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Santiago stand auf und Lewis beschlagnahmte dafür seinen Platz. Jetzt konnte er sich der Länge nach auf der Couch ausstrecken, was er auch gleich tat. Santiago ging hinüber in den Küchenbereich und fing an zu telefonieren. Das hörte sich reichlich langweilig an, weshalb Lewis einen Arm unter den Kopf schob, die Beine überkreuzte und den Zucker von einem Apfelring lutschte. Dabei schloss er wieder die Augen und versuchte sich zu entsinnen, ob ihm beim Treffen irgendwelche Details entgangen waren,…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Codren - - Gruppen RPGs
BeitragMalleus schien wieder ganz der alte zu sein, wenn auch etwas lädiert. Natürlich käme es nur ihm in den Sinn, sich bei Devon dafür zu entschuldigen, dass er ihn angefasst hatte. „Bei dir muss ich mich Bedanken. Du hast mindestens einem von uns heute Nacht das Leben gerettet. Das war sehr mutig.“ Tavas Brust schwellte bei dem Kompliment ein wenig an, sie konnte es gar nicht verhindern. Es war mutig gewesen, sehr richtig! Und vielleicht auch ein wenig gerissen. Sie würde sich zwar nicht auf eine St…
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Keine halbe Stunde später standen sie in einem Supermarkt, vor einem Regal mit Süßigkeiten, das Lewis mit offenem Mund anstarrte. Er hatte nicht ganz begriffen, was hier gerade abging; gerade eben waren sie noch vor einer Explosion und heulenden Polizeisirenen geflüchtet, Santiagos Arm und Hand voller Blut, jetzt standen sie in einem rege besuchten Supermarkt, der kühl und von dem Piepen der Kassen erfüllt war, und Lewis sollte etwas zum snacken aussuchen. Etwas zum snacken? Hatte er irgendwie d…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
Codren - - Gruppen RPGs
BeitragMalleus sah nicht gut aus. In den wenigen Sekunden, die Tava versuchte zu ihm durchzudringen, und die sich anfühlten wie Minuten, flackerten Ausdrücke über Malleus’ Gesicht, die nicht das waren, was Tava sich von ihnen erhofft hätte. Da war noch immer Zweifel, Angst, Abscheu, Schrecken, jetzt aber auch Verwirrung, Unsicherheit. Er wirkte verloren, so wie er dort auf Devon saß, als gehöre er dort nicht hin, als habe ihn jemand anderes dort hingesetzt. Aus der Nähe konnte sie sehen, dass nicht nur…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
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Beitrag“Sei still!”, fuhr Malleus Tava unerwartet an und die gehorchte schlagartig, ohne weiter darüber nachzudenken. Trotzdem duckte sie sich weiter in den Schatten des Mannes, denn dort würde sie zumindest erst mit ihren Hörnern auf Devon stoßen. Was dabei mit Malleus wäre… nun, der Mann konnte selbst auf sich aufpassen. Aber ganz anscheinend hatte er nicht vor, es überhaupt so weit kommen zu lassen. Mit bestimmten Schritten trat er dem Lacerta in den Weg und mit noch einem viel bestimmteren “Es reic…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
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BeitragDevons Bewegung war schnell genug, dass Tava sie nur als reinen Schemen wahrnehmen konnte - aber sie war da, ein ganzkörperliches Zucken, mit dem er sich schneller voranbewegt hätte, als Tava schauen konnte. Einzig und allein die Tatsache, dass er aus irgendeinem Grund doch am Platz blieb, ersparte Tava den albtraumhaften Anblick des riesigen Lacertas und wie er auf sie zugesprungen kam. Denn albtraumhaft war es wirklich, dieser eine, kurze Moment, bei dem Tavas sämtliche Alarmglocken schrillten…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
