[2er RPG] Cold, Lonely and Freezing

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • Das Wetter spielte ihnen nicht in die Hände. Mehr als vor sich hin grummeln und sich über die Situation zu beschweren, konnten die beiden nicht machen. Nur der Husky, Spike, schien sich nicht wirklich darum zu kümmern, sondern es soweit einfach hinzunehmen.
      Victor nickte nur, als er sich in den Wagen setzte und sie einen Moment warteten, bevor Naira losfahren konnte. Den Wagen einfach aus dem Stand in die Kälte zu reißen, würde dem Motor nur schaden. Das sah selbst Victor ein, auch wenn es ihm in dem Moment komplett egal wäre. Sie brauchten langsam neue Anhaltspunkte und auch wenn die Werkstätte welche waren, so konnten sie immer noch nicht sagen, ob das auch wirklich hilfreiche Anhaltspunkte wurden.
      Victor versuchte die Gedanken in der Zeit in der sie noch fahren konnten zu räumen. Immer wieder erwischte er sich jedoch dabei wie sie abschweiften, wie er mit der Hand weiterhin unruhig auf dem Oberschenkel tippelte und sein Blick die zunehmende weiße Wand nicht einmal wahrnahm. Erst als Naira plötzlich anhielt, aber keine Werkstatt in der Nähe sichtbar war, riss sich Victor aus den Gedanken. Er folgte ihr mit dem Blick und war sich sicher, er hätte eigentlich auch mit anpacken sollen, doch er blieb sitzen und sah zu dem Hund, der hinten drin lag.
      "...Wenn das Leben doch nur so einfach wäre, wie deins. Hm?", sprach er ihn an, doch Victor ging nicht davon aus, dass der Hund ihn verstehen würde oder gar darauf reagierte und wandte sich wieder nach vorne. Das Wetter war schlimmer geworden und Nairas gesichtsausdruck zu urteilen, würde es nicht besser werden.
      "Das spielt dem Mörder bestimmt in die Karten...", brummte Victor und verschränkte die Arme vor der Brust, als seine Partnerin wieder losfuhr. Nur langsam kamen sie voran.
      "Ich habe das dumpfe Gefühl, dass er uns hier raus geschickt hat, weil er über das Wetter bescheid wusste...und um uns aus der Stadt zu bekommen...Er hatte einen Plan und wenn ja...dann stecken wir jetzt mächtig in der Kacke...", Victors Blick verdunkelte sich. Nichts, rein gar nichts sah man, wenn man versuchte die Strecke zu erkennen und selbst mit den Schneeketten schien der Wagen zunehmend an Halt zu verlieren.
      "Im Falle...wie schnell kommen wir von hier wieder zurück in die Stadt?"
    • Naira O‘Connor

      „Gar nicht wahrscheinlich“, sagte Naira und versuchte sich angestrengt auf die Straße zu konzentrieren. Das Lenkrad hielt sie mit beiden Händen so fest, dass ihre Knöchel schon weiß hervortraten, aber sie wollte auf keinen Fall den Wagen aus ihrer Kontrolle verlieren. „Ich weiß nämlich nicht, ob wir überhaupt dort hin treffen .. bei dem Wetter gehe ich nicht davon aus“. So hart es auch klang, es war auch wirklich so. Das Navi setzte immer wieder aus und auch der Wagen machte nach einigen Minuten schlapp. Wütend schaltete Naira den Wagen aus, bevor sie ihn wieder einschaltete und versuchte ein wenig zu bewegen, doch sie hingen bei den Schneemaßen fest und es passierte rein gar nichts. Auch der Versuch rückwärts ein wenig zu fahren scheitere vergeblich.
      „Fuck!“, kam es laut aus ihrem Mund und sie schlug gegen das Lenkrad. Vermutlich hatte der Mörder wirklich die Absicht gehabt, die beiden rauszulocken und er hatte es auch geschafft. Erschöpft ließ Naira ihren Kopf auf dem Lenkrad ruhen und überlegte in aller Ruhe, was die beiden jetzt machen konnten. Sie konnten den restlichen Weg zur Fuß nehmen, aber ob sie so das Lager finden würden? Man sah seine eigene Hand nicht mehr vor dem Gesicht, aber ein Versuch könnte es sein, wenn die beide ihr Leben riskieren wollten. „Wir wurden nun offiziell verarscht“,sagte sie und ließ sich in dem Sitz sinken.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das waren klare Worte. Sie hatten keine andere Wahl mehr, als weiter gerade auszufahren und zu hoffen, dass sie in ein paar Minuten die Werkstatt erreichen konnten. Doch so wie es schien würden sie an diesem Tag rein gar nichts erreichen.
      Der Wagen machte Probleme und fiel schon einer weiteren Strecke, die Victor nicht einschätzen konnte, aus. Das Navi sprang durch die Elektronik hin und her und verlor sich regelmäßig, da das GPS wohl selbst nicht mehr durchkam. Ein verzweifelter Akt war es dann auf das Handy zu sehen. Kein bisschen Empfang. Victor seufzte leise, sah überrascht im nächsten Moment zu Naira, die fluchend auf das Lenkrad schlug.
      Ihre Chancen hier weg zu kommen, waren nun auf den Nullpunkt gefallen und würden dort wohl elendig einfrieren. Der Wagen hing fest in den Schneemassen und er würde sich wohl auch nicht weiter bewegen könne. Victor überlegte raus zu gehen, doch das Wetter sah nicht gerade einladend aus und er war nur wenig interessiert daran sich etwas abzufrieren.
