[2er RPG] I Hate You - I Love You

    • Alais

      Ich lehnte mich gemütlich gegen die Lehne des Sofas und legte meine Füße auf Luciels Knien ab. "Ich habe als Kind bei meiner Großmutter gelebt, weil meine Mutter es nicht hingekriegt hatte, mich zu erziehen.. Ihrer Meinung nach natürlich.. und um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen, habe ich ziemlich vieles gemacht.. Ich habe mir die Haare abrasiert, als ich acht war... ",erzählte ich und muste kurz lachen. "Ich habe mit sechzehn geraucht, um ihr zu zeigen, dass ich da bin, aber leider schmeckte es mir nicht.. Leider, weil es sie ziemlich auf die Palme gebracht hatte.. Und irgendwann wurde ich zu einem Miststück.. Und dann hat sie mir plötzlich ihre Aufmerksamkeit geschenkt, bevor sie weg war..". Mir wurde es dann erst klar, dass es gar nicht so witzig war, wie ich es dachte. "Hast du komische Sachen früher gemacht?",fragte ich und griff wieder zu dem Wein.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Interessiert hörte ich Alais zu, blickte auf ihre Füße, die sie auf meinen Knien hatte. Brachte nicht viel, weil es dunkel war, aber man könnte es als Reflex bezeichnen. Ich versuchte mir das Mädchen mit dem pinken Haarschopf mit abrasierten Haaren vorzustellen, es gelang mir nicht. "Gibt es davon Bilder?" hakte ich amüsiert nach und musste selbst leicht lachen, als sie lachte. Klar war das keine schöne Geschichte, aber was half es denn, wenn wir uns nun gegenseitig bemitleideten? Das würde es in meinen Augen nur noch trauriger machen. "Nein, ich war früher ziemlich brav und anständig. Ich mache solche Sachen eher in diesem Alter." antwortete ich Alais grinsend und kuschelte mich etwas mehr in die Sofalehne. Das Licht war immer noch aus und es wirkte nicht unbedingt so, als würden unsere Leute merken, dass wir nicht da sind. Man, dabei hatte ich langsam aber sicher wirklich Hunger. "Ich hab Hunger...schade um das nicht bestellte Essen...."


      ღ For my lovely Warlock ღ
    • Alais

      Ich sah zu Luciel, obwohl es dunkel war und schmunzelte. "Ja, es gibt Bilder davon..",grinste ich und setzte mich auf, nur um mich dann gegen Luciel anzulehnen, was deutlich gemütlicher war. "Du warst brav?",hakte ich nach und musste lachen. "Ich hatte mir doch als einen kleinen Rabauken vorgestellt, den man verfluchte",entgegnete ich amüsiert und schüttelte belustigt den Kopf. Nie und nimmer war Luciel brav und anständig. Aber wahrscheinlich als Kind ziemlich süß.
      "Ich kann uns gleich immer noch etwas bestellen, wenn uns da mal jemand bemerken wurde", sagte ich, wobei ich alles nach wenn lauter aussprach,damit uns vielleicht jemand da oben bemerken wurde. "Wir könnten auch gegen die Tür hämmern", schlug ich vor und sah nach hinten zu Luciel. Natürlich vergeblich, es war schließlich dunkel.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Du weißt, das ich jetzt erwarte, dass du mir die irgendwann einmal zeigst oder?" antwortete ich ihr belustigt und hoffte inständig, dass ich mir nachdem ich Foto davon gesehen hatte, mir diesen Anblick besser vorstellen könnte. Sicherlich war Alais mit so einer radikalen Frisur zu sehen, ein ganz besonderes Ereignis. Ich wusste nicht ob ich lachen oder geschockt sein sollte, wenn es dann soweit war. Ich ließ sie sich an mich lehnen, als ich plötzlich ihren Kopf auf meiner Schulter spürte und schmunzelte leicht. "Ich war wirklich brav, ob du es glaubst oder nicht. Ich war ein echt anständiges Kind, ich hatte auch keinen Grund es nicht zu sein. " erklärte ich ihr dann und das war keine Lüge. Ich war als Kind echt ein Engel. Ein Teufel wurde ich erst, als ich älter wurde und das mit meinem Vater passierte. Mein Magen meldete sich langsam zu Wort, um unser Gespräch zu unterbrechen und ich erinnerte mich mit einem Seufzen daran, dass wir ja eigentlich Essen bestellen wollten.
      "Meinst du das hilft? Bei unserem Glück, vögeln die da oben noch und haben uns echt total vergesen." brummte ich dann, wobei mir bei dem Gedanken schlagartig schlecht wurde.