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BeitragTava war, gelinde gesagt, schrecklich enttäuscht von der einzigartigen Enthüllung. In Tavas Vorstellung waren sie hier einem Geheimnis nahe, das nur dem Lacerta vorbehalten war, die in ihrer abgeschiedenen Lebensweise ein solches Geheimnis sehr gut unter sich verstecken konnten. In Tavas Vorstellung offenbarte Devon ihnen, dass es viel mehr mit dem Drachenherzen auf sich hatte, als ein schlichtes Organ zu sein. In ihrer Vorstellung verbarg sich darin das Geheimnis der Welt, der Natur, für Tava d…
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Toby lauschte schweigend und hob dabei den Blick, um Theresa anzusehen. Das schien er ganz gerne so zu machen, denn das gab ihm die Ausrede, sein Essen ignorieren zu können, das er sowieso nicht sehr euphorisch anfasste. Sein Blick huschte dabei ganz kurz zum Zelteingang, wo in dem Moment Malia sich gerade an ihren Tisch niederließ und zu ihnen herüber sah. Toby war der erste, der seinen Blick wieder abwandte. "Du fragst dich sicher auch, warum hier alle so freundlich sind, oder? Bei dem bunten …
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Beim Erwachen wurde Zoras bereits von Kassandra erwartet. Er hatte tief geschlafen, trotzdem fühlte er sich noch immer ausgelaugt und nicht ganz eins mit sich selbst, als würden die Schatten selbst auf ihn lauern. Er wusste, dass das Gefühl nur daher rührte, dass ein gewisser Therisser in den Katakomben dieses Palastes saß, aber das machte es nicht besser. Dann erzählte Kassandra Zoras, was sie von eben jenem erfahren hatte, und für viele Sekunden fühlte Zoras gar nichts, während er versuchte, d…
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Santiago schaffte es irgendwie, sie unversehrt zum Parkplatz zu bringen. Der Abstand zwischen ihnen und ihren Verfolgern war zwar größer geworden, aber sie waren nie ganz verschwunden. Das Straßennetzwerk von New York war zwar verflucht überfüllt und chaotisch, aber so sehr war es ihnen nun auch keine Hilfe gewesen. Wobei, ohne hätten sie sich vermutlich schon längst mehrere Kugeln eingefangen. Danach folgte der kurze Weg zum Transporter, den Lewis auf der Straße nie als einen von seinen erkannt…
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Der ehemalige Kerkermeister von Theriss hatte sich gar nicht erst die Mühe gemacht, sich aus seinen Fesseln befreien zu wollen oder etwa die Freiheit zu verlangen. Unlängst hatte er verstanden, in welcher Situation er sich hier befand und dass es für ihn kein so schnelles Entkommen geben würde. Ob ihn das in dieser sonst leeren Zelle erleichterte, die rund um die Uhr bewacht wurde? Vermutlich nicht. Er musste sich einfach mit seinem Schicksal abfinden - so wie all die Seelen, die er mit seinem B…
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Es war Kassandra, die die letzte Distanz zwischen ihnen zu überbrücken vermochte. Auf ihrem Gesicht spiegelten sich die Emotionen der vergangenen Sekunden wider, doch jetzt alles in eine Maske aus Ernsthaftigkeit gedrückt. Ihre Augen waren noch immer gerötet, aber als sie jetzt die Arme um ihn legte - vorsichtig, so vorsichtig - rührte der Blick in ihren Augen von einer anderen Intensität. Zoras zögerte nicht davor, die eigenen Arme um den bekannten Leib zu legen, ungeachtet des Wutanfalls vor w…
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Maledictio Draconis [CodAsuWin]
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BeitragNoch bevor Malleus hätte zugreifen können, war die Statue mit dem Namen Devon zurück zum Leben erwacht und nahm die Flasche an sich. Tava warf ihm nur einen halb so intensiven Blick zu, wie sie es sonst getan hätte, und ließ die Flasche gleich los, bevor sie noch die raue Hand des Lacerta berührt hätte. Er war merkwürdig, seitdem er zurückgekehrt war - merkwürdiger als sonst. Ganz still saß er auf seinem Platz und wenn das Feuer richtig flackerte, glitzerte seine Stirn ein wenig. Tava wollte ihn…
