[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

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    • Victor hatte sich kein Stück von dem Fenster wegbewegt. Etwas anderes interessantes gab es in diesem zimmer nicht. nur ein seltsames abstraktes Bild aus Orange-Tönen und braunen Flecken, das Victor nicht einschätzen konnte. Ihm lag nichts an Kunst, vor allem nichts an abstrakter, denn er konnte sie nicht einschätzen. Menschen, die darin eine Verbindung oder gar einen Sinn sahen, hatten wohl nichts besseres zu tun, als in verschmierten Wolken etwas zu suchen.
      Grummelnd stand er da, verschränkte die Arme und sah noch kurz zu der Tür, als diese ins Schloss fiel und Naira hinter der Tür verschwand. Er hörte noch die Dusche angehen und biss sich auf die Zunge. Kurz sah er zu Spike, der sich niedergelegt hatte. Am liebsten hätte er ihm gesagt, er soll ihn bloß nicht so ansehen. Er hat ja nicht geschaut, als sie sich fürs Bad vorbereitet hatte.
      Doch Victor empfand es als keine dumme Idee, sich selbst seiner Waffe zu entledigen und auch das Holster abzuschnallen. Hier und da schüttelte er sich vor Kälte. Schade, dass der Hund so gut erzogen war, wenn er zwischen ihnen liegen würde, wäre es vielleicht nur halb so schlimm.

      Gerade als sich Victor langsam damit abfinden konnte, dass sie zu zweit in dem Bett schliefen und er sich schon zurecht gelegt hatte einfach in die hinterste Ecke zu pressen, damit sie sich bloß nicht zu nahe kamen, kam Naira wieder aus dem Badezimmer mit nichts weiter an als ihrer Unterwäsche und einem Unterhemd. Dass ihm dabei die Gedanken nur so in den Kopf schossen war ja klar. Doch er wandte sofort den Blick ab. Packte seine eigenen Sachen und verschwand schnurstracks ohne einen weiteren Blick auf sie zu werfen in das Badezimmer.

      Die Dusche tat verdammt gut. Sie war warm und nicht zu heiß, sie wärmte ihn auf und gab ihm noch einmal die Möglichkeit tief durchzuatmen. Erst nach einer Weile, als es anfing wieder kalt zu werden, bemühte sich Victor unter der Dusche hervor und stand am Ende selbst vor der Tatsache, dass er keine Ersatzkleidung bei hatte und mit einer Jeans sich ins Bett zu legen war nicht gerade erholsam oder gar normal. Er wollte so normal wie möglich tun. Genau so normal wie Naira, die das alles so locker hinnahm. Sie schämte isch nicht mal dafür. Unzufrieden trocknete sich Victor ab und rieb sich die Haare halbwegs trocken. Mit nichts weiter als seinen schwarzen Boxern, den Socken und seinem Shirt bekleidet, dass er unter dem Hemd getragen hatte, kam er wieder. Sogar er hatte mehr an, als sie in dem Moment.
      Ohne ein weiteres Wort ging er auf seine Seite des Bettes und setzte sich erst einmal hin. Ordnete seine Sachen und fuhr sich dann erschöpft durch die Haare.
      "Das ist nicht gut...", nuschelte er und damit meinte er ausnahmsweise nicht das Doppelbett, sondern ihre Situation. "Fuck..."
    • Naira O‘Connor