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    • Alais

      "Ja, ich werde sie dir irgendwann zeigen",schmunzelte ich und lachte dann. Wo die Fotos sich jetzt befanden wusste ich nicht, aber ich würde sie gerne für ihn suchen, wenn er sie sehen wollte. "Ich frage mal deine Mutter, ob du wirklich so ein Engel warst.. ",neckte ich Luciel und grinste dann blöd, jedoch ohne Erfolg, es war schließlich immer noch dunkel. "Darf ich den Grund erfahren, warum du denn nicht ein braver Engel geblieben bist?",fragte ich Luciel und sah zu ihm hoch. Dadurch, dass sich meine Augen inzwischen an die Dunkelheit gewohnt haben und etwas von dem Mondlicht rein schien könnte ich wenigstens die Umrisse seiner Augen erkennen.
      "Wir könnten auch etwas Spaß haben wenn du willst",hauchte ich Luciel ins Ohr, nachdem er unsere Eltern erwähnte. "Hier unten gibt es ganz viele Sachen zum kaputt machen.. Vielleicht hören die beiden uns dann". Ich grinste frech legte meinen Kopf dann aber wieder auf seine Schulter.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • (Versuche mich mit langsamen Schritten wieder an die Post zu wagen =) Bitte nicht böse sein, wenn es nicht zu viele werden. Hast ja mitbekommen, was passiert ist...)

      Luciel

      "Ich nehme dich beim Wort. Ich vergesse das mit den Bildern garantiert nicht." antwortete ich amüsiert und war dankbar, dass mich Alais von unserer derzeitigen Situation so gut ablenkte. Ich wollte nicht daran denken, dass wir immer noch in diesem ätzenden Keller fest saßen und war dankbar für jede Art von Ablenkung. Ja...ich war froh, dass ich hier nicht allein war. Als wir auf meine Kindheit zu sprechen kamen, wusste ich nicht so Recht, ob ich ihr auf ihre Frage antworten sollte. "Du kannst meine Mutter gern fragen. Ich hab mich nach dem Verlust meines Dads verändert. Gefühle sind nicht mein Ding und ich wollte diese Trauer los werden, also hab ich angefangen, gar keine mehr so richtig zuzulassen." erklärte ich ihr dann und verstand selbst nicht, warum zur Hölle, ich ihr das verraten hatte. Das ist der Wein! Das muss der Wein sein! Alais Aussage bezüglich des ´Spaß´habens, war so zweideutig, dass ich mich an besagtem Wein verschluckte, als ich einen erneuten Schluck davon nahm. Gerade als ich daraufhin etwas erwidern wollte, erklärte sie mir ihre eigentliche Intension. "Sollen wir es versuchen? Was willst du hier den zertrümmern...beziehungsweise überhaupt ganz lassen?"


