Joffrey ging nach draußen auf den Balkon. Dort stellte er sich neben Hayate. "Ganz schön viel los da draußen, nicht wahr?", fragt er ihn.
[2er RPG] Dragon Daughter
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Hayate nickte.
Dann sagte er eine Weile lang nicht. "Du hast mir einmal doch von diesem Gott erzählt, nicht wahr?", meinte der Grauhaarige. "Ich habe mich umgesehen und ein Buch über ihn gefunden. Ihr scheint wirklich viel von ihm zu halten..."
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Joffrey nickte. "Das kann man wohl sagen. Ich glaube... Man kann dass ein wenig mit der Beziehung von euch zu diesem Wesen vergleichen. Wenn auch nicht ganz. Unser Gott zeigt sich uns nur selten." Er sah gen Horizont. "Son schwer das jemanden zu erklären, der nichts damit zu tun hat..."
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"Doch eines macht für mich irgndwie keinen Sinn. Wieso lässt er die Lebewesen, die er eigentlich so sehr 'liebt' leiden und solche Qualen erleiden? Das macht doch eigentlich keinen Sinn. Wieso hilft er ihnen dann nicht hin und wieder etwas?"

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"Nun, es ist einfach so... Wir helfen uns selbst. Das macht uns stark. Das ist nun einmal unser Glauben. So wie du deinen hast."
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"Nein.", sagte der Drache. "Meinen Glauben habe ich schon vor längerer Zeit verloren. Ich glaube an nichts mehr. Ich hoffe höchstens."
Dann schwieg Hayate.
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Joffrey nickte. "Aber du hast deinen Frieden damit gefunden.", meinte er. "Und ich denke, dass ist wohl das, was am wichtigsten ist, nicht wahr?"
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Hayate blickte den neuen König an und nickte. "Ja, ich habe anfegangen die Dinge zu Akzeptieren, so wie sie sind. Denn ändern kann man sie nun einmal nicht, egal was man tut. Und so ist es eigentlich auch viel einfacher.", sagte er und richtete seinen Blick wieder auf den Sternenhimmel. "Nach dem ich dch wieder zurück gebracht habe, sollte ich wohl wirklich aus deinem Leben verschwinden, oder?"

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"Ich weiß nicht... Ich wüsste nicht, weswegen du sonst noch hier bleiben würdest. Dafür gäbe es doch dann überhaupt keinen Grund mehr?"
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Das hatte sich der Drache gedacht. Somit war klar, dass ihre Wege sich nach der letzten Reise morgen wohl für immer trennen würden. In gewisser weise wünschte sich das Joffery sicherlich auch.
"Ja, da für gäbe es keinen Grund mehr...", bestätige der Grauhaarige leise.
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"Gut", das dachte Joffrey sich. Der Drache würde es nicht anders sehen als er. "Wie lange lebt ihr Drachen so im Schnitt...?", fragte er den Drachen nach einer Weile dann interessiert.
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Hayate zuckte mit den Schultern. "Unterschiedlich. Aber eindeutig viel länger als ihr Menschen. Mein... Vater zum Beispiel wurde 782 Jahre alt.", sagte der Drache.

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"Wie alt bist du?" Vermutlich war der Drache also das einzige Lebewesen, dass so lange lebt wie er auch. Das einzige Lebewesen was er haben würde.
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"Etwa 47 Jahre.", sagte Hayate und offenbarte somit dass er eigentlich noch sehr jung war.

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"Dann bist du ja noch recht Jung!", schlussfolgerte Joffrey. "Du wirst also noch lange werden." Dann war der Drache wohl wirklich jemand der so lange leben würde wie er.
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Hayate nickte. Ja, er würde noch lange Leben.
Er würde noch lange allein bleiben.
Es war eine Tatsache, dass seine Rasse auf Grund der Krankheit hier nicht mehr existierte. Anderswo lebten vielleicht noch welche, doch, wie würden sie auf ihn reagieren, sollte er sie überhaupt finden?
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"Gehst du zurück zu deinen Artgenossen? Hast du überhaupt eine Familie...? Ich weiß nicht... Habt ihr Drachen so etwas? Zieht ihr eure Nachkommen auf?"
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"Natürlich ziehen wir unsere nachkommen groß.", antwortete er, als wäre das selbstverständlich. "Ob ich zu meiner Familie zurück gehen? Was soll diese Frage?" Auch wenn er den König nicht anblickte, sondern auf die dunkle Landschaft vor sich, konnte man ihm seine Wut fast schon ansehen. "Du weißt doch, alle Drachen sind Tod! Wie soll ich dann zu jemanden zurück gehen?! es gibt niemanden mehr. Mein Vater, meine Mutter, meine Schwester, meine Freunde, alle sind Tod!"
Er wand blickte Joffery weiterhin nicht an, sondern wand sich von ihm ab und ging einfach.
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Joffrey nickte. Das stimmte. Er hatte es völlig vergessen. Die ganzen Drachen waren tot. Alle bis auf Hayate. Joffrey sah ihn hinter her.
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Hayat hatte genug von der Party und verlies diese. Für so etwas war er nämlich nicht mehr in der richtigen Stimmung.
Lieber zog er sich in sein Zimmer zurück und warf sich einfach auf sein Bett um dann starr hiauf zur Decke zu blicken.
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