      Auf dem Bett gab es genau zwei Kissen und eine dicke Decke, vermutlich aus Daunen, so dick und schwer wie sie war, aber sie hielt Naira wenigstens warm. Sie hatte sich alles genau angesehen, während Victor unter der Dusche stand, was besseres war ihr nicht eingefallen. Ihre Gedanken schossen wie wild durch den Kopf, sie hatten leider alle mit dem Mann unter der Dusche zu tun, auch wenn Naira sich wirklich bemühte.. ihr Herz klopfte ihr teilweise bis zum Hals, sie war in Unterwäsche rausgegangen, eigentlich müsste sie sich doch nicht schämen müssen, oder? Sie waren Partner und in einer merkwürdigen Situation, außerdem Mann und Frau.. so etwas ging in Filmen vielleicht nicht gut, aber hier würde es sicherlich.
      Es dauerte eine Weile, bis Victor aus dem Bad kam und obwohl sich Naira gezwungen hatte nicht hinzusehen sah sie kurz hin,aber wirklich nur kurz! Sie sah erst wieder,als sich Victor aufs Bett gesetzt hatte, sie konnte sich genau vorstellen, was er gerade dachte.
      „Wow..“, murmelte sie, da sich die Dunkelhaarige wirklich nicht zurückhalten konnte. „Ich finde es erstaunlich, dass du erst jetzt fluchst“, gab sie dann grinsend von sich und zog die Decke ein wenig höher, sie wollte ihn wirklich nicht noch mehr reizen. „Siehe es als Urlaub mit einer gut aussehenden Frau an! Die du nicht kennst..stell dir vor wir kennen uns einfach nicht“. Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen hatte sie sich dann auf die Seite gelegt, leider auch die, auf der sie Victor sehen konnte,aber so schlief sie nun mal am liebsten. Doch Naira schloss die Augen und zwang sich ihn nicht mehr zu beobachten, das war besser für beide.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Ein bitterer Geschmack machte sich in seinem Mund breit. Es dauerte eine Weile immer bis er fluchen musste, doch nun war es soweit und er hatte noch mehr auf Lager, als sie ihm anbot das ganze als Urlaub anzusehen. Er zwang sch jedoch dazu den Mund zu halten, was sichtlich schwer war, denn über ein unzufriedenes Brummen kam er nicht hinweg. Er fand das nicht witzig, denn er war angespannt und er war aufgeregt wie ein kleines Kind. Er hasste dieses Gefühl, dass einem den Magen auf den Kopf stellte und seinen Kopf erst recht. Er war gewillt hinunter zu gehen und sich die eine Flasche zu gönnen, doch was wäre er für ein Partner. Naira sollte nicht glauben, dass er gerne trank, sie hatte schon zu viele Anhaltspunkte, um eins und eins zusammenzuzählen.
      Erschöpft rieb sich Victor die Augen und lehnte sich vor, um sich auf den Knien abzustützen. Die Verspannung konnte sehr wohl weggehen, wenn er sich einfach hinlegen würde und schlief. Er musste sich nicht einmal in ihre Richtung drehen, er musste sie nicht wahrnehmen, doch das konnte nicht besser werden. Der Versuch unter eine eigene Decke zu schlüpfen, misslang ihm und er spürte sofort, dass sie schwerer war als sie sollte. Der Versuch sich darin zu begraben ging daneben. Unzufrieden sah er zu ihr rüber. Als würde sie das extra machen, lag sie mit dem Gesicht in seine Richtung und tat so als wäre nichts passiert.
      Victor knurrte innerlich, legte sich aber hin. Wieso konnte sie das einfach so? War er schlecht im Bett gewesen? Sah er nicht gut genug aus, dass sie die Versuchung spürte? Kopfschüttelnd legte er sich hin, versuchte wenigstens das eigene Kissen in eine Position zu legen, dass ihm die Chance gab etwas Schlaf zu bekommen. Wie gehabt rutschte er zwar an die eigene Seite, doch das schien nicht viel zu helfen. Denn schon bald drehte er sich im Schlaf um und war Nairas Gesicht zu gewandt.

      Während die beiden Detectives versuchten zu schlafen und die Tatsache zu ignorieren, dass sie in diesem Haus nicht sicher waren, saß Thomas, der natürlich nicht so hieß, in seinem Wohnzimmer und schmunzelte vor sich hin. Das Knistern des Kamins beruhigte ihn, auch wenn er die Kälte liebte, denn sie war sein Kumpane. Er hätte die beiden elendig im Eis sterben lassen können, doch was wäre das für ein Spaß gewesen? Sie waren ihm kein Stück näher gekommen, aber das wollte Thomas. Das wollte er. Er brauchte diesen Kick, den ihre Nähe ihm gab und er hatte noch mehr geplant. Ein guter alter Freund, hatte ihm verraten, dass der Sturm noch wenige Tage, vielleicht eine ganze Woche über Anchorage hängen würde. Das hieß er dürfte keine weiteren Störungen von anderen Beamten befürchten. Zufrieden schenkte er sich ein Glas Wein ein und machte sich auf das Abendessen für sich zu machen. Er musste sich nicht beeilen. Detective Parker und Detective O'Connor würden nirgends hingehen können und das hier war ein Heimspiel für ihn.
    • Naira O‘Connor