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Erleichterung huschte deutlich sichtbar über Tobys Gesicht, als er die angebotene Hand annahm und rücksichtsvoll schüttelte. Um sie herum war es wahrhaftig etwas stiller geworden, aber auch aufmerksamer; Theresas Vordermann tippte wiederum seinem Vordermann auf die Schulter und Tobys Hintermann reckte sich zu seinem Hintermann zurück, um ihm etwas halblaut zuzuflüstern. Toby schien es nicht aufzufallen. “Wollen wir… vielleicht zusammen frühstücken?” Jetzt hellten sich Tobys Augen regelrecht auf.…
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"Es ist kein Traum, Zoras. Du wirst in diesen Alptraum nicht zurückkehren, denn du bist ihm entkommen. Ich würde dir gerne versichern, dass es nie wieder dazu kommen wird, weil ich jetzt da bin, aber… Wie wir gesehen haben, ist das keine Garantie." Kassandras Stimme hörte sich rau an, allzu menschlich. Es war fast so, als würde sie sich überwinden müssen, die Worte auszusprechen. Und Zoras wusste das. Er wusste, dass sie niemals garantieren könnte, dass es nicht wieder vorkam. Zwar würde es wohl…
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Kassandra antwortete nicht direkt, aber sie reagierte. Schon während Zoras' Anfall, während seinen Wörtern, die ihm nur so herausgesprudelt waren, als er einmal damit begonnen hatte, hatte sie ihn an keiner Stelle mehr unterbrochen. Doch in ihren Augen konnte er ablesen, was sie an Worten ungesagt ließ. Und als sie ihm ihren Blick wieder zuwandte, waren sie wässrig vor Tränen. Die Phönixin weinte, stumm und nur wegen ihm. Sie vergoss ihre Tränen, die so kostbar waren, dass es wert war, für sie M…
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"Glaubst du etwa, das macht nichts mit mir?!" Es war diese letzte Frage, die Zoras davon abhielt, den eingesogenen Atem in einem weiteren Anfall wieder auszustoßen. Er wusste, was Amartius' Tod mit Kassandra angestellt hatte, schließlich war er der Überbringer der Nachricht gewesen. Er hatte auch eine Vorstellung davon, wie es gewesen sein musste, Amartius zu gebären. Aber zu wissen, dass er irgendwo ein halbes Leben geführt hatte? Dass Kassandra nie wirklich eine Mutter hatte sein können, wenn …
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Zoras zuckte zusammen, als es plötzlich scharf durch den Raum klirrte. Wenige Sekunden lang war es still gewesen, jetzt war Kassandras Weinkelch in lauter Einzelteile zerplatzt. "Deinen Sohn?" Es gefiel ihm nicht, wie sie es aussprach, so abwertend, so hinterfragend. Ein kaltes Prickeln fuhr dabei durch Zoras' Körper, eine Anbahnung von Zorn, die er bei dem Tonfall verspürte. Sohn. Ja, Sohn. "Was man dir entwendet hat, ist eine Waffe und ein Relikt von deinem Sohn", fuhr Kassandra fort und in ih…
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Zoras wurden Sattel und Zaumzeug gebracht, mehr nicht, denn die Dienerschaft hatte schon gelernt, dass er seine Stute selbst verpflegte, wenn er vor Ort war. Zu seiner wachsenden Bestürzung machte sich seine Garde aber auch eilends daran, Pferde zu besatteln. Er würde nicht einfach davonreiten können, hinaus und in die Wildnis, wo er Kassadra die Sporen geben und über die Landschaft rasen konnte. Wenn er diesen Stall verließ, würde er von einer Traube aus Wachen umringt sein, mehr als sonst, den…
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“Ich bin grausam, Zoras.” Das hatte Kassandra schon einmal gesagt und Zoras glaubte es ihr auch, hatte es selbst mit angesehen. Aber diese Situation war anders. Sie war grausam - aber auch ihm gegenüber? Ihrem Schwurpartner, dem Vater ihres verstorbenen Kindes, dem Mann, der ihr nachgereist war, als er von ihrer Gefangenschaft erfahren hatte? Selbst zu ihm war sie grausam? Zoras presste die Lippen aufeinander. Es gab nichts, was er dazu hätte sagen können, da streckte Kassandra schon die Hand au…