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Cain schnaubte leise durch die Nase. Natürlich. Sie war kaum wieder auf den Beinen und diskutierte bereits erneut mit ihm darüber, dass sie ihn jederzeit wieder beschützen würde. Als wäre das eine völlig normale Aussage. Seine roten Augen hoben sich kurz von den Unterlagen in seiner Hand und musterten sie einen Moment schweigend. Sie meinte jedes einzelne Wort ernst. Das war vermutlich das Verstörendste an der ganzen Sache. Die meisten Wesen, denen Cain in seinem Leben begegnet war, wollten etwa…
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"... mh? Nein. Natürlich nicht.", Antwortete Kagami auf Simones frage, ob er je ein Videospiel gespielt hatte. Simone starrte ihn für einen Moment an. „...Oh.“ Okay. Das erklärte einiges… Die Verwirrung, die Fragen, der Umstand, dass er offenbar nicht einmal wusste, was ein Inventar war. Sie hatte bisher stillschweigend angenommen, jeder Mensch hätte zumindest irgendwann einmal ein Videospiel gespielt. Nicht unbedingt exzessiv oder regelmäßig. Aber gar keines? Nicht einmal ein einziges Rollenspi…
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Selene-9 [OPEN]
BeitragDie Mondbasis Selene-9 gilt als eines der größten technischen Wunderwerke der Menschheit. Ein autarkes Forschungs- und Industriezentrum, betrieben von einer hochentwickelten Verwaltungs-KI und tausenden Robotern. Über zehntausend Menschen lebten und arbeiteten einst dort. Dann brach der Kontakt zur Erde ab. Offiziell wurde die Basis als verloren erklärt. Jahre später erhält X den Auftrag, auf Selene-9 nach der Ursache des Ausfalls zu suchen. Ob als Mechaniker, Bergungsspezialist, Wissenschaftler…
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Das kleine Symbol am oberen Rand ihres Sichtfelds wechselte von „Einladung ausstehend“ zu einer neuen Anzeige. [Gruppe erstellt.] [Mitglieder: 2] [Crawler #2.360.217 – Simone Faraday][Gruppenanführer] [Crawler #3.032.025 – Hiro] „Oh.“ Simone blinzelte. Das war überraschend unkompliziert gewesen. Keine Verträge, Nutzungsbedingungen oder Datenschutzbestimmungen. Nicht einmal ein Häkchen zum Bestätigen. Für ein System, das bisher so erschreckend bürokratisch gewirkt hatte, war das fast schon enttäu…
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Cain hob den Blick von den Unterlagen auf seinem Schreibtisch, die er bis eben noch geordnet hatte, nachdem Davids Besuch mal wieder alles durcheinander gebracht hatte, und musterte sie einen Moment schweigend. „Guten Morgen auch dir.“ Sein Blick wanderte kurz über ihre ramponierte Kleidung. „Und ja, das lässt sich vermutlich arrangieren. Irgendwo in diesem Gebäude werden sich ein paar Kleidungsstücke auftreiben lassen. Ob sie weiß sind, kann ich nicht garantieren. Rot und schwarz gehören eher z…
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Für einen langen Moment blieb Cain einfach stehen. Die Hand ruhte noch dort, wo eben die Wunde gewesen war. Keine Schmerzen mehr. Keine Verletzung. Nichts. Seine roten Augen wanderten langsam von der geschlossenen Haut zu den dunklen Blutflecken auf dem Boden. Viel zu viel Blut. Und keines davon gehörte ihm. "..." Er hob die Hand vor sein Gesicht, öffnete und schloss die Finger einmal. Dann ein zweites Mal. Als müsste er sich vergewissern, dass er tatsächlich noch funktionierte. „Also ehrlich.“ …
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Cain hätte vielleicht wirklich den Mund halten sollen, als er sich nach anderen Engeln erkundigt hatte. Denn kaum hatte er das Thema angesprochen, erschien bereits der nächste ungebetene Gast. Diesmal sogar in himmlischer Originalausführung. Und wie bei sämtlichen Besuchern zuvor schien auch diesem Engel jedes Verständnis für die Existenz von Türen zu fehlen. Gut, fairerweise war es schwierig anzuklopfen, wenn man in Form eines Lichtblitzes erschien. Trotzdem hätte er sich irgendwie ankündigen k…