      Schließlich musste Victor, er konnte es nicht unterdrücken, belustigt aufschnauben. Sie wurden tatsächlich offiziell verarscht. Sie, die eigentlich nicht gerade dumme Detectives waren, saßen nun auf die Meldung eines anonymen Anrufers draußen im nichts und durften raten man sie überhaupt finden würde.
      Victor schnallte sich ab und beugte sich über das Armaturenbrett, um durch die eiskalte Frontscheibe zu spähen, doch man sah nichts außer dem wühtendem Schneefall. Hier und da änderte er die Richtung, jedoch so stark und peitschend, da verging es einem gleich zwei Mal den Wagen verlassen zu wollen.
      "Jetzt sind alle Flüche dieser Welt angebracht...", willigte er mit ein, löste das Funkgerät und hielt es sich wieder an den Mund.
      "Zentrale bitte kommen, hier ist Detective Parker...", er ließ den Knopf los und lauschte dem nachfolgendem Rauschen. Das statische Rauschen änderte sich auch nicht. Er versuchte es ein paar Mal wieder, doch nichts änderte sich und keiner meldete sich auf der anderen Seite.
      "Und wir sind abgeschnitten...Weder Funk, noch Handy und wie es aussieht auch das GPS nicht...", er legte die Fakten auf den Tisch. Sie steckten ziemlich tief im Mist in diesem Moment.
      "Toll...und wir sind kein bisschen weiter. Wie viele Kilometer dürften wir von der Stadt entfernt sein?", fragte er Naira und öffnete dabei das Fach unterm Armaturenbrett. Er suchte nach einer Karte mit der sie vielleicht ihre Chancen berechnen könnten in die eine oder andere Richtung gehen zu können.
    • Naira O‘Connor

      Sie seufzte laut aus und sah durch den Rückspiegel zu ihrem Hund, der die beiden vorne betrachtete. Er verstand wohl, was hier los war, aber noch hatte er keine Panik, das hätte nämlich noch gefehlt. Victor stellte alles erdenkliche fest, was es zu feststellen gab, so musste Naira nichts mehr sagen und konnte in Ruhe nachdenken. „Ich weiß nicht.. vielleicht fünfzig.. vielleicht mehr..oder weniger.. ich habe keine Ahnung wohin ich gefahren bin..“,gab Naira offen zu und sah kurz zu Victor rüber. Den Wagen schaltete sie aus, es brachte nichts in weiter laufen zu lassen, während die Heizung auch nicht wirklich mehr bringen würde. Naira würde den Wagen wieder starten, wenn die Temperatur nachlassen würde, aber mit zwei Personen und einem Hund sollte es noch ein wenig warm bleiben. „Was sollen wir tun?“,fragte sie laut und lehnte ihren Kopf zurück, bevor sie die Augen wieder schloss. Es gab nichts, was sie tun konnten, dessen waren sie sich aber beide bewusst, sie konnten nur warten und hoffen, das Wetter würde besser werden.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Eine Situation in der beide Erwachsene nicht mehr wussten wohin mit sich und wie sie aus der Lage entkommen konnte, durfte nur vor Anspannung kochen. Victor gefiel das nicht und Naira durfte es wohl genau so wenig gefallen.
      Sie schaltete den Wagen aus, um wahrscheinlich die Batterie vor einem Tod im Eis zu bewahren und damit sie, wenn das Glück ihnen hold sein durfte, auch weiter fahren konnten, wenn der Schnee nachließ. Doch bei den Temperaturen und der Menge an Schnee wären sie in wahrscheinlich einer Stunde komplett zu geschneit und würden frieren.
      Victor knurrte leise, als Reaktion, auf ihre Antwort. 50 Kilometer war viel zu weit weg. Selbst wenn es nur 30 gewesen wären, das war noch immer zu weit und das konnten sie nicht einfach einmal laufen. Eher würde ihnen dann alles einfrieren und sie würden sterben.
      "Scheint wohl so, als müssten wir dann hier sterben...Er hat es geschafft...wir wollten eine dritte Leiche. Er hat nun sogar 4 auf dem Konto...", warf Victor entnervt über ihre beiden Dummheit in den Raum.
      Warum hatte keiner von ihnen nach dem Wetter gesehen oder gar dass das Revier ihnen bescheid gesagt hätte. Doch keiner hat die beiden Detectives gewarnt.

      Nach einem Moment der Rage, wurde Victor wieder ruhig. Und drückte sich genervt in den Sitz hinein. Er mied den Augenkontakt mit Naira, solange er versuchte nachzudenken. Ihre Chancen sahen prächtig aus, hätte er gerne gesagt, doch das stand wohl schon lange im Raum.
      So saßen sie mindestens 20 Minuten in der Stille und jeder hatte seine eigenen Gedanken, den er nachgehen musste.
      Bis urplötzlich ein dumpfes Knallen 4 Mal gegen die dunkle Scheibe zu hören waren. Dann eine sehr leise und tiefe Stimme. Hatten sie gerade etwa Glück gehabt? Konnte das sein?
      Victor horchte auf und sah kurz zu Naira. Ihre Scheiben waren zugeschneit doch der Fremde von außen, mit unzähligen Lagen angezogen, so dass man nur noch seine Augen sehen konnte, räumte diese auf Nairas Seite frei.
      Victor ergriff seine Dienstwaffe und entsicherte sie. Was hatte ein Mensch bei solch einem Wetter draußen verloren?