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    • Alais

      Ich sagte nichts, als er mir von seinem Vater und dem nicht Zuzulassen der Gefühle. Was Gefühle aus jemanden machen können wusste ich selber sehr gut. Menschen veränderten sich, ich hatte es selbst erlebt und erlebe es immer noch, deshalb verurteilte ich Luciel nicht dafür, dass er es tat. Ich selbst sprach über so gut wie nichts, was mich traurig machte, was ich nicht ab konnte, nicht einmal als mein Vater mich vor Luciel geschlagen hatte, nicht einmal dort habe ich etwas richtiges gezeigt.
      Luciel verschluckte sich und ich musste wirklich anfangen zu lachen. "Wir können auch diese Art von Spaß gerne haben", grinste ich und lachte noch einmal ganz kurz, bevor ich mich aufsetzte um den Armen trinken zu lassen. "Nun, wir können gerne alles nehmen, nur die Flaschen hätte ich noch ganz gerne!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Mir gefiel dieser Themenumschwung überhaupt nicht und so war ich wirklich dankbar, dass Alais kein weiteres Wort verlor. Ich hasste es mir Schwäche einzugestehen und das tat ich mit so einem Gespräch, dass hatte nichts mit männlichem Ego zu tun, sondern weil ich diesbezüglich einfach zu stur bin. Gerade als ich einen Schluck von dem Wein nehmen wollte, um mich von diesem fast schon therapeutischen Gespräch abzulenken, da hatte Alais schon den nächsten Spruch gebracht. Ich rollte leicht mit den Augen, was man in der Dunkelheit zwar nicht sah, ich mir aber nicht verkneifen konnte. Hatte die Kleine etwa vergessen, dass ich sie nicht mehr anrühren werde? Immerhin wollte ich ihr wirklich nicht weh tun, ganz gleich wie arschig ich auch sein mag. "Mh zertrümmern ist eigentlich weniger mein Stil, aber in der Ecke steht ein alter Plattenspieler, Habt ihr Schallplatten? Das wäre übercool, ich steh auf sowas." erklärte ich ihr dann und hoffte das Licht des Mondes spielte mir da keinen Streich und ich bildete mir das Gerät nicht einfach nur ein, dass wäre sonst echt extrem peinlich.


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    • Alais

      "Plattenspieler?", fragte ich und sah in die von Luciel besagte Richtung. Schwach konnte ich dort etwas erkennen,aber ich hätte es nicht als Plattenspieler gedeutet. Kurzer Hand stand ich auf und bewegte mich zu dem besagten Ding, bevor ich erstaunt feststellen musste, dass es tatsächlich ein Plattenspieler war. Seit wann hatten meine Eltern so etwas im Haus gehabt? Warum wusste ich davon nichts? "Du hattest recht.. Vielleicht finden wir noch einige Platten hier!", entgegnete ich begeistert und holte den vollkommen verstaubten Plattenspieler zunächst raus. Ich fand dahinter einige Platten,die ich aber nicht wirklich lesen und deuten konnte. "Ich kann da schlecht erkennen, aber wir haben einiges hier". Mit den Sachen nahm ich den Weg auf die Couch wieder und setzte mich zurück,um Luciel die Sachen zu geben. "Ist aber ziemlich verstaubt das Ding.. liegt hier wahrscheinlich seit Ewigkeiten, wenn nicht länger!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Luciel

      Meine Augen hellten sich direkt auf, als es sich tatsächlich bestätigte, dass es sich bei dem Umriss den ich erkannte, um einen alten Plattenspieler handelte. Ich hatte ja schon immer eine Schwäche für solche Sachen und Alais schien neben ihrer Verwunderung auch ziemlich begeistert von der Entdeckung zu sein. "Das wäre echt cool, warte ich helfe dir suchen." meinte ich dann bezüglich der passenden Schallplatten und stand vorsichtig auf, während ich im dem mehr als nur spärlich beleuchteten Raum nach passenden Platten für das Gerät suchte. Es wäre schon echt stark, wenn wir welche finden würden und da Plattenspieler ziemlich laut sein können, würden uns die beiden sicherlich hören. Nun dazu musste das Ding aber auch funktionieren. Als Alais plötzlich meinte, dass sie welche gefunden hatte, kehrte ich ebenfalls zum Sofa zurück und blickte neugierig auf die Schallplatten die sich entdeckt hatte. Auf Grund der Dunkelheit konnte man aber wirklich nichts lesen. "Dann lassen wir uns einfach mal überraschen und legen eine auf." murmelte ich dann, nahm eine aus Ihrer Hand und steuerte den Plattenspieler an, der hoffentlich trotz des Staubes funktionierte.