      Naira konnte förmlich die Messer spüren,die Victor mit seinem Blick vermutlich zu gerne in sie reinstechen würde, aber sie verstand nicht ganz warum, auch wenn die Sache klar auf der Hand lag. Warum musste er es alles so kompliziert machen? Ihr erging es nicht anders als ihm, denn während ihr Herz raste schwirrten verschiedene Gedanken in ihrem Kopf.. Gedanken, die alle samt mit ihm zu tun hatten und irgendwie bekam die Dunkelhaarige es auch hin, nach außen hin nicht so zu wirken, als würde sie gleich explodieren, warum schaffte es ihr Partner nicht? Er war unzufrieden,aber es war nicht Neues für sie, denn anders hatte sie ihn nicht kennengelernt, aber ob sie wirklich etwas dagegen machen wollte..?
      Zu gerne wollte Naira ihrem Partner eine gute Nacht wünschen, aber sie biss sie auf die Zunge und öffnete wieder die Augen, als das Licht aus war und Victor sich hingelegt hatte. Gerne musterte sie ihn und beobachtete, wie er atmete, wie sich sein Arm bei jedem Atemzug ein wenig bewegte, denn selbst konnte sie nicht schlafen. Es war ihr zu kalt, es fühlte sich an als hätte jemand einfach die Heizung abgestellt,aber das würde sie ihrem Gastgeber nicht zutrauen.. oder doch? Nicht nur in ihren Knochen war es eiskalt, ihre Hände und Füße waren nicht wirklich Wärmer und ihre Muskeln zitterten. Die Decke war nun wirklich dick genug, würde man meinen..
      ein wenig wärmer wurde es ihr innerlich, als sich ihr Partner zu ihr drehte und sie sein Gesicht in dem wenigen Licht von draußen beobachten konnte. Um ihr Herz herum wurd es deutlich wärmer, während es ein Mal ausgesetzt hatte. Ein wenig fühlte sich Naira wie ein Teenager, aber so ganz verstand sie es nun wirklich nicht. Victor sah vielleicht gut aus, aber das war nun mal nicht das Wichtigste!
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Aussehen war nicht alles und doch die erste Einladung, um mit jemandem zu sprechen. Die gut aussehenden wurden schließlich immer eingeladen und immer gefragt. Die leisen und grauen, durften sich weiterhin in der Ecke verstecken. Victor hatte ein falsches Bild von sich seit dem Absturz. Er empfand sich nicht mehr als den gut aussehenden und erfolgreichen Polizisten. Er war jämmerlich, Alkoholabhängig und verdammt mürrisch. Doch selbst die Gedanken hielten ihn nicht davon ab, sehr früh einzuschlafen. Sein Körper versank in der Matratze und sein Atmen regulierte sich wieder, während der Mund ein stückweit offen stand.
      Seine Nacht wurde aber nicht besser. Schon nach einer Weile plagten ihn die typischen Alpträume aus denen er immer wieder nach Stunden herausgerissen wurde und merkte, dass er wie immer kalt und nassgeschwitzt war. Eine zweite Dusche am nächsten Morgen wäre fällig.

      Ohne etwas zu befürchten hatte sich auch ihr Mörder in sein Bett gelegt und geschlafen.

      Am nächsten Morgen war Victor früh war. Er sah verschlafener aus als sonst und brummte nur vor sich hin, als er versuchte aus dem Bett und unter der Decke hervor zu kriechen. Seine Glieder schmerzten und das er die Nacht über angespannt war, war der Grund dafür. Alles störte ihn wieder und der Vorfall mit Naira schmiss ihn in seine alte Grube zurück, aus der er nicht wieder hervorkommen wollte.
      Ohne groß Rücksicht zu nehmen stand er auf, schob die Decke von sich und verschwand ins Badezimmer, wo er versuchte sich halbwegs zu richten, um sich dann so schnell wie möglich mit Jeans und Hemd wieder in dem Zimmer vorzufinden.
    • Naira O‘Connor

      Es war eine harte Nacht für sie gewesen und irgendwann war Naira auch eingeschlafen. Es war hart für sie gewesen,aber die Müdigkeit gewann und die Dunkelhaarige ergab sich. Es hatte ihr gut getan, wieder zu Kräften zu kommen und am nächsten morgen war es auch nicht mehr so kalt,wie sie es in der Nacht empfand.
      Sie wollte sich strecken, langsam zu sich kommen,aber sie merkte, dass Victor sich erhob und sie wollte irgendwie ungern seine Aufmerksamkeit auf sich ziehen, etwas in ihr bereitete ihr bei dem Gedanken... Sorge? Oder war es eher Angst..? Aber diese war schnell verflogen, als die Tür des Badezimmers zu ging und Naira wieder atmen konnte. Sie erhob sich langsam und rieb sich die Augen, während sie gähnen musste. „Guten Morgen“,murmelte sie und seufzte sofort wieder. Am liebsten hätte sie ein wenig mehr Konversation gehabt, aber das war bei Victor nicht möglich.. bisher hatte er auch nie mit ihr richtig geredet, außer er war betrunken... das konnte natürlich sehr vieles über Naira und ihre Person sagen, vielleicht war sie einfach zu..langweilig?
      Langsam stand Naira auf und sammelte ihre Sachen zusammen, sie wollte angezogen sein wenn Victor wieder zurück kommen würde, um nicht noch mehr der dummen Blicke abzubekommen. Nach und nach fand sich Kleidung auf ihrer nackten Haut und auch ihre Haare waren gemacht. Sie widmete sich dann dem Bett zu, um es ordentlicher zu machen, während sich ihr Hund die Beine vertrat und auf Naira wartete. Er wollte etwas Aufmerksamkeit, verständlich.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Lange hatte sich Victor nicht die Zeit genommen in dem Bad, auch wenn er wieder das Gefühl bekam, es sei richtiger und besser sich darin zu verkriechen mit einer Flasche billigem Alkohol. Doch er ließ es. Er musste sich auf andere Dinge konzentrieren. Sofern er angezogen war, jedoch mit dem Hemd diesmal nicht ansatzweise in die Hose gestopft, trat er wieder hinaus und sah zu Naira. "Morgen...", brummte er ihr entgegen, noch immer müde und verschlafen der Stimme nach, doch Naira sah nicht minder zufriedener aus, als er.
      Mit wenigen Schritten trat er wieder an das Fenster und sah hinaus. Es war schneeweiß. Waren sie nun gänzlich unter Schneemassen bedeckt?
      "Na...ob wir hier jemals wieder rauskommen...", schnaubte Victor, mehr in Gedanken verloren, als an sie gewandt. So wandte er sich wieder an die kleine Kommode und besah sich das Holster mit der Waffe darin. Er fragte sich, ob es notwendig sein würde diese mit nach unten zu nehmen. So einfach wäre es nicht diese zu verstecken und sie würde sofort erzählen was er und sie waren.
      Für einen Moment hob er seinen Blick zu Naira, die sich ihrem Hund zu gewandt hatte. Ein schlechtes Gefühl überkam ihn. Er sollte mit ihr reden und sich unterhalten, doch er machte es nicht. Er wollte es nicht noch schlimmer machen, als es schon war. Und er vertrug es definitiv weniger gut, als sie.
      Mit einer kurzen Handbewegung versteckte er seine Waffe unter dem Kopfkissen und das Holster unter dem Bett, so dass man es nicht sehen konnte, wenn man reinkam.