    • Naira O‘Connor

      Ein Klopfen riss die Dunkelhaarige aus ihren Gedanken und sie öffnete sofort ihre Augen, um hinzusehen, woher das Klopfen kam. Ein wenig erschreckte sie sich,als die Person direkt neben ihr war, aber das zeigte sie äußerlich nicht. Sie hörte das Entsichern der Waffe ihres Partners und griff zu ihrer eigenen , die sie ebenfalls entsicherte. Wieder einmal hörte man ein Klopfen und der Mann wunk den beiden Detectives zu. „Ich will euch helfen“,hörte man von draußen und Naira sah kurz zu Victor rüber, bevor sie wieder zurück zu dem Mann sah. Er hob seine Arme hoch, um zu zeigen, dass er nichts vor hatte und machte zwei Schritten zurück. „Wollt ihr dort einfrieren, oder kommt ihr mit? Ich beiße schon nicht!“, kam es wieder von dem Mann und Naira sah noch einmal zu ihrem Partner, um zu wissen, was er davon dachte. Es wäre natürlich klüger, als im Wagen zu bleiben und woher sollten die beiden wissen, dass sie ihrem gesuchten Mörder in die Hände liefen?
      Langsam drückte Naira ihre Tür auf, um ein Bein aus dem Wagen rauszuschieben, das andere folgte dann auch. Draußen stand der Mann mit seinem Hundegespann und wartete schon auf die beiden, während Naira ihre Waffe immer noch in der Hand hielt. „Na kommt schon, die Suppe ist noch heiß!“. Naira sah noch einmal zu ihrem Partner, bevor sie ihren Hund aus dem Auto ließ. Sie war lieber zu übervorsichtig,aber was sollte der Mann schon machen? Deshalb sicherte sie wieder ihre Waffe und packte diese weg, bevor sie ihre Kaputze auf den Kopf zog und die Handschuhe über die Hände streifte.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Das war alles andere als sicher und Victor sträubte sich dagegen in die Kälte zu gehen, doch sobald Naira nach mehreren Malen zu ihm sehen, die Autotür aufmachte und der Schnee hinein flog, musste sich Victor wohl oder übel ergeben. War das der Wink des Schicksals? Hatten sie heute so viel Glück, dass sie nur knapp dem Tode in der Kälte entrinnen? Victor fühlte sich in seinen Gedanken viel zu dramatisch. Langsam kam er Naira hinterher, sofern auch der Hund rausgesprungen war.
      Der Mann war in eine dicke Jacke und eine wahrscheinlich sehr warme und undurchlässige Skihose gepackt. Ein Pack an Huskies standen mit langen Leinen vor einem Schlitten und hechelten den beiden entgegen. Ihr dickes Fell sträubte sich in dem kalten Wind.
      Der Mann schien unter seinem Schal, den er sich vor den Mund gezogen hatte zu lächeln: "Haben Sie nicht die Nachrichten gehört?", rief er angestrengt über den heulenden Wind hinweg und hielt sich eine Hand an die Stirn, um die Schneeflocken aus den Augen zu halten.
      Victor schnaubte und schaffte es kaum die Augen offen zu halten. Nur mühsam versteckte er seine wieder gesicherte Waffe in dem Holster unter dem Mantel. Er stapfte zu den beiden herüber und versuchte jegliche Gefahren nicht zu übersehen, doch was wussten die jungen Detectives schon. Sie hatten keine Anhaltspunkte gehabt, keine Hinweise. Nun rannten sie einem Mann in die Arme, der das alles geplant hatte. Nicht dass er Gott war und einen Schneesturm an diesem Nachmittag heraufbeschworen hatte. Nein, er hatte lediglich seine Hausaufgaben gemacht und war klug genug zu wissen, wie man Beamte aus ihrer sicheren Höhle locken konnte. Er trachtete nach dem Spiel mit dem Feuer.
      "Nun kommt, komm.", rief der Mann und winkte sie mit dicken Fäustlingen auf den Händen zu dem Schlitten herüber. Er bot den beiden an sich auf den Schlitten zu setzen auf die zugeschneiten Decken und dem Proviant, den er dabei hatte. Victor sagte nicht nein in dem Augenblick und half sich nach Naira auf den Schlitten. Ohne Ausrüstung kann man hier nicht voran und die hatte Victor erst recht nicht. Er hatte noch nicht einmal Handschuhe dabei.
      "Das ist vielleicht ein Wetter, Sie haben Glück, dass ich sie gefunden habe...Sonst wäre die Nacht ganz schön kalt geworden in dem Wagen." Victor nickte ruhig. Ein wenig dankbar war er ja schon. Ihm war das lieber, als in dem Wagen zu erfrieren.
      "Wir fahren zu meiner Hütte. Ich wohne nicht weit von hier. Dort könnt ihr bleiben bis der Sturm vorbei ist!", mit diesen Worten gab der Mann den Hunden das Kommando und diese brachten all ihre Kraft auf, um den Schlitten wieder in Bewegung zu ziehen.
    • Naira O‘Connor

      Naira hatte die Zeitung nicht zu Ende gelesen gehabt, sonst wäre ihr sicherlich der Schneesturm aufgefallen, der wahrscheinlich angesagt wurde, aber nun wurde ihnen wohl ein Retter in Not geschickt, wie die beiden es wohl dachten,aber sie irrten sich..
      Der Mann gab den Hunden ein Befehl, sich in Gang zu setzen und Naira rief ihren Rüden zu sich,bevor sich der Schlitten in Bewegung setzte und der Wagen nicht mehr zu sehen war. Naira überkam ein mulmiges Gefühl, aber die waren zu zweit und hatten beide eine Waffe bei sich, was sollte schon passieren?