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Kagamis Gemurmel zufolge hatte er bereits einige Zuschauer gesammelt. Nun ja, wenn er tatsächlich derjenige gewesen war, der gegen das Vieh gekämpft hatte, dessen Jaulen sie zuvor gehört hatte, war das kaum verwunderlich. Allein dadurch war er vermutlich schon deutlich unterhaltsamer gewesen als sie. Sie hatte bisher schließlich nur einen Stock gefunden. Neugierig hob sie ihren Daumen und wechselte erneut zum Reiter „Soziales“. Nope. Immer noch alles auf null. Keine Zuschauer, eine Favoriten, ke…
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Es würde also niemand nach ihr suchen. Einerseits klang das beinahe deprimierend, die Vorstellung, dass sich offenbar niemand genug um sie scherte, um nach ihr zu sehen. Andererseits verspürte Cain zu seiner eigenen Überraschung eine gewisse Erleichterung. Wenn Luna tatsächlich niemand vermisste, würde es hier zumindest nicht schon bald von gefiederten Nervensägen wimmeln, die seine Ruhe störten. „Was deine Ex angeht“, begann Luna nach einer Weile, „sie hat recht. Unbewusst hat sie meinen Schwac…
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Aufmerksam lauschte Cain Lunas Worten. Ihre Fähigkeiten schienen sich erheblich von denen der anderen Engel zu unterscheiden, denen er bislang begegnet war. Ihre Heilfähigkeit hatte er bereits mit eigenen Augen gesehen. Ebenso ihre erste Kampfform. Die Erwähnung einer zweiten Form ließ ihn jedoch aufhorchen. Diese aktivierte sich also nur dann, wenn sie jemanden beschützte, der ihr wirklich am Herzen lag. Interessant. Ob diese Fähigkeit vielleicht aus dem Trauma entstanden war, ihre Eltern sterb…
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Für eine Weile herrschte wunderbare, beinahe heilige Stille. Nichts als das gleichmäßige Atmen zweier Seelen und das gelegentliche Rascheln von Papier, wenn Cain eine Seite umblätterte. Ein angenehmer Abend. Und hätte man Cain nach seiner Meinung gefragt, hätte er durchaus nichts dagegen gehabt, wenn es genau so weitergegangen wäre. Hin und wieder ertappte er sich dabei, wie sein Blick von den Buchseiten zu Lunas regloser Gestalt auf der Couch wanderte. Als würde er sich vergewissern wollen, das…
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Explorers Vorstellung
Beitragd1a5faca83c5d64ede6116af57323436c8a84d36.png Name: Alya Petrova Alter: 28 Jahre Größe: 1,67 m Blutgruppe: A Rh+ Herkunft: Geboren in Dresden, Deutsch-Russische Abstammung Arbeit: Senior Researcher der Apex Research Station (AR-Station) Spezialität: Mikrobiologie, Zoologie und Xenobiologische Ökosystemanalyse Persönliche Daten Sprachen: * Deutsch (Muttersprache) * Russisch (fließend) * Japanisch (fließend) * Englisch (wissenschaftliches Niveau) Akademischer Grad: Doktor der Zoologie Spezialisieru…
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Fasziniert beobachtete Cain, wie Luna sich selbst heilte. So etwas hatte er noch nie gesehen. Sogar das Blut, das zuvor überall gewesen war, auf dem Boden, ihrer Kleidung und der Klinge des roten Schwertes, war vollständig verschwunden. Ihre Haut war makellos, blass und glatt, nicht einmal gerötet, als wäre die Wunde nie dagewesen. Das einzige, was verriet, dass noch vor wenigen Augenblicken ein Schwert in ihrer Brust gesteckt hatte, war das klaffende Loch in ihrer Bluse. Kaum war die Heilung ab…