      Dann ging er zur Tür: "Kommst du mit...zum Frühstücken?"
    • Naira O‘Connor

      Die Tür ging schneller auf, als sie gedacht hatte und Naira versuchte krampfhaft nicht hinzusehen, sondern sich eher um ihren Hund kümmern. Warum musste die Welt nur so kompliziert sein? Warum musste Victor so kompliziert sein? Aber anstatt weiterhin in Gedanken zu schwirren setzte sich die Dunkelhaarige ein Lächeln auf und kraulte den Hund noch ein wenig. „Guten Morgen“,sagte sie und drehte sich zu ihrem Partner um,der am Fenster stand. Schnell wandt sie sich ab und steckte langsam ihre Gegenstände,die auf der kleinen Kommode lagen, wieder ein.
      Als Victor fragte, ob sie mitkommen wird zum Frühstücken hob Naira den Kopf und sah in seine Richtung. Eine Verwunderung machte sich ihrer Seits breit, dass er sie das überhaupt gefragt hatte, immerhin versuchte er sie so gut wie es nur möglich war zu ignorieren...
      „Ich komme gleich nach“,sagte sie mit einem Lächeln und erhob sich vom Bett, um in das Badezimmer zu gehen. Sie wollte sich auch noch ein wenig fertig machen, die Haare zusammenbinden und sich das Gesicht waschen. Vor allem aber, wollte sie die verschiedenen Gefühle in den Griff kriegen, die ihr alle Probleme bereiteten. Naira wollte professionell bleiben, aber die Fassade aufrecht zu erhalten war schwerer,als sie gedacht hatte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Es war reine Höflichkeit, die Victor versuchte an den Tag zu legen und als sie mehr oder minder ablehnte, meinte sie würde nachkommen, hob er nur einen Mundwinkel an und schnaufte. Natürlich, das hätte er sich doch denken können, oder?
      Also nickte er und ging voraus. Mehr brauchte er nicht dazu sagen. Er brauchte vielleicht sich nicht so viele Gedanken machen, denn letztendlich war es doch klar, sie würde ohne ihn auskommen und brauchen würde diese Frau ihn sowieso nicht.

      Auf dem Treppenabsatz machte Victor einen Moment halt und fuhr sich durch das Gesicht, um sich besser konzentrieren zu können. Er musste zusehen, dass sie hier raus kamen oder wenigstens sich in Sicherheit befanden. Bis jetzt hatte er dieses gefiel nämlich nicht bekommen.
      "Aah, guten Morgen.", rief Thomas freudig aus, als er victor erkannte, der die Treppe herunter kam. Er lächelte wie am letzten Abend und sah genau so fit aus. Auch wenn er durch das kalte Wetter seine tiefen Furchen im Gesicht besaß, leider nichts außergewöhnliches, sah er frisch und motiviert aus. Seine Hunde lagen alle in einem größeren Teil der Küche und waren wohl vollgefressen oder warteten gelangweilt darauf, dass sie rausdurften, um sich die Beine zu vertreten.
      "Habt ihr gut schlafen können? Wo ist denn die junge Dame?", Thomas lud mit einem Winken Victor an den Tisch ein und füllte einen der Becher mit dampfender brauner Brühe, das sofort das Bedürfnis nach Kaffee in Victor erweckte. Doch die Fragen war er noch nicht bereit so schnell zu beantworten, vor allem nicht so früh am morgen, da konnte er noch grimmiger sein, als sonst.
      Langsam setzte er sich an den Tisch, ohne Waffe fühlte er sich nackt.
      "Sie kommt gleich.", war nur seine Antwort und er wandte sich dankend dem Kaffee zu, um Kraft tanken zu können.