      Kurze wir später war eine kleine Hütte zu erkennen, in der das Licht brannte und der Mann stoppte. „Geht schon vor, ich mache die Hunde los“, hieß es für die beiden und Naira blickte kurz zu Victor, bevor sie sich Richtung der Hütte bewegte und ihren Hund mit sich nahm. Der Wind schlug ihr immer wieder ins Gesicht, da wollte sie liebend gerne in die warme Hütte,die sie sofort mit einer fast schon Hitze begrüßte. Die Dunkelhaarige blieb noch am Anfang stehen, um nicht alles nass zu machen, streifte sich die Jacke und die Schuhe ab, damit ihre Haut etwas mehr von der Wärme abbekommen konnte. Mit der trockenen Seite ihres Schals wollte sie ihren Hund trocknen, doch die anderen stürmten herein und ihr Hund wollte sofort mitspielen. Er war der diszipliniert, er blieb auch brav bei seinem Frauchen, sah sie nur sehr erwartungsvoll an. Mit einem Nicken schickte sie ihn los und trat selber näher in das Wohnzimmer, um sich an dem Kamin aufzuwärmen. „Fühlt euch wie zuhause!“,kam es von dem Herren, der die beiden gerettet hatte und streifte sich selber die dicken Sachen vom Leibe.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Mulmig war gar kein Gefühl, das die Situation am besten beschrieben hätte. Victor hatte sich mit verschränkten Armen und grimmigen Ausdruck auf den Schlitten verzogen und hoffte nicht wie Eis am Stiel bei der Hütte anzukommen, die der Retter so anpreiste. Es dauerte aber tatsächlich nicht lange und man hatte ihnen auch nicht zu viel versprochen. Die Hütte waren mitten in einem Waldabschnitt, unter vielem Schnee begraben, doch der Eingang sah so aus, als sei er freigeräumt worden. Aus den Fenstern schien warmes Licht und es wirkte so einladend, das Victor nicht zögerte und Naira zu nickte, als sie sich hinein begaben.
      Es war wundervoll. Nichts hätte er sich in diesem Moment lieber gewünscht. Der erste Schritt hatte schon geholfen. Die Wärme schlug einem regelrecht ins Gesicht und zerrte einen zu Boden. Man konnte müde werden und wissen, dass man nicht erfror. Das Drama in Victor konnte sich senken und er tat es Naira gleich, auch wenn nicht sofort. Er streifte den Mantel ab, zog die Schuhe aus und gab den Hunden Platz, als sie überraschenderweise mit ins Haus rannten. Naira gab auch Spike die Erlaubnis die Hunde kennenzulernen.
      Victor rieb sich die Hände, folgte Naira dabei zum Kamin und sah sich um. Es sah aus wie eine stinknormale kleine Hütte, die man nur zu gerne in seinem Urlaub besuchen wollte. Es war idyllisch fast schon. Hier und da hing ein Geweih oder ein ausgestopfter Tierkopf. Nichts besonderes. Es schien in das Bild zu passen.
      Victor blickte zu dem Mann auf, der ebenfalls zu ihnen kam. Nun erkannte man ihn auch. Er war Mitte 40 vielleicht, das sah man aber allerhöchstens an den grauen Haaransätzen. Die Haare waren jedoch kurz geschnitten und er hatte einen rasierten Bart. Ein sanftes Lächeln lag auf seinen Lippen, doch etwas verstörte Victor an ihm. Doch er schob es sogleich auf die Kälte: "Danke, dass Sie uns gefunden und mitgenommen haben.", meldete sich Victor schließlich zu Wort. Noch immer stand er neben dem Kamin, doch ließ er sich von dem Mann auf das Sofa einladen, sobald er etwas aufgewärmt war. Es war aus dunklem Leder. Vor ihnen war ein kleiner Kaffeetisch, doch darauf lag nichts und es war sehr sauber. Man sah kein bisschen Staub darauf.
      "Ich schlage vor wir Siezen uns nicht. Mein Name ist Thomas."
      Victor musterte die Gesichtszüge des Mannes, was diesem wiederum aufzufallen schien, denn er sah zu Victor und schmunzelte: "Keine Sorge, ihr seid hier in Sicherheit. Hah..Das hätte ich fast vergessen. ich bringe euch Tee und eine Suppe. Die sind bestimmt noch heiß.", als hätte der Mann nie Besuch gehabt, so freute er sich, verschwand er in einem anderen Raum, welcher wohl die Küche sein musste.
      Victor spähte argwöhnisch hinterher und sah dann wieder zu Naira.
      "Was der wohl bei dem Wetter draußen gemacht hat..."
    • Naira O‘Connor

      Victor setzte sich auf die dunkle Ledercouch während Naira lieber noch ein wenig stehen blieb um sich weiterhin an dem Feuer zu erwärmen. Sie ließ einen Blick zu ihrem Hund schweigen, der sich aber prächtig mit den anderen amüsierte. Ihr Blick ging dann zu ihrem Gastgeber, der aber schnell in der Küche verschwand. „Ich weiß es nicht“,antwortete sie und sah zu Victor, entschied sich dann aber sich neben ihn hinzusetzen. „Aber es ist irgendwie komisch“, murmelte sie und seufzte. Die Hütte war drinnen größer,als sie von außen aussah und wenn man sie sich ein wenig länger ansah, war sie auch ziemlich kuschelig eingerichtet.
