte Erfahrungen mit dem Sofa und drauf schlafen.. ich überlasse dir die Wahl, nachdem du gleich dein Bettzeug kriegst“. Sie sah vom Essen auf und betrachtete ihren Partner kurz, ehe sie sich wieder dem Fleisch widmete. „Ich muss gleich endlich in die Badewanne..“. Kurz schluckte sie, bevor sie weiter sprach: „würdest du mir den Verband wechseln?“. So ganz einfach war es nicht und wenn sie ehrlich war, dann hätte sie gar nicht nach gefragt, aber sie konnte es selbst nicht ohne einen Zusammenbruch zu kriegen.. die Dunkelhaarige war nicht bereit es zu sehen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Sie mochten wie ein altes Paar miteinander umgehen, oder gerade eben das Gegenteil davon. Ein junges Paar, das noch nicht um die Macken des anderen wusste oder sich noch nicht traute etwas gegen den jeweils anderen zu sagen, weil man hoffte, dass sich alle Wogen glätteten.
      Victor hatte ja nichts gegen selbstgemachtes Essen, nur war er eben nicht der größte Koch und sicherlich auch nicht derjenige, der auch noch die Geduld hatte vor dem Herd oder dem Backofen zu stehen. Deswegen meckerte er auch nicht weiter daran herum, dass Naira alles selbst gemacht hat und es schmeckte ja auch noch sehr gut. Wieso sollte er also da noch etwas dagegen haben.
      Fragend blickte er von seinem Bratenstück, als sie meinte, sie würde ihm das Sofa nicht beziehen. Für einen kurzen Moment wollte er schon sagen, dass er ein erwachsener Mann war, der das auch gerne alleine machen konnte. Doch die zusätzlichen Worte ließen ihn nur noch verwirrter wirken. Sie hatte schlechte Erfahrungen gemacht auf dem Sofa, und? Er sah sie eine Weile lang an, darauf wartend, dass sie noch etwas dazu sagen sollte. Wo sollte er sonst schlafen, wenn nicht auf dem Sofa? Der Boden? Der Küchentisch? Oder etwa...das Bett? "Ich...werde schon klar kommen.", wollte er erwidern, doch die Frage über den Verbandswechsel ließ ihn noch einmal das Thema ändern und nichts weiter zu dem anderen sagen.. Das konnte er auch später noch eingrenzen und zu sehen wo er bleiben.
      "Klar.", willigte Victor ein. Den Verband würde er ihr wechseln, er würde auch, wenn er konnte sein Bein geben, damit sie nicht humpelte. Doch das tat hier nichts zur Sache und er musste sich damit begnügen was er nun einmal leisten konnte.

      Das Essen beendete Victor schneller als er selbst schauen konnte und stellte den Teller von sich weg, um sich nach hinten lehnen zu können und die Beine auszustrecken. "Das war gut.", war der einzige Kommentar, den er neben einem zufriedenem Stöhnen von sich gab. Er würde noch einen Moment auf Naira warten und dann für sie abräumen, solange sie im Badezimmer war, so schlug er zumindest vor. Danach konnte er ihren Verband ganz in Ruhe wechseln.
    • Naira O‘Connor

      „Danke“,sagte Naira kurz,nachdem ihr Partner eingewilligt hatte ihr Bein zu verbinden. Es war eine sehr große Sache, die beide sicherlich näher zueinander bringen würde, aber dessen würden sich wahrscheinlich beide erst später bewusst werden. Naira war vielleicht noch nicht bereit dazu, es zu sehen aber Victor war wie Balsam für ihre Seele und dementsprechend wahrscheinlich auch Balsam für ihre Wunde.. oder ihr verletztes und gebrochenes Herz.
      Während ihr Partner fertig war ließ sich Naira ihre Zeit, die sie brauchte um fertig zu werden. Sie genoss richtig das Essen und wollte es weiterhin genießen, bis der Teller leer war. Es war eine reine Verschwendung, es nicht zu genießen.. „Das war wirklich gut..“,lob sie sich selbst und seufzte zufrieden, während sie sich mit einer Serviette den Mund abwischte, der Magen fühlte sich deutlich besser an, nachdem er nun voll war. Kurz sah sie zu dem Geschirr auf dem Tisch, wollte dann aber auch wieder aufstehen und alles sauber machen, sie hatte schließlich alles eingesaut. „Ich bin dir dafür dankbar, dass du das Wohnzimmer aufgeräumt hast“,sagte sie und stellte die Sachen alle langsam vom Tisch auf die Arbeitsfläche. Ihre Finger taten weh und sie war sich dessen bewusst, dass sie bald Brandblasen bekämpfen musste..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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