      Thomas mochte die Art und Weise nicht, wie sich der Detective verhielt. Er hielt nichts von dieser kalten und ignoranten Art und Weise, die Victor an den Tag legte. Dabei versuchte er so nett ihm gegenüber zu sein und alles zu tun, dass sie sich hier in Sicherheit wiegen könnten. Zwei Opfer gleichzeitig zu betreuen, das war Neuland für ihn, doch er sah dem ganzen mit Begierde und Lust entgegen.
    • Naira O‘Connor

      Mehrmals atmete sie tief durch, während sie vor denn Spiegel stand und versuchte sich in den Griff zu kriegen. Es war deutlich zu viel für sie gewesen, viel zu viele Gefühle und alle auf einmal. Victor machte sie verrückt, durch ihn durchlebte sie immer wieder eine Achterbahn der Gefühle, wenn sie alleine waren, wobei es deutlich mehr negative Gefühle gab, als positive..
      Langsam rappelte sich Naira auf und wusch sich das Gesicht, um ein wenig wacher auszusehen. Zum Glück sah man ihr noch nicht an, wie wenig sie geschlafen hatte, aber das würde noch kommen, früher oder später. Nachdem sie im Bad fertig war gab es ein nächstes Problem, ihre Waffe. Sie wusste nicht wohin mit ihr und auch nicht, wie sie diese nicht sichtbar verstecken konnte. Naira kam aber schnell auf die Idee, ihr Hemd mal nicht in der Hose zu tragen und die Waffe am Rücken zu verstauen, dort, wo das Hemd am meisten Platz hatte und nicht spannte. Ganz ohne ging es nicht, Naira war theoretisch immer noch im Dienst und da lief man nicht ohne einer rum, jedenfalls sie selbst nicht.

      Unten angekommen schenkte die Dunkelhaarige ihrem Gastgeber ein warmes Lächeln,als dieser sie sah. „Guten Morgen“,sagte sie kurz und setzte sich auf einen der freien und gedeckten Plätze. Sie griff zu der Kanne mit dem Kaffee und schüttelte sich etwas ein. Ihre Fassade stand, auch wenn sie ein wenig bröckelte..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hob den Blick von seiner Tasse, als er sie bemerkte. Sein Blick folgte ihr, wahrscheinlich weniger nett oder gar ersuchend. Er war niemand der groß eine lange Beziehung gehabt hatte. Niemand der wusste, wie man jemanden bewunderte und umschmachten konnte. Er verlor den grimmigen, müden Gesichtsausdruck nie, bis er etwas getrunken hatte. Dann war er entspannter, fast schon lustig und anscheinend auch noch attraktiv genug. Wobei ihre Worte ja recht sicher waren. Sie hatten es beide nötig gehabt und sie waren betrunken. Da blieb wohl keinem etwas übrig. Ob sie mit ihm wirklich nur deswegen geschlafen hatte? Von sich aus konnte er gut behaupten, dass er es getan hatte, weil er betrunken war und das nicht zu wenig. Aber warum war es dann so schwer zuzugeben, dass da nichts war und sein sollte?
      Victor rutschte ein wenig auf dem Stuhl runter und nahm einen kräftigen Schluck, um sich eine Reaktion auf sie zu verkneifen. Auch wenn es ein harter Abend gestern war und der Schlaf nicht ausreichend, so sah sie immer noch gut aus. Das nervte ihn.

      Thomas lächelte sie breit und wach an: "Na, ihr seid vielleicht Langschläfer, ihr beiden. Aber schön zu sehen,d ass ihr euch gut ausruhen konntet.", er stand dabei auf und rieb sich die Hände. "Ich bringe euch ein paar Pfannkuchen. Damit ihr Kraft tanken könnt, der Kaffee wird da nicht ausreichend sein."
      Damit verschwand Thomas in die Küche und kam keine 2 Minuten später mit einem großen Teller, voll von Pfannkuchen, die hochgestapelt waren. In einer Hand brachte er noch Ahornsirup und Nutella.
      "Bedient euch, esst so viel ihr könnt. "
    • Naira O‘Connor

      Sie wagte es nicht ihn anzusehen, um ihn nicht noch mehr zu reizen. Sie wollte keine Szene hier haben, das traute sie ihm wirklich zu, noch weniger wollte sie den Gastgeber reizen,denn Victor war mit seiner Laune wirklich schon fast unausstehlich. Irgendetwas hatte er trotzdem an sich, was Naira gefiel und sie kam nicht ganz darauf, was es war. Das nervte sie.
      Dennoch widmete sich die Dunkelhaarige lieber wieder ihrem Kaffee und lauschte, was der Gastgeber zu sagen hatte. Pfannkuchen.. allein das Wort klang so wunderbar, Naira hätte es mehrmals wiederholen können. Sie war eine Naschkatze, aß gerne Süßigkeiten und konnte sich das mit ihrer Figur auch gut leisten. „Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast!“, sagte Naira mit einem Lächeln und griff gerne zu den Pfannkuchen zu, auf die sie sich reichlich Ahornsirup drüber kippte.