      Der Gastgeber kam mit zwei Schüsseln der Suppe und drei Tassen mit Tee zurück, welche er auf den kleinen Kaffeetisch stellte und nahm selber in dem Sessel gegenüber der beiden Platz. „Esst solange die Suppe warm ist“,sagte er und Naira betrachtete die Suppe. Sie roch gut, sehr frisch und der Dampf signalisierte, dass sie wirklich heiß war, aber konnte man jemandem fremden einfach trauen? Sie nahm die Schüssel dennoch gerne ein wenig näher zu sich und nahm den Löffel um ein wenig zu probieren, die Suppe war wirklich gut, nur verdammt heiß!
      Thomas nahm sich eine Tasse mit Tee und lehnte sich zurück, während er die beiden musterte. „Wie heißt ihr eigentlich?“.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor versuchte nicht es sich gemütlicher zu machen, als er eh schon das Gefühl hatte es tun zu können. Es lag etwas in der Luft, das er nicht greifen konnte. Thomas erschien nett und hilfsbereit, doch seine Augen hatten Victor anderes gezeigt. Als er gelächelt hatte, war da keine Wärme in den Augen zu spüren. Doch er konnte sich auch täuschen oder nicht?
      Naira wusste genau so wenig mit der Situation anzufangen wie Victor und so saßen sie nun beide da und hofften wohl nicht in der ersten Minute von einem wildfremden umgebracht zu werden.

      Gerade als er auf sein Handy schauen wollte, um zu sehen, ob er Empfang hatte, kam Thomas wieder und stellte ihnen das Tablett mit zwei Schüsseln Suppe vor die Nase. Einen heißen Tee gab es auch für jeden, damit sie sich auch von innen her aufwärmen konnten.
      Victor fröstelte einen Moment, schüttelte es aber ab und setzte sich weiter vor auf die Kante. Im Gegensatz zu Naira dachte er gar nicht darüber nach, ob die Suppe verdorben sein konnte. Er nahm sofort einen Löffel davon und merkte schnell, dass sie ihm sehr gut tat. Auch wenn sie zu heiß war und er sich sofort die Zunge an ihr verbrannte, konnte er nicht widerstehen.
      "Mh...mein Name ist Victor Parker und das ist Naira O'Connor.", sprach Victor zwischen zwei Bissen. Er merkte es nicht, doch die Augen ihres Retters blitzte zufrieden auf. Er hatte die Opfer bekommen, nach denen er auch gesucht hatte.
      "Ihr seid ein nettes Paar. Was habt ihr denn so weit draußen bei dem Wetter zu suchen gehabt?"
      Victor hatte sich bei der Bemerkung verschluckt und klopfte sich mehrmals auf die Brust, tat sich schwer damit es zu verbergen. Thomas schien es aber ohne Probleme aufzufallen.
      "Vorsicht, vorsicht. Kein Grund hier schnell zu machen. Denke nicht, dass der Sturm so schnell weiterziehen wird und ich habe genug von der Suppe noch da, also wird keiner von uns zu kurz kommen.", wieder lächelte Thomas, dann sah er zu Naira rüber.
    • Naira O‘Connor

      Naira unterdrückte ein Lachen,als sich Victor an der Suppe verschluckte,ausgerechnet nach der Bemerkung des Gastgebers. Sie wusste,warum er sich verschluckt hatte, aß aber weiter in Ruhe ihre Suppe. „Die Suppe schmeckt hervorragend“,sagte sie und blickte zu Thomas hoch,der sie sanft anlächelte. „Was habt ihr in dem Wetter draußen gemacht?“,fragte er und nahm einen Schluck des Tees. „Wir waren auf dem Weg nach Hause,aber das Navi fiel aus“,antwortete die Dunkelhaarige und lächelte sanft zurück. Sie musste doch nicht zu viel verraten, immerhin glaubte der Fremde die beiden waren ein Paar. Musste es immer ein Paar sein, wenn eine Frau mit einem Mann unterwegs war? Sie waren Arbeitskollegen, warum dachte nie einer daran?!
      „Wohnst du hier alleine?“,fragte Naira und nahm die Suppe auf ihren Schoß, bevor sie sich zurück lehnte und es sich ein wenig gemütlicher machte. „Mit meinen Hunden“,antwortete Thomas und setzte ein sanftes Lächeln auf die Lippen. Draußen tobte der Wind und man sah nichts, außer den Schnee. „Wie es aussieht wird es nicht so schnell vorbei sein.. ich beziehe euch gleich das Gäsebett.. ihr wollt doch nicht später mitten in der Nacht zurück reisen..“. Naira wollte schon widersprechen, doch ein Blick von Thomas machte deutlich, dass er keine Widerrede akzeptieren würde. Dann würde sie wohl oder übel noch eine Nacht mit Victor in einem Bett verbringen, was soll’s?
      Es sollte eigentlich vieles.. denn Naira wusste genau, wie nervös sie bei dem Gedanken wurde, vielleicht war ihr die Nacht doch nicht so egal gewesen?