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    • Alais


      "Ich kann ein Tuch suchen, damit wir den Staub wegbringen können!", schlug ich vor, während sich Luciel mit dem Ding beschäftigte. "Ich wusste nicht, dass du so etwas gern hast..Wir müssten den Keller mal zusammen durchsuchen.. Vielleicht finden wir noch mehr coole Sachen". Ich warf ein paar Sachen um, bevor ich ein Stück Stoff rausholte und es raus zog. "Vielleicht kannst du damit etwas Staub runter nehmen.. Zwar nicht perfekt, aber es kann helfen!". Mit dem Tuch steuerte ich Luciel und den Plattenspieler auf, bevor ich ihm das Stück Stoff hin hielt. "Ich hoffe nur, du kriegst es zum laufen! Das würde ich mir später ins Zimmer stellen.. Oder in meine Wohnung mitnehmen!". Ein schönes Dekorationstück war es alle Mal, solange man es entstauben und zum laufen bringen konnte, dazu würden die Möbel passen, die ich mir schon länger gewünscht hatte.. Neu traf auf alt, das war etwas, was ich wirklich schön fand.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Gute Idee."murmelte ich dann und ging vorsichtig mit der Schallplatte zurück zum Plattenspieler. Ich wollte lieber nicht wissen, wie viele Staubschichten auf dem armen Schmuckstück waren. Sie hätten es abdecken sollen. Andererseits hätte ich es dann auch nicht entdeckt. "Naja, ich liebe Musik, es ist nur natürlich das es mich zu so etwas zieht. Außerdem ist die Qualität einer Schallplatte von ihrem Klang einfach unübertroffen. Eine CD kann niemals so eine Klangqualität erzeugen." antwortete ich Alais auf ihre Verwunderung bezüglich meiner Begeisterung und nahm ihr das Tuch ab. Ich versuchte zumindest so gut es ging, den Plattenspieler zu reinigen, immerhin sah ich hier unten praktisch nur die Hand vor Augen. "Naja, falls er kaputt sein sollte, werde ich ihn schon zum Laufen kriegen. Allerdings erst, wenn wir hier raus kommen und ich ordentliches Licht habe, sonst beschädige ich mehr als das ich repariere." erklärte ich der Kleinen dann. Ich würde das gute Stück gerne mal bei voller Beleuchtung sehen! Sicherlich war es eine prachtvolle Antiquität.


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    • Alais

      Wahrscheinlich war es der Wein, der auf den leeren Magen ganz schön reinhaute, aber meine Begeisterung für Luciel stieg mit jedem seiner Worte mehr. Ich war auch ein großer Fan von Musik, ich lebte quasi für die Musik und auch mein Klavier,doch auch wenn ich sein Weihnachtsgeschenk echt toll fand hätte ich nicht gedacht, dass er so ein großer Fan von Musik ist. Auch diese Sicherheit, dass Ding zum laufen zu bringen fand ich mehr als nur cool. Ich fand ihn wirklich zum begeistern, in solchen Momenten war es nur schwer, meine Gefühle zu ignorieren,obwohl ich denen auch nicht ganz sicher war. Ich war neben ihm so...durcheinander.
      "Ich finde so etwas einfach nur Hammer.. vor allem, weil ich ein riesen Fan von der älteren Musik bin.. wobei man sagen muss, dass inzwischen auch vieles auf den Platten rausgebracht wird, weil sich die Leute die alten Sachen wieder kaufen.. heißt Vintage oder so".
      "Ich kann die Treppe Vielleicht hoch laufen und den Schalter betätigen, magst du?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Diese Leidenschaft für Musik, schien ich mit Alais wirklich zu teilen. Ich wusste ja, dass sie sich dafür begeisterte. Immerhin spielt man ein Instrument ja nicht einfach so und die Kleine trällert auch oft genug. Musik ist in meinen Augen etwas das verbindet und offenbar haben die Pinkhaarige und ich in diesem Punkt etwas gefunden, dass uns verband und näher brachte. Naja mal abgesehen von unserem kleinen Bettabenteuer, dass ich im nach hinein wirklich bescheuert finde. Ich hätte mich nicht so gehen lassen dürfen. Als die Kleine dann so begeistert von alter Musik sprach, hörte ich ihr aufmerksam zu und musste sogar leicht lächeln. "Ich mag so etwas auch sehr. Ich hatte dafür auch immer eine Schwäche, darum habe ich auch unzählige CD´s Zuhause die ich in Läden ausgegraben habe, die normale Musikgeschäfte schon gar nicht mehr führen. So ein Plattenspieler allerdings ist ein echter Traum. Ich muss gestehen, dass ich gerade echt neidisch bin. Ich werde das Baby auf jedenfall zum Laufen bringen. Neben der Musik ist die Technik mein liebstes Hobby." erzählte ich ihr dann und war selbst irritiert wie gesprächig ich auf einmal war. Das sah mir nicht ähnlich.
      Bei ihrer nächsten Aussage hin, hätte ich sie am liebsten sprachlos angestarrt. "Sag mir bitte nicht, dass hättest du die ganze Zeit tun können und wir sitzen hier bloß im Dunkeln, weil dir das erst jetzt einfällt. Ich dachte das sei ein kompletter Ausfall und das geht erst nach einer Weile wieder an oder bis wir den Sicherungskasten hier irgendwo im Dunkeln finden."