      Naira kam nicht einmal auf die Idee, die Pfannkuchen oder der Kaffee könnten etwas spezielles noch enthalten, aber wenn man sich Thomas so ansah, so würde er die beiden mit Sicherheit nicht einfach so vergiften, eher ein wenig mehr Spaß haben.
      Jack hatte schnell Freunde unter den Hunden gefunden und hatte den Spaß, mit denen durch das Haus zu toben. Soweit Thomas es natürlich erlaubte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • So grummelig wie man nur sein konnte, ließ man jemanden wie Victor in solchen Situationen wohl tatsächlich lieber alleine und in Ruhe. Es durfte vor sich hin schmollen und über seinem Kaffee brüten, den er hin und wieder mal trank, jedoch so lange daran nippte, dass er bereits kälter wurde.
      Die Pfannkuchen, die man ihnen brachte, verteilten ihren süßlichen Geruch überall und wenigstens Naira schien jemand zu sein, der sich überaus darüber freute. Sie hatte ihn sogar weitesgehend ignoriert gerade. Vielleicht war es nun wirklich Zeit auszugeben und es sein zu lassen, sich wie ein Kind zu verhalten.
      Als wäre er erschöpft, fuhr sich Victor durch das Gesicht und die Haare, um etwas von der schlechten Energie loszuwerden und griff dann ebenfalls bei zwei Pfannkuchen zu. Er aß sie jedoch ohne Sirup.

      Thomas lächelte dabei und bediente sich genau so sehr an Sirup und Pfannkuchen wie Naira: "eine Dame mit einem sehr wachen Hunger. Wunderbar. Meine Frau damals war genau so.", Thomas setzte ein Lachen an, doch verwandelte sich dieses in einen langen Seufzer. Je mehr Emotionen er in kleine erfundene Geschichten steckte, desto wahrer wurden sie. Die meisten Menschen glaubten ihm das. "Nun, keine Zeit zum traurig sein. Esst und...wenn ihr wollt können wir Karten spielen. oder ihr erzählt mir mal, woher ihr euch kennt! Wir sollten uns ein wenig kennenlernen, denn so wie es aussieht, wird der Sturm sich heute auch nicht senken."
    • Naira O‘Connor

      Auch wenn sich Naira wohl fühlte, so traute sie dem Fremden immer noch nicht, aber seine Nettigkeit war mal eine nette Abwechslung zu dem, wie Victor mit ihr umging. Deshalb genoss sie es einfach und aß in Ruhe die Pfannenkuchen weiter, bis sie komplett voll war. „Alles was süß ist weckt in mir einen großen Hunger“, sagte sie lachend auf Thomas Kommentar hin und lehnte sich zurück. Das mit der Frau nahm sie einfach so hin, sie wollte ja vorsichtig bleiben. „Na, ist nicht wirklich interessant, woher wir uns kennen.. aber wir könnten gerne uns ein wenig unterhalten“.
      Naira sah kurz aus dem Fenster und stellte fest, dass es draußen kaum ruhiger war, als am Tag zuvor, ein wenig würden sie hier noch hocken, hoffentlich nicht mehrere Tage.. ihr Blick wanderte dann kurz zu Victor, sie wollte feststellen, was er wollte, aber überlegte es sich kurzerhand anders und sah zu ihrem Gastgeber. „Wobei ein wenig Karten spielen auch gut wäre!“,sagte sie dann mit einem großen Grinsen. Sie musste nicht ständig nach Victors Pfeife tanzen, sie konnte sich auch mal durchsetzen und während des Spiels konnte sie den Fremden auch ein wenig ins Auge behalten, das war ihr nämlich lieber. „Ich würde aber zunächst gerne beim Abwasch helfen“. Es wäre unhöflich, dies nicht zu tun, bei der Gastfreundlichkeit.. aber wenn die beiden wüssten.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Argwöhnisch beobachtete Victor die beiden und wusste nur wenig darüber, dass Thomas sehr wohl wusste, wie vorsichtig die Detectives waren. Bei all den Lügen, die sie ihm auftischten, konnte er nur innerlich lachen, denn er wusste um die Wahrheit. Er wusste mehr über die beiden, als es ihnen lieb sein sollte.
      Noch war es jedoch nicht Zeit gewesen die beiden damit zu überraschen. Er würde sie wohl heute Abend trennen müssen und wie einfach das wäre. Victor schien nicht gerade derjenige zu sein, der gerne in der Gesellschaft anderer war, doch wie hätte man es ihm verdenken können, das was ihm widerfahren war, hatte ihn in eine dunkle Finsternis gestoßen.
      Naira war dagegen stärker. Sie wusste was sie wollte und das obwohl sie vor einem sehr tiefen Abgrund stand. Dass es eine gewisse Spannung zwischen den neuen Partnern gab, war wohl kaum zu übersehen. Thomas nahm sich die Freiheit es zu interpretieren, als einen einfachen Streit bei einem Paar. Auch wenn die beiden es wohl noch nicht waren.
      "Ach, man kann ja alles gleichzeitig machen.", erwiderte Thomas und stand auf, sobald auch Victor mit seinem Frühstück fertig war. Wobei er wohl am wenigstens von den beiden gegessen hatte.
      Schnell schob Thomas alles an Geschirr zusammen und bat Naira darum mit zu helfen. Victor blieb sitzen und bediente sich ein letztes Mal noch an der Kaffeekanne, bevor er Naira einen Blick zu warf. Ob das so sicher war hier mitzuspielen? Widerwillig blieb er sitzen mit seinem Kaffee, während die anderen beiden in die Küche gingen, um die Sachen abzuspülen.
    • Naira O‘Connor