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor hätte sich lieber nicht verschluckt, doch es war zu frisch und zu früh, um nicht darauf reagieren zu können. Er wollte sogar sofort widersprechen, sobald er wieder Luft bekam, doch Naira führte das Gespräch fort ohne weiter darauf einzugehen oder gar einen Kommentar abzulassen. War das nun ihr Plan? Sie gaben sich als Pärchen aus, oder interpretierte Victor da zu viel hinein? Sie hatte doch gesagt gehabt, es wäre ihr egal und sie war in der Entscheidung sogar die erwachsene gewesen. Victor dagegen hatte es schwer sich zu konzentrieren wegen dem Vorfall. Unsicher sah er wieder auf, als Thomas meinte, er würde das Gästebett für die beiden beziehen. Fast schon gewillt wollte er fragen, ob es tatsächlich nur eins war oder ob er sich verhört hatte. Doch er ließ auch das einfach nur so stehen und sah für einen Moment zu Naira. So sehr gefiel ihm das nun auch nicht. Es machte ihn nervös, dabei sollte es doch kein Problem sein. Sie waren erwachsen verdammt und konnten wohl Arbeit und Privates auseinanderhalten. Er konnte das doch, oder nicht?
      Victor widmete sich wieder seiner Suppe und stellte die leere Schüssel schließlich zurück auf den Tisch und ersetzte sie durch die Tasse Tee an die er sich hängte. "Ein Schuss Rum würde das ganze wohl verdammt abrunden.", brummte Victor und sprach die Gedanken wohl laut aus, worauf hin Thomas nur lachte. Er lachte hell, ein perfektes Schauspiel.
      "Also dann...", schließlich stand er auf und klatschte sich dabei auf die Oberschenkel, "Dann werde ich mal hochgehen und das Bett fertig machen. Ich lege euch auch Handtücher für das Bad bereit. Falls ihr etwas braucht, bedient euch ruhig. Die Küche ist ganz eure."
      Dann ging er wieder und ließ die beiden alleine.
      Victor grummelte und sah sich noch einmal um. Der Schrank in der Nähe der Küche machte ihn ein wenig schwach. Darin erkannte er den ein oder anderen guten Alkohol. Selbst ein billiger Fusel hätte ihm nun die Situation erleichtert.
      Bevor er es vergaß, zog er sein Handy heraus und sah endlich drauf, doch vergeblich, denn das barg keine Erleichterung: "Ugh...Ich habe keinen Empfang...und du?"
    • Naira O‘Connor

      Die Dunkelhaarige seufzte leise,als Victor den Rum für seinen Tee ansprach, die beiden waren nicht hier um zu trinken..Doch ein wenig Aufheiterung würde vermutlich beiden gut tun, so angespannt wie beide waren, aber Naira trank nicht im Dienst.
      Thomas verschwand nach oben, da sah ihm Naira noch genau nach, sie war fremden gegenüber schon immer skeptisch gewesen, hing vielleicht sehr mit ihrer Vergangenheit zusammen,aber bevor die näher darüber nachdenken konnte riss sie Victor aus den Gedanken. Kurz sah sie zu ihm, bevor Naira realisierte, was er von ihr wollte. Sie nahm das Handy aus der Hosentasche und entsperrte es, aber bei ihr war das Netz genauso tot. „Ich glaube, wir werden heute auch kein Netz mehr haben“,sagte sie und seufzte, bevor sie zu ihrem Partner blickte.
      Obwohl der Kamin genügend Wärme spendete hatte Naira ein Problem damit, sich aufzuwärmen. Vor allem tief in den Knochen saß die Kälte, und ließ sie immer wieder erschaudern. Deshalb griff sie zu einer dünnen Fleecedecke, die sauber gefaltet an der Lehne des Sofas lag und wickelte sich damit ein. Es war besser, als elendig zu erfrieren, so fühlte sich es nämlich an. „Ich hoffe nur, dass ich morgen das Auto raus kriege“, sagte sie und lehnte ihren Kopf ein wenig zurück, sie war müde und furchtbar fertig, am liebsten hätte sie sich in das Bett verkrochen und bis morgen geschlafen.. vielleicht war es auch keine schlechte Idee? Wenn Victor vor hatte etwas zu trinken konnte sie schlafen gehen.. sie selbst wäre dann ausgeruht, was mit ihm passierte war ihr doch egal.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Der Drang war zwar groß, doch Victor wusste ebenso gut, wie Naira, dass er nicht trinken durfte. Es war nicht einfach sich daran zu halten und das war unter anderem einer der Gründe gewesen, warum Victor seinen Dienst in Brooklyn streichen durfte. Man hatte ihn einfach rausgeworfen. Das alles war Victor im Moment zu viel. Auch ihm war noch kalt, doch er hatte sich nicht genehmigt etwas in dem Haus anzufassen. Er gewährte es auch viel lieber Naira, die sich nach einem Moment die Fleece-Decke nahm und sich damit eindeckte.
      Süß...Schoss es ihm durch den Kopf, doch so schnell wie es ging drehte er sich ab und peinigte sich selbst bei dem Gedanken mit einer Beleidigung. Seine Partnerin war tabu für ihn und ihr schien es ja auch nichts auszumachen einen Schlussstrich nach dem Wochenende zu ziehen. Aus einigen Gründen schien das Victor jedoch Probleme zu bereiten. Es gefiel ihm nicht, dass er derjenige war, der sich viel zu viele Gedanken um sie machte.
      "Den bekommen wir schon irgendwie raus. Wichtiger is wohl eher, dass wir uns bald melden...", sagte er etwas leiser, damit Thomas es nicht mitbekam. Sie sollten wohl vorerst nicht verraten dass sie Polizisten waren.