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    • Alais

      "Äh ",entgegnete ich und kratzte mich am Hinterkopf. "Es geht an, theoretisch.. aber.. nun.. ich habe es schon einmal versucht und habe mir den Knöchel verstaucht.. weil ich ja im Dunkeln nichts sehe...und die Treppe alt ist.",entgegnete ich. "ob das allerdings wirklich an geht ist noch eine andere Sache..deshalb sagte ich, versuchen...mein Vater überlässt nämlich alles sich Selbst hier im Haus..Aber für das Ding hier, würde es mir echt wert sein, es noch einmal zu tun! .". Ja, wirklich alles. Dafür hatte ich jetzt Luciel, wenn er so gerne an Sachen bastelte. Dann konnte er eine Menge im Haus reparieren, aber anderer seits hatte ich ja vor, auszuziehen und dann wäre mir so etwas total egal.
      Schulterzuckend drehte ich mich um, um den Weg zu der Treppe irgendwie zu finden. Dafür suchte ich zunächst die Wand, von einer Wand aus würde es sicherlich viel einfacher gehen. "Ich klopfe dann mal oben, Vielleicht hören die das bei der Stahltür!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Aufmerksam hörte ich Alais zu und war echt froh, dass sie mir jetzt mit keiner dummen Erklärung kam, sondern mit einer die ich durchaus nachvollziehen konnte. Daher antwortete ich ihr auch gelassen "Verstehe." Mein Blick wanderte zu der Kleinen, als sie aufstand und offenbar versuchte wirklich zu der Treppe zu kommen. "Hey, hör auf. Später fällst du wirklich noch, ich repariere dir den Plattenspieler sobald wir hier rauskommen. Schauen wir doch erst einmal ob das Baby nicht vielleicht schon funktioniert." meinte ich dann und versuchte im Dunkeln irgendwie eine der Schallplatten in den Plattenspieler zu bekommen. Wer glaubt, dass es einfach ist diese riesen Platten in dieses Gerät zu bekommen, hat es noch nie im Dunkeln versucht. Ich hoffte ja inständig, ich hatte sie richtig eingelegt, ich war mir da nämlich nicht wirklich sicher. Allerdings war laut meinem Tastgefühl der Plattentext oben, also musste es doch irgendwie funktionieren. "Versuchen wir mal unser Glück, komm her zu mir Alais." bat ich dann die Langhaarige und streckte meinen Arm nach ihr aus, damit ich sie zu mir führen konnte und sie nicht stolperte.


