[2er RPG] Das magische Portal

    • Bei den Fragen, die Dante falsch beantwortete, korrigierte der Kater ihm und erklärte kurz noch etwas dazu. Dann war er soweit fertig. Wenn Dante nichts mehr von ihm wollten, dann würde Noel nun wieder gehen und den jungen König alleine lassen.

      "Es sieht schön aus, oder?", fragte Sya Nibia und rutschte etwas näher zu dieser, in der Hoffnung sich an die Kätzin kuscheln zu können, während sie noch immer nach oben blickte.
    • "Manche Menschen glauben, die Sterne seien die Verstorbenen. So fühlen sie sich nicht mehr so allein und es hilft ihnen, mit dem Verlust umzugehen.", meinte Nibia.
      Ihr Stimme klang sehr sanft.
      Sie wusste, wie es war, die letzter einer Art zu sein.
      Denn solange die königliche Familie nicht wuchs, würde sie allein bleiben.
      Naja, nicht ganz allein, immerhin war da noch Dante.
      Aber er war eben ein Mensch.


    • "Nein. Sterne haben nichts damit zu tun. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass sowohl die Sterne, als auch die Toten leuchten. Manche mehr als andere. Selbst du bösen Seelen leuchten auf ihre Weise."
      Eine Zeit lang schwieg sie.
      "Ich weiß, dass du Probleme mit den Augen hast. Und ich will dir ein Geheimnis verraten. Ich bin vollkommen blind. Jeder meiner Art wird ohne Sehnerv geboren. Nur die wenigsten haben das Glück, dass er sich später noch ausbildet."


    • Leicht überrascht blickte Sya zu Nibia. Das hatte sie sich nicht gedacht... "Ich finde es eigentlich nicht so schlimm, kaum etwas sehen zu können... Ich kann immerhin noch hören, riechen und alles.", sagte die jünge Kätzin schließlich. "Doch manchmal wünsche ich mir auch diese Welt richtig sehen zu können, wie die anderen auch... Ich würde zu gerne, die orte, von denen ich immer wieder in den Geschichten gehört habe, selber sehen..." Eine gewisse Sehnsucht konnte man aus ihrer Stimme heraus vernehmen. Ja, Sya wollte diese Welt selber, mit ihren eignen Augen sich ansehen und überall hin reisen... Das war einer ihrere sehnlichsten Wünsche.
    • "Wenn du möchtest, kann ich dir beibringen zu sehen. Nicht so wie die anderen. Mit dem Herzen. So, wie es meine Art tut. Nur dadurch sind wir in der Lage auch all die Toten zu sehen. Sie sind noch da. Getrennt von dieser Seite des Daseins, aber nicht weg. Wenn man mit dem Herzen sieht, dann kann man auch sie sehen."


    • "Wirklich!?", rief Sya aus, die, wie man sofort sehen konnte schon Feuer und Flamme war. Au ja, das wollte sie auf jeden Fall erlernen. Es hörte sich nämlich viel besser an, als das was Noel ihr beibrachte! "Wirst du es mir wirklich beibringen?! Bitte, bitte tu das! Ich will es so gerne erlernen!"
    • Güclich darüber blickte Sya leicht lächelnd wieder hinauf zum Sternenhimmel. Doch all zu lange war sie dann nicht mehr wach, da ihre Müdigkeit sie langsam, an Nibia gekuschelt einschlafen ließ. Für sie war die Geisternebelkatze wirklich fast so etwas die eine Mutter oder eine große Schwester.
    • Dante hatte in letzter Zeit immer öfter Albträume.
      So auch heute Nacht.
      Schweißgebadet schreckte er am nächsten Morgen hoch.
      Ein Wunder, dass er nicht geschien hatte.
      Sein Blick fiel auf sein Handgelenk.
      Viel Zeit hatte er nicht mehr.


    • Allein Nibia und Jiro wusste von dem, was mit Dante war, sonst niemand...
      Am nächsten Morgen erwachte Sya etwas früher als gewöhnlich. Sie war voller Tatendrang und Aufregung und flitzte so schon früh durchs Schloss um sich etwas zum Frühstück aus der Küche zu stibitzen.
    • Dante schlurfte völlig erledigt in sein Büro.
      Der Raum alein war schon größer als seine Wohnung auf der anderen Seite.
      In den letzten Monaten hatte er seine Sachen rüber geschafft und auf der anderen Seite alles geregelt.
      Seine Familie dachte nun, dass er ein wenig um die Welt reiste, Selbstfindungstrip und so weiter.
      Er war so zerstreut, dass er die Tür und sein Armband ganz vergessen hatte.
      Mit einem erleichterten Seufzer ließ er sich in den chefigen Bürostuhl fallen und drehte sich zu dem Fenster um.
      er sah hinaus und beobachtete den Sonnenaufgang.


    • Später fing machte sya dann auf die Suche nach Dante, wo sie dann auch hoffte Nibia zu finden. In ihrem Mund hatte sie noch ein Geschenk für den jungen König, worüber sie ganz schön stolz war, da sie zum ersten mal richtig Beute gemacht hatte. So folgte sie zufrieden seiner Duftspur, die in sein Büro führte, in dass sie nichtsahnend eintrat. "Dange ihg harr ergws fughrg dricg! Eghr Grensingk!", sagte sie mit vollem Mund, was eigentlich bedeuten sollte, 'Dante, ich habe etwas für dich! Ein Geschenk!' Dann erblickte sie seine Verletzung und kurz nach dem sie den Raum betreten hatte an.
    • Sya kam langsam näher und ließ das mausartige Geschöpf vor Dantes Füße zu Boden fallen. "Die hab ich selber gefangen!", meinte sie erfreut zu ihm, doch schon kam die zu erwarten gewesene Frage. "Was hast du denn da an deiner Hand? Sieht wie eine Wunde aus... Tut es weh?"
    • "Ich... hab mich nur geschnitten. Ist keine große Sache, das ist bald wieder verheilt, mach dir keine Sorgen."
      Lächelnd hob er die Katze vom Boden und kraulte sie leicht.
      "Das geschenk ist echt süß, aber..."
      Er beugte sich zu ihr vor und füsterte ihr ins Ohr: "Ich bin nicht so der Fan toten Mäusen."
      Er lehnte sich wieder zurück.
      "Aber trotzdem bin ich stolz auf dich. Aber komm bitte nicht auf die Idee, mir größere geschenke bringen zu wollen. Ich brauche nämlich keine Tunnelmäuse im Schloss."
      Tunnelmäuse: große, fast blinde Kreuzungen aus Maulwurf, Dachs und maus.
      Dante fand diese Wesen irgendwie unheimlich.


    • Sie blickte Dante mit leit schief gelegtem Kopf aus ihren leuchtend blauen, halbblinden Augen an. Dann nickte sie.
      Doch im Nächsten Moment war ihr eifer wieder geweckt. "Eine Tunnelmaus?" So eine hatte sie bisher noch nicht versucht zu jagen. Das wäre mal eine richtige Herausforderung, besonders wegen der lange Krallen. Und mit denen wollte man echt keine Bekannschaft machen...
    • Dante lachte.
      "Du kannst doch keine zwei Meter maus fangen. Das kann nicht mal Nibia."
      Eigentlich hätte sie es schon gekonnt, aber das war der Sache gerade nicht zuträglich also schwieg sie.
      "Aber weißt du, was du machen kannst? Ich hab mein Armband vergessen. Du weißt schon, das, was ich immer trage. Würdest du es mir holen? Es liegt neben dem bett auf dem nachttisch."


    • Benutzer online 8

      8 Besucher