      Nach einer Weile der Stille stand Victor auf und nahm seinen Tee auf einen kleinen Spaziergang durch das Wohnzimmer. Es hingen keine Bilder an den Wänden, nur die ausgestopften Tiere. Auf dem Kamin standen nur Kerzenständer. Dekorationen konnte man über das ganze Haus verteilt wahrscheinlich finden. Ein großes Bücherregal schenkte Victor schließlich die Ablenkung, die er suchte. Alle Bücher handelten vor allem um Psychologie und Medizin. Interessiert legte Victor den Kopf schief. Jemand der sich für solche Themenbereiche interessierte und dann hier draußen lebte? Er fand es merkwürdig, beließ es aber noch dabei. Hin und wieder am Tee schlürfend.
    • Naira O‘Connor

      Sie hatte seinen Blick bemerkt gehabt und hielt sich wirklich zurück, um keine Bemerkung zu machen oder noch schlimmer.. um nicht rot zu werden, denn es war kein normaler Blick gewesen, wie es sonst immer war. Naira hatte schon gemerkt gehabt,dass sich alles verändert hatte, seit der gemeinsamen Nacht, aber sie hatte versucht es noch so gut zu verdrängen, wie es nur möglich war.
      Auf seine Worte hin nickte sie und sah schnell wieder zu ihrem Tee, um sich etwas abzulenken. Victor machte es deutlich klüger, denn er stand auf und sah sich in dem Wohnzimmer etwas um. Naira dagegen blieb sitzen und beobachtete ihren Partner. Viel Zeit blieb ihr nicht, schon bald kam der Gastgeber wieder runter und sah zu den beiden Gästen. „Das Bett ist bereit für euch und wenn das Wasser sich gleich aufgewärmt hat, könnt ihr auch duschen gehen“, erklärte er und schenkte den beiden wieder ein aufrichtiges Lächeln. „Was interessantes gefunden?“,fragte Thomas,während er sich den Hunden widmete. „Darf der kleine auch was kriegen?“,kam es aus der Küche,scheinbar wollte er die Hunde füttern. Ein mulmiges Gefühl überkam Naira, sie ließ bisher niemanden ihren Hund füttern, er hatte eine bestimmte ‚Diät‘ einzuhalten, aber den Hund konnte sie nicht einfach verhungern lassen. „Ja..“, kam es von der Dunkelhaarigen und sie sah in Richtung der Küche, während sie sich weiter in die Decke einwickelte.
      „Möchtest du dich denn schon hinlegen?“,fragte sie ihren Partner, um auf das Thema von vorhin zurück zu kommen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Vorsichtig nahm Victor eins der Bücher heraus, neigte es ein wenig, um das Titelbild sehen zu können, doch auch dieses sagte ihm nicht viel mehr. Es sah aus wie ein stinklangweiliges Wissenschaftsbuch, dass er als junger Kadett gehasst hatte. All diese psychologischen Spielchen, all die wichtigen Merkmale, die er sich hatte merken müssen. Er hat es getan, schließlich ist er ein sehr guter Detective geworden und es hatte ihm geholfen, gemocht hatte er es trotzdem nicht. Leicht erschrocken über die Wiederkehr des Gastgebers, schob er das Buch wieder zurück. Victor fühlte sich ein wenig ertappt, schüttelte nur leicht den Kopf auf die Frage, ob er etwas interessantes gefunden hatte. Eigentlich ja schon, aber das musste er nun nicht mit dem Mann ausdiskutieren. Es reichte ihm, dass er es gesehen hatte. Aufmerksam sah Victor ihm nach und warf dann einen Blick zu Naira. Sie war durchgefroren und eine warme Dusche und ein schönes warmes Bad würde ihnen beiden wohl zu mehr verhelfen.
      Kurz musterte er ihr Gesicht, als sie fragte, ob er sich schon hinlegen wollte. Was war das nun für eine Frage. Bildete er sich etwas ein, die Frage sei seltsam formuliert? Spekulierte sie darauf, dass er nun mit ihr flirten würde...?
      Victors Gedanken und Hirn zogen die Notbremse. Er ging zu weit und machte sich nur verrückt. Leise atmete er also tief durch und sah zu kurz zu der Küche.
      "Ja, ich glaube, wir sollten uns ausruhen. Das war keine einfache Fahrt und ein sehr rasantes Ende...", erwiderte er mit beer Stimme.
      Thomas lächelte ihnen nur entgegen und sah dann auf die Uhr, als er wieder in das Wohnzimmer kam. Seine Aura hatte etwas einladendes, gleichzeitig wirkte es wie ein Wolf im Schafspelz. Ob er ihnen etwas in den Tee gemischt hatte?
      "Nur keine Eile, wie gesagt, der Sturm wird wohl nicht so schnell vorbei ziehen. Aber eine gute Mütze Schlaf, wird euch beide wieder auf die Beine bringen. Und morgen früh zaubere ich euch ein wunderbares Frühstück, so dass ihr genug Kraft habt."
      So verdammt freundlich. Victor entgegnete mit einem höflichen Lächeln und nickte ihm zu, dann sah er zu Naira und nickte zu ihr, damit sie gemeinsam das Gästezimmer auffinden sollten. Nicht so, wie es Pärchen tat. Vielleicht eher eins, dass einen langen und anstrengenden Streit hinter sich hatte und nun kurz vor der Scheidung stand.
    • Naira O‘Connor

      Sie würde sicherlich nicht ohne Victor da hoch gehen, zu groß war ihr Misstrauen zu fremden Personen, aber Victors Blick deutete ihr irgendwie etwas komisches an. Er musterte sie normalerweise nicht so lange, jedenfalls nicht während sie ihn ebenfalls ansah. Sollte sie etwas sagen? Oder einfach schweigen und Nicken?