      „Stimmt“,entgegnete Naira mit einem Lächeln und erhob sich, um Thomas bei dem Abräumen zu helfen. Sie stellte sich an die Spüle, um wortlos den Abwasch zu machen, immerhin hatte sich der Gastgeber bisher viel Mühe gemacht, unabhängig von dem eigentlichen Grund für diese Freundlichkeit, und da wollte sie sich einfach ein wenig bedanken. Thomas konnte die drei auch einfach nur im Auto zurück lassen und sie damit aus dem Weg räumen,aber scheinbar hatte er noch mehr geplant.
      Naira spürte den Blick, den Victor auf sie geworfen hatte, aber da sie mit dem Rücken zu ihm stand konnte sie sich nicht anmerken lassen, wie unsicher sie sich fühlte. Sie wollte mal so richtig durchgreifen, Victor beweisen, dass nicht nur er der Boss war und vor allem auch er sich ihr unterordnen musste, schließlich war sie länger in Alaska beschäftigt,aber das war eine andere Sache. Es half ihr einfach die Fassade aufrecht zu erhalten, die sie seit Jahren aufgebaut hatte und die nur er scheinbar zum bröckeln bringen konnte.. „warum lebst du eigentlich so weit von der Stadt entfernt?“,fragte Naira und sah kurz zu Thomas. Sie sprach endlich das aus, was die Detectivs unter anderem beschäftigt hatte. Auch wenn sie von der Ehrlichkeit des Gastgebers noch nicht überzeugt war.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Während Victor am Tisch sitzen blieb, waren die beiden anderen in die Küche verschwunden. Er musterte noch einmal die Wohnung. Das Wohnzimmer und bemerkte nicht zum ersten Mal, dass es in diesem Haus nichts persönliches gab. Er hatte eine Frau angesprochen, so wie er reagierte, war sie fort oder verstorben. Doch wenn man jemanden in einem Satz so lobte und vermisste, dann musste es irgendwo ein Foto geben, ein Fotorahmen wenigstens, aber Victor konnte von seinem platz aus nichts dergleichen finden.

      Thomas lächelte und übernahm das Abtrocknen des Geschirrs. Ihre Frage, warum er hier soweit draußen wohnte, abseits jeglicher Zivilisation, ließ ihn noch breiter Grinsen: "Haha, das fragt sich jeder, mit dem ich bis jetzt gesprochen habe. Nach meiner Jagd verkaufe ich nämlich manchmal das Wild an einen Schlachter im nächsten Dorf. Sie freuen sich immer darüber etwas Fleisch zu haben und nicht nach Anchorage fahren zu müssen.", fing er an zu erzählen, "Nun... Nicht dass ihr glaubt, ich sei ein verrückter Einsiedler, der euch etwas an tun möchte! Nein, ich bin einfach nur nicht daran gewöhnt in der großen Stadt zu wohnen. Ich zog raus, nachdem ich erfuhr, dass ich meinen Job nicht mehr halten könne. Ich hatte schon immer einen Gefallen an der Jagd gefunden, mein Vater brachte es mir damals bei. Und so zog ich hier raus. Erst war es nur ein Sommerhaus, ein kleiner Ort zum Flüchten, aber nun habe ich mich verliebt in dieses Haus und möchte nicht mehr gehen."

      Victor nahm sich die Zeit, die die anderen in der Küche hatten und sich unterhielten. Er stand auf und lief noch einmal zu dem Bücherregal, sah sich von dort um und holte einige Bücher heraus, besah sich den Einband, doch keines davon erschien ihm seltsam. Er sah sich am Schrank um, der eine Reihe an wahrscheinlich zu teurem Alkohol zeigte. Doch auch hier fand er nichts. Auch in den Schubladen, die er durchsuchte fand er nichts besonderes. Die meisten davon waren sogar leer, was den Detective wiederum stutzen ließ.
    • Naira O'Connor

      Es überzeugte Naira nicht wirklich, was sie als Antwort bekam. Vor allem verstand sie es nicht, warum Thomas es immer wieder wiederholte, dass er den Beiden nichts antun wollte. Er war vielleicht ein wenig nervös, auch wenn man es ihm Äußerlich wirklich nicht ansehen konnte, doch Naira war auch eine hervorragende Schauspielerin, es zählte immer das, was drinnen los war und so einfache Züge konnten einen schon verraten. Doch Naira fühlte sich mit der Waffe am Rücken deutlich sicherer, sie hatte sich vorhin noch mehrere Male versichert, dass man sie auch wirklich nicht sieht. Die Dunkelhaarige war auch bereit, sie sofort zu greifen, wenn irgendetwas passieren würde, aber die Hoffnung, es würde wirklich nichts passieren war groß. Draußen sah es nämlich nicht besser aus und auch wenn sie sich verteidigen könnten, was sollten sie dann machen? Fliehen war nicht möglich, hier bleiben auch nicht..