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    • Alais

      Ich sollte es lassen, was mich schon etwas verwunderte, aber scheinbar nahm es Luciel ziemlich locker und ich nickte deshalb, als er es für später beließ. Als er seine Hand nach mir ausstreckte zögerte ich nicht lange, sondern griff zu ihr und grinste innerlich wie die Blöde. Vermutlich machte der Alkohol seine Arbeit und hinterließ eine Gänsehaut auf meinem Körper, als meine Hand seine berührte. Es war, als hätte ich ihn zum aller ersten Mal angefasst, aber wie gesagt, es war vermutlich der Alkohol dran schuld.
      Ich ließ mich von Luciel ziehen und auch führen, dachte aber nicht daran, ihn so schnell loszulassen, andererseits brauchte er die Hand sicherlich für das tolle von uns gefundene Gerät, weshalb ich es ihm überließ, ob er die Hand loslassen würde, oder nicht. "Ich hoffe, daran ist nichts zu machen..",entgegnete ich voller Hoffnung und sah zu dem Gerät hin, hoffentlich funktionierte es.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      Als ich die zierliche Hand von Alais spürte, verschränkten sich unsere Finger in der Dunkelheit und aus mir nicht erklärlichen Gründen, jagte mir diese Berührung einen warmen Schauer über den Körper. Bekam man nicht für gewöhnlich kalte Schauer, wenn etwas merkwürdig war? Was war das jetzt für ein Gefühl? Ich versuchte das alles auf den Alkohol zu schieben, auch wenn ich immer noch stocknüchtern war und zog Alais dann in meine Arme. So war sie wenigstens in meiner Nähe, ich war in dem Keller nicht allein und ich musste mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, dass ihr etwas passierte. Es war etwas eigenartig, ihr nach all der Zeit wieder so nah zu sein. Das erschreckende war, dass es mir nicht unangenehm war...im Gegenteil. Mh, vielleicht war der Wein doch stärker als ich dachte und ich bilde es mir nur ein, das ich nüchtern bin? Ich versuchte diese Gedankengänge einfach bei Seite zu schieben und konzentrierte mich wieder auf den Plattenspieler. "Dann wollen wir mal." ich hatte es irgendwie geschafft, die Platte einzulegen und versuchte das Gerät im Dunkeln zum Laufen zu kriegen. Tatsächlich: Es funktionierte. "Yes, awesome. Es funktioniert." kam es dann hochgradig zufrieden von mir. Zwar lief die Platte nicht ganz flüssig, aber ich konnte bei dem Licht auch nicht erkennen, ob die Schallplatte einfach nur Kratzer hatte oder es an dem Gerät lag. Fakt war aber, dass nichts gravierendes beschädigt war und ich das Baby wieder in Schwung bekam. Nun ertönte zwar tatsächlich eine steinalte Musik, aber das hatte einfach nur total Stil. "Richtig genial."


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    • Alais

      Mein Herz blieb stehen, als mich Luciel in seine Arme zog. Es wurde zwischen uns immer merkwürdiger, je mehr wir zusammen abhingen, oder es war immer nur der Alkohol Schuld, denn fast jedes Mal,wenn etwas passierte war er im Spiel. So sicher war ich mir meinen Gefühlen dann auch nicht wirklich, aber das würde sich alles ändern, wenn ich studieren gehe, vermutlich würde Luciel Selbst auch nicht lange hier bleiben wollen.
      Mein Gedankengang wurde unterbrochen, als der Plattenspieler tatsächlich Töne von sich gab. "Das ist ja richtig cool!", entgegnete ich begeistert und lächelte breit. Ich sah nach hinten zu Luciel, auch wenn ich nur wenig erkennen konnte. "Das sind glaube ich die Platten meiner Mutter.. ich erinnere mich an die Melodie". Ja, meine Mutter hatte so etwas gehört, aber da war ich wirklich klein, das Ding stand bestimmt seit dem hier. Da war auch wieder meine Laune runter, wenn es um Erinnerungen an meine Mutter ging. Das einzige Thema, worüber ich so gut wie gar nicht sprach.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Luciel

      "Es ist mega cool." stimmte ich Alais zu, die ich in meinen Armen mehr oder weniger noch hielt. Sie saß eigentlich in einer Pseudo-Umarmung, weil ich meine Arme um sie hatte, diese waren allerdings immer noch am Plattenspieler. Es ist schon merkwürdig. Wir können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander. "So? Stand sie auf Oldschool?" murmelte ich dann, auch wenn es nicht interessiert klang. Ich wollte nicht, dass sie anfing über ihre Mutter zu sprechen. Das war jedes Mal das reinste Drama und ausnahmsweise war es gerade einmal richtig angenehm zwischen uns. Das sollte uns jetzt keiner kaputt machen. Moment, was zur Hölle dachte ich da eigentlich? Woah, das wird ja echt immer merkwürdiger. Ich seufzte leicht und strich Alais ein wenig gedankenverloren durchs Haar. "Ich mag es irgendwie.....naja das hier." flüsterte ich leise und streichelte ihr weiter durch das weiche Haar und spielte mit den Haarsträhnen. Ja, ich mochte es irgendwie sie zu berühren, obwohl ich sie doch nicht mehr anfassen wollte, nach all dem was passiert war.


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