      Victor schlug aber vor, schlafen zu gehen und so musste Naira nichts mehr sagen. Sie nickte seinem Vorschlag einfach nur zu, Schlaf würde beiden einfach gut tun, der Tag war hart,aber noch härter war die Niederlage, die beide einstecken mussten. Naira schenkte ihrem Gastgeber ein Lächeln,als dieser vorschlug den beiden ein Frühstück vorzubereiten. Die Dunkelhaarige frühstückte nicht gerne, aber sie konnte diese Freundlichkeit nicht ablehnen. Diese fast schon übertriebene Freundlichkeit, die langsam auch Naira ein wenig merkwürdig erschien.
      Victor nickte seiner Partnerin zu, die ihm ebenfalls zunickte, bevor sie sich erhob und die Decke langsam zusammen faltete. Zu gerne wollte sie diese wieder so zurück legen, wie es vorher war, eine kleine Macke von Naira.. so gut wie es möglich war lag die Decke wie vorhin und sie konnte in Richtung der Treppe laufen. Mit einem kurzen präzisen Pfiff holte sie ihren Husky noch zu sich und sah zu Thomas, sie wusste schließlich nicht wohin. „Nach oben und dann rechts..in das Bad kommt ihr durch die Tür im Zimmer..“,sagte er und Naira nickte mit einem Lächeln. „Danke sehr.. gute Nacht dir“. Damit nahm sie die Treppe nach oben, um sich nach dem besagten Zimmer umzusehen. Am liebsten wollte Naira unter die warme Dusche steigen und die Kälte aus ihren Knochen vertreiben, aber das große Doppelbett in dem Gästezimmer brachte viel zu viele falsche Gedanken mit sich mit..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Victor kam ihr die Treppe hoch, jedoch nicht ohne ein paar Blicke zurück zu Thomas zu werfen, der sich jedoch nicht bewegte. Stattdessen stand er weiterhin in der Tür und sah den beiden nach, lächelte fortwährend, als gäbe es etwas lustiges oder erheiterndes an diesem Tag. Dabei konnte sich Victor kaum vorstellen, was so unglaublich toll an diesem Tag sein sollte. Ein Schneesturm, es war kalt bis in die Knochen, ein seltsamer Mann gabelt sie auf, wie von Gott als Retter gesandt und dann kam auch noch das Bett.
      Grummelnd sah Victor das Doppelbett an. Es war groß genug für zwei Person, sogar ein wenig luxuriös für so ein Gästezimmer. Woher der Mann wohl all das Geld hatte, vielleicht waren die Bücher nicht nur zur Deko oder für ein absurdes Hobby, sondern der Job des Mannes.
      Victor ließ die Tür hinter sich ins Schloss fallen, nachdem er den Schlüssel herausgenommen hatte und auf ihrer Seite, diese dann abschloss. Er wollte keinen unangenehmen Überraschungen. Den Schlüssel legte er auch sogleich auf eine kleine Kommode auf einer Seite des Bettes. Er hatte das Gefühl sich nun so trotzig zu verhalten wie ein kleines Kind, doch er konnte nicht anders. Es regte ihn auf. Sie waren kein Paar, es war nur ein Ausrutscher, der einfach noch zu frisch war, er sollte sich gar nicht so anstellen. Der versuch sich abzulenken wieder, brachte ihn dazu an das Fenster zu gehen, doch mehr als ein wild umherfliegendes weiß konnte er nicht erkennen. Trotz des anfangenden Abends, war es sehr hell draußen. Das mochte aber auch einfach an dem ganzen Weiß liegen, das vom Himmel runter fiel.
      Brummend und ein Räuspern anhängend, wandte er sich wieder an Naira: "Geh ruhig zu erst duschen. Ich mach danach..."
    • Naira O‘Connor

      Sie seufzte leise,als auch in den Ecken kein weiteres Bett fand und gab sich mit dem Gedanken zufrieden, wohl oder übel mit Victor in einem Bett schlafen zu müssen. Es wäre ja nicht so schlimm, würde es nicht so einen kleinen Zwischenfall zwischen den beiden gegeben haben..
      „Okay“,sagte Naira,als Victor sie zuerst unter die Dusche ließ. Sie nahm langsam ihre Waffe raus und legte sie auf das kleine Nachtschränkchen auf einer Seite des Bettes. Sie holte alles mögliche raus, wie die Schlüssel und das Handy, bevor sie ihre Bluse aufknöpfte und sie neben die ganzen Sachen legte. „Du bleibst“, befahl Naira ihrem Hund und er legte sich auf den Teppich hin, während er seinem Fauchen nachsah, welches im Badezimmer verschwand. Naira schloss nicht ab, es gab immerhin keinen Schlüssel ,aber sie traute ihren Partner, Victor würde nicht reinkommen.
      Keine zehn Minuten später quälte sie sich aus der warmen Dusche raus, auch wenn sich ihre Knochen immer noch eiskalt anfühlten. Es ging ihr aber schon ein wenig besser.. nur mit dem Gedanken, sie hätte nichts zum anziehen konnte sich Naira nicht ganz anfreunden. Letztendlich kam sie in Unterwäsche wieder raus, in Klamotten zu schlafen war nichts für sie, wenigstens das Unterhemd ließ sie aber an. Den Blick von Victor mied sie,während sie unter die Decke auf ihrer Seite schlüpfte und sich das Kissen gemütlicher machte. Er hatte sie schon mal komplett nackt gesehen, aber das alles ließ die Erinnerungen wieder hoch kommen...
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
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