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Ihr Gegenüber schien ihren Blick bemerkt zu haben und rang sichtlich nach einer Erklärung. So unbeholfen, wie er sich dabei anstellte, begann Simone tatsächlich zu glauben, dass er harmlos war. Psychopathen sagte man schließlich nach, dass sie charmant seien. Manipulativ. Gut darin, Menschen um den Finger zu wickeln. Dieser Mann wirkte wie keines dieser Dinge. Er wirkte eher wie jemand, der sich gerade verzweifelt fragte, wie man möglichst unbedrohlich mit einem Küchenmesser in der Hand wirkte. …
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Geduldig wartete Cain, bis Luna das Glas angenommen hatte und ihre Gedanken weit genug geordnet waren, um ihm endlich zu antworten. „Ich muss dich wohl um Verzeihung bitten.“ Cain hob eine Augenbraue. Das war nicht die Richtung gewesen, mit der er gerechnet hatte. „Nicht du warst schuld am Tod meiner Eltern“, fuhr sie leise fort. „Sondern ich selbst.“ Nun hob sich auch die zweite Augenbraue. Na das war mal ein Plot Twist. Während Luna sprach, griff Cain nach der Akte, die zuvor auf dem Schreibti…
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Was für ein abgefahrener Fiebertraum… Simone wusste ehrlich nicht mehr, wie sie das Ganze sonst beschreiben sollte. Während sie durch die Höhle lief, begann sie mit ihrem Daumenimplantat herumzuexperimentieren. Wenn es schon einen Reiter namens „Inventar“ gab, war es doch naheliegend, dass es auch irgendeine Möglichkeit geben müsste, Gegenstände darin zu verstauen, oder? Ohne vernünftige Steuerungshinweise hatte sie keine Ahnung, wie dieser Videospielabklatsch funktionieren sollte. Ndugierig drü…
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Endlich Ruhe. Zumindest in der Theorie. Praktisch kreisten seine Gedanken noch immer um den kleinen Engel, den er gerade allein in seinem Büro zurückgelassen hatte. Cain schritt durch die verlassenen Flure seines Quartiers und steuerte automatisch auf die kleine Privatbar zu, die sich in einem angrenzenden Salon befand. Seine Schritte waren ruhig, doch hinter seiner Stirn arbeitete es. Luna am Leben zu lassen war eine denkbar schlechte Idee. Je länger er darüber nachdachte, desto schlechter wurd…
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Schweigend beobachtete Cain das Schauspiel zwischen den beiden Frauen die kaum hätten unterschiedlicher sein können. „Aber ein Wort von dir reicht, und ich töte diese Frau. Mit Vergnügen. Ich lasse mir etwas ganz Besonderes einfallen, Darling.“ Bei Marias Worten musste Cain ein Schmunzeln unterdrücken. Nachdem er Luna in ihrem „Lena-Zustand“ ( oder wie auch immer man dieses Phänomen nennen sollte) erlebt hatte, war er sich ziemlich sicher, dass die Sache eher andersherum ausgehen würde. Ohne die…
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Die weitere Unterhaltung verlief erwartungsgemäß damit, dass Luna sich lautstark über ihren unfreiwilligen Armschmuck beschwerte. „Du musst verstehen, das ist lediglich eine Sicherheitsmaßnahme“, erklärte Cain nüchtern, während er begann, sich die ersten Akten aus dem gewaltigen Stapel zu ziehen. „So kannst du weder einen meiner Untergebenen töten noch ihnen eine Gehirnerschütterung verpassen. Gutes Personal ist heutzutage schwer zu finden, und ich habe wenig Interesse daran, dass du ihnen die l…
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„Bei deinen Stimmungsschwankungen bekomme ich Kopfschmerzen.“ Lunas trockene Erwiderung entlockte Cain unwillkürlich ein Lachen. Als wäre ER derjenige, der innerhalb weniger Minuten zwischen Mordlust, Todessehnsucht und Existenzkrise hin und her schwankte. Aber nun gut, langweilig konnte man ihn immerhin nicht nennen. Geduldig wartete er, bis sie sich wieder aufgerappelt hatte, und hörte ihr zu, während sie weitere Details über ihre ominöse „Lena“ preisgab. Mit jedem Satz wurde er neugieriger. J…