      Ihr Blick wanderte unauffällig zu Victor, der nicht mehr am Tisch saß. Naira konnte sich einiges denken, was er jetzt tat, aber sie hoffte, er tat das einzig richtige: Die Sachen nach etwas auffälligem zu durchsuchen, solange er die Zeit hatte. Das würde sie nämlich auch machen an seiner Stelle, sie ging nämlich von der Devise: Vertraue keinem...
      Nachdem der Abwasch gemacht war, sah sie zu Thomas, der diesen abtrocknete und lächelte sanft. "Wollen wir im Wohnzimmer spielen?",fragte sie, sie wollte Victor drauf vorbereiten, dass die beiden gleich reinkommen würden. "Oder lieber am Esstisch? Da ist ein wenig mehr Platz".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Thomas mimte den vorsichtigen. Je mehr er anscheinend übertrieb, desto glaubwürdiger würde es herüberkommen.
      "Ich habe nie so oft Besuch, du musst mich entschuldigen. Ich möchte so vieles wissen von anderen. Was sie tun...woher sie kommen, was sie zusammengebracht hat. Das sind doch die Dinge, die einen Menschen ausmachen, oder nicht?"
      Sie haben nicht länger als 10 Minuten beim Abwasch gebraucht, doch diese Zeit hatte Victor nutzen können, um ein wenig herumzuschnüffeln. Es half jedoch nichts. Das einzige was sich dabei bestätigte, war die seltsame unpersönliche Aura, die das Haus in sich hatte und wie es nicht mit dem Charakter des Mannes übereinstimmte. Dumpf hörte er wie das Wasser ausging und Naira fragte, wo sie denn die Spielerunde veranstalten sollten. Sie war eine kluge Frau und gab ihm damit Zeit darauf reagieren zu können. Denn kaum eine halbe Minute später traten sie wieder in das große Wohn- und Esszimmer. Thomas warf den Blick auf Victor, der am Tisch stand und seine Tasse in der Hand hielt. Mit einem etwas wacheren Blick nickte er dem anderen Mann im Raum zu: "Mh, mir ist aufgefallen, ich sollte bei der Arbeit anrufen. Hast du vielleicht ein Telefon, oder so?"
      Thomas stutzte leicht, doch sein Lächeln blieb unbeirrt. Er schüttelte sanft den Kopf auf Victors Frage, während er aus einer Kommode im Flur eine Packung karten herausholte.
      "Oh nein, selbst wenn ich eins hätte, es würde bei dem Sturm nicht funktionieren. Eure Handys gehen doch auch nicht, nicht wahr?"
      Victor presste die Lippen aufeinander und sah dann zu Naira rüber. So kamen sie nicht weiter und sollten sie sich nicht bald melden, würde es, sofern der Sturm sich lichtete, eine Panik im Revier heraufbeschwören können. Oder ganz im Gegenteil...Keiner würde nach ihnen suchen gehen. Doch das hielt der Amerikaner für unmöglich.
      "Kein Telefon, mh?", Victor wandte sich wieder an Thomas und setzte sich mit ihm an den Tisch. Doch der andere reagierte nicht weiter auf seine rhetorische Frage.
    • Naira O‘Connor

      Victor stand an dem Tisch, als sie und der Gastgeber im Wohnzimmer waren,er war nicht so dumm, wie es Naira gedacht hatte. Sie schenkte ihm einen kurzen Blick,bevor sie sich der Couch widmete und sich setzte. Victor wollte nach einem Telefon fragen, Naira war es schon klar, dass es keins gab, aber sie machte sich noch keine großen Sorgen, denn der Schneesturm war noch am rumtoben und solange würde es im Revier sicherlich keine Angst um die beiden geben. Sie würden sich schon nach dem Sturm melden, Victor musste nur ein wenig gefuld haben. Naira nahm sich vor, nachher noch unbedingt mit Victor zu reden, sie hatten aus Trotz kein Wort über ihre Situation verloren und das sollten sie langsam, je länger sie hier bleiben mussten.
      „Was wollen wir spielen?“,fragte die Dunkelhaarige und sah zu Thomas, der die Karten holte. Ihr Blick ging zu Victor, dem sie ein sanftes Lächeln schenkte. „Spielst du mit?“,fragte sie den Rotschopf und deutete auf den Platz neben ihr. Naira wollte nur ungern getrennt werden, sie fühlte sich immer weiter unwohl und irgendetwas in ihr sagte,es wäre besser wenn Victor bei ihr bleiben würde.
      Zwar knisterte das Feuer und umhüllte alle mit einer angenehmen Wärme, aber wenn man sich wohl fühlte vernachlässigte man einiges in damit war vor allem die Aufmerksamkeit gemeint. Naira traute dem Gastgeber immer noch nicht, aber dass es ihr größter Gegner war, der sich ihnen gegenüber setzte konnte keiner der beiden wissen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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